Die Geschichte eines Forums, das nicht stattfinden sollte

Das freie Arabien und der Revisionismus

Von Dr. Ibrahim Alloush

Forum über revisionistische Historiker durch jordanischen Regierungserlaß verschoben

8. April 2001 - Amman, Jordanien

Teil I: Der königliche Befehl

Wie Sie wahrscheinlich wissen, sollte heute abend um 18:30 in Amman ein Forum über revisionistische Historiker stattfinden. Allerdings erhielten drei der geladenen Redner sowie der Veranstalter vor zwei Tagen, also am Freitag, Telefonanrufe, manche davon um zwei oder drei Uhr morgens. Hayat Atiyah, Arafat Hijjazi, Ibrahim Alloush und Hisham Ghassib wurde befohlen, um neun Uhr am folgenden Morgen im Büro des Polizeichefs im Stadtzentrum von Amman zu erscheinen.

Alle Geladenen erschienen am folgenden Samstag morgen im Büro des Polizeichefs, mit Ausnahme von Dr. Hisham Ghassib, der glaubte, bei dem Telefonanruf am frühen Morgen habe es sich um einen Scherz gehandelt. Er wurde später an der Universität ausfindig gemacht, wo er als Dekan tätig ist, und zusammen mit den drei anderen Teilnehmern des Forums ins Büro von Talat Nawayseh vorgeladen, dem Gouverneur von Amman. Während dieses Treffens waren der Chef für präventive Sicherheit, der Polizeichef und ein weiterer hochrangiger Offizier in Zivilkleidung anwesend. Nachdem sie sich über das Forum über revisionistische Historiker informiert hatten, sagte der Gouverneur:

»Dieses Forum muß verschoben werden, weil es den Besuch seiner Majestät in den Vereinigten Staaten ziemlich negativ beeinflußt!«

Libanon, Qana, 1996

Sie hatten weder Gnade für Männer...

noch Gnade für Frauen...

Die vier Teilnehmer des anvisierten Forums widersprachen einer Verschiebung. Dr. Hisham Ghassib beschwerte sich, von Beamten des Innenministeriums vorgeladen zu werden, ohne das Gesetz gebrochen zu haben. Dr. Ibrahim Alloush beschwerte sich, daß die Exekutive sich in die Aktivitäten einer Institution der bürgerlichen Gesellschaft und in intellektuelle Aktivitäten einmische, die sich noch nicht einmal auf die jordanische Regierung oder auf die Normalisierung mit "Israel" beziehen. Hayat Atiyah und Arafat Hijjazi führten aus, sie seien noch nicht einmal Mitglieder des jordanischen Schriftstellerverbandes und sie sollten folglich nicht diejenigen sein, mit denen eine Verschiebung diskutiert wird, da das geplante Forum eine Veranstaltung sei, die vom jordanischen Schriftstellerverband organisiert wird. Der Druck auf die vier, das Forum zu verschieben, hielt den ganzen Morgen an. Der Sicherheitschef und der Gouverneur machten schließlich deutlich, daß das Forum unter allen Umständen verschoben werde. Sie verließen den Raum, riefen Fakhri Qawar an, den Vorsitzenden des jordanischen Schriftstellerverbands, und beendeten danach das Treffen, nachdem sie Ibrahim Alloush deutlich gemacht hatten, er solle zukünftig so schreiben, als ob es in der Stadt keine Regierung gäbe!

Anscheinend hatte der jordanische Kultusminister Mahmoud Al Kayed den Vorsitzenden des jordanischen Schriftstellerverbands bereits vor dem Gouverneur angerufen. Der Kultusminister informierte Fakhri Qawar auf Verlangen des Premierministers, der im Auftrag von König Abdallah handelte, darüber, daß das Forum über revisionistische Historiker in Amman verschoben werden müsse, da es den Besuch des Königs in den Vereinigten Staaten negativ beeinflusse. Lag dies am zionistischen Druck? Und natürlich stellt sich immer die Frage: soll man nachgeben oder nicht?

Teil II: Die Diskussion über revisionistische Historiker am Abend

Am Abend desselben Tages, am 7. April 2001, sprach der palästinensische Basisführer Bahjat Abu Gharbiyah beim Schriftstellerverband gegen den Zionismus und Rassismus im Gedenken an den Landestag, das Massaker von Deir Yassin und das Recht auf Rückkehr. Der Saal war brechend voll. Ali Hattar, ein Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft gegen Zionismus und Rassismus,[1] der erst drei Tage zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden war, betrat den Saal unter stehen Ovationen der Menge. Nachdem Bahjat Abu Gharbiyah seinen hervorragenden Vortrag beendet hatte, hielt Ali Hattar eine bewegende Rede, in der er dazu aufrief, seine Arbeit gegen eine Normalisierung mit "Israel" fortzusetzen, für die er ins Gefängnis geworfen worden war, und für die er bald wieder vor Gericht gehen werde. Anschließend verwandelte sich die gesamte Veranstaltung in eine offene Diskussion über die Ereignisse dieses Tages sowie über den Befehl der Regierung, das Forum über den historischen Revisionismus zu verschieben. Ein Redner nach dem anderen erhob sich spontan aus der Menge, erklärte seine Unterstützung für die revisionistischen Historiker und verurteilte den Verrat "arabischer" Intellektueller, die die libanesische Regierung aufgefordert hatten, die für Beirut geplante Konferenz über Zionismus und historischen Revisionismus zu verbieten. Dies war eine wunderbare Versammlung.

Teil III: Die Veranstaltung des jordanischen Schriftstellerverbandes

Der jordanische Schriftstellerverband veröffentlichte keine Erklärung, daß das Forum über revisionistische Historiker verschoben worden sei. Die Nachricht über eine Verschiebung verbreitete sich aber dennoch. Es kamen aber trotzdem einige Dutzend Besucher zum Veranstaltungsort. Von denen, die ursprünglich vortragen sollten, kamen nur Hisham Ghassib und Ibrahim Alloush. Fakhri Qawar, der Vorsitzende des jordanischen Schriftstellerverbandes, eröffnete die Veranstaltung mit einer Erklärung, daß diese Veranstaltung verschoben werde, protestierte jedoch zugleich vehement gegen diesen Präzedenzfall einer Einmischung des Innenministeriums in die Angelegenheiten jordanischer Intellektueller. Dr. Hisham Ghassib und Dr. Ibrahim Alloush sprachen sodann über die Ereignisse der letzten Tage und warum der historische Revisionismus eine derartig ernsthafte Bedrohung für den Zionismus darstellt, daß er die Einmischung durch allerhöchste Stellen hervorruft.

Alte Leute...

Kinder!!!!

Sie enthaupteten sogar ein Baby

Fakhri Qawar verkündete anschließend die folgende Erklärung im Auftrag des jordanischen Schriftstellerverbandes:

  1. Das Forum über revisionistische Historiker wurde verschoben, nicht aufgehoben. Das neue Datum des Forums werde bald verkündet werden.
  2. Der jordanische Schriftstellerverband hat sich bereits entschlossen, eine Petition zu verfassen, mit der die "arabischen" Intellektuellen verurteilt werden, die die libanesische Regierung aufgefordert hatten, die Konferenz über Zionismus und historischen Revisionismus in Beirut zu verbieten.
  3. Der jordanische Schriftstellerverband wird den Behörden eine offizielle Erklärung zusenden, in der er seinen Unmut über die Einmischung des Innenministeriums in seine Angelegenheiten äußert. Diese Erklärung wird auch die Vorladung von Intellektuellen durch die Exekutive verurteilen.

Das war noch nicht alles, was die Zionisten der Linken und Rechten sowie die zionisierten "Araber" darüber vernommen haben. Das ist erst der Anfang...

Simon-Wiesenthal-Center versucht, jordanische Anti-Zionisten zu vereinnahmen

Mit einer Presseerklärung vom 11. April 2001 äußerte sich das Simon-Wiesenthal-Center zu der erzwungenen Verschiebung des oben beschriebenen Forums mit zustimmenden Worten, wobei Rabbi Abraham Cooper wie folgt zitiert wird:[2]

»Wir begrüßen die Entscheidung der Behörden, diese Versammlung zu unterbinden, die nicht dem freien Austausch von Ideen und dem besseren Verständnis der Geschichte, sondern der Unterstützung jener Kräfte gedient hätte, die den Nazi-Holocaust reinwaschen wollen, den best-dokumentierten Völkermord der Geschichte.«

Zugleich lud das SWC den Vorsitzenden des jordanischen Schriftstellerverbandes nach Los Angeles zu einem Besuch des »Museums für Toleranz« und zu einem Treffen mit "Überlebenden" dieser »schrecklichen Ära« ein.

