Deutschland
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Umerziehung Ost – Umerziehung West – Teil II

Ein Vergleich

Wolffsohns zynisch-intriganter Versuch, den Mitteldeutschen die Holocaust-Unschuld zu nehmen.

E. Baumgart

Wenden wir uns nun dem Wolffsohnschen Begriffspaar „Judenfreundlichkeit und Judenpolitik“ zu.

Sollte davon wirklich nichts bleiben – im Bewußtsein der Mitteldeutschen verankert bleiben – nach über vierzig Jahren antifaschistischer Dauerberieselung durch jüdische Chefantifaschisten, Chefjournalisten, Chefkulturpolitiker, Chefjuristen, Minister, Rektoren, ZK-Mitglieder, Staatssekretäre, Botschafter, Dichter und Denker? In beigefügter Liste ein wirklich illustrer Kreis, zwar klein, aber sehr fein und bedeutungsvoll.

Da die dialektische Methode ganz nach Marx aus These und Antithese besteht, wenden wir uns nun letzterer zu:

Vergangenheitsbewältigung, so stellte Prof. W. fest... „bei der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland ist die Judenpolitik ein zentraler Bestandteil.“

Nun gut !

Da wir es in seinen Ausführungen vor Mitteldeutschen mit der Vergangenheitsbewältigung in der DDR zu tun haben, müssen wir also nach der „Judenpolitik“ fragen, also im Wortsinne nach jener Politik, die Juden in Mitteldeutschland mitgetragen, wie eingeführt, mitformuliert, und also auch mit zu verantworten haben...

Wie formulierte er doch:

„ ... weil sich im Verhältnis zu der klassischen Minderheit“ (er sagte wirklich „klassische Minderheit“) ... „gerade der europäisch-deutschen Geschichte die Positionierung des jeweiligen Interpreten erkennen läßt“. (Zwar findet sich in keinem Wörterbuch, Lexikon oder StilkundeWerk das Wort Positionierung, aber wir erahnen wohl, was er meint) – wohlan, dialektisch wie er sollten wir uns einen Umkehrschluß erlauben mit der Feststellung: „Judenpolitik“ ist halt auch ein zentraler Bestandteil der Vergangenheitsbewältigung in der vormaligen DDR – einfach – weil sich am Verhältnis der klassischen Minderheit zur klassischen Mehrheit in der europäisch-deutschen Geschichte – hier speziell in der antifaschistisch demokratischen Ordnung der DDR – die Positionierung des jeweiligen Interpreten (aus der klassischen Minderheit) erkennen läßt!

„Und das ist die eigentliche Bedeutung der Judenpolitik“ – sagte er –, und das können und sollten auch wir in Anspruch nehmen.

Zwischendurch sei mir gestattet, einige Beispiele von „Positionierung“ kundzutun:

Konrad Wolf, sowjetischer Kontrolloffizier, wichtigster DDR-Regisseur, Präsident der DDR-Akademie der Künste, Mitglied im SED-Zentralkomi-tee, verkündete 1981:

Nur die Macht der Arbeiterklasse und ihrer Partei, der SED, gewährleistet die Freiheit des Volkes zur Gestaltung menschenwürdiger Lebensbedingungen für alle Bürger und die Freiheit der Persönlichkeit.“

Ruth Seydewitz, Mitbegründerin des „Demokratischen Frauenbundes“, Mitglied der SED-Leitung im DDR-Schriftstellerverband, Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft“ und des „Kulturbundes zur Demokratischen Erneuerung“, bekundete 1985 ihr „Glück, daß ich in einer Gesellschaft leben kann, in der ich die Möglichkeit habe, bis zu meinem letzten Atemzug das Dasein mitzugestalten.“

Louis Fürnberg – Vorstandsmitglied des DDR-Schriftstellerverbandes, Schöpfer des SED-Bekenntnisliedes „Die Partei, die Partei, sie hat immer recht!“; seine Kantate auf die Sowjetunion lautet „Im Namen der Menschlichkeit“. Er bejubelte die Niederschlagung des Ungarnaufstandes und feierte Karl Marx mit den Worten:

„Furchtlos den Ungeheuern die Stirne bietend,/ seine eiskalte Stirne erfüllt von einem Gedanken:/ diese Welt zu verändern!/ Wann je ging eines Menschen Fuß so über die Erde!“ last not least:

Stephan Hermlin, Vorstand des DDR-Schriftstellerverbandes – Intimus von Honecker, es wird ihm nachgesagt, er habe sich bemüht, „Kommunistische Zukunftsentwürfe“ mit „Jüdisch-Messianischer Hoffnung“ zu koppeln – er forderte beim Ungarnaufstand die Sowjetmacht auf, die „Kultur gegen den Pöbel zu verteidigen.“ Aus einem Gedicht:

„... Stalin ruht im Regenbogenglanz von Millionen Tränen ...

Die Völker sagen zu ihrem teuersten Toten ... schlaf ruhig.“

Wehe und Bange, ein Mitteldeutscher hielt das für Hohn ...

Doch zurück zum Grundanliegen des Herrn Professor: „Das ist die eigentliche Bedeutung der Judenpolitik“, nämlich die Positionierung des jeweiligen Interpreten.

Und es ist doch wohl erlaubt zu fragen: Wie beteiligten sich „Judenpolitiker“ an und wie in der „Antifaschistisch-Demokratischen Ordnung der DDR“, aber auch bei der Einführung und Durchsetzung dieser Unrechtsordnung, die, auf einen Nenner gebracht, so lautet: „antifaschistisch-demokratische Ordnung“ (im Parteijargon Bezeichnung für den politischen Zustand) in der SBZ bis zur Verkündung des Aufbaus des Sozialismus. Sie wird als Vorstufe zur Diktatur des Proletariats betrachtet und steht nach der stalinistischen Theorie auf dem Wege zum Sozialismus zwischen Kapitalismus und Volksdemokratie. Fred Oelssner behauptet 1948 in „Der Marxismus der Gegenwart und seine Kritiker“:

„Obwohl in Deutschland keine volksdemokratische Revolution stattgefunden hat, war es in der Ostzone doch möglich, eine antifaschistisch-demokratische Staatsordnung zu errichten, in der die Arbeiterklasse den entscheidenden Einfluß besitzt.“

Und als Wegbereiter, Agitatoren, Einpeitscher, Büttel und Demagogen von der „antifaschistisch-demokratischen Ordnung“ über die „Volksdemokratie“ zum „Sozialismus“ finden sich viele, sehr viele – im Verhältnis zu ihrer Zahl –, eine „Gemeinde, klein aber fein“, viel zu viele „Judenpolitiker“ als Steigbügelhalter, Schreibtischtäter samt Exekutoren.

Wo soll denn bei der ehemaligen DDR-Bevölkerung bei derartiger „Judenpolitik“ ausgerechnet „Judenfreundlichkeit“ herkommen? Genügt es nicht, daß man sie nach wie vor toleriert?

Auch die klassische Mehrheit hat ein Recht auf die vier W gegenüber der klassifizierten Minderheit, auf ein Wissen – Werten – (symbolisches) Weinen und Wollen.

Denn als man die Mitteldeutschen antifaschistisch vergewaltigte, träumten sie keinen Menschheitstraum – es war ein mörderischer Alptraum von Anbeginn an.

Deshalb gilt auch die Frage an die Minderheit, an sämtliche Minderheiten: Wie haltet ihr es mit den Deutschen – hier speziell mit den Mitteldeutschen?

Diese Frage wartet zuallererst hier und heute auf ihre Bewältigung

Zuguterletzt: Daß eine antifaschistisch indoktrinierte Bevölkerung den Antizionismus seiner herrschenden Klasse wohl oder übel zur Kenntnis nimmt, liegt im Wesen des Systems, zumal wenn ihr ständig vorgeplärrt wird: „Die Partei, die Partei, sie hat immer recht“ – wieso dann auch nicht bei der Definition Zionismus, S. 1095/1096 in„Kleines politisches Wörterbuch“, Dietz-Verlag Berlin 1983.

Zitat:

„Zionismus: die chauvinistische Ideologie, das weitverzweigte Organisationssystem und die rassistische, expansionistische politische Praxis der jüdischen Bourgeosie, die einen Teil des internationalen Monopolkapitals bildet... Der Begriff Z. ist von dem Namen „Zion“ abgeleitet, mit dem sich in der jüdischen Diaspora als kleinbürgerliche Reaktion auf den Antisemitismus Zukunfts- und Erlösungserwartungen verknüpften. ...Der Zionismus entwickelte die reaktionäre Konzeption von der jüdischen Gemeinschaft, die die Klassenfrage ignorierte, um das jüdische Proletariat vom revolutionären Klassenkampf abzulenken... Mit dieser Konzeption“ (gemeint ist die Schaffung eines jüdischen Nationalstaates auf dem arabischen Territorium) „ordnete sich der Zionismus von Anbeginn in die politischen, ökonomischen und strategischen Interessen des Weltimperialismus ein... Der Staat Israel bildete von 1948 an das Zentrum der ideellen und politischen Einwirkung auf die jüdischen Bürger in Israel und in anderen Ländern der Welt im Sinne von Nationalchauvinismus und Antikommunismus. Der Hauptstoß des politischen Z. richtet sich gegen die arabische nationale Befreiungsbewegung... Auf der XXX. UNO-Vollversammlung 1975 wurde mit der Resolution 3379 der Z. als eine Form des Rassismus und der rassistischen Diskriminierung verurteilt.“

(Eine exakte antifaschistischen Aussage - sollte man meinen – auch Marx/ Mardochei hätte seine Freude daran).

