Esquire Magazine berichtet über Revisionismus

Über die mangelhaften Beobachtungen des US-Autors John Sack

Von Mark Weber

Ein wichtiges Anzeichen für den wachsenden Einfluß des Holocaust-Revisionismus auf die Gesellschaft im allgemeinen ist der Umstand, daß der Revisionismus von den etablierten Medien zunehmend mit Respekt behandelt wird. Ein Beispiel dafür ist der detailliert und objektiv geschriebene Bericht über die letzte Konferenz des Institute for Historical Review vom Mai 2000,[1] der am 30. Mai letzten Jahres in der Los Angeles Times erschien. Dieser Artikel wurde von Kim Murphy verfaßt, einem altgedienten Journalisten der LA Times, der der gesamten dreitägigen Konferenz beiwohnte und dessen etwa ein Spalten-Meter langer Artikel die jüdische Gemeinde der Vereinigten Staaten in Rage brachte.[2]

Charles Provan mit einem Teil seiner Familie. Obwohl nur eine Randfigur des
Revisionismus, stellt ihn John Sack in den Mittelpunkt seiner Berichterstattung.

Ein neueres Beispiel einer solchen Berichterstattung ist ein elfseitiger Beitrag in der Februar-Ausgabe 2001 von Esquire, ein renommiertes Hochglanzmagazin mit einer US-Auflage von etwa 600.000 Exemplaren. Der mit »Inside the Bunker« (Im Innern des Bunkers) übertitelte Artikel wurde vom erfahrenen Journalisten und Autor John Sack verfaßt und basiert in wesentlichen auf den Beobachtungen dieses jüdischen Autors sowie auf seiner Rolle als Vortragender während der IHR-Konferenz im May 2000 in Irvine, Kalifornien. John Sack dürfte den meisten Lesern vor allem aufgrund seines Buches Auge und Auge bekannt sein, in dem der Autor über Konzentrationslager in Polen und im besetztem Ostdeutschland berichtet, wo Tausende unschuldiger Deutscher meist von jüdischen Lagerführern gemartert und ermordert wurden.[3] Über das gleiche Thema referierte Sack auch während seines Vortrages in Irvine.

Über Sacks in Ich-Form verfaßten Artikel in Esquire reichten die Ansichten der Revisionisten von freudiger Annahme bis zu Abscheu. Einer der positiven Aspekte des Beitrages war, daß Sack die Aufgeschlossenheit der Revisionisten dem blinder Eifer und Haß gegenüberstellt, denen er bei jüdischen Versammlungen begegnet ist, wobei er nicht davor zurückschreckt, die geheiligten Ikonen Elie Wiesel und Edgar Bronfman vom Sockel zu holen:

»Trotz ihres Theaters um den Holocaust waren sie [die Revisionisten] umgänglich, aufgeschlossen, intelligent, intellektuell. Ihre Augen loderten nicht vor unantastbarer Gewißheit, und ihre Lippen waren nicht verzerrt von unversöhnlichem Haß. Sie schienen mir keine Nazis und Neonazis zu sein. Noch schienen sie Antisemiten zu sein. [...]

Ich wollte [während der IHR-Konferenz] etwas therapeutisches sagen, etwas über den Haß sagen. Aber in dem Hotel [wo die Konferenz stattfand] sah ich nichts dergleichen, sicherlich weniger, als ich sah, wenn Juden über Deutsche sprechen. Niemand hat auch nur annähernd etwas gesagt wie Elie Wiesel: "Jeder Jude sollte irgendwo in seinem Herzen eine Zone des Hasses bewahren, des gesunden, männlichen Hasses gegen das, was der Deutsche verkörpert und was im Wesen des Deutschen liegt", und niemand sagte irgend etwas ähnliches wie Edgar Bronfman, dem Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses. Ein schockierter Professor teilte Bronfman einst mit: "Sie lehren eine ganze Generation, Tausende von Deutschen zu hassen", und Bronfman antwortete: "Nein, ich lehre eine ganze Generation, Millionen von Deutschen zu hassen." Einen Judenhaß, der diesem Deutschenhaß vergleichbar wäre, oder vergleichbar dem, den ich auf jeder Seite von [Daniel Goldhagens] Hitlers willige Vollstrecker sah, davon sah ich absolut gar nichts. [...]«

Sack gab auch zu, daß einige der Argumente, die die Revisionisten (»Leugner«)seit vielen Jahren vertreten, tatsächlich wahr sind:

»Die Holocaust Leugner sagen - und sie haben recht - daß einer der Auschwitz-Kommandanten [Rudolf Höß] sein Geständnis ablegte, nachdem er gefoltert worden war, und daß andere Berichte [zum Holocaust] voll von Verzerrungen, Gerüchten, Übertreibungen und anderen grotesken Dingen sind, um den Herausgeber einer jüdischen Zeitschrift aus dem Jahre 1950 zu zitieren. Die Leugner sagen, und sie haben wiederum Recht, daß die Kommandanten, Ärzte, die SS und die Juden aus Bergen-Belsen, Buchenwald und der ganzen Litanei der Lager nach dem Krieg aussagten, daß es in diesen Lager Blausäure-Gaskammern gab, was heute von allen Historikern verneint wird.«

Ein grimmig schauender Ernst Zündel und auf dem Beifahrersitz Ingrid Rimland, von unten angeleuchtet wie ein Zombie.

