Bücherschau

Himmler Diensttagebuch und Hitlers Befehl zur Ausrottung der Juden

Von Dr. phil. Ilse Schirmer-Vowinckel

Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1941/42. Im Auftrag der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg bearbeitet, kommentiert und eingeleitet von Peter Witte u.a. Vorwort Uwe Lohalm und Wolfgang Scheffler. Hamburg: Christians 1999. Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte. Quellen. Bd. 3. ISBN 3-7672-1329-x, 789 S. Geb. DM 128, gefördert von der Volkswagen-Stiftung

Vor uns liegen fünf Publikationen, teils in Buchform, teils als Broschüre, und in zwei Fällen als Rezensionen in weltbekannten Tageszeitungen. Wir wollen diese fünf Titel nicht unsererseits im klassischen Sinne rezensieren, sondern uns hauptsächlich mit der jeweils unterschiedlichen Weise der Darstellung einer zentralen Frage beschäftigen: Hat Hitler am 12. Dezember 1941 bzw. am 19. Dezember 1941 den Befehl zur Ausrottung der Juden gegeben?

Im Dienstkalender Himmlers lautet die fragliche Stelle so: (S. 294)

»(Vortragsnotiz Himmlers)

Führerhauptquartier                 Führer

Wolfsschanze 18. XII. 41          16 h

Judenfrage.               /   als Partisanen auszurotten

Neuorganisation d. Waffen SS.
           Leibstandarte
           Gebirgsdiv. « 

Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1941/42

Der Dienstkalender 1941/42 lag seit Kriegsende im »Zentrum für die Aufbewahrung historisch-dokumentarischer Sammlungen« (Sonderarchiv) in Moskau unter Verschluß und wurde erst 1991/92 für die Forschung zugänglich gemacht. Im Bestand des Bundesarchivs Koblenz (jetzt Berlin) fehlten bis dahin diese beiden Dienstkalender-Jahre, mit anderen Worten: alles andere war vorhanden. In Anbetracht der Rolle Himmlers, der als der schlechthin Böse mit jeder menschenrechtswidrigen Tat der Nationalsozialisten in Verbindung gebracht wird, ist es beunruhigend und verblüffend, wie wenig bekannt das Vorhandensein dieser Primärquellen war und ist.

Das Unternehmen, in dem der Dienstkalender 1941/42 veröffentlicht wurde, ist in erster Linie Druckerei und in dem bekannten Handbuch von Vinz/Olzog/Hacker: Dokumentation deutschsprachiger Verlage (München: Olzog. 13. Ausgabe 1998) nicht aufgeführt. Am Schluß der hier vorliegenden Veröffentlichung sind acht Seiten werbende Information über »Zeitgeschichte bei Christians« abgedruckt mit einigen durchaus eindrucksvollen Titeln, aber auch allerlei weltanschaulich Festgelegtem, so z. B. Das Unrechtsregime. Forschung über den Nationalsozialismus; Die Not der Juden teilen; Jüdische Erziehung im nationalsozialistischen Deutschland 1933-38; Rassenutopie und Genozid; "Arisierung in Hamburg". Dies alles sind Veröffentlichungen der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (früher Forschungsstelle für Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg)

Die graphisch sehr ansprechende Aufmachung des Dienstkalenders läßt eine Nähe zu dem zwischenzeitlich ins Zwielicht geratenen Hamburger Institut für Sozialforschung des Jan-Philipp Reemtsma vermuten, das äußerlich ganz ähnlich gestaltete Bücher herausbringt. Und in der Tat, zurückhaltend aber deutlich wird ihm auf Seite 11 gedankt. Die Verbindung besteht auch über einen der Bearbeiter und Herausgeber des Dienstkalenders: Christian Gerlach ist HIS-Autor und Mitwirkender an Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944 von Hannes Heer und Jan-Philipp Reemtsma.

Da Christian Gerlach uns noch einmal begegnet in seiner bei Reemtsma im HIS (Hamburger Institut für Sozialforschung) erschienenen Aufsatzsammlung Krieg Ernährung Völkermord, soll er hier in seiner Eigenschaft als Mitbearbeiter und Herausgeber kurz vorgestellt werden:

Jahrgang 1963, Studium an der TU Berlin, dort 1998 am Zentrum für Antisemitismusforschung Promotion über Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941-44 (diese Angaben sind dem HIS-Werk Vernichtungskrieg entnommen, S. 683).

Die übrigen Herausgeber/Bearbeiter des Dienstkalenders, nämlich: Peter Witte, Michael Wildt, Martina Voigt, Dieter Pohl, Peter Klein, Christoph Dieckmann und Andrej Angrick, sind entweder mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin, dem Institut für Zeitgeschichte in München oder der oben erwähnten Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg verbunden.