Ein „Menschheitstraum“ – der in seiner Auswirkung inzwischen 200 Millionen Menschen auf dem Gewissen hat, konnte wohl nur in Hirnen, denen „Fata Morganas“ erlebnisgeläufig sind, zu einer Menschheitsbeglückungsidee gerinnen – fand aber bei Gojims nie soviel Anklang, um friedlich – ohne Gewalt – als ein „Paradies der Arbeiter und Bauern seine Probe aufs Exempel zu machen. Stets katapultierte sich die „Vorhut der Arbeiterklasse“ an die Macht, festigte und usurpierte diese Völkerunterdrückung mittels Roßtäuscherei, Vorspiegelung falscher Tatsachen, samt brutalstem Terror – bis die bolschewistische Zangengeburt Sowjetunion an Wirklichkeitsfremdheit endlich elendiglich, kläglich von der Weltbühne verschwand.

Die „Gojim“ jedenfalls, die im „Schweiße ihres Angesichts“ gewohnt sind, sich der Weltwirklichkeit zu stellen, um den Boden hier und heute und für die Zukunft ihres Volkes zu bereiten, werden nie Freunde jenes Schlages werden, die sich die Parole „Macht euch die Erde untertan“ wahnwitzig auf ihre Fahne geschrieben haben. Auf dieser Erde geht es nicht um Menschenrechte, sondern für den bewußten Menschen ausschließlich um Menschenpflichten!

In der sowjetischen Besatzungszone ging bald folgendes Gleichnis um: Die Sieger hatten sich um einen runden Tisch versammelt, auf dem Goldfischbecken standen, die sozusagen ihre jeweilige Besatzungszone symbolisierten. Es ging um die Demonstration der Methode, wie man sich am besten an den unterworfenen Michels, Fritz’, Krauts, Boschs schadlos hielte.

„Nichts leichter als das!“ donnerte der Russe. „Seht her, so wird’s gemacht!“, krempelte die Ärmel hoch, grapschte einen Goldfisch und hielt ihn triumphierend in die Höhe. „Nix cultura,“ grummelte Kaugummi kauend der Amerikaner seinem französischen und englischen Nebenmann zu, und laut:

„Sieh her, Iwan, so wird’s gemacht!“ Süffisant lächelnd trat der Cowboy an sein Becken heran, bohrte dicht über dem Boden ein Loch hinein, befestigte darin einen Wasserhahn und drehte ihn ein wenig auf. „Na – und?!“ glupschte der Russe.

„Psychologie! Psychologie! Roter Haudegen: Ehe die Fritzen merken, was mit ihnen passiert, liegen sie allesamt mit dem Bauch auf dem Trockenen!“

Täter oder Opfer der „Judenpolitik“ (nach Wolffsohn) in der DDR (2)

Eine Auswahl

Helmut Aris, geb. 1908, Präsident des Verbandes der jüdischen Gemeinde in der DDR, Führungsrolle im Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer, Vaterländischer Verdienstorden in Gold. Über die DDR-Zustände äußerte er sich so: Die Verwirklichung der Menschenrechte und die Achtung der Menschenwürde, das Bewußtsein, geschätzter Bürger unserer Republik zu sein, gibt uns Freude am Leben.“

Hermann Axen, im SED-Politbüro für internationale Beziehungen zuständig, zeitweise Chefredakteur des Zentralorgans „Neues Deutschland“ (nach Wolffsohn „Herkunftsjude“.

Lilly Becher, Chefredakteurin der „Neuen Berliner Illustrierten“, Gründerin und Präsidiumsmitglied des „Demokratischen Frauenbundes“, Vizevorsitzende der „Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft“ – mit DDR-Staatsdichter Johannes R. Becher verheiratet.

Otto Braun, 1900, nach dem Ersten Weltkrieg an Leviens und Levines Versuch beteiligt, Bayern zu bolschewisieren, Leiter des schwerbewaffneten KP-Militärapparates in Deutschland, in der DDR oblag ihm die Herausgabe der Werke Lenins, Erster Sekretär des DDR-Schriftstellerverbandes, Träger des Karl-Marx-Ordens.

Horst Brie, 1923, Mitbegründer der FDJ, Mitglied des Zentralrates der FDJ, im diplomatischen Dienst der DDR, Leiter der Planungsabteilung im Außenministerium, „Vaterländischer Verdienstorden“.

Hermann Budzislawski, 1901, Direktor des Instituts für Pressegeschichte, Mitglied der Volkskammer und des FDGB-Bundesvorstandes, Vizepräsident der „Weltföderation der Wissenschaftler“, Herausgeber der „Weltbühne“.

Kurt Cohn, 1899, stand in der DDR jahrzehntelang an der Spitze des „Rechtssystems“, Oberrichter, im Zentralvorstand der LDPD.

Peter Edel, alias Hirschweh, 1921, beteiligte sich aktiv am Aufbau der kommunistischen Diktatur in der DDR, Mitglied des Präsidiums des DDR-„Friedensrates“ und des „Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer, Chef des Ostberliner Schriftstellerverbandes, DDR-Nationalpreis, „Vaterländischer Verdienstorden in Gold“.

Gerhart Eisler, 1897, Leiter des „Amtes für Information“ in der DDR, Vorsitzender des Staatlichen Rundfunkkomitees, Mitglied des SED-Zentralkomitees.

Max Friedemann, 1905, führender Partisan im Zweiten Weltkrieg, DDR-Diplomat, Staatssekretär, „Held der Arbeit“, Träger des „Vaterländischen Verdienstordens, Staatsbegräbnis.

Hans Fruck, 1911, rückte an die Spitze der Stasi, hohen Anteil am Aufbau des Ministeriums für Staatssicherheit, Stasi-Vizeminister, engster Vertrauter von Markus Wolf, Fruck Leiter der für Mauermord und „Grenzsicherung“ zuständigen Arbeitsgruppe „Grenze“, Generalleutnant bei der Stasi.

Louis Fürnberg 1909, Literat, Schöpfer des SED-Bekenntnisliedes „Die Partei, die Partei, sie hat immer recht!“, seine Kantate auf die Sowjetunion lautet „Im Namen der Menschlichkeit“; er bejubelte die Niederschlagung des Ungarnaufstandes durch Sowjetpanzer und feierte Karl Marx mit den Worten: „Furchtlos den Ungeheuern die Stirne bietend,/seine eiskalte Stirne erfüllt von einem Gedanken:/diese Welt zu verändern!/Wann je ging eines Menschen Fuß so über die Erde!“ – Vorstandsmitglied des DDR-Schriftstellerverbandes.

Bruno Goldhammer, 1905, Chefredakteur des DDR-Rundfunks, Redakteur des SED-Blattes „Zeit im Bild“, maßgeblicher Mann der DDR-Journalistenausbildung, „Vaterländischer Verdienstorden“.

Herbert Grünstein, 1912, Geheimagent Stalins im 2. Weltkrieg, Vizechef einer Antifa-Schule bei Gorki zwecks Umerziehung gefangener deutscher Soldaten, Chefinspekteur der DDR-Volkspolizei, stellvertretender Innenminister und Staatssekretär; als Pensionär übernahm er die Führung des „Antifaschistischen Komitees in Ostberlin. Titel seiner Lebenserinnerungen: „An der Seite sowjetischer Genossen erfüllte ich meine Pflicht“.

Klaus Gysi, 1912, Vater des nachmaligen PDS-Führers, die sowjetischen Besatzer machten ihn 1945 zum Bezirksbürgermeister in Berlin, Chefredakteur des SED-Blattes „Aufbau“, Leiter des Aufbau-Verlages, DDR-Kultusminister, DDR-Botschafter in Rom, Staatssekretär für Kirchenfragen, Verwicklungen im Stasi-System, versuchte, die DDR mit Hilfe mächtiger internationaler jüdischer Kreise zu retten, also die Wiedervereinigung zu torpedieren... Irene Lessing, seine Frau, hochrangige DDR-Staatsfunktionärin.

Stephan Hermlin, 1915. Er verfaßte ungezählte Hymnen auf Stalin, wurde Intimus von Honecker, kam in den Vorstand des DDR-Schriftstellerverbandes, wurde dreimal mit dem „Nationalpreis“ ausgezeichnet. Es wird ihm nachgesagt, er habe sich bemüht, kommunistische Zukunftsentwürfe mit jüdisch-messianischer Hoffnung zu koppeln ...;

aus einem Gedicht: ... „Stalin ruht im Regenbogenglanz von Millionen Tränen ... Die Völker sagen zu ihrem teuersten Toten ... Schlaf ruhig.“

Er forderte beim Ungarnaufstand die Sowjetmacht auf, „die Kultur gegen den Pöbel zu verteidigen.“

Rudolf Herrnstadt, 1903, gehörte bis zur Kaltstellung als Archivar in Potsdam (nach Stalins Tod) zur Führungsgarde der SED.

Stefan Heymann, 1896, langjähriger, hochrangiger DDR-Funktionär, Botschafter in Ungarn und Polen, Leiter der Hauptabteilung Presse des Außenministeriums, Professor an der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“.

