Die Neuseeland-Saga

Von Robert H. Countess, Ph.D.

Als der neuseeländische Geschichtsstudent Joel S.A. Hayward im Jahr 1993 seine Examensarbeit über den Holocaust-Revisionismus vorlegte, konnte er nicht wissen, welches Schicksal ihn schließlich erwarten würde. Zwar wurde seine Arbeit, in der er den Revisionismus kritisch, aber durchaus wohlwollend untersuchte, von seinen Professoren als sehr gut bewertet. Doch hatten Hayward und seine Professoren die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Es dauerte fast sieben Jahre, bis die jüdische Gemeinde in Neuseeland schließlich zum Hallali blies und den Kopf des inzwischen promovierten, an der Massey Universität lehrenden Junghistorikers forderte. Der nachstehende Beitrag gibt einen Einblick in den Hintergrund dieser Menschenjagd am anderen Ende der Welt.


Einführung

Die Leser von VffG mögen wissen, daß die weltweit erste Universitätsexamensarbeit in Geschichte zum Holocaust-Revisionismus 1993 an der Universität von Christchurch (Neuseeland) vorgelegt und mit den höchsten Auszeichnungen bewertet worden ist.[1] Es handelt sich dabei um eine recht gerechte, ausgewogene und positive Behandlung des Revisionismus. Der Autor ist Joel Stuart Anthony Hayward, der Titel der Arbeit lautet The Fate of the Jews in German Hands: An Historical Enquiry into the Development and Significance of Holocaust Revisionism (Das Schicksal der Juden in deutschen Händen: Eine historische Untersuchung über die Entwicklung und Bedeutung des Holocaust-Revisionismus). Diese 360-seitige Arbeit befindet sich seit 1993 im Prinzip unter Schloß und Riegel und wurde mir als erstem Außenstehenden Anfang 1994 als Fotokopie und auf CD überreicht. Beigefügt war eine Kopie der offiziellen, äußerst positiven Bewertung dieser Arbeit durch Professor Vincent Orange.

Im Jahr 2000 löste die jüdische Gemeinde Neuseelands einen "Skandal" aus, als sie die Universität von Christchurch aufforderte, Dr. Haywards Examensarbeit für ungültig zu erklären und für die Zukunft sicherzustellen, daß ähnliche Arbeiten nie wieder angefertigt würden.

Hintergrund

Das nebenstehende Foto wurde im Januar 1994 in meinem Garten aufgenommen, als Stuart Hayward das erste Mal in seinem Leben mit einer Handfeuerwaffe schoß.

Obwohl er in der neuseeländischen Luftwaffe gedient hatte und als Teil seiner Ausbildung am Gewehr ausgebildet worden war, meinte er während seines Besuches, das einzige Mal, daß er eine Handfeuerwaffe gesehen habe, sei in einem Museum seines Heimatlandes gewesen. Ich gab ihm daher meinen Magnum-Revolver und wir schossen ein paar Mal auf eine Flasche in meinem Garten. Er war davon recht beeindruckt.

Joel Hayward während eines Besuches im Hause Countess anno 1994 beim Übungsschießen mit einem Revolver.

Vielen ist Dr. Hayward dadurch bekannt, daß er in einem am 18. Dezember 2000 von der Universität von Canterbury in Christchurch veröffentlichten Report by the Joel Hayward Working Party (Bericht der Joel Hayward Untersuchungskommission) zur Zentralfigur eines Skandals wurde.[2]

Für andere wiederum ist Dr. Hayward am besten bekannt durch seine oben erwähnte Examensarbeit, der man durchaus eine Eisbrecherfunktion zusprechen kann. Haywards Professor, Dr. Vincent Orange, empfahl gleich eine vierfach 1+ für diese Arbeit und fügte hinzu, »diese Arbeit rechtfertigt die Verleihung der erstklassigen Würde.«[3]

Dr. Orange fügte der vorgelegten Arbeit die faszinierende Schlußfolgerung hinzu, daß zwar Verbrechen gegen Juden begangen worden seien, jedoch:

»Diese Verbrechen stellten aber keinen Völkermord dar. Es sind keine einzigartigen Verbrechen; sie sind von gleicher Größenordnung wie die der Herrscher der Sowjetunion vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Ob die Nazis nach einem Sieg in diesem Krieg die jüdische Rasse ausgerottet hätten, ist eine Frage, die Hayward richtigerweise nicht untersucht hat.«

Dr. Orange schrieb weiterhin:

»Meiner Ansicht nach behält Hayward einen bewundernswert klaren Kopf und steuert einen einfühlsamen Kurs zwischen denjenigen, die auf grobe Weise die Existenz des Holocaust bestreiten, und jenen, die mit Vehemenz dafür eintreten, daß der Holocaust in seiner Gesamtheit akzeptiert und von jeder wissenschaftlichen Untersuchung ausgenommen werden müsse.«

Viele Leser waren verständlicherweise verwundert über die Verwirrung, die bezüglich der "Hayward-Arbeit" herrschte. Ich werde nachfolgend einige Hintergrundinformationen und persönliche Erfahrungen mitteilen, die ein wenig aufklären sollen und somit die Verwunderung beseitigen, zumal ich eine ausführliche Akte mit Korrespondenz mit meinem Freund Stuart habe. Zudem erhielt ich seine Arbeit 1994, um sie bei Theses & Dissertations Press zu veröffentlichen, einem Verlag, der angesichts der Examensarbeit von Stuart sowie einer ähnlichen Arbeit seines Kommilitonen S. Daniel Eaton gegründet worden war. Eastons Examensarbeit mit dem Titel »Judgement on Nuremberg« (Urteil in Nürnberg) wurde mir ebenfalls im Januar 1994 durch Stuart überreicht. Sie ist ebenso revisionistisch und eine hervorragende Kritik der Bemühungen des Internationalen Militärtribunals, die zweifelhaften Nürnberger ex-post-facto Gesetze als Völkerrecht durchzusetzen. Als außenstehender Beobachter erkennt man, daß es damals an der historischen Fakultät der Universität von Christchurch ein Klima gab, das für die Anwendung der revisionistischen Methode im besten Sinne günstig war - und das natürlich ganz zu recht.

Auf seiner Reise durch die USA traf Stuart dann noch Mark Weber vom Institute for Historical Review sowie auf meine Empfehlung hin den jungen jüdischen Revisionisten David Cole.

Mit Stuarts ausdrücklicher Genehmigung sandte ich schließlich Fotokopien seiner Arbeit an Professor Dr. Ernst Nolte sowie an Prof. Robert Faurisson. Nolte, mit dem ich seit 1989 eine freundschaftliche Bekanntschaft pflege, schrieb über Haywards Arbeit mit bewundernden Worten. Auf meinen Hinweis, daß derartige Arbeiten an deutschen Universitäten erarbeitet werden müßten, versicherte mir Nolte, daß eine solche Arbeit im heutigen Deutschland unmöglich sei. Faurisson hingegen sprach nur mit verächtlichen Worten über Haywards Arbeit.

Zusammenfassung von Haywards Arbeit

Da die meisten Leser von VffG keine Gelegenheit gehabt haben, diese immer noch unveröffentlichte[4] Examensarbeit zu lesen, meine ich, daß es angebracht ist, die Schlußfolgerungen Haywards, die sich auf den Seiten 327-337 befinden, hier etwas komprimiert aufzulisten:[5]

»1. "A careful and impartial investigation of the available evidence pertaining to Nazi gas chambers reveals that even these apparently fall into the category of atrocity propaganda."

