Deutschland
Schrift für neue Ordnung


INHALTSVERZEICHNIS 11/12-99

VOLK-NATION-EINHEIT

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VOLK - NATION - EINHEIT


Offener Brief

Herrn Bundeskanzler
Gerhard Schröder
Bundeskanzleramt
Berlin - Mitte

Berlin, 9. November 1999

Lieber Gerhard Schröder,

da ich diese Zeilen in freundschaftlicher Absicht an Dich richte, vermeide ich es, Dich mit Deiner Amtsbezeichnung anzusprechen. An dieser kannst Du unmöglich Freude haben, denn Du führst eine Vasallenregierung - und Du weißt, daß ich das weiß. Es wäre ungerecht, Dir Salz in die Wunde zu streuen.

Wir waren uneins in der Frage, ob, wenn Du Dein Ziel, Bundeskanzler zu werden, je erreichen würdest, Du das Schicksal unseres Volkes auf parlamentarischem Wege - mit den Parteien, wie sie nun einmal sind - zum Besseren wenden könntest. Du warst zuversichtlich, daß Dir das gelingen würde. Heute weißt Du, daß Du Dich geirrt hast und ich recht hatte.

Noch vor Deiner Vereidigung haben Dir Bill Clinton und Madeleine Albright klar gemacht, daß Du den Befehlen der US-Regierung zu gehorchen hast. Als ihr Befehlsempfänger hast Du Dich des Verbrechens, einen Angriffskrieg zu führen, schuldig gemacht. Und daß Du (vorläufig) nicht unter Anklage gestellt wirst, hast Du dem Eidbruch des Generalbundesanwalts zu verdanken, der den Mut nicht aufbringt, den Krieg gegen Serbien als Angriffskrieg zu beurteilen.

Einer Deiner Vorgänger im Amte, Helmut Schmidt, hat die historische Wahrheit ausgesprochen, als er die NATO-Aktion als völkerrechtswidrige Kriegführung verurteilte.

Als Bundeskanzler bist Du kläglich gescheitert. Die Medien und Deine falschen Freunde - Oskar Lafontaine, Rudolph Augstein u. a. - stellen die Sache jetzt so dar, als seist Du unfähig für dieses Amt. Die Wahrheit aber ist, daß in diesem Amte jeder scheitern muß, dem es widerstrebt, das Deutsche Volk zu verraten.

Es ist jetzt an Dir, die Niederlage in einen Sieg zu verwandeln: Wenn Du jetzt den Mut aufbringst, vor das Deutsche Volk zu treten und die Wahrheit zu bekennen, wirst Du als eine große Führergestalt in die Geschichte eingehen.

Zerreiße das Lügengespinst, mit dem die Feinde Deutschlands unser Volk niederhalten und aussaugen!

Tritt zurück und mache deutlich, daß Du nicht länger bereit bist, der Diener fremder Mächte zu sein!

Gehe ins Exil und organisiere von dort aus den Aufstand des Deutschen Volkes gegen die Fremdherrschaft.

Schütze Dich vor den Meuchelmördern, die sie gegen Dich ausschicken werden.

Wenn Du aber diesem Rufe Deines Volkes nicht folgst, dann werden Dich die feindlichen Medien weiter zum Versager stempeln und Dich zu einer lächerlichen Figur machen. Dein Name wird vergessen sein und die Erinnerung an Deine Regierung wird nicht einmal mehr Flüche, sondern nur kalte Verachtung hervorrufen.

Ich schließe in Sorge um unser Volk und in wehmütigem Gedenken an einen Freund.

Dein Horst Mahler

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ZEITGESCHEHEN


Blick zurück in die Zukunft

Weltmacht - Weltherrschaft - Weltregierung

H. Werner

Im Jahre 1966 veröffentlichte der amerikanische Historiker und Professor an der Foreign Service School der Georgetown-Universität, Carrol Quigley, (der Geschichtslehrer von Bill Clinton) ein Buch mit dem Titel „Tragedie and Hope", in dem er die Entwicklung der Geheimgesellschaften von Cecil Rhodes über den Round Table, den CFR bis zu den Bilderbergern schildert. Quigley war Hochgradfreimaurer der besonders strengen Loge der Illuminaten und hatte über 20 Jahre die geheimen Akten der Freimaurerei studiert. Sein Buch war 1300 Seiten stark. Die Entwicklungsgeschichte der Geheimgesellschaften verband er mit der Erkenntnis, daß wir doch inzwischen eine unangreifbare Macht erreicht haben und aus dem Schatten der geheimen Verschwörung heraustreten könnten. Das Buch verschwand alsbald aus Buchhandlungen und Bibliotheken und wurde nicht mehr aufgelegt.

Geheimgesellschaften scheuen das Licht der Öffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser; denn der Erfolg dieser Verschwörungen liegt darin, daß niemand beweisen kann, wer die Hintermänner sind und welche Ziele sie verfolgen. So wie die Freimaurerei sich mit dem Mantel des Heiligen Sankt Martin bekleidet, nur Gutes im Sinn, karitativer als Papst und Kirchen, hätte sie tausend Anlässe, sich stolz der Öffentlichkeit zu offenbaren. Doch selbst die Mitgliederlisten sind geheim, ebenso wie die mystikbeladenen Sitzungen. Was haben sie zu verbergen? Wer in einer Loge aufgenommen wird, muß einen Eid schwören, von dem er nie mehr entbunden wird. Man ahnt mehr als daß man es weiß, daß sich die Hierarchie der Freimaurerei in den Händen der B'nai B'rith befindet, einer nur den Juden vorbehaltenen Loge.

Die Empfehlung des ehrenwerten Carrol Quigley, sich mit der erreichten Allmacht der Öffentlichkeit zu stellen, würde möglicherweise die Macht entmachten und damit die geplanten Ziele unerreichbar machen. Es wäre vergleichbar mit einer Einbrecherbande, deren nächster Coup bekanntgeworden und damit nicht mehr durchführbar ist. Wenn man sich mit einem nur durch die Massenmedien gebildeten Bürger über die immer deutlicher zutage tretenden Hintergründe und Ziele der Weltpolitik unterhält, erfährt man regelmäßig die Resignation: Was können wir schon daran ändern! Die Verschwörer aber wissen, daß ihr nächster Coup durch nichts mehr gefährdet werden kann als durch ein vorzeitiges Bekanntwerden. Eine geradezu skandalöse Offenbarung von Weltherrschaftsplänen bewirkten die 1920 erschienenen „Protokolle der Weisen von Zion", die in 50 Sprachen übersetzt und in Millionenauflagen erschienen sind. Doch schon bald darauf wurden sie als Fälschungen und als antisemitische Hetzschriften des russischen Geheimdienstes deklariert. Woher dieser schon vor fast 100 Jahren die vorausschauende Planung, die sich bis heute fast fahrplanmäßig erfüllt hat, gewonnen haben, wird das große Geheimnis bleiben. Inzwischen existieren sie nur noch in Rußland und in arabischen Ländern. Ihre Veröffentlichung hierzulande wird mit Strafen verfolgt.

Für die Verschwörer ist es immens wichtig, daß die vorbereitende Planung für die Vernichtung eines Gegners geheim bleibt, daß die Weltöffentlichkeit durch einen propagandistischen Bombenteppich auf den nächsten Coup nicht nur eingestimmt wird, sondern diesen geradezu fanatisch fordert. Sind dann durch echte Bombenteppiche vollendete Tatsachen geschaffen, dann mögen einzelne Stimmen verurteilen und aufdecken; ohne Massenmedien bleiben derartige Kritiken nur Spekulationen, und das Volk wird morgen vergessen haben, worüber es sich gestern noch empört hätte.

Zum Beispiel Kosovo

Dieser Krieg markierte eine entscheidende Offenbarung, die einen erschreckenden Blick in die Zukunft erlaubt. In dem Augenblick, als die NATO ihr 50jähriges Bestehen feierte, verließ sie die Statuten eines Verteidigungsbündnisses und eröffnete einen Angriffskrieg, ohne daß einer der NATO-Partner von den Serben auch nur bedroht worden wäre. Diese im Nürnberger Prozeß zum Verbrechen erklärte Vorbereitung eines Angriffskrieges, derentwegen etliche deutsche Politiker zum Tode durch Erhängen verurteilt wurden, wurde nun erstmals von der NATO praktiziert und vom NATO-Gipfel in Washington sanktioniert. Das Bedrückende daran ist, daß auch deutsche Politiker, so der Verteidigungsminister Rudolf Scharping, einst wegen pazifistischer Umtriebe gerügter Parteigenosse, diesen Angriffskrieg nicht nur rechtfertigte, sondern in seiner NATO-Rede betonte, daß diese neuen Kommandostrukturen zur Gänze und möglichst schnell durchgesetzt werden. Wenige Tage später begann das Bombardement auf Jugoslawien.

