Verleihung des ersten Cremonini-Preises anno 2000

Von Robert H. Countess, Ph.D.

Frankfurter Allgemeine Magazin

18. Woche, 7. Mai 1993, Heft 688, Seite 10

Notizbuch Johannes Gross, Neueste Folge, Zweiundzwanzigstes Stück

Kandidaten für den Cremonini-Preis

»Deutschland ist das Land, in dem mehr Preise als Verdienste vorkommen. Dennoch fehlt einer, am besten zu benennen nach dem Philosophen Cesare Cremonini (1550-1631). Cremonini ist in der Philosophiegeschichte kein Stern erster Ordnung als origineller Denker und Beweger, aber ein respektabler Mann vom Fach, dem für die Rezeption des Aristoteles auf Grund der arabischen Tradition ein hohes Verdienst zukommt. Der Cremonini-Preis sollte bedeutenden Männern und Frauen aus Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften zuerkannt werden, die, glaubens- und überzeugungsstark, an Lehrmeinungen und Erkenntnissätzen entgegen neuer Einsicht festzuhalten vermögen und notfalls die Augen vor aller Empirie schließen. Cremonini hatte zu jenen wackeren Zeitgenossen des Galileo Galilei gehört, die es ablehnten, der Einladung des umstrittenen Forschers zu folgen, durch sein Teleskop zu schauen; sie befürchteten, daß ihre richtige Erd- und Weltsicht durch den Blick ins All erschüttert werden könnte.«


Heute, am 27. Mai 2000, habe ich die Ehre, den ersten jemals verliehenen Cremonini-Preis dem Präsidenten der Königlich-Dänischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Birger Munk Olsen, überreichen zu können. Leider konnte der Preis Ende Januar während meines Aufenthalts in Kopenhagen nicht persönlich übergeben werden, so daß die Ausfolgung im Mai per Post nachgeholt werden mußte.

Die Erwiderung Dr. Olsens auf die Schrift Vestlig Samisdat über bestimmte Probleme der Holocaust-Forschung sind Beweis dafür, daß er würdig ist, diesen Preis zu erhalten. Cremonini selbst stellte im 17. Jahrhundert eine ähnliche Feigheit zur Schau, als er sich weigerte, durch Galileis Fernrohr zu schauen, er befürchtete doch, etwas zu sehen, das ihn zwingen könnte, die Ansicht des Establishments, die Erde befinde sich im Mittelpunkt der Welt, überdenken und revidieren zu müssen.

Professor Olsen wählte die Cremoninische Verweigerungshaltung, als er mit den einfachen Fragen der Schrift Vestlig Samisdat konfrontiert wurde. Die für diese Schrift verantwortlichen Dänen wollten lediglich etwas über wissenschaftliche Beweise für die Existenz der Menschengaskammern wissen. Sie wollten von Dokumenten erfahren, aus denen hervorgeht, daß Hitler die physische Vernichtung der europäischen Juden befohlen hatte. Sie wollten Beweise für die geheiligte Zahl der sechs Millionen Opfer sehen, und nicht zuletzt wollten sie etwas über das Sonderverhältnis von Elie Wiesel und Simon Wiesenthal zur Wahrheit erfahren.

Für Wiesel und Wiesenthal ist die „Wahrheit" über den Holocaust nämlich von derart besonderer Qualität, daß die normalen Historiker ihre Standards wissenschaftlicher Geschichtsforschung hier nicht anwenden dürfen.

Professor Olsens Antwort auf Vestlig Samisdat war, den Autoren »böse Absichten« zu unterstellen, weshalb sie ohnehin durch keinerlei Antwort zufrieden gestellt werden könnten. Im Endeffekt nahm Dr. Olsen an, daß der Rabbi recht habe: Der Holocaust ist ein religiöses Dogma, das einfach aufgrund der dahinter stehenden Autoritäten akzeptiert werden müsse.

