Einige Fälle von physischer Bedrohung
und Gewaltanwendung gegen Revisionisten

Von Jean Plantin

Wir listen hier in summarischer Form eine Anzahl von Fällen physischer Gewaltanwendung gegen Revisionisten sowie gegen Personen, Buchhandlungen, Verlage und Druckereien auf, die der Zusammenarbeit mit Revisionisten verdächtigt wurden oder werden. Als Quellen haben wir lediglich einige Bücher sowie Periodika verwendet. Die folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder auf absolute Genauigkeit. Viele Punkte bedürfen einer näheren Untersuchung, Ergänzung oder Überprüfung. Der künftige Historiker der revisionistischen Bewegung wird dieser Zusammenstellung hoffentlich dennoch nützliche Informationen entnehmen können, die es ihm ermöglichen werden, einen düsteren Aspekt der Geschichte des Revisionismus zu beleuchten, nämlich die ungesühnten Gewalttätigkeiten gegen dissidente Historiker und Denker. Es ist wohlgemerkt kein einziger Fall bekannt, wo Revisionisten gegen ihre Gegner Gewalt angewendet hätten. Auf der einen Seite wird mit Argumenten gefochten, auf der anderen mit Beschimpfungen, Schlägen, Bomben, Brandstiftungen und physischer Bedrohung. Dies alles läuft unter dem beredten Schweigen der Medien sowie der patentierten Intellektuellen ab. Es gilt auch, darauf hinzuweisen, daß die Urheber der meisten hier aufgezählten Überfälle und Anschläge niemals gefunden wurden und daß in den übrigen Fällen äußerst milde Urteile gegen die Schuldigen gefällt worden sind. Auch dieses Thema wird dereinst zur Sprache kommen müssen. Zwecks Vervollständigung dieser Liste sind wir unseren Lesern für dokumentierte Hinweise auf weitere Fälle dankbar.


Abkürzungen

ZTN 1: The Zionist Terror Network. Background and Operation of the Jewish Defense League, IHR, 1985.

ZTN 2: The Zionist Terror Network. Background and Operation of the Jewish Defense League and other Criminal Zionist Groups, IHR, 1993.

ER: Ecrits revisionnistes (von Robert Faurisson), Privatausgabe, Vichy 1999.

18. März 1978, Frankreich, Caudebec-en-Caux (Seine-Maritime)

Francois Duprat, Mitglied des Führungsgremiums des Front National, Schriftsteller und Verbreiter revisionistischer Schriften, wird in seinem Wagen durch eine raffiniert konstruierte Bombe ermordet. Seine Frau trägt schwere Verletzungen davon. Ein »Commando du souvenir« (Kommando der Erinnerung) bekennt sich zu dem Terroranschlag. Mit Billigung von Serge und Beate Klarsfeld hatte der Betrüger Patrice Chairoff in Dossier neo-nazisme Namen und Anschrift F. Duprats sowie anderer des Faschismus, des Neonazismus oder des Revisionismus verdächtigter Personen veröffentlicht. Die Schuldigen werden niemals gefunden. (ER, IV, S. 1695; Le Choc du Mois, Nr. 41, Juni 1991, S. 71.)

20. November 1978, Frankreich, Lyon

Seit einigen Tagen schlägt die Faurisson-Affäre hohe Wellen. Am 17. November hatte der jüdische Journalist Bernard Schalscha in der kommunistischen Tageszeitung Liberation geschrieben:

»Ob sich Montag [den 20. November 1978] wohl nur die eingeschriebenen Studenten des Kurses für französische Literatur des 20. Jahrhunderts einfinden werden, um Herrn Faurisson um 14 Uhr in Saal 12 an der Fakultät des Quai Claude-Bernard sprechen zu hören?«

Am gleichen Tag erklärt Rektor Bernardet die Kurse Faurissons ab dem 20. für "provisorisch" eingestellt, unterläßt es jedoch, ihn zu benachrichtigen, so daß sich dieser am 20. an der Universität einfindet. Wie von Liberation gewünscht, legt man ihm einen Hinterhalt. "Studenten", die man nie zuvor in den Hallen dieser Universität gesehen hat, lauern dem bilderstürmerischen Professor auf. Kann man über die Gaskammern und über Proust diskutieren? Allem Anschein nach nicht. Faurisson wird in seinem Büro überfallen und ergreift die Flucht. Er rennt durch die Gänge, die Meute dicht auf den Fersen. Sie zeigen eine bewundernswerte Selbstkontrolle, denn sie straucheln nicht. Beim Ausgang wird Faurisson eingeholt und bekommt Schläge ab. Einer seiner Studenten trägt Verletzungen davon.

»Jetzt, wo wir deine Visage kennen, bist du geliefert!«

ruft einer der Schläger Faurisson nach. (Francois Brigneau, Mais qui est donc le professeur Faurisson?, Publications FB, Paris 1992) Eine Strafanzeige wird zu den Akten gelegt. Unter den "Demonstranten" befindet sich Dr. Marc Aron.

9. Januar 1979, Frankreich, Lyon

An der Universität beginnen die Kurse wieder. Die Union der jüdischen Studenten verteilt ein Flugblatt:

»Es geht uns nicht darum, mit Herrn Faurisson oder irgendeinem anderen Fanatiker seines Schlages zu polemisieren, aber wir müssen die Konsequenzen aus den jüngsten antisemitischen Anschlägen ziehen, denn Faurisson ist nicht bloß eine Person, deren Wahnvorstellungen betretenes Schulterzucken hervorrufen, sondern ein gefährlicher Mann. [...] Aus diesem Grund verlangen wir seinen definitiven Ausschluß von der Universität Lyon 2 sowie seine Entfernung aus dem Lehrkörper.«

Da sich der Rektor der Universität für außerstande erklärt hat, seine Sicherheit zu gewährleisten, verzichtet Faurisson auf die Durchführung seines Kurses. Es glückt ihm, durch eine Hintertür zu verschwinden. (F. Brigneau, aaO., S. 68.)

