Die Juden unter der NS-Herrschaft:
Landläufige Vorstellungen und Wirklichkeit

Von Alexander Baron

Genau wie das Urteil der Wissenschaft über fliegende Untertassen, Astrologie, grüne Männchen vom Mars und dergleichen in keiner Weise mit den in der Öffentlichkeit spukenden Vorstellungen übereinstimmt, klafft auch zwischen der im Volksbewußtsein verankerten Vorstellung vom Holocaust und den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu diesem Thema eine himmelweite Kluft. Alexander Baron hat einige zeitgenössische englische Zeitungen analysiert, um herauszufinden, wie die englische Öffentlichkeit das Verhalten des deutschen Staates gegenüber den Juden in der Anfangszeit des Dritten Reiches wahrnahm. Das Ergebnis paßt absolut nicht in das herrschende Klischee.


Genau wie das Urteil der Wissenschaft über fliegende Untertassen, Astrologie, grüne Männchen vom Mars und dergleichen in keiner Weise mit den in der Öffentlichkeit spukenden Vorstellungen übereinstimmt, klafft auch zwischen der im Volksbewußtsein verankerten Vorstellung vom Holocaust und den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu diesem Thema eine himmelweite Kluft.

Der Mann von der Straße meint, ein Gangster namens Adolf Hitler habe sich den Weg zur Macht gebahnt, indem er für alle Übel der Welt (oder zumindest für alle Übel Deutschlands) die Juden verantwortlich machte, und nach ihrer Machtergreifung hätten die Nazis sich angeschickt, die Juden systematisch zu terrorisieren, indem sie sie die meisten von ihnen in Konzentrationslager steckten. Später seien die Juden dann ausgerottet worden, weil die Nazis sie für Mikroben am Leibe der deutschen Nation hielten. Dabei seien hauptsächlich Gaskammern, aber auch andere Mittel verwendet worden, und die Leichen der gemeuchelten Juden habe man zu Seife verarbeitet.

All dies, so glaubt der Mann von der Straße zu wissen, geschah ohne Rücksicht auf irgendwelche Gesetze und vor den Augen der Welt. Außerdem, meint er, wollten Hitler und die Nazis eine Rasse von blonden, blauäugigen Übermenschen, und darum überfielen sie so gut wie jedes Land in Europa. Dies war jedoch nur der erste Schritt zur Weltherrschaft. Wenn diese erst erreicht war, wären alle nichtweißen Völker des Erdenrunds mit Stumpf und Stiel ausgerottet worden, und es wäre zur Gründung des Vierten Reichs gekommen, das nach Hitlers Willen tausend Jahre hätte dauern sollen.

In den seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verstrichenen Jahrzehnten sind zwar einige der gröbsten weiland von der Schwarzen Propaganda ausgestreuten Lügen über das Dritte Reich richtiggestellt worden, doch viele der ärgsten Erdichtungen werden auch heute noch fast allgemein geglaubt. Fassen wir die Fakten über die Machtergreifung Hitlers und der NSDAP kurz zusammen.

In einer Zeit der wirtschaftlichen Depression erlebten in der Weimarer Republik zwei tödlich verfeindete radikale Bewegungen einen mächtigen Aufschwung, nämlich die Kommunisten und die Nationalsozialisten. Hitler, ein frühes Mitglied der 1919 gegründeten Deutschen Arbeiterpartei, hatte aus dieser eine schlagkräftige nationalsozialistische Organisation geformt.

Die NSDAP betrieb eine ganz unverhüllt antisemitische Politik. Punkte 3 und 4 des 1932 veröffentlichten NS-Programms hielten unmißverständlich fest, daß alle Juden und Nichtdeutschen aus Führungspositionen im öffentlichen Leben zu entfernen seien, daß jeder Einwanderung von Ostjuden und anderen parasitären Fremden Einhalt zu gebieten sei und daß unerwünschte Ausländer sowie Juden ausgewiesen gehörten.[1]

Es gibt Hinweise darauf, daß sich hinter diesen Forderungen sehr viel Rhetorik verbarg. Der anti-nationalsozialistische Propagandist Sefton Delmer, auf den wir später noch zu sprechen kommen werden, schrieb in seiner 1961 erschienenen Autobiographie:

»Jene, die dermaßen radikale Nazi-Forderungen wie die Abschaffung der Zinsknechtschaft sowie die Herabwürdigung der Juden zu Bürgern zweiter Klasse in Frage stellten, waren nur zu gerne bereit, die hinter vorgehaltener Hand von führenden Nazis vorgebrachte Ausrede zu akzeptieren, es handle sich da um bloße Propaganda, die man nicht ernstnehmen dürfe. Die einzigen Juden, die über die Klinge springen müßten, seien die jüdischen Kommunisten.«[2]

Hitler und seine Partei kamen auf demokratischem Wege an die Macht, und die Herrschaft des Gesetzes blieb in Deutschland bestehen.[3] Freilich wurden die Juden mittels einer Reihe antijüdischer Verordnungen, die in den Nürnberger Gesetzen von 1935 einen ersten Höhepunkt erreichten.[4]

Schritt für Schritt aus dem Geschäftsleben wie auch aus dem öffentlichen Dienst ausgeschaltet. Es ist jedoch wichtig, sich vor Augen zu halten, daß die Juden ungeachtet der antijüdischen Verordnungen und Maßnahmen im Dritten Reich durchaus nicht "vogelfrei" waren. Es war nach wie vor verboten, sie zu töten oder auch nur zu verfolgen, solange keine rechtliche Grundlage dafür vorlag. Den besten Beweis dafür liefern mehrere Berichte aus den damaligen Jahrgängen des Londoner Jewish Chronicle, eines Blattes, dem man schwerlich eine besondere Liebe zum Nationalsozialismus unterstellen kann.

Schwedt 1938: „Gesetzlicher Antisemitismus" http://earthstation1.simplenet.com/Holocaust_Pictures.html

In der Ausgabe vom 17. März 1933, S. 22-24, berichtete die Zeitung unter der Überschrift »Antijüdischer Terror in Deutschland« von einer Reihe von Ausschreitungen, einschließlich eines Mordes an einem jüdischen Anwalt und einem Grossisten. Die Nazis, hieß es, stünden vor jüdischen Geschäften Wache, um Kunden fernzuhalten. Doch auf S. 22 wurde von einem Fall berichtet, wo drei NSDAP-Mitglieder, die einem Juden in Köln mit vorgehaltener Waffe 800 Mark abgenommen hatten, verhaftet und aus der Partei ausgeschlossen worden waren.

In der Ausgabe vom 12. Januar 1934 erschien auf den Seiten 14 und 15 ein Bericht, aus dem hervorging, daß die Gerichte sich keineswegs immer an die Parteibeschlüsse hielten.

Am 9. Februar 1934 war auf den Seiten 14 und 15 zu lesen, daß ein bayrischer Nationalsozialist eine Buße von 25 Mark aufgebrummt erhielt, weil er einem jüdischen Anwalt eine offizielle Mitteilung in einem Briefumschlag mit der Aufschrift »An den Judenanwalt XY« geschickt hatte. Der Jude hatte Klage gegen den Absender eingereicht und den Prozeß gewonnen! Solche Dinge werden Sie mit Sicherheit nicht in den von ANAL und ähnlichen Organisationen verbreiteten Hetzschriften lesen.

Am 23. Februar 1934 berichtete der Jewish Chronicle auf den Seiten 12 und 13 unter der Überschrift »Wegen Bedrohung eines Juden mit Gefängnis bestraft«, zwei neunzehnjährige Handwerker seien zu jeweils einem Monat Gefängnis verurteilt worden, weil sie einen jüdischen Händler mit Drohungen dazu zwingen wollten, ihnen Geld zu geben.

Am 10. August 1934 erfuhr der Chronicle-Leser auf S. 10, daß ein mittelloser Jude laut Entscheid eines Hamburger Gerichts Anspruch auf kostenlosen Rechtsschutz besaß. Auf derselben Seite stand, Nationalsozialisten hätten die Entweihung eines jüdischen Friedhofs, bei der 54 Grabsteine umgestoßen wurden, verurteilt. »Unsere Bewegung kämpft nur gegen Lebende«, wird eine NS-Zeitung zitiert, »nicht gegen die Toten, die in Frieden ruhen«. Später erhielten drei Trunkenbolde, denen die Friedhofsschändung zur Last gelegt wurde, Gefängnisstrafen in Höhe von einem Jahr, sechs Monaten und vier Monaten. Der Gerichtsentscheid scheint keinen politischen Charakter getragen zu haben; die Schuldigen wurden in Übereinstimmung mit von Hitler selbst festgelegten Richtlinien zu Haftstrafen verurteilt.