Die weltanschauliche Ausrichtung der Herausgeberschar läßt eine gewisse Besorgnis wach werden, daß Himmlers Dienstkalender 1941/42 nicht mit der hierbei besonders angebrachten Objektivität herausgegeben wurde. Das ist aber auf den ersten und zweiten Blick nicht der Fall.

Der Dienstkalender wurde vom jeweiligen Adjutanten geführt und barg für die Umgebung Himmlers keine Geheimnisse.

»Die Edition des Dienstkalenders Himmlers 1941/42 kann und will nicht zur Forschungskontroverse um die "Endlösung" neue Thesen bieten, sondern in erster Linie neue Materialien. Die vorrangige Absicht bestand darin, das Dokument in edtiierter Form rasch der Forschung zur Verfügung zu stellen.« (Einleitung, S. 13)

Doch dann lesen wir:

»Selbstverständlich wird die Rolle Himmlers und der SS-Führung beim Mord an den europäischen Juden im Brennpunkt des Interesses einer Edition des Dienstkalenders des Reichsführers SS stehen.« (S. 18)

In die vorliegende Edition wurden die Telefonnotizen Himmlers vollständig eingearbeitet, dazu ausgewählte Teile seines eigenhändig geführten Taschenkalenders, auszugsweise ein von Dr. Rudolf Brandt (1948 im Zuge des Nürnberger Ärzteprozesses hingerichtet, s. S. 671) und ein von dem Adjutanten Werner Grothmann gesondert geführter Terminkalender, wobei die einzelnen Teile typographisch und durch andere Mittel unterscheidbar gemacht wurden. Dazu gibt es ein sehr nützliches gelbes Kartonblatt, das dem Buch beiliegt und die »Schriftarten und ihre Bedeutung im Quellenteil« auflistet.

Die sehr umfangreichen und zahlreichen Fußnoten erläutern die Zusammenhänge der oft nicht ohne weiteres deutbaren Eintragungen des Quellenteils. Es entsteht der Eindruck höchster Gewissenhaftigkeit und wissenschaftlicher Tugend. So lobenswert die Gestaltung des Quellentextes auch sein mag, in den Fußnoten wird die weltanschauliche Ausrichtung der Herausgeber deutlich. Diese unsere Behauptung soll an einigen beliebig herausgegriffenen Beispielen anschaulich gemacht werden.

Für Freitag, 24.10.41, gibt es kein Terminblatt (was oft vorkommt und in der Einleitung genau erläutert wird, s. S. 14-19). Aber erkennbar durch eckige Klammern ist dem fehlenden Quellentext hinzugefügt: »[Himmler in Mogilew.]« und »[Flug nach Smolensk, Treffen mit Generalfeldmarschall v. Bock, Bach-Zelewski und General v. Schenckendorff, abends Rückflug nach Mogilew.]« Einen auf diese Weise nachprüfbaren Beleg gibt es aber nur für Himmlers Besuch bei v. Bock in Form einer nachträglichen Notiz in dessen Tagebuch. Alles übrige ist erschlossen, und als Hauptbeleg zitiert der Bearbeiter ... sich selbst - Christian Gerlach. In der Fußnote ist ausführlich die Rede von Massenerschießungen:

»Himmler besuchte u.a. das [...] Zwangsarbeitslager in Mogilew, in dem an diesem Tag 279 Menschen erschossen wurden.«

Nach Meinung des Bearbeiters gab es noch ein weiteres Treffen:

»Bei dem Treffen mit Carl Zenner dürfte dieser Meldung über das zwei Tage zuvor beendete Massaker in Borissow erstattet haben, bei dem Sipoeinheiten aus seinem Bereich, obwohl sie in der Stadt nicht "zuständig" waren, 7000 Juden ermordet hatten.«

Aber damit nicht genug der Mutmaßungen. Wie in der gleichen Fußnote etwas weiter oben berichtet wird, sollte das Zwangsarbeitslager Mogilew »offensichtlich« Juden aus Mitteleuropa aufnehmen und vernichten, und »anscheinend« bestand der Plan, dort eine stationäre Gaskammer zu errichten, »doch ist der Zeitpunkt nicht ganz klar. Das Vorhaben von Judendeportationen per Bahn oder Schiff nach Mogilew scheiterte später an Transportproblemen«. Quelle: Gerlach: Failure of Plans und Breitmann: Official Secrets. What the Nazis planned.

