Britische Kriegsverbrechen

Von Vivian Bird

80 Jahre nach dem "Waffenstillstand" vom 11. November 1918 kommt endlich die Wahrheit heraus: englische Soldaten haben oft ihre Gefangenen erschossen. Scheußlichkeiten, wie sie in diesem Artikel beschrieben werden, haben sicherlich den Ersten Weltkrieg verlängert. Und was die Briten im Ersten Weltkrieg erprobten, das haben sie dann im Zweiten Weltkrieg zur Meisterleistung gesteigert: Die Massenabschlachtung hilf- und wehrloser Menschen. Sir Hartley Shawcross, der inzwischen betagte Hauptankläger beim sogenannten Nürnberger Prozeß, hat kürzlich eingestanden, daß er während dieser schlimmen Justizfarce innerlich gewünscht habe, auch die großen alliierten Kriegsverbrecher vor Gericht stellen zu können. Er meinte natürlich Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt and Josef Stalin, drei der schlimmsten Massenmörder, die der ganzen Menschheit zur Schande gereichen.


Die erste Runde: Aufwärmübungen

In den Erinnerungen englischer Kriegsveteranen aus dem Ersten Weltkrieg - seien sie in Form von Romanen oder Tatsachenberichte - werden ihre deutschen Gegner selten schlecht gemacht oder ihnen durch irgend eine Seite Greueltaten gegen Kriegsgefangene unterstellt. Tatsächlich war nämlich eher das Gegenteil der Fall. Das ergibt sich aus den Werken berühmter Dichter und Schriftsteller des Ersten Weltkrieges, wie etwa Siegfried Sassoon, Wilfred Owen, Richard Aldington, Henry Williamson, Robert Graves, oder vieler anderer. Graves zollt in seinem Roman Good-Bye to All That, der tatsächlich eine nur dürftig als Roman getarnte Autobiographie war, den deutschen Soldaten Anerkennung, indem er aus dem Schlimmen seiner eigenen Kriegserinnerungen ableitet, daß sie während dem großen alliierten Vorstoß vom Oktober 1918 niemals wirklich besiegt worden waren. Und er endet sein Buch mit der Bemerkung:

»Zum Schluß fühlten wir, daß wir die Franzosen, und nicht die Deutschen hätten bekriegen sollen.«

Henry Williamson, ein weiterer Veteran des Schützengrabens, der später mit seinem Buch Tarka the Otter Nobelpreis-Würden erlangen sollte, sah die Deutschen als Brudervolk, dessen Soldaten für eine ihrer Ansicht nach gerechte Sache kämpften. Später wurde er ein glühender Bewunderer des von Adolf Hitler begründeten neuen Deutschlands, und er sah den Zweiten Weltkrieg als ein vollendetes Unglück für England und Deutschland an.

Solche Empfindungen wurden auch von vielen Unteroffizieren und Mannschaften und ihren Offizieren geäußert. Der Vater des Autors dieses Artikels war während den schrecklichen Schlachten an der Somme Hauptmann bei den königlichen Pionieren (Royal Engineers) und sprach oft von der Ritterlichkeit der deutschen Soldaten, die schlagartig ihr Maschinengewehrfeuer einstellten, wenn die zersprengten Reste britischer Regimenter nach vergeblichen Frontalangriffen, die Feldmarschall Haig befohlen hatte, zu ihren Linien zurücktaumelten, als Ehrenbezeugung für die außergewöhnliche Tapferkeit der britischen Infanterie. Trotz dieser Gefühle bei vielen englischen Soldaten aller Dienstgrade gab es leider einen großen Teil des britischen Heeres, der ganz anders dachte und handelte.

Gegen 1916 waren viele Angehörige der alten Berufsarmee getötet oder schwer verwundet worden, und an ihre Stelle traten Massen unerfahrener Wehrpflichtiger, die in der immer brutaler werdenden Hölle des Schützengraben-Krieges stecken blieben.

Der französische General Joseph Joffre, der französische Präsident Raymond Poincaré, König George V., der französische General Ferdinand Foch und General Sir Douglas Haig halten im August 1918 eine Zusammenkunft im Schloß Beauquesne ab. Ein englischer Journalist, der Haigs Schloß-Hauptquartier 1915 besuchte, meinte, daß inmitten des Kraches des Artillerie-Feuers "das Leben von Sir Douglas Haig dem eines großen schottischen (Scotch [sic]) Gelehrten ähnelte, der seine Ländereien selbst verwalten will." Geht man zurück zu Haigs früher Vergangenheit als Korps-Kommandeur, dann ist sein Name mehr als der eines jeden anderen westlichen Befehlshabers auf dem Schlachtfeld mit unnötigen Massenabschlachtungen verbunden.

Immer wiederkehrende Angriffe, um ein paar hundert Meter aufgeweichten, mit Granatentrichtern bedeckten Boden zu gewinnen, oft gefolgt von einem Rückzug, kosteten einen enormen Tribut an Leben. Der Großteil dieser Wehrpflichtigen-Armee aus Arbeitern und Leuten der unteren Mittelklasse war bereits durch Jahre industrieller und kommerzieller Ausbeutung verroht worden, und für den britischen Generalstab waren sie wie entbehrliches Vieh und wurden auch als solches behandelt.

Bevor sie England verließen, waren diese Soldaten der unaufhörlichen Haßpropaganda ausgesetzt, die von der Northcliff-Presse und anderen ausgespuckt wurde, die die "Hunnen" (gemeint waren die Deutschen) als gemeine, unmenschliche Monster darstellten, denen man niemals Pardon gewähren sollte. Diese Hunnen schlachteten angeblich ganz kleine Kinder ab, vergewaltigten Frauen auf das Grausamste und waren feige Mörder. Sie waren völlig jenseits der Grenzen des Erlaubten und verdienten nicht das geringste Erbarmen.

So entwickelte sich im Ersten Weltkrieg in krassem Gegensatz zu den Gefühlen des besseren Typs des britischen "Tommy" bei den Unteroffizieren und Mannschaften der britischen Armee und einigen höheren Offizieren eine andere und davon sehr verschiedene Haltung, die nie in der offiziellen Kriegsgeschichte erwähnt wurde. Hier geht es um die willkürliche Erschießung von deutschen Soldaten, die sich ergeben hatten, von denen viele verwundet waren. Dies waren kaltblütig durchgeführte Erschießungen, und durchaus nicht in vereinzelten Fällen.

Es gab (und gibt möglicherweise immer noch) ein ganz widerliches Element bei manchen britischen Militärs, das die allgemeine Anständigkeit und Menschlichkeit mißachtete und Verträge wie die Genfer Konvention mit ihrer Vereinbarung über eine faire Behandlung von Kriegsgefangenen grob verletzte. Es gab auch einen weitverbreiteten Schwachsinn und eine Ignoranz, verbunden mit einem überkommenen Haß des Insulaners auf alle Ausländer, die von Natur aus jedem als unterlegen angesehen wurden, der von Geburt an Brite war. Lord Ponsonby untersucht in seinem ausgezeichneten Buch Absichtliche Lügen in Kriegszeiten den psychologischen Hintergrund derer, die von diesem Haß vergiftet wurden, und deckt auch die himmelschreienden Lügen der englischen Propaganda im Ersten Weltkrieg auf.

In seinem jüngst erschienen Buch The Pity of War grub der junge britische Historiker Niall Ferguson, selbst ein Schotte, einige außerordentlich schockierende Vorfälle von Greueltaten gegen Kriegsgefangene aus, einschließlich der von »den Damen aus der Hölle« - so nannten die deutschen Soldaten die Truppen aus dem Hochland mit ihren Schottenröcken. Fergusons Nachforschungen zufolge erschossen die britischen Soldaten im Ersten Weltkrieg oft ihre Gefangenen, eine Tatsache, die über 80 Jahre lang verheimlicht worden ist. Ferguson ist überzeugt, daß solche Greuel tatsächlich den Ersten Weltkrieg verlängert haben, weil infolgedessen die deutschen Soldaten lieber bis zum Ende kämpften, als sich gefangennehmen und erschließen zu lassen.

Wie in allen Kriegen wurden gefangene Gegner als Quellen nützlicher Nachrichten wie auch als billige Arbeitskräfte angesehen. Aber Ferguson hat bislang unbekannte Beweise zum Vorschein gebracht, daß britische Soldaten oft ihrem Drang nicht widerstehen konnten, deutsche Kriegsgefangene zu töten. Dies war offenbar ein Bruch des Artikels 23c der Haager Landkriegsordnung, der bestimmt, daß es verboten ist, einen Gefangenen zu töten oder zu verwunden, der sich durch Niedergelegen seiner Waffen ergeben hat. Es ist zudem eine Verletzung des Artikels 23d, der den Befehl verbietet, daß kein Pardon gegeben wird. Die bestürzende Wahrheit über die britische Armee im Ersten Weltkrieg ist, daß diese Bestimmungen oft nicht eingehalten wurden, und in manchen Fällen auf Befehl von oben.