15. Januar 1979, Frankreich, Lyon

»Es fängt wieder an, aber diesmal besser organisiert. Es braut sich etwas zusammen. Allerlei Gruppen geben sich ein Stelldichein. Neben der Union der jüdischen Studenten marschieren andere Gruppierungen und Einzelpersonen auf: A.G.E.L., U.N.E.F., A.N.A.R., die Cercles Barricades, das Koordinationskomitee der jüdischen Organisationen Lyons, das Komitee der Resistance, die kommunistische Liga sowie Emmanuel Hamel, Abgeordneter der U.D.F. des zweiten Wahlkreises des Departements Rhone.« (F. Brigneau, aaO., S. 69.)

22. Januar 1979, Frankreich, Lyon

»Robert Faurisson erhält übereinstimmende Warnungen: Ein Sonderkommando reise aus Paris an, um Hackfleisch aus ihm zu machen. An der Universität stellt sich heraus, daß die Informationen zutreffen: Der Schlägertrupp ist in der Tat im Anmarsch. Faurisson läßt es nicht auf eine Kraftprobe ankommen. Während er sich zurückzieht, marschiert die Rabaukenrotte an ihm vorbei, erkennt ihn jedoch erst nachträglich. Nun beginnt die Hatz. Wer in Lebensgefahr schwebt, entwickelt ungeahnte Kräfte. Es gelingt Faurisson, sich seine Verfolger vom Leibe zu halten. Zu seinem Glück ist ein Bauplatz in der Nähe. Faurisson rennt dorthin, schüttelt die rasende Meute endgültig ab und bricht völlig erschöpft hinter einer kleinen Mauer zusammen. "Was hast du denn bloß ausgefressen?", fragt ihn ein arabischer Arbeiter. Faurisson ist so außer Atem, daß er ihm nicht antworten kann.« (F. Brigneau, aaO., S. 69.)

5. November 1980, Großbritannien, Sussex

Durch Brandstiftung werden Büros, Lagerraum und Druckerei des Betriebs zerstört, der Arthur R. Butz' The Hoax of the Twentieth Century und die von Richard Harwood verfaßte Broschüre Did Six Million Really Die? (Starben wirklich sechs Millionen?) sowie andere revisionistische Publikationen der Historical Review Press (HRP) gedruckt hat. Der Schaden wird auf 50.000 Pfund geschätzt. Ein linker Journalist, Manny Carpel, wird des Verbrechens für schuldig befunden und zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er etwas über ein Jahr absitzen muß. (ZTN 2, S. 16; in ZTN 1 nicht erwähnt.)

Januar 1981, USA, Torrance (Kalifornien)

Eine Brandbombe wird durch das Fenster eines Büros des Institute for Historical Review (IHR) geworfen, wodurch ein Teil des Gebäudes beschädigt wird. (Erklärung von Thomas J. Marcellus; ZTN 1, S. 7, 9; in ZTN 2 nicht erwähnt. Dieser Anschlag ist nicht verbürgt, vgl. den Eintrag unter dem Datum des 25. Juni 1981.)

29. Januar 1981, Frankreich, Courbevoie (Haut-de-Seine)

Michel Caignet, 26, ein Student, der eine Doktorarbeit in englischer und deutscher Philologie vorbereitet, verläßt seinen Wohnsitz in Courbevoie, um sich zur Universität zu begeben, als er unweit seines Hauses von vier Individuen überfallen, zu Boden geworfen und festgehalten wird. Einer der vier übergießt sein Gesicht und seine rechte Hand mit Schwefelsäure. Michel Caignet ist Mitglied der nationalen Gruppe FANE und Revisionist. Er hat Thies Christophersens Broschüre Die Auschwitz-Lüge ins Französische übersetzt. Durch den Säureanschlag ist sein Gesicht dermaßen gräßlich entstellt, daß nur zwei Zeitungen es wagen, sein Bild zu veröffentlichen. Der Hauptschuldige, Yves Aziza, Medizinstudent und Sohn des in Montreuil ansässigen Apothekers Charles Aziza, ist der Polizei und Justiz schon eine Stunde nach dem Attentat bekannt, doch unter skandalösen, bis ins Detail bekannten Umständen erhält er genügend Zeit, nach Deutschland und von da aus nach Israel zu fliehen. Ein gewisser Main, der im Justizministerium der Abteilung für kriminelle Handlungen angehört (Leiter dieser Abteilung ist Raoul Beteille), weicht allen Fragen über die Gründe für die unerklärlich späte Eröffnung eines Strafverfahrens (vierzehn Tage!) in sarkastischem Ton aus. (ER, Band IV, S. 1698; Commission d'actes de barbarie, in diesem Dokument wird der Text einer Anordnung der Anklagebehörde des Appellationsgerichts Versailles vom 8. Februar 1985 wiedergegeben, durch die der erwähnte Y. Aziza vor das Geschworenengericht des Departements Hauts-de-Seine vorgeladen wird.)

