JOSEF SCHÜSSLBURNER / DIE ZWINGENDE FRAGE
NACH EINER JÜDISCHEN VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG[1]

Am 22. April weihte der US-Präsident Bill Clinton an der Mall zwischen Capitol und Weißem Haus das United States Holocaust Memorial Museum ein. Vor in- und ausländischen Würdenträgern, Präsidenten, Regierungschefs, Diplomaten, deren Zusammenkunft in Washington als die größte seit mehreren Jahrzehnten eingeschätzt wurde, erklärte er, das Böse, das hier belegt werde, sei unbestreitbar, weswegen allen "Geschichtsfälschern" Einheit geboten werden müsse. Es dürfte nicht übertrieben sein, diesen Vorgang schon jetzt als eine Zäsur von unabsehbarer Tragweite zu bezeichnen. Rafael Seligmann und Michael Wolffsohn sahen sich schon vorweg veranlaßt, die Sache als Mitleidsshow herunterzuspielen oder als Götzendienst anzuprangern. Bonn spricht intern von einem "anti-deutschen Akt". Selbst Bundespräsident v. Weizsäcker und Bundeskanzler Kohl, in Buße ergraut, wollten sich bei der Veranstaltung als Deutsche nicht "vorführen" lassen. Die Folgen werden uns noch lange beschäftigen. Der folgende Beitrag gehört dazu. Josef Schüßlburner hat ihn nicht für diesen Anlaß geschrieben; seine vor Monaten formulierte Fragestellung kann nach dem 22. April allerdings als wahrhaft zwingend gelten.


Obwohl schon öfters von dem bevorstehenden Ende der sog. Vergangenheitsbewältigung (=VB) gesprochen wurde[2], nimmt sie an Intensität eher zu und beginnt, bei Deutschen Anzeichen des Irrsinns[3] hervorzurufen. In Israel und über die amerikanischen Juden in den USA wird die VB zu einer Art liberalen Staatsreligion erhoben, deren grundlegendes Dogma das der "Singularität" ist, womit unterstellt wird, nur Deutsche seien zu einem bestimmten Verbrechen in der Lage gewesen. Gefährlich wird es, wenn das, was man als Holocaustglaube bezeichnen kann, auch in Deutschland in den Rang eines Staatskults erhoben wird (mit der Parlamentspräsidentin als Hohepriesterin), weil dies die psychologischen Voraussetzungen schafft, daß Deutsche gegen ihre Ausrottung psychisch einmal genauso wehrlos sein werden wie die Juden, die für den "jüdischen Bolschewiken" in Kollektivhaft genommen wurden.

Ginge es bei der VB, wie manchmal rechtfertigend unterstellt wird, darum, sich durch "Erinnerung" des Wertes einer rechtsstaatlichen Herrschaftsordnung zu versichern, weil damit bewußt gemacht werden kann, wozu der Mensch - und nicht etwa nur der Deutsche - fähig ist, wenn er sich außerhalb einer derartigen Ordnung begibt[4], dann hätte die VB derzeit viel dankbarere Gegenstände als die Fixierung auf ein vor fast 50Jahren überwundenes NS-Regime. Wegen des erst kürzlich eingetretenen glücklichen Endes der Sowjetunion haben nunmehr sogar die linken Mitläufer (= der VB-Industrie) die Gelegenheit, VB historisch korrekt dort anzusetzen, wo im 20. Jahrhundert der Rückfall in finsterste Barbarei begonnen hatte, nämlich beim Staatsstreich der Bolschewiken in Rußland. Zu bewältigen ist dabei auch der Anteil jüdischer Bolschewiken. Auch wenn einem dabei der Haß der Halbgebildeten, die sich für "liberal" halten, entgegenschlägt, muß dieses Terrain betreten werden.

Die VB gehört zu den Machtmitteln dieses Zeitalters und die übliche den historischen Kontext ausblendende Einseitigkeit ("Singularität") kreiert eine politische Mythologie, die geeignet ist, metaphysische Feindschaft zu begründen, welche sich zum einen durch das Mittel des politischen Diskurses nicht aufheben läßt und die zum andern die Logik künftiger Massenvernichtung in sich trägt. Und in der Tat häufen sich bei Deutschen Symptome bedrohlichen Selbsthasses, welcher als machtvolles sozialpsychologisches Phänomen geeignet ist, skrupellose Vollstrecker zu finden, zumal den zahlreichen Erpressungen ohnehin schon zu bereitwillig nachgegeben wird. Was passiert, wenn man sich die Zahlung von Schutzgeldern nicht mehr leisten kann?

EIN ABSOLUTER SCHRECKEN

Die Folgen des bolschewistischen Staatsstreiches in Rußland stellten alle zivilisatorischen Errungenschaften der europäischen Kultur seit der Überwindung der religiösen Bürgerkriege in Frage. Hier ist wirklich an eine tiefe Schicht der Solidarität zwischen allem, was Menschenantlitz trägt, gerührt worden; die Integrität dieser Tiefenschicht hat man bis dahin - trotz aller naturwüchsigen Bestialitäten der Weltgeschichte - unbesehen unterstellt[5].

Im Terror der glorreichen französischen Revolution war schon deutlich geworden, wie eine Zivilisation abstürzen kann, insbesondere wenn sich die Barbarei fortschrittlich maskiert, jedoch hatte man im Frankreich des 18. Jahrhunderts noch nicht die Möglichkeiten, die das technisch so fortschrittliche 20. Jahrhundert liefern würde, um alle die progressiven Vorhaben[6], wie die Ausrottung der Elsässer, qui ne parlent pas la langue républicaine in die Tat umzusetzen. Das Guillotinieren ging einfach zu langsam und auch die Methode der colonnes infernales, Frauen und Kinder im Backofen schmoren zu lassen, war quantitativ nicht besonders effektiv. Dies trug dazu bei, daß Ende des vorigen Jahrhunderts der Terror der französischen Revolution weitgehend verdrängt war. Lediglich verzweifelte Theoretiker wie Karl Marx schwelgten von fortschrittlichem Terrorismus[7].

Dieser Terrorismus wurde mit dem Staatsstreich Lenins und seines Mitdiktators Trotzki (Bronstein) zur Herrschaftsmethode. Die Menschheit machte die Erfahrung, daß unter bestimmten Umständen[8] ca. 20.000 zum Terror entschlossene Berufsrevolutionäre ausreichten, um eine Bevölkerung von 160 Mio. zu unterjochen. Was bei der Diktatur Lenin/Trotzki jenen "Bruch der Tiefenschicht menschlicher Solidarität" herbeiführte, war zunächst weniger der quantitative als der qualitative Aspekt ihrer Herrschaftsmethode[9], nämlich die Politik, ganze Kategorien von Menschen zu Nicht-Menschen zu erklären und ohne erkennbare Schuld hinzurichten, wie die Bourgeoisie als Klasse auszurotten.

Durch die Beseitigung des Prinzips der persönlichen Schuld und Verantwortung als Voraussetzung für die Anwendung staatlicher Strafsanktionen wurde der staatliche Massenmord erfunden. Mit der Auflösung des Prinzips der individuellen Schuldfeststellung ging die Auflösung der Vertragsfreiheit als Prinzip privater Lebensgestaltung einher; eine Sklaverei in Form des allgemeinen gesetzlichen Arbeitszwanges, formal der militärischen Aufhebung nachgebildet, war erfunden. In den massenhaft errichteten Zwangslagern konnte man die schuldlos Schuldigen, denen ihre bloße Existenz zum Vorwurf gereichte, zu Tode schinden.