Sack bemerkt, auf welche Weise die Holocaust Propaganda-Kampagne unsere historische Perspektive verzerrt hat:

»Die Amerikaner, die keine Ahnung haben, ob im Zweiten Weltkrieg einhunderttausend oder eine Million ihrer eigenen Soldaten starben (und die bestimmt nicht wissen, daß etwa 50 Millionen Menschen in China starben), wissen genau, wieviele Juden in dieser Zeit starben. "Früher war der Holocaust ein Nebenkriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs", so Michael Berenbaum, vormaliger Forschungsdirektor des US Holocaust Memorial Museum, "aber jetzt sieht man den Zweiten Weltkrieg als Hintergrundgeschichte zum Holocaust." Eine unter vielen Methoden, mit denen die jüdischen Führer diesen Perspektivwandel erreichten, war, immer dann einen SOS-Ruf loszulassen, einen Rundumalarm, sobald man in irgendeiner dunklen Ecke einen schurkischen Leugner entdeckt hatte.«

Mit dieser landesweit verbreiteten US-Zeitschrift wurden die Leser zudem vielleicht zum ersten Mal darüber informiert, daß Personen in einer Vielzahl von Ländern für ihre Ansichten zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges regelmäßig zu Geld- und Haftstrafen verurteilt und ins Exil getrieben werden, und zwar für Ansichten, die zumindest in einigen Fällen nachweislich wahr sind. Sack schreibt:

»Sechzehn [...revisionistische] Vortragende sprachen [...während der IHR-Konferenz] und ich habe sechs gezählt, die mit dem Gesetz in Konflikt gerieten, weil sie nicht an den Holocaust und an die Todesmaschinerie in Auschwitz glauben. Dies in irgend jemandes Hörweite zu behaupten, ist nicht nur in Deutschland illegal, sondern auch in Holland, Belgien, Frankreich, Spanien, der Schweiz, in Österreich, Polen und Israel, wo einem Holocaustleugnung bis zu fünf Jahre Gefängnis einbringen kann, wohingegen Gottesleugnung nur mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft wird. Ein Redner, David Irving, wurde zu einer Buße von DM 30.000 verurteilt, weil er in Deutschland öffentlich behauptete, daß die Blausäure-Gaskammern in Auschwitz eine von den Polen errichtete Nachkriegskonstruktion sei. Dies ist tatsächlich wahr, aber die Wahrheit ist in Deutschland in dieser Angelegenheit keine Verteidigung. Ein anderer Vortragender, ein Franzose, wurde in Frankreich zu Geldstrafen verurteilt, und ein weiterer Redner, ein Deutscher, war in Deutschland zu vierzehn Monaten Gefängnis verurteilt worden [...], floh aber nach England. Ein weiterer Vortragender, ein Australier, war gerade von einer siebenmonatigen Gefängnisstrafe in einem deutschen Gefängnis zurückgekehrt, weil er in Australien geschrieben hatte (sprich im Internet, das die Deutschen in Deutschland lesen können), daß es keine Blausäure-Gaskammern in Auschwitz gab. [...] Der fünfte Redner war ein Schweizer, ein Mann [...], der in der Schweiz drei [korrekt: 15] Monate ins Gefängnis gehen wird, weil er die Blausäure-Gaskammern in Auschwitz in Frage gestellt hat.«

Negativ schlägt allerdings zu Buche, daß Sacks Esquire-Artikel grobe Fehler und Verzerrungen der Realität enthält, die einer Irreführung nahe kommen. Schon in den einleitenden Sätzen, mit denen der Ton für den ganzen Beitrag angegeben wird, führt er einen unberechtigten und unwahren Rundumschlag gegen das IHR, indem er ausführt:

»[...] das Institute for Historical Review [ist...] das zentrale Heim für den Wahnglauben, daß die Deutschen keinen einzigen Juden töteten und daß der Holocaust, Anführungszeichen oben, der Jahrhundertbetrug, Anführungszeichen unten, ist«

In seinem in herablassendem Stil verfaßten Artikel benutzt Sack durchgehend die Bezeichnung »Leugner« für Holocaust-Revisionisten oder Skeptiker.

