Zyklon B, Auschwitz und der Prozeß gegen Dr. Bruno Tesch

Von William Lindsey, PhD

Das Vorspiel zur "Gerechtigkeit"

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schlossen die Rechtsberater der Vereinten Nationen,[1] die sich in London mit Lord Wright, dem Vorsitzenden der Kriegsverbrechen-Kommission der Vereinten Nationen, getroffen hatten, das sogenannte Londoner Abkommen, um frühere Vereinbarungen der Vereinten Nationen von Jalta und anderen Kriegskonferenzen in die Tat umzusetzen, und um das Vorgehen bezüglich der zahlreichen im Verlauf des Krieges an die Achsenmächte ergangenen Drohungen und Warnungen der Vereinten Nationen endgültig festzulegen. Es war ihre Absicht, die besiegten Deutschen und Japaner für Verbrechen anzuklagen, strafrechtlich zu verfolgen und zu bestrafen, die von den Siegern selbst neu bestimmt und festgesetzt wurden. Dies sollte vor ausschließlich für diesen Zweck von ihnen ins Leben gerufenen Gerichtshöfen geschehen.

Das grauenhafteste Verbrechen, dessen die Deutschen von den Siegern bezichtigt wurden, war, daß sie geplant hätten, alle Juden Europas zu vernichten. Von den sechs Millionen, die sie angeblich töteten, seien vier Millionen angeblich in Gaskammern umgebracht worden, die eigens zu diesem Zweck in Auschwitz-Birkenau errichtet worden seien.

Um diese Gerichtshöfe der Vereinten Nationen in das richtige Licht zu rücken, ist es erforderlich, die Haltung und Einstellung der Alliierten der Vereinten Nationen gegenüber Deutschland vor und während dieser Prozesse richtig einzuschätzen. Mindestens seit 1940 unterzogen Deutschlands Feinde - die sich später, am 2. Januar 1942, den Sammelbegriff "Vereinte Nationen" zulegten - ihre Bürger einem unaufhörlichen Bombardement von entsetzlichen, traurigen Voraussagen und beängstigenden Behauptungen über die schrecklichsten Greueltaten, die angeblich von Deutschland begangen wurden oder in Kürze zu erwarten waren. Nur einige der vielen von einander unabhängigen Urheber dieser Behauptungen waren: Dr. Nahum Goldman, die polnische Exil-Regierung, Stephen S. Wise, der Rabbiner J. H. Herz, der amerikanische Staatssekretär Sumner Welles, der ehemalige sowjetische Außenminister Maxim Litwinow, Wickham Steed (ein britischer Journalist, der während des Ersten Weltkriegs und vor dem Zweiten Weltkrieg in der deutschfeindlichen Propaganda aktiv war), und das U.S. War Refugee Board, das von Präsident Franklin D. Roosevelt organisiert und voll unterstützt worden war. Obwohl kein konkretes Beweismaterial vorgelegt und kein "Augenzeuge" namhaft gemacht wurde (zur Kriegszeit angeblich aus Sicherheitsgründen), wurden diese Beschuldigungen - genauso wie ähnliche Anklagen während des Ersten Weltkriegs - von Deutschlands Feinden als allgemein bekannt angenommen mit dem stillschweigenden Gelöbnis, daß der Beweis für diese Behauptungen gegen Ende des Krieges vorgelegt würde.

Als das Ende des Krieges herankam, schien fast jede Nachrichten-Meldung diese frühen Anschuldigungen zu bestätigen. Mit den kurz vor Kriegsende von den vorrückenden Armeen der Vereinten Nationen gemachten Entdeckungen der Leichenberge in Bergen-Belsen, Dachau, Buchenwald, Nordhausen, usw. - übrigens Leichen hauptsächlich von Nichtjuden[2] und verursacht durch Krankheit, Hunger usw. - wuchs die selbstgerechte Entrüstung der Eroberer Deutschland zu Zorn an. Selbst die deutsche Regierung, nun von Großadmiral Dönitz geleitet, war gleichermaßen entsetzt und versprach, der Gerechtigkeit Genüge zu tun. Die Dönitz-Regierung in Flensburg war bestürzt darüber, daß nach dem Fiasko der alliierten Anklagen gegen Deutschland im Ersten Weltkrieg und angesichts der Tatsache, daß nach dem Kriege alles wieder zurückgenommen werden mußte, erneut derartige Anklagen ernsthaft vorgetragen und nur dreißig Jahre später von den gleichen Feinden geglaubt wurden, und zwar nach wie vor ohne vorhergehende Untersuchung.

Firmenbanner der Fa. Tesch & Stabenow (oben) und der Fa. DEGESCH (unten)

Da sie sich jedoch selbst schon ziemlich früh während des Krieges als Racheengel und gesalbte Kreuzfahrer betrachteten, die Mörder und Gotteslästerer auslöschen und vernichten, widmeten die Eroberer der Vereinten Nation sich wieder einmal, wie sie es sich geschworen hatten, der schnellen und erbarmungslosen Bestrafung eines jeden, der ihrer Einschätzung nach auch nur im Entferntesten mit diesen scheinbaren Verbrechen in Verbindung zu bringen war. Viele Wortführer der Vereinten Nationen, von denen sich die älteren vielleicht noch die Wunden ihrer Zurückweisung und Widerlegung als Folge ihrer falschen Anklagen im Ersten Weltkrieg leckten, waren sich selbst sicher, daß Deutschland diesmal offensichtlich aller behaupteten Anklagen schuldig war - ohne sich auch nur die Mühe zu machen, auf die versprochenen Beweise für diese Behauptungen zu warten. In ihrer Hast bestanden die einzigen Fragen, mit denen sie sich befaßten, darin, wann die Sieger mit ihrer "neuen" Rechtsprechung beginnen und wie weit sie damit gehen sollten. Das Londoner Abkommen hatte offensichtlich nicht alle Probleme gelöst. Stalin hatte schon seit einiger Zeit die Tötung von 50.000 deutschen "Kriegsverbrechern" im Schnellverfahren vorgeschlagen, und die Amerikaner sollten später erfahren, daß Roosevelt auf der Konferenz in Teheran im Jahre 1943 keinerlei Anstoß an diesem Vorschlag genommen hatte. Der Abgeordnete Marion T. Bennett aus Missouri, der sich mit anderen Mitgliedern des amerikanischen Kongresses auf besondere Einladung des Generals Eisenhower in Europa befand, gab wahrscheinlich der allgemeinen, wenn auch nicht ganz einstimmigen Gefühlslage Ausdruck, als er sagte:

»Ich verließ Buchenwald in der Überzeugung, daß jeder Deutsche getötet werden muß.«

Joseph Pulitzer vom Post-Dispatch in St. Louis sprach sich für die Tötung von 1.500.000 "Nazis" aus. Gleichermaßen Unheil verkündend für die noch lebenden Deutschen (aus einer Nation, die ursprünglich 80 Millionen Menschen umfaßte) war die Ankündigung, daß vier bis sechs Millionen von ihnen einer strafrechtlichen Verfolgung als "Kriegsverbrecher" entgegensahen - vermutlich nach den Gesichtspunkten der kürzlich erlassenen ex post facto Anordnungen der Vereinten Nationen aufgrund des Londoner Abkommens.

Am 14. Mai 1945 wurde die letzte rechtmäßige deutsche Regierung von Deutschlands neuen Herren vollständig beseitigt und ihre Mitglieder bis zu ihrem Prozeß bzw. ihrer Hinrichtung oder Einkerkerung verhaftet. Die letztmögliche Stimme eines auch nur winzigen Protestes gegen die Verunglimpfungen der Deutschen wurde somit geschickt für immer zum Schweigen gebracht. Die Alliierten waren 1918 um ihr deutsches "Strangopfer" betrogen worden, doch nun als "Vereinte Nationen" waren sie fest entschlossen, sich weder täuschen noch einen Strich durch die Rechnung machen zu lassen. Die in Deutschland errichtete Plattform für Prozesse durch einzigartige militärische oder "internationale" Gerichtshöfe war listig und kunstvoll entworfen, durch die Sieger ausgeheckt und zu dem einzigen Zweck einberufen worden, nur die besiegten Deutschen nach Belieben der Sieger abzuurteilen und zu bestrafen, und zwar für "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" und andere "Verbrechen", wie sie kurz vorher in Worte gefaßt oder später einseitig durch rationalisierende, legalisierende Apologeten der siegreichen Vereinten Nationen formuliert worden waren.

Dr. Bruno Tesch und sein Prokurist Karl Weinbacher, die niemals der deutschen Regierung oder den deutschen Streitkräften angehört hatten, waren zwei der ersten unglücklichen Deutschen, die sich in diesem neugesponnenen Netz der "neuen internationalen Gerechtigkeit" verhedderten.[3] Es war ihr Schicksal, von den Besatzungsbehörden der Vereinten Nationen beschuldigt zu werden, die Verwendung des giftigen Zyklon B zum Zweck der Tötung von vier bis viereinhalb Millionen Juden, die angeblich in Auschwitz-Birkenau vergast worden sind, empfohlen und wissentlich geliefert zu haben. In diesem Beitrag werden wir auf den amtlichen Prozeßbericht des britischen Kriegsgerichts eingehen, das sie strafrechtlich verfolgt und zum Tod durch den Strang verurteilt hat.

Von den zahlreichen Tribunalen, die von den Vereinten Nationen aus ihren vielfältigen Motiven heraus ins Leben gerufen wurden, beherrschte das erste Nürnberger Tribunal - der Internationale Militär-Gerichtshof oder IMG (auch als Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher bezeichnet), wie geplant die Hauptvorstellung. Es wurde konstituiert, um die berühmten Nationalsozialisten der "ersten Reihe" abzuurteilen, und stellte oft die Ereignisse vor anderen Gerichten, die gleichzeitig tagten, in den Schatten. Als Folge davon ist man sich oft nicht ganz im klaren darüber, daß diese weniger publizierten "Neben"-Gerichte die Nürnberger Gerichtshöfe, also sowohl den IMG wie auch die Reihe der von Amerikanern geleiteten Nürnberger Kriegsgerichte, mit einem Großteil des grundlegenden Materials versorgten, das benutzt wurde, um rundlegende Auffassungen zu formulieren und um die von Robert H. Jackson, Telford Taylor und anderen Anklägern der Vereinten Nationen bei ihren Auftritten in Nürnberg vorgetragene Beweisführung zu untermauern. Mit der Zeit haben sich diese Konzepte und diese Art von Beweisführung, mit einigen Abänderungen, die sich schon damals durch frühe revisionistische Forschungsergebnisse als notwendig erwiesen hatten, zu dem verschmolzen, was inzwischen zum monolithischen Korpus des "Holocaust"-Evangeliums geworden ist.

Von herausragender Bedeutung auf diesen Nebenschauplätzen war das britische Kriegsgericht in Lüneburg, welches den Prozeß gegen das SS-Personal von Birkenau durchführte, das die britische Armee in dem Durchgangslager für Juden in Bergen-Belsen gefangengenommen hatte.[2] Dieses Kriegsgericht tagte vom 17. September bis zum 17. November 1945, und zeitweilig gefährdeten seine sensationellen Schlagzeilen den für den Nürnberger IMG-Schauprozeß vorgesehenen Platz auf den Titelseiten der Weltpresse. Vor diesem britischen Kriegsgericht wurde ein Großteil des "Holocaust"-Dogmas und der Kriegsgerüchte über deutsche Bestialitäten in den "Behistun-Felsen"[4] der Vereinten Nationen eingemeißelt, um für alle Zeiten die Handlungen der Vereinten Nationen gegenüber Deutschland zu rechtfertigen. Dies geschah, indem man einen unbeschreiblichen Chor von jiddischen Stimmen vor dem Gerichtshof aufmarschieren ließ, wobei jedes Chormitglied für sich selbst aus den unterschiedlichsten Gründen heraus die Rolle einer modernen Judith oder Esther, eines Samson oder Mordechai spielen wollte und jeder danach trachtete, seinen oder ihren Vorgänger im Zeugenstand mit einer Schreckensgeschichte über erlittene Peinigungen und Entbehrungen noch zu übertreffen - die freilich alle unsubstantiiert waren. Es war vor diesem Gericht, wo der erste Ankläger der Vereinten Nationen versuchte, der unfundierten Behauptung von 4.000.000 in Auschwitz-Birkenau ermordeten Juden Glaubhaftigkeit und Ansehen zu verschaffen. Die Ärzte Ada Bimko und Charles Bendel machten ihre Verbeugungen auf den Frontseiten der Weltpresse schon bevor sie vor dem Tribunal auftraten, das Dr. Tesch und Herrn Weinbacher aburteilte. Und sie verschwanden anschließend, wobei sie jedoch eine Hinterlassenschaft aus Falschheit und Verwirrung hinterließen, die nichtsdestoweniger in die nicht hinterfragte, unantastbare Litanei des "Holocaust"-Glaubensbekenntnisses einging.

Der Firmensitz der Fa. Tesch & Stabenow (Testa) in Hamburg, Meßberghof, 1. Stock.[5]

Ein britischer Offizier, der in Lüneburg für die Verteidigung tätig war, bezeichnete diese vielen Zeugen als Abschaum der osteuropäischen Gettos; dafür mußte er sich vor dem Gerichtshof entschuldigen. Dr. Eberhard Kolb[6] schreibt in seinem Buch Bergen-Belsen, der Lüneburger Gerichtshof habe seine Arbeit mit »vorbildlicher Fairness« verrichtet - eine Meinung, die geradezu typisch ist für ein "neues" oder "wiederaufgebautes" Deutschland, das auch seitens der Eroberer der Vereinten Nationen Anerkennung findet. Was das britische Tribunal und beinahe jeden seinerzeit bewegte waren weder "Fairness" oder Tatsachen, noch Gerechtigkeit, sondern die Frage: »Wie werdet ihr Kramer töten?«[7] Die wirklichen Prozesse waren schon lange in den Zeitungen, in den Nachrichten-Büros und auf den zahlreichen Konferenzen der Vereinten Nationen abgeschlossen worden.

Unter den Vereinten Nationen herrschte das fast allgemeine Bestreben, so viele Deutsche wie möglich einem schmachvollen Tod zuzuführen, und diese Gerichtshöfe der Vereinten Nationen schienen nützliche Werkzeuge zu sein, um diese Ausrottung in die Tat umzusetzen. Andere sprachen sich offen für summarische Hinrichtung sehr vieler Deutscher ohne jeden Prozeß aus.

Das Bergen-Belsen-Tribunal in Lüneburg und der Prozeß gegen Dr. Tesch und Herrn Weinbacher sind gewissermaßen einzigartig, da sie einige der ersten und letzten vergeblichen Versuche der Angeklagten darstellten, die Wahrheit zu sagen und damit die Vielfalt der absurden Anklagen zur Kriegszeit aufzuklären, die von den Vereinten Nationen zu offensichtlichen Propagandazwecken verbreitet wurden. Nachdem die Prozesse begonnen hatten, wurde es jedoch bald klar, daß es für die Beschuldigten ein tödlicher strategischer Fehler war, die Wahrheit zu sagen. Vor einem Gericht, das geschaffen wurde, um den Mord an den Juden als offenkundige Tatsache zu manifestieren, eben diesen massenweisen, vorsätzlichen, von Deutschen begangenen Mord zu bestreiten, war für einen Angeklagten 1946 ähnlich tödlich, wie es für einen mittelalterlichen Häretiker tödlich gewesen wäre, sich vor seinen Inquisitoren, die ihn aus welchem Grund auch immer schuldig sprechen wollten, damit zu verteidigen, daß er die Existenz des dreifaltigen Gottes oder der Göttlichkeit Jesu selber bestreitet.

In bezug auf das Überleben war es für einen Zeugen notwendig zu bezeugen, daß Juden gewiß vergast worden sind, und gleichzeitig darzulegen, daß seine Anwesenheit an dieser oder jener Örtlichkeit oder in dieser oder jener Position keinerlei Verantwortlichkeit und nur rein zufällige Kenntnisse von den Tötungen mit sich brachte, die er keineswegs verhindern konnte, selbst wenn er sie beobachtet hätte.[8]

Das waren die beklagenswerten Umstände am 1. März 1946, als Dr. Tesch und Herr Weinbacher angeklagt und vor das britische Militärgericht im Curiohaus in Hamburg gestellt wurden.

Tesch und Stabenow

Dr. Teschs Beziehung zum Zyklon B, dem Produkt, das zu seiner und Herrn Weinbachers Hinrichtung führen sollte, begann lange vor dem Kriege. Als begabter Absolvent in Chemie, Physik und Mathematik der Universität Berlin bekam er eine Assistentenstelle am ehrwürdigen Kaiser-Wilhelm-Institut. Er interessierte sich für Cyanwasserstoff als Begasungsmittel. Es war wirksam, aber ziemlich gefährlich anzuwenden, da es eine Flüssigkeit und chemisch instabil war. Außerdem war es ein für Menschen tödliches Gift. Aber gerade diese Giftigkeit für alle Lebewesen machte es zu einem fast idealen Begasungsmittel. Es tötete nicht nur warmblütiges Ungeziefer schnell, sondern auch alle Eier, Larven, Puppen oder ausgewachsene Insekten, die sich auf den Schädlingen oder in dem begasten Bereich befinden.[9]

Mit Unterstützung der I.G. Farbenindustrie begann Dr. Tesch in Zusammenarbeit mit Dr. Gerhard Peters Forschungen, mit denen die Probleme, die vorher lange Zeit den allgemeinen Gebrauch von Cyanwasserstoff als Begasungsmittel verhindert hatten, weitgehend umgangen werden konnten.

Diese Probleme wurden wie folgt gelöst: Ein Reiztränengas wurde mit dem flüssigen Cyanwasserstoff vermengt, um jeden vor dem Vorhandensein des Giftes zu "warnen."[10] Nach Hinzugabe eines chemischen Stabilisators wurde diese Flüssigkeit von der doppelten Menge eines porösen, stark absorbierenden Materials aufgesaugt, so daß die sich daraus ergebende Mischung keine Flüssigkeit, sondern feste Granulate waren. Dieses Produkt erhielt den Namen Zyklon B,[11] und die tödlichen Gase, die langsam aus den Granulaten verdampften, wurden "Zyklon B-Gas" genannt. Chemisch gesehen war dieses Begasungsgas nahezu reiner Cyanwasserstoff, verdünnt mit Luft.

