Zur Vorgeschichte des deutschen Angriffs auf die UdSSR am 22. Juni 1941

Eine Revision des » Überfalls auf die friedliebende Sowjetunion«

Dr. Ulrich Müller

Mehr als eine Generation nach Kriegsende leidet die Zeitgeschichtsforschung immer noch daran, daß alliierte Kriegsdokumente weiterhin geheimgehalten werden. Insbesondere die Archive in Moskau sind der Öffentlichkeit nach wie vor verschlossen. Dennoch hat die Geschichtswissenschaft in den letzten Jahrzehnten das ursprünglich von den Siegern verbreitete Bild des überraschenden »Überfalls« Hitlers auf die »friedliebende Sowjetunion« in entscheidenden Punkten widerlegen können. Über die diesbezüglichen Meinungen und den Stand der deutschen Geschichtsforschung gibt ein Fachhistoriker nachfolgend einen Überblick.


Das Geheimabkommen vom 23. August 1939

Die Außenpolitik Hitlers hat dazu geführt, daß sich die Polen 1939 aufs äußerste bedroht fühlen mußten. Hitler forderte von Polen bekanntlich Verhandlungen über den nach dem Versailler Vertrag gebildeten polnischen Korridor und die freie Stadt Danzig. Die Polen konnten in dieser Situation eine unnachgiebige Haltung einnehmen - anders als die Tschechen im Herbst 1938 -, weil sie seit dem 31. März 1939 ein erstaunlich weitgehendes britisches Garantieversprechen hatten. Großbritannien versprach, Polen im Kriegsfall zu helfen. Dieser englisch-polnische Beistandspakt, dem bald auch Frankreich beitreten sollte, war jedoch militärisch nur dann von Bedeutung, wenn sich ihm auch eine starke Landmacht anschließen würde: In Frage kam nur die UdSSR.

So sah sich die UdSSR im Sommer 1939 von den kapitalistischen Staaten England und Frankreich umworben. Die Verhandlungen scheiterten hauptsächlich am polnischen Mißtrauen gegenüber den Russen. Die Polen lehnten es ab, den Russen Durchmarschrecht an die potentielle polnische Westfront zu gewähren, weil sie fürchteten, die Sowjets würden bei der Gelegenheit eine alte Rechnung begleichen und Ostpolen, das sie seit langem beanspruchten, nicht mehr räumen.

Dies war die große Chance Hitlers. Es steht in jedem Schulbuch, wie überrascht die Weltöffentlichkeit war, als am 23. August 1939 der Hitler-Stalin-Pakt offiziell abgeschlossen wurde. Die Welt konnte es kaum glauben, daß die ideologischen Todfeinde, das kommunistische Rußland und das nationalsozialistische Deutsche Reich, vereinbarten, die nächsten zehn Jahre alle Streitfragen friedlich zu lösen.

Viel interessanter und folgenreicher war das Geheimabkommen zu diesem Vertrag, das der Weltöffentlichkeit erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bekannt wurde und dessen Existenz von der UdSSR bis heute bestritten wird.

In diesem Geheimabkommen wurde bekanntlich Polen geteilt, der westliche Teil Polens und Litauen wurde dem deutschen Interessenbereich zugeschlagen; der Östliche dem sowjetischen. Ebenfalls wurden Finnland, Estland, Lettland und Bessarabien als sowjetische Interessengebiete anerkannt.

Eine Woche später, am 1. September 1939, begann der deutsche Angriff auf Polen. Hitler konnte Polen angreifen, ohne ein allzu großes Risiko einzugehen: wußte er doch, daß die Rote Armee stillhalten würde und damit der gefürchtete Zweifrontenkrieg vermieden werden konnte.

Die Sowjets in Polen 1939

Wie hat sich Stalin nach dem 1. September 1939 verhalten? Er hat zunächst die Entwicklung abgewartet und mit dem baldigen Angriff der Engländer und Franzosen auf Deutschland gerechnet. Dann wäre es zu einem Ringen der kapitalistischen Staaten untereinander gekommen, von dem er - seiner Ideologie entsprechend - nur profitieren konnte.

Um den Krieg zwischen Deutschland und Polen hinauszuzögern, versprach er sogar den Polen unter der Hand Waffenlieferungen gegen Deutschland. Dazu kam es nicht, weil die deutsche Wehrmacht überraschend schnell vordrang und der Kreml nach den Äußerungen von Molotow durch den schnellen deutschen Sieg völlig überrascht worden war[1]. Als die Entscheidung in Polen praktisch schon gefallen war, rückten die Sowjets schließlich am 17. September 1939 in Polen sein. Die Verwirrung war so groß, daß einige polnische Truppenteile meinten, die Russen kämen ihnen zu Hilfe[2].

Da weder Moskau noch Warschau förmlich den Krieg erklärt hatten, galten die entwaffneten Polen für die Russen als Verbrecher. Viele landeten in Straflagern der UdSSR[3].