Für die Zukunft also ist die NATO eine Weltpolizei, die auch außerhalb ihres Mitgliederbundes ihre Feinde aussuchen, zerstören und vernichten darf. Die willkürliche Kosovoaktion war zugleich eine Machtdemonstration zur totalen Unterwerfung der europäischen Bündnispartner.

Die heimtückischen Vorbereitungen

Seit dem Burenkrieg zu Beginn dieses Jahrhunderts haben die geheimen Mächte humanitäre und moralische Gründe für ihre Angriffskriege erfunden und vorgeschoben. Die NATO bleibt bei dem alten Strickmuster: Schutz der Menschenrechte, humanitäre Intervention. Anlaß für das Eingreifen der NATO war die Meldung, daß die Serben 2000 Kosovoalbaner ermordet haben. Gewiß, ein schlimmes Verbrechen; doch im Verhältnis zu den gegenseitigen Ermordungen zwischen Serben, Kroaten und Bosniaken war das nur ein relativ kleiner Fisch. Die kriegerischen Balkanvölker waren niemals besonders zimperlich im Umgang mit Menschenleben. In Ruanda waren es derzeit fast eine Million Tutsis, die „ethnisch gesäubert" wurden, ohne daß jemand deswegen auch nur eine Träne vergossen hätte.

Was sich in Wirklichkeit im Kosovo abgespielt hat, wird man wohl niemals mehr genau erfahren. Der amerikanische Pastor und ehemalige Oberst im Vietnam-Krieg, Roger Bigler, reiste 1998 aus eigener Initiative ins Kosovo, um die serbischen Aktionen gegen die Albaner zu erforschen. In einem Anfang 1999 gesendeten Radiointerview sagte Bigler, daß er keine Anzeichen von Morden oder Massenvertreibungen erkannt habe, vielmehr stellte er eine rege Bautätigkeit der Albaner fest; die Felder standen in voller Blüte und den von ihm befragten Einwohnern ginge es gut. Von dort seit Beginn der Balkankonflikte stationierten Journalisten erfuhr er, daß die Berichterstattung tendenziös sei, daß Schreckensbilder gestellt und echte Bilder vom Elend mit falschen Unterschriften versehen worden seien.

Der Krieg gegen das rußlandhörige Jugoslawien war längst eine beschlossene Sache. Es kam nur noch darauf an, die Serben und ihren Führer Milosevic durch eine schon im ersten und zweiten Weltkrieg praktizierte Lügenpropaganda zu jenen Verbrechern zu deklarieren, deren Bekämpfung und Vernichtung keinen Aufschub duldeten. Schützenhilfe leisteten jene UCK-Partisanen, die ursprünglich einen höchst einträglichen Drogenhandel betrieben und über eine „Heroin-Pipeline" von Istanbul, Jugoslawien nach New York etwa 40 % des amerikanischen Bedarfs deckten. Sie avancierten dann, hervorragend bewaffnet und ausgerüstet, zu einer „Befreiungsarmee", die einen kaum minder brutalen Terrorkrieg gegen die Serben führte. Diese aber waren nun die eigentlichen Helden und die Serben die Verbrecher. So entschied es die NATO.

Die Scheinverhandlungen von Rambouillet waren eine verlogene Farce, durch die Milosevic zum Schuldigen an dem gemacht werden sollte, was die Verantwortlichen der Nato schon von langer Hand vorbereitet hatten. So wurde dem serbischen Präsidenten mit dem Vertragswerk ein „Annex B" vorgelegt, von dem die Macher genau wußten, daß kein Staatsmann der Welt eine solche bedingungslose Kapitulation, wie man sie von Milosevic gefordert hatte, unterschreiben würde. Die Weltöffentlichkeit hat davon nichts erfahren.

Die rücksichtslose und brutale Weltpolizei.

Die edlen Gralshüter demokratischer Freiheiten, der Menschenrechte, Menschenwürde, der Humanität und Gerechtigkeit haben sich bei ihren feigen Bombenangriffen auf Serbien so ziemlich alles an Kriegsverbrechen erlaubt, was die längst entmenschlichte Kriegführung noch als Verbrechen bezeichnet. Die angeblich gezielte und menschenschonende Bombardierung sogenannter Schlüsselindustrien galt nur für die berichtenden Medien, aber nicht für die Piloten. Der spanische Luftwaffenhauptmann Adolfo Luis Martin de la Hoz berichtete über seine Erfahrungen als NATO-Bomber im Kosovo-Krieg in der spanischen Zeitung Articulo 20 (Ausgabe 30 v. 14. 6. 1999):

Das wiederholte Bombardement von zivilen Einrichtungen sei kein bedauerlicher Fehler, sondern Absicht gewesen. Als sich „unser Oberst" geweigert hatte, einen codierten Befehl zur Bombardierung ziviler Einrichtungen in den Städten Pristina und Nish auszuführen, wurde er innerhalb weniger Tage versetzt. Alle Einsätze wurden nur von amerikanischen Militärs geplant. Die NATO bombardierte das Land mit neuen Waffen. Man setzte giftige Nervengase ein und streute per Fallschirm abgeworfene Landminen aus. Es wurden uranhaltige Bomben, schwarzes Napalm oder Chemikalien verwendet, die steril machen. Andere Chemikalien wurden eingesetzt, um die Ernten zu vergiften. Es wurden neue Waffen eingesetzt, die nicht einmal die Piloten kannten. Waffen, die wahrscheinlich auf elektromagnetischen Partikelstrahlungen basieren.

Ein Charakteristikum für die Weltregierung?

Ist dieses verlogene, menschenverachtende und rücksichtslos brutale Verhalten der Weltmacht symptomatisch für die zu erwartende Weltregierung? Oder nur eine Entgleisung etwa, wie sie seinerzeit bereits im Vietnam-Krieg vorgekommen ist? Damals mögen es Verzweiflungstaten gewesen sein, weil die Amerikaner mit dem von ihnen im zweiten Weltkrieg gegen Deutschland geförderten Partisanenkrieg, gegen den sie sich nun wehren mußten, nicht fertig wurden? Inzwischen hat man gelernt. Inzwischen haben die führenden Persönlichkeiten, die Präsidenten und Minister häufig gewechselt. Aber die mit allen Mitteln nach Weltherrschaft strebende Politik hat sich nicht geändert.

Als unser derzeitiger Außenminister Joschka Fischer von seiner ersten Vergatterung aus den USA zurückkam, bemerkte er: „Die Mehrheiten und Koalitionen mögen wechseln, aber die Politik bleibt dieselbe". Es war nicht notwendig zu kommentieren, daß diese deutsche Politik nicht erst zu Zeiten Joschka Fischers, sondern seit 1945 in den USA gemacht wird. Trifft es nicht auch für die USA zu, daß die Politik, die Machtpolitik stets dieselbe ist, wer auch immer gerade den Posten des Präsidenten oder eines Ministers ausfüllt? Blicken wir noch ein wenig weiter zurück:

Zum Beispiel Irak

Wie war es doch damals? Der Iran hatte sich gegenüber Amerika einige Frechheiten erlaubt, indem man beispielsweise 50 amerikanische Geiseln festhielt, deren Befreiung durch eine Hubschrauberaktion fehlgeschlagen war. Das mußte bestraft werden. Amerika rüstete den Irak auf, denn der Präsident Saddam Hussein soll einst Angehöriger des amerikanischen Geheimdienstes gewesen sein. Es begann der 1. Golfkrieg des Iraks gegen den Iran. Er ging bekanntlich aus wie das Hornberger Schießen. Nichtsdestowenigertrotz war der Irak kriegserprobt und gut gerüstet. Israel, noch viel besser gerüstet, fühlte sich vom Irak bedroht.

Nun begann das Kesseltreiben nach bewährtem Muster. Die Kuwaitis hatten in Schrägbohrung irakisches Öl angezapft. Das wollte sich der Irak nicht gefallen lassen. Kuwait drohte daraufhin, die 15 Milliarden Dollar Kriegshilfe gegen den Iran mit Zinsen zurück zu fordern. Es gab Streit. Da schaltete sich die amerikanische Botschafterin in Bagdad, April Glaspie, ein und versicherte Saddam Hussein, daß George Bush ein kluger Mann sei, der sich niemals in innerarabische Grenzstreitigkeiten einmischen würde. Tatsächlich hatte die USA zum Irak sehr wohlwollende Beziehungen unterhalten. Außenminister Baker erklärte zu dem sich anbahnenden Streit: „Der Fall hat nichts mit Amerika zu tun".

