Treblinka: Vernichtungslager oder Durchgangslager?

Eine Buchvorstellung

Von Jürgen Graf

Die Idee kam Carlo Mattogno und mir Ende November oder Anfang Dezember 1995 bei einem abendlichen Spaziergang im spätherbstlich kalten Moskau. Wir arbeiteten damals in zwei russischen Archiven, in denen deutsche Dokumente der Kriegszeit aufbewahrt werden. Unser Forschungsziel war hauptsächlich das KL Auschwitz, doch da wir im Archiv der Russischen Föderation auch etliches Material über Treblinka gefunden hatten (keine deutschen Originaldokumente zwar, aber immerhin eine ganze Menge Zeugenaussagen und Berichte sowjetischer Kommissionen), nahmen wir uns vor, ein Buch über Treblinka zu schreiben.

Über dieses bekannteste der sogenannten "reinen Vernichtungslager" gab es damals seitens der Revisionisten bereits etliche wertvolle Untersuchungen. In der Nummer 44 der Historischen Tatsachen hatte Udo Walendy das offizielle Treblinka-Bild einer umfassenden Kritik unterzogen und sowohl auf eine Reihe technischer Unmöglichkeiten als auch auf die heillose Widersprüchlichkeit der Zeugenaussagen hingewiesen. Im 1994 erschienenen, von Ernst Gauss herausgegebenen Sammelband Grundlagen zur Zeitgeschichte befaßten sich drei fundamentale Beiträge – jene von John Ball, Friedrich P. Berg und Arnulf Neumaier – ganz oder teilweise mit Treblinka. Allerdings hatten sich alle diese Autoren damit begnügt, die orthodoxe Version von der "Todesfabrik" zu zerpflücken, und auf jeden Versuch einer alternativen Deutung der Funktion Treblinkas verzichtet.

Dies ist in keiner Hinsicht verwunderlich: Während aus Auschwitz und Majdanek Dokumente in großer Zahl erhalten sind, fehlen solche für Treblinka (sowie die anderen "reinen Vernichtungslager" Belzec, Sobibor und Chelmno) so gut wie vollständig, und auf dem Gelände dieser ehemaligen Lager findet der Besucher keine greifbaren Spuren mehr vor. Das gängige Bild von den "Tötungszentren" beruht denn auch einzig und allein auf Zeugenaussagen. Unter diesen Umständen ist es keine einfache Sache, die wirkliche Funktion des Lagers zu ermitteln.

Hauptsächlich aus diesem Grund legten Mattogno und ich das Treblinka-Projekt vorderhand aufs Eis. Während unserer längeren Reise durch Polen im Sommer 1997 haben wir das 80 km östlich von Warschau gelegene Treblinka zwar aufgesucht und eine Anzahl Fotos gemacht, doch galt unsere Aufmerksamkeit vorwiegend dem KL Majdanek.

Neu belebt wurde unser Interesse an Treblinka Ende 1999. Damals unterrichtete uns unser australischer Freund Fredrick Toben über die von einem Landsmann, dem jungen Ingenieur Richard Krege, durchgeführten Bodenradaruntersuchungen. Mittels eines Radargeräts, das Störungen der Bodenstruktur entdeckt und sowohl zur Ortung von Bodenschätzen als auch zum Auffinden von Gräbern verwendet wird, hatte Krege jene Zone auf dem Lagergelände untersucht, wo sich laut den Augenzeugen die riesenhaften Massengräber befunden haben sollen. (Da es in Treblinka, ebenso wie in Belzec, Sobibor und Chelmno, anerkanntermaßen keine Krematorien gab, sollen die Leichen der je nach Autor 750.000 bis drei Millionen dort ermordeten Juden zunächst in Massengräbern beigesetzt, jedoch ab Frühling 1943 wieder ausgegraben und unter freiem Himmel auf gewaltigen Rosten spurlos verbrannt worden sein.) Als provisorisches Ergebnis seiner mehrtägigen, im Oktober 1999 durchgeführten Radaruntersuchungen war Krege zum Schluß gelangt, daß die Erde in der Zone der angeblichen Massengräber gänzlich unberührt war und es diese Gräber folglich niemals gegeben hat.

