Eichmann im Zwielicht

Antwort auf seine Herausforderung der Revisionisten

Dankwart Kluge

Seit seinem »Hoßbach-Protokoll«, das Dankwart Kluge als Fälschung entlarvte, gilt unser junger Mitarbeiter als scharfsinniger Fachmann der quellenkritischen Prüfung von Dokumenten der Zeitgeschichte. Als solcher hat er sich die von Dr. Aschenauer herausgegebenen Eichmann-Erinnerungen (s. unsere Besprechung in der Ausgabe 4/80) vorgenommen und in monatelanger intensiver Forschungsarbeit mit gewohnter Sorgfalt analysiert, wobei ihm seine doppelte Eigenschaft als Jurist und Zeitgeschichtler zugute kam. Das Ergebnis ist erschütternd.


Vor mir liegt das Buch: Ich, Adolf Eichmann, ein historischer Bericht. Es umfaßt 550 Seiten, davon 220 Seiten Kommentar und Zwischentexte des Herausgebers. Das Beiwerk ist sachkundig und vermittelt interessante Einblicke zur Judenfrage im Dritten Reich. Der außerordentliche Umfang - mehr als ein Drittel der Schrift - bleibt jedoch ungewöhnlich. Grund dafür dürfte wohl gewesen sein, den Eichmann-Aufzeichnungen ein wenig mehr Gesicht zu verleihen. Ohne diese Zutaten verbleibt nämlich ein Bericht, der quellenkritisch zweifelhaft und inhaltlich höchst fragwürdig erscheint. Und darum geht es im folgenden:

1. Entstehung der Erinnerungen

Eichmann hat seine Memoiren nicht allein, sondern zusammen mit Willem Sassen, einem ehemaligen Frontberichter der Leibstandarte, verfaßt. Es war eine »echte Gemeinschaftsarbeit«[1]. Dabei wurde im allgemeinen so verfahren, daß Sassen bestimmte Fragen stellte und Eichmann die Antworten auf Tonband sprach. Das Ganze fand bei Genuß nicht unerheblicher Mengen Alkohols statt. Eichmann spricht von »vorgerückter Weinlaune und Weinstimmung«[2], weswegen er »die ganze Sache als Wirtshausgespräche bezeichnet«[3] habe. Das Detail wurde zu Lasten der Wahrheit vernachlässigt. Es sollte vielmehr ein gut lesbarer Bericht entstehen. Eichmann bekundet dazu:

»... Ich hätte auf jede Frage sagen müssen... Ich weiß es nicht, ich kann mich nicht erinnern. Darauf hat mein Co-Autor Sassen selbstverständlich gesagt, ›Da kann man kein Buch zusammenbringen.‹ Also habe ich dabei mit meiner Fantasie angefangen, weil wir übereingekommen sind, die Sache zu schildern, wie man sie sich ungefähr zusammengebraut hat... Und so habe ich meine Person x-beliebig und, wie es gerade kam, zusammengemengt mit anderen. Die Hauptsache ist, daß die Materie als solche herauskommen sollte«[4].

Oder an anderer Stelle:

»Ich habe z. B. - ich weiß es nicht wo - an irgendwelchen Stellen habe ich Sachen, die mir erzählt worden sind, als Erlebnis geschildert, weil mir mein damaliger Co-Autor Sassen sagte, das sei interessanter, das habe ich auch eingesehen, daß es interessanter ist, wenn man es gewissermaßen als Augenzeuge bringt.«[5]

Der so diktierte Text wurde dann schließlich von einer Schreibkraft zu Papier gebracht und Eichmann lediglich teilweise zur Durchsicht vorgelegt. Eichmann nahm anfangs Verbesserungen vor und fertigte etwa »200 Korrekturfahnen« [6], sodann lehnte er jede weitere Überprüfung ab. Zur Begründung führte er aus: »Als dann die Sache zur Korrektur kam, da standen mir die Haare zu Berge... Ich wollte das korrigieren und sah, daß das Korrigieren keinen Zweck hatte. Es ist zwecklos gewesen... und diese Korrekturfahnen, wie ich eben sagte, die haben das Ganze auch nicht mehr richtiggestellt... Ich habe aufgrund dieser Unwahrheiten und Unrichtigkeiten dann einen Vertrag gemacht, damit ich gesichert bin und habe verlangt, daß jede einzelne Seite von mir mit meiner vollen Unterschrift zu zeichnen ist... Ich hatte (mit Sassen d. V.) abgemacht, daß diese ganze Angelegenheit neu bearbeitet werden muß. Es wurde verschoben und verschoben.«[7]

Halten wir diese Bekundungen Eichmanns für glaubhaft, so ist das eingangs genannte Buch wertlos. Wie mir Eichmanns Sohn, Dieter Eichmann, mehrfach versicherte, sind die der Veröffentlichung zugrundeliegenden Unterlagen nicht abgezeichnet.[8]

