Deutschland
Schrift für neue Ordnung


INHALTSVERZEICHNIS 3/4-2000

VOLK-NATION-EINHEIT

Wessen Präsidend ist Johannes Rau?

1

Hintergründe zum Absturz der CDU

6

DEUTSCHE AUSSERHALB IHRER GRENZEN

 

Rußlanddeutsche nach dem Zweiten Weltkrieg

10

ZEITGESCHEHEN

 

Deutschland - schuld am II.Weltkrieg?

12

Anti-Wehrmachtsausstellung Teil XV

22

Offener Brief an Goldhagen

26

KULTUR

 

Die Stellung der Frau in der heutigen Zeit

43

RECHT

 

Walendy: Liebe Leute "im freien Teil Deutschlands"

47

Kein Rechtsstaat, aber Paradies der Kriminellen

53

Der Fluch der Lüge

64

Schikanen gegen Horst Mahler

67

WIRTSCHAFT

 

Vom heutigen Kolonialismus

68

IN EIGENER SACHE

71

LESERBRIEFE

72

BÜCHER

74


Deutschland 3/4 - 2000

VOLK - NATION - EINHEIT

Millionen für Mahnmahl

Berlin - Bundespräsident Johannes Rau (69, SPD) hat angeregt, einen Teil der 41-Millionen-Mark-Strafe der CDU für den Bau des Berliner Holocaust-Mahnmals zu verwenden ("Welt").

Wessen Präsident ist Johannes Rau?

M. Richter

Es stand in der Zeitung: Mindestens 500 000 deutsche Kinder haben kein gesichertes Zuhause. Mindestens 500 000 deutschen Kindern fehlen liebevolle Eltern, müssen ohne Schutz und Geborgenheit einer stabilen Familie ihr Leben fristen. Die Fürsorge des Staates geht fast immer an ihnen vorbei. Viele von ihnen "leben" auf unseren Straßen. Ihr Schicksal heißt Obdachlosigkeit, Drogen, Prostitution, Kriminalität und Verkommenheit.

Es kam durchs Fernsehen: Mindestens 500 000 deutsche Kinder sind Trinker, alkoholkrank, süchtig, viele schon mit 7, 8 und 9 Jahren. Ihr Schicksal heißt Siechtum, Verwahrlosung, Arbeitslosigkeit. Der Staat? Sieht offensichtlich weg.

Es sickert durch alle Medien: Ungezählte deutsche Kinder nehmen harte Drogen, sind süchtig, verfallen, dämmern dahin. Ihr Schicksal heißt Not, Krankheit und Tod. Staat? Richtet Fixerstuben ein! Läßt die Masse der fremdrassigen Dealer im Lande, weist sie nicht aus! Läßt Unzählige ohne Bestrafung!

Hat Johannes Rau nicht geschworen, Schaden vom Deutschen Volk fernzuhalten? Sind deutsche Kinder in Not kein Schaden für das deutsche Volk? Wäre es nicht die vornehmste Aufgabe des Bundespräsidenten dieser Republik, dafür zu sorgen, daß kein deutsches Kind in Not gerät und in Not leben muß?

Offensichtlich sieht Präsident Rau das anders. Denn hätte er ein Auge, ein Ohr und ein Herz für deutsche Kinder in Not, er hätte Berlin und die Parteien gedrängt, die 41 Millionen Mark, welche die CDU als Strafe für das Verschleiern von Parteispenden zahlen soll, bis zum letzten Pfennig dafür auszugeben, notleidende deutsche Kinder ihrem bösen Schicksal zu entreißen.

Mehr: Johannes Rau würde alle Parteien anhalten, die vielen hundert Millionen Mark, die für Wahlkämpfe ohne geistigen Gehalt verschwendet werden, wiederum bis zum letzten Pfennig dafür auszugeben, deutsche Kinder aus Elend und Not herauszuholen.

Aber nein, Johannes Rau tut etwas anderes: Er hat angeregt, die 41 Millionen CDU-Gelder für den Bau des Berliner Holocaust-Mahnmales zu verwenden. Sind Rau 2000 Betonpfeiler wichtiger als das Schicksal hunderttausender deutscher Kinder? Stellt sich der SPDist Johannes Rau nie die Frage: Gibt es schöneres, besseres und wirksameres Mahnmal als Hunderttausenden deutscher Kinder ein fröhliches Herz, ein heiteres Gemüt und eine hoffnungsvolle Zukunft durch ein Leben ohne Not zu schenken?

Fragt sich Rau nie, wie sehr ihm Hunderttausende deutsche Kinderherzen entgegenschlagen würden, wenn es ihm gelänge, die Milliarden, die das Betonmal verschlingen wird, dafür verwenden zu lassen, Hunderttausende deutsche Kinder glücklich zu machen, indem er sie der drohenden Verwahrlosung entreißt?

Mit welcher Bewunderung würde die Welt auf die Judenheit und ihr Schicksal blicken, wenn sie sich vom Bundesdeutschen Präsidenten Johannes Rau davon überzeugen ließe, statt des Milliarden verschlingenden Betonmals ein leuchtendes geistiges Mahnmal zu errichten, indem die Beton-Milliarden für die Rettung hunderttausender deutscher Kinder eingesetzt würden?

Das verriete einen Edelmut, eine Vornehmheit des Denkens und eine Menschlichkeit des Herzens, wie sie lauterer nicht sein können: Die Verfolgten retten die Kinder ihrer Verfolger! Die Welt hielte den Atem an, und die Liebe der Menschheit wäre denen gewiß, die so viel Wert darauf legen, geliebt zu werden!

Denn hat ihr Gott nicht versprochen: Den Sanftmütigen wird die Welt gehören? Großmut ist die Zwillingsschwester der Sanftheit.
Sanftmut und Großmut gemeinsam würden durch die Rettung so vieler deutscher Kinder ein Mahnmal in den Herzen der Menschen errichten, das weit wirksamer als alle Mahn- und Gedenkmale aus Stein, Eisen oder Erz überdauern wird. Um dieser sanftmütigen Großmut eine sichtbare Erinnerung zu setzen, böte sich im Herzen Berlins das Bildnis einer Mutter mit ihren Kindern, das die Inschrift tragen könnte:

"Wir Juden haben hunderttausend deutsche Kinder vor einem Schicksal bewahrt, das wir für viele unserer Schwestern und Brüder betrauern.

Aber nein, alles das tut der SPDist Johannes Rau nicht. Wann immer man seine Stimme hört, beklagt er das vergangene Schicksal der Juden und bürdet allen Deutschen, besonders den deutschen Kindern, eine Schuld auf, wie sie in keinem Rechtsstaat dieser Welt üblich ist. Weiß der SPDist Johannes Rau, der sich ob seiner christlichen Herkunft gerne "heiliger Johannes" nennen läßt, nicht, was sein geistlicher Herr und Meister, Jesus Christus, gesagt hat:

"Wer ohne Schuld ist, hebe den ersten Stein!"

Und:

"Was du dem Geringsten getan hast, das hast du mir getan!"?

Zählen deutsche Kinder nicht zu diesen Geringsten? Weiß Rau nicht, was er diesen Geringsten antut, wenn er ihre Herzen verfinstert und ihre Seelen beschwert, indem er ihnen die Achtung vor ihren Eltern und Großeltern raubt, ja unseren deutschen Kindern jede Selbstachtung nimmt, wenn er zuläßt, daß sie "Träger verbrecherischen Blutes" sind und für alle Zeiten büßen, beugen und kriechen sollen für Geschehnisse, von denen nicht einmal ihre Eltern und Großeltern Kenntnis hatten?

Weiß der fromme SPDist Rau wirklich nicht, daß er damit allen deutschen Kindern Lebensmut und Lebensfreude nimmt? Ihnen die Lebenskraft entzieht? Sie geistig ermordet? Weiß der fromme Rau nicht, daß ein nicht endender Schuldvorwurf, und sei er noch so raffiniert verpackt, sogar körperlich töten kann, letztlich sogar töten muß?

Will der SPDist Johannes Rau den Tod deutscher Kinder und damit des deutschen Volkes? Denn was lehrt sein Gott:

Du sollst Vater und Mutter ehren, damit du lange lebest auf Erden und es dir wohlergehe!

Wer Kindern die Achtung vor den eigenen Eltern und Großeltern nimmt, macht es ihnen unmöglich, Vater und Mutter zu ehren. Ehren sie aber Vater und Mutter nicht, werden sie - nach der unfehlbaren Gesetzgebung des Gottes, an den der SPDist Johannes Rau vorgibt zu glauben - kein langes Leben und kein Wohlergehen haben. Haben aber unsere deutschen Kinder kein langes Leben, kann auch das Deutsche Volk kein langes Leben haben. Es muß sterben. Und liegt es nicht schon im Sterben? Der jüdische US-Botschafter Kornblum hat das - ausgerechnet beim Karneval wider den tierischen Ernst - mit einem merkwürdigen Unterton in Aachen uns Deutschen ins Stammbuch geschrieben: Bekommt ihr Deutschen weiterhin so wenig Kinder, wird es euch in 100 Jahren nicht mehr geben. Er hatte zwar von Bayern gesprochen, aber unüberhörbar das ganze Deutsche Volk gemeint.

Wenige Kinder bekommt ein Volk immer dann, wenn man ihm Lebensmut und Lebensfreude nimmt. Und genau das tut jeder, der ein Volk nicht von Schuldvorwürfen frei hält, mehr noch jeder, der Kinderherzen mit Schuldvorwürfen vergiftet.

Ist es nicht genau das, was der SPDist Johannes Rau als Präsident dieser Republik tut, wann immer sich ihm eine Gelegenheit dazu bietet?

Damit stellt sich die Frage:

Wessen Präsident ist dieser Johannes Rau?


Dem deutschen Knaben

Sieh, das ist dein Vaterland,
lern es lieben, deutscher Knabe!
Seine Kraft, die stolze, schwand,
seine Größe ging zu Grabe;

arm und elend liegt es da,
seine Schönheit brach in Scherben.
Wer es groß und herrlich sah,
möchte sterben und verderben.

Oh, wie glänzte dieses Reich
über Länder, über Meere.
Keines war dem deutschen gleich,
keins an Mut, an Kraft und Ehre;

spät geerntet, früh gesät,
Arbeit auf den gold'nen Feldern,
hoher Dome Majestät,
Dorf und Stadt umrauscht von Wäldern.

Oh, wie haben wir's geliebt
in der Freude sel'gen Tagen.
Nun, da all sein Glück zerstiebt,
sollten wir es feig verklagen?

Nein, dem wir in stolzer Zeit
unser heißes Herz verschrieben,
tausendfach in seinem Leid -
Knabe - wollen wir es lieben.

Treue wollen schwören wir
diesem Land, das uns geboren.
Jeder Pulsschlag hämm're dir
in das Herz, was wir verloren.

Jeder Baum und jedes Blatt
heute und in künft'gen Tagen,
jedes Dorf soll - jede Stadt
der verlor'nen Brüder klagen.

Wohl noch eine lange Frist
blutet strömend Deutschlands Wunde.
Aber, der du jung noch bist -
einmal kommt für dich die Stunde.

Einst - ob spät sie kommt, ob bald -
sollst du ihrem Weckruf lauschen,
wenn im grünen Wasgenwald
braust des deutschen Frühlings Rauschen.

Vaterland, du heil'ges Land!
Lern es lieben, deutscher Knabe.
Wieder um die Felsenwand
fliegt der sagendunkle Rabe.

Lausche alter Herrlichkeit,
höre hoher Väter Taten,
rüste dich zur Erntezeit!
Säe Saaten - säe Saaten!

Paul Warncke


Hintergründe zum Absturz der CDU

und zur Demontage von Helmut Kohl

H. Drenger

Wer da glaubt, bei der "Wahl" zum schleswig-holsteinischen Landtag im Februar 2000 sei alles mit rechten Dingen zugegangen, ist politisch nicht gebildet, naiv, zumindest aber gutgläubig.

Es ist alles so abgelaufen, wie das bisher bei uns in der Bundesrepublik üblich war, das bekannte Demokratiespiel wurde gespielt, alle fühlen sich als Sieger, jeder lobt den Wähler und bedankt sich bei ihm. Politiker aller Couleur sprechen ernste Worte in die laufenden Kameras, und alle äußern sich befriedigt, daß die "rechten" und "linken" Parteien beim Wähler nicht angekommen sind. Alle sind glücklich.

Dabei wissen die Wenigsten, worum es sich wirklich handelt und wo die tatsächliche "Macht" zu finden ist.

Der Absturz der CDU ist keine Krise einer Partei, er ist der Vorbote zur Krise des ganzen Systems, dem wir seit über 50 Jahren untergeordnet sind. Es wurde damals ein Staat installiert, zu dem das deutsche Volk niemals gefragt wurde. Mit einem Kontrollratsgesetz wurde 1947 der preußische Staat verboten, und auf Geheiß der Siegermächte wurde uns eine Demokratie verpaßt, begleitet von Umerziehungsmaßnahmen, die einem 70-Millionen-Volk galten und die heute noch gelten. Man konnte dieses Volk weder "sterilisieren" noch in die Wüste schicken, wie man es geplant hatte.

Die "Lizenzparteien", CDU, SPD, FDP wurden zugelassen und treiben ihr Spiel mit uns seit damals, und wehe dem, der versucht, aus diesem System auszusteigen. Die Medien, die gleichgeschaltet sind wie nie zuvor, sorgen dafür, daß das so bleibt. Dabei sind nur 3% der Bevölkerung Mitglieder in den Parteien. Die Deutschen sind ein diszipliniertes Volk und unterwerfen sich gerne einer Ordnung, wenn es sich tatsächlich um ein "Ordnungssystem" handelt. Die laufende Skandal- und Korruptionsfälle haben gezeigt, daß man dieses Volk getäuscht hat.

Jetzt plötzlich hat es ganz massiv die CDU erwischt. Der sog. Finanzskandal ist nicht "hausgemacht", dahinter verstecken sich die wirklichen "Machthaber", die zum großen Teil in den USA sitzen. Die CDU und Helmut Kohl sind erpreßbar - wie übrigens auch alle anderen Lizenzparteien. Aber die CDU stand bei den Umfragen bei 45 bis 55% und hätte alle Wahlen spielend gewonnen, nicht zuletzt wegen dem unmöglichen Regierungsstil von Gerhard Schröder und den "Grünen".

Die Sozialdemokraten zusammen mit "Joschka" Fischer und den "Grünen" sind für die sogenannte westliche Wertegemeinschaft wahrscheinlich bequemer und auch zuverlässiger geworden als die CDU, bei der es immer noch eine ganze Reihe patriotisch denkender Menschen gibt. Es kommt dazu, daß es bei den Sozialdemokraten eine alte Tradition gibt, nach der sie sich immer wieder den "linken" Kräften bis hin zum Marxismus und Kommunismus zur Verfügung stellen, bzw. andienen.

Was zur Zeit in Deutschland geschieht, sind die Vorboten einer Zeit, in der das Fundament dieses Staates nicht mehr zu halten sein wird. Darüber wird noch viel Zeit vergehen, es wird Verluste geben, und Opfer werden gebracht werden müssen, bis so ein System sich selbst überlebt haben wird. Österreich ist dazu ein symptomatisches Beispiel, die Deutschen aber sind denjenigen, die die Eine-Welt anstreben, ein Dorn im Auge, und weil man uns nicht "vernichten" kann, "bindet man uns ein".

Deswegen gilt es jetzt, den jungen Menschen, der jungen Generation, die noch deutsch denkt, den Rücken zu stärken und ihnen die "deutsche Geschichte", wie sie "wirklich war", zu erhalten und zu bewahren. Sie sollen sich wehren können gegen die dauernden Schuldvorwürfe, mit denen man sie zwingen will, zu leben. Das ist - wie ich meine - unsere vordringlichste Aufgabe.

Packen wir's an!

Ein neues Jahr sollst Schicksal du
uns Deutschen schmieden,
in welchem Ordnung, Zucht und Redlichkeit
bestehn.

Ein Jahr, das Porno, Hasch und Gangstern
ganz entschieden
die Zähne zeigt, bevor wir
vor die Hunde gehn.


DEUTSCHE AUSSERHALB UNSERER GRENZEN


Rußlanddeutsche nach dem Zweiten Weltkrieg

Ingmar Brantsch - Das Leben der Rußlanddeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg im Spiegel ihres Schrifttums. War der weite Weg vergeblich?-

Eckartschriften-Heft 148, 107 Seiten, Karten.-. Österreichische Lanfdsmannschaft, Fuhrmannsgasse 18a A-1080 Wien

Vielseitig, spannend und ermutigend ist die Eckartschrift 148 über die am meisten gedemütigte deutsche Volksgruppe. Die Rußlanddeutschen wurden seit 1914 und besonders seit 1941 kollektiv als Staatsfeinde verdächtigt und verschleppt, entschädigungslos enteignet und jahrzehntelang diskriminiert.

Unter der Zarin Katharina der Großen, einer deutschen Prinzessin, begann Mitte des 18. Jahrhunderts der große Zuzug von hunderttausenden Menschen aus allen deutschen Landen, teils weil die russische Regierung große Freiheiten für bedrängte Angehönige religiöser Minderheiten (Wiedertäufer, Mennoniten) gewährte, teils weil sie den weiten russischen Raum mit den Kenntnissen und Fähigkeiten der Deutschen erschließen und modernisieren wollte und daher wesentliche Erleichterungen bei den Steuern und im Militärdienst versprach.

Zwar gab es auch die sprichwörtlichen potemkinschen Dörfer, vieles bewährte sich jedoch und brachte die Deutschen mit ihren russischen, ukrainischen, tatarischen oder kaukasischen Nachbarn zu überraschendem Gedeihen; 1914 lebten 2,5 Millionen Deutsche in Rußland.

Doch begannen Neid und Mißgunst vieles zu zerstören; der kollektive Vorwurf der Kommunisten an alle Deutschen, staatsfeindliche Faschisten zu sein, brachte die meisten ab 1941 um ihr Hab und Gut, um das reiche kulturelle Erbe, viele Zehntausende um ihr Leben und fast alle um die schulische Ausbildung in der deutschen Muttersprache.

Ema HUMMEL, eine der im Buch vorgestellten Schriftstellerinnen, hat dies so beschrieben:

An meine Muttersprache

Durch Dich verlor ich einst mein Vaterhaus

Erniedrigt mußt' ich in die Welt hinaus ...

Wenn ich im Staub auch Deinetwegen lag,

bliebst Du die Kraft, die neue Hoffnung gab ...

Ingmar BRANTSCH hat die Zeit vor und nach dem katastrophalen Jahr 1941 sowohl kenntnisreich wie auch sehr gut lesbar auf wenigen Seiten beschrieben. Nach einer notwendigen Einführung in die geschichtlichen Zusammenhänge werden 15 Schriftsteller mit ihrem Leben und Werk vorgestellt, wobei eine besondere Unterscheidung dabei getroffen wird, ob sie noch die deutsche Grundschule besucht haben oder nicht: Gerhard Sawatzky, Viktor Klein, Waldemar Ekkart ... usw. bis zu Ilona Walger und Waldemar Weber, dem bei uns bekanntesten Dichter.

Sie alle haben ihr Schicksal gemeistert, sind daran nicht zerbrochen, sondern haben den Lesern ihrer Volksgruppe Lebensmut gegeben. Wie sie das unter den in Mitteleuropa lange Zeit unbekannten Umständen zustande gebracht haben, kann nur bewundert werden.

Einmal mehr zeigt sich die Unterschiedlichkeit von uns Menschen, vergleicht man ihre Lebensumstände mit denen jammernder Staatskünstler und sonstiger zeitgenössischer Schreiberlinge bei uns.

Dieser zeitgeschichtlich so bedeutenden Zusammenstellung ist eine weite Verbreitung zu wünschen.

Das Schicksal der Rußlanddeutschen allein rechtfertigt dies.

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ZEITGESCHEHEN


Deutschland - schuld am II. Weltkrieg? - Teil XXI

KPdSU-Geheimakten enthüllen:

Der 9. November 1923 - Machtergreifung der Kommunisten

Über die kommunistische Revolution in Deutschland ganz Europa und die Welt erobern

Von E. Ullrich

Das Krisenjahr 1923 spitzte sich in Deutschland so zu, daß sowohl ein "Marsch auf Berlin" der 'Einheitsfront der nationalen Kräfte', eine Diktatur General von Seeckts - die in der Nacht zum 9. November schließlich Wirklichkeit wurde - sowie eine Revolution von links - der von Moskau gesteuerten Kommunisten - der vierjährigen Republik ein Ende zu bereiten schienen.

Die junge Republik vonWeimar hatte schon außergewöhnliche Belastungsproben hinter sich: die erzwungene Abdankung des Kaisers, den Revolutionsversuch von 1918/19, das Versailler Diktat, den Kapp-Putsch, die Opposition der Linken und den Ruhraufstand, den Krieg der Geheimorganisationen gegen die Republik, die Obstruktionspolitik der Siegermächte - insbesondere Frankreichs -, die Deutschland ausbeutenden Reparationen, die innenpolitische Regulierung der Kriegsfolgelasten, die von den Reichsregierungen absichtlich durchgeführte Inflation - das Opfer: der Mittelstand -, das offene deutsch-polnische Grenzproblem, das Scheitern der Erfüllungspolitik und die "Westbindung".

Aber 1923 schienen sich alle Belastungen zusammenzubrauen, als ob die Republik zerbersten sollte:

Aber wie groß war andererseits die "rote Gefahr", von der so viele bangten?

"Bis zum Sturz Cunos schätzten [die Kommunisten] die Chancen einer Revolution ziemlich gering ein und versuchten, wie schon oft seit Kriegsende, die Sozialdemokraten und Gewerkschaften zu einem Zusammenschluß in einer "Arbeiterregierung" zu bewegen."2)

Jedoch zeitigte der passive Widerstand im Ruhrgebiet auch auf Seiten der Kommunisten eigenartige Wirkung. "Auf der Suche nach Verbündeten tönte der KP-Spitzenfunktionär Hermann Remmele vor 8000 Zuhörern, er ziehe ein Bündnis mit den Nazis der Einheitsfront mit den Sozialdemokraten vor - das mußte dem Genossen Josef Stalin in Moskau gefallen, der ähnlich dachte."3)

Sogar Karl Radek - Deutschlandexperte des Moskauer Politbüros - feierte Albert Leo Schlageter, einen von den Franzosen im Mai 1923 füsilierten Partisanen von 'rechts außen': "Der mutige Soldat der Konterrevolution verdient es, von uns, den Soldaten der Revolution, aufrichtig verehrt zu werden".4)

"Als das Fieber der Inflation stieg und die Not zunahm, schienen sich gute Gelegenheiten für den Umsturz zu bieten. Hungerunruhen, Streiks an vielen Orten der Reiches ließen vermuten, daß sich die Stimmung der Arbeiterschaft revolutionärer Erregung näherte. Besonders günstig war, daß in Sachsen und Thüringen unter den Ministerpräsidenten Erich Zeigner und August Frölich reine SPD-Regierungen mit starker Linkstendenz bestanden, die an einem starken Arbeiterblock mit Einschluß der KPD die nationale Gegenrevolution zerschellen lassen wollten.