Diese Nachricht versetzte mich in nicht geringe Aufregung. Falls Kreges Resultate stimmten, war die Version vom Vernichtungslager mit absoluter wissenschaftlicher Gewißheit erledigt, denn das ganze offizielle Treblinka-Bild steht und fällt mit der Existenz dieser Gräber. Ich setzte mich flugs telefonisch mit dem australischen Ingenieur in Verbindung, um Einzelheiten in Erfahrung zu bringen. Er teilte mir mit, daß seine Unterlagen unvollständig und weitere Nachforschungen an Ort und Stelle erforderlich seien. Außerdem beabsichtige er, auch in Belzec und Sobibor entsprechende Untersuchungen vorzunehmen. Wir entschlossen uns zur Zusammenarbeit.

Da die zweiwöchige Miete des Radargeräts sehr teuer war und die Aufbringung der benötigten Summe Kreges Möglichkeiten überstieg, wandte ich mich in einem Rundbrief mit einem Spendenaufruf an meine Gönner und Freunde und brachte den erforderlichen Betrag auch zusammen. Am 21. August 2000, sechs Tage nach meinem 49. Geburtstag, an dem ich die Schweiz auf unbestimmte Zeit verlassen hatte, trafen wir drei – Richard Krege, Carlo Mattogno und ich – uns in Krakau. Allerdings mußte Mattogno wegen eines – dann Gott sei Dank glimpflich verlaufenen – Krankheitsfalls in seiner Familie schon nach zwei Tagen nach Italien zurückkehren, so daß Krege und ich die Reise zu den "Vernichtungslagern" alleine antraten.

Treblinka. Steinernes Mahnmal im Zentrum des Lagers.
© Carlo Mattogno, 1997

Unser erstes Ziel war Auschwitz. Krege benötigte für seine Studie unbedingt einen Vergleich zwischen Treblinka und einer Stelle, wo es nachweislich Massengräber aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gegeben hat. Mehrere solche befinden sich in Auschwitz-Birkenau. Im Sommer und Herbst 1942 forderte eine mörderische Flecktyphusepidemie dort rund 20.000 Opfer. Da die Kapazität des kleinen Stammlagerkrematoriums bei weitem nicht zur Einäscherung der Seuchenopfer ausreichte und die Kremas von Birkenau damals noch nicht errichtet waren, wurden die Leichen größtenteils in Massengräbern bestattet, die auf den von John Ball veröffentlichten und interpretierten Luftaufnahmen deutlich zu sehen sind. Es gelang uns ohne Schwierigkeiten, die Stelle, wo sich eines der Gräber befunden hatte, ausfindig zu machen; Bodenkonfiguration und Vegetation unterscheiden sich unverkennbar von denjenigen der angrenzenden Zonen. Krege arbeitete dort zwei Tage lang mit seinem Gerät. Weil ich von der Funktionsweise des Apparats keine Ahnung hatte, konnte ich ihm dabei in keiner Weise behilflich sein, und meine Aufgabe während der Reise beschränkte sich auf die des Dolmetschers.

Nächste Station war Belzec, wo mein Gefährte ideale Arbeitsbedingungen vorfand. Obwohl in jenem winzig kleinen Lager immerhin 600.000 Juden, also ein Zehntel der berühmten "sechs Millionen", vergast worden sein sollen, zieht es kaum Besucher an, und die polnischen Behörden haben es noch nicht einmal für nötig erachtet, dort ein Museum einzurichten. Folglich konnte Krege dort tagelang in aller Ruhe arbeiten, zumal uns der Wettergott freundlich gesinnt war. Andere Voraussetzungen herrschten in Sobibor: Erstens befindet sich am Eingang zum Lager ein Museum, dessen Angestellten jede unerlaubte Aktivität auf dem Lagergelände bald auffiele, und zweitens ist, wie uns ein im Museum arbeitender junger polnischer Historiker mitteilte, die genaue Stelle, wo sich die Massengräber befanden (bzw. befunden haben sollen), unbekannt. Da jener Historiker Mattogno und mich von einem 1997 erfolgten Besuch her als Revisionisten kannte, verzichteten wir auf jedes Versteckspiel und baten um die Erlaubnis zur Arbeit mit dem Radargerät. Der Mann verwies uns zwecks Einholung der nötigen Genehmigung an eine Instanz in Warschau, doch verzichteten wir von vornherein auf einen solchen ohnehin aussichtslosen Versuch und fuhren nach Treblinka weiter.