Das bolschewistische Regime schreckte nicht davor zurück, die Ermordung von 10 Millionen Klassenfeinden durch den Staatskommissar Grigorij Jewsejewitsch Sinowjew (Hirsch Apfelbaum) öffentlich anzukünden, ein in der Tat einmaliger historischer Vorgang, der sich seitdem nicht wiederholt hat. Dieser öffentliche Terror erreichte seinen Höhepunkt, als er gegen das freie Bauerntum in der Ukraine vorging[10], wobei hierbei nicht nur ein Klassenkrieg gegen "Kulaken" geführt wurde, sondern der sozialistische Internationalismus, der schon damals eine multikulturelle Einheitskultur zu erzwingen suchte, die Ausrottung einer feindlichen Nationalität[11] betrieb. Ca. 10 Millionen Ukrainer, ungefähr ein Viertel des damaligen Volksbestandes, wurden physisch liquidiert. "Die Namen der Henker Rakowskij, Jakir, Postyschew, Manuilskij, Mieschik, allesamt Auserwählte des kleinen Volkes sind jedem ukrainischen Schulkind bekannt"[12].

Auch wenn in quantitativer Hinsicht Stalin als der Hauptschuldige erscheint, so wurde doch den Zeitgenossen für diese Massenmorde der "jüdische Bolschewik" repräsentativ[13]. Ohne Trotzkis ruchloser Entschlossenheit hätte Lenin nicht politisch überleben und ohne Kaganowitsch, an dessen Hand das Blut von mindestens 6 Mio. Menschen klebt, hätte Stalin den ukrainischen Völkermord nicht organisieren können.

Statt diese Vergangenheit zu bewältigen, entschuldigen jüdische Kreise sich damit, daß der Kommunismus in Rußland zu Beginn des Jahrhunderts für viele Juden eine Hoffnung gewesen sei[14]. Dies ist sicherlich richtig. Aber darf man etwa Deutsche damit entschuldigen, daß nach dem Zusammenbruch der Weimarer Demokratie für viele von ihnen Hitler die große Hoffnung gewesen oder, mit Mussolini als Vorbild, als das kleinere Übel erschienen sei, insbesondere auch insofern, als seine Machtergreifung versprach, daß das Genickschußsystem Stalins, das die deutschen Kommunisten auch in Deutschland einzuführen gedachten, sich würde verhindern lassen.

SOZIALISMUS UND JUDENTUM

Zur Vorgeschichte des jüdischen Bolschewiken gehört das generelle Dilemma des Judentums in den christlichen Gesellschaften Europas. Für das Christentum war die Fortexistenz des Judentums ein beständiges Ärgernis, weil aus diesem Volk der Erlöser erschien, den dieses jedoch nicht annehmen wollte, um nicht als Religionsgemeinschaft, wenn nicht gar als Volk unterzugehen. Wollte ein Jude der von seiner Umgebung gestellten Erwartung, sich als Jude zu negieren, entsprechen, war im wesentlichen die Konversion zum Christentum die Lösung. Diese wurde vom späteren britischen Premierminister Disraeli mit der bewußten Erwägung vollzogen, daß letztlich das Christentum einen internationalen Sieg des jüdischen Gottes darstellte und damit die überlegene Rassenqualität des Judentums offenbarte[15].

Während dies eine positive Negation des Judentums darstellte, verfolgte der Sozialismus eine negativistische, indem er, wie es bei Karl Marx[16] der Fall war, das Judentum als bloßes soziales Phänomen verstand. Aus dieser Sicht war der Jude ein Produkt der kapitalistischen Wirtschaftsordnung und Ausdrucks der negativsten Seite dieses Systems. Der Jude würde verschwinden mit der Überwindung des Kapitalismus durch den Sozialismus/Kommunismus. Man muß dabei berücksichtigen, daß Marx damit den antisemitischen Rassismus des französischen Frühsozialismus (Fourier, Toussenel und Proudhon) soziologisch zu neutralisieren suchte.

Im 20. Jahrhundert ging bei Leon Blum ''dieser Ansatz so weit, daß er die Aufgabe des Judentums darin sah, den Marsch zum Sozialismus anzuführen, dessen Ziel es bei Marx gerade war, das Judentum, als soziale Kategorie uminterpretiert, zum Verschwinden zu bringen. Was da Marx in den Deutsch-Französischen Jahrbüchern von 1844 entwickelt hatte, stellte ein cleveres Stück jüdischen Aberglaubens dar. Sein Lehrgebäude liest sich wie eine atheistische Thora. Sein kommunistisches tausendjähriges Reich ist tiefverwurzelt in jüdischer Apokalypse und Messianismus. Da in der jüdischen Tradition durchaus anerkannt ist, daß der Messias nicht unbedingt eine Person sein muß, sondern a-personal als Zustand verstanden werden kann[18], war der Schritt von einem abstrakten Monotheismus zum Atheismus und damit der Umschlag der religiösen Energie in einen säkularen Welterlösungsauftrag, immer äußerst schmal. Dieser gott-lose, bewußt krampfhaft nicht-jüdische Jude, der als "Sozial-Demokrat" (Trotzki) das Judentum durch Internationalismus zum Verschwinden bringen will, steht im Zentrum der für die Juden verhängnisvollen Theorie des Sozialismus.

Die Ruchlosigkeit des Bolschewismus wurde mit dem Typus des gott-losen Juden deshalb identifiziert, weil das Dämonische an ihm die Kehrseite der Auserwähltheit ist. Das Gegenstück der Erwählung ist die Verwerfung, der abgefallene Jude sinkt, anders als der aus der Kirche ausgetretene Christ, nicht bloß ins Heidnische zurück, sondern er wird Gottes Widersacher. Als solcher hat sich der junge Karl Marx in seiner Religionskritik bewußt definiert. Er radikalisierte die schon bei Spinoza erfolgte Dämonisierung der Aufklärung zum "Projekt der Moderne"[19], deren Kern, theologisch-metaphysisch gesehen, im Projekt der Ermordung Gottes liegt, welche im Prozeß der Selbsterschaffung des Menschen vollzogen wird[20].

Der Mensch emanzipiert sich von der ihm vorgegebenen Ordnung, der er seine Existenz verdankt, indem er, sich seiner selbst bewußt geworden, als sozialistischer Mensch neu erschafft[21]. Diese Selbsterschaffung des Menschen impliziert die Ermordung ganzer Menschenkategorien[22], wie Marx selbst gelegentlich dunkel[23] andeutete. Die bolschewistische Art, die Menschen als biologische und soziale Art zu "reinigen" und eine Art neue Menschen zu züchten[24], haftete - und dies wurde von Zeitgenossen durchaus gefühlt - das Element des Deizids an.

Auf dem Hintergrund der theologisch-philosophischen Überlieferung Europas ist es verständlich, daß über kurz oder lang die Juden Opfer dieses menschlichen Selbstzüchtungsversuches werden mußten. Wie könnte man Gott besser ermorden als durch die Eliminierung seines auserwählten Volks? Darin liegt das Verhängnis des Judentums im Sozialismus.

