Dachau - Tag der Rache

Über das Buch eines Augenzeugen

Ingrid Weckert

»Dachau - Die Stunde des Rächers», so lautet in deutscher Übersetzung der Titel eines Buches, das 1986 in den USA erschien.[1] Der Verfasser ist Colonel Howard A. Buechner, ein pensionierter amerikanischer Offizier. Im Jahr 1945 marschierte er als junger Arzt im Rang eines Leutnants mit Teilen der 45. US-Inf. Division »Thunderbird« (Donnervogel) in das Konzentrationslager Dachau ein, um die dort befindlichen Häftlinge zu einer neuen Welt der Liebe, des Friedens, der Menschenwürde und der Demokratie zu befreien. Wie die »Befreiung« allerdings vor sich ging, das entsprach nun nicht diesen hohen Idealen. Die Amerikaner richteten unter den anwesenden 560 SS-Wachsoldaten, nachdem sich diese ergeben hatten, ein Blutbad an, das eher an Dschingis-Khan und seine Horden denn an zivilisierte Soldaten des mächtigsten Kontinents der Erde erinnert.


Colonel Howard A. Buechner wurde jetzt von seinem christlich geprägten Gewissen getrieben, einen Augenzeugenbericht darüber zu veröffentlichen. Er möchte seine Arbeit als leidenschaftlichen Appell gegen den grenzenlosen Jammer und die gnadenlose Unsinnigkeit eines jeden Krieges verstanden wissen -auch und besonders der Kriege, die zur Zeit die Erde verwüsten und unermeßliches Leid über Hunderttausende von Menschen bringen. In einem Brief an die Autorin betonte er ausdrücklich diesen Aspekt und 'bat darum, das hervorzuheben.

Nach einleitenden kurzen Abschnitten, die jeweils besonders verdienstvollen Angehörigen der 45. US-Inf. Division gewidmet sind, stellt Buechner seinen Lesern das KZ Dachau als »Mutter des Todes« vor. Die Ansichten, die er in diesem ersten Kapitel seines Buches über Sinn und Bedeutung der deutschen Konzentrationslager, ihre Anzahl und Lage, über Vernichtungslager, Gaskammern usw. entwickelt, sind allerdings weder historisch noch sachlich begründet.

Damit soll nicht die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit Buechners in Frage gestellt werden, Aber es ist offensichtlich, daß er sich mit diesem ganzen Komplex im Laufe der letzten vierzig Jahre nicht weiter beschäftigt hat. Für ihn war nicht nur das Kapitel »Dachau«, sondern auch das Kapitel »Deutschland« abgeschlossen, als er im Dezember 1945 aus dem Militärdienst entlassen wurde und wieder in sein ziviles Leben zurückkehrte (S. 126/127). Seine unhaltbaren Behauptungen in bezug auf Konzentrationslager, Gaskammern usw. beruhen offensichtlich auf den damals umlaufenden Gerüchten, denen auch die ersten Reporter, die Dachau besuchten, aufgesessen sind.

Er behauptet z.B., daß es gegen Ende des Krieges etwa 350 Konzentrationslager im Deutschen Reich gegeben habe, von denen die meisten Vernichtungslager mit Gaskammern gewesen seien. Insgesamt hätten wir zwischen 18 und 26 Millionen Menschen in diesen Gaskammern umgebracht (S. 3). In Beantwortung einer Anfrage der Autorin rechtfertigte er diese Angaben unter Berufung auf die Encyclopaedia Britannica (15. Aufl., 1980).

So ist er auch der Meinung, im KZ Dachau hätte es eine Gaskammer gegeben - obzwar er nicht. sicher ist, ob sie nicht lediglich zur Kleiderdesinfektion benutzt wurde (S. 3, 87, 89). Möglicherweise spricht er also von den noch heute vorhandenen Desinfektionsräumen und nicht von dem Duschraum, der heute als »Gaskammer - nicht benutzt« bezeichnet wird. Die Frage der Autorin, welchen Raum er als »Gaskammer« angesehen hat, hat er in der bisherigen Korrespondenz nicht beantwortet und statt dessen vage erklärt, er interessiere sich nicht sonderlich für »Gaskammern«.

In der »Zeit« vom 19. 8. 1960 schrieb Dr. Martin Broszat als Vertreter des »Instituts für Zeitgeschichte«, München:

»Weder in Dachau, noch in Bergen-Belsen, noch in Buchenwald sind Juden oder andere Häftlinge vergast worden… Die Massenvernichtung der Juden durch Vergasung begann 1941142 und fand ausschließlich an einigen wenigen hierfür ausgewählten und mit Hilfe entsprechender technischer Einrichtungen versehenen Stellen, vor allem im besetzten polnischen Gebiet, aber nirgends im Altreich statt.«

Über das, was im Osten wirklich geschah, schrieb 1978 Professor Dr. Hellmut Diwald in seiner »Geschichte der Deutschen«, S. 165:

»Was sich in den folgenden Jahren tatsächlich abgespielt hat, ist trotz aller Literatur in zentralen Fragen noch immer ungeklärt.«

Hermann Weiß, Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte, München, hat in der Zeitschrift »Dachauer Hefte« eine sehr interessante Zusammenstellung jener ersten Reportagen über Dachau veröffentlicht, die vor allem in amerikanischen Zeitschriften erschienen sind. Er kommt dabei zu dem Schluß, daß es sich bei diesen Artikeln um den »Versuch der Journalisten« handelt, »einige eilige zusammengetragene Informationen ohne präzises Hintergrundwissen zu einer interessanten und den Leser überzeugenden Meldung zusammenzubauen. Schon wegen der Sprachschwierigkeiten war es den Reportern oft nicht möglich, die Zuverlässigkeit ihrer Informanten einschätzen und die Information nachprüfen zu können. Nur so sind die auch in den späteren Artikeln noch auftauchenden Berichte über Massenvergasungen in der einzigen Gaskammer des Lagers oder die Verwechslung der Gaskammer mit den Desinfektionsanlagen zu erklären. Da die Häftlinge … keinen Zugang zu den Krematoriumsbauten hatten …. ist es erklärlich, wenn sie die zahlreichen im Krematorium durchgeführten Exekutionen teilweise für Vergasungen

hielten und nach der Befreiung in diesem Sinne aussagten. Tatsächlich war die Gaskammer im Krematorium des Lagers Dachau nicht in Benutzung genommen worden, es hatten in Dachau keine Vergasungen stattgefunden.«[2]

Buechner erging es nicht anders als den Reportern, auch er war weder der deutschen Sprache mächtig, noch fähig oder willens, die zahlreichen Gerüchte nachzuprüfen. So wird es sinnvoll sein, sich nur mit denjenigen Abschnitten seines Buches zu beschäftigen, die wirklich Augenzeugenberichte sind, und das sind vor allem die Ereignisse in Dachau bei dem Einmarsch der Amerikaner am 29. April 1945.

Buechner hat seinem eigenen Erfahrungsbericht noch die zweier weiterer Zeugen angefügt. Um die Ereignisse des 29. April 1945 voll zu erfassen, auch in den Punkten, die Buechner nur andeutet, weil er keine genauen Kenntnisse darüber hat, werden auch in dieser Darstellung außer Buechner noch zwei weitere Zeugen zu Wort kommen, um ein möglichst lückenloses Bild dieses unheilvollen Tages zu erstellen.

Dachau am 29. April 1945

Die Mehrzahl der eigentlichen Bewachungsmannschaft des Konzentrationslagers Dachau hatte dieses bereits einige Tage vorher verlassen. So wurde kurzfristig eine Ersatzkompanie der Waffen-SS-Division »Wiking« aus Augsburg, 200 Mann stark, in das KZ Dachau verlegt. Zusammen mit den Restbeständen der alten Mannschaft waren jetzt insgesamt 560 Angehörige der Waffen-SS in Dachau. Keiner von ihnen überlebte das Massaker.[3]

Am Morgen des 29. April 1945 näherten sich Teile der 7. US-Armee München. Auf dem Vormarsch dorthin bekam der Kommandeur des 3. Bataillons, 157. Inf. Reg., 45. Inf. Division (»Thunderbird«), Lt. Col. Felix Sparks, den Befehl, umgehend das Konzentrationslager Dachau einzunehmen. Befehlsgemäß machten die Amerikaner einen Schwenk nach links und hielten auf Dachau zu.

Noch bevor sie einen Fuß in das Lager setzen konnten, erreichten sie mehrere Eisenbahnwaggons, angefüllt mit Hunderten von ausgemergelten und in Lumpen gekleideten Leichen. Für die US-Soldaten war es klar, daß sie es hier mit Opfern einer grausamen Mordaktion der Deutschen zu tun hatten. Tatsächlich ist die Herkunft dieser erbarmungswürdigen Menschenfracht bis heute nicht hundertprozentig geklärt. Am meisten spricht wohl dafür, daß es kranke Häftlinge aus Buchenwald waren, die man bei der Evakuierung des Lagers Buchenwald nach Dachau geschickt hatte. Nach ihrer Ankunft waren die meisten von ihnen so schwach, daß sie die Waggons nicht verlassen konnten. Die Dachauer Häftlinge weigerten sich jedoch, die befohlene Ausladung vorzunehmen.[4] Die Kranken blieben hilflos in den Waggons liegen und starben dort. Möglicherweise wurden einige sogar Opfer amerikanischer Tieffliegerangriffe, die besonders in diesen Tagen den Raum um München heimsuchten.

