Bücherschau

Greuelpropaganda des Ersten Weltkriegs und der Holocaust

Von Paul Grubach

Dr. Robert Jan van Pelt, Professor für Architektur an der Universität von Waterloo (Kanada), hat ohne Zweifel eines der wichtigsten jemals geschriebenen Bücher verfaßt, das sich gegen den Holocaust-Revisionismus wendet.[1] Der revisionistische Historiker Samuel Crowell hat den Grund hervorgehoben, warum van Pelts Buch The Case for Auschwitz: Evidence from the Irving Trial so wichtig ist:[2]

»Erstens, weil dieses Buch der erste ernsthafte Versuch [im englischen Sprachraum] ist, die Argumente der Revisionisten zu diskutieren, und zweitens, weil die Argumente, wenn auch unvollständig, so doch immerhin ausführlich und in zivilisierter Weise behandelt werden und die Arbeiten verschiedener [revisionistischer] Autoren ansprechen, einschließlich Faurisson, Butz, Stäglich, Rudolf und sogar [Crowell]. Die einzige nennenswerte Auslassung ist Carlo Mattogno, vielleicht, weil Mattognos Analysen der Arbeitsweise der Krematorien nicht so einfach widerlegt werden können.«

Während des Ersten Weltkriegs verwendeten die alliierten Führer unwahre, anti-deutsche Greuelpropaganda zur Erreichung ihrer Ziele, wie etwas zur Stützung der Moral der Truppen und der Zivilbevölkerung der alliierten Nationen.[3]

Eines der bekanntesten Themen der anti-deutschen Kriegspropaganda waren greuliche Berichte über eine „Leichenverwertungsfabrik", die von einer deutschen Firma hinter der Front betrieben worden sein soll. Die „bösen Deutschen" sollen angeblich die Leichen ihrer eigenen gefallenen Soldaten zur Herstellung von Seife verwertet haben. Professor van Pelt merkt an, der Urheber dieser Lügenpropaganda sei Brigadier General J.V. Charteris gewesen, Chef des Geheimdienstes der britischen Armee. Eines der Ziele dieser Lüge war anscheinend, die Chinesen, die die Toten verehrten, gegen die Deutschen aufzubringen.[4]

Ein ausführlicher Bericht über diese „Leichenverwertungsfabrik" erschien in der angesehenen englischen Tageszeitung The Times am 17. April 1917. Demnach sollen in jener Fabrik Züge voll mit Leichen angekommen sein. Die Leichen sollen an Haken an einer endlosen Kette aufgehängt worden sein. Der Artikel führt weiter aus:[4]

»Die Körper werden an dieser endlosen Kette durch ein langes, enges Gehäuse transportiert, wo sie durch ein Desinfektionsbad geleitet werden. Danach werden sie durch eine Trockenkammer geleitet und danach automatisch in eine Art Bottich oder Kessel, in den sie von einem Apparat fallen gelassen werden, der sie vom Haken loslöst. In diesem Bottich bleiben sie zwischen sechs und acht Stunden und werden mit Dampf behandelt, wodurch sie sich langsam auflösen, während eine Vorrichtung sie langsam umrührt.«

Und weiter:

»Aus dieser Behandlung ergeben sich verschiedene Produkte. Das Fett wird in Stearin, eine Art Talg und Öle umgewandelt, die erst destilliert werden müssen, bevor man sie verwenden kann. Die Destillation wird durch Kochen des Öls mit Natriumcarbonat durchgeführt, und einige der Nebenprodukte werden von deutschen Seifenherstellern benutzt. Die Öldestillation und -raffination liegen in der Südostecke der Fabrik. Das gelblich-braune raffinierte Öl wird in kleinen Fässern versandt, wie sie auch für Erdöl verwendet werden.«

Man beachte den Detailreichtum dieses „Berichts"! Prof. van Pelt hebt hervor:[4]

Rekrutierungsplakat der U.S. Armee
zur Zeit des Ersten Weltkriegs

»Es war eine Lüge, aber es war plausibel, und es war nicht möglich, sie [während des Weltkrieges] völlig zu widerlegen.«

In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg wurden diese falschen Greuelgeschichten als solche entlarvt, und viele dieser Legenden wurden aus der Welt geschafft. Prof. van Pelt behauptet:[4]

»Die Gesamtwirkung der schonungslosen Offenlegung dieser Greuelgeschichten war allgemeiner Unmut der Öffentlichkeit gegen jene, die ihre Leidenschaft geschürt, ihre Entrüstung angestachelt, ihren Patriotismus ausgebeutet und ihre höchsten Ideale durch regierungsamtliche Vertuschungen, Ausflüchte, Betrügereien, Falschheiten und Tricks in den Schmutz gezogen hatten.«

