Deutschland
Schrift für neue Ordnung


INHALTSVERZEICHNIS 5/6-98

VOLK-NATION-EINHEIT

ZEITGESCHEHEN

WIRTSCHAFT


VOLK - NATION - EINHEIT


Das Euro-Desaster

Der Vertragsbruch
oder: Auf dem Weg in die Diktatur

E. Reuter

„Glaube niemals einer Regierung, keiner einzigen und kein einziges Wort.“ Das war, lt. DER SPIEGEL, 9/98, S.230, die Devise der deutschstämmigen US-Kriegsberichterstatterin, Martha Gellhorn, eine der Witwen des US-Schreibers und deutschfeindlichen, linkslastigen Internationalisten Ernest Hemingway.

Die ISRAEL NACHRICHTEN schrieben, so INSIDER 4/98:

„Eine Regierung muß die Interessen ihres Landes vertreten. Das haben die Minister der Regierung Kohl/Kinkel nie gemacht. Sie waren immer zu Kniefällen bereit.“

US-Präsident Roosevelt wird der Satz zugeschrieben: „In der Politik geschieht nichts zufällig. Alles ist von langer Hand vorbereitet und wird exakt durchgeführt.“

Offensichtlich treffen alle drei Aussagen auf den EURO zu! Denn seine offizielle Einführung beginnt mit einem Vertragsbruch. Die Euro-Regierungschefs haben sich Frankreich gebeugt und den Euro-Vertrag gebrochen: Nicht ein Mann wird für acht Jahre Chef der neuen Europäischen Zentralbank (EZB), wie es der Vertrag vorschreibt, sondern zwei Männer werden jeweils vier Jahre der EZB vorsitzen, einer davon Franzose.

Dabei hatten Kohl und seine Regierungsleute hoch und heilig versichert, die EZB werde unabhängig von der Politik sein und bleiben, damit der Euro so stabil wie die Deutsche Mark werden und bleiben könnte. Deshalb sei im Vertrag verbindlich eine Amtszeit von acht Jahren für den jeweiligen EZB-Präsidenten festgeschrieben.

Alles Schall und Rauch, um nicht zu sagen Lüge und Betrug. Der Traum vom D-Mark-harten Euro ist ausgeträumt, bevor er begonnen hat. Denn der Vertrag ist das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt ist. Dem Euro dürfte es kaum besser ergehen. Denn Frankreich hält für Stabilität, was nach deutschen Vorstellungen Instabilität ist. Und: Die Unabhängigkeit der EZB ist hin, bevor sie ihre Arbeit aufnehmen konnte. Die Politik hat sie besiegt und wird ihr Zuchtmeister bleiben. Wer anderes denkt und behauptet, ist offensichtlich blind für die Auswirkungen eines Vertragsbruches.

Damit sind wir Deutschen schon jetzt die Betrogenen. Le Figaro, die französische Zeitung, hat es auf den Punkt gebracht: „Maastricht und der Euro sind Versailles ohne Krieg.“

Der sogenannte Friedensvertrag von Versailles bürdete dem Deutschen Reich und dem deutschen Volk so hohe Reparationen auf, daß unser Land daran ausbluten mußte. Le Figaro ist offensichtlich davon überzeugt, daß Deutschland und das deutsche Volk an Maastricht und dem Euro ausbluten werden. Damit behielten die Euro-Zweifler recht, die überzeugt sind, daß durch Maastricht und den Euro der Weg Deutschlands und des deutschen Volkes vorgezeichnet ist: wirtschaftlicher Niedergang, ungeahnte Arbeitslosenzahlen, astronomische deutsche Zahlungen an die EU und Unterwerfung und Auflösung des deutschen Volkes unter und in deutschfeindliche Nachbarstaaten.

Haben Kohl, Kinkel und Co. deutsche Interessen vertreten? Offensichtlich nicht. Wie tausendfach gehabt, sind sie in die Knie gegangen und haben sich von einem strahlenden französischen Staatspräsidenten als Papiertiger vorführen lassen, einem Präsidenten, der nach französischen Darstellungen einer alter Freimaurerfamile entstammt.

Nicht auszuschließen ist der Verdacht, daß Kohl, Kinkel und Co. gewußt haben, daß Maastricht und Euro das Ende für Deutschland und das deutsche Volk bedeuten werden. Denn warum sonst sollten sie eine Volksabstimmung über den Beitritt zu Maastricht und über den Euro verhindert und gegen den Mehrheitswillen aller Deutschen (72 bis 92 Prozent) Maastricht und den Euro uns Deutschen aufgezwungen haben? Wie hatte Roosevelt gesagt: In der Politik geschieht nichts zufällig!

Aber offensichtlich, wenn nicht offenkundig, ist, daß alle verantwortlichen BRD-Politiker gewußt haben, welche verhängnisvollen Folgen Euro und Maastricht für Deutschland und unser Volk haben werden. Denn alle haben beidem zugestimmt, abgesehen von der PDS, die aus wahltaktischen Überlegungen dagegen gestimmt hat.

Denn keinem BRD-Politiker kann entgangen sein, daß die EU keine Demokratie ist. Die EU-Kommission wird nicht demokratisch gewählt. Sie unterliegt keiner demokratischen Kontrolle. Sie kann von den Europäern nicht abgewählt werden. Ihre Herrschaftsform erinnert an die des Zentralkomitees der ehemaligen UDSSR. Das Zentralkomitee befahl, und alle hatten zu parieren! Das Euro-Parlament kostet viel Geld, ist jedoch ein zahnloser Beller, dessen Gebell geeignet ist, einen Parlamentarismus vorzuspielen, den es tatsächlich nicht gibt.

Heißt das nicht, Europa ist auf dem Weg zu einer Diktatur der Eurokraten, wer immer das sein mag? Dieser Verdacht ist begründet, denn zu den Gründen, die hier genannt sind, kommen weitere:

Am selben Tag, als Kohl unsere geliebte, harte und gute Deutsche Mark zu Grabe trug und unser Land und unser Volk dem Moloch EU opferte, erklärte Roman Herzogs Präsident der sterbenden BRD, es könne nicht als fremdenfreundlich angesehen werden, die hausgemachte steigende Kriminalität und Arbeitslosigkeit in Deutschland den Ausländern anzulasten.

Liest Roman Herzog keine Kriminalitätsstatistiken? Oder kann und darf er sie nicht verstehen? Diese Statistiken belegen zweifelsfrei, daß die explodierende Schwer- und Schwerstkriminalität in unserem Land auf Ausländer zurückzuführen ist. Möchte dieser BRD-Präsident, der nicht müde wird, unsere Eltern und Großeltern als Verbrecher darzustellen, uns Deutschen die Zunahme dieser Kriminalität in die Schuhe schieben, um damit einen zusätzlich Vorwand zu schaffen, unser Vaterland und unser Volk der Diktatur der Eurokraten zu unterwerfen?

Sieben Millionen Arbeitslose in Deutschland. Ebenfalls hausgemacht, meint Roman Herzog. Ja, hausgemacht, aber nicht vom deutschen Volk, sondern von den BRD-Politikern aller Parteien. Hätten die nicht rund 20 Millionen Ausländer – nicht sieben Millionen, wie behauptet wird – in unser Land gelassen, gäbe es in Deutschland keine Arbeitslosen. Alle Deutschen hätten Arbeit und Brot. Wer diese Tatsachen verschweigt, muß sich fragen lassen, wessen Interessen er vertritt.

Die selbe Fragen müssen sich die BRD-Politiker gefallen lassen, die am Euro-Sonntag, dem 3. Mai 1998, verlangten, die demokratische Versammlungsfreiheit für deutsch-nationale Verbände und Parteien einzuschränken, wobei ein Verbot herauskommen dürfte.

