Die Viermillionenzahl von Auschwitz:
Entstehung, Revisionen und Konsequenzen

Von Carlo Mattogno

Obwohl wissenschaftlich unhaltbar, galt in der Öffentlichkeit lange als unumstößliche Wahrheit, daß im KL Auschwitz vier Millionen Gefangene ums Leben gekommen sind. In der Ausgabe 3/1999 veröffentlichten die Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung zwei Artikel zur Entwicklung und zum politischen Mißbrauch der Opferzahlen des KL Auschwitz.[1] Nach dem aufsehenerregenden Artikel des Leitenden Spiegel-Redakteurs Fritjof Meyer[2] veröffentlichten die Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung in der Ausgabe 4/2002 eine Serie von Beiträgen, die sich mit dem neuesten Stand und der Entwicklung der Opferzahlen von Auschwitz auseinandersetzen.[3] Es blieb bisher allerdings die Frage unberührt, wie die über Jahrzehnte dogmatisch als wahr verbreitetet, allerdings grotesk übertriebene Opferzahl von 4.000.0000 eigentlich entstand und welche Konsequenzen sich aus ihrer Revision ergeben. Carlo Mattogno untersucht nachfolgend die beiden Hauptursachen der falschen Vier-Millionen-Zahl: Sowjetpropaganda einerseits und die bienenfleißige Propagandatätigkeit des polnisch-kommunistischen Historikers Franciszek Piper.


I. Vorstoß zu den Wurzeln der Sowjetpropaganda

 1. Der Ursprung der Propagandaziffer von vier Millionen

Die Propagandageschichte von den angeblich vier Millionen Auschwitz-Opfern erschien bekanntlich erstmals in der Prawda vom 7. Mai 1945 und erhielt beim Nürnberger Prozeß während der Verhandlung vom 19. Februar 1946 dank dem Oberjustizrat Smirnow eine offizielle Weihe.[4] Weit weniger bekannt ist freilich der Ursprung dieser Geschichte.

Im Rahmen der vom 14. Februar bis zum 8. März 1945 durchgeführten Ermittlungen einer sowjetischen Untersuchungskommission in Auschwitz erstellten vier Ingenieure, der polnische Staatsbürger Dawidowski sowie die Sowjetbürger Dolinski, Lavruschin und Schuer, ein Gutachten über die "Gaskammern" und Krematorien von Auschwitz-Birkenau. In diesem befindet sich ein kurzer »Anhang 1« mit dem Titel »Berechnungen zur Ermittlung der Zahl der von den Deutschen im Lager Auschwitz ausgerotteten Personen«.

»Anhand des Untersuchungsmaterials läßt sich feststellen, daß die Deutschen, als sie die Spuren ihrer Verbrechen und Schandtaten im Konzentrationslager Auschwitz sorgfältig tilgten, alle Dokumente und Unterlagen vernichteten, dank denen man die Zahl der von den hitleristischen Schlächtern im Lager Umgebrachten mehr oder weniger genau hätte ermitteln können.

So beseitigten die Deutschen beispielsweise die Unterlagen über den Eingang von Eisenbahntransporten mit Menschen ins Lager; sie zerstörten die Unterlagen über die aus dem Lager weggeschafften Menge von Frauenhaar, Brillen und Kleidern sowie anderes Beweismaterial, das es durch nach den Mitteln der Statistik durchgeführte Berechnungen ermöglicht hätte, die wirkliche Zahl der in diesem Lager umgekommenen Personen herauszufinden.

Nichtsdestoweniger halten wir es für möglich, eine Berechnung anzustellen, mittels derer man die Größenordnung der von den Deutschen durchgeführten Ausrottung der Häftlinge des Lagers festlegen kann.«[5]

Da sie über keinerlei Dokumente verfügten, nahmen die polnisch-sowjetischen "Experten" Zuflucht zu einer an für sich schon völlig unzuverlässigen Berechnungsmethode - der Zählung der in den Krematorien von Auschwitz-Birkenau verbrannten Leichen -, wobei sie sich zusätzlich noch geradezu groteske Übertreibungen zuschulden kommen ließen.

Sie unterteilten die Betriebszeit dieser Einrichtungen zunächst einmal in drei Perioden:

Erste Periode:

Anfang März 1941 bis März 1943; Zeitraum: 14 Monate.