Am Rande des Städtchens Ostrow unweit von Treblinka bezogen wir in einem schmucken ländlichen Gasthaus Quartier, und in den folgenden Tagen arbeitete Krege unermüdlich mit seinem Radargerät und untersuchte jeden Meter Boden in der Zone der angeblichen Massengräber. Da dort am laufenden Band Busse mit (oft israelischen) Holocaust-Touristen eintrafen, saß ich die gesamte Zeit über wie auf glühenden Kohlen. Gott sei Dank kam das emsige Treiben meines Gefährten keinem der Holocaust-Pilger verdächtig vor, und wir konnten Treblinka ohne mißliche Zwischenfälle Lebewohl sagen. Krege kehrte am darauffolgenden Tag via Deutschland in seine Heimat zurück, und mein Weg führte mich weiter nach Osten – zunächst ins ukrainische Lemberg (Lviv), wo ich einige Tage lang im dortigen Archiv recherchierte, darauf nach Moskau und zwei Monate später in den Orient kam. Doch das ist eine andere Geschichte.

Richard Krege hat die ersten Ergebnisse seiner Forschungen auf zwei Konferenzen (im Juni 2001 in Washington und im Januar 2002 in Moskau) vorgestellt und dabei eine Reihe von Lichtbildern gezeigt. Während die Scans aus Birkenau in der Tat massive Bodenstörungen erkennen lassen, welche die Existenz eines früheren Massengrabs erhärten, fehlt auf jenen aus Treblinka und Belzec jede Spur solcher Bodenstörungen. Die einzige logische Schlußfolgerung ist, daß die ungeheuren Massengräber mit den insgesamt fast anderthalb Millionen Leichen (laut Enzyklopädie des Holocaust 870.000 in Treblinka und 600.000 in Belzec) niemals existiert haben. Dies reicht allein schon, um die offizielle Version wie ein Kartenhaus einstürzen zu lassen.

Ursprünglich hatten Mattogno, Krege und ich geplant, die vollständigen Ergebnisse der Bodenradaruntersuchungen in Treblinka als Bestandteil einer umfassenden Studie über dieses Lager zu veröffentlichen, doch wird es nun anders kommen. In Anbetracht der besonderen Bedeutung dieser Forschungsresultate haben wir dem Vorschlag des Verlags Castle Hill Publisher zugestimmt, sie zusammen mit jenen aus Belzec in einem eigenen Buch zu publizieren, das ca. Ende 2002 erscheinen soll. Somit werden Kreges Ergebnisse in dem Buch, das Mattogno und ich im Frühling dieses Jahres abgeschlossen haben, noch nicht berücksichtigt.

Treblinka. Querbalken aus Beton, flankiert von einer ebenfalls aus Beton errichteten Plattform, symbolisieren die Eisenbahnlinie sowie den Bahnsteig des Lagers. © Carlo Mattogno, 1997.

Treblinka: Vernichtungslager oder Durchgangslager? ist in erster Linie Carlo Mattognos Buch, hat er doch sieben der neun Kapitel verfaßt. Von mir stammen lediglich das erste und das fünfte sowie Einleitung und Schlußwort; ferner habe ich Mattognos Teil ins Deutsche übersetzt. Der erste Teil des Werks enthält einen Überblick über die Darstellung Treblinkas in der orthodoxen sowie der revisionistischen Geschichtsschreibung, eine eingehende Analyse der Entstehung des offiziellen Treblinka-Bildes, eine gründliche, weit über die bisherigen revisionistischen Studien hinausgehende historische und technische Widerlegung dieses Bildes sowie eine Übersicht über die in der BRD sowie in Israel durchgeführten Treblinka-Prozesse, bei denen so gut wie jeder rechtsstaatliche Grundsatz mit Füßen getreten wurde. Im zweiten Teil wird der Nachweis erbracht, daß Treblinka ein Transitlager war, durch welches die aus Warschau und anderen polnischen Städten deportierten Juden teils ostwärts in die besetzten sowjetischen Territorien, teils südwärts nach Majdanek und andere Arbeitslager in der Lubliner Region durchgeschleust wurden.