Nicht alle arabischen Intellektuellen gleichen jenen vierzehn, die die Petition an die libanesische Regierung unterschrieben haben, die auf Veranlassung von Rabbi Abraham Cooper verfaßt wurde, der obiger Presseerklärung des SWC zufolge den Kampf gegen die Beiruter Konferenz anführte. Der jordanische Schriftstellerverband wird nicht daran mitwirken, die psychologischen Schranken zu jenen niederzureißen, die unsere Mitmenschen ermorden und unser Land rauben. Wenn sich einige arabische Regierungen und Intellektuelle überschlagen, die Beziehungen mit diesem Eindringling zu normalisieren, so müssen die Zionisten wissen, daß die meisten Araber die Besetzung Palästinas niemals akzeptieren werden. Die von den Zionisten in Palästina begangenen Greuel sind ein wirklicher Holocaust, und die palästinensischen Araber sind die wahren Überlebenden. So lange es in Palästina einen Zionismus gibt, so lange wird es Widerstand geben. Ein notwendiger Teil dieses Widerstandes ist der Widerstand gegen die bloße Vorstellung, daß die zionistische Präsenz in Palästina irgendwie normal und annehmbar wäre, und zwar unter dem Vorwand, daß Juden im Zweiten Weltkrieg starben, oder auch unter irgendeinem anderen Vorwand.

Programm und Termin eines neuen Forums und der Widerstand dagegen

15. April 2001 - Amman, Jordanien

Teil I. Die Planung

Nachdem das für den 8. April geplante Forum über revisionistische Historiker auf Druck der jordanischen Behörden zwangsweise verschoben worden war, hat der jordanische Schriftstellerverband nun ein neues Datum für diese Versammlung beschlossen, wo das Thema »Was geschah mit der Revisionismus-Konferenz in Beirut?« diskutiert werden wird. Das Forum wird am Sonntag, dem 22. April 2001 um 18:30 in den Räumlichkeiten des jordanischen Schriftstellerverbandes in Amman stattfinden. Die Vortragenden werden dieselben sein wie die des verschobenen Forums, abgesehen davon, daß sie nun noch enthusiastischer sein werden J .

Die Redner sind:

  1. Hayat Atiyah, libanesische Journalistin mit Spezialgebiet über europäischen historischen Revisionismus und eine standhafte Freidenkerin.
  2. Arafat Hijjazi, ein wegen seines antizionistischen Einsatzes bekannter jordanischer Journalist.
  3. Ibrahim Alloush, Herausgeber der Free Arab Voice (Freie Arabische Stimme, www.fav.net), und Vorstandsmitglied der Gesellschaft gegen Zionismus und Rassismus.

Leiter des Forums wird Prof. Dr. Hisham Ghassib sein, Präsident des Sozialistischen Gedankenforums. Als einer der prominentesten marxistischen Intellektuellen Jordaniens hat Dr. Ghassib äußerste Abscheu über die arabischen Linken geäußert, die mit dem Zionismus sanft umgehen oder die die Unterdrückung der Redefreiheit in Beirut im Namen des Internationalismus unterstützt haben.

Einige Opfer israelische Luftangriffe
(Libanon 1996)

Lebendig verbrannt (Libanon, Qana, 1996)

Sie verlor ihr Auge, als israelische Bomber ihren Schulbus angriffen (Libanon, Nabatyiah, 1994)

Er meint, linke Araber, die eine solche Position einnehmen, sollen Marx' Buch Über die Judenfrage sowie die ursprüngliche Haltung Lenins und der Dritten Internationalen zum Zionismus und zur jüdischen Einwanderung nach Palästina noch einmal lesen, einschließlich der Überlegungen zum bloßen Konzept einer jüdischen Nation oder "Israels" als reaktionär und als den Interessen der Arbeiter überall entgegenstehend.

Der jordanische Schriftstellerverband hat inzwischen eine Erklärung veröffentlicht, in der die Petition verurteilt wird, die angeblich von vierzehn "arabischen" Intellektuellen unterzeichnet wurde und mit der die libanesische Regierung aufgefordert wurde, die Revisionismus-Konferenz in Beirut zu verbieten. Zudem wird mit Intellektuellen aus anderen arabischen Ländern daran gearbeitet, eine Konferenz über revisionistische Historiker irgendwo in der arabischen Welt mit örtlicher arabischer Teilnahme zu veranstalten. Keine Unterdrückung wird die Wahrheit daran hindern, ans Tageslicht zu kommen.

Teil II: Widerstand

20. April 2001 - Amman, Jordanien

»Heute reist er [Edward Walker, stellvertretender U.S.-Außenminister] nach Jordanien, wo Intellektuelle planen, eine Konferenz über Holocaust-Leugnung abzuhalten.« The Independent, 20. April 2001

Unten wiedergegeben sind Auszüge aus den Kommentaren der israelischen Zeitung Ha'aretz über das in den Räumen des jordanischen Schriftstellerverbandes geplante Forum zum historischen Revisionismus in Amman am Sonntag, 22.4.01. Neueste Informationen aus den USA weisen darauf hin, daß Zionisten im US-Kongreß anrufen und diesen mit Schreiben überhäufen, um darauf hinzuwirken, daß unsere Versammlung verboten wird. Palästinenser und Araber, die das Verbot der Konferenz über den historischen Revisionismus und den Zionismus in Beirut unterstützten, sollten wirklich überdenken, auf welcher Seite sie in diesem Kampf stehen. Sie müssen ihre Einstellung zu den revisionistischen Historikern überdenken, insbesondere im Licht der jüngsten zionistischen Anstrengungen, deren Ansichten weltweit zu unterdrücken.

Das Wasser steht hoch, aber wir machen weiter.

Erinnert Euch: Die Wahrheit hat eine Art, sich Bahn zu brechen J .


»Jordanische Schriftsteller planen Holocaust-Leugnungstreffen

[...] "Die Juden haben uns über den Holocaust angelogen und wir wollen den Menschen diese Lüge deutlich machen", sagte eine der Organisatoren, Hayat Atiyah, am Donnerstag.

Beamte der jordanischen Regierung waren für einen Kommentar nicht unmittelbar zu erreichen, aber der Staat warnte die Schriftstellerorganisation, eine Konferenz zu halten ähnlich der, die für den 8. April geplant war. [...] Die Konferenz fand nicht statt. [...]

Das in den USA befindliche Simon-Wiesenthal-Center, ein jüdisches Zentrum für Holocaust-Forschung, sandte der Schriftstellerorganisation einen Brief und drang darauf, dieses Treffen am Sonntag abzusagen, sagte Atiyah gegenüber Associated Press. "Aber wir werden darauf weder hören noch irgendeinem Druck weichen", sagte sie. [...]

Die Organisatoren der Konferenz scheinen immer mehr Sympathien unter den Arabern zu erhalten, die über den Verlust palästinensischen Lebens während des anhaltenden Aufstands westlich des Jordan, im Gaza-Streifen und in Jerusalem verbittert sind.«[3]

Das dritte Verbot und die vierte Planung

21. April 2001 - Amman, Jordanien

Teil I: Das Verbot

Die jordanische Regierung hat gestern eine erneute "Verschiebung" des Forums "Revisionistische Historiker und das Verbot der Konferenz in Beirut" erzwungen, die zuerst am 8. April und dann am 22. April stattfinden sollte.

Der Kultusminister Mahmoud Al Kayed rief heute wiederholt alle Vorstandsmitglieder des jordanischen Schriftstellerverbandes an und setzte sie unter äußersten Druck. Einige derjenigen, die angerufen wurden, wurden wiederholt darauf hingewiesen, daß »es besser ist, wenn der Schriftstellerverband selbst das Forum vertagt, als wenn die Vertagung erzwungen werden muß«, und daß »der Versuch, das Forum trotzdem abzuhalten, zu Maßnahmen führen wird, die garantieren, daß es für immer verboten wird.«

Einige wenige pseudolinke Defätisten im Schriftstellerverband schlossen sich dem Tenor der Regierung zur Vertagung des Forums an. Am Ende gab die Mehrheit der Vorstandsvorsitzenden dem Druck der Regierung nach und vertagte das Forum, so der Vorsitzende Fakhri Qawar. Demnach wird das Forum über revisionistische Historiker, das für den Abend des 22. April 2001 in den Räumen des Schriftstellerverbandes vorgesehen war, nicht an diesem Ort und zu dieser Zeit stattfinden.

Teil II: Die vierte Planung

Aber das ist nicht das Ende vom Lied. Die Zionisten haben unsere Hände mit den Ketten der arabischen Regime gefesselt, aber die Zionisten gewinnen nur, wenn wir Herz und Seele aufgeben, und wir haben gerade erst angefangen.

Heute ist folgendes passiert: Die unterdrückerischen Maßnahmen der jordanischen Regierung hat das gesamte Schlachtfeld auf das Gebiet mutigerer Generale verlegt. Denn nachdem man die (bis dahin) unbestätigte Nachricht über die erneute erzwungene Verschiebung des Forums des Schriftstellerverbandes erhalten hatte, verkündete der Vorsitzende der Gesellschaft gegen Zionismus und Rassismus, Laith Shubeilat, nach einer Beratung mit den Vorstandsmitgliedern, daß diese Gesellschaft voll stolz das zweimal vertagte Forum des Schriftstellerverbandes über revisionistische Historiker veranstalten werde, und zwar zu einem noch vom Vorstand festzulegenden Zeitpunkt, sobald sich tatsächlich herausstellt, daß das Forum des Schriftstellerverbandes zwangsweise vertagt worden sei.

