Arabischer Intellektueller gegen Zensur

Von Dr. Ibrahim Alloush

In einem offenen Schuldeingeständnis, das über das Satellitenprogramm LBC in Millionen Haushalte übertragen wurde, hat Mahmoud Darwish, einer der 14 Unterzeichner des Aufrufs zum Verbot der Konferenz "Revisionismus und Zionismus" erklärt:

»Wir haben einen Fehler gemacht, als wir die libanesische Regierung aufforderten, die revisionistische Konferenz in Beirut zu verbieten.«

Diese Erklärung wurde am Sonntag, dem 15. Juli während einer beliebten Fernsehsendung des Titels "Hewar Al Ummour" ausgestrahlt.

Mahmoud Darwish fügte hinzu, er erkenne nun, daß die Forderung der vierzehn arabischen Intellektuellen, die revisionistische Konferenz in Beirut zu verbieten, eine Verletzung des Menschenrechts revisionistischer Historiker auf Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit war, auch wenn er dagegen ist, den "Holocaust" als palästinensisches und arabisches Thema aufzugreifen.

Diese neue Äußerung von Mahmoud Darwish folgt einer im April übers Internet verbreiteten Erklärung von Edward Said, in der er in etwa sagte, daß er zwar im Prinzip gegen die revisionistischen Historiker sei, daß er aber niemals irgendeine arabische Regierung dazu aufgefordert habe, eine intellektuelle Konferenz zu verbieten, und daß diejenigen, die die Unterschriften der vierzehn arabischen Intellektuellen für die Petition sammelten, ihm im Prinzip ein ganz anderes Dokument vorlegten (vgl. VffG 1/2001, S. 5).

Die wahre Bedeutung von Mahmoud Darwishs jüngster Erklärung ergibt sich allerdings aus der Tatsache, daß Darwish anfänglich seine Aufforderung zum Verbot der Beiruter Konferenz bekräftigt hatte, als er dazu von der saudi-arabischen Tageszeitung Al Watan im April interviewt worden war.

Darwishs Sinneswandel spiegelt daher den wachsenden Druck wieder, der von der arabischen Bevölkerung ausgeübt wird, die über die Petition der vierzehn arabischen Intellektuellen erzürnt sind.

Tatsächlich können die Unterstützer des Hohlocaust ihre Sache nur mit weitschweifigen Erklärungen darlegen, wie etwa: "Dieses Thema aufzugreifen ist politisch nicht ratsam", "Ich brauche mehr [unbeschränkte] Zeit, um in dieser Sache mehr Informationen zu sammeln", "Laßt uns nicht über Zahlen streiten" usw. Dies sind die üblichen Klischees einer Minderheit in der arabischen Welt, die den Holocaust-Mythos hätscheln.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 5(3) (2001), S. 250.


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