19. März 1981, USA, Torrance (Kalifornien)

Bei einer Kundgebung der JDL (Jewish Defense League) vor dem Sitz des IHR greifen JDL-Anführer Mordechai Levy und andere Demonstranten den Wagen des Stellvertreters des Hauseigentümers an, der sich an Ort und Stelle begeben hat, um die Sicherheit der Räumlichkeiten zu gewährleisten. Während der Wagen losfährt, schlägt Levy die rechte Scheibe ein und droht dabei, das Eigentum des Hausbesitzers zu zerstören (The Daily Breeze, 20. März 1981, S. 1; ZTN I, S. 7.)

5. April 1981, USA, Torrance (Kalifornien)

Die JDL führt vor dem Sitz des IHR eine Kundgebung durch, bei der ein Mitglied des Instituts zu Boden geworfen und verprügelt wird. (ZTN 1, S. 7; von Tom Marcellus gelieferte Informationen.)

25. Juni 1981, USA, Torrance (Kalifornien)

In den ersten Morgenstunden findet ein Bombenanschlag gegen den Sitz des IHR statt. Der Brandsatz, der einem Molotow-Cocktail gleicht, richtet lediglich leichten Schaden an. Ein Mann, der behauptet, Mitglied der Gruppe "Jewish Defenders" (Jüdische Verteidiger) zu sein, übernimmt in Telefonanrufen an Presseagenturen die Verantwortung für das Attentat. Laut ZTN 2 handelt es sich dabei um den ersten Bombenanschlag gegen das IHR. Dies würde bedeuten, daß die Behauptungen über einen Anschlag im Januar 1981, die in ZTN 1, nicht aber in ZNT 2 zu finden ist, falsch sind. (ZTN 2, S. 10; in ZNT 1 nicht erwähnt.)

April 1982, USA, Kalifornien

In einem Vorort von Los Angeles werden zwei Ziegelsteine durch ein Fenster des Hauses von George Ashley geworfen. Ashley ist Geschichtslehrer und Revisionist. (ZTN 2, S. 8.)

25. April 1982, USA, Torrance (Kalifornien)

Wieder wird ein Brandanschlag auf den Sitz des IHR verübt. Ein Photokopierapparat, diverse Möbel sowie Dokumente werden beschädigt. In einem Telefonanruf an eine lokale Nachrichtenagentur bekennt sich eine Gruppe, die sich "Die jüdischen Verteidiger" nennt, zu dem Attentat. (ZTN 2, S. 10.)

27. Mai 1982, USA, Kalifornien

Die JDL begeht einen Bombenanschlag auf das Haus von George Ashley. Der Geschichtslehrer hat sich zu gewissen Punkten des Holocaust revisionistisch geäußert. (ZTN 1, S. 7; ZTN 2, S. 8.)

5. September 1982, USA, Torrance (Kalifornien)

Der Sitz des IHR wird beschossen. Zwei Fenster gehen in Brüche, und die Eingangstür wird beschädigt. Die beschossenen Räumlichkeiten sind zum Zeitpunkt des Feuerüberfalls zwar beleuchtet, doch glücklicherweise leer. Außerdem richtet ein Brandsatz an der Fassade vor den Büros leichten Schaden an. Später am gleichen Tag und in der darauffolgenden Woche erhält das Institut zahlreiche anonyme Telefonanrufe mit Morddrohungen. Der Stimme nach zu schließen handelt es sich bei dem Anrufer um Mordechai Levy. Dennoch kommt es zu keiner Verhaftung, ja nicht einmal zu einer gerichtlichen Untersuchung. (ZTN 1, S. 7; ZTN 2, S. 10.)

8. Dezember 1982, USA, Kalifornien

Das Haus George Ashleys wird verwüstet. Die Einbrecher schütten Teer über seine Schreibmaschine, zerstören seine Möbel und schmieren zionistische Parolen an die Wände sowie auf die Teppiche. Der Schaden wird auf 20.000 Dollar (ZTN 1, S. 7) bzw. 26.000 Dollar (ZTN 2, S. 8) geschätzt. Mordechai Levy äußert sich anschließend bezüglich des aktiven revisionistischen Historikers Dr. G. Ashley wie folgt:

»Wir haben ihn gewarnt, wenn er mit seinen Aktivitäten weitermache, werde er teuer dafür bezahlen müssen. [...] Wir haben gewarnt, wenn die Schulleitung Ashley nicht Einhalt gebiete, würden wir es tun.« (ZTN 2, S. 8.)

1983, Uckfield, UK

Die Druckerei der Historical Review Press, Hauptverbreiterin systemkritischer und revisionistischer Werke in Großbritannien, wird durch Brandstiftung vollständig zerstört. In einem in Zusammenarbeit mit der britischen linksextremen Zeitschrift Searchlight gedrehten und in den USA von der JDL verbreiteten Film wird das Verbrechen gebilligt. (ZTN 1, S. 7 und 8; in ZTN 2 nicht erwähnt. Vgl. dazu die Angaben unter 5. November 1980.)

Dezember 1983, Kanada, Toronto

Der Eigentümer der Samisdat Press, Ernst Zündel, Herausgeber der kanadischen Fassung der von Richard Harwood verfaßten Broschüre Did Six Million Really Die?, wird auf der Treppe der Old City Hall in Toronto von einer Gruppe von Anhängern der Jewish Defense League mit Schlägen traktiert. (ZTN 1, S. 8.)