Die Invasion Iraks in Kuwait stand also kurz bevor. In den Ateliers
eines amerikanischen Werbebüros entstand ein Video, auf dem irakische Soldaten in einem Kuwaitischen Krankenhaus Neugeborene aus ihren Kästen zerrten und zerschmetterten. Die Weltöffentlichkeit war ob solcher Brutalitäten empört und forderte den Einsatz Amerikas gegen den Irak. Was sich sonst noch alles an Verhandlungen, Gesprächen und Aktionen im Hinter- und Untergrund abgespielt hat, würde den Rahmen dieser Darstellung sprengen. Die Amerikaner, Engländer und Franzosen griffen mit Bomben und Panzern Irak an, und Irak leistete kaum Widerstand. Die Amerikaner protzten mit der Treffergenauigkeit ihrer Bomben und Raketen und zerstörten unter anderem eine Fabrik für Babynahrung, von der sie behaupteten, daß dort biologische Waffen hergestellt würden. Es wurde gelogen auf Teufel komm raus, und die Welt glaubte dem, was die Amerikaner sagten und trauten die Lügen nur dem Verbrecher Saddam Hussein zu. Man warf den Deutschen rüstungstechnische Unterstützung des Iraks vor, und die Deutschen erstatteten den kriegführenden Amerikanern, Engländern und Franzosen ihre hoch überzogenen Aufwendungen für den sehr einseitigen Krieg.

Mit der Vertreibung der Iraker aus Kuwait nicht genug, wurden nach Beendigung des Krieges Strafen und Boykotts auferlegt, die nur bei völliger Selbstaufgabe eingehalten werden konnten. Wie schon im Falle Serbiens litt auch hier ausschließlich die Zivilbevölkerung. Sie sollte leiden wie schon die Bevölkerung Kubas oder die Deutschen nach dem Versailler Diktat.

George Bush ermunterte die amerikanischen Soldaten in Kuwait mit der Devise, daß es hier besonders um die Neue Weltordnung ginge. Wie diese aussehen sollte, hat er nie so richtig erklärt. 5 mal betonte er in dieser Zeit die neue Weltordnung. Als ein Redakteur der New York Times ihn fragte, was denn die neue Weltordnung ausmache, erklärte er kurz und unwirsch: „Was wir sagen, wird gemacht."

Immer noch wird sporadisch und überfallartig der Irak bombardiert. Allein im Jahre 1998 fielen 3000 Zivilisten diesen Bomben zum Opfer. Man sollte sich immer wieder daran erinnern, daß die internationale Vereinbarung der Haager Landkriegsordnung den Krieg auf die kämpfenden Truppen beschränkte und Angriffe auf das Leben und Gut des Zivilisten verboten hatte. Man sollte sich auch daran erinnern, daß die Amerikaner, an welchen Kriegen sie sich auch immer beteiligt hatten, vorgaben, zur Durchsetzung und Wahrung der allgemeingültigen Gesetze von Menschlichkeit, Menschenwürde, für das Selbstbestimmungsrecht der Völker und jene „Vier Freiheiten" zu kämpfen, von denen sie behaupteten, daß sie nur in einer Demokratie gewährleistet würden. Das hinderte sie natürlich nicht, mit der schrecklichsten Diktatur, die je existierte, der Sowjetunion, gemeinsame Sache zu machen, um einen gemeinsamen Feind, Deutschland, zu zerstören.

Heimtücke, verlogene Propaganda und Gewalt

Die wohl wichtigste Voraussetzung für die geplante Weltmacht war gegeben, als es am 24. Dezember 1913 den Privatbanken der Wallstreet gelang, eine Gesetzesvorlage durchzusetzen, welche diesen Banken das alleinige Verfügungsrecht über die Währung, den Dollar, zu übereignen. Hier lag bereits die Heimtücke darin, daß man wußte, sehr viele Abgeordnete würden am Heiligen Abend bereits abgereist sein und indem man jene Abgeordnete zurückhielt, von denen man sich der Zustimmung zu diesem „Federal Reserve System" sicher sein konnte. Nun nämlich konnte man mit Hilfe des Kapitals Politik machen und auch Kriege betreiben, ohne das Parlament, das Volk, fragen zu müssen, weil das Volk zu 85 % gegen diese Kriege war.

So wäre der 1. Weltkrieg als europäischer Bürgerkrieg wahrscheinlich ohne Sieger und Besiegte ausgegangen, wenn die Wallstreet nicht die russische Revolution von 1917 ebenso unterstützt hätte wie die kriegführende Entente, England und Frankreich. Auf Ersuchen Englands und nach der Zusicherung des britischen Außenministers Balfour in einem Brief an „Dear Mister Rothschild", die Einwanderung von Juden nach Palästina zu erlauben, veranlaßten jene Geldmächte eine verlogene Haß- und Hetzpropaganda gegen Deutschland und die Deutschen, daß selbst amerikanische Staatsbürger deutscher Abstammung ihres Lebens nicht mehr sicher waren. Jene Mächte, die auch die Presse in den USA in Händen hielt, hatten ihr Ziel erreicht: Das Volk war einverstanden, diese deutschen brutalen Verbrecher, Mörder und Vergewaltiger, die selbst kleinen Kindern die Hände abhackten und vergifteten Zucker an sie austeilten, in einem Kreuzzug zu bestrafen.

Amerika hat diesen 1. Weltkrieg allein dadurch entschieden, daß es die Deutschen mit den äußerst milden und gerechten 14 Wilsonsche Punkte zu einem Waffenstillstand köderte und hernach jenes Versailler Diktat erzwang, von dem die Historiker und Politiker wußten, daß es zwangsläufig zu einem neuen Krieg führen mußte. Es ist unsinnig zu behaupten, die Amerikaner hätten sich empört von diesem Machwerk distanziert. Natürlich hätten sie als die eigentlichen Sieger ihre Bedingungen durchsetzen können; so hat denn der US-Präsident Wilson mit den Vertretern Englands, Frankreichs und Italiens zusammengesessen, um das Vertragswerk auszuhecken und besonders auf den § 231 zu bestehen, der die Deutschen zwang, die Alleinschuld am Krieg und die pauschal vorgeworfenen Verbrechen einzugestehen. So konnte Wilson seinem Volk vorlügen, daß die Deutschen die in der Hetzpropaganda behaupteten Verbrechen selbst eingestanden hätten - womit der Kreuzzugscharakter dieses amerikanischen Krieges gewährleistet war.

Und auch hier wie später im Falle Irak, Jugoslawien, Kuba und anderen verhängten sie trotz Waffenstillstand und „Friedensvertrag" eine Hungerblockade gegen Deutschland, deren direkte und indirekte Opfer auf 2 Millionen geschätzt wurden. Amerika war der einzige Gewinner dieses Weltkrieges. Die Entente war an die USA hochverschuldet und belastete Deutschland mit der Verzinsung und Tilgung dieser Schulden. Die Kriegführenden benötigten Kredite aus den USA, die mit der Geldhergabe politische Bedingungen zu stellen gewöhnt waren.

Hitler

Die Absichten der Verschwörer waren schwer durchschaubar. Warum finanzierten sie Hitler bis zu dessen Machtergreifung, um sich gleich nach der Machtübernahme mit offenen Kriegserklärungen des Weltjudentums („ ... bis zur Vernichtung Nazideutschlands") auf ihn zu stürzen? Haben sie ihn unterstützt, obwohl oder weil er Antisemit war? Offiziell war die finanzielle Unterstützung Hitlers mit der Drohung gegen Frankreich wegen dessen Geldpolitik begründet worden, während der hochrangige Sowjetfunktionär, Botschafter in London und Paris und Freund Trotzkis, Kristjan Rakowski, eine andere Version verbreitete: Der Geldüberbringer für die russische Revolution von 1917 war Trotzki. Er war der Garant dafür, daß sich der Kommunismus auf das durch das Versailler Diktat verarmte und verproletarisierte Europa ausdehnen würde. Doch Trotzki wurde von Stalin verdrängt und 1929 ausgewiesen. Am gleichen Tag flossen die ersten Millionen in die Kassen Hitlers. Er war ausersehen, den nur nach Hausmacht strebenden Stalin zu beseitigen.

Doch es passierte etwas Unvorhergesehenes: Hitler entpuppte sich durch seine so erfolgreiche Wirtschaftspolitik und seinen vorbildlichen Sozialismus - Volksgemeinschaft statt materieller Gleichmacherei - zu einem gefährlichen Machtfaktor. Churchill bezeichnete das Wirtschaftssystem abfällig als „Tauschhandel, an dem das internationale Kapital nicht mitverdienen konnte." Würde dieses System Schule machen, wäre die Macht des internationalen Kapitals entmachtet. Als dieses bereits 1934 erkennbar war, setzte in den USA abermals eine Hetzkampagne gegen Nazideutschland ein. Noch konnte man nicht so schamlos lügen, weil die Politiker der Welt sich aus neugieriger Bewunderung in Berlin ein Stelldichein gaben. Zugleich entstanden in fast allen Nachbarländern Deutschlands politische Organisationen, die vieles von dem imitierten, was die Deutschen vormachten.