Wir halten fest: Für den 24.10.41 gibt es für einen Mogilew-Besuch keinen Eintrag, auch nicht in den anderen Terminunterlagen (s.o.). Erst einen Tag später, am 25. Oktober 1941, taucht Mogilew auf: »8.30 - 9.30 Gr.F. Querner in Mogilew - Bericht über Oberabschnitt Nordsee«. Vielleicht war Himmler am 25.10.41 in Mogilew und empfing dort Querner. Der Vermerk stammt von Himmler selbst. Ein anderer Eintrag zum Thema Mogilew findet sich 1942. Am 9. März 1942 notiert Adjutant Grothmann in seinem Terminkalender:

»13.20 Abflug nach Orscha (Lötzen)
                       (Staf. Martin)
                       Ankunft in Orscha
                       Fahrt nach Mogilew

18.15 Mogilew
                      Besuch des SS Laz. Mogilew
« (S. 374)

Hier sucht man eine Fußnote vergebens, dabei verwundert es, daß aus dem Zwangsarbeitslager mit geplanter stationärer Gaskammer und Erschießungen nur wenige Monate später ein unschuldiges SS-Lazarett geworden ist. Auch am folgenden Tag war Himmler noch in Mogilew, von wo er um 9:15 h abfuhr. Kein Wort der Erläuterung zu der Metamorphose, die seit dem 24.10. des Vorjahres stattgefunden hat. Vielleicht gibt es ja eine Erklärung, aber warum hält man sie uns vor? Aus einer Fußnote auf der gleichen Seite, die sich um einen anderen Besichtigungsort Himmlers dreht, läßt sich zur Not schließen, daß bei Mogilew 1 und Mogilew 2 verschiedene Bearbeiter am Werk waren, die ihre Arbeitsergebnisse - entgegen den Versicherungen im Vorwort - nicht freundschaftlich austauschten.

So beginnt sich bald ein Nebel über die Bearbeitertätigkeit zu breiten, aus dem heraus mit Mutmaßungen geschossen wird. Man ist sehr schnell geneigt, auch andere Erläuterungen anzuzweifeln. Bei der Fußnote zu dem zweiten Besichtigungsort Himmlers am 9. März 1942 wird aber nicht mit gezinkten Karten gespielt, sie ist absolut sachlich und informativ. Die Arbeit der einzelnen Herausgeber ist leider nicht differenziert, man kann nur vermuten, daß wissenschaftlich unterschiedlich qualifizierte Mitarbeiter am Werk waren.

Allgemein wäre es ratsam gewesen, die Fußnoten, die durchschnittlich mehr als die Hälfte der Seite - bei engerem Zeilenabstand - einnehmen, weniger geschwätzig zu gestalten, und anstatt »es könnte sein«, »zwei Umstände könnten dazu geführt haben, daß«, »möglicherweise bewirkte dies« gar nichts zu sagen, wenn man sich so wenig sicher ist. In der hier herangezogenen, beliebig herausgesuchten Fußnote auf S. 180 geht es um Banalitäten, nämlich um die Frage, warum es für manche Tage keine Terminblätter gibt. Das ist aber in der Einleitung schon hinreichend genau geklärt worden.

Daß es auch nützliche, informative Fußnoten gibt, deuteten wir oben schon an.

Sieht man von den hier aufgelisteten Fehlern und Mißlichkeiten ab und beschränkt sich auf den insgesamt lobenswert gestalteten Quellenteil, so fällt - wie am Beispiel des Mogilew-Besuchs schon deutlich wird - das Fehlen von Einträgen auf, die man eigentlich erwarten würde. Das hat auch der (nicht genannte) Verfasser der Einleitung bemerkt·

»So hat sich herausgestellt, daß manche Termine Himmlers, die sich mittels anderer Quellen unzweifelhaft [?] auf ein bestimmtes Tagesdatum festlegen lassen, nicht in den Terminblättern aufgeführt sind, ohne daß für die Auslassung eindeutige Gründe zu erkennen gewesen wären.« (S. 17)

Und:

»So standen alle mit der Waffen-SS verbundene Fragen spätestens seit dem Überfall [sic!!!] auf die Sowjetunion im Juni 1941 im Mittelpunkt von Himmlers Tätigkeit, während zum Beispiel Fragen der Konzentrationslager weit weniger Raum im Dienstkalender einnahmen.« (S. 18)

Wir haben den Quellenteil für zwei Monate Tag für Tag durchstudiert, um Einträge über KZ und damit verbundene Fragen zu lokalisieren und zu bewerten. Dafür boten sich die Monate März und April 1942 an, nachdem am 20. Januar 1942 Heydrichs Wannsee-Konferenz stattgefunden hatte. Die wenigen Einträge, die wir gefunden haben, sind aufschlußreich und keineswegs immer angenehm für den, der zur Unterschätzung Himmlers neigt. Einträge über KZ kommen durchaus vor, aber eben nicht annähernd so wuchtig wie erwartet.