6. Februar 1984, Kanada, Toronto

Eine Gruppe der Jewish Defense League greift den dissidenten Verleger Ernst Zündel abermals tätlich an. Erbost darüber, daß eine Absperrkette der Polizei sie daran hindert, Zündel zu verprügeln, lassen die jüdischen Extremisten ihre Wut an Fernsehkameraleuten aus: Sie dreschen auf die Journalisten ein und zerstören ihr Filmmaterial.

4. Juli 1984, USA, Torrance (Kalifornien)

Das Institute for Historical Review wird in den ersten Morgenstunden durch Brandstiftung verwüstet. Die Schäden werden auf 400.000 Dollar geschätzt. In einer Sonderausgabe des IHR Newsletter vom August 1984 schreibt Institutsleiter Thomas Marcellus:

»Als physische Einrichtung hat das I.H.R. praktisch aufgehört zu existieren. 90% unserer Vorräte an Büchern und Kassetten - die weltweit wichtigste Sammlung historischer revisionistischer Werke - sind vernichtet worden. Unser ganzes Material - Büroräume, Stühle, Dossiers, Büchertische - ist nur noch ein verkohlter Haufen. Manuskripte, Urkunden, Kunstwerke, Filmabzüge und -negative - das Ergebnis von mehr als sechs Jahren unablässiger Bestrebungen, der Welt verheimlichte geschichtliche Fakten bekannt zu machen - existieren nicht mehr.«

Zwei Tage nach dem Anschlag taucht Irv Rubin, Chef der Jewish Defense League, am Ort des Brandanschlags auf und heißt den Terrorakt öffentlich gut. Er behauptet sogar, den Brandstifter zu kennen. Es kommt zu keinerlei Verhaftungen. Die Raffinesse, mit der die Tat begangen wurde, erweckt bei einigen den Verdacht, es könne sich um das Werk einer Mannschaft geschulter Agenten aus dem Ausland handeln. Die amerikanischen Medien wahren beinahe vollkommenes Schweigen über das Verbrechen, bei dem es sich um den schlimmsten Fall von Bücherverbrennung in der gesamten Geschichte der USA gehandelt hat. (ZTN 1, S. 8; ZTN 2, S. 10-11.)

27. Juli 1984, USA, Kalifornien

Der Lehrer George Ashley erhält wiederholt telefonische Bombendrohungen. Ein Angehöriger der JDL wird als Schuldiger dingbar gemacht. Sein Name ist Michael S. Canale. (ZTN 2, S. 8-9.)

September 1984, Kanada, Toronto

In der Nähe des Hauses des Verlegers Ernst Zündel explodiert ein Sprengkörper. Die Splitter fliegen in einem Viertel umher, in dem sich zahlreiche Frauen und Kinder aufhalten. Eine Gruppe, die sich den seltsamen Namen "People's Liberation Army of the Jewish Defense League" (Volksbefreiungsarmee der Jüdischen Verteidigungsliga) zugelegt hat, bekennt sich in einem Telefonanruf ans Stadtfernsehen von Toronto zu dem Terroranschlag. (ZTN 1, S. 8.)

Januar 1985, Kanada

Ein Kommando der Jewish Defense League überfällt Ernst Zündel, seinen Verteidiger und dessen Sekretärin beim Eingang zum Gericht der Grafschaft York. Laut dem Sergeanten Michael Thompson von der Toronto Metropolitan Police hat JDL-Chef Marvin Weinstein (alias Meir Halevi) Angehörige des Zündel-Teams mit Faustschlägen und Fußtritten traktiert. Richter Hugh Locke wirft Zündel und seinen Unterstützern vor, die JDL durch das Tragen von Schutzhelmen provoziert zu haben. ( ZTN 1, S. 8.)

April 1985, USA, Tulsa

Zweimal innerhalb eines Monats wird das Auto des revisionistischen Universitätslehrers Charles Weber aus Tulsa (Oklahoma) beschädigt. Beim zweiten Mal findet man am Tatort einen Zettel, auf dem die JDL mit einem Bombenanschlag droht. (ZTN 1, S. 8.)

15. Mai 1985, USA, Northbridge (Kalifornien)

Vor der Haustür George Ashleys geht eine Bombe hoch. Niemand wird verletzt, doch die materiellen Schäden belaufen sich auf etwa 2.000 Dollar. In der Nähe des Tatorts sind die Buchstaben JDL an eine Mauer geschmiert worden. JDL-Chef Irv Rubin erklärt, es sei »schade, daß Herr Ashley nicht in die Luft geflogen ist« (ZTN 1, S. 8; ZTN 2, S. 9.)

5. Juni 1985, USA, Santa Monica (Kalifornien)

Bombenanschlag der Jewish Defense League gegen das Büro des GANPAC (German-American National Political Action Comittee). Die Schäden werden auf 50.000 Dollar geschätzt. (ZTN 1, S. 8.)

30. Juli 1985, USA, Torrance (Kalifornien)

Irv Rubin von der Jewish Defense League fordert, die verantwortlichen Gemeindepolitiker von Torrance, wo das IHR seinen Sitz hat, müßten eine Verfügung treffen, um das Institut aus der Gemeinde zu verbannen. Rubin droht Aufruhr zu stiften, wenn eine solche Verfügung ausbleibe. (ZTN 1, S. 8.)