Der Anblick dieser gespenstischen Fracht wurde noch übertroffen, als die Soldaten das Konzentrationslager betraten. In Dachau hatte seit Januar 1945 eine Fleckfieber- und Typhus-Epidemie gewütet, die über 10 000 Opfer forderte. Das Krematorium des Lagers kam mit dem Verbrennen der Leichen nicht nach. Noch an die 2000 ausgemergelte Körper lagen an der Außenmauer des Krematoriums und in den Innenräumen. Teilweise waren sie bereits im Zustand der Verwesung. Die Toten der letzten Tage lagen außerhalb und innerhalb der Krankenbaracken. Die einrückenden US-Soldaten, denen die Ursache der Leichenberge unbekannt war, müssen tatsächlich den Eindruck bekommen haben, eine Horror-Vision zu erleben, für die sie die deutschen Bewacher verantwortlich machten. Vielleicht ist das eine Erklärung für die folgenden Ereignisse.

Das Massaker

Die Wachtürme des Lagers hatten weiße Fahnen gehißt. Die Amerikaner schossen trotzdem auf die Türme, worauf das Feuer von den Deutschen erwidert wurde. Nach kurzem Schußwechsel stürmten die Amerikaner die Türme und warfen die Leichen von etwa 10 SS-Wachen hinunter. Am Turm B lagen die Leichen noch Tage hinterher, zum Teil in dem das Lager umgebenden Wassergraben. Ein kurzes Gefecht innerhalb des Lagers forderte rund 20 Tote auf Seiten der SS. Diese dreißig Toten sind die einzigen, die man als Während der Kampfhandlungen gefallen bezeichnen kann, schreibt Buechner (S. 97).

Fast gleichzeitig mit der 45. Inf. Division hatten auch Teile der 42. US-Inf. Division (»Rainbow«) das Lager erreicht, darunter Brig. General Linden. General Linden sah einen am Boden liegenden verwundeten SS-Mann und befahl dem ihn begleitenden jüdischen Armeearzt, den Verwundeten zu versorgen. Der Arzt weigerte sich jedoch, mit der Begründung, er würde keinen Deutschen anfassen. Der General drohte mit dem Kriegsgericht, aber der jüdische Arzt blieb unbeeindruckt. Inzwischen hatte Lt. Col. Sparks veranlaßt, daß die Angehörigen der 42. Inf. Division das Lager wieder verließen und General Linden wurde mit Gewalt hinausbegleitet (S. 65 -66).

Auf deutscher Seite hatte der Kommandeur der SS-Truppen, Leutnant Heinrich Skodzensky, in Begleitung eines Vertreters des Schweizer Roten Kreuzes, versucht, das Lager ordnungsgemäß an die Amerikaner zu übergeben.

Buechner führt das nicht weiter aus. Die Schilderung dieser Szene finden wir jedoch in der englischen Zeitschrift »After the Battle« (Nr. 27, 1980, S. 13). Dort beschreibt ein belgischer Insasse aus Dachau, Albert Guerisse (alias Patrick O'Leary) den Hergang wie folgt:

»Ich versichere mich, daß die Amerikaner jetzt Herren der Lage sind. Ich gehe auf einen Amerikaner zu, der eben von einem Panzer klettert, stelle mich vor, und er umarmt mich. Es ist ein Major. Seine Uniform ist staubig, sein Hemd, bis zum Nabel offen, starrt vor Schweiß und Dreck, er ist unrasiert, ein verbeulter Helm auf dem Kopf, eine Zigarette im Mundwinkel.

In diesem Augenblick nähert sich von den Wachposten her der junge deutsche Leutnant Heinrich Skodzensky und macht Meldung vor dem Amerikaner. Der Deutsche ist blond, gutaussehend, gepflegt, seine Schuhe sind geputzt, seine Uniform gut geschnitten. Er schlägt die Hacken zusammen, als wäre er auf einer Übung, bei einer Parade Unter den Linden, hebt ordnungsgemäß den Arm und grüßt respektvoll: »Heil Hitler! Ich übergebe Ihnen hiermit das Konzentrationslager Dachau mit 30 000 Insassen, davon 2340 krank, 27 000 auf Außenposten, 560 Garnisontruppen. …

Der amerikanische Major hat den Gruß nicht erwidert. Er zögert einen Moment, als müsse er sich erst auf die richtigen Worte besinnen. Dann spuckt er dem Deutschen ins Gesicht. ›Du Schweinehund!‹

Dann: ›Setz dich dahin!‹ Er zeigt auf den hinteren Sitz eines der Jeeps, die inzwischen herbeigekommen sind.

Der Major wendet sich zu mir und gibt mir eine Maschinenpistole. ›Kommen Sie mit!‹

Aber ich habe keine Kraft mehr, mich zu bewegen. ›Nein, ich bleibe hier.‹

Der Major gibt einen Befehl, der Jeep mit dem jungen deutschen Offizier fährt aus dem Lager hinaus. Ein paar Minuten vergehen. Meine Kameraden haben es noch nicht gewagt, ihre Baracken zu verlassen. aus der Entfernung konnten sie nicht erkennen, wie die Verhandlungen zwischen dem Amerikaner und dem SS-Mann laufen. Dann höre ich mehrere Schüsse.

