Teil 1
Treblinka: Eine kritische Analyse
der offiziellen Version

Kapitel I:
Die Darstellung Treblinkas
in der Geschichtsschreibung

1. Treblinka in der orthodoxen "Holocaust"-Literatur

Normalerweise unterscheidet ein Historiker scharf zwischen Sachbüchern und Romanen. Im Falle der orthodoxen, d.h. die These von der Massenvernichtung in Gaskammern stützenden Literatur über Treblinka ist diese Unterscheidung jedoch kaum möglich: Auch Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebende Verfechter des offiziellen Treblinka-Bildes müssen sich angesichts des vollkommenen Fehlens von Sach- und Dokumentenbeweisen notgedrungen auf Zeugenaussagen stützen, deren Wert die folgenden Beispiele dem Leser drastisch vor Augen führen werden. Aus diesem Grund verzichten wir bei unserer chronologischen Übersicht über die wichtigsten seit 1945 erschienenen, ganz oder teilweise dem Lager Treblinka gewidmeten Werke auf jeden Versuch einer solchen Unterscheidung.

a. Wassili Grossmann

Wir beginnen mit der im Jahre 1945 erschienenen Publikation Treblinski Ad (Die Hölle von Treblinka) des sowjetisch-jüdischen Autors Wassili Grossmann (auch Vassili Grossman geschrieben). Die Schrift steht uns nicht in Buchform zur Verfügung, sondern lediglich in Gestalt eines mit Korrekturen versehenen Manuskripts, das wir in einem russischen Archiv aufgefunden haben.[22] Es ist nicht datiert, doch geht aus dem Kontext hervor, daß es Ende 1944 oder Anfang 1945 entstanden sein muß. Bereits im Jahre 1945 erschienen dann unter dem Titel L'enfer de Treblinka eine französische[23] sowie unter dem Titel Piekło Treblinki eine polnische[24] Version. Ebenfalls 1945 folgte in einem Buch, das zugleich einen Bericht Konstantin Simonows über Majdanek enthielt, eine deutsche Fassung;[25] eine von Udo Walendy in der Nummer 44 der Historischen Tatsachen[26] auszugsweise wiedergegebene zweite deutsche Ausgabe wurde 1946 publiziert.[16]

Ein Vergleich des russischen Manuskripts mit den fremdsprachigen Übersetzungen zeigt, daß letztere um einiges länger sind. Die Buchversion, auf der diese beruhen, ist also gegenüber dem uns vorliegenden Manuskript erweitert worden.

Grossmanns Schrift stellt ein klassisches Beispiel von Greuelpropaganda dar. Wir zitieren nun einige Auszüge nach der Ausgabe von 1945:[27]

»In Treblinka gab es zwei Lager: das Arbeitslager Nr.1, in dem Gefangene verschiedener Nationalität, vor allem Polen, arbeiteten, und das Lager Nr. 2, das jüdische Lager.

Lager Nr. 1 - das Arbeits- oder Straflager - befand sich unmittelbar neben der Sandgrube, am Waldrand. Es war ein Lager, wie sie von der Gestapo zu Hunderten und Tausenden in den besetzten Ostgebieten eingerichtet wurden. Es entstand 1941. Wie auf einen Nenner gebracht, sind die vom schrecklichen Zerrspiegel des Hitlerregimes fratzenhaft verunstalteten deutschen Charakterzüge in ihm vereint. [S. 27f...]

Das Lager Nr. 1 bestand vom Herbst 1941 [bis] zum 23. Juli 1944. Es wurde vollständig liquidiert, als die Gefangenen bereits das dumpfe Dröhnen der Sowjetartillerie hörten. Am 23. Juli frühmorgens schritten die Wachmannschaften und SS-Leute, nachdem sie sich mit Schnaps ermuntert hatten, an die Ausrottung des Lagers. Am Abend waren sämtliche Gefangene ermordet - ermordet und verscharrt. Der Warschauer Schreiner Max Lewit konnte sich retten, weil er, verwundet unter den Leichen seiner Genossen liegend, die Dunkelheit abgewartet hatte und in den Wald gekrochen war. Er erzählte, wie er in der Grube den Gesang von dreißig Knaben hörte, die vor der Erschießung das "Lied vom Vaterland" anstimmten. Er hörte, wie einer der Jungen aufschrie:"Stalin rächt uns!", er hörte, wie der Liebling des Lagers, Leib, der die Knaben angeführt hatte, sich nochmals aufrichtete, als er nach der Salve auf ihn herunter in die Grube stürzte, und wie er bat:"Pan Wachmann haben nicht getroffen, bitte noch mal, Pan Wachmann, noch mal!". [S. 29...]

Wir kennen die Namen der Lager-SS, ihre Charaktere, Eigentümlichkeiten, kennen den Lagerführer van Eipen, einen holländischen Deutschen, der ein wahnsinniger Mörder, unersättlicher Wüstling, ein Liebhaber guter Pferde und schneller Reitpartien ist. [...]

Wir kennen den einäugen Deutschen Swiderski aus Odessa, den "Meisterhämmerer". Der galt als unübertreffbarer Spezialist des "trockenen" Mordes, da er innerhalb weniger Minuten mit dem Hammer fünfzehn Kinder zwischen acht und dreizehn Jahren erschlug, die als arbeitsunfähig bezeichnet worden waren. Wir kennen den dürren, zigeunerhaften SS-Mann Preifi, mit dem Spitznamen "der Alte", einen wortkargen Griegsgram. Er suchte seine Melancholie dadurch zu zerstreuen, daß er, hinter dem Lagerspülicht sitzend, den Gefangenen auflauerte, wenn sie hierherschlichen, um heimlich Kartoffelschalen zu essen, er zwang sie, den Mund aufzumachen und schoß dann in diesen aufgerissenen Mund. Wir kennen die Namen der Berufsmörder Schwarz und Ledecke. Sie ergötzten sich am Schießen auf die in der Dämmerung heimkehrenden Gefangenen und ermordeten täglich zwanzig. Dreißig, vierzig Menschen. [S. 29f...]

So lebte dieses Lager, einem verkleinerten Maidanek ähnlich, und es mochte scheinen, daß es auf der Welt nichts Schlimmeres geben könnte. Aber die Insassen des Lagers Nr. 1 wußten sehr gut, daß es etwas Schlimmeres, etwas hundertfach Grauenhafteres gab als ihr eigenes Lager. Drei Kilometer vom Arbeitslager entfernt begannen die Deutschen im Mai 1942 mit dem Bau des jüdischen Lagers - dem Menschenschlachthaus. [S. 31...]

Dreizehn Monate lang fuhren die Züge nach Treblinka, jeder Zug bestand aus sechzig Waggons und jedem Waggon war mit Kreide eine Ziffer aufgemalt: hundertfünfzig - hundertachtzig - zweihundert. Diese Ziffern bezeichneten die Zahl der Menschen, die sich in dem Waggon befanden. Eisenbahnbedienstete und Bauern haben heimlich die Züge gezählt. Ein Bauer aus dem Dorf Wulka (die dem Lager nächstgelegene Ortschaft), der zweiundsechzigjährige Kazimierz Skarzinski, erzählte mir, daß es Tage gab, wo allein neben Wulka, über den Siedlcer Schienenstrang, sechs Züge vorbeifuhren, und daß es im Verlauf dieser dreizehn Monate keinen Tag gab, an dem nicht mindestens einer dieser Züge durchkam. Die Siedlcer Linie ist aber nur eine von den vier Bahnlinien, die Treblinka belieferten. Lucian Cukowa, ein Eisenbahnreparaturarbeiter, den die Deutschen für Arbeiten an der Zweigbahn mobilisiert hatten, die von Treblinka zum Lager Nr. 2 geht, erzählt, daß während seiner Arbeit von 15. Juni 1942 bis August 1943 über dieses Nebengeleise von der Station Treblinka täglich ein bis drei Züge zum Lager kamen. Jeder Zug bestand aus sechzig Waggons und in jedem Waggon waren nicht weniger als hundertfünfzig Personen. Dutzende solcher Aussagen haben wir gesammelt. Wenn wir sogar alle von den Zeugen genannten Ziffern über die nach Treblinka abgefertigten Züge ungefähr zweimal verkleinern, so beträgt trotzdem die Zahl der innerhalb von dreizehn Monaten hierhergebrachten Menschen annährend drei Millionen. [S. 31f...]

Bei dem Bericht von diesem letzten tragischen Zug erwähnen alle Zeugen die Greueltaten eines menschenähnlichen Geschöpfs, des SS-Mannes Zepf. Er hatte sich als Kindermörder spezialisiert. Dieses über Riesenkräfte verfügende Geschöpf griff sich plötzlich aus der Menge ein Kind heraus und schlug ihm, nachdem er es wie eine Keule durch die Luft geschwenkt hatte, den Schädel am Boden ein oder riß es mitten entzwei. Als ich von diesem, offenbar von einem Weib geborenen Scheusal hörte, schien es mir undenkbar und unwahrscheinlich, daß die von ihm erzählten Taten wahr sein konnten. Als ich aber persönlich von unmittelbaren Augenzeugen eine Wiederholung dieser Berichte vernahm, sah ich, daß sie davon als von Einzelheiten sprachen, die in dem Gesamtaufbau der Hölle von Treblinka nicht auffallend oder irgendwie widerspruchsvoll waren, und ich glaubte an die Möglichkeit eines solchen Geschöpfs. [S. 43...]

Das Ausmaß der ersten drei Kammern betrug nur fünf mal fünf Meter, das heißt, jede hatte fünfundzwanzig Quadratmeter. Jede Kammer war hundertneunzig Zentimeter hoch. Sie besaß zwei Türen; in die eine ließ man die Lebenden herein, die andere diente zum Herausholen der vergasten Leichen. Diese zweite Tür war sehr breit, ungefähr zweieinhalb Meter. Die Kammern waren auf ein gemeinsames Fundament montiert. Diese drei Kammern entsprachen nicht der von Berlin geforderten Leistungfähigkeit im Fließbandmord. [...]

Fünf Wochen lang arbeiteten siebenhundert Gefangene an dem Gebäude des neuen Mordgroßbetriebes. Als die Arbeit ihren Höhepunkt erreicht hatte, kam aus Deutschland ein Meister mit seinen Leuten und besorgte die Montage. Die neuen Kammern, insgesamt zehn, lagen symmetrisch angeordnet zu beiden Seiten eines betonierten breiten Flurs. [...]