Laith Shubeilat ist ein angesehener jordanisch-arabischer Oppositionsführer, der schon des öfteren eingesprungen ist, wo andere verzagt haben. Dieses Mal sprach er vor einem brechend vollen Saal in den Räumen der Gesellschaft gegen Zionismus und Rassismus anläßlich des Tages der Gefangenen, einem Ereignis zur Würdigung des jordanischen Gefangenen Ahmad Daqamseh. An seiner Stelle wurden Mitglieder seiner Familie geehrt. Auch ein Verwundeter der Intifada, der kürzlich in Amman medizinisch versorgt worden war, wurde geehrt. Shubeilat hielt eine von Herzen kommende Rede, in der er alle arabischen Regime verurteilte (mit Ausnahme des Irak), und in der er die arabischen Massen aufforderte, sich zu bewegen. Am Ende schließlich verkündete Laith Shubeilat den Willen seiner Gesellschaft, das Forum des jordanischen Schriftstellerverbandes durchzuführen, sollte sich herausstellen, daß es erneut verschoben worden sei..

Der Vorstand der Gesellschaft gegen Zionismus und Rassismus werde zusammenkommen und einen neuen Termin für das Forum festlegen. Und weder Laith Shubeilat noch die Mitglieder der Gesellschaft gegen Zionismus und Rassismus gehören zu jenen, die sich telefonischen Drohungen beugen!

(Libanon, Qana, 1996)

Ein Baby nach einem israelischen Angriff mit Napalm! (Libanon, Janta, 1998)

(Libanon, Qana, 1996)

Die Mächte des zionistischen Bösen werden nicht siegen. Das Forum wird früher oder später stattfinden, irgendwo, ob dies den Zionisten und deren Unterstützer gefällt oder nicht.

Wir drängen noch einmal all jene, die die Erdrosselung der Redefreiheit für revisionistische Historiker und dissidente arabische Intellektuelle unterstützen, ihre Haltung zu überdenken. Zudem, wenn der historische Revisionismus für den Zionismus nicht so gefährlich wäre, warum dann all das Theater über ein örtliches Forum, das darüber in Amman diskutiert?! Aber wie dem auch sei, wenn Sie schon nicht an der Seite ihrer natürlichen Freunde stehen wollen, dann treten Sie wenigstens nicht gegen ihr Recht auf Redefreiheit ein.

Revisionistische Historiker für Araber

28. April 2001 - Amman, Jordanien

Diese Ausgabe der Freien Arabischen Stimme ist der notwendigen Verbindung zwischen dem historischen Wiederbetrachtung des "Holocaust" und dem weltweiten Ringen gegen den Zionismus gewidmet.

Teil 1: Wer sind die revisionistischen Historiker?

Sie haben wahrscheinlich schon durch die zionistisch-kontrollierten Medienmaschine gehört, daß die revisionistischen Historiker eine Ansammlung antisemitischer fundamentalistischer Christen sind. Die Wahrheit ist aber, daß der historische Revisionismus keine Ideologie oder ideologische Strömung ist. Unter den revisionistischen Historikern befinden sich Muslime wie Roger Garaudy. Es gibt Linke wie Pierre Guillaume, Garaudys Verleger, der einst eine Veröffentlichung des Titels Sozialismus oder Barbarei herausgab und dessen Buchladen von den Zionisten wiederholt angegriffen und zerstört wurde. Es gibt sogar Juden unter den revisionistischen Historikern wie Henry Lewkowicz und Bernard Lazar, und freilich auch Christen und christliche Fundamentalisten. Der historische Revisionismus ist also keine Ideologie, sondern eine Einstellung, gestützt durch Fakten und sorgfältige Analysen zu einem bestimmten geschichtlichen Ereignis, dem "Holocaust". Und weil sie eine solche Einstellung haben, wurden viele revisionistische Historiker mit Bußen belegt, aus ihren Stellungen entlassen, sozial geächtet und sogar ermordet. In vielen Ländern Westeuropas, die ansonsten behaupten, die Redefreiheit zu unterstützen, ist die Äußerung von Ansichten, die dem historischen Revisionismus sympathisch gegenüberstehen, per Gesetz verboten.

Teil 2: Leugnen revisionistische Historiker, daß Juden im Zweiten Weltkrieg starben?

(Libanon, Qana, 1996)

Arabisches Mädchen nach einem israelischen Angriff 1998...

Jahre später - nach "Behandlungen"

Revisionistische Historiker leugnen nicht, daß Juden während des Zweiten Weltkriegs starben. Sie sagen allerdings, daß neben den Hunderttausenden Juden vierzig Millionen in diesem Krieg umkamen. Die revisionistischen Historiker nutzen die exakten Wissenschaften wie Physik und Chemie, um nachzuweisen, daß die sogenannten Gaskammern nicht zur systematischen Tötung von Juden benutzt wurden. Allerdings wurden Krematorien benutzt, um die Leichen verschiedener Nationalitäten zu beseitigen, um Seuchen vorzubeugen. Ein Krematorium ist freilich etwas ganz anderes als eine Gaskammer. Wissenschaftliche Beweise weisen darauf hin, daß es die letzteren niemals gab. Die Revisionisten wiesen zum Beispiel nach, daß Anne Frank an Typhus starb, genauso wie viele anderen, die angeblich durch systematisches Töten durch die "Nazis" umkamen. Die revisionistischen Historiker bestreiten allerdings:

a) die Zahl der während des Zweiten Weltkriegs umgekommenen Juden;

b) wie sie umkamen;

c) die angebliche Einzigartigkeit des Todes der Juden in der Menschheitsgeschichte. Die revisionistischen Historiker bestreiten die überkommene Version der "Holocaust" auf wissenschaftliche Weise, nicht, daß Juden im Zweiten Weltkrieg starben.

Teil 3: Warum ist dies für Palästinenser, Araber und Muslime wichtig?

Viele Palästinenser, Araber und Muslime äußern häufig ihren Unmut über die Gleichgültigkeit, mit der die westliche öffentliche Meinung das Leiden der Palästinenser und der Araber unter den Zionisten behandelt. Tatsächlich ist es den Zionisten gelungen, sich selbst der westlichen öffentlichen Meinung als ein Volk darzustellen, das durch den "Holocaust" derart gelitten habe, so daß es vom Westen praktisch eine Lizenz bekommen habe, sich gegenüber jedem allezeit alles ungestraft erlauben zu können. Wenn der "Holocaust" zur Verteidigung des Revisionismus angeführt wird, so sagen Palästinenser, Araber und Muslime häufig: wenn es einen "Holocaust" gegeben hat, warum sollen wir dann dafür bezahlen? Immerhin beschuldigen noch nicht einmal die Juden die Araber, am "Holocaust" mitgewirkt zu haben!

Aber die Dinge sind nicht so einfach. Der "Holocaust"-Mythos ist äußerst wichtig für die zionistische Bewegung. Zum Beispiel:

  1. Die Behauptung, daß Juden während des Zweiten Weltkrieges systematisch vernichtet wurden, liefert das Argument für die Notwendigkeit einer sicheren Heimstätte für die Juden, also die Notwendigkeit für "Israel". Der Mythos liefert im Prinzip die Rechtfertigung für die Vergewaltigung Palästinas. Wie es Uri Avenary in einem Artikel neulich ausführte: Die Juden sind wie jemand, der von einem brennenden Gebäude sprang und auf dem Kopf eines anderen landete, und die Juden landeten auf den Köpfen der Palästinenser. Er sagt fast vergnügt, daß die [tatsächliche] Vertreibung von ein paar hunderttausend Palästinensern natürlich nicht mit der [angeblichen] Vernichtung von mehreren Millionen Juden verglichen werden könne, aber die Palästinenser seien die Opfer der "Opfer", und deshalb würden sie von der Welt nicht so unterstützt, wie die Schwarzen Südafrikas.
  2. Die Behauptung, daß die Juden auf eine in der Menschheitsgeschichte einzigartige Weise ausgerottet wurden, also das Argument der Einzigartigkeit des jüdischen Todes, liefert für "Israel" und die zionistische Bewegung die Rechtfertigung, jede ethische Norm und jedes Gesetz zu brechen und um Opponenten zu verfolgen, wie die revisionistischen Historiker und die Araber, ohne jede Maßregelung durch den Westen, ja sogar mit dessen Unterstützung.
  3. In der Behauptung, daß die Länder und Völker des Westens eine kollektive Mitschuld für den angeblichen "Holocaust" trügen, liegt des Pudels Kern für die Unterstützung, die die westliche öffentliche Meinung "Israel" und der zionistischen Bewegung zukommen läßt. Diese kollektive Schuld war eine sehr lukrative Einnahmequelle durch finanzielle Wiedergutmachung und moralische Unterstützung, ohne die "Israel" weder hätte gegründet noch aufrechterhalten werden können.