Mit halbherzigem Humor berichtet Sack über die Sicherheitsmaßnahmen während der IHR-Konferenz, als ob sie ein Ausdruck unbegründeter Paranoia wären. Tatsache ist aber, daß jüdische Schläger - zuvorderst die Bande zionistischer Außenseiter, die sich selbst "Jüdische Verteidigungsliga" nennt - einige Hoteliers bedroht, belästigt und eingeschüchtert haben, damit sie mit dem IHR abgeschlossenen Verträge kündigen. Sack unterläßt es auch, den Brandanschlag vom 4.7.1984 zu erwähnen, der die Büros und das Warenlager des IHR verwüstete.

Sack bezieht sich auf einige revisionistische Wissenschaftler, die während der IHR-Konferenz sprechen - Robert Faurisson, Germar Rudolf, Jürgen Graf und Fredrick Töben - aber er erwähnt deren Namen nicht. In ähnlicher Weise unterschlägt er die Namen der drei IHR-Angestellten, die während der Konferenz sprachen. Er übergeht zudem völlig den früheren Kongreßabgeordneten Pete McCloskey, der während des Abendbanketts über jüdisch-zionistische Zensur, Lügen und untergründige Manipulationen vortrug.

Stattdessen widmet sich Sack ausgiebig Charles Provan, einem aufrichtigen und emsigen Freizeithistoriker, der eine Druckerei in West-Pennsylvania betriebt. Provan ist allerdings nur eine Randfigur in der Holocaust-Debatte, ganz im Gegensatz zu dem Eindruck, den Sacks Artikel vermittelt.

Die Bilder, die einem Zeitschriftenbeitrag beigefügt sind, machen auf viele, ja vielleicht sogar auf die meisten Leute den ersten und stärksten Eindruck eines jeden Zeitschriftenartikels. In diesem Fall aber sind die vier Farbbilder, die Sacks Beitrag illustrieren, so irreführend wie Bilder überhaupt nur sein können. Während Sack die Revisionisten als »umgänglich, aufgeschlossen, intelligent, intellektuell« beschreibt, so wirken sie auf den Fotos wie seltsame, unfreundliche und etwas linkische Gestalten. Jeder schaut grimmig aus. Niemand lächelt.

Der Artikel wird von einem ganzseitigen Bild von Charles Provan, seiner Frau und sieben seiner zehn Kinder eingeleitet. Sie sehen aus wie eine verarmte, intellektuell bedürftige Sippschaft aus der hintersten Wallachei. Sogar die Kinder blicken finster drein, und zwei von ihnen sind gar barfuß.

Während Sack Ernst Zündel angemessen als »ewig lustig« beschreibt, zeigt das große Foto eine finster dreinblickende und feindliche Person, die in einem merkwürdig beleuchteten Auto neben der ebenfalls ausdruckslosen Ingrid Rimland sitzt. Dies mag sehr wohl das am wenigsten repräsentative Foto von Zündel sein, das jemals gedruckt wurde.

Der größte Mangel von Sacks Beitrag ist aber wahrscheinlich seine Darstellung des Holocaust-Revisionismus als eine halb-kultische Glaubensgemeinschaft. Obwohl er, wie bereits erwähnt, zugesteht, daß viele revisionistische Argumente oder Ansichten richtig sind, ignoriert Sack die beeindruckende Masse wohlbegründeter Forschungsergebnisse einfach, auf die sich der revisionistische Skeptizismus stützt. Er vergleicht vernünftigen, wohlfundierten Skeptizismus phantastischer Holocaust-Behauptungen mit seiner eigenen (angeblichen) leichtgläubigen Ansicht, daß in irgend welchen verborgenen zentralafrikanischen Tälern noch heute Dinosaurier leben.

In den kommenden Jahren wird es ohne Zweifel mehr Artikel und Bücher vom Stile von Sacks Beitrag in Esquire geben - ein Artikel, der trotz all seiner Fehler und Mängel dennoch ein positiver Meilenstein in dieser sich dahinziehenden Auseinandersetzung ist.


Anmerkungen

Zuerst veröffentlicht in The Journal for Historical Review, 19(6) (2000), S. 26f.

[1]Vgl. dazu die Berichte in VffG 4(3&4) (2000).
[2]Online: www.latimes.com/news/nation/updates/lat_libel000107.htm
[3]Kabel Verlag, Hamburg 1995; vgl. Richard H. Curtiss, »Vom Holocaust Museum ausgeladen: Schriftsteller spricht beim Nationalen Presseclub«, VffG 2(1) (1998), S. 52ff.; G. Rudolf »John Sack und die Gaskammern«, VffG 3(1) (1999), S. 94f.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 5(1) (2001), S. 78-80.


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