Die neuen Kammern hatten jeweils sieben mal acht Meter, das heißt sechsundfünfzig Quadratmeter. Die Gesamtfläche dieser zehn Kammern betrug fünfhundertsechzig Quadratmeter, und wenn man dazu die Fläche der drei alten Kammern zählt, die beim Eintreffen kleiner Partien weiterarbeiteten, so verfügte Treblinka im ganzen über eine tödliche Nutzfläche von sechshundertfünfunddreißig Quadratmeter. In eine Kammer wurden gleichzeitig vierhundertsechzig bis fünfhundert Menschen gepreßt. Bei voller Belastung vernichteten also die zehn Kammern in einem Arbeitsgang duchschnittlich viertausendfünfhundert Menschen. Bei der allerdurchschnittlichsten Belastung füllten sich die Kammern der Hölle von Treblinka täglich wenigstens zwei- oder dreimal (es gab Tage, wo es fünfmal geschah). Wenn wir die Ziffern absichtlich verkleinern, können wir ausrechnen, daß bei nur zweimaliger täglicher Benutzung allein der neuen Kammern an einem einzigen Tag in Treblinka ungefähr zehntausend und im Monat etwa dreihunderttausend Menschen ermordet wurden. Treblinka arbeitete dreizehn Monate lang, Tag für Tag, aber wenn wir sogar neunzig Tage für Reparaturen, Stillstand, ausgefallene Transporte in Abzug bringen, ergeben sich zehn volle Arbeitsmonate. Wenn auf den Monat durchschnittlich dreihunderttausend Personen kommen, so hat Treblinka innerhalb von zehn Monaten drei Millionen Menschen vernichtet. [S. 47f...]

Von einer furchtbaren Wahrheit zu berichten, ist die Pflicht des Schriftstellers, und die Bürgerpflicht des Lesers ist es, sie zu erfahren. Jeder, der sich abwendet, die Augen schließt und vorbeigeht, schändet das Andenken der Gemordeten. Wer die ganze Wahrheit nicht kennt, kann nie begreifen, gegen welchen Feind, welches Ungeheuer die große Rote Armee den Todeskampf aufnahm. [S. 55...]

Wir kamen Anfang September [1944] in das Lager Treblinka, das heißt dreizehn Monate nach dem Tag des Aufstandes. Dreizehn Monate lang hatten die Deutschen versucht, die Spuren ihrer Arbeit zu verwischen. [...]. Und die unter den Füßen nachgebende Erde ist aufgequollen und fett, als sei sie überreichlich mit Leinöl getränkt worden, die grundlose Erde von Treblinka wogt wie ein strudelndes Meer. Diese drahtumzäunte Einöde hat mehr Menschenleben verschlungen als sämtliche Ozeane und Meere des Erdballs seit Bestehen des Menschengeschlechts. [S. 61f.]«

In seinem erbaulichen Bericht schreibt Grossmann, es habe in Treblinka drei Methoden der Massentötung gegeben: Vergasen, Verbrühen mit heißem Dampf und Ersticken durch Leerpumpen der Todeskammern. Wir werden im folgenden Kapitel auf dieses Thema zurückkommen. Jedenfalls verabschiedeten sich die zweite sowie die dritte Mordmethode alsbald aus der Geschichte; übrig blieben nur die Gaskammern. Auch die von Grossmann mehrfach postulierte Zahl von drei Millionen Treblinka-Opfern wurde zu jenem Zeitpunkt als offenbar allzu unglaubhaft fallen gelassen, und in den folgenden Publikationen gab man sich mit bedeutend niedrigeren Opferzahlen zufrieden.

b. Rachel Auerbach

1946 verfaßte die polnische Jüdin Rachel Auerbach, die selbst nicht in Treblinka interniert gewesen war, sondern ihre Informationen angeblich von ehemaligen Insassen erhalten hatte, in jiddischer Sprache eine Schrift über das Lager, die 1979 von Alexander Donat auf englisch unter dem Titel In the fields of Treblinka veröffentlicht wurde.[28] R. Auerbach attackiert W. Grossmann aufgrund der von ihm behaupteten Ziffer von drei Millionen Opfern. Sie gibt die Opferzahl mit genau 1.074.000 an und schreibt:

»Solche Orte wie Treblinka, mit ihren riesigen Massengräbern, brauchen jene Art von merkwürdigem Lokalpatriotismus nicht, die darin besteht, die Zahl der Opfer zu übertreiben, um die Ungeheuerlichkeit der dort verübten Massenmorde zu veranschaulichen. Glaubt mir, mehr als eine Million innerhalb eines Jahres an einem kleinen Ort umgebrachter Menschen ist eine Million Mal mehr, als eine Million Menschenhirne zu erfassen vermöchten. Und selbst eine halbe Million wäre mehr als genug.« (S. 55)

Ungeachtet dieser löblichen Absage an jede Art von Übertreibung berichtet die Verfasserin über Treblinka u.a. folgendes:

»Der Boden der Gaskammer war abschüssig und rutschig. Die ersten, die sie betraten, glitten aus und fielen um, um nie wieder aufzustehen. Die folgenden bedeckten sie. Die Kammer wurde bis zum Rande gefüllt. Die Menschen wurden so eng aneinandergepreßt, daß sie sich gegenseitig in eine aufrechte Position drängten. Einige Zeugen berichten, die Leute in den Kammern hätten ihre Arme hochheben und ihre Bäuche einziehen müssen, um Platz für zusätzliche Opfer zu schaffen. Und dann, wenn sie aneinander gedrängt dastanden, wurden kleine Kinder wie Bündel auf ihre Köpfe geschleudert.

Gas war teuer und mußte deswegen ökonomisch eingesetzt werden. Endlich wurden die Türen zugeschlagen. Das Sterben der Insassen konnte beginnen. Der in einer Werkstatt neben dem Badehaus installierte Motor konnte nun in Gang gesetzt werden. Zuerst wurde eine Saugpumpe eingesetzt, um die saubere Luft aus der Kammer zu entfernen. Dann konnten die Röhren zum Abgasreservoir des Motors geöffnet werden. "Einige Minuten später", berichteten Juden, die in diesem Lagerteil arbeiteten, "hörten wir entsetzliche Schreie aus jenem Gebäude". Schmerzens-, Schreckens- und Verzweiflungsschreie. Anscheinend brach im letzten Moment, wenn die Pumpe alle Atemluft herauszusaugen begann, jegliche Selbstbeherrschung zusammen, und in der Gaskammer kam es zu einem kollektiven Ausbruch von Hysterie. Später, nach nicht allzu langer Zeit, war alles wieder ruhig.

Etwa 25 bis 45 Minuten später konnten die Öffnungen auf der anderen Seite geöffnet werden, und die Leichen fielen heraus. Die Leiber waren nackt; einige von ihnen waren weiß, andere blau und aufgeschwollen. [S. 35f...]

In Treblinka sowie an anderen Orten wurden Kinder oft lebendig ins Feuer oder einfach ins Massengrab geworfen. Die vorherrschende Überlegung war, möglichst Kugeln oder Gas zu sparen. Man glaubte auch, Kinder stürben nicht so leicht und rasch an einer Kugel oder an Gas wie Erwachsene. Ärzte hatten dieser Frage eine gewisse Aufmerksamkeit gewidmet und waren zum Schluß gelangt, Kinder hätten einen besseren Blutkreislauf, da ihre Blutgefäße noch nicht gehärtet seien. [S. 38]«

R. Auerbach überrascht ihre Leser noch mit weiteren bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnissen wie der, daß Blut »sich als erstklassiges Brennmaterial erwies« (S. 38), und teilt ihnen mit, daß die Vergasung von täglich vielen tausend Juden von »30 bis 40 SS-Leuten sowie 200 bis 300 ukrainischen Wachmännern« betrieben wurde,[29] womit sie ihren Glaubensgenossen kein sonderlich schmeichelhaftes Zeugnis ausstellt. Über die künstlerischen Veranstaltungen und sonstigen Zerstreuungen in Treblinka weiß sie folgendes zu erzählen:

»Um die Monotonie ihres mörderischen Treibens aufzulockern, gründeten die Deutschen in Treblinka ein jüdisches Orchester, so wie sie es in anderen Lagern getan hatten. Dieses Orchester diente einem doppelten Zweck: Erstens übertönte es, soweit dies möglich war, das Schreien und Stöhnen der in die Gaskammern getriebenen Todgeweihten, und zweitens sorgte es für die musikalische Unterhaltung der Lagermannschaft, die aus zwei musikliebenden Nationen bestand: Deutsche und Ukrainer! Rasch war auch ein Chor gegründet, und es gab sogar Amateur-Theatervorstellungen, doch leider vereitelte der Ausbruch des Aufstandes die großen Pläne zur Förderung von Kultur und Kunst, welche für Treblinka geschmiedet wurden. [S. 44...]

Es heißt, für Himmler sei, als er Treblinka Ende Februar 1943 besuchte, eine spezielle "Attraktion" vorbereitet worden: Eine Gruppe junger Frauen, die eigens zu diesem Zweck ausgesucht worden waren, so daß der oberste SS- und Polizeiführer des Reichs bei der Demonstration der Arbeit des Lagers ästhetischen Gefallen an ihren nackten Körpern finden konnte, sei ins "Bad" getrieben und dann als Leichen herausgezogen worden... Wie das italienische Sprichwort besagt: "Se non è vero, è ben trovato". [S. 48]«

Der letzte Satz bedeutet »Wenn es nicht stimmt, so ist es doch gut erfunden.« Dies gilt in vollem Umfang auch für Rachel Auerbachs "Tatsachenbericht" über Treblinka.

c. Zdzisław Łukaszkiewicz

Ebenfalls im Jahre 1946 erschien im Bulletin der Hauptkommission zur Erforschung der deutschen Verbrechen in Polen[30] ein zwölf Seiten langer Artikel von Richter Zdzisław Łukaszkiewicz unter dem Titel Obóz zagłady Treblinka[31] (Das Vernichtungslager Treblinka). In der Einleitung zu dieser Schrift, in welcher die »Voruntersuchungen« zu Treblinka geschildert werden, hält der Autor fest:

»Die Grundlage des Beweismaterials, auf das sich die im folgenden dargestellten Voruntersuchungen stützen, sind vor allem die Zeugenaussagen von dreizehn Juden, ehemaligen Häftlingen des Lagers Treblinka, denen es gelang, dem Tod zu entrinnen, indem sie während des bewaffneten Aufstands vom 2. August 1943 aus dem Lager flohen. Es sind dies folgende Zeugen: Jankiel Wiernik, Henryk Poswolski, Aron Czechowicz, Abe Kon, Oskar Strawczyński, Samuel Reisman,[32] Aleskander Kudlik, Hejnoch Brenner, Stanisław Kon, Eugeniusz Turowski, Henryk Reichman,[33] Szyja Warszawski und Leon Finkelsztein.«

Als zusätzliches Beweismaterial nennt Z. Łukaszkiewicz die Aussagen von elf polnischen Eisenbahnarbeitern sowie Dokumente der Bahn, aus denen die Zahl der nach Treblinka gebrachten Häftlinge hervorgehe, auf dem Lagergelände ausgegrabene Münzen und Dokumente sowie die Ergebnisse von gerichtsmedizinischen Untersuchungen und Landvermessungen.[34] Doch für die behauptete Massenvernichtung sind die Erklärungen der dreizehn jüdischen Zeugen die einzige Beweisgrundlage.