Gerade weil die revisionistischen Historiker mit unterschiedlichen ideologischen Hintergründen sich mit all diesen Behauptungen auseinandersetzen, stellen sie für die zionistische Bewegung eine so ernste Bedrohung dar. Im Prinzip bedrohen sie die Lebensadern der Zionisten zum Westen. Deshalb sollte ihre entscheidende Bedeutung als Verbündete der Palästinenser, Araber und Muslime von keinem von uns und den Verteidigern von Wahrheit und Gerechtigkeit überall in der Welt übersehen werden.

Andererseits gibt es Palästinenser, Araber und Muslime, die von den Unterstützern des Zionismus davon überzeugt wurden zu glauben, daß sie der zionistischen Version des "Holocaust" Tribut zollen und sich an der Verfolgung der revisionistischen Historiker beteiligen müssen, wenn sie wollen, daß die palästinensische Sache im Westen akzeptiert wird. Tatsächlich ist dies ein äußerst selbstzerstörerisches Verhalten. Würden wir die Behauptungen der Zionisten über den "Holocaust" akzeptieren, so legten wir die Grundlage für folgendes:

  1. Indem man die zionistische Geschichte akzeptiert, warum die Juden nach Palästina kommen "mußten", akzeptiert man zugleich die Vergewaltigung Palästinas und legitimiert die jüdische Invasion in Palästina.
  2. Man würde indirekt die Motive für die politische, finanzielle und moralische Unterstützung des Westens für "Israel" akzeptieren und somit die ehrlichen Anstrengungen vieler arabischer Aktivisten untergraben, im Westen Unterstützung für die palästinensische Sache zu gewinnen.
  3. Man würde damit auch indirekt die Motive für die anhaltende Belagerung des Iraks akzeptieren, da der Irak als erste und gefährlichste Bedrohung "Israels" angesehen wird. Die Erinnerung daran, wie die antiken Irakis das antike Königreich Israel vor einigen tausend Jahren zerstörten, liefert zusammen mit dem "Hohlocaust" den Hintergrund für ein Volk, das sich ständig bedroht fühlt und somit unterstützt wird für diese Belagerung, mehr als zehn Jahre nach dem Rückzug des Irak aus Kuwait. Wenn Behauptungen verbreitet würden, der Irak stelle eine Bedrohung für Nachbarländer dar, wer ist Ihrer Ansicht nach damit wohl gemeint?

Es ist daher kontraproduktiv für die Araber, als Individuen im Westen akzeptiert zu werden, indem sie die zionistische Geschichte vom "Holocaust". akzeptieren. Der Preis für diese Akzeptanz als Einzelperson ist das Selbstbestimmungsrecht des palästinensisch-arabischen Volkes. Das ist es nicht wert!

Teil 4: Sollten wir von den revisionistischen historikern alles akzeptieren?

Natürlich nicht! Der historische Revisionismus ist ein unabgeschlossenes Forschungsprojekt. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den revisionistischen Historikern nicht um einen monolithischen Block. Der historische Revisionismus hat einige wertvolle Ergebnisse gezeitigt, aber er ist in mancher Hinsicht noch verbesserungsfähig.

Von jüdischen Siedlern verprügelt
(Gaza Streifen, 1996)

Kinderleiche aus zerstörtem Haus
(Libanon, Qana, 1996)

Verlust beider Hände durch israelischen Luftangriff
(Beirut 1995)

So bemerkte ich zum Beispiel bei der Lektüre der Literatur vieler revisionistischer Historiker, daß sie der Rolle und dem Interesse westlicher Regierungen, den "Holocaust"-Mythos gewaltsam aufrechtzuerhalten, nicht genügend Aufmerksamkeit schenken. Das Dilemma könnte man wie folgt beschreiben: wenn wir darin übereinstimmen, daß der Tod von Juden während des Zweiten Weltkrieges weder einzigartig noch unvergleichbar ist, und wenn wir darin übereinstimmen, daß die Zahlen massiv übertrieben wurden und daß die Gaskammern nicht zur Tötung von Juden verwendet wurden, sondern zur Ausmerzung von Seuchen, so stellt sich doch eine wichtige Frage:

Warum sind die Juden dann nach Palästina gekommen?

Es ist tatsächlich historisch nachgewiesen, daß die europäischen Kolonialmächte die Einwanderung von Juden in ihre Länder verhinderten, so daß die Juden statt dessen nach Palästina gingen. Warum geschah dies?

Die europäischen Kolonialmächte hatten ein Interesse an der Bildung einer demographischen Barriere mitten in der arabischen Welt, in Palästina, wie sich aus der Korrespondenz zwischen Viscount Palmerston, dem Britischen Botschafter in Istanbul, und Lord Rotschild aus der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts ergibt. Damals entstand erstmals die Idee einer Kolonialbasis in Palästina, nachdem es Muhammad Ali Pasha in Ägypten gelungen war, die Araber in Ägypten und dem Sudan zu vereinen.

Die Notwendigkeit für diese Kolonialbasis, also die koloniale Notwendigkeit "Israels", ist heute genauso unerläßlich wie in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Damit öffentliche Unterstützung für "Israel" in den westlichen Demokratien mobilisiert wird und jede finanzielle, politische und moralische Unterstützung gerechtfertigt erscheint, ist es nötig, daß die westliche öffentliche Meinung den "Holocaust"-Mythos mit ganzem Herzen annimmt. Man merke: dies geschieht nicht, weil die armen westlichen Regierungen durch irgendeine zionistische Verschwörung manipuliert sind, sondern weil die westlichen Regierungen Vorteile durch die Schaffung und Unterhaltung einer Kolonialbasis haben, die die östliche von der westlichen arabischen Welt trennt und sie im ganzen schwächt.

Alle Unterstützung der westlichen Regierungen für "Israel" zionistischem Einfluß zuzuschreiben, hieße, die Dynamik des Imperialismus', der "teile und herrsche" und der wirtschaftlichen Ausbeutung zu ignorieren. Aber diese falsche Annahme, alle westliche Unterstützung "Israels" auf zionistischen Einfluß zurückzuführen, führt zu einem weiteren politischen Fehler, den viele Araber machen, nämlich sich selbst dazu zu überreden, der neokolonialistischen Politik westlicher Regierungen Vorschub zu leisten in der Hoffnung, sie dadurch gegen den Zionismus zu vereinnahmen. Der erste politische Fehler ist freilich die Ansicht, man könne die Zionisten zum Kampf gegen den Westen gewinnen! Tatsächlich handelt es sich hier nur um die zwei Seiten ein und derselben Medaille. Wir können uns nicht erlauben, die symbiotische Beziehung zwischen Zionismus und Imperialismus zu übersehen. Indem der Zionismus und Imperialismus die Juden dazu brachten, durch "Israel" ihre reaktionäre geopolitische Rolle in Palästina zu spielen, wurden die Juden einer ernsthaften Gefahr ausgesetzt. Dies ist die wahre Bedrohung, der sich die Juden bewußt sein sollten. Wir sind nicht die Bedrohung. Wir sind nur ein Volk, das vor nichts Halt machen wird, um sein Land zurückzubekommen.[4]

Die Drohungen reißen nicht ab

3. Mai 2001 - Amman, Jordanien

Einem Bericht vom 2.5.01 von Julie Stahl zufolge, die dem Jerusalemer Büro von CNSNews.com vorsitzt, scheint Israels Oberrabbiner Meir Lau einen Brief an König Abdallah über das jordanische Außenministerium gesandt zu haben, in dem er darauf drängt, daß das für den 15. Mai geplante Forum über die revisionistischen Historiker in Amman verboten wird. In diesem Brief legt Oberrabbi Lau König Abdallah nahe, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um das vom jordanischen Schriftstellerverband unterstützte Forum zu verbieten, und droht sodann, andernfalls »würde dies einen "furchtbaren Makel" auf das Land legen und die Beziehungen zwischen den zwei Nachbarn schädigen«.

In der üblichen manipulativen Art wurden in dem CNSNews-Bericht allerdings die Tatsachen entstellt, was von Julie Stahl auch nicht anders zu erwarten war, die früher Herausgeberin des Israelischen Informationszentrums im israelischen Außenministerium war. In ihrem Bericht behauptet sie fälschlich, bei der in Amman geplanten Konferenz handele es sich um den Versuch einer Neuauflage der für Ende März/Anfang April geplanten internationalen Revisionismus-Konferenz in Beirut, gesponsert vom IHR und von der Schweizer Organisation Vérité et Justice. Tatsächlich jedoch handelt es sich um eine örtliche Veranstaltung jordanischer Schriftsteller, die nur darüber diskutieren wollen, was aus der Beiruter Konferenz geworden ist. Es steht zu hoffen, daß die jordanischen Behörden es nicht zulassen werden, daß sich die Oberrabbiner Israels in die inneren Angelegenheiten Jordaniens einmischen.