30. Juli 1986, Frankreich, Paris

Henri Roques gibt, gemeinsam mit seinem Verleger und der schweizerischen Lehrerin Mariette Paschoud, eine Pressekonferenz, bei der es um die Doktorarbeit von Nantes sowie den dadurch hervorgerufenen Wirbel geht. Zwanzig bis dreißig Mitglieder der totalitären Organisation SOS-Racisme dringen in das Lokal ein, um Roques am Reden zu hindern. Nach anderthalbstündiger Blockade beschließt die herbeigerufene Polizei, die Störenfriede des Saales zu verweisen, und die Pressekonferenz kann unter normalen Bedingungen stattfinden. (Andre Chelain, La These de Nantes et l'affaire Roques, Polemiques, Paris 1988, S. 16-17.)

12. Juli 1987, Frankreich, Vichy

Ein Nicolas Ullmann, Geburtsdatum 1963, greift Prof. Robert Faurisson im Sporting-Club von Vichy tätlich an. (ER, IV, S. 1701.)

12. Dezember 1987, Frankreich, Paris

Bei einem Kolloquium an der Sorbonne

»überfielen Angehörige einer jüdischen Miliz Henry Chauveau (der schwere Verletzungen davontrug), Michel Sergent, Pierre Guillaume und Prof. Robert Faurisson, die allesamt verletzt wurden. Die Sicherheitsbeamten der Sorbonne nahmen einen der Schläger fest. Ein in Zivil gekleideter Polizeibeamter wies sie an, den Mann freizulassen, und vertrieb den Professor gewaltsam vom Universitätsgelände.« (ER, IV, S. 1700-1701.)

14. Januar 1988, Frankreich, Lyon

Professor Jean-Paul Allard wird ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er von mehreren Personen angegriffen und verletzt worden ist. Die Organisation "Juive de Combat" (Jüdische Kampforganisation) bekennt sich zu dem Gewaltakt. Die Schläger hatten Prof. Allard auf dem Parkplatz der Universität Lyon 3 aufgelauert. 1985 hatte dieser die Jury geleitet, die Henri Roques für seine Studie Die Geständnisse des Kurt Gersteins den Doktortitel zuerkannte. Später wurde Roques der Titel wieder aberkannt. (ER, IV, S. 1702.)

10. Februar 1988, Deutschland, Berlin

Unbekannte stecken das Auto des Historikers Prof. Ernst Nolte, den manche für einen Halbrevisionisten halten, nachts in Brand. Der Wagen befand sich auf dem Parkplatz der Freien Universität Westberlin, wo Nolte unterrichtet. Ein anonymer Brief mit fünfzackigem Stern wird einer Berliner Nachrichtenagentur zugestellt. Die Absender bekennen sich zu dem Brandanschlag und werfen Nolte vor, ein Bindeglied zwischen dem Faschismus und der BRD darzustellen; ferner sei er Mitbegründer einer antikommunistischen Organisation. (IHR Newsletter, Nr. 59, Juli 1988, S. 5.)

18. Juli 1988, Kanada, Eckville (Alberta)

Unbekannte zünden um 4 Uhr 15 früh das Haus James Keegstras an. Keegstra und seine Familie können den Brand kurz vor dem Eintreffen der Feuerwehr löschen. Es gibt keine Verletzten. Allerdings muß das schwer beschädigte Hausdach ersetzt werden. Unweit des Tatortes findet man zwei Benzinkanister. (IHR Newsletter, Nr. 60, August 1988, S. 6.)

Mitte Februar 1989, USA, Kalifornien

Die JDL richtet telefonische Drohungen an die Direktion eines Hotels, in dem nächstens eine revisionistische Konferenz des IHR stattfinden soll. Darauf kündigt das Hotel sein Abkommen mit dem IHR. Ungeachtet einiger Schwierigkeiten derselben Art kann die Konferenz an einem anderen Ort über die Bühne gehen. (IHR Newsletter, Nr. 65, April 1989, S. 1-3.)

16. September 1989, Frankreich, Vichy

Robert Faurisson wird unweit seines Wohnsitzes in Vichy bei einem Spaziergang überfallen. Ein aus drei jungen jüdischen Verbrechern bestehendes Kommando spritzt ihm Tränengas ins Gesicht, wirft ihn zu Boden und versetzt ihm heftige Fußtritte ins Gesicht sowie auf die Brust. Hätte nicht ein Passant eingegriffen, so wäre Faurisson zu Tode getreten worden. Er muß sich einer viereinhalbstündigen Operation unterziehen. Eine Gruppe, die sich "Les Fils de la Memoire Juive" (Söhne des jüdischen Gedenkens) nennt, bekennt sich zu der Tat und droht:

»Prof. Faurisson ist der erste, wird aber nicht der letzte sein.«

Bis zum heutigen Tage ist keine Verhaftung oder auch nur Einvernahme erfolgt. Der zuständige Untersuchungsrichter läßt seine Feindseligkeit gegenüber dem Opfer deutlich erkennen und verfügt die Einstellung der Untersuchung. Serge Klarsfeld rechtfertigt den Überfall ebenso wie Francois Leotard, Jean Kahn und einige andere Persönlichkeiten. (ER, IV, S. 1701; Francois Brigneau, aaO., S. 6-12.)

6. Februar 1990, Frankreich, Paris

Der Revisionist Olivier Mathieu wird von Angehörigen einer Organisation namens FOX zusammengeschlagen. Dies trägt sich anläßlich einer von Christophe Dechavanne geleiteten Fernsehsendung (»Ciel, mon mardi!«) zu, bei der Mathieu ausgerufen hat: »Faurisson hat recht!« Seine Verlobte sowie Marc Botrel bekommen ebenfalls Schläge ab. Bei dem Vorfall sind Jean-Pierre Bloch und Moshe Cohen von der Judenorganisation Tagar zugegen. Die Tätlichkeiten nehmen außerhalb des Fernsehstudios und draußen auf der Straße ihren Fortgang. Einer der Schläger wird von der Polizei in Gewahrsam genommen, doch auf Intervention von Pierre-Bloch schon nach wenigen Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt. (ER, IV, S. 1699.)