›Der Schweinehund ist tot‹, sagt der amerikanische Major zu mir.«

So begann die »Befreiung« des Konzentrationslagers Dachau. Der unbekannte Major gab nur das Startsignal. Die Amerikaner stürzten sich auf alle Soldaten, die sie im Lager antrafen, und erschossen sie auf der Stelle. Buechner nennt uns die Zahl von 122 Opfern (S. 98).

Auch die Insassen tobten sich aus und ermordeten auf bestialische Weise etwa 40 Soldaten. Eine Schlagzeile der »New York Herald Tribune« vom 2. Mai lautet: »Dachauer Häftlinge rächen sich an Nazi-Peinigern - SS-Leute erschlagen aufgefunden, zu Brei geschlagen, ihre Mittelfinger abgeschnitten.«[5] Erst nach einer halben Stunde konnte Lt. Col. Sparks Disziplin und Ordnung wieder herstellen und ließ die noch lebenden SS-Männer, 358 an der Zahl, abführen und bewachen. Doch kaum hatte er den Rücken gekehrt, als der zur Bewachung eingesetzte Maschinengewehrschütze, mit Spitznamen »Birdeye«, losballerte und auf die Gruppe der Gefangenen schoß. Sparks stürzte sich auf ihn und riß ihn vom Maschinengewehr weg. Zwölf Opfer blieben leblos liegen (S. 98/99).

Buechner war am Morgen des 29. April mit der Sanitätsabteilung des 157. Inf. Regiments auf dem Weg nach München, als die Nachricht von der Einnahme des Lagers Dachau zu ihm drang. Am frühen Nachmittag hielt er es nicht mehr aus, er wollte selbst sehen, was in Dachau los war und machte sich auf den Weg dorthin. Beim Lager angekommen, wurde ihm der Zutritt verwehrt, da Lt. Col. Sparks das Gebiet gesperrt hatte. Die Lage schien jedoch ruhig zu sein, es waren keinerlei Schüsse zu hören. Buechner fragte, ob er den äußeren Komplex, das SS-Lager, betreten dürfe. Vielleicht gäbe es Verwundete, denen er helfen könne. Das wurde ihm gestattet.

Er war erst ein kurzes Stück in das SS-Lager hineingefahren, als plötzlich Maschinengewehrfeuer ganz ,nahe zu seiner Linken zu hören war. Es schien aus einer Gegend zu kommen, wo mehrere Gebäude standen, die das Zeichen des Roten Kreuzes auf dem Dach trugen. Buechner wunderte sich, daß ausgerechnet in der Nähe des Lazaretts gekämpft werden sollte. Seine Neugierde war jedoch geweckt, er stieg aus dem Jeep und ging auf die Gebäude zu.

»Ich spähte um die Ecke einer Mauer in die Richtung, aus der die Schüsse kamen und wurde Zeuge einer unvorstellbaren Szene. Lt. Bushyhead stand auf dem Dach eines niedrigen Gebäudes, vielleicht ein Fahrradschuppen. Neben ihm bedienten ein oder mehrere Soldaten ein 30-Kaliber Maschinengewehr. Gegenüber von diesem Gebäude war eine lange, hohe Mauer aus Zement und Backsteinen. Am Fuß dieser Mauer lagen reihenweise deutsche Soldaten, einige tot, einige sterbend, einige möglicherweise sich totstellend. Drei oder vier Lagerinsassen in gestreifter Kleidung, jeder mit einer 45-Kaliber Pistole bewaffnet, gingen die Reihen der ca. 350 gefallenen Soldaten ab. Dabei feuerten sie automatisch eine Ladung in den Kopf jedes Soldaten, der noch zu leben schien. … Hinter den Häftlingen, die zu Henkern geworden waren, stand eine Reihe Infanteristen, die Gewehre im Anschlag und ein weiterer Soldat bediente ein zweites Maschinengewehr, das auf dem Boden stand. …

Am Ende der Reihe der toten oder sterbenden Soldaten ereignete sich ein kleines Wunder. Die Häftlinge, die den Gnadenschuß abgaben, waren noch nicht bis dahin gekommen, und einige wenige der nur verwundeten Soldaten wurden vom deutschen Sanitätspersonal auf Tragen gelegt und gemäß der Weisung eines deutschen Arztes in das nahegelegene Hospital getragen.« (S. 86, 87).

Buechner hat zu dieser schauerlichen Szene eine Skizze angefertigt (S. 94). Auf dieser Skizze sind u.a. zwei Häftlinge vermerkt, die dabei sind, mit Schaufeln einen am Boden liegenden, Buechner meint ins Bein geschossenen, deutschen Soldaten zu erschlagen. Die Aufnahme dieser Szene, bekannt aus dem Buch von Nerin Gun, »Die Stunde der Amerikaner«, findet sich ebenfalls bei Buechner (S. 114).