Eines der Schlüsselargumente van Pelts im ersten Teil seines Buches lautet aber nun wie folgt:[3]

»Es gibt keine historische Rechtfertigung, die Berichte über deutsche Greuel während des Zweiten Weltkrieges im Kontext der Greuelpropaganda des Ersten Weltkrieges zu beurteilen und zu verwerfen: Die Einstellung der Öffentlichkeit in den Jahren 1939-1945 war grundsätzlich anders als jene von fünfundzwanzig Jahren zuvor, und es ist klar, daß jeder Versuch, eine Propaganda von der Art der berüchtigten [Leichenverwertungsfabrik] zu verbreiten, nur auf Gelächter gestoßen wäre.«

Van Pelt geht sogar noch weiter:[5]

»Der Langzeiteffekt von Geschichten, die [...] von der Verwendung menschlicher Körper als Rohstoff zur Seifenherstellung berichteten, war, daß nur wenige geneigt waren, sich noch einmal von solchen Fälschungen hereinlegen zu lassen.«

Zusammengefaßt argumentiert van Pelt also, daß sich die Bürger der westlichen Demokratien wohl bewußt waren, wie sie im Ersten Weltkrieg durch anti-deutsche Propaganda hereingelegt worden waren, und sich daher nicht noch einmal hätten hereinlegen lassen. Daher hätten die alliierten Mächte des Zweiten Weltkriegs durch einen Versuch, falsche Greuelgeschichten zur Erreichung ihrer Ziele einzusetzen, nichts zu gewinnen, aber alles zu verlieren gehabt. Jede Behauptung der Alliierten habe daher auf Tatsachen beruhen müssen, zumal die Massen skeptisch eingestellt waren.

Um seine Behauptung zu stützen, zitiert Pelt angesehene Quellen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, die in der Tat aus eben diesem Grunde den Anti-NS-Greuelgeschichten gegenüber skeptisch eingestellt waren.[6]

Professor van Pelts Ansicht wird allerdings durch Erfahrungstatsachen unterminiert, denn sowohl Sowjets, Zionisten, Amerikaner wie auch Briten verbreiteten während des Zweiten Weltkriegs falsche Propagandabehauptungen, um ihre Ziele zu fördern. Tatsächlich ähneln einige der alliierten Greuelpropagandageschichten des Ersten Weltkriegs auf frappierende Weise jener anti-deutschen Propaganda, die von zionistischen Gruppen und von den Alliierten im Zweiten Weltkrieg verbreitet wurden.

Am 21. August 1944 veröffentlichte die US-Zeitschrift Time einen Artikel mit der »ersten Augenzeugenbeschreibung« des »Nazi-Vernichtungslagers« in Majdanek bei Lublin. Professor van Pelt meint, daß die Herausgeber von Times trotz der herrschenden Skepsis bezüglich der Geschichten über »Hitlers Gaskammern« von der Wahrheit der Geschichte überzeugt gewesen seien. Van Pelt beschreibt den Artikel wie folgt:[7]

»Die Herausgeber von Time waren weniger zögerlich, Tatsachen als solche zu akzeptieren. Am 21. August druckten sie einen Bericht über die „gigantische Mordfabrik", [in Majdanek] aus erster Hand ab, der größtenteils den Notizen des russischen Kriegskorrespondenten Roman Karmen entnommen worden war.«

Dr. van Pelt hat allerdings eine Auslassungssünde begangen. Er hat die in diesem Artikel zitierten, offenkundig falschen Aussagen unterschlagen, womöglich weil er sich bewußt war, daß es seine ganze Argumentation untergraben würde, wenn er seinen Lesern den Inhalt des Artikels mitteilte. Laßt uns nun die Behauptungen von Time und Karmen untersuchen. Der Artikel liest sich wie folgt:

»In der Mitte des Lagers steht ein riesiges Steingebäude mit einem Fabrikschornstein - das größte Krematorium der Welt. Die Deutschen versuchten, es niederzubrennen, aber das meiste davon steht noch - ein grimmiges Denkmal des Dritten Reiches.