Max Leon Kahane 1910, Chefredakteur und stellvertretender Direktor der DDR-Nachrichtenagentur ADN, Chefkommentator des „Neuen Deutschland“; er erhielt zahlreiche Orden des DDR-Regimes.

Bruno Kaiser, 1911, Direktor der Bibliothek des Instituts für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, Professorentitel.

Heinz Kamnitzer, 1917, Präsident des DDR-Pen-Clubs, Präsidiumsmitglied des „DDR-Friedensrates“, Vizepräsident der „Liga für Völkerfreundschaft“ – einer der bedeutendsten Vertreter der marxistisch-leninistischen Neuhistoriker.

Walter Kaufmann, 1924, Generalsekretär des Penzentrums der DDR, als SED-Genosse u.a. mit dem Preis der kommunistischen Weltjugendfestspiele in Warschau ausgezeichnet; in seinen literarischen Erzeugnissen ging es häufig um den „Kampf gegen den Faschismus“.

Friedrich Karl Kaul, 1906, DDR-Kronjurist, Vizepräsident der DDR-Juristen; er erhielt sämtliche hohen DDR-Orden. Mit seinem zionistischen Nazijagdgenossen Wiesenthal war er verfeindet, er nannte ihn einen „Gauner“, der ihn „am Arsch lecken“ könne.

Peter Kirchner, 1935. 1971 übernahm er den Vorsitz der jüdischen Gemeinde in Ostberlin. Fortan zeigte er sich – wie auch andere Führer der DDR-Juden – in gutem Einvernehmen mit den Machthabern. 1990, nach der Wende, erhob er Forderungen nach Einstellung jeder antizionistischen Propaganda, Anerkennung Israels durch die DDR, Umformulierung der DDR-Geschichtsbücher, in denen der Holocaust zu wenig berücksichtigt werde, und nach DDR-Wiedergutmachung für Hitlers Judenverfolgung.

Victor Klemperer, 1881, Präsidiumsmitglied des „Kulturbundes“, SED-Abgeordneter der Volkskammer, Mitglied des Rechtsausschusses der Volkskammer, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und des Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer, Mitglied des Ausschusses für Volksbildung und Kultur der Volkskammer, Mitglied der Akademie der Wissenschaften, Träger des „Vaterländischen Verdienstordens“ und des DDR-Nationalpreises.

Robert Korb, 1900, Mitbegründer der KP der Tschechoslowakei, Kommissar der Roten im Spanischen Bürgerkrieg, Führungsmann von Stalins

Komintern, nach Kriegsende an der Vertreibung der Sudetendeutschen beteiligt. 1946 führte er die Entfernung der deutschen kommunistischen Kader, die noch im Sudetenland ausgeharrt hatten, durch. In der DDR wurde er ZK-Presseleiter, Chef der Agitprop-Abteilung, 1955 Oberstleutnant im Stasi-Ministerium und stellvertretender Leiter der „Hauptverwaltung Aufklärung“ (Spionage), 1959 Leiter der Zentralen Informationsgruppe im Ministerium für Staatssicherheit sowie des Informationsbüros bei Stasi-Minister Mielke; 1962 erfolgte seine Beförderung zum Generalmajor.

Georg Krausz, 1894, war zunächst für Bela Kuns Rätediktatur aktiv, flüchtete später nach Prag, dort avancierte er zum Mitglied des ZK der KPC, später in Deutschland wurde er Chefredakteur verschiedener KPD-Blätter, nach dem Einmarsch der Sowjets mußte er 1945 im KZ Buchenwald bleiben. Man hatte ihn im Verdacht, in den 30er Jahren Saboteur gewesen zu sein. Nach seiner Rehabilitierung machte er SED-Karriere, u.a. als Auslandskorrespondent des Zentralorgans „Neues Deutschland“ und als Chef des „Verbandes der deutschen Presse“ der DDR. Dekoriert mit dem höchsten Orden des SED-Regimes, dem Karl-Marx-Orden.

Zwei Herkunftsjuden bestimmten wesentlich die Wirtschaftspolitik der DDR: die langjährige Notenbankchefin

Wittkowski und ihr Polit-Intimus

Jürgen Kuczynski, 1904. Er zählte zur Führung der Exil-KPD. Ab 1944 gehörte er dem Stab der US-Behörde für Strategische Bombardierungen an, brachte es zum Oberstleutnant der US-Army. Die Sowjets ernannten ihn in der SBZ zum Präsidenten der Zentralverwaltung der Finanzen. In der DDR stand er dem „Deutschen Wirtschaftsinstitut“ und dem „Institut für Wirtschaftsgeschichte“ vor. 1964 tauchte er als „Gutachter“ der Anklage beim Frankfurter Auschwitz-Prozeß auf. Gysi holte ihn 1989 in den PDS-Beraterstab. Kuczynskis Schwester Ruth Werner zählte zu Stalins Top-Agenten und versuchte sich in der DDR als Autorin von Kinderbüchern.

Auguste Lazar, 1887, ab 1949 in der DDR, engagierte SED-Genossin. Zur Indoktrination der jungen Generation schrieb sie Romane wie „Jura in der Leninhütte“. Sie erhielt u.a. den „Vaterländischen Verdienstorden“ und den DDR-„Nationalpreis“.

Eberhard Leibnitz, 1910, in der DDR avancierte er zum Chemieprofessor, zum Rektor der Technischen Hochschule, zum Leiter des Forschungsbereichs Chemie der DDR-Akademie der Wissenschaften. Präsident der Gesellschaft „Urania“ zur Verbreitung des roten Atheismus. Er wurde mit „Nationalpreis“ und „Vaterländischem Verdienstorden“ in Gold dekoriert. In SED-Nachrufen hieß es, er sei „wahrer Humanist“ und „Aktivist der ersten Stunde“ gewesen.

August Levin, 1895. Im Zweiten Weltkrieg organisierte er im Auftrag Stalins den Heckenschützenkampf gegen die Deutschen in Holland. 1953, gleich nach der Niederschlagung des Volksaufstandes am 17. Juni, kam Levin in die DDR mit dem Auftrag Moskaus, die bolschewistische Ordnung wiederherstellen zu helfen. Für sein Lebenswerk wurde er von der Ostberliner Führung mit hohen Auszeichnungen bedacht.

Heinz Lippmann, 1922, Mitbegründer der FDJ, Honeckers Stellvertreter als FDJ-Vorsitzender. – 1953 Flucht in den Westen.

Kurt Maetzig, 1911, nach Kriegsende schloß er sich der SED an, wurde Mitbegründer der DDR-Filmgesellschaft DEFA. Als Regisseur setzte er u.a. die Streifen „Immer bereit“, „Ernst Thälmann“, Führer seiner Klasse, und „Septemberliebe“ (zur Anklage von Westflüchtlingen) in Szene; er schuf die Wochenschau „Der Augenzeuge“. Rektor der Hochschule für Filmkunst, Präsident der Zentralen Arbeitsgemeinschaft für Filmclubs beim Kultusministerium. Er erhielt den „Vaterländischen Verdienstorden“ in Gold und viermal den DDR-„Nationalpreis“.

Erich Markowitsch, 1913. Als er 1965 als Zeuge der Anklage im Auschwitz-Prozeß von Frankfurt am Main auftrat, beantragte Verteidiger Laternser vergebens dessen Festnahme wegen Mittäterschaft an zahlreichen DDR-Verbrechen. Er hatte seine Befreiung aus Auschwitz genutzt, um an führender Stelle die kommunistische Diktatur in Mitteldeutschland zu etablieren und zu festigen. Er wirkte zunächst als Chef einer Polizeischule, dann als Direktor des VEB-„Eisenhüttenkombinat J. W. Stalin“, zog in die Volkskammer ein, wo er Mitglied des Haushalts- und Finanzausschusses wurde und rückte schließlich in den Ministerrat auf. Zudem saß er in der Zentralleitung des „Komitees der antifaschistischen Widerstandskämpfer“. Aus den Händen Honeckers erhielt er die höchste DDR-Auszeichnung, den Karl-Marx-Orden.

Paul Merker, 1894, ab 1920 Kommunist, einer der Führer des schwerbewaffneten Militärapparates, Reichsleiter der „Revolutionären Gewerkschaftsorganisation“; 1936 wurde er auf Geheiß Stalins Nachfolger des späteren SPD-Politikers Wehner als Führer der „Abschnittsleitung Nord“ in Kopenhagen; seit 1946 in der SBZ, wurde SED-Politbüromitglied und Staatssekretär. Als „Agent des Imperialismus und Zionismus“ 1952 zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, 1956 haftentlassen, später rehabilitiert. Vaterländischer Verdienstorden der DDR.

Ernst Hermann Meyer, 1905, Musikprofesser an der Ostberliner Universität, Präsident der DDR-Musikrates, Vizepräsident der DDR-Akademie der Künste, Chef des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler, SED-ZK-Mitglied. Er erhielt sämtliche hohe Orden und Ehrenzeichen der DDR.

Hans Nathan, 1900. – 1946 in Ostberlin Mitarbeiter der „Zentralverwaltung der Justiz“, von 1949 bis 1952 Leiter der Abteilung Gesetzgebung des DDR-Justzministeriums, Präsident des Justizprüfungsamtes. Er ist in der DDR „maßgeblich an der Umgestaltung des Rechtssystems beteiligt“.