Bald nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte ein deutscher Militärarzt eine Reihe von Anschuldigungen über Tötung von Kriegsgefangenen durch britische Truppen. Manche britische Soldaten, so behauptete er, »erschossen ohne große Umstände« Gefangene, die zu schwer verwundet waren, um hinter die Front geschafft zu werden.

Laut Zeugnis eines Feldwebel Drewenick bezüglich der Schlacht von Posen wurden im Mai 1917:

»etwa 30 Männer der [deutschen] 98. Infanterie-Reserve, die in einem Graben abgeschnitten waren und sich einem englischen Sergeanten ergeben hatten, getötet, während sie abgeführt wurden.«

Vier Monate später behauptete der Infanterist Oberbeck aus Hannover, daß 40 oder 50 Leute des 77. Infanterie-Reserve-Regiments, die bei St. Julien gefangen genommen worden waren,

»in ein Beton-Haus in der Nähe der zweiten Linie der Engländer geschickt wurden. Die meisten von ihnen wurden durch Handgranaten und Revolverschüsse getötet.«

Englische Soldaten konnten auch brutal werden, wenn sie von Gefangenen Beute forderten. Hugo Zimmermann zufolge:

»Einem [Deutschen], der vor Erregung seinen Gürtel nicht schnell genug abmachen konnte, wurde im November 1917 das Bajonett durch den ganzen Körper gestoßen.«

Britische Kommandeure stritten ab, daß sich solche Vorfälle je ereignet hätten. Generalleutnant Sir John Monash behauptete in seinem Bericht über den Feldzug der australischen Armee 1918 in Frankreich:

»Mir kam niemals ein Fall von Brutalität oder Unmenschlichkeit gegen Gefangene zur Kenntnis.«

In seinen Kriegsmemoiren A Private in the Guards beschreibt der Schriftsteller Stephen Graham, wie ihm von einem Ausbilder gesagt wird:

»Der zweite Bajonett-Mann tötet die Verwundeten. Du kannst es dir nicht leisten, von verwundeten Feinden, die um deine Füße herumliegen, behindert zu werden. Sei nicht zimperlich. Die Armee rüstet dich mit einem guten Paar Stiefel aus. Du weißt, wie man sie benutzt.«

Graham fährt später fort mit der Beschreibung, wie

»der Gedanke, Gefangene zu machen, unbeliebt wurde. Ein guter Soldat war der, der keine Gefangene zu machen pflegte. Wenn man aufgefordert wurde, Gefangene zum Einsperren zu eskortieren, war es immer gerechtfertigt, sie unterwegs zu töten und zu sagen, daß sie versucht hätten, zu fliehen.«

Graham berichtet von einem britischen Soldaten, der »schwor, nie einen Gefangenen zu machen« und fügt hinzu:

»Die Auffassung, die in der Arme bezüglich der Deutschen gepflegt wurde, war, daß sie eine Art Ungeziefer waren, etwa wie Pesterreger, die ausgelöscht werden mußten!«

Diese "Bildkarte"-Anzeige, die einige britische Burschen zeigt, die sich mit ein bißchen Sport einen schönen Tag in Frankreich machen wollen, erschien in England kurz nach dem Ausbruch des Krieges im August 1914. Ein Plakat von 1914 war betitelt »Vorwärts zum Sieg - meldet euch jetzt« und zeigte einen angreifenden britischen Kavalleristen, der mit gezogenem Schwert auf einem wackeren Roß saß. Bald wurden die Plakate an der Heimatfront realistischer, abgesehen von dem fortgesetzten Thema der "Hasse-den- Hunnen"-Propaganda. In Frankreich und Deutschland betonten die Kriegsplakate eher das Edle und das Opfer der Kämpfer der Nation, statt den Gegner zu verteufeln. Aber Londons Propaganda-Macher schreckten nicht vor Beschreibungen der Deutschen als raubgierige Monster zurück, von deren Händen das Blut troff und die alles Unschuldige auf ihrem Weg zermalmten. Solche stets sichtbaren Plakate und die Kriegsgreuel-Erzählungen, die von der Presse der Fleet-Street gebracht wurden, flößte vielen Rekruten einen besonderen Haß ein, als sie sich auf den Weg zum Schlachtfeld begaben.

Man muß unterscheiden zwischen dem Töten, das auf beiden Seiten in der Hitze des Gefechts erfolgte, und den kaltblütig durchgeführten Tötungen außerhalb des Schlachtfeldes. Ein Tagebuch, das ein Feldwebel namens Harry Finch (vom Royal Sussex Regiment) am ersten Tag der Schlacht von Ypern führte, liefert einige entlarvende Einzelheiten:

»Wir schickten Haufen von Gefangenen zurück. Sie waren vollständig zu Tode erschrocken. Mancher der armen Teufel wurde kaltblütig durch unsere erregten Männer erschossen.«

Charles Tames, ein einfacher Gefreiter in der Honourable Artillery Company, beschreibt einen Vorfall nach einem Angriff bei Bellewaarde bei Ypern:

»Wir waren acht Stunden lang unter der Bombardierung. Für mich war es fast wie ein Traum. Wir müssen damals schlichtweg wahnsinnig gewesen sein. Einige der Kumpels sahen ganz verrückt aus, nachdem das Feuer vorbei war. Als wir in die deutschen Schützengräben eindrangen, fanden wir Hunderte Deutsche, die durch unseren Beschuß in Stücke gerissen worden waren. Eine große Zahl kam heraus und bat um Gnade. Es braucht wohl nicht gesagt zu werden - sie wurden sofort erschossen, was die größte Gnade war, die wir ihnen erweisen konnten. Die Royal Scots nahmen etwa 300 Gefangene. Ihre Offiziere befahlen ihnen, ihre Rationen mit ihnen zu teilen und so zu tun, als ob die Offiziere nicht da seien. Die Schotten erschossen sofort den ganzen Haufen und riefen: "Tod und Teufel für jeden von euch!" Und in fünf Minuten war der Boden knöcheltief mit deutschem Blut bedeckt.«

Es war sogar ein Anlaß für Kommentare, wenn Derartiges nicht geschah. So war ein irischer Leutnant der 16. Division bei Ginchy im September 1916 überrascht und verwirrt über die Behandlung von Deutschen, die sich ergeben hatte, weil

»nicht einer der 200 Hunnen, die bis zum letzten Augenblick unsere Leute niedergemetzelt haben, getötet worden ist. Ich sah nicht ein einziges Beispiel dafür, daß ein Gefangener erschossen oder mit dem Bajonett getötet wurde. Wenn man sich vor Augen hält, daß unsere Männer bis zum Wahnsinn erregt waren, gereicht ihnen dieser krönende Akt der Gnade gegen ihre Feinde zu ewiger Ehre.«

Die Tatsache, daß er hiervon so beeindruckt war, deutet eher darauf hin, daß dies die Ausnahme und nicht die Regel war.

Ein anderer britischer Soldat erinnerte sich:

»Deutsche, die sich ergaben, krochen oft auf den Knien und hielten mit den Händen ein Bild von einer Frau oder einem Kind über ihren Kopf - aber alle wurden getötet. Die Aufregung war vorbei. Wir töteten kaltblütig, weil es unsere Pflicht war, so viele wie nur möglich zu töten. Ich dachte oftmals an die Lusitania. Ja, ich hatte sogar für diesen Tag der Rache gebetet, und als er kam, tötete ich genau so viele, wie ich mir vom Schicksal erhofft hatte, töten zu können.«

Diese Bezugnahme auf die Versenkung der Lusitania ist interessant, weil sie zeigt, wie dieser verrohte Soldat durch Lügen über den Verlust dieses Schiffes beeinflußt worden ist. Es ist von Colin Simpson in seinem ausgezeichneten Buch hierzu eindeutig bewiesen worden, daß die Lusitania Waffen und Munition für die Briten schmuggelte.

Bezüglich der Befehle von höherer Stelle, Gefangene zu erschießen, - was diejenigen, die solche Verbrechen durchführten, mit der Entschuldigung versah, daß sie "nur Befehlen gehorchten" - gibt es eine Menge Beweise über Offiziere, die ihre Männer ermahnten, "die Hunnen zu töten". Der Befehlshaber der 24. Division drängte seine Männer im Dezember 1915, »jeden bewaffneten Deutschen bei jeder nur möglichen Gelegenheit zu töten«, obwohl er spezifizierte »bewaffnet«. Major John Stewart, von der Black Watch erzählte seiner Frau, daß sein Bataillon 1916 bei Loos »sehr wenig Gefangene nahm« und fügte hinzu:

Hier werden Überlebende des Cunard-Linienschiffs und verkappten Munitionsfrachtschiffes Lusitania gezeigt, das am 7. Mai 1915 mit 1.198 Leute, davon 128 Amerikaner, versenkt wurde. Deutschland hatte die Amerikaner gewarnt, nicht an Bord zu gehen.