Die Menschen wurden hierher in 100er Gruppen geführt, um fast noch bei lebendigem Leibe verbrannt zu werden. Sie waren schon ausgezogen und in den angebauten besonderen Gaskammern chloriert worden. Die Gaskammern faßten etwa 250 Personen auf einmal. Sie standen dicht gedrängt [...], so daß sie nach dem Ersticken aufrecht stehen blieben. [...] Diese menschliche Ladung wurde in einen brüllenden Ofen von 1.500 Grad Hitze gekippt.« (Hervorhebung hinzugefügt)

Der „Augenzeuge" Karmen behauptet zudem:[8]

»Es fällt sogar mir schwer zu glauben, aber meine Augen können mich nicht betrügen. Ich sehe die menschlichen Knochen, Kalkfässer, Chlorleitungen und Ofenanlagen.« (Hervorhebung hinzugefügt)

Die Holocaust-Lobby behauptet heute, die Insassen des Lagers Majdanek seien mit Zyklon B/Blausäure und Kohlenmonoxid getötet worden, weswegen die Behauptung von Chlorgas als Tötungsgift falsch ist.[9] Zwar hatte das Lager Majdanek ein Krematorium, jedoch war es mit fünf Einäscherungsmuffeln und einer maximalen Kapazität von 100 Leichen pro Tag alles anders als »das größte Krematorium der Welt«.[10]

Interessant ist zudem, was Time und Karmen darüber berichten, wie die Leichen der „Ermordeten" verwertet wurden:[8]

»Die ausgeglühten Knochen und die Asche der Opfer wurden in einen Anbau gebracht, wo eine unglaubliche Prozedur stattfand. Diese menschlichen Knochen wurden mechanisch pulverisiert, in große Blechkanister gefüllt und als Dünger zurück nach Deutschland gesandt.«

Dies ist unwahre Propaganda, und es gibt auch nicht die Spur eines glaubhaften Beweises zu ihrer Stützung. Die Holocaust-Lobby behauptet heute freilich nicht mehr, in Majdanek habe es eine „Leichenverwertungsfabrik" gegeben, wo menschliche Überreste verarbeitet, abgefüllt und als Dünger zurück nach Deutschland gesandt wurden. Der Leser wird aber bemerken, wie auffällig diese Geschichte jener der zuvor erwähnten „Leichenverwertungsfabrik" des Ersten Weltkriegs ähnelt, von der van Pelt zugibt, daß sie eine Lüge ist. Laut Fassung des Ersten Weltkriegs wurden Leichen zur Herstellung von Seife verwertet, laut Fassung des Zweiten Weltkriegs zur Erzeugung von Dünger.

Wir haben es hier mit einem ausgezeichneten Fall sowjetisch-kommunistischer Propaganda zu tun, die von einer hochangesehenen amerikanischen Nachrichtenquelle schlicht als Tatsache akzeptiert und wiedergegeben wurde. Professor van Pelt unterschlägt die Behauptung von der Düngerfabrik in Majdanek, wahrscheinlich weil dies seine Argumentationslinie untergräbt.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, möchte ich Professor van Pelts Behauptung hier nochmals in Erinnerung rufen:

»Der Langzeiteffekt von Geschichten, die [...] von der Verwendung menschlicher Körper als Rohstoff zur Seifenherstellung berichteten, war, daß nur wenige geneigt waren, sich noch einmal von solchen Fälschungen hereinlegen zu lassen.«

Eine wichtige Studie des revisionistischen Historikers Mark Weber beweist, daß van Pelts Behauptung falsch ist.[11] Weber schreibt, daß sich Gerüchte über die Herstellung von Seife aus den Leichen ermordeter Juden durch die Deutschen »1941 und 1942 so stark verbreiteten, daß sich die deutschen Behörden in Polen und in der Slowakei gegen Ende 1942 über deren Auswirkung offiziell besorgt zeigten.«[12]

Weber wies ferner darauf hin, daß eine ähnliche Behauptung über die Herstellung von Seife aus Leichen während des Ersten Weltkriegs zwar als Lüge entlarvt worden war, daß dieses Gerücht »aber dennoch im Zweiten Weltkrieg wiederbelebt und weit verbreitet wurde. Diese Anschuldigung wurde sogar während des Nürnberger Tribunals von 1945-1946 „bewiesen" und ist in den Jahrzehnten danach von vielen Historikern übernommen worden.«[13]

Anschließend gibt Weber eine Liste alliierter und zionistischer Quellen wieder, die diese Propagandalüge während des Zweiten Weltkrieges verbreitet haben.

Ein geheimer Bericht des Geheimdienstes der US-Armee zitierte eine polnische Quelle, die behauptete, die Deutschen hätten 1941 in Turek (Polen) eine »menschliche Seifenfabrik« errichtet.[14]

Rabbi Stephen S. Wise, Chef des World Jewish Congress und des American Jewish Congress während des Krieges, versicherte im November 1942 öffentlich, die Deutschen würden jüdische Leichen zu Seife, Fett und Dünger verarbeiten.[15]

Ende 1942 behauptete das Periodikum des American Jewish Congress, Congress Weekly, die „Nazis" hätten zwei Sonderfabriken in Deutschland errichtet zur Erzeugung von Seife, Klebstoffen und Maschinenöl aus den Leichen von Juden, die aus Frankreich und Holland deportiert worden waren.[16]