Noch ein Opfer jüdischer Siedler
(Gaza-Streifen, 1995)

Jüdische Siedler griffen ihr Heim mit einem "Molotow"-Cocktail an (Palästina, Dorf Husan, 1997) 

Noch ein Opfer jüdischer Siedler (Gaza-Streifen, 1995)

Außerdem ist nicht einzusehen, warum Jordanien Konferenzen über den Revisionismus verbieten sollte, wenn die Vereinigten Staaten dieselben selbstverständlich erlauben.

Ein Interview mit Ibraim Alloush[5]

7. Mai 2001 - Amman, Jordanien

In jüngster Zeit gab es eine massive Kontroverse über revisionistische Historiker. Im Gegensatz zu dem, was viele glauben, bestreiten die Revisionisten aber nicht, daß Juden während des Zweiten Weltkrieges starben. Diese Historiker glauben vielmehr, daß tatsächlich Hunderttausende von Juden starben. Aber sie waren nicht die einzigen, die starben. Sie starben zusammen mit 45 Millionen anderen Menschen in diesem Krieg.

Es gibt noch andere Themen, bei denen die Revisionisten anderer Ansicht sind. Abgesehen von der Anzahl der Juden, die während des Krieges starben, hinterfragen sie die Gründe für den Tod der Juden sowie die sogenannte Einzigartigkeit des Todes der Juden in der Menschheitsgeschichte.

Dr. Ibrahim Alloush, jordanischer Menschenrechtsaktivist und ein standhafter Verfechter der Rede- und Pressefreiheit gibt uns einen Einblick in das Forum, das am 15. Mai abgehalten werden wird und während dem einige der von Revisionisten behandelten Themen angesprochen werden. Dr. Alloush machte seinen Bachelor- und Master-Abschluß an der Universität Ohio und seinen Doktor an der Staatsuniversität von Oklahoma. Er lehrt Wirtschaftswissenschaft, Grundlagen der Mathematik und Statistik für Studenten der Wirtschaftswissenschaften an einer privaten Universität in Amman, Jordanien. Er ist ein reger Schriftsteller mit großem Sachverstand und ist sehr versiert bei den von ihm aufgegriffenen Themen. Dr. Alloush hat eine wöchentliche Rubrik in der Wochenzeitung Assabeel. Dr. Alloush (A) sprach diese Woche mit dem Middle East News Service (M):

M: Was sind die Themen, die Sie aufgreifen, wenn sie schreiben?

A: Alles.

M: Was sind einige der Menschenrechtsthemen, für die Sie sich einsetzen?

A: Das Recht auf Meinungsfreiheit, die Aufhebung von Demonstrations- und Umzugsverboten, die Freilassung von Gefangenen, die während oder nach Pro-Intifada-Demos in Jordanien festgenommen wurden, uam.

M: Wodurch wurde anfangs Ihr Interesse für die revisionistischen Historiker geweckt?

A: Zuerst war es das Buch von Roger Garaudy, das mir die Augen über das Thema öffnete, wie die westliche öffentliche Meinung manipuliert wird. In den vergangenen Monaten dann machte mir das Internet bewußt, daß Garaudy noch nicht einmal an der Oberfläche des Themas gekratzt hatte. Es gibt so viel mehr als ich auch nur geglaubt hatte! Wenn Sie Faurissons Arbeit lesen, zum Beispiel, dann trinkt man aus der gleichen Quelle, aus der Garaudy selbst seine intellektuellen Tassen in dieser Sache füllte.

M: Was ist nun das Thema des anstehenden Forums?

A: Unser Forum in Amman wird unter dem Titel "Was geschah mit der Konferenz über den historischen Revisionismus und den Zionismus in Beirut?" abgehalten.

M: Das Forum ist schon zweimal vertagt worden. Haben Sie irgendwelche Hinweise darauf, daß das Forum noch weiter vertagt werden wird?

A: Nein, obwohl es natürlich Druck gab, aber es gibt noch keine Hinweise für weitere Vertagungen.

M: Wer wird das Forum ausrichten?

A: Der jordanische Schriftstellerverband ist der Veranstalter des Forums.

M: Meinen Sie, daß die Regierung dem von verschiedenen zionistischen Gruppen ausgehenden Druck nachgeben und das Forum unterbinden wird?

A: Wenn die Regierung wirklich die Interessen des jordanischen Volkes repräsentiert, dann sollte sie dem Druck von außen widerstehen, der die jordanische Souveränität verletzt, und sollte auf das hören, was das Volk will.

M: Zumal diese verschiedenen Gruppen, einschließlich Oberrabbi Lau, wissen, daß es sich nicht um ein internationales Forum handelt, sondern um ein lokales, und daß die Teilnehmer auch Jordanier sein werden, warum - denken Sie - sind sie dann so dagegen, daß dieses Forum abgehalten wird?

A: Um zu verhindern, daß der Holocaust-Mythos untergraben wird, zumal er eine derart lukrative Quelle finanzieller, politischer und moralischer Unterstützung für "Israel" und die zionistische Bewegung ist.

M: Was will dieses Forum erreichen?

A: Ersten den Eingriff in die Redefreiheit durch jene verurteilen, die die Konferenz über Zionismus und historischen Revisionismus in Beirut verboten oder sich für deren Verbot eingesetzt haben, und zweitens eine Einführung der Öffentlichkeit in die Arbeit der revisionistischen Historiker.

M: Wer, glauben Sie, wird am Forum teilnehmen?

A: Es ist natürlich eine Veranstaltung des jordanischen Schriftstellerverbandes, so daß die Teilnehmer im wesentlichen Mitglieder des Verbandes und deren Freunde sein werden.

M: Wer werden die Hauptredner sein, abgesehen von Ihnen selbst?

(Libanon, Qana, 1996)

Sie war lebendig begraben!!!
(Libanon, Qana, 1996)

Sie wurde durch Napalm verbrannt. (Libanon, Qana, 1996)

A: Die Vortragenden sind Hayat Atiyah und Arafat Hijjazi, beide Zeitungsjournalisten. Dr. Hisham Ghassib wird Moderator sein.

M: Warum sind einige arabische Intellektuelle gegen die revisionistischen Historiker?

A: Weil ihnen beigebracht wurde, daß man für Palästina nur dann Unterstützung bekommen könne, wenn man mit dem Westen an einem Strang zieht. Wenn man allerdings mit an diesem Strang zieht, sabotiert man tatsächlich die palästinensische Sache, zumal der Holocaust dazu dient,

1) um die Vergewaltigung Palästinas unter dem Vorwand zu rechtfertigen, daß die Juden eine Heimstätte und einen eigenen Staat bräuchten;

2) um die zionistischen Verletzungen internationalen Rechts unter dem Vorwand zu rechtfertigen, daß sie im Zweiten Weltkrieg ein derart grausames Schicksal erlitten hätten, daß man gegenüber den Zionisten bezüglich des Rechts nachsichtig sein müsse;

3) um die finanzielle, politische und moralische Erpressung der westlichen öffentlichen Meinung zu rechtfertigen, zumal der Holocaust dazu benutzt wird, um unter den Menschen des Westens ein kollektives Schuldgefühl zu pflegen, aus dem sich greifbare Unterstützung für "Israel" herausschlagen läßt.

Anderseits haben sich leider viele arabische Intellektuelle auf den ausgetretenen Pfad begeben, Palästina um des persönlichen Vorteils willen zu verscherbeln. Es ist kein Geheimnis, daß zu allen Zeiten jene Intellektuellen, die sich gegen den Zeitgeist wandten, teuer dafür bezahlten.

Nun, einige der arabischen Intellektuellen, die die Petition zum Verbot der Konferenz in Beirut unterzeichneten, haben ihre Aufgabe als Intellektuelle verraten, indem sie ein arabisches Regime dazu aufriefen, eine intellektuelle Veranstaltung zu verbieten. Die persönlichen Gründe für einen derartigen Verrat sind offenkundig, seit einer der Anhänger Jesu diesen für dreißig Silberlinge verriet.

M: Warum würde die US-Regierung durch die Abhaltung dieses Forums verärgert sein, wie es Laura Kam Issacharoff ausdrückte, die Sprecherin der Anti-Defamation League in Jerusalem?

A: Dies ist ein Versuch, die jordanische Regierung unter Druck zu setzen, indem man eine zionistische Kontrolle der US-Regierung vorgibt und dann mit dieser Kontrolle Jordanien einzuschüchtern versucht, sollte es etwas tun, was die Zionisten nicht mögen. Es stünde der US-Regierung in diesem Fall gut zu Gesicht, sich in Übereinstimmung mit dem Ersten Zusatz zur US-Verfassung auf die Seite der Redefreiheit zu schlagen.

M: Warum bestehen internationale Presseagenturen darauf, daß das Forum gemeinsam mit dem in den USA gelegenen Institute for Historical Review und der Schweizer Vereinigung Verité et Justice abgehalten wird?

A: Um es wie eine ausländische Veranstaltung auf jordanischem Territorium erscheinen zu lassen, das die direkte Einmischung des Königs erlaube. Tatsächlich aber handelt es sich bei dem Forum um eine lokale jordanische Veranstaltung mit örtlichen Vortragenden.