Nichts ist zufällig in der Politik. Alles ist von langer Hand vorbereitet und wird exakt durchgeführt. Die Regie hinter den genannten Vorgängen am Euro-Sonntag ist nicht zu übersehen.

Sichtbar wird damit für jeden, der sehen will, daß Martha Gellhorn wußte, was sie sagte:

„Glaube niemals einer Regierung, keiner einzigen und kein einziges Wort.“

In der nächsten Zeit wird es viele Worte geben. Kohl, Kinkel und Co. werden sich die Zungen wund reden, uns weiszumachen, daß der Bruch des EU-Vertrages bei der Besetzung des EZB-Präsidenten dem Euro keinen Schaden zufügen kann, und der Euro so hart wie die Deutsche Mark werden und bleiben wird.

Wer diesen Worten glaubt, sollte sich auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen, Denn der wacht auch dann nicht auf, wenn das „Kind“ im Brunnen ertrunken ist.

Dieses Kind hat drei Namen: Deutsche Mark, Deutschland und Deutsches Volk!

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ZEITGESCHEHEN


Glaube bloß nicht alles, was du siehst!

E. Baumgart

Mit nichts läßt sich trefflicher lügen – als mit Bildern

(Eine Warnung vor den Bildschirmtätern einschließlich Fotomonteuren)

Der Mensch ist ein Augentier – damit bringt man zum Ausdruck, daß von unseren, den fünf menschlichen Sinnen, der Augensinn der wichtigste sei, woraus sich wiederum die volkstümliche Einstellung ergibt: Ich glaube nur, was ich sehe!

Nun ja, genau genommen, nur zu „glauben“, was man sehe – ist natürlich ein Widerspruch in sich. Er nahm seinen Weg in das Volksbewußtsein sicherlich in jenen Tagen, als die „Gläubigen mit Wunderglauben-Zumutungen priesterlich überschüttet, gar malträtiert wurden“.

Motto der Alleinseligmachenden: Ich glaube gerade deshalb, weil es schier unglaublich ist!

Glaubenslämmer mag es selig machen; ihr Hauptsinn ist es – naturgemäß –, von Sinnen zu sein.

Trotz aller Ideologie: Der Natur nach ist der Mensch halt ein Augentier. Mithin: Ich glaube, was ich sehe!

Dieser volkstümliche Vorbehalt allen Meinungsmachern gegenüber hatte jedoch seit jenen Tagen eine gewisse Gültigkeit verloren, als ein „Bildkünstler“ namens Herzfeld, später Heartfield, vor den Augen der Welt „Die Photomontage“ als die Kunst, als Kunst der Zukunft empfahl, trefflich geeignet, das „Augentier Mensch“ mittels seines ureigensten Sinnes zu verunsichern, zu verdummen, zu entmenschen!

Die Photomontage erwies und erweist sich als ein zentraler Angriff auf den menschlichsten Sinn – auf den Sinn eines Wesens, dessen Weltbild sich aus dem Sehen, dem Schauen – aus der Ansicht zur Weltsicht entwickelt und über die Weltschau zur Weltanschauung verfestigt.

Seit der Entwicklung des Bildschirmes gar fotomontieren Bildschirmattentäter vermittels der Elektronik vor Deinen Augen oftmals ein Bild, vor dem man nur sagen kann: Glaube bloß nicht, was Du siehst!

Andererseits: Für Menschen, deren Weltsicht, deren Weltanschauung nicht durch eine Sicht auf die Dinge, sondern aus der „Offenbarung“ eines unsicht- wie unfehlbaren Wesens erwuchs, von dem sich der „Gläubige“ selbst kein Bild machen durfte, war vermutlich die „gegenstandslose Malerei“, der Abstraktionismus, die „Photomontage“ aus den „Goldenen Zwanzigern“ wie auf den Leib geschneidert. Sie erwies sich als treffliche Methode, den durch Inflation und mittels inszenierten Börsenkrachs heruntergekommenen „Gojim“ an sich selbst irre werden zu lassen.

Wer zum Sehen geboren und zum Schauen bestellt ist, den trifft naturgemäß jede „Bildschirm-Lügen-Montage“ mitten ins Herz.

Du, Deutscher, bist erst gegen derlei Manipulation gefeit, wenn Du beherzigst: Glaube bloß nicht alles, was Du siehst!

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Ein unvorstellbarer Krieg

H. Drenger

Mit dem Entschluß der deutschen politischen und militärischen Führung, am 22. Juni 1941 die Sowjetunion anzugreifen, ist das Deutsche Reich einem Angriff der Sowjetunion auf Deutschland und Westeuropa nur um wenige Wochen zuvorgekommen. Das ist zweifelsfrei erwiesen, und seriöse Historiker (Becker, Hoffmann, Maser, Post, , Suworow, Topitsch etc.) sind heute davon überzeugt.

Gleich nach dem 22. Juni 1941 stellte sich heraus, daß die deutschen Truppen einem unvorstellbar grausamen Gegner gegenüberstanden. Gegründet auf den Erfahrungen, die die deutsche Führung in Polen, im Baltikum und auch in der Ukraine gemacht hatte, entstanden die Richtlinien, die vom Wehrmachtsführungsstab ausgearbeitet wurden „Über das Verhalten der Truppe gegenüber der Zivilbevölkerung“, auch gegenüber den politischen Hoheitsträgern („Kommissarbefehl“). Es ging damals um den Schutz des deutschen Soldaten. Später mußte man feststellen, daß derartige Repressalien oft erfolglos blieben, weil die Sowjettruppen überhaupt keine Rücksicht auch auf die eigene Bevölkerung nahmen. Der sogenannte „Kommissarbefehl“ wurde, wenn er überhaupt zur Anwendung kam, schon 1942 wieder abgeschafft.

Wir kennen heute den sogenannten „Fackelmännerbefehl“ Stalins vom November 1941, wir kennen heute auch seine Rede vom 3. Juli 1941 (!), die er über alle sowjetischen Rundfunksender hielt und in der er zur Vernichtung des Gegners, also der deutschen Truppen, aufrief. Danach ging es nicht darum, den Feind zu besiegen, es ging um dessen totale Vernichtung, und dabei war ihm jedes Mittel recht. Es war aber auch ein Aufruf zum Partisanenkampf hinter den Fronten. (J. Hoffmann in „Stalins Vernichtungskrieg 1941 bis 1945“, Seite 111/112)

Die Kommissare der Roten Armee waren als politische Führer den jeweiligen Truppeneinheiten zugeteilt. Ihre Brutalität gegenüber den eigenen Soldaten und Kommandeuren war später bekannt. Man kann es aber auch so ausdrücken, ich zitiere: „Es ist irrtumsfrei erwiesen, daß der stalinistische Truppenkommissar eben nur ein in Uniform gesteckter Schwerverbrecher war, der wegen seiner unmenschlichen Gefährlichkeit dem Standrecht verfallen mußte“. (aus Fritz Becker „Stalins Blutspur durch Europa“, Seite 268, gemäß Dimitrij A. Wolkogonow, aus „Stalin – Triumph und Tragödie“, Düsseldorf 1989).

Es lag in sowjetischer Absicht, die deutsche Truppenführung zu Repressalien zu zwingen, damit der Haß auf die deutschen Truppen immer wieder angestachelt und wachgehalten werden sollte.