Die Entscheidung über das Vorgehen der KPD wurde in Moskau getroffen."5)

Die entscheidende Politbüro-Sitzung fand im ZK-Haus in der Wosdivischenka-Straße und nicht wie üblicherweise im Kreml statt. Die Politbüro-Tagung am 4. Oktober 1923 lief in üblicher Geschäftsmäßigkeit ab.

"Genosse Grigorij Sinowjew, Generalsekretär der "Komintern", des Weltbundes aller Kommunisten, legte den 13-Punkte-Vorschlag einer von ihm geleiteten Kommission vor, der angenommen wurde. Die Spitzengenossen Stalin, Trotzki, Radek, Rudsutak, Bucharin waren dabei.

Punkt drei des Beschlusses lautete: "Der von der Kommission vorgeschla-gene Termin - 9. November d. J. - wird bestätigt."[...]

Es war nichts weniger als der Stichtag einer ge-planten Weltenwende - das Datum für die Revo-lution in Deutschland. Am 9. November 1923 sollte sich das deutsche Proletariat erheben und eine KPD-Regierung in Berlin, Hamburg, Dres-den sowie in anderen deutschen Ländereien an die Macht bringen, als Auftakt zur Weltrevolution:

Die neue deutsche Sowjetrepublik, so der Plan, würde sich gegen imperialistische Kräfte verteidigen müssen - gegen Frankreich, Polen, Rumänien, wozu Rußlands Rote Armee brüderliche Militärhilfe leisten müsse. Dann sollten die Vereinigten Staaten aller Arbeiter- und Bauernrepubliken entstehen."6)

Bekannt wurde dies erst durch die Publikation der Papiere unter Boris Jelzins Regierungszeit. Er selbst schuf das "Mitteilungsblatt des Archivs des Präsidenten der Russischen Föderation", in dem diese Papiere nach 72 Jahren veröffentlicht wurden - bisher versteckt im Geheimarchiv des ZK (Bestand 3, Inventurliste 20).

"Der Politbüro-Archivbestand [...] belegt Moskaus Griff nach Mitteleuropa sechs Jahre nach der kommunistischen Machtergreifung in Rußland, vier Jahre nach Gründung der Kommunistischen Internationale ("Komintern"). Daß Deutschland dem russischen Beispiel bald folgen müsse, war die gemeinsame Überzeugung der deutschen wie der russischen Genossen, Lenin vorneweg, nicht "ob", sondern nur "wann".

1923 schien es den Weltrevolutionären soweit zu sein."7)

· Das Moskauer Politbüro hörte sich am 27. Juli 1923 den Bericht seines Deutschlandexperten Karl Radek über die revolutionsreife Situation in Deutschland an.

· In Rußland bestellte der Weltrevolutionär Trotzki zwei deutsche Führungsgenossen an seinen Urlaubsort und schickte der KPD per Brief die Aufforderung, sich schleunigst auf den Aufstand vorzubereiten. Generalsekretär Stalin bereitete die entscheidende Konferenz vor, für die er den ZK-Mitgliedern die Geheimthesen Sinowjews zuleitete.

Am 22. August beschloß das Politbüro:

·Das deutsche Proletariat steht unmittelbar vor den "entscheidenden" Kämpfen für die Machtergreifung.

·Die gesamte Komintern muß den Deutschen helfen.

·Die russische KP setzt hierzu eine Kommission ein. Mitglieder: Sinowjew, Stalin, Trotzki, Radek sowie Außenminister Tschitscherin, der im Jahr zuvor mit der deutschen Regierung den Rapallo-Vertrag unterzeichnet hatte."8)

Die Führer des Weltkommunismus lebten in der Hoffnung auf einen "deutschen Oktober" - wie in Rußland 1917.

"Am 28. August ging ein geheimes Rundschrei-ben Nr. 3474 an alle örtlichen Parteiorganisa-tionen Rußlands: Die deutsche Revolution ste-he vor der Tür, man müsse auch mit militä-rischen Komplikationen rechnen und damit fertig werden. Laut Komintern waren die "arbeitenden Massen" Rußlands bereit, im Interesse der deutschen Revolution Lohnsenkungen hinzunehmen. Frauen sollten für die deutsche Sache Eheringe abliefern, das Handelsministerium stellte an der Westgrenze für Sowjetdeutschland eine Getreidereserve von fast einer Million Tonnen bereit."9)

Wjatscheslaw Molotow - Parteiverantwortlicher für das Militär und späterer Außenminister - schickte an alle russischen KP-Büros einen Mobilisierungsbefehl, "für den Einsatz in Deutschland geeignete Genossen zu erfassen - deutschsprechende Balten, Ungarn, Polen, ehemalige Kriegsgefangene. Der allgemeine Mob-Plan wurde bestätigt; 2,3 Millionen Rotarmisten sollten Gewehr bei Fuß stehen, zusätzlich wurden 20 Territorialdivisionen aufgestellt."10)

"Revolution in Deutschland und unsere Hilfe mit Lebensmitteln, Kriegsmaterial, Menschen bedeutet Krieg" so Stalins Notizen - zuerst mit Polen, dem Durchmarschland, dann mit Frankreich, England und den Baltenstaaten:

"Wir müssen uns auf den Krieg vorbereiten."11)

Hier wird deutlich, daß Stalin in dem beginnenden Diadochenkampf um Lenins Nachfolge - Lenin liegt z.T. im Koma und stirbt fünf Monate später - mit höchstem Einsatz spielt:

Eine Außenfront soll die eigene Machtseite stärken und weitere Kräfte integrieren.

Als Agenten Moskaus trafen die deutschen Kommunisten Ruth Fischer (Politleiterin für Berlin-Brandenburg), Ernst Thälmann, Clara Zetkin und der KP-Vorsitzende Heinrich Brandler zur Lagebesprechung in der Hauptstadt der Sowjetunion ein.

Als am 13. September das Politbüro wieder zusammentraf, trug der jetzt für deutsche Belange zuständige Jan Rudsutag den Anwesenden vor:

"Um die siegreiche deutsche Räterepublik zu versorgen, befand er, müsse das hungernde Rußland unauffällig über Privatfirmen das Getreide schon mal nach Hamburg und Sachsen schaffen."12)

Die deutsche und "russische" Sowjetrepubliken sollen eine Wirtschaftsmacht werden

Im Gegensatz zum Spiegel ergibt sich aus dem vierten Kapitel der neuen - und eine Woche später vom Politbüro genehmigten - Thesen Sinowjews, daß erst nach der Revolution in Deutschland und dann unter der Diktatur der von Moskau vollig abhängigen und hörigen deutschen Kommunisten ein Deutschland unter brutalstem Terror und ohne Achtung des Lebensrechts igendeines Feindes der Revolution entstünde.

Ein solches Deutschland ist dann nur Spielball Moskaus. Hier - wie im Spiegel13) - von einer "deutsch-russischen Allianz" zu fantasieren und diese noch mit Rapallo zu vergleichen grenzt schon an Verdummung im Zusammenhang mit brutalster revolutionärer Machtentfaltung.

Sollte dies vielleicht im Auftrag geschehen? Wird doch die alte Vorstellung von einem Bündnis zwischen "Rußland" und Deutschland wie das Weihwasser vom Teufel abgelehnt, sprich, von England und dessen inzwischen großem Bruder USA. Eine solche Allianz der beiden "Völker" - nicht der z.T. Marionettenregierungen wie heute Putin in Rußland - hätte die "balance of power"- Politik Englands zwecks eigener Vorherrschaft unmöglich gemacht und damit auch sämtliche von England auf dem Kontinent angezettelten Kriege der letzten Jahrhunderte.

Für die Hintergrundmächte in den heutigen USA muß ebenfalls eine solche Allianz der beiden "Völker" verhindert werden, geht es doch um die bedenkenlose Ausbeutung aller Rohstoffe der GUS-Länder und vieles mehr. Eine Allianz zwischen Deutschland und Rußland als gleichberechtigte demokratische Staaten würde zum Wohle beider Völker wirken und den ausbeuterischen Kräften Englands und der USA keinen Raum geben.

Zurück zu Sinowjew und seinen "Bündnis"-Vorstellungen - nach der Revolution:

"Die Idee eines Bündnisses Deutschland-UdSSR hat in Deutschland breiteste Popularität und Millionen Anhänger . . Die UdSSR als überwiegendes Agrarland und Deutschland als überwiegendes Industrieland ergänzen einander am besten."[...] "Das Bündnis Sowjet-Deutschland UdSSR wird demnächst eine mächtige Wirtschaftskraft. Solch eine Union hätte alle wirtschaftlichen Ressourcen zur Verfügung, die für die Prosperität sowohl Deutschlands als auch der UdSSR nötig sind."

Und: "Die sowjetische Landwirtschaft könnte davon außerordentlich profitieren, da so unser Dorf die nötigen Landwirtschaftsmaschinen bzw. Düngemittel zu günstigen Bedingungen bekommen könnte. Die Großindustrie Deutschlands andererseits hätte nicht weniger Vorteile, weil sie durch Rohstoffe und Absatzmärkte gesichert wäre . . ."

"Das Bündnis Sowjetdeutschlands mit der UdSSR würde zu einer nicht weniger machtvollen Militärbasis. In kürzester Zeit könnten beide Republiken einen militärischen Kraftkern schaffen, der die Unabhängigkeit beider Republiken von jeglichen Ambitionen des Weltimperialismus sichern könnte." 14)

Hier werden nicht - wie der Spiegel suggeriert - Intentionen des Stalin-Hitler-Paktes von 1939 vorweggenommen, sondern Wunschphantasien Sinowjews über ein zukünftiges Zusammenwirken der Sowjetrepubliken Deutschland und UdSSR - mit deren Diktat - formuliert; Ausdruck eindeutiger weltrevolutionärer Wunschvorstellungen.

So Sinowjew: "Deutsche Dampfhämmer und sowjetisches Brot werden gemeinsam die Welt erobern."15)

Dieser revolutionäre Welteroberungswille erzwingt in russischen Zeitungen die Version, ein Sieg der deutschen Arbeiter werde "Europa 200 Millionen Menschen zu einer ungeheuren Macht vereinigen . . . Niemand wird in der Lage sein, einer solchen Macht entgegenzutreten". Schon begrüßten Spruchbänder auf den Moskauer Straßen die deutsche Revolution." 16)

... weiter in Deutschland

Über das Exekutiv-Komitee der Kommunistischen Internationale schickten die Führer des Weltkommunismus am 1. Oktober ein Telegramm an die Zentrale der KPD:

"Da wir die Lage so einschätzen, daß der entscheidende Moment nicht später als in vier, fünf, sechs Wochen kommt, so halten wir es für notwendig, jede Position, die unmittelbar nützen kann, sofort zu besetzen." 17)

Hierzu später Näheres.

Als Termin für die Entfesselung der Revolution war der 9. November festgesetzt worden. Dies hatte der Berliner Historiker Otto Wenzel schon 1955 ermittelt. Jedoch bestritten im Nachhinein Ruth Fischer wie Radek und Sinowjew dies.

Jedoch belegt das Moskauer Archiv eindeutig, daß am 4. Oktober 1923 das sowjetische Politbüro als Zeitpunkt der deutschen Revolution den fünften Jahrestag der "Novemberrevolution" von 1918 festgelegt hatte. Zur Not lasse sich der Zeitpunkt verschieben.

"Das Politbüro stellte dafür, zum Waffenkauf, ein "Sonderdepot" von 50 000 Goldrubel bereit, verwaltet von dem deutschen Genossen Leo Flieg. Brandler bat Trotzki, die deutschen Operationen zu leiten wie einst in Petrograd; Stalin und Sinowjew verhinderten das18); wohl um Trotzki nicht den möglichen Sieg der Revolution in Deutschland zu ermöglichen, der ihm in den Diadochenkämpfen um Lenins Nachfolge einen klaren Vorteil gegenüber Stalin einräumen würde. Die Funktion übernahm dann Radek.

Am 7. Oktober verließ Brandler zwecks Heimreise den Kreml. Das 'Personal' sammelte sich in Deutschland zur Revolution.

"Seit Monaten weilten in Deutschland schon 24 russische Bürgerkriegsexperten unter dem General Alexis Skoblewski, der fortan als "Militärpolitischer Reichsleiter" der KPD fungierte.

Ihm stand ein ,.Militärrat" der KPD zur Seite, dem auch Walter Ulbricht angehörte. Sechs deutsche Funktionäre hatten als regionale .,Militärpolitische Oberleiter" einen sowjetischen Berater zum Stabschef.

Ein "Revolutionskomitee" als Generalstab leitete der Pole Samuel Guralski, der schon im März 1921 in Sachsen mitgeputscht hatte und jetzt prahlte, binnen drei Tagen in Mitteldeutschland die Macht zu ergreifen und dann nach Berlin zu marschieren.

Diese Kommandeure, die sich laut Ruth Fischer auf einige hundert eingeschleuste Offiziere der Sowjetarmee stützten, sollten die 800 Proletarischen Hundertschaften - Papierstärke: 100 000 Mann - ins Gefecht führen. Sonderaufgaben erfüllten der "Terror-Apparat" (T), der Attentate organisierte, und der "Zersetzungsapparat" (Z) sowie ein "Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt" (Wumba), wie es unter demselben Namen die Reichsregierung im Ersten Weltkrieg hatte - laut Lenin das Muster für den sowjetischen Staatskapitalismus.

Waffen wurden gekauft, geraubt oder gebastelt. Versorgungsdepots angelegt,

sofort zu besetzende Objekte wie Fernsprechämter, Kraftwerke und Bahnhöfe bestimmt. Skoblewski verfügte über 200 000 Dollar zur Beschaffung von Dynamit, Munition und sogar Cholera-Bakterien als biologisches Kampfmittel.

Die Vordenker in Moskau rechneten mit einer Massenbasis von über 20 Millionen Proletariern in Deutschland. Knapp 300 000 allerdings gehörten nur der KPD an, die 1924, als alles vorbei war, 3,7 Millionen Wählerstimmen zählte (SPD: 6 Millionen). 19)

... in Sachsen und Thüringen

"Zuerst galt es, Sachsen zu erobern, als "Absprungbasis", so Sinowjew, "von der aus wir die Streitmacht unserer Armeen entfalten würden". Zwei Kommunisten gelang der Eintritt ins Kabinett, bald danach ebenso in Thüringen. Brandler wurde Ministerialdirektor in der sächsischen Staatskanzlei. Darauf verbot der zuständige Wehrbezirkschef Müller die Proletarischen Hundertschaften; er sagte die militärische Intervention voraus.

Sinowjew telegrafierte an die Zentrale der KPD: "Sofort Bewaffnung von 50 000 bis 60 000 Arbeitern wirklich durchführen, den General Müller ignorieren. Dasselbe in Thüringen." Mit 150 000 Flugblättern rief die KPD ihre Mitglieder auf, sich aller erreichbaren Waffen zu bemächtigen." 20)

Diese Forderung der Kommunisten nach allgemeiner Bewaffnung des Proletariats bewirkte, daß Geßler am 23. Oktober die Reichswehr einmarschieren ließ. In Thüringen folgten jetzt die Hundertschaften dem Auflösungsbefehl, und die kommunistischen Minister traten zurück.

In Sachsen kam es zu Schießereien. Schließlich setzte Reichskanzler Stresemann einen Reichskommissar ein, der die Regierung am 29. Oktober verhaften und absetzen ließ.

"Doch eine Konferenz der sächsischen Betriebsräte und Gewerkschaftler am 21. Oktober 1923 in Chemnitz, auf der die Kommunisten in der Minderheit waren, beschloß, erst einmal zu verhandeln. Das war schon das Ende." 21)

Der "deutsche Oktober" nur in Hamburg

Die Kommunisten, die mit ihrer Generalstreikparole keinen Anklang bei ihren SPD-Genossen und Gewerkschaften gefunden hatten, fanden, daß unter diesen Umständen kein Aufstand großen Ausmaßes riskiert werden konnte.

So konnte die KPD in allen Bezirken Deutschlands ihre zum Losschlagen entsandten Kuriere noch zurückhalten - bis auf Remmele. Dieser kam nach Hamburg mit der Botschaft, der Revolutionstag sei gekommen.

Der Startschuß 23. Oktober, 5 Uhr früh wurde vom örtlichen Revolutions-Experten Hans Kippenberger, beraten von dem Sowjetgeneral Lasar Stern - am 22. Oktober war auch Radek in Deutschland eingetroffen - gegeben.

Kommunistischer Aufstand in Hamburg 1923

Maschinengewehrstellung der Aufständischen Startschuß 23. Oktober 5 Uhr früh

"Etwa 300 Kommunisten mit 196 Gewehren bauten in Hamburg Barrikaden, stürmten 17 Polizeireviere und schossen von Dächern auf Marinetruppen und SPD-Reichsbanner (40 Tote). Gerüchte beflügelten sie: Die Rote Flotte lande im Hafen, die russische Armee sei in Polen einmarschiert.

Doch die Werftarbeiter griffen nicht ein - wieder einmal hatten die Kommunisten die proletarischen Massen nicht hinter sich, und schon war die Revolution in Deutschland vorbei.

Auch die Weltrevolution ließ deshalb auf sich warten. Stalin proklamierte statt dessen für Rußland seinen nationalen "Sozialismus in einem Lande".22)

Aber auch eine andere "Organisation nach dem Muster der bolschewistischen Staatspartei", so Ruth Fischer: die NSDAP scheiterte am - erstaunlich ? - gleichen Stichtag, den 9. November in München.

Anmerkungen :

1.) Karlheinz Dederke: Reich und Republik Deutschland 1917 -1933.Stuttgart 19732, S. 71
2.) a.a.O., S. 71
3.) Der Spiegel Nr.44, 1995, S. 48
4.) a.a.O.
5.) Dederke S. 72
6.) Der Spiegel S. 45
7.) a.a.O.
8.) Der Spiegel S. 48
9.) a.a.O
10.) a.a.O., S. 51
11.) a.a.O.
12.) a.a.O.
13.) Der Spiegel S. 54
14.) a.a.o., S. 54
15.) a.a.O.
16.) a.a.O.
17.) Dederke S. 72
18.) Der Spiegel S. 54 19.) a.a.O., S. 55
20.) a.a.O.,S.55/56
21.) a.a.O., S. 56
22.) a.a.O.


Anti-Wehrmachtsausstellung Teil XV

E. G. Kögel

Der Zufall führte mich zur Quelle. So kann ich an dieser Stelle genaue Angaben über die Broschüre von Robert Nilostonski "Der Blutrausch des Bolschewismus" machen. Nilostonski war Augenzeuge der Schreckensherrschaft der Bolschewisten in Rußland und berichtet darüber in dieser Broschüre. Er war russischer Offizier und hat aktiv am Bürgerkrieg teilgenommen. Die Broschüre erschien in Berlin 1920 (1922) und Lorch (1925).

Ähnlich grauenerregende Schilderungen des bolschewistischen Terrors enthält auch das Buch von Sergej P. Melgunow "Der rote Terror in Rußland 1918 bis 1923", Berlin o. J. 1924.

Abschließend sei noch einmal Nilostonski zitiert, dessen Berichte grauenhaft sind.

"Beim Fall von Rostow, Nowotscherkask und Taganrog im Jahre 1920 wurden 18 000 Verwundete und Kranke, die in den Lazaretten zurückgeblieben waren, sämtlich von den Bolschewisten in grausamer Weise umgebracht. Wir hatten die Möglichkeit, uns selber davon zu überzeugen, als wir im Februar Rostow und Nowotscherkask für einige Tage zurückeroberten."

Wer erinnert sich nicht an den bestialischen Mord an deutschen Soldaten in Böhmisch-Leipa am 8. Mai 1945, wo das gleiche Gesindel einen Lazarettzug nicht weiterfahren ließ. Der knappe Bericht hatte folgenden Wortlaut:

"Am Tag vor dem Waffenstillstand kam ein endloser Rote-Kreuz-Zug nach Böhmisch-Leipa und wurde da von den Tschechen festgehalten. Darüber erzählte mir mein Vater, Josef Richter, der unter dem Landrat Thume der juristische Leiter des Amtes war, folgendes:

Er mußte drei Monate lang dem neuen, tschechisch-jüdischen Landrat (Bezirkshauptmann) das Amt übergeben. Kurz nach Kriegsende fuhr dieser Amts-Chef mit meinem Vater zum Leipaer Bahnhof, der etwas außerhalb der Stadt gelegen war. Dort stiegen sie aus, es stank bestialisch, wie mein Vater versicherte. Er sah einen endlosen Zug, gezogen von mindestens fünf Lokomotiven, jeder Wagen mit einem Roten Kreuz gekennzeichnet. Der neue Landrat sagte begeistert:

,Dieser Zug kam zu Kriegsende hier an. Wir haben ihn mit Beschlag belegt, versiegelt. Keine Maus konnte raus. Darin verreckten also die Verwundeten, die Ärzte, die Krankenschwestern und das Zugpersonal.`

Mein Vater sagte: "Unter dem Zug war ein Rinnsal von Blut und Eiter."

Dr. M. Barsch

Diese Methode, nur in anderer Form, wird heute von den Figuren Reemtsma und Heer und ihren Hintermännern nachvollzogen, indem man, vom gleichen Geiste geprägt, im Sinne des Zieles der nach Weltherrschaft strebenden Kräfte die ehrenhaft kämpfenden deutschen Soldaten ein zweites Mal umzubringen versucht, indem man sie in üblicher bolschewistischer Manier zu Verbrechern stempelt, und hofft, damit von seinen eigenen Schandtaten abzulenken, wohl wissend, daß man lügt, fälscht und betrügt.

Das Zeitungsbild zeigt Herrn Reemtsma in der bekannten Pose, die dem Sehenden die Augen öffnet und erkennen läßt, in wessen Auftrag gehandelt wird.