März 1942

»(Mittwoch, 4. März 1942)

(T:) 13.45 SS Gr.F. Pohl Berlin           Besuch Ravensbrück
            11 Std. Arbeitstag
            Konz. Lager zu Pohl
            Besuch hier am Freitag«

Das ist von Himmler handschriftlich notiert worden. Ein Eintrag vom 7. März bestätigt die Übergabe der Aufsicht über die KZ an Pohl:

»(Sonnabend, 7. März 1942)

(T:) 11.45 SS Gr. F. Jüttner Übernahme K Lager an (sic)

Pohl«

Diese beiden Einträge geben insofern nichts her, als es hier einfach um die bekannte Tatsache geht, daß von einem bestimmten Zeitpunkt an die Inspektion der KZ Sache des WVHA war (WVHA = Wirtschafts- und Verwaltungs- Hauptamt). Es gibt nichts daran zu deuteln, daß ab diesem Datum die KZ-Häftlinge für die deutsche Kriegswirtschaft arbeiten mußten, und zwar ohne Bezahlung.

Im gesamten März gibt es nur noch eine diesbezüglich interpretierbare Eintragung, nämlich am Mittwoch, 11. März 1942, als Besprechungsstichpunkt eines 10-minütigen Telefonats Himmlers mit Heydrich (handschriftlich von Himmler in seinen Telefonkalender eingetragen):

»Erlaß Staatssekretariat im Gen.Gouvern.; Judenfrage; Gratulation Frick; Zustand Daluege.«

Die hierzu gehörende umfangreiche Fußnote berichtet über die zu jener Zeit stattgehabten Deportationen, z.B. aus Theresienstadt nach Lublin und aus dem besetzten Frankreich in das KZ Auschwitz. Ärgerlicherweise wird der hier herangezogene Schnellbrief Eichmanns an das Auswärtige Amt vom 11.3.1942 nach einem Buch zitiert:

»gedruckt in Poliakov/Wulf, Das Dritte Reich und seine Diener, S. 115«.

Es ist unverantwortlich, in einer so brisanten Sache aus lauter Bequemlichkeit nicht auf die Originalquelle zurückzugreifen, sondern sich auf Dritte zu verlassen.

April 1942

Ein Eintrag von Freitag, 17. April 1942, verweist auf eine Fahrt nach Kutno. Hierzu gibt es keine Fußnote. Der sog. "Kutno-Marsch" ist für die Deutschen, die bei Kriegsausbruch im polnischen Machtbereich lebten, ein Begriff. Er bezeichnet einen der Verschleppungsmärsche, wobei ab ca. 1. Sept. 1939 die Deutschen nach Osten getrieben wurden, ehe sie von den vorrückenden deutschen Truppen gerettet wurden. Unter den Deutschen gab es viele Tote, aber auch die Überlebenden haben den Kutno-Marsch nie vergessen. (Mitteilung eines Opfers an Rez. siehe »Dokumentation der Verschleppungsmärsche im Sept. 1939«, unveröff.) Mutmaßungen darüber, welchen Zweck Himmlers Kutno-Reise hatte, werde ich nicht anstellen.

Die für jenen 17. April 1942 folgende Eintragung aus Himmlers Taschenkalender (TK) lautet »11-12 mit Koppe«. Der nächste Besuchstermin war Warthbrücken. Die Fußnote hierzu (41) ist beachtlich. Sie umfaßt 16 Zeilen, wo wir u.a. mit folgenden Mutmaßungen konfrontiert werden.

»(Himmler und Koppe) inspizierten möglicherweise das nur wenige Kilometer von Warthbrücken (Kolo) entfernte Vernichtungslager Chelmno. Dort wurden am selben Tag die Juden von Sanniki ermordet (Gulczynski, 0bóz smierci, S. 61). Himmlers Besuch im Wartheland hing offensichtlich mit der Einleitung neuer Massenvernichtungsaktionen zusammen. Drei Tage später kündigte die Ghettoverwaltung in Lodz eine "Umsiedlung von Juden" an. [...] Diejenigen von ihnen, die als "arbeitsunfähig" eingestuft wurden, sollten dagegen in Chelmno ermordet werden.« (Hervorh. v. Rez.)

Die Umsiedlungsaktion ist belegbar, eine Aktennotiz der Ghettoverwaltung verweist darauf, daß der Befehl hierfür von Himmler stammt. Mehr nicht.

Der 17. April 1942 hat unsere Aufmerksamkeit dadurch auf sich gezogen, daß als Eintragung für 18 Uhr vermerkt ist:

»Besichtigung des [Warschauer. d.Rez.] Ghettos«

In der Fußnote wird berichtet, am Abend eben dieses Tages sei im Ghetto eine Panik ausgebrochen, weil das Gerücht umging, es sei ein Massaker geplant. Aus dem Quellenteil läßt sich das aber nicht ablesen. Die Panik kann trotzdem tatsächlich ausgebrochen sein, aber der Beweis dafür ist eher dürftig, nämlich das Buch Wir haben es gesehen. Zweifelsfrei belegt ist der Ghetto-Besuch vom 17. April.

