Der große Patentraub

Von John Nugent

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatte Deutschlands weltweit eine unangefochtene Vormachtstellung in vielen Bereichen der modernen Technologien errungen. Äußerlich erkennbar ist dies noch heute an der ungeheuren Dominanz deutscher Wissenschaftler bei der Vergabe der Nobelpreise. Die Aktivitäten deutscher Forscher und Tüftler auf dem internationalen Patenmarkt überstiegen prozentual gesehen den Anteil, den deutsche Forscher heute haben, um ein Vielfaches. Wäre Deutschland im und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht völlig zerstört und ausgeraubt worden, hätte es wahrscheinlich über Jahrhunderte zumindest Europa, wenn nicht gar die Welt technologisch und somit wohl auch zunehmend wirtschaftlich und politisch dominieren können, wenn es nur gewollt und es geschickt angestellt hätte. Diese sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg abzeichnende Dynamik der deutschen Forschung und Wirtschaft war für die Angelsachen eine Schreckensvision, die erst kurz zuvor die halbe Welt mit Gewalt erobert hatten und diese Stellung nicht gewillt waren, einem besseren, friedlicheren Konkurrenten zu überlassen. Sie machten daher am Ende des Zweiten Weltkrieges kurzen Prozeß mit der deutschen Wissenschaft: die führenden Wissenschaftler aus vielen Forschungsbereichen wurden "freiwillig" entführt, Patente im Wert vieler Billionen Reichsmark geraubt und das deutsche Ausbildungssystem durch eine radikale "Entnazifizierung" sowie durch marxistische Umerziehungsfloskeln im Stile der aus den USA importierten "Frankfurter Schule" auf Jahre und Jahrzehnte lahmgelegt. Der nachfolgende Beitrag wirft einen näheren Blick auf den größten Raub aller Zeiten.


Der amerikanische Stolz verträgt sich durchaus mit der Tatsache, daß Immigranten zum Wohlstand und zur Größe der USA beigetragen haben. Es ist für die US-Amerikaner dagegen schon etwas schwieriger zu schlucken, daß ein guter Teil ihrer wissenschaftlichen Führungsrolle und unseres Wohlstandes - trotz der immer größer werdenden Lasten durch illegale Einwanderer und unproduktive Einheimische - einfach daher rührt, daß man sowohl nach dem Ersten als auch nach dem Zweiten Weltkrieg schlicht deutsche Patente und Erfindungen beschlagnahmt hat.[1]

Natürlich behaupten einige, daß der Schlüssel zum Glück der USA ihre jüdischen Bürger gewesen seien. Inzwischen beschäftigen diese sich aber vorwiegend mit dem Dienstleistungssektor, also dem Börsenwesen, den Finanzen sowie der Unterhaltungs- und Medienindustrie. Könnten die USA aber aufhören, irgend etwas zu produzieren oder anzubauen, und sich ausschließlich auf die "wirklich wichtigen" Dinge wie die Broadway-Shows, das Hollywood-Spektakel und Währungsspekulationen konzentrieren?

Der Superwal des deutschen Luftfahrtingenieurs und -unternehmers Claudius Dornier (unterhalb eines Zeppelins Baujahr 1920). Dieses erstmals 1926 gebaute Flugzeug stellt einen Meilenstein im Flugbootebau dar. Mit ihm wurde der regelmäßige Flugverkehr zwischen Europa und Südamerika aufgenommen. Die Kreativität Deutschlands im Motoren-, Strahltriebwerk- und Raketenbau vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges muß als bemerkenswert bezeichnet werden. Wenigen ist bekannt, daß Deutschlands 35 Flugzeughersteller und 20 Flugmotorenbauer am Ende des Ersten Weltkrieges, nach etwa 1.000 Kriegstagen, 18.500 Flugzeuge in ihrem Inventar hatten. Die Nationen der Inter-Alliierten Kontrollkommission schlachteten diese fortschrittliche deutsche Luftfahrttechnologie aus und zerstörten die nicht beschlagnahmten Militärflugzeuge.

Die Botschaft, die beispielsweise der Ex-Stasi-Mitarbeiter Bernt Engelmann in seinem Buch Deutschland ohne Juden 1974 niedergelegt hat, ist klar: Bevor die Juden zu euch kamen, wart ihr Deutsche doch nur mittelmäßig, und jetzt, da sie wieder gegangen sind, seid ihr wieder in die Mittelmäßigkeit abgesunken.