Entwesungslehrgang in Posen vom 25.-27.10.1940; erste Reihe, vierter von links: Dr. Bruno Tesch[12]

Zyklon B war so vielversprechend, daß es von der I.G. Farbenindustrie im Namen der DEGESCH (DEutsche GEsesellschaft für SCHädlingsbekämpfung) patentiert wurde. Diese Gesellschaft wurde von der deutschen Regierung damit beauftragt, die Sicherheitsregeln und Normen zur Verwendung dieses Stoffes festzulegen, die wegen der extremen Lebensgefährlichkeit dieses Produktes notwendigerweise streng sein mußten. Die DEGESCH genehmigte auch den Versand zum Verbraucher ab Werk nur dann, wenn die behördlichen Bestimmungen eingehalten worden waren. Diese Bestimmungen zur Verwendung von Cyanwasserstoff zur Begasung wurden nur in besonderen Fällen gelockert, wenn dies den Behörden notwendig erschien. Zu Begasungszwecken wurde den deutschen Streitkräften in beiden Weltkriegen eine derartige Lockerung der Bestimmungen gewährt.[13]

Zusammen mit Herrn Paul Stabenow gründete Dr. Tesch 1923 die Firma, die später ganz ihm gehörte: Tesch & Stabenow (später TESTA).

Dr. Peters übernahm in der DEGESCH eine führende Position. Tesch & Stabenow war eine Schädlingsbekämpfungsfirma. Sie vertrieb in erster Linie ihre chädlingsbekämpfungsmittel und das Anwendungswissen. Sie stellte weder Zyklon B her noch andere Chemikalien, die sie bei der Schädlingsbekämpfung einsetzte, sondern kaufte diese bei den Betrieben, in die sie im Großmaßstab erzeugten.[14]

Vor dem Krieg gedieh Dr. Teschs Firma rasch, da es mit Zyklon B möglich war, ganze Schiffe, Gebäude, Wohnhäuser, Messehallen, Baracken, Mühlen, Getreidelager, Eisenbahnwagen usw. erfolgreich zu begasen,[15] ohne deren Inhalt zu schädigen. Solange dieser Inhalt trocken blieb, schadete das Zyklon B ihm nicht, und solange der begaste Bereich nach der Begasung gut gelüftet und die Sicherheitsmaßnahmen sorgfältig beachtet wurden, konnte Zyklon B in zufriedenstellender Weise und gefahrlos für Menschen verwendet werden.

Zur gleichen Zeit wurden in den Vereinigten Staaten ähnliche Aufgaben von dortigen Firmen durchgeführt.[16] Als Tesch & Stabenow blühte und gedieh, schossen mindestens sechs ähnliche Firmen in Deutschland aus dem Boden. Von allen Schädlingsbekämpfungsfirmen war Tesch & Stabenow weltweit führend, wenn nicht sogar die Weltfirma. Dies war das Ergebnis der sorgfältigen Ausbildung seiner Angestellten in der Begasungstechnik durch Dr. Tesch selbst und seiner kompromißlosen Weigerung, die Sicherheitsbestimmungen zu lockern.

Während des Krieges waren Begasungen in Deutschland noch wichtiger als zu Friedenszeiten. Neben den vielen dringenden Bedürfnissen der Wehrmacht, der Luftwaffe und der Kriegsmarine gab es auch Bedürfnisse dieser Art auf dem zivilen Sektor. Jede leerstehende Wohnung oder jedes leere Gebäude mag eine Begasung benötigt haben, bevor neue Bewohner einziehen konnten. Auch mußten die für die vielen Fremdarbeiter und die aus dem Osten repatriierten Deutschen errichteten Lager - alle unter der Obhut der SS - häufig begast werden. Die Bedeutung dieser Begasungen läßt sich weiterhin aus der Tatsache ersehen, daß Männer, die als Begaser beschäftigt waren, vom Wehrdienst befreit wurden. Von den rund 50 Angestellten von Tesch & Stabenow zu Anfang des Krieges hatten 35 mit Begasungen zu tun. Herr Weinbacher hatte selbst als Begaser bei der Firma angefangen und war durch harte Arbeit Assistent von Dr. Tesch geworden.

Obwohl das Begasungs-/Schädlingsbekämpfungsgeschäft gewinnbringend war, so bereitete es während des Krieges doch so manche Kopfschmerzen. Neben der Knappheit an Personal, an Materialien und Ausrüstungsgegenstände usw. wurde Tesch & Stabenow noch die zusätzliche Aufgabe zuteil, die DEGESCH bei der Abfertigung von Aufträgen derjenigen zu unterstützen, die Zyklon B einsetzen wollten. Die deutsche Regierung nahm diese willkürliche Beauftragung vor, weil Tesch & Stabenow bereits über die DEGESCH große Bestellungen von Zyklon B abwickelte, und dies erleichterte den Behörden ihre Aufgabe, die bestehenden Bestimmungen zu überwachen und verringerte die Arbeitsbelastung der DEGESCH. Als Bedingung für seine weitere Tätigkeit als lizenzierter Begaser war Dr. Tesch gesetzlich verpflichtet, alle Bestellungen von Zyklon B von Benutzern östlich der Elbe entgegenzunehmen und abzuwickeln. Diese unwillkommene zusätzliche Aufgabe brachte eine Teilung der mit der Bestellung und nicht mit Herstellung oder Lieferung verbundenen Papierarbeit mit sich. Mit einem ähnlichen Arrangement wurden Gebiete westlich der Elbe, wo solche Aufträge früher von Hirt & Linkler abgewickelt worden waren, ebenfalls der DEGESCH zugeteilt.

Bei eingehenden Bestellungen wurde geprüft, ob mögliche Käufer zugelassene Zyklon B-Anwender waren. Anschließend wurden die Bestellungen von Tesch & Stabenow an die DEGESCH[17] weitergeleitet, wo die behördliche Genehmigung des Käufers und dessen Einhaltung der Bestimmungen noch einmal überprüft wurden. Dann wurde der jeweilige prozentuale Anteil, den Dr. Peters[18] und dessen Zuteilungsausschuß bei der DEGESCH festgelegt hatte, zugeteilt, und der Auftrag wurde schließlich an das Werk vergeben. Eine Zuteilung war notwendig, da Zyklon B, wie alle anderen Chemikalien, stets Mangelware war.[19] Heeresaufträge hatten stets Vorrang vor dem Privatsektor, und diese Aufträge wurden je nach den bestehenden Liefermöglichkeiten östlich oder westlich der Elbe erfüllt.

Bei der Durchführung seiner Funktion als Auftragsabwickler mußte Dr. Tesch immer sofort bar bezahlen, wenn ein von ihm abgewickelter Auftrag dem Werk erteilt wurde, er bekam sein Geld zuzüglich einer kleinen Provision aber erst drei oder vier Monate später vom Kunden zurück, nachdem das Zyklon B geliefert worde war.

Für Regierungsaufträge erhielt Tesch & Stabenow anfangs eine Gebühr von 10 % des Bruttobetrags des Auftrags. Diese Gebühr war regierungsseitig festgelegt. Nach Mai 1943 wurde diese Gebühr auf 21/2% gesenkt, und nach 1943 wurde auf die Dienstleistung von Tesch & Stabenow ganz und gar verzichtet, weil die Regierung von nun an Aufträge ausschließlich dem Hauptsanitätspark der Wehrmacht übertrug.

Verhör und Anklage

Dr. Tesch wurde sich zum ersten Mal des ihm bevorstehenden Martyriums durch die Besatzungsbehörden der Vereinten Nationen bewußt, als ein britischer Hauptmann, Anton W. Freud,[20] ihn in seinem Büro mit Emil Sehm, einem seiner früheren Buchhalter, besuchte und ihn in deutscher Sprache verhörte. Bei diesem Zusammentreffen beschuldigte Sehm seinen früheren Arbeitgeber, Zyklon B zur Tötung von Juden geliefert zu haben. Dr. Tesch wies diese Anschuldigung entschieden zurück und hielt Sehm vor, daß dieser ganz genau wisse, daß Zyklon B ausschließlich zur Schädlingsbekämpfung benutzt wurde. Man ließ daraufhin Dr. Tesch ein paar Tage lang in Ruhe, aber am 3. September 1945 wurde er festgenommen und weiter verhört, bevor man ihn am 1. Oktober 1945 entließ. Am 6. Oktober wurde er erneut von den Briten festgenommen und blieb danach bis zu seiner Hinrichtung in deren Gewahrsam. Am 31. Oktober 1945 unterzeichnete Dr. Tesch eine Aussage. Sie wurde auf die übliche britische Weise mit mündlicher Übersetzung vom Deutschen ins Englische aufgenommen. Diese mündlichen Übersetzungen an Ort und Stelle wurden niedergeschrieben und wurden somit zur amtlichen und einzigen Gerichtsakte. Später behauptete Captain Freud, die Aussage sei freiwillig unterzeichnet worden und Dr. Tesch hätte nach nur geringfügigen Änderungen unterzeichnet. Aber Dr. Tesch erklärte später, er habe nur unterzeichnet, weil er »sich irgendwie unter Druck fühlte« und nachdem man ihn darauf hingewiesen hatte, daß später noch andere erklärende Änderungen in seiner Aussage vorgenommen würden.

Der Gerichtshof

Auf der Grundlage der Verhöre durch Captain Freud entschlossen sich die für Kriegsverbrechen zuständigen britischen Behörden, Dr. Tesch, Herrn Weinbacher und Dr. Joachim Drosihn[21] strafrechtlich zu verfolgen. Es wurde dementsprechend von Sir Henry MacGeach ein britisches Kriegsgericht einberufen. C. L. Stirling, der bereits bei dem britischen Prozeß gegen das SS-Personal von Birkenau als Kriegsgerichtsrat mitgewirkt hatte, wurde wieder zum Kriegsgerichtsrat ernannt. R.L.B Persee wurde zum Vorsitzenden und Oberstleutnant Sir Geoffrey Palmer und Major S.M. Johnson wurden zu Beisitzern ernannt. Capt. H.S. Marshall wurde zum Beisitzer ernannt.

Am Freitag, dem 1. März 1946, trat der Gerichtshof im Curiohaus in Hamburg zusammen. Es war ein Prozeß, der unbedingt abgehalten werden mußte, wenn die "Holocaust"-Behauptungen jemals mehr sein sollten als böswillige Gerüchte, die von einfallsreichen, rachsüchtigen KL-Insassen, Emigranten, Kriegspropagandisten und so weiter heraufbeschworen waren, die alle aus finsteren, selbstsüchtigen Beweggründen und Absichten handelten. Es war eine Zeit, in der Deutschlands damalige Eroberer sich geradezu überschlugen., um die Bausteine zusammenzutragen, mit denen das alles entschuldigende "Holocaust"-Gebäude, dessen sie so dringend bedurften, errichtet werden sollte, um ihre eigenen vergangenen und zukünftigen in Deutschland und anderswo in der ganzen Welt als Weltmächte begangenen Verbrechen zu rechtfertigen, und um ihre unanfechtbare Herrschaft[22] über Deutschland und Mitteleuropa dauerhaft abzusichern, die sie seit 1945 als Folge der blutigen Feuersbrunst des Zweiten Weltkrieges genossen. Es muß darauf hingewiesen werden, daß wir in bezug auf alles, was vor dem Kriegsgericht in deutscher (oder französischer) Sprache gesagt wurde, auf Gedeih und Verderb auf die drei Übersetzer und die drei Prozeßberichter angewiesen sind, sowohl was die Richtigkeit der Übersetzungen als auch der Prozeßberichte betrifft. Alle Akten des Kriegsgerichts wurden in englischer Sprache geführt.

Gemäß den Erlassen der Besatzungsbehörden der Vereinten Nationen durften keine ehemaligen Mitglieder der NSDAP bei der Justiz tätig sein. Daher mußten alle Anwälte der Verteidigung - zumindest nach Auffassung der anklagenden Sieger - frei von auch nur dem geringsten Anzeichen auf einen NSDAP-Makel sein. In der Praxis wurden mögliche Schwierigkeiten gewöhnlich dadurch vermieden, daß die Gerichtshöfe nur Anwälte mit tatsächlichem anti-NS-Lebenslauf zur Verteidigung von Angeklagten zuließen. Die Verteidiger standen daher denen, die sie verteidigen sollten, von Anfang an politisch und ideologisch feindlich gegenüber![23] Als Alternative konnten die Angeklagten den Wunsch äußern, von einem britischen Offizier verteidigt zu werden, wie das in Lüneburg im Prozeß gegen das SS-Personal von Birkenau geschah - mit dem Ergebnis, daß die meisten dieser Angeklagten hingerichtet wurden! Zivilen englischen Anwälten wurde seinerzeit dringend abgeraten, wenn es ihnen nicht sogar untersagt wurde, deutsche Staatsbürger vor Kriegsverbrechen-Tribunalen zu verteidigen.

Geöffnet wurden die Zyklon B-Dosen entweder mit einem Hammer und einem Schneidewerkzeug (links) oder mit einem massiven feststehenden spezialgefertigten Dosenöffner (rechts). Das Tragen von Gasmasken (hier eine sogenannte Schnullermaske) war aus Sicherheitsgründen nötig.[24]

Die deutschen (NS-feindlichen) Verteidiger, von denen viele die englische Sprache nur mangelhaft beherrschten, waren angewiesen worden, sich and die britische Praxis der Gerichtsverfahren zu halten, die ihnen völlig fremd war. Die Behinderung dieser Verteidiger war oft so augenscheinlich, daß Major G.I.D. Draper, der britische Staatsanwalt, und sogar der britische Kriegsgerichtsrat C. L. Stirling sich manchmal gezwungen fühlten, die Verteidigung zu fragen, ob sie nicht zu gewissen Punkten irgendwelche Fragen hätten. Es war in der Tat ein seltsames Verfahren. Man sollte auch daran denken, daß unter dem Gesetz des Dritten Reiches die Staatsanwaltschaft gesetzlich verpflichtet war, jedliches Beweismaterial in ihrem Besitz vorzulegen, das den Angeklagten entlastete. Bei den Kriegsverbrecher-Prozessen nach dem Kriege in Deutschland war dies entschieden nicht der Fall. Der amerikanische Staatsanwalt Robert H. Jackson erklärte auf Fragen der deutschen Verteidigung zu diesem Punkt in Nürnberg, dies zuzulassen würde bedeuten, daß die Staatsanwaltschaft »zwei Herren dient«![25] Das wirkliche Ziel der Ankläger der Vereinten Nationen bestand nicht darin, Tatsachen zu finden und zu Urteilen zu gelangen, die durch solche Tatsachen gerechtfertigt waren, sondern darin - ganz gleich mit welchen Mitteln - das Beweismaterial zu bekommen, das notwendig war, um zu einem vorher angeordneten Urteil zu gelangen. Die wohlbekannten Grundsätze der Moskauer Wischinski-Prozesse wurden somit von den Ufern der Moskwa zu den Ufern der Regnitz gebracht.

Von Anfang bis Ende hatte der Gerichtshof den Tonfall eines Dialogs zwischen Sieger und Besiegten, zwischen Richter und Täter. Obwohl er längere Zeit hindurch die typisch britische Geringschätzung und Verachtung für seine deutschen Anti-NS-Gegenspieler zur Schau trug, nannte Major Draper sie dennoch gelegentlich »meine gelehrten Freunde« von der deutschen Anwaltschaft. Doch es gab niemals einen Zweifel darüber, wer die Pistole (und die Waage) in der Hand hatte. Draper konnte die Verteidigung wie ihm beliebte über die schreckliche Last belehren, die der Staatsanwaltschaft nach britischem Gesetz auferlegt war, weil für alle Anklagen hieb- und stichfeste Beweise verlangt werden, aber es gab niemals auch nur die geringste Infragestellung oder Kritik an seiner ständigen Behauptung, daß vier Millionen rücksichtslos und absichtlich von Deutschen in Auschwitz getötet worden seien, daß die angeblichen Übergriffe von Gestapo und SS allgemeine und wohlbekannte Praktiken gewesen seien, daß Fremdarbeiter, die nach Deutschland kamen, in Wirklichkeit Sklaven waren und so weiter. Tatsächlich beteiligte sich der britische Kriegsgerichtsrat Stirling, der seine Aufgabe schon in Lüneburg so gut erfüllt hatte, oft selbst an den Beschuldigungen. Diese Behauptungen galten für das Kriegsgericht schon lange als unumstößliche Tatsachen, wobei lediglich die Zeugenaussagen von Dr. Charles Sigismund Bendel (eine selbsterklärte Autorität in Sachen Auschwitz-Birkenau - er hatte vorher in Lüneburg ausgesagt) und SS-Rottenführer Perry Broad an das heran kamen, was man bestätigende Beweise für die angeblichen Massenmorde in Auschwitz-Birkenau bezeichnen könnte.

Die Dolmetscher hatten dauernd Schwierigkeiten. Es wird wohl immer unüberbrückbare technische Schwierigkeiten mit sich bringen, genaue mündliche Simultanübersetzungen anzufertigen in einer Situation, wo das Leben eines Mannes von der richtigen Bewertung eines Tonfalls, der Wahl des richtigen Ausdrucks, usw. abhängen kann.