Die Ausgabe vom 16. November 1934 vermeldete auf S. 19 unter der Schlagzeile »Gerichtsentscheid zugunsten eines Juden«, ein SA-Mann, der ohne ersichtlichen Grund zwei Juden angegriffen habe, sei zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilt worden. Ferner hieß es, eine jüdische Firma habe Klage gegen eine arische eingereicht, weil letztere auf die völkische Herkunft des Leiters der ersteren hingewiesen habe. Das Gericht entschied, dies sei unzulässig, und sprach der jüdischen Firma Schadenersatz zu!

15. November 1935, S. 16: Unter der Überschrift »Urteile wegen Erpressung von Juden« wurde berichtet, daß ein Mann namens Wankerl wegen Erpressung von Juden sechs Wochen Gefängnis bekommen hatte. Der Angeklagte hatte über längere Zeit mit einer jüdischen Textilfirma in Augsburg zusammengearbeitet, doch nachdem Wankerl wegen Veruntreuung verurteilt worden war, verzichtete die Firma auf seine weitere Mitarbeit. In einem Brief an den Eigentümer warf Wankerl diesem die Verbreitung von „Greuelgeschichten" über ihn sowie die geplante Verletzung der Gesetze gegen Kapitalflucht vor und forderte eine bestimmte Geldsumme. Das Gericht hielt fest, es gebe keine Beweise für die dem Firmeneigentümer angekreideten Delikte, und stufte es »als erschwerenden Umstand ein, daß es ein Deutscher war, der einen Juden zu erpressen versuchte«.

Eine andere Zeitung vermerkte einen ähnlichen Vorfall. Ein gewisser Karl Heber, der angab, NSDAP-Mitglied zu sein, verlangte von einem Juden Geld und versprach ihm als Gegenleistung verschiedene Vorrechte. Heber wurde verhaftet.

»Abfindung für entlassenen Juden«. Unter dieser Schlagzeile wurde von der nach der Arisierung einer in Frankfurt am Main befindlichen jüdischen Firma erfolgten unmittelbaren Entlassung eines jüdischen Angestellten dieser Firma berichtet. Der neue Besitzer wollte keine Juden in seiner Belegschaft. Der Angestellte ging vor Gericht. Dieses ordnete an, ihm drei Monatslöhne Abfindung zu zahlen, und hielt fest, der Besitzer hätte sich schon während der Geschäftsübernahme überlegen müssen, ob der den Juden weiterhin beschäftigen wolle.

Am 6. September 1935 las man im Jewish Chronicle in einem langen Beitrag unter der Überschrift »Deutschland: Führt den Kampf gegen das Judentum legal! Naziführer drängen auf Disziplin. Individueller Terrorismus angeprangert«, in Deutschland gehe man gegen Strolche vor, die Juden Böses angetan hätten. Dies sei aber nur Augenwischerei, kommentierte das Blatt. Es hieß, Hitler habe Gewalttätigkeiten gegen Juden aufs schärfste mißbilligt. Ein höherer Nationalsozialist, Kreisführer in Telschow, wurde wie folgt zitiert:

»Jegliche individuelle Aktion gegen Juden ist ein für alle Male untersagt. Wenn ein Jude gegen das Gesetz verstoßen hat, muß er bei den Behörden verzeigt werden.«

»Fünf Jahre für Erpressung eines Juden«, verkündete der Jewish Chronicle am 25. Oktober 1935 auf S. 18. Ein ehemaliger SA-Mann war in Kassel zu dieser hohen Freiheitsstrafe verurteilt worden, weil er von einem Juden wegen von diesem sieben Jahre zuvor zu seiner Verlobten unterhaltener Beziehungen Geld verlangt hatte. Die Lösung der Judenfrage sei Aufgabe des Staates und nicht die von Privatpersonen, hatte der Richter gesagt.