In Balta, einem Ort im besetzten Teil der SU, ließ ein Kommissar die Kinder eines hohen deutschen Besatzungsbeamten rauben und für 12 Tage festhalten, damit die Deutschen Zeit für entsprechende Repressalien fanden. Dann wurden die Köpfe der Kinder, in bunte Tücher gehüllt, auf dem Stadtplatz zurückgelassen. Der Kommissar, der diese barbarische Handlung angeordnet hatte, war der spätere Generalsekretär der Kommunistischen Partei Sowjetrußlands, Leonid Breschnew. (Callahan, „Incident at Balka“ in “American Mercury“, Spring 1976, Seite 57).

Aber nicht nur der Partisanenkampf (Partisanen: aus dem Hinterhalt kämpfende Zivilisten) wurde entgegen allen Kriegsregeln mit außergewöhnlicher Heimtücke und Grausamkeit – auch für deutsche Soldaten unvorstellbar – geführt, sondern auch Einheiten der Roten Armee beteiligten sich an brutalen Verbrechen gegen deutsche Soldaten, gegen die eigenen Landsleute und Zivilisten im rückwärtigen Kriegsgebiet und später gegen die deutsche Zivilbevölkerung, insbesondere gegen deutsche Frauen, gegen Verwundete, gegen Nachrichtenhelferinnen und gegen die Krankenschwestern des Deutschen Roten Kreuzes.

Wie eine ganze Armee systematisch aufgehetzt wurde und erfolgte Grausamkeiten zur Pflicht gemacht wurden, zeigt das Beispiel des ersten Propagandisten Stalins, des 1891 als Sohn eines jüdischen Bierbrauers geborenen Iljitsch Gregorowitsch Ehrenburg. Seine diversen mörderischen Aufrufe an die Rote Armee sind aktenkundig.

„Tötet! Tötet! Tötet! Es gibt nichts, was an den Deutschen unschuldig ist, die Lebenden nicht und nicht die Ungeborenen. Folgt den Weisungen des Genossen Stalin und zerstampft das faschistische Tier für immer in seiner Höhle! Brecht mit Gewalt den Rassenhochmut der germanischen Frau! Nehmt sie als rechtmäßige Beute! Tötet! Ihr tapferen vorwärtsstürmenden Rotarmisten!“

Davon existieren noch Originalplakate, die die Truppe mit sich führte, doch der „Historiker“ Heer zeigt davon nichts, es paßt nicht zur Verleumdung der deutschen Wehrmacht.

Tatsächlich hat Ilja Ehrenburg in den vier Kriegsjahren über 2.000 Beiträge geschrieben, die in Hunderten von Frontzeitungen und auf Flugblättern ausgedruckt wurden. (Fritz Lachenmeier aus „Zeitgeschichte wider den Zeitgeist“, Seite 99).

Gerade wegen der ausufernden Brutalisierung der Roten Armee kämpfte der deutsche Soldat auch in auswegloser Situation, um fliehende Frauen und Kinder zu schützen. Sogar die englischen Offiziere eines Gefangenenlagers in Ostpreußen ließen durch ihren Ranghöchsten einem deutschen Divisionskommandeur ihre Bereitschaft erklären, an deutscher Seite, mit der Waffe in der Hand gegen die Sowjetsoldaten zu kämpfen. (Schäufler in „Panzer an der Weichsel“). Diese englischen Offiziere hatten das Wüten der Rotarmisten gegen deutsche Zivilisten erlebt. Was muß in ihnen vorgegangen sein?

Das deutsche Heer, die Deutsche Wehrmacht, entsprach in seiner Gesamtheit dem moralischen Anspruch des preußischen Generals von Clausewitz, es verkörperte, was er meinte:

„...ein Heer, welches im zerstörendsten Feuer seine gewohnte Ordnung behält – auch mitten im Verderben seiner Niederlage –, die Kraft zum Gehorsam nicht verliert und an alle Pflichten und Tugenden erinnert wird durch die Ehre seiner Waffen.“

Sehr viele ehemalige Gegner haben diesem Heer ihre Achtung erwiesen – vor zwei Jahren salutierten englische Offiziere bei einem Treffen deutscher Ritterkreuzträger.

Denn der Haß stirbt –
er erstickt an seiner Torheit und Niedrigkeit.
Alles Große aber ist ewig
und leuchtet in den Morgen neuer Entwicklungen hinein.

Richard Schulze-Kossens

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Von Krieg und Frieden aus „globaler...“ Sicht

E. Kemper

Anläßlich des Besuches des russischen Ministerpräsidenten Jelzin im April 1998 in Japan war von beiden Seiten zu hören, daß zwischen ihren Staaten nun doch ein Friedensvertrag abgeschlossen werden soll. Ist ein solcher Vertrag in einer sich erzwungenermaßen „global“ orientierenden Gesellschaftsordnung politisch noch erwünscht, noch möglich bzw. wird er von den herrschenden Globalmächten noch erlaubt ?

Wir möchten deshalb daran erinnern, daß auch Deutschland mit keinem der Staaten, die uns zwischen 1939 bis 1945 den Krieg erklärt haben, einen Friedensvertrag abschließen konnte (auch nicht mit der Türkei, die uns noch kurz vor Toresschluß 1945 den „Krieg erklärt“ hat).

Es liegt im russisch/japanischen Verhältnis auf der Hand, daß das industriell unterentwickelte und in aller Welt hoch verschuldete Rußland um japanisches Kapital, sprich: um industrielle Investitionen in Sibirien nachsucht und Japan die ihm 1945 geraubten nördlichen Kurilen – in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht – zurückerstattet haben möchte. Wir müssen uns aber fragen: Erleben wir hier die Realität oder nur ein Wunschdenken beider Seiten ?

Der Raub dieser seit Urzeiten zu Japan gehörenden Inseln, der in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges 1945 erfolgte, war keine ruhmreiche Heldentat !

Der Krieg der USA gegen die aufstrebende Industriemacht Japan um die Vorherrschaft im pazifischen Raum war praktisch zu Ende; die ersten Atombomben der Menschheit waren auf Hiroshima und Nagasaki gefallen und hatten die angestrebte Vorherrschaft der USA bereits gesichert, als Stalin dem ohnmächtigen Japan jene Kurilen entriß.

Der Geheimvertrag – ein Nichtangriffspakt hinter dem Rücken der ehemals verbündeten Achsenmächte Italien und Deutschland – zwischen Japan und der Sowjetunion im Jahre 1941 hatte sich damit für Japan nicht ausgezahlt.

Trotz des Wohlverhaltens gegenüber den Sowjets im deutsch / sowjetischen Krieg verloren die Japaner die Kurilen.

Stalin war es nach Inhalt und Geist dieses Geheimvertrages seinerzeit möglich, seine ostasiatische Verteidigungsfront gegenüber Japan zu entblößen, und er warf seine sibirischen Elitetruppen dem vor Moskau kämpfenden, überraschten deutschen Heer in der Winterschlacht im November/Dezember 1941 entgegen.

Auch Japan – das nach Osten schaute und den Angriff auf den US-Hafen Pearl Harbor, Hawaii bereits plante – wollte keinen Zweifrontenkrieg riskieren. Dies war der strategische Hintergrund dieses Geheimvertrages.

Die Antwort freier Japaner auf das US-Embargo in Sachen Öl-Einfuhr verlangte den Versuch eines japanischen Angriffs gegen die USA. Zur Erläuterung sei hier erwähnt: Japan verfügt – auch heute – nicht über einen einzigen Tropfen eigenen Öls.

Die auf einen Winterkrieg nicht vorbereiteten deutschen Truppen erlitten – auf Grund des japanischen Verrates an den Achsenmächten durch den Abschluß eines Geheimvertrages mit den Sowjets – im ersten Kriegswinter der Ostfront eine schwere Niederlage. Moskau, die Zentrale der Sowjets mit dem Hauptverkehrsknotenpunkt Rußlands, konnte nicht mehr erobert werden. Die deutschen Truppen erreichten nur noch die Stadtgrenze der sowjetischen Metropole.