Weit bekannt ist in diesem Zusammenhang das sowjetische Massaker an den rund 15000 polnischen Offizieren, die in sowjetische Gefangenschaft geraten waren. »Wie später zur Gewißheit wurde, wurden die polnischen Offiziere Anfang 1940 durch Genickschuß umgebracht und in Massengräbern verscharrt. Eines dieser Gräber wurde im April 1943 von deutschen Soldaten bei Katyn in der Nähe von Smolensk entdeckt und von Vertretern des Internationalen Roten Kreuzes besichtigt. Es enthielt nahezu 4800 Leichen .«[4]

Auch staatsrechtlich haben die Sowjets die Gebiete, die innerhalb ihres Interessenbereichs lagen, sofort in ihren Staat eingegliedert. Mit Hilfe der üblichen Manipulationen ließen sie bereits Ende Oktober 1939 geeignete Vertreter für die westukrainische und weißrussische Nationalversammlung wählen. Die beiden Gremien tagten getrennt in Lemberg (Ukraine) und Bialystock (Weißrußland), wo die Redner einer nach dem andern sagten, daß es ihr schönster Traum wäre, sich der UdSSR anschließen zu dürfen[5]. Infolgedessen stimmten beide Nationalversammlungen einstimmig für den Beitritt zur Weißrussischen und Ukrainischen SSR[6].

In den neugewonnenen Gebieten wurde sofort »die landbesitzende Ausbeuterklasse« enteignet, aber nicht nur die polnischen Gutsherren, sondern auch alle Bauern sowie sämtliche Unternehmer und Geschäftsleute wurden um ihre Habe gebracht. Die höheren Schulen, Universitäten, Forschungsinstitute und Bibliotheken wurden geschlossen; ebenso auch die Kirchen und Synagogen[7].

Viele Menschen wurden von den Sowjets aus Ostpolen verschleppt - etwa 1,2 Millionen 1939/40. Viele Polen versuchten, vor dem Zugriff sowjetischer Sicherheitsorgane zu fliehen, viele flohen nach Litauen und Rumänien, die meisten jedoch in das deutsche Besatzungsgebiet. Tausende stellten Anträge auf Familienzusammenführung, zum Erstaunen Chruschtschows auch viele Juden, die ungeachtet des deutschen Terrors umsiedeln wollten[8].

Grenz- und Freundschaftsvertrag - Handelsabkommen

Wie gestalteten sich nun die deutsch-sowjetischen Beziehungen im besetzten Polen? Am 28. September 1939 wurde ein deutsch-sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag abgeschlossen, der die territorialen Vereinbarungen vom 23. August 1939 grundsätzlich bekräftigte, aber dahingehend abänderte, daß das Reich den größeren Teil von Polen bis zum Bug erhielt und dafür Litauen der UdSSR überließ.

Ebenso wichtig war ein Handelsabkommen, das am 11. Februar 1940 zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich für ein Jahr abgeschlossen wurde. Das Volumen belief sich auf 800 Millionen RM. Kriegswichtige Rohstoffe, Erdöl und verschiedene Erze, aber auch Getreide wurden dem Reich in einem derartigen Umfang geliefert, daß dadurch die Wirkungen der britischen Blockade weitgehend gemindert wurden. Deutschland bezahlte mit Rüstungsgütern aus dem Bereich der Marine und Werkzeugmaschinen[9].

Daß dieses Abkommen kein normaler Handelsvertrag war, sondern eher ein Vertrag über gegenseitige Hilfeleistungen, wird daran deutlich, daß die Sowjetunion zum Beispiel Rohstoffe einführen mußte, um sie an Deutschland weiterverkaufen zu können (Kautschuk)[10]. Wichtig war für Deutschland ferner, daß mit diesem Abkommen die UdSSR ihre Eisenbahnstrecken für den Transit aus Rumänien (Erdöl) nach Deutschland Öffnete. Aber auch der Transit vom Nahen und Fernen Osten über das sowjetische Polen war möglich.

Die Sowjetunion hat nun aber keineswegs versucht, ihre Parteinahme für das Deutsche Reich vor der Weltöffentlichkeit schamhaft zu verbergen. Ganz im Gegenteil: Als Hitler im Frühjahr 1940 Dänemark und Norwegen und später Frankreich besetzte, erhielt er die Glückwünsche Molotows. Auch ideologisch versuchten die Sowjets die Maßnahmen ihrer neuen Freunde vor den westlichen kommunistischen Parteien zu rechtfertigen.

Erste Spannungen zwischen Berlin und Moskau

Die UdSSR bemühte sich nun, die ihr von Hitler eingeräumten Interessengebiete auch tatsächlich zu besetzen. Politischer und militärischer Druck überwand den Widerstand der Regierungen Estlands, Lettlands und Litauens, die der Roten Armee schließlich auf ihren Territorien Stützpunkte einräumen mußten.

Die Finnen beugten sich dem sowjetischen Druck nicht, so daß es am 30. November 1939 zum sowjetischen Angriff kam. Trotz sowjetischer Überlegenheit konnten sich die finnischen Kräfte bis März 1940 halten. Am 12. März 1940 kam es zum Friedensvertrag in Moskau, in dem Finnland Teile von Karelien abtreten mußte.