»Die Hauptsache ist, sehr viele Hunnen zu töten, mit so geringen eigenen Verlusten, wie nur möglich.«

Bedenkt man die bereits erwähnte Ritterlichkeit, die die deutschen Maschinengewehr-Bediener den zersprengten fliehenden Resten britischer Angreifer nach wiederholten Niederlagen erwiesen, erscheint es sowohl undankbar wie auch unklar, warum es während der Somme-Schlachten den britischen Befehl gab, »keine Gefangenen zu machen«. Die Somme wird üblicherweise als das Massenleiden der britischen Armee dargestellt, dank der verbrecherischen Dummheit von Feldmarschall Douglas Haig und seines Stabes. Aber ein Soldat im Suffolk-Regiment hörte, wie ein Brigadier am Vorabend der Schlacht sagt:

»Sie nehmen vielleicht Gefangene, aber ich will sie nicht sehen.«

Ein Soldat von der 17. Highland leichten Infanterie erinnerte sich an den Befehl:

»Dem Feind darf kein Pardon erwiesen werden, und es werden keine Gefangenen gemacht."

In seinen Notizen Aus den jüngsten Kämpfen beim 11. Korps vom 17. August 1916 drängte General Sir Claud Jacob - der Jude war - darauf, daß keine Gefangenen gemacht werden sollten, da sie beim Säubern des Gefechtsfeldes hinderlich seien. Oberst Frank Maxwell, (Träger des Victoria Cross) befahl seinen Männern des 18. Divisionsbataillons des 12. Middlesex-Regiments, bei ihrem Angriff auf Therpal am 26. September keine Gefangenen zu machen, weil nämlich »alle Deutschen vernichtet werden müssen

Am 21. Oktober hinterließ Maywell seinem Bataillon eine Abschiedsnachricht, die von seinem Nachfolger zusammen mit den Bataillons-Befehlen verbreitet wurde. Darin lobt er seine Männer, weil sie

»begonnen haben zu lernen, daß die einzige Art, wie man den Deutschen behandelt, die ist, ihn zu töten. [...] Ich weiß gar nicht, wie ein Gefangener aussieht, und einer der Gründe hierfür ist, daß das Bataillon weiß, wie es für seine durstigen Seelen sorgen muß. [...] Erinnert euch, daß das 12. [Regiment] mit dem Beinamen "die Zähen" tötet [und] keine Gefangene macht.«

Ähnliche Beweise können für 1917 gefunden werden, während der blutigen Schlacht von Passchendaele, in der kanadische Truppen wie auch britische eine entscheidende Rolle spielten.

Aber es geschah immer noch, daß andere britische Soldaten angewidert oder empört waren, nachdem sie Erschießungen von Gefangenen oder von Leuten, die sich ergeben wollten, mitangesehen hatten. Anthony Brennan vom Royal Irish Regiment beschreibt einen Vorfall, als

»einer unserer Hauptgefreiten absichtlich nach einem Deutschen geschossen und ihn getötet hatte, der sich mit erhobenen Händen genähert hatte. [Brennan und seine Mitoffiziere] sahen dies als sehr ernst an und alle Arten von Verwünschungen wurden gegen den Mörder gerichtet.«

Andererseits erinnert sich James O'Brien von den 10. Dubliner Füsilieren, daß ihm von seinem Armeegeistlichen (einem englischen Geistlichen namens Thornton) gesagt wurde:

»Also, Jungs, wir gehen morgen früh zum Angriff, und wenn ihr irgendwelche Gefangene macht, wird eure Ration auf die Hälfte gekürzt. Wenn ihr Gefangene macht, werden sie mit euren Rationen ernährt. Folglich bekommt ihr die halbe Ration. Die Lösung ist also: macht keine Gefangenen - tötet sie.«

Es gab noch mehr christliche Geistliche, die ebenso gemeine Vorschläge für die Behandlung der "Hunnen" hatten. Ein Vikar schrieb, als er wieder in England war, Briefe an Zeitungen, in denen er forderte, daß alle deutschen Gefangenen mit dem "Kainszeichen" gebrandmarkt werden sollten. Die Kirchen unterstützten und ermunterten mit wenigen Ausnahmen die Massen-Abschlachtungen an der Westfront.

Es gab viele britischen Soldaten aller Dienstgrade, die über die hier beschriebenen Greueltaten entsetzt waren. Es bleibt unbekannt, in welchem Umfang das britische Oberkommando über diese Greuel unterrichtet war. Feldmarschall Lord Haig gab nie einen Kommentar hierzu ab.

Es gab aber auch Mißgriffe gegen britische Truppen, für die Haig direkt verantwortlich war. Abgesehen von den enormen Verlusten, die durch seine Arroganz und Dummheit verursacht worden waren (er hatte wiederholt das Leben von Hunderttausenden junger Engländer, wie auch Australier und Kanadier vergeudet), war er verantwortlich für die summarische Hinrichtung vieler Soldaten, einschließlich mancher, die noch reine Kinder waren und bei der Anwerbung über ihr Alter gelogen hatten und dann einen Granaten-Schock erlitten.

Henry Williamson versicherte in seinen Geschichten über den Ersten Weltkrieg, daß das deutsche Oberkommando im Gegensatz zum britischen niemals Soldaten hinrichten ließ, weil sie einen Granaten-Schock bekamen, und nur selten wegen des Vorwurfs der Feigheit.

Während der Gedenkfeier 1998 für den Waffenstillstand vom 11. November forderte die führende Zeitung Daily Express, ein sonst für seine imperialistische Haltung bekanntes Blatt, die Beseitigung der Statue von Feldmarschall Haig, die in Whitehall das Kriegsehrenmal überblickt. Der Abriß wurde gefordert, weil Haig die Blüte der britischen Jugend geopfert und damit England nicht wiedergutzumachenden Schaden zugefügt habe.

Der Großteil der britischen Armee, der 1918-1919 verroht, in Geist und Seele erschüttert und oft physisch zugrunde gerichtet nach England zurückkehrte, kam nicht in ein "für Helden gemachtes Land". Die meisten von ihnen sollten Jahre der Verarmung und Verzweiflung erleben, begleitet von mürrischem Zorn. Tatsächlich hatte der Krieg für England nichts gebracht, sondern eher seinen Abstieg beschleunigt, einen Niedergang, der durch den Zweiten Weltkrieg vollendet wurde.

In zwei neuen Studien über den Ersten Weltkrieg entlasten die zwei Historiker Niall Ferguson und John Keegan Deutschland von dem Vorwurf, den Ersten Weltkrieg gewollt oder verursacht zu haben. Ferguson geht sogar weiter und drückt die Ansicht aus, daß ein deutscher Sieg 1918 für alle Seiten besser gewesen wäre, weil die sich daraus ergebende Welt unendlich schöner und friedfertiger gewesen wäre, als die, die sich dann in diesem Jahrhundert entwickelt hat.

1918/1919 gab es bei den zurückkehrenden britischen Truppen Meutereien, in deren blutigen Auseinandersetzungen Meuterer und Militärpolizisten erschossen und mit dem Bajonett erstochen wurden. Aber solche Vorfälle wurden natürlich niemals in einer Presse berichtet, die weiterhin gegen die "Hunnen" wütete. Es gab viele bei der zurückkehrenden Armee, die am liebsten ihre Maschinengewehre auf diejenigen gerichtet hätten, die sie in die Hölle dieses Krieges getrieben hatten, einschließlich der Leute von der Sensations-Presse. Aber das geschah nie.

Von besserer Seite zeigten sich die britischen Soldaten während der Rheinland-Besetzung 1918/1919. Der ehemalige britische Oberkommandierende des Rheinlands appellierte persönlich an die Regierung, dringend erforderliche Maßnahmen gegen die Aushungerung der deutschen Bevölkerung zu unternehmen, die den Tod vieler Frauen und Kinder, wie auch alter und kranker Menschen verursachte. Dies - so beklagte sich der Befehlshaber - würde ernsthaft die Moral der Truppen beeinträchtigen, die über das schreckliche Elend, das sie sahen, erschüttert waren.

"Schwarze und Braune" sowie die Königlich Irische Hilfspolizei marschieren durch eine irische Straße. Sie waren in London, Glasgow und Birmingham rekrutierte Ex-Beamte. Beide Einheiten erlangten schnell einen schlechten Ruf wegen übermäßigem Trinken, gemeinschaftlichen Gewalttaten und wilden "Repressalien" gegen eine Bevölkerung, die mit ihren Feinden von der Irischen Republikanischen Armee sympathisierte und ihnen Schutz gewährte. Das Erscheinen der "Schwarzen und Braunen" sowie der Hilfstruppen markierte das Ende der irischen Bürgerwehr in weiten Gebieten Irlands. Am 21. November 1920 feuerte eine Abteilung der Hilfstruppen in einem Dubliner Fußballfeld in die Menge und behauptete, Feuer der IRA zu erwidern. Zwölf Zuschauer wurden erschossen oder bei der folgenden Panik zu Tode getrampelt. Inzwischen machten Araber, die gegen die Balfour-Erklärung angingen, in Jerusalem Aufstände und griffen Juden und ihr Eigentum an. Der arabische Aufstand breitete sich in den Irak aus, was den dortigen Kommandeur, Gen. Sir Aylmer Haldane nach großen Giftgas-Lieferungen schreien ließ. Die Regierenden des Weltreiches waren erleichtert, daß die Bevölkerung zu Hause durch die Brutalitäten der Schwarzen und Braunen in Irland derart abgelenkt war, daß sie nicht merkte, was im Irak vor sich ging.