  1. "Allied aeroplanes dropped large numbers of leaflets, written in German and Polish, over the Auschwitz camps stating that gassings were occurring."
  2. "[…] the rumour that people were being gassed by the Nazis was widespread in certain regions of Europe during the war, and led to some people believing in gassings without seeing any evidence for them."
  3. "[…] gas chambers were only one of a number of apparatus [sic! apparata RHC] in Allied reports to have been used by Nazis to exterminate Jews."
  4. "[…] at the International Military Tribunal (and for the next two decades or so) it was claimed that the Nazis systematically gassed Jews not only in camps in occupied territories but also in camps on German soil.[…] However, despite the fact that the evidence for gassings in Germany is no less credible than the evidence cited for gassings in Poland, specialists in the field now state that no systematic exterminations in gas chambers occurred on German soil."
  5. "[…] it is apparent that the descriptions of gassings in the eastern death camps given by the former internees and SS personnel contain many lapses, errors, fabrications and distortions."
  6. "[…] the scores of original German blueprints and architectural plans for the crematory buildings in Auschwitz allegedly housing gas chambers contain no evidence that these buildings were ever used for homicidal purposes."
  7. "[…] inspections of the physical remains of the crematory buildings in Auschwitz and Majdanek (nothing is left at the other camps) [Note: that is, in Poland. RHC] confirm that the buildings were constructed in accordance with the blueprints and architectural plans, and that no additional structural changes were made to transform them into gas chambers."
  8. "[…] whilst the specifications and layouts of the buildings' physical remains match identically those shown in the blueprints, descriptions of the gas chambers given in the already-contradictory and implausible eyewitness accounts resemble neither the physical remains nor the buildings shown in the plans."
  9. "[…] it is not possible even today with our sophisticated and technologically-advanced equipment to cremate human cadavers at anywhere near the rate claimed in most books on the Holocaust."
  10. "[…] detailed aerial photographs of the entire Auschwitz complex taken on random occasions throughout the period in 1944 when the gassing process was supposed to be at its height (ten thousand or so per day) show no signs that any murderous activities were occurring."
  11. "[…] the gassing claim is irreconciliable with the overwhelming weight of evidence on the nature of official Nazi policy on the Jewish question. That policy, our careful and unbiased reading of the evidence suggested, was not one of total extermination, but was a brutal policy of deportation and forced labour."

Eine sorgfältige und unparteiische Untersuchung der zugänglichen Beweise bezüglich der Nazi-Gaskammern ergibt, daß sogar diese anscheinend in die Kategorie der Greuelpropaganda fallen.