In Treblinka, so Łukaszkiewicz, habe es anfangs zwei[35] Gaskammern gegeben, zu denen später weitere zehn hinzugekommen seien. Die Morde seien mit Motorabgasen verübt worden. Die Leichen seien unter freiem Himmel verbrannt worden, indem man jeweils 2500 auf offene Roste gelegt und eingeäschert habe. Im Lazarett hätten die Deutschen und ihre ukrainischen Helfer massenweise Gefangene durch Genickschuß umgebracht; Greise, Kranke und Kinder ohne Angehörige habe man gleich nach ihrem Eintreffen ins Lazarett geführt und erschossen. Insgesamt seien in Treblinka mindestens 731.600 Menschen ermordet worden, doch liege die Gesamtopferzahl in Wirklichkeit höher.[36]

Noch im gleichen Jahre, also immer noch anno 1946, erstellte Z. Łukaszkiewicz unter dem Titel Obóz straceń w Treblince (Das Hinrichtungslager in Treblinka) einen bedeutend ausführlicheren Bericht über das Lager, der gewissermaßen den Übergang von reiner Greuelpropaganda à la Grossmann und Auerbach zu einer Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebenden Darstellung kennzeichnete.[37] Dementsprechend ist auch der Stil sehr viel nüchterner als bei Grossmann und Auerbach, und Schilderungen grober Unmöglichkeiten sind seltener. Dennoch trägt auch dieses Werk ganz unverkennbar den Stempel der Propaganda und besitzt nur geringen wissenschaftlichen Wert. Die Opferzahl des Lagers gibt Lukaszkiewicz nun mit knapp 800.000 an; fast alle Ermordeten seien Juden gewesen, doch sei auch eine gewisse Zahl von Polen und Zigeunern umgebracht worden.[38]

Die von Z. Łukaszkiewicz gemachten Angaben entsprechen in allen wesentlichen Punkten der später von den westlichen orthodoxen "Holocaust"-Historikern abgesegneten Treblinka-Version.

d. N. Blumental

Immer noch im Jahre 1946 erschien - ebenfalls in Polen - eine von N. Blumental, einem Mitglied der Zentralen Jüdischen Historischen Kommission, überarbeitete Dokumentensammlung mit dem Titel Dokumenty i Materiały, in der sich ein achtzehnseitiger Beitrag über Treblinka befindet.[39] Dieser besteht aus einer Einleitung sowie Berichten zweier ehemaliger jüdischer Häftlinge des Lagers, Szymon Goldberg und Samuel Rajzman. Wir werden später Auszüge aus diesen Berichten zitieren.

e. Marian Muszkat

1948 erstellte ein Marian Muszkat in Polen zu Händen der UN-Kommission zur Untersuchung von Kriegsverbrechen eine "Dokumentation", in der auch Treblinka zur Sprache kam und in der mehrere ehemalige Insassen des Lagers zitiert wurden.[40] Als Kostprobe sei zunächst ein Auszug aus dem "Erlebnisbericht" des Zeugen Jan Sułkowski angeführt:[41]

»Die Deutschen bauten eine sogenannte "Todesbrücke", die aus einem drei bis vier Meter hohen Gerüst bestand. Der Deutsche [Lampert] wählte einige Juden aus und befahl ihnen, auf die Brücke zu klettern. Während sie dies taten, schoß man auf sie. Wenn es einem Juden durch ein Wunder gelang, ganz nach oben zu kommen, befahl man ihm, seine Schuhe auszuziehen und über seinen Kopf zu halten. Dieses Kunststück war sehr schwierig zu vollbringen, denn das ganze Gerüst schaukelte hin- und her. Dann wurde der Jude erschossen. Ich sah mit eigenen Augen, wie die SS-Männer sich mit diesem "unschuldigen" Spiel vergnügten.«

Augenzeuge Leon Finkelsztein erzählt:[42]

»Bilitz Alfred und Gens Adolf standen am Eingang zu den Gaskammern und schnitten den Frauen mit langen Messern die Brüste ab.«

Zwei weitere Augenzeugen, Hejnoch Brenner und Zygmunt Blacherski, hatten ebenfalls gesehen, wie Bilitz Frauenbrüste abschnitt.[42] - Beim Jerusalemer Prozeß gegen John Demjanjuk war dann von Alfred Bilitz und Adolf Gens nicht mehr die Rede; nun war es der Angeklagte Demjanjuk gewesen, der am Eingang der Gaskammer(n) gestanden und Frauen die Brüste wahlweise mit einem Dolch oder einem Schwert abgehackt hatte.[43]

Nach dem Erscheinen dieser "Dokumentation" wurde es um Treblinka für lange Zeit still, und volle 18 Jahre lang erschien kein Buch, ja nicht einmal ein nennenswerter Artikel über das Lager. Erst ab 1966, nach dem großen Frankfurter Auschwitz-Prozeß, meldeten sich Augenzeugen und Chronisten wieder zu Wort.

f. Jean-François Steiner

1966 veröffentlichte der französisch-jüdische Autor Jean-François Steiner mit Hilfe des Ghostwriters Gilles Perrault einen angeblich auf den Aussagen ehemaliger Häftlinge basierenden Roman[44] mit dem Titel Treblinka,[45] der ein ganz besonders abstoßendes Beispiel der über die NS-Konzentrationslager grassierenden, von krankhaften Phantasien geprägten Schundliteratur darstellt, doch von Prominenten wie Simone de Beauvoir gleichwohl hoch geschätzt wurde.

Eine deutsche Übersetzung wurde noch im gleichen Jahr unter dem Titel Treblinka. Die Revolte eines Vernichtungslagers[46] erstellt. Als Kostprobe diene eine Passage, in der Steiner die Leichenverbrennung in Treblinka schildert:[47]

»Er war blond und hager, hatte ein freundliches Gesicht, trat bescheiden auf und kam an einem sonnigen Vormittag mit seinem Köfferchen vor dem Tor des Todesreiches an. Er hieß Herbert Floss und war Fachmann für Leichenverbrennung. [...] Am nächsten Tag wurde der erste Scheiterhaufen aufgeschichtet, und Herbert Floss gab sein Geheimnis preis: die Zusammensetzung des Scheiterhaufens. Wie er erklärte, brannten nicht alle Leichen gleichmäßig. Es gab gute und schlechte Leichen, feuerfeste und leichtentzündliche. Die Kunst bestand darin, die guten zur Verbrennung der schlechten zu benutzen. Nach seinen Forschungen - offenbar waren sie weit gediehen - brannten alte Leichen besser als neue, dicke besser als magere, Frauen besser als Männer, und Kinder zwar schlechter als Frauen, aber besser als Männer. Daraus ergab sich, daß alte Leichen von dicken Frauen ideale Leichen darstellten. Herbert Floss ließ sie beiseite legen und ebenso die von Männern und Kindern. Als nahezu 1000 Leichen ausgegraben und sortiert waren, ging man an die Stapelung, wobei man das gute Brennmaterial nach unten und das schlechte nach oben packte. Angebotene Benzinkanister wies Floss zurück und ließ stattdessen Holz bringen. Seine Vorführung hatte perfekt zu sein.

Das Holz wurde unter dem Rost des Scheiterhaufens in kleinen Brandherden, Lagerfeuern ähnlich, zurechtgelegt. Die Stunde der Bewährung schlug. Man überreichte ihm feierlich eine Streichholzschachtel; er beugte sich nieder, zündete den ersten Brandherd, dann die anderen an, und während das Holz allmählich in Flammen aufging, trat er in seiner sonderbaren Gangart zu den Funktionären, die in einiger Entfernung warteten.

Immer höher züngelten die Flammen und leckten an den Leichen, zögernd zuerst, dann aber mit loderndem Schwung... Plötzlich brannten die Scheiterhaufen lichterloh. Die Flammen schossen in die Höhe, stießen Qualmwolken aus, ein gewaltiges Prasseln ertönte, die Gesichter der Toten verzogen sich schmerzhaft, das Fleisch platzte. Ein höllisches Schauspiel. Selbst die SS-Männer waren einen Augenblick wie versteinert und betrachteten stumm das Wunder. Herbert Floss strahlte. Das Aufflammen des Scheiterhaufens war das schönste Erlebnis seines Lebens...

Ein solches Ereignis mußte gefeiert werden. Tische wurden herbeigetragen, dem Scheiterhaufen gegenüber aufgestellt und mit Schnaps-, Bier- und Weinflaschen beladen. Der Tag ging zur Neige, und der Abendhimmel schien die hohen Flammen des Scheiterhaufens widerzuspiegeln, drüben am Horizont, wo die Sonne mit der Pracht eines Feuerbrandes unterging.

