Heydrich zur Endlösung

DHZ


Nach den Wannsee-Konferenz, die am 20. 1. 42 unter Heydrichs Leitung stattfand, sagte dieser in einer Prager Rede am 4. 2. 1942, in der er von der Notwendigkeit, einen tschechischen Arbeitsdienst für »eindeutschbare« und »noch nicht eindeutschbare« junge Tschechen einzuführen, sprach: »Die noch nicht Eindeutschbaren wird man vielleicht bei der weiteren Erschließung des Eismeerraumes, wo die Konzentrationslager zukünftiges Heimatland der 11 Millionen Juden aus Europa sein werden - unter einem positiven Vorzeichen einer prodeutschen Aufgabe als Aufseher, Vorarbeiter usw. einsetzen mit der Chance, auch ihre Familien nachzuziehen. Dieses Gebiet ist, nebenbei gesagt, nicht ein so ödes Gebiet, wie man das Eismeer-Gebiet immer ansieht.« (Dokumente über die Germanisierungs- und Austilgungspoitik der Nationalsozialisten in de Tschechoslowakei, herausg. v. Hist. Inst. der Tschechoslov. Akad. d. Wiss. in Prag, 1960, S. 146f.)


Quelle: Deutsche Hochschullehrer-Zeitung (später Deutschland in Geschichte und Gegenwart) 9(2) (1961), S. 26

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