Die Ursache dieses weitverbreiteten Hungers war die sorgfältig durchdachte britische Politik, weiterhin ein totales Embargo für Nahrung und andere Versorgungsgüter aufrechtzuerhalten, was weltweite Verurteilung hervorrief. Als das Embargo schließlich aufgehoben wurde, war es zu spät. Hunderttausende Unschuldiger waren umgekommen, während die Northcliff-Presse in ihren Schlagzeilen höhnisch getitelt hatte: »Hunnen-Nahrung: Winseln«.

Zweite Runde: Ein Holocaust nach dem anderen

Es ist äußerst bedauerlich, daß Sir Hartley seine Gedanken über das Nürnberger Tribunal, wie am Anfang dieses Beitrages angeführt, nicht zur Zeit dieses stalinistischen Schauprozesses kundgab - etwas anderes war es nicht -, insbesondere da Sir Hartley Berichten zufolge jetzt kopfschüttelnd herumläuft und murmelt:

»Hitler hatte recht... Der Krieg [der Zweite Weltkrieg] hätte vermieden werden sollen, es war ein fataler Fehler, der das Schicksal des Alten Englands besiegelte.«

Solche Ansichten wurden auch von dem verstorbenen Alan Clarke geäußert, dem ehemaligen Staatssekretär für Wehrbeschaffung, ein verstockter Bewunderer Adolf Hitlers, der wiederholt erklärt hat, daß England 1939 Selbstmord begangen hat, als es Deutschland den Krieg erklärte, und daß Winston Churchill England an die USA "den Bach hinunter" ausverkauft habe, anstatt vernünftigerweise 1940 mit Deutschland Frieden zu schließen - wie viele Mitglieder des damaligen englischen Kabinetts es wollten.

Dennoch versucht das britische Establishment weiterhin - mit Unterstützung durch die manipulierten und oft uninformierten Medien - Englands Rolle in zwei verheerenden Weltkriegen zu rechtfertigen, indem es wahrheitswidrig Deutschland die ganze Schuld zuschieben will. Die dennoch ersichtliche nationale Arroganz und die alles durchdringende Heuchelei leugnen gleichermaßen, daß es während des Zweiten Weltkrieges und danach englische Kriegsverbrechen gab, die der Rede wert sind. Aber es gab deren viele, und sie stellen einen echten Holocaust dar.

Männer der kanadischen 2. Division tragen einen ihrer Verwundeten am 6. Oktober 1917 vom Schlachtfeld von Passchendaele (Frontvorsprung von Ypern). Ende Mai 1917 wurde die zunehmende Zahl französischer Desertionen von der Frontlinie zu örtlichen Meutereien. Obwohl die Meutereien innerhalb von 6 Wochen aufhörten, unternahmen die französischen Truppen nichts mehr, als die Stellungen zu halten. Es blieb den Truppen Großbritanniens und seines Empires (und hier amerikanischen) vorbehalten, zum Angriff zu gehen. Die alliierte Moral war, außer bei den neu angekommenen "Yanks", allgemein von optimistischem Idealismus zu Zynismus und direktem Haß auf die Kommando-Strukturen gesunken. Diese Haltung war weit entfernt von der des August 1914, als der reiche Amerikaner William Thaw aus Pittsburg gerade bei der französischen Armee eingezogen worden war und nach Hause schrieb: »Ich ergreife jetzt Partei, wenn auch in noch so bescheidenem Umfang, im größten und vielleicht letzten Krieg der Geschichte, der sich offenbar in einen Kampf der Zivilisation gegen die Barbarei entwickelt hat

Das Folgende gibt eine kurze Übersicht über einige der schlimmeren und nicht bestraften englischen Kriegsverbrechen während eines Krieges, aus dem das "Vereinigte" Königreich als geteiltes, seiner Weltmacht beraubtes Ganzes hervorging, das immer weiter fast auf einen Dritte-Welt-Status abgesunken ist, und rasch von der Dekadenz zur Degeneration fortschreitet.

Ab dem 3. September 1939 gab es nach der Niederlage Polens bis Mai 1940 das, was in England zynisch als "Scheinkrieg" (Sitzkrieg) bezeichnet wurde, mit nur flüchtigen Feuerwechseln zwischen englischen, französischen und deutschen Streitkräften, die entlang einer Westfront konzentriert waren, die an das Schützengrabensystem des Ersten Weltkriegs erinnerte.

In diesem Zeitraum gab es offenbar eine unausgesprochene Vereinbarung zwischen der englischen und der deutschen Luftwaffe, keine Bombardements über eine bestimmte Linie hinaus durchzuführen und auch dann nur gegen eindeutig militärische Ziele. Ein vereinzelter Versuch der Königlichen Luftwaffe (RAF), einen Teil der vor Anker liegenden deutschen Flotte zu bombardieren, endete mit einer völligen Katastrophe, von der nur wenige englische Flugzeuge (wenn überhaupt welche) zurückkehrten. Als dem englischen Luftwaffenminister Kingsley-Wood nahegelegt wurde, deutsche Fabriken zu bombardieren, erwiderte er:

»Bestimmt nicht! Sie sind Privateigentum.«

Auf deutscher Seite war Hitler abgeneigt, eine Bombardierung der englischen Insel anzufangen, weil er immer noch hoffte, England würde zu Sinnen kommen und den Krieg nicht weiter verfolgen, da er klar britischen Interessen zuwiderlief. Daher fand die erwartete Bombardierung Londons damals nicht statt. Zugegeben, zur See gab es bedeutendere Schiffsschlachten, mit Siegen auf beiden Seiten.

Solange die Stimmung des Sitzkrieges anhielt, solange gab es auch keine ernstliche Lügen-Propaganda über deutsche Greuel, im Gegensatz zum Ersten Weltkrieg - das sollte erst später kommen. Aber die RAF brach während des Sitzkrieges schließlich die stillschweigende Abmachung, nur militärische Ziele zu bombardieren, als sie eine Mädchenschule auf Sylt angriff. Glücklicherweise waren die Mädchen bereits aus der Schule evakuiert worden.

Trotz dieser Provokation übte die Luftwaffe zu dieser Zeit nicht durch Bombardierung der britischen Inseln Vergeltung. Laut J.M. Spaight, dem Staatssekretärs des Luftwaffenministeriums in seinem Buch Bombing Vindicated:

»Hitler nahm die Bombardierung ziviler Ziele nur widerstrebend auf - drei Monate, nachdem die RAF begonnen hatte, deutsche zivile Ziele zu bombardieren. Hitler wäre jederzeit bereit gewesen, das Gemetzel zu beenden. Hitler war wirklich darauf erpicht, mit England zu einer Vereinbarung zu kommen, um das Vorgehen der Luftwaffe auf das Kampfgebiet zu beschränken.«

Anfang Mai 1940 wurde das Patt des Sitzkrieges an der Westfront plötzlich durch den deutschen Westfeldzug beendet, als eine verhältnismäßig kleine, aber ausgezeichnet ausgebildete und geführte deutsche Heereseinheit mit ihren massierten Panzerdivisionen mit schnellem Erfolg eine riesige Einkreisungsbewegung vollführte, indem sie durch die französischen, belgischen und englischen Verteidigungsstellungen durchbrach und das Gros des englischen Expeditionskorps (BEF) in Richtung auf die Kanalhäfen zurückwarf.

Während des darauffolgenden englischen Rückzugs durch Belgien und Frankreich gab es Vorfälle, bei denen sogenannte "verdächtige" Zivilisten und "fünfte Kolonne"-Leute durch panikbefallene englische Einheiten erschossen wurden. Jeder, der das Pech hatte, nordisch auszusehen, also mit blondem Haar und blauen Augen - ein in den nördlichen Gebieten Frankreichs nicht ungewöhnlicher Anblick - wurde ohne langes Fragen prompt niedergeschossen. Nicht einmal Nonnen oder andere Frauen - angeblich verkleidete deutsche Fallschirmspringer - wurden verschont.

Die geschlagene englische Armee und die englische Presse begannen den "Defätismus" ihrer französischen Verbündeten für das Debakel verantwortlich zu machen, wogegen in Wahrheit die französischen Soldaten tapfer weiterkämpften, um den englischen und anderen Verbündeten beim Rückzug eine Atempause zu verschaffen. Das undisziplinierte Verhalten einiger englischer Soldaten wurde oft begleitet vom Plündern privater Häuser, Läden und Wohnungen unter Waffengewalt, eine unerfreuliche Seite des britischen Expeditionskorps in bezug auf seine Behandlung des französischen Alliierten, die von hochrangigen britischen Offizieren nie bestritten wurde. Als der britische Rückzug in manchen Gegenden zur wilden Flucht ausartete, gingen manche Einheiten dazu über, Dumdum-Geschosse gegen vorrückende deutsche Truppen zu verwenden. Solche explodierenden Geschosse verursachen schreckliche Wunden und sind gemäß der Genfer Konvention, die England unterzeichnet hat, streng verboten. Sie hatten auch Befehl, keine Gefangenen zu machen, außer zur "Befragung".