2. Beweismittel in Jerusalem

Von den insgesamt 72[9] Tonbändern lagen dem Gericht 17[10] nebst einigen handschriftlichen Anmerkungen vor. Wer den Besitz vermittelte und auf welche Weise, blieb im Dunkeln. Fest steht jedoch, daß Sassen unmittelbar nach der Verhaftung Eichmanns ohne dessen Willen und ohne dessen Billigung die Erinnerungen an die amerikanische Zeitschrift Life veräußerte, um »ein Geschäft zu machen«[11]. Life veröffentlichte teilweise verfälschte Auszüge in der Januar- und Februarausgabe 1961[12], ebenso der Stern in seiner Ausgabe vom 9. Juli 1960. Mit den Berichten konfrontiert, konnte Eichmann sofort einige Unrichtigkeiten nachweisen. Beispielsweise waren in einem Fall statt der Worte »kein Befehl«, die Worte »ein Befehl«, also genau das Gegenteil im Text angeführt.[13] Sein Verteidiger, Dr. Servatius, sah sich daher zu folgender Erklärung veranlaßt:

»Der Angeklagte hat nicht vorher oder nachher bestätigt, daß dieses, was niedergelegt ist, seine Aussage ist. Er hat nur stets erklärt, auch bei der polizeilichen Vernehmung, daß eine Besprechung auf Band stattgefunden hat, er hat aber niemals gesagt, daß das, was niedergeschrieben ist, auch der Inhalt des Bandes ist. Im Gegenteil, er hat stets erklärt, daß er verdreht worden sei, das sind nicht meine Aussagen... Ich kann anhand der Unterlagen jetzt schon nachweisen, daß er (Sassen d.V.) es in seinem Interesse gedreht hat. Er wollte ein werbendes Buch herausbringen, das auch den nötigen Publikumserfolg hätte.«[14]

Steht aber fest, daß Sassen Eichmanns Aussage wenigstens zum Teil nicht korrekt wiedergegeben hat, welche Gewähr ist dann für den übrigen Wortlaut gegeben? Gar keine. Daher einigten sich Gericht, Anklage und Verteidigung schließlich dahin, nur die von Eichmann selbst korrigierten Seiten als Beweismittel einzuführen.[15] Dessen ungeachtet hat Eichmann auch im weiteren Prozeßverlauf die inhaltliche Richtigkeit dieser Texte vielfach in Abrede gestellt[16], weil, wie Dr. Servatius nochmals hervorhob, vereinbarungsgemäß »nur das, wo jede Seite mit vollem Namen unterzeichnet ist«[17], gelten sollte. Die vorliegenden Erinnerungen sind aber im einzelnen weder abgezeichnet noch mit durchgehenden Korrekturvermerken versehen. Manchmal sind 20 bis 30 aufeinanderfolgende Seiten ohne jede Verbesserung, manchmal nur 5 bis 6 Seiten. Insgesamt also völlig uneinheitlich.[18] Ein Vergleich der hier vorliegenden Erinnerungen mit den Fragmenten im Prozeßverfahren ergibt: Weder Gericht noch Anklagevertretung noch Verteidigung hätten das Buch »Ich, Adolf Eichmann« im Ganzen akzeptiert. Eichmann am wenigsten, weil jegliche Unterzeichnung fehlt.

3. Eichmanns »Geleitwort«

Folgendes Bekenntnis steht der Veröffentlichung voran:

»... Ich werde nur die volle Wahrheit sagen, nichts verheimlichen, nichts beschönigen. Diese Erklärungen gebe ich zu einer Zeit ab, in der ich mich im Vollbesitz meiner physischen Kräfte und psychischen Freiheit befinde, von niemandem beeinflußt oder bedrängt. Diese meine Erklärung widerruft automatisch jegliche hiervon abweichende Erklärung, die ich vor einem feindlichen Forum oder Tribunal abgeben würde.«

Martinez, den 9. Februar 1959 Adolf Eichmann[19]

Das Ganze ist vom Verlag mit der Bezeichnung »Geleitwort« überschrieben. Eine gewiß höchst eigentümliche Einführung, die in dieser Form wohl einmalig sein dürfte. Als ob Eichmann Entführung und Prozeß geradezu vorausgeahnt hätte. Gleich, welcher Schlußfolgerung man im einzelnen zuneigt, für die Bewertung der Erinnerungen ergibt diese Erklärung nichts. Eichmann hat sie 1959 niedergelegt, zu einem Zeitpunkt also, da die hier vorliegenden Erinnerungen, wie der Verlag auf Seite 13 mitteilt, bereits fertiggestellt waren. Demnach hätte es heißen müssen: »Ich habe die volle Wahrheit gesagt« und nicht »Ich werde die volle Wahrheit sagen«. Das »Geleitwort« kann sich also nur auf einen künftigen Text beziehen. Auf welchen, muß im Ergebnis offenbleiben.