Zeugenaussagen

Von den Zeugen, die von der britischen Staatsanwaltschaft vorgeladen wurden, machte Emil Sehm die Aussage, die für Dr. Tesch und Herr Weinbacher am tödlichsten war. Sehm war bei Tesch & Stabenow Buchhalter gewesen. Womöglich war er es, der zuerst bei den Briten vorsprach und Dr. Tesch denunzierte. Derartige Handlungen wurden von den Vereinten Nationen offen unterstützt. Sehm sagte aus, er sei im Herbst 1942, als er in den Firmenakten nach etwas ganz anderem suchte, auf eine rosarote oder rote Durchschrift eines Reiseberichts gestoßen, demzufolge Dr. Tesch und Herr Weinbacher als dessen Prokuristen im Massenmord verwickelt waren. Bezüglich des angeblichen maschinegeschriebenen Berichtes sagte Sehm unter Eid folgendes aus:[26]

»Dr. Tesch spricht von einem Gespräch, das er mit führenden Persönlichkeiten der Deutschen Wehrmacht hatte. Ich erinnere mich an einen Satz, in dem es heißt "Herr...." - ich erinnere mich nicht an den Namen - "mir gesagt hat, daß die Erschießung von Juden immer häufiger wird und daß sich die Bestattung der großen Zahl als immer unhygienischer erweist. Um das zu ändern, wird vorgeschlagen, daß die Vernichtung der Juden jetzt mit Hilfe von Blausäure durchgeführt werden sollte". Dr. Tesch, der diesbezüglich um Vorschläge gebeten wurde, sagte: "Ich, Dr. Tesch, schlug den Einsatz von Blausäure in der gleichen Weise wie sie zur Schädlingsvernichtung verwendet wird, auch für den obenerwähnten Zweck vor. [...]

Dann wird erläutert, daß die zu Vernichtenden in einer vorher vorbereiteten Baracke untergebracht werden, vorbereitet in der gleichen Weise wie bei der Schädlingsvernichtung. In der Nacht bereitet ein mit der Blausäuregas-Methode vertrauter Fachmann die Baracke vor, die später luftdicht verschlossen wird. Am darauffolgenden Morgen können die durch dieses Gas Vernichteten beseitigt werden. Ich muß hinzufügen, daß am Anfang des Berichts erwähnt wurde, daß die Juden nicht beerdigt zu werden brauchten, sondern daß sie verbrannt würden. Dr. Tesch führt diese Befehle aus, um SS-Personal in diesen Angelegenheiten des Blausäuregases auszubilden.«

Ein Großteil der Zeugenaussage von Sehm kann in bezug auf Richtigkeit und Folgerichtigkeit angezweifelt werden. Sie beschreibt die von der Hohen Priesterschaft des "Holocaust" akzeptierte grundlegende Tötungsmethode nur sehr verschwommen, und einiges davon steht sogar im Widerspruch zu diesen Erzählungen oder widerlegt sie. Dies waren:

Die Kriterien zur Bewertung der Annehmbarkeit von Sehms Aussage müssen darin bestehen, seine persönliche Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit zu bewerten, seine Aussage durch zuverlässige Zeugen unumstößlich zu bestätigen, und ihre Glaubhaftigkeit und Stimmigkeit zu beurteilen.

Die rosarote Durchschrift des angeblichen Reiseberichts, der im Herbst 1942 geschrieben und den Sehm angeblich gesehen haben will, wurde, wie dieser sagt, absichtlich zusammen mit einem weißen Original und einem zweiten rosaroten Durchschlag - die beide niemand je gesehen hat - verbrannt, als die Firmenaktien bei einem Bombenangriff am 20. März 1945 vernichtet wurden. Vor dem Bombenangriff standen diese Akten im Büro jedermann offen und wurden nur zur Nacht verschlossen. Wenn Sehm es gewollt hätte, dann hätte er sich viel leichter einen ganzen Durchschlag aneignen können, anstatt sich umständlich Notizen von dem Durchschlag zu machen, die er gesehen zu haben beschwor. Niemand hätte etwas davon bemerkt.

Alle Stenotypistinnen von Tesch & Stabenow wurden befragt. Hätte es jemals einen solchen Reisebericht gegeben, dann hätte eine davon ihn nach Diktat niederschreiben und in dreifacher Ausfertigung mit der Maschine tippen müssen. Alle sagten jedoch aus, einen solchen Bericht weder gesehen noch mit der Schreibmaschine geschrieben zu haben. Eine Schreibkraft, Frau Anna Ünzelmann, sagte aus, sie habe Dr. Tesch nach einer Diktatsitzung einmal dahingehend verstanden, er habe in Berlin gehört, daß Menschen mit Zyklon B vergast würden, aber er führte nicht weiter aus, ob dies durch Unfall geschehen war oder nicht. Dr. Tesch erinnerte sich nicht einmal mehr an diesen Vorfall. Eine andere Schreibkraft, Frl. Eliza Biagini, sagte aus, sie habe einmal in einem Reisebericht gelesen, daß in Sachsenhausen-Oranienburg Menschen mit Zyklon B getötet würden. Sie konnte sich jedoch kaum mehr an diesen Vorfall erinnern und es mag in Wirklichkeit auch nur eine Frage gewesen sein, die man Dr. Tesch während einer seiner Unterrichtsstunden in diesem Lager gestellt hat. Diese Aussage könnte auch das Ergebnis eines Versuchs von Sehm gewesen sein, die Zeugin während einer Voruntersuchung durch die Briten einzuschüchtern. Bei diesem Verhör sagte Sehm, der offensichtlich eine führende Rolle spielte, wahrheitswidrig aus, er habe das fehlende belastende Reisedokument von Dr. Tesch in der Tasche.

Die Bedeutung der Aussagen dieser beiden Schreibkräfte liegt jedoch darin, daß keine von ihnen mit Sehms Zeugenaussage übereinstimmt. Was das anbetrifft, stimmen sie nicht einmal miteinander überein. Alle drei Zeugenaussagen befassen sich klar und deutlich mit völlig separaten und unterschiedlichen Orten und Ereignissen und werden durch keine andere Zeugenaussage bekräftigt!

Die "Stützung" der Zeugenaussage Sehms beruht voll und ganz auf den Aussagen von dreien seiner engsten alten Freunde: Wilhelm und Kate Pook und Bernhard Frahm. Sehm sagte aus, er habe den Pooks die Notizen gezeigt, die er von dem roten oder rosaroten Aktendurchschlag bei Tesch & Stabenow gemacht hatte. Er besuchte beide regelmäßig, um über Religion, Politik, Nationalsozialismus und andere Themen mit ihnen zu sprechen, und sie sagten aus, sie erinnerten sich, die Notizen "gesehen" zu haben. Unter Eid sagte Frau Pook zuerst aus, sie habe den eigentlichen Reisebericht gesehen. Näher befragt, konnte sie mit Sicherheit nur sagen, sie habe ein "Dokument" gesehen und entschuldigte ihr Versehen mit dem Ablauf von immerhin von vier Jahren. Auf Anraten von Wilhelm Pook habe Sehm seine Notizen in einem Aschenbecher auf dem Tisch der Pook verbrannt.

Wurde der Inhalt nicht sofort ausgestreut, so mußten die Dosen nach ihrer Öffnung mit einer Gummikappe abgedichtet werden.[27]

Wilhelm Pook sagte aus, Sehm habe ihm gesagt, daß Dr. Tesch allein mit dem Verkauf von Zyklon B Gewinne in der Größenordnung von RM 20.000 bis 25.000 erzielt habe.[28]

Noch bemerkenswerter und bezeichnender hinsichtlich der Zuverlässigkeit von Sehms Aussage war die Tatsache, daß beide Pooks, als sie erstmals von den Briten verhört wurden, völlig vergessen hatten, die so überaus wichtigen belastenden "Notizen" oder den "Reisebericht" auch nur zu erwähnen. Später, nach Sehms erstem Auftritt vor dem Kriegsgericht, hatten die Pooks seine Zeugenaussage mit ihm besprochen, bevor sie selbst vor dem Kriegsgericht erschienen. Näher befragt, gab Frau Pook zu, daß sie sich nicht mehr daran erinnere, wer wen (sie Sehm oder Sehm sie) daran erinnert habe, daß das "Dokument" in einem Aschenbecher auf ihrem Tisch verbrannt worden sei. Nach einer derart fragwürdigen Reihe von Zugeständnissen von Zeugen, die vom britischen Staatsanwalt vorgeladen worden waren, um Sehms Zeugenaussage Glaubwürdigkeit zu verleihen, konnte Major Draper Wilhelm Pook nur noch fragen, ob er die Wahrheit gesagt habe, worauf dieser antwortete: »Ja«. Beide Pooks mußten dann schleunigst den Gerichtssaal verlassen.

Draper versuchte, die Glaubwürdigkeit von Sehms Zeugenaussage noch dadurch zu untermauern, daß er einen weiteren engen Freund des letzteren vorlud, Bernhard Frahm.[29] Sehm behauptete, er habe einige Monate, nachdem er die Notizen in Pooks Wohnung verbrannt hatte, Frahm von dem erzählt, was er in den Akten von Tesch & Stabenow gefunden hatte. Herr Frahm gab an, sich an diesen Fall zu erinnern, räumt jedoch ein, er selbst habe die von Sehm geschriebenen belastenden Notizen nicht gesehen. Er setzte jedoch hinzu - sicherlich zur Genugtuung des Kriegsgerichts - daß die Nazis jeden, der gegen sie war, als "Schädling" betrachteten. Sehm habe ihm gesagt, daß Tesch & Stabenow Gas und "Öfen" lieferte,[30] um Menschen zu töten.

Dies war die hauchdünne Substanz der Zeugenaussage von Emil Sehm gegen Dr. Tesch und Herrn Weinbacher. Nicht gehaltvoller - eher das Gegenteil - war die Zeugenaussage derjenigen, die vorgeladen wurden, um sie zu untermauern. Von vier Buchhaltern bei Tesch & Sabenow war Sehm der unbedeutendste. Er war nur kurzfristig dort angestellt und war mit seiner Stellung ziemlich unzufrieden. Dementsprechend hatte er seinen Arbeitgeber um Entlassung gebeten, damit er nach Königsberg zurückkehren könnte, seiner Geburtsstadt, wo er hoffte, eine Steuerberater-Kanzlei eröffnen zu können. Dr. Tesch, der zu Kriegszeiten Schwierigkeiten hatte, Angestellte zu bekommen, lehnte es ab, ihn zu entlassen, und zog somit Sehms Haß und Zorn auf sich. Außer der Tatsache, daß er ebenso wie seine Freunde, die Pooks und Frahm, der NSDAP feindlich gegenüber stand, hatte Sehm also bereits Grund, Dr. Tesch, der Mitglied in der Partei war, nicht zu mögen, wenn nicht gar zu hassen. Obwohl er behauptete, nichts gegen Dr. Tesch zu haben, weil dieser sich geweigert hatte, ihn zu entlassen, bezeichnete er seinen früheren Brötchengeber als »intellektuellen Sadisten«.

Von den Zeugen, die Dr. Tesch kannten, sprachen jedoch nur Sehm und Dr. Drosihn - letzterer nur nach einigen Rippenstößen durch Major Draper - schlecht von ihm. Man kann sich des Gefühls kaum erwehren, daß dies nur ein weiterer Vorfall war, bei dem das Ende des Krieges mit seinem Durcheinander und seinen blutigen Tribunalen als willkommene Gelegenheit dazu benutzt wurde, alte Rechnungen in den von den Vereinten Nationen überrannten Teilen Europas zu begleichen.

Es scheint ziemlich naheliegend zu sein, daß die belastenden Teile der Zeugenaussage Sehms ungeheure Falschaussagen sind. Da er die völlige Verantwortungslosigkeit dieser Zeugenaussage spürte, verlor Dr. Zippel, der Dr. Tesch verteidigte, keine Zeit, Sehm als Lügner herabzuwürdigen, und nachdem er dem Kriegsgericht Beispiele dafür genannt hatte, wie oft Sehm schon unter Eid gelogen hatte, ging er zu den anderen Zeugenaussagen über, fest davon überzeugt, Sehms Aussage völlig in Mißkredit gebracht zu haben. Am Ende waren es jedoch Sehms unglaubliche Beschuldigungen, die der britische Staatsanwalt Draper jetzt in den Händen hielt, die den wesentlichen Kern dessen darstellten, was das Kriegsgericht haben wollte, um Dr. Tesch und Herrn Weinbacher an den "Holocaust"-Moloch zu fesseln.

Der nächste "Zeuge" war Dr. Rudolf Diels, der wegen seiner andauernden Verhöre für den Nürnberger Gerichtshof vor dem Kriegsgericht im Curiohaus nicht anwesend sein konnte. Seine eidesstattliche Erklärung - ebenfalls in englischer Sprache - wurde dem Gericht vorgelegt und ersetzte sein persönliches Erscheinen. Dieses Manöver wurde immer wieder von denjenigen abgezogen, die hingebungsvoll nur »einem Herrn« dienen wollten,[31] weil damit jene Zeugen, die der Staatsanwaltschaft als schwach und unzuverlässig erschienen, wirksam vor dem Kreuzverhör der Verteidigung abgeschirmt werden konnten. Erst sehr viel später konnte die Verteidigung das persönliche Erscheinen solcher "Zeugen" zum Kreuzverhör durchsetzen.

Dr. Diels' Affidavit scheint der deutsche Ursprung des berühmten Ausdrucks zu sein: "Passen Sie besser auf, oder sie gehen den Kamin hoch!" Dies bezog sich auf Todesdrohungen mit anschließender Feuerbestattung, die KL-Wachleute Insassen gegenüber geäußert haben sollen. Diels schwor, daß »nach seiner Meinung« praktisch überall in Deutschland über Vergasungsvorgänge (bei denen vermutlich Menschen getötet wurden) geredet wurde. Sein Hinweis darauf, daß Zyklon B in Hamburg produziert wurde, war für den Abnehmer Dr. Tesch etwas ganz Neues, denn er wäre froh darüber gewesen, einen nahegelegenen Lieferanten zu kennen. (Es gab natürlich keine derartige Fabrik in Hamburg).

Vor seiner Verhaftung durch die Gestapo zunächst im März, dann im August 1944 war Dr. Diels Oberstadtdirektor von Köln und Hannover, dann Leiter der Versandabteilung der Hermann Göring-Werke gewesen. Seine Aussage vor Gericht, ebenso wie die von Wilhelm Höttl, riecht geradezu nach seinem Wunsch, seine Kerkermeister mit dem Beweismaterial zu versorgen, nach dem sie so hartnäckig suchten. Es ist eine seltsame Mischung von dem, was die Besatzungs-Behörden bereits wußten oder zu wissen glaubten, und dem, was kaum besser als reiner Klatsch ist - und zwar in dem Maße, daß Stirling, der britische Kriegsgerichtsrat, sich dagegen verwahrte, sich alles anhören zu müssen. Dr. Diels Affidavit diente dem britischen Kriegsgericht jedoch dazu zu beweisen, daß Deutsche wie Dr. Tesch und Herr Weinbacher (Diels kannte beide nicht) unbedingt wissen mußten, daß Juden mit Zyklon B-Gas getötet wurden.

Entgegen Diels Behauptung,, daß in Deutschland allgemein bekannt gewesen sein soll, daß Menschen vergast wurden, war die große Mehrheit des deutschen Volkes über die Beschuldigungen der Vereinten Nationen entsetzt, und man versicherte mit aller Entschiedenheit, erst nach Beendigung der Feindseligkeiten, als man erstmals Rundfunkmeldungen der Vereinten Nationen hörte, von solchen Handlungen erfahren zu haben. Wie bereits erwähnt, waren die Menschen sogar noch mehr darüber entsetzt, zu erfahren, daß die gleichen Feinde nach nur dreißig Jahren wiederum glauben konnten, daß man solcher Taten fähig sei. Da die British Broadcasting Corporation (BBC) diese Anschuldigungen regelmäßig schon viele Monate vor Kriegsende verbreitet hatte, haben jene Deutsche, denen die Vergasungen schon vor Kriegsende "allgemein bekannt" waren, diese "Kenntnisse" höchstwahrscheinlich vom BBC erhalten! Dies mag zumindest teilweise die Erklärung für Dr. Diels Schwierigkeiten mit der Gestapo sein, zumal die deutschen Behörden, die die Propaganda-Sendungen der Vereinten Nationen regelmäßig mitschnitten und überwachten[32] und sie, falls erforderlich, auf ihre Richtigkeit überprüften, gewöhnlich die Kenntnis über den Inhalt dieser Rundfunksendungen mit deren ungesetzlicher Abhörung gleichsetzten oder mit Kontakten zu Personen, die dies getan hatten.

Auf Diels Affidavit folgte eine Reihe von Zeugenaussagen von Angestellten von Tesch & Stabenow. Darunter befanden sich die von Frl. Biagini und Frau Ünzelmann, die schon in Zusammenhang mit Sehms Aussage erwähnt wurden. Die anderen Stenotypistinnen wurden auch über den Reisebericht befragt, den Sehm gesehen haben will, aber keine von ihnen hatte ihn getippt, gesehen oder auch nur von ihm gehört. Neben Büroangestellten wurden auch Außenmitarbeiter gehört, die in Auschwitz und anderen von der SS überwachten Lagern vertragsmäßig Begasungen durchgeführt hatten. Es wurden jedoch keine Beweise dafür erbracht, daß Tesch & Stabenow irgend etwas anderes als eine zuverlässige, viel beschäftigte und gutgeführte Schädlingsbekämpfungs-Firma war.

Zyklon B-Produktion in der Zuckerfabrik Dessau, Prüfung der Dichtigkeit von
Zyklon-Dosen durch Erhitzen in einem Prüfkanal.[33]

Die Zeugenaussage von Wilhelm Bahr ist interessant, da er als SS-Sanitäter aus dem KL Neuengamme mit 19 anderen Personen an Dr. Teschs dreitägigem Kurzlehrgang in Begasung mit Zyklon B teilgenommen hatte, wobei die Begasungskammer für Kleidungsstücke im SS-Lazarett in Oranienburg als Lehrraum benutzt wurde. Diese üblichen Begasungskammern hatten einen Rauminhalt von zehn Kubikmetern und faßten 40 bis 50 Kleidungsstücke pro Beschickung.[34] Dies war die Kleidung für normalerweise 25 bis 30 Leute. Eine Begasungskammer dieser Größenordnung benötigte eine 200-Gramm-Dose Zyklon B,[35] um die erforderliche Gaskonzentration von 20 Gram pro Kubikmeter Luft zu erzielen.[36]

Bahr sagte aus, Dr. Tesch habe ihn und seine Kollegen nicht in der Tötung von Menschen ausgebildet, aber er, Bahr, habe auf Anordnung eines gewissen Dr. von Bergmann (vermutlich ein Arzt) 1942 in Neuengamme einmal 200 russische Kriegsgefangene mit Zyklon B-Gas getötet, indem er fünf oder sechs Dosen Zyklon B (vermutlich 200-Gramm-Dosen) in eine Baracke durch ein Loch im Dach geschüttet habe. Außerdem sagte er aus, er habe den Namen Tesch & Stabenow auf den Etiketten von Zyklon B-Dosen gelesen, die er in Neuengamme anscheinend sowohl für Begasungen als auch für die einzige zugegebene Tötung von russischen Kriegsgefangenen benutzte.[37] Bahr war übrigens der einzige Zeuge, der Zyklon B, das über Tesch & Stabenow bestellt worden war, definitiv mit dem Tatort einer angeblichen Massentötung in Verbindung gebracht hat. Dieser Standort war jedoch Neuengamme, nicht Auschwitz.