Tragisch ist die Situation für die Juden dabei deshalb, weil der Sozialismus als pseudoreligiöse Politkonstruktion erlaubt, abwechselnd oder gar gleichzeitig Philo- und Antisemit zu sein. In der Tendenz, von den Ursprüngen des französischen Sozialismus her gesehen, überwog die antisemitische Stoßrichtung, wenn man bedenkt, daß selbst der Philosemitismus eines Lenin[25] letztlich auf einer antijüdischen Verschwörungstheorie beruht. Lenins 1916 veröffentlichtes Buch "Der Imperialismus als höchste Stufe des Kapitalismus" das erklären sollte, warum sich die Marxsche Zusammenbruchstheorie - das Marxsche Armageddon - noch immer nicht bewahrheitet hatte, fußte auf den Ausführungen des linken Pamphletisten J.A. Hobson, der in seinen Untersuchungen des Burenkrieges von 1899 im Manchester Guardian das jüdische Finanzkapital ausgemacht hatte, das im Hintergrund das Handeln der europäischen Mächte bestimmte und für die Kriege verantwortlich sei ("British troops were fighting and dying in order to place a small international oligarchy of mine-owners and speculators in power in Pretoria", welche als "chiefly German in orgin and Jewish by race" beschrieben ist).

Der Philosemitismus Lenins ging zunächst aus der praktischen Notwendigkeit hervor, für sein Terrorregime das erforderliche Funktionärspersonal zu rekrutieren. Weil sich große Teile der russischen Bürokratie dazu nicht bereitfanden, mußte er auf internationalistische Angehörige der Minderheiten zurückgreifen (Letten, Polen, Georgier und vor allem eben Juden). Sein tieferer Sinn lag jedoch darin, daß Lenin marxistisch korrekt das Judentum mit der kapitalistischen Modernisierung als dialektische Voraussetzung der sozialistischen Revolution identifizierte. Das revolutionär-jüdische Element würde das von Marx kritisierte asiatische Potential der russischen Landbevölkerung brechen, weshalb der Philosemitismus Lenins von Anfang an eine antikulakische Stoßrichtung aufwies, auch wenn das dabei verfolgte Programm erst unter Stalin in aller mörderischen Konsequenz realisiert wurde.

Umgekehrt war es von Stalin sozialistisch folgerichtig, nach getaner "Modernisierung" die alte jüdisch-bolschewistische Revolutionsgarde auszuschalten, was zu einer generellen Judenvernichtung geführt hätte, hätte man den jüdischen Bevölkerungsteil mit Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges nicht abermals gebraucht. Ein nochmaliges Aufgreifen der Judenvernichtung nach dem 2. Weltkrieg verhinderte der rechtzeitige Tod des Tyrannen. Die geplante Massendeportation der Juden nach Sibirien hätte Opferzahlen zur Folge gehabt, die gezeigt hätten, daß selbst in bezug auf den Opferkreis der Holocaust selbst bei Unterstellung der Richtigkeit der Zahl "6 Millionen" alles andere als "singulär" (in der ideologischen Bedeutung des Begriffs) ist.

DIE ABGRUNDE DES HOLOCAUST

Auf der Basis des marxistischen Sozialismus, der nahtlos vom Philo- zum Antisemitismus übergehen konnte, war die Befürchtung jüdischer Zeitgenossen nicht unberechtigt, daß der massive Einsatz jüdischstämmigen Personals bei der bolschewistischen Schmutzarbeit[26] eine bewußte Provokation darstellte, um die dialektisch notwendig folgende Judenvernichtung rechtfertigen zu können. Andererseits hatten sich Juden so sehr auf das bolschewistische Experiment eingelassen, daß ihnen gar nichts anderes übrig zu bleiben schien, als mit kaltem Angstschweiß auf der Stirn die Genickschußoperationen fortzusetzen, weil der Sturz des Regimes antijüdische Massaker verhieß. Aus diesem Dilemma resultierte die Bereitschaft jüdischer Intellektueller in aller Welt[27], insbesondere der New Yorker Kultur[28], die bolschewistischen Verbrechen zu verharmlosen, und die Bereitschaft von Teilen des amerikanischen Judentums, das bolschewistische Experiment durch Finanz- und Wirtschaftshilfen zu stützen.

Konservativen Juden war klar, daß diese Politik nichts Gutes verheißen konnte, da die Juden allzu leicht in Kollektivhaft genommen werden konnten. "Die Tragödie des Judentums bestand darin, daß es keine politische Option gab, um der Rache für die geschichtliche Sünde der Juden - ihre exponierte Mitwirkung am kommunistischen Regime - zu entgehen[29]. Und in der Tat steigerten die Verbrechen des bolschewistischen Systems in aller Welt die antijüdischen Vorurteile. In den USA führte dies 1919 bis etwa 1923 zum sog. Red Scare, der Furcht vor einem jüdischen Umsturz in den USA. Hierbei tauchten offizielle Listen auf[30], die zeigten, daß im Petrograder Sowjet nur 16 von 388 Mitgliedern Russen waren, der Rest aber Juden, von denen wiederum 265 vom New Yorker East Side stammten. Folgewirkung des Red Scare war, daß sich in Umfragen etwa 1938 70 bis 85% der Amerikaner dagegen aussprachen, die Einwanderungsquoten für jüdische Flüchtlinge zu erhöhen[31]. Diese Haltung war den anglosächsischen Politikem, die in der Tat mehr als jeder gewöhnliche Deutsche für die Juden hätten tun können, aber kaum etwas getan haben, durchaus willkommen; sie nahm ihnen den Alptraum, Hitler könnte durch Massenausweisung die Anglosachsen mit jüdischen Flüchtlingen überschwemmen[32].

Anders als bei Stalin, dessen sozialistischer Internationalismus als Endkonsequenz auf eine Ausrottung der Juden nicht als Rasse, sondern als kapitalismusimmanentes Klassenphänomen interpretiert - abzielte, war der Hitlersche Holocaust keine ausgemachte Sache, obwohl sich Hitler selbst vor allem deshalb als Sozialist definierte, weil er Antisemit war.[33] Vielmehr handelt es sich hierbei um einen massiven Geiselmord. Die sozialistischen Theoretiker, nicht zuletzt Hobson (via Lenin), hatten ihm gelehrt, daß hinter der anglosächsischen Politik das jüdische Finanzkapital steckte. Daß dieses - so seine Vorstellung - den Bolschewismus unterstützte, obwohl es ihn, marxistisch gesehen, eigentlich bekämpfen müßte, machte ihm die Idee einer hinter allen Feindmächten stehenden jüdischen Weltverschwörung plausibel, ja er hielt den Bolschewismus für eine Veranstaltung des Finanzjudentums zur Unterdrückung der Russen (in diesem Glauben wurde er schwankend, als sich die Bolschewiken in den dreißiger Jahren selbst liquidierten und bei den Opfern, von Überlebenskünstlern abgesehen, die jüdisch-stämmigen überwogen).