Noch kann ich nicht glauben, was ich hörte. Demnach soll mit jüdischer Unterstützung doch noch eine neue Anti-Wehrmachtsausstellung geschaffen werden, die in den USA gezeigt werden soll, um die Bürger der USA, etwa 85%, von der Vorstellung zu heilen, daß die deutschen Soldaten die besten, anständigsten und ritterlichsten Soldaten der Welt gewesen seien, und zwar in jeder Hinsicht.

Nun, auf die eigenen Heldentaten kann man nicht verweisen, wie die Arbeit von Prof. Walter Holstein "Kein Friede um Israel". - Zur Sozialgeschichte des Palästinenserkonfliktes" belegt, hier Fischer Taschenbuch 1226, 1972, wo auf den Seiten 173-175 zu lesen ist:

Das entscheidende Ereignis für die Massenemigration der palästinensischen Araber war Deir Yassin. Wenn auch die allgemeinen Kriegsereignisse zunächst viele Araber zur Flucht bewogen, so setzte spätestens mit Deir Yassin die gezielte Vertreibungspolitik durch die Zionisten ein. In diesem arabischen Dorf im Westen Jerusalems töteten Verbände der Irgun die ganze Dorfbevölkerung, was der schweizerische Vertreter des Roten Kreuzes ein willentliches Massaker nannte. Der Israeli Eli Lobel konstatierte: "Das Massaker von Deir Yassin, kalt und grausam geplant, war eine Warnung an die palästinensischen Araber, um ihnen den Auszug zu erleichtern. Heute leugnet man selbst in offiziellen Verlautbarungen diese Interpretation der Beweggründe nicht mehr."

Menachem Begin, Chef der Irgun und später israelischer Minister, bezeichnete das Blutbad ausdrücklich als "gerechtfertigt", da es ohne den "Sieg" von Deir Yassin keinen israelischen Staat gegeben hätte.

Der englische Militär J. Glubb berichtete, daß "kalkulierte Massaker" eingestandenermaßen zur zionistischen Vertreibungspolitik gehört hätten. Als Folge von Deir Yassin wurde, wie Arthur Koestler zugeben muß, "die arabische Bevölkerung von Panik ergriffen und flüchtete aus Dörfern und Städten mit dem kläglichen Schrei 'Deir Yassin'."

"Alles war unternommen worden, damit Angst und Schrecken die Palästinenser bewogen wegzugehen, ohne etwas mitzunehmen; die Panik wurde geschickt mit Morden, Geiselentführungen, Explosionen, Mörserfeuer und durch die Verbreitung falscher Nachrichten unter den Arabern ... aufrechterhalten." ...

"Weniger als drei Monate nach Deir Yassin verjagten die offiziellen Streitkräfte der 'Hagana' selber die arabo-palästinensische Bevölkerung wie Vieh aus ihren Dörfern, ihren Städten."

Isaak Rabin, später Generalstabschef der israelischen Armee ... beschrieb die Strategie der zionistischen Truppen:

"Indem wir keinen Stein auf dem anderen lassen und alle Einwohner verjagen ..., wird es kein einziges Dorf mehr geben, in das die Araber zurückkehren können."

Die israelische Artillerie beschoß nun arabische Siedlungen, um Panik zu säen; die israelische Luftwaffe zielte auf die Flüchtlinge, um deren Exodus zu beschleunigen.

Noch im Jahr 1949 wurden arabische Siedlungen zerstört und ihre Bewohner verjagt, ...

Brache beziffert den palästinensischen Exodus ... auf 940 000 Araber.

Nach Flucht und Vertreibung blieben 1949 etwa 160 000 Araber in Israel. Auf Grund natürlichen Zuwachses verdoppelte sich die Zahl bis heute. (D.h. bis 1972 und hat sich in den darauffolgenden 28 Jahren weiter erhöht.
Doch das Prinzip ist geblieben, nur die Methoden haben sich geändert. - Kö.)

Die herausragenden Ankläger des deutschen Volkes, von Wiesenthal angefangen, von dem die Worte überliefert sind, und zwar uns Deutschen gewidmet:

"Die Mörder von Morgen werden heute geboren. Es gilt sie im Keime, im embryonalen Zustand zu vernichten." 1

(Neue Züricher Zeitg. v. 21.11.1969/ Salzb. Volkszeit. v. 23.1.70)

über Spielberg und Goldhagen, der sich bekanntlich Sorgen um die Gene der Deutschen macht, und manch andere eingeschlossen, sollten doch von sich eine Blutprobe entnehmen lassen, um zu erfahren, ob nicht da die Mördergene, die man uns Deutschen unterstellt, in ihrem Blute, geistesgeschichtlich bedingt, in einer beängstigenden Häufigkeit und Dichte zu finden sind.

Das Blut von Deutschen hingegen ist dem gegenüber trotz mancher Verbrechen im Kriege, die leider auch in deutschem Namen begangen worden sind, klar wie Quellwasser! Denn der geistig-seelische Hintergrund ist, geschichtlich gesehen, ein völlig anderer und dem jüdischen nicht vergleichbar.

Diese Schlußfolgerung wird durch den "Offenen Brief" von Horst Mahler an Daniel Goldhagen, ergänzend belegt, von dem der 1. Teil nachfolgend wiedergegeben ist.

1 Die Forderung Wiesenthals erfüllen die geistig degenerierten Deutschen selbst, indem sie per Abtreibung ihren Nachwuchs auf den Müllhaufen werden, regierungsseitig und juristisch wird dieser Massenmord (über 10 Mill. bis heute) abgesichert und sozialverträglich abgefedert, da er auf Krankenschein erfolgt. So wird das Vergnügen der demokratischen Wählerschaft nicht beeinträchtigt, und es bleibt die Freude, die sogenannten demokratischen Parteien wählen zu dürfen, erhalten, aber gleichzeitig wird die Forderung der nach Weltherrschaft strebenden Kräfte nach Dezimierung der ewigen Störenfriede, der Deutschen, erfüllt. Den Rest erledigen dann die importierten Fremden aller Schattierungen, die alle deutsche Staatsbürger werden dürfen.

Einfach, aber doch genial erdacht!

Die Euthanasie, sofern sie in der NS-Zeit erfolgte, wird natürlich noch heute strafrechtlich verfolgt. Denn diese Form der Euthanasie war ein Verbrechen, der Massenmord durch Abtreibung dagegen ist eine soziale Tat.

Nur sogenannte Antidemokraten können da Verständnisprobleme haben!


Offener Brief an Daniel Goldhagen - Teil I

H. Mahler

Guten Tag Herr Goldhagen,

in einem Ihrer Bücher las ich, die Deutschen hätten bis zu ihrer Umerziehung durch die siegreichen USA einer politischen Kultur des Todes angehört, was erkläre, daß so viele von ihnen als Folterknechte und Mörder1) willige Vollstrecker Adolf Hitlers gewesen seien.

Das ist eine anregende These, zumal Sie davon ausgehen, daß das Bewußtsein das Sein bestimme und nicht umgekehrt.

Ich gehöre zu den Umerzogenen, bin - Adorno sei Dank! - aus der Kultur des Todes erlöst; glaube, was uns die Sieger über uns erzählt und beigebracht haben. Darf ich also am Tage des symbolischen Baubeginns für das Holokaust-Mahnmal ganz unbefangen mit Ihnen über uns reden?

Infolge der Umerziehung fällt es mir schwer zu bestimmen, was denn die Kultur der Deutschen sei. Ich habe in der Schule wenig darüber gehört. An der Universität noch weniger. Mir wurde nur gesagt, was wir nicht mehr sein dürften.

Man sagt, Sie seien Jude. Darf ich davon ausgehen, daß Sie sich der Jüdischen Kultur zugehörig fühlen?

Vielleicht ist die Deutsche Kultur in allem das Gegenteil der Jüdischen. Ich könnte dann über mich und die Kultur meines Volkes dadurch etwas herausfinden, daß ich mir die Jüdische Kultur etwas näher anschaue. Dabei könnten Sie mir behilflich sein eingedenk des Satzes von Baruch Espinoza: "Jegliche Bestimmung ist eine Negation" (omnis determinatio est negatio). D. h. ich kann meinen Versuch, das Wesen der deutschen Kultur zu ergründen "ex negativo" beginnen, indem ich mir klar mache, was Ihre Kultur und damit nicht die Kultur der Deutschen ist.

Meinen Sie, ich sollte zu diesem Zweck in den heiligen Büchern der Juden lesen? Ich hörte, diese würden in den Synagogen auch heute noch heilig gehalten und die Gemeindeglieder daraus öffentlich vorlesen. Allerdings bin ich etwas unsicher in dieser Frage.

Im elektronischen Weltnetz las ich kürzlich, ein Schweizerischer Bürger habe bei den Behörden seines Landes beantragt, die heiligen Bücher der Juden aus den Buchhandlungen und Bibliotheken zu entfernen, da deren Inhalt jugendgefährdend sei. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Wäre es nicht besser, diese Bücher der Juden sehr gründlich im Unterricht zu behandeln? Wir wissen offensichtlich viel zu wenig über sie. Andererseits könnte ein Deutscher, der aus der Thora bzw. aus dem Alten Testament vorliest, leicht in den Verdacht geraten, damit antisemitische Hetzpropaganda zu betreiben. Wie ich darauf komme? Nun, im 4. Buch Mose Kapitel 21 Vers 2 wird behauptet, Israel hätte - als es ein landloses Volk gewesen sei - mit Jahwe einen Handel abgeschlossen. Es soll Gott versprochen haben, alle Einwohner von Palästina umzubringen, wenn Gott ihnen als Gegenleistung dieses Land verschaffe. Die bezeichnete Stelle hat folgenden Wortlaut:

"Da gelobte Israel dem HERRN ein Gelübde und sprach: Wenn du dies Volk in meine Hand gibst, so will ich an ihren Städten den Bann vollstrecken."

Es wird weiter behauptet, Gott hätte sich auf diesen Handel eingelassen. Im 4. Buch Mose Kapitel 21 Vers 3 steht:

"Und der HERR hörte auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter in ihre Hand, und sie vollstreckten den Bann an ihnen und ihren Städten."

Ich wußte zunächst nicht, was das Wort "Bann" bedeutet, wie man einen Bann vollstrecken könne. Ich kenne das Tätigkeitswort (eine Gefahr) "bannen". Etwas negativer klingt dann schon das Hauptwort "Verbannung". Ich versuchte zu kombinieren: Die Israelis begehrten das Land "wo Milch und Honig fließen" so wie in unseren Tagen die Polen Deutsches Land begehrten. Also dachte ich, der "Bann" würde an den Kanaanitern so vollstreckt worden sein, wie die Polen und Russen 1945 die Landnahme in Ostpreußen und Schlesien bewerkstelligt haben. Die Kanaaniter hätten das Schicksal der aus jenen Ostgebieten vertriebenen Deutschen erlitten, dachte ich. Ich versuchte mir klar zu machen, daß bei dieser Vertreibung wohl nicht - wie in den Deutschen Ostgebieten - zwei bis drei Millionen Menschen umgekommen seien, denn damals waren die Völker noch nicht so zahlreich wie in unseren Tagen. Aber schlimm würde es für die Menschen auch damals gewesen sein, dachte ich. Der Gedanke, daß Gott dabei seine Hand im Spiele gehabt haben sollte, befremdete mich.

Ich wollte nun wissen, ob im Alten Testament näheres über das Schicksal der Kanaaniter zu erfahren ist. Sie müssen wissen, daß ich Schlesier bin und meine Vertreibung aus der Heimat als Unrecht empfinde. Deshalb interessiere ich mich heute für die Kanaaniter.

Glücklicherweise gibt es die heiligen Bücher jetzt auch als elektronische Textdatei auf CD. Das erleichterte mir die Arbeit. Ich suchte unter dem Begriff "Bann". Mir wurden für das Alte Testament 56 Stellen zu diesem Begriff angezeigt. Meine Neugier wuchs. Bei diesem reichhaltigen Angebot - so dachte ich - könnte doch etwas dabei sein, das mir erklärt, warum Jahwe die Kanaaniter verbannt sehen wollte.

Ich fand die Stelle Jes. 34,2 - 3, die da lautet:

2 Denn der HERR ist zornig über alle Heiden und ergrimmt über alle ihre Scharen. Er wird an ihnen den Bann vollstrecken und sie zur Schlachtung dahingeben.

3 Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen werden, daß der Gestank von ihren Leichnamen aufsteigen wird und die Berge von ihrem Blut fließen.

Mir wurde übel. Auf solche Bilder war ich nicht gefaßt. Ich sah vor mir die Leichenstapel von Dresden und Hiroshima. Und es verging einige Zeit, bis ich wieder klar denken konnte. Wie kann ein Gott irgendwelchen Landräubern, die sich ihm als Völkermörder andienen, massenhaft Menschen zur Schlachtung hingeben? Heiden sind doch Menschen - oder nicht? Ist nur der Mensch, der zu Jahwe betet - und sind die anderen nur Schlachtvieh, die um ihres anderen Glaubens willen einen grausamen Tod sterben müssen?

Ein Gott der aus Eifersucht Menschen tötet, mag ein Gott sein. Aber gegen ihn würde ich, weil ich Heide bin, meinen Gott anrufen, daß er ihn vertilge - dachte ich bei mir. Als Jurist weiß ich, daß als Mörder zu bestrafen ist, wer aus niedrigen Beweggründen einen Menschen umbringt. Und ist Eifersucht nicht ein solcher? Was ist das für ein Gott, zu dem Israel betet? - dachte ich.

Heute stehen jüdische Organisationen im ersten Glied derjenigen, die täglich von der Gleichheit aller Menschen und von allgemeinen Menschenrechten reden. Wie? - dachte ich - sind die Juden jetzt zu Heiden geworden? Wird Jahwe sie deshalb wiederum wegen Abgötterei bestrafen und mit Plagen heimsuchen? Ihm sind die Menschen doch nicht alle gleich. Die ihn anbeten, sind von den anderen, den Heiden, so grundverschieden, daß ihre Gebeine nicht einmal auf demselben Friedhof begraben werden dürfen. Denn der Bann wirkt sogar über den Tod hinaus. Die Gebeine der "mit dem Schwert Erschlagenen" liegen - was als Fluch gilt - zwischen den Gebeinen der Unbeschnittenen. (Hes. 31,18 und 32,18 u.19)

Jahwe gibt Menschen der Schlachtung hin, weil er sich über deren Heidentum ärgert. Er kann sie - so dachte ich - unmöglich für seine Kinder ansehen, denn welcher Vater würde seine Kinder aus Zorn über ihre Unarten der Schlachtung hingeben? Ich mußte unwillkürlich an die NATO denken, die ihre Bomber schickt, um an jenen Völkern den "Bann zu vollstrecken", die die neue Menschenrechts-Religion nicht annehmen wollen. Ich konnte hier meine Gedanken nicht anhalten - es tut mir leid, Herr Goldhagen: Mir fiel dazu ein, daß der Bombenterror gegen Serbien "Mrs. Albrights Krieg" genannt wird. Diese Dame will - ebenso wie ihr "williger Vollstrecker" General Wesley Clark - erst kürzlich erfahren haben, daß sie Ihrem Volk angehöre. Ich erinnerte mich an Meldungen, nach denen Wesley Clark nur durch Befehlsverweigerung eines Heiden - des ihm unterstellten britischen NATO-Befehlshabers im Kosovo (General Johnson?) - daran gehindert werden konnte, die im Raum Pricztina operierenden russischen Verbände anzugreifen und damit die Gefahr eines Atomkrieges herbeizuführen.

Doch zurück zum Alten Testament! Ich las die Stelle 1. Sam. 15, die da lautet:

15,1 Saul wird verworfen

Samuel sprach zu Saul: Der HERR hat mich gesandt, daß ich dich zum König salben sollte über sein Volk Israel; so höre nun auf die Worte des HERRN!

2 So spricht der HERR Zebaoth: Ich habe bedacht, was Amalek Israel angetan und wie es ihm den Weg verlegt hat, als Israel aus Ägypten zog.

3 So zieh nun hin und schlag Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.

4 Da bot Saul das Volk auf, und er musterte sie zu Telem: zweihundert-tausend Mann Fußvolk und zehntausend Mann aus Juda.

5 Und als Saul zu der Stadt der Amalekiter kam, legte er einen Hinterhalt im Tal.

6 Und Saul ließ den Kenitern sagen: Geht, weicht und zieht weg von den Amalekitern, daß ich euch nicht mit ihnen aufreibe; denn ihr tatet Barmherzigkeit an allen Israeliten, als sie aus Ägypten zogen. Da zogen die Keniter fort von den Amalekitern.

7 Da schlug Saul die Amalekiter von Hawila bis nach Schur, das vor Ägypten liegt

8 und nahm Agag, den König von Amalek, lebendig gefangen, und an allem Volk vollstreckte er den Bann mit der Schärfe des Schwerts.

9 Aber Saul und das Volk verschonten Agag und die besten Schafe und Rinder und das Mastvieh und die Lämmer und alles, was von Wert war, und sie wollten den Bann daran nicht vollstrecken; was aber nichts taugte und gering war, daran vollstreckten sie den Bann.

10 Da geschah des HERRN Wort zu Samuel:

11 Es reut mich, daß ich Saul zum König gemacht habe; denn er hat sich von mir abgewandt und meine Befehle nicht erfüllt. Darüber wurde Samuel zornig und schrie zu dem HERRN die ganze Nacht.

12 Und Samuel machte sich früh auf, um Saul am Morgen zu begegnen. Und ihm wurde angesagt, daß Saul nach Karmel gekommen sei und sich ein Siegeszeichen aufgerichtet habe und weitergezogen und nach Gilgal hinabgekommen sei.

13 Als nun Samuel zu Saul kam, sprach Saul zu ihm: Gesegnet seist du vom HERRN, deinem Gott; an dem andern haben wir den Bann vollstreckt.

16 Samuel aber antwortete Saul: Halt ein, ich will dir sagen, was der HERR mit mir diese Nacht geredet hat. Er sprach: Sag an!

17 Samuel sprach: Ist's nicht so: Obschon du vor dir selbst gering warst, so bist du doch das Haupt der Stämme Israels; denn der HERR hat dich zum König über Israel gesalbt.

18 Und der HERR sandte dich auf den Weg und sprach: Zieh hin und vollstrecke den Bann an den Frevlern, den Amalekitern, und kämpfe mit ihnen, bis du sie vertilgt hast!

19 Warum hast du der Stimme des HERRN nicht gehorcht, sondern hast dich an die Beute gemacht und getan, was dem HERRN mißfiel?

20 Saul antwortete Samuel: Ich habe doch der Stimme des HERRN gehorcht und bin den Weg gezogen, den mich der HERR sandte, und habe Agag, den König von Amalek, hergebracht und an den Amalekitern den Bann vollstreckt.

21 Aber das Volk hat von der Beute genommen Schafe und Rinder, das Beste vom Gebannten, um es dem HERRN, deinem Gott, zu opfern in Gilgal.

22 Samuel aber sprach: Meinst du, daß der HERR Gefallen habe am Brandopfer und Schlachtopfer gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern.

23 Denn Ungehorsam ist Sünde wie Zauberei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du des Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, daß du nicht mehr König seist.

24 Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe gesündigt, daß ich des HERRN Befehl und deine Worte übertreten habe: denn ich fürchtete das Volk und gehorchte seiner Stimme.

25 Und nun, vergib mir die Sünde und kehre mit mir um, daß ich den HERRN anbete.

26 Samuel sprach zu Saul: Ich will nicht mit dir umkehren; denn du hast des HERRN Wort verworfen, und der HERR hat dich auch verworfen, daß du nicht mehr König über Israel seist.

27 Und als sich Samuel umwandte, um wegzugehen, ergriff ihn Saul bei einem Zipfel seines Rocks; aber der riß ab.

28 Da sprach Samuel zu ihm. Der HERR hat das Königtum Israels heute von dir gerissen und einem andern gegeben, der besser ist als du.

29 Auch lügt der nicht, der Israels Ruhm ist, und es gereut ihn nicht; denn er ist nicht ein Mensch, daß ihn etwas gereuen könnte.

30 Saul aber sprach: Ich habe gesündigt; aber ehre mich doch jetzt vor den Ältesten meines Volks und vor Israel und kehre mit mir um, daß ich den HERRN, deinen Gott, anbete.

31 Da kehrte Samuel um und folgte Saul, und Saul betete den HERRN an.

32 Und Samuel sprach: Bringt Agag, den König von Amalek, zu mir! Und Agag ging hin zu ihm zitternd und sprach: Fürwahr, bitter ist der Tod!

33 Samuel aber sprach: Wie dein Schwert Frauen ihrer Kinder beraubt hat, so soll auch deine Mutter der Kinder beraubt sein unter den Frauen. Und Samuel hieb den Agag in Stücke vor dem HERRN in Gilgal.

34 Und Samuel ging hin nach Rama; Saul aber zog hinauf in sein Haus zu Gibea Sauls.

35 Und Samuel sah Saul fortan nicht mehr bis an den Tag seines Todes. Aber doch trug Samuel Leid um Saul, weil es den HERRN gereut hatte, daß er Saul zum König über Israel gemacht hatte.

Ist das nicht der Bericht über einen entsetzlichen Völkermord? Was - um Himmelswillen - kann Ihr Volk veranlaßt haben, solches in seine heiligen Bücher aufzunehmen? Welches Zutrauen kann Ihr Volk zu seinem Gott haben, der solches befiehlt? Nicht Notwehr sondern Rache wird hier als göttliches Motiv behauptet. Samuel gilt Ihrem Volk als Prophet, also bezweifelt es dessen Worte nicht. So haben wir den Beweis vor uns, daß der Führer Israels, Jahwe, den Völkermord befohlen hatte? Könnte das von Amalek-Hitler auch bewiesen werden?

Jetzt wollte ich es genau wissen. Beweist etwa das Alte Testament ein grauenvolles Einvernehmen zwischen Jahwe und seinem auserwählten Volk? Belegt die Schrift etwa nicht eine Verschwörung zur Ausmordung - diesen Fachbegriff für die jüdische Strategie in Palästina hat Max Weber geprägt - der jahwe-fremden Völker ringsumher?

Ich fand den Bericht Moses darüber, was Jahwe ihm befohlen hatte:

5. Mose 2,24 - 37

24 Macht euch auf und zieht aus und geht über den Arnon! Siehe, ich habe Sihon, den König der Amoriter zu Heschbon, in deine Hände gegeben mit seinem Lande. Fange an, es einzunehmen, und kämpfe mit ihm.