Laut offizieller Geschichtsschreibung wurde den in Treblinka eingetroffenen Juden weisgemacht, sie befänden sich in einem Durchgangslager, wo sie vor der Weiterreise duschen müßten und ihre Kleider entlaust würden. Auf diese Weise, heißt es, habe man die nichtsahnenden Juden in die Gaskammern gelockt. Wir gehen davon aus, daß der erste Teil der Geschichte stimmt: Die Juden wurden geduscht, und ihre Habseligkeiten kamen in Entlausungskammern. Bekanntlich wurden die deutschen Entlausungskammern der Kriegszeit oft mit heißem Dampf betrieben. Wenn dies auch in Treblinka der Fall war, würde dies den Schlüssel zur ursprünglichen Variante des Ausrottungsmythos liefern, laut dem die Juden in Treblinka mit heißem Dampf getötet worden sein sollen. Am 15. November 1942, weniger als vier Monate nach der Eröffnung des Lagers, veröffentlichte die Widerstandsorganisation des Warschauer Ghettos einen langen Bericht unter dem Titel Treblinka: Ewige Schande für die deutsche Nation, in dem behauptet wurde, bisher seien im Lager zwei Millionen Juden (also knapp 20.000 pro Tag!) in Dampfkammern ermordet worden. Die Leichen, so hieß es weiter, würden in stetig wachsenden Massengräbern beigesetzt, und nach der Ausrottung aller Juden stehe »das Gespenst des Todes in den Dampfkammern vor den Augen des gesamten polnischen Volkes«. Diese Berichte nahm man im Warschauer Ghetto sehr ernst. Die Journalistin Eugenia Szaijn-Lewin vertraute ihrem Tagebuch folgendes an:

»Das Schlimmste ist der Tod in Treblinka. Inzwischen wissen wir alle von Treblinka. Dort kocht man die Menschen bei lebendigem Leibe.«

Nachdem die Rote Armee die Gegend um Treblinka im August 1944 erobert hatte, machten sich die sowjetischen Kommissionen gleich an die Arbeit und vermeldeten nach der Befragung von "Augenzeugen", im Lager seien drei Millionen Menschen umgebracht worden. Als Tötungstechnik wurde nun aber nicht mehr Dampf genannt, sondern Ersticken durch Leerpumpen der Todeskammern mittels einer durch einen Dieselmotor angetriebenen Pumpe. Allmählich wandelte sich der Dieselmotor, der anfangs lediglich zur Bedienung der Pumpe gedient hatte, zur Tatwaffe selbst. Urheber dieser Schwindel-Version war der jüdische Zimmermann Yankiel Wiernik, der im Mai 1944 den Bericht der Widerstandsorganisation vom November 1942 plagiierte, doch dabei die "Dampfkammern" durch "Gaskammern" ersetzte.

Daß es in Treblinka einen Dieselmotor gab, ist durchaus wahrscheinlich, denn zur Erzeugung des notwendigen Stroms brauchte man ein Aggregat, und ein solches wurde üblicherweise mit einem Dieselmotor betrieben. Da Dieselmotoren greulich stinken, wähnte der technische Laie Wiernik offenbar, ihre Abgase gäben ein taugliches Mordinstrument ab. Doch wie Friedrich P. Berg sowie andere Revisionisten hervorgehoben haben, ist dies ein grober Irrtum, da sich diese Abgase aufgrund ihres hohen Sauerstoff- und niedrigen Kohlenmonoxidgehaltes sehr schlecht zur Tötung von Menschen eignen; jeder Benzinmotor wäre ungleich effizienter.