Insoweit mag die Feststellung genügen, daß es noch andere schriftliche Aufzeichnungen Eichmanns, nämlich eine sogenannte »Humanbiographie« gibt, die sich im Besitz der Familie befindet.[20] Bleibt zu berücksichtigen, daß Datum und Unterschrift in die Anführungszeichen nicht mit einbezogen sind, so daß nicht einmal feststeht, ob Eichmann selbst unterzeichnet hat. Durch die Bezeichnung »Geleitwort« und das Voranstellen dieses Textes wird der unzutreffende Eindruck erweckt, als ob sich diese Erklärung auf die nachfolgenden Ausführungen Eichmanns bezieht. Gerade das kann aber - wie oben dargestellt - nicht überzeugen. Dafür spricht nicht zuletzt, daß Eichmann verhältnismäßig belanglose Bemerkungen, die ihm im Prozeß vorgehalten wurden, und die mit dem Text der veröffentlichten Erinnerungen übereinstimmen, entschieden in Abrede stellte, obwohl vom Standpunkt der Verteidigung dazu gar keine Veranlassung bestand.

Zwei Beispiele, die sich beliebig vermehren ließen, mögen genügen. Zur Schilderung auf Seite 257, wonach er dem slowakischen Innenminister Mach das »Messer auf die Brust« gesetzt haben soll, erklärte er in der Sitzung vom 19. 7. 61[21]:

»Diese Worte werde ich in dieser Form sicherlich nicht gesagt haben.«

Zur Schilderung auf Seite 395, wonach ihm Dr. Veesenmayer und Dr. Endre zur »guten Durchführung« des Fußmarsches einer größeren Anzahl Juden von Budapest nach Wien »gratuliert« haben sollen, erklärte er in der Sitzung vom 20. 7. 61[22]:

»Nein, das ist nicht wahr. Das ist eine schriftstellerische Ausschmückung der ganzen Angelegenheit.«

Die Bedeutung des Geleitwortes wird damit von Eichmann selbst in Zweifel gezogen. Ich sehe keine Veranlassung, seinen Standpunkt nicht wenigstens zur Kenntnis nehmen

4. Die Authentizität der Erinnerungen

Im Vorwort zu den Eichmann-Erinnerungen führt der Verlag aus, daß es sein besonderes Anliegen gewesen sei, »diese Arbeit auf ihre Echtheit hin zu überprüfen«[23]. Ein durchaus begrüßenswertes Vorhaben, nur leider unzureichend durchgeführt. Zunächst wird auf eine eidesstattliche Versicherung von Frau Eichmann verwiesen. Darin heißt es u. a.: Eichmann habe »das Geschriebene jeweils handschriftlich korrigiert«[24]. Da, wie oben angegeben, ein großer Teil der Seiten keine handschriftlichen Bemerkungen Eichmanns aufweist, ist diese Erklärung, gelinde gesagt, mißverständlich. Sie steht im übrigen im krassen Gegensatz zu Eichmanns Aussage im Prozeß. Darauf angesprochen, erklärte mir Eichmanns Sohn sinngemäß:

Genaue Beweise lägen tatsächlich nicht vor. Aus der Tatsache aber, daß die vorhandenen Anmerkungen und Klarstellungen nicht unmittelbar aneinander anschlössen, entnehme er, daß an den verbleibenden, dazwischenliegenden Ausführungen eben nichts mehr zu verbessern gewesen sei.[25]

Gewiß, Eichmann mag in Jerusalem die Unwahrheit gesagt haben, bloße Vermutungen beweisen das jedoch nicht. Schließlich ließ Eichmann durch seinen Verteidiger nochmals ausdrücklich hervorheben:

»Auch wo der Angeklagte einige Korrekturen gemacht hat, bedeutet dies noch keine Billigung des übrigen Textes. Der Text war grundsätzlich so falsch, daß mit kleinen Korrekturen nichts richtig gemacht werden konnte.«[26] Dadurch wird die Erklärung von Frau Eichmann in ihrem wesentlichen Aussagegehalt ganz außerordentlich relativiert, so daß äußerste Zurückhaltung geboten ist. Beachten wir schließlich noch den Schlußsatz der eidesstattlichen Versicherung. Er lautet: »Alles andere, was bisher als Memoiren meines Mannes veröffentlicht wurde, entspricht nicht dem Manuskript, das ich mit dem genannten Titel dem Verlag vorgelegt habe.«[27] Das ist sicher richtig, besagt aber keineswegs, daß es sich hier um die einzige und endgültige Fassung handelt. Immerhin hat Eichmann noch in israelischer Haft »neue« Erinnerungen geschrieben, von denen er behauptet, sie seien allein verbindlich.[28] Und wie steht es mit seinen noch unveröffentlichten Aufzeichnungen im Besitz der Familie? Welche Ausführungen sind nun richtig und welche falsch? Wir wissen es nicht. Mag sein, daß Eichmann in Jerusalem starken Zwängen ausgesetzt war und die Wahrheit nicht zu sagen wagte. Andererseits ist aber kein vernünftiger Grund ersichtlich, warum er, noch in Freiheit einer der meist gesuchten SS-Offiziere, sich auf das schwerste hätte belasten sollen. Weder der Verlag noch die Familie Eichmann haben die Prozeßprotokolle für ihre Prüfung mit herangezogen.[29] Ebensowenig wurde der Verteidiger, Dr. Servatius, befragt.[30] Die Ermittlungen mußten daher notwendigerweise Stückwerk bleiben. Da ist lediglich die Rede von »Tonbandaufzeichnungen«, »Mikrofilmen« und »sonstigen unverwechselbaren Dokumenten«[31] Nähere Angaben dazu fehlen völlig. Das ist im besonderen Maße bedauerlich, wird doch der Leser weitgehend im Ungewissen gelassen. Unter den sogenannten »unverwechselbaren Dokumenten« kann man sich wirklich nur wenig vorstellen. Die Frage ist sogar berechtigt, ob denn überhaupt die hand- oder maschinenschriftlichen Originale zur Verfügung standen. Verlag und Herausgeber sind beide der Beantwortung der Frage ausgewichen, indem sie wechselseitig darauf verwiesen, daß der jeweils andere sicherlich schon Stellung genommen habe.[32]