Eine Eintragung Himmlers in seinem Telefonkalender vom Montag, 20. April 1942, ist verblüffend:

»(T:) 12 h SS O.Gr.F. Heydrich Besuch bei Greiser
      Leistungsgruppen b. d. Polen.
      Keine Vernichtung d. Zigeuner.«

Die Fußnote vermerkt verschiedene bereits durchgeführte Vernichtungsaktionen. Als Erklärung dafür, daß Zigeuner verschont werden sollten, schreibt der Bearbeiter:

»Der Eintrag ist ein Indiz für die Unklarheit in der NS-Spitze über die Frage, ob alle Zigeuner ermordet werden sollten.«

Man könnte der seltsamen Bemerkung aber auch eine andere Interpretation geben, sogar zwei: Einmal könnte Himmler Heydrich ermahnt haben, keine Zigeuner zu vernichten. Aber es könnte auch so sein, daß es Gerüchte aus dem Ausland oder auch in der deutschen Bevölkerung über Zigeunervernichtung gab, denen entgegenzutreten war. Wenn man den Himmlererlaß vom 16. Dezember 1942 und den daraus resultierenden "Schnellbrief" vom 29.1.1943 des Reichssicherheitshauptamtes über die »Einweisung von Zigeunermischlingen, Rom-Zigeunern und balkanischen Zigeunern in ein Konzentrationslager« in die Betrachtung mit einbezieht, wo eine ganze Reihe von Ausnahmen aufgeführt sind, nämlich seßhafte Zigeuner, »reinrassige und Lalleri-Zigeuner«, sozial angepaßte sowie mit Auszeichnungen aus dem Wehrdienst Entlassene, usw. (vgl. VffG 3(4) (1999), S. 464ff.; der Schnellbrief ist als Kopie im Institut für Zeitgeschichte, München, vorhanden), dann muß man schließen dürfen, daß nicht schon vor dieser ersten umfangreichen Deportation Tausende von Zigeunern ermordet worden sein können. Der Bearbeiter hat dafür auch keinen Beleg, er zitiert wieder einmal ein Buch: Zimmermann, Rassenutopie und Genozid. Es ist sehr schade, daß der Bearbeiter zu faul war, um nach Hinweisen auf Vernichtungsgerüchte zu suchen, u.a. in ausländischen Zeitungen und Zeitschriften.

Die drei Eintragungen sind alles, was im April 1942 in den Terminunterlagen über die Behandlung von Juden, Polen und Zigeunern zu finden war.

Am 1. Mai 1942 aber wird es brenzlig. Da lesen wir in den in aller Offenheit und Ausführlichkeit getätigten Eintragungen folgendes:

»16.00       Fahrt nach Dachau
       Stabsarzt Dr. Rascher
       Dort Besichtigung des Lagers u. Dienststellen.
       RF besichtigt Versuche in der Höhendruckkammer durch Stabsarzt Dr. Rascher.«
(S. 414)

Lt. Fußnote ordnete Himmler bei diesem Besuch an, einen Film über die Versuche zu drehen. Das stimmt, der Film wurde am 14.7.1942 vorgeführt (S. 489). Über den Verbleib dieses Films hören wir leider nichts. Die Forschung sollte sich unbedingt darum bemühen. Die Versuche in der Höhendruckkammer dienten der Erforschung der Belastbarkeit von Fliegern in großer Höhe und wurden nach dem Krieg von den Amerikanern als Grundlage ihrer eigenen Forschungen verwendet. Ich beziehe mich hierbei - unter Vorbehalt - auf einen Fernsehfilm der US-Serie LA Law mit dem Titel »Schmerzhafte Tugend«.[1]

Zusammenfassend stellt sich heraus, daß die Quellentexte der Diensttagebuch-Edition allem Anschein nach verläßlich wiedergegeben sind, daß es aber mit der Kommentierung erheblich hapert.

Christian Gerlach und das Himmler-Tagebuch

So gerüstet, wenden wir uns nunmehr Himmlers Eintrag vom 18. Dez. 1941 zu, der Anlaß zu mehreren Kommentaren und Rezensionen war. Zitiert wurde der Eintrag bereits am Anfang dieses Beitrages. Himmler notiert als Besprechungspunkte für eine Besprechung mit Hitler u.a.: »Judenfrage / als Partisanen auszurotten« . Es geht hier um das Wörtchen »als«. Für deutsche Ohren ist der Sinn eindeutig: diejenigen Juden, die als Partisanen gefaßt werden, sind »auszurotten«. So versteht es auch Christian Gerlach, Autor der Studie Die Wannsee-Konferenz, das Schicksal der deutschen Juden und Hitlers politische Grundsatzentscheidung, alle Juden Europas zu ermorden.[2] Wir kommen darauf gleich zurück.

Das Ausland versteht den Text aber anders, zuvörderst Le Monde. Hier wird »als« so wiedergegeben, als stünde dort »wie«. Die französische Fassung lautet:[3]

»Question juive / Les exterminer comme des partisans.« (Hervorh. v. Rez.)