Der Haß der Geldmächte war unerbittlich. Das zunächst noch zwiegespaltene England wurde über Churchill darauf vorbereitet, die führende Rolle im kommenden Krieg gegen Deutschland zu spielen. Die Tschechenkrise als Auslöser für diesen Krieg zu nutzen, war deswegen zu riskant, weil die Tschechoslowakei zu eng mit Rußland verbündet war. Also nutzte man das deutsche Anliegen, sich mit Polen über den Freistaat Danzig zu einigen. Der US-Botschafter Bullit stärkte den Polen den Rücken und versprach das Eingreifen der USA, falls es zu einem Konflikt wegen Danzig kommen sollte. Die Engländer erteilten den Polen jene verhängnisvolle Blankogarantie vom März 1939 für den Fall eines Konfliktes mit Deutschland. Mit Drohungen und Versprechungen animierten die USA die Feinde Deutschlands aus dem ersten Weltkrieg zu einem erneuten Waffengang, wohl wissend, daß die Konfliktstoffe aus dem Versailler Diktat einen neuen Krieg geradezu provozieren mußten.

Das weitere Procedere vom Ausbruch bis zum Ende des 2. Weltkrieges ist in der revisionistischen Literatur gründlich aufgearbeitet. Die Widersprüche zu den im Zuge der Umerziehung durchgesetzten offiziellen Geschichtsversion sind derart eklatant, daß es einem die Sprache verschlägt. Mit der ganzen Macht der Medien, der Kontrolle über das gesamte Bildungswesen des deutschen Volkes und nicht zuletzt mit Hilfe von Strafgesetzen und Strafverfolgungen hat man nicht nur dem deutschen Volk, sondern der ganzen Welt die Version von größenwahnsinnigen Welteroberungsplänen, von Verbrechen und Völkermord eingebleut. Je weniger Zeitzeugen noch leben, desto dreister werden die lügenhaften Behauptungen. Und es fanden und finden sich willige Vasallen unter Historikern und Politikern, welche die amerikanische Version durchsetzen, wie sich auch im kommunistischen Ostblock Vasallen fanden, um die Sowjetische Politik gegen das Volk durchzusetzen.

In dieser Zeit hielt der Herausgeber der New York Times, der einflußreichsten Zeitung der USA, John Swainton, eine Ansprache vor Journalistenkollegen, in der er sagte:

Eine freie Presse gibt es nicht. Sie liebe Freunde, wissen das, und ich weiß das gleichfalls. Nicht ein einziger unter Ihnen würde es wagen, seine Meinung offen und ehrlich zu sagen. Das Gewerbe eines Publizisten ist es viel mehr, die Wahrheit zu zerstören, geradezu zu lügen, zu verdrehen, zu verleumden, zu Füßen des Mammon zu kuschen und sich selbst, sein Land, und seine Rasse um des täglichen Brotes willen wieder und wieder zu verkaufen.

Wir sind Werkzeuge und Hörige der Finanzgewaltigen hinter den Kulissen. Wir sind die Marionetten, die hüpfen und tanzen, wenn sie am Draht ziehen. Unser Können, unsere Fähigkeiten und selbst unser Leben gehört diesen Männern. Wir sind nichts anderes als intellektuelle Prostituierte.

Die Weltregierung

Das Gerippe der Weltregierung steht bereits: Die UNO, NATO, die UNESCO (welche mit großem finanziellem Aufwand die Überbevölkerung besonders in Schwarzafrika fördert), die Welthandelsorganisation, Welthungerhilfe und alle jene Organisationen mit der Vorsilbe „Welt...". Es fehlt nur noch die einheitliche Weltwährung und der Weltgerichtshof, der nach Hörensagen in Jerusalem installiert werden soll. Man wird sie nicht ausrufen, die Weltregierung, sie wird erschlichen, bis sich die Welt aus ihrem Würgegriff nicht mehr lösen kann.

Natürlich wird diese Welt nicht demokratisch sein, wenngleich die Weltmacht alle autoritären Systeme mit sanfter Kapital- oder mit brutaler Waffengewalt zur Demokratie gezwungen hat. Sie wird alle Elemente der Liberalisierung, die Kriminalität, Rauschgift, Enttabuisierung, Korruption, Arbeitslosigkeit der multikulturellen Gesellschaften und Armut bis zum Chaos ausschöpfen, weil eine „neue Weltordnung" in der zu erwartenden härtesten Diktatur nur etabliert werden kann, wenn die Menschen nach einer starken Hand rufen, die sie aus dem unerträglichen Chaos in eine neue Ordnung führt.

Was uns erwartet, ist in den bereits erwähnten und zur Fälschung deklarierten „Protokollen..." geschildert: Keine Meinungsfreiheit, „brutalste Strafen" für kleine Vergehen, keine Berufungsmöglichkeiten, ständige Schulung in der einen Staatsreligion, keine Parteien, keine Parlamente. Wie ein roter Faden ziehen sich seit dem Burenkrieg die stets gleichen politischen Methoden der Hetzpropaganda durch die nach Weltherrschaft strebende Macht. Sie unterstellen ihren Feinden Diktatur, Unterdrückung der Meinungsfreiheit, menschenfeindliche Ideologien, Rassismus, Eroberungspläne bis zur Weltherrschaft, Brutalitäten und Unmenschlichkeiten. Das alles zu bekämpfen geben sie bei ihren „Kreuzzügen" vor, um es selbst unauffällig praktizieren zu können.

Eine Welt mit ihren kulturellen und ethnischen Gegensätzen zu beherrschen, gar zu regieren, ist aber ohne konsequente und rücksichtslose Gewalt gar nicht möglich. Sie wissen aber auch, daß eine solche brutale Zwingherrschaft, ist sie erst einmal etabliert, kaum jemals von innen wieder zerstört werden kann.

In den USA haben in diesem Jahrhundert mehr als ein Dutzend verschiedener Präsidenten regiert, aber die nach Weltherrschaft strebende Politik ist immer die gleiche geblieben. Hinter diesen Präsidenten also steht eine Macht, welche nicht nur die Auswahl der Präsidenten, sondern auch deren Politik bestimmt. Niemand kann genau sagen oder gar beweisen, wer diese Macht ausübt. Diesen eklatanten Fall nennt man Verschwörung. Eine Verschwörung hat stets Böses im Sinn. Wären die Absichten so segensreich, wie man sie mit den Kreuzzugsideen vorgegeben hat, so könnten sie, wie Quigley es gefordert hat, aus dem obskuren Dunstkreis der Verschwörung heraustreten und sich offenbaren. Die offenbarte Wahrheit dieser Verschwörung würde ihre bösartigen Pläne zunichte machen - zum Segen der Weltbevölkerung.

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H. W. Woltersdorf

Wer darüber informiert ist, daß die Kontrolle aller Medien, der Bildungspläne und Kultur nach dem zweiten Weltkrieg ausschließlich in den Händen der Besatzungsmächte liegt und dieses anläßlich des 2+4-Vertrages in einem geheimen Zusatzprotokoll nochmals bestätigt wurde, weiß, daß weder das Fernsehen noch die Printmedien etwas berichten dürfen, was die Besatzungsmächte negativ und die deutsche Vergangenheit positiv darstellt. So war nach Eröffnung der von Reemtsma finanzierten und von dem Erzkommunisten Johannes Heer organisierten Ausstellung über die Verbrechen der deutschen Wehrmacht als Nachtrag zu den Nürnberger Urteilen auch die bis dahin unbescholtene deutsche Wehrmacht als eine „verbrecherische Organisation" gebrandmarkt worden. 20 Millionen ehemalige Soldaten waren davon betroffen. Hunderttausende von Schülern, die zum Besuch der Ausstellung verpflichtet wurden, sollten nun erfahren, daß ihre Großväter nicht die ehrwürdigen Soldaten und Helden, sondern schlichtweg Verbrecher waren, die ihre Verbrechen tunlichst verschwiegen haben, aber nun von Johannes Heer überführt wurden.

Die Medien klatschten Beifall. Den Politikern, besonders den rotgrünen, erwuchs ein Aha-Bewußtsein. Zwar wurde dem Johannes Heer gelegentlich die Eigenschaft eines Wissenschaftlers zugesprochen, doch wurde angesichts der Fülle des Materials - allein 800 Fotos - zugegeben, daß nicht alles unbedingt seriös sein könnte. Schon nach der ersten Ausstellung wurden Fälschungen behauptet, doch diese Stimmen kamen erwartungsgemäß von der sogenannten rechtsextremen Seite, von den ewig Gestrigen, den Unbelehrbaren, die der Wahrheit nicht ins Gesicht schauen können.

Man wußte, daß Johannes Heer mehrmals in Moskau gewesen ist, um sich aus den Archiven des NKWD Bildmaterial zu beschaffen. Obwohl aus den diversen Büchern über Stalins Blutspur oder Vernichtungskrieg längst bekannt war, daß Stalin russische Soldaten in deutschen Uniformen im deutschbesetzten Hinterland operieren ließ, wo sie Dörfer in Brand setzen und Zivilisten ermorden sollten, um diese Bilder der Weltöffentlichkeit als deutsche Verbrechen zu zeigen, hat Johannes Heer alle Bilder ungeprüft mit den russischen Kommentaren und Erklärungen versehen. Kein etablierter deutscher, in Amt und Würden sitzender Historiker hat es gewagt, diese Ausstellung kritisch unter die Lupe zu nehmen und alle Mängel, Unzulänglichkeiten und Fälschungen aufzudecken.