  1. Alliierte Flugzeuge warfen über dem Lager Auschwitz große Mengen Flugblätter ab, verfaßt auf deutsch und polnisch, in denen ausgeführt wurde, daß Vergasungen stattfinden würden.
  2. […] das Gerücht, daß Menschen von den Nazis vergast würden, fand während des Krieges in einigen Regionen Europas weite Verbreitung und führte dazu, daß manche Personen an Vergasungen glaubten, ohne irgendwelche Beweise dafür gesehen zu haben.
  3. […] Gaskammern waren nur eine der vielen Geräte, die laut alliierten Berichten von den Nazis verwendet worden seien, um Juden zu vernichten.
  4. […] während des Internationalen Militärtribunals (und während der nächsten ca. zwei Jahrzehnte) wurde behauptet, daß die Nazis Juden nicht nur in Lagern auf besetztem Gebiet, sondern auch auf deutschem Boden systematisch vergast hätten. […] Obwohl aber die Beweise für Vergasungen in Deutschland nicht weniger glaubhaft sind als die für Vergasungen in Polen angeführten Beweise, behaupten Experten auf diesem Gebiet nun, daß es keine systematische Vernichtung in Gaskammern auf deutschem Boden gegeben habe.
  5. […] es ist augenscheinlich, daß die von ehemaligen Häftlingen und vom SS-Personal gegebenen Beschreibungen über Vergasungen in den östlichen Todeslagern viele Irrtümer, Fehler, Erfindungen und Verzerrungen enthalten.
  6. […] die Vielzahl der originalen deutschen Baupläne und Architekturzeichnungen für die Krematoriumsgebäude in Auschwitz, die angeblich die Gaskammern beherbergten, enthalten keinen Hinweis, daß diese Gebäude jemals zur Menschentötung verwendet wurden.
  7. […] Untersuchungen der materiellen Überreste der Krematoriumsgebäude in Auschwitz und Majdanek (in anderen Lagern ist nichts mehr vorhanden) bestätigen, daß diese Gebäude in Übereinstimmung mit den Baupläne und Architekturzeichnungen errichtet worden waren und daß es keine zusätzlichen strukturellen Änderungen gab, um sie in Gaskammern zu verwandeln.
  8. […] während die Eigenschaften und die Anordnung der materiellen Überreste dieser Gebäude den in den Bauplänen gezeigten entspricht, ähneln die Beschreibungen der schon in sich widersprüchlichen und nicht plausiblen Augenzeugen-Aussagen weder den materiellen Überresten noch den in den Plänen wiedergegebenen Gebäuden.
  9. […] noch nicht einmal mit der heute zur Verfügung stehenden fortgeschrittenen technischen Ausrüstung ist es möglich, menschliche Leichname mit auch nur annähernd der Rate einzuäschern, wie es in den meisten Büchern über den Holocaust behauptet wird.
  10. […] detaillierte Luftbildaufnahmen des gesamten Auschwitzkomplexes, die in zufälligen Abständen während des Jahres 1944 gemacht wurden, als sich die Vergasungsaktivitäten angeblich auf dem Höhepunkt befanden (ca. zehntausend täglich), zeigen keinen Hinweis, daß diese mörderischen Vorgänge stattfanden.
  11. […] die Vergasungsbehauptung ist unvereinbar mit dem überwältigenden Gewicht der Beweise über die offizielle Nazi-Politik in bezug auf die jüdische Frage. Unsere sorgfältige und unparteiische Studie legt nahe, daß die Politik nicht die der totalen Vernichtung, sondern eine brutale Politik der Deportation und Zwangsarbeit war.«

Diese zwölf Schlußfolgerungen konzentrieren sich auf das Dogma der orthodoxen Holocaust-Legende über die Menschengaskammern. Anschließend legte Hayward seine Ansicht über die Anzahl der jüdischen Opfer unter NS- bzw. deutscher Herrschaft dar, S. 335:

»In dieser Arbeit wird keine Schätzung gemacht, obwohl die Gesamtzahl zweifelsfrei höher als eine Million und weitaus niedriger als die symbolische Zahl von sechs Millionen ist.«

Hayward erwähnt sodann Revisionisten wie Mark Weber, Robert Faurisson und David Irving, deren Bücher und Artikel

»ausgewogen und kompetent sind und sowohl solide Forschungsergebnisse als auch hochentwickelte Analysen enthalten. […] Der wahrheitssuchende Historiker hat von diesen Wissenschaftlern nichts zu befürchten.« (S. 336.)

Er schließt seine Arbeit mit einem langen Zitat des amerikanischen Forschers Laird Wilcox ab, der erklärt hatte, es gebe »Extremisten und Fanatiker auf beiden Seiten« der Holocaust-Kontroverse. Die Revisionisten sind aber die entscheidend Schwächeren und werden zudem wegen der abweichenden Ansichten ihrer Forschungen und Veröffentlichungen verfolgt. Wilcox meint auch, daß führende Juden in der Holocaust-Industrie den Eindruck machen würden, daß

»die Juden Angst haben, das Thema überhaupt zu diskutieren, weil sie die Ergebnisse fürchten. Dieses Argument hat einiges für sich, und man muß sich wirklich wundern, was sie [die Juden] zu fürchten haben.« (S. 337)

Es ist meine feste Überzeugung, daß Haywards Arbeit immer noch als Buch veröffentlicht werden sollte. Obwohl wir darüber diskutierten, dies im Verlag Theses & Dissertations Press zu tun, hat er mir nie die schriftliche Erlaubnis dazu gegeben, insbesondere da er - zu recht - seine Doktorarbeit durch die jüdische Gemeinde Neuseelands gefährdet sah.