Aus diesem Grund glaubte Hitler, mit den Juden Geiseln gegen sämtliche Feindstaaten in der Hand zu haben. Erst als 1939 der von Hitler so nicht gewollte Krieg ausbrach und ihm 1941 bewußt wurde, in welch tödliche Abhängigkeit zu Stalin er sich mit dem Pakt von 1939 begeben hatte, ließ er der Vernichtung den Lauf. Die Vorschläge eines Theodore Kaufmann in den USA, die Deutschen zu sterilisieren[34], die in den Aufrufen eines Ehrenburg[35] in der Sowjetunion, gegen die Deutschen einen Holocaust durchzuführen, ihren Widerhall fand, schienen den Glauben zu begründen, man befände sich in einem rassischen Vernichtungskrieg. Die Morgenthaupläne, die mit der Forderung nach unconditional surrender verbunden waren, schienen den Deutschen keine Wahl zu lassen, als den Hitlerschen Krieg bis zum bitteren Ende zu unterstützen.

Da antijüdische Ausschreitungen in Deutschland nicht besonders populär waren[36], wie die vom Schock gekennzeichnete Reaktion der deutschen Bevölkerung auf die sog. Kristallnacht gezeigt hatte, mußte das Vernichtungswerk weitgehend im Geheimen vollzogen werden. Nach den plausibelsten Schätzungen[37] wurden zwischen 1 und 1,5 Mio. Juden Opfer der Hitlerschen Geiselermordungen. Damit bleibt die Zahl der jüdischen Opfer hinter der deutscher Vertreibungstoten zurück und übersteigt nur unwesentlich die Zahl von Deutschen, die nach der "Befreiung" allein in der Verantwortung der Westmächte umkamen[38]. In qualitativer Hinsicht kennzeichnet den Hitlerschen Holocaust sicherlich, daß etwas vom sozialistischen Konzept des Deizids - der Anmaßung, das Wesen der Menschen durch a-moralische umfassende politische Maßnahmen ändern zu können - mitschwang und der Charakter von Geiselermordungen unter Einsatz moderner Technik, die etwa den französischen Guillotionären noch nicht zur Verfügung gestanden war, ihm eine massenhaft-mechanisierte Form gab. Während jedoch nur maximal 60.000 Deutsche am Holocaust mitwirkten und vielleicht 600.000 (einschließlich der Familie v. Weizsäcker) etwas davon wußten[39], war die Vertreibung der Deutschen und die damit einhergehenden Verbrechen eine sozusagen demokratische Angelegenheit der Polen und Tschechen, wobei im Falle der Polen selbst Teile des polnischen Katholizismus - dieser ist ja mehr polnisch als katholisch - sich mit Schuld beladen haben.

Im Hinblick auf das Verhalten der Opfer des Holocaust scheint mir die Frage klärungsbedürftig, warum sich diese wie Lämmer zur Schlachtbank führen ließen. Eine Erklärung ist sicherlich, daß die Juden den Deutschen (anders als Angehörigen anderer Völker) keinen Holocaust zugetraut haben. In einem philosemitischen Buch wird als Erklärung der große Respekt der jüdischen Religion vor dem menschlichen Leben angeführt, der es verbot, Widerstand zu leisten, wenn dies nur auf Kosten des Lebens des Feindes ging[40]. Die überzeugendste Erklärung scheint mir zu sein, daß die jüdischen Opfer aufgrund der Tatsache, daß die Juden insgesamt für die horrenden Verbrechen der jüdischen Bolschewiken in Kollektivverantwortung genommen wurden und daher wußten, daß sie von der Außenwelt nichts zu erwarten hatten, psychologisch wehrlos waren. Religiöse Juden mögen ihren Tod bewußt als Sühneopfer (dies ist in der Tat die wörtliche Bedeutung von Holocaust) für die Verbrechen der gottlosen nicht-jüdischen Juden angenommen haben.

DIE THEOLOGISCHE ERNIEDRIGUNG DER DEUTSCHEN

Die Erfahrung des Holocaust überzeugte viele der zionistischen Idee ursprünglich ablehnend gegenüberstehende Juden davon, die Lösung der sog. Judenfrage im zionistischen Nationalismus/Sozialismus zu suchen. Auf diese Weise entstand, mit Stalin als Geburtshelfer, gegen den Willen der arabischen Bevölkerung Palästinas der Staat Israel. Da die Identität des Judentums jedoch nicht mehr in umfassender Weise in der traditionellen Religion gefunden werden kann und die Idee der rassischen Identität diskreditiert ist, tritt als identitätsstiftendes Element des israelischen Nationalismus aber auch des säkularjüdischen Internationalismus die Erfahrung des Holocaust. Dagegen wäre von deutscher Seite nichts einzuwenden, wenn dabei nicht ein Deutschland mit einem Kainsmal gebraucht würde. Deutschland wird so zum metaphysischen Feind; dem traditionellen Auserwähltheitsglauben der Juden tritt der Glaube an die Verworfenheit der Deutschen zur Seite. Einem Volk (Religionsgemeinschaft, Rasse), welches oft genug Opfer grauenhafter Kollektivzurechnung geworden ist, scheint es nichts auszumachen, seinerseits ein Objekt für Kollektivschuld gefunden zu haben.

Würde es sich dabei lediglich um die Ideologie eines vorderasiatischen Kleinstaates handeln, könnte man diese Art der Feinderklärung achselzuckend hinnehmen, gefährlich wird es jedoch, weil sich insbesondere das einflußreiche amerikanische Judentum die Option des Internationalismus offengehalten hat. Die Holocaustreligion beginnt, ein wesentliches Element säkular-liberaler Welterlösungsbedürfnisse in Form des amerikanischen Liberalismus zu werden, welcher als Weltmacht in der Lage ist, der metaphysischen Feinderklärung die Vernichtungslogik zur Seite zu stellen. Amerika verfügt außerdem noch über das ideologisch-organisatorische Potential, welches ja nur die Umerziehungsstrategie der Besatzungszeit zu mobilisieren braucht, um die Deutschen zur Einwilligung in die Vernichtungslogik zu veranlassen.

Der theologische Kern des amerikanischen Auserwähltheitsgedankens[41] - Selbsterhöhung durch Selbstjudäisierung (man erschleicht sich den Status eines auserwählten Volkes, indem man sich zum Anglojuden erklärt) - besteht in Fortsetzung des britischen Radikalprotestanismus in der Intention, die endgültige Konversion der Juden und ihre Rückkehr nach Israel herbeizuführen und so das "Second coming of Christ" einzuleiten. Dazu hat sich der antitrinitarische Protestantismus so sehr dem Judentum angenähert, daß man von einer klaren Rejudäusierung des Christentums sprechen kann. Seine säkulare Ausprägung findet diese "Judeo-Christian tradition"[42] in einem auf Welterlösung, the end of history, abzielenden Liberalismus.