Obwohl die Inbesitznahme der baltischen Staaten durch die UdSSR mit Hitler abgesprochen worden war, ergaben sich doch bald Konflikte in der Praxis.

Die sowjetischen Truppen rückten in Litauen bis zum 20. Juni 1940 fast überall bis an die ostpreußische Grenze heran, obwohl in dem Geheimabkommen vom 28. September 1939 zwischen den beiden Diktatoren vereinbart worden war, den südwestlichen Zipfel Litauens im Rahmen einer Grenzbegradigung dem Deutschen Reich zu überlassen. Es bedurfte zäher Verhandlungen, bis man im Wirtschaftsabkommen vom 10. Januar 1941 sich einigte, daß die UdSSR den Deutschen für ihren Verzicht auf den litauischen Grenzstreifen 7,5 Millionen Golddollar bezahlte[11]. Noch problematischer waren die Verhältnisse in Südosteuropa. Hier hatte Hitler in dem berüchtigten Geheimprotokoll lediglich im rumänischen Bessarabien Stalin freie Hand gelassen. Am 28. Juni 1940 schlug Stalin hier zu und marschierte nach einem Ultimatum in Bessarabien ein. Allerdings begnügte er sich nicht mit Bessarabien, sondern nahm auch gleich die Nordbukowina mit, die ebenfalls zu Rumänien gehörte[12].

Hitler konnte sich dadurch beeinträchtigt fühlen, da er an der Stabilität Rumaniens wegen der wichtigen Erdöllieferungen sehr interessiert sein mußte.

Es fällt auf, daß Stalins Aktion zeitlich mit dem Sieg Hitlers über Frankreich zusammenfiel. Vermutlich wollte auch er sich einen Anteil an der Beute sichern. Hitler mußte es zulassen, da der Frankreichfeldzug ohne die Materiallieferungen der Sowjets vermutlich gar nicht hätte geführt werden können. Jedenfalls äußerte sich Molotow am 1. August 1940 entsprechend[13].

Daß aber die Verhältnisse auf dem Balkan nicht unproblematisch für das deutsch-sowjetische Verhältnis blieben, kann man daran erkennen, daß der rumänische König Carol wiederholt um die Entsendung einer deutschen Militärmission nach Rumänien bat[14]. Im August 1940 kam es schließlich zum Wiener Schiedsspruch durch Hitler, in dem die Achsenmächte die Integrität Rumäniens garantierten[15]: eine Maßnahme, die ausschließlich gegen die UdSSR gerichtet war und etwaigen sowjetischen Expansionsgelüsten Einhalt gebieten sollte. Natürlich belastete diese Maßnahme die Beziehungen zwischen den Sowjets und den Deutschen. Als dann die Wehrmacht Truppentransporte durch das neutrale Finnland zur Eismeerküste bei Kirkenes durchführte, beschwerte sich Molotow über die seines Erachtens begangenen Rechtsverletzungen durch das Eindringen starker Wehrmachtsverbände in den russischen Interessenbereich[16]. Deutschland begründete sein Interesse an Finnland und Rumänien mit der Notwendigkeit, von dort kriegswichtige Rohstoffe zu erhalten: Erdöl aus Rumänien, Nickel aus Finnland.

Man sieht, wie im Jahr 1940 das Verhältnis zwischen den beiden Diktatoren durch argwöhnische Eifersucht geprägt war. Jeder witterte im anderen den künftigen Gegner und achtete kleinlich darauf, daß er nicht in seinen Interessenbereich eindrang.

Molotow in Berlin am 12./13. November 1940

Aus der heutigen Sicht stellt sich die Frage, ob im Jahre 1940 nicht die Möglichkeit bestanden hätte, den Krieg gegen die UdSSR zu vermeiden. Diese Frage wird von der historischen Forschung allerdings sehr unterschiedlich beantwortet.

Man erinnere sich an die politische Lage des Jahres 1940. Ende Juni 1940 hatte Frankreich kapituliert. Nun sollte England in die Knie gezwungen werden. Nachdem dies nicht zu gelingen schien, schloß Hitler am 27. September 1940 den Drei-Mächte-Pakt zwischen Deutschland, Italien und Japan, der interessanterweise auch für Rußlands Beitritt offen bleiben sollte[17]. Also noch einmal ein Versuch, die Mächteverteilung von 1939 zu wiederholen und mit den Sowjets einen Ausgleich zu finden.

Hitler konnte davon ausgehen, daß die Engländer eher zur Kapitulation bereit sein würden, wenn sie wüßten, daß ein deutsch-sowjetischer Krieg nicht mehr möglich wäre, wenn also die UdSSR nicht mehr als möglicher »Festlandsdegen« der Engländer in Frage kommen konnte. Auch die USA müßten sich ihren zu erwartenden offiziellen Eintritt in den Krieg noch einmal genau überlegen, wenn sie einen Kontinentalblock in Gestalt von Deutschland, Italien, Japan und Rußland zum Gegner haben würden. Der Kontinentalblock war ein Lieblingsgedanke des deutschen Außenministers Ribbentrop, ein Block, zu dem noch Frankreich und Spanien kommen sollten.