M: Können Sie uns ihre eigene Version oder Definition des Begriffs Antisemit erläutern, und glauben Sie, daß die arabischen Völker im allgemeinen tatsächlich Antisemiten sind?

A: Araber Antisemiten zu nennen ist eine Idiotie, weil Araber definitionsgemäß Semiten sind. Die westlichen Juden dagegen [gemeint sind osteuropäische Juden, Anm. d. Red.], die Aschkenasim, haben keinen Tropfen semitischen Blutes in ihren Adern, sondern sind von turko-finnischem Ursprung. Man lese in dieser Hinsicht Arthur Koestlers Buch Der dreizehnte Stamm.

M: Was, glauben Sie, wird das Ergebnis des Forums sein?

A: Daß wir die Rede- und Wissenschaftsfreiheit gefördert haben werden.

Abgedruckt mit freundlicher Genehmigung von Middle East News Online, www.MiddleEastWire.com, © 2001 Middle East News Online

Zionistische Giftspritzer, oder: wie man durch Lügen der Wissenschaft Terrorismus andichtet

8. Mai 2001 - Amman, Jordanien

Oben: Sitzend gestorben.(Libanon,
Qana, 1996)

Mitte: Nach einem israelischen
Luftangriff (Beirut, 1997)

Oben: Verbrannt während einem Napalmangriff - sie starb in ihrem Stuhl, fiel noch nicht einmal um!

Unten ist der Auszug eines weiteren Beispiels zionistischen Gifts wiedergegeben, diesmal gerichtet gegen den jordanischen Schriftstellerverband, eine Gruppe arabischer Intellektueller sowie gegen Syriens Präsident Bashar Al Asad und gegen den Iran. Die Kobra, die hier ihr Gift verspritzt, ist kein geringerer als Rabbi Abraham Cooper vom Simon-Wiesenthal-Center. In seiner jüngsten Gegenbeschuldigung versucht Rabbi Cooper, den palästinensischen Journalisten Abdallah Hourani, Sheik Nafez Azam aus dem Gaza-Streifen, den ägyptischen Kolumnisten Anis Mansour, Syriens Verteidigungsminister Mustafa Tlass, den Schweizer Revisionisten Jürgen Graf, das Institute of Historical Review in den U.S.A und Ibrahim Alloush zu verunglimpfen. Alle genannten sind, so die Kobra Cooper, "schuldig", die überkommene Version des Hohlocaust für verdächtig zu halten und "Haß" zu verbreiten. Aber wenn man zwischen den Zeilen dieses Artikels liest, der als Leitartikel im Miami Herald erschien und auf der Website des Simon-Wiesenthal-Center ausgehängt wurde, dann bemerkt man folgendes:

1) Den Zionisten sind alle Mittel recht, um die wissenschaftliche und kritische Erforschung des angeblichen "Holocaust" zu unterbinden, insbesondere den Mythos der Gaskammern, wo angeblich Millionen von Juden während des Zweiten Weltkrieges umkamen. Dies deutet unter anderem darauf hin, daß das fortwährende Vorbringen des "Holocaust" eine der moralischen Festungen der zionistischen Besetzung Palästinas ist. Deshalb muß das Thema "Holocaust" sakrosanktes Tabu bleiben (im Zeitalter von Wissenschaft und Technologie), und diejenigen, die es wagen, das Thema anzuschneiden, müssen rücksichtslos verfolgt werden.

2) Der Vorwurf der "Holocaust-Leugnung" dient jenen Kriminellen lediglich als Ablenkungsmanöver, um durch erfundene Themen von ihren unzähligen Verbrechen abzulenken und die Beweise für ihre eigenen Verbrechen zu überdecken. Der "Holocaust" wurde daher in ein bösartiges politisches Dogma mit unterdrückerischen Tentakeln umgewandelt. Es geht längst nicht mehr um die im Zweiten Weltkrieg umgekommenen Juden, sondern um eine mittelalterliche Mentalität, die moralischen, politischen und manchmal auch physischen Terror gegen Intellektuelle ausübt und gegen all jene, die selbständig zu denken wagen. Darin liegt die wahre Quelle der Verbreitung von Fanatismus, Ignoranz und Haß. Der "Holocaust" ist zu einer Farce zur Tarnung der Verbrechen des Zionismus verkommen, und die "Holocaust-Leugnung" ist der gegen diejenigen gerichtete Vorwurf, die sich von dieser Farce nicht beirren lassen.

3) Revisionistische Historiker, ob man nun mit ihren Forschungsergebnissen übereinstimmt oder nicht, kämpfen schlicht für die Forschungs- und Wissenschaftsfreiheit, aber für die Palästinenser steht viel mehr auf dem Spiel: das Land, das Volk, die Identität und die Befreiung. Wenn Rabbi Kobra und seine Zionistenfreunde also meinen, sie könnten uns mit jener Abschreckungstaktik, die sie gegen die revisionistischen Historiker in Europa und Nordamerika anwenden, davon abbringen, die zionistischen Lügen aufzudecken, so raten wir ihm, dies nochmals zu überdenken. Ihr habt es hier nicht mit einer Person oder einer kleinen Gruppen von Individuen zu tun. Sie nehmen es mit einem ganzen Volk auf, die Zeugen sind für das seit der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts gegen die Palästinenser, gegen die Araber und die Muslime im allgemeinen verübte Unrecht. Ihr werdet mit Euren Lügen nicht durchkommen. Ihr werdet uns nicht dem Terror des "Holocaust" unterwerfen; eine Lüge, die weiterhin zur Rechtfertigung der Massaker an Palästinensern mißbraucht wird, und eine Lüge, deren kontinuierliche Aufzwingung zu noch mehr Massakern führen wird.

4) Eine der von Rabbi Cooper im unten wiedergegebenen Text angewendeten Einschüchterungstaktiken besteht darin, revisionistische Historiker in indirekten Zusammenhang mit Terrorismus und Haßverbrechen zu bringen. Die Praxis, die Palästinenser des Terrorismus zu beschuldigen ist natürlich nicht neu. Aber in diesem Zusammenhang bezweckt der Versuch, den historischen Revisionismus und die Araber mit Terrorismus und Haßverbrechen zu verbinden, mögliche Unterstützer abzuschrecken und die Amerikaner wie auch den Rest der Welt gegen die revisionistischen Historiker zu vereinnahmen. Man sei sich dieses Giftes bewußt bei der Lektüre dieses Artikels.

5) Am Ende des Artikels offenbart Rabbi Cooper die heillose zionistische Angst davor, daß der historische Revisionismus in der arabischen Welt Fuß faßt. Man denke darüber nach. Warum sollten die Zionisten solch eine Angst haben? Tatsächlich fordert Rabbi Cooper am Ende, daß die US-Regierung und die "europäischen Nahost-Möchtegern-Politiker" - wie er die europäischen Staaten nennt, die versuchen, in der arabischen Region Einfluß zu gewinnen - Druck auf die Behörden ausüben, damit sie die offizielle Version des "Holocaust" übernehmen. Man denke auch darüber nach. Warum sollte dies für die Zionisten so wichtig sein? Sodann denke man bitte über die Rolle nach, die einige arabische Intellektuelle bei der Durchsetzung der zionistischen Version des "Holocaust" spielen... Falls jemanden Zweifel plagen, lese er noch einmal den obigen Punkt eins.

7.5.2001[6]

»Westlicher Haßgesang schlägt Wurzeln in Nahost

Von Rabbi Abraham Cooper, Dr. Harold Brackman

Am 7. April, wenn sich Juden auf der ganzen Welt versammeln, um die erste Nacht des Passahfestes zu feiern, legt eine Gruppe arabischer Intellektueller, angeführt vom jordanischen Schriftstellerverband, letzte Hand an ein "Forum über revisionistische Historiker".

Der Zweck dieses Forum in Amman war es, für das Institute for Historical Review (IHR) zu werben, das den Holocaust leugnet, und dessen großangekündigte Internationale Konferenz des Titels "Revisionismus und Zionismus" soeben auf mutige Weise von der libanesischen Regierung verboten worden war. Zur Zeit ist das globale Haßfest des IHR also heimatlos, sehr zum Ärger des Organisators dieses Ereignisses, Jürgen Graf, einem Fanatiker, der aus der Schweiz in den Iran geflohen war, nachdem er wegen der Verunglimpfung von Hitlers Opfern zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war. Nun hatte er keine Möglichkeit mehr, die Starbesetzung des IHR, die internationale Schurkengalerie der gewaltsamen Hasser zu versammeln, einschließlich des deutschen Rechtsaußenführers Horst Mahler und des Vorsitzenden der National Alliance und Autors des Turner Diary, William L. Pierce, dessen rassistisches Traktat dem Oklahoma City Attentäter Timothy McVeigh als Vorbild diente.