Die Opfer

Laut einer Tabelle (S. 99) setzen sich die Opfer dieses Tages wie folgt zusammen:

Auf der Stelle erschossen
durch Lagerinsassen ermordet
erschossen durch »Birdeye«
erschossen durch Lt. Bushyhead
insgesamt ermordet
gefallen während der Kämpfe
zunächst entkommen

122
40
12
346
520
10
560

Von denjenigen SS-Wachen, die zunächst entkommen waren, schreibt Buechner, sie hätten versucht, sich unter die Lagerinsassen zu mischen. Sie seien aber bald entdeckt worden und entweder von den Lagerinsassen totgeschlagen oder erschossen worden (S. 97). Sie sind also ebenfalls zu den Ermordeten zu rechnen.

Zur Unterstützung seiner Schilderung bringt Buechner eine Reihe von Zeugen bei, die Einzelheiten der Geschehnisse beobachtet haben. Er nennt ihre Namen und veröffentlicht ihre Aussagen und Fotos. Weitere Fotos bei Buechner zeigen die Gefangennahme der deutschen Wachmannschaft, die gesamte von ihm geschilderte Mordszene und Details einzelner oder kleiner Gruppen der ermordeten Soldaten. An der Richtigkeit seiner Schilderung kann nicht der geringste Zweifel bestehen.

In einer Fußnote auf S. 87 schreibt Buechner: »Wie ich erst später erfuhr, hatten die ersten Angehörigen der Kompanie 1 das deutsche Lazarett (im SS-Lager) gestürmt und alle Patienten mit Tritten hinausbefördert. Nur ein deutscher Arzt und eine kleine Gruppe Sanitäter durften zurückbleiben. Das paßt zu einer anderen Schilderung, wonach einige der SS-Männer offensichtlich kampfunfähig waren, denn sie gingen auf Krücken. Das waren wahrscheinlich Patienten, die man aus dem Lazarett geworfen hatte.«

Zu dieser Bemerkung Buechners gibt es einen deutschen Augenzeugenbericht, der zum ersten Mal 1960 von Erich Kern in seiner Broschüre »Das große Kesseltreiben« veröffentlicht und später in seinem Band »Meineid gegen Deutschland« (Pr. Oldendorf 1971, S. 224 - 247, 313 - 315) abgedruckt wurde.

»Hans Linberger wurde in den Brückenkopfkämpfen ostwärts Kiew … schwer verwundet. Sein linker Oberarm wurde abgerissen, sein Körper mit Splittern übersät. … Er wurde nach langem Lazarettaufenthalt als Oberscharführer der Waffen-SS am 9. März 1945 zur Ersatzkompanie nach Dachau entlassen.

Am 29. April 1945 legten die durchweg schwerversehrten und nicht frontverwendungsfähigen Ersatzleute ihre Waffen nieder, meldeten sich beim leitenden Arzt des Standortlazarettes, Dr. Dr. Schöder, und wurden in eine Baracke eingewiesen. Das Sanitätspersonal richtete sich auf die Kapitulation ein. Ärzte waren durch weiße Kittel, Apotheker und das Sanitätspersonal durch die internationale Rote-Kreuz-Armbinden gekennzeichnet. …

Linberger nahm nun eine Rote-Kreuz-Handflagge und ging zum Eingang des Lazarettes. Er war durch seinen leeren linken Ärmel weithin als Schwerversehrter gekennzeichnet. Den stoßtruppartig einrückenden Amerikanern erklärte er sofort, daß es sich hier um ein Lazarett handle, das selbstverständlich waffenlos übergeben werde. Ein Amerikaner setzte ihm die Maschinenpistole an die Brust und schlug ihm ins Gesicht. … Trotzdem ließen sie von Linberger ab und stürmten nun das Lazarett. Der Linberger zuerst bedrohende Amerikaner schoß im Flur einer Lazarettbaracke einen unbekannten Versehrten zusammen, der regungslos liegenblieb. Alle Ärzte wurden aus den Behandlungsräumen gejagt, ebenso die Apotheker und das Sanitätspersonal. Dr. Dr. Schröder, der als leitender Arzt das Lazarett den Amerikanern formgerecht übergeben wollte, wurde von ihnen so zusammengeschlagen, daß er einen Schädelbasisbruch erlitt.