Bei der Bewertung des Dokuments darf schließlich nicht außer acht gelassen werden, daß das Manuskript verändert worden ist. Im Vorwort heißt es: »Selbstverständlich waren gewisse Glättungen notwendig, um gewisse Stilbrüche zu vermeiden.«[33] Was daran so selbstverständlich ist, bleibt unerfindlich. Auch die angebliche Vermeidung von Stilbrüchen ist eine faule Ausrede, wird dadurch doch lediglich verdeckt, daß das Manuskript, so wie es vorgelegen hat, zur Veröffentlichung nicht geeignet war. Warum sonst die zahlreichen durch Pünktchen gekennzeichneten Auslassungen auf den Seiten 63, 64, 68, 70, 84, 103, 108, 109, 116, 122, 133, 137, 233, 234, 259, 277, 279, 280, 300, 301, 376, 379, 380, 397, 416, 420, 421, 425, 430, 447, 448, 471, 472, 473, 474, 475, 483, 487, 489, 497, die den Wert der Erinnerungen notwendigerweise erheblich mindern? Warum die Zwischenüberschriften, die durchweg nicht von Eichmann stammen? Beim Lesen des Buches fallen im übrigen wiederholt starke Gedankensprünge auf. So beispielsweise auf den Seiten 63, 73, 75, 76, 78, 110, 138, 149, 150, 161, 174, 183, 184, 306, 369, 397, 408, 422, 440. Es fehlt dort der sonst allgemein übliche Zusammenhang. Auf S. 75 erklärt Eichmann: »An anderer Stelle erwähnte ich, wie ich zum ersten und zum letzten Mal den Großmufti sah.« Tatsächlich schildert er diesen Vorgang aber erst auf Seite 79, also vier Seiten später. Ist hier der Text umgestellt worden, oder wurde Entsprechendes aus dem zurückliegenden Text entfernt? Unter Bezugnahme auf eine absolut zuverlässige, bisher aber nicht veröffentlichte Quelle behaupte ich nichts anderes, als daß das ursprüngliche Manuskript um etwa ein Drittel, also um ca. 250 (i.W.: zweihundertfünfzig) Seiten gekürzt worden ist.[34] Inwieweit dieser Umstand bei Herausgabe des Buches erkennbar war, mag dahinstehen. Die Tatsache als solche bleibt jedoch zweifelsfrei bestehen. Die Authentizität des vorliegenden Eichmann-Buches ist somit auf das ernsteste in Frage gestellt.

5. Glaubwürdigkeit und Widersprüche

Eichmann behauptet, er sei niemals Antisemit gewesen.[35] Warum hat er dann die Judenauswanderung dirigiert? Warum hat er die Juden in die Konzentrationslager geschickt, nach Auschwitz, Theresienstadt usw.? Warum wollte er Ungarn judenrein machen? Warum hat er nach eigenen Angaben »Beihilfe zu Tötung« geleistet?[36] Nein, Eichmann war Antisemit reinsten Wassers. Alles andere ist billige Ausrede.

Eichmann will anläßlich des deutschen Sieges über Frankreich erklärt haben: »Ich bin sehr pessimistisch und glaube, wenn es so weitergeht, werden wir den Krieg verlieren.«[37] Welcher Grund bestand für eine solche Auffassung? Standen die Zeichen für Deutschland damals nicht durchweg günstig? Deutschland hatte einen triumphalen Sieg errungen, und da sollte ein Offizier der SS in trübsinnige Vorahnungen verfallen? Das klingt beinahe nach Widerstand. So eine Einlassung erscheint wirklich an den Haaren herbeigezogen und vermag nicht im mindesten zu überzeugen. Eichmann führt weiter aus, nachdem er verschiedene Vernichtungsaktionen als streng geheim schildert: »Das Wort vergast wurde nur dann im Aktenvermerk festgehalten, wenn der Verhandlungspartner der anderen Seite es brauchte.«[38] Unter Verhandlungspartner verstand Eichmann z.B. Vertreter der rumänischen Regierung, des Roten Kreuzes usw. Kann es etwas Widersinnigeres geben? Sollten die Deutschen tatsächlich die Feindpropaganda geradezu frei Haus geliefert haben? Solche Possen mögen in Nürnberg glaubhaft erschienen sein, für mich sind sie nichts anderes als plumper Schwindel oder Sassen-Phantasie.