25 Von heute an will ich Furcht und Schrecken vor dir auf alle Völker unter dem ganzen Himmel legen, damit, wenn sie von dir hören, ihnen bange und weh werden soll vor deinem Kommen.

26 Da sandte ich Boten aus der Wüste Kedemot an Sihon, den König von Heschbon, mit friedlicher Botschaft und ließ ihm sagen:

27 Ich will durch dein Land ziehen. Nur wo die Straße geht, will ich gehen; ich will weder zur Rechten noch zur Linken vom Weg abweichen.

28 Speise sollst du mir für Geld verkaufen, damit ich zu essen habe, und Wasser sollst du mir für Geld geben, damit ich zu trinken habe. Ich will nur hindurchziehen -

29 wie mir die Söhne Esau gestattet haben, die auf dem Gebirge Seïr wohnen, und die Moabiter, die zu Ar wohnen -, bis ich über den Jordan komme in das Land, das uns der HERR, unser Gott geben wird.

30 Aber Sihon, der König von Heschbon, wollte uns nicht hindurchziehen lassen; denn der HERR, dein Gott, verhärtete seinen Sinn und verstockte ihm sein Herz, um ihn in deine Hände zu geben, so wie es heute ist.

Wir erfahren also, daß Jahwe Sihon verhärtet in der Absicht, ihn zu verderben, um dessen Land den Israeliten zu geben. Der Bericht fährt fort:

2. Mose 4,21

31 Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe angefangen, Sihon mit seinem Lande vor deinen Augen dahinzugeben; fangt ihr an, sein Land in Besitz zu nehmen.

32 Und Sihon zog aus uns entgegen mit seinem ganzen Kriegsvolk zum Kampf nach Jahaz.

33 Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor unsern Augen dahin, daß wir ihn schlugen mit seinen Söhnen und seinem ganzen Kriegsvolk.

34 Da nahmen wir zu der Zeit alle seine Städte ein und vollstreckten den Bann an allen Städten, an Männern, Frauen und Kindern, und ließen niemand übrigbleiben.

35 Nur das Vieh raubten wir für uns und die Beute aus den Städten, die wir eingenommen hatten.

36 Von Aroër an, das am Ufer des Arnon liegt, und von der Stadt im Bachtal bis nach Gilead war keine Stadt, die sich vor uns schützen konnte; der HERR, unser Gott, gab alles vor unsern Augen dahin.

Ich könnte mich mit dem Gedanken abfinden, daß jene Raubzüge länger als 3000 Jahre zurückliegen und die Völker damals noch "unzivilisiert" waren. Aber irgendwie gelingt mir diese Beruhigung nicht. Die Heiligung der Mosesbücher macht dieses Geschehen als Handeln Jahwes gegenwärtig und ewig. Anders als Baal ist Jahwe nicht untergegangen im Meer der Zeit. Die andauernde Verehrung als Gott Ihres Volkes hat ihn lebendig erhalten. In der Ausmordung der den Israeliten fremden Völker sieht es noch heute den Beweis seiner Auserwähltheit. Es ist weit davon entfernt, darüber Scham und Schande zu empfinden. Kein Mahnmal ist den ausgerotteten Völkern errichtet worden. Ist es im Gegenteil nicht so, daß Ihr Volk sich mindestens einmal im Jahr der Landnahme erinnert und die Greueltaten seiner Vorfahren als Vollstreckung göttlichen Willens feiert und darüber große Beglückung empfindet?

In den Erinnerungsfeiern sind die Dahingegangenen, die Schlächter und ihre Opfer, als Menschen gegenwärtig und gegenwärtig ist auch jener Gott, der den Befehl zur Abschlachtung der Völker - "größer als Israel" - gab.

Reicht Ihnen das? Oder möchten Sie weitere Kostproben aus der Thora? Etwa die:

5. Mose 7,1 - 2

7 1 Warnung vor Gemeinschaft mit den Heiden

Wenn dich der HERR, dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker vor dir her, die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind als du,

2 und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, daß du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen und keine Gnade gegen sie üben.

oder die:

5. Mose 12,28 - 31

28 Sieh zu und höre auf alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf daß dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir ewiglich, weil du getan hast, was recht und wohlgefällig ist vor dem HERRN, deinem Gott.

29 Wenn der HERR, dein Gott, vor dir her die Völker ausrottet, zu denen du kommst, ihr Land einzunehmen, und du es eingenommen hast und darin wohnst,

30 so hüte dich, daß du dich nicht verführen läßt, es ihnen nachzutun, nachdem sie vertilgt sind vor dir, und daß du nicht fragst nach ihren Göttern und sprichst: Wie haben diese Völker ihren Göttern gedient? Ebenso will auch ich es tun!

31 So sollst du dem HERRN, deinem Gott, nicht dienen; denn sie haben ihren Göttern alles getan, was dem HERRN ein Greuel ist und was er haßt; denn sie haben ihren Göttern sogar ihre Söhne und Töchter mit Feuer verbrannt.

Nun überrascht es mich schon fast, daß Jahwe die Opferung der eigenen Söhne und Töchter ein Greuel ist. Hat er doch angedroht, die Juden, wenn sie ungehorsam sind, selbst in eine Lage zu bringen, in der sie ihre Söhne und Töchter auffressen werden (5. Mose 28, 55.56). Und schließlich hat in seinem Namen Moses den Befehl zum Bruder- und Sohnes-Mord gegeben. Wir lesen:

2. Mose 32,25 - 29

25 Als nun Mose sah, daß das Volk zuchtlos geworden war - denn Aaron hatte sie zuchtlos werden lassen zum Gespött ihrer Widersacher

26 trat er in das Tor des Lagers und rief: Her zu mir, wer dem HERRN angehört! Da sammelten sich zu ihm alle Söhne Levi.

27 Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von einem Tor zum andern und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten.

28 Die Söhne Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und es fielen an dem Tage vom Volk dreitausend Mann.

29 Da sprach Mose: Füllet heute eure Hände zum Dienst für den HERRN - denn ein jeder ist wider seinen Sohn und Bruder gewesen -, damit euch heute Segen gegeben werde.

Max Weber, ein bedeutender Deutscher Kultursoziologe, formulierte nach eingehendem Studium der Jüdischen Geschichte die These, daß den Israeliten die Feinde als Gottlose galten und daß im Umgang mit ihnen sich keine Spur von Ritterlichkeit finde. Ihre Religion verlange vielmehr "die absolute Reinigung" des jeweils eroberten Gebietes "von Götzendienern" (Deut 7,2.3). "Die Entwicklung des Judentums zur Konfession" ... so lesen wir bei ihm - "neigte sich dem fanatischen Grundsatz zu, daß man den Landes-feind schlechthin auszurotten habe."2) Er bescheinigt den Juden "wollüstige Grausamkeitsphantasien".

Meinen Sie, daß sich der im Alten Testament beschriebene religiöse Säube-rungsfanatismus Israels wesentlich vom rassischen Fanatismus der Moderne unterscheidet?

Ist dieses Urteil wirklich überzogen? Wenn ich die folgenden Bibelstellen lese, kommen mir da Zweifel.

5. Mose 3,6; 13,16.17; Jos. 2,10; 6,17; 6,21; 7,12; 8,26; 10,1; 10,28; 10,37; 10,39; 10,40; 11,11; 11,12; 11,20; 11,21; Ri. 1,17; 21,11; 1. Chr. 4,41; Jes. 34,5 Jer. 25,9; 50,21; 50,26;, 1. Makk. 5,5; Jud. 5,5

Könnte man da nicht der Meinung sein, wenigstens damals sei der Tod ein Meister aus Juda gewesen?

Wenn - wie Sie sagen3) - das Bewußtsein das Sein bestimmt, sich Ihr Volk immer noch durch die Thora prägen läßt und jede Umerziehung für sich ablehnt, ist dann diese Meisterschaft nicht noch gegenwärtig? Doch das führt vielleicht vom Thema weg - direkt in den vietnamesischen Dschungel, in dem vor kurzem noch 3 Millionen Leichen von erschlagenen Bauern verstreut lagen. Da will ich momentan nicht hinsehen.

Nun gut, könnte man sagen, die Geschichte war halt so und schließlich sind es die Geschichtsbücher Ihres Volkes. Sollte dieses denn die Berichte fälschen? Das sicher nicht! Aber muß man daraus eine "heilige" Geschichte machen und seinen Gott als Völkerschlächter darstellen?

Mich beschleicht der Verdacht, Israel und Juda könnten sich Jahwe erdacht haben, um ihm die Verantwortung für das grauenhafte Morden aufzuladen. Das allerdings setzt moralische Sensibilität voraus, die Mord und Völkermord als Schuldlast erscheinen läßt.

Dieser Gedanke könnte weiterführen:

Vielleicht zeigte sich vor 3000 Jahren im Jüdischen Volk der menschheits-geschichtliche Anfang des moralischen Bewußtseins. Diesem mag der Makel des Massenmordes als dumpfer Eindruck "wie ein Stein" auf der Seele gelegen haben, der dann in heilender Absicht auf einen Gott, auf Jahwe, abgewälzt worden ist. Das hätte allerdings zu Folge gehabt, daß die so erreichte Entlastung des Gewissens die Fortsetzung des Völkermordes - fortan als Vollstreckung eines grausam-eifersüchtigen göttlichen Willens - ermöglichte. Das wäre ein kaum auszuhaltender Widerspruch. Dieser hätte in Ihrem Volk eine Spaltung des Bewußtseins hervorgetrieben: Das moralische Bewußtsein wäre in Jesus zu sich selbst gekommen. Vor ihm sind alle Völker gleichermaßen Gottes geliebte Geschöpfe; Völkermord ist nicht länger Gottes Geschäft auf Erden, sondern der Abfall von ihm. Wie Sie wissen, ist Ihr Volk Jesus nicht gefolgt. Es blieb verliebt in den völkermordenden Gott Jahwe bis auf den heutigen Tag - oder hält nur die Angst vor Jahwes Rache Ihr Volk gefangen?

Nach dem Kreuzestod des Nazareners zog das moralische Selbstbewußtsein aus Juda aus und pflanzte sich als Christentum in die heidnischen Völker ein.

Hegel

"Es ist eine zweite Weltschöpfung, die nach der ersten entstanden ist; die zweite Weltschöpfung ist die, wo der Geist sich erst als Ich = Ich, als Selbstbewußtsein verstanden hat... Aber diese neue Welt hat ... auch von einem neuen Menschengeschlecht aufgenommen werden müssen, von Barbaren, - denn nur das nordische Insichsein ist das unmittelbare Prinzip dieses neuen Weltbewußtseins ..."4)

Nicht die nordische "Rasse", sondern das "Insichsein" der Nordländer als eine in ihrem Leben zur Darstellung kommende Geistesgestalt ist der Boden, in den der Same für eine Neue Welt eingebracht wurde, der erst jetzt - nach 2000 Jahren zum Licht des klaren Gedanken emporwächst.

In dem von Hegel geformten Denken ist die Natur das Andere und damit das Außersichsein des Geistes, der als absoluter - d. h. auch unendlicher Geist im Anderen bei sich ist. Die Unterschiede des Begriffs sind im materiellen Objekt festgehalten und erscheinen so als Natur. In dieser wird der Geist seiner eigenen Unterscheidungen ansichtig, um zu begreifen, daß er selbst die Natur ist (Aufhebung des Anders- und Außersichseins).

Das ist der Schlüssel zum Verständnis der Rassenfrage: Die genetisch unterschiedenen Menschengruppen werden als "Rassen" bezeichnet. "Rasse ist ein reflexiver Begriff, das heißt, er hat seine Bedeutung dadurch, daß er auf Anderes - hier auf eine andere durch die Gene bestimmte Menschengruppe - bezogen ist. Die Rassenunterschiede sind Unterschiede des Begriffs, als solche notwendig. Als Dasein, das sich von anderem Dasein unterscheidet, setzt sich jede Rasse gegen jede andere, d. h. sie hat als Seinsqualität die - mehr oder weniger intensive - Tendenz zur Selbsterhaltung als diese bestimmte Rasse (Reinerhaltungsinteresse). Die Selbsterhaltung erscheint in der Natur auf natürliche Weise, d. h. als unbewußt wirkender Antrieb. Rassische Abneigung tritt in den entsprechenden Gefühlswerten als etwas unmittelbar Gegebenes in Erscheinung (Sein). Als solches ist es weder hoch- noch minderwertig. Konflikte, die sich aus dem Vorhandensein rassischer Abneigungen ergeben, sind - wie alle Interessenskonflikte - so auszugleichen, daß sie nicht zerstörerisch wirken.

Rassische Abneigung hat beim Menschen als geistigem Wesen in der Regel eine Bewußtseinskomponente, die als rassisches Vorurteil bezeichnet wird. Die eigene Rasse wird - immer oder nur manchmal? - gegenüber anderen Rassen als höherwertig eingeschätzt. Dieses ist ebenso eine Seinsqualität wie die instinktive Reinerhaltungstendenz.

Erst wenn sich Rassendünkel in diskriminierende Handlungsweisen umsetzt, greift der Rassismus-Vorwurf.

Zwischen Menschengruppen gibt es zweifellos auch kulturelle Aversionen. Auch diese entziehen sich moralischer Bewertung.

Wenn gleichwohl allein das Vorhandensein negativer Gefühle zum Anlaß für Rassismusvorwürfe - also für massive soziale Ausgrenzung - genommen wird, findet Einschüchterung und Unterdrückung - also eine Verletzung des sozialen Friedens statt.

Die auf dem Rassismusvorwurf aufbauenden Unterdrückungsstrategien - meistens mit dem angeblich christlichen Lehrsatz: "Alle Menschen sind gleich," vorgetragen, beruhen auf einer fundamentalen Verkennung des Begriffes von "Gleichheit".

"Gleichheit" ist von "Einerleiheit" zu unterscheiden. Gleichheit setzt Ungleichheit voraus. Diese ist nicht unmittelbar aufzuheben, etwa so daß ein schwarzer Mensch zwanghaft als "Weißer" gesehen wird. Gleichheit besteht immer nur in einem Dritten, in dem erst die in Wirklichkeit weiterbestehenden Unterschiede als unwesentlich aufgehoben sind.

Bis zum Beweis des Gegenteils - der nicht möglich ist - gilt die Vermutung, daß genetisch bedingte - also "rassische" - Unterschiede und kulturelle Prägung einander entsprechen, daß es daraus ableitbare bio-soziologische Profile gibt, die in Menschen - je nachdem - Gefühle der Abwehr, aber auch der Anziehung auslösen.

Das Neue im Christentum ist, daß bio-soziologische Unterschiede und Gegensätze nie die Vernichtung des Anderen rechtfertigen. Gerade dieser Satz ist im Judaismus nicht anerkannt.

So wären im wahrsten Sinne des Wortes Israel und Juda mit ihrem grausamen Gott Jahwe im Bewußtseinszustand der längst untergegangenen Antike zurückgeblieben als die "sich bewußte Verworfenheit" - wie Hegel die negative Seite der Jüdischen Geistesgestalt erkannt hat.5) "Das Jüdische" - so steht es bei ihm geschrieben - "hat von Anfang an dies Selbstgefühl der Nichtigkeit ausgemacht, - ein Elend, Niederträchtigkeit, Nichts, das Leben und Bewußtsein hat."6)

Und wird nicht erst von diesem Standpunkt aus die Verdammung der Juden durch Jesus verständlich? Deren Kern ist der Vorwurf, daß die Juden die Sprache Jesu - das Neue Denken - nicht verständen und deshalb Gottes Wort nicht vernehmen könnten.

Joh. 8,37-45

37 Abrahamskinder und Teufelskinder

[Jesus sprach]: Ich weiß wohl, daß ihr Abrahams Kinder seid; aber ihr sucht mich zu töten, denn mein Wort findet bei euch keinen Raum.

38 Ich rede, was ich von meinem Vater gesehen habe; und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt.

39 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Spricht Jesus zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so tätet ihr Abrahams Werke.

40 Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, wie ich sie von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan.

41 Ihr tut die Werke eures Vaters. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren; wir haben EINEN Vater: Gott.

42 Jesus sprach zu ihnen; Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin von Gott ausgegangen und komme von ihm; denn ich bin nicht von selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt.

43 Warum versteht ihr denn meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt!

44 Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.

45 Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht.

Ein Mörder von Anfang an! So lernen wir Jahwe durch das Alte Testament kennen. So wird er von Jesus erkannt. Und wer könnte wahrhaftiger über Jahwe urteilen als Jesus?

An diesem Wort Jesu erweist sich Lessings Parabel von Nathan dem Weisen, die am Anfang der abendländischen Aufklärung steht, als Jüdische Konterbande. Wie kann ich einen Mördergott auf eine Stufe stellen mit dem liebenden, sich für seine Schöpfung verantwortlich wissenden dreieinigen Gott?

Wirkungsmächtig ist das Toleranzgebot aus dem 30-jährigen Krieg hervorgegangen. Also aus einem Krieg verschiedener christlicher Konfessionen. Es hat seine Rechtfertigung darin, daß die verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen nebeneinander bestehen können. Das kann man von dem liebenden dreieinigen Gott und dem Mördergott Jahwe nicht annehmen. Gegen einen mörderischen Gott kann ein Christ nicht tolerant sein. Er würde dadurch aufhören, Christ zu sein.

Gott oder Anti-Gott? - das also ist die Frage.

Ihr kann man nicht dadurch ausweichen, daß Gott überhaupt geleugnet wird. Denn wer Gott leugnet, weiß keinen Grund anzugeben für das Verbot, andere Völker zu morden. Alles wäre erlaubt. "Wozu überhaupt Moral, wenn Leben, Natur, Geschichte, 'unmoralisch' sind?" (Nietzsche)7) Ein jegliches fände allein in der schwachen Kraft eine Grenze. Gewalt und Willkür wären die einzigen Majestäten, deren Himmelsprojektion Jahwe ist. Die Moral - das hat Nietzsche richtig erkannt - ist ohne Gott nur eine tückische Fessel des Willens der Macht. Das gälte für den Einzelnen, aber auch für Völker. Ohne Gott wäre die Ausrottung des Jüdischen Volkes eine Nullität. Das Gleiche könnte man natürlich auch über die Ausrottung eines jeden anderen Volkes sagen.

Die Glaubensentscheidung gegen Gott ist also die Entscheidung für den Anti-Gott Jahwe. Eine dritte Wahl gibt es nicht. Atheismus als Geisteszustand ist Schwäche des Denkens, das deshalb schwach ist, weil es jenen bipolaren Gegensatz und seine Folgen nicht zu fassen vermag.

Es ist ein verbreitetes Vorurteil, daß die Juden - weil Jahwe nur ihr Gott ist und nur ihr Gott bleiben soll - nicht andere Völker missionierten. Ihre Missionsarbeit ist nur nicht als solche erkannt worden. Mission unter Voraussetzung, daß Jahwe exklusiv der Gott der Juden sei, ist notwendig nur als Zersetzung des Glaubens an einen anderen Gott, also als Durchsetzung des Atheismus denkbar.

Nietzsche ist in einer eingeschobenen Bemerkung dieser Einsicht sehr nahe gekommen. Wir lesen bei ihm:

Europa ist gerade in Hinsicht auf Logisierung, auf reinlichere Kopf-Gewohnheiten den Juden nicht wenig Dank schuldig; voran die Deutschen, als eine beklagenswert deraisonnable Rasse, der man auch heute immer noch zuerst "den Kopf zu waschen" hat. Überall, wo Juden zu Einfluß gekommen sind, haben sie feiner zu scheiden, schärfer zu folgern, heller und sauberer zu schreiben gelehrt: ihre Aufgabe war es immer, ein Volk "zur Raison" zu bringen." 8)

Das Missionsinteresse ergab sich aus der gesellschaftlichen Lage der Juden. Der Jude Karl Marx benennt das praktische Bedürfnis:

"Solange der Staat christlich und der Jude jüdisch ist, sind beide ebenso-wenig fähig, die Emanzipation zu verleihen als zu empfangen."

Ergo: muß der christliche Staat atheistisch werden, damit Juden jüdisch bleiben und dennoch Vollbürger werden können.

Daß Religion Privatsache sei, ist möglicherweise eine jüdische Erfindung und das Letzte, woran sich Juden halten. Diese wissen durch ihre Diaspora-Erfahrung, daß ihr Zusammenhalt als (Pseudo-) Volk in dem Maße dahinschwindet, indem ihre Religiosität erstirbt. Und sie wissen auch, daß ihre Religiosität schwächer wird, wenn das kultische Bekenntnis kein organisiertes Gemeinschaftserlebnis mehr ist, sondern im nicht-öffentlichen Raum privatem Gutdünken überlassen bleibt. Eine lebendige Religion, die immer ein Moment der Substanz eines Volksgeistes ist, bedarf, um lebendig zu bleiben, des öffentlichen Kultus. In ihm vereinigen sich die endlichen Geister, um sich ihres gemeinsamen Glaubens und seiner gemeinschafts-erhaltenden Kraft zu vergewissern. Bleibt diese Selbstvergewisserung aus, obsiegt alsbald allgemein der Zweifel.

Mit der Losung der Französischen Revolution, daß Religion "Privatsache" sei, wurden jahwefremde Religionen, insbesondere die christliche, aus dem öffentlichen Raum verdrängt und so der kultischen Vergewisserung ent-zogen.

Nietzsche stellt auch den unmittelbaren Zusammenhang der "Logisierung" der Deutschen mit der eigentümlichen Lage der Juden wie folgt her:

Ein Jude umgekehrt ist, gemäß dem Geschäftskreis und der Vergangenheit seines Volks, gerade daran - daß man ihm glaubt - am wenigsten gewöhnt: man sehe sich darauf die jüdischen Gelehrten an - sie alle halten große Stücke auf die Logik, das heißt auf das Erzwingen der Zustimmung durch Gründe; sie wissen, daß sie mit ihr siegen müssen, selbst wo Rassen- und Klassen-Widerwille gegen sie vorhanden ist, wo man ihnen ungern glaubt. Nichts nämlich ist demokratischer als die Logik: sie kennt kein Ansehn der Person und nimmt auch die krummen Nasen für gerade.9)

Von dorther weht auch der Wind des dümmsten aller Vorurteile; daß man keine Vorurteile haben dürfe. Das Gegenteil ist richtig: Wer keine Vorurteile hat, ist handlungsunfähig und stirbt.

Das Vorurteil steigt aus dem gemeinsamen Unbewußten auf, in dem der unendliche Schatz der Erfahrungen und Erkenntnisse vorausgegangener Generationen gegenwärtig ist. Unsere handlungsermöglichende Weltanschauung und Orientierung besteht bis auf einen hauchdünnen Rand, in dem sich Neues bildet und Altes kritisch aufgehoben wird, aus Vorurteilen.