Zweite Periode:

März 1943 bis Mai 1944; Zeitraum: 13 Monate.

Dritte Periode:

Mai bis Oktober 1944; Zeitraum 6 Monate.

Ich zitiere:[6]

»Während der ersten Periode waren Krematorium und die Gaskammern[[7]] 1 und 2 sowie die neben diesen gelegenen Scheiterhaufen in Betrieb. Während der zweiten Periode die Krematorien II, III, IV und V. Während der dritten Periode die Krematorien II, III, IV und V sowie die Gaskammer 2 und die Scheiterhaufen neben dieser.«

Sämtliche Berechnungen bezüglich der Verbrennungen in den Öfen beruhen auf der Voraussetzung, daß im Krematorium von Auschwitz I 9.000 Leichen pro Monat eingeäschert wurden, während die Krematorien von Birkenau folgende monatliche Verbrennungskapazität aufwiesen:[8]

Krematorium II:

90.000

Krematorium III:

90.000

Krematorium IV:

45.000

Krematorium V:

45.000

insgesamt:

270.000 Leichen pro Monat.

Diese Einäscherungskapazität entspricht 9.000 Leichen täglich (je 3.000 für die Krematorien II und III, je 1.500 täglich für die Krematorien IV und V) und ist in Wirklichkeit um das Achtfache höher als die theoretische Höchstkapazität dieser Anlagen!

Unerklärlicherweise schrieben die "Experten" dem Krematorium I eine Kapazität zu, die lediglich um das ca. Zweifache übertrieben ist. Daraus ergibt sich, daß die behauptete stündliche Verbrennungskapazität in einem Zweimuffelofen (zwei Leichen pro Stunde) viermal geringer gewesen wäre als jene eines Dreimuffelofens sowie eines Achtmuffelofens (acht Leichen pro Stunde). Dies ist absurd, weil die Zweimuffelöfen den Öfen von Birkenau bezüglich ihrer Kapazität keinesfalls unterlegen, sondern im Gegenteil überlegen waren.

Die "Experten" kalkulierten die Zahl der während der dritten Periode Verbrannten anhand folgender Faktoren:

270.000

=

monatliche Zahl der in den Krematorien von Birkenau Eingeäscherten;

6

=

Anzahl der Betriebsmonate der Krematorien;

0,9

=

Auslastungskoeffizient der Krematorien;

folglich: (270.000×6)×0,9 = 1.450.000 Tote.

Sowjetische Propaganda in Stein gemeißelt - 1990 entfernt

Für die zweite, dreizehn Monate umfassende Periode legten die "Experten" einen Auslastungskoeffizienten von 0,5 fest, so daß ihre Berechnung wie folgt aussieht:

(270.000×13)×0,5 = 1.755.000 Leichen; diese Ziffer wird auf 1.750.000 abgerundet.

Auch für die erste, vierzehn Monate dauernde Periode, während der lediglich Krematorium I in Betrieb war, entschieden sich die "Experten" für einen Auslastungskoeffizienten von 0,5 und kamen somit auf:

(9.000 x 14) x 0, 5 = 63.000 Tote.

Dementsprechend belief sich die Gesamtzahl der in den Krematorien verbrannten Leichen der Kommission zufolge während dieser drei Perioden auf 3.263.000.

Für die "Gaskammer 2", d.h. den sogenannten "Bunker 2", der während der dritten Periode sechs Monate lang in Betrieb gewesen sein soll, setzten die "Experten" eine tägliche Tötungskapazität von 3000 Menschen an, also 90.000 pro Monat. Sie gingen von einem Auslastungskoeffizienten von 0,5 aus, woraus sich ergibt, daß die Gesamtziffer der dort Ermordeten laut ihnen (90.000×6)×0,5 = 270.000 betrug.

Die "Gaskammer 1", d.h. der sogenannte "Bunker 1", war den "Experten" zufolge während der ersten Periode vierzehn Monate lang in Betrieb und besaß eine Tötungskapazität von 5.000 pro Tag oder 150.000 pro Monat. Unter Ansetzung eines Auslastungskoeffizienten von 0,25 kamen die "Experten" demnach auf (150.000×14)×0,25 = 525.000 Tote.