Dieses Verhalten erboste eine SS-Einheit derart, daß sie Vergeltung übte und eine Reihe gefangener englischer Soldaten - Angehörige des Warwickshire-Regiments - erschoß.

Am Ende des Krieges wurde jeder bekannte Überlebende dieser SS-Einheit zur Strecke gebracht, als Kriegsverbrecher vor Gericht gestellt und umgehend hingerichtet. Aber die Engländer hatten selbst durch ihre Verletzung der herrschenden Kriegführungsregeln die deutsche Vergeltung heraufbeschworen. Wieder einmal hatte die englische Doppelmoral obsiegt, wie dies im Verlauf des Krieges zunehmend der Fall werden sollte.

Die deutsche Behandlung englischer Kriegsgefangener - einschließlich einiger hochrangiger Offiziere - war im allgemeinen ritterlich und gelegentlich sogar großzügig, wie von britischen Betroffenen bestätigt wird. Ein gefangengenommener englischer Soldat, George Marshall, erzählte, was er erlebte, als seine Einheit deutsche Truppen gefangen nahm. Er berichtete, wie überaus peinlich ihm das schlechte Betragen seiner Kameraden war.

Marshall berichtete, daß die deutschen Gefangenen, nachdem sie von den Briten entwaffnet worden waren, aneinander gebunden, geschlagen und getreten wurden, und daß ihre persönliche Habe gestohlen wurde. Den Gefangenen wurden ihre Armbanduhren abgenommen, sowie religiöse oder persönliche Schmuckstücke, Familienandenken und jede Art "Souvenirs".

Hier wird die verlorene Hoffnung des sterbenden britischen Reiches gezeigt. Das Schlachtschiff Prince of Wales kommt im Dezember 1941 in Singapur an. Innerhalb weniger Tage wurde es zusammen mit dem Schlachtschiff Repulse durch die japanische Luftwaffe versenkt.

Der Gefreite Marshall erzählte dann weiter, was geschah, als sich das Schlachtenglück wendete und er und die Angehörigen seiner Einheit gefangengenommen wurden. Er erzählte, daß sie erwarteten, zurückgezahlt zu bekommen, was sie ausgeteilt hatten, und daß sie ganz erleichtert waren über das anständige Benehmen der deutschen Truppen.

Den englischen Soldaten wurde von den Deutschen ihre Beute abgenommen, aber nichts vom persönlichen Eigentum der englischen Infanteristen wurde angerührt. Die gefangenen Soldaten wurden mit Achtung und in Übereinstimmung mit den Regeln behandelt, es gab keine Vergeltung, nicht einmal durch die deutschen Soldaten, die sie kurz zuvor so schlecht behandelt hatten. Gefreiter Marshall verbrachte den Rest des Krieges als Arbeiter in schlesischen Salzminen. Auf die Frage, ob das ein hartes Leben war, antwortete der inzwischen alt gewordene Veteran:

»Eigentlich war es gar kein schlechtes Erlebnis.«

Das deutsche Verhalten stand im krassen Gegensatz zur Behandlung deutscher Kriegsgefangener durch fast alle britischen Dienstgrade, denen eingetrichtert worden war, gefangene Deutsche wie Ungeziefer zu behandeln und ihnen ihre Auszeichnungen, Rangabzeichen und persönlichen Besitztümer einschließlich ihrer Winter-Übermäntel wegzunehmen. Auf diese Weise wetteiferten die Engländer zunehmend mit der barbarischen Vorgehensweise ihrer "glorreichen Sowjet-Alliierten".

Keine dieser englischen Gewalttaten während des Rückzugs von 1940 oder der zahlreichen anderen Vorkommnisse im Zweiten Weltkrieg wurde jemals untersucht oder bestraft, obwohl sie ganz klar eine Verletzung der Konventionen darstellten, die England feierlich unterzeichnet hatte.

Die Britische Expeditions-Streitkraft bestand 1940 oftmals aus schlecht disziplinierten, ungebildeten Elementen, die auch physisch und geistig von geringer Qualität waren, eine Tatsache, die deutsche Militärärzte kommentierten, als sie die britischen Kriegsgefangenen zur Zeit von Dünkirchen untersuchten. Ihr schlechter Zustand war das Ergebnis vieler Jahre industrieller Ausbeutung und Fehlernährung, zusammen mit einem allgemein niederen Lebensstandard.

Der englische Militärhistoriker Alistair Horne beschrieb in einem aufschlußreichen Artikel »Dunkirk - The Poisoned Chalice« (Dünkirchen - der vergiftete Kelch), worin sich das wahre Bild des Rückzug-Debakels des britischen Expeditionskorps von dem später durch offizielle Historiker und die englischen Medien gemachten unterschied.

Auch andere englischen Verfasser haben festgestellt, daß die Rettung alles andere als ein Wunder war, bei dem sich eine Armada kleiner Boote aller Art in hochherziger Weise von England aus aufmachte, den Kanal zu überqueren, um die englischen Truppen von den Stränden zu retten, sondern daß in Wahrheit die Mehrheit der mutlosen und beinahe aufrührerischen Truppen durch wesentlich größere Schiffe gerettet wurde, wobei die Soldaten erbittert gegeneinander kämpften, um als erste an Bord zu kommen. Viele hatten ihre Waffen weggeworfen und waren so demoralisiert und desorientiert, daß diejenigen, die es schafften, nach Hause zu kommen, von ihren Frauen und Familien ihre Zivilkleidung verlangten. Als auch einige französische Soldaten versuchten, in die kleinen Ruderboote zu steigen, um die Rettungsschiffe zu erreichen, wurden sie von den Engländer mit Waffengewalt abgewiesen, weil sie selbst den "Ehrenplatz" beanspruchten. Derartige Episoden werden manchmal in heutigen französischen Filmen über die damalige Zeit nachgestellt.

Kurz nach dem Debakel von Dünkirchen, nachdem die gesetzmäßige französische Vichy-Regierung mit Deutschland einen ehrenhaften Waffenstillstand geschlossen hatte, befahl Churchill plötzlich der englischen Flotte, einen hinterhältigen Überraschungsangriff auf das Gros der französischen Flotte durchzuführen, die in dem algerischen Flottenstützpunkt Mers-el-Kebir vor Anker lag. Viele französischen Schiffe wurden bei diesem feigen Angriff ihres ehemaligen Verbündeten versenkt oder unbrauchbar gemacht. Mit Krokodilstränen im Gesicht versuchte Churchill im Unterhaus, dieses abstoßende Verbrechen zu rechtfertigen, und fügte der Verletzung noch Schimpf hinzu, indem er behauptete, daß er "Frankreich liebe". Aber er erwähnte nach dem hinterlistigen englischen Angriff nicht, was von der Londoner Daily Mail kürzlich enthüllt wurde: daß Tiefflieger der RAF immer wieder haufenweise französische Seeleute mit dem Maschinengewehr niedermähten, als sie im Wasser um ihr Leben kämpften.

Das war ein Ereignis, an das man sich in Frankreich immer noch mit großer Bitterkeit erinnert, vor allem seitens der Franzosen, deren Angehörige bei diesem grausigen Gemetzel umkamen oder verwundet wurden. Bis auf den heutigen Tag verfluchen viele französischen Mütter und Witwen besonders den Namen von Winston Churchill und Englands als "perfides Albion". Das war ein absichtliches Kriegsverbrechen von großem Ausmaß, auf das bald darauf die feige Ermordung des französischen Admirals Darlan durch britische Agenten in Algier folgte.

Die britischen Militärakten aus der Kriegszeit, die im Juli 1995 für die Öffentlichkeit zugänglich wurden, zeigen, daß einige englische Offiziere extremer Grausamkeit gegen deutsche Kriegsgefangene für schuldig befunden wurden. Aber nur ein paar dieser Täter kamen je vor ein Kriegsgericht, und mit dem Fortgang des Krieges hörten Untersuchungen und Bestrafung völlig auf. Die Genfer und andere Konventionen wurden diesbezüglich immer wieder ignoriert. Hier sind einige Beispiele solch zugegebener Mißhandlungen:

Ein britischer Offizier wollte einem über England abgeschossenen Piloten der Luftwaffe die Hoden abreißen, während ein anderer Offizier Gefangene unter dem Vorwand, ihnen einen Drink anzubieten, in die Offiziersmesse einlud und sie dann mißbrauchte. In diesen Fällen kamen die betreffenden Offiziere vor das Kriegsgericht und wurden unehrenhaft aus dem Dienst entlassen.