Es ist in der Tat eine mit Gewalt herbeigeführte Begründung, Dr. Tesch (und, was noch unlogischer ist, Herrn Weinbacher) für die angebliche Tötung von 200 russischen Kriegsgefangenen verantwortlich zu machen, die von einem Mann getötet wurden, der den Mord zwar zugibt, aber aussagt, ein Dr. von Bergmann habe ihm befohlen, dies zu tun, und daß Dr. Tesch ihn nicht dazu ausgebildet habe. Wenn man davon ausgeht, daß Bahr die Russen tatsächlich getötet hat, dann liegt klar auf der Hand, daß Dr. Tesch und Herr Weinbacher nicht dafür verantwortlich waren. Aber dies war wiederum genau das, was das britische Kriegsgericht benötigte, um in den Gehirnen der "Holocaust"-Jünger das gedankliche Bild des sadistischen SS-Sanitäters hervorzurufen, der in niederträchtiger Weise über Tesch & Stabenow bestelltes Zyklon B durch Öffnungen im Dach einer mit bedauernswerten, ahnungslosen, ausnahmsweise einmal russischen Opfern vollgestopften Baracke geschüttet hat!

Dem Unterscharführer Wilhelm Friedrich Bahr stand selbst ein Prozeß wegen Kriegsverbrechen vor einem später tätigen britischen Kriegsgericht bevor.[38] Zweifellos hatte man ihm die Ernsthaftigkeit der gegen ihn erhobenen Anklagen eindringlich vor Augen geführt und klargemacht, daß seine einzig mögliche Überlebenschance darin bestand, seinen Kerkermeistern entgegenzukommen. Über sein weiteres Schicksal ist mir bislang noch nichts bekannt geworden.

Die Aussage des Rottenführers Perry (Pery) Broad im Prozeß gegen Dr. Tesch stellt eine der am häufigsten zitierten und als zuverlässig angesehenen Untermauerungen für die Anklagen des deutschen Massenmords an Juden in Auschwitz-Zasole (Stammlager) und Auschwitz-Birkenau dar. Zusammen mit seinem "Bericht"[39] und seiner Zeugenaussage ist Broad verantwortlich für die Festlegung mehrerer Vorstellungen, die für die Belebung und ungebrochene Vitalität der "Holocaust"-Geschichten von wesentlicher Bedeutung sind. Broad sagte aus, er habe schon 1942 Gerüchte darüber gehört, daß in Auschwitz-Zasole (Stammlager) Vergasungen »in einem größeren Ausmaß« durchgeführt würden. Er habe selbst eine tatsächliche "Vergasung" aus dem Truppenrevier heraus aus einem Abstand von 40 bis 50 Metern beobachtet. Dies sei im Juli 1942 gewesen. Mehrere Leute mit Gasmasken befanden sich auf dem Dach des alten Krematoriums, sagte er. Sie schlugen auf geöffnete Dosen (die vermutlich Zyklon B enthielten) und schütteten den Inhalt in sechs Löcher von je zehn Zentimeter Durchmesser[40] die anscheinend durch das Dach einer darunterliegenden Kammer führten. Broad sagte aus, daß sich 300 bis 500 Leute in dem "alten Krematorium" befanden. Nach 2 bis 3 Minuten habe das Schreien aufgehört. Er nahm an, daß Menschen auf diese Weise ein- oder zweimal im Monat getötet würden, erklärte jedoch, er habe eigentlich nur eine "Vergasung" tatsächlich aus solcher Nähe heraus beobachtet. Er bezeugte, er habe im Herbst 1944 auch eine "Vergasung" in Auschwitz-Birkenau beobachtet, aber aus viel größerer Entfernung. In Birkenau habe es vier Krematorien gegeben,[41] und im März und April 1944 seien täglich 19.000 Personen mit Zyklon B aus Blechdosen getötet worden. Er sei sicher, daß einige Blechdosen benutzt wurden, denn er habe die Dosen in einem Auto gesehen, das von einem Desinfektoren gefahren wurde, der ihn mitfahren ließ. Er habe aber auf den Etiketten der Dosen nicht erkennen können, ob es sich um Material handelte, das über Tesch & Stabenow bestellt worden war.

Broad schätzte, daß insgesamt zweieinhalb bis drei Millionen Juden aus Belgien, Holland, Frankreich, Norditalien, der Tschechoslowakei und Polen sowie deutsche Zigeuner und Deportierte in Auschwitz-Birkenau getötet wurden. Zu diesen Opfern gehörten Kleinkinder und ältere Menschen. Broads Zeugenaussage untermauerte die Vorstellung, daß "Selektion" den sofortigen Tod in einer Gaskammer nach der Ankunft ohne Registrierung im Lager bedeutete.[42] Angeblich folgte dann die Feuerbestattung.

Das Fassungsvermögen der Krematorien/Gaskammern war laut Broad, der zugab, niemals in einer solchen Einrichtung gewesen zu sein, wie folgt: Birkenau - Krematorien II und III - 3.000 bis 4.000 Menschen in unterirdischen Räumen. Birkenau - Krematorien IV und V - je 2.000 in Erdgeschoßhöhe. Das Birkenauer Krematorium VI habe ein Fassungsvermögen von 800 bis 1.200 Menschen gehabt, enthielt aber nur einen Gasofen.[43] Er versicherte, diese ins Einzelne gehenden Angaben stammten von Wachleuten und gingen aus der Tatsache hervor, daß er Begasungen von Baracken beigewohnt hatte und annehme, daß die Vorgehensweise die gleiche war wie bei der Menschentötung. (siehe nachstehende Zeugenaussage von Bendel). Broad fuhr fort, die Tötung sei tatsächlich von den Begasern oder Desinfektoren durchgeführt worden, die Kleidungsstücke begasen. Er sagte aus, daß die Leichen 1942 und 1943 so weit wie möglich in Krematorien[44] feuerbestattet worden seien. Später seien sie auf Scheiterhaufen unter freiem Himmel verbrannt worden, da das Fassungsvermögen der Krematorien nicht ausreichte. Broad erklärte, die Bekleidung der Opfer sei zur Volksdeuschen-Mittelstelle geschickt worden. Die Tötung wurde angeblich unter Verwendung von zwei der größeren (1 Kilogramm) Dosen durchgeführt.[45] Laut Broad standen im März und April 1944 die Züge Schlange, um Menschen für die Gaskammern abzuliefern. Drei Stunden habe man gebraucht, um eine Ladung von Opfern durch die Gaskammern und Krematorien zu schleusen.

Perry Broads Zeugnis als Aussage eines ehemaligen Mitglieds der SS bewirkte, daß den schwachen, blutarmen Äußerungen Sehms und dem, was vorher nur fragwürdige, unverantwortliche und zusammenhangslose Behauptungen von Propagandisten der Vereinten Nationen waren, als notwendig erachtete Kraft und Leben eingehaucht wurde. Durch Broad wurde ein ob seiner Durchführbarkeit strittiger und - man muß wohl zugegeben - weit hergeholter Tötungsvorgang beschrieben, bei dem namenlose, gesichtslose, nicht zu identifizierende Millionen unerkannt, ungezählt und nicht registriert en masse aus unzähligen Eisenbahnzügen mir nichts dir nichts in die bereitstehenden Gaskammern geführt, dort mit Zyklon B getötet und anschließend feuerbestattet wurden. Sie wurden von einem trügerischen, angeblich ungefährdeten Dasein in dem sehr kurzen Zeitraum von nur drei Stunden in die staubige Vergessenheit der "Holocaust"-Unsterblichkeit überführt. Diese Zeugenaussage hat wahrscheinlich die allerletzten noch vorhandenen Zweifel in den "forschenden" Gehirnen des britischen Kriegsgerichts beseitigt, das krampfhaft bemüht war, die Behauptungen der Kriegspropaganda zu festigen, und von dessen Urteil das Leben von Dr. Tesch und Herrn Weinbacher unglücklicherweise abhing. Das Kriegsgericht war sich nun offensichtlich völlig sicher, als es kategorisch erklärte, daß »deutsche Ungeheuer« sechs Millionen hilflose Juden »vergast« hätten. Broad hatte ihnen einen Ausgangspunkt verschafft, der, obwohl zugegebenerweise strittig, die Anklage irgendwie erhärtete, zumal er in den Gedankengängen derjenigen, die daran glauben wollten, nicht zweifelsfrei widerlegt werden konnte, und deswegen konnten alle anderen "Tatsachen" irgendwie in das allgemeine Gesamtbild eingefügt werden, wie verzerrt dieses in einigen Einzelheiten auch immer gewesen sein möge.

Rottenführer Broad war selbst in mindestens zwei Anklagepunkten in großer Bedrängnis. Als brasilianischer Staatsbürger, der als Freiwilliger in der SS gedient hatte, hätte er zu Kriegszeiten als Verräter hingerichtet werden können. Als Mitglied der SS-Mannschaft in Auschwitz war er, nachdem er schon bei seiner Festnahme wie durch ein Wunder dem Tode entgangen war, ein erstrangiger Kandidat zumindest für ein sowjetisches Arbeitslager auf unbestimmte Zeit - falls er jemals in sowjetischen Gewahrsam überstellt worden wäre. Es sei denn, er könnte diejenigen besänftigen, die ihn gefangengenommen hatten. So war eine Bahnfahrt nach Wien über das von den Amerikanern geleitete Konzentrationslager bei Eppensee[46] und schließlich nach Rußland seinerzeit sehr wahrscheinlich, eine Reise, die sehr viele andere SS-Leute auf Nimmerwiedersehen angetreten hatten. Broad tat also das, was ihm für sein Weiterleben notwendig zu sein schien.

Eine nähere Untersuchung seiner Zeugenaussage und seines "Berichts" enthüllt viele Abwegigkeiten und Widersprüche, von denen viele dem britischen Kriegsgericht offenbar gewesen sein müssen. Argwohn bezüglich des kleinen Überbleibsels dieses Beweismaterials wurde gerechtfertigt durch die Tatsache, daß Broad im Frankfurter "Auschwitz-Prozesses" 1964 - 1965 genau das tat, was zahlreiche andere Zeugen auch taten, deren Aussagen ihnen durch Drohungen, Nötigungen oder Versprechungen abgepreßt worden waren (d.h. diejenigen, die anschließend weiterleben durften). Zu einem späteren Zeitpunkt, als er nicht mehr die Gefahr des unmittelbar bevorstehenden Todes, der Kerkerhaft oder Deportation seitens der wütenden, gnadenlosen Kerkermeister spürte, widerrief er große Teile seiner früheren, lebensrettenden Aussage und sagte, diese hätten weit mehr auf dem beruht, was er gehört habe, als auf dem, was er gesehen habe. Diese Kehrtwendung führte Hannah Arendt und andere zur Zeit des "Auschwitz-Prozesses"[47] dazu, Broad in weit weniger schmeichelhafter Art und Weise zu beschreiben, als Major Draper es während des Verfahrens im Curiohaus in Hamburg getan hatte.[48]

Von der ganzen Kakophonie der Anklage, die vor dem Lüneburger Kriegsgericht zu vernehmen war, wurden nach weiterem Nachdenken seitens der Staatsanwaltschaft nur zwei Zeugen ausgewählt, um im Prozeß gegen Dr. Tesch und Herrn Weinbacher auszusagen. Der erste von diesen war Dr. Charles Sigismund Bendel. Im allgemeinen unterstützte er die Hauptpunkte von Broads Aussage, wenn er auch dazu neigte, in bestimmten Punkten zu ihm im Widerspruch zu stehen. Indem er sich zur Autorität in Sachen Birkenau erklärte, schien er stillschweigend zum Ausdruck bringen zu wollen, daß er als Arzt seine Information entweder als Angehöriger oder als Leiter des 900 Mann starken "Sonderkommandos" bekommen hatte, das angeblich die Krematorien betrieb. Gemäß seiner Aussage war der deutsche Begriff für dieses Kommando "Hilflinge" (wahrscheinlich meinte er "Hilfswillige", d. Übers.) Er versicherte, daß in den fast zwölf Monaten, die er in Birkenau verbrachte, die Deutschen eine Million Menschen mit Zyklon B getötet hätten und daß er bei einigen dieser Opfer Obduktionsberichte erstellt habe. Auf dem Höhepunkt, im Juni, seien 25.000 Personen täglich getötet worden. Zwischen Mai und Juni 1944, erklärte er, seien 400.000 getötet worden, und weitere 80.000 zwischen dem 15. Juli und dem 1. September 1944. Dr. Bendel behauptete, er sei selbst Zeuge der Tötungen gewesen, die von SS-Freiwilligen durchgeführt wurden. Transporte von 300 oder weniger Personen wurden erschossen; größere Gruppen wurden in den Krematorien oder in dem "Bunker" "vergast". Im Gegensatz zu Broad schätzte Dr. Bendel das Fassungsvermögen der Krematorien-Gaskammern II und III von Birkenau auf je 2.000. Die Krematorien IV und V faßten angeblich je 1.000, während ein "Bunker" - nicht Broads "Krematorium VI" - 1.000 Personen faßte.

Bendel sagte aus, daß beide unterirdischen Räume in den Krematorien II und III zur Vergasung benutzt wurden und daß das Gas »vom Dach aus direkt nach unten bis es den Boden berührte, eingegeben wurde«. Die 2.000 Opfer seien nackt in diese beiden 10 mal 4 mal 1,72 Meter große Kammern gepackt worden, nachdem ihnen ihre Kleidung vorher zwecks Begasung in einer Einrichtung in Auschwitz-Zasole, die ihm bekannt war, abgenommen worden sei. Nach der Tötung, sagte Bendel, wurde den Opfern die Haare abgeschnitten und das Zahngold entfernt. Er sagte aus, der Goldertrag während des Bestehens des Lagers habe 17 Tonnen (17.000 kg) von vier Millionen Opfern betragen.

Weiterhin sagte Dr. Bendel aus, in den ganzen zwei Jahren seiner Inhaftierung durch die Deutschen habe er nur eine[49] Begasung einer Baracke mit Zyklon B beobachtet. "Lisoform" (anscheinend ein Kresol - eine Verbindung ähnlich wie "Lysol" ) sei das von den Deutschen benutzte Desinfektionsmittel gewesen. Zyklon B sei ausschließlich zur Menschentötung eingesetzt worden, und zwei 1-kg-Kanister seien in jeder der unterirdischen Kammern verbraucht worden. Mit einer 1-kg-Dose Zyklon B konnten 500 Menschen getötet werden,[50] so daß bei einer Tötungsrate von 25.000 pro Tag fünfzig 1-kg-Dosen des Mittels benötigt wurden. Die Leichen der Opfer wurden in Verbrennungsgruben geworfen, wo sie nach einer Stunde zu Asche geworden waren und dann verschwanden.[51] Am Schluß sagte Dr. Bendel noch aus, daß das Zyklon B zwar in einem Lieferwagen des Roten Kreuzes ins Lager gebracht, aber nicht vom Roten Kreuz selbst geliefert wurde.

Dr. Bendel war ein rumänisch-jüdischer Arzt, der am 4. November 1943 in Paris festgenommen und nach Drancy gebracht worden war. Da er kein französische Staatsbürger war, wurde er aufgrund seiner deutschfeindlichen Tätigkeiten als potentielle Gefahr für die deutschen Kriegsanstrengungen "ostwärts" nach Auschwitz transportiert. Er war Insasse in Auschwitz-Zasole (Stammlager), Auschwitz-Buna (Monowitz) und Auschwitz-Birkenau, bevor er nach Mauthausen evakuiert wurde. In Birkenau war er vom 27. Dezember 1943 bis Januar 1944 interniert. Als Arzt in Birkenau und Mitglied - vielleicht sogar Anführer - des Krematorium-"Sonderkommandos" hatte er eine Position inne, um die er von den anderen Insassen beneidet wurde, denn er hatte besondere Privilegien (besondere Unterkunft, besondere Ernährung, u.s.w.). Er wurde stets der Zusammenarbeit mit den Deutschen verdächtigt. Diese Zusammenarbeit scheint in der Tat möglich zu sein, da er in Lüneburg zugab, daß er seine Position in Birkenau durch die Bemühungen von Dr. Mengele bekommen hatte. Das ist sehr wohl möglich, denn bei all den Seuchen im Lager und der ständigen Unterbesetzung von Arztstellen - und angesichts dessen, daß er behauptet, Obduktionsberichte erstellt zu haben - kann er durchaus Dr. Mengeles "Hilfswilliger" gewesen sein.