Die Medienhatz auf "Vorurteile" ist das priesterliche Geschäft im Gewand der Moderne: Das, was die Leute glauben sollen, die Inhalte des "Wissenschaftlichen Weltbildes", wird mit dem Vorurteilsvorwurf gegen Ketzerei geschützt.

Mit dem vermeintlich vorurteilsfreien, logischen Denken - dieser Waffe der Demokratie - haben die Juden im ehemals christlichen Abendland vermöge ihrer Verstellungskunst, gestützt auf die von ihnen beherrschte Presse für Jahwe die "kulturelle Hegemonie" erkämpft, die sie noch heute inne haben.

Fortsetzung folgt


KULTUR


Die Stellung der Frau in der heutigen Zeit

Die Stellung der Frau in der heutigen Zeit ist für sie fast immer noch so wie in den für uns erfaßbaren Zeiten. Sie kann nur so viel mitgestalten am Weltgeschehen, wie ihr vom Manne zugeteilt wird, erlaubt ist.

Deshalb bringt sie ihr Wissen, ihr Frausein nicht solcherart ein, daß zwischen ihr und dem Mann jene seelisch-geistige Symbiose entsteht, die von der Natur vorgesehen ist und welche die Grundvoraussetzung ist für eine gedeihliche Weltordnung. Allein die physische Ergänzung wird in unserer derzeitigen Epoche europäischer Geschichte bis zur Absurdität angepriesen und praktiziert.

Wie es in unserem Kulturraum zu dieser beabsichtigten psychischen Deformation der Frau gekommen ist, ist sattsam bekannt, der alttestamentarische Ursprung muß hier nicht wiederholt werden. Das WARUM aber sollte längst öffentlich von Mann und Frau dargestellt werden. Warum geschieht das nicht? Offenbar schätzt der Mann immer noch seine Deformation, die Allmachtsucht, die mit dieser Entwürdigung des anderen Geschlechts einherging.

Wie könnte es sonst heute noch geschehen, daß in einem Symposium von
27 namhaften Gelehrten, darunter mehrere Nobelpreisträger, die das Thema "The future of man" behandelten, auf dem die Sorge der Biologen um "die sich zunehmend verschlechternde Erbmasse der Menschheit" artikuliert wurde, nicht eine einzige Frau unter den Geladenen war? - Keine Einladung ZUGETEILT: Dabei könnte jede unverdorbene Frau, Mutter, Großmutter diese Herrn viel lehren. Kaum ein anderes Thema ist heute unter verantwortungsvollen Frauen mehr Gesprächsthema als dieses!

Zurück zur deformierten Frau:

Die Vorgehensweise, die Seelenkraft der Frau zuzurichten, variiert mit den Zeitläuften. Heute geschieht es vor allem über die Medien und mittels der Zeitgeist-Fangphrase "Selbstverwirklichung". Und wie sich herausstellt, betreiben Frauen jetzt ihre Zerstörung selbst, öffentlich, eifrig mit. Selbstzerstörung - wollte man das?
Dazu kommt die Ideologisierung der Geschlechtergleichheit, die ja letztendlich Weiblichkeit als eigene Dimension leugnet und damit noch mehr Weiblichkeit zerstört als es bisher schon gelungen ist.

Ein Beispiel:
General a. D. wird zu der neuerlichen Perversion "Frau zum Dienst an der Waffe" befragt: Er findet daran nichts zu beanstanden.
Warum wird nicht, z. B. die Ehefrau eines Kulturministers a. D., Mutter von sechs Töchtern, befragt? Ja, warum meldet sich eine solche prominente Mutter nicht ungefragt, um ihre Meinung dazu öffentlich zu sagen. Ja, wäre ihr das überhaupt ERLAUBT?

Die Ehre der Frau. Die Würde der Frau. Wer bestimmt sie, wenn nicht die Frau selbst? Kann sie es überhaupt noch? Zu bedenken ist, daß die Frau als Mutter durch alle Zeiten wenig Beistand erfahren hat in ihrer Not, das von ihr geborene Leben auch leben zu lassen. Bis heute. Jetzt wird sie auch noch verleitet, kriegsmäßig zu töten!

Wo so etwas geschieht, sind Männer immer noch die Feinde der Frauen. Die Feinde des Lebens. Haben die Weichensteller der Gesetze vergessen, daß es die mütterliche Liebe zum Kind ist, die in ihm das Urvertrauen in die Welt schafft und damit das Urvertrauen in Kraft? Sie verraten die Mütter, ihre eigenen Mütter; sie sprechen der Frau somit ihre Ehre und Würde ab.

Daß die Frau unter diesem Joch des Seelenkraft-Mißbrauchs und Verrates durch alle Zeiten trotzdem einen emotional bestimmten Maßstab für die Position eines menschlichen Zusammenlebens bewahrt hat, ist erstaunlich.
Könnte aus solcher Wurzel eine Wiedergeburt entstehen?
Dazu wäre es Not-wendend, die erste Wiedergeburt, die Renaissance, redlich und mutig zur Diskussion zu stellen. Schnell käme man zu der Tatsache, daß der Beginn des Humanismus, Renaissance genannt, nicht imstande war, den in der Gesellschaft tief verwurzelten, psychopathischen Frauenhaß zu beseitigen oder auch nur zu zügeln, im Gegenteil - dieser "Humanismus" gebar den Ausbruch der Hexenverfolgung, das tatsächliche Brandopfer. In der Frauenverbrennung, 300 Jahre lang, hat die jüdisch-christliche Androzentrik einen Höhepunkt erreicht, der wohl einmalig sein dürfte innerhalb der Religionsgeschichte der Menschheit.

Wer meint da immer noch, daß Eva den Mann verführt hat - - - der eigentliche Verführer des Mannes zur Sünde, das heißt zur Zielverfehlung, indem er diesen auf das Mannsein fixiert und so seine Vervollkommnung zum ganzen Menschen verhindert, ist Jahwe. Doch Jahwe ist nichts anderes als der Ausdruck einer naturfernen, materialistischen Un... ...(?) Er verspricht "Große, schöne Städte, die du nicht gebaut hast, mit Häusern voll von allerlei Gut, die du nicht gefüllt hast, Weinberge und Olivengärten, die du nicht gepflanzt hast". Immer noch das politische Konzept, das bis zum heutigen Tag - besonders heutigen Tags gilt. (Reklame für Börsenspekulation letzte Woche im Radio: "Jetzt müssen Sie kein Geld mehr verdienen, Sie können jetzt Geld machen").

Solche Verheißungen wären undenkbar aus dem Mund einer Göttin, weil sie Menschen achtet und ihnen nicht das Recht gibt, andere auszurotten, um selber besser leben zu können.
Was für eine ganz andere Menschheitsordnung vermittelt uns dagegen das Märchen.
Da gilt es, etwas von innen her aufzugreifen und mit ganzem Einsatz durchzustehen. Und den Preis zu entrichten, mit dem die Schönheit des Guten bezahlt werden muß: den Preis der Angst und der Verzweiflung, der Not und der Resignation, der Treue zu sich selbst und eines absichtslosen Gehorsams gegenüber dem, was den Dingen der Welt guttut.

Hierin äußert sich der hohe SINN und das Gemüt der Frau - sie sind verschüttet. Ihr eigenes Bild der Frau müssen die nordischen Völker wieder finden. Das kann nur geschehen wo Männer bereit sind, mit dem Wesen der Frau in Beziehung zu treten. N. W.

Das Unergründliche ist der Mutterschoß der Welt.

Wer seine Mutter erkennt, weiß um seine Kindschaft.

Wer sich als Kind erkennt, lebt der Mutter Leben;

er sieht in seinem Untergang einmal keine Gefahr.

Wer verhaltener Sinne bleibt

und seine Kräfte wahrt, der erschöpft sich nicht.

Wer sich aber ausgibt

und sich umtriebig in alles mischt, der lebt vergeblich.

Wer sich bewußt ist,

nur ein Fünklein zu sein,

der ist erleuchtet.

Wer als Werdender

weich und schmiegsam bleibt,

der ist stark.

Wer so erleuchtet

in des Lichtes Ursprung zurückkehrt,

den trifft kein Untergang.

Unsterblich ist,

wer im Wesen west

und an keiner Gestalt haftet.

Lao Tse


Liebe Freunde!

Ich danke allen, die mir aus Anlaß der Ostertage Glückwünsche und Ihr Mitgefühl über meine augenblickliche Lage übermittelten, auf diesem Wege recht herzlich und hoffe, daß das neue Jahrhundert dem deutschen Volk die ersehnte Befreiung von Vormundschaft jedweder Art bringt und das deutsche Volk in freier Selbstbestimmung seine Zukunft wieder selbst gestalten kann.

Daran mitzuarbeiten ist auch eine unserer Aufgaben.

Ihr E. G. Kögel

RECHT


M. Gladbach, den 28.12.1999

Liebe Leute "im freien Teil Deutschlands" oder außerhalb unsres Landes in "der freien Welt"!

Als Weihnachtsgabe erhielt ich diesmal die Ablehnung meines Revisionsantrages in dem noch offen gewesenen Verfahren.

"Verurteilung nicht für das, was [ich] geschrieben habe, das kann das

Gericht nicht beurteilen" (nachdem es Beweisanträge und Gutachter abgelehnt hatte), "sondern für das, was [ich] nicht geschrieben habe"; so Amtsrichter Kröner am 6.5.1997 in Herford). D.h. ein neuerlicher Strafvollzug von weiteren 14 Monaten ist "rechtskräftig".

Beschlossen wurde dies am 28. Oktober 1999 vom Oberlandesgericht Hamm durch die Richter. Dr. Ramin, Giesert und Horstmeyer (Az: 3 Ss 77/99 OLG Hamm -- + 6 Ns 3 Ls 46 Js 71/96 - W 3/98 VI - LG Bielefeld).

Um Sie nicht mit langwierigen juristischen Spitzfindigkeiten oder Haarspaltereien zu belasten, die Sie wahrscheinlich auch nicht verstehen werden, in Kurzform das Wichtigste:

1.) Daß ich vor Veröffentlichung der HT-Nr. 66, 67 + 68 = 4 Rechtsanwälte konsultiert hatte mit dem Ergebnis, daß diese mir die beabsichtigten Publikationen für juristisch nicht zu beanstanden schriftlich freigegeben hatten, was AG + LG einmal mit der Begründung "Gefälligkeitsgutachten haben keinen Wert" und zum andern mit "wahrscheinlich mündlichen Erörterungen und Warnungen durch die RA" außer Kraft gesetzt hatten, fand in der Revisionsbegründung mit keinem Wort Erwähnung.

2.) Ebenso wenig erwähnte das Revisionsgericht (OLG Hamm, 3. Strafsenat) unsere Rüge, daß überhaupt keine richterliche Beratung stattgefunden hatte.

3.) Der Verfahrensrüge, daß ein Verteidiger - weil Zeuge - aus dem Saal verwiesen worden war und deshalb der Verhandlung nicht folgen konnte, blieb unbeachtet, weil sie nicht in der "gebotenen Form" erfolgt war; es hätte der Gerichtsbeschluß erwähnt sein müssen. Ein Verteidiger genügte.

4.) Die Ablehnung eines Beweisantrages mit der Begründung, der Angeklagte habe keine Beweismittel benannt (unser Anwalt hat selbstverständlich Beweismittel genannt), sei nicht zu beanstanden. Die in den Heften selbst benannten Beweismittel standen nicht zur Debatte.

5.) Der Angeklagte habe in seinem Antrag auf Inaugenscheinnahme und Verlesung der in seinem Beweisantrag im Auszug mitgeteilten Meinungen und Tatsachen versäumt (also doch Beweismittel genannt!), "einen Antrag auf Inaugenscheinnahme und Verlesung von Urkunden außerhalb seines Antrages zu stellen": "Sein Antrag hatte daher nur die Bedeutung einer Beweisanregung. "

6.) Der Angeklagte habe "versäumt vorzutragen, warum die Strafkammer sich hätte gedrängt sehen müssen, dem Antrag des Angeklagten nachzukommen" .

7.) Die Strafkammer habe zwar nicht näher begründet, warum sich der Angeklagte der Verunglimpfung der Verstorbenen schuldig gemacht habe, doch ist sie davon ausgegangen, daß die Verharmlosung des Völkermordes an den Juden eine Verunglimpfung darstelle. Diese Bewertung ist nicht zu beanstanden. Die Verharmlosung ist schon dadurch gegeben, daß der Angeklagte von "massiv gegen Deutschland vorgetragene Greuelbehauptungen" und davon geschrieben hat, daß "hohe Repräsentanten der Bundesrepublik unentwegt mit geschichtsverdrehenden Anklagen gegen ihr eigenes Volk in der Welt herumreisten." "Damit sei der Anspruch der dem Massenmord zum Opfer gefallenen Juden auf Achtung ihres besonderen Leidensschicksals verletzt". Dadurch sei verunglimpft worden.

8.) Im Gegensatz zum Schriftsatz des Angeklagten hatte die Strafkammer "keinen Anlaß, den Angeklagten einem Gewissenstäter gleichzustellen. Die Einstellung des Angeklagten zu den Geschehnissen des Holocaust ist vielmehr als politische Verblendung und Unbelehrbarkeit anzusehen, die ihn nicht zu entlasten, vermag. "

Ihnen ein frohes rechtschaffenes neues Jahrtausend

Udo Walendy

Zinnstraße 33

33 649 Bielefeld/Brackwede

auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft einstimmig

b e s c h 1 o s s e n

Die Revision wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils aufgrund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Die Kosten des Rechtsmittels fallen dem Angeklagten zur Last (§ 473 Abs. 1 StPO).

Zusatz:

1.)

Die mit der Revisionsbegründung des Verteidigers Prof. Dr. Bracht erhobene Verfahrensrüge, es sei der absolute Revisionsgrund des § 338 Nr. 8 StPO gegeben, ist unzulässig, da sie nicht in der gebotenen Form erhoben worden ist. Die Vorschrift des § 338 Nr. 8 StPO setzt voraus, dass die Beschränkung der Verteidigung durch einen in der Hauptverhandlung ergangenen Gerichtsbeschluss erfolgt ist. Dies muss mit der Revisionsbegründung vorgetragen werden (vgl. BGH NJW 1996, 2383; Kleinknecht/Meyer-Goßner, StPO, 44. Aufl., § 338 Rdz. 60). Das ist nicht geschehen.

2.)

Soweit in der Revisionsbegründung des Verteidigers Rechtsanwalt Herrmann der Revisionsgrund des § 338 Nr. 5 StPO geltend gemacht wird, hat die Generalstaatsanwaltschaft zu Recht darauf verwiesen, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes selbst im Falle einer notwendigen Verteidigung die Anwesenheit eines Verteidigers von mehreren bestellten bzw. beauftragten Verteidigern genügt. Ergänzung wird insoweit angemerkt, dass auch eine etwaige Arbeitsteilung unter mehreren Verteidigern keinen ausreichenden Grund für eine andere Beurteilung darstellt (vgl. BGH bei Holtz, MDR 1981, 457; 1966, 201).

3.)

Die Ablehnung des Beweisantrags zu B (1) ist zumindest hinsichtlich der Begründung, der Angeklagte habe 'keine Beweismittel benannt, nicht zu beanstanden. Denn der Angeklagte hat durch seinen Antrag auf Inaugenscheinnahme und Verlesung der in seinem Beweisantrag im Auszug mitgeteilten Meinungen und Tatsachen im Ergebnis lediglich einen Antrag auf Inaugenscheinnahme und Verlesung seines schriftlichen Beweisantrages nicht aber auf Inaugenscheinnahme und Verlesung von Urkunden außerhalb seines Antrages gestellt. Einen Antrag auf Verlesung oder Inaugenscheinnahme der die im Auszug mitgeteilten Meinungsäußerungen enthaltenden Urkunden ist außerdem auch dann nicht erfolgt, nachdem die Strafkammer durch ihren Beschluss deutlich gemacht hatte, dass der gestellte Antrag ihrer Auffassung nicht den Anforderungen an einen ordnungsgemäßen Beweisantrag in Bezug auf das Erfordernis der Benennung eines bestimmten Beweismittels entspreche. Ebensowenig hat der Angeklagte nach Erlass des von ihm beanstandeten Beschlusses Beweis für die in seinem Beweisantrag zu B (1) aufgeführten Tatsachenbehauptungen angeboten. Infolgedessen kann sich der Angeklagte jetzt nicht mehr darauf berufen, die Strafkammer habe seinen Antrag unzutreffend ausgelegt, tatsächlich habe er die Inaugenscheinnahme und Verlesung - allerdings in der Hauptverhandlung nicht präsenter - Urkunden beantragt. Vielmehr hätte er dies sofort rügen müssen (vgl. Kleinknecht/Meyer-Goßner, StPO, 44 Aufl., § 244 Rdz. 42 m.w.N.; OLG Hamm VRS 40, 205).

Der Antrag zu B (1) hatte daher nur die Bedeutung einer Beweisanregung. Die Nichtbeachtung einer Beweisanregung durch das Gericht kann zwar eine Verletzung der gerichtlichen Aufklärungspflicht gemäß § 244 Abs. 2 StPO darstellen. Im vorliegenden Fall ist aber weder von dem Angeklagten vorgetragen worden, warum die Strafkammer sich hätte gedrängt sehen müssen, dem Antrag des Angeklagten nachzukommen, noch ergeben sich Umstände, die eine Beweiserhebung für die Strafkammer nahelegten, aus dem gestellten Antrag selbst, vielmehr ist nicht zu beanstanden, dass die Strafkammer, wie sich aus den Gründen des angefochtenen Urteils ergibt, den systematischen Massenmord an den Juden in Konzentrationslagern unter dem nationalsozialistischen Regime während des zweiten Weltkrieges als offenkundige Tatsache angesehen hat. Diese Auffassung, der sich auch der Senat anschließt, steht in Einklang mit der Rechtsprechung sowohl des Bundesverfassungsgericht (vgl. NJW 1993, 916; 1982, 1803;), des Bundesgerichtshofes (vgl. BGH NJW 1980, 45;, BGHSt 31, 226, NStZ 194, 140; NStZ 1995,128) und der Oberlandesgerichte (vgl. OLG Köln NJW 1981, 1280; OLG Celle NJW 1982, 1545; OLG Düsseldorf StV 1992, 314). Neue, d. h. bisher noch nicht berücksichtigte Tatsachen oder Umstände können zwar dazu führen, dass die Offenkundigkeit einer Tatsache erschüttert und eine erneute Beweisaufnahme über diese Tatsache erforderlich wird (vgl. BGHSt 6, 293). Ein darauf abzielender Beweisantrag muss aber nicht nur entsprechende Tatsachen vortragen, sondern auch schlüssig dartun, warum sie geeignet sein sollen, die bisher angenommene Offenkundigkeit zu erschüttern (vgl. Düsseldorf a.a.O.; Gollwitzer in L-R, StPO, 25. Auf1., § 244 Rdz. 227 m. w. N.). Derartige Ausführungen sind hier nicht erfolgt und waren auch nicht entbehrlich, da sich ernsthafte Zweifel an der Offenkundigkeit der historischen Tatsache des Massenmordes an den Juden allein aufgrund der in dem Beweisantrag aufgestellten oder mitgeteilten Tatsachenbehauptungen und auszugsweise wiedergegebenen Meinungsäußerungen nicht ergaben. Eine Aufklärungspflichtverletzung ist daher nicht in der erforderlichen Form dargelegt worden.

4.)

Die Strafkammer hat zwar ihre rechtliche Würdigung, der Angeklagte habe sich der Verunglimpflichung des Andenkens Verstorbener gemäß § 189, 194 Abs- 2 Satz StGB schuldig gemacht, nicht näher begründet. Sie ist aber ersichtlich davon ausgegangen, dass durch die von ihr festgestellte Verharmlosung des Völkermordes an den Juden in. den Druckschriften des Angeklagten sowie dadurch, dass in diesen eine systematische Vernichtung der Juden im "Dritten Reich" in Frage gestellt worden ist, eine Verunglimpflichung der dem Massenmord zum Opfer gefallenen Juden erfolgt ist. Diese Bewertung ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, so dass sich insoweit ein Rechtsfehler zu Lasten des Angeklagten nicht feststellen lässt.

5.)

Das besondere Schicksal der Juden, die aufgrund staatlich organisierter und gelenkter Gewaltmaßnahmen, während der nationalsozialistischen Herrschaft in Konzentrationslagern ihr Leben verloren haben, ist Teil deren persönlicher Würde (vgl. BVerfGE NJW 1994, 1779; BGH NJW 1980, 45; NStZ 1994, 392). Indem der Angeklagte, wie das Landgericht festgestellt hat, das Ausmass der systematischen Judenvernichtung im Dritten Reich verharmlost und deren Umfang herabgemindert hat, was u.a. durch Ausführungen wie "massiv gegen Deutschland vorgetragene Greuelbehauptungen, die nicht mit amtlich-wissenschaftlichen Analysen widerlegt worden seien, um damit Schaden vom deutschen Volk abzuwenden", und "hohe Repräsentanten der Bundesrepublik reisten unentwegt mit geschichtsverdrehenden Anklagen gegen ihr eigenes Volk in der Welt herum," geschehen ist; hat der Angeklagte den Anspruch der dem Massenmord zum Opfer gefallenen Juden auf Achtung ihres besonderen Leidensschicksals verletzt. Dadurch hat er das Andenken der als Opfer der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft ermordeten Juden verunglimpft.

6.)

Entgegen der Ansicht des Angeklagten in seinem Schriftsatz vom 22.4.1999 hatte die Strafkammer keinen Anlass, den Angeklagten einem Gewissenstäter gleichzustellen, der aufgrund einer achtbaren Gewissensentscheidung gehandelt hat. Die Einstellung des Angeklagten zu den Geschehnissen des Holocaust ist vielmehr als politische Verblendung und Unbelehrbarkeit anzusehen, die ihn nicht zu entlasten vermag (vgl. BGH NJW 1995, 340).

7.)