Den Begriff Sonderbehandlung erläutert Eichmann auf Seite 141 so: »... bestand im Erschießen oder Erhängen je nach den diesbezüglichen Bestimmungen des Reichsführers.« Und auf Seite 489 so: »... war eine stereotype Formel genau wie Haftüberprüfung alle Vierteljahre... war ein allgemeiner Begriff, der von allen verwandt wurde. Ich bin sogar davon überzeugt, daß das Reichsverkehrsministerium diesen Ausdruck verwandte.«

Auf Seite 474 spricht er schließlich von behandelten, »d. h. konzentrierter, ausgewanderter, vernichteter, natürlich verstorbener, ghettoisierter usw. Juden.« Nachdem Eichmann wiederholt betonte, daß ein schriftlicher Befehl zur Judenvernichtung seines Wissens nicht vorgelegen habe[39], erklärt er auf Seite 151: »Der Reichsführer dürfte zweifellos Pohl persönlich den Vernichtungsbefehl übergeben... haben.« Also doch schriftlich? Eichmann weist auf Seite 229 darauf hin: »Der Entschluß (zur Judenvernichtung d. V.) wurde vom Führer und vom Reichsführer direkt gefaßt«, erklärt aber auf Seite 234: »Bin ich davon überzeugt, daß weder Heydrich noch Himmler die Initiateure des Planes waren.«

Auf Seite 134 behauptet er, die Vernichtung der Juden sei bei Kriegsausbruch mit der Sowjetunion beschlossen worden. Auf Seite 177/178/230 verlegt er demgegenüber den Zeitpunkt auf die »Jahreswende 1941/42«. Eichmann bezieht sich immer wieder auf das Buch von Böhm »Der Judenstaat«, von dem er so viel gelernt haben will.[40] Böhm hat ein solches Buch aber gar nicht verfaßt. Das bedeutende Werk »Der Judenstaat« stammt von Theodor Herzl.[41] Böhm ist der Verfasser des zweibändigen Werkes »Die zionistische Bewegung«[42]. Wie gut oder besser wie schlecht muß es um das Gedächtnis eines Mannes bestellt sein, der sich laufend solche Schnitzer leistet? Was würden wir von einem Autor halten, der als Verfasser des von Karl Marx geschriebenen »Kapitals« fortwährend Lenin nennt, oder was von demjenigen, der Goebbels als Verfasser von Hitlers »Mein Kampf« bezeichnet? Und noch eins: Wie steht es um die Glaubwürdigkeit eines Mannes, gegen den selbst die Nationalsozialisten wegen Verbrechens ermittelten, der davon in seinen Erinnerungen aber kein Sterbenswörtchen erzählt?[43] Eichmann wirkt geradezu absonderlich, wenn er auf Seite 59 Gott anruft, um ihm »beizustehen«, um ihm »Kraft zu verleihen«, um ihn »zu prüfen auf Ehre und Gewissen« oder wenn er auf Seite 63 über sein Schicksal erklärt: »Sicher war es schon lange vor meiner Geburt in den Sternen geschrieben.« Doch urteilen wir nicht voreilig. Hören wir nochmals, was Eichmann selbst über seine Erinnerungen äußert:

»Ich kann zu all diesen Dingen nur sagen, daß hier so viel Dichtung drin ist, daß man die Wahrheit von der Dichtung nicht mehr auseinanderkennt. Das habe ich aber glaube ich schon gesagt.«[44]

Dem ist wohl nichts hinzuzufügen, nur, war das ehrlich?

6. Sonderbeispiel: Eichmanns Herkunft

Scheinbar belanglos, aber bezeichnend für Eichmanns Wahrheitsliebe: In seinem Lebenslauf gibt er an, in Solingen (Rhld.) geboren zu sein.[45] Ebenso in seinem Prozeß.[46] Aber schon 1938 erklärte er fast jedem, der es hören wollte, er sei in Sarona in Palästina geboren. Die nachfolgenden Zeugen bekundeten dazu:

1. Herr Fleischmann, der mit Eichmann im März 1938 zusammentraf:

»Wir sahen uns gegenseitig an. Darauf machte Eichmann einige hebräische Bemerkungen und sagte, es ist nicht zu verwundern, ich spreche perfekt hebräisch und jiddisch, ich bin in Sarona geboren.«[47]

2. Propst Grüber gab in Jerusalem zu Protokoll:

»Ich habe einmal den Angeklagten daraufhin (auf seinen Geburtsort d.V.) angesprochen, und er hat das nicht geleugnet. Er hat entweder über die Frage hinweggehört oder darauf nicht reagieren wollen. Jedenfalls hat er mich in diesem Glauben gelassen, so daß mir seine Personalien erst jetzt bekannt wurden.«[48]