Bendels phantasievolle Zeugenaussage kann wegen zahlreicher Tatsachenverdrehungen bezweifelt werden. Er gab vor, viel über den Tötungsvorgang zu wissen, beschränkt seine ins Einzelne gehende Beschreibung aber auf die Vorgänge in den Krematorien II und III und sagt überhaupt nichts über die Krematorien IV und V und über den sagenhaften "Bunker" aus. Er erwähnt nicht einmal dessen Standort. Seine Behauptung, beide unterirdisch gelegenen Räume der Krematorien II und III seien Gaskammern gewesen, steht im völligen Widerspruch zu der Verfahrensbeschreibung der Behörden des Auschwitz-Museums, die uns versichern, daß nur ein Raum mit einer schmalen Eintrittstür diesem Zweck gedient habe.[52] Und es ist die Version des Auschwitz-Museums, die von den 1979 freigegebenen OSS/CIA-Bildern unterstützt wird, auf denen einzelne "Gaskammern", jeweils mit vier an den Krematorien II und III angeschlossenen "Gasschächten" dargestellt sind.[53]

Widersprüche und Unmöglichkeiten störten Dr. Bendel jedoch anscheinend nicht. Durch seine weiteren Erklärungen im Kreuzverhör, wonach es »mit der deutschen Technik« möglich gewesen sei, 1.000 nackte Menschen in etwa 64 Kubikmeter hineinzupferchen, und daß »vier Millionen Menschen die in Auschwitz vergast wurden Zeugen dafür sind«, machte die deutschen Verteidiger kleinlaut und schüchterte sie ein. Jedoch genau in diesen Punkten sowie in zahlreichen anderen Punkten hätte die deutsche Verteidigung Bendels Zeugenaussage unverzüglich zu Fetzen zerreißen müssen. An einer Stelle, als es den Anschein hatte, er würde durch die Verteidigung in die Ecke gedrängt und gezwungen, eine Frage zu einer vorhergehenden Beschuldigung ohne Umschweife zu beantworten, wurde ihm statt dessen gestattet, eine weitere ungeheure Anschuldigung zu erheben. Er vermied es dadurch, weder die eine noch die andere Beschuldigung näher erläutern zu müssen. So wie die Dinge lagen, stellten seine Aussagen für das britische Kriegsgericht mit seinem vorgefaßtem Ziel naturgemäß eine Reihe von willkommenen Pluspunkten dar, und die "Chuzpe" triumphierte wieder einmal![54]

Dr. Sigismund Bendel, der seine Zeugenaussage in französischer Sprache machte, weil er hoffte, auf diese Weise schließlich die französische Staatsbürgerschaft zu erlangen, machte Aussagen, die im allgemeinen noch viel weniger glaubhaft waren als die von Broad. Der Gebrauch von drei verschiedenen Sprachen vergrößerte die ohnehin schon vorhandenen Übersetzungsschwierigkeiten ganz offensichtlich, aber derartige Schwierigkeiten allein hätten unmöglich zu den groben Irrtümern und phantastischen physikalischen Unmöglichkeiten führen können, die in seiner Zeugenaussagen dreist behauptet werden.[55]

Auf die sehr wirksame Praxis der Vereinten Nationen, Affidavits (eidesstattliche Erklärungen) anstelle von Zeugen, die ins Kreuzverhör genommen werden, in den Prozeß einzubringen, griff man im Falle des zweiten "Zeugen" aus dem britischen Kriegsgericht in Lüneburg wieder einmal zurück, Dr. Ada Bimko. Da es ihr wegen einer »akuten Angina pectoris« nicht gut ging, konnte sie zwar vor dem Gericht im Curiohaus ebenso auftreten wie sie es in Lüneburg getan hatte, aber ihre Aussage wurde in der Form der beiden eidesstattlichen Erklärungen, die sie bereits in Lüneburg abgegeben hatte, in den Prozeß eingebracht. Aus einer dieser eidesstattlichen Erklärung ging hervor, daß Zyklon B-Gas angeblich aus einem Druckzylinder durch Rohre in Brauseköpfe hineingeleitet wurde, aus denen es ausströmte, um zu töten.[56] Dr. Bimko war sich ihrer Sache ganz sicher, denn sie hatte keine Bodenabflüsse in den Duschräumen gesehen, so daß dies zweifellos "Gaskammern" gewesen sein müssen. Sie schwor, daß Aufzeichnungen des Lagers, die insgeheim von den Insassen selbst gemacht wurden und die sie untersucht habe, belegten, daß 4.000.000 Menschen feuerbestattet wurden. Sie sagte ebenso unter Eid aus, daß ein SS-Unterscharführer, dessen Namen sie vergessen habe, der aber zum ärztlichen Personal des Lagers gehörte, ihr die "Krematoriums"-Gaskammer gezeigt habe. Sie bezog sich auch auf fünf Krematorien in Birkenau.

Dr. Ada Bimko war eine jüdische Ärztin aus Sosnowitz, Polen, die in Auschwitz interniert war. Ihre Aussagen sind willkürlich durchsetzt mit Wendungen wie: »Mir wurde gesagt« und »Sie sagten«. Am sechsten Tag des Lüneburg-Prozesses räumte sie ein, daß sie vor ihrer Verlegung in das Durchgangslager Bergen-Belsen die Abteilung B-3 ("Mexiko" ) im Häftlings-Krankenhaus in Birkenau geleitet habe, also eine ziemlich verantwortliche Stellung innehatte. Es ist sehr gut möglich, daß sie sich in der gleichen prekären Lage wie Dr. Bendel befand und versuchte, mit Hilfsleistungen gegenüber der Anklage ausreichend Buße zu tun, um den Zorn ihrer Glaubensgenossen zu besänftigen. In ihrer Aussage macht sie voller Entgegenkommen eine Ergänzung nach der anderen. Und es gibt vier Ergänzungen in einer Zeugenaussage! Dieses Bußfertigkeitsmanöver wirkte in vielen, vielleicht sogar in fast allen Fällen. Es ist daher um so bemerkenswerter, wenn es gelegentlich doch einmal danebenging, wie z. B. im Falle des Dr. Rezoe (Rudolf) Kastner vom Zionistischen Wohlfahrtsausschuß in Budapest.

In ihrer Hast und ihrem Eifer, ihre Vernehmungsbeamten zufriedenzustellen, leistete Dr. Bimko den späteren Revisionisten einen Dienst, ohne dies gewollt zu haben. Sie beschrieb nämlich nicht die Kremas II und III in Birkenau, die zweifellos Krematorien waren, sondern die Gebäude, welche die Deutschen als »Badeanstalt für Sonderaktion« bezeichneten, von den "Holocaust"-Historikern gewöhnlich Krema IV und V genannt. Für diejenigen, die sie gesehen haben, klingt Dr. Bimkos Beschreibung fast genau so wie eine Beschreibung der Duschanlage in Dachau[57] - eine Betondecke mit Reihen von Duschköpfen, d.h. ein Brausebad![58]

Die Zeugenaussage von Alfred Zaun, Chefbuchhalter bei Tesch & Stabenow, berichtet über die von dieser Firma für verschiedene Verbraucher gelieferten Zyklon B-Mengen (vgl. Tabellen I-III). Zahlen waren nur für die Jahre 1942 und 1943 verfügbar, da, wie bereits erwähnt, nach 1943 alle regierungsseitigen Verbraucher ihre Zyklon-B Lieferungen aus dem Wehrmachts-Hauptsanitätspark in Berlin bezogen. Diese neue Lieferungsvereinbarung trat daher schon etwa zwei Monate vor Dr. Bendels Ankunft in Birkenau in Kraft.

Im Jahre 1942 bestellte Tesch & Stabenow eine Gesamtmenge von 79.069.9 kg Zyklon B; 1943 119.458,4 kg. Dies ergab für 1942 eine Gesamtmenge von 9.131 kg an alle Lager, und 18.302,9 kg für 1943. Der Auschwitz-Komplex erhielt demnach 1942 7.500 kg und 1943 12.000 kg. Gleichzeitig erhielt der Wehrmacht-Hauptsanitätspark in Berlin,[59] der nach 1943 alle regierungsseitigen Verbraucher belieferte, 1942 11.232,0 kg und 1943 19.982,0 kg, also in beiden Jahren mehr als die Gesamtmenge für die Konzentrationslager. Diese Regierungsaufträge hatten Vorrang vor anderen Aufträgen aus Norwegen in Höhe von 5.794 kg im Jahre 1942 und 12.004 kg im Jahre 1943, sowie Bestellungen der finnischen Armee in Höhe von 7.052,5 kg für 1942 und 10.000,5 kg für 1943.

Tabelle I:

Zyklon B-Kunden der Fa. Tesch und Stabenow

I. Deutsche Behörden (vor 1944)

A. Konzentrationslager

  1. Auschwitz-Komplex
  2. Groß Rosen
  3. Lublin-Majdanek
  4. Neuengamme-Hamburg
  5. Ravensbrück
  6. Sachsenhausen-Oranienburg
B. Wehrmacht Hauptsanitätspark, Berlin
C. SS (einschließlich Waffen-SS)**

II. Deutsche nichtbehördliche, nichtmilitärische Kunden

A. Desinfektionsinstitut der Stadt Gotenhafen
B. Deutsches Hygieneinstitute, Riga
C. Stadtpolizei, Stettin
D. Bürgermeisteramt, Danzig
E. Deutsches Eisenbahnausbesserungswerk, Posen

III. Ausländische Kunden

A. Finnische Armee, Helsinki
B. Norwegische Entwesungsgesellschaft, Oslo

* Diese List der Zyklon B-Kunden von Tesch und Stabenow ist nicht vollständig, sondern führt nur jene Kunden auf, die im Gerichtsprotokoll ausdrücklich erwähnt werden.

** SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt

So gewaltig diese Mengen im Lichte ihrer unbestrittenen Fähigkeit, Menschen zu töten,[11] auch sein mögen, so sind sie doch unzureichend klein, wenn man sie im Lichte der riesigen Begasungs-[36] und Entlausungsleistungen betrachtet, die erbracht werden mußten, um Epidemien in Schach zu halten. Da Zyklon B stets zu einem guten Zweck verbraucht werden konnte, wurde normalerweise viel mehr von diesem Material bestellt als möglicherweise geliefert werden konnte. Im stark unter Knappheit leidenden Deutschland zu Kriegszeiten war es einfach unmöglich, mehr davon zu bekommen, wie hoch der Bedarf auch immer war. Man kann sich das Ausmaß dieser Knappheit gut vorstellen, wenn man die Bestellung der finnischen Armee für 1942 in Betracht zieht. Sie bestellte 15.000 kg, erhielt aber lediglich 7.052,5 kg. Im weiteren Verlauf des Krieges wurden die Knappheiten noch akuter.

Der von Tesch & Stabenow aus dem Verkauf von Zyklon B an den gesamten Auschwitz-Komplex erzielte Gewinn betrug 1942 RM 4.500 und RM 5.000 im Jahre 1943 (vgl. Tabelle III). Dies war nur 1/18 der Summe, die Dr. Tesch und Herr Weinbacher laut der Aussage von Wilhelm Pook aus diesen Verkäufen erzielt haben sollen. 1942 erzielte die Firma Tesch & Stabenow einen Gesamtnettogewinn von RM 113.000 und im darauffolgenden Jahr RM 143.000. Die Bruttogewinne aus Verkäufen von Zyklon B für die Auschwitz-Lager machten weniger als 4% der jährlichen Nettogewinne der Firma aus. Der Verkauf von Zyklon B an Auschwitz war daher kaum ein Faktor bei der "Bereicherung" von Dr. Tesch und Herrn Weinbacher. Als wahrhaftige Krieger des "Klassenkampfes"[60] behaupteten die Staatsanwälte, Dr. Tesch und Herr Weinbacher seien typischerweise so habgierig gewesen, daß sie für ein paar Mark mehr alles getan haben würden!

Die Verteidigung

Bei der Darlegung des Falles vor Gericht konnten die deutschen Verteidiger wenig mehr tun als die Angeklagten in den Zeugenstand zu berufen, weitere Zeugen einzuführen, die sie und ihre Arbeit gekannt haben, und diese Personen unter Eid über den Charakter von Dr. Tesch und Herrn Weinbacher aussagen zu lassen. In einer Situation, die für Kriegsgerichte der Vereinten Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg geradezu charakteristisch war, war es schon zu Beginn der Verfahren offensichtlich, daß die Beweislast am schwersten auf der Verteidigung lastete, und diese Bürde bestand darin, die leichtfertig und ohne jede Zurückhaltung von der Staatsanwaltschaft vorgetragenen Beschuldigungen zu entkräften - all dies völlig im Gegensatz zu frommen Erklärungen des Majors Draper, daß die Angeklagten solange unschuldig seien, bis ein hieb- und stichfester Beweis des Gegenteils erbracht worden sei. Stirling, der britische Kriegsgerichtsrat in Lüneburg, hatte bereits unumstößlich festgestellt, daß 41/2 Millionen Juden mit Zyklon B getötet worden seien. Sollte er nun etwa sein Urteil rückgängig machen aufgrund irgendeines in der Sache Dr. Tesch vorgelegten Beweises? Zu diesem Zeitpunkt waren die Würfel bereits gefallen! Einer mußte logischerweise den Einsatz des Giftes empfohlen und es auch zu dem Zweck geliefert haben.

Dr. Tesch gab seine Verbindung mit Zyklon B und dessen kommerziellen Entwicklung als Ergebnis seiner Bemühungen um ein nützliches und wirksames Begasungsmittel zu. Er erläuterte dessen Verwendung in Begasungskammern, um Kleidungsstücke zu begasen, und sprach von der Notwendigkeit, sich gleichzeitig zu baden, um die Körperlaus zu töten, wenn Menschen entlaust wurden,[61] um die Verbreitung von Fleckfieber zu verhindern. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, daß Nichtjuden wie Juden aus den östlichen Regionen gleichermaßen von der Fleckfieber tragenden Laus befallen waren. Er bestritt jedoch jedes Mal mit allem Nachdruck, wenn er dazu befragt wurde, daß er jemals den Gebrauch von Zyklon B zur absichtlichen Tötung von Menschen empfohlen oder auch nur davon gehört habe. Er hob im Gegenteil hervor, er sei vielmehr stets darum bemüht gewesen, Menschen zu schützen und ihr Leben zu retten! Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen habe es bei der Verwendung des tödlichen Materials bedauerliche Unfälle gegeben, aber niemals habe es seiner Kenntnis nach absichtliche Tötungen gegeben. Wenn er jemals davon erfahren hätte, daß Zyklon B zur Menschentötung mißbraucht wurde, dann hätte er die Lieferung des Materials an den gesetzeswidrigen Anwender unverzüglich gestoppt.

Seine Firma führte vertraglich die Begasung von Baracken in mehreren Lagern durch. Der Auschwitz-Komplex gehörten dazu, aber die SS habe auch in eigener Regie Baracken begast. Wegen der bekannten Größe des Auschwitz-Komplexes mit seinen vielen Nebenlagern (Tabelle IV) und der bekannten massiven Läuseplage in diesem Bereich wurde die für Auschwitz über seine Firma vor 1944 bestellte Menge an Zyklon B nicht als übermäßig betrachtet. Vielmehr hätte Auschwitz wahrscheinlich bei seinen Begasungen viel mehr Zyklon B benötigt als zur Verfügung stand, womit die Zahl der leider vielen Fleckfieber-Toten noch weiter hätte verringert werden können.[62]

Bei seinem Kreuzverhör war der britische Staatsanwalt, Major Draper, offensichtlich mehr an den politischen Implikationen des Prozesses interessiert als daran, ob Dr. Tesch wirklich im Sinne der Anklage schuldig war oder nicht. Drapers Verhalten war beleidigend und seine Fragen waren gewöhnlich Fangfragen.

Tabelle II:

Bei der Fa. Tesch und Stabenow durch verschiedene Kunden bestellte Zyklon B-Mengen in den Jahren 1942 und 1943*

 

1942
[kg]

1943
[kg]

Zuwachs
1942-43

Summe des Zyklon B, bestellt von oder über Tesch und Stabenow

79.069,9

119.458,4

151%

Summe des von allen deutschen Behörden bestellten Zyklon B

20.363,6

38.284,9

188%

Prozentanteil an den gesamten Bestellungen von Tesch und Stabenow

25,75%

32,05%

 

Summe des Zyklon B bestellt vom Wehrmachts-Hauptsanitätspark, Berlin

11.232,0

19.982,0

178%

Prozentanteil an den gesamten Bestellungen von Tesch und Stabenow

14,21%

16,73%

 

Summe des Zyklon B bestellt von allen Konzentrationslagern

9.131,6

18.302,9

200%

Prozentanteil an den gesamten Bestellungen von Tesch und Stabenow

11,55%

15,32%

 

Summe des Zyklon B bestellt vom Lager Auschwitz

7.500

12.000

160%

Prozentanteil an den gesamten Bestellungen von Tesch und Stabenow

9,48%

10,05%

 

Summe des Zyklon B bestellt von anderen (nichtdeutschen) Kunden

 

 

 

Finnische Armee, Helsinki

7.052,5

10.000

142%

Norwegische Entwesungsgesellschaft, Oslo

5.794,8

12.004

207%

* Nach Dezember 1943 erhielten alle behördlichen Kunden ihre Lieferungen vom Wehrmachts-Hauptsanitätspark in Berlin.

Dr. Tesch versuchte, alle Fragen Drapers ausführlich zu beantworten. Er sei am 1. Mai 1933 in die NSDAP eingetreten, jedoch kein aktives Mitglied gewesen. Seine Frau sei auch Parteimitglied gewesen. Ja, mit einem Beitrag in Höhe von RM 2,- pro Monat[63] sei er auch "förderndes Mitglied" der SS gewesen, habe jedoch dadurch keinerlei Begünstigungen genossen und mochte auch keine Uniform tragen. Er sei nicht der Meinung, daß die SS die wildeste judenfeindliche Parteigruppe war. Er sei gegen die Judenverfolgung gewesen, habe jedoch die Meinung vertreten, daß sie aus dem öffentlichen Leben ausscheiden und ihr eigenes Leben führen sollten. Nein, in Deutschland habe es niemals Judenverfolgungen vergleichbar mit denen im (zaristischen) Rußland gegeben. Er habe zwar aufrührerische Artikel gegen die Juden gelesen und von brennenden Synagogen gehört, aber diese Handlungen seien von den meisten Deutschen offen kritisiert worden. Goebbels habe diese Ausschreitungen ausgelöst, aber Hitler hätte sie gestoppt. Er habe nicht von der Zerstörung jüdischen Eigentums gehört. Draper fragte ihn:

»Ist es nun klar, stimmen Sie mit mir darüber überein, daß Ihr Gas dazu beitrug, vier Millionen Menschen in einem Konzentrationslager zu töten?«

Auf diese ziemlich komplizierte Fangfrage antwortete Dr. Tesch dem Dolmetscher zufolge:

»Das wußte ich nicht; ob es mein Gas war, wußte ich nicht.«

Die Übersetzer zitieren Dr. Tesch nicht, gesagt zu haben, daß Bendel gelogen hat, es gibt jedoch zahlreiche Beispiele während des Prozesses, daß Bendel genau das getan hat. Dr. Tesch wurde hingegen in die viel schwächere Position gedrängt, sagen zu müssen, daß Bendel »an der Wahrheit vorbeiging« und »übertrieben« habe. Da der Prozeßbericht in englischer Sprache abgefaßt ist, werden wir niemals wissen, ob Dr. Tesch sich vielleicht nicht dazu durchringen konnte, zu glauben, daß ein gebildeter Mann, als den er Bendel ansah, dreist und aalglatt lügen würde, obwohl er wissen mußte, daß er damit unschuldige Männer in den Tod schickte, oder ob es ein glückliche Zufall bei der Wortwahl der Übersetzer war. Könnte es die Absicht der Übersetzer gewesen sein, den Eindruck zu hinterlassen, daß Dr. Tesch als Folge seiner Schuld nicht die Nerven hatte, seinen Gegner der Lüge zu bezichtigen?