Die hochangesehene und einflußreiche amerikanische Zeitschrift New Republic berichtete 1943, die Deutschen »verwerteten die Leichen ihrer jüdischen Opfer zur Herstellung von Seife und Dünger in einer Fabrik in Siedlce.«[17]

Der Mythos von der Seifenherstellung aus Opferleichen durch die Deutschen wurde schließlich während des Nürnberger Tribunals von 1945-1946 „maßgeblich bewiesen". In der Urteilsbegründung führten die Nürnberger Richter aus:[18]

»Versuche wurden unternommen, das Fett der Opferleichen zur kommerziellen Seifenherstellung zu verwerten.«

Lassen Sie mich van Pelts Schlüsselargument wiederholen:

»Es gibt keine historische Rechtfertigung, die Berichte über deutsche Greuel während des Zweiten Weltkrieges im Kontext der Greuelpropaganda des Ersten Weltkrieges zu beurteilen und zu verwerfen: Die Einstellung der Öffentlichkeit in den Jahren 1939-1945 war grundsätzlich anders als jene von fünfundzwanzig Jahren zuvor, und es ist klar, daß jeder Versuch, eine Propaganda von der Art der berüchtigten [Leichenverwertungsfabrik] zu verbreiten, nur auf Gelächter gestoßen wäre.«

Schon allein angesichts der in diesem kurzen Beitrag angeführten Beweise (und es gibt noch wesentlich mehr davon) muß man van Pelts Schlußfolgerung verwerfen. Die Greuelpropaganda des Ersten Weltkrieges diente als Vorbild für die alliierte und zionistische Greuelpropaganda des Zweiten Weltkrieges, und die Einstellung der Öffentlichkeit war derart, daß die Leute darauf abgerichtet waren, Propagandalügen in Kriegszeiten als „die Wahrheit" zu akzeptieren.

Es ist ja schon unrichtig zu behaupten, die Massen in England, Frankreich, den USA und anderen westlichen Nationen seien in der Zwischenkriegszeit über die Falschheit der Greuelmeldungen des Ersten Weltkrieges allgemein aufgeklärt worden. Eine derartige Volksaufklärungskampagne mag es in Deutschland gegeben haben, das daran naturgemäß ein starkes Interesse hatte. In den westalliierten Nationen aber beschränkte sich die Diskussion über die Falschheit von Greuelmeldungen des Ersten Weltkrieges auf eng begrenzte akademische Zirkel, und selbst da war die Bloßlegung der „eigenen" Lügen verständlicherweise kein populäres Thema. Wichtigstes Indiz dafür ist, daß in den alliierten Nationen der Zwischenkriegszeit eben kaum Publikationen erschienen, die dieses Thema überhaupt aufgriffen. Ein rares Beispiel ist das oft zitiert Buch Falsehood in Wartime von A. Ponsonby,[19] das aber eben in kleinen Auflagen in einem kleinen Verlag erschien und meines Wissens niemals Gesprächsstoff der Massenmedien war.

Die einsamen Stimmen jener, die die nach 1939 aufkommenden Greuelgeschichten des Zweiten Weltkrieges wegen ihrer Ähnlichkeit mit den falschen Greuelmeldungen des Ersten Weltkrieges verwarfen, waren eine Minderheit, die nur sehr geringen Einfluß hatte.

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg förderten Würdenträger, Journalisten, Autoren und allerlei einflußreiche Gruppierungen die Falschmeldung, die Deutschen hätten Seife aus den Leichen ihrer Opfer erzeugt.[20] Diese Propaganda erzeugte kein Gelächter, wie van Pelt uns glauben machen will. Ganz im Gegenteil, wie der Historiker Weber hervorhebt:[21]

»Die Geschichte von der „Menschenseife" belegt erneut die enorme Auswirkung, die Kriegsgerüchte haben können, sofern sie sich erst einmal Bahn geschlagen haben, wie phantastisch sie auch immer anmuten mögen. Dies insbesondere dann, wenn derartige Geschichten als Propagandalügen von einflußreichen Individuen und mächtigen Organisationen verbreitet werden.«

Erst gegen Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts gab die Holocaust-Lobby endlich zu, daß die Geschichte von der „Judenseife" im Zweiten Weltkrieg ein Mythos ist.[22]

Auch der Mythos von der „Massenhinrichtung mit Starkstrom" illustriert die Tatsache, daß alliierte und zionistische Quellen im Zweiten Weltkrieg Propagandalügen zur Durchsetzung ihrer Ziele verwandten.