Man bedenke diesen – auch für die Sowjets – riskanten Schritt:

Japan hatte Korea erobert und besetzt und stand mit seinen Truppen in unmittelbarer Nachbarschaft des an Bodenschätzen reichen Sibiriens und in Reichweite des einzigen eisfreien russischen Hafens Wladiwostok.

Dieser japanisch/russische Geheimvertrag hat den Zweiten Weltkrieg somit entscheidend – und zwar zu unseren Ungunsten – entschieden. Politiker und Militärs und wir alle sollten dies nie vergessen!

Das unersättliche Rußland, die seinerzeitige Sowjetunion, nahm keine Rücksicht auf diesen Vertrag, erklärte dem am Boden liegenden Japan noch 1945 (!) risikolos den Krieg und holte sich – ohne einen Schuß getan zu haben – in der Stunde japanischer Ohnmacht die Kurilen als Kriegsbeute und als Pfand im Falle späterer Friedensverhandlungen (s. oben).

Dies ist der heutige Stand der Dinge für Japan, den ehemaligen „Verbündeten“ der europäischen Achsenmächte. Wen wundert es da im Falle Japan, daß es keinen Kapitalexport nach Sibirien und im Fall Rußland, daß es keinen Friedensvertrag mit Japan gab.

Vielleicht erfahren wir in ein paar Jahren, was bei dieser Reise von Zar Boris Jelzin politisch für die eine oder andere Seite herausgekommen ist ?

Hat man wieder einen „Geheimvertrag“ abgeschlossen ? Hat sich Japan wieder – zu Lasten Dritter – diesmal zu Lasten der USA (?) über den Tisch ziehen lassen ?

Der durch die Siegermacht USA seiner Göttlichkeit entkleidete Tenno Hirohito sagte nach der Kapitulation und der Niederlage in einer erzwungenen Radioansprache seinem japanischen Volk in einem Haiku (Zweizeiler):

„Der Schnee mag die Kiefer noch so tief auf den Boden drücken – sie behält doch ihre Farbe !

Die ihrem Vaterland treu ergebenen Japaner begriffen sofort, was der Tenno gemeint hatte, nicht aber die dem Kapitalismus verfallenen US-Söldner einer westlich orientierten, dekadenten Zivilisation, die Coca Cola und „Hamburger“ von Mc Donald für eine kulturelle Errungenschaft halten.

Wenn wir heute diesen Blick in die Geschichte zurückwerfen, so deshalb, um uns den Status quo vor Augen zu führen, der sich seit der Beendigung des Zweiten Weltkrieges für uns und auch für Japan nicht geändert hat. Es gilt weiterhin und wie seit tausenden von Jahren:

Vae victis – wehe den Besiegten!

Wir schauen aber auch deshalb zurück, da von der Masse des Deutschen Volkes ganz offensichtlich auch nach über 50 Jahren nach der Kapitulation unserer Wehrmacht nicht klar erkannt wird, daß die Sieger von 1945 in ihrer Überheblichkeit weiterhin eine egoistisch/nationale Eroberungs- sprich: Besatzungspolitik – nicht nur in Europa – betreiben (man beachte nur den in den USA über die Medien geschürten Haß gegen alles Deutsche). Deshalb führen wir hier an: Der genannte Raub der Kurilen durch die Sowjets ist in unserem eigenen Fall mit dem Raub des „Deutschen Ostens“ und auch mit dem heute besonders aktuellen Raub unserer Kulturgüter durch die Sowjets und dem Raub unserer Patente, Erfindungen und Warenzeichen durch die USA zu vergleichen bzw. gleichzusetzen.

Da wir aber die angebliche Freundschaft mit dem heutigen Rußland und den übrigen Kriegsgegnern unseres Volkes höher bewerten als die Rückgabe deutschen Eigentums, ist zur Zeit nicht zu erkennen, wann und wie unser Volk zu seinem Recht, zu seinem Eigentum und zu seiner inneren oder äußeren Souveränität kommen sollte. Der Ausplünderung unseres Volkes ist damit weiterhin Tür und Tor geöffnet.

Alle augenblicklich in der BRD erlaubten Parteien, die ihre Berechtigung auf ein durch die Besatzungsmächte eingeführtes Lizenzsystem zurückführen, sind nicht bereit, einen völkerrechtsgültigen Friedensvertrag auch nur anzumahnen, geschweige denn einzufordern!

Diese BRD-„Parteien“ haben es sich vielmehr zur Aufgabe gemacht, bereitwillig alliierten Willen zu vollstrecken und einen souveränen deutschen Staat – das Deutsche Reich – als europäische Ordnungsmacht nicht wieder auferstehen und das deutsche Volk in einem afro/asiatischen „Multikultistaat“ untergehen zu lassen. Die Folgen eines solchen Handelns sind in aller Welt zu erkennen.

Diesen Planungen und Vorhaben von „globalen“ Ausmaßen anonymer Hintergrundkräfte, denen sich die Nationalstaaten alter Ordnung seit 1945 beugen, widersetzt sich keine der gehorsamen, angeblich demokratischen BRD-„Parteien“. Sie handeln eindeutig gegen den Willen der Menschen des eigenen Volkes!

Wen wundert es ? In einer erzwungenen staatlichen „Ordnung“, in der Menschenrechte nicht beachtet werden, ist nicht davon auszugehen, daß das Recht der Völker – das Völkerrecht beachtet wird.

Doch schon leisten Völker und Nationen der ungeliebten „Globalisierung“ zähen, wenn auch unmerklichen Widerstand. Noch kann der Unmut der Menschen (85% der Deutschen sind z. B. gegen die Aufgabe der eigenen Währung und gegen den Euro!) in der westlichen Hemisphäre im Zügel gehalten werden. Noch ...

Wie geht es weiter ? Wie sieht unsere nähere Zukunft aus?

In der Geschichte der Menschheit waren Überraschungen an der Tagesordnung. Das viel zitierte Rom wurde von seinem eigenen Hochmut, seinen eigenen korrupten Politikern, seinem eigenen Sklavensystem zu Fall gebracht. Sind nicht auch wir Sklaven unseres so viel gepriesenen kapitalistischen Systems (westlicher Prägung)?

Auch wenn es von uns noch nicht zu begreifen und zu erkennen ist, sieht es heute so aus, daß nach der Sowjetunion auch die alles überragenden, maßlosen „Vereinigten Staaten von Amerika“ gleichfalls an innenpolitischen Problemen zu Fall kommen können.

Man denke an die ungelöste und nur übertünchte Rassenfrage, die nicht mehr gestattete Glaubens- und Religionsfreiheit (s. die ungesühnte Ermordung der Davidianer in Waco) und vor allem an die Frage nach der Ausbeutung über den Zins, die Frage nach „arm und reich“, sprich: die „soziale Frage“!

Die Bürger in den USA beginnen zu begreifen, daß der Kapitalismus – westlicher Prägung – nicht nur ein wirtschaftliches Instrument zur Abwicklung von Zahlungsgeschäften ist, sondern auch gewaltige politische Dimensionen entwickelt, das über den Zins zu ihrer vollständigen Unterwerfung genutzt werden kann.

Es ist uns Europäern noch nicht vorstellbar, aber vor diesem Hintergrund muß die Aufrüstung der US-Milizen gesehen werden.