Der fehlgeschlagene Internationalismus der jüdischen Bolschewiken findet nunmehr im messianischen Liberalismus amerikanischer Provenienz, bei dessen ideologischer Konstruktion das amerikanische Säkularjudentum eine führende Rolle einnimmt, sein neues Betätigungsfeld. Wie beim Sozialismus besteht sein Feind im Nationalismus (außer im israelischen?), wobei unterstellt wird, daß sich die angeblichen Exzesse des Nationalismus am deutschen Nationalsozialismus sozusagen in Reinkultur exemplifizieren ließen

Deutscher Nationalismus, oder was man dafür hält - wie etwa die Ablehnung einer multikulturellen Gesellschaft in Deutschland[43] - ist besonders schlimm, weil er - die Vergangenheit "beweist" es - Nationalismus "an sich" ist. Mit der Selbstidentifizierung des amerikanischen Protestantismus/Liberalismus mit dem Judentum fließt die Holocaustproblematik in die Feindbestimmung. Die extremste Methode, präventiv die in der Natur der Sache liegenden Exzesse des deutschen Nationalismus - offensichtliches Haupthindernis für das liberale "Second coming of Christ" - zu verhindern, ist die Zerstörung Deutschlands oder zumindest die Auflösung des deutschen Volkes. Die Erlösung hat bekanntlich Armageddon zur Voraussetzung!

In einem Artikel mit der Überschrift "Time to Remember", der in der Septemberausgabe 1992 des einflußreichen Edelpornomagazines Penthouse[44] erschien, deutet ein prominenter Einpeitscher der amerikanischen Israellobby, Ernest Volkman(n) denn auch bereits die völlige Vernichtung Deutschlands an. Danach müsse man sich daran erinnern, daß immer dann, wenn Deutschland vereinigt und stark gewesen sei, dies zum Krieg geführt habe. Am Ende des Artikels wird auf eine Aufschrift auf einem Stück der Berliner Mauer, ein Brecht-Zitat verwiesen, das - wohl leider - mit der Berliner Mauer zerstört worden und von einer Person angebracht worden sei, die viel mehr von Deutschland verstünde als dessen Führer. Brecht hatte 1951 geschrieben, das Große Karthago habe drei Kriege geführt: nach dem ersten war es noch mächtig, nach dem zweiten noch bewohnbar und nach dem dritten nicht mehr auffindbar. Der Vergleich Deutschlands mit Karthago ist erhellend. Jenem berühmten Satz ceterum censeo Carthaginem esse delendam stellte sich das gegen Ende des 19. Jahrhunderts von einem Briten ausgesprochene "Germaniam esse delendam" zur Seite. Und in der Tat unterstellt Volkman nicht, daß Deutschland am Dritten Weltkrieg, der seine Vernichtung herbeiführt, schuld sein würde; diese Frage interessierte ja schon deshalb nicht, weil Stärke und Vergangenheit "Schuld" genug sind. Hier wird in der Tat Krieg erklärt.

Daß es sich hier nicht um die Ansicht eines Einzelgängers handelt, geht schon daraus hervor, daß aus der New Yorker Subkultur bereits mit dem Wirtschaftskrieg gegen Deutschland gedroht wird[45], wobei die sog. "Ausländerfeindlichkeit" als Vorwand[46] genommen wird. Man muß dabei berücksichtigen, daß diese Drohung aus einem Land kommt, in dem zwischen 1990 und 1992 3.140 Personen im Zusammenhang mit Rassenunruhen ermordet wurden[47], was auf deutsche Verhältnisse übertragen etwa 1.000 Mordfälle bedeuten würde. Die ungefähr 15 tatsächlich begangenen Morde in Deutschland stellen offenbar ein größeres Verbrechen dar als die entsprechenden Morde in Amerika, d.h. in den Kategorien der Vergeltungslogik eines multikulturellen Bürgerkrieges gedacht: für jeden von Deutschen getöteten "Ausländer"[48] dürfen 66 Deutsche getötet werden. Man soll nicht glauben, daß dies eine bloße Gedankenspielerei ist. Dies kann z.B. exemplifiziert werden an der offiziösen Gleichsetzung von Coventry und Dresden. Während in Coventry - unbeabsichtigt als collateral damage einer rechtmäßigen Kriegsaktion - 554 Briten den Tod fanden, starben durch vorsätzliche, dem ius in bello widersprechenden Kriegsmordaktionen in Dresden etwa (abgerundet) 130.000 Deutsche. Die Gleichsetzung bedeutet daher, daß das Leben eines Deutschen nur 1/235 kostbaren britischen (d. h. "anglojüdischen") Blutes wert ist[49].

Es wird deutlich: das Leben der Deutschen ist minderwertig. Nur so ist es verständlich, warum es so gut wie keine Denkmäler für die deutschen Vertreibungsopfer gibt. Die protestantische Kirche Hessens fand sogar den Dreh, im Zeitalter des Egalitarismus die Minderwertigkeit der Deutschen theologisch dadurch festzuschreiben, daß sie die Auserwähltheit der Juden, hierbei gerade keine religiöse, sondern eine biologisch-ethnische Größe als Dogma festschrieb[50]. Der Hinweis auf (deutsche) Schuld macht schon deutlich, wer mit dieser Erhöhung eines Volks getroffen werden soll (die Türken wohl nicht).

So braucht es nicht zu verwundern, daß ein populärer Showmaster auf keine Empörung stößt, wenn er u.U.[51] die Option des atomaren Holocaust über sein Volk wünscht, dabei allerdings die Andeutung eines polnischen Friedensnobelpreisträgers aufgreifend[52], daß die Vollstrecker dieses (Selbst-)Mordwunsches bereits bereitstünden. An all dem kann man erkennen, daß das für Deutsche gezimmerte Erbschulddogma der liberalen Holocaustreligion die Deutschen gegenüber ihrer künftigen Abschlachtung bereits psychologisch wehrlos macht und sie sich damit in einer Situation befinden, die der Lage der Juden nach den schlimmsten Bestialitäten des Bolschewismus vergleichbar ist.

PLÄDOYER FÜR FEINDESLIEBE

Die Deutschen können der sich abzeichnenden Vernichtungslogik nur entgehen, wenn sie lernen, das Gebot der Feindesliebe zu beherzigen. Dieses Gebot verspricht gerade nicht die Abwesenheit von Feindschaft, sondern setzt Feindschaft[53] als condition humaine voraus. Als Unterfall der Nächstenliebe verweist es auf einen realistischen Maßstab, nämlich den der Eigenliebe ("Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst"). Wer sich selbst nicht mag oder mögen darf, kann diesem Gebot daher nicht genügen. Es ist in der Tat letztlich unglaubwürdig, wenn eine Holocaustgedenkstätte nach der andern errichtet wird, während etwa die 2 Mio. deutschen Vertreibungstoten bewußt vergessen, ja höchst offiziell lächerlich gemacht werden ("unfreiwillige Wanderschaft").

Man soll nicht glauben, daß diese Haltung Humanität bezeugt, vielmehr kann insoweit in der Tat die Befürchtung geäußert werden, deutsche Holocaustgedenkfeiern seien nur Ausdruck eines taktischen Verhaltens, weil sich deutsche Politiker eben mit der einflußreichen jüdischen Lobby Amerikas gut stellen müssen, da sie nicht den Mut[54] haben, eventuelle Verrufserklärungen der von dieser Interessengruppe beherrschten Presse durchzustehen, welche von den ehemaligen Lizenzblättern in Deutschland gehorsamst exekutiert würden.

Deutsche sollten sich vom Ausland als gute oder bessere Deutsche wegen der pseudoreligiösen Lichterprozessionen erst loben lassen, nachdem sie eine Lichterprozession gegen Deutschfeindlichkeit absolviert haben, wo etwa gegen die geplante Mordaktion extremistischer Gruppen aus Israel[55] protestiert wird.