1. März 1990, Frankreich, Lyon

Mehrere Dutzend Personen, darunter Angehörige der UEJF (Union des Etudiants Juifs de France, Union der jüdischen Studenten Frankreichs), dringen in den Saal der Universität Lyon 3 ein, wo Bernard Notin vor etwa 20 Studenten einen Kurs abhält. Unter den Eindringlingen befindet sich Marc Rochmann, nationaler Vorsitzender der UEJF, Daniel Drai, Sekretär der Lyoner Sektion, Jean Levy, Vorsitzender der Lyoner Sektion der Organisation CRIF, Dr. Marc Aron sowie zwei Abgeordnete, die Damen Lagrange und Klebinder. B. Notin wird von den Judenführern attackiert und mit Schmähungen überhäuft. In der Presse ist von »Drohungen gewisser überdrehter Personen« die Rede. (Le Progres, Lyon, 2. März 1990, S. 14.) Einige Wochen - oder Monate - später gelingt es Notins Frau mit knapper Not, ihren Hund zu retten, der mit Messerstichen schwer verletzt worden ist; weitere sechs Wochen darauf wird ihre Katze abgestochen. Solche Praktiken sind gang und gäbe. In den USA erhielt der Herausgeber einer Zeitung, dem die Judenorganisation B'nai B'rith die Veröffentlichung eines revisionistischen Textes vorgeworfen hatte, den Kadaver eines Tieres, dem man ein Messer in den Leib gebohrt hatte. (The Houston Chronicle, 20. Februar 1993, S. 31; ER, IV, S. 1477, Fußnote 1.)

21. März 1991, Frankreich, Paris

Eröffnung des Prozesses gegen Robert Faurisson und Patrice Boizeau, den verantwortlichen Herausgeber der Monatszeitschrift Le Choc du Mois. Anlaß zu dem Verfahren bietet ein Interview, das Faurisson dem Blatt im September 1990 gewährt hat. Angehörige der Judenorganisationen Betar und Tager sowie - wirkliche oder angebliche - ehemalige Deportierte verwandeln den Gerichtssaal in ein Tollhaus. Mehrere Revisionisten tragen Verletzungen davon. Die Wächter im Gerichtssaal unterlassen es, den Tätlichkeiten Einhalt zu gebieten, und lassen die Schläger ungehindert abziehen, ohne daß gegen diese Anklage erhoben wird. Prof. Faurisson wird geschlagen und bespuckt. Im Juli 1991 muß er sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen, der durch Schläge auf sein rechtes Bein erforderlich geworden ist. (ER, III, S. 1252, 1299, 1324, 1327.)

18. April 1991, Frankreich, Paris

Die 17. Kammer des Pariser Strafgerichts verkündet sein Urteil im Prozeß gegen R. Faurisson und P. Boizeau. Der Revisionist Pierre Guillaume wird von jüdischen Halbstarken angegriffen, die ihm die Brille zerbrechen. (ER, III, S. 1332.)

22. Januar 1992, USA, Los Angeles

Der jüdische Revisionist David Cole wird bei einer Versammlung an der Universität von Kalifornien (UCLA) in Los Angeles von Angehörigen der JDL attackiert. Vor Beginn der Veranstaltung hatte JDL-Boss Irv Rubin versucht, Cole eine Treppe hinabzustoßen. Andere Rabauken kühlen ihr Mütchen an Robert Morrissey, dem Organisator der Veranstaltung. Während diese ihren Lauf nimmt, versuchen JDL-Mitglieder, die Redner am Sprechen zu hindern, und bewerfen Cole mit Nahrungsmitteln. Ein JDL-Schläger schlägt Cole die Nase blutig. (IHR Newsletter, Nr. 85, Februar 1992, S. 5; Nr. 86, April 1992, S. 1; ZTN 2, S. 14.)

17. März 1992, Schweden, Stockholm

Robert Faurisson besucht Schweden auf Einladung von Ahmed Rami, dem Leiter von Radio Islam. Kaum ist Faurisson gelandet, werden er, Ahmed Rami sowie zwei junge Schweden um ein Haar von einer die mit Stöcken, Messern und Tränengasbomben bewaffneten Horde überfallen und um ein Haar gelyncht. An der Spitze der Rotte stehen führende Mitglieder eines jüdischen Studentenclubs. Die jüdische Gemeinde Schwedens trägt eine schwere Verantwortung für die Einschüchterungsversuche, Lügen, Beschimpfungen und tätlichen Attacken, denen Faurisson während seines kurzen Aufenthaltes in Schweden ausgesetzt ist. Durch Drohungen erreicht sie, daß sämtliche von Rami geplanten Vorträge Faurissons abgesagt werden müssen. (ER, III, S. 1375.)