Schließlich ist auch die unterlassene Gesamtstrafenbildung nicht zu beanstanden. Soweit in den Gründen des angefochtenen Urteils als Datum der Vorverurteilung durch das Landgericht Bielefeld in dem Verfahren 2 Kls 46 Js 374/95 - W/96 II der 17. Juli 1996 angegeben worden ist, handelt es sich um ein offensichtliches Versehen. Das zutreffende Datum des Urteilserlasses ist vielmehr der 17. Mai 1996. Dies ergibt sich aus weiteren Ausführungen in den Gründen des angefochtenen Urteils. Auf Seite 14 des Urteils) heißt es nämlich, die Bildung einer Gesamtstrafe mit derjenigen Strafe, die der Angeklagte zur Zeit verbüße, sei nicht möglich. Denn der Angeklagte habe auch nach jener Verurteilung im Mai 1996 durch das Landgericht Bielefeld die Druckschriften Nr. 66 und Nr. 68 weiterhin für Interessenten und Kunden bereitgehalten. Die Tat, derentwegen nunmehr eine Verurteilung erfolgt sei, liege daher zeitlich teilweise nach der rechtskräftigen Verurteilung durch das Landgericht Bielefeld. Außerdem wird ausgeführt, dass gegen den Angeklagten zur Tatzeit ein Verfahren vor dem Landgericht Bielefeld gelaufen sei, das im Mai 1996 mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe geendet habe. Schließlich wird auf Seite 3 des angefochtenen Urteils das Urteil des Landgerichts Bielefeld mit dem angeblichen Datum "17.07.1996", durch das gegen den Verurteilten eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verhängt worden ist, als erste Vorverurteilung des Angeklagten angeführt und sodann auf Seite 4 die Angabe der zweiten Vorbelastung mit den Worten, in einem weiteren Urteil des Landgerichts Bielefeld vom 17.05. 1996 sei es um die Einziehung von Ausgaben der Druckschriften "Historische Tatsachen Nr. 59 und Nr. 60 gegangen, eingeleitet.

Dr. Ramin Giesert Horstmeyer


Kein Rechtsstaat, aber Paradies der Kriminellen

H. W. Woltersdorf

In den 55 Jahren nach dem 2. Weltkrieg wird uns permanent vorgegaukelt, wir seien ein Rechtsstaat in der freiesten Demokratie, die es jemals auf deutschem Boden gegeben hat. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit wird es mündlich und schriftlich wiederholt, so daß wir es hinnehmen wie den täglichen Sonnenaufgang. Wer erinnert sich aber überhaupt noch daran, nach welchem eigenartigen Recht dieser Rechtsstaat begonnen hat!

Unter der Wortführung der USA wurde für das Kriegsende eine bedingungslose Kapitulation gefordert. Allein dieses mittelalterliche Relikt ist ein Novum in der modernen Geschichte. So hatten denn die drei Teile der deutschen Wehrmacht am 7. und 9. Mai 1945 die vorgelegte Kapitulationsurkunde unterschrieben. Die Reichsregierung hatte diese bedingungslose Kapitulation nicht unterschrieben. Es wurde ihr nicht einmal dazu eine Gelegenheit gegeben. Die in Schleswig Holstein befindliche Regierung unter Reichskanzler Dönitz wurde gefangen gesetzt, in entwürdigenden Unterhosen abgeführt und später im Nürnberger Prozeß als Kriegsverbrecher abgeurteilt, teils aufgehängt oder zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt.

Einen Friedensvertrag, der einen Kriegszustand endgültig beendet, hat es bis heute nicht gegeben. Er hätte auch nur von der Reichsregierung oder deren Rechtsnachfolger unterzeichnet werden können. Gleichermaßen galt und gilt bis heute nach den Satzungen der UNO für Deutschland eine Feindstaatenklausel. Diese besagt, daß jede Besatzungsmacht ohne besondere Erklärung und ohne einschränkende Bedingungen die Kampfhandlungen gegen das deutsche Volk wieder aufnehmen darf. Ohne Rechtsnachfolger des deutschen Reiches und ohne Friedensvertrag haben de jure und de facto die Besatzungsmächte die Verantwortung für das weitere Geschehen in dem besiegten Volk.

Das Provisorium

Es galt bis 1945 die demokratisch und legal entstandene Weimarer Verfassung vom Juli 1919. Diese war ebenso rechtsstaatlich wie freiheitlich. Diese niemals offiziell außer Kraft gesetzte Verfassung wurde 1945 einfach ignoriert. An ihrer Stelle diktierten die Besatzungsmächte ein Grundgesetz, das lediglich für die drei westlichen Besatzungszonen, nicht aber für die russisch besetzte Ostzone galt. Die Besatzungsmächte nominierten eine Auswahl von neuen Parteipolitikern, welche dieses Grundgesetz unterzeichneten und bekannt gaben. Die Besatzungsmächte sperrten zunächst zum Zwecke der "Entnazifizierung" alle Personen in "Internierungslager" genannte KZs, welche man für verdächtig hielt, Nationalsozialisten in irgendwelchen maßgeblichen Funktionen gewesen zu sein. Nach dieser Vorabsäuberung erteilten sie geeigneten Politikern und Publizisten die Erlaubnis, politische Parteien oder Zeitungen zu gründen. Wichtigste Qualifikation war eine antifaschistische Bewährung.

Dieses somit auf den Weg gebrachte Provisorium nannte man "Bundesregierung Deutschland", abgekürzt BRD. Die Konstituierung als Bundesregierung verfolgte den Zweck, eine einheitliche Bundesregierung zu entmachten, indem man entscheidende Kompetenzen den Landesregierungen oder gar den einzelnen kleinen Stadtstaaten übertrug. Das erinnert an den Westfälischen Frieden von 1648, durch den eine Vielzahl von Kleinstaaten gegründet wurde, damit kein zu mächtiges Staatsgebilde in Deutschland entstehen konnte.

Das Wesen des Rechts

Der Ursprung und das Wesen des Rechts und der Rechtsidee ist im objektiven Sinne die durch den Willen einer Gemeinschaft mit der Pflicht zur Befolgung geschaffene Ordnung der Lebensverhältnisse. Keine Gemeinschaft, keine Gesellschaft, kein Verein, kein Volk und kein Staat kann ohne ordnungschaffende Verträge, Statuten, Verfassungen oder wie auch immer man diese Rechtsgebilde nennen mag, existieren. Diese legen die Rechte und Pflichten der Mitglieder fest, regeln die Verhaltensweisen und bestimmen gleichermaßen die Strafen für Verstöße gegen die Gemeinschaft. Wesentlich ist die Freiwilligkeit, mit der sich die Mitglieder der selbstgeschaffenen Rechtsordnung unterwerfen. Wesentlich ist ferner, daß Sinn und Zweck der Statuten primär die Erhaltung der Gemeinschaft zum Inhalt hat. Das gilt für den Skatklub ebenso wie für den Verein, das wirtschaftliche Unternehmen, die Interessengemeinschaft und den Staat.

Die Anmaßung von einem Rechtsstaat

Kein europäischer und auch kein außereuropäischer Staat, der die Rechtsnormen erfüllt, bezeichnet sich als Rechtsstaat. Nur unsere Bundesregierung macht diese Ausnahme. Dabei ist unsere Bundesregierung der einzige Staat, der diese wesentlichen Rechtsnormen nicht erfüllt. Voraussetzung dafür ist die Freiwilligkeit, mit der sich die Gemeinschaft, das Volk, seinen Statuten mit der Pflicht zur Befolgung unterwirft. Das vollzieht sich in der Form, daß ein speziell dafür ausgewähltes Gremium die Statuten oder die Verfassung entwirft und dem Volk zur Abstimmung vorlegt. In der Regel soll auch jede spätere Änderung der Statuten vom Volk genehmigt werden.

Hingegen ist das Grundgesetz von den Besatzungsmächten diktiert und niemals dem Volk zur Abstimmung vorgelegt worden. Es wurde nur zur Kenntnis gegeben. Nach diesen Statuten des Grundgesetzes ist auch keine Volksbefragung oder Volksentscheid für den Fall einer Änderung der Statuten vorgesehen, nicht einmal für den Fall, daß die eingesetzte Regierung Stück für Stück staatlicher Souveränitäten oder Kompetenzen, welche die Gemeinschaft als Einheit gefährden, aufgibt und damit die Gemeinschaft auflöst. Wenn dieser "Rechtsstaat" auch noch mit dem Attribut demokratisch versehen wird, ist das alles nur eine Farce.

Für ein staatliches Rechtswesen gilt ferner die Kontinuität der Regierungsfolgen als zwingend. Eine Regierung kann abdanken und einen Nachfolger bestimmen; eine Regierung kann abgewählt werden, um einer neuen Platz zu machen. Selbst eine Revolution, nach der von den Revolutionären eine neue Regierung eingesetzt wird, gilt als legale Rechtsnachfolge. Doch die Reichsregierung von 1945 hat nicht abgedankt, ist nicht abgewählt und auch nicht durch eine Revolution vertrieben worden. Reichskanzler Dönitz hat auch keinen Nachfolger bestimmt. Im staatsrechtlichen Sinne hat die Reichsregierung keinen legalisierten Nachfolger. Das deutsche Reich ist nicht untergegangen. So rechnet man damit, daß im Lauf der Zeit eine Art Gewohnheitsrecht entsteht und niemand mehr nach den Rechtsgrundlagen unseres "Rechtsstaates" fragen wird.

Der Unrechtsstaat

Der "Rechtsstaat" ist also lediglich eine politische Augenwischerei, um von dem wahren Unrecht unserer staatsrechtlichen Voraussetzungen abzulenken. Vor allen Dingen will sich die Bundesregierung von Unrechtsstaaten abheben und verweist auf das vorangegangene nationalsozialistische System. Es wird nicht nur als eine Diktatur, sondern als ein verbrecherisches System bezeichnet. Diese Propagandabehauptung muß nicht unbedingt juristisch nachgewiesen werden, sondern ergibt sich vor allen Dingen aus der Fülle von Einzelschicksalen, die in zahllosen Büchern, Memoiren und filmen einen großen Teil der Nachkriegskultur ausmachen und die Schrecknisse der Nazidiktatur beschreiben. Nicht der Einzelfall, sondern die große Masse muß es bringen.

Nun hat noch nie in der Geschichte der Sieger eines Krieges auch die Schuld für diesen Krieg übernommen oder gar sich der Kriegs- und Menschheitsverbrechen bezichtigt. Diese Last hat grundsätzlich der Besiegte zu tragen. Nach 1945 wurde die deutsche Geschichte von den Siegern geschrieben. Sie konnten dem damaligen System unwidersprochen die schlimmsten Verbrechen anhängen. Das hatte man bereits nach dem 1. Weltkrieg versucht, doch alle politischen Parteien der Weimarer Republik haben sich gegen diese Unterstellungen gewehrt und letztlich auch die Unhaltbarkeit der Schuld- und Verbrechensbehauptungen nachgewiesen. Doch mit der bedingungslosen Kapitulation haben die Sieger die Alleinherrschaft über alle Medien und Bildungseinrichtungen übernommen und fanden in den ausgewählten Politikern und Publizisten willige Helfer, die sie in der berüchtigten "Vergangenheitsbewältigung" noch weit übertrafen. Schließlich ist deren gehorsames Wirken im Sinne der Siegermächte umso gerechtfertigter, je schlimmer die Verbrechen der Vergangenheit dargestellt werden.

So also ist ein Unrechtsstaat, ein verbrecherisches System, entstanden, das keines weiteren Beweises bedarf, weil es inzwischen die ganze Welt weiß. Doch das Rechtssystem und Rechtswesen des NS-Staates ist gegen das der BRD geradezu makellos. Zunächst ist die NSDAP in dem Wettlauf zahlreicher Parteien um die Mehrheit und Herrschaft völlig demokratisch und legal an die Macht gekommen. Die demokratisch zustande gekommene Weimarer Verfassung ist uneingeschränkt übernommen worden. Somit ist de Behauptung von einer Diktatur ungerechtfertigt. Selbst das sogenannte Ermächtigungsgesetz hatte in der Weimarer Republik an die 200 Vorgänger. Es sind die bekannten Notverordnungen, die demokratisch beschlossen werden, um der Regierung die Möglichkeit zu geben, Maßnahmen und Gesetze ohne Parlament zu erlassen, um Not und drohende Gefahren vom Volk und Staat abzuwenden. Die meisten oppositionellen politischen Parteien hatten sich 1933 von selbst aufgelöst, bzw. wurden sie wegen Hochverrates verboten. Die wirtschaftlichen und sozialen Erfolge der neuen Regierung waren so überwältigend, daß sehr bald in Volksabstimmungen ein Einverständnis bis zu 99% der Wähler erzielt wurde, so daß keine neue Partei Aussicht auf Wählerstimmen gehabt hätte. Keine Demokratie der Welt hat jemals eine derartige Übereinstimmung von Staat und Volk erreicht.

Wenn trotzdem dieses System als Unrechtsstaat bezeichnet wird, so kann damit nur noch eine Rechtsunsicherheit und Rechtswillkür gemeint sein. Doch die Gerichte waren gehalten, nach Recht und Gesetz zu urteilen. Eine Rechtswillkür ist trotz aller Bemühungen, dieses System als Unrechtssystem zu verurteilen, nicht gegeben. Es konnte bisher kein einziger Richter aus dieser Zeit überführt und bestraft werden, weil er willkürlich und ohne Gesetzesgrundlage ge- und verurteilt hätte. Daß in einem Kriegsfall, zudem noch in dieser extremen Entartung, das Strafmaß notfalls voll ausgeschöpft wurde, ist gewiß eine Praxis, die jeder kriegführende Staat übt. Es gibt hingegen zahlreiche Anhaltspunkte dafür, daß die damaligen Kriegsgegner in ihrem eigenen Land Maßnahmen ergriffen haben, die einer gesetzlichen Grundlage entbehren.

Wenn man die Rechtmäßigkeit des NS-Staates mit der der Bundesregierung vergleicht, so trifft die Behauptung von einem Unrechtsstaat eher auf die Bundesregierung zu, weil allein das vom Volk weder gewollte noch genehmigte Grundgesetz die Voraussetzungen für einen demokratischen Rechtsstaat nicht erfüllt. Folglich tragen alle politischen Entscheidungen, die auf dem Grundgesetz basieren, die Anzeichen einer Diktatur.

Gegen das Staatsvolk

Es sollte immer wieder daran erinnert werden, daß durch die bedingungslose Kapitulation eine Rechtsnachfolge des nicht untergegangenen deutschen Reiches nicht besteht, womit die alleinige Verantwortung für das politische Geschehen in Deutschland den Siegermächten obliegt. Diese haben sowohl in Ost wie in West eine provisorische Regierung eingesetzt, welche die Interessen der jeweiligen Besatzung- oder Siegermächte zu erfüllen hat. Diese haben eine gründliche Umerziehung des Volkes durchgeführt, durch welche die Reichsregierung generell und in unzähligen Details als ein verbrecherisches System behauptet wird. Der Inhalt dieser immer noch fortlaufenden Umerziehung hat alsbald Eingang nicht nur in das gesamte Bildungswesen, sondern auch in die Rechtspraxis gefunden. Um die Inhalte dieser Umerziehung gegen jede Art von Revision zu schützen, wurden Gesetze erlassen, die man schlechthin als "Maulkorbgesetze" bezeichnet. Diese verbieten laut Gesetzestext eine Verherrlichung des dritten Reiches, eine Volksverhetzung, eine Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und die Auschwitzlüge. Jeder Versuch also, die unbewiesenen Behauptungen, Übertreibungen oder gar Lügen der Umerziehung zu korrigieren, kann durch die gummiartigen Gesetzestexte unterbunden und bestraft werden. Hunderte von Büchern und Schriften sind unter diesem Terror indiziert, verboten. Die Autoren sind teils unverhältnismäßig hoch bestraft worden. Allein im Jahre 1988 wurden an die 8000 Urteile aus diesen politischen Gründen gefällt. Soweit Bücher diesen Tatbestand nicht direkt erfüllen, also nicht verboten werden können, sorgt eine geheime Regie dafür, daß sie nicht in Buchhandlungen gezeigt oder in Zeitungen empfohlen werden.

Welches Staatsvolk würde jemals einer Verfassung und einer Gesetzgebung zustimmen, welche die Entlastung seiner Vergangenheit von Schuld und Verbrechen verbietet! Ebenso unerträglich ist es, daß Inhalte dieser Umerziehung, für die die Umerzieher keine fundierten Beweise erbringen können, zu einer "offenkundigen Tatsache, die keines Beweises bedarf" erklärt werden. Die Gerichte sind angewiesen, zu verurteilen, ohne entlastende Beweise zuzulassen. Damit übernehmen die Gerichte die Rolle von Historikern, ohne Historiker als beweisführende Zeugen oder Gutachter zuzulassen.

Sind das Merkmale eines Rechtsstaates in der freiheitlichsten aller Demokratien, die es je auf deutschem Boden gab? Sind das nicht vielmehr Merkmale einer Besatzungsdiktatur, um nach der physischen Vernichtung des 2. Weltkrieges auch noch die moralische Vernichtung folgen zu lassen? Ein sogenannter Verfassungsschutz schützt eine Verfassung, die es nicht gibt, indem er das Volk danach ausspioniert, ob es Bücher, Schriften, Reden oder Veranstaltungen gibt, welche die Umerziehung in Frage stellen könnten, um die Staatsanwaltschaften zu Ermittlungen zu veranlassen.

Die Rechtspraxis

Während die solchermaßen politisch Verurteilten unverhältnismäßig hoch bestraft werden und ihre Haftstrafen voll abbüßen müssen, kann jeder Kriminelle damit rechnen, daß er vorzeitig aus der verhängten Haftstrafe entlassen wird.

Die Titulierung eines Rechtsstaates nimmt die Bundesregierung deswegen in Anspruch, um sich von dem NS-System zu unterscheiden, dem ein Unrechtsstaat mit einer gesetzlosen Rechtswillkür unterstellt wird. Sie will damit zum Ausdruck bringen, daß damit auch der angeblich oder tatsächlich Kriminelle vor einer staatlichen Willkür geschützt ist und keine erlaubten Mittel zu seiner Überführung zu befürchten hat. Da außerdem der Unrechtsstaat mit unverhältnismäßig hohen Strafen bemüht war, von kriminellen Handlungen abzuschrecken, behauptet der Rechtsstaat, daß hohe Strafe keineswegs abschreckend sind, und be- und verurteilt daher die Straftäter äußerst milde. Diese Diktion lernen die Jurastudenten wie ein Gedicht.

Früher galt "Du bist nichts, Dein Volk ist alles". Dieser Vorrang der Gemeinschaft vor den Interessen des Einzelnen war und ist eine Selbstverständlichkeit. Heute ist das Volk, das deutsche Volk, diskriminiert und disqualifiziert, womit die Prioritäten umgekehrt werden: "Dein Volk ist nichts, Du bist alles." Eine besondere Fürsorge scheint den Kriminellen zu gelten. Die Todesstrafe ist abgeschafft, selbst die strafverschärfenden Zuchthäuser gibt es nicht mehr. Die Gefängnisse empfehlen sich als recht komfortable Jugendherbergen mit großzügigen Zellen, Radio, Fernsehen, mit Spiel- und Sporteinrichtungen und auch mit Urlaub und Freigängen. Die Kriminellen sollen den Kontakt zu ihren Familien und zu ihren Arbeitsplätzen nicht verlieren. Daß diese Freigänge dazu ausgenutzt werden, um auch den Kontakt zu ihren Straftaten nicht zu verlieren, beweisen, die vielfachen Wiederholungen der Straftaten, der Vergewaltigungen, Kindesmißbrauch, Einbruch, Diebstahl, Drogenhandel und dergleichen bei Freigängen. Man befolgt eine karitative Justiz, die nicht mit Strafen rächen will, sondern die Straftäter resozialisieren möchte. Daß die meisten Straftäter bereits einmal resozialisiert worden sind, stellt nicht das Prinzip in Frage, sondern beweist nur, daß die Resozialisierung - noch - nicht erfolgreich war.

In diesem milden Klima blüht und wächst die Kriminalität. In jeder Verfassung ist der Staat verpflichtet, die Freiheit, das Leben und das Eigentum seiner Bürger zu schützen - nicht vor einer staatlichen Willkür, sondern vor den gesetzwidrigen kriminellen Elementen. Diese aber haben in der karitativen Justiz derart überhandgenommen, daß die Bürger immer eindringlicher zum Selbstschutz angehalten werden. Sie haben ihre Häuser durch Sicherungs- und Alarmanlagen zu Festungen gemacht, vermeiden es, allein durch dunkle Straßen zu gehen, meiden Parks und einsame Gegenden, werden vor Taschendieben gewarnt, müssen sich durch spezielle Sprays oder Alarmanlagen vor Überfällen schützen und lernen, wie man unbekannte Besucher als Betrüger oder harmlose Menschen unterscheidet.

Sinn und Zweck der Strafen

Strafen haben primär eine erzieherische Aufgabe. Während Tiere in die Verhaltensordnung ihrer Gemeinschaften durch Instinkte hineindiszipliniert werden, muß der Mensch diese von klein auf lernen. Die Eltern lehren die richtigen Verhaltensweise, erlassen Gebote und Verbote und drohen mit Strafen für Zuwiderhandlungen, nicht um zu rächen, sondern um diese zu verhindern. Früher wurde die Erziehung in den Schulen fortgesetzt, doch eine weltanschaulich motivierte Diktion hat dafür gesorgt, daß den Lehrern diese Kompetenz entzogen wird. Lehrer sollen wissen vermitteln, denn nach den Anschauungen des dialektischen Materialismus sorgt allein das Wissen um die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung für ein richtiges und zweckmäßiges Verhalten. Strafen können dieses Wissen nicht ersetzen, und Strafen können auch keine Einsicht vermitteln in Dinge, die man - noch - nicht versteht.

Während der Kriegszeit waren die Ortschaften verdunkelt. Keine Straßenlaterne und kein Licht aus einem Haus erhellte die Szene. Ganze Städte wurden in Schutt und Asche gelegt, das heilgebliebene Inventar war schutzlos dem Zugriff preisgegeben. Damals galt die Todesstrafe für Plünderungen und Vergewaltigungen im Schutz dieser Dunkelheit. Die Strafe galt für die Bürger, für Soldaten wie für Fremdarbeiter. In der ganzen Zeit wurde 2000 mal die Todesstrafe verhängt. Die Zeitzeugen wissen noch, daß man damals furchtlos durch verdunkelte Straßen und Parks gehen konnte, daß ein Verriegeln der Häuser nicht notwendig war und daß man selbst Fahrräder unbeaufsichtigt lassen konnte.