Ähnlich erklärte sich Eichmann gegenüber SS-Offizieren. So antwortete er z. B. auf die Frage des Hauptsturmführers Glücks: »Was ist eigentlich das Geheimnis Ihrer intimen Kenntnis des Judentums?«

»Ich wurde in Sarona geboren. Das ist eine deutsche Kolonie bei Tel Aviv in Palästina.«[49] Auch der SS-Untersturmbannführer v. Mildenstein schenkte dieser Äußerung Glauben.[50] Das jüdische Gemeindeblatt für die britische Zone vertritt denselben Standpunkt. In der Ausgabe vom 6. Januar 1947 heißt es u.a. unter der Überschrift »Der Mann, den wir suchen«: »In einer der deutschen sogenannten Templerkolonie Palästina in Sarona wurde vor etwa 35 Jahren ein gewisser Karl Eichmann geboren.«[51]

Ebenso die Jewish Agency. In einem Steckbrief, datiert vom 5. Juni 1945, in London herausgegeben, war als Geburtsort angeführt:

»Allegedly Sarona, German Templar Colony in Palestine.«[52]

Nicht anders die Berichte der argentinischen Bundespolizei:

»nació en Palestina en al año 1906«.[53] Eichmanns widersprüchliche Angaben und die Recherchen des jüdischen Gemeindeblattes, der Jewish Agency und der argentinischen Polizei führten zu der höchst eigentümlichen Vermutung, daß er selbst jüdischer Abkunft sei. In einer in Kairo erschienenen Broschüre mit dem Titel »Der Eichmann-Prozeß« heißt es u. a.:

»In zwei Fällen der Weltgeschichte trugen solche Antisemiten die körperlichen Züge des feineren Typs des jüdischen Volkes der Sephardim, der Leiter der heiligen Inquisition in Spanien Kardinal Torquemada und der Chef des NS-Amtes für die Endlösung der Judenfrage Karl Adolf Eichmann.«[54] Der jüdische Schriftsteller Abraham G. formuliert etwas zurückhaltender. Er schreibt: »Eichmanns Ariertum ist sehr zweifelhaft. Wir haben für diesen Zweifel unsere Gründe.«[55]

Ich habe nun dieser geradezu unwahrscheinlichen Behauptung nachgehen wollen. Ich habe mich deshalb an das Geburtenregister in Solingen gewandt. Man hat mir dort jedoch jegliche Auskunft verweigert.[56] Ich habe sodann die Familie Eichmann gebeten, mir eine entsprechende Vollmacht auszustellen, damit ich mich erneut nach Solingen wenden könne. Auch diese Vollmacht wurde mir verweigert.[57] Dennoch warne ich vor übereilten Schlußfolgerungen, gerade weil in dieser Richtung die kuriosesten Ansichten vorgetragen werden. Vielleicht liegt des Rätsels Lösung in dem nachfolgenden Dialog zwischen Eichmann und dem Staatsanwalt während des Prozeßverfahrens:

»Frage: und in diesem Zusammenhang sagten Sie auch bei der polizeilichen Vernehmung folgendes:
Die Verwandten meiner zweiten Mutter haben zum Teil Juden und Jüdinnen geheiratet...
Antwort: Jawohl.
Frage: Sie hatten eine jüdische Tante namens Dorczi?
Antwort: Ja.
Frage: Und Sie sagten, die Tochter aus dieser Ehe nach den Nürnberger Gesetzen wäre eine
Halbjüdin?
Antwort: Jawohl.«[58]

Mag durchaus sein, daß diese Erklärung Eichmanns - ob bewußt oder unbewußt, soll dahinstehen - auf seine leiblichen Verwandten bezogen wurde. Mag sein, daß auch diese Erklärung unrichtig war. Tatsache bleibt, daß Eichmann durch seinen ständigen Hinweis auf Sarona/Palästina die seltsamsten Gerüchte zumindest mit aus der Taufe gehoben hat. Wäre er stets bei der Wahrheit geblieben, seine Verteidigung wäre um einiges glaubhafter erschienen.