Diese Dokumente, die ursprünglich 75 Jahre lang unter Verschluß bleiben sollten, offenbaren u.a. Anschuldigungen gegen Oberstleutnant Guy Brake-Brockman (diensthabender Brigadegeneral), die sich auf einen Vorfall am 17. September 1940 in der Warminster-Kaserne beziehen. Zwei Besatzungsmitglieder eines heruntergeholten deutschen Bombers wurden festgehalten, bis der "deutlich ganz wütende" Brigadegeneral daherkam.

Major R. M. Miller von der Anklage berichtete dem geheimen Tribunal:

»Der Brigadegeneral befahl den Gefangenen, ihre Overalls auszuziehen, bat um ein Taschenmesser und schlitzte ihre Hosen am Rücken auf und nahm ihre Gürtel ab, so daß die Hosen bis zu den Knöcheln herunterfielen. Dann fuhr er dem Luftwaffen-Major mit dem Spazierstock in die Lenden und sagte: "Ihr Kinderschänder, ihr habt meine Mutter getötet". Der Brigadegeneral ging dann von dem Major zu dem anderen Gefangenen, der auch die Hände hochhielt, als er in die Lenden gestoßen wurde.«

Ein Haufen johlender Soldaten sah dem Vorfall zu. Einige Mädchen und zivile Arbeiter versuchten einzuschreiten, wurden aber von dem Brigadegeneral beschimpft, und er drohte ihnen, sie festsetzen und vor ein Kriegsgericht stellen zu lassen.

Bei einem späteren Vorfall sagte der Brigadegeneral seinem deutschen Gefangenen:

»Wenn Adolf Hitler hierher kommt, werden wir ihm seine [Hoden] einzeln herausreißen, und du hast Glück, daß dir die deinen nicht ausgerissen werden.«

Brake Brockmann wurde eines der guten Ordnung und militärischen Disziplin abträglichen Verhaltens und eines Angriffs auf einen deutschen Offizier für schuldig befunden und aus dem Dienst entlassen. Andere derartige Fälle könnten aufgezählt werden, aber von 1941 an wurde so etwas praktisch nicht mehr dokumentiert. Zu dieser Zeit hatte das britische Militär begonnen, mit ihrem sowjetischen Alliierten in bezug auf unfaires Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen zu wetteifern.

Am 18. November 1940 griffen zwei englische Kampfflugzeuge das deutsche Lazarettschiff Tübingen in der Adria bei Pola an. Als Folge davon starben viele deutsche Verwundete. Das Schiff war deutlich mit der Roten-Kreuz-Flagge gekennzeichnet gewesen, aber das wurde absichtlich ignoriert und das Schiff gnadenlos versenkt. In diesem Fall entschuldigten sich die Engländer, aber die verantwortlichen Piloten wurden nie vors Kriegsgericht gestellt, obwohl sie ohne Zweifel Kriegsverbrecher waren, die die Genfer und andere Konventionen verletzt hatten.

Bei der Kommando-Aktion auf der Kanalinsel Sark in der Nacht vom 4. Oktober 1941 hatte das britische Kommando eine Reihe deutsche Gefangene gemacht. Als sich die Kommandotrupps unter schwerem deutschen Feuer schnell zurückziehen mußten, töteten sie vier deutsche Gefangene, indem sie ihnen die Kehle durchschnitten. Ihre Leichen wurden später von den deutschen Truppen gefunden, nachdem die Kommandos geflüchtet waren. Sie hatten immer noch die Hände gebunden.

Diese Grausamkeit veranlaßte einen wütenden Hitler, den "Kommando-Befehl" zu erlassen, der als Vergeltung befahl, daß künftig Angehörige von feindlichen Überfallkommandos summarisch erschossen werden sollten, ob sie sich ergaben oder nicht. Es war Gleiches für Gleiches, aber wieder einmal hatten die Engländer die ganze Abscheulichkeit begonnen. Später versuchten sie, Hitlers gerechtfertigten Befehl als Kriegsverbrechen darzustellen, was bestimmt nicht zutraf. Man muß sich auch ins Gedächtnis rufen, daß viele der sogenannten Kommandos aus Thughs[1] aus Vergewaltigern und Mördern bestanden, die aus Gefängnissen entlassen worden waren, da man annahm, daß sie bereit seien, "die Hunnen" ohne Gnade zu töten. Ihre Vorgänger war die "Fremdentruppe" Gendarmerie gewesen, die 1920 unter dem Namen »Black and Tans« (Schwarze und Braune) gleichfalls von Churchill rekrutiert worden war, um irische Männer, Frauen und Kinder zu ermorden (siehe Kasten).

Dresden im März 1945:
Ewiges Schandmal alliierter Kriegsverbrechen

Bei dem unglückseligen Dieppe-Angriff, an dem britische Kommandos wieder zusammen mit kanadischen Truppen beteiligt waren, wurden deutsche Gefangene gemacht, von denen einige ermordet wurden. Bei den Dokumenten, die die Deutschen fanden, nachdem sie die Kanadier besiegt hatten, befand sich ein Befehl, daß deutschen Gefangenen die Daumen zusammengebunden, die Hände auf dem Rücken gefesselt und die davon ausgehende Schnur fest um den Hals gebunden werden sollte. Anderen Gefangenen wurden die Hände mit Stacheldraht gefesselt. Alle derartigen Behandlungen widersprachen der Genfer Konvention, aber die Täter wurden nie angeklagt und werden der englischen Öffentlichkeit heute als "ritterliche Helden" dargestellt. Sie waren feige Kriegsverbrecher, ohne Ehre und Anstand.

Auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkrieges, als Churchills vom Suff geprägten Verleumdungen der "bösartigen Hunnen" immer wüster wurden, bekamen Einheiten der neuausgebildeten britischen Soldaten "von ganz oben" den Befehl, Schlachthöfe zu besuchen, um das schreckliche Ende der armen verschreckten Kreaturen anzusehen, ihre kläglichen Schreie anzuhören, die von großsprecherischen Ausrufen brutaler Feldwebel begleitet wurden, »die Hunnen das gleiche Schicksal erleiden zu lassen«. Darüber hinaus wurde jede Abteilung beim Verlassen des Schauplatzes mit Eimern von Blut getränkt, um sie auf die schrecklichen Szenen in Europa vorzubereiten, die von Churchill und Roosevelt und ihrem Waffenbruder Josef Stalin verübt wurden. Als die Nachrichten über diese Schlachthaus-Besuche durchsickerten, gab es einige Proteste von Parlamentsmitgliedern, und angeblich wurden diese drastischen Maßnahmen eingestellt.

1941 begann die englische Armee ein weiteres Experiment zur "Haß-Einübung": Truppen mußten äußerst strapaziöse Anstürme durchführen, während Lautsprecher plärrten: »Tötet diesen Hunnen! Tötet diesen Hunnen!« Sie wurden dann zum Besuch einer "Haß-Halle" befohlen, einem Raum, der mit Fotos gefälschter deutscher Greuel ausgeschmückt war.

Zu den Kriegsverbrechen, die von alliierten Truppen unter britischem Oberkommando begangen wurden, gehört z.B. die Tötung von Gefangenen der 12. SS-Division "Hitler-Jugend" in der Normandie 1944 durch Kanadier. Die kanadischen Generale gaben am Vorabend der Landung ihren unrühmlichen Befehl aus: »Wir sind nicht an Gefangenen interessiert«, was für die kanadischen Truppen ein Freibrief für die Ermordung eines jeden Gefangenen war. Die Deutschen übten Vergeltung, indem sie jeden gefangenen Kanadier erschossen, aber es gibt keinen Zweifel, wer solche Aktionen begonnen hat. Es waren die Kanadier, die für ihre demütigende und blutige Niederlage von Dieppe 1941 nach Rache dürsteten. Weder der Befehl der kanadischen Generale, noch das Verhalten ihrer Soldaten wurde jemals einer Untersuchung unterzogen.

Nebenbei sollte bemerkt werden, daß sich die kanadischen Soldaten in England - viele von ihnen waren Mischlinge aus den Wäldern im Westen Kanadas - einen schlechten Ruf gemacht hatten, weil sie oft englische Mädchen vergewaltigten und manchmal sogar ermordeten, - ein schlechter Ruf, den sie sich mit den Angehörigen der sogenannten freien polnischen Armee teilten.

Es ist bekannt, daß englische Fallschirmspringer, die hinter die deutschen Linien absprangen, sich nach der Invasion der Alliierten aller deutschen Gefangenen entledigten, indem sie ihnen im Schlaf die Kehle durchschnitten. Es gibt zahlreiche weitere gesicherte Berichte über Gefangenentötungen 1945 durch die Briten und 1944 durch die Amerikaner.