Unter diesen Voraussetzungen hätte die Anzahl der in den beiden "Bunkern" Vergasten und dann auf Scheiterhaufen Verbrannten dementsprechend 795.000 betragen. Zählt man diese Zahl zu den angeblich in den Krematorien Ermordeten und Eingeäscherten hinzu, gelangt man auf eine Ziffer von 4.058.000, die von den "Experten" auf 4.000.000 abgerundet wurde.

2. Die Absprachen zwischen "Experten" und "Zeugen"

Man braucht nicht allzuviele Worte über den offensichtlich hanebüchenen Charakter dieser statistischen Methode zu verlieren, die auf einer gigantischen Aufbauschung der Kremierungskapazität sowie auf vollkommen willkürlich fixierten Auslastungskoeffizienten beruht.

Es gilt unbedingt hervorzuheben, daß sich die Erklärungen der "Augenzeugen" von Anfang bis Ende nahtlos in den propagandistischen Rahmen einfügten, der durch das erwähnte "Gutachten" vorgegeben war. Dieses "Gutachten" sowie die "Augenzeugenberichte" stützten sich gegenseitig, wobei die Zeugen ohne jeden Zweifel von den "Experten" instruiert worden waren, ehe sie ihre Aussagen ablegten. Tatsache ist auf jeden Fall, daß sowohl die Zeugen als auch die "Experten" grundverkehrte Angaben gemacht haben. Ich denke hier in erster Linie an die von beiden postulierte Kapazität der Krematorien.

Gedenktafeln in Lager Auschwitz-Birkenau im Oktober 1991:
die alte Beschriftung mit der sowjetischen Propagandazahl von 4 Millionen Opfern ist entfernt
© Carlo Mattogno

Henryk Tauber, der Schlüsselzeuge schlechthin, wurde am 27. und 28. Februar 1945 von den Sowjets befragt. Er behauptete, die drei Zweimuffelöfen des Krematoriums I hätten mit einer Muffeltemperatur von 1.200 bis 1.500 Grad Celsius funktioniert, was ganz und gar abwegig ist.[9] Ferner gab er an, in den fünf Dreimuffelöfen der Krematorien II und III seien innerhalb von 20 bis 25 Minuten vier bis fünf Leichen in einer Muffel eingeäschert worden - technisch gesehen ein Unding. Schließlich sagte er aus, in den Krematorien II und III seien im Schnitt 3.000 Leichen pro Tag verbrannt worden, was haargenau der von den polnisch-sowjetischen "Experten" angegebenen Ziffer entspricht.[10]

Ein Zufall? Gewiß nicht, denn die von Tauber und den "Experten" hinsichtlich der Funktionsweise der Krematoriumsöfen gemachten Angaben sind praktisch identisch. Die "Experten" gingen von der Hypothese aus, in den Dreimuffelöfen seien gleichzeitig drei bis fünf Leichname zur Einäscherung gelangt, was 20 bis 30 Minuten in Anspruch genommen hätte, und in einem Achtmuffelofen habe die Verbrennung einer entsprechenden Anzahl von Leichen 30 bis 40 Minuten gedauert.

Jeder Ingenieur mit auch nur oberflächlicher Kenntnis der Wärmetechnik wäre angesichts solcher Verrücktheiten in wieherndes Gelächter ausgebrochen, doch die polnisch-sowjetischen Ingenieure behaupteten vollmundig, ihre Angaben besäßen wissenschaftlichen Wert! Auch hätte jeder Ingenieur mit wärmetechnischem Elementarwissen Zeugen, welche solche Albernheiten verzapften, zum Teufel gejagt, aber die polnisch-sowjetischen Ingenieure waren in erster Linie gefügige Werkzeuge der Sowjetpropaganda, und zum damaligen Zeitpunkt war grobschlächtige Propaganda groß in Mode.

Die sowjetisch-polnische Kommission, die im August 1944 dem Lager Majdanek ihre Aufwartung machte, hatte für jenes Lager eine Zahl von 1.380.000 Opfern "ermittelt";[11]nun sollte Auschwitz die Welt vor Entsetzen erstarren lassen, und dazu bedurfte es einer Opferzahl, die jener von Majdanek klar den Rang ablief - vier Millionen nämlich!