Am 22. November berichtete der Chronicle auf S. 17 unter der Überschrift »Gefängnis für Verleumdung von Juden. Ungewöhnlicher Gerichtsfall in Karlsruhe. Ausländische Presse eingeladen«, ein Arier habe eine Verurteilung zu acht Monaten Haft hinnehmen müssen, weil er falsche Anklagen gegen den jüdischen Arbeitgeber, seiner unverheirateten Nichte sowie dessen beiden Söhne erhoben hatte.

»Entlassung von Juden - neuer Gerichtsentscheid« titelte das Londoner Blatt am 13. Dezember 1935 auf S. 14. Der oberste deutsche Gerichtshof hatte zugunsten eines nichtarischen Mannes geurteilt, der von einer Privatfirma entlassen worden war.

3. Januar 1936, S. 17: »„Individuelle Aktion" bestraft. Eine willkommene Ausnahme«. Diesmal ging es um zwei NSDAP-Mitglieder, die wegen Erpressung eines Juden sowie tätlicher Angriffe auf diesen zu drei Monaten Gefängnis verdonnert worden waren. Wie die oben zitierten Artikel belegen, handelte es sich durchaus nicht um eine »Ausnahme«. Auf derselben Seite wurde die Verurteilung eines achtzehnjährigen Juden, der ein arisches Mädchen geküßt hatte, zu drei Monaten Gefängnis an den Pranger gestellt.

»Jüdische Flagge offiziell anerkannt«, durfte der Chronicle am 17. Januar 1936 auf S. 17 vermelden: Die zionistische Fahne war in Deutschland anerkannt worden und besaß »laut den Nürnberger Gesetzen sowie der nationalen Fahnenverdordnung Anspruch auf Polizeischutz«.

Auf S. 18 derselben Ausgabe konnte man lesen, ein Beamter habe eine 77 Jahre alte jüdische Witwe nach den Namen ihrer beiden Söhne gefragt, die im Weltkrieg gefallen waren. Ihre Namen sollten auf dem örtlichen Denkmal für die Kriegstoten getilgt werden. Da im betreffenden Artikel keinerlei Namen genannt wurden, dürfte es sich um einen Fall von Schwarzer Propaganda gehandelt haben. Schließlich haben die Judenorganisationen auf diesem Feld zweifelhaften Ruhm erworben. Sollte die Geschichte jedoch wider Erwarten stimmen, muß es sich um einen der schmutzigen „individuellen Akt" des Terrors gehandelt haben, die von Hitzköpfen und Fanatikern gegen Juden begangen wurden.

Wegen »Besudelung der Reinheit des Kampfes gegen das jüdische Volk« sei ein Erpresser zu 18 Monaten Haft und drei Jahren Ehrverlust verurteilt worden, hieß es in der Ausgabe vom 13. März 1936 auf S. 17. Der Mann hatte damit gedroht, einen jüdischen Kaufmann wegen angeblicher Verfehlungen an deutschen Schulmädchen im Jahre 1926 anzuzeigen. Der Chronicle-Beitrag war in höhnischem Ton verfaßt. Auf S. 18 derselben Ausgabe las man, zwei Jugendliche seien in Köln zu 18 Monaten bzw. einem Jahr Haft verurteilt worden, weil sie Juden erpreßt hätten.

»Willkommene Seltenheit. Gericht heißt jüdische Ansprüche gut«, schrieb der Jewish Chronicle in seiner Nummer vom 20. März 1936 auf S. 20. Ein jüdischer Handelsreisender hatte Klage gegen ein Unternehmen eingereicht, welches mit ihm im Januar 1935 einen dreijährigen Arbeitsvertrag abgeschlossen, ihn dann aber aufgrund seiner Abstammung entlassen hatte. (Dies geschah nach Inkrafttreten der Nürnberger Gesetze.) Das Unternehmen mußte ihm 5000 Mark und eine außergerichtlich vereinbarte Summe zahlen. War dies wirklich eine »Seltenheit«?