Vor einigen Jahren behauptete ein angesehener amerikanischer Historiker und Rechtsexperte, Dr. Alfred de Zayas, in seinem Buch Der Wehrmachtsuntersuchungsausschuß 1939-1945 bedeutende britische Kriegsverbrechen. Man kann unmöglich de Zayas beschuldigen, ein "neonazistischer Apologet" zu sein. Er ist einfach nur ehrlich entschlossen, die Wahrheit über die von "der anderen Seite" begangenen Greuel festzustellen. Dr. de Zayas erklärte in einer Vorlesung vor dem All Souls College in Oxford, daß die britischen Verletzungen der Genfer Konvention und anderer Konventionen auch die Versenkung eines deutschen Lazarettschiffs in Skandinavien und die Erschießung schiffbrüchiger deutscher Seeleute umfaßte. Doch obwohl die Behauptungen Dr. de Zayas belegt waren, wurden sie von den britischen Medien und Behörden weitgehend ignoriert. Seine Feststellungen basierten auf Interviews mit deutschen Überlebenden und Militärrichtern und waren vom Studium von 226 Bänden Dokumente untermauert, die der Wehrmachtsuntersuchungsausschuß erstellt hatte, der 1939 gebildet worden war, um alliierte Kriegsrechtsverletzungen festzustellen. Diese Akten umfassen 4000 Fälle und wurden 1945 von amerikanischen Truppen beschlagnahmt und nach den USA verbracht, wo sie bis Anfang der 70er Jahre als "geheim" eingestuft wurden. Dr. de Zayas studierte Hunderte damit zusammenhängender Akten in Deutschland, sowie amerikanische, britische und schweizer Akten.

Die wesentlichen Kriegsverbrechen umfassen die Erschießung schiffbrüchiger deutscher Seeleute durch englische Truppen nach der Versenkung des deutschen Zerstörers Erich Giese im April 1940 in Norwegen. Aus Befragungen deutscher Überlebender, einschließlich des Kapitäns des Zerstörers, Kommandant Karl Schmidt, und der Durchsicht deutscher und britischer Schiffstagebücher zu diesem Vorfall geht hervor, daß eine unbekannte Anzahl Deutscher getötet, statt zu Kriegsgefangenen gemacht wurde.

Dresden nach Churchills Freundschaftsbesuch im Februar 1945. Ungezählte Menschenmassen in nur einer einzigen Nacht bei lebendigem Leibe verbrannt, gesotten, gekocht, geschmort, gebraten oder schlicht durch Kohlenmonoxid vergast.

In einem anderen bekannten Fall wurden Deutsche an Bord des griechischen Schiffes Osis Parasekevi mit dem Maschinengewehr erschossen, als sie versuchten, nach der Versenkung des Schiffes durch das britisches U-Boot Torquay wegzuschwimmen. Offizielle Berichte erwähnten nie, daß die Deutschen erschossen wurden, nur daß "sie umkamen". Aber Quellen der Königlichen Marine besagen, daß Kommandant Miers' Logbuch über die Patrouille zugibt, daß die Mannschaft Überlebende mit dem MG niedermähte.

Drei Wochen nach diesen Tötungen wurde dem Kommandanten des U-Boots Torquay, Anthony Miers, der damals 38 Jahre alt war, von dem schwachköpfigen König George VI. "in Anerkennung seiner Verdienste" das Viktoria-Kreuz verliehen. Dieser Kriegsverbrecher endete seine Laufbahn als Konteradmiral Sir Anthony G.C. Miers und starb im Juli 1985 mit 78 Jahren. Miers war bekannt für sein übles, zügelloses Temperament und seine Arroganz.

Der verstorbene Capt. Stephen Roskill, offizieller Kriegshistoriker der britischen Marine, bezeichnete die Gefangenen-Erschießungen mit dem Maschinengewehr im Mittelmeer vor Kreta durch britische U-Boot-Leute als "schändlich". Es wird angenommen, daß Kommandant Miers Befehl, die Überlebenden zu erschießen, beinahe eine Meuterei unter der Besatzung der Torquay hervorrief, weil der 1. Offizier des U-Bootes und ein Soldat an Bord sich weigerten, die Deutschen, die einem Gebirgsjägerregiment auf Kreta angehörten, zu erschießen.

Capt. Roskills Ansichten stimmten mit der hohen Meinung überein, die die meisten britischen Flottenoffiziere von ihren Gegnern und deren Schiffen hatten, eine Tatsache, die durch Hunderte von Briefen bestätigt wird, die englische und amerikanische Flottenoffiziere an Großadmiral Karl Dönitz geschickt haben, um ihm ihre Sympathie und Unterstützung auszudrücken, nachdem der Admiral bei dem niederträchtigen Nürnberger Prozeß zu Unrecht angeklagt und eingesperrt worden war.

Der britische Bombenholocaust

Es wird oft versichert und weithin geglaubt, daß die Bombardierung ziviler Ziele im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen angefangen worden sei. Aber das ist ganz und gar eine Lüge, wie durch Spaight bestätigt wird, der ganz deutlich erklärte:

»Wir haben als erste die Bombardierung von Zielen in Deutschland selbst angefangen.«

Das gilt auch für den "Blitz" gegen London. Zu einer Zeit, als Churchill nach der Katastrophe von Dünkirchen verzweifelt eine Ablenkung benötigte, um die abflauende Stimmung der britischen Öffentlichkeit davon zu überzeugen, daß der Krieg fortgesetzt werden müsse, befahl Churchill absichtlich vernichtende Luftangriffe auf Berlin, bei denen viele Frauen und Kinder starben. Die deutsche Antwort darauf war der "Blitz" gegen London und andere englische Städte.

Tatsächlich plante die RAF bereits 1929 die Bombardierung von Zivilisten in deutschen Städten. Das war eine Weiterentwicklung einer Anfang der 20er Jahre vom damaligen Luftfahrtsminister Winston Churchill eingeleiteten Taktik, als er zusammen mit dem eifrigen jungen Pyromanen "Bomber-Harris" die Zerschlagung aufständischer Stämme in Mesopotamien (dem heutigen Irak) fortführte, indem sie deren Städte und Dörfer mit Spreng- und Brandbomben zerbombten. Churchill befürwortete auch den Gebrauch von Giftgas, da es einen "ausgezeichneten Effekt" auf die Moral habe. Der damalige britische RAF-Kommandeur in diesem Gebiet, Kommodore Charlton, trat voller Abscheu vor dieser unmenschlichen Grausamkeit von seinem Posten zurück. Aber Churchill und Harris übernahmen im Zweiten Weltkrieg diese Taktik des massiven Feuerbombardements in großem Maßstab.

Dresden 1945: Massenkremierung der menschlichen Überbleibsel britischer und amerikanischer Verbrechen gegen die Menschheit. Insgesamt starben mindesten 600.000 Menschen den Feuer- und Gastod im alliierten Bombenholocaust.

Viele Leute in England stimmen heute überein, daß die Bombardierung und die Feuerstürme zahlloser deutschen Städte und Innenstädte im Zweiten Weltkrieg ein schweres Kriegsverbrechen darstellen. Im Ersten Weltkrieg redete der damalige Chef des Royal Flying Corps (dem Vorläufer der RAF) seinem Stab zu, daß die Bombardierung deutscher Städte und Stadtzentren den alliierten Sieg beschleunigen würde. Viele seiner Stabsangehörigen sahen eine solche Taktik als unehrenhaft und "gegen die Kriegsregeln" an. Aber im Zweiten Weltkrieg wagten es nur wenige RAF-Offiziere, diese Taktik in Frage zu stellen.

In der Nacht des 13. Februar 1945 griff eine riesige Flotte RAF- und US-Bomber mit Unterstützung von Schwadronen Nachtkämpfern die unverteidigte Innenstadt von Dresden an. Der Angriff ging am folgenden Tag und in der Nacht darauf weiter, bis von der ganzen Stadt, die einst Elbflorenz genannte wurde, praktisch nur rauchende Trümmerhaufen übrig waren.

Der Angriff wurde so durchgeführt, daß die entstehenden großen Feuer einen Feuersturm hervorriefen, dem nur wenige Menschen in der Innenstadt entkamen. Ähnliche Angriffe, die riesige Feuerstürme entfachten, waren bereits in anderen deutschen Städten durchgeführt worden, vor allem in Hamburg, wo es eine große Anzahl Opfer gab, aber Dresden war zweifellos die Stadt, die am meisten unter Churchills und Harris' Terror gelitten hat. Dresden - im 19. Jahrhundert eines der Lieblingsziele britischer Touristen - hatte keine Luftverteidigung. Und Luftwaffe-Formationen, die trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit einigermaßen hätten Schutz geben können, waren aus irgendeinem Grund nordwärts verlegt worden.

Am Morgen nach dem Angriff auf Dresden bemerkte ein BBC-Nachrichtensprecher höhnisch:

»In Dresden gibt es so gut wie kein Porzellan mehr.«

Es gab auch kaum noch Menschen. Die Zerstörung, die bei dem Dresdener Feuersturm wütete, war die schlimmste des Zweiten Weltkrieges und kann fast nicht beschrieben werden. Hunderttausende Einwohner und Flüchtlinge wurden buchstäblich in ihren Häusern, in Straßen und Luftschutzbunkern, die keinen Schutz vor den Flammen boten, geschmort. Die Überbleibsel von Männern, Frauen und Kindern, wie auch Tieren wurden in eine zähflüssige Masse verwandelt. Hochexplosive Bomben mit verzögerter Zündung vergrößerten den Horror, als zahllose Perlen geschichtsträchtiger Bauwerke samt Inhalt zerstört wurden. Während der Tagesstunden des 14. Februars 1945 schossen Tiefflieger mit Maschinengewehren Tausende Leute zusammen, die auf die Elbwiesen geflüchtet waren, um dem Inferno zu entkommen. Niemand kennt die genaue Zahl der Todesopfer von Dresden.