Auf Lalkas Zeichen hin knallten die Korken, und ein phantastisches Fest begann. Der erste Trinkspruch galt dem Führer. Die Baggerleute waren wieder an ihre Geräte gegangen. Als die SS-Männer brüllend die Gläser erhoben, schien Leben in die Maschinen zu kommen; mit abrupter Bewegung reckten sie die Stahlarme gen Himmel zu einem ruckartigen, vibrierenden Hitlergruß. Es war wie ein Signal. Zehnmal hoben auch die Männer den Arm und ließen jedesmal das "Sieg-Heil" ertönen. Die belebten Maschinen erwiderten den Gruß der Maschinen-Menschen, und die Luft erzitterte von Hochrufen auf den Führer. Das Fest dauerte an, bis der Scheiterhaufen ausgebrannt war. Nach den Trinksprüchen wurde gesungen; wilde, grausame Gesänge klangen auf, haßerfüllte, schauerliche Lieder auf das ewige Deutschland.«

Auch hundertprozentig linientreue Verfechter des orthodoxen "Holocaust"-Bildes haben begriffen, daß dergleichen die Glaubwürdigkeit ihrer Position untergräbt. So sprach der französische Jude Pierre-Vidal-Naquet, der anfangs seine »Bewunderung« für Steiners Buch geäußert hatte,[48] vierzehn Jahre später plötzlich von »Subliteratur«, welche an den Sadismus appelliere, und gab zu, »in die von J.-F. Steiner gestelle Falle gegangen« zu sein.[49] Ein weiterer französischer Kritiker, Didier Daeningckx, äußerte sich 1999 vernichtend über Steiners Buch, bei dem es sich um »einen falschen Roman, der als wahrer präsentiert wird« handle und der die »Technik der parallelen Montage« benutze.[50]

g. Krystyna Marczewska/Władysław Waźniewski

1968 erschien aus der Feder zweier polnischer Historiker, K. Marczewska und W. Waźniewski, ein Artikel über das Wissen der polnischen Widerstandsbewegung bezüglich Treblinka während der Kriegszeit.[51] Die hier publizierten Meldungen des Widerstands sind ungemein wertvoll, helfen sie uns doch bei der Rekonstruktion der Entstehung des offiziellen Treblinka-Bildes. Wir werden in Kapitel II fortlaufend auf sie zurückgreifen.

h. Martin Gray

1971 veröffentlichte der polnischstämmige französische Jude Martin Gray ein Buch mit dem Titel Au nom de tous les miens[52] (Im Namen all der Meinen), in dem er u.a. einen angeblichen Aufenthalt in Treblinka schilderte. Grays Ghostwriter war sein Glaubensbruder Max Gallo, der den "Treblinka-Überlebenden" interviewt und seine Aussagen zu Papier gebracht hatte. In seiner Einleitung schrieb Gallo:[53]

»Wir trafen uns Tag für Tag, monatelang. [...] Ich habe ihn befragt, ich habe ihn auf Tonband aufgenommen, ich habe ihn angeschaut, ich habe überprüft, ich habe die Stimme und das Schweigen gehört. Ich habe die Scham eines Menschen entdeckt und seinen Willen, ich habe in seinem Fleisch die Barbarei unseres wilden Jahrhunderts ermessen, das Treblinka erfunden hat. [...] Ich habe wiederhergestellt, konfrontiert, einen Hintergrund aufgebaut, versucht, die Atmosphäre wiederzugeben.«

Als Frucht der Zusammenarbeit zwischen Gallo und Gray entstand dann ein Buch mit Passagen wie der folgenden:[54]

»Unter den warmen Leichen fanden wir noch lebende Kinder. Nur Kinder, an den Körper ihrer Mütter geschmiegt. Und wir haben sie mit unseren eigenen Händen erwürgt, ehe wir sie in die Grube schmissen: Und wir riskierten unser Leben, indem wir dies taten, denn wir verloren Zeit. Die Henker wollten aber, daß alles rasch ablief.«

Nachdem Gray Treblinka und den Krieg auf wundersame Weise überlebt hatte, wanderte er in die USA aus, wo er, wie er in seinem Buch erzählt, mit dem Verkauf falscher Antiquitäten ein Vermögen ergaunerte. Nach der Veröffentlichung der englischen Version seines Buchs wurde er - so Robert Faurisson - »verdächtigt, falsche Memoiren fabriziert zu haben, so wie er falsche Antiquitäten fabriziert hatte, in beiden Fälle nicht ohne die Hilfe anderer und selbstverständlich für Geld[55] Auch antirevisionistischen Autoren wie der französische Jude Eric Conan, der von einem »allen Historikern dieser Epoche als Betrug bekannten« Werk spricht,[56] haben M. Grays Elaborat als grobe Fälschung an den Pranger gestellt, was aber nichts daran ändert, daß das unsägliche Machwerk - genau wie dasjenige J.-F. Steiners - in Frankreich und Deutschland in immer neuen Auflagen erscheint.

i. Gitta Sereny

1974 publizierte die ungarischstämmige britische Journalistin Gitta Sereny ein Buch mit dem Titel Into that Darkness,[57] das bis zum heutigen Tage als Standardwerk über Treblinka gepriesen wird und später unter dem Titel Am Abgrund. Eine Gewissensforschung auch in deutscher Übersetzung erschien.[58] G. Sereny hatte den 1970 in Düsseldorf zu lebenslanger Haft verurteilten zweiten Treblinka-Kommandanten Franz Stangl zwischen April und Juni 1971 mehrmals im Gefängnis besucht und sich mit ihm unterhalten. Ihr Buch fußt weitgehend auf diesen Unterredungen (sowie auf jenen mit drei während des Krieges in Treblinka eingesetzten SS-Männern und einigen ehemaligen jüdischen Häftlingen des Lagers).

G. Serenys Darstellung zufolge hat Stangl bei den Gesprächen mit ihr das offizielle Treblinka-Bild bestätigt. Doch ist ihr Buch als historische Quelle vollkommen wertlos, da die Verfasserin nicht die Spur eines Beweises dafür erbringen kann, daß Stangl die ihm zugeschriebenen Aussagen tatsächlich gemacht hat; ein Tonbandprotokoll der Unterredungen existiert nämlich nicht. Am 28. Juni 1971, einen Tag nach dem letzten Besuch G. Serenys, starb Stangl plötzlich unter ungeklärten Umständen, und da von einem Toten kein Dementi zu erwarten war, konnte die Autorin von Into that Darkness diesem in den Mund legen, was ihr gerade einfiel.

Der französische Revisionist Pierre Guillaume erinnert sich an eine mit G. Sereny geführte Diskussion, die er wie folgt wiedergibt:[59]

»Nachdem wir uns an den Tisch gesetzt, Getränke bestellt und die üblichen Höflichkeitsfloskeln ausgetauscht hatten, sagte ich zu Gitta Sereny sinngemäß folgendes: "Ich habe Ihr Buch mehr als einmal gelesen, manche Passagen sogar oftmals. Bei der ersten Lektüre kann man nicht an der Wahrheit der Darlegungen sowie an der Realität der Geständnisse Stangls zweifeln. Doch je öfter ich den Text durchging, desto größer wurde meine Verblüffung, zunächst weniger aufgrund dessen, was ich las, als aufgrund des offenkundigen Fehlens dessen, was man zu finden erwartet hätte. Schließlich, bei der abermaligen und sehr genauen Lektüre der Passagen, wo Stangl "gesteht", nahm meine Verblüffung noch zu, denn sie waren ausnahmslos in indirektem oder zweideutigem Stil verfaßt, so daß es unmöglich wurde, in diesen Passagen zu unterscheiden, was Stangl gesagt hatte und was Gitta Sereny gesagt hatte".

Ich machte ein bedeutungsvolles Gesicht und sagte dann, meiner Gesprächspartnerin ruhig in die Augen blickend und jedes Wort einzeln betonend:

"Kurz und gut: Er hat nicht gestanden!".

"Aber natürlich nicht... er konnte es nicht!".

Gitta Sereny war der Ansicht, gegenüber Stangl eine therapeutische und heilsame Funktion erfüllt zu haben, indem sie ihm half, sein Gewissen durch ein Geständnis zu erleichtern, das zu entsetzlich war, als daß er es ganz alleine hätte schaffen können. [...] Stangl ist in der Tat plötzlich im Gefängnis gestorben, schon sehr bald nach seinen "Geständnissen", obgleich er sich offenbar guter Gesundheit erfreute und die ihm zur Last gelegten Verbrechen stets bestritten hatte. Er erwartete seinen [Revisions-]Prozeß, von dem er - und seine Frau - sich einen günstigen Ausgang erhofften.«

Wir glauben P. Guillaume aufs Wort. Bei der Lektüre von G. Serenys Buch empfindet man in der Tat »Verblüffung aufgrund des offenkundigen Fehlens dessen, was man zu finden erwartet hätte«: In dem über 400 Seiten schwachen Werk finden sich zwar stümperhafte psychologische Betrachtungen zu Hauf, jedoch nicht der geringste Hinweis auf den praktischen Ablauf der behaupteten Massenmorde in Treblinka, etwa die Funktionsweise der Gaskammern oder die zur spurlosen Vernichtung von rund 800.000 Leichen angewandten Methoden. Wie kann man auch nur annehmen, ein Häftling, der auf eine erfolgreiche Revision seines Urteils hofft, würde einer Journalistin gegenüber plötzlich alles "zugeben", was er in seinem Revisionsantrag bestreitet und was zwangsläufig seine Hoffnung auf eine erfolgreiche Revision zunichte machen muß? Das vielgerühmte "Standardwerk" über Treblinka entpuppt sich also als unverfrorener Schwindel!

j. Stanisław Wojtczak

1975 schrieb der Pole Stanisław Wojtczak einen langen Artikel, dessen Titel in deutscher Übersetzung »Das Straf- und Arbeitslager Treblinka I sowie das Vernichtungszentrum Treblinka II« lautet und der eine umfangreiche Sammlung von Texten über diese Lager enthält.[60] Diese Schrift stellt eine ausführliche Übersicht über die von den polnischen Behörden vorgenommenen Untersuchungen dar. Der Verfasser hatte Zugang zum Archiv der Hauptkommission zur Untersuchung der Hitlerverbrechen in Polen, die das ungefähre Gegenstück zur Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen in Ludwigsburg darstellt und die gesame Dokumentation über die verschiedenen örtlichen Gerichtsverfahren zentralisiert.

k. Adalbert Rückerl

1977 erschien eine von Adalbert Rückerl, dem damaligen Leiter der Ludwigsburger Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen, erstellte Dokumentation mit dem Titel NS-Vernichtungslager im Spiegel deutscher Strafprozesse,[61] in welcher die von der BRD-Justiz durchgeführten Strafverfahren gegen frühere Angehörige des Lagerpersonals von Treblinka, Sobibór, Bełżec und Chełmno geschildert werden. Wir werden auf dieses Buch noch mehrfach zurückkommen.

l. Alexander Donat

1979 gab Alexander Donat in den USA den Sammelband The Death Camp Treblinka heraus, der neben dem bereits erwähnten, 1946 auf Jiddisch erschienenen und nun unter dem Titel The Fields of Treblinka erstmals auf Englisch publizierten Text Rachel Auerbachs Beiträge weiterer sechs Autoren (Abraham Krzepicki, Jankiel Wiernik, Samuel Willenberg, Tanhum Grinberg, Shalom Cohen und Samuel Rajzman) enthielt. Laut der von A. Donat selbst geschriebenen Einleitung sind diese Berichte »ohne Dramatisierung, Ausschmückungen, Erfindungen und hohle Phrasen« verfaßt.[4] Wie ernst dieses Versprechen zu nehmen ist, geht nicht nur daraus hervor, daß der unmögliche Schauerbericht der R. Auerbach hier kommentarlos wiedergegeben wird; als seriöse Quelle wird u.a. auch ein Text Jankiel Wierniks zitiert, auf den wir noch ausführlich zu sprechen kommen werden und laut dem beim Verbrennen von Frauenleichen die Bäuche platzten, »so daß man die Embryonen im Mutterleibe lodern sehen konnte[62]