Zwischen August 1944 und Ende 1945 machten sich in der Greuelpropaganda noch allerlei verschiedene Ausrottungsmethoden den Rang streitig. Die drei meistgenannten waren Ersticken durch Leerpumpen der Todeskammern, Dieselabgase und Wasserdampf. In seinem 1945 in mehreren Sprachen veröffentlichten Schauerbericht Die Hölle von Treblinka schrieb der sowjetisch-jüdische Autor Wassili Grossmann, laut dem die »stacheldrahtumrankte Einöde Treblinkas mehr Menschen verschlungen hat als alle Meere und Ozeane zusammen seit Beginn des Menschengeschlechts«, alle drei Techniken seien abwechselnd zur Anwendung gekommen, am öftesten aber die erste. Obgleich ein im Dezember 1945 von den polnischen Behörden beim Nürnberger Tribunal eingereichtes Dokument noch festgehalten hatte, in Treblinka seien mehrere hunderttausend Juden durch Dampf ausgerottet worden (PS-3311), entschied sich der polnische Richter Zdzislaw Lukaszkiewicz, Verfasser des ersten längeren forensischen Berichts über Treblinka, ungefähr zum gleichen Zeitpunkt für die Dieselabgase, weil ihm diese offenbar als die glaubwürdigste der verschiedenen von den Zeugen feilgebotenen Mordtechniken vorkam, und im Februar 1946 sprach der als Zeuge aufgebotene ehemalige Treblinka-Häftling Samuel Rajzman in Nürnberg nicht mehr von Dampf-, sondern von Gaskammern. Da auch der Gerstein-Bericht, der damals die Aufmerksamkeit der Historiker auf sich zog, für Belzec und Treblinka als Tatwaffe einen Dieselmotor nannte, wurden die Dieselgaskammern zu jenem Zeitpunkt zur "feststehenden geschichtlichen Tatsache", und alle anderen Varianten verschwanden in der Rumpelkammer der Geschichte. Auch die zunächst genannte Zahl von drei Millionen Treblinka-Opfern ließ man damals als allzu unglaubwürdig fallen, und im folgenden gab man sich mit bedeutend niedrigeren Ziffern zufrieden.

Plan Treblinkas, 1984 von Samuel Willenberg gezeichnet. Im vorgestellten Buch Treblinka wird die Entstehung diverser Lagerpläne chronologisch nachgezeichnet und deren Fiktivität nachgewiesen.
(Aus: S. Willenberg,
Revolt in Treblinka
, Żydowski Instytut Historyczny,
Warschau 1989, S. 6; zum Vergrößern anklicken)

Insgesamt vermeldeten die diversen Zeugen für Treblinka folgende Tötungsmethoden:

  1. Abgase eines nicht näher definierten Motors, dessen Treibstoff Gift beigemischt war.
  2. Eine mobile Gaskammer, die sich längs der Massengräber bewegte und die Leichen in diese entlud.
  3. Gaskammern mit einem verzögernd wirkenden Gas, das es den Opfern ermöglichte, zu den Massengräbern zu gehen, worauf sie das Bewußtsein verloren und in die Gräber fielen.
  4. Ungelöschter Kalk in Zügen; laut dieser Version diente Treblinka nur noch als Begräbnisstätte.
  5. Heißer Dampf.
  6. Elektrischer Strom.
  7. Erschießen mit Maschinengewehren.
  8. Ersticken durch Leerpumpen der Kammern.
  9. Chlorgas.
  10. Zyklon-B.
  11. Dieselabgase.

Dieser heillose Wirrwarr ist für die Hofhistoriker natürlich ungemein peinlich. Während sich die weniger dreisten wie Raul Hilberg damit zufrieden geben, alle von den Zeugen geschilderten Tötungstechniken bis auf den Dieselmotor totzuschweigen, greifen die frecheren von ihnen zu unverschämten Verfälschungen der historischen Quellen. Dies gilt insbesondere für den israelischen Professor Yitzhak Arad, Verfasser des "Standardwerks" Belzec, Sobibor, Treblinka. The Operation Reinhard Death Camps, in welchem die Ausführungen der Widerstandsbewegung vom November 1942 zwar ausführlich wiedergegeben, die genierlichen "Dampfkammern" jedoch jedesmal durch "Gaskammern" ersetzt werden!