In einigen orientalischen Ländern wurde ertappten Dieben eine Hand abgehackt. Wenn auch diese Strafe wohl kaum noch vollzogen wird, so wirkt dennoch diese Strafe nach. Diebstahl ist in diesen Ländern nicht üblich. In der besonderen Gerichtsbarkeit der SS galt damals in der Waffen SS die Todesstrafe für Kameradendiebstahl. Spinde und Schränke durften nicht abgeschlossen werden. Zwar ist keine Vollstreckung der Todesstrafe bekannt, wohl auch kein zur anzeige gebrachter Kameradendiebstahl. Allein diese Strafandrohung hat den Kameradendiebstahl zu einem todeswürdigen Verbrechen erhoben und damit verhindert.

Beispiel USA

In der Musterdemokratie gilt immer noch die Todesstrafe, der elektrische Stuhl, die Gaskammer oder die Giftspritze. Die Polizei ist auffallend brutal bei ihren Razzien, Kontrollen oder bei der Verfolgung verdächtiger Straftäter. Sie gilt gar als schießwütig. Kürzlich wurden 4 Polizeibeamte freigesprochen, die einen Unbewaffneten mit 40 Kugeln getötet haben. Grund: Notwehr. Der Mann hatte in die Brusttasche gegriffen, und die Polizeibeamten nahmen an, daß er eine Waffe ziehen wollte.

Mit dem Beispiel USA will man verdeutlichen, daß harte Strafen kein Mittel sind, um die Kriminalität einzudämmen. Dazu muß man wissen, daß die USA ein multikulturelles Gebilde sind, in dem viele Völker, Rassen und Kulturen nebeneinander leben. Allein dieses Völkergemisch ist ein Nährboden für die Kriminalität, die wir auch in Deutschland angesichts der unverhältnismäßig großen Zahl ausländischer Straftäter haben, die zu etwa 80% unsere Gefängnisse füllen. Hinzu kommt in den USA das große Gefälle zwischen superreich und elender Armut. Es ist die Frage, wie sich die Kriminalität dort entwickeln würde, wenn eine gleichermaßen karitative Justiz den Kriminellen das Leben leicht machten würde.

Bei uns ist die Steuerhinterziehung ein Kavaliersdelikt. Es gilt geradezu als Naivität, wenn man nicht versucht, vor dem Fiskus einiges zu verbergen, was steuerpflichtig ist. In den USA hingegen wird die Steuerhinterziehung sehr hart bestraft. Ein Schuldiger kann sein ganzes Vermögen dabei verlieren. Dafür ist Steuerhinterziehung dort ein relativ seltenes Delikt, während unser Staat mißbilligend in Kauf nimmt, daß ihm zwei- bis dreistellige Milliardenbeträge durch Steuerhinterziehung verlorengehen. Nur der Reiche hat Anlaß, Steuern zu hinterziehen. Was er dabei spart, muß der kleine Mann durch Steuererhöhungen ersetzen.

Aus der Sicht der Kriminellen

Kein Mensch ist dagegen gefeit, Unrecht zu begehen, wenn Not, Verzweiflung oder auch Verlockungen dazu aufrufen. Allein die Angst vor den Folgen, entdeckt zu werden, vor Strafen oder auch nur vor dem schlechten Gewissen hindern ihn daran. Die einstige Einimpfung der 10 Gebote, die über Jahrhunderte das Rückgrat von Recht und Ordnung gewesen sind, ist längst wirkungslos geworden. Hingegen haben die Verlockungen des Materialismus in seiner extremen Form des Kapitalismus, wonach das wahre Glück materieller Natur sei, die Begehrlichkeiten geweckt und gerechtfertigt. Die Medien locken mit Millionengewinnen im Lotto und Toto, veranstalten im Fernsehen Ratespiele mit unverhältnismäßig hohen Geldgewinnen, und Kaufanreize werden häufig verbunden mit Verlosungen und Gewinnversprechen. Dazu kommt die Erziehung der Bürger zu Börsenspekulationen, während Anreize zu Kapitalbildungen durch ehrliche Arbeit völlig fehlen.

Im Mittelpunkt des Strafgeschehens steht denn auch die ungerechtfertigte Bereicherung durch Diebstahl, Einbruch, Raubüberfälle, Drogenhandel, Schmuggel, Erpressungen und Entführungen, durch Betrug, Unterschlagung und dergleichen mehr. Jeder, der eine solche Straftat zu begehen beabsichtigt, ist gehalten, den Erfolg gegen das Risiko abzuwägen. Er muß also planen, einen Einbruch beispielsweise. Er muß das Objekt beobachten, um den günstigsten Zeitpunkt und den sichersten Weg zu erkunden. Auch den Fluchtweg.

Die Wahrscheinlichkeit, überrascht zu werden, ist kein großes Risiko; denn der ohnehin zum Antihelden erzogene Bürger wird sich vor den Kriminellen angstvoll verstecken. Er soll den Anweisungen der Einbrecher oder Bankräuber folgen und die Ermittlungen der Polizei überlassen, welche dem Geschädigten eine Bestätigung für die Versicherung aushändigt, daß bei ihm eingebrochen wurde. Der Schaden wird dann durch die Versicherung gedeckt. Alle sind zufrieden: Die Polizei hat ihre Pflicht getan, der Geschädigte wird entschädigt, die Versicherung kassiert höhere Beiträge, und die Einbrecher haben sich bereichert. Das ist auf jeden Fall lohnender, als Zeitungen auszutragen.

Um aus der Fülle der täglichen Einbrüche einen Fall aufzuklären, bedarf es des Zufalls oder einer großen Dummheit der Einbrecher. Selbst wenn ein Einbrecher überführt wird, was dann? Man wird ihn kaum noch in eines der überfüllten Gefängnisse stecken, sondern eine Bewährungsstrafe geben. Sie gibt dem Kriminellen Gelegenheit, darüber nachzudenken, was er falsch gemacht hat, um es beim nächsten Mal nicht zu wiederholen.

Die Härte oder die Milde der zu erwartenden Strafe ist für alle Kriminellen der wichtigste Faktor in der Risikoabwägung. Es ist ein völliger Unsinn zu behaupten, daß harte Strafen nicht abschreckend sind. Bis auf die Affekthandlungen sind alle Kriminalfälle geplant. Wenn in der Planung das Risiko zu groß ist, wird der Plan gar nicht erst ausgeführt. Unsere Juristen und Politiker sind ja schließlich keine Idioten und müßten wissen, was jeder Ganove weiß. Sie dürften sich nicht wundern, daß Mafiosi und andere kriminelle Banden ihre Hauptquartiere in Deutschland aufschlagen. Warum tun sie nichts gegen die Überhandnahme der Kriminalität durch härtere Strafen?

Der Kolonialstaat

Bei allem dem Staatsvolk unverständlichen Tun und Lassen der Bundesregierung, was die Aufgabe staatlicher Souveränitäten, die Unterwanderung mit Völkern aus aller Herren Länder, die unermeßlichen Zahlungen an Wiedergutmachungen, die einem Friedensvertrag vorbehalten sind, die Anhäufung von längst nicht mehr tilgbaren Schulden oder das fast tatenlose Zuschauen beim Überhandnehmen der Kriminalität betrifft, soll man sich daran erinnern, daß wir kein souveräner Staat sind. Waren einst Disziplin, Ordnung und Sauberkeit wesentliche Eigenschaften des Volkes, die Deutschland groß und stark gemacht haben, so ist die Liberalisierung der Kriminalität ein zuverlässiges Mittel, um Unordnung bis zum Chaos zu bewirken. Man hat mit der bedingungslosen Kapitulation gezielt eine Rechtszustand geschaffen, der uns zum Kolonialvolk deklassiert. Wir sollen in einem rechtlosen Zustand verharren, der uns weiterhin von dem Kolonialherrn USA abhängig macht.

Es wird uns daher ein Rechtsstaat einer souveränen Bundesrepublik vorgegaukelt, den es in Wahrheit nicht gibt. Trotz aller Bemühungen um strengste Geheimhaltung konnte die Kenntnis von einem Geheimen Staatsvertrag vom 21.5.1949 nicht verhindert werden. In ihm ist von einer Kanzlerakte aus dem Jahr 1948 die Rede, die jeder Bundeskanzler vor Ablegung des Amtseides zu unterzeichnen hat. Einiges aus diesen Geheimdokumenten ist in dem "geheimen Zusatzabkommen zum 2+4-Vertrag" enthalten, beispielsweise die alleinige Kontrolle aller Medien, Bildungseinrichtungen und Kulturprogramme durch die Besatzungsmacht. Das bedeutet die gesamte geistige Ausrichtung des Volkes. So sagte denn auch der neue Außenminister Fischer nach seiner Rückkehr aus den USA: "Die Mehrheiten und Koalitionen mögen wechseln, aber die Politik bleibt dieselbe". Auch in den USA wechseln die Präsidenten, aber die Politik bleibt dieselbe.

Wann endlich steht ein Bundeskanzler auf und erklärt, daß er diese antideutsche Politik des Kolonialherren USA nicht mehr fortsetzen kann!


Der Fluch der Lüge

A. Fuhrmann

Der sogenannte Historikerstreit entzündete sich an einer Rede des Ordinarius und Professors für Neuere Geschichte der Freien Universität Berlin, Ernst Nolte, die nicht gehalten werden konnte und die er am 5. Juni 1986 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht hatte.

Sein Thema überschrieb er mit dem Titel: "Vergangenheit, die nicht vergehen will". Da dieser "Historikerstreit" lange Zeit die stets parteiischen Medien beschäftigte, dürfen wir voraussetzen, daß der Leser weiß, worum es ging.

Uns regte eine SF II Forumssendung vom Dreikönigstag 1998 zu einer psychologischen Betrachtung an, weil darin Prof. Ernst Nolte zwei seiner damaligen Kritiker in der von Prof. Jürgen Habermas in einer unwissenschaftlichen Kampfansage begonnenen Polemik angriff; Habermas griff nicht nur Ernst Nolte, sondern auch als Zeithistoriker die Professoren Michael Stürmer, Andreas Hillgruber und Klaus Hildebrand, die zuvorkommenderweise der bekannte Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel als "Viererbande" bezeichnet hatte, an. Zu Habermas hatten sich andere Professorenkollegen gesellt: die Professoren Kurt Sontheimer, Heinrich August Winkler, Jürgen Kocka, Eberhard Jäckel, Hans und Wolfgang Mommsen, Hans Ulrich Wehler und Martin Broszat.
Prof. Hans Ulrich Wehler und Prof. Heinrich August Winkler diskutierten in dieser Sendung das damalige Thema, ohne daß die Diffamierungskampagne von 1986 noch einmal aufblühte, die darauf abzielte, Ernst Nolte international als Fachmann unglaubwürdig zu machen, indem man ihn als Faschisten verdächtigte. Daß sich "Der Spiegel" in einem Beitrag in der Nr. 40 1994 S. 83 ff. an dieser Verleumdung beteiligte, verstand sich fast von selbst.

Nun zur psychologischen Seite dieses Streites:
Es bedarf keines besonderen Scharfsinns, wenn man die Motive der Gruppe um Habermas erkennen will. "Vae victis!" (Wehe den Besiegten!) - Der Sieger schreibt die Geschichte des Besiegten (um). Das gelingt nach einer vollkommenen Niederlage desto leichter. Darum gibt es für klar Denkende keinen Grund, sich dieses neue Geschichtsbild bedingungslos und unterwürfig zu eigen zu machen. Wer allerdings als Politiker oder Historiker in einer solchen Lage in Amt und Brot kommen will, muß nach der Pfeife des Siegers tanzen, was, wenn es sich um aufrechte Männer handeln sollte, viel Selbstverleugnung verlangt, mit dem Hintergedanken, die Zeiten werden sich ändern, und dann werden wir die Fakten erforschen und an den richtigen Ort rücken, d.h. die historische Wahrheit wieder herstellen können.

Normalerweise wäre das zu erwarten gewesen, und so war es selbst nach dem Diktat von Versailles, wo die Kriegsschuldklausel nicht anerkannt worden war und die Historiker alsbald die Zusammenhänge klären und unbehelligt publizieren konnten. Es gab kein Besatzungsregime, von der Rheinlandbesetzung abgesehen, das über den Krieg hinaus fortdauerte, wie nach dem zweiten Durchgang dieses Krieges gegen Deutschland.

Unter dem Besatzungsregime der Sieger, das unseres Erachtens zwar unter "Freundschaftsverträgen" getarnt fortdauert, konnte die Nachkriegskollaboration bislang nicht beendet werden, zumal sich die eingesetzte Machtclique nicht genierte, ihre Privilegien zu behalten, im Auftrage ihrer Oberherrn das eigene Volk zunehmend zu kriminalisieren. Zudem mußte sich die Bundesregierung vertraglich verpflichten, das ganze Unrecht der Siegerjustiz und das von den Siegern verordnete Geschichtsbild unangetastet zu lassen. So ist es zu verstehen, daß die politische Klasse und natürlich die Historiker und Politologenzunft (letztere als Bannerträger der "Frankfurter Schule") weiterhin das Lied der Sieger singt, singen muß, will sie im Sattel bleiben.

Sicher haben das die Jüngeren durch Gehirnwäsche verinnerlicht, was bei der Erlebnisgeneration nicht gelingen konnte.

Wäre der Staat Bundesrepublik, der allmählich zum "Standort Deutschland" degeneriert, nicht nur scheinbar, sondern tatsächlich im völkerrechtlichen Sinne souverän (dazu hätte es Patrioten an seiner Spitze bedurft), dann hätte die überfällige Revision, immer mit der Berufung auf das unteilbare internationale Völkerrecht, das dem Grundgesetz nach Art. 20 GG vorangeht, erreicht werden können.

Ist es nicht ein Grundsatz des Rechts, daß Gerechtigkeit nur auf dem Fundament der Wahrheit bestehen kann?
Wir sehen jedoch, daß politisch konstruierte "Sieger-Wahrheit" ein unheilbares Geschwür nicht nur am Körper des betroffenen Volkes ist, sondern die internationalen Beziehungen ebenfalls vergiftet, daß sie zu keinem aufrichtigen Ausgleich gelangen können.

Wer ungeheuerliches Unrecht unter unendlichen Lügen aufrechterhalten will, um dem Frieden zu dienen, wird scheitern.

Es kann nicht sein, daß das besiegte Volk für alle Zeiten als Verbrechervolk gebrandmarkt bleibt, während die Verbrechen der Sieger als christlicher Kreuzzug, als Befreiung gefeiert und die Verbrechen und Verbrecher auf der Seite der Sieger mit Ehrungen und Denkmälern gefeiert werden müssen.

Zu einem gerechten Ausgleich müssen alle Zusammenhänge auf den Tisch. Das bedeutet Revision.

Warum darf die Wahrheit aller Zusammenhänge der Zeitgeschichte nicht erforscht werden? Ist die Rechtsungleichheit nicht offenkundig?

Das gilt, daran muß immer wieder erinnert werden, für viele Fakten, die längst geklärt sind. Die stalinistischen Enteignungen in der SBZ zwischen 1945 und 1949 verstießen gegen das Völkerrecht. Dennoch bestätigte sie das BVG als rechtens, weil die Bundesregierung behauptete, sie seien eine Voraussetzung für die Vereinigung Restdeutschlands gewesen, dem Gorbatschow öffentlich widersprach. Wenn also, wie dieses Beispiel zeigt, Völkerrechtsbrüche, die sich gegen Deutschland richten, selbst vom Bundesverfassungsgericht als rechtens erklärt werden, was selbstverständlich für sämtliche Verträge gilt, die das internationale Völkerrecht verbietet, die wie bei sämtlichen Ostverträgen über die Köpfe der tatsächlich Betroffenen hinweg geschlossen wurden, wo bleibt da ein gerechter Ausgleich? Wie kann hingenommen werden, daß Regierung und Parlament entgegen allen früheren Beteuerungen, die sie stets verkündeten, plötzlich umfielen und sich händeklatschend jedem Unrecht gegen das eigene Volk fügten?

Sie waren zu feige, auf Gerechtigkeit zu dringen, sie waren zu feige, die Historisierung der zwölf Jahre der Hitlerherrschaft, wie sie Außenminister Gerhard Schröder anstrebte, durchzusetzen. Sie waren zu feige, die Historiker die Vorgeschichte der beiden Weltkriege und die Frage der Kriegsschuld erforschen zu lassen. Ja sie bekämpfen jeden ausländischen Historiker, der Tatsachen an den Tag bringt, die belegen, wie es wirklich gewesen.
Jeder Regierung vornehmste Aufgabe ist es, wie sie beschwören, Schaden vom eigenen Volke abzuwenden. Das bedeutet Revision eines verleumderischen, vom Sieger verordneten Geschichtsbildes als Basis für dauerhaften Ausgleich, Gerechtigkeit und Frieden. Das bedeutet Revision!

Aber sie verfolgen diejenigen, die den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden bahnen wollen, um das Linsengericht eines Mandats der Sieger zur Macht.


Schikanen gegen Mahler

Die Stadt Frankfurt am Main hat die von der "Bürgerbewegung für unser Volk" zum 31. Mai 1999 angemeldete Montagsdemonstration vor der Paulskirche, auf der Horst Mahler sprechen sollte, verboten. Das Verbot wird damit begründet, daß Mahler sich angeblich eines rechtsradikalen Vokabulars bediene und daß auf der letzten Montagsdemonstration in Frankfurt am 19. April Plakate mit folgenden Losungen gezeigt worden seien: "Wir sind das Volk!" "Kein Rassismus gegen unser Volk!" und "Wenn wir kommen, fliegen andere heim!"

Den Wortlaut der Verfügung des Ordnungsamtes der Stadt Frankfurt sowie den Eilantrag an das Verwaltungsgericht Frankfurt auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs findet man auf der Webseite "http://www.unser-land.de".

Am 26. Mai sollte Mahler vor Studenten der Universität Graz sprechen. Daraus ist nichts geworden, nachdem die Universitätsverwaltung den Veranstaltungsraum gesperrt hat. Es hieß, sie sei damit einem Ersuchen der Staatspolizei nachgekommen.

Horst Mahler schreibt zu diesen Vorgängen: "So funktioniert die 'wehrhafte Demokratie'. Die 'Verfassungspatrioten' können sich freuen. Es ist hierzulande üblich, derartige Rechtsbrüche 'aufs schärfste' zu verurteilen, usw., usf. Ich halte davon nichts. Es ist halt so. Deutschland hat den Krieg verloren. 'Vae victis' - das haben die Gallier den Römern beigebracht. So ist es bis auf den heutigen Tag geblieben. Die Besiegten haben keine Rechte. Sie müssen sich diese erst erkämpfen. Ich bin zuversichtlich, daß es die Deutschen, die es noch sein wollen, schaffen werden. Es ist noch nicht zu spät. Unser Volk wird leben!"


WIRTSCHAFT

Vom heutigen Kolonialismus

E. Kemper

Im Rückblick mit dem Verlust des Mobilfunk-Anbieters Mannesmann, der bisher größten feindlichen Übernahmeschlacht - wir verwenden dieses Wort bewußt - in der Geschichte der "BRD" durch den englisch/amerikanischen Konzern Vodafone/Air Touch, sei an folgendes erinnert:

Es gab eine Zeit, da hat ein deutscher Kanzler am 1. Tag seiner Regierungszeit die Börse geschlossen und in den frühen 30er Jahren so den weiteren Ausverkauf von deutschen Firmen durch anonymes US-amerikanisches Kapital unterbunden!
Dies geschah seinerzeit unter dem Eindruck des Verkaufs, des Verlustes der Fa. Opel, Rüsselsheim an die US-Firma General Motors. Die Finanzierung der Industrie ist auch ohne Börse sehr gut möglich!
Herr Gent, als Vertreter dieser anonymen britisch/amerikanischen Aufkäufer, hat im vorliegenden Fall gewonnen.
Herr Esser, als hervorragender Vorstand deutschen Unternehmertums und Gründer des Mobilfunkanbieters Mannesmann, hat verloren!

BRD-Politiker haben, anders als im Fall der Baufirma Holzmann, keinen Handschlag dafür getan, daß eine Übernahme durch ausländische Kräfte verhindert werden konnte.

Sie wußten längst, daß Mannesmann verloren war, da Herr Esser den unverzeihlichen Fehler begangen hatte, mit ausländischem Kapital zu arbeiten.

Wer legt sich schon gern mit Wallstreet an? Ein solches Veto war für Bundeskanzler Schröder ein zu heißes Eisen. Gewinne und Steuern fallen in Zukunft für die BRD nicht mehr an. Der Sitz der Fa. wird nicht mehr in Düsseldorf, nicht mehr in der "BRD" sein. Wie viele der 72.100 Beschäftigten entlassen werden, wird die Zukunft zeigen.
Herr Esser hatte mit großem Gespür einen richtungweisenden Nachrichtenkonzern aufgebaut. Dieser wäre technisch dazu in der Lage gewesen, auf dem Nachrichtensektor die führende Rolle in der ganzen Welt zu übernehmen, ein sogenannter "Globalplayer" zu werden!
Man ließ den Selfmademann und Juristen Esser so lange gewähren, bis er anderen Marktteilnehmern in deren Jagdgebiet, in England, in die Quere kam.

Der Kauf der drittrangigen, aber sehr schnell wachsenden Handy-Firma 'Orange' in England durch Mannesmann war für die Konkurrenten das Signal zum Gegenangriff.
Die BRD, eine führende Volkswirtschaft in der Welt mit einer Handelsbilanz von fast einer Billion DM, läßt sich - aus angeblich finanziellen Gründen - einen zukunftsträchtigen Industriezweig aus der Hand nehmen! Nach Pressemeldungen hat die neugebildete Fa. nunmehr einen Gesamtwert von DM 636 Mrd. Mannesmann wird nunmehr skelettiert, zerschlagen und ausgeschlachtet.

Sprechen wir klares Deutsch: Weil Herrn Esser im Lande kein Kapital zur Verfügung gestellt wurde (werden durfte?), mußte er weltweit betteln gehen.

Wären wir ein kleiner Staat wie Estland oder Luxemburg, der Verkauf wäre verständlich gewesen ...
Aber wir müssen Herrn Esser auch eine gewisse "Blauäugigkeit" vorwerfen:

Wenn man in einem "Spiel" die Spielregeln nicht beachtet, kann man gegen Falschspieler nicht gewinnen. Oder es heißt: "Die Bank gewinnt immer!"

Herr Esser hatte seine Trümpfe bereits verspielt, als er sich in England eine Bank als "Berater" suchte, die nur wenige Wochen später für die Gegenseite, für Vodafone auftrat. Es war dies die Bank "Goldmann und Sachs", denen er sich im Fall Orange offenbart hatte. Ein Kardinalfehler!