In einer 1981 im Journal of Historical Review erschienenen Rezension schrieb Horst Kehl über Donats Sammelband:[63]

»Wenn es unmöglich ist, ein Kind entzweizureißen; [...] wenn es unmöglich ist, Menschen auf jeweils einem halben Quadratfuß unterzubringen; wenn es unmöglich ist, Frauen als Brennstoff zu verwenden; wenn es unmöglich ist, Menschenfett in Kesseln aus offenen Feuern zu schöpfen; wenn es unmöglich ist, einen neun Fuß hohen Zaun zu überspringen - welche anderen Teile dieser Saga sind dann wohl wahr?«

m. Der »lexikalische Informierer« der polnischen Hauptkommission

Ebenfalls im Jahre 1979 veröffentlichte die polnische Hauptkommission zur Erforschung der Hitlerverbrechen in Polen einen »lexikalischen Informierer« über die während der deutschen Besatzung auf polnischem Boden existierenden Lager und Gefängnisse. Bezüglich des Lagers Treblinka II werden in der Bibliographie neben Prozeßakten und Archivdokumenten sowie dem Artikel von Marczewska/Waźniewski über die Meldungen der Widerstandsbewegung lediglich die Schriften von Wiernik, Grossmann und Łukaszkiewicz angeführt,[64] was belegt, daß auch in Polen zwischen 1946 und 1979 kein Buch über das Lager erschienen ist, das Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben kann.

n. Eugen Kogon, Hermann Langbein, Adalbert Rückerl u.a.

1983 brachte ein von E. Kogon, H. Langbein und A. Rückerl geleitetes Autorenkollektiv den Sammelband Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas[65] heraus. Im Klappentext wettern die Autoren gegen »diejenigen, die das nationalsozialistische System von Schuld freizusprechen bemüht sind« oder »den Massenmord von bisher unbekanntem Ausmaß überhaupt leugnen«, nennen aber weder Autoren noch Titel. Um solche Tendenzen wirksam bekämpfen und eindämmen zu können, müsse, so der Klappentext weiter, »die ganze historische Wahrheit ein für allemal unwiderlegbar festgeschrieben werden.« »Unwiderlegbar festgeschrieben« wird die »ganze historische Wahrheit« anhand von Zeugenaussagen und Tätergeständnissen. Zu den Kronzeugen für die behaupteten Massenmorde in Treblinka gehört ein Abraham Goldfarb, den die Verfasser wie folgt zitieren:[66]

»Auf dem Weg zu den Gaskammern standen an beiden Seiten des Zaunes Deutsche mit Hunden. Die Hunde waren darauf abgerichtet, Menschen anzufallen; sie bissen die Männer in die Genitalien und die Frauen in die Brüste und rissen Fleischstücke heraus. Die Deutschen schlugen mit Peitschen und Eisenstangen auf die Menschen ein, um sie anzutreiben, so daß sie schnell in die "Dusche" drängten. Die Schreie der Frauen waren weithin zu hören bis in andere Lagerbereiche. Die Deutschen trieben die rennenden Opfer an mit Rufen wie "Schneller, schneller, das Wasser wird kalt, und andere müssen auch noch unter die Duschen!". Um den Schlägen zu entkommen, rannten die Opfer so schnell sie konnten zu den Gaskammern, wobei die Starken die Schwachen zur Seite stießen. Am Eingang der Gaskammern standen die zwei Ukrainer Ivan Demianuk[67] und Nikolai, der eine mit einer Eisenstange, der andere mit einem Schwert bewaffnet. Auch sie trieben die Menschen mit Schlägen hinein... Sobald die Gaskammern voll waren, schlossen die Ukrainer die Türen und starteten die Maschine. 20 bis 25 Minuten später schaute ein SS-Mann oder ein Ukrainer durch ein Fenster an der Tür. Wenn sie feststellten, daß alle erstickt waren, mußten die jüdischen Häftlinge die Türen öffnen und die Körper herausholen; da die Kammern überfüllt waren und die Opfer sich gegenseitig angefaßt hatten, standen sie alle aufrecht und waren wie ein einziger Fleischblock.«

Da dergleichen Zeugenaussagen die Autoren offenbar zufriedenstellen, unternehmen sie nicht den geringsten Versuch, Sach- oder Dokumentenbeweise für den Massenmord in Treblinka (oder den anderen "Vernichtungslagern") zu erbringen.

o. Claude Lanzmann

1985 lief der vom französisch-jüdischen Regisseur Claude Lanzmann gedrehte, neuneinhalbstündige Film Shoa an, der das Ziel verfolgte, anhand von Augenzeugenberichten "Holocaust-Überlebender" die Judenausrottung in "Vernichtungslagern", darunter auch Treblinka, zu beweisen. Im Begleitwort zum gleichnamigen Buch, das den gesamten Sprechtext des Films enthält, schrieb Simone de Beauvoir:[68]

»Wir haben nach dem Krieg zahlreiche Zeugenaussagen über die Ghettos, über die Vernichtungslager gelesen; wir waren erschüttert. Doch wenn wir heute den außergewöhnlichen Film Claude Lanzmanns ansehen, legen wir uns Rechenschaft darüber ab, daß wir nichts gewußt haben. Trotz all unserer Kenntnisse blieb uns die entsetzliche Erfahrung fern. Zum ersten Mal erleben wir sie in unserem Kopf, unserem Herzen, unserem Fleisch. Sie wird die unsere.«

Um eine Vorstellung vom Niveau dieses Films und des gleichnamigen Buchs zu vermitteln, geben wir nun einen Auszug aus der darin enthaltenen Unterhaltung zwischen dem Regisseur und seinem Star-Augenzeugen, dem Treblinka-Friseur Abraham Bomba wieder. Wir zitieren nach der deutschen Übersetzung:[69]

»Lanzmann: "Und die Gaskammer?"

Bomba: "Die war nicht groß, das war ein Raum von etwa vier mal vier Metern. [...] Plötzlich erschien ein Kapo: ‚Friseure, ihr müßt so vorgehen, daß alle Frauen, die hier eintreten, glauben, daß sie nur einen Haarschnitt bekommen, eine Dusche, und daß sie anschließend wieder hinausgehen.' Aber wir wußten schon, daß man diesen Ort nicht verließ [...]"

Lanzmann: "Und plötzlich kamen sie?"

Bomba: "Ja, sie kamen herein"

Lanzmann: "Wie waren sie?"

Bomba: "Sie waren entkleidet, ganz nackt, ohne Kleider, ohne etwas..."

Lanzmann: "Gab es dort Spiegel?"

Bomba: "Nein, keine Spiegel, Bänke, keine Stühle, nur Bänke und sechzehn oder siebzehn Friseure [...]"

Lanzmann: "Wieviele Frauen mußten Sie in einem Durchgang abfertigen?"

Bomba: "In einem Durchgang? Etwa sechzig oder siebzig Frauen... Wenn wir mit der ersten Gruppe fertig waren, kam die nächste."

Robert Faurisson bemerkt dazu:[70]

»Dieser Teil der Zeugenaussage Bombas läßt sich wie folgt zusammenfassen: In einem Raum von 16 Quadratmetern gab es sechzehn (oder siebzehn?) Friseure sowie Bänke; sechzig oder siebzig nackte Frauen samt einer nicht näher angegeben Zahl von Kindern betraten das Zimmer. [...] Dies ist unmöglich. Dies ist sogar reiner Unsinn. [...] Die menschliche Gutgläubigkeit kennt keine Grenzen. Aufgrund der Gehirnwäsche, der generationenlang betriebenen Propaganda gegen die deutsche oder nazistische Barbarei, kann man alles schlucken, man kann erreichen, daß alles geschluckt wird.«

p. Yitzhak Arad

1987 unternahm der israelische "Holocaust-Experte" Yitzhak Arad einen Versuch, die Judenausrottung in Treblinka sowie den anderen "östlichen Vernichtungslagern" in einem Buch mit dem Titel Belzec, Sobibor, Treblinka. The Operation Reinhard Death Camps wissenschaftlich zu dokumentieren. Doch können auch noch so viele Fußnoten nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Ausrottungsbehauptungen Arads ausschließlich auf jenen Augenzeugenberichten beruhen, deren Wert wir nach den bisher zitierten Beispielen unschwer einschätzen können. Arads Buch, das heute als Standardwerk über Treblinka sowie die beiden anderen "Lager der Aktion Reinhardt" schlechthin gilt, enthält grobe Unmöglichkeiten. So schreibt er beispielsweise über die »alten Gaskammern« des Lagers:[71]

»Am Eingang zu den Gaskammern standen zwei Ukrainer, Ivan Demianuk und Nikolai, der eine mit einer Eisenstange bewaffnet, der andere mit einem Schwert, und sie trieben mit Schlägen 200 bis 250 Menschen in eine Gaskammer von sechzehn Quadratmeter Größe. [...]

Es kam vor, daß die Gaskammern zu früh geöffnet wurden und die Opfer noch lebten; dann mußte man die Türen wieder schließen. Die Motoren, welche das Gas ausstießen und in die Gaskammern leiteten, brachen manchmal auch zusammen, was den Ausrottungsvorgang hemmte. Solche Pannen ereigneten sich auch, wenn die Opfer bereits in den Gaskammern waren, und dann mußten sie viele Stunden lang ausharren, bis die Motoren repariert waren.«

Unter der unrealistischen Annahme, daß es möglich war, 200 bis 250 Menschen in eine sechzehn Quadratmeter große (und 2,6 m hohe[72]) Kammer ohne Frischluftzufuhr zu pferchen, hätten die Bedauernswerten bei Motorpannen gewiß nicht »viele Stunden« ausharren müssen, da sie bis dann längst erstickt wären; man hätte sich den Motor also sparen können.