Kurzum: Die offizielle Treblinka-Version stellt eine ununterbrochene Kette von Absurditäten dar. Damit ist freilich die Frage noch nicht beantwortet, welche Funktion das Lager tatsächlich besaß. Revisionisten wie Arthur Butz, Robert Faurisson, Mark Weber und Andrew Allen haben schon vor vielen Jahren die These verfochten, Treblinka sei ein Durchgangslager gewesen. In zwei Kapiteln zeichnet Mattogno anhand einer Unzahl von Dokumenten akribisch die nationalsozialistische Politik der Judenumsiedlung nach Osten nach und türmt dann im Schlußkapitel Indiz auf Indiz und Beweis auf Beweis dafür, daß die nach Treblinka gebrachten Juden in der Tat an andere Bestimmungsorte weitergeleitet worden sind. Um dem Einwand zu begegnen, es sei letztlich gleichgültig, ob die Juden in Polen vergast oder weiter östlich erschossen worden seien, nimmt Mattogno in einem seiner Kapitel auch die von den orthodoxen Historikern vertretene These unter die Lupe, wonach die Einsatzgruppen in den besetzten Ostgebieten eine Politik der systematischen Judenvernichtung betrieben haben, und beweist, daß diese Behauptung unhaltbar ist.

Daß Treblinka u.a. als Transitlager für Majdanek und andere Arbeitslager im Lubliner Distrikt diente, wird selbst von den jüdischen Historikern Tatiana Berenstein und Adam Rutkowski eingeräumt. In der Urteilsbegründung des Jerusalemer Demjanjuk-Prozesses werden etliche ehemalige jüdische Deportierte erwähnt, die nach kurzem Aufenthalt in Treblinka nach Majdanek gelangten. Weniger einfach ist der Nachweis dafür zu erbringen, daß Juden über Treblinka in die besetzten sowjetischen Gebiete abgeschoben worden sind, doch liegt zumindest ein hieb- und stichfester dokumentarischer Beleg dafür vor. Am 31. Juli 1942, eine Woche nach der Eröffnung Treblinkas, verwahrte sich der Reichskommissar für Weißrußland Wilhelm Kube beim Reichskommissar für das Ostland Heinrich Lohse aufgebracht gegen die Abschiebung von 1000 Warschauer Juden nach Minsk, da diese Juden als potentielle Seuchenträger sowie Unterstützer der Partisanen eine Gefahr darstellten. Zu jenem Zeitpunkt gelangten alle deportierten Warschauer Juden nach Treblinka, so daß die betreffenden 1000 Juden zwangsläufig über jenes Lager nach Minsk geschickt worden sein müssen. Dieser eine Transport reicht bereits aus, um das Bild vom "reinen Vernichtungslager", in dem bis auf eine Handvoll "Arbeitsjuden" jeder Jude sogleich ermordet wurde, bis in die Grundfesten zu erschüttern. Wer einwendet, es habe sich um eine Ausnahme gehandelt, wird sich nämlich fragen lassen müssen, wieviele andere solche "Ausnahmen" es wohl noch gegeben haben mag.

Freilich bleibt noch sehr vieles im dunkeln: die genaue Zahl der nach Treblinka verbrachten Juden, die genauen Bestimmungsorte der von dort aus Überstellten, das Schicksal jener, welche die harten Kriegsbedingungen überlebt haben. Es besteht Grund zur Hoffnung, daß die zunehmende Öffnung der Archive in den Nachfolgestaaten der UdSSR es an der Wahrheit interessierten Historikern ermöglichen wird, immer mehr Licht in dieses Dunkel zu bringen.

Unser Buch, das zahlreiche Fotos und Dokumenten enthält, beruht auf der Auswertung der in deutscher, polnischer, französischer und englischer Sprache zu Treblinka erschienenen Literatur sowie intensiver Forschung in vielen Archiven. Bei der Behandlung der technischen Aspekte stützt sich Carlo Mattogno teils auf Quellen der Vorkriegszeit; beispielsweise zitiert er aus einer 1930 in Deutschland erschienenen, von erstrangigen Fachleuten erstellten technisch-toxikologischen Studie, aus der hervorgeht, daß die Deutschen bereits zu jenem Zeitpunkt genauestens über die relative Ungefährlichkeit von Dieselabgasen Bescheid wußten, was die Abwegigkeit der Geschichte von den Dieselabgaskammern bloßstellt. Richard Kreges Buch über die Ergebnisse seiner Bodenradaruntersuchungen wird eine willkommene Ergänzung unserer Forschungsergebnisse darstellen. Daß die Vertreter des orthodoxen Geschichtsbildes uns etwas anderes entgegenzusetzen haben werden als Strafanzeigen sowie Zeugenaussagen wie jene des Abraham Bomba, der in Claude Lanzmanns Film Shoa schildert, wie er in einer vier Meter langen und vier Meter breiten Gaskammern siebzig nackten Frauen die Haare schnitt, bezweifeln wir füglich.