Die entscheidenden Gespräche wurden am 12. und 13. November 1940 in Berlin geführt.

Zunächst erläuterte Ribbentrop den Sowjets die deutsche Haltung, wobei er zunächst seine Überzeugung zum Ausdruck brachte, daß Großbritannien bereits besiegt sei. In merkwürdigem Gegensatz dazu bemerken die »Akten zur auswärtigen deutschen Politik«, die das ganze Gespräch sorgfältig festgehalten haben, daß die Verhandlungsdelegationen sich mit »Rücksicht auf den angekündigten Luftalarm in den Luftschutzkeller des Herrn Reichsaußenministers begeben hätten, um dort die abschließende Unterredung zu führen«. Molotow bewies Humor, wenn er bei der herzlichen Verabschiedung von Ribbentrop betonte, daß er dem Luftalarm nicht gram sei, weil er diesem eine so ausgiebige Unterhaltung - das Gespräch dauerte 21/2 Stunden - mit dem Herrn Reichsaußenminister verdanke[18].

Ribbentrop legte seinem sowjetischen Kollegen sogar einen fertigen Vertragsentwurf vor, der davon ausging, daß der Krieg möglichst bald beendet werden sollte. Deutschland wolle lediglich sich die bei dem Friedensschluß durchzuführenden europäischen territorialen Revisionen vorbehalten. Der Schwerpunkt seiner weiteren territorialen Bestrebungen liege im mittelafrikanischen Raum. Als Gegenleistung bot Ribbentrop Molotow an, den Schwerpunkt sowjetischer Interessen im Süden des Staatsgebiets der UdSSR zu sehen - in Richtung Indischer Ozean. Außerdem sollten die Sowjets mit ihren Kriegsschiffen jederzeit unbeschränkt die Meerengen passieren dürfen.

Die Absicht der Deutschen ist unverkennbar: Stalin sollte Hitler in Mittel- und Osteuropa freie Hand lassen und dafür seinerseits freie Hand in Asien bekommen.

Molotow ging in seiner Antwort zunächst auf das deutsche Angebot überhaupt nicht ein, sondern machte eine Gegenrechnung auf, die zeigte, daß die UdSSR sich eben nicht aus Europa hinausdrängen lassen wollte. Molotow forderte praktisch ein Mitspracherecht in allen zur Zeit offenen Fragen in Europa. Die UdSSR interessiere sich für die Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Jugoslawien, Griechenland, Finnland und Polen. Ja sogar über die künftige Neutralität Schwedens wolle man mitreden. Seine Ausführungen beendete der sowjetische Außenminister damit, daß Rußland auch künftig ein äußerstes Interesse daran habe zu wissen, wie die Ausgänge der Ostsee zur Nordsee, Skagerrak und Kattegat, kontrolliert würden[19].

Solche Ziele Moskaus waren noch nie so deutlich ausgesprochen worden. Göring schilderte die deutsche Reaktion später mit dem Satz: »Das hat uns alle vom Stuhl gerissen!«[20]

Verantwortlich für die harte Haltung der Sowjets war möglicherweise die Wiederwahl Roosevelts am 5. November 1940 gewesen. Der amerikanische Präsident befürwortete ein besseres Verhältnis zwischen den USA und der UdSSR und dachte an Hilfsmaßnahmen für Eiigland[21].

Hitler mußte die Äußerungen Molotows dahingehend interpretieren, daß Stalin in Berlin eine zweite Phase der sowjetischen Westexpansion einleiten wollte. Stalin wußte genau, daß Hitler wegen der Rohstofflieferungen aus dem Balkan und aus dem sowjetischen Raum von Moskau abhängig war. Und diese überlegene Rolle spielte er unverhüllt aus. Dazu kam noch immer die Möglichkeit, daß sich die UdSSR auf seiten der Engländer in den Krieg ziehen ließ - immerhin war die Rote Armee mit etwa 100 Divisionen zwischen Ostsee und Karpaten aufmarschiert -, so daß sich Hitler in mehrfacher Hinsicht von der UdSSR für erpreßbar halten konnte[22]. Auch über Geheimgespräche zwischen Rußland und den USA wurde Hitler in diesen Tagen unterrichtet[23].

Ideologe oder Pragmatiker?

In der Forschung ist die Bedeutung des Molotow-Besuchs in Berlin umstritten. Die Schule, die Andreas Hillgruber vertritt, mißt dem Molotow-Besuch nur eine geringe Bedeutung bei. Hillgruber geht davon aus, daß Hitler den Krieg gegen die UdSSR von Anfang an wollte, und die Art und Weise und Brutalität, mit der er diesen Krieg auch schließlich führte, läßt nach Hillgruber keine andere Deutung zu, als daß es sich um seinen (Hitlers) Krieg handelte.