1952/53 Chefredakteur des Blattes „Neue Justiz“ – Professor an der Humboldt-Universität, Direktor des dortigen Instituts für Zivilrecht und Dekan der Juristischen Fakultät. Hochdekoriert.

Albert Norden, 1904, er war der strategische Kopf der antisemitischen Inszenierungen in und für Westdeutschland, Rabbinersohn. Der sowjetische KGB und die DDR-Stasi fingierten zahlreiche „neonazistische“ und „antisemitische“ Aktionen in der Bundesrepublik, um die Rechten zu belasten, Westdeutschland international madig zu machen und selber in bestem „antifaschistischem“ Lichte zu stehen. Das haben die Protokolle des Politbüros dokumentiert. Es war Norden, der alsSED-Propagandachef als erster die These von der Existenz zweier deutscher Nationen, einer kapitalistischen und einer sozialistischen aufgestellt hatte und der den Schießbefehl vor Grenzern mit den Worten rechtfertigte: „Ihr schießt nicht auf Brüder und Schwestern, wenn Ihr mit der Waffe den Grenzverletzer zum Halten bringt, sondern auf Verräter.

Norden kam 1904 im oberschlesischen Myslowitz auf die Welt. 1921 wurde er Herausgeber der „Rundbriefe der radikalsozialistischen jüdischen Jugend“. Er avancierte zum hochrangigen KPD-Funktionär und Propagandisten des Stalinismus. Im französischen und amerikanischen Exil setzte er seine kommunistische Propagandaarbeit fort. 1946 kehrte er nach Deutschland zurück. Er wurde in der SBZ bzw. DDR Chef der Agitationskommission des SED-Politbüros und beherrschte schließlich ab den 60er Jahren den gesamten Propaganda- und Medienapparat der DDR. Erst kurz vor seinem Tode (er starb 1982 in Ostberlin) schied er aus dem Politbüro und ZK aus. Er war über viele Jahre auch Mitglied des „Nationalen Verteidigungsrates“ und des Staatsrates und erhielt sämtliche hohen SED-Orden und Ehrenzeichen.

Nathan Notowicz, 1911, machte als Musikpädagoge und Verbandsfunktionär in der SBZ und dann in der DDR Karriere: Er wurde Professor für Musikgeschichte und Prorektor der Hochschule für Musik in Ostberlin, Generalsekretär des „Verbandes deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler“, SED-Sekretär des Musikrates der DDR und Präsidiumsmitglied des „Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“. Er erhielt den „Staatspreis für künstlerisches Volksschaffen“ und den „Vaterländischen Verdienstorden in Silber“.

Karl Polak, 1905, „Vater“ der ersten DDR-Verfassung 1948/49. Rechtswissenschaftler und Staatsfunktionär. In der Moskauer Emigration ab 1933 gehörte er Stalins Kommission zur Ausarbeitung einer Verfassung der Sowjetunion an. Als Sekretär des Generalstaatsanwalts Andrej Januarewitsch Wyschinski war Polak wesentlich an den grausamen Schautribunalen Stalins beteiligt. 1946 tauchte er in Ostberlin auf. Er wurde Professor (Staatsrecht, Staatslehre, Völkerrecht) an der Universität Leipzig, war SED-Volkskammermitglied, wirkte ab 1957 als stellvertretender Vorsitzender des Rechtsausschusses der Volkskammer, gehörte ab 1960 dem Staatsrat der DDR an und war einer der engsten Berater Ulbrichts. 1957 veröffentlichte Polak die Schrift „Die Demokratie der Arbeiter- und Bauernmacht“. Er trug die „Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus“ und den „Vaterländischen Verdienstorden“.

Walther Pollatschek, 1901. 1945 begann er beim US-Lizenzblatt „Frankfurter Rundschau“, 1950 wechselte er in die stalinisierte DDR. Er avancierte dort zum führenden Theaterkritiker und Schriftsteller. Mit Kinderbüchern wie „Die Aufbaubande“ oder „Thälmann-Pionier“ wollte er Kinder und Jugendliche kommunistisch beeinflussen.

Mitja Samuel Rapoport, 1912. Von 1952 bis 1973 hatte er eine Professur mit Lehrstuhl für Physiologische Chemie an der Ostberliner Humboldt-Universität. Er bekleidete als SED-Genosse hohe Posten in der DDR-Gesellschaft. Auch war er Mitglied der „Staatlichen Kommission zur Gestaltung eines einheitlichen sozialistischen Bildungssystems“ (ab 1963). Er wurde u.a. mit „Vaterländischem Verdienstorden“ und „Nationalpreis“ dekoriert.

Fred Reichwald, 1921, Literat. Nach 1945 tauchte er in der SBZ auf. Dort war er als linientreuer Dramatiker und als Autor für Fernseh- und Bühnenstücke aktiv. Für sein Wirken „der sozialistischen Moral entsprechend“ (offizielle Begründung) wurde ihm u.a. der „Nationalpreis“ verliehen.

Martin Riesenburger, 1896 in Berlin geb. Er wirkte ab 1933 als Prediger und Seelsorger des Altersheimes der jüdischen Gemeinde in der Großen Hamburger Straße zu Berlin. 1939 erfolgte seine Ordination als Rabbiner in der Reichshauptstadt. Nach 1945 war er maßgeblich am Neuaufbau der jüdischen Gemeinde Berlins beteiligt. 1953 wurde er Vorsitzender der jüdischen Gemeinde von Groß-Berlin mit Sitz im Ostteil der Stadt und zugleich Landesrabbiner. Er veröffentlichte die Schrift „Das Licht verlöscht nicht“ und wurde auf Ulbrichts Geheiß mit dem „Vaterländischen Verdienstorden“ in Gold und Silber dekoriert. Riesenburger verschied 1965 in Ostberlin.

Hans Rothschild, studierte Rechtswissenschaft, schloß sich in der Tschechei der KPC an, emigrierte 1938 nach Großbritannien. Dort machte er bei der KP-Gruppe um Gustav Beuer mit, die für die „Endlösung“ des Problems der Sudetendeutschen durch Vertreibung eintrat. In der Sowjetzone bzw. DDR wurde Rothschild maßgeblicher Mann des SED-„Rechtswesens“. Er diente als Staatsanwalt am Oberlandesgericht Dresden und rückte schließ1ich zum Richter am Obersten Gericht der DDR auf.

Siegmund Rotstein, machte nach seiner Befreiung aus Theresienstadt 1945 in der DDR Karriere. Er wurde Manager des Centrum-Warenhauses in Chemnitz und war dort auch Chef der jüdischen Gemeinde. 1968 stieg er zum Vizepräsidenten des Verbandes der jüdischen Gemeinden in der DDR auf. 1988 trat er die Nachfolge des verstorbenen Aris als Präsident der DDR-Gemeindejuden an. In zahlreichen Verlautbarungen gab er sich linientreu und der SED ergeben. Kurz vor dem DDR-Zusammenbruch betonte er öffentlich, in der DDR könnten sich „die Juden sicher fühlen“, es werde ihnen „volle Religionsfreiheit“ gewährt und sie könnten „stets die Hilfe des Staates in Anspruch“ nehmen, wofür er Honecker Dank aussprach.

Frida Rubiner, 1879, enge Mitarbeiterin Lenins in dessen Schweizer Exil. 1919 war sie führendes Mitglied der Münchner Räterepublik. Später wirkte sie als KPÖ-Journalistin und KPD-Ausbilderin. Ab 1930 war sie in der Sowjetunion, wo sie ranghohe Komintern-Funktionärin wurde. Im Krieg war sie Politkommissarin bei der Roten Armee und „Antifa“-Lehrerin kriegsgefangener Deutscher. Stalin beauftragte sie, im Rahmen der sogenannten „Nationalkomitees Freies Deutschland“ einen Plan zur Bolschewisierung Deutschlands zu entwerfen. Ab 1946 wirkte sie in der Sowjetzone bzw. DDR. Sie wurde Dekan der Fakultät für „Grundfragen des Marxismus“ an der SED-Parteihochschule „Karl Marx“. Sie war mit dem jüdischen Schriftsteller Ludwig Rubiner verheiratet.

Hans Schaul, 1905– Hohensalza/Posen –. Chefredakteur des SED-Ideologieblattes „Einheit“, beeinflußte maßgeblich die weltanschauliche Ausrichtung der DDR, leitete während des Krieges „Antifa-Schulen“ für deutsche Kriegsgefangene, 1951 wurde er Ökonomieprofessor, er wurde mit sämtlichen hohen SED-Auszeichnungen bedacht.

Eugen Schiffer, 1860– Breslau –. Die NS-Zeit überstand er in Berlin, zuletzt 1945 als „geschützter Jude“ im Altenheim der Jüdischen Gemeinde. 1945 war er Mitbegründer der LDPD in der Sowjetzone. Von 1945 bis 1948 war er Leiter der Zentralverwaltung der Justiz, eine Art Justizministerium der SBZ. Dann ging er nach Westberlin, wo er 1951 seine Memoiren „Ein Leben für den Liberialismus“ schrieb.

Josef Schlesinger – 1902 – Gänserndorf/Österreich. KPÖ-Genosse, zur Kriegszeit wirkte er für Stalins Propagandatruppe KFDW in Frankreich (Aufrufe an deutsche Soldaten zur Fahnenflucht und Sabotage), 1946 in Ostberlin, stellvertretender Chefredakteur des „Antifa-Organs“ „DIE TAT“ und Pressechef des SED-Zentralkomitees. Ab 1963 gehörte er der für innerparteiliche „Säuberung“ zuständigen „Zentralen Revisionskommission“ der SED an.