Dr. Tesch erachtete Broads Zeugenaussage als viel glaubwürdiger, wies jedoch darauf hin, daß Broad das Zyklon B, das er gesehen hatte, nicht als durch Tesch & Stabenow geliefert erkannt hat, und daß er erwähnt habe, daß in der Nähe von Auschwitz ein Zyklon B-Hersteller ansässig war. Als Mann der Wissenschaft, der in Wort und Gedanke an Vernunft gewöhnt war, führte Dr. Tesch aus, wenn Menschen jemals so eng in einen Raum hineingepfercht würden, wie Dr. Bendel ausgesagt hat, daß sie dann sofort ersticken würden, so daß die Verwendung von Zyklon B ziemlich überflüssig gewesen wäre. Er habe gehört, daß in Riga eine Gruppe, unter der sich ein paar Juden befanden, wegen Verbrechen, die sie zur Kriegszeit begangen haben, erschossen wurden. Er könne nicht verstehen, wieso Dr. Diels das, was er in seinem Affidavit gesagt habe, ohne Beweise zur Untermauerung seiner Beschuldigung zum Ausdruck bringen konnte. Er sei sich nicht bewußt gewesen, daß die SS ihre eigene Gerichtsbarkeit besaß und dem Gesetz nicht unterstand, wie Draper behauptete. Er habe weder gewußt, daß die Gestapo Methoden anwendete, die sich von denen der ordentlichen Polizei unterschieden, noch habe er irgendeinen Grund gehabt, an deren Redlichkeit zu zweifeln. Er habe niemals von vier Millionen gehört, die in Auschwitz »den Kamin hochgingen« (als Rauch).

Ja, er glaube immer noch, daß Zyklon B nur zur Begasung benutzt wurde.

Als Erwiderung hierzu fragte Draper:

»Hatten Sie den Eindruck, daß die SS als Informationsquelle glaubwürdiger war als die alliierten Behörden?«

Dr. Tesch antwortete mit Ehrlichkeit und großer Überzeugung (wiederum laut Dolmetscher):

»Ich kann das nicht sagen, denn während des Krieges habe ich nichts anderes gehört. Heute glaube ich, daß manches daran wahr sein könnte, aber möglicherweise liegen Übertreibungen oder Mißverständnisse vor.«

Draper erwiderte:

»Wußten Sie, daß der Mord an vier Millionen Juden zum Teil von dem Reichsarzt SS in die Wege geleitet wurde?«

Dr. Tesch antwortete:

»Dies ist für mich völlig neu. Ich habe niemals daran gedacht.«

Tabelle III:

Gewinne von Tesch und Stabenow in den Jahren 1942 und 1943
und deren Abhängigkeit von Zyklon B-Bestellungen*
(Alle Angaben in Reichsmark)

1942

 

1943

113.000

Tesch und Stabenow Netto-Gewinn

143.000

425.000

Gesamtwert des von bzw. über Tesch und Stabenow bestellten Zyklon B

396.000

92.000

Bruttogewinne durch Zyklon B-Bestellungen von bzw. über Tesch und Stabenow

127.000

12.096

Summe der Bruttogewinne durch Bearbeitung behördlicher Zyklon B-Bestellungen

12.900**

5.424

Summe der Bruttogewinne durch Bearbeitung von Zyklon B-Bestellungen für alle Lager

6.167**

4.500 (4%)***

Summe der Bruttogewinne durch Bearbeitung von Bestellungen für das Lager Auschwitz

5.000 (3,5%)***

* Die im Prozeß vorgelegten, von Alfred Zaun, dem Chefbuchhalter von Tesch und Stabenow angefertigten Buchführungsbögen sind zusammen mit den anderen Beweismitteln verloren gegangen. Die obigen Daten beruhen auf einer Rekonstruktion der im Gerichtsprotokoll aufgeführten Daten. In den angegebenen Fällen wurden die Werte antielsmäßig aufgeteilt.

** Diese Werte wurden berechnet, indem für die ersten fünf Monate des Jahres 1943 10% des Bruttowertes und danach 21/2% veranschlagt wurden. Diese Gewinnraten waren von der deutschen Regierung festgesetzt worden.

*** Die Werte für Auschwitz in Klammern stellen Prozentwerte des gesamten Gewinns von Tesch und Stabenow dar. Dabei handelt es sich tatsächlich nur um Preisaufschläge, von denen noch die Fracht uam. abgezogen werden muß, um zum wahren Gewinn zu gelangen. Der tatsächliche Gewinnanteil ist daher noch niedriger als der in Klammern angegebene Wert!

Dr. Tesch führte weiterhin aus, daß während seines Besuchs im KL Sachsenhausen-Oranienburg die Insassen in gestreiften Anzügen wohl genährt, gesund und »ziemlich fröhlich« aussahen. Er habe Hitler in einer Rede sagen gehört, daß in den östlichen Provinzen eine jüdische Zone eingerichtet werde, und er habe ihm geglaubt. Weiterhin habe er keine Veranlassung zu glauben, daß Hitler und die SS die Deutschen angelogen hätten. Er glaubte, daß Hitler und die SS in ihrem Verhalten völlig korrekt waren. Er glaube, daß Sehm und Bendel mit ihren jeweiligen Zeugenaussagen unrecht haben. Sehm habe wahrscheinlich eine unwichtige Bemerkung falsch ausgelegt und das Übrige erfunden; seine Aussage sei »ganz unmöglich« gewesen. Der Gedanke daran, Juden mit Zyklon B zu töten, war Dr. Tesch niemals gekommen, der glaubte, daß auch die anderen Zeugen etwas, was sie sahen oder hörten, falsch verstanden haben müssen. Er glaubte nicht, daß Konzentrationslager eine natürliche Konsequenz der NSDAP waren, sondern ursprünglich dazu errichtet wurden, um Staatsfeinde aufzunehmen. Dr. Tesch beendete seine Zeugenaussage mit der Bemerkung:

»Ich war kein militantes Mitglied der Nazi-Partei [sic], sondern dem deutschen Staat stets treu ergeben.«

Mit diesen ehrlichen, aufrichtigen Erklärungen hatte Dr. Tesch seinen eigenen Untergang mehr oder weniger besiegelt und seinen unglücklichen Mitarbeiter, Herrn Weinbacher, mit sich in den Maelstrom hineingezogen.

Major Draper hatte keinen Beweis dafür erbracht, daß Dr. Tesch oder Herr Weinbacher in irgendeinen angeblichen Komplott zur Tötung von Juden (oder Russen oder sonst jemandem) mit Zyklon B verwickelt waren, oder auch nur, daß das Zyklon B, das Broad in Auschwitz gesehen haben will, ohne jeden Zweifel über Tesch & Stabenow bestellt worden war. Was Draper erreicht hatte, war, warme, lebende Körper herbeizubringen, um die Rollen zu spielen, die deduktiv und rationalistisch heraufbeschworen wurden, um die während des Krieges vorgetragenen "Holocaust"-Behauptungen der Ankläger Deutschlands zu bestätigen und zu untermauern. Einer von diesen war ein anscheinend reuiger SS-Mann, der aus ganz gleich welchen Gründen auch immer unter Eid[64] aussagte, daß das, was die Propagandamühlen der Vereinten Nationen seit Jahren hinausgeschrieen hatten, wahr sei. Zusammen mit den wilden Zeugenaussagen vor dem Lüneburger Kriegsgericht ergab dies eine Geschichte, die, wenn man sie nicht zu ausführlich auf ihre Genauigkeit und Stimmigkeit überprüft, verwendet werden konnte, um jene Bürger der Vereinten Nationen zu beruhigen, die besorgt auf jene Enthüllungen am Ende des Krieges gewartet hatten, die all die eigennützigen Behauptungen rechtfertigen würden, die von Propagandisten im Verlauf des Krieges verbreitet worden waren. Viele befürchteten zweifellos eine weitere Nachkriegsuntersuchung derartiger Anklagen, ähnlich wie die nach dem Ersten Weltkrieg, und was geschehen könnte, wenn die Völker der Vereinten Nationen entdecken würden, daß sie ein zweites Mal von deutschfeindlichen Propagandisten getäuscht worden sind.

Dem durch Broads Zeugenaussage erzeugten Drama fügte Draper Dr. Tesch hinzu, der die Rolle eines dreisten, teuflischen, reuelosen, nicht zu rehabilitierenden "Nazis", eines "Mitglieds" der "berüchtigten" SS, Entwickler des schändlichen Zyklon B, eines offensichtlichen deutschen Ketzers und Fanatikers spielen sollte, der sogar, nachdem er die vielen aufgeblähten Leichen von Bergen-Belsen, Dachau usw. in den von den Vereinten Nationen geförderten Zeitungen gesehen hatte, immer noch die Stirn hatte und die vollkommene Unverschämtheit an den Tag legte - sogar noch als Häftling vor den Schranken der Gerechtigkeit der Vereinten Nationen -, die festgestellten "Tatsachen" zu bezweifeln; zu behaupten, daß seiner Kenntnis nach die Rassenpolitik der Nazis nicht unvermeidlich zu Konzentrationslagern und Gaskammern geführt hat, daß die SS nicht absichtlich vier Millionen Juden in Auschwitz mit Zyklon B getötet hat, das von ihm zu diesem Zweck entwickelt, empfohlen und an die KL gelieferte wurde, und so weiter.

Dr. Tesch konnte sicherlich nicht einer jener "neugeborenen Deutschen" werden, durch die quasi-religiösen scheintäuferischen Reinigungsriten der intellektuellen Katharsis, die "Entnazifizierung" oder "Umerziehung" genannt werden, die Deutschlands Eroberer jenen Deutschen erst noch aufzwingen würden, die Vorstellungen und Werte vertraten, die denen der Eroberer zuwiderliefen.

Das britische Kriegsgericht wurde mit einem grundlegenden Problem der Logik konfrontiert. Wenn es aufgrund der offensichtlich besudelten, unsauberen Zeugenaussagen, die gegen Dr. Tesch eingeführt wurden, ihn und Herrn Weinbacher freisprechen würde, dann wäre anscheinend niemand anders greifbar gewesen, gegen den man die Beschuldigung hätte erheben können, Zyklon B geliefert oder von Anfang an empfohlen zu haben, Juden damit zu töten. Wenn es tatsächlich einen "Holocaust" gegeben hatte, dann mußte doch irgendjemand diese Funktionen ausgeübt haben.

Ohne "Holocaust" als Hauptthema in den Spalten der Weltpresse wären die vielen verheimlichten und verdeckten Handlungen und Verantwortlichkeiten Franklin Delano Roosevelts und seiner Mitverschwörer der Vereinten Nationen vor und während des Krieges wie auch danach - die heute immer noch zu wenig publiziert sind - einer sofortigen, langanhaltenden und vernichtenden Untersuchung anheimgefallen. Dies hätte dazu geführt, daß die im Krieg erhobenen Anklagen der Vereinten Nationen und die (immer noch verwundbare) "Redlichkeit" dieser Organisation in einer Art und Weise zerpflückt worden wäre, gegenüber denen die Enthüllungen über die alliierten Lügen des Ersten Weltkriegs, die im Bericht des Bryce-Komitees gemacht worden waren, vergleichsweise wie Berichte über ein Liebesfest hätten ausschauen lassen. Wenn die vielen Pläne, die bereits diplomatisch und formell oder zwanglos in Kriegskonferenzen formuliert worden waren, voll und unwiderruflich so in die Tat umgesetzt werden sollten, wie es sich die Urheber gewünscht hatten, dann mußte diese "neue" Organisation der Vereinten Nationen die volle Unterstützung derjenigen bekommen, die andernfalls stark dagegen gewesen wären. Die zur Kriegszeit erhobenen Greuelpropaganda-Anklagen, die von den Siegern erhobenen wurden, um ihre Soldaten und Bürger aufzustacheln und um ihre eigenen gewalttätigen, erbarmungslosen Maßnahmen gegen Deutschland und Japan zu rechtfertigen und zu billigen, mußten ganz einfach nach dem Kriege aufrechterhalten werden. Es durfte diesmal ganz entschieden keinen "Frieden ohne Sieg", kein "Vergeben und Vergessen" geben. Und keine "Richtigstellung" der Kriegspropaganda-Anklagen.[65]

Tabelle IV:

Die im Auschwitz-Komplex
zusammengefaßten Lager[66]

Auschwitz I - Auschwitz-Zasole (Stammlager, ursprüngliches Lager, Sitz der Hauptverwaltung des gesamten Komplexes)

Auschwitz II - Auschwitz-Birkenau

Auschwitz III - Auschwitz-Buna (Monowitz, I.G. Farbenindustrie AG)

Babice

Kobior

Blachowinia Slaska

Ledziny-Lawki

Brobek

Libiaz Maly

Budy

Lagiewniki

Brünn (Tschechei)

Lagisza Cmentarna

Chelmek

Plawy

Chorzow

Prudnik

Czechowice-Dziedzice

Rajsko

Czernia

Rydultowy

Gleiwitz (4 Lager)

Rybnik

Goleszow

Siemianowice

Hajduki

Sosnowiec

Harmenze

Stara Kuznia

Hindenburg

Swietochlowice

Huts. Ksiazeca

Trachy

Jawoszpwoce

Trzebinia

Jawornzno

Trzebionka

C. L. Stirling, der bereits als Kriegsgerichtsrat vor dem Lüneburger Kriegsgericht gegen das SS-Personal von Birkenau aufgetreten war, hätte über seine eigene Stellung nachdenken müssen, wenn Dr. Tesch freigesprochen worden wäre. Eine große Anzahl von Deutschen - einige davon Frauen - waren bereits von den Briten getötet worden, weil sie angeblich alle diese Menschen in Auschwitz getötet hatten. Jede Entscheidung im Tesch/Weinberger-Prozeß mußte ganz einfach dieser Tatsache entsprechen. Ein Freispruch wäre äußerst peinlich gewesen angesichts dessen, was bereits über Auschwitz "beschlossen" und bereits ausgeführt worden war (Hinrichtungen). Stirling wurde zweifellos - wie andere auch - für seine beiden Ämter ausgewählt auf der Grundlage seiner Hingabe und Anpassungsfähigkeit an die Ziele der großen "neuen" Nachkriegswelt, wie sie den Gründungsvätern der Vereinten Nationen, den Erleuchteten des unmittelbar bevorstehenden utopischen Jahrtausend vorschwebte! Irgendwelche Zweifel oder Gewissensbisse können daher für Stirling kein unüberwindliches Problem gewesen sein. Der Verlust des Lebens von Dr. Tesch und Herrn Weinbacher, selbst wenn sie unschuldig waren, war daher für das "Neue Deutschland" in der "Neuen Weltordnung", wie sie den Vereinten Nationen vorschwebten, überhaupt kein Verlust.

Schuldspruch, Urteil, Hinrichtung

Der Schuldspruch war kurz. Sowohl Dr. Tesch als auch Herr Weinbacher wurden für "schuldig" erklärt. Dr. Drosihn wurde freigesprochen. Das Urteil des Kriegsgerichts: Dr. Tesch und Herr Weinbacher müssen hängen! Ein weiteres britisches Kriegsgericht (es sollte 216 davon geben) hatte eine Schneise durch die deutschen Angeklagten gezogen.

Es gab immer noch Versuche, die Vollstreckung der Urteile zu verhindern. Beide verurteilte Männer betonten ihre Unschuld in Berufungen an den Kommandeur des 8. Corps District der britischen Rheinarmee. Plädoyers ihrer Verteidiger waren beigefügt, die den unzuverlässigen Charakter der Zeugenaussagen von Sehm, Broad, Bendel und der anderen noch ausführlicher unterstrichen und dokumentierten. Die Berufungen wurden abgewiesen. Ein Gnadengesuch für beide Männer wurde von den Angestellten von Tesch & Stabenow und ein weiteres für Herrn Weinbacher von dessen Stieftochter eingereicht Diese Gesuche wurden gleichermaßen zurückgewiesen.

Am 26. April 1946 erteilte Montgomery von Alamein, Oberkommandeur der britischen Rheinarmee, dem Direktor oder leitenden Beamten des Hamburger Zuchthauses die Befehle zur Vollstreckung der Todesurteile zur Hinrichtung von Dr. Tesch und Herrn Weinbacher innerhalb von 24 Stunden nach Eingang der Verfügung. Beide Vollstreckungsbefehle wurden am 16. Mai 1946, um 11 Uhr 23, im Zuchthaus von Hameln ausgeführt. Dr. Bruno Tesch und Herr Weinbacher waren tot.

Die beiden ehrenwerten unschuldigen Männer starben, möglicherweise entsetzt darüber, daß ein derartiges Ungeheuer in der Maske der "Gerechtigkeit", das vorher östlich des Bug getobt hatte, nun absichtlich mit ungehinderter Gewalt östlich der Maas einherstolzierte.