Diese paramilitärischen Einheiten bereiten sich auf eine innenpolitische, bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzung mit der eigenen, ungeliebten Regierung vor ... Der Kreis schließt sich. Die gleichen Vorgänge in Ost und West. Die Menschen fühlen sich unterdrückt, setzen sich zur Wehr und kämpfen um ihre gefährdete Unabhängigkeit:

Die weißen US-Bürger europäischer Abstammung fühlen sich verraten und sind heute bereit, die ihnen von ihren Vorfahren vererbten und von der US-Verfassung garantierten Rechte und Freiheiten gegen eine fremdgesteuerte Zentralregierung in Washington zu verteidigen!

Nicht nur für diese Milizen stellt sich die Frage:

Werden die USA gar nicht aus Washington, sondern von „global“ planenden und handelnden, anonymen Hintergrundkräften aus dem vorderen Orient regiert ... ?

Wir hatten das Glück zu erleben, wie sich nach dem 9. November 1989 der ungeheure militärische Machtapparat der ehemaligen Sowjetunion in ein Nichts auflöste und die seit 1917 unterdrückten Völker Rußlands ihre Freiheit langsam zurückerhielten. Heute bricht selbst der lockere Verband der GUS-Staaten auseinander.

Wer kann sich heute in der sogen. „BRD“ schon vorstellen, daß auch die Waffen der USA – wie die der ehemaligen Sowjetunion – einmal stumpf sein könnten ?

Der Erosions- und Zersetzungsprozeß an den Fundamenten des – von den USA getragenen – Kapitalismus ist aber eingeläutet.

Weltweit spüren die Menschen, daß der sie bedrohende Kapitalismus einem Höhepunkt und damit seinem Ende entgegentreibt. Sie suchen bereits nach schon vorhandenen politischen Alternativen und nach Freiheit.

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Uns trifft keine Schuld!

Report der amerikanischen - jüdischen Attacken und Lügen gegen die Schweiz

E. Baumgart

„Harry Zweifel ist Autor einer Reihe von Büchern, darunter seine als Trilogie ausgelegte Biographie, von der bisher die beiden Bände Daniel Heim – ,Zögling und Mündel‘ und Daniel Heim – ,Die Jahre danach‘ in unserem Verlag erschienen sind. Sein drittes Buch ist in Vorbereitung.

Zweifel ist ein unbequemer Autor, dessen streitbare und treffsichere Sprache die Dinge nicht in Watte packt. Er verschont weder sich noch jene, mit denen er es zu tun hat.

Dennoch – oder gerade deshalb ist er ein versöhnlicher Mensch geblieben. Er wahrt stets Abstand vom Geschehen; kühl und distanziert verfaßt er mit sachlichem Verstand seine Werke, durchdrungen von der Überzeugung, daß am Ende die Harmonie steht.

Dieses Buch ist Balsam für alle jene Schweizerinnen und Schweizer, die in den letzten Wochen und Monaten Lügen, Diffamierungen, Schmähungen und üble Nachreden von den USA und den jüdischen Organisationen über sich ergehen lassen mußten. Die Fakten dieses Reports werden es beweisen. Es ist kein antisemitisches Buch. Aber es nennt die Leute und die Sache beim Namen, seien es die Heuchler der jüdischen Organisationen in den USA, das State Department oder das Großmaul Alfonse D’Amato, nicht zuletzt die SP-Politiker, die sich auf Kosten der Eidgenossenschaft profilieren, oder Journalisten, die mit ihrem falschen Ehrgeiz eine Auflagensteigerung ihrer Blätter erreichen wollen.

Es ist ein Schock für die Trittbrettfahrer der Nation, für die teilweise unfähigen Regierungsbehörden, die kopflos von einer Ecke in die andere rennen und mit ihren falschen Vorstellungen glauben, man könne die Juden mit einem Milliardending zum Schweigen bringen.

Das Buch ist auch ein Schock für all jene Staaten, die heute so scheinheilig tun, als ob die Schweiz die Konzentrationslager von Auschwitz, Bergen-Belsen oder Treblinka bedient hätte. Jene Staaten haben eine viel größere Schuld auf sich geladen, nämlich, daß sie in entscheidenden Momenten nicht handelten.

Wir Schweizer haben zwar rund 30 000 jüdische Flüchtlinge abgewiesen und ebenso vielen Zuflucht im Lande gewährt. Die USA und 35 andere Staaten jedoch haben Hunderttausenden von Juden die Einreise verwehrt.

Allein 20 000 Kinder durften nicht in die USA und wurden in den sicheren Tod getrieben.

Ein solcher Staat, der soviel Dreck am Stecken hat, der Millionen von Indianern ausrottete, Neger versklavte, die heute noch verarmt leben, der an hunderten von Kriegen beteiligt war und der Menschheit Elend und Not brachte, will uns Schweizern Vorwürfe machen, daß wir unehrlich und Nutznießer des Krieges seien?

Wie aber ließen sich die USA von den Golfstaaten für den Krieg gegen Irak bezahlen? Wann werden die USA sich bei jenen Völkern und Ländern entschuldigen, denen sie soviel Elend und Verwüstung gebracht, und eine ,Wiedergutmachung‘ leisten?“

Soweit der Klappentext des Buches:

Harry Zweifel – Uns trifft keine Schuld – 591 S., geb., Biograph-Verlag GmbH 1997 – ISBN 3-905248-12-3 – DM/SFR 46,-ÖS 336 –

Mit „Uns trifft keine Schuld“ hat er mit sicherem Gespür ein Thema, mit dem gegenwärtig auf zutiefst verletzende Weise alle Schweizerinnen und Schweizer guten Willens gequält werden, in einer spannenden und entspannenden Form dargelegt. Leidenschaftlich weist er den Zerrspiegel der Geschichte zurück, der mit unerträglicher Maßlosigkeit und Ignoranz siebenhundert Jahre eidgenössische Wirklichkeit verhöhnt. Sein Buch ist ein Aufruf an alle Eidgenossen, diesem „Raubzug gegen die inneren Werte und die Selbstachtung der Schweiz“ energisch geistigen Einhalt zu gebieten. Doch zugleich fordert er ein ehrliches Geschichtsbild der Zeit des Zweiten Weltkrieges und den fairen Ausgleich für alle noch nachwirkenden Verfehlungen, die der damalige Schweizer Staat und die damaligen Verantwortlichen für Finanzen und Wirtschaft begingen.

„Uns trifft keine Schuld!“ ist ein Buch, das befreiend und ermutigend auf den Leser wirkt, so er die Schweiz ohne falsche Sentimentalität liebt und sich mit ihr und ihren Sorgen und Nöten befreunden kann.

Seinem Bericht „Uns trifft keine Schuld!“ schickte der Verfasser einen Leitsatz voraus: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt! (Friedrich Schiller „Wilhelm Tell“)

Da der Berichterstatter in seiner insgesamt verdienstvollen Schrift es aber nicht unterläßt, uns Reichsdeutsche mehr oder weniger als „böse Nachbarn“ hinzustellen – so sei einem Preußen der Zweifel erlaubt – ob die Schweizer nicht doch eine gewisse Schuld an der gegenwärtigen „Verleumdungs- und Erpressungskampagne“ treffe, und es sei ihm gestattet, einen Fingerzeig hierfür zu geben.

Dies umsomehr, als er im Klappentext herausstellt: Der Zerrspiegel der Geschichte ist zurückzuweisen, der mit unerträglicher Maßlosigkeit und Ignoranz siebenhundert Jahre eidgenössischer Wirklichkeit verhöhnt.

Es ist ein Aufruf an alle, diesem Raubzug gegen die inneren Werte und die Selbstachtung der Schweiz energisch geistigen Einhalt zu gebieten; er fordert ein ehrliches Geschichtsbild der Zeit des zweiten Weltkrieges und einen fairen Ausgleich.