Johann Lorenz Schmidt (Laszlo Radvanyi) 1900 Ungarn. Er schloß sich 1925 in Deutschland der KPD an, leitete deren „Marxistische Arbeiterschule“ in Berlin und gab das Blatt „Der Marxist“ heraus. 1947 tauchte er in der Sowjetzone auf; seine Frau die jüdische Literatin Anna Seghers; in Ostberlin wurde er Professor für Imperialismusprobleme, 1961 Präsident der Deutsch-Lateinamerikanischen Gesellschaft der DDR und schließlich

1. stellvertretender Direktor des Instituts für Politische Ökonomie der Ostberliner Humboldt-Universität.

Hans Schrecker –1899– war zunächst Zionist, wechselte aber dann zum Stalinismus. 1946 tauchte er in Ostberlin auf. Er wirkte als Chefredakteurdes SED-Organs „Zeit im Bild“, war Sekretär für Agitation bei der sächsischen SED-Führung, fungierte als Chef der „Leipziger Volkszeitung“. An Ende der 60er Jahre war er Kommentator des außenpolitischen SED-Blattes „Horizont“. Er erhielt u.a. den „Vaterländischen Verdienstorden“.

Ruth Seydewitz –1905– Oppeln. In der Sowjetzone bzw. DDR war sie Mitbegründerin des „Demokratischen Frauenbundes“, Mitglied der SED-Leitung im DDR-Schriftstellerverband, Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft“ des „Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung“ usw. 1985 bekundete sie ihr „Glück“, daß „ich in einer Gesellschaft leben kann, in der ich die Möglichkeit habe, bis zu meinem letzten Atemzug das Dasein mitzugestalten“. Verheiratet war sie mit dem einstigen SAP-Führer und späteren SED-Ministerpräsidenten von Sachsen, Max Seydewitz. Die beiden brachten 1956 das Buch „Der Antisemitismus in Westdeutschland“ heraus.

Rudolf Singer –1915– Hamburg. Er bekleidete in der DDR Schlüsselpositionen. Er leitete den „Freiheitssender 904“, stieg 1963 zum Chef der Agitprop-Abteilung des SED-ZK auf, gehörte dem Zentralkomitee ab 1966 als Vollmitglied an, wurde 1966 Nachfolger von Hermann Axen als Chefredakteur des „Neuen Deutschland“ und avancierte 1971 zum Chef des Staatlichen Rundfunkkomitees. Er erhielt sämtliche hohen Orden des DDR-Regimes. Als er 1980 in Ostberlin starb, würdigte Honecker in ihm einen „hervorragenden Agitatoren und Propagandisten“.

Peter Alfons Steininger 1904 Berlin, kommunistischer Funktionär und Schriftsteller. Als Literat war er zunächst auch im NS-Staat tätig. Nach 1945 trat er in der Sowjetzone der SED bei. Von 1947-1952 amtierte er als Präsident der SED-Verwaltungsakademie Forst-Zinna. 1950 übernahm er die Direktion des Instituts für Völkerrecht an der Ostberliner Universität. Ab 1955 wirkte er als Präsident der „Liga für die Vereinten Nationen“ und ab 1965 als Vizepräsident der „Gesellschaft für Völkerrecht“. Unter anderem wurde er mit dem DDR-„Vaterländischen Verdienstorden“ in Gold dekoriert.

Wolfgang Steinitz –1905– Breslau. Zur Kriegszeit half er bei der Organisierung der Exil-KPD in Schweden. In der DDR wurde er Professor für finnisch-ugrische Sprachen an der Ostberliner Universität, Chef der „Gesellschaft für Deutsch-sowjetische Freundschaft“ in Ostberlin und Vizepräsident der DDR-Akademie der Wissenschaften. Von 1954 bis 1958 gehörte er dem SED-ZK an. Er erhielt den „Nationalpreis“.

Jeanne Stern –1907– Bedous, Südfrankreich. In Frankreich wurde sie KPF-Mitglied, im Spanischen Bürgerkrieg war sie propagandistisch für die Stalinisierung der Iberischen Halbinsel tätig. Im Zweiten Weltkrieg wiegelte sie die mexikanische Öffentlichkeit gegen Deutschland auf. 1947 tauchte sie in der Sowjetzone Deutschlands auf. Sie lehrte französische Literatur und avancierte zum Präsidiumsmitglied des Pen-Zentrums der DDR. Sie erhielt den DDR-„Nationalpreis“ und den „Vaterländischen Verdienstorden in Gold“.

Kurt Stern –1907 in Berlin. 1927 trat er der KPD bei, 1930 wurde er Reichsleiter der stalinistischen „Kommunistischen Studentenfraktion“. Im Spanischen Bürgerkrieg war er Politkommissar der XI. Internationalen Brigade. In der DDR avancierte er zum führenden Funktionär des „Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“, zum Vorstandsmitglied des Schriftstellerverbandes und zum Präsidiumsmitglied der Deutsch-Französischen Gesellschaft. Er erhielt den „Nationalpreis“, den „Weltfriedenspreis“, den „Vaterländischen Verdienstorden“. Mit seiner Frau schuf er u. a. Drehbücher für SED-Propagandafilme.

Leo Stern –1901 im galizischen Woloka. 1921 schloß er sich der KPÖ an, 1934 in Österreich interniert; anschließend ging er in Stalins Reich, kämpfte als Rotbrigadist in Spanien, 1940 wurde er Professor der Moskauer Lomonossow-Universität. Ab 1942 war er für die bolschewistische Umerziehung deutscher Kriegsgefangener zuständig; 1950 ging er in die stalinisierte DDR. Dort wurde er Ordinarius für Neuere Geschichte sowie Rektor an der Luther-Universität Halle-Wittenberg, hochrangiger SED-Funktionär, Direktor der Forschungsstelle für Geschichte und Vorsitzender der DDR-Sektion der „Gemeinsamen Historikerkommission DDR-UdSSR“. Er wurde mit sämtlichen hohen Orden des SED-Regimes dekoriert.

Viktor Stern –1885 in Mähren. Chefideologe des Kommunismus in Mitteldeutschland, Leiter des Lehrstuhls für „Dialektischen und Historischen Materialismus“ an der SED-Parteihochschule „Karl-Marx“.

1918 trat er der KPÖ, 1920 der KPD bei, in den 20er Jahren war er zudem Politbüro-Mitglied der KP in der Tschechoslowakei. In den 30er Jahren lehrte er an Komintern-Schulen in Moskau. Während des Krieges fungierte ausgerechnet er als Chefredakteur des „Christlichen Senders Moskau“, der christlich motivierte deutsche Soldaten zu Fahnenflucht und Sabotage aufrief. Außerdem war er Mitarbeiter des „Sudetendeutschen Freiheitssenders“. Ab 1946 wirkte Stern in Ostberlin, um dort die ideolologischen Weichen zu stellen. Sein Hauptwerk hieß „Stalin als Philosoph“. Sein Bruder war führender KP-Politiker in der Tschechei, Immanuel Stern.

Wolf Stern – 1898 in Woloka/Galizien, Bruder der bolschewistischen Offiziere und Aktivisten Leo und Manfred Stern. Er schloß sich der KPÖ an, kam 1936 nach Spanien, um als Rotgardist zu kämpfen, danach ging er nach Moskau, wo er Offizier der Roten Armee wurde. Im Zweiten Weltkrieg rief er als Propagandist des sogenannten Nationalkomitees Freies Deutschland die Wehrmachtssoldaten zu Fahnenflucht und Sabotage auf. In der DDR brachte er es zum Oberst der Nationalen Volksarmee und zum Chef des Instituts für Deutsche Militärgeschichte. Er publizierte Bücher zur Verherrlichung der Roten Armee. Er wurde von Stalin und Ulbricht mit zahlreichen Orden dekoriert.

Josef Streit – 1911 im böhmischen Friedrichswalde – war von 1962 bis 1981 Generalstaatsanwalt der DDR. Als Oberster Ankläger und Chef sämtlicher Staatsanwaltschaften saß er in einer Schlüsselstellung des kommunistischen Regimes. Das politische DDR-Strafrecht wurde im wesentlichen von ihm geformt: Er lieferte auch „Beweismaterial“ zur Verurteilung deutscher Kriegsverbrecher in den Westen. Als er 1987 in Ostberlin gestorben war, würdigte ihn das „Neue Deutschland“ als „konsequenten demokratischen Erneuerer der Justiz“, während die „Deutsche National-Zeitung“ ihn „Einpeitscher einer zutiefst verbrecherischen Justiz“ nannte. Streit hatte sich 1925 der tschechischen KP-Jugend, 1930 der KPC angeschlossen. Die Kriegszeit überstand er in den Lagern Dachau und Mauthausen. Nach einem „Volksrichter-Lehrgang“ begann seine DDR-Karriere. Bevor er oberster DDR-Ankläger wurde, war er ab 1953 Leiter der Rechtsabteilung beim ZK der SED.