28. Oktober 1992, Belgien, Brüssel

Ein Molotow-Cocktail wird um 23.10 Uhr in einen vom Priester Jean-Marie Borbouse geführten Bücherladen geworfen und richtet Schäden in Höhe von über 250.000 französischen Francs an. Bereits am 25. desselben Monats hatte der Besitzer Drohungen von Individuen erhalten, die ankündigten, nachdem sie den Verlag La Vieille Taupe "fertiggemacht" hätten, sei Borbouse als nächster an der Reihe. Der Bücherladen, der jeweils um Mitternacht schließt, ist dadurch aufgefallen, daß er in seinem ca. 19.000 Werke umfassenden Sortiment ein knappes Dutzend revisionistischer Titel führt. Der Anschlag, für den niemand Verantwortung übernimmt, hat in Anwesenheit des Sohns des Besitzers stattgefunden, der jedoch unverletzt bleibt. (Nouvelle Vision, Nr. 27, Dezember 1992/Januar und Februar 1993, S. 83, 84.)

3. bis 6. Dezember 1992, Schweden, Stockholm

Zweiter Aufenthalt Robert Faurissons in Schweden. Während Faurissons Aufenthalt wird Ahmed Ramis Wohnsitz zweimal nachts angegriffen. (ER, III, S. 1459.)

22. April 1993, USA, Washington

Am Tag der offiziellen Eröffnung des Holocaust-Museums versammeln sich rund 150 Personen, um gegen die umstrittene Gedenkstätte zu protestieren. Sie werden von Mitgliedern der JDL attackiert. Eines der Opfer ist der 52-jährige David Willcox. Er wird mit Eisenstäben auf Kopf und Beine geschlagen und muß in ein Krankenhaus eingeliefert werden, wo man ihm zwölf Wunden am Kopf vernäht. (ZTN II, S. 8.)

30. Mai 1993, Frankreich, Paris

Der Bund der Atheisten hält seine Jahrestagung ab und diskutiert zum vierten Mal seit 1987 über den Ausschluß Prof. Faurissons. Zum vierten Mal wird eine solche Maßnahme abgelehnt. Im Verlauf der Tagung tritt ein gewisser Pierre Courson, ehemaliger Buchenwald-Häftling, an Faurisson heran, um ihn nach seinem Namen zu fragen, und schlägt dann mit seinem Spazierstock wild auf ihn ein. Der Schläger wird sofort gepackt und zieht es vor, den Saal zu verlassen. (ER, IV, S. 1515.)

7. Mai 1993, Kanada, Toronto

Um 5.30 Uhr morgens wird Ernst Zündels Haus in Brand gesteckt. Die automatische Kamera, die am Eingang installiert ist, zeigt einen Mann mit Cowboyhut, welcher Benzin vor dem Haus ausgießt. Das heftig wütende Feuer verheert einen großen Teil des Saals, wo Zündel seine Dokumentation aufbewahrt, und zerstört das Dach zur Gänze. Ein erheblicher Teil der Dokumente fällt den Flammen zum Opfer, und das von den Feuerwehrleuten gespritzte Wasser vergrößert den Schaden noch. In einem Nachbarhaus entkommen drei junge Männer dem Feuer nur mit knapper Not. Einige Stunden später tun Demonstranten (Kommunisten, Trotzkisten, "Antirassisten") ihre Freude lautstark kund. Eine Gruppe, die sich "Jewish Armed Resistance Movement" (Bewaffnete jüdische Widerstandsbewegung) nennt, bekennt sich zu der Brandstiftung. Am 12. Mai versuchen mehrere Angehörige der JDL, darunter Meir Halevi und Irv Rubin, in Zündels Wohnsitz einzubrechen. Sie werden von der Polizei auf der Flucht ergriffen, jedoch schon bald wieder freigelassen. (ER, IV, S. 1674; Michael Shermer, Why People Believe Weird Things, W. H. Freeman, New York, S. 185.)

Kurz vor dem 20. Mai 1995, Kanada, Toronto

Während seiner Abwesenheit erhält Ernst Zündel ein verdächtiges Paket, dessen Absender sich bei einer kurzen Untersuchung als unbekannt herausstellt. Der kanadische Revisionist übergibt das Paket der Polizei, die darin eine Bombe entdeckt. Ihre Sprengkraft hätte ausgereicht, um noch in einem Umkreis von 90 m tödlich zu wirken. Die Polizei läßt den Sprengkörper in einem Steinbruch hochgehen. (Ernst Zündel: Sein Kampf für Deutschland, Samisdat Publishers, Toronto 1999, S. 38f.)

16. Juli 1996, Frankreich, Paris

Ein brutaler Anschlag wird auf die Librairie du Savoir (Buchhandlung des Wissens) verübt - auch Librairie roumaine anti-totalitaire (Antitotalitäre rumänische Buchhandlung) genannt. Tausende von Büchern in rumänischer Sprache werden mit roter Farbe beschmiert. Telefon, Fax, Computer und Druckmaschine werden zerstört, zwei anwesende Personen belästigt und der Buchhändler ernstlich verletzt (gebrochene Nase). (ER, IV, S. 1794; Dualpha, Nr. 1, Mai/Juni 1998, S. 36-44.)

Anfang September 1996, Uckfield, Großbritannien

Die Räumlichkeiten der Druckerei der Historical Review Press werden erneut durch Brandstiftung beschädigt. (Richard Widman, »How Fahrenheit 451 Trends Threaten Intellectual Freedom«, in: The Revisionist, Nr. 2, Januar 2000, S. 15; Evening Standard, 6. September 1996.)

Bilder der Verwüstung: Auswirkungen des Brandanschlags auf die Druckerei von Historical Review Press in Uckfield, UK, im September 1996. Oben: Das Büro; unten: eine Ecke der Druckerei.

7. September 1996, Frankreich, Paris

Vier junge Juden überfallen Patrick Helin, einen Buchhändler, weil er einige revisionistische Werke verkauft. Mehreren Zeugen zufolge soll sich Arno Klarsfeld, Sohn von Serge und Beate Klarsfeld, unter den Angreifern befunden haben. (ER, IV, S. 1793.)