Die Spitze eines Eisberges

So überschrieb die Welt am Sonntag vom 24. Oktober ihr Interview mit dem polnischen Historiker Bogdan Musial, der die von ihm während der Ausstellung in Bremen entdeckten Fälschungen dem Reemtsma-Institut mitgeteilt hat, ohne daß dieses zunächst darauf reagierte. Man erfuhr von Musial ein zwar bekanntes, von deutschen Medien und Historikern tunlichst unterschlagenes Verbrechen der Russen: Beim Einmarsch deutscher Truppen im Juni 1941 wurden massenweise politische Gegner umgebracht. Der polnische Historiker Dr. Bogdan Musial durfte auf einer ganzen Seite in der FAZ vom 30.10. darüber berichten. Es ist eine fortlaufende Aneinanderreihung von Grausamkeiten und Bestialitäten unglaublichen Ausmaßes. Musial verschweigt auch nicht, daß in der NKWD-Truppen Juden überrepräsentiert waren, woraufhin nach Abzug der Russen die Polen und Ukrainer ihrerseits Juden heranzogen, um die Leichen zu säubern, zu sortieren und zu bestatten, wobei sie ihrerseits mit Schlägen und Gewalt bis zur Tötung gegen die Juden vorgingen. Es entstanden viele Fotos durch Einheimische, deutsche Soldaten und eigens dorthin entsandte Propagandamänner. Welche und wieviele dieser Bilder sich noch unter den in der Antiwehrmachtsausstellung gezeigten „Bilddokumenten" befinden, läßt sich noch nicht absehen. Der Bundesinnenminister Schily, seit einiger Zeit verantwortlicher Schirmherr dieser Ausstellung, wird an einer Aufklärung nicht interessiert sein.

Geiselerschießungen

Der bekannte Verteidiger im Nürnberger Prozeß, Rudolf Aschenauer, bearbeitete in dem Buch „Krieg ohne Grenzen" den Partisanenkrieg. Nach eigenen - wahrscheinlich übertriebenen - Angaben aus der Partisanenliteratur rühmten sich diese, etwa 500 000 deutsche Soldaten getötet zu haben. Daß es sich bei diesen Tötungen um heimtückische Morde handelte, muß nicht erwähnt werden. Die Haager Landkriegsordnung sah für den Fall, daß die Schuldigen nicht gefunden wurden, die Erschießung von Geiseln vor. Auch für die massenhafte Zerstörung von Nachschubmaterial durften, wenn die Schuldigen nicht gefunden wurden, Geiseln erschossen werden. Das Kriegsrecht schreibt die Zahl der erlaubten Geiseln nicht vor. Sie soll „angemessen" sein. In der Regel belief sie sich auf das Verhältnis von 1: 10 (10 Geiseln für einen ermordeten deutschen Soldaten). Demnach hätten 5 Millionen Unschuldige legal als Geiseln erschossen werden dürfen. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß von Geiselerschießungen ebenso wie von zum Tode verurteilten Partisanen Fotos gemacht wurden. In beiden Fällen handelte es sich um Zivilisten, und Zivilisten sind in einer solchen Fotoausstellung grundsätzlich unschuldig.

Es ist folglich 50 Jahre nach Kriegsende kaum möglich, alle Fotos einem tatsächlichen Geschehen zuzuordnen. Das wußten und hofften die Macher sehr wohl und fühlten sich, zumal von den Medien und Politikern unterstützt und gar subventioniert, sicher, daß ihr Schwindel nicht auffallen würde. Bogdan Musial hat nach seinen detailliert nachgewiesenen Fälschungen von 9 Fotos vermutet, daß diese nur die Spitze eines Eisberges seien. Der ungarische Historiker Kristian Ungváry geht noch weiter, indem nur noch 10% der gezeigten Bilder deutsche Verbrechen betreffen könnten. Hier gilt grundsätzlich: Im Zweifel gegen den Angeklagten.

Warum der plötzliche Gesinnungswandel?

In der über fünfzigjährigen Vergangenheitsbewältigung sind die unbewiesenen Schuld- und Verbrechensbehauptungen gegen die Kriegsgeneration immer dreister geworden. Die Anwendung der diversen „Maulkorbgesetze" gegen die Revisionisten wurden immer zahlreicher, so daß nach Ansicht des einstigen Terroristen Horst Mahler in der BRD mehr politische Urteile gegen Revisionisten gefällt wurden als in der ehemaligen DDR. In die Hunderte gehen die Bücher und Schriften, die verboten oder als „jugendgefährdende Literatur" indiziert wurden. Ist der jetzige Gesinnungswandel in Sachen „Verbrechen der Wehrmacht" vielleicht nur die Spitze eines Eisberges, dem ein weiteres Nachgeben gegenüber dem Revisionismus folgen wird?

Hier ist es ein ausländischer Historiker, zumal aus dem von deutschen Verbrechen besonders betroffenen Polen. Der andere ausländische Historiker kommt aus Ungarn. Aber darauf würde man normalerweise gar keine Rücksicht nehmen; denn es waren vor allen Dingen ausländische Historiker, welche Deutschland und die Deutschen weitgehend von der Kriegsschuld und den schlimmen und schlimmsten Verbrechen entlastet haben. Aber deren Schriften wurden hier gleichfalls verboten, sie erhielten Einreiseverbot oder wurden - als Ausländer - in Deutschland verhaftet und bestraft. Andere, die weniger schlimm revidiert haben, wurden totgeschwiegen. Bei der so hervorragend funktionierenden Kontrolle der deutschen Medien klappt das Totschweigen besonders gut.

Gewiß, die Antiwehrrnachtsausstellung wurde immer anrüchiger. Man hätte sie sang- und klanglos eingehen lassen können. Doch die Städte und Gemeinden haben sie bedenkenlos mit jeweils Hunderttausenden subventioniert. Nun aber quasi wie auf Kommando setzte um den 20. Oktober eine regelrechte Medienkampagne gegen die Heerschen Machenschaften ein. Jede aufgegriffene Bildfälschung hat praktisch eine Entlastung von einem behaupteten deutschen Verbrechen zur Folge. Das kann aber nicht im Interesse jener „Umerzieher" liegen, welche sich ja gerade der Massenmedien bedienen, um die Suppe der deutschen Verbrechen immer weiter am Kochen zu halten.

Wenn schon Roosevelt seinerzeit sehr richtig behauptet hat, daß es in der Politik keine Zufälle gäbe, so kann man auch hier keine zufälligen Reaktionen und Aktionen annehmen; denn bisher haben sich die Medien streng daran gehalten, nichts Negatives über die Besatzungsmächte und nichts Positives über die deutschen Vergangenheit zu schreiben. Immer noch wird die Sprachregelung vom „deutschen Überfall" auf Rußland eingehalten, wenngleich diese Behauptung nicht zuletzt auch aus russischen Quellen nicht mehr haltbar ist.

Der neue Feind ist Rußland

Der Johannes Heer und auch der Philipp Reemtsma sind viel zu unbedeutend, als daß die Massenmedien deretwegen ihre bisherige Linie verlassen würden. Dagegen war es dem polnischen Historiker Musial gestattet, eine ganze Seite der FAZ mit Berichten über russische Verbrechen in der kurzen Zeit der Besetzung der westlichen Länder zu füllen, Verbrechen, die in ihrer wahrhaftigen Brutalität selbst amerikanische Horrorfilme noch übertreffen. Deutsche Soldaten, die 1941 schon dabei waren, können ein Lied davon singen, wie sie ihre in russische Gefangenschaft geratenen Kameraden wiederfanden: Bei lebendigem Leibe massakriert, die Augen ausgestochen, Genitalien abgeschnitten, wie auch Musial schon die Schicksale abgeschossener deutscher Flieger oder in Gefangenschaft geratener Soldaten beschreibt.

Bisher jedoch wurden die der Kriegsgeneration sehr wohl bekannten sowjetischen Bestialitäten tunlichst verschwiegen. Kein Massenmedium hätte etwas davon bringen dürfen. Was Musial da beschreibt, hat nur noch indirekt etwas mit der Antiwehrmachtsausstellung zu tun. Es ist eine einzige Anklage russischer Bestialitäten und Massenmorde. Man müßte daraus folgern, daß der Präventivschlag der deutschen Wehrmacht ganz Europa vor einem Schicksal der russischen Besatzung bewahrt hat. Doch das wäre zu viel an historischer Wahrheit. Es geht offenbar nur um eine Aufklärung über das wahre Gesicht der Russen.