Die Amerikaner trieben alle Gehfähigen mit den Frauen und Kindern im Lazarettgebäude zusammen und dann auf die Straße vor dem Hetzwerk. Dort sortierten sie alles aus, was nach Waffen-SS aussah, plünderten die Gefangenen zuerst mit vorgehaltenen Pistolen aus und nahmen ihnen Uhren, Ringe, Drehbleistifte, Füllfedern und Geld ab. Dann wurden die Gefangenen in den hufeisenförmig abgemauerten Hof des Heizwerkes gejagt[6]…

Die Amerikaner stellten ein Maschinengewehr vor der Masse auf. Dann kamen amerikanische Kriegsberichter, fotografierten und filmten die Gruppe. Mitten darin eröffnete ein MG-Schütze das Feuer. Mit einem Feuerstoß von links nach rechts und zur Mitte zurück legte er die Masse der etwa vierzig Männer, die an der Wand standen, um.[7]«

Hans Linberger gab für das Deutsche Rote Kreuz an Eides Statt nachstehende Schilderung dieses Massenmordes:

»Der unmittelbar hinter mir stehende Kamerad fiel mit dem letzten Aufschrei - au, die Schweine schießen auf den Bauch - über mich, da ich mich aus unerklärlichen Gründen einfach hatte fallen lassen. Es war mir gleichgültig, ob es mich im Stehen oder Liegen erwischte. So bekam ich nur das Blut des Toten, der aus der Brust stark blutete, über Kopf und Gesicht, daß ich schwer angeschlagen aussah. In der Feuerpause, die eingetreten war und für mich nur durch die angetrunkenen Häftlinge erklärt wird, die sich mit Schaufeln bewaffnet hatten, um einen Mann mit Namen Weiß zu erschlagen, war es mir und den anderen Kameraden möglich, die Situation zu überblicken. Verschiedene krochen auf die Amerikaner zu und wollten sich als Ausländer ausweisen - wieder andere versuchten zu erklären, daß sie mit KZ nie etwas zu tun hatten. Dieser Weiß sagte jedoch: ›Beruhigt euch, wir sterben für Deutschland!‹

Oberscharführer Jäger fragte mich im Liegen, ob es mich erwischt habe, das mußte ich verneinen. Er hatte am rechten Unterarm einen Durchschuß abbekommen. Ich teilte rasch eine letzte Rippe Schokolade mit ihm, da wir auf den Genickschuß warteten[8]. Ein Mann mit Rote-Kreuz-Armbinde warf uns Rasierklingen zu und sagte: ›Da, macht euch fertig!‹ Jäger schnitt sich den angeschossenen Arm in der Pulsgegend auf, den linken schnitt ich, und wie er mir als Amputierter die Klinge ansetzen will, da kommt ein Offizier der Amerikaner mit dem zusammengeschlagenen Dr. Dr. Schröder, der sich kaum auf den Beinen halten konnte, und hat die Aktion der Erschießung eingestellt. So konnten wir unsere frischverwundeten Kameraden mit herausschleppen.«

Buechner schildert, daß er auf den deutschen Arzt zutrat, um ihm seine Hilfe anzubieten. Der Arzt hätte aber nur: »Nein, nein, nein« gesagt. Möglicherweise war es also Buechner, den Linberger bei Dr. Schröder stehen sah.

Lt. Bushyhead hatte inzwischen das Feuer einstellen lassen. Die Toten lagen noch am nächsten Tag am Fuß der Mauer. Buechner verließ das Lager noch am gleichen Tag und zog mit seiner Einheit nach München weiter.

Das verhinderte Kriegsgerichtsverfahren

Am selben Nachmittag, 29. April 1945, besuchten mehrere hohe amerikanische Offiziere das Lager Dachau. Sie entdeckten die Leichen der deutschen Mannschaft und waren entsetzt. Jemand schlug vor, die Körper über die ganze Fläche zu verteilen, dann Aufnahmen zu machen und zu behaupten, die Deutschen hätten der Festnahme Widerstand geleistet oder versucht zu fliehen; dabei wären sie erschossen worden. Aber für diese Version war es zu spät, da bereits Fotos von dem grausigen Geschehen existierten. Es blieb nichts anderes übrig, als eine offizielle Untersuchung einzuleiten.

Nach intensiven Befragungen hatte man für das Kriegsgericht eine Anklage gegen vier Offiziere und fünf Soldaten vorbereitet. Zweifellos waren wesentlich mehr Leute an dem Geschehen beteiligt, aber es war schwierig, sie aufzuspüren. Sie waren inzwischen zu anderen Einheiten versetzt worden und dadurch »aus dem Verkehr gezogen«. Die Anklage lautete auf: Ungehorsam, Nichtverhinderung der Erschießungen, Verweigerung medizinischer Hilfeleistung und Verletzung der Genfer Konvention.

Buechner wurde noch während seines Aufenthaltes in München ins Hauptquartier der 45. Inf. Division bestellt, wo man ihm eröffnete, daß gegen ihn, Lt. Col. Sparks, Lt. Bushyhead und weiteren Angehörigen der US-Armee ein Kriegsgerichtsverfahren vorbereitet würde. Als man ihn fragte, warum er persönlich nichts getan habe, um das Morden zu beenden, und warum er sich nicht um die Verwundeten gekümmert habe, antwortete er, als er auf der Szene erschienen sei, wären fast alle Deutschen schon tot gewesen oder die wenigen noch Lebenden wären so schwer verletzt gewesen, daß jede Hilfe zu spät gekommen wäre. Im übrigen sei ein deutscher Arzt aufgetaucht, und die drei oder vier Verwundeten, die man ins Lazarett getragen hätte, hätten daher seiner Hilfe nicht mehr bedurft. Im Lager, bei dem Wüten der Häftlinge, hätte er auch nichts unternehmen können, da er als Angehöriger des Medizinischen Korps unbewaffnet gewesen sei und daher keine Chancen gehabt hätte, die haßerfüllten Häftlinge von ihrem Morden abzuhalten.