7. Schlußolgerungen und offenes Wort

Wie wir gesehen haben, sind die Eichmann-Erinnerungen vom quellenkritischen Standpunkt aus mit den verschiedensten Gründen abzulehnen. Sie sind nicht nur inhaltlich verändert und verkürzt, sondern auch in ihrer verbleibenden Aussage weitgehend ohne Überzeugungskraft; ein Buch, von dem der Autor selbst erklärt, es sei »Wahrheit und Dichtung gemischt.«[59] Für den Revisionisten sind solche Erinnerungen eine einzige Kampfansage, denn sie verzerren das wirkliche Geschehen und führen den nicht sachkundigen Leser auf Irrwege. Wenn die Veröffentlichung im Vorwort des Verlages als »Meilenstein auf der Suche nach historischer Wahrheit«[60] angepriesen wird, so zeigt dies nur, wie leichtfertig bei ihrer Überprüfung verfahren wurde. Ich kann auch Eichmann in seinen angeblichen Erklärungen keine »ehrenhafte Wahrheitssuche«[61] zubilligen. Wenn ein Mann wie Eichmann leugnet, Antisemit gewesen zu sein; wenn ein Mann wie Eichmann sich offen der Beihilfe zur Tötung an zahllosen Menschen bezichtigt,[62] wohl wähnend, daß er sich in Sicherheit befinde, so ist das weder wahrheitsliebend noch ehrenhaft, sondern unaufrichtig und abgeschmackt. Ein solcher Mann, der nicht einmal bei seinem Geburtsort bei der Wahrheit bleibt, ist für mich schlechthin unglaubwürdig, auch wenn er immer wieder das Gegenteil beteuert.[63] Das gilt sowohl für die für Deutschland entlastenden als auch für die für Deutschland belastenden Behauptungen. Insoweit dürfen wir keinerlei Unterschied machen. Die Auffassung Eichmanns, fünf oder sechs Millionen jüdische Verluste seien »völlig absurd«[64], wohl aber in Millionenhöhe denkbar[64], ist für mich ebenso wertlos wie die angeführte Bemerkung Heydrichs »Der Führer habe die Vernichtung der Juden befohlen«[65] oder wie die verschiedenen Angaben über die »Gaswagen«[66] und über die »Vernichtungslager«[67]. Da letztlich dieser Text noch gar nicht als gesichert feststeht, ist jede andere Bewertung im Ergebnis unhistorisch und damit abzulehnen. Warum also solche Erinnerungen? Wem ist damit gedient? Ich habe noch keine überzeugende Antwort gehört. Mein erster Gedanke war, daß man Eichmann Gelegenheit geben wollte, sich frei und ungehindert zu verteidigen. In Israel hatte er diese Möglichkeit nicht. Dort durfte er sich nicht einmal mit seinem Verteidiger allein beraten. Ganz abgesehen von dem massiven Druck der Öffentlichen Meinung und den höchst anfechtbaren Rechtsgrundlagen des Verfahrens.[68] Eine Verteidigung, die der Betroffene aber selbst in Zweifel zieht und die zudem auch noch unvollständig ist, dient weder der Rechtsfindung noch der Aufklärung des historischen Geschehens. Sie ist einfach dilettantisch. Mir ist gesagt worden, das Buch nütze dem deutschen Volk, weil doch immerhin die Sechs-Millionen-Ziffer in Zweifel gezogen würde. Einfältiger kann man wohl kaum argumentieren, denn gleich, wie hoch die Opfer nun tatsächlich waren, Eichmann scheint mir dafür der wohl am wenigsten berufene Zeuge. Wer solche Ansichten kundtut, darf sich nicht wundern, wenn er bei Dritten kein Gehör findet.

Mit Sorge sehe ich jedoch, wie sich die sogenannten Zeitgeschichtler der in dem Buch angebotenen Thesen bedienen werden. Vordergründig wird man Eichmann schelten, um dann festzustellen, daß selbst prominente SS-Führer nicht umhinkönnen, eine systematische Judenvernichtung größten Umfangs einzuräumen. Mag diese Auffassung zutreffen oder nicht - eine abschließende Studie steht m. E. bis heute noch aus - die Eichmann-Erinnerungen beweisen, da quellenkritisch abzulehnen, eine solche Behauptung jedenfalls nicht. Wird da die Veröffentlichung nicht immer bedenklicher? Hat unser Volk nicht schon genug gelitten an jener kübelweisen Haßpropaganda? Muß man noch Öl ins Feuer gießen? Es ist unverantwortlich, wie leichtfertig hier mit deutschen Interessen verfahren wurde. Das Urteil mag hart sein, aber in Sachen unseres Volkes kenne ich keinen Kompromiß. Wahrheitsforschung: bedingungslos ja; verzerrte oder verzerrende Aufzeichnungen: bedingungslos nein.

8. Nachwehen

Wie ich soeben erfahre, ist wegen der Eichmann-Erinnerungen ein Verfahren wegen Verdachts der Volksverhetzung und Beleidigung gegen Verlag und Herausgeber eingeleitet worden. Wahrscheinlich wegen einiger deftiger Entgleisungen des Autors[69]; wahrscheinlich aber auch wegen der beigegebenen Zwischentexte, die so gar nicht in das Bild der heutigen Zeitgeschichtler passen. Wie dem auch sei, die Beschuldigten sind jetzt gezwungen, sich selbst zu rechtfertigen. Sie laufen Gefahr, daß das Buch indiziert wird. Sie laufen Gefahr, selbst bestraft zu werden. War das die Sache wert?

Entscheiden Sie selbst!