30. November 1996, Frankreich, Paris

Drei junge Juden schlagen das Schaufenster der Librairie du Savoir ein. (ER, IV, S. 1794.)

15./16. Januar 1997, Frankreich, Bordeaux

In der Nacht vom 15. auf den 16. wird das Schaufenster der Librairie Ulysse eingeschlagen. Leiter dieser Buchhandlung ist Jean-Luc Lund. Der oder die Täter stehlen Schallplatten, Kassetten und den Inhalt der Kasse. In der Presse ist von »ernsthaften Beschädigungen« die Rede. Am 27. Juni 1996 war Jean-Luc Lund unter Berufung auf ein Gesetz vom Juli 1949 verurteilt worden, weil er revisionistische Zeitschriften, die für Minderjährige verboten sind, ausgestellt und zum Verkauf angeboten hatte. (Sud-Ouest, 17. Januar 1997.)

13. Mai 1997, Frankreich, Paris

Georges Piscoci-Danesco, Leiter der Librairie roumaine antitotalitaire, wird von vier jungen Juden - darunter einer Marie Fainberg - bedroht, die kurz vor Ladenschluß die Buchhandlung betreten. Zur Selbstverteidigung zeigt er eine Schreckschußpistole. Einige Stunden später wird er von der Polizei aufgesucht und aufs Kommissariat geführt. Grund dafür ist eine von der besagten Jüdin Fainberg eingereichte Anzeige. Die Buchhandlung sowie Piscoci-Danescos Wohnung werden gründlich durchsucht. In erster Instanz wird der Buchhändler zu zwei Monaten Gefängnis auf Bewährung sowie einer Buße in Höhe von mehreren tausend Francs verurteilt. Dieses skandalöse Urteil wird in zweiter Instanz herabgesetzt. (Dualpha, Nr. 1, Mai/Juni 1998, S. 36-44.)

15. Januar 1998, Frankreich, Paris

Prozeß gegen Roger Garaudy und Pierre Guillaume. Die Judenmilizen üben ungestraft Terror aus. Mehrere Personen werden verletzt. (ER IV, S. 1852.)

27. Februar 1998, Frankreich, Paris

Richter Monfort spricht sein Urteil im Fall Garaudy. Abermals terrorisieren die Judenmilizen ungestraft Prozeßteilnehmer. Wiederum gibt es mehrere Verletzte. Mehrere jüdische Schläger schwingen Messer. (ER, IV, S. 1852-1853.)

16. Januar 1999, Spanien, Barcelona

Mehrere linke Organisationen demonstrieren gegen die Existenz der von Pedro Varela geleiteten Libreria Europa. Das Eisengitter vor dem Geschäft wird eingedrückt, das Innere der Buchhandlung verwüstet und zerstört, die Schaufenster eingeschlagen, die Bücher zerrissen und mit Farbe beschmiert. Einige Randalierer werfen Bücher auf die Straße und zünden sie an. Am 16. November 1998 war Pedro Varela wegen Revisionismus und "falscher" politischer sowie ideologischer Ansichten zu fünf Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden. (Das Urteil wird später aufgehoben und zum endgültigen Entscheid an das Madrider Verfassungsgericht überwiesen, Anmerkung des Übersetzers, Cartas, Nr. 12, 1999.)

4. Juni 1999, Frankreich, Lyon

Bei einer polizeilichen Einvernahme wird Jean Plantin, Herausgeber der Zeitschrift Akribeia, von Hauptkommissar Philippe Justo unflätig verunglimpft. Justo fordert sozusagen zum Mord an Plantin auf (»Er gehört abgemurkst!«, »Tötet ihn!«). Derselbe Justo hatte Plantin bei einer vorherigen Einvernahme am 14. Januar 1999 angepöbelt und namentlich als »Blödmann« (connard) beschimpft. (Akribeia, Nr. 5, Oktober 1999, S. 11, 28.)

25. November 1999, Frankreich, Paris

Um die zwanzig Personen überfallen die Buchhandlung La Licorne bleue (Das blaue Einhorn). Das Schaufenster wird eingeschlagen, vor dem Laden stehende Tische mit Büchern, die den Einheitspreis von zehn Francs kosten, werden umgeworfen. Der Buchhändler bekommt Schläge ab. Am 20. November hatten ca. 80 Personen vor dem Geschäft demonstriert. (Faits et Documents, Nr. 80, 1.-15. Dezember 1999, S. 11, sowie persönliche Mitteilung.)

3. Dezember 1999, Frankreich, Paris

Blitzartiger Überfall auf die Pariser Buchhandlung La Licorne bleue. Um die fünfzehn Angreifer, bei denen es sich zweifellos um zionistische Aktivisten handelt, versuchen das Schaufenster einzuschlagen.

Summarischer Erwähnung weiterer Zwischenfälle

Im folgenden führen wir noch einige sehr summarische Informationen über Gewalthandlungen gegen Revisionisten sowie revisionistische Einrichtungen an, die wir verschiedenen Publikationen entnommen haben. In den meisten Fällen fehlen die Daten. All diese Informationen bedürfen wohlverstanden einer Überprüfung.


Zuerst erschienen unter »Quelques cas de violences et de menaces physiques contre des révisionnistes« in Akribeia Nr. 6, März 2000. Übersetzung von Jürgen Graf.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 5(1) (2001), S. 85-91.


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