Anmerkung

Auf Quellenangaben wird in dieser Buchvorstellung ganz verzichtet. Bezüglich der Quellenangaben verweise ich auf das Buch selber.

Carlo Mattogno, Jürgen Graf

Treblinka
Vernichtungslager oder Durchgangslager?

432 Seiten DIN A5, Taschenbuch, Bibliographie, Dokumente, Fotos,
Namensverzeichnis, €30,-

Holocaust-Überlebende berichten, in dem in Ostpolen gelegenen Lager Treblinka seien zwischen Sommer 1942 und Sommer 1943 mindestens 700.000, wenn nicht gar bis zu drei Millionen Menschen vorwiegend jüdischen Glaubens umgebracht worden. Als Mordwaffen werden behauptet: mobile oder stationäre Gaskammern; verzögert oder sofort wirkendes Giftgas; ungelöschter Kalk; heißer Dampf; elektrischer Strom; Maschinengewehre; Vakuumkammern; Chlorgas; Zyklon-B; Dieselabgase. Die Leichname der Opfer, so die Zeugen, sollen schließlich auf gigantischen Scheiterhaufen von der Höhe mehrstöckiger Häuser fast ohne Brennstoff spurlos verbrannt worden sein.

Im ersten Teil des vorliegenden Buches wird dieses offizielle Treblinka-Bild einer umfassenden Kritik unterzogen, und zwar bezüglich seiner historischen Entstehung, inneren Logik und technischen Machbarkeit. Das Ergebnis dieser Analyse ist im wesentlichen die Unhaltbarkeit des im deutschen Sprachraum strafrechtlich vorgeschriebenen Geschichtsbildes, das nichts weiter ist als eine ununterbrochene Kette von Absurditäten.

Im zweiten Teil des Buches wird versucht, der tatsächlichen Funktion des Lagers Treblinka anhand von Zeugenaussagen, Dokumenten und Sachbeweisen auf die Spur zu kommen. Es wird der Nachweis erbracht, daß Treblinka ein Transitlager war, durch welches die aus Warschau und anderen polnischen Städten deportierten Juden teils ostwärts in die besetzten sowjetischen Territorien, teils südwärts nach Majdanek und in andere Arbeitslager in der Lubliner Region durchgeschleust wurden.

Die beiden Autoren haben zudem wichtige Anmerkungen zu den beiden anderen östlichen angeblichen "Vernichtungslagern" Belzec und Sobibor mit eingeflochten sowie eine Erörterung der angeblichen Massenerschießungen von Juden durch die Einsatzgruppen, da dieses Thema zwangsläufig aufkommt, wenn man über Deportationen westlicher Juden über die östlichen Transitlager nach Rußland schreibt.

Selbst den alten Hasen unter den Revisionisten wird viel des in diesem Buch präsentierten Materials neu sein, und Jürgen Grafs flüssiger Schreibstil garantiert, daß man kaum merkt, wie die Zeit beim Lesen verfließt. Immer wieder reizen einen die originellen "Zeugen"-Aussagen sowie die von Graf und Mattogno gekonnt entlarvten absurden Behauptungen der etablierten Geschichtsschreibung zum Lachen.

Alles in allem handelt es sich bei diesem Buch also um eine runde Sache, womöglich das bisher beste und tiefgehendste Buch der beiden Autoren überhaupt. Da kann man nur sagen, daß es Appetit auf mehr macht.

Wir hoffen, daß unsere treuen Leser die jahrelange revisionistische Forschungsarbeit der beiden Autoren honorieren werden, und sich zum Erwerb eines Exemplars dieses Buches durchringen können (zum Bestellen hier klicken).

Herzlichen Dank, Ihr Germar Rudolf, Castle Hill Publishers


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 6(3) (2002), S. 309-314.


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