[Anmerkung der Redaktion: Die National Alliance im allgemeinen und Dr. W. Pierce im besonderen standen niemals in irgendeinem Zusammenhang mit revisionistischen Organisationen und schon gar nicht mit den im Nahen Osten geplanten Konferenzen und Foren]

Arabische Häuser abgebrannt

Arabische Familie vertrieben

Arabische Kinder von Truppen auf der Straße festgenommen

Graf und das IHR standen allerdings nicht lange im Regen. Ibrahim Alloush sprang ein, um an deren Stelle "Schriftsteller und Intellektuelle aus ganz Jordanien, Syrien und dem Libanon dazu zu bewegen, die Meinungsfreiheit in der arabischen Welt zu verteidigen und das Bild über die revisionistischen Historiker richtigzustellen." [...]

In Damaskus hat man keine derartigen Komplexe. Dort hat der im Westen ausgebildete Präsident Bashir Assad einen haßerfüllten Anschlag parallel dazu durchgeführt, als er neulich zweimal die Israelis als "schlimmer als die Nazis" bezeichnete. [...]

Aber tragischerweise, trotz Hariris [Libanons Premierminister] Initiative, lehren zu viele in der arabischen und islamischen Welt ihre Kinder genau das Gegenteil: daß es keinen Holocaust gab. Sie sehen die Auslöschung der geschichtlichen und moralischen Lehren der Shoah als Schlüsselkomponente, um Israels Legitimität zu untergraben und die Juden zu dämonisieren. [...]

Von Teheran über Bagdad, Damaskus, den Gaza-Streifen bis nach Kairo wird die Ideologie der Holocaust-Leugnung mit dem "Heiligen Krieg" durch jene verschmolzen, die das jüdische Volk delegitimieren und den Staat Israel zerstören wollen. Im Mai 2000 gewährte die iranische Botschaft in Wien dem österreichischen Holocaust-Leugner Wolfgang Fröhlich Asyl, der als "Sachverständiger" über Zyklon B und die Gaskammern während Jürgen Grafs Verfahren in der Schweiz auftrat. Im Februar 2001 machte Dr. Younes Geranmayeh in der Teheran Times "die Auschwitz-Verschwörung" lächerlich, die von "einer Handvoll jüdischer Schwindler" verbrochen worden sei, die "sich selbst als Gaskammerzeugen darbieten." In der Nähe Israels erklärte Abdallah Horani seinen palästinensischen Kameraden, daß "wir, anstatt über den sogenannten Holocaust zu reden, den Zweifeln (an ihm) hätten folgen sollen, die in der internationalen Szene und unter Europas Intellektuellen immer mehr an Treibkraft gewinnen." Sheik Nafez Azzam von der Bewegung "Palestinian Jihad" (Palästinensischer Heiliger Krieg) im Gaza besteht darauf, daß jeder "Versuch, den Holocaust an palästinensischen Schulen zu lehren, der natürlichen Ordnung des Universums widerspricht." Und der Kolumnist Anis Mansour, der für Ägyptens offizielle Zeitung Al-Ahram schreibt, sagt, es sollte "der Welt klar werden, daß das, was den Juden in Deutschland, Polen und Rußland widerfuhr, gerechtfertigt war."

[...[7] Aber die Haßpropaganda der Holocaust-Leugner ist nicht zum Lachen. Man frage nur die trauernden Hinterbliebenen des ermordeten Postboten Joseph Ileto. Obwohl er kein Jude ist, er war "ein asiatischer Amerikaner, der für die Regierung arbeitete." Dies war genug, um ihn zum Ziel des Neo-Nazis und Weißen Überlegenheits-Rassisten Buford O. Furrow Junior zu machen, der kürzlich zu fünffacher lebenslanger Haftstrafe verurteilt wurde, weil er beim jüdischen Gemeindezentrum im San Fernando Tal fünf Personen verletzt hatte, darunter drei kleine Kinder, und dann Ileto erschoß. Furrow, der ursprünglich vorhatte, das Museum für Toleranz des Simon-Wiesenthal-Centers in Los Angeles anzugreifen, war im Hayden-Lake-Anwesen (Idaho) von Richard Butler, Prediger der Christlichen Identitäts-Kirche, als Holocaust-Leugner indoktriniert worden. Furrows Amoklauf von 1999 ist eine Erinnerung daran, daß die Große Lügenkampagne zur Leugnung des größten Verbrechens der Menschheitsgeschichte sogar in Amerika gewaltsame Haßverbrechen durch fanatische "einsame Wölfe" hervorrufen kann. Aber die Bedrohung durch haß-inspirierte katastrophale Gewalt ist in der Streichholzschachtel des Nahen Ostens viel größer, wenn dort Staatspräsidenten die gleiche Politik des Hasses verfolgen.

Oben: Arabische Mütter vor den Augen ihrer Kinder erschossen.

Mitte: Kinder wie Hunde geschleift.

Links: Arabische Teenager erschossen.

[Anmerkung der Redaktion: Die Christliche Identitäts-Kirche im allgemeinen und Buford O. Furrow und Richard Butler im besonderen standen niemals in irgendeinem Zusammenhang mit revisionistischen Organisationen und schon gar nicht mit den im Nahen Osten geplanten Konferenzen und Foren.]

Für die Politiker der USA und die europäischen Nahost-Möchtegern-Politker ist die Zeit ist gekommen, den Assads, Arafats und Khameinis deutlich zu machen, daß die Übernahme der Großen Lüge nichts als Politik zivilisierter Nationen dieser Welt akzeptiert werden kann. Denn wenn man dies durchgehen läßt, so wird sich Santayanas fröstelnde Prophezeiung sicher erfüllen: "Jene, die verdammt sind, sie zu wiederholen".

Rabbi Abraham Cooper ist beigeordneter Dekan des Simon Wiesenthal Center. Dr. Harold Brackman ist Berater für interethnische Beziehungen am Museum für Toleranz in Los Angeles.«

Jordanien zeigt seine Muskeln - gegen das eigene Volk

11. Mai 2001 - Amman, Jordanien

Gerade in diesem Augenblick wird von den jordanischen Sicherheitskräften exzessive Gewalt angewandt gegen Demonstranten in den Städten Al Mahata, Sweileh und Al Hashmi. Panzer, Knüppel und Tränengas werden gegen friedliche Demonstranten eingesetzt, die gegen die Gründung "Israel" protestieren. Ursprünglich hatte die islamische Bruderschaft zu diesen Demonstrationen aufgerufen, aber viele einfache Leute haben sich den Umzügen angeschlossen. Nach mir vorliegenden Augenzeugenberichten soll es in Al Hashimi zu übermäßigem Einsatz von Knüppeln und Tränengas und sogar zu Festnahmen gekommen sein. Andere Augenzeugen berichten von exzessiver Gewalt gegen Demonstranten in Sweileh. Die Regierung hatte angekündigt, daß sie Demonstrationen mit brutaler Gewalt unterdrücken werde, und wie man weiß, haben die arabischen Regimes in dieser Hinsicht immer ihr Wort gehalten.

Wünsche und Hoffnungen palästinensischer Flüchtlinge

13. Mai 2001 - Amman, Jordanien

Der junge palästinensische Regisseur Iyad Al Dawoud, Drehbuchautor der Dokumentation Al Awda, hat dem Medien- und dem Frauenausschuß der Gesellschaft gegen Zionismus und Rassismus die Ehre zuteil werden lassen, seine hervorragende Dokumentation am Abend des 12. Mai in den Räumlichkeiten der Gesellschaft vor seiner Ausstrahlung durch mehrere arabische Fernsehsender anzuschauen.

Al Awda basiert auf Interviews mit 150 Flüchtlingen in zehn Flüchtlingslagern im Libanon, Syrien und Jordanien. Es greift die Frage auf, was die Flüchtlinge eigentlich wollen. Al Awda ist nicht nur eine politische Botschaft, sondern ist darüber hinaus ein vorzügliches künstlerisches und technisches Mittel, um diese Botschaft weiterzutragen. Es macht einen selbstverständlich Stolz auf die Leistung dieses jungen palästinensischen Regisseur mit seinen geringen finanziellen und technischen Ressourcen. Und es läßt zudem keinen Zweifel daran aufkommen, was die Flüchtlinge wollen:

  1. Die Flüchtlinge wollen in ihre jeweiligen Heimatstädte in Palästina zurückkehren. Sie wollen also nicht einfach nur nach Palästina zurückkehren, und zudem weigern sie sich, sich in den Ländern, in denen sie sich zur Zeit aufhalten, oder in anderen Ländern niederzulassen. Sie sind empört, wenn man auch nur erwähnt, sie könnten durch eine Abfindung von einer Rückkehr abgebracht werden. Sie sagen, wenn sie ihr Land hätten verkaufen wollen, so hätten sie dies vor der Vertreibung getan. Vor dem Hintergrund der Verwahrlosung ist die Losung "unser Land steht nicht zum Verkauf" eines der Hauptthemen von Al Awda.
  2. Die Flüchtlinge betonen, daß sie Palästina nicht etwa aus freiem Willen verlassen haben, sondern daß sie dazu gezwungen wurden. Sie unterstreichen den Zusammenhang zwischen ihrer Rückkehr und der Befreiung des Landes Palästina. Sie sind verbittert über die arabischen Regime, die entgegen ihrem Versprechen Palästina nicht befreit haben, und sie drücken ihre ungebeugte Zuversicht aus, daß Palästina nur "mit dem Schwert" befreit werden könne. Sie lehnen den falschen Umweg über eine individuelle Rückkehr und die Erlangung "israelischer" Papiere ab, einen Weg, den manche liberalen, selbstentfremdeten Palästinenser gehen, die vom rechten Weg abgekommen sind. Diese Einstellung wird offenbar von einer Flüchtlingsgeneration auf die nächste übertragen, wie Al Awda klar zeigt. Die zionistischen Eindringlinge sollen ruhig zischen angesichts der Einsicht, daß sie nicht lange in Palästina bleiben werden. Aber dieses Thema wird auch nicht mit der Zeit verschwinden.