Belzec war ein NS-Lager in Ostpolen. Der Holocaust-Historiker Raul Hilberg behauptet, das erste dort verwandte Tötungsmittel sei entweder Kohlenmonoxid in Druckflaschen oder Blausäure gewesen. Später sei das Lager mit Dieselmotoren ausgerüstet worden, und die Juden seien in mit Dieselabgasen belegten „Gaskammern" ermordet worden.[23] Obwohl sich van Pelts Buch hauptsächlich mit dem Lager Auschwitz beschäftigt, hat van Pelt einiges Interessante zum Lager Belzec auszuführen. Er schreibt:[3]

»Da sie unter der inspirierenden Führung von Männern wie Churchill und Roosevelt kämpften, brauchten die Alliierten keine Greuelpropaganda. [...] Churchill war in der Lage, eine Nation zu mobilisieren, ohne dabei auf jene allzu leicht widerlegbare Greuelpropaganda zurückgreifen zu müssen, die die schwachen Führer des Ersten Weltkriegs anwenden mußten, um ihre Moral aufzubauen.«

Dies ist falsch. Die Alliierten haben tatsächlich falsche, unfundierte Greuelgeschichten zur Erreichung ihrer Ziele benutzt. Anfang 1944 sahen sich die alliierten Regierungen sogar veranlaßt, ihr geheimes Tun nicht länger zu verschweigen, sondern ganz öffentlich die Kirchen und Medien ihrer Länder um Hilfe bei der Verbreitung von antideutscher Greuelpropaganda zu bitten, um damit von den zu erwartenden Greueln der Roten Armee beim Einmarsch in Ost- und Mitteleuropa abzulenken. Dabei bezog man sich sogar ausdrücklich auf die Lügen des Ersten Weltkriegs! Das britische Propagandaministerium sandte z.B. am 29.2.1944 einen Rundbrief an die Kirchen Englands und an den BBC mit folgendem Inhalt:[24]

»Wir wissen, wie sich die Rote Armee 1920 in Polen und dann erst neulich in Finnland, Estland, Lettland, Galizien und Bessarabien verhielt.

Wir müssen daher in Betracht ziehen, wie sich die Roten Armee mit Sicherheit verhalten wird, wenn sie Mitteleuropa überrennt. [...]

Die Erfahrung hat gezeigt, daß eine gegen den Feind gerichtete Greuelpropaganda die beste Ablenkung ist. Leider ist die Öffentlichkeit nicht mehr so empfänglich wie in den Tragen der „Leichenfabriken" und der „verstümmelten belgischen Babys" und der „gekreuzigten Kanadier".

Um Ihre Mitarbeit wird daher ernsthaft nachgesucht, um die öffentliche Aufmerksamkeit von den Taten der Roten Armee abzulenken, indem Sie verschiedene Anschuldigungen gegen die Deutschen und Japaner vollherzig unterstützen, die vom Ministerium in Umlauf gebracht wurden und werden.«

Kann man es deutlicher ausdrücken? Freilich kann man behaupten, mit dem Hinweis auf die letztlich aufgeflogene Propaganda des Ersten Weltkrieges habe das englische Propagandaministerium zwischen den Zeilen darauf hinweisen wollen, diesmal wolle man nur „wahre" Propaganda betreiben.[25] Doch wenn das Ministerium dies sagen wollte, warum schrieb es das dann nicht ausdrücklich? Immerhin war dieser Brief an die Kirchen gerichtet, die doch sicher nichts lieber hören wollten als die Verpflichtung der eigenen Regierung zur Wahrheit. Aber der Brief erwähnt kein Wort von Wahrheit. Im Gegenteil: Das Ministerium drückt sein Bedauern aus, daß sich die Leute heute nicht mehr ganz so leicht belügen lassen: »Leider[!!!] ist die Öffentlichkeit nicht mehr so empfänglich [...]«. Man muß also zwischen den Zeilen offenbar lesen: „Heute muß man besser, dreister, lauter lügen".

Wenn man sich allerdings vergegenwärtigt, wie erfolgreich die Propaganda des Zweiten Weltkrieges war, den Menschen Greuelmärchen vom Typ „Leichenverwertungsfabrik" in Majdanek oder „Seife aus Judenfett" einzureden und bis Ende der 80er Jahre als Wahrheit zu verkaufen, dann erkennt man, daß die Behauptung des britischen Propagandaministeriums, die Öffentlichkeit sei 1944 für derartigen Unsinn weniger empfänglich gewesen, schlicht falsch ist.

In diesem Brief gibt das Ministerium auch zu, daß die zu verbreitenden Anschuldigungen »vom Ministerium in Umlauf gebracht wurden und werden«, sprich: Sie haben dort ihren Ursprung, und nicht etwa in Berichten von Zeugen und Organisationen vor Ort. Zudem wurden diese Anschuldigungen schon seit geraumer Zeit verbreitet, das heißt, die Greuelpropaganda fing nicht erst Anfang 1944 an. Man muß schließlich schon eine gehörige Portion Naivität besitzen, um zu glauben, daß die alliierte Propaganda ausgerechnet im schlimmsten und für sie gefährlichsten aller Kriege niemals zur Lüge Zuflucht nahm, um der eigenen Sache zu dienen.