Engelmann führt eine endlose Liste großartiger jüdischer Akademiker deutscher oder österreichischer Herkunft an, von denen einige, wie der Bakteriologe Paul Ehrlich (1984-1915) und Robert Koch (1843-1910), Nobelpreise für Medizin bzw. Physiologie gewonnen hatten (Ehrlich 1908, Koch 1905). Sigmund Freud (1856-1939) mit seinem mehr als fragwürdigen Ruf[2] ist ein weiterer von Engelmann Nobelpreis-Beispielen.

Engelmann fällt zudem ganze Wälder, um an soviel Papier zu kommen, damit er darauf seine Lobgesänge für längst vergessene jüdische Stückeschreiber, Sänger, Operetten-Produzenten, Kritiker, Verleger usw. niederschreiben kann. Wer könnte zum Beispiel den unsterblichen Meyerbeer vergessen, der Richard Wagner an seinem Durchbruch hinderte?[3] Dem argwöhnischen Auge erscheint Engelmanns Buch daher wie ethnisches Eigenlob. Ein begabter Jude schreibt ein Stück, ein anderer veröffentlicht es, ein weiterer bespricht es wohlwollend, ein vierter zählt das Eintrittsgeld in Oper und Konzertsaal, und der fünfte bekommt als Vermittler 10% Provision - eine nicht gerade überzeugender Beweis, daß die Nation von Mozart, Strauß, Bach, Wagner und Beethoven musikalische Nachhilfe gebraucht hätte.

Gottlieb Daimler (1834-1900) und Karl Benz (1844-1929) erfanden den modernen Benzinmotor in den Jahren 1878-1887, gefolgt von den Deutschen Diesel und Wankel mit ihren Motoren und gekrönt durch die Entwicklung der Strahl- und Raketentriebwerke während des Dritten Reiches. Andere Deutsche übernahmen im 19. Jahrhundert die Führung in Chemie und Physik. Sie erfanden die Kontaktlinsen (in den 1880ern!), Röntgenstrahlen (1895), die Quantenphysik (1900 durch Max Planck (1858-1947), und später durch Werner Heisenberg (1901-1976)), sie stellten Aspirin und Saccharin her, erfanden die Kohleverflüssigung, entdeckten die Atomspaltung, schufen den ersten Elektronenrechner (Zuse, 1910-1995), erfanden elektomagnetische Speichermedien usw. usf.

In früheren Jahrhunderten erhielten die Deutschen niemals eine Ehrung, etwa für die Erfindung des Hörnchens bzw. Kipferls, wie es die Baiern nennen, das 1683 in Wien anläßlich des Sieges über die Türken erfunden wurde (deshalb auch die Form des Halbmondes). Gleichfalls ohne jede Würdigung blieb die deutsche Erfindung Quiche Lorraine, die eigentlich Lothringische Kisch heißen müßte, ist dies doch ein oberrheinisches Gericht, angefertig aus Küchenresten (daher Kisch für badisch/alemannisch: Küche).

Aber einmal abgesehen von Backwaren zeigt die Geschichte der Erfindungen, daß die weltweit und in der Menschheitsgeschichte bisher kreativste Periode jene zwischen 1932 und 1945 in Deutschland war, und das viel von der heutigen Führungsposition der USA damit erklärt werden muß, daß man sowohl nach dem Ersten als auch besonders nach dem Zweiten Weltkrieg deutsche Patente tonnenweise plünderte.

Und weil Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg derart verwüstet war, hat es seit dieser Zeit immer wieder einen konstanten Verlust geistigen Potentials hinnehmen müssen, da die besten jungen deutschen Wissenschaftler nach Massachusetts und Kalifornien gingen zu den Zentren der Computer- und Genforschung im Großraum von Los Angeles oder zu den Luft- und Raumfahrtzentren in Houston und Cape Canaveral. Ein deutscher Wissenschaftler hat dies wie folgt beschrieben:[4]

»Seit Kriegsende haben wir nicht mehr die Finanzkraft für derartige langfristige Grundlagenforschung. Derart viel Geld für solche Projekte haben nur noch die Amerikaner. In Deutschland wie auch in Japan betreiben wir vor allem angewandte und wohlkalkulierte Forschung für die direkte Anwendung. Um aber an der Spitze mitzumischen, muß man heute nach Amerika gehen, wo sich das Geld und die entsprechenden Positionen befinden.«

Angesichts der Entblößung Deutschlands von seinen Erfindungen machte C. Lester Walker 1946 in der Oktober-Ausgabe des US-Magazins Harper's in einem Artikel unter der Überschrift »Tausende von Geheimnissen« ein überraschendes Eingeständnis, das für die Bernt Engelmanns dieser Welt, die behaupten, die deutsche Wissenschaft der Jahre 1932-1945 sei »nichts gewesen ohne die Juden«, ein Problem darstellen dürfte. Mit tödlichem Ernst wird in diesem Beitrag festgestellt, der deutsche Kanzler Adolf Hitler habe von seinem Standpunkt aus betrachtet recht gehabt, den Krieg bis zum letzten Atemzug hinzuziehen.