Heinrich Toeplitz –1914, Berlin; promovierte 1937 in Breslau zum Doktor der Rechte und wurde im Zweiten Weltkrieg wegen seiner jüdischen Herkunft nicht an die Front geschickt, sondern zum Einsatz bei der Organisation Todt herangezogen. In der DDR stieg er in das Präsidium der gleichgeschalteten CDU auf. Bis 1960 war er Staatssekretär im DDR-Justizministerium. Danach amtierte er bis 1988 als Nachfolger des einstigen nationalsozialistischen Kriegsgerichtsrates Kurt Schumann als Präsident des Obersten Gerichtes der DDR. Damit war er ein „Hauptverantwortlicher des Justizterrors.“ Zudem wirkte Toeplitz von 1954 bis 1986 als Mitglied des Verfassungs- und Rechtsausschusses der Volkskammer, ab 1962 als Präsident der DDR-Juristenvereinigung, ab 1971 als Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft“, ab 1975 als Vizepräsident der „Liga für Völkerfreundschaft“ und ab 1953 als Präsidiumsmitglied des „Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer“. Seine Frau Ruth war Mitglied im Vorstand des „Demokratischen Frauenbundes“ der DDR.

Ruth Werner (Ursula Kuczynski) – 1907 – Berlin. Schon als 17jährige wurde sie in der KPD aktiv. In den 30er und 40er Jahren war sie als Agentin Stalins in China, Polen. der Schweiz und England tätig. Als Oberst der Roten Armee kam sie 1950 in die DDR. Dort wurde sie Abteilungsleiterin im „Amt für Information“ und in der „Kammer für Außenhandel“, zwei Schaltstellen der Spionage. Dann verlegte sie sich auf Schriftstellerei. Sie wurde von Moskau mit dem Rotbannerorden, von den SED-Machthabern mit dem „Nationalpreis“ und dem Karl-Marx-Orden dekoriert. 1989 berief Gysi sie zusammen mit ihrem Bruder, dem langjährigen DDR-Chefökonomen Jürgen Kuczynski, in den PDS-„Ältestenrat“.

Paul Wiens – 1922 in Königsberg. In der DDR wurde er SED-Genosse. Von 1963 bis 1969 amtierte er als Vorsitzender des Schriftstellerverbandes in Ostberlin, von 1977 bis zu seinem Tode 1982 als Vizepräsident des DDR-Kulturbundes. 1982 wurde er zusätzlich Chefredakteur der SED-Literaturzeitschrift „Sinn und Form“. Wiens verfaßte in den fünfziger Jahren Hymnen auf Stalin. 1961 schrieb er das Drehbuch zum Film „Und deine Liebe auch“, der 1962 uraufgeführt wurde und den Bau der Berliner Mauer verherrlicht. Er wurde u. a. mit dem „Vaterländischen Verdienstorden“ und dem Heinrich-Heine-Preis dekoriert.

Joseph Winternitz –1896– London. Er ist einer der Chefideologen von KPD und SED. In den 20er Jahren leitete er die Agitprop-Abteilung des ZK der KPD. 1934 ging er nach Prag zurück. 1939 ging er nach England. Er spielte eine Hauptrolle im Machtkampf in der Exil-KPD und verhalf Ulbricht zum Durchbruch. 1948 kam Winternitz nach Ostberlin, um die Stalinisierung Mitteldeutschlands zu überwachen. „Von Stalin lernen“ lautete die von ihm ausgegebene Parole. Er wurde Chef des Ostberliner Marx-Engels-Institutes. Aufgrund interner Auseinandersetzungen ging er 1951 zu seiner in England lebenden Familie zurück. Das ZK der SED widmete ihm, als er ein Jahr später in London gestorben war, einen ehrenden Nachruf mit der Einschränkung, daß er „von gewissen Schwankungen nicht ganz frei“ gewesen sei.

Friedrich Wolf –1888 Neuwied–, kommunistischer Literat, Vater das langjährigen Stasi-Chefs Markus Wolf und des DDR-Kulturbundpräsidenten Konrad Wolf. Er desertierte 1918 als Soldat und wurde roter Soldatensowjet in Dresden, wo er als Führer der militanten kommunistischen „Proletarischen Hundertschaft“ auftrat. 1928 wurde er, inzwischen als Arzt in Stuttgart tätig, Mitglied der stalinistischen KPD. Vor allem engagierte er sich in der Bewegung gegen den § 218. 1933 verließ er Deutschland und ging in Stalins Reich. 1934 wurde in Warschau sein Antifa-Hauptwerk „Mamlock“ uraufgeführt. 1939 wurde er bei einer Propagandatour in Frankreich interniert, 1941 aufgrund des Hitler-Stalin-Paktes in die Sowjetuniom entlassen. Er wurde Sowjetbürger und begründete das „Nationalkomitee Freies Deutschland“ mit. Nach Kriegsende tauchte er in der SBZ auf. Er übernahm die Führung des „Bundes deutscher Volksbühnen“. 1950/51 wirkte er als erster DDR-Botschafter in Polen. Friedrich Wolf erhielt von Ulbricht sämtliche hohen Orden des DDR-Regimes, darunter zweimal den „Nationalpreis“.

Hanna Wolf –1908, Berlin– schloß sich schon als 14jährige der kommunistischen Bewegung an. 1933 emigrierte sie in die SU. Dort leitete sie „antifaschistische“ Lehrgänge für deutsche Kriegsgefangene in Krasnogorsk. In der DDR avancierte sie u. a. zur Direktorin der SED-Parteihochschule „Karl Marx“, zum SED-ZK-Mitglied, zur Schriftleiterin des Ideologieblattes „Einheit“, zum Präsidiumsmitglied der „Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse“ und zur Professorin der Karl-Marx-Universität Leipzig. Sie erhielt zweimal die höchste SED-Auszeichnung, den „Karl-Marx-Orden“.

Konrad Wolf –1925, Hechingen– Sohn des Friedrich Wolf, Bruder des Stasi-Chefs Markus Wolf. In der SU Darsteller in bolschewistischen Propagandafilmen und Offizier in der Roten Armee. Als solcher kam er 1945 nach Berlin. Als sowjetischer Kontrolloffizier in Sachsen-Anhalt hatte er maßgeblichen Anteil an der erbarmungslosen Stalinisierung Mitteldeutschlands. In den 50er Jahren avancierte er, nach Ausbildung an der Moskauer Filmhochschule, zum wichtigsten DDR-Regisseur. Von 1965 bis zu seinem Tode 1982 in Ostberlin war er Präsident der DDR-Akademie der Künste. 1981 rückte er ins SED-Zentralkomitee auf. Bei dieser Gelegenheit verkündete er: „Nur die Macht der Arbeiterklasse und ihrer Partei, der SED, gewährleistet die Freiheit des Volkes zur Gestaltung menschenwürdiger Lebensbedingungen für alle Bürger und die Freiheit der Persönlichkeit.“

Markus Wolf –1923, Hechingen– Sohn des Literaten Friedrich Wolf. Im Zweiten Weltkrieg begann seine Agentenlaufbahn. U. a. wirkte er in Stalins Auftrag in Fernost und hatte Kontakte zum Landesverräter Richard Sorge. 1945 kam Wolf als sowjetischer Staatsbürger im Troß der Roten Armee nach Berlin. Dort war er als sowjetischer Kontrolloffizier an der Stalinisierung beteiligt.

Im Auftrage Stalins wohnte er dem sogenannten Kriegsverbrecherprozeß in Nürnberg bei. Ab Anfang der 50er Jahre hatte er entscheidenden Anteil am Aufbau des Stasi-Terrorsystems. Von 1958 bis 1987 amtierte er, zuletzt im Range eines Generaloberst, als Leiter der Hauptverwaltung „Aufklärung“ (Spionage) im Ministerium für Staatssicherheit und als Stellvertreter des Stasi-Ministers Erich Mielke.

Ausgerechnet er wirft dem deutschen Volk in seinem Buch „Die Troika“ vor, sich nach 1945 nicht klar genug zur „Schuld“ bekannt zu haben.

Als 1989 die Wiedervereinigung zwischen Bundesrepublik und DDR bevorstand, wandte sich Wolf gegen die „Wiedervereinigungsoperette“ und warnte vor „großdeutschen Träumereien“.

Max Zimmering –1909, Dresden– SED-Mitglied und in Dresden SED-Abgeordneter, Direktor des DDR-Literaturinstituts „J. R. Becher“, 1963 Kandidat des ZK, zeitweise fungierte er als Erster Sekretär des DDR-Schriftstellerverbandes. Mit DDR-Orden hochdekoriert.

Nachwort

Und was nun, Herr Professor Wolffsohn – angesichts dieser aufgeführten Namen (wobei kein Anspruch auf Vollständigkeit dieser Liste erhoben wird) – jener, die das zunächst antifaschistisch-demokratische, später sozialistische System der DDR an wesentlicher Stelle mitgeprägt, wenn nicht gar nachhaltig gestaltet hatten?!

Also: Unter uns, Herr Professor – für einen antifaschistisch Geschulten (wie mich) – ist Ihr Referat in Sachsen vor sorgfältig ausgesuchten „Sachsen“ fürwahr eine Art Meisterleistung in Sachen Indoktrination, Desinformation, Unterstellung, Unterlassung, Verunglimpfung, Verunsicherung, Irreführung, Halbwahrheit und Schuldzuweisung; eo ipso – würde Karl Marx dozieren –, es ist ein Schulbeispiel antifaschistischen Stils wie antifaschistischer Methode, an der die Erfinder der Totschlagvokabel und Totschlagmethode „Antifaschismus“: Stalin, Kalinin, Kaganowitsch und Konsorten ihre helle Freude hätten.