In meinem Begleitschreiben zur Übersendung des Preises an Dr. Olsen frug ich ihn, ob er Empfehlungen für Kandidaten des zweiten Cremonini-Preises nennen könne, der am 27. Januar 2001 überreicht werden soll, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die „ruhmreiche Rote Armee".

Die Leser von VffG sind gleichfalls herzlich eingeladen, Kandidaten-Vorschläge an das Cremonini-Preis Komitee einzureichen:

Robert H. Countess, Ph.D., 28755 Sagewood Circle,
Toney, Alabama 35773, USA,
oder per email an: [email protected]


Robert H. Countess ist Kaplan der US-Armee im Ruhestand. Er erwarb einen Doktorgrad für Textanalysen des griechischen Neuen Testaments und ist Autor einer Reihe von Büchern und Artikeln. Er ist Gründer von Theses & Dissertations Press, dem Verlag, der jüngst die massiv erweiterte und korrigierte englische Ausgabe des in Deutschland verbotenen Buches Grundlagen zur Zeitgeschichte veröffentlicht hat (608 Seiten A4, Leinen, Schutzumschlag, Lesezeichen, Bibliographie, Index). Eine Taschenbuch-Ausgabe kann für US$ 30.- erworben werden bei: T&DP, PO Box 257768, Chicago, IL 60625, USA


Herrn Professor Dr. Birger Munk Olsen
Präsident der Königlich-Dänischen Akademie der Wissenschaften
Ny Kongensgade 20,2
1557 København V
Dänemark
Dr. Robert H. Countess
Vorsitzender des
Cremonini-Preis Komitees
28755 Sagewood Circle
Toney, Alabama 35773
USA

8. Juni 2000

Verehrter Herr Professor Olsen,

Anbei erhalten Sie den ersten jemals verliehenen Cremonini-Preis zu Ihren Ehren.

Auch wenn er mit dem Datum des Tages nach der Befreiung von Auschwitz durch die glorreiche Rote Armee versehen ist (27. Januar 1945), wird der Preis des nächsten Jahres am 27. Januar einem weiteren angesehenen Wissenschaftler verliehen werden, der diese angesehene Auszeichnung ebenso reichlich verdient, wie Sie sich als würdig erwiesen haben. [...]

Zudem füge ich eine Ehrenurkunde für Sie bei.

Wenn ich nächstes Jahr wieder in Ihrer wunderbaren Hauptstadt sein werde, können wir vielleicht ein Treffen arrangieren, bei dem ein Gespräch zwischen uns in Anwesenheit von Zeitungs- und Fernsehreportern durchgeführt werden kann, falls Sie dem zustimmen.

Nachdem Sie die beigefügten Unterlagen durchgesehen haben, möchte ich anregen, daß Sie einen Vorschlag für einen Kandidaten des Jahres 2001 machen. Zur Zeit wird schon ein französischer und ein deutscher Historiker in Erwägung gezogen.

Als der weltweit erste Empfänger des Cremonini-Preises sind Sie womöglich besonders geeignet, einen Vorschlag zu machen - und sogar in der Lage, selbst im Preis-Komitee tätig zu werden.

Sollten Sie in den kommenden Monaten in die Staaten kommen, so wäre es mir eine Ehren, Ihnen an unserer örtlichen Universität einen Vortrag über ihre historische Arbeit zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen

[gez.] Robert H. Countess, Ph.D. [a.D.]

Textstudien des Neuen Testaments


Grundlage für die Preisverleihung des Jahre 2000

Mit Brief vom 5.6. 1996 stellten Marianne Herlufsdatter und Lars Thirslund, Herausgeber der Zeitschrift Vestlig Samisdat, eine Reihe Fragen in Bezug auf das Phänomen Holocaust, nämlich folgende:

»1. Liegt - schriftlich oder mündlich - Dokumentation dafür vor, daß Hitler oder andere Nazi-Führer Massenmord am jüdischen Volk angeordnet haben? Gegebenenfalls: wo und in welcher Form?