Heute ist Hermann Oberth (Mitte, im weißen Mantel) außerhalb wissenschaftlicher Kreise fast vergessen, obwohl er der Pionier der deutschen (und damit der weltweiten) Raumfahrtbewegung war. Dieses Foto wurde am 23.7.1930 in Berlin gemacht, kurz bevor Oberth seinen Raketenmotor vorführte. Links neben der Rakete steht der junge Wernher von Braun. Er war später in Peenemünde verantwortlich für Entwicklung und Bau von Deutschlands ballistischen Raketen im Zweiten Weltkrieg. In den frühen Jahren des Dritten Reiches befand sich die Raketenforschung noch in Kummersdorf. Nach seinem dortigen Besuch im September 1933 gestand Hitler den dortigen Wissenschaftlern mehr Forschungsmittel zu als diese erhofft hatten.

In einer Rede vor der US-Gesellschaft der Luftfahrtingenieure erklärte der stellvertretende kommandierende General der Army Air Force Intelligence, Air Technical Service Command (zuständig für die technische Ausrüstung der US-Luftwaffe und die Ausspionierung ausländischer Techniken):

»Die deutschen bauten gerade Raketen, mit denen sie die Welt im allgemeinen wie England im besonderen überraschen konnten. Es wird angenommen, daß dies den Verlauf des Krieges geändert hätte, wäre die Invasion nur um ein halbes Jahr verschoben worden. [...] die V-2 Rakete, die London bombardiert hatte, war nur ein Spielzeug gegen das, was die Deutschen noch im Ärmel hatten.«

Und das sogar ohne Deutschlands brillante jüdische Minderheit. Sie besaßen gegen Kriegsende 138 verschiedene Arten gelenkter Raketen in den verschiedensten Stadien von Entwicklung und Produktion, wobei alle Arten von Fernlenk- oder Zündmechanismen zum Einsatz kamen: Funk, Radar, Drahtlenkung, Akustik, Infrarot, Lichtstrahl und Magnetismus. Und im Antriebsbereich waren die Deutschen der Welt um Jahre voraus in der Entwicklung von Strahltriebwerken sowohl im Unter- wie im Überschallbereich. Sie hatten sogar einen Strahltriebwerk-Hubschrauber, dessen Rotor durch kleine Düsen an den Blattspitzen in ungeheure Drehzahlen versetzt wurde.

Gerade als der Krieg endete und Präsident Roosevelt den Generälen George Patton und David Dwight Eisenhower befahl, sich zurückzuziehen, um "Onkel Joe" (Josef Stalin) Berlin und halb Mitteldeutschland zu übergeben, bereiteten die Deutschen ihre gigantische A4-Rakete für die Produktion vor. Sie war 14 Meter hoch, wog knapp 11 Tonnen und hatte eine Reichweite von 370 km, wobei sie sich 100 km über den Erdboden erhob bei einer Höchstgeschwindigkeit von 5.400 km/h. Ihr Geheimnis bestand in einem Raketenmotor, der mit Alkohol und flüssigem Hydrazin betrieben wurde.[5] Sie wurde entweder über Radar gelenkt oder war selbstlenkend mittels eines Kreisels. Da diese Rakete etwa fünfmal schneller flog als der Schall, konnte sie vor ihrem Einschlag nicht gehört werden.

Eine weitere in Vorbereitung befindliche Rakete war die A-9, die etwa 13 Tonnen wog, mit Flügeln bestückt war und eine Reichweite von etwa 5.000 km hatte. Diese in Peenemünde gebaute Rakete konnte eine unglaubliche Höchstgeschwindigkeit von 9.400 km/h erreichen.