Diese Darstellung entsprach jedoch nicht der Wahrheit, wie Buechner in seinem Buch jetzt zugibt. Er war weder als Angehöriger des Medizinischen Korps gekennzeichnet noch unbewaffnet. Sowohl er als auch einer seiner Sanitäter hatten Pistolen und außerdem eine Maschinenpistole bei sich.

Der vernehmende Offizier war jedenfalls damals mit Buechners Antwort zufrieden und strich seinen Namen aus der Liste der Beschuldigten. Auch die übrigen Offiziere konnten sich ähnlich herausreden.

Übrig blieb die Anklage gegen Bushyhead. Er wurde zu General Patton, dem Kommandeur der 3. US-Armee befohlen. Patton hörte seinen Bericht und ordnete an, daß alle Offiziere, die in die Sache verstrickt seien, vor ihm zu erscheinen hätten. Sie sollten sämtliche Dokumente, Fotografien und sonstige Unterlagen, die mit der Sache zu tun hatten, mitbringen. Als alle bei General Patton versammelt waren, versicherte er sich noch einmal, daß ihm sämtliche Fotos und Dokumente übergeben worden seien. Dann warf er alles in einen großen metallenen Papierkorb, zog sein Feuerzeug heraus und zündete den Papierstoß an. Damit waren die Anklagen erledigt und die Beschuldigten frei. Das Kriegsgerichtsverfahren fand nicht statt. Alle schriftlichen Zeugnisse waren vernichtet. In keiner Geschichtsschreibung tauchten die Tatsachen jemals auf. Die offizielle Version lautete, daß ein Teil der SS-Wachen bei der Übernahme des Lagers Dachau in einem kurzen Gefecht getötet, die anderen gefangengenommen wurden.

Die Wahrheit wird bekannt

Buechner ist der Meinung, daß bis zur Veröffentlichung seines Berichtes niemand irgendeine Kenntnis vom wahren Geschehen am 29. April hatte. Das stimmt jedoch nicht. Die Wahrheit läßt sich niemals völlig unterdrücken. Zudem waren einige Fotografien der Vernichtung entgangen.

Die Nachrichten über das Massaker drangen bald nach draußen. Aber wir hatten den Krieg verloren, wir waren rechtlos und hilflos den Siegermächten ausgeliefert. Die Nachrichten blieben zunächst unbestätigte Gerüchte. Aber schon 1946 erschien ein erster Hinweis auf die Ermordung der SS-Männer in den Wachtürmen in der Veröffentlichung eines ehemaligen Häftlings.[9]

Ein weiterer Augenzeugenbericht aus dem Jahr 1957 erwähnt ebenfalls die Erschießung der SS-Männer[10]. Drei Jahre später brachte Erich Kern in seiner Broschüre »Das große Kesseltreiben« die eidesstattliche Erklärung von Hans Linberger der Öffentlichkeit zur Kenntnis.

1966 erschien von Nerin E. Gun »The Day of the Americans« - deutsche Ausgabe »Die Stunde der Amerikaner«, 1968 - in dem unter anderem der Augenzeugenbericht von Patrick O'Leary über die Erschießung des Kommandanten der SS-Truppe Heinrich Skodzensky, allerdings ohne volle Namensnennung, sowie eine Reihe grausiger Fotos von dem Geschehen veröffentlicht wurden. Gun berichtet auch, daß sich die Amerikaner mit der Rache an den SSMännern nicht genug sein ließen, sondern auch alle Wachhunde töteten.

Ein weiterer Augenzeugenbericht eines ehemaligen Häftlings über die Erschießung der SS-Wachen erschien im Januar 1985 in der »Deutschen National-Zeitung«[11].

Aber nicht nur in Deutschland, auch im Ausland war man inzwischen auf die Vorfälle in Dachau am 29. April 1945 aufmerksam geworden. So widmete das britische Magazin »After the Battle« die Nummer 27 im Jahr 1980 ganz dem Thema: »Dachau«. Die Erschießung von Leutnant Skodzensky und der SS-Wachen wird erwähnt.

In diesem Magazin wird eine weitere Mordaktion der Amerikaner aufgedeckt. Am Morgen des 29. April 1945, noch bevor Dachau eingenommen war, erreichten Angehörige der 42. US-Division (»Rainbow«) den kleinen Ort Webling, etwa 2 km nordwestlich Dachau, der fast nur aus einer Kirche und ein paar Gehöften bestand. Der Ort wurde von 30 bis 50 Angehörigen der SS-Division »Wiking« zunächst verteidigt.