Und schließlich - auch wenn dies deutsche Juden (bzw. Juden in Deutschland?) hart finden -: die Forderung von jüdischer und liberaler Seite nach deutscher VB muß aus Gründen der historischen Wahrheit und damit der Wahrung der Würde der Deutschen, die sich bekanntlich auch auf Artikel 1 des Grundgesetzes berufen können, mit der Forderung nach einer jüdischen und - bezogen auf anglosächsischen progressistischen Sozialdarwinismus - liberalen VB beantwortet werden.

Es handelt sich beim "jüdischen Bolschewiken" eben nicht nur um einen bloßen Mythos[56], sondern um ein zentrales Problem der dem jüdischen Selbsthaß eines Karl Marx zugrundeliegenden kommunistischen Ideologie[57]. Im übrigen wurde die bekannte Singularitätsthese vor allem deshalb propagiert, weil diese eine weitere Verteidigungslinie erlaubt, sollte der jüdische Anteil an bolschewistischen Massenverbrechen einmal doch diskutiert werden. Oder handelt es sich bei letzteren lediglich um bedauerliche "Vorfälle" des doch so gut gemeinten kommunistischen Welterlösungsprojekts?

Gegen diese Verharmlosung des irrwitzigsten Versuchs menschlicher Anmaßung muß gesagt werden: Die Verkürzung der vom anglosächsischen Sozialdarwinismus sozialistischer und progressistischer Provenienz beeinflußten NS-Ideologie auf "deutschen Nationalismus" verkennt, daß hierbei ein nicht nur sehr wohl vergleichbares, sondern ein vom sozialistischen Ansatz her teilidentisches Welterlösungskonzept verfolgt wurde. Vielleicht könnte man sich auf diese Gesamtbewältigung sämtlicher Sozialismen einigen, was allerdings den Rahmen der Totalitarismustheorie durchbrechen müßte, weil anglosächsischer Sozialdarwinismus, Rassismus und Biologismus (Eugenik) historisch korrekt mit einbezogen werden müßten[58].

Gelingt bei fortgesetzter VB der üblichen Art diese umfassende VB nicht, wird es bei der Erklärung der Deutschen zum Menschheitsfeind - la race humaine contre la race Allemande hieß es im 1. Weltkrieg (also vor dem Holocaust!) - und der Zunahme deutschen Selbsthasses bleiben. Selbsthaß zieht als mächtiges sozialpsychologisches Phänomen Aggressionshandlungen anderer, die sich für "gerecht" (d.h. gerächt) halten, auf sich. Außerdem kann der Verhaltensdruck, ja nichts falsch zu machen, den sich selbst Hassenden genau zu jenen Fehlleistungen veranlassen, die seine Feinde schon immer von ihm erwartet haben[59] und die es diesen erlauben, ihre Aggressionshandlungen als "Verteidigung" auszugeben, wobei das gute Gewissen die Feinde des Selbsthassers gewissenlos macht.

Sollte die Forderung nach einer allumfassenden VB auf keine positive Resonanz stoßen, müßte im Selbsterhaltungsinteresse des deutschen Volks offiziell das Ende jeglicher VB verkündet werden.