Andere sowjetische "Experten", die Ingenieure Krause, Teljaner und Grigorev, hatten ein halbes Jahr zuvor - im August 1944 - eine "Expertise" über die von der Firma H. Kori erstellten Verbrennungsöfen des KL Majdanek angefertigt, in der u.a. ein »Orientierungsdiagramm zur Ermittlung der Verbrennungszeit der Leichen in verschiedenen Krematoriumsöfen je nach Temperatur« angeführt wurde. Laut seinen Verfassern beruhte dieses Diagramm auf den bei Zivilöfen der Modelle Klingenstierna, Siemens und Schneider ermittelten Betriebstemperaturen. Ihm zufolge war bei einer Betriebstemperatur von 800 Grad Celsius eine Verbrennungsdauer von zwei Stunden anzusetzen, was nicht etwa unter, sondern im Gegenteil über der tatsächlichen Dauer liegt. Gemäß dem Diagramm dauert die Verbrennung einer Leiche bei einer Betriebstemperatur von 1000 Grad Celsius - jener der riesenhaften "Heißlufteinäscherungsöfen" - 60 Minuten, bei 1200 Grad Celsius 50 Minuten, bei 1300 Grad Celsius 45 Minuten, bei 1400 Grad Celsius 30 Minuten sowie bei 1500 Grad Celsius 15 Minuten.[12] Tatsächlich ließ sich in der Brennkammer der Zivilöfen lediglich eine Höchsttemperatur von rund 1100 Grad Celsius erreichen, und auch dies nur für ein paar Minuten. Ingenieur Richard Kessler, in den dreißiger Jahren einer der namhaftesten deutschen Fachleute auf dem Feld der Kremation, hielt diesbezüglich fest:[13]

»Einführungstemperaturen von 1200 bis 1500°C, wie sie vielfach in Berichten über Krematoriumsbetriebe erscheinen [...], sind wohl falsch geschätzte, aber nicht gemessene Temperaturen. Bei diesen Temperaturen würden sowohl die Knochen als auch das Schamottematerial erweichen und sich miteinander verbinden. Die bei den Dessauer Versuchen festgestellten zweckmäßigsten Einführungstemperaturen liegen zwischen 850 und 900°C.«

Somit ist klar, daß die sowjetischen "Spezialisten", die sich mit Auschwitz befaßten, die absurde angebliche Verbrennungsdauer von 20 bis 40 Minuten in den Topf-Öfen mit diesem Diagramm begründeten, laut dem solche Verbrennungszeiten bei Temperaturen zwischen 1200 und 1500 Grad Celsius erreichbar waren.[14]

Dem Gesagten läßt sich unschwer entnehmen, daß Henryk Taubers Aussagen, denen zufolge die Öfen eine Betriebstemperatur von 1200 bis 1500 Grad Celsius aufwiesen, nichts anderes als der Versuch einer Erklärung der postulierten, unmöglich kurzen Verbrennungszeit darstellten. Der einzige logische Schluß ist, daß ihm diese Temperaturen - sowie die entsprechende, angebliche Kremierungszeit - direkt oder indirekt von den "Experten" selbst eingeflüstert worden waren!

Später, am 24. Mai 1945, sagte Tauber, der herzlich wenig vom diesen Fragen verstand, anläßlich einer Befragung durch den polnischen Richter Jahn Sehn, die Betriebstemperatur der Öfen habe 1000 bis 1200 Grad Celsius betragen,[15] hielt jedoch an seinen hirnrissigen Behauptungen zur Kremierungskapazität fest und erwähnte offen die sowjetische Zahl von vier Millionen Opfern![16] Dieser tumbe Tropf begriff offenbar nicht einmal, daß er sich damit selbst widerlegte, denn entsprechend dem erwähnten Diagramm dauerte die Verbrennung einer Leiche bei diesen Temperaturen durchschnittlich 75 Minuten!