Die Deutschen sahen bald ein, daß sie der amerikanischen Einheit unterlegen waren und ergaben sich der Übermacht. Keiner von ihnen überlebte. Die leitende SS-Offizier wurde von einem Amerikaner erschlagen, die anderen SS-Männer erschossen. Auch ein Hofbesitzer, waffenloser Zivilist, wurde bei der Gelegenheit von den Amerikanern erschossen. Nach einem Augenzeugenbericht hinterließen die Amerikaner, als sie Webling verließen, einen toten Amerikaner und 43 tote SS-Männer, darunter zwei Offiziere. Gefangene wurden keine gemacht. Am nächsten Morgen wurden die Leichen dieses Massakers dann von einem ansässigen Bauern in Webling begraben.[12]

Durch das Buch von Buechner haben jetzt die bisher von verschiedenen Seiten vielleicht als nicht ganz glaubwürdig eingestuften Augenzeugenberichte eine unbezweifelbare Bestätigung gefunden. So ist dieser Band des Amerikaners, trotz der zahlreichen Irrtümer in den allgemeinen Angaben über Dachau und das System der deutschen Konzentrationslager, in be-

zug auf die geschilderten und von Buechner selbst miterlebten Ereignisse ein wichtiges historisches Dokument.


Anmerkungen

  1. Howard A. Bucchner: Dachau. The Hour of the Avenger. An Eyewitness Account, Metairie, Louisiana, Thunderbird Press, 1986
  2. Hermann Weiß: Dachau und die internationale Öffentlichkeit. Reaktionen auf die Befreiung des Lagers, in: Dachauer Hefte. Studien und Dokumente zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Im Auftrag des Comit6 International de Dachau, Brüssel, herausgegeben von Wolfgang Benz und Barbara Distel, 1. Jg. 1985, Heft 1, »Die Befreiung«, 22.
  3. Die Anwesenheit von Angehörigen der Waffen-SS in Dachau wird von ehemaligen Angehörigen dieser Kampfgruppe energisch bestritten. In einem mir vorliegenden Zeugenbericht eines ehemaligen Angehörigen der 42. US-Inf. Division, der das Lager Dachau am 30. April 1945 besuchte und bei der Gelegenheit mit zwei überlebenden deutschen Soldaten gesprochen hat, heißt es, daß diese Soldaten wohl SS-Uniformen trugen, sich aber durch ihre Soldbücher als Angehörige der Wehrmacht ausweisen konnten. In Gesprächen mit diesen und anderen deutschen Soldaten hatte der Amerikaner erfahren, daß in jenen Apriltagen die Feldpolizei versprengte Wehrmachtsangehörige der verschiedensten Waffengattungen aufgegriffen, zu neuen provisorischen Einheiten zusammengestellt und je nach Notlage zum Einsatz gebracht hatte. Danach wäre es theoretisch möglich, daß auch die 200 Soldaten, die am 28. April nach Dachau kamen und dort Wachdienst versahen, einer solchen neu zusammengestellten Einheit angehörten. - Nach so langer Zeit wird sich wohl kaum noch endgültig klären lassen, wer die Ermordeten von Dachau tatsächlich waren.
  4. Vgl dazu den Bericht von Marguerite Higgins in der New York Herald Tribune vom 1. Mai 1945. Deutsche Übersetzung in: Weiß: Dachau und die internationale Öffentlichkeit, S. 27
  5. Zitiert nach: Weiß: Dachau und die internationale Öffentlichkeit, S. 28.
  6. Der Beschreibung nach handelt es sich um denselben Hof, den Bucchner beschrieben und skizziert hat.
  7. Nach der von Buechner skizzierten Aufstellung stand tatsächlich ganz rechts auf dem Hof, nahe dem Eingang zum Lazarett, eine Gruppe von etwa 40 Mann. Zu der scheint Linberger gehört zu haben.
  8. Diese Bemerkung bezieht sich offensichtlich auf die von Buechner erwähnten Häftlinge, die die Reihen abgingen und die nur verwundeten Soldaten mit Pistolenschüssen töteten.
  9. K.A. Gross: Fünf Minuten vor Zwölf, München 1946
  10. Edgar Kupfer-Koberwitz: Die Mächtigen und die Hilflosen, 1957
  11. Deutsche National-Zeitung Nr. 4, 18. Januar 1985: »Was geschah im KZ Dachau? Wie viele kamen wirklich ums Leben?« von Dr. 0. Müller. Bezugnahme auf Augenzeugenbericht von P. Thaddeus Pelczar SJ. Dieser Bericht erschien zuerst in dem US-Magazin: »National Catholic Register«, 8. April 1979.
  12. »After the Battle«, Nr. 27, 1980, S. 30 - 33.

Quelle: Deutschland in Geschichte und Gegenwart 35(2) (1987), S. 14-20

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