Wir kommen an anderer Stelle auf diese und andere technische Unmöglichkeiten zurück.[73] Auch auf die von Arad vorgenommene unverschämte Verfälschung von Quellenmaterial werden wir noch zu sprechen kommen.[74]

q. Ryszard Czarkowski

1989 erschien in Polen ein Buch mit dem Titel Cieniom Treblinki (Den Schatten Treblinkas [gewidmet]). Der Verfasser, ein Ryszard Czarkowski, war während des Krieges im Arbeitslager Treblinka I, knapp drei Kilometer vom "Vernichtungslager" Treblinka II, interniert gewesen. Laut der Einleitung zu diesem Werk konnten die Häftlinge des Arbeitslagers den Ablauf der Massenmorde im benachbarten "Vernichtungslager" beobachten, da »zwischen beiden Zentren Arbeitskontakte bestanden[75]

Czarkowksi kritisiert Z. Łukaszkiewicz wegen der von letzterem genannten Zahl von 800.000 Treblinka-Opfern; anhand von Augenzeugenberichten sowie eigenen Zählungen der Deportationszüge ermittelt er eine Ziffer von 1.582.000 Ermordeten.[76]

Die Frage, wie man die 1.582.000 Leichen spurlos beseitigt haben mag, bereitet ihm freilich ebenso wenig Kopfzerbrechen wie die, weshalb ausgerechnet die stalinistische polnische Geschichtsschreibung und Justiz der Nachkriegsjahre die Zahl der Treblinka-Opfer auf die Hälfte verringert und so die NS-Verbrechen auf skandalöse Weise verharmlost haben soll.

r. J. Gumkowski und A. Rutkowski

Die von J. Gumkowski und A. Rutkowski verfaßte Schrift Treblinka[77] ist nicht datiert, jedoch mit Sicherheit nach den erwähnten Büchern von Y. Arad und R. Czarkowski entstanden. Sie ist von gewissem Wert, da sie eine Auswahl von Dokumenten und Aufnahmen aus dem Archiv der Hauptkommission zur Untersuchung der Verbrechen gegen das polnische Volk enthält (früher: Hauptkommission zur Untersuchung der Hitlerverbrechen in Polen).

s. Wolfgang Benz

1991 veröffentlichte ein von Wolfang Benz geleitetes Autorenkollektiv als Reaktion auf die acht Jahre zuvor erschienene demographische Studie Die Auflösung des osteuropäischen Judentums von Walter Sanning,[78] laut der sich die Gesamtverluste des Judentums in den während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen beherrschten Ländern auf einige hunderttausend belaufen haben, den Sammelband Dimension des Völkermords, in dem die landläufige Ziffer von rund sechs Millionen jüdischen NS-Opfern verteidigt wurde. Bezüglich Treblinkas übernimmt Benz die 1946 von Rachel Auerbach genannte Zahl von 1.074.000 Toten, da diese »uns realistischer erscheint als der nachweisliche Minimalwert.«.[79] Daß das Autorenkollektiv Rachel Auerbachs Schrift, laut der sich Blut in Treblinka als »erstklassiges Brennmaterial« erwies, als seriöse Quelle einstuft, sagt bereits vieles über die Qualität dieses Sammelbandes aus. Germar Rudolf, der die Werke von Sanning und Benz verglichen und die dreisten demographischen Manipulationen des Benz-Teams aufgezeigt hat, bemerkt dazu:[80]

»Somit erhält Treblinka mit über einer Million Opfern bei Benz ein stärkeres Gewicht als Auschwitz - eine in der neueren Zeitgeschichte völlig neue Tendenz.«

Wie Rudolf richtig festhält, diente diese Erhöhung der Zahl der Treblinka-Opfer dem Zweck, die sakrosankte Sechsmillionenziffer ungeachtet der in den letzten Jahren erfolgten massiven Senkung der Opferzahl von Auschwitz auch weiterhin aufrechterhalten zu können.

t. Richard Glazar

1992, neunundvierzig Jahre nach der Auflösung Treblinkas, veröffentlichte der tschechische Jude Richard Glazar seinen "Augenzeugenbericht" Die Falle mit dem grünen Zaun. Obgleich doch laut der in der Enzyklopädie des Holocaust resümierten offiziellen Treblinka-Version die jüdischen Gefangenen »einige Tage oder höchstens Wochen zu Arbeiten eingesetzt und dann "selektiert" und getötet wurden«,[81] hat Glazar seinen Angaben nach volle zehn Monate, von Oktober 1942 bis August 1943, in jenem Lager verbracht. Sein "Erlebnisbericht" ist ein aus diversen Erzählungen anderer "Treblinka-Überlebender" zusammengeschustertes Plagiat. Zu den Quellen, von denen er sich inspirieren ließ, gehört ein 1986 zunächst auf Hebräisch und 1989 auf Englisch puliziertes Buch von Samuel Willenberg. Dort heißt es z.B. über die im Frühling 1943 in Treblinka eingetroffenen griechischen Juden:[82]

»Zu Beginn des Frühlings 1943 kündete das Pfeifen eines Zuges die Ankunft einer neuen Ladung an. Eine etwas merkwürdig anmutende Menschenmenge strömte hervor - Menschen mit dunklen Gesichtern, krausem, rabenschwarzem Haar und einer fremden Sprache auf den Lippen. [...] Jeder einzelne von ihnen entstieg den Wagen in einem Zustand vollkommener Ruhe. [... Der SS-Mann] Mitte fand drei Griechen mit Kenntnissen der deutschen Sprache und stellte sie als Dolmetscher an.«

Bei Glazar liest sich das so:[83]

»Die Leute steigen ruhig aus, ohne Herumstoßen, ohne Gedränge. [...] Ihre Gesichter sehen gesund aus und haben eine ungewohnt braune Farbe. Schwarze Haare, lauter schwarze bis pechschwarze Haare sehe ich. [...] Ich höre, daß sie eine völlig fremde Sprache sprechen. [...] Drei hatten sie aus dem Transport geholt. [...] Ein wenig, ganz wenig können sie Deutsch. Durch sie ließ man jene wissen, daß alles desinfiziert wird, daß sie in eine Desinfektionsbad gehen und dann zur Arbeit.«

Einen kolossalen Bock schießt der Verfasser, indem er die Leichenverbrennung in Treblinka »an einem verhangenen Novembertag« 1942 beginnen läßt,[84] obwohl doch in der Standardliteratur einhellig behauptet wird, erst ab März/April 1943 seien die Leichen der Ermordeten eingeäschert worden.

u. Jean-Claude Pressac

1995 veröffentlichte die französische Zeitschrift Historama einen Artikel von Jean-Claude Pressac,[85] einem Forscher, der die Gaskammern zwar für eine historische Realität hält, im Vergleich zu den übrigen Vertretern der offiziellen Geschichtsversion aber eine verhältnismäßig kritische Einstellung gegenüber den Zeugenaussagen an den Tag legt. In seinem Beitrag befaßte sich Pressac hauptsächlich mit Auschwitz, ging jedoch auch auf Treblinka, Sobibór und Bełżec ein. Im Gegensatz zur herkömmlichen Geschichtsschreibung, laut der diese Lager ausschließlich zur Judenausrottung errichtet wurden, meint Pressac, sie seien urspünglich als Durchgangs- und Entlausungslager gegründet und erst später zu Vernichtungslagern umfunktioniert worden. Wir gehen an anderer Stelle näher auf diese These Pressacs ein.[86]

Ebenfalls 1995 gewährte Pressac einer Valérie Igounet ein Interview, das freilich erst im Jahre 2000 mit auf seinen Wunsch nachträglich vorgenommenen Änderungen veröffentlicht wurde. Pressac geißelte die offizielle Darstellung der Konzentrationslager darin als von »Pfusch, Übertreibung, Auslassung und Lüge« geprägt,[87] hielt fest, daß der Begriff "Völkermord" für die NS-Judenpolitik fehl am Platze sei,[88] und nahm eine drastische Reduktion der Opferzahlen in den "reinen Vernichtungslagern" vor, darunter auch Treblinka.[89]

v. Bilanz

Unser Urteil über das von den orthodoxen Historikern gezeichnete Bild des Lagers muß nach dem bisher Gesagten vernichtend ausfallen: Die wenigen sich wissenschaftlich gebenden Werke stützen sich durchwegs auf unzuverlässige Quellen; Elaborate frecher Schwindler gelten als Klassiker der Treblinka-Literatur. Kurzum: Der Wert der offiziellen Geschichtsschreibung über das Lager ist erbärmlich gering!

2. Treblinka in der revisionistischen Literatur

a. Treblinka und der Gerstein-Bericht

Da die offizielle Geschichtsschreibung über den "Holocaust" den Schwerpunkt von Anfang an auf Auschwitz gelegt hat, haben die Revisionisten, die ihren Widersachern auf dem von diesen gewählten Gebiet entgegentreten mußten, sich ebenfalls ganz überwiegend auf das KL Auschwitz konzentriert und Treblinka bedeutend geringere Aufmerksamkeit gewidmet.

Zumindest gestreift wurde Treblinka von einigen revisionistischen Autoren im Zusammenhang mit dem sogenannten "Gerstein-Bericht". Die Aussagen des SS-Offiziers Kurt Gerstein, der seinen "Geständnissen" zufolge im Jahre 1942 Bełżec und Treblinka aufgesucht hat, gelten als Eckpfeiler des "Holocaust". In Bełżec will Gerstein einer Menschenvergasung beigewohnt haben, deren Schilderung freilich von Unmöglichkeiten nur so strotzt: so behauptet er, in der Gaskammer seien 700 bis 800 Opfer auf »25 Quadratmetern, in 45 Kubikmetern« zusammengepfercht worden!