2. Gab es Gaskammern, um Menschen zu töten? Wenn die Antwort ja ist: kann die Universität auf eine glaubwürdige Darstellung der Einrichtung und Funktion der Gaskammern verweisen?

3. Kamen tatsächlich 6 Millionen Juden in deutschen Konzentrationslagern im Weltkrieg um? Kamen 4 Millionen Menschen in Auschwitz-Birkenau um, davon die Mehrzahl Juden? Wenn nicht: was ist die wahrscheinlichste Zahl der Opfer? Wie soll man die widersprüchlichen Zahlenangaben erklären?

4. Bei zwei prominenten Vertretern der Holocaust-Idee, Elie Wiesel und Simon Wiesenthal, wurde vom IHR entlarvt, daß sie ein sehr spezielles Verhältnis zum Begriff Wahrheit haben. Wie beurteilt die Gesellschaft die Glaubwürdigkeit dieser zwei Personen?«

Ein gleichlautender Brief wurde an eine Reihe anderer mutmaßlicher Autoritäten geschickt. Ein Brief an die Redaktion der dänischen Enzyklopädie Den Store Danske Encyklopädi vom 21.6.96, der verschiedene Widersprüche in diesem Lexikon aufzeigte, wurde nie beantwortet. Im Namen der Universität Kopenhagen antwortete Lektor Dr. Phil. Hans Kirchhoff mit Brief vom 30.7.1996 u.a., daß:

»die sogenannte „Auschwitzlüge" Ausdruck ist für Geschichtsfälschung. Die Historiker und die Zeitschrift (Faurisson, JHR u.a.), die Sie in Ihrem Brief als Wahrheitszeugen ansehen, sind nach meiner besten Meinung Ausdruck für eine politische und ideologische Tendenz, die andere Ziele als wissenschaftliche Erkenntnis hat.«

Mit einem nachfolgenden Brief vom 15.8.96 empfahl er, Lars Thirslund möge erwägen, das Yad Vashem Museum in Jerusalem oder evtl. eines der anderen Holocaust-Museen zu besuchen. Er schließt:

Dr. Robert H. Countess in der Königlich-Dänischen Akademie der Wissenschaften am 21. Januar 2000 mit der Preistafel für Prof. Dr. Birger Munk Olsen.

»Da dieser Punkt nur einer von vielen ist, aus dem ein Unterton von historischem Antisemitismus hervorgeht, muß ich sagen, daß ich mich mit derlei Dingen nicht beschäftigen kann«

Der Rektor der Universität Odense, Henrik Tvarnö, sieht es im Schreiben vom 7.6.96 nicht als seine »Aufgabe an, wissenschaftliche Wahrheiten in dieser Angelegenheit oder in anderen zu autorisieren.« Mit Brief vom 11.6.96 sieht es die Universität Aalborg »nicht als ihre Aufgabe an, Fragen der angegebenen Art zu beantworten.« Andere Wissenschaftsinstitutionen haben bis heute noch nicht die angeführten Fragen beantwortet.

Die ausführlichste und - angesichts des hohen Ansehens der Akademie - autoritativste Antwort ist die folgende, von Birger Munk Olsen im Brief vom 2.9.1996 unterschriebene (übersetzt aus dem Dänischen):

»Im Brief vom Juni dieses Jahres fragen Sie an, ob die Akademie der Wissenschaften auf vier Fragen antworten will, die alle die Existenz von Gaskammern in Deutschland im Zweiten Weltkrieg und ihre Anwendung zur Tötung von Menschen betreffen. Die Akademie der Wissenschaften unterhält keine Forschungsinstitute, hat aber Ihre Anfrage an diejenigen unserer Mitglieder weitergegeben, die sich mit Zeitgeschichte befassen. Von diesen haben wir eine Stellungnahme eingeholt, die ich zitiere:

„Wir sind alle einig, daß es nicht möglich wäre, eine Antwort zu formulieren, die auf irgend eine Weise die zwei Fragesteller von ihrer Verirrung überzeugen kann. Diese wurzelt offenbar in dem Wunsch, eine bestimmte, einmal angenommene Überzeugung nicht von einem wie auch immer gearteten Argument erschüttern zu lassen, weil eine Revision und/oder ihr Verhältnis zu Familie, Milieu usw. [sic!] eine rationale und systematische Beweisführung nach gängiger Methode denjenigen nicht überzeugen wird, der behauptet, daß eine allgemein akzeptierte Auffassung über einen sehr gut durchleuchteten historischen Prozeß jeder faktischen Grundlage entbehrt; daß diese Auffassung einzig auf gefälschten Dokumenten und tausendfach erzwungenen Aussagen und Bekenntnissen beruht, die von Staats- und Rechtssystemen, die in keiner Weise miteinander sympathisieren, vorgelegt und in grundsätzlicher Einigkeit anerkannt wurden.

Auch dänische Historiker haben solide und bedeutende Übersichtswerke geschrieben, die selbstverständlich die nazistische Judenverfolgung einbeziehen und Hinweise auf Quellen und Literatur geben - z.B. Henning Poulsen, Hans Kirchhoff und Aage Trommer: Den anden verdenskrig 1-2 (1989). Aber von dänischer Seite wurde keine selbständige Forschung über die Judenverfolgung in Europa als solche gemacht oder versucht. Hierzu gibt es aber neben zahlreichen veröffentlichten Prozeßberichten und Erinnerungen von Seiten Dritter umfangreiche und gründliche Abhandlungen und Quellenverweise. Wir wollen hier nicht versuchen, die Literatur zu umreißen, können aber nicht umhin, eine einzelne Dokumentensammlung zu nennen, die ganz überzeugend die Sinnlosigkeit klarmacht, das Geschehen der industrialisierten Massenausrottung von Juden in Auschwitz zu problematisieren. Nämlich Danuta Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945 (Hamburg 1989, 1057 S.).

Auch nach der Debatte um die kanadischen Prozesse 1985 und 1988 gegen das Buch des Samisdat-Präsidenten [sic!] Ernst Zündel „Did Six Million Really Die?" und nach dem Streit um Robert Faurissons Doktorarbeit hat die historische Sachkunde [sic!] in der ganzen Welt ohne Zögern am Bericht von der Massenausrottung festgehalten. Und dänische Historiker konnten ihren Arbeitseinsatz unbesorgt lohnenderen Forschungsaufgaben widmen. Es ist wahr, daß die Anzahl derer, die genau im KZ-Lagerkomplex Auschwitz durch Gas umkam, schwer präzise festgestellt werden kann. Aber die Bevölkerungsstatistik zeigt ohne Zweifel, daß der Hauptteil der osteuropäischen Juden, mindestens 5 Millionen, im Lauf des Krieges aufhörte zu existieren, nachdem deutsche Soldaten und Polizisten sie in besonderen Lagern gesammelt hatten. Sie sind ausgerottet worden - und genau gegen diese unabweisbare Tatsache wenden sich die neonazistischen Revisionisten, nicht gegen die nähere Bestimmung der Größe der Zahl und der Ausrottungsmethoden."

Der Ordnung halber mache ich darauf aufmerksam, daß Sie auch eine Anfrage an die Universität Kopenhagen gerichtet haben und von dort eine von Dr. Phil. Hans Kirchhoff ausgearbeitete Stellungnahme erhalten haben. Ich habe auch ihre Antwort an Lektor Kirchhoff gesehen und will feststellen, daß die Akademie der Wissenschaften nicht an weiterer Korrespondenz in dieser Sache teilhaben will, die wir als vollständig geklärt ansehen.«

Der Text der Preistafel des Cremonini-Preises anno 2000

Prof. Dr. Birger Munk Olsen, der sich als Präsident dieser vornehmen, hochangesehenen dänischen Akademie im Namen ausgewählter dänischer Historiker äußerte, hat sich in einzigartiger Weise das Verdienst erworben, den ersten Cremonini-Preis zuerkannt zu bekommen. Prof. Olsen ist ohne Zweifel ein bedeutender Mann der Wissenschaft, der glaubens- und überzeugungsstark an Lehrmeinungen und Erkenntnissätzen entgegen neuer Einsichten festhält und notfalls auch seine Augen vor aller Empirie verschließt.