Die meisten US-Amerikaner wissen noch von diesen Deutschen Raketen des Zweiten Weltkrieges. Nur wenige wissen, daß die Deutschen neben dem Automotor auch das Strahltriebwerk erfunden und die Autobahnen erdacht und perfektioniert haben, die drei wichtigsten Erfindungen, die die große Landfläche der USA zusammenbinden. Fast niemand hingegen weiß, daß in Wright-Patterson Field (Ohio), in der Library of Congress und im Wirtschaftsministerium in Washington, D.C., nach dem Krieg 1.500 Tonnen deutscher Patente und Forschungsberichte hektischst ausgewertet wurden. Ein hämischer Washingtoner Bürokrat nannte dies »die weltweit größte Quelle für diese Art von Material, eine erstgradige Ausbeutung des geistigen Kapitals eines ganzen Landes.«

Glücklicherweise kam dies den USA zugute, die, nachdem sie das Gelingen von Hitlers Kreuzzug gegen die Sowjetunion vereitelt hatten, Ende der 40er Jahre den gleichen Fehdehandschuh gegen eine weltweite Ausbreitung des Kommunismus aufheben mußten.

Die Entstehung dieses Projektes zum Raub deutscher Geheimnisse geht auf das Jahr 1944 zurück, als man angesichts des Erstaunens über die überall anzutreffende deutsche Technologie - vom Tiger-Panzer bis zu den Raketen - ein gemeinsames nachrichtendienstliches Komitee schuf. Das Ziel war, deutsche Erfindungen gleich in dem Augenblick zu beschlagnahmen, als man ihrer habhaft wurde, also noch bevor Deutschland kapituliert hatte, um sie eventuell noch gegen Japan einsetzen zu können.

Nach vor Erreichung der deutschen Grenzen stieg die Anzahl der faszinierenden Entdeckungen, einschließlich jener, die heute jedem US-Amerikaner bekannt ist: dem Tonband. Aus dem oben erwähnten Artikel aus Harper's läßt sich angesichts dieser Entdeckung die kuriose Erregung des Leiters der Technical Industrial Intelligence Branch (Abteilung für technische Industriespionage) entnehmen:

»Er zieht ein braunes, papierartig aussehendes Band von der Spule. Es war etwa einen halben Zentimeter breit, mit einer matten und einer glänzenden Seite. "Das ist Magnetophoneband" sagte er.[[6]] "Es ist Plastik, auf einer Seite mit Eisenoxid metallisiert. In Deutschland hat dies Aufnahmen mittels Platten ersetzt. Auf einer magnetisierten Spule kann man das ganze Radioprogramm eines Tages aufnehmen.. Man kann es [dann] entmagnetisieren, es löschen, und zu jeder Zeit ein neues Programm darauftun. Keine Nadel, kein Geräusch, keine Abnutzung. Eine einstündige Spule kostet 50 Cents.«

In dem Buch A History of Recording And Its Effect Upon Music (Die Geschichte der Aunahme[technik] und ihre Auswirkung auf die Musik)[7] wird darauf hingewiesen, daß Fritz Pfleumer diese Plastik-Tonbänder in den späten 20er Jahren entwickelt hatte, also noch vor den »12 dunkelsten Jahren deutscher Geschichte«.[8] Sie wurden dann von der BASF ab 1934 kommerziell vermarktet. Die Idee basierte auf den Lichtspielfilmstreifen, und als Anwendung dachte man damals an Büros. In Großbritannien versuchte man mit einem durch das Radiogenie Guglielmo Marconi gegründeten Projekt das Gleiche zu erreichen. (Bei der Landung in der Normandie spielten die Amerikaner tatsächlich Tonbänder mit Schlachtenlärm ab, um die Deutschen aus der Fassung zu bringen.)

Aufnahme einer erbeuteten deutschen A-4/V-2 Rakete aus dem Jahr 1947. Im Rahmen des frühen US-Raketenprogramms wird dieses Beutestück gerade für den Start vorbereitet.

Der große Durchbruch aber gelang dann A.M. Poniatoff, Vorsitzender der kleinen Firma Ampex in Kalifornien (der Name mag der älteren Generation noch ein Begriff sein). Er trug 1944 die US-Uniform und war zugegen, als der damals von den Deutschen gehaltene Radiosender Luxemburg besetzt wurde. Er verstand sofort, welche Goldmine die dort befindlichen Tonbänder für ihn auftaten, und er konnte die US-Firma 3M dazu bringen, diese Tonbänder in Produktion zu nehmen und die Unterhaltungsindustrie in Los Angeles damit zu überfluten.