Begründen kann man diese These allerdings nur mit Hilfe der nationalsozialistischen Ideologie. Dazu gehören besonders die Forderung nach Lebensraum für das deutsche Volk im Osten, ferner der Kampf gegen die »minderwertigen« Slawen und Juden und schließlich der Kampf gegen den verhaßten Bolschewismus. All diese Faktoren werden von den Historikern genannt, die Hitler unterstellen, von Anfang an (seit 1920) einen großangelegten Eroberungskrieg nach Osten geplant zu haben, wenn sie auch einräumen, daß Hitler nach dem Sieg über Frankreich und gegebenenfalls über England gerne ein paar Jahre pausiert hätte, um erst später seinen programmatischen Eroberungszug gegen die UdSSR durchzuführen. So gesehen hätten die Berliner Gespräche lediglich taktische Bedeutung gehabt, um Zeit zu gewinnen.

Problematisch erscheint hier die Bedeutung, die man der Ideologie und dem Programm der NSDAP beimißt. War Hitler tatsächlich so sehr von seiner Ideologie geprägt, wie man es heute gern darstellt? War er nicht oft auch ein sehr kalt berechnender Pragmatiker? Jeder kennt die Geschichte der Südtiroler, die Hitler von seiner Ideologie her eigentlich »heim ins Reich« hätte holen müssen, aber dann doch sehr machiavellistisch der Freundschaft mit Mussolini geopfert hat. Ähnlich verhielt er sich gegenüber Polen: Die Interessen der deutschen Minderheit wurden von 1934 bis 1938 von ihm überhaupt nicht wahrgenommen, weil er dies im Rahmen seiner Politik für nicht opportun hielt.

Abgesehen von solchen und ähnlichen Beispielen, ist hier ein prinzipieller Einwand angebracht. Historiker sollten nicht ohne weiteres unterstellen, daß einmal gemachte ideologische Äußerungen auch tatsächlich, wenn die Gelegenheit besteht, in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Alle ideologisch ausgeprägten Systeme - auch die marxistischen bieten dafür genügend Beispiele - haben die Eigenart, daß sie, wenn sie an der Macht sind, sich unter dem Eindruck der Wirklichkeit verändern und so auch wieder pragmatische Züge aufweisen. Warum sollte das bei Hitler anders gewesen sein? Die Historiker sollten sich davor hüten, ideologisch bedingte Formulierungen bereits als ausreichende Beweise für etwaige Taten oder Untaten gelten zu lassen. In erster Linie sollten die aus den Quellen belegbaren Fakten herangezogen werden, um ein geschichtliches Ereignis zu beurteilen.

Im Jahr 1982 entwickelte sich über diese Frage eine wissenschaftliche Kontroverse, die in der Zeitschrift »Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 4/82« ausgetragen wurde.

Hillgruber vertrat noch einmal die bekannte These, daß Hitler den Krieg gegen die UdSSR aus ideologischen Gründen schon immer gewollt habe. Herausgefordert sah er sich durch den Militärhistoriker Stegemann, der die Ansicht vertrat, daß es in erster Linie strategische Gründe gewesen waren, die Hitler zum Angriff auf die UdSSR veranlaßt haben. Belegen will dies Stegemann mit der uns bereits bekannten Politik Stalins im Sommer 1940, welche die deutschen Interessen stark gefährdete und die dazu beitrug, daß Hitler in der UdSSR einen potentiellen Verbündeten der Engländer sehen konnte[24]. Stegemann argumentiert ferner damit, daß Hitler bereits im Juni 1940, also noch während der Kampfhandlungen in Frankreich, die sofortige Reduzierung des Heeres von 155 auf 120 Divisionen verlangt und die Verlagerung des Rüstungsschwerpunkts auf Luftwaffe und Marine angeordnet habe[25]: Maßnahmen, die zu einem geplanten Eroberungskrieg nach Osten einfach nicht passen wollen.

Die ersten Äußerungen Hitlers, doch gegen die UdSSR militärisch vorzugehen, fallen am 22. Juli 1940 und sind bei Halder im Kriegstagebuch belegt, werden aber strategisch begründet. Hitler habe dann seinen Entschluß später gegenüber Jodl und Brauchitsch und Halder mit strategischen Motiven am 31. Juli 1940 begründet, in erster Linie als einen Umweg, um England zum Frieden zu zwingen. Diese Entscheidung sei aber lange noch nicht endgültig gewesen, denn er bemühte sich weiterhin intensiv um andere Lösungen. Vor allem in der Zeit vom 31. Juli bis zum 5. Dezember 1940 sei kein Interesse Hitlers an einem Ostfeldzug nachzuweisen. Erst am 18. Dezember 1940, also etwa vier Wochen nach dem Besuch Molotows in Berlin, gab Hitler den verhängnisvollen Befehl, das Unternehmen »Barbarossa« vorzubereiten.