Der Franzose Paul Rassinier, ehemaliger Widerstandskämpfer, Häftling der Konzentrationslager Buchenwald und Dora-Mittelbau sowie Begründer des Revisionismus, hat die Fragwürdigkeit des Gerstein-Berichts in seinem 1964 erschienenen Buch Le Drame des Juifs Européens[90] dargelegt und seine Wertlosigkeit als historische Quelle unterstrichen. Ein weiterer französischer Forscher, Henri Roques, hat 1986 in seiner Doktorarbeit nachgewiesen, daß nicht weniger als sechs teilweise erheblich voneinander abweichende Fassungen des Gerstein-Berichts existieren.[91] Da Gerstein zwar einen Vergasungsvorgang in Bełżec, nicht aber in Treblinka beschreibt, zerstören die Studien Rassiniers und Roques' vor allem die Glaubwürdigkeit seiner Angaben zu ersterem Lager. Im Gegensatz zu den beiden französischen Historikern ging Carlo Mattogno in seinem 1985, ebenfalls dem Gerstein-Bericht gewidmeten Werk Il rapporto Gerstein. Anatomia di un falso näher auf Treblinka ein und wies darauf hin, daß sich bezüglich dieses Lagers »der Mythos von den Gaskammern erst verhältnismäßig spät durchgesetzt« habe, da 1943 im Black Book of Polish Jewry von Dampfkammern zur Judenausrottung die Rede gewesen sei und dieselbe Tötungsmethode noch in dem im Dezember 1945 von der polnischen Regierung erstellten Nürnberger Dokument PS-3311 Erwähnung gefunden habe. Erst im Februar 1946, so Mattogno, habe der jüdische Zeuge Samuel Rajzman vor dem Nürnberger Gericht von Gaskammern gesprochen.[92]

Einen massiven Angriff auf die Grundlagen des offiziellen Treblinka-Bildes haben bisher vor allem vier revisionistische Autoren geführt, nämlich Friedrich P. Berg, John C. Ball, Udo Walendy und Arnulf Neumaier, wobei die beiden erstgenannten wichtige Einzelaspekte der Frage untersucht, die beiden letzteren hingegen die gängige Treblinka-Version umfassend attackiert haben.

b. Friedrich P. Berg

1984 veröffentlichte der Diplom-Ingenieur F.P. Berg im Journal of Historical Review einen bahnbrechenden Artikel mit dem Titel »The Diesel Gas Chambers - Myth within a Myth«,[93] in dem er die für Treblinka, Sobibór und Bełżec behauptete Mordwaffe Dieselmotor einer technischen und toxologischen Überprüfung unterzog. Eine erweiterte deutsche Übersetzung erschien 1994 im Sammelband Grundlagen zur Zeitgeschichte.[94] In der im Jahr 2000 veröffentlichten englische Version letztgenannten Werkes, Dissecting the Holocaust, erschien Bergs Beitrag in einer abermals überarbeiteten und verbesserten Fassung.[95]

In seiner Studie wies Berg nach, daß sich Dieselabgase aufgrund ihres hohen Sauerstoff- und sehr niedrigen CO-Gehalts denkbar schlecht zur Massentötung von Menschen eignen; schon ein Benzinmotor wäre ungleich effizienter. Wir kommen in Kapitel IV im Zusammenhang mit der Kritik der Zeugenaussagen auf dieses Thema zurück.

Bergs Studie erschütterte die gängige Version von Treblinka, Sobibór und Bełżec bis in die Grundfesten. Wenn es den Deutschen wirklich gelang, in diesen drei Lagern rund 1,72 Millionen Juden[96] in Rekordzeit zu vergasen und die Leichen spurlos zu beseitigen, müssen sie technische Genies gewesen sein, und solche hätten gewiß nicht zu einer dermaßen ineffizienten Mordwaffe gegriffen. Der Einwand, vielleicht habe es sich bei der Tatwaffe um einen Benzinmotor gehandelt, wäre unhaltbar, denn die Vergasungszeugen behaupten, die Abgase seien von den Motoren erbeuteter russischer Panzer produziert worden, und die russischen Panzer des Zweiten Weltkriegs wurden mit Dieselmotoren betrieben. Die Enzyklopädie des Holocaust hält denn auch klipp und klar fest:[97]

»Belzec, Sobibor und Treblinka wurden im Rahmen der (ab Juni 1942 so genannten) Aktion Reinhard errichtet, der Mordaktion vor allem an den Juden aus dem Generalgouvernement. Diese Vernichtungslager benutzten Kohlenmonoxydgas, das durch Dieselmotore erzeugt wurde.«

Wer nun einwendet, die Zeugen hätten womöglich falsche Angaben zur Tatwaffe gemacht, demontiert mit der Glaubhaftigkeit der Zeugenaussagen zugleich das gesamte Bild der "östlichen Vernichtungslager", welches ausschließlich auf eben diesen Zeugenaussagen beruht!

c. John C. Ball

Nicht minder wichtig als die technischen und toxikologischen Untersuchungen Bergs sind die vom kanadischen Luftbildspezialisten John C. Ball angefertigten Analysen von während des Krieges über den "Vernichtungslagern", darunter auch Treblinka, entstandenen alliierten und deutschen Luftaufnahmen, die Ball 1992 in seinem Buch Air Photo Evidence[98] vorgenommen hat. Wir werden auf diese Aufnahmen zurückkommen.

d. Udo Walendy

Der deutsche Politologe Udo Walendy, Herausgeber der Historischen Tatsachen, hat sich in zwei Nummern dieser Zeitschrift näher mit Treblinka befaßt. Die aus dem Jahre 1982 stammende Nr. 12 analysierte u.a. den 1964/1965 in Düsseldorf durchgeführten Prozeß gegen ehemalige Angehörige des Lagerpersonals von Treblinka.[99] Walendy griff hier die rechtlichen Grundlagen dieses Prozesses scharf an und stellte zahlreiche Absurditäten der Urteilsbegründung bloß. Wir geben seinen Kommentar hier auszugsweise wieder:[100]

»50 SS-Männer bringen es fertig, mit Hilfe eines Panzermotors ca. 700.000 Menschen binnen eines Jahres umzubringen und spurlos zu beseitigen. Das sind pro SS-Wachmann 14.000, pro Tag knapp 40, insgesamt für alle 50 pro Tag 2000. Aber halt: Es sollen ja anderen Behauptungen zufolge [...] täglich 8000 bzw. 30.000 gewesen sein! Täglich, wohlgemerkt!

Dabei hatten diese Leute auch noch Zeit, sich mit sadistischen Grausamkeiten aufzuhalten und stets neue zu ersinnen, mit und ohne Reitpeitsche. Zwar war das normale Lagerleben zusammengebrochen, doch funktionierte offenbar alles, vom Desinfizieren abgeschnittener Frauenhaare bis zum Abtrennen der Davidsterne von der Kleidung, vom Verbrennen der bereits in großen Massengruben verscharrten Leichen bis zur totalen Spurenbeseitigung einschließlich Sieben der Asche, Knochenzerstampfen und Vermischen der Asche mit Erde sowie Einebnung des gesamten Lagers. [...] Mit den allein hier offenkundig werdenden technischen Unmöglichkeiten - dazu mitten im Krieg, mit 50 Mann deutscher Bewachung - haben sich weder Staatsanwälte noch Sachgutachter noch Geschworene noch Richter noch "Historiker" noch Zeitungsschreiber belastet!«

Ausschließlich dem Lager Treblinka gewidmet war die acht Jahre später erschienene Nummer 44 der Historischen Tatsachen, die denn auch »Der Fall Treblinka« hieß.[101] Hier zitierte Walendy eingangs Passagen aus W. Grossmanns grotesker Schrift Die Hölle von Treblinka und behandelte anschließend folgende Themen:

Nummer 44 der Historischen Tatsachen stellte die bis zu jenem Zeitpunkt gründichste und umfassendste Kritik an der orthodoxen Treblinka-Version dar. Zum Dank für seine Bemühungen um die Ermittlung der historischen Wahrheit wurde Walendy später in der BRD über zwei Jahre lang eingesperrt.[102]

e. Arnulf Neumaier

1994 erschien als Bestandteil des Sammelbandes Grundlagen zur Zeitgeschichte ein vom Diplom-Ingenieur Arnulf Neumaier verfaßter, hervorragender Artikel mit dem Titel »Der Treblinka-Holocaust«.[103] Eine Übersetzung mit dem Titel »The Treblinka Holocaust« erschien in der englischen Version desselben Buches.[104] Darin unterzog der Verfasser die technischen Voraussetzungen für die behauptete Judenvernichtung in Treblinka einer umfassenden Untersuchung. Er griff F. Bergs Argumente gegen die Machbarkeit der angeblichen Massenmorde mit Dieselabgasen auf und brachte zusätzliche Aspekte zur Sprache, wies auf die heillose Widersprüchlichkeit der Zeugenaussagen hin, die etliche ganz unterschiedliche Tötungsmethoden nennen, und wandte sich insbesondere der Leichenbeseitigung zu.

Da die offizielle Treblinka-Version mit der Möglichkeit der spurlosen Beseitigung der Leichen auf die von den Zeugen bekundete Art und Weise steht und fällt, sind Neumaiers diesbezügliche Berechnungen besonders wichtig.

f. Die These vom Durchgangslager

Die bisher genannten revisionistischen Studien haben sich ausschließlich darauf beschränkt, das offizielle Bild von Treblinka als "Vernichtungslager" zu widerlegen. Eine alternative Deutung seiner Funktion ist in ihnen nicht erfolgt, was natürlich die unmittelbare Folge des vollkommenen Mangels an zeitgenössischen Dokumenten ist. Doch haben einige namhafte revisionistische Autoren die These aufgestellt, bei Treblinka habe es sich um ein Durchgangslager für Juden gehandelt. Der Amerikaner Prof. Arthur R. Butz meinte in seinem erstmals 1976 erschienenen revisionistischen Klassiker The Hoax of the Twentieth Century, Treblinka habe zugleich als Arbeitslager sowie als Transitlager für nach Osten umgesiedelte Juden gedient,[105] und auch Prof. R. Faurisson vertrat die Durchgangslagerthese.[106]

Schließlich haben der US-Historiker Mark Weber, Leiter des Institute for Historical Review, und Andrew Allen im Jahre 1992 zusammen einen vortrefflichen Artikel über Treblinka verfaßt, in dem die beiden Autoren alle zum damaligen Zeitpunkt bekannten Argumente gegen die These vom "Vernichtungslager" zusammenfaßten, neue Gesichtspunkte ins Feld führten und hinsichtlich des wirklichen Charakters des Lagers schrieben:[107]

»Wenn Treblinka kein Ausrottungszentrum war, was war es dann? [...] Eine Auswertung des Beweismaterials weist darauf hin, daß Treblinka II, genau wie Belzec und Sobibor, ein Durchgangslager war, wo jüdische Deportierte ihres Besitzes und ihrer Wertgegenstände beraubt wurden, ehe man sie weiter nach Osten in die von den Deutschen besetzten Gebiete verbrachte.«

Da Treblinka viel zu klein war, um die große Zahl dorthin deportierter Juden gleichzeitig aufnehmen zu können, ist die Durchgangslagerthese in der Tat die einzige plausible Alternative zum herkömmlichen Bild vom Vernichtungslager. Tertium non datur - eine dritte Möglichkeit besteht nicht.