Doch nun zurück zu Belzec. Im Dezember 1942 gab das Inter-Allied Information Committee (eine Agentur der (Exil-) Regierungen von Australien, Belgien, Kanada, China, der Tschechoslowakei, Großbritannien, Griechenland, Indien, Luxemburg, den Niederlanden, Neuseeland, Norwegen, den Philippinen, Polen, Südafrika, Jugoslawien, Frankreich und von den USA) in London eine Erklärung bezüglich des Schicksals der Juden im deutschbesetzten Europa ab. Diese wurde später von New York aus über das Büro des United Nations Information Committee verbreitet. Darin heißt es:[26]

»Die Methoden, die bei der Deportation all jener aus den Ghettos angewandt werden, die die Morde und Erschießungen in den Straßen überlebten, übersteigen das Vorstellungsvermögen. Insbesondere Kinder, alte Leute und Arbeitsunfähige werden ermordet. Harte Fakten bezüglich des Schicksals der Deportierten sind nicht zur Hand, aber es gibt Nachrichten - unwiderlegbare Nachrichten -, daß man in Chelmno und Belzec Hinrichtungsstätten einrichtete, wo jene, die die Erschießungen überlebt haben, in Massen durch Starkstrom und Gas hingerichtet werden.«

Hier behaupten die Alliierten also, sie hätten unwiderlegbare Beweise, daß die Juden in Belzec in Massen durch Starkstrom hingerichtet wurden. Heute wissen wir, daß dies falsch ist, zumal die „Massenhinrichtung mit Starkstrom" ein Mythos ist, wie van Pelt und die Holocaust-Lobby selbst zugeben.[27]

Der Starkstrommythos von Belzec beleuchtet auch eine weitere Schwachstelle in van Pelts Methode und Ansicht. Wie er selbst hervorhebt, veröffentlichte die Polish Fortnightly Review, die englischsprachige Zeitschrift der exilpolnischen Regierung in London, am 10. Juli 1942 eine Beschreibung der angeblichen „Starkstrom-Anlage", mit der Juden »in Massen in Belzec ermordet wurden«. Man liest dort:[27]

»Die Männer gehen in die Baracken zur Rechten, die Frauen in die Baracken zur Linken, wo sie sich ausziehen, vorgeblich um baden zu gehen. Nach dem Ausziehen gehen beide Gruppen zur dritten Baracke, worin sich eine unter Starkstrom gesetzte Platte befindet, auf der die Hinrichtung ausgeführt wird.«

In einem Versuch, dem Leser weis zu machen, hierbei handle es sich um »ehrliche Fehler« und nicht etwa um absichtliche Propagandalügen, nimmt van Pelt auf folgende Argumentation Zuflucht:[27]

»Im Sommer 1942, als dieser Bericht geschrieben wurde, hatte niemand, der Mitglied des Hinrichtungskommandos war, das Lager Belzec lebend verlassen, so daß die Beschreibung der Tötungsmethode im wesentlichen auf Gerüchten beruhte.«

Mit anderen Worten: da niemand den Massentötungen lebend entkommen sei, um die genaue Technik des Massenmordes zu beschreiben, entwickelten sich Gerüchte über die exakte Tötungsmethode. Das zentrale Ereignis aber, nämlich der Massenmord an Juden, fand statt.

Einem am 12.2.1944 in der New York Times abgedruckten Bericht folgend, sind „Augenzeugen" den Massenhinrichtungen allerdings entkommen, und sie haben überlebt, um die tatsächliche »Methode des Massenmordes exakt zu beschreiben«:[28]

»Ein junger polnische Jude, der einer Massenhinrichtung in Polen entfloh, [...] wiederholte seine Geschichte [die ihm von Flüchtlingen erzählt wurde, die die Elektroexekutionsanlage in Belzec mit eigenen Augen gesehen hatten ...] Die Juden wurden nackt auf eine Metallplattform gezwungen, die wie ein hydraulischer Aufzug funktionierte, mit dem sie in einen großen Behälter mit Wasser herabgelassen wurden. Sie wurden mit durch das Wasser geleitetem Starkstrom hingerichtet.«

Dr. van Pelt kann das wohl nicht wegerklären. Im Gegensatz zu seiner Behauptung haben wir hier zumindest einen „Augenzeugen", der einer „Massen-Elektroexekution" lebend entfloh(en sein will) und uns eine „exakte" Beschreibung der Tötungstechnik von Belzec lieferte. Dies zeigt, daß die pro-alliierten Medien in den USA tatsächlich erfundene Greuellügen verbreiteten.