Wer die amerikanische Kriegspolitik verfolgt, besinnt sich, daß dem amerikanischen Eingreifen in den 1. und 2. Weltkrieg jeweils eine ebenso rücksichtslose wie infame Hetze gegen Deutschland vorausgegangen ist, um das kriegsunwillige amerikanische Volk mit einem Kreuzzug für die Humanität einzustimmen. Wo auch immer die Amerikaner eingriffen, ob in Vietnam, Somalia, im Irak oder auch Jugoslawien, stets ging den Angriffen eine Propagandahetze voraus, um die Angriffe als Kreuzzüge gegen Unrecht, Grausamkeiten und diktatorische Willkürherrschaften motivieren zu können. Insider vermuten schon lange, daß mit diesem System jene Hindernisse beseitigt werden sollen, welche dem Anspruch auf eine Weltbeherrschung entgegen stehen. Jugoslawien war ein besonderes Exempel: Bei den angeblichen Friedensverhandlungen in Rambouillet wurde den Jugoslawen absichtlich ein Bedingungskatalog vorgelegt, der einer bedingungslosen Kapitulation gleichkommt und den kein Staatsmann der Welt unterschrieben haben würde. So war der nicht friedensbereite Milosevic der Böse, den es zu vernichten galt.

Hier hat das Eintreten Rußlands die bedingungslose Kapitulation nach völliger Zerbombung Jugoslawiens verhindert. Nun sieht es so aus, als sei Rußland der nächste Feind, das nächste Hindernis auf dem Wege zur Weltmacht, das an- oder gar abgeschossen werden muß. Die Vorbereitungen dafür zeichnen sich ab, indem man das wahre Verhalten der Sowjetrussen in den 1939/40 besetzten Gebieten so anprangert, als sei es symptomatisch für die russische Seele.

Keine Rückkehr zu historischen Wahrheiten

Man könnte nach dieser Attacke gegen die Antiwehrmachtsausstellung annehmen, daß nun auch andere Übertreibungen, Lügen und Fälschungen bereinigt werden, um zu einem normalen Verhältnis zur deutschen Geschichte zu gelangen. Aber der Abbau des Lügengebirges würde die Weltmacht äußerst schlecht aussehen lassen. Die Suppe deutscher Schuld und Verbrechen wird weiter gekocht. Während mit dem 20. Oktober offensichtlich der Startschuß gegen die Wehrmachtsausstellung abgefeuert wurde, brachte die Süddeutsche Zeitung vom 22. Oktober auf einer dreiviertel Seite ein neues Verbrechen. Nach über 50 Jahren hat ein in Kanada tätiger Professor namens Lallier sich daran erinnert, daß er einst bei der Waffen SS gewesen ist. Im März 1945 war er auf der Nachrichtenschule Leitmeritz und hatte mit seiner Gruppe Auftrag, Juden aus Theresienstadt beim Bau eines Panzergrabens zu beaufsichtigen. Plötzlich, unvermittelt und ohne Anlaß griff sein Inspektionschef namens Viel nach einem Karabiner und erschoß sieben Juden. Einer von ihnen war noch nicht tot und erhob sich. Auf ihn mußte Viel noch zweimal schießen. In den über 50 Jahren hat er sich mit dem Vorwurf gequält, daß er zwar nicht als Täter, sondern als untätiger Zuschauer sich mitschuldig gemacht habe. Darum nun diese Beichte bei der Süddeutschen Zeitung, die für solche Geschichten besonders aufnahmebereit ist. Allerdings gibt es außer ihm wohl keinen anderen Zeugen mehr. Die Sache hat aber noch einen Pferdefuß: Viel hat nur einmal geladen und dann 9 Schüsse abgegeben. Lallier berichtet, gesehen zu haben, wie sein Inspektionschef aus den dastehenden Gewehren einen zehnschüssigen Karabiner ergriff. Lallier war damals 19 Jahre alt und hat, wie alle Soldaten, die Waffenkunde gründlich genossen. Es hat weder in der Reichswehr noch in der Wehrmacht oder Bundeswehr jemals einen zehnschüssigen Karabiner gegeben.

In einer Ausgabe des Spiegels über die Ausstellung des Johannes Heer, in der Herr Augstein persönlich den Leitartikel schrieb, ist auf dem Titelbild eine Gruppe von Soldaten vor erschossenen Zivilisten zu sehen. Im Vordergrund ein Offizier der Wehrmacht, der den Hoheitsadler nicht auf der rechten Brust, sondern am linken Oberarm trägt. Nur eine Kleinigkeit, nicht gar so schlimm wie der zehnschüssige Karabiner, aber für den Insider ist an solchen Darstellungen oder Schilderungen etwas faul. Für die Medien aber noch längst nicht faul genug, um daraus dennoch eine Anklage gegen die Kriesgeneration zu formulieren.

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WIRTSCHAFT


Der Deutsche Weg

Volker Biek - Der Deutsche Weg. Unser nationaler Aufbruch
ins 21. Jahrhundert - 730 S., VGB Wirtschaft

H. W. Woltersdorf

Der nationale Aufbruch des Volker Biek wird allein bestimmt von der Qualität unserer nationalen Wirtschaft, und diese wiederum hängt ab von einer „moralischen Energie", die ewig und immer Geist und Führung beinhaltet. Dies sind die Maximen unserer Nationalökonomie und der preußischen Volkswirtschaftslehre - und nicht opportunistisch-bequemes Geld, Kredit und Zins der neo-liberalen angelsächsischen Economics, die heute jedes Denken und Wissen amputieren. So sagt Biek in seiner Einleitung des Buches, und diese Maxime zieht sich wie ein roter Faden durch die preußisch-deutsche Geschichte, deren Auf- oder Niedergänge jeweils im Zusammenhang damit standen, wieweit man diese seine Maximen eingehalten oder verlassen hat.

Das ist eine von unendlich vielen Möglichkeiten, die vergangene Geschichte unter einem bestimmten Aspekt zu betrachten oder zu werten. Man kann diesen roten Faden auch aus religiöser Sicht, aus dem philosophischen Denken, aus der Entwicklung der Eisenbahn oder der Haar- und Bartmode betrachten. Solche drastischen Attribute seien deswegen erlaubt, weil Biek eine wahre Freude an drastischen Beispielen, Wortspielen und -schöpfungen hat, womit sein Buch sicherlich flüssig, interessant und teils sogar amüsant zu lesen ist.

Man vergißt in der heutigen Diktatur des Kapitalismus ganz, daß die Wirtschaft - auch oder gerade in Preußen - der Politik untergeordnet war. Heute hingegen sind alle politischen Fragen untrennbar mit wirtschaftlichen Aspekten verknüpft, und kein Politiker kann mehr Politik ohne Geld machen. Jedes einst noch so idealistische politische Anliegen wird heute auf seine Kosten reduziert und mit Mitteln des Geldes zu lösen versucht. So ist Bieks Darstellung der geschichtlichen Entwicklung gewiß nicht falsch, weil es eben keinen allein richtigen roten Faden gibt. Doch unter einem „nationalen Aufbruch ins 21. Jahrhundert" hätte man sich auch ganz andere Prämissen als die der Wirtschaft vorstellen können, wenn, ja wenn der Horizont nicht allein vom Bruttosozialprodukt begrenzt wäre.

Sein großes Vorbild an „preußischem Geist und Führung" ist Walter Rathenau, jener Hochgradfreimaurer und Materialbeschaffer des 1. Weltkrieges, dessen Ermordung gerade durch preußische Junker Biek gar nicht erwähnt, weil er Schwierigkeiten hätte, einen solchen Sturz seines Idols zu motivieren. Überhaupt sind richtige Preußendeutsche in seinem Vorbildkatalog nicht enthalten, dafür um so mehr Widerstandskämpfer und Propagandisten gegen Deutschland wie Sebastian Hafner, Stephan Heym, Ralf Giordano und sogar der Macher aufklärender Filme Spielberg.

Die Folgen der Umerziehung

Die Zukunft eines deutschen Weges sieht Biek in der Rückkehr zur einstigen preußischen Wirtschaft, geprägt von Ideen, Tüchtigkeit und preußischer Beamtendisziplin des Kaiserreiches, gar nicht bedenkend, daß dieses wirtschaftliche Erstarken Deutschlands im Herzen Europas nicht nur die Engländer, sondern mehr noch die Amerikaner auf den Plan riefen, diese drohende Macht zu vernichten. Der Attentäter von Serajewo, der den 1. Weltkrieg auslöste, war von der Freimaurerei des französischen Ordens Grand Orient gedungen; doch von irgendwelchen Verschwörungstheorien hält Biek gar nichts. So hält er auch die „Protokolle der Weisen von Zion" für eine Fälschung, weil der Berufsjude Ralph Giordano darüber eine ganze Seite in der FAZ geschrieben hat. Hätte Biek diese „Fälschung des zaristischen Geheimdienstes" (man kann eine Fälschung nur anhand eines Originals behaupten; gemeint ist hier der Begriff der Erfindung) einmal gelesen, müßte er zumindest sprachlos darüber sein, wie die zaristischen Fälscher die politische Entwicklung nicht nur in Europa wie eine preußische Fahrplanstudie bis auf den heutigen Tag vorausgesehen haben. Diese „Protokolle" hat er ebensowenig gelesen wie „Mein Kampf", von dem er behauptet, daß man daraus bereits die geplanten Eroberungskriege ebenso hätte herauslesen können wie die Vergasung von Millionen von Juden.

