Leserbrief an die »Zeit«

Dr. Wilhelm Stäglich

Im »Zeit«-Artikel »Die alte Rechte auf neuen Wegen«, den wir auszugsweise in der letzten Ausgabe brachten (DGG 87/1 S. 20), wurde auch Dr. Wilhelm Stäglich erwähnt, und es wurden ihm unzutreffende Behauptungen unterstellt, die er in seinem Buch »Der Auschwitz-Mythos« gemacht haben soll. Dagegen wandte sich Dr. Stäglich in einem Leserbrief an »Die Zeit« und bat um die Veröffentlichung seiner Stellungnahme zu den falschen Angaben über ihn. Bezeichnender Weise brachte »Die Zeit« diesen Leserbrief eines unmittelbar Angesprochenen nicht. Deshalb sei Dr. Stäglichs Zuschrift nachfolgend angegeben.


In dem o.a. Aufsatz, der mir erst jetzt bekannt wurde, befaßt sich der Autor auch kurz mit meinem Buch »Der Auschwitz-Mythos«. Er schreibt:

»Stäglich, dem unterdessen der Doktortitel aberkannt wurde, behauptet in seinem Buch mit nicht zu überbietendem Zynismus, daß es im Dritten Reich systematische Judenvernichtung gar nicht gegeben hätte. Alle anderslautenden Dokumente sind für ihn Fälschungen.«

Hiervon stimmt so gut wie nichts!

Die Aberkennung meines Doktortitels ist noch nicht rechtskräftig und wird bei Berücksichtigung der Rechtslage und des wissenschaftlichen Charakters meines Werkes letztlich auch keinen Bestand haben können. Sie erfolgte übrigens aufgrund eines Hitlergesetzes, was eigentlich einen wackeren Demokraten - und das sind doch wohl alle Ihre Mitarbeiter - für sich allein schon erheblich stören und deshalb eher in Harnisch bringen sollte als ein Buch, das in der Bundesrepublik längst nicht mehr zu haben ist.

Die meinem Buch unterstellte Aussage ist eine glatte Verfälschung des eigentlichen Buchinhaltes. Gegenstand meiner wissenschaftlichen Untersuchung war die Frage, ob im Konzentrationslager (KL) Auschwitz oder seinen Nebenlagern - wie behauptet wird - Juden planmäßig in sog. Gaskammern ermordet wurden. Ich bin dabei zu dem Ergebnis gekommen, daß es bis zum heutigen Tage keinen einzigen wissenschaftlichen Beleg für diese Behauptung gibt; dabei bin ich grundsätzlich von der Echtheit der einschlägigen Dokumente ausgegangen (vgl. S. 20 meines Buches). Das aber ist sicherlich etwas völlig anderes als die mir von Ihrem Autor zugeschriebene Aussage, ich hätte »mit nicht zu überbietendem Zynismus« (?) behauptet, daß es »systematische Judenvernichtung gar nicht gegeben hätte« und daß »alle anderslautenden Dokumente … Fälschungen« seien.

Eine derartige Tatsachenverdrehung läßt sich heute natürlich leicht einem gutgläubigen deutschen Leserpublikum unterschieben, das nicht mehr in der Lage ist, sie am Inhalt des Buches zu überprüfen. Denn dieses wurde bekanntlich im Mai 1982 gerichtlich eingezogen, also nicht nur auf den Index der »jugendgefährdenden Schriften« gesetzt, wie es in dem Artikel von Sarkowicz weiter heißt. Meine Untersuchung stützte sich fast ausschließlich auf die bis dahin bekannten zeitgeschichtlichen Quellen. Ich sah in ihr - wie ich wörtlich schrieb - nur einen »Teil jener Grundlagenarbeit, die künftige Historiker erst noch zu leisten haben werden« (vgl. S. 17 meines Buches).

Mein Werk war mithin in erster Linie eine Aufforderung an die Historiker, entweder meine Argumentation schlüssig zu entkräften oder im Hinblick auf die von mir aufgezeigte ungenügende Quellenlage etwa von mir übersehene Quellenbelege zu präsentieren, welche die Gaskammerthese einwandfrei bestätigen. Das Buch sollte also - mit anderen Worten - eine Diskussion über ein für uns Deutsche besonders wichtiges, bisher aber weitgehend tabuisiertes Thema anhand der von mir ausführlich dargelegten Tatsachen auslösen. Die Historiker aber schwiegen und wurden schließlich durch das Einziehungsurteil des Landgerichts Stuttgart vom 7.5.82 einer Antwort darauf gänzlich enthoben. Man scheute offensichtlich die Diskussion! Wahrscheinlich war das auch der Hauptgrund für die durch ad hoc bestellte Richter ausgesprochene Einziehung, deren Begründung weniger vom Recht als von politischem Opportunismus getragen war. Übrigens war mir die persönliche Beteiligung an diesem Verfahren bezeichnenderweise mit höchst fadenscheinigen Gründen verwehrt worden, so daß ich als Autor nicht einmal mein Buch verteidigen konnte. Doch wenn jüdische Belange betroffen sind, verleugnet sich der liberale Rechtsstaat offensichtlich selbst, und eine angeblich liberale Presse malt das Gespenst des Rechtsextremismus an die Wand, mit dem mein Buch als eine wissenschaftliche Arbeit in Wahrheit nicht das geringste zu tun hat.

Ich kann in diesen ganzen Vorgängen nur noch die Bestätigung dafür sehen, daß mein Werk wissenschaftlich nicht zu widerlegen ist. Hierbei sehe ich mich in voller Übereinstimmung mit dem führenden französischen Geschichtsrevisionisten Professor Faurisson (Spezialist für Text- und Dokumentenkritik der Universität Lyon 11), der wiederholt feststellte, daß der Gaskammer-Mythos - wissenschaftlich gesehen - erledigt ist, seit bei einer vom 29.6. bis 2.7.1982 an der Pariser Sorbonne durchgeführten internationalen Historikerkonferenz wirkliche Beweise für die angeblichen Gaskammern zur Menschentötung von keinem dort anwesenden Experten angeführt werden konnten. Ebenso mußte der durch sein als Standardwerk zur Frage der Judenvernichtung eingestuftes Buch »The Destruction of the European Jews« bekannt gewordene Professor Paul Hilberg erst jüngst (1985!) im Kreuzverhör vor einem Geschworenengericht in Toronto/Kanada einräumen, daß es bislang keinen »wissenschaftlichen Beweis« für Tötungen durch Gas in deutschen KL gebe. In der kanadischen Presse machte dieses Eingeständnis große Schlagzeilen. Die angeblich unabhängigen bundesdeutschen Medien freilich verschwiegen diese sensationelle Nachricht bis heute geflissentlich. Sie kümmern sich dafür völlig unnötigerweise immer wieder um die alte oder neue Rechte, was allmählich ihre Leser bzw. Hörer eher langweilen dürfte….


Quelle: Deutschland in Geschichte und Gegenwart 35(2) (1987), S. 23f.

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