Anmerkungen

  1. Erklärung Dieter Eichmanns gegenüber dem Verfasser am 28. 2. 1981
  2. Bezirksgericht Jerusalem, Strafakt 40/61, Sitzungsprotokoll vom 20. 7., ähnlich das vom 19. 7. 1961, im folgenden zitiert als Eichmann Prozeß
  3. ebenda, Sitzungsprotokoll vom 20. 7. 1961
  4. ebenda, Sitzungsprotokoll vom 19. 7. 1961
  5. ebenda
  6. ebenda, Sitzungsprotokoll vom 7.7. und 20. 7. 1961
  7. ebenda, Sitzungsprotokoll vom 13. 7., 19. 7. und 20. 7. 1961
  8. Erklärung gegenüber dem Verfasser am 28. 2. 1961
  9. wie vor
  10. Eichmann Prozeß, Sitzungsprotokoll vom 9. 6. 1961
  11. Wilfred von Oven teilt mir mit Schreiben vom 28. 12. 1980 mit, Sassen hätte ihm gegenüber ausdrücklich vom »Geschäft seines Lebens« gesprochen
  12. 9. 1. und 13. 2. 1961, internationale Ausgabe
  13. Eichmann Prozeß, Sitzungsprotokoll vom 19.7.1961
  14. ebenda, Sitzungsprotokoll vom 9. 6. 1961
  15. ebenda, Sitzungsprotokolle vom 12. 6., 7. 7. und 21. 7. 1961
  16. ebenda, Sitzungsprotokoll vom 21.7. 1961
  17. ebenda, Sitzungsprotokoll vom 12. 6. 1961
  18. Erklärung Dieter Eichmanns gegenüber dem Verfasser am 28. 2. 1981
  19. S. 58
  20. wie 18
  21. vergl. das Protokoll
  22. vergl. das Protokoll
  23. S. 13
  24. ebenda
  25. wie 18
  26. Eichmann Prozeß, Sitzungsprotokoll vom 29.3. 1962
  27. S. 13
  28. Eichmann Prozeß, Sitzungsprotokoll vom 20.7.1961
  29. Dieter Eichmann gegenüber dem Verfasser am 28. 2. 1981
  30. Erklärung Dr. Servatius gegenüber dem Verfasser am 8. 1. 1981
  31. S. 12
  32. Briefe vom 24. 2.1981 und 7. April 1981
  33. S. 14
  34. Ich bin ausdrücklich angewiesen, die Quelle nicht zu nennen
  35. Eichmann Prozeß, Sitzungsprotokoll vom 7. 7. und 20. 7. 1961
  36. S. 63
  37. S. 60
  38. S. 241 zuvor S. 181, 232
  39. S. 232
  40. S. 95, 118, 229
  41. 1. Aufl. Berlin 1905. Es gibt noch ein 2. Werk mit demselben Titel, verfaßt von Jabotinsky, Wien 1938. Dieses Buch ist aber offensichtlich nicht gemeint
  42. 2 Bde, 2. Aufl., Wien 1935 und 1937
  43. Vergl. Aussage Dr. Morgen, IMT, Bd. XX S. 473 ff. (562)
  44. Eichmann Prozeß, Sitzungsprotokoll vom 18.7. 1961
  45. Original im Document Center Berlin. Alle dortigen Unterlagen (Personalakte) verweisen ausschließlich auf Solingen
  46. Poliakov: Le Proces de Jerusalem, Paris 1963, S. 29
  47. Eichmann Prozeß, Sitzungsprotokoll vom 26. 4. 1961
  48. ebenda, Sitzungsprotokoll vom 16. 5. 1961 Mikrofilm in der Staatsbibliothek Berlin
  49. Reynolds: Adolf Eichmann, Zürich 1961, S. 70
  50. ebenda, ebenso Eichmanns ehemaliger Mitarbeiter Wisliceny in: Levai: Eichmann in Ungarn, Budapost 1961, S. 287
  51. vergl. auch Ahmad: Palästina meine Heimat, Frankfurt/Main 1975, S. 37
  52. Wiesenthal: Ich jagte Eichmann, Gütersloh 1961, S. 29
  53. Farago: Scheintot, Hamburg 1975, S. 227
  54. zitiert nach Brockdorff: Flucht vor Nürnberg, Wels 1969, S. 250 mit weiteren Nachweisen, die jedoch durchweg mit Vorbehalt aufzunehmen sind
  55. Antisemitismus, Rassenhetze und Rassenvergottung, Hannover 1966, S. 21
  56. Schreiben des Standesbeamten vom 15. 1. 1981
  57. Eichmann junior hatte eine Zustimmung zunächst in Aussicht gestellt, sich dann aber nicht mehr gemeldet
  58. Eichmann Prozeß, Sitzungsprotokoll vom 21. 7. 1961, ebenso: Sperber u.a.: Die Kontroverse, München 1964, S. 17 und Arendt: Eichmann in Jerusalem, München 1964, S. 58
  59. ebenda, Sitzungsprotokoll vom 20. 7. 1961
  60. S. 14
  61. S. 15
  62. S. 63
  63. Arendt a.a.O. S. 58 f.
  64. S. 494
  65. Satzungsprotokoll vom 7.7.1961
  66. S. 117, 178
  67. S. 150, 183, 179, 235
  68. vgl. dazu Rassinier, Zum Fall Eichmann: Was ist Wahrheit? Druffel Verlag 1971
  69. vgl. z. B. die S. 390 und 406.

Quelle: Deutschland in Geschichte und Gegenwart 29(2) (1981), S. 31-36

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