Schließlich möchte ich noch einen am 27. März 1936 auf S. 22 erschienenen Bericht erwähnen, aus dem man erfuhr, daß zwei »Arier« wegen Rassenschande Gefängnisstrafen von 17 bzw. 12 Monaten erhalten hatten. Beiden Männern wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf drei Jahre entzogen. Ein 28-jähriger Jude war desselben Vergehens angeklagt gewesen, wurde jedoch mangels Beweisen freigesprochen.[5]

Ich habe bei all den geschilderten Fällen etliche Einzelheiten erwähnt, um dem Leser eine objektivere Beurteilung der Lage der Juden im Dritten Reich zu ermöglichen. Sicher werden viele über diese Fakten erstaunt sein, doch verweise ich nochmals darauf, daß meine Quelle der gewiß nicht NS-freundliche Jewish Chronicle war. Besonders aufschlußreich ist meines Erachtens der Bericht vom 27. März 1936, da dieser beweist, daß das „Verbrechen" der »Rassenschande« gleichermaßen von Nichtjuden und Juden begangen werden konnte. In diesem Zusammenhang ist auch der Hinweis darauf legitim, daß die jüdische Religion gemischte Ehen untersagt und daß solche auch in vielen, wenn nicht allen Gesellschaften der Vergangenheit als tabu galten. Der offensichtliche Grund liegt in der Ansicht begründet, daß Rassenmischung zu einer Verschlechterung oder zumindest unerwünschten Veränderung des Charakters einer Gesellschaft führt.[6] Dies hat gar nichts mit rassischen Vorurteilen oder mit dem nebulös definierten Übel namens „Rassismus" zu tun, sondern entspringt dem verständlichen Wunsch aller Völker, ihr Erbe in Gestalt ihrer Kinder und Enkel zu wahren.

Das oben Angeführte steht mit dem Holocaust-Revisionismus zwar nur sehr indirekt in Verbindung, doch schien es mir erforderlich, um die nationalsozialistischen Judenverfolgungen in ihren geschichtlichen Kontext einzubetten. An der Realität dieser Verfolgungen besteht kein Zweifel, aber sie spielten sich in gesetzlich präzis festgelegtem Rahmen ab. In schroffem Gegensatz dazu geschieht die Verfolgung der Palästinenser durch die Zionisten ohne jede rechtliche Grundlage, und am palästinensischen Volk, nicht zuletzt an seinen Kindern, sind zahllose Schandtaten verübt worden, die sich die deutschen Nationalsozialisten zumindest bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nie und nimmer hätten zuschulden kommen lassen.


Anmerkungen

Übersetzung von Jürgen Graf.

[1]Das Programm der NSDAP von Gottfried Feder, 1932.
[2]Sefton Delmer, Trail Sinister: An Autobiography, 1. Band, Secker &Warburg, London 1961, S. 157.
[3]In seinem Buch Road to Serfdom (Routledge & Kegan Paul, London 1944) erklärt der illustre liberale Wirtschaftswissenschaftler F.A. Hayek, wie die Herrschaft des Gesetzes durch immer repressivere Gesetze gegen eine bestimmte Gruppe untergraben werden kann, und wie dies im Dritten Reich in bezug auf die Juden auch tatsächlich geschah. Allerdings handelt es sich hier um eine tiefgreifende philosophische Diskussion, die den Rahmen dieses Aufsatzes sprengen würde und die - dies gebe ich unverhohlen zu - für mich etwas zu hoch wäre. Doch was auch immer man über die NS-Herrschaft denken mag: Wir haben in Großbritannien, den USA und anderen Ländern ebenfalls eine Untergrabung des Rechtsstaats miterlebt; dort wurden nämlich der Mehrheit seitens politischer Lobbys einschließlich der jüdischen sogenannte „Gesetze gegen Diskriminierung" aufgenötigt. Eine „gegen Diskriminierung" gerichtete Gesetzgebung unter Einschluß von Quoten etc. mag ja auf den ersten Blick human anmuten, führt aber in Wirklichkeit zur planmäßigen Untergrabung individueller Rechte und insbesondere des Eigentumsrechts.
[4]Die Nürnberger Gesetze waren keinesfalls die drakonischsten antijüdischen Verordnungen der NS-Regierung.
[5]In der betreffenden Ausgabe hieß es auch, ein Jude sei in Polizeihaft unter verdächtigen Umständen ums Leben gekommen. Natürlich sterben nicht nur Juden und Angehörige anderer Minderheiten bisweilen unter verdächtigten Umständen in Polizeihaft - auch heute noch!
[6]Bis noch vor nicht allzu langer Zeit waren in den USA - und selbstverständlich auch in Südafrika - Gesetze gegen Mischehen in Kraft.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 4(2) (2000), S. 171-174.


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