Fehleinschätzung der Roten Armee

Aus der Sicht der deutschen Niederlage und angesichts der heutigen Supermacht UdSSR ist man schnell geneigt, Hitler als total verrückt einzustufen, wenn er es - wie manche meinen - ohne zwingenden Grund wagte, dieses Land anzugreifen. Entfesselte er doch damit einen Zweifrontenkrieg, dessen Niederlage vorprogrammiert sein mußte. Aber auch in diesem Punkt muß man den damaligen Kenntnisstand berücksichtigen, wenn man der Geschichte gerecht werden will. Die Rote Armee hatte damals weltweit ein sehr geringes Ansehen. Ende Mai 1941 kam zum Beispiel das britische Foreign Office zu der Ansicht, daß die UdSSR kurz vor oder nach dem drohenden deutschen Angriff kapitulieren werde. Sollte es dazu kommen, hatte man in London keine bessere Idee als durch einen Bombenangriff auf Baku das russische Erdölzentrum zu zerstören, um wenigstens den Deutschen nicht diesen kriegswichtigen Rohstoff in die Hände fallen zu lassen[26]. Hitler, seine militärischen Berater und auch viele militärische Fachleute des Auslandes rechneten ganz ernsthaft mit einem Sommerfeldzug von etwa 9 bis 18 Wochen[27].

Auch diese Fehleinschätzung der Roten Armee und der Widerstandskraft des russischen Volkes spricht eher für die Strategie-These. Hitler sah die konkrete Möglichkeit, die UdSSR in einem Blitzkrieg niederzuwerfen, nachdem die politische Übereinstimmung mit dem ehemaligen Partner im Herbst 1940 immer geringer geworden war.

Er konnte hoffen, den lästigen Erpresser an seiner Ostflanke loszuwerden, England den potentiellen Festlandsdegen zu nehmen und darüber hinaus den USA klarzumachen, daß ein direktes Eingreifen in den europäischen Krieg nicht mehr sinnvoll war, wenn dem Deutschen Reich die ganze Wirtschaftskraft Rußlands zur Verfügung stünde. Man sieht also, daß Hitler für seinen Kriegsentschluß gegen die UdSSR durchaus - immer im Rahmen seiner Gesamtstrategie - plausible und nachvollziehbare Gründe ins Feld führen konnte.

Die Fehleinschätzung der Roten Armee hatte mehrere Gründe. Zum einen ist sie dadurch zu erklären, daß die Wehrmacht bei der Eroberung und Besetzung Polens mit den sowjetischen Streitkräften zusammentraf und von daher einen sehr schlechten Eindruck vom Zustand der Roten Armee mitnahm. Es wird von schlechter Disziplin der Roten Armee berichtet, die Uniformierung sei uneinheitlich gewesen. Die Ausrüstung sei total veraltet gewesen, häufig seien die Geschütze noch von Traktoren gezogen worden[28].

Daß dieser schlechte Eindruck von Stalin ganz gezielt herbeigeführt werden sollte, diesen Verdacht kann man nicht von der Hand weisen, denn im Winterkrieg gegen Finnland 1939/40 haben die Sowjets ebenfalls mit veralteten Waffen gekämpft. Sie haben darüber selbst einen Propagandafilm gedreht »Durchbruch durch die Mannerheimlinie«. Dieser Film wurde vom deutschen Geheimdienst erbeutet und dem Generalstab gezeigt. Dort waren nur völlig veraltete Maschinengewehre zu sehen, so daß der deutsche Generalstab von der geringen Kampfkraft der Roten Armee überzeugt war, die es ja nicht einmal vermocht hatte, die Finnen rasch zu besiegen[29].

Daß dieser Propagandafilm den Deutschen gezielt in die Hände gespielt worden war, ist sehr wahrscheinlich, denn normalerweise hat es Stalin verstanden, sein Territorium lückenlos abzuschirmen, so daß überhaupt keine Kenntnisse über die wahre Kampfkraft der Sowjetsoldaten in den Westen gedrungen sind. Ganz offensichtlich wollten die Russen bewußt tiefstapeln, um den Deutschen zu suggerieren, daß von Osten überhaupt keine Gefahr drohe.

Überfall?

Am 22. Juni 1941, 3.15 Uhr, hat Hitler die UdSSR angegriffen. Dieses Ereignis wird häufig als »Überfall« bezeichnet; wenn unsere Sprache mit diesem Begriff etwas Überraschendes, nicht Vorhergesehenes meint, ist der Ausdruck nicht haltbar. Natürlich wußte Stalin seit geraumer Zeit, was Hitler vorhatte.

Verschiedene Äußerungen von ihm sind belegt in denen er, so am 5. Mai 1941 vor Absolventen der Militärakademien sagte, daß der Krieg unvermeidlich sei. In der Rede, die durch mehrere Zeugen glaubhaft belegt ist, sagte Stalin wörtlich: »Die Rote Armee müsse sich an den Gedanken gewöhnen, daß die Ära der Friedenspolitik zu Ende und die Ära einer gewaltsamen Ausbreitung der sozialistischen Front angebrochen sei. Wer die Notwendigkeit eines offensiven Vorgehens nicht anerkenne, sei ein Spießbürger und ein Narr.«[30] Man müsse den Gegner vorläufig durch Verhandlungen hinhalten, um ihm 1942 unter besseren Bedingungen entgegentreten zu können[31].