Der Durchbruch auf dem Markt gelang schließlich 1947, als Bing Crosby die Tonbänder erstmalig zur Aufnahme seiner Radioshows benutzte. Dieser Schlagersänger bevorzugte nicht nur die Klangqualität der Tonbänder, sondern investierte zudem massiv in die Firma Ampex. Später wurden dann auch die Tonspuren von Filmen auf Tonband aufgenommen, wodurch Mischung und Synchronisation erleichtert wurden. Man vermied damit jene früheren ärgerlichen Pannen, bei denen eine ganze Szene nur wegen eines fehlerhaften Geräusches erneut aufgenommen werden mußte. Ampex führte dann im Jahr 1956 den ersten Videorekorder ein (was heute nur noch Erinnerungswert hat, da all dies auf dem Altar des Freihandels mit Japan geopfert wurde.)

Und die Liste deutscher Erfindungen geht immer weiter: synthetischer Glimmer, der die amerikanische Kaltstahlproduktion um 1.000 % erhöhte; »das Geheimnis von 50.000 Farbstoffen, von denen viele haltbarer und besser sind als unsere; Farben, die wir nie in der Lage waren herzustellen«; Milch-, Butter- und Brotkonservierung ohne Chemikalien; Klimaanlagen für deutsche U-Boote, die so wirksam waren, daß die Boote vom Antlantik in den Pazifik reisen, dort für zwei Monate kämpfen und nach Deutschland zurückkehren konnten, ohne zwischenzeitlich frisches Wasser für die Besatzung aufnehmen zu müssen. Und da war schließlich der Schleudersitz, das Nachtsichtgerät für Gewehre und schließlich der Luftionisierer, das heute von vielen Amerikanern verwendet wird, um ihre Raumluft aufzufrischen, und der nebenbei noch den Blutdruck senken und Allergien und Asthma-Symptome unterdrücken soll.

Zusätzlich zu dieser offiziellen Ausplünderung Deutschlands im Regierungsauftrag (was gemeinhin »Befreiung« genannt wird) gab es noch die privaten Plünderungen, wie beispielsweise jene durch Robert Maxwell, jenem außergewöhnlichen Finanzier und schließlich und endlich meistgehaßten Mann Großbritanniens. Der großartige Beitrag dieses als Jan Hoch in der Tschechoslowakai geborenen orthodox-jüdischen Bürgers Seiner Majestät war es, in Britannien ein wissenschaftliches Verlagsimperium des Namens Pergamon Press aufzubauen, das anfangs vollkommen auf deutschen Forschungsergebnissen basierte, die er mit Duldung des britischen Geheimdienstes in Deutschland geplündert hatte. Maxwell dominierte schließlich die Regenbogenpresse auf der Insel und veruntreute am Ende 270 Millionen DM aus den Pensionsrücklagen seiner eigenen Angestellten. Er kam am Ende auf mysteriöse Weise um, indem er 1991 nackt von seiner Yacht ins Meer fiel und dort ertrank - nur eine Woche, nachdem er sich Israels Geheimdienst, dem Mossad, widersetzt hatte, der ihn womöglich überhaupt erst in diese Position gebracht hatte. Interessanterweise ist sein damaliger Hauptkomplize in den USA, Robert Rubin (früher bei Goldman Sachs), heute dort der Finanzminister.[9]

Wenn er nicht gerade einen sich ergebenden deutsche Major, der nur mit einer weißen Flagge "bewaffnet" war, niederschoß (wie er sich in einem Spiegel-Interview brüstete) oder britische Offiziere bestach, um für ihn eine heldenhafte Kriegsakte zu erfinden (für diese "Heldentaten" erhielt er von Montgomery persönlich einen Orden), befand sich Maxwell/Hoch 1946 mit voller Unterstützung des britischen Geheimdienstes in der britischen Zone von Berlin, um der Witwe Springers alle nur irgendwie wertvollen Forschungsergebnisse des Wissenschaftsverlages Springer abzunötigen.

Nachdem Maxwell die Pensionsrücklagen seiner 5.000 Angestellten der Mirror-Gruppe um 270 Millionen DM erleichtert hatte, mußten seine US-Finanziers von Goldman Sachs diese Summe als Entschädigung aufbringen, woraufhin ein überraschter Spanier Maxwells Leiche aus dem Meer fischte. Maxwell wurde schließlich mit allen Ehren in Israel beerdigt und ist heute hoffentlich vergessen. Weit davon entfernt, als Beispiel dafür zu dienen, daß die Deutschen nichts wären ohne die wissenschaftliche Hilfe von Juden, legt das Leben Maxwells eher nahe, daß ein Jude ein Milliardär werden kann, wenn er deutsche Ideen ausbeutet.