Für Dr. Tesch und Herrn Weinbacher war die Tortur nun beendet. Aber für jene Deutschen, die aus einer Nation von 80 Millionen Vorkriegsbürgern[67] überlebt hatten, hatte sie gerade erst begonnen. Ein Gottesurteil weit größeren Umfangs kam auf sie zu mit tödlicher, methodischer, Cromwell'scher, puritanischer Wirksamkeit und Wut, mit "Holocaust"-Erzählungen, verbunden mit Zyklon B und, hauptsächlich, mit dem Lager Auschwitz, - bis zum heutigen Tage immer und immer wieder herangezogen als vorgebliche "moralische" Rechtfertigung zur totalen Entrechtung des deutschen Volkes. Der Prozeß gegen Dr. Tesch und seine Mitarbeiter war von nicht geringer Bedeutung für die Festlegung dieser Erzählungen. Wir haben gesehen, wie der Prozeß geführt wurde, und auf welcher Grundlage seine Beschlüsse gefaßt wurden. Daraus müssen wir natürlich unsere eigenen Schlußfolgerungen ziehen, wie man nicht nur eine der erstaunlichsten und unglaubwürdigsten Sammlungen von Erzählungen der jüngsten Geschichte, sondern wie man vielmehr die ganze Geschichte anpacken und einer genauen Untersuchung unterziehen sollte.


Verwendete Dokumente

Anmerkungen

Entnommen dem Journal of Historical Review 4(3) (1983), S. 261-303; übersetzt von Hans Rudolf von der Heide und Germar Rudolf.