Aber das ist noch nicht alles. Man bedenke nur die „Augenzeugen"-Berichte über die „Elektroexekutionskammer" von Belzec, die im „maßgebenden" Schwarzbuch veröffentlicht wurde:[29]

»Das Lager Belzec ist unterirdisch. Es ist ein elektrisches Krematorium. In dem unterirdischen Gebäude gibt es zwei Hallen. In der ersten Halle wurden die Leute aus den Zügen herausgeladen. Dann wurden sie nackt in die zweite Halle geführt. Der Boden dieser Halle ähnelte einer großen Platte. Sobald die Männer darauf standen, senkte sich die Platte in ein Wasserbecken. In dem Augenblick, in dem die Männer bis zum Hals im Wasser standen, wurde ein Starkstrom von Millionen von Volt hindurchgeleitet, wodurch alle sofort getötet wurden. Der Boden erhob sich daraufhin wieder, und ein zweiter Strom wurde durch die Körper geleitet, wodurch sie brannten, bis nur noch ein wenig Asche von den Opfern übrig geblieben war.«

Man bedenke: dies basiert auf „Augenzeugen", die »diese Massenelektroexekutionen mit ihren eigenen Augen sahen«. Um die Existenz der „Gaskammern" zu „beweisen", stützt sich van Pelt durchweg auf die Konvergenz der Beweise - einer Ansammlung von Beweisen, die angeblich nur eine Schlußfolgerung ermöglichen, nämlich, daß es die „Gaskammern" gab. Hier habe ich die Konvergenz von Beweisen aufgezeigt - einen Bericht der Allierten Nationen und einige wenige Augenzeugen - die alle auf die falsche Schlußfolgerung hindeuten, daß in Belzec mit Starkstrom gemordet wurde.

Dr. van Pelt räumt ein, daß die Beweise zur Untermauerung der Behauptung, Juden seien in Belzec mit Dieselabgasen ermordet worden, bestenfalls spärlich sind:[30]

»Beweise [für die Ermordung von Juden in Gaskammern von Belzec] sind viel weniger zahlreich [als Beweise für die Ermordung von Juden in Gaskammern von Auschwitz]. Es gibt nur wenige Augenzeugen, keine Geständnisse, die dem von [Auschwitz-Kommandant Rudolf] Höß vergleichbar sind, keine materiellen Überreste und nur wenige dokumentarische Quellen.«

Zumal sich die Qualität der „Beweise" zum Nachweis dafür, daß Juden in Belzec durch Massenelektroexekution ermordet wurden, nicht von der Qualität jener „Beweise" unterscheidet, um zu „belegen", daß Juden in Belzec in Gaskammern getötet wurden, und zumal die „Beweise" für die Massenelektroexekutionen zu falschen Schlußfolgerungen geführt haben, wäre es da nicht auch möglich, daß die „Beweise" für Massentötungen in Gaskammern von Belzec auch zu falschen Schlußfolgerungen führen?

Der Holocaust-Historiker van Pelt behauptet, die „Beweise" führten lediglich zur »moralischen Gewißheit«, daß Juden in Belzec in Gaskammern massenweise getötet wurden.[30] Im Lichte des hier Dargelegten erscheint dies aber als falsche Schlußfolgerung.

Schließlich finde ich in van Pelts Buch auch keinen Hinweis darauf, daß Geschichten über NS-Greuel (tatsächliche und mystische) von den Zionisten während des Zweiten Weltkriegs und danach benutzt wurden, um Sympathien für ihr Anliegen zu gewinnen, in Palästina einen jüdischen Staat zu errichten. Während einer Großdemonstration im Madison Square Garden im März 1943 führte der zionistische Aktivist und erste Präsident Israels Chaim Weizmann aus:[31]

»Zwei Millionen Juden sind bereits vernichtet worden. [...] Die Demokratien haben eine klare Pflicht zu erfüllen. [...] Laßt sie mit Deutschland über die neutralen Länder bezüglich einer möglichen Freilassung von Juden in den besetzten Gebieten verhandeln. [...] Laßt die Tore Palästinas für all jene offen stehen, die die Grenzen der jüdischen Heimstätte erreichen können.«

Van Pelt ist sich womöglich bewußt, daß die gegenwärtige Nahostkrise durch die endlose Wiederholung der NS-Greuelgeschichten durch pro-zionistische Gruppen und Regierungen genährt wurde, was er aber nicht wagen würde, öffentlich zuzugeben. Aus all dem sollte man eine Lehre ziehen. Da nun wieder einmal ein Krieg im Nahen Osten droht, sollte man die von der US-Regierung und den Medien angeführten „offiziellen Gründe" mit Skepsis betrachten, die zur „Rechtfertigung" der zur Zeit vorgelegten Kriegspläne angeführt werden.