Ohne mit den persönlichen Verhältnissen der Fragenden vertraut zu sein, wird dogmatisch erklärt, es sei unmöglich, die zwei Fragesteller zu überzeugen. Ohne auch nur deren Motivation zu kennen, wird ohne Grundlage, dafür aber mit um so größerer Autorität erklärt, diese sei »offenbar« und liege im Unwillen der Fragesteller, die Überzeugung zu ändern oder aber an deren familiären oder Milieuverhältnissen (der Satz im Originalschreiben ist verkrüppelt).

Obgleich man zugeben muß, daß man selbst keine eigenen Forschungen durchgeführt hat, also alles andere als tiefgehendes Fachwissen besitzt, bezeichnet man die eigene Meinung als »allgemein akzeptierte Auffassung über einen sehr gut durchleuchteten historischen Prozeß«.

Die dänischen Wissenschaftler lassen sich immerhin dazu herab, die Nennung einer Dokumentensammlung anzukündigen. Man erwartet, daß sie nun Jean-Claude Pressacs Werke zitieren, doch weit gefehlt: sie beziehen sich auch Danuta Czechs Buch, das alles andere ist als eine Dokumentensammlung. Es handelt sich dabei um ein prosaisches Tagebuch, basierend auf teilweise falsch wiedergegebenen Dokumenten und zum Teil nachweislich falschen Zeugenaussagen.

Schon die Ausführungen zu Ernst Zündel (der weder Präsident des Samisdat-Verlages ist, noch das Buch Did Six Million Really Die verfaßt hat) und Prof. Faurisson (dessen Promotion nichts mit Revisionismus zu tun hatte) zeigt die ganze Inkompetenz und Arroganz derjenigen, die dieses Schreiben verfaßt haben.

Der Bezug auf die »mindestens 5 Millionen, [die] im Laufe des Krieges aufhörte[n] zu existieren« begeht den oft aufgezeigten, aber von diesen feinen Wissenschaftlern immer wieder ignorierten Fehler, bei jüdischen Bevölkerungsstatistiken einzelne Länder oder Regionen isoliert zu betrachten. Zwar nahm die Zahl der Juden in Osteuropa während und nach dem Kriege massiv ab, dafür nahm sie aber in anderen Teilen der Welt (z.B. Frankreich, USA, Israel) massiv zu. Dieses Ausblenden unbequemer Fakten weist auf ein äußerst unwissenschaftliches Vorgehen hin.

Dem ganzen die Krone setzt der letzte Satz der dänischen Wissenschaftler auf, in dem sie ihre Meinung als »unabweisbar« hinstellen und alle, die anderer Meinung sind, ohne Beweisgrundlage als wahre Teufel bezeichnen, wofür der Begriff „(Neo)Nazi" heute im Prinzip synonym ist. Für Wissenschaftler aber gibt es insbesondere in komplexen historischen Fragestellungen keine unabweisbaren Tatsachen, und die politische Instrumentalisierung des Themas (indem man den Gegner als politischen Teufel brandmarkt) ist etwas, das definitiv die politisch-autoritäre Unwissenschaftlichkeit dieser Damen und Herren widerspiegelt.

Die Verweigerung jeder weiteren Korrespondenz in dieser Sache beweist dann auch, daß Prof. Olsen derjenige ist, der »eine bestimmte, einmal angenommene Überzeugung nicht von einem wie auch immer gearteten Argument erschüttern« lassen will.

Aus diesen Gründen hat das Cremonini-Preis-Komitee Herrn Professor Doktor Birker Munk Olsen als würdig empfunden, den ersten Cremonini Preis im Jahr 2000 des Herrn zuerkannt zu bekommen.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 4(2) (2000), S. 190-193.


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