In deutscher Rückübersetzung wäre das: Judenfrage / sie ausrotten wie Partisanen. Das aber ist falsch. Le Monde beruft sich nicht auf den Dienstkalender Himmlers, der ja erst 1999 veröffentlicht wurde, sondern stützt sich auf Christian Gerlach:[4]

»Dank eines in den Archiven der ehemaligen UdSSR entdeckten neuen Textes ist diese Frage [die Frage des Zeitablaufes des Völkermords] in den allerletzten Wochen einer Beantwortung näher gekommen. Es handelt sich um das Diensttagebuch von Heinrich Himmler, dem mächtigen Reichsführer SS, Chef der Polizei Nazideutschlands. Die Durchsicht dieses Tagebuches hat es einem jungen, 34 Jahre alten Berliner Forscher, Christian Gerlach, Autor eines aufsehenerregenden Artikels, [...] bereits ermöglicht, den 12. Dezember 1941 als Datum festzustellen, an dem Hitler den Befehl zur Ausrottung der Juden gab.«

Und weiter:[5]

»Politische Konsequenzen dieser angekündigten Entscheidung: Am Nachmittag des 19. Dezember 1941 findet eine Unterredung zwischen Hitler und Himmler statt, bezüglich dessen Thema der Reichsführer SS in seinem von Christian Gerlach [stimmt nicht. Anm. v.Rez.] in Moskau aufgefundenen Diensttagebuch anmerkt: "Judenfrage / sie ausrotten wie Partisanen. ("Judenfrage / als Partisanen auszurotten").«

Es fällt auf, daß Nicolas Weill, der Verfasser des Le Monde-Artikels, die deutsche Version getreulich mitliefert, ohne das Übersetzungsproblem zu erkennen. Im übrigen beruft er sich in seiner Argumentation voll auf die Darstellung Gerlachs. Die Betrachtung des Beitrags von Nicolas Weill können wir hier bereits abschließen, denn es geht nicht um das, was er referiert, sondern um die Wellenbewegung, die er damit in Gang setzte.

Aus Frankreich habe ich nur eine Folgeuntersuchung gelesen, nämlich die von Henri Roques. Aus Deutschland ist mir keine Reaktion bekannt, obwohl es sie sicher gegeben hat, aber wohl eher bei Spezialisten. Auch der unvoreingenommene Henri Roques weiß nur von der falschen Übersetzung. Seine Broschüre Quand Alain Decaux raconte l'histoire du SS Kurt Gerstein[6] hat die Hitler-Agenda und die beiden Artikel von Gerlach und Weill nicht zum Thema, aber er geht darauf ein. Er erklärt die (angeblich) krasse Hitler-Äußerung als Ausdruck von Wut und Verärgerung über die Entwicklung des Krieges zum Weltkrieg und zitiert eine Reihe von ähnlich krassen Drohungen aus dem Ausland an die Adresse des deutschen Volkes.

Ehe wir uns dem Gerlach-Aufsatz aus dem Jahre 1997 zuwenden, wollen wir noch einen Blick werfen auf eine in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 9. November 1999 erschienene Rezension vom Dienstkalender Heinrich Himmlers.[7] Anselm Doering-Manteuffel hat sie geschrieben, doch leider hat er es versäumt, sich vorher mit dem Gegenstand seiner Rezension vertraut zu machen. Vielmehr gewinnt der Eingeweihte den Eindruck, als habe auch Manteuffel nur den Gerlach-Aufsatz gelesen:

» Im Schnittpunkt all dieser Zielvorstellungen aber stand die Praxis des Völkermords an Juden, Zigeunern, Russen und Polen. Im Verlauf des Jahres 1941 als eine Funktion des völkisch-rassischen Umbaus im östlichen Europa aus dem Dienstkalender erkennbar, wurde sie seit dem Winter 1941/42 durch Hitlers Entscheidung, alle Juden Europas als "Schuldige" am erneuten Weltkrieg zu vernichten, zu einem Ziel für sich. [...] Die Quellenangaben ermöglichen zwar nicht mit letzter Sicherheit, aber doch mit hoher Wahrscheinlichkeit den Schluß, daß Hitler [...] den obersten Repräsentanten der NSDAP seine Entscheidung zur Vernichtung der Juden mitteilte. [...] Die Eskalation zum Menschheitsverbrechen durch die Einflußnahme Hitlers war im Winter 1941 erreicht. Diese Schlußfolgerung kann man nach dem Studium des Quellentextes ziehen. Es ist eine schlimme, bedrückende Lektüre.« (Hervorh.v.Rez.)

Wenn man, wie Manteuffel, die Fußnoten als Quellentext mitliest, ist die Lektüre vielleicht bedrückend. Der Quellentext selbst verdient diese Bezeichnung aber nicht.