Jüdischer Angriff auf Haywards Arbeit

Es dauerte einige Jahre, bevor Kopien von Dr. Haywards Arbeit in die Hände von Personen gerieten, die auf Stuarts Willen, die Arbeit nicht zu veröffentlichen, keine Rücksicht nahmen. Im Jahr 1999 erschien seine Arbeit als Raubkopie im Internet, wodurch sie relativ schnell bekannt wurde. Die entsprechenden Reaktionen jüdischer Kreise ließen dann auch nicht lange aus sich warten.

Als ich schließlich erfuhr, daß die neuseeländische jüdische Gemeinde (NZJC) die Universität von Canterbury aufgefordert hatte, die Verleihung des Staatsexamens (M.A.) an Hayward rückgängig zu machen, ihm also seinen akademischen Grad zu entziehen, dachte ich natürlich sogleich an das Schicksal von Dr. Henri Roques, der 1986 seinen Doktortitel von der Universität Nantes erhalten hatte, aber kurze Zeit später erleben mußte, daß er ihm vom französischen Erziehungsminister Alain Devaquet wieder entzogen wurde. Derartige totalitäre Handlungen sind freilich nicht von Nationen zu erwarten, die dem freiheitlichen, westlichen, demokratischen Ideal der Rede-, Forschungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit verpflichtet sind. Zu den derartig totalitären Nationen zählen heute Frankreich, Deutschland, Österreich, die Schweiz und Israel.

Ich weiß, daß Hayward weder ein Antisemit noch ein Rassist oder ein Hitler/NS-Sympathisant ist, wie ihn der NZJC zu verunglimpfen versuchte. Einige gewissenlose jüdische Fanatiker aus Christchurch hatten sogar ein Video zusammengefälscht, in dem sie Aufnahmen von Hayward mit anderen Sequenzen zusammenschnitten, so daß Hayward als Hitlerliebhaber erschien. Ein solches Video wurde auch Professor Orange zugesandt, der jedoch diese Fälschung erkannte und verwarf.

Hayward hat mir deutlich seine Ablehnung von Kommentaren, Gefühlen und sogar extremistischen Ansichten mancher Revisionisten mitgeteilt. Stuart hat zudem eine tiefe Zuneigung für das Volk und Land "Eretz Yisrael", wo er ein Jahr verbrachte und modernes Hebräisch lernte. Er betrachtet sich selbst seiner Abstammung nach als Teiljude, obwohl er heute ein protestantischer Christ ist.

Angesichts der bösartigen Attacken des NZJC auf ihn, seinen akademischen Grad, seine Familie, seine Fakultät, auf Professor Orange und ein weiteres Mitglied der Fakultät und letztlich auf die ganze Universität riet ich ihm, diese jüdischen extremistischen Fanatiker einfach zu ignorieren. Er solle darauf bestehen, daß in einem öffentlichen Forum über seine Arbeit diskutiert wird. Falls man zeigen könne, daß er Fehler gemacht habe, so solle man dafür Beweise vorbringen, die er dann prüfen werde. Wenn er dann überzeugt sei, sich geirrt zu haben, so solle er seine Arbeit korrigieren.

Anstatt aber Martin Luthers berühmten Standpunkt in Worms im Jahr 1521 zu übernehmen - »Hier steh' ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir!« - entschied sich Stuart Hayward, sich im allgemeinen zu entschuldigen und sogar einzugestehen, daß er damals ein junger, unreifer Student gewesen sei, daß er angesichts neuer Beweise seine Arbeit inzwischen überdacht habe und nicht mehr mit den darin enthaltenen Schlußfolgerungen übereinstimme!

Unter dem enormen Druck drohender Gerichts- und Anwaltskosten sowie dem drohenden Verlust seines akademischen Grades und sogar seiner Anstellung an der Massey Universität, wodurch er seine wundervolle Frau und zwei Töchter nicht länger hätte unterstützen können, entschied er sich, nachzugeben und auf eine Befriedigung seiner Feinde zu hoffen. Ich sagte ihm voraus, daß sich diese Feinde nicht beschwichtigen lassen würden. Und Stuart mußte dann tatsächlich erfahren, daß sich der NZJC durch seine Unterwürfigkeit überhaupt nicht beeindruckt zeigte.