Übrigens, so sorgfältig „vorsortiert“ wie Ihre Zuhörer waren, die künftigen Multiplizierer wie Manipulierer, gab es am Ende Ihres Vortrages im Saal natürlich nicht den mindesten Hauch eines Widerspruchs (wo doch wirklich ein Aufschrei vonnöten gewesen wäre).

Wo sollte er auch herkommen?

Sie hatten ja ausschließlich, wie schon erwähnt, vor „Ausgewählten“ referiert, die jahrzehntelang antifaschistischer Gehirnwäsche unterworfen und so zu „bekennenden Antifaschisten“ mutiert waren.

Als sich über den Häuptern der vor Ihren Füßen Sitzenden der Hintersinn der Litanei „Haltet den Dieb“ niedersenkte... unter Ziehung aller zynischen Register aus „Verfolgern Verfolgte wurden“ – wie ehedem aus jenem Saulus ein Paulus –, befand sich unter diesen, denen Sie einen neuen „Wunderglauben“ aufnötigten, wohl keiner, der noch vor kurzem „Wir sind das Volk!“ inbrünstig gerufen hatte.

„So stehe ich hier, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, amen“, würde mein enger Landsmann Luther sagen.

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RECHT


Der Freispruch im Ettlinger Pfadfinderprozeß und seine Folgen

Quelle: Vierteljahresheft „Kuckuck“ 15/16 - 1997 – H. Schaber

Am 7. Mai 1997 endete nach viertägiger Verhandlung vor dem Ettlinger Amtsgericht der Prozeß gegen den früheren Vorsitzenden des Pfadfinderbundes Süd, Dieter Scholtz, mit einem Freispruch.

Dem 57jährigen Lehrer war, begleitet von einer sich über zwei Jahre hinziehenden schamlosen Medienkampagne unter Führung der regionalen Presse, von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe zur Last gelegt worden, im Februar 1992 bei einem Treffen der Pfadfinderführung in Langensteinbach „den Massenmord an den Juden geleugnet und sich dabei auf den pseudowissenschaftlichen Leuchter-Report berufen“ zu haben. Außerdem soll der Beschuldigte im Januar 1994 bei einem Pfadfinderreferententreffen die Ansicht geäußert haben, mit dem Begriff „Endlösung der Judenfrage“ sei nicht die planmäßige Vernichtung des jüdischen Volkes, sondern seine Aussiedlung gemeint gewesen. Verwiesen habe er dabei auf ein Gutachten über das sogenannte „Wannseeprotokoll“.

Die Staatsanwaltschaften Karlsruhe und Mosbach führten zwei Jahre lang einen regelrechten Ermittlungsfeldzug, der sich gegen den gesamten Pfadfinderbund Süd richtete und in dessen Verlauf Dutzende von Wohnungen von Sonderkommandos der Kriminalpolizei in stundenlangen Einsätzen, die im Morgengrauen begannen und unter empörenden Rechtswidrigkeiten abliefen, durchsucht worden waren.

Dabei wurden beschlagnahmte Arbeitsunterlagen der Pfadfinder später völlig durcheinander und vielfach unvollständig zurückgegeben, wobei auch Schriftstücke Betroffener achtlos den Akten anderer zugefügt worden waren.

In durch lange Wartezeiten erkennbar vorsätzlich zermürbenden Polizeiverhören mußten über 70 (!) der oft noch unter zwanzigjährigen Pfadfinder auf Suggestivfragen antworten, die im Unterschied zu den Antworten der Verhörten nicht ins Verhörprotokoll diktiert wurden und dort hinterher in dann unverfänglicher Form wieder auftauchten. Wie es die Kripo-Vernehmer darauf anlegten, die jungen Leute hereinzulegen, zeigt sich am Verhörprotokoll eines 19jährigen, worin festgehalten wurde, ihm sei während des Treffens von 1992 eine „Kopie des Leuchter-Report ausgehändigt“ worden, was der vor Gericht als Zeuge vernommene Pfadfinder jetzt aber mit Nachdruck als unwahr zurückwies. Soweit die derart drangsalierten Pfadfinder in einem Arbeitsverhältnis standen, schreckten die kriminalpolizeilichen Ermittler auch nicht davor zurück, sich mit Fragen an deren Arbeitgeber zu wenden! Kopien des Leuchter-Report, von denen sich zunächst offenbar zwei oder drei Exemplare unter beschlagnahmten privaten Unterlagen befunden hatten, vermehrten sich im Zuge der Ermittlungen dann wundersam auf über zehn Kopien, deren Herkunft auch vor Gericht unklar blieb. Seine Krönung fand dieser unglaubliche und in seinen skandalösen Vorgängen noch längst nicht aufgearbeitete Psychoterror aber schließlich im eigentlichen Vorfeld dieses Ettlinger Prozesses, für den Dieter Scholtz als einziger Angeschuldigter übrig geblieben war, auf den sich nun konzentriert und unverhüllt im Stile eines unter totalitären Verhältnissen vorbereiteten Schauprozesses eine ebenso heimtückische wie ehrverletzende Berichterstattung der regionalen Presse unter Führung der in Karlsruhe erscheinenden „Badischen Neuesten Nachrichten“ zu richten begann.

Vier Wochen (!) vor Prozeßbeginn kündeten die „BNN“ unter Berufung auf „eine Mitteilung des Direktors des Ettlinger Amtsgerichts“ dessen Datum und genaue Uhrzeit an, nannten sodann neben dem Namen des angeklagten mutmaßlichen „Auschwitzleugners“ auch gleich erneut dessen Wohnort, damit jeder gewaltbereite „Antifaschist“ im Telefonbuch seine Adresse nachschlagen konnte, und vergaßen neben den „Tatvorwürfen“ auch nicht auf den zu erwartenden Strafrahmen im Falle einer Verurteilung hinzuweisen, mit „Freiheitsentzug bis zu fünf Jahren“.

Die politisch-totalitäre Direktive hinter solch hochnotpeinlicher „Berichterstattung“ ist unverkennbar die, unter der Bevölkerung, deren Linientreue die etablierten ideologischen Einpeitscher längst nicht mehr so recht trauen, zunehmend lähmende Angst zu verbreiten nach dem Motto, wer den obrigkeitlichen Sichtweisen nicht mehr glauben will, möge sich hüten, seinen Unglauben zu äußern, wenn er nicht Gefahr laufen will, in der gleichen Weise medial angeprangert und von der Justiz verfolgt zu werden.

Nach diesem Einschüchterungskalkül sollte dann auch dieser Ettlinger Prozeß ablaufen mit der sich über mehrere Tage erstreckenden Vernehmung von über dreißig Pfadfinder-Zeugen, deren zu erwartende Aussagen dem Gericht von deren Polizeivernehmungen her im voraus schon aufs Wort bekannt waren. Dazu ein Angeklagter, dem als beamtetem Lehrer nur eine einzige „Prozeßstrategie“ blieb, die für das Gericht exakt berechenbar war, und dem ein Verteidiger zur Seite stand, der von Stuttgart mit einem geradezu obszönen amerikanischen Straßenkreuzer angereist kam und in seinem Auftreten mit Goldrandbrille und betonter Eleganz nicht den geringsten Zweifel am „allgemein offenkundigen“ Wahrheitswert strafrechtlich geschützter Geschichtslehren aufkommen ließ.

So hätte der unverkennbar von langer Hand vorbereiteten Regie dieses Gerichts mit einem stets zuvorkommend und aufgeräumt wirkenden Richter, der den Eindruck eines jugendlich-pfiffigen Studienrats machte, und einem eher blutarm wirkenden und zeitweilig nervös zuckenden Staatsanwalt eigentlich nichts Unvorhergesehenes begegnen können. Denn auch das „Volk“ hielt sich erwartungsgemäß fern, und die vierzig Zuschauerplätze füllten sich besonders am ersten und letzten Verhandlungstage zur Hälfte mit Pfadfindern und deren Freunden sowie mit Medienleuten und sonstigen berufsmäßigen „Antifaschisten“.

Doch die wie Hyänen lauernden Bildreporter hatten während dieses ganzen Verfahrens ausgesprochen schlechte Karten. Schirmten doch, wann immer dies nötig wurde, ein gutes Dutzend Pfadfinder ihren angeklagten Gefährten mit mit dem Wort COGITO (ich denke) bedruckten Schirmen gegen deren aggressive Zudringlichkeiten ab.

Am 2. Prozeßtag verteilte ein Besucher(3) unmittelbar vor Verhandlungsbeginn ein mitgebrachtes Schriftstück auf die noch leeren Plätze von Richter, Staatsanwalt und Verteidiger und bot dieses „Memorandum“ mit lauter Stimme auch den Zuschauern an, so daß der Gerichtsdirektor persönlich, sein Adlatus und der Gerichtsdiener nach den ersten Schrecksekunden alle Mühe hatten, die herumliegenden Papiere wieder einzusammeln und den „Unbotmäßigen“ zu zügeln.

