Bücherschau

Ein Atlas zum fortschreitenden Vaterlandsmord an Deutschland

Von Dieter Wappner

Manfred Weinhold, Deutschlands Gebietsverluste 1919-1945. Handbuch und Atlas, Arndt-Verlag, Kiel 1999, 120 S. A4 geb., 18 Karten, DM 32,-

Deutschland hatte in der Folge zweier Weltkriege den Verlust großer Gebiete zu beklagen, der meist ganze Provinzen oder große Teile davon betraf - stellvertretend genannt seien hier Posen, Westpreußen, Elsaß-Lothringen, Schlesien, Ostpreußen und Pommern. Daneben waren es aber stets auch kleinere Gebiete, oft nur Landkreise oder einige Gemeinden, deren sich die Nachbarn Deutschlands in fast allen Himmelsrichtungen bemächtigten, so z.B. Eupen-Malmedy oder das Hultschiner Ländchen. Auch Deutschösterreich verlor nicht nur Südtirol und das Sudetenland, sondern büßte noch weitere Gebiete wie die Südsteiermark, Seeland, das Mießtal oder das Kanaltal ein.

Dieses Handbuch will durch kurze, präzise Schilderung der Umstände und mittels wichtiger Daten an diese Annexionen erinnern, damit keines der Gebiete in Vergessenheit gerät. Umfangreiches Zahlenmaterial über Bevölkerung und Umfang der jeweiligen Gebiete ist in diesem unverzichtbaren Kompendium ebenso enthalten wie die Territorialgeschichte, die in sämtlichen Fällen die Anspruchsargumente der Besetzer vollkommen entkräftet. Auch über die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus dem Osten wird mit exaktem Zahlenmaterial informiert.

Karten aller betroffenen Landschaften, die auch die komplizierte Materie der teilweise wechselnden Gebietsstände zwischen 1919 und 1945 veranschaulichen, machen das Buch zu einem lexikalischen Nachschlagewerk.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 4(1) (2000), S. 108.


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