So gut wie sich Volker Biek in Wirtschaftsfragen, Entwicklungen und Produktionsziffern als Unternehmer und Unternehmensberater auskennen mag, so wenig weiß er von der jüngsten Geschichte, beziehungsweise präsentiert er sich als einer, der mit großem Erfolg umerzogen wurde. So mag er davon überzeugt sein, daß sein nationaler Aufbruch ins 21. Jahrhundert dann erfolgreich sein wird, wenn eine Besinnung auf preußisch-kaiserliche Tugenden der ökonomischen Volkswirtschaft jenen Aufschwung erfahren würde, den zur Zeit der Euro und das rein kapitalistische Geldvermehrungsdenken behindern. So glaubt Biek die wirtschaftlichen Erstarkungen Deutschlands unter dem Kaiser und unter Hitler wiederholen zu können, allerdings ohne den Kaiser und ohne Hitler. Er glaubt auch, daß die edlen amerikanischen Kreuzritter in den 1. Weltkrieg eingetreten sind, weil Deutschland die heimtückische U-Bootwaffe mit so viel Erfolg eingesetzt hat.

Von Versailles bis Hitler

Das Versailler Diktat, seine verheerenden Folgen und seine Ziele werden von Biek kaum erwähnt, ebensowenig die Rolle, welche die USA dabei spielte. Sie hatte nämlich über Trotzki die russische Revolution finanziert und somit dafür gesorgt, daß Rußland kapitulierte und die deutschen Streitkräfte in den Westen geworfen werden konnten, wo ein militärisches Patt drohte. Die Entente brauchte nun die USA, welche nach der berühmten Balfour-Erklärung dann auch mit 1,7 Millionen Mann im europäischen Bürgerkrieg erschien und diesen Krieg praktisch gewann. Daß Wilson zwar die Reichswehr mit seinen 14 Punkten zum Waffenstillstand gelockt, sich aber dann von dem üblen Machwerk des Versailler Diktates distanziert hatte, ist weder edelmütig noch einsichtig. In Wahrheit saß er mit den Franzosen, Engländern und Italienern an einem Tisch, um das Diktat auszuhecken; denn er, als der wahre Sieger, hätte unwidersprochen auch die Bedingungen seiner 14 Punkte diktieren können, wenn er es gewollt hätte. So sagte er 1919, daß er nicht in die USA hätte als Friedensstifter zurückkehren können, um dieses Vertragswerk vorzulegen, welches bereits den Keim zum 2. Weltkrieg in sich trug.

Für Biek wären das alles nur Verschwörungstheorien, während die Weimarer Republik eigentlich nur eine schöpferische Pause mit vielen nützlichen Ideen und recht guten Ansätzen zu einem wirtschaftlichen Aufschwung gewesen ist. Es fehlten vor allen Dingen die geeigneten Politiker, um das Nützliche auch durchsetzen zu können. Trotz der immer größer klaffenden Schere zwischen Reichtum und Armut aber erdreisteten sich die Gewerkschaften zu höheren Lohnforderungen und trieben die Zahlen der Arbeitslosen in die Höhe. Diese übrigens seien damals schon wie auch heute geschönt gewesen: Statt der 6 Millionen 1932 waren es in Wirklichkeit über 10 Millionen, wie heute statt der 4 Millionen in Wirklichkeit 7 Millionen arbeitslos sind. Aber alle Bemühungen wurden durch den „Schwarzen Freitag", den 29. Oktober 1929 zunichte gemacht. Für Biek war es ein Unglücksfall, menschliches Versagen, falsche Geldpolitik. Auf die Idee, daß er gemacht worden sein könnte, kann Biek als Feind jeglicher Verschwörungstheorien gar nicht kommen. Einerseits verfolgte aber das Versailler Diktat die Verproletarisierung Deutschlands - und im Weitblick auch die Europas -, und zum andern hatte die Finanzierung der russischen Revolution durch Trotzki nicht zuletzt den Hintergedanken, die Ausdehnung der kommunistischen Internationale über Deutschland auf Europa zu fördern. Man glaube nur nicht, daß der kommunistische Staatskapitalismus und der Privatkapitalismus der Geldmacht jene Feinde waren, als die sie sich gebärdeten. Allein die Tatsache, daß Stalin den Machtpoker in Rußland gewann und Trotzki davonjagte, um erst einmal seine Hausmacht zu sichern, verhinderte die Bolschewisierung Deutschlands.

Für Biek jedenfalls war der wirtschaftliche Aufstieg in der Weimarer Republik im vollen Gange. Deutschland war wieder Weltspitze im Maschinenbau, Motoren- und Fahrzeugbau, Elektrotechnik, in der organischen und pharmazeutischen Chemie, sogar im Flugzeugbau, der uns aber im Versailler Diktat untersagt war. Man war sogar dabei, die USA wieder von jenen Marktpositionen zu verdrängen, die man durch den Krieg verloren hatte. Auch die Pläne für eine Autobahn lagen schon in Schreibtischschubladen, und sein großes Vorbild in Wirtschaftsfragen, John M. Keynes, hatte sogar ein Rezept für die Beseitigung der Arbeitlosen, das allerdings erst 1936 veröffentlicht wurde, als es in Deutschland keine Arbeitslosen mehr gab. Diesen sich abzeichnenden Aufschwung hätte Hitler eigentlich nur verhindert.

Hitler

Biek hätte ihn damals gleich durchschaut: Zwar gab er sich geschickt als Messias eines friedlichen Zukunftsweges für Deutschland aus, aber hinter seiner Tarnkappe verbarg sich ein antibürgerlicher, antidemokratischer Umstürzler vom Schlage Lenins und Stalins, bereit, alle überkommenen Werte des deutschen Konservatismus über Bord zu werfen. Hitler war sogar schlimmer als Stalin, weil er seine Völkermorde mit einer industriellen Perfektion betrieb. Seine Weisheiten über diese Zeit hat er gewiß nur aus Presse und Fernsehen. In seinem Quellenverzeichnis ist nur Eberhard Jäckel zu finden, der sich als Kommentator in so manchen antideutschen Hetzfilmen so allerlei Schnitzer und Widersprüche geleistet hat.

Während der von Biek mehrfach zitierte Emigrant Sebastian Hafner klug genug war, die wirtschaftlichen Leistungen (ein größeres Wunder als nach 1948, weil bei stabilen Löhnen und Preisen) respektierte und feststellte, daß von einer Aufrüstung erst nach 1936 gesprochen werden konnte, als es schon gar keine Arbeitslosen mehr gab, fährt Biek ganz auf Eberhard Jäckel ab: Der künstliche Aufschwung nach 1933 diente allein dem Ziel einer starken Rüstung für die geplanten Eroberungskriege. Jäckel ist derjenige unter den etablierten Historikern, der behauptete, die künstlich aufgeblasene Rüstungswirtschaft stand kurz vor der Pleite. Hitler mußte Krieg führen, um seine Defizite durch Ausplündern der eroberten Länder zu decken. Biek nennt das in seinem Spiegeljargon „Einkaufstour".

Keine Kenntnis des deutschen Wirtschaftssystems

Eigentlich hätte man von einem Wirtschaftler und Unternehmensberater erwarten müssen, daß er die Technik des damaligen Wirtschaftssystems begreift. Für Biek ist es unbegreiflich. Zwar muß er eingestehen, daß die Produktionsziffern, die aus dem Boden gestampften modernen Fabriken sehr beachtlich waren, doch unterstellt er Hitler, schon 1933 gesagt zu haben, er werde alles für die Wehrmacht tun. Zwar nennt er dafür keine Quellen und tritt auch keinen Beweis an, aber er nahm es einfach an, weil er die großen wirtschaftlichen und technischen Erfolge samt und sonders unter dem Aspekt einer „breit angelegten Rüstung" darstellt.

Biek verliert kein Wort darüber, wie Hitler das alles finanziert hat, und erklärt das schließlich mit der anschließenden „Einkaufstour". Als Wirtschaftler, der nichts anderes kennengelernt hat als das demokratisch-kapitalistische System, kann er einen solchen Aufschwung nur mit einem erheblichen Kapitalaufwand erklären. Deutschland aber war 1933 arm wie eine Kirchenmaus, hatte nichts als Schulden und über 6 Millionen Arbeitslose. Die deutsche antikapitalistische Wirtschaft ging von der Prämisse aus: Arbeit schafft Kapital. Um diese Arbeit vorzufinanzieren, wurden die „Mefowechsel" (Erklärung des „Mefowechsels": siehe DEUTSCHLAND Folge 3/4 - 1999, 32. Jahrgang, S. 71/72.) eingeführt, Wechsel, die (nach dem Vierjahresplan) in 4 Jahren eingelöst werden sollten. Denn in dieser Zeit waren so viele Werte geschaffen, daß die Wechsel gedeckt werden konnten. Währung und Geldumlauf eines Landes sind immer nur so viel wert, wie diese durch Wertsteigerungen gedeckt sind.