Nun ja – was den Schweizern recht ist, sollte uns Deutschen, uns Reichsdeutschen gegenüber billig sein.

Lage – Ausgangssituation

Wenn jemand, ein Einzelner, wie Harry Zweifel, inmitten einer Medienbrandung von Vorwürfen, Unterstellungen, Halbwahrheiten, Drohungen, Erpressungen, Verleumdungen seine Stimme erhebt: Uns trifft keine Schuld! so ist das nicht nur ein Hilferuf – sondern ein Verzweiflungsschrei im Getöse von Verlockungen, Versuchungen. – die Luft ist erfüllt von der Gischt des Geifers – das Herz betrübt von Scham.

Seine Schweizer Seele fordert: Wir sollten sein ein einig Volk von Brüdern in keiner Not uns trennen und Gefahr!

Es mag zwar scheinen, daß er in dieser Medien-Orgie einsamer, ausgelieferter als ein Rufer in der Wüste sei....

Was soll’s, erstens darf man in einer Situation überhandnehmenden Irrsinns nichts unversucht lassen, zweitens heißt es doch auch: Ist die Not am größten, ist Gottes Hilfe am nächsten, wobei beim Wort Gott nicht unbedingt an Jahve gedacht werden müßte.

Fürwahr, aus diesem Hilfeschrei Uns trifft keine Schuld! kann auch unvermittelt ein Schlachtruf werden. Wer redet hier überhaupt von Schuld ?! von ausschließlich einseitiger Schuld ?! In einer Welt voller wechselseitiger Verstrickungen herrscht immer noch das Gesetz von Ursache und Wirkung! Es werfe also der den ersten Stein, der sich frei von aller Schuld fühlt!

Hatte das nicht ausdrücklich jener EINE aus dem Stamme Davids zunächst für die SEINEN ausdrücklich gefordert gehabt ?!!!

Doch halten wir uns, aus naheliegenden Gründen, lieber an Professor Bachofen aus Basel (1815-1887). Von ihm stammt die Erkenntnis

Ein Prinzip, das man übertreibt. bricht in sich selbst zusammen!

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Wirtschaft


Karl Marx – immer noch ein Idol? – Teil II

Das "Kommunistische Manifest" im Lichte der Freiwirtschaftslehre –
Herkunft des "Antifaschismus"

Ein kurzer Hinweis auf die Geld- und Bodenreformer unserer Zeit leitete im Teil I zum Thema über. Die möglichen Ursachen der Anziehungskraft der kommunistischen Lehre wurden beleuchtet und die Frage „Was ist richtig, was falsch an Marxens Lehre“ beantwortet, die Ausbeutungsthese erläutert und der freiwirtschaftliche Erklärungsansatz dem gegenübergestellt, auch das Thema Geschäftemacherei und der kapitalistische Ausdehnungsdrang abgehandelt. Mit der Betrachtung des inneren Kolonialismus schloß Teil I ab.

Lobgesang auf den Kapitalismus

Marx war ein scharfer Beobachter des imperialistischen Ausdehnungsdranges der Geld- und Wirtschaftsmächte seiner Zeit.

Sehr bedenklich ist jedoch, daß er solche Entwicklungen grundsätzlich zu bejahen scheint.

Es ist zunächst überraschend, daß er – wie weitere Ausführungen im Manifest zeigen – eine Produktionsweise gut findet, obwohl sie für die Bourgeoisie, d. h. das Großkapital und die großindustriellen Fabrikanten, entwickelt wurde und deren imperialistischen und ausbeuterischen Zwecken diente.

Freilich stört ihn dabei, daß immer wieder „Handelskrisen“ und die „Epidemie der Überproduktion“ auftreten, weil die „bürgerlichen Eigentumsverhältnisse“ mit den „modernen Produktivkräften“ nicht in Einklang zu bringen seien. Ansonsten stimmt er ein lautes Loblied auf die modernen Produktionsmethoden an, die ihren Siegeszug durch die ganze Welt angetreten hatten:

„Die Bourgeoisie hat in ihrer kaum hundertjährigen Klassenherrschaft massenhaftere und kolossalere Produktionskräfte geschaffen als alle vergangnen Generationen zusammen. Unterjochung Industrie der Naturkräfte, Maschinerie, Anwendung der Chemie auf Industrie und Ackerbau, Dampfschiffahrt, Eisenbahnen, elektrische Telegraphen, Urbarmachung ganzer Weltteile, Schiffbarmachung der Flüsse, ganze aus dem Boden hervorgestampfte Bevölkerungen – welches frühere Jahrhundert ahnte, daß solche Produktionskräfte im Schoße der gesellschaftlichen Arbeit schlummerten.“

Es ist ein Lobgesang auf Großtechnologie und Naturmißachtung.

Mit diesem materialistischen Fortschrittsoptimismus und wirtschaftlichen Wachstumsdenken ist Marx freilich ganz ein Mensch seiner Zeit.

Aus diesem Geist heraus hat Ingenieur Tulla zu Anfang des 19. Jahrhunderts begonnen, den Rhein zu kanalisieren.

Verheerendes Fortschrittsdenken

Heute wissen wir, daß der technisch-materielle Fortschritt des 19. und erst recht des 20. Jahrhunderts keineswegs nur segensreich war: Er ging vor allem auf Kosten der Natur. Er hat überall auf der Welt auch die gesellschaftlichen Ordnungen zerrüttet. Heute erkennen wir immer deutlicher, daß unsere bisherige – kapitalistische – Art zu wirtschaften, die immer größere und unübersichtlichere Strukturen herbeiführte, die Menschheit in eine immer schlimmere Katastrophenlage hineingesteuert hat.

Klimastörungen, Ozonloch, Atemgift Ozon, wachsende Wüsten, zunehmende Vergiftung der Nahrungsmittel, BSE-Seuche, Waldsterben, Atomgefahren, beispielloses Artensterben, Grundwasserverschmutzung, ungewohnt häufige Naturkatastrophen, Hungersnöte, Kriege allüberall, Millionen von Flüchtlingen, Arbeitslosigkeit – so lauten die beängstigenden Kennworte unserer Zeit.

Es sei in diesem Zusammenhang auf das grundlegend wichtige Buch „Zukunftsfähiges Deutschland“ verwiesen, das vom Wuppertaler Institut erarbeitet und 1996 gemeinsam von BUND und Misereor herausgebracht wurde (siehe dazu meine Besprechung im Sonderheft 4 des „Dritten Wegs“). Das Ergebnis der Studie: Wir in Deutschland müssen innerhalb des nächsten halben Jahrhunderts unsere Umweltansprüche auf 10 bis 20 Prozent verringern, wenn wir, zusammen mit den anderen Völkern auf der Welt, noch eine Zukunft haben wollen.

Marx jedoch ist noch ganz vom Wachstumsdenken seiner Zeit beherrscht. So lautet der 7. Programmpunkt seines Forderungskatalogs am Ende des Manifests:

„7. Vermehrung der Nationalfabriken, Produktionsinstrumente, Urbarmachung und Verbesserung der Ländereien nach einem gemeinschaftlichen Plan.“

Produktionsausweitungen sind sicherlich berechtigt, solange große Teile der Bevölkerung in bitterer Armut leben. Dann sollte die Notlinderung bzw. die Hebung des Volkswohlstands im Vordergrund stehen. Die Frage ist jedoch, wie man an das Problem herangeht. Marxens Nachfahren in den kommunistischen Staaten haben darunter bis zuletzt auch immer nur die Erstellung staatlicher „gemeinschaftlicher Pläne“ zur Ankurbelung des Wirtschaftswachtums verstanden, meist ohne rechten Nutzen für die Bevölkerung und ohne Rücksicht auf die Natur. So hat erst jüngst die kommunistische – oder bereits konzernkapitalistische? – Regierung Chinas beschlossen, den Jangtsekiang, ihren größten Fluß, auf 650 Kilometer seiner Länge in ein Staubecken zu verwandeln. Es wäre das bisher größte Wasserbauvorhaben der Welt. Eineinhalb Millionen Chinesen müssen deswegen umgesiedelt werden.