Ein letzter Blick soll dem von Nicolas Weill als »aufsehenerregend« bezeichneten Aufsatz von Christian Gerlach gelten, der unter dem Titel Die Wannsee-Konferenz, das Schicksal der deutschen Juden und Hitlers politische Grundsatzentscheidung, alle Juden Europas zu ermorden zuerst 1997 in einer Zeitschrift namens Werkstatt Geschichte (Ergebnisse Verlag Hamburg) erschienen ist und »unter Hinzunahme neuer Dokumente ergänzt und korrigiert« ein Jahr später in Gerlachs kleine Aufsatzsammlung Krieg Ernährung Völkermord aufgenommen wurde. Der Artikel Die Wannsee-Konferenz ist nicht lesenswert. Der Aufsatz besteht aus drei Thesen: 1) die Bewertung der Wannsee-Konferenz: Wieso fand sie zu einem Zeitpunkt statt, als die Vernichtungsaktionen längst geplant und schon im vollem Gange waren? - Die Antwort: die Vernichtung war zwar in vollem Gange, aber noch nicht so richtig koordiniert, und sie galt eher den Ostjuden. 2) Am 12.12.1941 fand - mehrfach bestätigt - eine Konferenz hoher NS-Funktionäre statt (in Himmlers Dienstkalender festgehalten als »Reichs- u. Gauleitertagung« in der "Führerwohnung" - also unter Leitung Hitlers). Dort soll Hitler nach einem Eintrag im Goebbels-Tagebuch seine Prophezeiung aus dem Jahre 1939 wiederholt haben, daß die Juden, wenn sie wieder einen Weltkrieg anzettelten, dabei ihre Vernichtung erleben würden. Dazu Goebbels weiter:[8]

»Der Weltkrieg ist da, die Vernichtung des Judentums muß die notwendige Folge sein. Diese Frage ist ohne jede Sentimentalität zu betrachten. Wir sind nicht dazu da, Mitleid mit den Juden, sondern nur Mitleid mit unserem deutschen Volk zu haben.«

Gerlach gibt zu, daß Hitler diese »berüchtigte Prophezeiung« auch bei anderer Gelegenheit wiederholt habe, schließt aber dennoch, daß an jenen Nachmittag des 12.12.1941 Hitler die unmißverständliche Anordnung zur Judenvernichtung gegeben habe. Genauere Quellen fehlen. 3) Die am 12.12.1941 vermutete Anordnung hat nach Meinung Gerlachs zu einem direkten Befehl an Himmler in der Unterredung vom 18.12.1941 geführt, wie sie im Dienstkalender festgehalten ist.

Um seine Thesen belegen zu können, schreitet Gerlach nun zur Interpretation des Dienstkalender-Eintrags: »Judenfrage / als Partisanen auszurotten.« Das diesbezügliche Kapitel enthält pro Seite 3-5 Mutmaßungs-Partikel wie »ohne Zweifel«, »als Weisung verstehen kann«, »es deutet einiges darauf hin« »Brack bezog sich erkennbar auf die Ermordung aller europäischen Juden«, »Es ist wahrscheinlich, daß« usw. usf.

Wie geht Gerlach nun mit jenem ominösen Dienstkalender-Eintrag vom 18.12.41 um, dessen grammatische Bedeutung ihm durchaus klar ist? »Aber was war damit gemeint?« fragt er. Die Antwort ist verblüffend:

»Das Wort "Partisanen" scheint zunächst auf die Sowjetunion hinzudeuten. Doch der Mord an allen sowjetischen Juden war längst beschlossene Sache und in vollem Gange. Andererseits gab es zu jener Zeit in nennenswerter Zahl gar keine jüdischen Partisanen in den besetzten sowjetischen Gebieten.« (S. 118)

Dazu fällt mir nur eine sprichwörtliche Weisheit ein, nämlich "daß nicht sein kann, was nicht sein darf". Über die Aktivitäten der Partisanen in Rußland, in Jugoslawien, in Griechenland gibt es eine umfangreiche Literatur, und daß es unter den sowjetischen Partisanen besonders viele Juden gab, z. T. direkt aus deutschem Einflußgebiet geflohen und dort untergekommen, das ist ebenfalls bekannt.

Gerlach findet eine wirklich geniale Erklärung: die Partisanen sind als Metapher gemeint:

»Es ging in jedem Fall um imaginäre "Partisanen", die angebliche "jüdische Bedrohung". [...] Aus sich selbst heraus ist diese Stelle also nicht eindeutig zu interpretieren, es deutet aber einiges auf einen globalen Sinn der Aussage Hitlers hin, die man ihrer sprachlichen Form nach als Weisung verstehen kann!« (S. 118)

Das ist fast schon satireverdächtig.