Anmerkungen

  1. zitiert bei Sonja Margolina "Das Ende da Lügen", S. 100, bei diesem Buch handelt es sich um die bisher wohl einmalige Gesamtdarstellung einer jüdischen VB. Bezeichnend ist der Titel, der die Frage aufwirft, wer (bisher) "gelogen" hat.
  2. so H.D. Sander in Criticón Nr. 67, S. 240 f.
  3. die erklärtermaßen proisraelische Bildzeitung schlägt sozusagen am 25.11.92 zehn Maßnahmen zur Strangulierung Deutschlands vor, der Bundespräsident will die Deutschen gewissermaßen zu Hilfspolizisten bei der Abwehr von "Ausländerfeindlichkeit" machen, eine Brigitte Erler schlägt die Einführung eines umgekehrten Judensterns vor, welcher alle demaskieren würde, die ihn nicht trügen etc. etc.
  4. die Konsequenz aus dieser Feststellung ist allerdings, daß ein Volk für die Handlungen einer Diktatur bei weitem weniger verantwortlich ist als für staatliches Handeln in einer Demokratie; d.h. dem deutschen Volk können die Nürnberger Rassengesetze bei weitem weniger zugerechnet werden als dem amerikanischen Volk vergleichbare Gesetze in USA-Bundesstaaten (vgl. etwa §1677 der Oklahoma Statutes von 1931: "Personen afrikanischer Abstammung... wird die Eheschließung mit Personen nichtafrikanischer Abstammung ... verboten" und § 5857 der Florida Compiled General Laws von 1927: "Jede Ehe, die in Verletzung ... (eines ähnlichen) Gesetzes geschlossen wird, ... ist vollkommen null und nichtig. Die aus einer solchen Verbindung hervorgehenden Kinder gelten als unehelich und sind unfähig, ... Vermögen zu erben").
  5. so die allerdings im anderen Zusammenhang verwendete Formulierung des Mythologen Jürgen Habermas "Einr Art Schadensabwicklung", 1987, S. 163.
  6. dazu Erik v. Kuehnelt-Leddihn "Sade, Robespierre und die Folgen", Criticón Nr. 1 10, S. 275-279.
  7. s. Konrad Löw "Terror-Theorie und Praxis im Marxismus". Mut Verlag 1991; schon Bismarck (auch hier überragend) fragte, "ob Marx nicht in der Tat Mörder züchtete...".
  8. dazu zählt, daß die Gegner der Berufsrevolutionäre, wie Kerenski, mit diesen die utopistische Ideologie teilten und daher von den Radikalen, die aus dem utopischen Charakter die adäquaten terroristischen Konzepte ableiteten, ideologisch allzuleicht ausmanövriert werden konnten.
  9. diese Entwicklung ist vorzüglich dargestellt bei Paul Johnson "Modern Times" insbs. Kap. 2, The First Despotic Utopias.
  10. grundlegend Robert Conquest "The Harverst of Sorrow" 1986; im Unterschied zu Hitler, wo man keine Ankündigung des Holocaust finden kann - die gegenteilige Behauptung des umstrittenen Historikers Jäckel läßt sich nicht belegen - wurde also durch den vorgenannten jüdischen Bolschewiken Sinowjew offiziell die Ermordung von 10 Mio. Menschen (es wurden mehr) angekündigt und zwar in der Übersetzung von Conquest (s S. 24) wie folgt: "We must carry along with us, 90 million out of d e 100 million Soviet Russian population. As for the rest, we have nothing to say to them. They must be annihilated".
  11. trotz aller Selbstbestimmungspropaganda erklärte es Lenin als Ziel des Sozialismus, alle Nationalitäten zu verschmelzen. Bemerkenswert ist, daß die Europapolitiker allendhalben vor den Dämonen des Nationalismus warnen, jedoch den Horror zumindest bestimmter Arten des Internationalimus vergessen wollen. Oder hat man diesbezüglich etwas zu verschweigen?
  12. s. Wolfgang Strauss, "Die Grablegung", in Staatsbriefe 1/92, S. 11.
  13. dazu Paul Johnson "A History of the Jews",1987, S. 448 ff. "Trotsky symbolized the violence and the daemonic power of Bolshevism and its determination to inflame the world. More than anyone, he was responsible for the popular identification of the revolution with the Jews." (S. 451).
  14. s. Süddt. Zeitung vom 3. Juni 1992 über eine Veranstaltung der Ebert-Stiftung zur "russischen Judenfeindlichkeit" mit dem Ziel, den Anteil der jüdischen Bolschewiken durch Herabsetzung der Russen zu verharmlosen.
  15. dieser sei erwähnt, weil seine Betonung der Rasse Hitler aufgefallen ist. Zum andern ist die Konversion Disraelis bedeutsam, weil sie die erste wesentliche Markierung der Wendung des Judentum vom deutschen zum anglosächsischen Kulturkreis darstellt.
  16. zum jüdischen Antisemitismus als Grundlage des Marxschen Sozialismus, s. Anm. 13 S. 346 ff
  17. aaO, S. i58.
  18. s.Jacob Katz "Is Messianism Good for the Jews?", Commentay, April 1987, S. 31 ff.
  19. s. Hans-Dietrich Sander "Die Auflösung aller Dinge", 1988, S. 25.
  20. dazu Eric Voegelin "Science, Politics and Gnosticism", 1968, die Idee der Ermordung Gottes geht auf die jüdische Golemgeschichte zurück; in der orthodoxen Version mußte der durch Magie geschaffene Golem sterben, weil sonst die Menschen meinten, es gäbe keinen Gott, wären sie in der Lage, sich selbst zu erschaffen. In der heterodoxen (gnostisch-jüdischen) Variante der Geschichte bleibt der Golem am Leben, was zur Proklamation des Todes Gottes führt.
  21. während der klassische Marxismus im wesentlichen soziologische Magie blieb, indem er glaubte, durch Änderung von Sozialverhältnissen einen "neuen Menschen" schaffen zu können, war der Sozialdarwinismus konsequenter, indem er die Angelegenheit biologisch anging und etwa auf dem New Yorker Eugenikkongrenz 1932 proklamierte, daß Eugenik die Selbstbestimmung der menschlichen Evolution sei. Dieser überlegene Ansatz führte auch den Sozialismus, ja den Marxismus an den Sozialdarwinismus heran (s. etwa Anm. 24).
  22. Voegelin wies zu Recht darauf hin, daß der Mensch am Wesen der Dinge nichts "ändern", sondern nur zerstören könne. "Historically, the murder of God is not followed by the superman, but by the murder of man: the deicide of the gnostic theoreticians is followed by the homicide of the revolutionary practioners" (aaO, S. 64).
  23. s. dazu den Aufsatz des Verfassers, Hitlers Sozialismus, in: Criticón Nr. 127 S. 241 ff
  24. 1933 schrieb Gorki in einem Brief über die Notwendigkeit von Menschenexperimenten und über die technische Kontrolle des menschlichen Organismus: "Mir scheint, es ist schon höchste Zeit, mit der Herstellung der biosozialen Hygiene anzufangen, die vielleicht zur Grundlage der neuen Moral werden wird" (s. Anm. 1, S. 74).
  25. eines der großen Tabus sind jüdische Blutsanteile bei Lenin selbst. Der Liberalismus erlaubt, dazu folgendes zu sagen: "Recent Russian research has shown that one of his grandfathers was indeed Jewish, but this (fortunately perhaps for the Jews) was unknown at the time of the Revolution" (s. Guardian Weekly, 13.12.1992, S. 29).
  26. s. Anm. 13, S. 452: "Jewish Bolshevik were numerous in the Cheka (secret police), as Commissars, tax inspectors and bureaucrats ... to the peasant, the Soviet regime and the Jewish middlemen were identical".
  27. eine nur als pervers zu nennende Identifizierung mit dem bolschewistischen System kommt noch in der Schlagzeile der Israel Nachrichten vom 27.2.1986 zum Ausdruck "Die Sowjetführung ist 'judenfrei'", anstatt befreit durchzuatmen.
  28. zu dieser umfassend, Alexander Bloom, Prodigal Sons, The New York Intellectuals and Their World, 1986.
  29. s. Anm. 1, S. 66.
  30. s. Anm. 13,S.459f.
  31. ibid. S. 470 f.
  32. ibid. 5. 503.
  33. man mag den Nationalsozialismus aus Gründen der politischen Opportunität noch so sehr als "rechts" einordnen. Was man nicht bestreiten kann, ist daß er sich selbst als "sozialistisch" definiert hat; unterstellt man dem Holocaust ein ideologisches Konzept, dann kann dieses nur auf der sozialistischen Seite des Nationalsozialismus gefunden werden und nicht im deutschen Nationalismus, an dessen Konstituierung das deutsche Judentum eine führende Rolle gespielt hat.