Martin Caidin gab in seinem hervorragenden Werk The Night Hamburg Died (Die Nacht, in der Hamburg starb) den schrecklichsten Bericht, den es je über die Wirkungen der in den deutschen Städten erzeugten Feuerstürme gab, als er den Chef der Hamburger Feuerwehr zitiert:

»Ihr Schrecken zeigt sich im Heulen und Wüten des Feuersturms, dem höllischen Lärm explodierender Bomben und den Todesschreien gequälter menschlicher Wesen, wie auch in der großen Stille nach den Angriffen. Die Sprache kann nicht das Ausmaß des Schreckens schildern, der die Menschen 10 Tage und Nächte lang ergriffen hatte, und deren Spuren unauslöschlich in das Angesicht der Stadt und ihrer Einwohner geschrieben war.

Keine Vorstellungskraft wird je die grausamen Schreckensszenen in den vielen Luftschutzbunkern ermessen und beschreiben können. Die Nachwelt kann nur das Haupt entblößen im Gedenken an das Schicksal dieser unschuldigen Menschen, die der Mordlust eines sadistischen Feindes geopfert wurden. Nicht einmal Hiroshima oder Nagasaki, die den vernichtenden Schlag der Atombombe erlitten, kommen der unsagbaren Hölle von Hamburg gleich.«

Oswald Spengler hat in seinem prophetischen Werk Der Untergang des Abendlandes gewarnt, daß der Einsatz farbiger Truppen durch die Briten und ihre französischen Verbündeten letztlich der weißen Rasse den völligen Verlust der Achtung bei den nichtweißen Völkern einbringen würde, eine Tatsache, die man nachprüfen kann, wenn man heutzutage die nächstbeste englische Großstadt besucht, angefangen mit London.

In beiden Weltkriegen setzten die Engländer Eingeborene aus den Kolonien ihres "weitreichenden Imperiums" ein, die Kopfjäger waren. Die Zeitschrift der Universität Cambridge CAM beschrieb kürzlich ihren Einsatz. Diese Wilden hatten den empörenden rituellen Brauch, ihren ermordeten Gefangenen Körperteile abzuschneiden, sie zu kochen und dann zu essen. Auch von den Gurkha-Truppen[2] sind gleichartige abscheuliche Rituale mit den Leichen ihrer toten Feinde bekannt.

Die britische Geheimorganisation, die als Special Operations Executive bekannt ist, war nicht nur darauf spezialisiert, Agenten in das deutsch-besetzte Europa zu schicken, um Sabotage und allgemein blutige Hinterhaltsangriffe durchzuführen und Verwirrung zu stiften, sondern stellte auch eine ganze Serie tödlicher Fallen her, die massenhaft aus der Luft abgeworfen wurden. Sie reichten von vergifteter Nahrung, Sprengstoffladungen in Weinflaschen und elektrischen Heizkissen bis zu explodierenden Füllfederhaltern und Stiften, die deutsche Kinder töten oder sie verkrüppeln sollten, wenn diese nichtsahnend damit hantierten.

Winston Churchill in der ihm am meisten geziemenden Pose eines kaltblütigen, rücksichts- und besinnungslosen Massenmörders.

Zu solch schmutzigen Tricks, die von dem als KGB-Agenten verdächtigten Sefton Delmer organisiert wurden, gehörte auch das Zusammenbrauen schamloser Lügen über das Geschlechtsleben und Benehmen deutscher Führungspersönlichkeiten und die Erfindung von Greuelgeschichten über Deutsche, was schon immer eine Spezialität der Briten war.

Ein weitere Facette englischer Kriegsverbrechen wurde kürzlich durch die norwegische Zeitung Morgenbladet geliefert. Sie berichtete über die Entdeckung alter Zeitungsartikel, denen zufolge deutschen Pionieren und anderen Soldaten befohlen wurde, unter britischem Kommando Minen zu räumen. Die deutschen Kriegsgefangenen mußten Schulter an Schulter über die Minenfelder gehen, um festzustellen, ob noch Minen da waren. Der Einsatz von Kriegsgefangenen zur Minenräumung war im Zweiten Weltkrieg eine beliebte Taktik von Englands und Amerikas "glorreichem Sowjet-Alliierten". Es heißt, daß viele hundert deutsche Gefangene auf diese Weise starben - eine klare Verletzung der Genfer Konvention. Ein Sprecher des Internationalen Roten Kreuzes in Genf äußerte sich dazu am 12. April 1946:

»Die Vereinigten Staaten, England und Frankreich verletzen fast ein Jahr nach Kriegsende internationale Rot-Kreuz-Vereinbarungen, die sie 1929 feierlich unterzeichnet haben. Die Genfer Konvention verbietet ausdrücklich, Kriegsgefangene mit gefährlichen Arbeiten oder dem Transport von Kriegsmaterial zu beschäftigen, trotzdem wurden Tausende deutscher Soldaten bei lebensgefährlichen Arbeiten eingesetzt, bei der Räumung von Minenfeldern und Beseitigung von Wasserminen und dem Abriß zerstörter Häuser.«

Die extreme Hinterhältigkeit und empörende Grausamkeit des britischen Verrats an unzähligen Tausenden antikommunistischer Kosaken und Jugoslawen in Österreich wurde ausführlich durch Graf Nikolai Tolstoi, Lord Bethell und andere dokumentiert. Diese Kriegsgefangenen und heimatlosen Nichtkombattanten wurden Stalins Henker und Titos mörderischen Partisanen ausgeliefert, und kaum einer von ihnen überlebte.

Obwohl ein paar anständige britische Offiziere und Soldaten unter Gefahr für sich selbst einigen Kriegsgefangenen und Zivilisten zur Flucht verhelfen konnten, wurde die große Mehrheit der Kriegsgefangenen und Zivilisten von englischen Soldaten mit empörender Brutalität in die Viehwagen getrieben, mit denen sie ihren Mördern überantwortet werden sollten. Männer, Frauen, sogar kleine Kinder wurden mit Keulen und Bajonetten traktiert und gelegentlich gar erschossen, wenn sie versuchten, Widerstand zu leisten.

Unter den Generalen der Weißen Kosaken gab es mehrere ältere Emigranten, wie etwa den 70jährigen General Krasnow, den Stalins Agenten seit dem russischen Bürgerkrieg verfolgt hatten, als die Engländer enge Verbündete Krasnows gewesen waren. Die Kosaken-Generale hatten einiges Gold bei sich. Ein britischer Major, der von dem Gold erfuhr, beging Verrat und setzte sich über die Befehle hinweg, die Generale nicht den SMERSH-Agenten der Roten Armee auszuliefern. Er übergab ihnen die Generale gegen das Gold. Wer der Verräter war, wurde nie aufgedeckt, und er wurde nie für sein Verbrechen bestraft. Krasnows letzte Worte zu den SMERSH-Agenten war, als sie ihn und die anderen Generale in die wartenden Autos stießen:

»Der einzige Fehler, den ich je gemacht habe, war, den Briten zu vertrauen.«

Krasnow und die anderen Generale wurden nach Moskau gebracht, wo sie zuerst gefoltert und dann gehängt wurden. Die Engländer hatten sie genauso verraten, wie sie so viele andere im Zweiten Weltkrieg und danach verraten hatten.

Die hier beschriebenen Kriegsverbrechen und Greueltaten sind alle auf ihre Richtigkeit überprüft worden. Sie stellen nur einen winzigen Bruchteil der englischen Verbrechen dar. Heute, wo die Auflösung Großbritanniens schnell fortschreitet, liegt eine schreckliche Blutschuld über dem Land, eine Nemesis, die selbst im Verlauf der Zeit wohl kaum jemals ausgelöscht werden kann.

Churchill, das Monster aus dem Abgrund, führte England den Weg zur Hölle hinab, aus der es kein Entrinnen mehr gibt.


Bibliographie


Vivian Bird ist britischer Historiker, Verfasser und Journalist, der sich ausführlich mit verborgenen Aspekten der Geschichte der westlichen Kultur befaßt hat

Mit freundlicher Genehmigung von The Barnes Review, entnommen der Ausgabe 5(5) (1999), S. 25-29, 6(6) (2000), S. 55-60 (130 Third St., SE, Washington, D.C., 20003, USA), übersetzt von Patricia Willms.


Anmerkungen

[1]Mitglied einer Bande indischer Räuber und Mörder, die ihre Opfer erwürgten
[2]Von den Engländern rekrutierte kriegerische Eingeborene aus Nepal

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 5(3) (2001), S. 305-317.


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