Weiter geschah nichts Störendes. Am Nachmittag des vierten Tages hielt der Staatsanwalt sein Plädoyer, bei dem vor allem die falsche Gestik auffiel, die erkennbar nicht zu seinen Worten paßte. Darin verwies dieser Ankläger unermüdlich darauf, daß „Qualität durchaus vor Quantität gehen“ könne und deshalb die beiden ausgeschiedenen Pfadfinder, die den Angeklagten mit dem Vorwurf, die „Auschwitzlüge“ verbreitet zu haben, belastet hatten, in seinen Augen Glauben verdienten, nicht aber die dreißig übrigen Zeugen, die von ihrem früheren Bundesvorsitzenden solche „menschenverachtenden Äußerungen“ nicht gehört haben wollten. Gleichwohl plädierte er aber dann doch auf Freispruch, da mit letzter Sicherheit eine Schuld leider nicht zu beweisen sei.

Der Verteidiger, umgekehrt, bezeichnete in seinem Plädoyer die dreißig Entlastungszeugen für glaubwürdiger und schloß sich elegant dem Plädoyer des Staatsanwalts auf Freispruch an. Und nach schicklicher Pause verkündete dann der Richter sein Urteil, das auf Freispruch und Übernahme aller Kosten durch die Staatskasse lautete. In seiner Begründung versäumte er es allerdings nicht, darauf hinzuweisen, daß er nach der Regel „im Zweifel für den Angeklagten“ entschieden habe und der Verdacht auf eine strafbare Meinungsäußerung nach wie vor bestehen bleibe. Nachdem der Richter dann mit der Frage geendet hatte, ob noch jemand etwas zu sagen wünsche, womit er aber natürlich keinen der Prozeßbesucher meinte, erhob sich dennoch aus deren Reihen jener Unbotmäßige, der zwei Tage zuvor sein Prozeßmemorandum verteilt hatte, und rief laut, daß selbst die Bildreporter, die schon auf den eben Freigesprochenen eindringen wollten, überrascht innehielten, zum Richtertisch gewandt: „Dieses Urteil erscheint zwar als Sieg für den Angeklagten, aber es ist ein gezielter Tiefschlag. Dieses Verfahren insgesamt war ein gezielter Tiefschlag, sorgfältig geplant und ausgeführt!“

Während diese Worte nachhallten und Richter, Staatsanwalt und Verteidiger betreten schwiegen, verließ dieser Besucher, offensichtlich im Bewußtsein, ein lange als narrensicher geltendes Unterdrückungssystem von Justiz, Medien und Politik unüberhörbar gebrandmarkt zu haben, als Erster den Gerichtssaal.

Dieser Ettlinger Pfadfinderprozeß, der ein Schauprozeß mit allen Merkmalen eines Hexenprozesses war, könnte jetzt tatsächlich der allerletzte Unterdrückungsprozeß dieser Art in Deutschland gewesen sein.

Denn zwei Wochen zuvor, das hatte sich wegen des verschworenen und verräterischen Schweigens der allermeisten Medien bis dahin noch gar nicht herumgesprochen, war am 23. April 1997 vom Landgericht Amberg erstmals letztinstanzlich ein Beschuldigter freigesprochen worden, der in Briefen an den Bundespräsidenten sowie an 220 Mitglieder des Bundesrates „die Ermordung der Juden in den Gaskammern von Auschwitz“ bestritten und die Untersuchung dieser angeblichen Gaskammern durch ein unabhängiges wissenschaftliches Gremium gefordert hatte. Die Anklage gegen diesen „Auschwitzleugner“ hatte sich über mehrere Instanzen hingezogen, bis dann der Strafverteidiger vor diesem oberpfälzischen Gericht den Antrag stellte, „daß die Massenvergasung nicht als historische Tatsache hingenommen werden“ könne, weshalb auch ein Bestreiten solch zweifelhafter Darstellungen zulässig und ein daraus hergeleiteter Vorwurf „der Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener“ „lächerlich“ sei.

Daraufhin verkündete der Richter, der zweifellos in die Rechtsgeschichte eingehen wird, sein Urteil mit Freispruch und verwies in seiner Begründung darauf, daß sich die Strafbarkeit nur dann herleiten lasse, wenn jemand die Ermordung von Juden unter dem Nationalsozialismus leugne, nicht aber, wenn an eine bestimmte Tötungsart wie die in Gaskammern nicht geglaubt wird.

Hätten die sonst so vorlauten Medien ordnungsgemäß über diesen Freispruch berichtet, wie es ihrem Auftrag in einer demokratischen Gesellschaft entsprechen müßte, dann hätte dieser Ettlinger Gesinnungsprozeß, der genau diesen Gaskammerglauben zum Inhalt hatte und der einen Tag nach diesem denkwürdigen Freispruch seinen Anfang nahm, schon gar nicht mehr stattfinden können. Schon von daher war dieses Verfahren ein Unrecht und wird für seine Urheber im weitesten Sinne trotz schlauem Freispruch jetzt ungeahnte Folgen haben.

Tageszeitung Junge Welt

Über den Prozeß erschien in der Zeitung „Die Tageszeitung junge Welt“, Am Treptower Park 28-30, 12435 Berlin, ein kurzer Bericht von Friedrich Geiger. Er hatte folgenden Wortlaut:

Freispruch für Leugner von Auschwitz

Richter: BVerfG hat Ehrkonflikt abgeschafft

Das Landgericht Amberg hat am 23. April einen Auschwitzleugner freigesprochen. Der Vorsitzende Richter Wolfgang Schmalzbauer begründete den Freispruch mit der »vollkommenen Abschaffung des Ehrkonflikts« durch das Bundesverfassungsgericht.

Der Angeklagte hatte an Bundespräsident Roman Herzog sowie 220 Mitglieder des Bundesrates einen Brief verschickt, in dem er die Ermordung der Juden in den Gaskammern anzweifelte. Der 65jähri-ge forderte, die Konzentrationslager durch ein wissenschaftliches Gremium »ohne Juden und Freimaurer« erneut zu untersuchen, und schrieb von »Greuelstories von Feinden unseres Volkes«. Der Rentner ordnet sich selbst nicht der radikalen Rechten zu.

Die Anklage des Verunglimpfens des Andenkens Verstorbener ging durch mehrere Instanzen. Bei dem Verfahren vor der vierten Strafkammer des oberpfälzischen Gerichts stellte der Strafverteidiger Johannes Pauli den Antrag, »daß die Massenvergasung nicht als historische Tatsache hingenommen werden könne«. Den Vorwurf der Verunglimpfung bezeichnete er als »lächerlich«.

Schmalzbauer betonte bei der Urteilsverkündigung, daß das Lügen sich nicht auf das Ermorden an sich beziehe, sondern auf die Anzahl der Opfer. Er begründete sein Urteil damit, daß das Bundesverfassungsgericht den Ehrkonflikt quasi vollkommen abgeschafft habe, da zum Beispiel auch die Aussage »Soldaten sind Mörder« straffrei bleibe.

Friedrich Geiger“

Am 13. 6. 97 wurde dieser Bericht der Zeitschrift „Kuckuck“ übersandt und mitgeteilt, daß Herr Geiger nicht mehr in der Redaktion tätig, da nur Praktikant gewesen sei.

Offensichtlich wurde Geiger postwendend entlassen; denn wer läßt einen solchen Beitrag eigenverantwortlich von einem Praktikanten schreiben und veröffentlichen?

Anmerkung:

Der Freispruch „für einen Leugner von Auschwitz“ durch das Amberger Landgericht hat Präzedenzbedeutung.

Das heißt, daß nach diesem letztinstanzlichen Freispruch niemand, der seinen Unglauben über „Gaskammern“ von Auschwitz äußert, künftig noch – wie in der Vergangenheit geschehen – wegen „Verunglimpfung“ bzw. „Beleidigung“ gerichtlich verfolgt werden darf, es sei denn, es lägen im Zusammenhang damit wirklich beleidigende Äußerungen vor.

Weil dieser Amberger Freispruch klargestellt hat, daß in Deutschland „die Massenvergasung“ keineswegs als historische Tatsache hingenommen werden muß, sondern jederzeit infrage gestellt werden darf, haben die zeitgeschichtlichen Tabuzwängen unterworfenen Medien dieses Präzedenzurteil nahezu einmütig der Öffentlichkeit vorenthalten.

Der „Junge Welt“-Mitarbeiter Friedrich Geiger, der mit seinem Bericht vom 29. 4. 1997 gegen diese Verschwörung des Schweigens verstoßen hat, war kurz darauf – vermutlich nach Intervention einer einflußreichen Stelle – nicht mehr bei der „Jungen Welt“ tätig.

Hätte der Anwalt des in Ettlingen angeklagten Pfadfinders rechtzeitig von diesem Präzedenzurteil erfahren, so hätte er sofort den Prozeß platzen lassen und seinem Mandanten den ehrenrührigen Freispruch „in dubio pro reo“ ersparen können.

Solchen Präzedenzfällen ist es eigen, daß auf sie rechtswirksam nur Bezug genommen werden kann, wenn sie inhaltlich und mit ihrem Aktenzeichen bekannt sind.

Darum die Aufforderung an jeden verantwortungsbewußten Anwalt, der als Rechtsbeistand in ähnlichen Gesinnungsverfahren tätig ist, sich bei der Justizpressestelle beim Oberlandesgericht Nürnberg, Fürther Straße 110, die auch für das Amberger Landgericht zuständig ist, um dieses Urteil vom 23. 4. 1997 und um dessen Aktenzeichen zu bemühen.

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© 1998 VGP e.V.


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