Woher die Produktionshektik der Bourgeoisie?

Für Marx ist der Fall klar:

Nachdem die Bourgeoisie die wirtschaftlichen Fesseln der Feudalzeit abgestreift hat, ist es die „freie Konkurrenz“, was den technischen Fortschritt, die „fortwährende Umwälzung“ der Produktionsweise, vorantreibt und zu einer unaufhörlichen Gütervermehrung führt.

Das ist keine falsche, aber eine unvollständige Erklärung.

Die entscheidende Rolle des zinsheischenden Geldes ist nicht erwähnt.

Nach freiwirtschaftlicher Auffassung ist die eigentlich antreibende Ursache des ungezügelten Wirtschaftswachstums die zunehmende Verschuldung der Wirtschaft, woraus sich für diese der Zwang ergibt, immer mehr zu erzeugen und immer wirksamere technische Hilfen einzusetzen, weil sie anders den Kapitaldienst nicht leisten kann.

Die Unternehmen handeln also nicht nur aus Gewinngier oder purer Produktionslust. Sie sind selbst Getriebene.

Die ansteigende Verschuldung hinwiederum ist lediglich die Kehrseite der sich nach dem Zinseszins-Mechanismus aus sich heraus immerfort vermehrenden Geldvermögen, die in die Anlage drängen.

Der Fehler steckt lektlich in der altüberlieferten Geldordnung, die das Absinken des Zinses unter eine bestimmete Mindestgrenze nicht zuläßt. Hier also müßten die entscheidenden Sozialreformen ansetzen.

Doch Marx ging es nicht darum, die Produktionskräfte zurückzudämmen. Im Gegenteil, ihre Entfesselung war ihm wichtig und zudem die Überwindung der Wirtschaftskrisen. – Das ist aus damaliger Sicht durchaus verständlich.

Das ist umso verständlicher, als noch bis heute die Ankurbelung des Wachstums das Hauptziel der Politik ist.

Man weiß nämlich aus Erfahrung, daß bei nachlassendem Wirtschaftswachstum die Arbeitslosigkeit zunimmt.

So befinden sich die Regierungen – bei weiterbestehendem zinsbedingtem Wachstumszwang – immer noch in dem Dilemma, sich zwischen einem Wirtschaftswachstum auf Kosten der Natur oder einem Wachstumsstillstand auf Kosten der Beschäftigung entscheiden zu müssen – und denken dabei natürlich zuerst an die Sicherung der Arbeitsplätze.

Wirtschaftskrisen und „Überproduktion“

Marx:

„ln den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus, welche allen früheren Epochen als ein Widersinn erschienen wäre – die Epidemie der Überproduktion.“

Marx fragt dann:

„Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen?“

und anwortet:

„Einerseits durch die erzwungene Vemichtung einer Masse von [Produkten und] Produktivkräften; andererseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte.“

Das klingt alles verblüffend richtig. Denn die Wirtschaft hat heute noch mit ganz ähnlichen Problemen zu kämpfen und versucht mit ungefähr denselben Mitteln, darüber hinwegzukommen. Man denke hier z. B. an die Vernichtung von Nahrungsmittelbergen und -seen auf Staatskosten im Rahmen der EU; an die aufdringliche Werbung zur Weckung neuer Bedürfnisse; an die Abwanderung des Kapitals in die Länder der Zweiten und der Dritten Welt usw.

Was sind die Ursachen solcher Krisen? Laut Marx „die wachsende Konkurrenz der Bourgeois unter sich“ und die hinderlichen „bürgerlichen Eigentumsverhältnisse.“

Das ist nicht falsch, bleibt aber zu vordergründig.

Aus dieser Fehleinschätzung ergab sich der bekannte Marxsche Lösungsvorschlag: Beseitigung des freien Wettbewerbs und des privaten Produktionsmittelbesitzes.

Die entscheidende Rolle des Geldes ist auch hier übersehen.

In Gestalt der goldgedeckten Währung löste es zu Marxens Zeit vor allem in England zahllose Wirtschaftkrisen aus. Yoshito Otani schreibt dazu in seinem Buch „Untergang eines Mythos“(1978, S. 192 ff.):

„Da war z. B. der Goldabfluß: Gold war vor allem im internationalen Handel gefragt, und so kam es oft vor, daß die Bankkunden für auswärtige Zahlungen Gold abhoben. Schon in diesem einfachen Fall mußte der Banknotenumlauf im Land gedrosselt werden, und zwar im Verhältnis von Gold zu Banknote um das drei- bis vierfache des abgehobenen Goldes.“

Die Folge war eine Verringerung der monetären Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen und deshalb ein deflationäres Absinken des gesamten Preisstandes, was Wirtschaftseinbrüche auslöste. Otani:

„Unter diesen Voraussetzungen hat England in den fünfzig Jahren von 1816 bis 1866 nicht weniger als siebzehn Wirtschaftkrisen erlitten. Eine der schwersten war die von 1846, als England durch eine Mißernte große Mengen an Korn und Kartoffeln einführen mußte. An sich war es keineswegs zu arm, um die fehlenden Lebensmittel einzukaufen. Die vergangenen Jahre hatten eine rasche Entwicklung der Wirtschaft gebracht und die Goldvorräte der Banken zeigten einen Höchststand. Aber die Lieferländer nahmen nur Gold in Zahlung [...] Man braucht kein Wirtschaftsexperte zu sein, um zu erraten, was passierte, als die entsprechende Menge von Banknoten aus dem Verkehr verschwand. Im Verlauf weniger Monate brach die ganze Wirtschaft zusammen ...“

Die angebliche „Überproduktion“ ergab sich daraus, daß den verarmten Massen das Geld fehlte, um die dringend benötigten Güter zu kaufen – die umlaufende Banknotenmenge war wegen des Goldabflusses „um das drei- bis vierfache“ verringert worden!

Auch die jetzige Arbeitslosigkeit wird vor allem von einem Geld verschuldet, dem heute noch ganz ähnliche Mängel anhaften wie einst der Goldwährung. Es soll an dieser Stelle nicht näher auf solche Zusammenhänge eingegangen werden, weil hierzu schon eine Reihe guter Darstellungen von freiwirtschaftlicher Seite vorliegen.

Extremer Zentralismus und Internationalismus

Marx hatte also – wie wohl die meisten seiner Zeitgenossen – eine rechte Freude am raschen Fortschreiten der technischen Möglichkeiten zur „Unterjochung der Natur“, an der „Anwendung der Chemie auf Industrie und Ackerbau“ usw. Aber er war darüber hinaus von zentralistischen und globalistischen Vorstellungen beherrscht und begrüßte es, daß Wirtschaft, Kultur und Politik immer internationaler wurden – so wie sich auch schon zu seiner Zeit die großkapitalistischen Industriellen mit ihrer weltumspannenden Geschäftstätigkeit auf diesen Weg begeben hatten. Sie mußten es wohl tun, so wie auch viele heutige Unternehmen sich unter den gegebenen – kapitalistischen – Verhältnisssen zu solchen Vorgehensweisen gezwungen sehen, wenn sie dem Bankrott entgehen wollen.