Als äußeres Zeichen, wie gespannt die deutsch-sowjetischen Verhältnisse waren, kann gewertet werden, daß im April 1941 die antideutsche Propaganda wieder freigegeben wurde[32].

Auch der militärische Laie wird sich denken können, daß man nicht über drei Millionen deutsche Soldaten mit ihrem Gerät in ihre Bereitstellungsräume bringen kann, ohne daß dies vom Gegner bemerkt wird. Die Sowjets verstärkten ihre Truppen an der Westgrenze laufend, führten ostsibirische Divisionen heran und ließen die Masse des Heeres weiter gegen die Grenze aufschließen, so daß deutsche Beobachter den Eindruck haben konnten, daß die Rote Armee ihrerseits angreifen würde[33].

Auch Panzer und Kavallerie standen an exponierter Stelle, und viele Feldflugplätze wurden in Grenznähe gebaut. »Die Arbeiten waren bei Kriegsbeginn noch nicht abgeschlossen, so daß sich die Flugzeuge auf den bereits fertiggestellten Flugplätzen zusammendrängten und der deutschen Luftwaffe hier ein günstiges Ziel boten.« Zusammen mit den Land- und Luftstreitkräften waren auch die Versorgungsdepots, Betriebsstofflager und Mobilmachungsvorräte in einer heute als fehlerhaft hingestellten Weise unmittelbar an die neue Staatsgrenze herangeschoben worden, wo sie bei Kriegsbeginn fast alle verloren gingen[34]. Straßen, Wege, Brücken, Truppenunterkünfte wurden gebaut, gleichzeitig aber verzichtete man darauf, die für einen Verteidigungskrieg erforderlichen rückwärtigen Nachrichtenverbindungen einzurichten und Kommandozentralen auszubauen. Alle diese Maßnahmen deuten darauf hin, daß man nicht damit rechnete, sich in der Tiefe des eigenen Landes verteidigen zu müssen. Lassen sich diese Maßnahmen als Anfänge auch eigener (d. h. sowjetischer) Offensivplanungen deuten[35]?

Was bisher lediglich in den Erinnerungen der beteiligten Truppenoffiziere zu lesen war oder an den Stammtischgesprächen der Landser zu hören war, hat nun immerhin in die maßgebliche wissenschaftliche Arbeit zum Zweiten Weltkrieg von 1983 Eingang gefunden. Allerdings relativiert Förster die möglichen russischen Offensivabsichten, indem er schreibt: »Wegen der Geheimhaltung der sowjetischen Unterlagen ist die Frage einer sowjetischen Offensivabsicht nicht mit letzter Sicherheit zu beantworten.«[36] Es ist das bekannte Dilemma, daß sowjetische Archive den Historikern nicht zugänglich sind, so daß auch nicht etwa ein Befehl oder eine Anweisung gefunden werden kann, mit denen man sowjetische Angriffsabsichten belegen könnte.

Ganz besonders auffallend waren die sowjetischen Truppenkonzentrationen in dem balkonartig nach Westen vorspringenden Raum bei Lemberg und im Gebiet von Bialystock. Solche Truppenansammlungen sind schwerlich mit Defensivabsichten zu erklären, da, wie auch Schukow zugesteht, solche Ansammlungen im Falle eines Angriffs die Gefahr einer tiefgreifenden Umfassung, Einkreisung und Vernichtung dieser Truppen heraufbeschwören[37].

Förster erwägt sogar, daß die UdSSR vielleicht im Winter 1940/41 vor dem deutschen Balkanfeldzug den Kriegseintritt hier in Erwägung gezogen haben könnte[38]. »Daß man mit den militärischen Vorbereitungen die eigene Offensive im Auge hatte diese Meinung vertrat schließlich auch der sowjetische Generalleutnant Wlassow, der bei Kriegsbeginn das 4. mechanisierte Korps bei Lemberg befehligt hatte und über die Absichten der sowjetischen Führung einigermaßen im Bilde gewesen sein dürfte.«[39] Mit Sicherheit kann man nur sagen, daß sich Stalin durch die Truppenaufstellung im Westen unzweideutig eigene Möglichkeiten für alle Fälle offenhalten wollte.[40]

Schließlich ist auch noch die Stärke der Sowjets und der Deutschen am 22. Juni 1941 von Interesse. An der Ostfront standen zu diesem Zeitpunkt 3 050 000 deutsche Soldaten und 600000 verbündete Rumänen, Finnen und Ungarn. Ihnen gegenüber standen 2 900 000 Sowjetsoldaten, die aber rasch aus dem Landesinnern Verstärkungen bekommen konnten. Weit überlegen waren die Sowjets in materieller Hinsicht. So standen den 3648 deutschen Panzern und Sturmgeschützen 14000 bis 15000 sowjetische Panzer gegenüber, den 2510 deutschen Flugzeugen 8000 bis 9000 sowjetische Flugzeuge.