Gegen Gerlachs Erklärung der "Prophezeiung" Hitlers auf der Reichs- und Gauleitertagung als Befehl liegt ein sachlicher Einwand nahe: diese Prophezeiung machte Hitler wiederholt seit 1939, und das ist der Holocaust-Forschung und damit auch Gerlach bekannt, er zieht es ja selbst zur Argumentation heran. Aber unverdrossen schreitet er zum Zirkelschluß: Bis dahin war die Prophezeiung nur so rhetorisch gemeint, aber seit dem 11.12.1941 herrschte Krieg zwischen den USA und Deutschland, also ein Weltkrieg, und nun meinte Hitler seine Prophezeiung ernst, zwar noch nicht in seiner - als gemäßigt geltenden - Rede vom 11.12., die wurde nämlich vom Rundfunk übertragen, aber dann in der Geheimversammlung am 12.12.41. Und daß er sie nun ernst meinte, das kann man aus der Bemerkung vom 18.12.41 schließen. Und das ist ein echter Zirkelschluß.

Man möchte Gerlach raten, sich ein bißchen mit dem Befehlsgefüge während der Zeit des Nationalsozialismus vertraut zu machen. Ein Führerbefehl war etwas fast Heiliges. Und so etwas Ungeheuerliches wie der Mord an allen sowjetischen Juden, der angeblich bereits seit dem 22. Juni 1941 im Gange war, sollte ohne Führerbefehl möglich gewesen sein? Aber den Befehl gab es doch laut Gerlach erst ab Dezember 1941!

Ich betone ausdrücklich, daß es mir fernliegt, den Befehl zum Mord an allen sowjetischen Juden vor oder nach dem 12. bzw. 18. Dezember 1941 in Zweifel zu ziehen, auch wenn sein Vorhandensein noch nicht restlos geklärt ist.

Wir fassen zusammen: Eine aufwendige Anhäufung von Zitaten, Fußnoten, Konditionalien und Adverbien der Mutmaßung beansprucht die Geduld des Lesers, doch der Forschungsertrag des Wannsee-Aufsatzes von Christian Gerlach ist mehr als dürftig, ja sogar in sich widersprüchlich.

Schade für das Thema.


Anmerkungen

Entnommen den Randbemerkungen. Rezensionszeitschrift zur Gegenwartsforschung. Herausgegeben vom Institut für Gegenwartsforschung, BP 59, L-6601 Wasserbillig / Luxemburg, Jahrgang 4 (1999) Heft 4, S. 58-68.

[1]Vgl. dazu »"LA Law". Menschenversuche in Dachau« Randbemerkungen, 1(2) (1996), Institut für Gegenwartsforschung, BP 59, L-6601 Wasserbillig.
[2]Christian Gerlach, »Die Wannsee-Konferenz, das Schicksal der deutschen Juden und Hitlers politische Grundsatzentscheidung, alle Juden Europas zu ermorden.« In: ders.: Krieg, Ernährung, Völkermord. Forschungen zur deutschen Vernichtungspolitik im Zweiten Weltkrieg. Hamburg: Hamburger Edition 1998. ISBN 3-930908-39-5- 308 S. brosch. DM 24,00.
[3]Nicolas Weill, »L'ordre d'exterminer les juifs d'Europe aurait été donné par Hitler en décembre 1941«, Le Monde, 24. Januar 1998, S. 10.
[4]»Dans les toutes dernieres semaines, grâce a un texte nouveau découvert dans les archives de l'ex-URSS, cette question vient de trouver un commencement de réponse. I1 s'agit de l'agenda de Heinrich Himmler, le puissant Reichsführer SS, chef de la police de l'Allemagne nazie. Sa consultation a d'ores et déjà permis à un jeune chercheur berlinois de trente-quatre ans, Christian Gerlach, auteur d'un retentissant article [...] de fixer au 12 décembre 1941 la date à laquelle fut donné, par Hitler, l'ordre d'extermination des juifs
[5]»Consequence politique de cette décision annoncée: une entrevue a lieu dans l'après-midi du 18 décembre 1941 entre Hitler et Himmler, entrevue à l'issue de laquelle le Reichsführer SS note dans l'agenda exhumé à Moscou par Christian Gerlach: "Question juive. Les exterminer comme des partisans. ("Judenfrage / als Partisanen auszurotten").«
[6]Henri Roques, Quand Alain Decaux raconte l'histoire du SS Kurt Gerstein. Paris: Editions Vincent Reynouard 1998. ISBN 2-9509607-2-3. brosch. 76 S.
[7]Anselm Doering-Manteuffel, »Himmlers Dienstkalender - und Hitlers Entschluss zur Vernichtung der Juden. Ein Quellenwerk mit instruktivem Kommentar«, in: FAZ, 9. Nov. 1999, S. 13
[8]Zit. nach Gerlach, aaO. S. 124.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 5(3) (2001), S. 348-352.


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