Marx aber ist ganz eindeutig der Auffassung, daß sich die Bourgeoisie hier auf dem richtigen Weg befinde. Wer sich dagegen stemme, sei „Reaktionär“, zeige sich rückständig. Er findet es offensichtlich richtig, daß der Industrie der „nationale Boden ... unter den Füßen weggezogen“ werde; daß „an die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit“ eine „allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander“ trete; daß „bedeutende Teile der Bevölkerung“ endlich „dem Idiotismus des Landlebens entrissen“ würden.

Wie diesem „Idiotismus“ zu entrinnen sei, geht aus dem Forderungskatalog am Ende des Manifests hervor:

„8. Gleicher Arbeitszwang für alle, Errichtung industrieller Armeen, besonders für den Ackerbau.

9. Vereinigung des Betriebs von Ackerbau und Industrie, Hinwirken auf die allmähliche Beseitigung des Unterschieds von Stadt und Land.“

Daraus entstanden dann in den meisten kommunistischen Staaten die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, in denen der Landbau in der Tat sehr industriell – mit viel Chemie und maschinellem Großeinsatz – betrieben wurde. In der Sowjetunion wurden die privaten Bauernhöfe aufgelöst, teilweise auch die alten Dörfer, und an ihrer Stelle Kolchosen oder Sowchosen errichtet. Das schmerzt den in seine Heimat zurückgekehrten Dichter und Sozialreformer Solschenizyn am meisten, weil nach seiner Auffassung eine Wiedergeburt Rußlands nur von gesunden, lebensfähigen Dörfern aus gelingen könne.

Die Bejahung der zentralistischen und großräumigen Vorgehensweise der ihm doch sonst so verhaßten „Bourgeoisie“ ist Marx besonders übel anzukreiden.

Auch in den nichtkommunistischen, nicht staats-, aber konzernkapitalistischen Ländern des Westens hat zwangsläufig ein weitreichendes Bauern- und Dorfsterben stattgefunden, zwar nicht durch Verbote, sondern auf dem Wege einer „kalten Enteignung“ – durch wirtschaftliche Austrocknung.

Rückkehr zur Kleinräumigkeit

Doch immer mehr Menschen – Wissenschaftler wie Laien – sehen heute, daß die immer größeren Strukturen eine Hauptursache der Umweltverwüstung sind. Sie begreifen immer besser, daß die Grundvoraussetzung für befriedigende soziale, kulturelle und politische Verhältnisse die Rückkehr zur Kleinräumigkeit, d. h. zu lokalen und regionalen Wirtschaftskreisläufen, ist.

Aus der schon genannten Umweltstudie „Zukunftsfähiges Deutschland“ seien hierzu ein paar Ausschnitte hergesetzt:

„Der ökologische Landbau wirtschaftet in weitgehend geschlossenen Betriebskreisläufen. Der Betriebsorganismus integriert kleinräumig Tierhaltung und Pflanzenbau. Dies entkoppelt die Landwirtschaft von den heutigen globalen Material- und Nährstoffströmen und verhindert gleichzeitig die ungesunden Konzentrationen in der Massentierhaltung. Der vollständige Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide reduziert den Ressourcenaufwand und führt zu einem Wirtschaften in Allianz mit der Natur.“ (S. 247)

Und:

„Über die Landwirtschaft hinaus ermöglicht die Stärkung regionaler Wirtschaftskraft und die Wiederentdeckung der regionalen Identität eine Wiederbelebung der Region als Lebensraum.“ (S. 240)

Und:

„Was derart entsteht, ist eine plurale oder konviviale Ökonomie, die vielfältige Formen von Produktion und Konsum ermöglicht, langfristig ökologisch verträglich ist und die die kulturelle Autonomie und den sozialen Zusammenhalt befördert und unterstützt.“ (S. 204)

Kontrastierend dazu:

„Bei der heute üblichen internationalen Arbeitsteilung kommen in vielen Regionen in Deutschland 95 Prozent des Nahrungsmittelangebotes über Großmärkte aus ganz Europa. Dabei könnten mindestens zwei Drittel der Waren auch in der Region selbst produziert werden, wenn geeignete Rahmenbedingungen für den Absatz dieser Qualitätsprodukte geschaffen würden. Das weltweite Angebot an Produkten wird mit umweltschädlichen Transporten, gesundheitsgefährdenden Konservierungsverfahren oder energieaufwendigen Anbauverfahren erkauft.“ (S. 249)

Das Grundgebot:

„Ohne eine umweltgerechte Entwicklung der Kommunen wird eine zukunftsfähige Entwicklung der Gesellschaft nicht möglich sein.“ (S. 252)

Woher die Großstrukturen

Die wohl wichtigste Ursache für das Vordringen der Großstrukturen auf Kosten alles Kleinräumigen ist das Zinsgeld.

Ein Unternehmen, das über mehr Geldkapital verfügt, ist anderen überlegen: Es braucht weniger kostspielige Kredite in Anspruch zu nehmen, und es darf mit leistungslosen Einkünften rechnen, wenn es übrige Gelder hat, die es zins- und dividendenbringend anlegen kann.

Der gleichermaßen zinsbedingte Wachstumsdruck wirkt als weitere Ursache. Er geht mit einem Rationalisierungszwang einher, weil man anders im großkapitalistischen Verdrängungswettbewerb nicht überleben kann. Wem für diese technische Aufrüstung das Geld fehlt, muß aufgeben oder sich vom Konkurrenten aufkaufen lassen. Herkömmlich arbeitende Bauernhöfe und Handwerksbetriebe sowie Firmen, die mehr am Alten, vielleicht auch Umweltfreundlicheren, festhalten wollten, hatten unter solchen Voraussetzungen keine Überlebensmöglichkeiten. Wer für Rationalisierungen viel Geld einsetzte, mußte den Umsatz steigern. So wurden die Betriebe immer größer, und schließlich ballte und ballt sich das Kapital bei immer weniger Firmen zusammen.

Hier soll nicht der Technikfeindlichkeit das Wort geredet werden. Es sei nur darauf hingewiesen, daß beim Fehlen von Umweltabgaben und -steuern und anderen Schutzvorkehrungen der Einsatz technischer oder chemischer Hilfen sehr häufig auf Kosten der Natur ging und also in dieser Form gar nicht hätte zugelassen werden sollen.

Nachdem jetzt auch noch die Grenzsperren großenteils beseitigt sind und jedermann dem weltweiten Konkurrenzdruck ausgesetzt ist, werden die Firmen zum weltweiten Agieren gezwungen und sind die Wirtschaftsbeziehungen bzw. -strukturen global geworden.

Der Verhaltensforscher und Gesellschaftskritiker Konrad Lorenz hat solche Zusammenhänge einmal so geschildert:

„In der Industriegesellschaft ist nicht zu verhindern, daß Besitz-Zuwachs auch einen Gewinn an Macht bedeutet. In unserer Welt der Massensozietät ist es unausbleiblich, daß kleinere wirtschaftliche Unternehmen mit ihrem beschränkten Kapital im Wettbewerb mit größeren den kürzeren ziehen. Es ist klar, daß mit dem Fortschreiten der Technologie die Großproduzenten schließlich alles beherrschen. Es ist ein Irrtum zu glauben, die Welt werde von Politikern regiert. Hinter diesen steht als der wirkliche Tyrann die Großindustrie.“ (Der Abbau des Menschlichen, Piper 1983, S. 162)

Die entscheidende Aussage steckt in den Worten „beschränktes Kapital“. Kapital ist zinstragendes Eigentum. Wer davon viel hat, ist seinen Mitbewerbern gegenüber im Vorteil, weil er sozusagen wie im Märchen einen Dukatenesel zur Hand hat.

Der Ausweg ist die Schaffung eines Geldes ohne Zins und Inflation.

Fortsetzung folgt – B. R.

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