Für Hitler war es ein leichtes, diese gewaltige Ansammlung von sowjetischen Mannschaften und Kriegsmaterialien an seiner Ostgrenze entsprechend propagandistisch auszuschlachten. Als es in der Nacht zum 22. Juni 1941 zum endgültigen Bruch zwischen Berlin und Moskau kam, warf er in einem Memorandum der sowjetischen Führung vor, daß Stalin mit den gesamten sowjetischen Kräften »sprungbereit an der Grenze aufmarschiert sei«[41]. Als Kriegsgrund wurden der UdSSR außerdem ihr Eindringen in die baltischen Republiken und Finnland, Bessarabien und Nordbukowina sowie ihr fortwährender Druck auf die Türkei, Rumänien, Bulgarien und Jugoslawien zur Last gelegt[42].

Zusammenfassung

1. Hitler und Stalin haben von 1939 bis Mitte 1941 zusammengearbeitet und beide erheblich von dieser Zusammenarbeit profitiert.

2. Hitler konnte seine Feldzüge nach Westeuropa auf Grund des sowjetischen Stillhaltens und der bedeutenden Materiallieferungen führen.

3. Die Übereinstimmung zwischen Moskau und Berlin ist nicht aus ideologischen Gründen aufgegeben worden, sondern weil spätestens im November 1940 in Berlin sichtbar geworden war, daß beide Diktatoren territorial gesehen fast dieselben Interessenschwerpunkte hatten, nämlich Land- und Einflußgewinn in Mittel- und Osteuropa.

4. Die Frage, ob Hitler die UdSSR auch dann - unter Umständen später - angegriffen hätte, wenn sie sich 1940 in seinen geplanten Kontinentalblock hätte einbinden lassen, muß offen bleiben.

5. Die UdSSR war kein »friedliebendes Land«, sie hatte seit 1939 immerhin 6 Nachbarstaaten: Finnland, Lettland, Estland, Litauen, Polen und Rumänien unter Einsatz militärischer Mittel bezwungen.

6. Natürlich ist die UdSSR daran interessiert, ausschließlich ideologische Motive für Hitlers Angriff im Jahre 1941 gelten zu lassen. Wenn sie weltweit als unschuldiges Opfer einer wahnwitzigen Rassen- und Lebensraumtheorie gilt, kann sie leicht von den eigenen Interessen jener Jahre ablenken, die allzu häufig - solange es noch eine Beute zu teilen galt - mit denen der Deutschen identisch waren.


Anmerkungen

  1. Hellmuth Günther Dahms: Die Geschichte des Zweiten Weltkrieges, München 1983, S. 104.
  2. Ebenda.
  3. Ebenda S. 120.
  4. Alfred Schickel: Polen und Deutsche, Bergisch Gladbach 1984, S. 232.
  5. Hellmuth Günther Dahms: AaO, S. 121.
  6. Ebenda.
  7. Ebenda.
  8. Ebenda, S. 122.
  9. Förster: Der Angriff auf die Sowjetunion, in: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, Bd. 4, Stuttgart 1983, S. 104.
  10. Ebenda S. 96.
  11. Andreas Hillgruber: Hitlers Strategie, Politik und Kriegsführung 1940/41, Frankfurt 1965, S. 231.
  12. Ebenda, S. 110.
  13. Ebenda, S. 105.
  14. Hellmuth Günther Dahms: AaO, S. 213.
  15. Ebenda, S. 214.
  16. Ebenda, S. 215.
  17. Ebenda, S. 220.
  18. Akten zur auswärtigen deutschen Politik, Serie D, Bd. 11, 1, S. 472ff.
  19. Ebenda.
  20. Hellmut Diwald: Geschichte der Deutschen, Frankfurt 1979, S. 156.
  21. Hellmuth Günther Dahms: AaO, S. 223.
  22. Ebenda, S. 225.
  23. Hellmut Diwald: AaO, S. 157.
  24. Bernd Stegemann: Politik und Kriegführung in der 1. Phase der deutschen Initiative, in: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, Bd. 2, Stuttgart 1979, S. 39.
  25. Andreas Hillgruber: Noch einmal Hitlers Wendung gegen die Sowjetunion 1940, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 4, 1982, Stuttgart.
  26. Hellmuth Günther Dahms: AaO, S. 261.
  27. Ebenda, S. 262.
  28. Erich Helmdach: Täuschungen und Versäumnisse, Kriegsausbruch 1939/41, Berg 1979, S. 114.
  29. Ebenda.
  30. Förster: AaO, S. 73.
  31. Hellmuth Günther Dahms: AaO, S. 261.
  32. Ebenda, S. 268.
  33. Ebenda, S. 266.
  34. Förster: AaO, S. 69.
  35. Ebenda.
  36. Ebenda.
  37. Ebenda.
  38. Ebenda, S. 70.
  39. Ebenda, S. 71.
  40. Ebenda.
  41. Ebenda, S. 75.
  42. Hellmuth Günther Dahms: AaO, S. 268.

Quelle: Deutschland in Geschichte und Gegenwart 33(3) (1985), S. 13-19

Zurück zum DGG-Menü