Dies bringt uns schließlich zur berechtigten Frage nach der Atombombe, die von europäischen Juden in den USA tatsächlich gebaut wurde, von den deutschen Wissenschaftlern aber nicht rechtzeitig für Deutschland zur Verfügung gestellt wurde. In dem maßgeblichen Werk Verschwörung gegen Deutschland beschreibt Karl Balzer detailliert, wie Anti-Hitler-Elemente in der deutschen wissenschaftlichen Gemeinde es fertig brachten, ihren Werner Carl Heisenberg in das Schlüsselprogramm der Urangewinnung des Kaiser-Wilhelm-Instituts (heute Max-Planck-Institut) zu schleusen. Seine eindeutige Mission, die nach dem Zweiten Weltkrieg stolz verkündet wurde,[10] war, die deutsche Atombombe auf bürokratischem Wege so lange zu verzögern, bis die Alliierten den Krieg gewonnen hatten.[11]

Deutsche Techniker arbeiten in einer unterirdischen Fabrik an der Verbesserung der Raketentechnologie.

Dazu nur ein Beispiel: Der Rüstungsminister Albert Speer bat Heisenberg und seinen Mitverschwörer Carl-Friedrich von Weizsäcker (der Bruder des späteren Bundespräsidenten), ihm mitzuteilen, was sie an Material und Finanzen benötigten, nachdem sie angemerkt hatten, sie seien durch Engpässe behindert worden. Von Weizsäcker nannte in seiner Antwort »40.000 Mark«, was bei Speer Überraschung auslöste. Dieser gab später zu, geplant zu haben, als einen Anfang 100 Millionen DM vorzuschlagen.[12]

Heisenberg gab gegenüber dem Spiegel nicht nur ausdrücklich an:

»Wir haben nie versucht, Atombomben zu produzieren, und sind froh, daß wir diese Verantwortung nicht auf uns nehmen mußten.«

Er gab auch zu, die neuesten Informationen der deutschen Kernspaltungsforschung dem halbjüdischen dänischen Wissenschaftler Niels Bohr mitgeteilt zu haben, der natürlich prompt seine Rassegenossen in den USA informierte.

Deutschland erhielt daher die Atombombe nicht, weil es keine Juden mehr hatte, sondern weil eine Handvoll entscheidender Wissenschaftler, die Hitler feindlich gesonnen waren, sich ins deutsche Atomprogramm eingeschlichen hatten. Heisenberg hat im Jahre 1942 - nach dem vernichtenden Angriff von 1.000 britischen Bombern auf die Hafenstädte Kiel und Lübeck - einem schockierten Luftwaffen-Auditorium eröffnet, Deutschland könnte eine Bombe mit einer Explosivladung in »etwa so groß wie eine Ananas« bauen (wobei er entsprechend mit den Händen gestikulierte), die ganze feindliche Städte ausradieren könne. Aber er habe dann korrigierend ausgeführt, dies sei für Deutschland selbstverständlich wirtschaftlich unmöglich.[13]

Eine der interessantesten Ausführungen von Generalmajor O.E. Remer ist, daß gerade zu dem Zeitpunkt, als die Amerikaner in den letzten Kriegswochen in Europa auf der Jagd nach deutschen Erfindungen waren, um sie gegen Japan einzusetzen, Hitler auf Wunsch des japanischen Kaisers Hiroito ein U-Boot vollbepackt mit Geheimnissen nach Japan schickte.

In seinem Buch Verschwörung und Verrat um Hitler berichtet Remer zunächst über die Kritik, die dem Propagandaminister Joseph Goebbels für sein "Durchhalten, die Wunderwaffen kommen!" nach dem Untergang der 6. Armee in Stalingrad entgegenschlug. Viele dieser Wunderwaffen kamen zu spät, um die Besetzung Deutschlands, die Enthauptung seiner Regierung und Verwaltung und seine Zerstückelung zu verhindern. Remer berichtet dann aber, was ihm ein ehemaliges Besatzungsmitglied des U-234 mitteilte:[14]