Daß die Universität von Christchurch ihm dann letztlich doch nicht den Titel entzog, ist womöglich nur der Tatsache zu verdanken, daß Stuart Hayward im Jahr 2000 bereits den Doktortitel besaß, der auf dem M.A. Grades aufbaut und bei dessen Wegfall automatisch auch entzogen worden wäre, was dann doch wohl selbst den politischen Extremisten und Feiglingen an der Universität Christchurch als zu viel der Strafe erschienen sein mag. Die eingesetzte Untersuchungskommission machte lediglich die üblichen pseudomoralischen und pseudowissenschaftlichen Klimmzüge zur Anprangerung Haywards und seiner Professoren und empfahl bestimmte Maßnahmen, die in Zukunft verhindern sollen, daß es an der Universität in Christchurch noch eine unabhängige Geschichtsforschung geben wird.

Kürzlich schlug ich Stuart vor, er möge mir die Veröffentlichung seiner Arbeit genehmigen, und zwar mit einem Vor- und Nachwort über die jüdischen Angriffe gegen ihn aus den Jahren 1999-2000. Wie zu erwarten, hat er auch das abgelehnt. Angesichts der prekären Lage, in der er sich seit dem Abschluß der Untersuchungen gegen ihn befindet, möchte er sich in Zukunft anderen Themenfeldern der europäischen Militärgeschichte widmen. Heute lehrt Dr. Hayward an der Massey Universität in Palmerston North Militärgeschichte. Er leidet unter dem schleichenden Verlust seines Augenlichtes. Er leidet aber wohl auch unter der Frage, ob er damals wohl den richtigen Kurs einschlug, um seine Examensarbeit zu verteidigen. Ich schrieb ihm, daß er einen gefährlichen Präzedenzfall gesetzt hat: Seine Studenten und Kollegen können ihn nun fragen, wann er denn wohl seine 1998 als Buch veröffentlichte Doktorarbeit[6] als falsch erklären und zurückziehen werde, zumal er dies ja auch mit seiner Examensarbeit schon gemacht hat. Wie peinlich muß es ihm sein, sich mit diesem Stigma vor Studenten und Kollegen seiner Fakultät zu stellen!

Ich hoffe immer noch, daß er einst doch noch seine Meinung ändert, zumal seine Arbeit - mit all ihren Mängeln - die erste ihrer Art auf der gesamten Erde ist. Man kann nur hoffen, daß Haywards Examensarbeit einst eine Inspiration und ein Vorbild für die Studenten Europas sein wird.


Anmerkungen

Dr. Robert H. Countess ist Gründer des Verlages Theses & Dissertations Press, jetzt: PO Box 257768, Chicago, IL 60625, USA, www.tadp.org.

[1]Vgl. VffG 2/2000, S. 239, 1/2001, S. 119f. Siehe auch Haywards Beitrag zum Krimfeldzug 1942 in VffG 1/99, S. 4-16.
[2]J. Hayward schrieb mir einmal, die Juden in Christchurch würden diese sehr englisch aussehende Stadt »Chi-chi« nennen, um zu vermeiden, den Namen »Christ« auszusprechen. Persönliche Korrespondenz, Februar 1993.
[3]Der Arbeit beigefügten Erklärung von V. Orange vom 23.3.1993.
[4]Abgesehen von zeitweise im Internet ausgestellten Raubkopien, gegen die J. Hayward jedoch vorging, um sie zu unterdrücken, Anm. d. Red.
[5]Den englischen Originaltext veröffentlichen wir im Internet, vermeiden dies hier aber aus Platzgründen.
[6]Stopped at Stalingrad. The Luftwaffe and Hitler's Defeat in the East, 1942-1943, University Press of Kansas, 1998.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 5(3) (2001), S. 330-333.


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