  34. die Bedeutung Kaufmanns war sicherlich nicht so groß, wie es die NS-Propaganda unterstellte, jedoch wieder nicht so unbedeutend, wie es die VB hinstellt. Immerhin hat ein US-Regierungsbeamter diesen Vorschlag in aller Öffentlichkeit würdigend zitiert, s. Dietrich Aigner, Fetisch und Tabu, Criticón Nr. 104, S. 258. Im übrigen wäre die konsequente Verwirklichung des Morgenthauplans, der nun einmal offizielle Politik wurde, im Ergebnis auf ähnliches hinausgelaufen.
  35. es hieß da etwa, daß die Deutschen keine Menschen seien und deshalb ohne Skrupel getötet werden könnten, es gäbe nichts Lustigeres als deutsche Leichen. Es wäre erstaunlich, anzunehmen, die etwa halbe Million jüdisch-stämmiger Soldaten, die Stalin rekrutierte und die schwören mußten, nicht eher zu ruhen "bis die Mörder meines Volkes von der Erdoberfläche verschwunden sind", hätten sich bei ihrer Kriegsführung nicht von diesen Parolen beeinflussen lassen.
  36. dies muß selbst ein philosemitischer Historiker zugestehen, s. Anm. 13, S. 486.
  37. s. Ferdinand Otto Miksche "Das Ende der Gegenwart", 1991 S. 105 ff. Diese Schätzung ist auch in Anbetracht der zahlreichen Doppel- und Dreifachzählungen bei der Feststellung polnischer Bevölkerungsverluste plausibel (s. dazu Alfred Schickel "Vergessene Zeitgeschichte". 1985, S. 98ff). Unklar ist, wie sich diese Zahl mit der ca. 1 Mio. jüdischer Opfer verhält, die in Polen nach Auschwitz und der Befreiung umkamen (vgl. E. Möllenhoff, "Arzt hinter Stacheldraht", 1984, S. 112).
  38. folgt man den Ausführungen bei Bacque, "Der geplante Tod".
  39. s. Dietrich Aigner, Vom unhistorischen Erinnern, Criticón Nr. 92, S. 257.
  40. s. Anm. 13, S. 509. Bei orthodox-religiösen Juden mag diese Einstellung zu treffen, nicht jedoch gilt dies für liberale Juden wie Oppenheimer. Diesem konnte es mit der Produktion der Atombombe nicht schnell genug gehen; deshalb wollte er vor einem Atomeinsatz vorweg eine halbe Million Deutsche durch Lebensmittel- oder Trinkwasserverseuchung auf einen Schlag töten, s. Anm. 39, FN. 24. Wäre die Atombombe früher zur Verfügung gestanden, hätte man sich nicht mit 600.000 deutschen Bombenopfem begnügt, sondern es waren mindestens 6 Mio. geworden.
  41. s. dazu die Ausführungen von Helmut Simon, Von auserwählten Völkern und verheißenen Ländern, Staatsbriefe, 6-12/92.
  42. Jemand, der von einem (liberalen) "Ende der Geschichte" träumt, kann sich wohl nicht vorstellen, daß dieses ideologische Konstrukt, das weder Judentum noch Christentum ist, einer anderen Synthese den Weg bereiten könnte, nämlich dem Islam, jener Rache des Judenchristentums am Heidenchristentum. Denkbar ist zudem, daß die Deutschen von dieser vorderasiatischen Problematik dadurch zu entkommen suchen, daß sie in den machtvollen religiösen Untergrund Europas, der Gnosis abtauchend das Heil in ostasiatischen Formen suchen werden. In der Tat stellte die Gnosis (auf der letztlich auch politische Sekten wie der Marxismus beruhen) die entsprechende Verbindung her (s. Hans-Joachim Klimkeit, Die Begegnung von Christentum, Gnosis und Buddhismus an der Seidenstraße, 1986).
  43. bei Robert S. Wistrich "Once Again, Anti-Semitism Without Jews", in: Commentary August 1992, S 45 ff. wird die Ablehnung der multikulturellen Gesellschaft in Deutschland mit dem Verdikt des Antisemitismus versehen. Gleichzeitig findet man in dieser neo-konservativen jüdischen Zeitschrift Artikel, die den zunehmenden Multikulturalismus, Folge der Auflösung des melting pot in den USA beklagen (s. etwa Midge Decter "E Pluribus Nihil", Sept. 1991, S. 25 ff.). Dies macht deutlich, daß der Multikulturalismus eine antideutsche Stoßrichtung aufweist.
  44. s. S. 55 ff. "History shows that whenever Germany is united and strong, war has resulted. Too many Germans today are trying to forget that fact." Dies ist eine bemerkenswerte Drohung: es wird nicht behauptet, die Deutschen hätten Krieg geführt, sondern einfach, daß er sich wegen Deutschland "ereignet" hätte!
  45. s. FAZ vom 14.12.1992, New Yorker Drohung mit Kapitalabzug.
  46. der Verf. möchte darauf hinweisen, daß er so etwas schon vor den Anschlägen vorausgesagt hat, s. Criticón Nr. 130, S. 70 Fn. 53.
  47. s. WaS vom 6.12.1992, Steinwürfe aus dem zerbrechlichsten Glashaus.
  48. meist wird durch liberale Selbstzensur, d.h. Meinungssteuerung, verschwiegen, daß acht bis neun dieser Todesopfer Deutsche sind, was nicht zu verwundern braucht, weil der "Rechtsradikalismus" bei Ausländern bei weitem größer ist als bei Deutschen. Dies nicht zu erkennen, gehört zu den Irrtümern des linken Multikulturalismus.
  49. Man soll hier nicht einwenden, so dürfe man nicht rechnen oder gar "aufrechnen": zum einen wird auf der Grundlage des Tagessatzsystems bei der Feststellung der (strafrechtlichen) Schuld tatsächlich gerechnet und außerdem entspricht es einer Werteordnung, zu ermitteln, was mehr und was weniger wert ist.
  50. s. FAZ vom 5.12.1991 "Die Erwählung der Juden bekräftigt - Die evangelische Kirche in Hessen erweitert ihre Verfassung". Was die Kirche damit langfristig bewirkt, ist in Anm. 42 gesagt. Wäre die Swastika durch den NS nicht diskreditiert und deren Gebrauch nicht in diesem unseren freien Land strafrechtlich verboten, würde "New Age" unter diesem (buddhistischen) Zeichen in Erscheinung treten.
  51. Biolek in der Berliner Tageszeitung vom 31.10.1992 für den Fall, daß "wir nochmals in eine Situation kommen wie vor 40 Jahren (sic!)", wobei er allerdings vorher auswandem würde.
  52. s. Bemerkung von Walesa, Deutschland einfach von der Landkarte auszuradieren. "Der Osten (Polen?) und der Westen besitzen die notwendige Technologie, um diesen (offenbar schon gefällten, aber suspendierten) Urteilsspruch (sic!) durchzuführen", s. FAZ vom 7. April und 6. Juni 1990.
  53. selbst die etwas furchtsame FAZ erkennt, mit welcher Aggressivität jüdische Kreise in den USA eine Feinderklärung ggb. Deutschland vornehmen, und wagt sogar, Gegenwehr vorzuschlagen (Streichung deutscher Subventionen), s. FAZ vom 4.8.1992 "Bedenkliche Art der Erinnerung".
  54. es ist lächerlich, wenn deutsche Politiker zu "Mut" gegen "Ausländerfeindlichkeit" aufrufen. Ausländer in Deutschland werden im Zweifel durch die "Weltgemeinschaft" geschützt, daher bezeugen derartige Aufrufe das Gegenteil von Mut, nämlich Unterwerfungsbereitschaft und implizieren die Aufforderung zur (illegalen) Masseneinwanderung.
  55. s. FAZ vom 21.12.1992, "Sie wollen Judenhasser töten - Training für den Einsatz in Deutschland". Es ist nicht bekannt, daß die deutsche Regierung den israelischen Botschafter zum Rapport bestellt hätte.
  56. so aber Wistrich (s. Anm. 43), auch wenn er zugesteht "The Bolshevik Revolution of 1917 (gemeint: Lenins Staatsstreich) and the important role played by individual Jews ..."
  57. schon Toynbee spricht von einer "entschieden jüdischen Inspiration des Marxismus", die das .messianische Königreich als eine Diktatur des Proletariats. versteht (s. "A Study of History" Bd. 2 S. 178).
  58. s. zu den Verbindungslinien den unter Anm. 23 genannten Aufsatz des Verf. Aufzugreifen wäre dann etwa die Frage nach einem geistesgeschichtlichen Zusammenhang zwischen Indianeraussiedlungen des amerikanischen Demokratismus à la President Jackson und der anglosächsischen Einwilligung in die Austreibung der Deutschen.
  59. Ohne die Vergangenheitsbewältigung nach Art der 68-Lehrergeneration gäbe es keine sogenannten Neo-Nazis. Wegen ihres jugendlichen Alters können diese - entgegen der Ankündigung von Politikern - aufgrund des Erziehungsgedankens des positiven (Jugendstraf-) Rechts nicht "mit der vollen Härte des Gesetzes" bestraft werden. Diese von der Pseudomoral der 68-Generation, die sich nicht schämte, unter der Flagge des Stalin [gegen den] Holocaust zu protestieren, verzogenen "Kids" lieben ihr Land sicherlich nicht, sonst würden sie keine Aktionen begehen, die ansonsten ausländische Geheimdienste inszenieren müßten.

Quelle: Staatsbriefe 4(4) (1993), S. 25-31

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