»"Im Frühjahr 1945 wurde ich auf 'U-234' kommandiert. Das Boot war ein für Sonderaufgaben umgebauter Minenleger vom Typ XB mit 1760 BRT, 4200 PS und 52 Mann Besatzung. Kommandant war Kapitänleutnant Fehler. Das Boot lief am 23. März 1945 in Überwasserfahrt von Kiel nach Südnorwegen aus. Am 15. April 1945 tauchte es bei Christiansand-Süd zur Unterwasserfahrt zunächst mit Kurs auf Durchfahrt zwischen Island und Faröer. Ziel der Reise war Japan. Der Auftrag lautete, den General der Flieger, Kessler, als Luftwafferattaché, mit Stab und Technikern nach Tokio zu bringen. Der Tenno hatte gebeten, die Luftverteidigung der japanischen Inseln mit den in Deutschland entwickelten Waffen aufzubauen. Dazu waren an Bord, außer dem General zwei Luftwaffenoffiziere, außerdem von der Kriegsmarine ein Marineflakspezialist, ein Spezialist für Unterwasserwaffen, ein Niederfrequenzspezialist aus dem Stabe von Professor Küpfmüller sowie zwei Messerschmitt-Ingenieure, Spezialisten für den Bau der ME 262, und zwei japanische Fregattenkapitäne" Einer davon war Kapitän Tromonaga, der als Spezialist für Einmann-U-Boote beim Bau unserer Kleinkampfboote mitgewirkt hatte.

Als Fracht enthielt das Boot in zwölf, den Minenschächten eingepaßten, Stahlzylindern ein umfassendes Mikrofilmmaterial über den letzten Stand der deutschen Erfindungen an Angriffs- sowie an Verteidigungswaffen, speziell für Raketen- und Raketenabwehrtechnik, sowie unsere Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Hoch- und Niederfrequenztechnik, außerdem einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Kernenergie und Atomtechnik.

Nach Durchquerung der Islandstraße und achtundzwanzig Tagen Unterwasserfahrt in durchschnittlich achtzig Metern Tiefe erreichte uns in der Nacht vom 12. auf den 13. Mai bei Schnorchelfahrt über unseren Schnorchel-Runddipol der Kapitutationsbefehl von Großadmiral Dönitz. Wir standen zu dieser Zeit Mitte Atlantik auf einer Position südöstlich der Neufundlandbänke.

Der Befehl sprach den Kommandanten von 'U-234' in sehr persönlichem Ton an, das Boot ohne Zerstörung mitsamt seiner wertvollen Fracht zu übergeben. Nach zwölf Stunden Beratung und Bedenkzeit entschied sich der Kapitänleutnant Fehler in Übereinstimmung mit dem General Kessler und nach Unterrichtung der beiden japanischen Fregattenkapitäne, den Dönitzbefehl auszuführen und zur Übergabe aufzutauchen. Die beiden japanischen Offiziere gaben sich vor dem Auftauchen selbst den Tod. Acht Stunden danach wurde 'U-234' von dem amerikanischen Zerstörer 'Sutton' als Prise aufgebracht und in den US-Marinehafen Portland (Maine) überführt.

Die amerikanischen Offiziere und Beamte, die uns anschließend verhörten, zeigten sich über den Inhalt unseres U-Bootes äußerst bestürzt. Sie hielten uns vor, daß keiner von uns offenbar ermessen könne, wie wertvoll unsere Fracht gewesen sei. Ende Juli 1945 erklärte mir der Leiter des Untersuchungsteams abschließend, das Material der Mikroaufzeichnungen und die Aussagen unserer Techniker erwiesen, daß wir den Westmächten in entscheidenden technischen Einrichtungen und Entwicklungen '100 Jahre voraus' gewesen seien."«

Daraus wiederum ergibt sich die bohrende Frage, woher eigentlich die ganzen "UFO"-Sichtungen herrühren, die kurz nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges begannen - und nach der Beschlagnahmung der deutschen Hochtechnologie. Die gleiche Regierung, die uns die Verdunkelungsversuche der Warren-Kommission zur Aufklärung des Mordes an John F. Kennedy, das öffentliche Verschweigen des israelischen Angriffes auf die USS Liberty[15] und die vergnügte Unbekümmertheit über die gesellschaftliche Bedeutung hinsichtlich rassischer Unterschiede zwischen Weißen, Asiaten und Schwarzen, bewiesen durch den Bestseller The Bell Curve,[16] beschert hat, scheint ängstlich darum besorgt zu sein, die Öffentlichkeit auch über jene "unbestätigten" Sichtungen im Dunkeln zu halten.[17]


Anmerkungen

Englisches Original veröffentlicht in The Barnes Review, 5(2) (1999), S. 27-33. Bezug: 130 Third St. SE, Washington, D.C. 20003.