Biek erwähnt auch Tauschgeschäfte. Das ist richtig. Die Wallstreet hatte 1934 durch eine Abwertung der Reichsmark dem deutschen Reich unmöglich machen wollen, die benötigten Rohstoffe auf Devisenbasis auf dem Weltmarkt einzukaufen. Also kehrte man zurück zum eigentlichen Wesen der Wirtschaft, dem Tauschgeschäft. Man kaufte Rohstoffe durch Gegenlieferungen von industriellen Fertigprodukten. Da auch andere Staaten unter Devisenmangel litten, antichambrierten diese in Berlin um Wirtschaftsverträge, die den Engländern und Amerikanern verlorengingen. Es wurden mit den ausländischen Geschäftspartnern Verrechnungseinheiten vereinbart, Preise also, die nicht mit Geld, sondern mit Warenlieferungen bezahlt wurden. Solche Verrechnungseinheiten sind übrigens das Prinzip und der Vorläufer des Geldsystems.

Während das kapitalistische System allein auf Geldvermehrung aus ist, egal womit, sei es durch Spekulationen oder Beate-Uhse-Aktien, war die deutsche Wirtschaft - auch schon zu Kaiserszeiten - auf sinnvolle Volkswirtschaft ausgerichtet. Sie war eine Versorgungswirtschaft. Auch Biek ist gegen das reine Geldvermehrungssystem eingestellt und plädiert für eine disziplinierte nationale Volkswirtschaft. Er zitiert dazu Ludwig Erhard aus dem Jahre 1959: Wirkliche Erfolge kommen immer im Gemeinsinn aller und der Mobilisierung aller zu Produktivitäten aller. Genau das hat Hitler in der berühmt-berüchtigten Volksgemeinschaft praktiziert. Hinzu kam die Aufbruchstimmung durch die großen Anfangserfolge Hitlers, die Vertrauen in die Zukunft und Investitionsbereitschaft schafften. Eine vergleichbare Aufbruchstimmung bestand 1948. Das erfolgreiche Wirtschaftswunder war nicht das Verdienst von Kapital, etwa der Marshallplanhilfe, sondern die produktive und werteschaffende Arbeitsleistung der geschundenen Kriegsgeneration. Ludwig Erhards Verdienst lag vor allen Dingen darin, daß er diese Dynamik nicht behindert hat, wie es in der Sowjetzone geschehen ist.

Die angebliche Pleite

Aus der jiddischen Übersetzung bedeutet Pleite Konkurs. Konkurs ist wörtlich der Zusammenlauf. Gemeint sind die Gläubiger, die von dem Schuldner Geld verlangen, das er nicht (mehr) hat. Aber das Deutschland des dritten Reiches hatte keine Schulden gemacht. Durch das Mefowechsel-System war das Reich sein eigener Gläubiger und Schuldner zugleich. Mit der Erfüllung des Vierjahresplans im Jahre 1937 hatte die deutsche Wirtschaft eine ungeheure Dynamik erreicht. Das Volk lebte auf einer Wohlstandsinsel inmitten einer von Wirtschaftskrisen immer noch erschütterten Welt. Ein Krieg wäre das beste Mittel gewesen, diesen Erfolg zunichte zu machen. Biek aber lobt den von Roosevelt initiierten „New Deal", doch er hatte 1933 noch genau dieselben 10 Millionen Arbeitslosen wie 1939, wenngleich in den USA tatsächlich eine erhebliche Rüstungsproduktion angelaufen war.

Die wahre deutsche Sünde

Amerika mußte fürchten - und das ist natürlich auch nur eine „Verschwörungstheorie" -, daß das deutsche antikapitalistische System der „Arbeitswährung" Schule machen könnte. Die antideutsche Propaganda umging das deutsche Wirtschaftssystem wie die Katze den heißen Brei: andere Länder könnten aufmerksam werden und dieses Erfolgsrezept nachmachen. Man stelle sich vor, England würde in seinem Weltreich dieses System gleichfalls einführen. das nämlich würde das Ende der Macht des Kapitals bedeuten, eine Macht, der heute inzwischen die ganze Welt unterworfen ist. Das zu verhindern, gab es nur eine Lösung: Krieg. Der hochgradige Sowjetfunktionär, Freimaurer und Botschafter in London und Paris, K. J. Rakowski hat diese Gefahr in seiner Vernehmung durch den Stalin-Intimus Kuzmin im Januar 1938 deutlich ausgesprochen. Nicht zuletzt fanden nach dem Sieg über Polen Geheimverhandlungen zwischen englischen und deutschen Unterhändlern statt, die einen sofortigen Frieden anboten, wenn Deutschland wieder zum Goldstandard zurückkehrt, sich also dem Dollardiktat unterwirft. Über diese Verhandlungen hat der seinerzeitige britische Unterhändler, Oberstleutnant J. Craigh Scott am 11. 8. 1947 in einer Rede in der Town Hall in London einen Bericht abgegeben. Aber solche Hintergründe, die weder in der Medienlandschaft noch in Schulbüchern und erst recht nicht bei Eberhard Jäckel erscheinen, sind für Biek nur Verschwörungstheorien.

Die Dilettanten

In dem Kapitel „Das Speermärchen oder das mangelhafte Management der Kriegsrüstung" zeigt Biek deutlich, welche Folgen es hat, wenn man als erfolgreich Unerzogener die ganze Ära des dritten Reiches auf Eroberungslust, industriell betriebenen Völkermord, Schuld und Verbrechen reduziert. So muß er die erfolgreichen Produktionsziffern der NS-Pleitewirtschaft zumindest dem langgehegten Plan der Eroberungskriege zuordnen. Schließlich lassen sich die Blitzsiege in Polen, Frankreich und auf dem Balkan wohl nicht anders erklären als mit einer materiellen Überlegenheit. Doch stellte sich bei einer retroperspektiven Analyse heraus, daß die Vorräte an Bomben und Munition, an Treib- und Rohstoffen nur für einen Krieg von höchstens 6 Wochen gegen nur einen der in Frage kommenden Gegner ausreichten.

Schon der Schweizer Historiker Walter Hofer, dessen „Geschichte des Nationalsozialismus" in vielen Schulbüchern der Nachkriegszeit verankert ist, ist dieser Mißstand zwischen Rüstung und Eroberungsplänen aufgefallen. Er bezeichnete ihn als „Dilettantismus der Verschwörer". Doch wer die Zeit des Nationalsozialismus miterlebt hat, mußte die geradezu perfekte Organisationsfähigkeit der „Verschwörer" anerkennen. Warum also hat man sich ausgerechnet auf diese Eroberungskriege nicht ebenso gründlich vorbereitet?

Da müßte man doch eigentlich auf den Gedanken kommen, daß solche Eroberungskriege gar nicht geplant waren. Studien der Harvard-Universität und des Pentagon über die deutsche Kriegsrüstung kommen zum selben Ergebnis: Bis zum September 1939 gab es keine reine Rüstungsfabrik. Man war tatsächlich von den Kriegserklärungen Englands und Frankreichs überrascht. Alles war mehr improvisiert als organisiert. Man mußte dem Gegner immer nur zuvorkommen, um das Schlimmste zu vermeiden, sei es in Norwegen, Frankreich, auf dem Balkan oder in Rußland.

Volker Biek wird man wohl nicht mehr belehren können. Für ihn waren Todt und Speer eben kein Walter Rathenau, dem eine solche miserable Kriegsvorbereitung nicht passiert wäre. Die dummen Deutschen der Kriegsgeneration haben es im Gegensatz zu ihm nicht begriffen, daß das aufgeblähte Wirtschaftswunder ohne Milliardenkredite zwangsläufig zu den kriegerischen „Einkaufstouren" führen mußte, um bezahlen zu können, was man längst produziert hatte. An wen hätte man es bezahlen sollen? Die dummen Deutschen der Kriegsgeneration haben es nicht gemerkt, daß sie für die größenwahnsinnigen Ideen eines „Teppichbeißers" an den Fronten im Osten und Westen, Norden und Süden ihr Leben opfern mußten. Volker Biek empfiehlt nunmehr einen erneuten nationalen Aufschwung mit preußischer Wirtschaftsdisziplin und kommt nicht auf den Gedanken, daß er einen dritten Krieg gegen Deutschland provoziert, wenn sein System gelingen sollte.

Volker Biek wird nicht der einzige sein, der unbrauchbare Perspektiven erarbeitet. „Ich gehe davon aus . . ." begann der einstige Außenminister Genscher so manche seiner Reden. Wenn man auf dem Gebirge der Geschichtslügen davon ausgeht, daß dieses die historische Wahrheit sei, kann da auf dieser Annahme aufgebaute Gebäude nicht halten. Es muß ebenso zusammenbrechen wie das Fundament der Lüge.

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