Fußnoten

[22]GARF, 7021-115-8, S. 168-203.
[23]V. Grossman, L'enfer de Treblinka, B. Arthaud, Grenoble und Paris 1945. Der Text befindet sich auch in Ilya Ehrenburg, Vassili Grossman (Hg.), Le Livre Noir. Textes et témoignages, Actes Sudes, Arles 1995, S. 868-903. Letzteres Buch stellt die Übersetzung einer russischen Vorlage dar, die 1947 vor ihrer geplanten Veröffentlichung von der Sowjetregierung verboten und erst 1993 in Vilnius (Litauen) publiziert wurde.
[24]Verlegt von Wydawnictwo Literatura Polska, Kattowitz.
[25]Die Vernichtungslager Maidanek und Treblinka, Stern-Verlag, Wien 1945.
[26]»Der Fall Treblinka«, Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, Vlotho 1990.
[27]Die Vernichtungslager Maidanek und Treblinka, aaO. (Anm. 25), S. 27f.
[28]Rachel Auerbach, »In the fields of Treblinka«, in: A. Donat, aaO. (Anm. 4), S. 19-73.
[29]Ebenda, S. 40.
[30]Später aus Rücksicht auf die verbündete DDR in "Hauptkommission zur Erforschung der Hitlerverbrechen in Polen" und nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in "Hauptkommission zur Ahndung von Verbrechen gegen das polnische Volk" umbenannt.
[31]Zdzisław Łukaszkiewicz, »Obóz zagłady Treblinka«, in: Biuletyn Głównej Komisji Badania Zbrodni Niemieckich w Polsce, Nr. 1, Posen 1946, S. 133-144.
[32]Häufiger Rajzman geschrieben.
[33]Dieser Zeuge nannte sich später Yehiel Reichman(n). Er trat beim Jerusalemer Prozeß gegen John Demjanjuk als Belastungszeuge auf. Siehe Kapitel 5.
[34]Z. Łukaszkiewicz, aaO. (Anm. 31), S. 133.
[35]Später war von anfänglich drei Gaskammern die Rede.
[36]Z. Łukaszkiewicz, aaO. (Anm. 31), S. 142.
[37]Z. Łukaszkiewicz, Obóz straceń w Treblince, Państwowy Instytut Wydawniczy, Warschau 1946.
[38]Siehe Kapitel III c.
[39]»Treblinka«, in: Wydawnictwo Centralnej Żydowskiej Komisji Historycznej (Hg.), Dokumenty i Materiały. Tom I: Obozy, bearb. von N. Blumental, Lodz 1946, S. 173-195.
[40]Polish Charges against German War Criminals, Submitted to the United Nations War Crimes Commission by Dr. Marian Muszkat, Warschau 1948. Um Treblinka geht es auf S. 187-196.
[41]Ebenda, S. 194.
[42]Ebenda, S. 195.
[43]Siehe Kapitel V.
[44]Daß es sich bei seinem Buch um einen Roman handelt, und daß ihm bei dessen Niederschrift der Romancier Gilles Perrault geholfen hatte, gab Steiner 20 Jahre nach der Erstveröffentlichung von Treblinka zu (Le journal du dimanche, 30. März 1986). Hinweis von Robert Faurisson.
[45]Verlegt von Librairie Arthème Fayard, Paris.
[46]Jean-François Steiner, Treblinka. Die Revolte eines Vernichtungslagers, Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg 1966.
[47]Ebenda, S. 294 ff.
[48]»Treblinka et l'Honneur des Juifs«, Le Monde, 2. Mai 1966. Hinweis von R. Faurisson.
[49]Esprit, September 1980. Hinweis von R. Faurisson.
[50]»De Treblinka à Bordeaux«, Revue de la Shoa, Mai-August 1999. Hinweis von R. Faurisson.
[51]Krystyna Marczewska, Władyslaw Waźniewski, »Treblinka w świetle Akt Delegatury Rządu RP na Kraji« (Treblinka im Licht der Akten der Delegatur der Regierung der polnischen Republik für das Land), in: Biuletyn Głównej Komisji Badania Zbrodni Hitlerowskich w Polsce, Band XIX, Warschau 1968, S. 129-164.
[52]Editions Robert Laffont, Paris.
[53]Max Gallos Vorwort zu Martin Grays Au nom de tous les miens, Editions Robert Laffont, Paris, Auflage von 2001, S. 9; dt.: Der Schrei nach Leben, Goldmann, München 2002. Nachfolgend wird die frz. Ausgabe zitiert.
[54]Ebenda, S. 152.
[55]Robert Faurisson, Ecrits révisionnistes (1974-1998), Privatausgabe, 1999, Band I, S. 376.
[56]L'Express, 27. Februar 1997. Hinweis von R. Faurisson.
[57]McGraw-Hill, New York.
[58]Ullstein Verlag, Frankfurt a.M. 1979.
[59]Pierre Guillaume, »Les bonnes intentions dont l'enfer est pavé«, in: Annales d'Histoire Révisionniste, Nr. 5, Sommer/Herbst 1988, S. 189f.
[60]Stanisław Wojtczak, »Karny obóz pracy Treblinka I i ośrodek zagłady Treblinka II«, in: Biuletyn Głównej Komisji Badania Zbrodni Hitlerowskich w Polsce, Warschau 1975, XXVI, S. 117-185.
[61]Adalbert Rückerl, NS-Vernichtungslager im Spiegel deutscher Strafprozesse, dtv, Frankfurt 1977.
[62]In: A. Donat, aaO. (Anm. 4), S. 170f.
[63]Horst Kehl, »"Holocaust" Pharmacology vs. Scientific Pharmacology«, in: Journal of Historical Review, Band 2, Nr. 1, Frühling 1981, S. 95.
[64]Główna Komisja Badania Zbrodni Hitlerowskich w Polsce (Hg.), Obozy hitlerowskie na ziemiach polskich 1939-1945. Informator encyklopedyczny, Panstwowe Wydawnictwo Naukowe, Warschau 1979, S. 528.
[65]E. Kogon, H. Langbein, A. Rückerl u.a. (Hg.), Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas. Eine Dokumentation. S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M. 1983.
[66]Ebenda, S. 181.
[67]Richtig: Demjanjuk. Siehe Kapitel V.
[68]Claude Lanzmann, Shoa, éditions Fayard, Paris 1985, Vorwort, S. 7.
[69]Claude Lanzmann, Shoa, dtv, München 1988, S. 154 ff.
[70]R. Faurisson, Ecrits révisionnistes, aaO. (Anm. 55), Band II, S. 558f.
[71]Yitzhak Arad, Belzec, Sobibor, Treblinka. The Operation Reinhard Death Camps, Indiana University Press, Bloomington and Indianapolis 1987, S. 87.
[72]So hoch waren die Gaskammern laut Arad (ebenda, S. 42).
[73]Siehe Kapitel 4.
[74]Siehe Kapitel 2.
[75]Ryszard Czarkowski, Cieniom Treblinki, Wydawnictwo Ministerstwa Oborony Narodowey, Warschau 1989, S. 5.
[76]Siehe Kapitel III.
[77]J. Gumkowski, A. Rutkowski, Treblinka, published by the Council for Protection of Fight and Martyrdom Monuments, Warschau, ohne Jahresangabe.
[78]Walter Sanning, Die Auflösung des osteuropäischen Judentums, Grabert Verlag, Tübingen 1983, englische Fassung: The Dissolution of Eastern European Jewry, I.H.R,, Torrance 1983.
[79]Wolfgang Benz (Hg.), Dimension des Völkermords. Die Zahl der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus, R. Oldenbourg Verlag, München 1991, S. 468.
[80]Germar Rudolf, »Statistisches über die Holocaust-Opfer. W. Benz und W. Sanning im Vergleich«, in: Ernst Gauss (Hg.), Grundlagen zur Zeitgeschichte, Grabert Verlag, Tübingen 1994, S. 160.
[81]Enzyklöpadie des Holocaust, aaO. (Anm. 18), wie auf S. 16 zitiert.
[82]Samuel Willenberg, Revolt in Treblinka, Żydowski Instytut Historyczny, Warschau 1989, S. 104f.
[83]Richard Glazar, Die Falle mit dem grünen Zaun, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a.M., Auflage von 1998, S. 91ff.
[84]Ebenda, S. 34.
[85]J.-C. Pressac, »Enquête sur les camps de la mort«, in: Historama, Nr. 34, 1995.
[86]Siehe Kapitel IX.
[87]Valérie Igounet, Histoire du négationnisme en France, Editions du Seuil, Paris 2000, S. 652.
[88]Ebenda, S. 641.
[89]Siehe Kapitel III.
[90]Paul Rassinier, Le drame des juifs européens, Les sept couleurs, Paris 1964.
[91]Henri Roques, »Les confessions de Kurt Gerstein, étude comparative des six versions«, in: André Chelain, La thèse de Nantes et l'affaire Roques, Polémiques, Paris 1988.
[92]Carlo Mattogno, Il rapporto Gerstein. Anatomia di un falso, Sentinella d'Italia, Monfalcone 1985, S. 167ff.
[93]Journal of Historical Review 5 (1), 1984, S. 15-46.
[94]Friedrich P. Berg, »Die Diesel-Gaskammern: Mythos im Mythos«, in: E. Gauss (Hg.), aaO. (Anm. 80), S. 321-345.
[95]Friedrich P. Berg, »The Diesel Gas Chambers: Ideal for Torture - Absurd for Murder«, in: E. Gauss (Hg.), Dissecting the Holocaust. The Growing Critique of "Truth" and "Memory", Theses & Dissertation Press, Capshaw/Alabama 2000, S. 435-465.
[96]Laut der Enzyklopädie des Holocaust (Anm. 18) 870.000 in Treblinka, 600.000 in Bełżec sowie 250.000 in Sobibór.
[97]Ebenda, S. 1496.
[98]John C. Ball, Air Photo Evidence, Ball Resource Services, Delta/B.C. 1992. Eine verkürzte deutsche Fassung erschien 1994 mit dem Titel »Luftbild-Beweise« in Ernst Gauss (Hg.), Grundlagen zur Zeitgeschichte, aaO. (Anm. 80), S. 235-248.
[99]»"NSG-Prozeß" Treblinka«, in: Historische Tatsachen Nr. 12 (»Das Recht, in dem wir leben«), Vlotho 1982, S. 28-32.
[100]Ebenda, S. 30.
[101]Historische Tatsachen Nr. 44, »Der Fall Treblinka«, Vlotho 1990.
[102]Vgl. Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 2/97, S. 126, und 4/98, S. 327; insgesamt mußte U. Walendy 29 Monate einsitzen.
[103]Arnulf Neumaier, »Der Treblinka-Holocaust«, in: Ernst Gauss (Hg.), Grundlagen zur Zeitgeschichte, aaO. (Anm. 80), S. 347-374.
[104]In: Ernst Gauss (Hg.), Dissecting the Holocaust, aaO. (Anm. 95), S. 467-495.
[105]Arthur R. Butz, The Hoax of the Twentieth Century, IHR, Torrance 1983, S. 221.
[106]Robert Faurisson, Ecrits révisionnistes, aaO. (Anm. 55), S. 754f. (Band II).
[107]Mark Weber, Andrew Allen, »Treblinka«, in: Journal of Historical Review, Nr. 2, Sommer 1992, S. 139.

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