An die Aufführung von Al Awda schloß sich eine Diskussion zwischen Iyad El Dawoud und den Zuschauern an. Er sagte, seine Absicht sei nicht, eine Dokumentation zu machen, die Mitleid für die Flüchtlinge in der Welt erweckt. Angesichts der Wirklichkeit der Flüchtlinge scheint natürlich Traurigkeit durch, aber seine Absicht sei hauptsächlich, die Welt dazu zu bringen, die Stimme der Palästinenser zu hören. Iyad El Dawoud teilte den Zuschauern mit, daß er einhundertfünfzig Flüchtlinge interviewte, und nicht einer von ihnen wollte eine Abfindung anstatt des Rechts auf Rückkehr. Er erinnerte sich daran, wie er von anderen Flüchtlingen gebeten wurde, die Aussage eines Flüchtlings nicht zu bringen, der zwar auch jede Abfindung abgelehnt hatte, aber forderte, er wolle für all die Jahre, während der die Zionisten das Land seiner Vorfahren ausbeuteten, eine Entschädigung haben!

Anschließend wies Laith Shubeilatt, der Präsident der Gesellschaft gegen Zionismus und Rassismus, darauf hin, daß einer der wichtigsten Botschaften dieser Dokumentation die Widerlegung der Behauptung sei, die Flüchtlinge wollten sich nun dort niederlassen, wo sie sich gerade aufhalten, eine Ansicht, die im Libanon und in Jordanien verbreitet wird, um für interne Zwistigkeiten zu sorgen. Shubeilatt hob hervor, daß Al Awda zeige, wie falsch diese Propaganda sei. Palästinenser und Araber, so sagte er, würden niemals irgendeinen Ersatz für das Land Palästina akzeptieren. Al Awda macht das sehr deutlich.

Das Forum findet statt - herzlichen Glückwunsch!

14. Mai 2001 - Amman, Jordanien

Das Forum in Amman über revisionistische Historiker war heute Nacht ein großer Erfolg. Angehörige der Polizei und des Geheimdienstes nahmen teil, schritten aber nicht ein. Die Leute paßten nicht alle in den Saal und standen bis auf die Straße hinaus. Mehrere Satellitenstationen hatten ihre Kameras aufgestellt und nahmen die ganze Veranstaltung auf. Die Menschen waren unserer Sachen gegenüber im allgemeinen sehr wohlwollend eingestellt. Es wurde auch eine Resolution von den Anwesenden beschlossen, mit der die vierzehn arabischen Intellektuellen verurteilt wurden, die einen Brief unterzeichneten, mit dem die libanesische Regierung aufgefordert worden war, die revisionistische Konferenz in Beirut zu verbieten. Es wurde zudem der Vorschlag gemacht, ein arabisches Komitee für Historischen Revisionismus zu gründen. Hierzu werden noch Schriften veröffentlicht werden. In der mir zugestandenen Zeit trug ich den Artikel vor, den Dr. Faurisson während der Konferenz in Beirut hätte halten sollen. Hayat Atiyah und ich hoben hervor, daß Garaudys Beitrag zur Popularisierung des Revisionismus in der arabischen und islamischen Welt zwar wichtig gewesen sei, daß sein Beitrag aber dort auch endete. Wir stellten den Zuhörern Ahmad Rami vor, was für all jene, die einen arabischen Revisionisten sehen wollten, wichtig war, sowie einige andere wichtige Persönlichkeiten des historischen Revisionismus.

Aufruf zur Ermordung aller Araber

 

Im Gefängnis gebrochener Arm

In der Straße erschossen

Alles in allem war die heutige Nacht ein großer Erfolg, ein Schritt in die richtige Richtung, der hoffentlich noch von weiteren Schritten gefolgt werden wird.

Revisionismus im arabischen Fernsehen

15. Mai 2001 - Amman, Jordanien

Heute abend befaßte sich eine Fernsehsendung des Titels "Entgegengesetzte Richtung" des Al Jazeerah Satellitenfernsehens, das Millionen arabischer Zuschauer von Marokko bis Bahrain erreicht, ausschließlich mit dem historischen Revisionismus.

Hayat Atiyah, eine der Redner während des Forums über historischen Revisionismus in Amman, war bei dieser Sendung zu Gast, zusammen mit Al Afif Lakhdar, dem tunesischen Intellektuellen, der in Paris lebt. Lakhdar verteidigte die vierzehn arabischen Intellektuellen, die die Petition an die libanesische Regierung unterzeichnet hatten. Hayat Atiyah, die Ihnen mittlerweile bekannt ist, vertrat die entgegengesetzte Richtung. Sie nahm Lakhdar förmlich auseinander mit ihrer einleuchtenden Argumentation und untermauernden Belegen. Schließlich zeigte sie Fotos von palästinensischen Opfer des Zionismus und sagte:

»Das ist der wahre Holocaust. Der andere ist eine große Fälschung.«

Sie zeigte auch ein Foto von Dr. Faurisson nach einem der Angriffe auf ihn und Bilder eines Angriffs auf Pierre Guillaumes Buchladen in Paris.

Es war in jeder Hinsicht ein vollständiger Sieg für den historischen Revisionismus.

Bei Luftangriffen zerfetzt

In Gotteshäusern mit Tränengas angegriffen

Schädel zertrümmert

Anschließend erläuterte Ibrahim Alloush einige Minuten lang die Bedeutung des Hohlocaust für die arabische Sache.

Auch Robert Faurisson wurde interviewt, und seine Rede war außerordentlich gut und eindrucksvoll. Er widerlegte sehr wirkungsvoll Lakhdars Behauptung, daß die Annahme des historischen Revisionismus dazu führen würde, daß die Araber die Unterstützung der westlichen öffentlichen Meinung verlören. Faurisson paralysierte die andere Seite praktisch, als er ausführte:

»Wenn Sie jeden Ärger mit den Zionisten vermeiden wollen, dann ist es sicherlich besser, jede Diskussion des "Holocaust" zu vergessen.«

Währned des ganzen Programms fand eine Abstimmung der Zuschauer auf der Website dieser Satellitenstation statt. Bei dieser Abstimmung wurden folgende Fragen gestellt:

1) Meinen Sie, daß der Zionismus schlimmer ist als der Nazismus?

2) Meinen Sie, daß der Zionismus genauso schlimm ist wie der Nazismus?

3) Meinen Sie, daß der Zionismus besser ist als der Nazismus (nicht so schlimm)?

Am Ende dieses Beitrages ergab sich folgendes Ergebnis:

Mehr als 84% meinten, der Zionismus sei schlimmer als der Nazismus. Mehr als 11% meinten, der Zionismus sei genauso schlimm wie der Nazismus. Nur 2,7% meinten, der Zionismus sein besser als der Nazismus.

Der Moderator dieser Sendung erklärte daher den überwältigenden Sieg des Zionismus über den Nazismus mit einem erdrutschartigen Ergebnis von mehr als 84% J .


Anmerkungen

[1]Association against Zionism and Racism (AZAR).
[2]http://www.wiesenthal.com/social/press/pr_print.cfm?ItemId=860
[3]Ha'aretz, 10.4.2001, AP-Meldung, http://www2.haaretz.co.il/breaking-news/MiddleEastNews/361187.stm
[4]Die weiteren Abschnitte dieser Nachricht Alloushs - Hinweise auf revisionistische Bücher und Internetadressen wichtiger revisionistischer Beiträge sowie ein Interview mit R. Faurisson - wurden hier ausgelassen, da diese Dinge den meisten Lesern von VffG schon bekannt sind.
[5]Edna Yaghi, Middle East News Online, Korrespondent in Jordanien, www.MiddleEastWire.com.
[6]http://www.wiesenthal.com/social/press/pr_item.cfm?ItemID=1147
[7]In den zwei hier ausgelassenen Absätzen befaßt sich der Artikel mit einem angeblich geplanten arabischen Filmprojekt als "Gegenpropaganda" zu Schindlers Liste, sowie mit einer Vendetta gegen John Sacks Artikel im Esquire Magazin, vgl. VffG 1/2001, S. 78-84.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 5(2) (2001), S. 124-136.


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