[1]Robert H. Jackson, USA; 1. Nikitchenko und A. Trainin, UdSSR; Viscount (William Allen) Jowitt, Großbritannien; Robert Falco, Frankreich. International Military Tribunal, Trial of the Major War Criminals. (nachfolgend TMWC), Nürnberg, Bd. 1, S. 8.
[2]Das »Durchgangslager« Bergen-Belsen war primär ein Lager für Juden, die Europa verlassen sollten, zumeist über Spanien. Daher waren die Toten von Bergen-Belsen überwiegend Juden. In anderen Lagern waren es überwiegend Polen.
[3]Siehe die Ausführungen von Lord Justice Sir Geoffrey Lawrence, TMWC, Bd. IX, S. 33-34.
[4]Felsvorsprung beim heutigen Bisitun (Iran), wo Dareios der Gr. (522-486 v. Chr.) eine dreisprachige Inschrift einmeißeln ließ (aufgrund der die babylonische Keilschrift entziffert werden konnte).
[5]Entnommen dem Buch von Jürgen Kalthoff, Martin Werner, Die Händler des Zyklon B, VSA-Verlag, Hamburg 1998, S. 154.
[6]Eberhard Kolb, Bergen-Belsen: Geschichte des "Aufenthaltslagers" 1943-1945, Verlag für Literatur und Zeitgeschehen, Hannover 1962; angesichts der Vorgänge um Dr. Wilhelm Stäglich, dem wegen seines Buches Der Auschwitz Mythos: Legende oder Wirklichkeit? (Grabert Verlag, Tübingen 1979) der Doktortitel durch die Georg-August-Universität in Göttingen entzogen wurde, der ihm (wahrscheinlich mit akademischer Auszeichnung) 1951 verliehen worden war, ist von Interesse, daß Dr. Kolb, der seinen Doktortitel (Dr. phil.) im Jahr 1959 erhielt, als Assistent am Historischen Seminar der Universität Göttingen recht großen Erfolg hatte, indem er die von den Besatzungsbehörden als "koscher" angesehene Geschichtsversion verramschte. Seit Jahren werden die Gesellschaftswissenschaften von einigen höhnisch als Disziplinen betrachtet, die nicht anderes tun, als in ihren Vorlesungen gewisse Dogmen auf gesalbte Weise in Erinnerung zu rufen bzw. wiederzukäuen. Ohne die aktive Hinterfragung, das Suchen und Prüfen durch die historischen Revisionisten kann man sich auch schwer vorstellen, wie die Geschichtswissenschaft irgend etwas anderes sein könnte!
[7]»Kramer's Fate Is Main Topic - "How Will You Kill Kramer?"«, New York Times, 22.4.1945, S. 12.
[8]Am fruchtbarsten für die Revisionisten war die detaillierte Untersuchung der geistigen Verrenkungen dieser Zeugen in den verschiedenen Fällen, als jeder versuchte, sein eigenes Leben durch die Erfindung seiner eigenen Geschichten zu retten, jeweils mit genügend Wahrheit vermischt, um den Unaufmerksamen zu täuschen, und darauf angelegt, die These der Anklage zu stützen, ohne sich selbst mit Schuld zu beladen. Durch konzentrierte, tiefgehende Untersuchungen erweisen sich die "Holocaust"-Vorwürfe als eine verhedderte Masse sich widersprechender und sogar sich selbst widerlegender Anschuldigungen, die zu jener Zeit eindeutig zusammengeschneidert wurden, um die von den Vereinten Nationen vorherbestimmten und geforderten Anklagen zu unterstützen.
[9]Abgesehen von ihrer Schadwirkung auf Lebensmittel und andere Güter übertragen Schädlinge und Insekten auch Krankheiten auf den Menschen.
[10]Mit zunehmender kriegsbedingter Knappheit wurde der Reizstoff bzw. "Warnstoff" weggelassen, wobei die damit verbundene Gefahr auf den Rechnungen und den Dosen-Etiketten gebührend hervorgehoben wurde.
[11]Wegen seiner Giftigkeit wurde Zyklon B immer in gelöteten Eisenblechdosen angeboten. Sie wurden geöffnet, indem ein besonderes kreisförmiges Schneideisen auf dem Deckel plaziert wurde, das einmal fest mit einem Hammer durch den Deckel getrieben wurde. Nach dem Öffnen der Dose mußte der gesamte Inhalt verbraucht werden. Die Dose konnte nicht wieder verschlossen werden. Die Preis der Zyklon B-Dosen richtete sich nach der enthaltenen Menge (Masse) an Blausäure (RM 5,--/kg.), und diese Masse wurde immer deutlich auf dem Etikett angegeben. In Deutschland gab es folgende Dosengrößen: 100g, 200g, 500g, 1.000g und 1.500g, wobei sich die Masse auf den Blausäuregehalt bezieht. Die entsprechende Gesamtmasse der Dosen war etwa dreimal so hoch wegen der Masse des Trägermaterials und der Dose selbst.
Die tödliche Dosis Blausäure für einen Menschen normaler Größe variiert, aber Puntigam, Breymesser und Bernfus (in Franz Puntigam, Hermann Breymesser, Erich Bernfus, Blausäuregaskammern zur Fleckfieberabwehr, Sonderveröffentlichung des Reichsarbeitsblattes, Reichsarbeitsministerium, Berlin 1943, S. 200), geben eine Dosis von 70 Milligramm an.
Eine Blausäurekonzentration von 50 Teilen pro einer Millionen Teile Luft (50 ppm oder 0,005%) wird als für den Menschen gefährlich angesehen. Bei 200 ppm (0,02%) verliert man schnell das Bewußtsein, gefolgt vom Tode, wenn nicht sofort eine medizinische Behandlung eingeleitet wird.
Bei höheren Konzentrationen bildet Blausäure explosive Gemische mit Luft. Der Explosionsbereich an Luft liegt zwischen 6 und 41 Vol.-%.
Es gab auch ein "Zyklon A". Es handelte sich dabei chemisch gesehen um Methylcyanoformiat. Diese Verbindung ist genauso giftig und war ein gutes Entwesungsmittel, aber da es sich potentiell als Giftgaswaffe bzw. als Vorstufe dazu eignete, wurde Deutschland die Herstellung dieser Verbindung durch das Versailler Diktat verboten. Man hätte es zwar dennoch herstellen können, aber das wurde nicht gemacht.
[12]Entnommen J. Kalthoff, M. Werner, aaO. (Anm. 5), S. 106.
[13]Blausäure wurde von der deutschen Armee schon im Ersten Weltkrieg zu Entwesungszwecken eingesetzt, also noch vor der Entwicklung von Zyklon B.
[14]Andere von Tesch und Stabenow verwandte Entwesungsmittel waren "Tritox" (Trichloracetonitrile), "T-Gas" (eine Mischung aus Ethylenoxid und Kohlendioxid) und "Areginal" (eine Mischung aus Tetrachlorkohlenstoff, CCl4, und Acrylnitiril, CH2=CH-CN).
[15]Wo man regelmäßig große Mengen an Blausäure (Zyklon B) benötigte, wurde sie häufig vor Ort durch die Reaktion von Schwefelsäure mit Natriumcyanid hergestellt. Die auf diese Weise hergestellte Blausäure war wesentlich preiswerter als die für Zyklon B zu zahlenden RM 5,-- pro kg.
[16]In den USA war die American Cyanamid and Chemical Corporation eine der Anbieter von Blausäure zur Schädlingsbekämpfung. Siehe American Cyanamid and Chemical Corporation; vgl. deren Military Fumigation Manual: Zyklon Discoids for Insect Control, 1944. Bezüglich anderer Anwendungen von Blausäure zur Schädlingsbekämpfung in den USA siehe U.S. Public Health Service, Public Health Reports, Bd. 46, Nr. 27 (3. Juli 1931), S. 1572-1578, und Nr. 38 (10. Juli 1931), S. 1633-1636.
[17]Wegen eines Patentstreites waren die Beziehungen zwischen der DEGESCH und Tesch und Stabenow nicht besonders gut. Dieser Streit resultierte u.a. darin, daß Tesch und Stabenow nach 1942 auf ein eigenes Etikett für alle von ihr vertriebenen Zyklon B-Dosen bestand.
[18]Dr. Gerhard Peters Entscheidung war unumstößlich. Nach dem Krieg wurde er wegen ähnlicher Vorwürfe verhaftet wie die gegen Dr. Tesch und Herrn Weinbacher erhobenen. Er wurde aus der Haft der Vereinten Nationen entlassen, nachdem er insgesamt etwa 5 Jahre eingesperrt war, einschließlich Untersuchungshaft. (Gerald Reitlinger, The Final Solution, Vallentine, Mitchell, London 1968, S. 148.) Anmerkung der Redaktion: Peters wurde später in einem Wiederaufnahmeverfahren wegen Mangel an Beweisen freigesprochen, vgl. J. Kalthoff, M. Werner, aaO. (Anm. 5), S. 161-170. Wegen des grauenhaften Rufes wurde das Produkt Zyklon B in Deutschland 1974 in "Cyanosil" umbenannt, es wird jedoch im Ausland nach wie vor als Zyklon B angeboten. 1986 wurde die DEGESCH von der Mutterfirma DEGUSSA an die Detia Freyberg GmbH in Laudenbach/Bergstraße verkauft; vgl. J. Kalthoff, M. Werner, ebenda, S. 214f.
[19]Die Verwendung von Blausäure für Entwesungen kam die Deutschen teuer zu stehen, denn dies verhinderte die Herstellung anderer Chemikalien, die dringend benötigt wurden. Ein Kilogramm Blausäure konnte in 3,7 kg Methylmethacrylat oder 1,96 kg Acrylonitrile umgewandelt werden. Beide Chemikalien waren und sind immer noch wichtige Ausgangsstoffe der Kunststoffindustrie. Acrylonitrile wurde zur Herstellung des synthetischen Gummis Buna-N benötigt, von dem die Deutschen niemals genügend herstellen konnten.
Blausäure ist auch heute noch ein unverzichtbarer chemischer Ausgangsstoff. Die meiste Blausäure wird an Ort und Stelle hergestellt, wo sie auch sogleich synthetisch weiter umgesetzt wird. Eine einzige Fabrikanlage könnte in 24 Stunden genügend Blausäure herstellen, um bei gleichmäßiger Verteilung die gesamte Bevölkerung der USA umzubringen!
Die Verwendung hochtoxischer Chemikalien in der chemischen Industrie ist weder neu noch beunruhigend. Neben Blausäure werden zum Beispiel auch große Mengen an Phosgen in der Kunststoffindustrie erzeugt sowie große Mengen an Fluorwasserstoff in der Veredelungsindustrie. Das Ausmaß der täglichen Produktion von Kohlenmonoxid als Zwischwenprodukt aus allen Quellen in den gesamten USA entzieht sich jedem Vorstellungsvermögen.
[20]British Army Number 328165.
[21]Dr. Joachim Drosihn war als Zoologe bei Tesch und Stabenow angestellt.
[22]Diese Meisterschaft, ein inoffizielles Ziel amerikanischer internationalistischer Abenteurer und ihrer Verbündeten, wurde 1918 aufgrund einer Reihe "widriger" Schicksalsfügungen noch nicht erreicht. So vorteilhaft wie die "idealistischen" 14 Punkte Wilsons auch für die Erzielung eines Propagandasieges der Alliierten war, so stellten sie sich bei Kriegsende schließlich als Stein des Anstoßes, als Mühlstein um dem Hals der Sieger heraus, die so gerne ihre Beute unter sich verteilen wollten. Ihre allgemeine und offene Weigerung, sich an die gesetzten Prinzipien zu halten sowie das ungeheurer Blutbad des gerade beendeten Konflikts führten zu einer frühen Desillusionierung und zu einer unerwartet kurzen Phase der Umerziehung/Besetzung/"Rekonstruktion".
Um sicherzustellen, daß sich diese Situation nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wiederholen würde, wurde jenes Propaganda-Instrument veröffentlicht, daß dann so harmlos "Atlantic Charta" genannt wurde. Objektiv betrachtet war die "Atlantic Charta" zunächst nicht viel mehr als ein Nebenprodukt der Konferenz in Argentia (Neufundland). bei dieser Konferenz handelte es sich tatsächlich um die erste von einer Reihe von Kriegskonferenzen der Vereinten Nationen. Sie war einzigartig nur deshalb, weil die USA damals offiziell noch neutral waren (wenn auch nicht tatsächlich).
[23]Dies war nicht unbedingt ein Vorteil für die Ankläger der Vereinten Nationen. Wie sich durch Äußerungen wie die von Robert H. Jackson herausstellte, wurde von den Verteidigern erwartet, daß sie an diesem monströsen juristischen Greuel und diesem historischen Betrug teilnahmen. Dies führte dazu, daß einige Verteidiger, manchmal sogar auf die Gefahr hin, sich selbst zu gefährden, wie Berserker gegen die ungerechten Urteile kämpften, obwohl sie wußten, daß sie im voraus beschlossen und unabwendbar waren. Obwohl sie "NS-feindlich" waren, so waren sie dennoch in der Lage, Unrecht in Form der Lynchjustiz zu erkennen, und sie kämpften dagegen an bis zum bitteren Ende! Es ist daher kein Wunder, daß in den Jahren 1945-46 viele der Berliner, die gegen Hitler waren, als sie schließlich erkennen mußten, welche Formen die deutsche "Umgestaltung" durch die Vereinten Nationen annahm, privat meinten: »Herr Gott, schenk uns das Fünfte Reich. Das Vierte ist dem Dritten gleich!«
[24]Entnommen J. Kalthoff, M. Werner, aaO. (Anm. 5), S. 118, 121.
[25]TMWC, Bd. III, S. 551.
[26]S. 258 des britischen Gerichtsprotokolls, WO 235-83, Case 71.
[27]Entnommen J. Kalthoff, M. Werner, aaO. (Anm. 5), S. 192.
[28]Die später abgegebene Aussage von Alfred Zaun, dem Chefbuchhalter von Tesch und Stabenow, wies darauf hin, daß diese Aussage völlig falsch war. (vgl. S. 282-83.)
[29]Voller Name: Bernhard Detlev Friedrich Carl Frahm.
[30]Tesch und Stabenow lieferten Heizelemente zur Verdunstung von Blausäure aus dem Träger des Zyklon B sowie Rohre und Umluftsysteme, alles zur Verwendung in der Standard-Begasungskammer (vgl. Anm. 36).
[31]TMWC, Bd. III, S. 551.
[32]Bundesarchiv, Koblenz.
[33]Entnommen J. Kalthoff, M. Werner, aaO. (Anm. 5), S. 87.
[34]In seiner Berufung zeigte Dr. Stumme beim Versuch, das Leben von Herrn Weinbacher zu retten, daß den während des Verfahrens abgegebenen Aussagen zufolge 1.000 kg Zyklon B nötig waren, um 200.000 Uniformen einmal zu entwesen!
[35]Die größeren Dosen (vgl. Anm. 11) waren für größere Begasungskammern oder für die Entwesung von Baracken vorgesehen.
[36]Die Entwicklung der Zyklon B-Entlausungskammern zog sich vom Ende des Ersten bis zum Zweiten Weltkrieg hin und erfolgte fast ausschließlich zur Bekämpfung der das Fleckfieber übertragenden Kopflaus. Diese Kammern wurden daher auch »Blausäure-Entlausungskammer« genannt. Angesichts der für die Kriegszeit absoluten Notwendigkeit solcher Kammern und der Tödlichkeit des darin angewandten Gases, das immer Mangelware war, entwarf die DEGESCH die sogenannten Kreislaufentwesungskammern. Diese erlaubten die sichere Einführung der versiegelten Zyklon B-Dosen der für das Kammervolumen geforderten Größe. Die Eingangstüre wurde gasdicht verschlossen und mit einem von außen bedienbaren Dosenöffner wurde im Inneren der Kammer ein Loch in den Deckel der Dose geöffnet, wodurch das Zyklon B-Granulat in einen Korb fiel, über den ein warmer Luftstrom geleitet wurde (das sogenannte »Vergasergerät«), wodurch die flüssige Blausäure rasch verdunstete. Ein Umluftsystem sorgte für eine Umwälzung des Luft-Blausäure-Gemisches innerhalb der Kammer. Die beschleunigte die Vermischung der Gase und sorgte dafür, daß die notwendige Konzentration von 20g Blausäure pro m³ Luft in der ganzen Kammer schnell erreicht wurde, einschließlich der Luftpolster zwischen den zu entlausenden Kleidungsstücken. Dank dieses Umluftsystems konnte eine Entlausung bereits nach nur einer Stunde erfolgreich beendet werden. Ohne dieses System dauerte der Vorgang mindestens 16 Stunden, vorzugsweise aber 24 Stunde. Nach der Entwesung beförderte das Umluftsystem das giftige Gasgemisch über einen Schornstein ins Freie und ersetzte es mit frischer Luft, bevor die gasdichte Tür der Kammer geöffnet wurde und die entlauste, begaste Kleidung den Eigentümern zurückgegeben werden konnte.
Der Vorteil solcher Kammern ist offenkundig und beträchtlich. Bis zum Sommer 1943 waren 552 dieser Zyklon B-Begasungs- oder Entlausungskammern mit Kreislaufanlage an 226 verschiedenen Orten errichtet worden. 100 weitere waren ohne Kreislaufanlage errichtet worden und wurden trotz ihrer längeren Anwendungszeit eingesetzt. Fast die Hälfte all dieser Anlagen wurde in der Zeit zwischen Januar 1942 und April 1943 errichtet. In der Munitionsindustrie alleine waren 249 dieser Kammern entweder in Anwendung oder im Bau begriffen, zumal es seit Sommer 1943 Pflicht war, während der Dauer des Krieges ausländische Arbeiter regelmäßig zu untersuchen, um sicherzustellen , daß sie frei von Schädlingen waren und blieben. Vgl. Emil Wüstinger, »Vermehrter Einsatz von Blausäure-Entlausungskammern«, Gesundheits-Ingenieur, Jahrgang 67, Heft 7, S. 179-80.
[37]Tesch und Stabenow begannen im Jahre 1942, ihre eigenen Etiketten für das bei ihnen bestellte Zyklon B zu verwenden.
[38]WO 235/165, Fall 145, Bd. I-VII, Januar-März 1946.
[39]Bernd Naumann, Auschwitz, Praeger, New York 1966, S. 162-82.
[40]Das heute zu besichtigende Krematorium im Stammlager Auschwitz-Zasole hat vier Öffnungen im Dach. Sie sind quadratisch geformt mit einer Kantenlänge von etwa 20 cm (30 cm, Anm. d. Red.).
[41]Die Zählweise der Krematorien in Auschwitz ist etwas verwirrend. Im deutschen Gebrauch war das Krematorium I jenes in Auschwitz-Zasole (Stammlager). Die Krematorien II und III lagen in Auschwitz-Birkenau, wie auch die als Krematorien IV und V bezeichneten Gebäude. In dieser Übersetzung haben wir die zählweise diesem Standard angepaßt, Anm. d. Red.
[42]Diese Ansicht muß zweifellos stimmen, wenn man die "Holocaust"-Absichten der Deutschen und die Anzahl von 4-41/2 Millionen in Auschwitz getöteten Juden als glaubhaft akzeptiert. Nach einer angeblich detaillierten Untersuchung hat das Auschwitz-Museum in den Jahren 1959-1964 angegeben (vgl. Danuta Czech, »Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau« Hefte von Auschwitz, hgg. vom Staatlichen Museum Auschwitz, Polen, 1962), daß in Auschwitz nur 202.499 Häftlingsnummern ausgegeben worden waren. Die Nummer 202.499 wurde nur 10 Tage vor der Einnahme des Lagers durch die Sowjets an einen deutschen Gewohnheitsverbrecher aus Mauthausen vergeben.
Das von den Vereinten Nationen geleitete Suchzentrum des Internationalen Roten Kreuzes führt für die Lager Auschwitz-Zasole (Stammlager), Auschwitz-Birkenau und Auschwitz-Buna (Monowitz) 50.923 Personen an, für die konkrete Todesnachweise vorliegen. Es wird allerdings zugegeben, daß diese Daten äußerst unvollständig sind, da u.a. die Daten für die vielen Außenlager fehlen. Die ersten beiden Lager sollen die "Vernichtungslager" gewesen sein. Die Angaben des IRK beruhen auf den Sterbebüchern, die die Deutschen selbst in jedem Lager führten. Diese "unvollständigen" Daten wurden von den Deutschen damals über Häftlinge zusammengestellt, die auf welche Weise auch immer in den drei Lagern von Auschwitz umkamen. (A. de Cocatrix [Director of the International Tracing Service, Arolsen, Germany], »The Number of Victims of the National Socialist Persecution: Exposé presented on the Occasion of the International Conference of the Comité International des Camps, 22-25 April 1977«, Internationales Suchzentrum des Internationalen Roten Kreuzes, Arolsen. (vgl. auch Sonderstandesamt Arolsen (ed.), Die Sterbebücher von Auschwitz, Saur, München 1995, Anm. d. Red.)
[43]Es hat in Birkenau nie ein "Krematorium VI" gegeben, Anm. d. Red.
[44]Die behaupteten Leistungsdaten der Auschwitzer Krematorien sind unrealistische "Schätzungen" der "Holocaust"-Historiker. Zur Geschichte und Leistungsfähigkeit der Auschwitzer Krematorien vgl. Carlo Mattogno, Franco Deana, »Die Krematoriumsöfen von Auschwitz-Birkenau«, in: Ernst Gauss (Hg.), Grundlagen zur Zeitgeschichte, Grabert, Tübingen 1994, S. 281-320. Anm. d. Red.: Diese Anmerkungen wurden wegen des aktuellen Forschungstandes gegenüber dem englischen Original verändert. Aus dem gleichen Grund wurde die Anmerkung 46 des Originalbeitrages gelöscht.
[45]Exhibit 2 im besprochenen Verfahren.
[46]Ein zum Komplex Mauthausen gehörendes Konzentrationslager.
[47]Bernd Naumann, aaO. (Anm. 39), S. xi-xxx.
[48]Einige mögen sagen, Pery Broad habe sich nicht ehrenhaft verhalten, aber man muß ihm zugestehen, daß er die Natur des tödlichen Spiels, daß man mit ihm und anderen spielte, richtig erkannt hatte. Durch seine wenn auch irreführende Anpassung an die Regeln seiner Peiniger hat er immerhin seine Haut gerettet, während viele andere, die ehrlich geblieben sind, ihre verloren. Im eroberten und besetzten Deutschland des Jahres 1945 war das in den Köpfen vieler Menschen so ziemlich das einzige, was noch zählte!
[49]Pery Broads Aussage weist auf eine viel größere Häufigkeit von Barackenbegasungen mit Zyklon B hin.
[50]Dr. Bendels Wert für die tödliche Dosis von 1.000 g pro 500 Personen (2 g pro Person) steht in scharfem Widerspruch zu dem in der Literatur angegebenen Wert: 70 mg pro Person, also 0,07 g (vgl. Anm. 11). Jede vernünftige Tötungsmethode hätte womöglich einen "Sicherheitsfaktor" von vielleicht dem Fünffachen der tödlichen Dosis beinhaltet, aber wohl kaum einen Faktor 28 größer als nötig. (Anm. der Red.: Die weiteren Ausführungen Dr. Lindseys zu diesem Punkt sind durchaus strittig, vgl. G. Rudolf, Das Rudolf Gutachten, Castle Hill Publishers, Hastings 2001, S. 120-123, 131f.)
[51]Obwohl man Fleisch durch Feuer rasch in unkenntliche Asche verwandeln kann, geht das mit Knochen nicht. Sogar das angebliche Zermahlen dieser Knochen hätte mikroskopische Rückstände hinterlassen, die immer noch als Knochensplitter zu erkennen wären, womöglich sogar als menschliche Knochen. Die eine kleine, von SS-Standartenführer Blobel von der Fa. Schriever & Co. im Jahr 1942 bestellte Kugelmühle (Nuremberg War Crimes Dokument NO 4467) hätte wohl kaum die riesige Knochenmasse der bei der Kremierung der angeblich massenhaft angefallenen Leichen verarbeiten können, noch weniger die angeblich in offenen Gruben verbrannten Leichen (die angeblich in den Flammen "verschwanden"). Wäre der in Birkenau befindliche Teich zur Lagerung der menschlichen Asche wie behauptet benutzt worden, so müßte sich dort heute ein Berg mit Millionen kalzinierter Knochenstückchen befinden, die noch heute als menschliche Knochen zu identifizieren wären! Und wenn man die Asche in die Weichsel gekippt hätte, so wäre das Flußbett den ganzen Weg hinab bis nach Warschau oder gar bis nach Danzig mit vielsagenden Knochensplittern menschlichen Ursprungs übersät!
[52]Die deutschen Originalpläne weisen die Kellerräume der Krematorien II und III als »Leichenkeller« aus, in denen Leichen vor ihrer Einäscherung aufgebahrt wurden. Dr. Robert Faurisson war der erste, der die Pläne zu diesen Krematorien entdeckt und zugänglich gemacht hat.
[53]Über die Problematik der vom CIA verfälschten Luftbildaufnahmen vgl. John C. Ball, Air Photo Evidence, Ball Resource Services Ltd., Delta, B.C., 1992; ders., in E. Gauss (Hg.), Grundlagen..., aaO. (Anm. 44), S. 239-145; Anm. d. Red.
[54]Sowohl Bendel als auch Broad behaupteten, daß für die Tötungen zwei 1-kg-Dosen Zyklon B in jeder Kammer eingesetzt wurden. Man darf mit einigem Interesse feststellen, daß die Zyklon B-Bestellungen bei der DEGESCH sowohl für Oranienburg (Sachsenhausen) als auch für die Auschwitz-Lager von Februar bis April 1944, wie sie angeblich von Kurt Gerstein bei seiner Gefangennahme durch Truppen der Vereinten Nationen übergeben wurden, 500 g Dosen aufführten. Natürlich wären bei Mangel an 1-kg-Dosen statt dessen je zwei 500-g-Dosen verwendet worden, aber es scheint, daß ausschließlich 500-g-Dosen versandt worden sind, was darauf hinweist, daß man eben diese kleineren Dosen brauchte. Daraus ergibt sich offenbar die Frage: Welchen Bedarf gab es für die 500 g Zyklon B-Dosen in den Entlausungskammern von Auschwitz und Sachsenhausen-Oranienburg? Die Standard-Entwesungskammern hatten damals einen Rauminhalt von 10 m³ und benötigten eine 200-g-Dose Zyklon B, um auf die notwendige Konzentration von 20 g/m³ zu kommen. Daraus ergibt sich, daß die Anlagen in Auschwitz und Sachsenhausen-Oranienburg offenbar Entwesungskammern mit einem Volumen von 25 m³ hatten. Wo befanden sie sich? Ein wahrscheinlicher Ort ist die "Zentralsauna" in Birkenau (die allerdings mit einer Heißluftentwesungsanlage ausgerüstet war, Anm. d. Red.) und die von den Deutschen so bezeichneten »Badeanstalt(en) für Sonderaktion« in Birkenau, die heute gänzlich zerstört sind und wahrscheinlich als Entwesungs- und Reinigungsstationen für die Internierten dienten.
[55]Nach Untersuchung der gesamten Aussage von Dr. Bendel kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß sie in Teilen den angeblichen Erlebnissen des legendären Dr. Miklos Nyiszli äußerst ähnlich ist. Bez. einer interessanten Diskussion der Person Nyiszlis, vgl. Paul Rassinier, Debunking the Genocide Myth, Noontide Press, Torrance, Calif., 1978, S. 244-50; Carlo Mattogno, "Medico ad Auschwitz": Anatomia di un falso, Edizioni La Sfinge, Parma 1988; C. D. Provan, »New Light on Dr. Miklos Nyiszli and His Auschwitz Book«, The Journal of Historical Review 20(1) (2001), S. 20-29.
[56]Seit dem 30. August 1944, als W.H. Lawrence in der New York Times Nazi Mass Killings Laid Bare In [Majdanek] Camp«, S. 1, 9) die Tötungsanlagen im Lager Lublin-Majdanek beschrieb, die »fast identisch waren mit jenen Bildern in amerikanischen Spielfilmen«, bestand die alliierte Propagandaversion bezüglich der Tötungsmethode darin, daß die Blausäure aus Druckflaschen durch Leitungen in die als Duschen getarnten Gaskammern geleitet wurden. Dr. Bimko versuchte, diese Behauptung abzustützen und hatte damit beim britischen Militärgericht in Lüneburg Erfolg. Während des Verfahrens gegen Dr. Tesch wurde aber offensichtlich, daß diese Behauptung aufgegeben werden mußte, da Zyklon B ein festes Material ist, daß durch keine Leitungen fließen kann! Zudem wurde es in recht kleine Dosen abgefüllt und nicht in Druckflaschen. Blausäure ist bei Zimmertemperatur eine Flüssigkeit und verdunstet nur langsam, solange sie nicht erhitzt wird (vgl. Anm. 36).
Professor Karl Schwartz sagte aus, daß es seines Wissens flüssige Blausäure in Stahlflaschen nur in den USA gebe. Zu jener Zeit stellten die Deutschen all ihre Blausäure, ein wichtiges chemisches Zwischenprodukt, immer noch durch die Reaktion von Natriumcyanid mit Schwefelsäure her (vgl. Anm. 19). Dies wurde an Ort und Stelle des Bedarfs gemacht. Man wundert sich daher, welcher Nationalität Dr. Bimkos Vernehmer war und auch der von Kurt Gerstein, der berichtet haben soll, er habe in Polen Blausäure-Druckflaschen vergraben, anstatt sie nach Majdanek zwecks Menschentötung zu liefern.
Nach dem Verfahren gegen Dr. Tesch und Herr Weinbacher wurde die Geschichte vom Zyklon B-Gas (Blausäure), das aus Druckgasflaschen über Leitungen und Duschköpfe zur Tötung von Menschen eingeleitet wurde, schlicht der Vergessenheit anheim gegeben!
[57]Zur Zeit von Dr. Bimkos Aussage wurde von den Anklägern Deutschlands standfest behauptet, die Dusche im KL Dachau sei eine "Gaskammer" zur Tötung von Tausenden von Juden gewesen. Spätere Untersuchungen dieser Anlage, die bis heute besichtigt werden kann, haben jeden Zweifel daran ausgeräumt, daß es sich dabei um genau das handelte, was die Deutschen behauptet hatten: um Duschen! Heute wird noch nicht einmal von "Holocaust"-Historikern behauptet, daß in Dachau Menschen vergast worden seien. Dieser Duschraum ist in seiner Anlage all jenen Anlagen ähnlich, wie sie von Puntigam und Kollegen für Entlausungsoperationen empfohlen wurden, vgl. Anm. 11.
Angesichts dieser Erkenntnisse konnte das zur Kriegs- und unmittelbarer Nachkriegszeit geltende Ansehen Dachaus als schlimmstes Lager nicht länger aufrecht erhalten werden, und so wandten sich die Augen der Propagandisten der Vereinten Nationen zwangsweise gen Osten.
[58]Womöglich bezieht sich die Beschreibung auf die Duschanlagen in der sogenannten Zentralsauna und/oder den Entlausungsgebäuden BW 5a und 5b, Anm. d. Red.
[59]Die Wehrmacht unterhielt einen sprichwörtlichen "cordon sanitaire" in Polen, um ihre Truppen vor Fleckfieber zu schützen. Truppen, die diese Grenze von Osten nach Westen überschritten, mußten sich waschen und mußten untersucht werden, während ihre Kleidung mit Zyklon B, sofern vorhanden, entlaust wurde. Dieser Dekontaminierungsvorgang war im wesentlichen der gleiche, wie er in den Lagern angewandt wurde.
[60]Wie später in Nürnberg, so wurden auch während dieses Tribunals häufig Verweise auf die angebliche Raubgier der deutschen Kapitalisten gemacht sowie auf das Böse, das sich aus ihrer Profitsucht ergab. Die Folgerung wäre freilich gewesen, daß auch amerikanische Kapitalisten ähnlich veranlagt sein müßten! Man kann sich des Gefühls nicht erwehren, daß sich diese Herren der Anklage so selbstsicher waren, daß die Profitsucht des Kapitalismus unvermeidbarerweise zur Ausbeutung der Menschen und zu Handlungen wie dem Verkauf von Zyklon B zur Ermordung von Juden führt, wie sie sich auch sicher waren, daß Nationalsozialismus unvermeidbarerweise zu Konzentrationslagern und Gaskammern führt!
[61]F. Puntigam, H. Pichler, »Raumlösung von Entlausungsanlagen«, Gesundheits-Ingenieur, Jahrgang 67, Heft 6 (Juni 1944), S. 139.
[62]Vgl. Anm. 19. Man ist versucht anzunehmen, daß die Deutschen, wenn sie vorhatten, eine große Gruppe Menschen mit Gift umzubringen, dazu nicht ein so teures und knappes chemisches Zwischenprodukt wie Blausäure verwendet hätten. Es gibt viel bösartigere Gifte, einige davon sogar billiger, die nicht derart aufwendige Gaskammern und anderweitige Apparaturen voraussetzen, um sie auf die vorgesehenen Opfer zu beschränken.
[63]Dr. Tesch erklärte, diese relativ geringe Summe sei im wesentlichen eine Wohlfahrtsspende gewesen.
[64]Später allerdings, während des Frankfurter "Auschwitz-Prozesses", widerrief bzw. verleugnete er große Teile seiner Aussage, vgl. S. 130.
[65]Vgl. Friedrich Grimm, Politische Justiz: Die Krankheit unserer Zeit, Bonner Universitäts-Buchdruckerei, Bonn 1953, S. 146-48. Der in diesem Abschnitt erwähnte Gesprächspartner soll niemand anderes gewesen sein als der britische schwarze Propagandist Sefton Delmer, der sich als "Universitätsprofessor" ausgab.
[66]Entnommen Datner et. al., Genocide, Warschau 1962, S. 96; Auschwitz-Zasole (Stammlager) blieb der Verwaltungshauptsitz des gesamten Lagerkomplexes bis November 1943 (Nuremberg War Crimes Dokument NO-021), als das gesamte Verwaltungssystem auf Befehl von Reichsführer-SS Heinrich Himmler umstrukturiert wurde. Der Auschwitz-Komplex war dem SS-Hauptquartier in Oranienburg berichtspflichtig, wie auch die kleineren Lagerkomplexe Buchenwald, Dachau, Mauthausen usw.
[67]Eine grobe Übersicht über die Volkszugehörigkeit in bestimmten Gebieten in den Jahren 1914, 1939 und 1960, ein rascher Blick auf die gegenwärtige Landkarte dieser Welt und das Wissen um die Zerstörung, die bestimmte Nationen, ihre Völker, Städte, Universitäten, Kirchen, ja das gesamte kulturelle Leben heimsuchte, was alles so getreu wie möglich nach dem Vorbild und dem Wohlgefallen der Eroberer wiedererrichtet werden sollte, gibt den besten Einblick, wen der wahre "Holocaust" des zwanzigsten Jahrhunderts heimgesucht hat und wo, und wer dafür verantwortlich war.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 5(2) (2001), S. 169-188.


Zurück zum Inhaltsverzeichnis