Ein Lehrbeispiel des Brutalokapitalismus. Herr Esser hatte überreizt, hatte keine Verbündete und keine Reserven! Hier hätte nur ein frühzeitiger Rückkauf von Aktien Rettung bringen können. War der Brocken für deutsche Banken schon zu groß gewesen? Wollten oder durften sie den "Weißen Ritter" nicht spielen?

Ab 13. 2. 2000 wird die Firma Mannesmann auch nicht mehr im Deutschen Aktien-Index (DAX) geführt ...

Sieht man unter diesen angeführten Gesichtspunkten unsere wirtschaftliche Lage und vor allem unsere (durch eine Bundesbank gebremste) finanzpolitische Situation, ist der Vergleich mit einer unterworfenen Kolonie durchaus angebracht. Eine Kolonie von Wallstreets Gnaden! "Unsere" Banken werden erst nach dem nächsten Crash daran erinnert: "Bleib im Lande und nähre dich redlich!"

Im Zeitalter der "Information" und der legalisierten Spekulation sind wir Deutschen zu modernen Sklaven in einer Kolonie des "Internationalen Kapitalismus" verkommen. Die nie endenden Zinsverpflichtungen sind ein weiterer Hinweis!
Ob das nicht erkannt wird (?), erkannt werden darf?

Dieser Kapitalismus (westlicher Prägung) kennt kein christliches Erbarmen, und seine "Kommissare" in der Niederlassung Brüssel kennen nur ein Ziel: Die vollständige Unterwerfung!

Nach der Niederlage des Kommunismus von 1989 erfolgt nun in der BRD die vollständige Ausbeutung, die Enteignung unserer lebenswichtigen Schlüsselindustrien mit den Mitteln des Systems: Der enteigneten Währung. Da der Riese Rußland wankt, sind wir als benötigter Verteidigungspartner offensichtlich im Wert gesunken.

Wer versucht - und es gibt Völker, die sich noch nicht unterworfen haben -, sich gegen dieses uralte kapitalistische System zu wehren, wird als "... undemokratisch" bezeichnet, isoliert und mit Bürgerkrieg oder auch mit Krieg überzogen. Hier sei an die Blockade Iraks, an die Isolierung des Irans, an die Diffamierung "Jugoslawiens" und neuerdings auch Österreich erinnert.

In diesen und einigen anderen Staaten (z.B. China) hat der "Internationale Kapitalismus" seinen Herrschaftsanspruch noch nicht durchsetzen können. Doch seien wir uns gewiß, daß dieser ein absoluter Anspruch ist!

Wir stellen jedoch auch fest, daß der Widerstand gegen den Internationalen Kapitalismus langsam aber stetig - und zwar weltweit wächst. Der Feind wird mehr und mehr erkannt! Ob auch das neue Rußland diesen Feind schon erkannt hat, bleibt dahingestellt. Einiges deutet jedoch darauf hin.

Die Scheinheiligkeit der Vertreter dieses aggressiven Kapitalismus und die Annahme, mit der "Demokratie" das richtige Mittel gefunden zu haben, das "Selbstbestimmungsrecht der Völker" aushebeln zu können, wird in diesen Tagen und Monaten - nicht nur am Fall Haider, der mit regulären Wahlen in Österreich gewonnen hat -, klar und deutlich widerlegt. Es gibt deshalb Menschen, die um das Leben Haiders besorgt sind ...

Wenn wir auf den Titel zurückschauen, müssen wir feststellen, daß heute Eroberungen zweigleisig laufen: auf der einen Seite die militärische Niederwerfung angeblich undemokratischer Staaten und auf der anderen Seite die kapitalistische Unterwanderung und Ausbeutung der Völker auf dem Weg über die Börse und

d e n Z i n s !

Wir wissen aber, gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen ...


IN EIGENER SACHE

Thema: Schriftleitung

Um nicht jeden auf Grund der Bemerkung auf Seite 3 in der Folge 1/2 - 2000 anschreiben zu müssen, sei an dieser Stelle die Frage nach der Schriftleitung für alle Leser beantwortet.

Bis zum Prozeß im Jahre 1995 hatten wir im Impressum stehen:

"Für den Inhalt, mit Ausnahme der gezeichneten Artikel, ist die Schriftleitung verantwortlich."

Das heißt mit anderen Worten, daß die Schriftleitung nur für die Beiträge verantwortlich ist, die keinen Namenszug erkennen lassen.

Im Prozeß 1995 wurde ich jedoch für alles verantwortlich gemacht, denn keiner der Freunde, deren Beiträge unter dem Sachgebiet "RECHT" abgedruckt waren, wurde zur Verantwortung gezogen - warum auch?

Das hat uns veranlaßt, den Schriftleiter abzuschaffen. Seither erscheinen im Impressum die Namen der Verantwortlichen und die Seitenzahlen der Beiträge.
Sie erscheinen unkommentiert und ohne Einführung in das Thema. So wie die Aufsätze herein kommen, werden sie Sachbereichen zugeordnet und thematisch abgelegt.
Thema und Umfang bestimmen die Dringlichkeit der Veröffentlichung.

Die geistige Freiheit der Mitarbeiter bleibt stets gewahrt, wie auch die Unabhängigkeit zu denken und zu schreiben. Unsere Schrift ist ein Kleinod der Meinungsfreiheit, stets um makellose Klarheit bemüht, keine Begriffsverwilderung, sondern Begriffsklärung.

So ist "DEUTSCHLAND" genau das Organ geworden, was unerwünscht ist; daher auch die Rechtsstreite. Doch ist unsere Schrift ausschließlich das Ergebnis wissenschaftlich arbeitender, freier Mitarbeiter und nicht die Nachprägung verlegerischer Geschäftsgesinnung unter dem Hauspantoffel der Formaldemokratie, wie sie uns in den Massenmedien täglich begegnet, die nichts anderes als das Wort Albert Schweitzers bestätigen:

"Die Neger stehen höher, denn sie lesen keine Zeitung!"

E. G. Kögel


LESERBRIEFE

Das ungewöhnliche Echo auf meinen vorstehenden Beitrag will ich nicht im Einzelnen, so doch in der nachstehenden Zusammenfassung kommentieren.
Der Titel "Partei-Affären/Schwache Wähler" wurde von der Rhein. Post bestimmt; ich selbst wollte meinen Beitrag unter "Machtmißbrauch" verstanden wissen. Mit zunehmender Amtszeit wächst der Machtanspruch; er wurde immer und er wird auch fürderhin mißbraucht. Macht muß auf Führung begrenzt bleiben, und die ist stets gefährdet, so die Führungselite zu lange amtiert. Absolute Mehrheiten sind der Untergang einer jeden Demokratie. Dem Volk muß eine letzte Entscheidung vorbehalten bleiben.

Wer auch immer an den Schalthebeln der Macht ankommt, hat sei-ne Integrität bereits verspielt. Der "Amtseid" wird sehr bewußt durch eine höchst verwerfliche Immunität "bewahrt". Noch nie ist einem Spitzenpolitiker die Immunität aberkannt worden, und kaum weniger hat ein Politiker sein Mandat niedergelegt. Kein Spitzenpolitiker muß befürchten, jemals in Handschellen vorgeführt

zu werden und seine "Verdienste" im Freigang aufarbeiten zu müssen. Verdienste sind ohnehin jedem Politiker bereits mit seinem Amtseid als "Bonus gutgeschrieben".

Nicht die zahlenmäßig stärkste Partei muß die Regierung stellen - Österreich hat da eine Vorbildfunktion -, welche Partei auch immer und für welchen Zeitraum regiert, sollte nach 4, höchstens 5 Jahren, soweit sie selbst nicht abgewählte wurde, ihre Führung auswechseln.

Die Selbstversorgung unserer Politiker, Gehälter, Diäten, Übergangsgelder und Altersversorgung, ist schlichtweg eine Ausbeutung des Volkes. Darüber hinaus sitzt unsere "Elite" in hochdotierten Wirtschaftsvorständen. Hier werden dann letztendlich auch die Richtlinien der Politik bestimmt. Sicherlich nicht alle Politiker sind abhängig, käuflich und korrupt, doch die, die es nun einmal sind, reichen aus, unseren Staat zu einer Bananenrepublik verkommen zu lassen.

Europa ja - Maastricht-Brüssel nein!


BÜCHER


Geheimpolitik

Dieter Rüggeberg - Geheimpolitik Bd. II - Logen-Politik - 320 S., Pb. -Rüggeberg-Verlag 1994 - Postfach 13 08 44, D - 42035 Wuppertal

ISBN 3-921338-16-6

Bereits im ersten Band der Geheimpolitik wird darauf hingewiesen, daß es unbedingt notwendig ist, sich mit der Tatsache vertraut zu machen, daß Machtpolitik nicht nur unter rein wirtschaftlich-finanziellen Gesichtspunkten betrachtet werden darf, sondern insbesondere auf die großen religiösen, kulturellen und weltanschaulichen Strömungen geachtet werden muß. Ohne ein Verständnis für diese geistigen Impulse und die darin teilweise wirkenden irrationalen und utopischen Ideen ist ein umfassendes Urteilsvermögen über die Ursachen vieler großer historischer Ereignisse nicht zu erlangen. Die Krise dieser Welt ist in erster Linie eine ethisch-moralische, deshalb hat die Erkenntnis der in der Welt wirkenden sozialen und antisozialen Impulse unbedingten Vorrang für diejenigen, welche mitbauen wollen an einer harmonischen Zukunft.

Bis heute haben es die Massenmedien Deutschlands nicht gewagt, über den ersten Band der Geheimpolitik (er wurde in einer früheren Ausgabe von "D" an dieser Stelle ausführlich besprochen) auch nur eine einzige Rezension zu veröffentlichen. Totschweigen lautet das Motto!

Es geht dem Verfasser ausschließlich um die historische Wahrheit, weil er der Meinung ist, daß historische Lügen weiteres Unglück über die Völker bringen. Es gibt für ihn bis jetzt keine Gründe, um die politischen Verbrecher anderer Nationen kritischer zu betrachten als die deutschen. Es gibt allerdings auch keinen Grund, die politischen Verbrechen von Persönlichkeiten anderer Nationen, Religionen oder Volksgruppen weniger kritisch zu betrachten als diejenigen des deutschen Volkes. Irgendwelche Schuldgefühle gegenüber der jüdischen oder irgendeiner anderen ausländischen Volksgemeinschaft sind ihm fremd, und er hält diejenigen Deutschen für psychisch krank, die solche Schuldgefühle entwickelt haben, aber an irgendwelchen Verbrechen gegen Juden nicht beteiligt waren. Es ist offensichtlich und leicht zu beweisen, daß in Deutschland und ganz Mitteleuropa eine Kulturvernichtung großen Ausmaßes stattfindet, aber auch eine Vernichtung der menschlichen Lebensräume. Diese Tatsache sollte insbesondere die Aufmerksamkeit der jungen Menschen dieser Erde auf diejenigen richten, die dafür die Hauptverantwortung tragen. Ohne wirksame Opposition gegen solche Taten wird dieser Planet düsteren Zeiten entgegengehen.

Es ist notwendig, ein Buch in Kapitel einzuteilen. Dies bringt bei Betrachtung internationaler Politik Schwierigkeiten mit sich, weil sich die Fäden bei den gegenseitigen Beziehungen der Völker vielfach durchdringen. Auch wenn durch die Überschriften einzelner Kapitel Schwerpunkte gesetzt sind, so wird sich nur dann ein gewisser Gesamtüberblick ergeben, wenn der Leser fähig ist, die Probleme der Weltpolitik von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu betrachten und wie ein Mosaik zusammenzusetzen.

Inhalt:

Ergänzungen zu den "Protokollen der Weisen von Zion" - Historisches zur Freimaurerei - Freimaurerei und Weltanschauung - Begriffe von A-Z - Hochgradlogen - Logenzweige - Freimaurerei und Politik - Aus der Trickkiste - Biographisches - Ausblick - Quellenliteratur - Textverweise - Namens- und Sachregister.

Faß ohne Boden

Günther Müller - Faß ohne Boden. Die Eurokratie von Brüssel und unser Geld - 144 S., Leinen, Schutzumschlag - Wirtschaftsverlag Langen Müller/Herbig 1994 - F. A. Herbig, Verlagsbuchhandlung GmbH, München - ISBN: 3-7844-7323-7

Die Idee von einem vereinten Europa begeisterte die Menschen bereits vor mehr als vierzig Jahren, unter dem Eindruck zweier verheerender Kriege. So etwas dürfe in Zukunft nie wieder passieren. Schlagbäume wurden niedergerissen und vor allem die deutsch/französische Jugend schwor sich ewige Freundschaft.

Spricht man heute von Europa, dann ist von Begeisterung nichts mehr zu hören. Europa, das bedeutet »Brüssel«, »Straßburg«, »Luxemburg«, »Maastricht« als Synonyme für Beamtenapparat, Verfilzung, Geldverschwendung, Einmischung, Betrug am Bürger, Ohnmacht, Angst vor der Zukunft. Nicht zuletzt der Vertrag von Maastricht hat den Menschen, nicht nur in Deutschland, die Augen darüber geöffnet, welche Gefahren von dem »Moloch aus Brüssel« ausgehen.

Sind die Ängste der Deutschen unbegründet? Chefredakteur Franz Olivier Giesbert schrieb in der französischen Tageszeitung Le Figaro: »Die Gegner von Maastricht fürchten auch, daß das gemeinsame Geld und die Europäische Zentralbank die Vorherrschaft der Mark und der Bundesbank festigen würden. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn der Vertrag angewandt wird, muß Deutschland seine Geldmacht teilen, die es heute gebraucht, um sich die Wiedervereinigung vom Ausland bezahlen zu lassen. Deutschland wird zahlen, sagte man in den 20er Jahren. Heute zahlt es: Maastricht, das ist der Versailler Vertrag ohne Krieg.«

In Straßburg tagt ein machtloses Europaparlament. Aber welche Entscheidungsmacht hat selbst der Deutsche Bundestag noch? Die Eurokraten von Brüssel sind längst dabei, die Demokratie auszuhöhlen, und am wenigsten wehren sich die Deutschen dagegen. Nur im Zahlen sind sie Europameister, indem sie 30% dessen finanzieren, was im Namen Europas verpulvert wird. Getan wird dagegen nichts. Während Frankreich seine Eliten nach Brüssel schickt, findet man dort aus Deutschland abgehalfterte Politiker aus dem dritten Glied.
Die allerdings und ihr Beamtenapparat werden fürstlich bezahlt. Geht man vom Gehalt aus, so gibt es in Brüssel so um die 700 Bundeskanzler. Der Präsidentenfahrer des Europäischen Patentamtes wird besser besoldet als ein akademisch gebildeter Abteilungsleiter des Deutschen Patentamtes, beide in München.

Es ist das Verdienst von Günther Müller, beileibe kein Europagegner, das wahre Gesicht des Brüsseler Europa aufzuzeigen. Ein Abgrund von Filz und Durchstecherei tut sich auf.

Dr. Günther Müller, Jahrgang 1939, Historiker. MDB seit 1965 und Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates seit 1968, langjähriger Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Erziehung der Versammlung. kurzzeitig auch Mitglied des Europäischen Parlaments.

Vom Ghetto zur Macht

Otto Kernhorst - Vom Ghetto zur Macht. Archiv Edition 2000, Faksimile der 1921 erschienenen Ausgabe - 319 S., gebunden, Verlag für ganzheitliche Forschung, 2588 Viol/Nordfriesland - ISBN 3-932878-38-8

Vorbemerkung des Verantwortlichen

Ich sehe durchaus das Problem, ein Buch wie das von Otto Kernhorst nachzudrucken. Der Autor gebraucht zum Teil Formulierungen und Argumentationen, die heute, nach den Geschehnissen im Dritten Reich, nicht ohne weiteres akzeptiert werden. Tatsächlich geht es dem Autor aber nicht um Diskriminierung - wie sich bei verständiger Prüfung ohne weiteres ergibt - sondern um eine geschichtswissenschaftliche und in diesem Zusammenhang herrschafts- und gesellschaftskritische Darstellung.

Das Problem scheint verzwickt zu sein. Dem wäre nicht so, hätten wir ein politisches Klima, das keine Tabus kennt, das für Kritik und Gegenkritik überall offen ist. Doch das haben wir nicht. Wir leben unter der Vorherrschaft imperialistischer Mächte. Die Deutschen leben obendrein noch immer in der Zeit des Nachkriegs. Es ist hier nicht der Ort, das näher auszuführen. Wer Augen hat zu sehen, sieht es. Auf jeden Fall: jede vernünftige Lösung setzt eine offene Erforschung und Diskussion voraus. Abgesehen von den Rechts-, Freiheits- und Anstandsprinzipien, die heutzutage im Meinungsstreit allzuoft verletzt werden, ist es für die positive Weiterentwicklung des einzelnen Menschen sowie seiner Gemeinschaften, Kulturen und Sitten unabdingbar, daß wichtige geschichtswissenschaftliche und andere Schriften, die im Rahmen der umfangreichen Bibliothekssäuberungen im vergangenen Jahrhundert weitgehend ausgesondert und vernichtet wurden, für die Forschung und Archivierung in ausreichendem Umfang wieder zugänglich sind. Vor allem in den ersten Jahren nach 1945 wurde sehr viel Literatur beseitigt. Anscheinend wurden dabei fast zehnmal so viele verschiedene Bücher vernichtet als bei den Säuberungen im Dritten Reich - geht man von den mir vorliegenden offiziellen Listen der auszusondernden Literatur" aus. Vermutlich wurde aber weit mehr ausgesondert, als in diesen Listen steht. Zudem reisen bis heute Aufkäufer durchs Land und kaufen in Antiquariaten, in die ja immer wieder ungesäuberte Buchbestände aus Nachlässen gelangen, neu aufgetauchte unerwünschte Literatur auf. Die aufgekaufte Literatur wird, wie mir einer der größten deutschen Antiquariatshändler berichtete, oft nach Israel verbracht und dort verbrannt. Wegen dieser Aussonderung und Vernichtung ist es notwendig, daß wenigstens von den wichtigsten Titeln Nachdrucke erscheinen. Hierbei liegt es in der Natur einer derartigen Dokumentationstätigkeit, daß eine Veränderung des Inhalts der einzelnen Bücher und Schriften nicht möglich ist, denn dann handelte es sich nicht mehr um eine objektive Dokumentation, sondern um eine Irreführung oder gar Fälschung.

Dem Historiker geht es um die Erforschung und Beschreibung von mehr oder weniger komplexen Vorgängen in der Vergangenheit. Er steht zunächst immer wieder vor der Frage, ob eine Quelle echt ist, und wenn das der Fall ist, was sie aussagt. Das quellenkritische Vorgehen gehört zu den elementarsten Anforderungen an ihn als Wissenschaftler. Darüber hinaus hat er aber nicht nur quellenkritisch vorzugehen. Er muß die Entwicklungen und Wirkungen der geschichtegestaltenden Kräfte anhand der Quellen ebenso wie anhand philosophischer, psychologischer und naturgesetzlicher Grunderkenntnisse, allgemeiner historischer Erfahrungen u.a.m. erkennen. Er muß Urteile fällen, Lehren ziehen. Hierbei steht er immer wieder vor dem Problem, daß über ein und denselben Geschichtsabschnitt von verschiedener Seite unterschiedlich, unvollständig, widersprüchlich oder gar unwahr berichtet und geurteilt wird. [...]

Soll die Geschichtswissenschaft das bleiben, was sie sein soll, nämlich ein Instrument zur Erforschung vergangener Wirklichkeit und ein Lehrmeister für die Zukunft mithilfe der Erkenntnis wichtiger Wahrheiten, dann darf sie nicht unter irgendein Ausrichtungsdiktat gestellt werden, dürfen ihr Dokumente nicht vorenthalten, Archive nicht verschlossen, offene Diskussionen nicht verwehrt werden. Sie verkommt sonst, zur Unwissenschaft [...].

Für den Verlag für ganzheitliche Forschung ist vor allem folgendes maßgebend:

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit Aspekten geschichtlicher Entwicklungen und hierbei mit dem Imperialismus jahwistischer Kreise.


Boykott

von 1999: Die demokratische Republik Österreich wird von der EU anläßlich der EU-Tagung in Stockholm mit einem Boykott belegt. Israel zieht sogar Botschafter ab.

vom 1.4.1933: Drittes Reich. Beginn: 10.00 Uhr. Richtete sich hauptsächlich gegen jüdische Geschäfte, Waren, Ärzte und Rechtsanwälte und sollte bis zum Abend dauern.

Dann ausgesetzt bis zum 5.April 10.00 Uhr. Als Abwehr gegen jüdische "Greuel- und Boykotthetze" des Auslandes.

Zeitzeugen: 1932, also bevor Hitler an die Macht kam, gab der Präsident der jüdischen Weltliga Bernard Lecache folgende Erklärung ab:

"Deutschland ist immer unser Staatsfeind Nummer eins. Es ist unsere Sache, ihm erbarmungslos den Krieg zu erklären."Schon am 24. 3. 1933, einen Tag nach der Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes, am 23. 3. 1933, erschien der Aufruf des zionistischen Judentums im DAILY EXPRESS zum Wirtschaftsboykott gegen Deutschland. Als Antwort hierauf erfolgte für einen Tag der Boykottaufruf gegen jüdische Geschäfte in Deutschland.

Die Angriffe wurden durch die Rede von Samuel Untermeyer - am 1. August 1933 in THE NEW YORK TIMES veröffentlicht - verschärft. Am 29. August 1939 erklärte Chaim Weizmann im Namen des "Zio-nistischen Welt-Kongresses für das Judentum" in einem Brief an Chamberlain, daß es England unterstützen und an seiner Seite kämpfen werde. Chaim Weizmanns Rede vor dem Jüdischen Weltkongreß am 8. 12. 1942 in New York war der Höhepunkt an Feindseligkeit.

Im Januar 1934 veröffentlichte der Rabbiner Wladimir Jabotinski in der Zeitung "Nascha Rjetsch" (Unsere Rache) folgende Erklärung:

"Seit Monaten wird der Kampf gegen Deutschland von jeder jüdischen Gemeinde, auf jeder Konferenz, auf jedem Kongreß, in allen Gewerkschaften und von jedem einzelnen Juden in der ganzen Welt geführt. Wir werden einen geistigen und einen materiellen Krieg der ganzen Welt entfachen ... Unsere jüdischen Interessen verlangen die vollständige Vernichtung Deutschlands.

Lt. A. Melski, "An den Quellen des großen Hasses - Anmerkungen zur Judenfrage", Moskau, 31. 7. 94


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