[1]Die berühmteste Kriegsbeute, die Woodrow Wilson 1917 beschlagnahmte, war das "Wunder-Arzneimittel" Aspirin.
[2]Vgl. dazu Hans Jürgen Eysenck, Sigmund Freud: Niedergang und Ende der Psychoanalyse, List, München 1985.
[3]Vgl. dazu den Beitrag von Andrew Gray, »Irrtümer, Lügen und Unsinn über Wagner«, VffG 3(2) (1999), S. 187-191.
[4]Vgl. Anton Zischka, Und war es ein Wunder? 2 Jahrzehnte dt. Wiederaufstiegs, Mosaik Verlag, Hamburg 1966, S. 153f.: »Und hatten die gewiß nicht zimperlichen Nazis insgesamt 1628 Hochschullehrer entfernt (und zwar pensioniert), so fielen den Anti-Nazis 1945 nicht weniger als 4289 Professoren und Dozenten zum Opfer. Und die bekamen keinerlei Pension. Wie 'Christ und Welt' es 1950 vorrechnete: Die Nazis entfernten 9,5% des Hochschulpersonals. Die Alliierten 32,1%. Fast jeder 3. deutsche Hochschullehrer verlor im Westen durch die Sieger seine Lehr- und Forschungsstelle. Und in Gesamtdeutschland war es fast jeder zweite [...] Gemäß Kontrollrats-Direktive Nr. 24 vom 12. 1. 1946, die die "sofortige Entfernung ehemaliger Nationalsozialisten aus allen Ämtern und aus zahlreichen Berufen vorschrieb, waren z.B. allein in der amerikanischen Zone bis Ende 1946 373 762 Personen als "ungeeignet für jede öffentliche Funktion oder Arbeit in der Wirschaft außer als Handarbeiter" befunden worden.«
[5]Im Original steht hier Stickstoff. Gemeint ist aber wahrscheinlich die stickstoffreiche, bisweilen noch heute als Raketentreibstoff verwendete Verbindung Hydrazin, da Stickstoff mit annähernd nichts reagiert, Anm. des Übersetzers.
[6]Magnétophone ist heute noch der französische Begriff für Tonbandgeräte.
[7]Michael Chanan, Verso Publishing, London 1995.
[8]Diesen beschwörenden Satz bezüglich des Dritten Reiches lernt heute jedes deutsche Schulkind.
[9]Vgl. die Beiträge zu R. Maxwell in The Spotlight, 18.11.1991; 16.5.1994; 10.4.1995; 1.5.1995; 3.2.1997.
[10]Karl Balzer, Verschwörung gegen Deutschland, Schütz Verlag, Preußisch Oldendorf 1978, S. 352-377; vgl. ähnlich: O. E. Remer, Verschwörung und Verrat um Hitler, Schütz Verlag, Preußisch Oldendorf 1982, S. 285-291.
[11]Der Spiegel, Nr. 24, 1952.
[12]Vgl. auch David Irving, Der Traum von der deutschen Atombombe, Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh 1967, S. 303f.
[13]Ebenda, S. 122ff.
[14]O. E. Remer, aaO. (Anm. 10), S. 264f.
[15]Vgl. James M. Ennes Jr., Assault on the Liberty. The true story of the Israeli attack on an American intelligence ship, Random House, New York 1979; bei diesem Angriff Israels auf das US-Fernmeldeschiff Liberty im Jahr 1967 wurden 34 Matrosen getötet und 117 weitere verletzt.
[16]Richard J. Herrnstein, Charles Murray, The Bell Curve: Intelligence and Class Structure in American Life, Simon & Schuster, New York 1996.
[17]Der weitere Text des Originalbeitrages beschäftigt sich höchst spekulativ und unfundiert mit einer möglichen deutschen Herkunft der Technologie möglicher UFOs, von deren übersetzter Veröffentlichung wir hier absehen. Der Interessierte sei auf eine Website aufmerksam gemacht, die sich intensiv mit der berühmten Area 51 in Groom Lake, nördlich Las Vegas, auseinandersetzt: www.sky.net/~wings/groom.htm (Link funktioniert nicht mehr seit 2001). Im originalen englischen Artikel befindet sich zudem ein kurzer Aufsatz von Udo Walendy zur »Operation "Paper Clip"«, zu deutsch erscheinen in Historische Tatsache Nr. 2, Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, Vlotho 1976, S. 17.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 3(3) (1999), S. 245-250.


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