Anmerkungen

Eine Kopie dieses Artikels sandte der Autor vor der Veröffentlichung Dr. van Pelt zu. Der Beitrag ist auf Englisch erhältlich online in The Revisionist, http://www.codoh.com/org/revisionist/tr13propaganda.html

[1]Robert Jan van Pelt, The Case for Auschwitz: Evidence from the Irving Trial, Indiana University Press, 2002.
[2]Online: codoh.com/org/revisionist/review/tr12vanpelt.html
[3]Robert Jan van Pelt, aaO. (Anm. 1), S. 134.
[4]Ebenda, S. 130.
[5]Ebenda, S. 131.
[6]Ebenda, S. 132f.
[7]Ebenda, S. 156.
[8]TIME, 21. August 1944, S. 36. Ich bin meinem guten Freund Terry Dumke zu Dank verpflichtet, der mich auf diese Ausgabe von Time hinwies.
[9]Robert Jan van Pelt, aaO. (Anm. 1), S. 157.
[10]Vgl. Jürgen Graf, Carlo Mattogno, KL Majdanek. Eine historische und technische Studie, Castle Hill Publishers, Hastings 1998, S. 95-118.
[11]Mark Weber, »Jewish Soap«, The Journal of Historical Review, vol. 11 (2), (Sommer 1991), S. 217-227. Online: ihr.org/jhr/v11/v11p217_Weber.html
[12]Ebenda, S. 217; Raul Hilberg, The Destruction of the European Jews (New York: 1985), S. 966-967; Walter Laqueur, The Terrible Secret (Boston: 1980), S. 54, 82, 145, 219; U.S. State Department document 740.001.16 (von 1943), Faksimile in Encyclopedia Judaica (New York und Jerusalem: 1971), Bd.13, S. 759-760; Bernard Wasserstein, Britain and the Jews of Europe (London: 1979), S. 169.
[13]Weber, aaO. (Anm. 11), S. 217.
[14]Secret U.S. Army military intelligence report No. 50, 27. April 1945. National Archives, National Records Center (Suitland, Maryland), RG 153 (JAG Army), Box 497, Files 19-22, Books I and II, Entry 143.
[15]»Wise Says Hitler Had Ordered 4,000, 000 million Jews Slain in 1942«, New York Herald-Tribune (Associated Press), 25. Nov. 1942. S. 1, 5.; »2 Million Jews Slain by Nazis, Dr. Wise Avers«, Chicago Daily Tribune, 25. Nov. 1942.; New York Times, 26. Nov. 1942, S. 16.; vgl. auch: Raul Hilberg, aaO. (Anm. 12), S. 1118.
[16]»The Spirit Will Triumph« (editorial), und »Corpses for Hitler«, S. 11, Congress Weekly (New York: American Jewish Congress), 4. Dez. 1942.
[17]New Republic, 18. Jan. 1943, S. 65.
[18]International Military Tribunal, Trial of the Major War Criminals Before the International Military Tribunal (IMT „blue series", Nürnberg: 1947-1949), Bd. 1, S. 252. Faksimile Nachdruck in: Carlos Porter, Made in Russia: The Holocaust (Historical Review Press, 1988), S. 159.
[19]London/New York 1928; dt.: Absichtliche Lügen in Kriegszeiten, Buchkreis für Gesinnung und Aufbau, Seeheim 1967.
[20]Vgl. die Liste bei Weber, aaO. (Anm. 11), S. 219-222.
[21]Ebenda, S. 223.
[22]Ebenda, S. 222f.
[23]Raul Hilberg, aaO. (Anm. 12), S. 229.
[24]Auszug aus Edward J. Rozek, Allied Wartime Diplomacy, eingeführt im ersten und zweiten Zündelprozeß, zitiert nach B. Kulaszka (Hg.), Did Six Million Really Die?, Samisdat Publishers, Toronto 1992, S. 155. online: www.zundelsite.org/english/dsmrd/dsmrd12browning.html
[25]So Ch. Browning im zweiten Zündelprozeß, ebenda.
[26]The New York Times, 20. Dez. 1942, S. 23.
[27]Robert Jan van Pelt, aaO. (Anm. 1), S. 145.
[28]The New York Times, 12. Februar 1944, S. 6.
[29]The Black Book: The Nazi Crimes Against the Jewish People, Nexus Press, 1974, S. 313. Dies ist ein Nachdruck der Ausgabe von 1946.
[30]Robert Jan van Pelt, aaO. (Anm. 1), S. 5.
[31]The New York Times, 2. März 1943, S. 1, 4.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 6(3) (2002), S. 354-359.


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