Zur Korrektur der Millionenzahl

IDN


Aus einem faksimilierten Brief Dr. Oswald Pohls vom 22. 5. 1950 aus Landsberg stellt und das Institut für deutsche Nachkriegsgeschichte folgende Zahlenangaben zur Verfügung: »In allen deutschen KZ befanden sich 1945 rund 650 000 Mann, nicht 20 Millionen, wie die VVN, oder 10 Millionen, wie Kogon behauptet. Gestorben sind von 1933-45 (= 12 Jahre) rund 200 000. Die Verluste der deutschen Zivilbevölkerung durch den Bombenkrieg der Menschenfreunde hat Prof. Schramm (Göttingen) auf 600 000 - 800 000 Frauen, Kinder und Männer in 2 Jahren errechnet.« Das Canadische Anti-Defamation Comitee of Christian Laymen kommt im November 1960 zu dem Ergebnis, daß nach Ausweis des Internationalen Suchdienstes der Vereinten Nationen, dessen Centrale nach 1945 in Arolsen mit einer Zweigstelle in Eßlingen a.N. eingerichtet wurde und die Aufgabe hatte, die amtlichen Verlustziffern aller den Vereinten Nationen angehörenden displaced persons durch deutsche Einwirkung festzustellen, die jüdischen Verluste 4,78% oder ungefähr 200 000 unter verschiedenartigen Einwirkungen umgekommenen Juden betragen haben.
Umfangreiches statistisches Material zur Zahlenfrage hat in sehr verdienstvoller Weise der bekannte französische Historiker Prof. Rassinier in seiner neusten Veröffentlichung »Was nun, Odysseus?« (104 S., DM 7,-, über den DHZ-Buchdienst sofort lieferbar) auf den Seiten 88 bis 95 erstmals zusammengestellt.


Quelle: Deutsche Hochschullehrer-Zeitung (später Deutschland in Geschichte und Gegenwart) DHZ 9(1) (1961), o.S.

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