3. Grund und Bedeutung der Revision Franciszek Pipers

Die von den Sowjets in die Welt gesetzte Propagandaziffer von vier Millionen Auschwitz-Opfern wurde bekanntlich in die Gedenksteine eingehauen, die - der Nachwelt zur immerwährenden Mahnung - unweit der Krematorien II und III von Birkenau aufgestellt wurden. Bis 1990 kündeten diese Steine von vier Millionen Menschen, die von den Nazis ermordet worden seien. In jenem Jahre - das Sowjetsystem war eben zusammengebrochen - nahm das Auschwitz-Museum eine Revision der Opferzahl vor: Franciszek Piper, Leiter der historischen Abteilung des Museums, setzte eine neue Propagandaziffer von diesmal 1,5 Millionen fest.[17] Anschließend wurden die Inschriften auf den Gedenksteinen getilgt; noch im Oktober 1991 waren diese unbeschriftet.[18] Später wurde in sie folgender Text eingemeißelt:[19]

»Dieser Ort sei allezeit ein Aufschrei der Verzweiflung und Mahnung an die Menschheit. Hier ermordeten die Nazis etwa anderthalb Millionen Männer, Frauen und Kinder. Die meisten waren Juden aus verschiedenen Ländern Europas. Auschwitz-Birkenau 1940-1945.«

1991 verfaßte F. Piper einen langen Artikel zur Opferzahl des Lagers, in dem er eine ausführlichere Studie ankündigte; er sprach nun nicht mehr von 1.500.000, sondern nur von 1.100.000 Toten.[20] Im darauffolgenden Jahr erschien dieser Artikel in Form eines kleinen Buchs,[21] und wiederum zwei Jahre später, also 1993, publizierte Piper die definitive Version seiner Studie mit dem Titel Die Zahl der Opfer von Auschwitz.[22]

Auf welch brüchigem Fundament die neue Ziffer von 1,1 Millionen Opfern fußt, und welchen neuen Revisionen sie im Verlauf des letzten Jahrzehnts unterworfen wurde, ist wohlbekannt. Doch warum konnte sich die sowjetische Propagandazahl von vier Millionen in der Hochburg Auschwitz bis zum Jahre 1990 halten? F. Piper äußert sich dazu wie folgt:[23]

»In der Literatur ist die Zahl von vier Millionen Opfern von Auschwitz durch Jan Sehn verbreitet worden, der 1945 und 1946 die polnische Kommission zur Untersuchung der Verbrechen in Auschwitz geleitet hat. Diese Zahl ist in vielen Veröffentlichungen in Polen (Staatliches Auschwitz-Museum, Hauptkommission zur Untersuchung der Naziverbrechen in Polen), in der Tschechoslowakei und in der DDR genannt worden. In den im Westen erschienenen Veröffentlichungen hat dagegen die Zahl von drei bis vier Millionen ungeachtet der bekannten Aussage von Höß in Nürnberg keine weitere Resonanz gefunden. Einer der ersten Forscher, der diese hohe Schätzzahl der Opfer von Auschwitz in Frage stellte, war der englische Historiker Gerald Reitlinger. In seiner 1953 erschienenen umfassenden Studie über die Vernichtung der Juden während des Zweiten Weltkriegs schrieb er, daß in Auschwitz "erheblich weniger als eine Million Menschen" gestorben sind, davon etwa 550.000 bis 600.000 unmittelbar nach ihrem Eintreffen im Lager ermordete Juden sowie eine unbekannte Zahl der etwa 300.000 registrierten Häftlinge, die am Tag der Befreiung nicht mehr da waren, in ihrer Mehrzahl Juden.«

In der Praxis war die Propagandaziffer von vier Millionen von den Sowjets diktiert und in der kommunistischen Welt aus reinem Opportunismus aufrechterhalten worden. Für den Westen galt hingegen im allgemeinen das lapidare Urteil G. Reitlingers:[24]

»Die Welt ist gegen derartige "Schätzungen" mißtrauisch geworden, und die runde Ziffer von 4 Millionen kann einer ernsten Nachprüfung nicht standhalten.«

Der polnische Richter Jan Sehn war übrigens noch sowjetischer als die Sowjets selbst gewesen: In der bekannten, aus dem Jahre 1946 stammenden Zusammenfassung der Schlußfolgerungen seiner Untersuchung, die im darauffolgenden Jahr zur Grundlage der Anklageschrift im Höß-Prozeß wurde, sprach er gar von fünf Millionen Opfern (»pięciu milionów«)![25]

J. Sehn wußte sehr wohl, daß die sowjetische Viermillionenzahl eine dreiste Lüge war. Bei seinen Ermittlungen im Vorfeld des Höß-Prozesses hatte er sich nämlich eingehend mit den sogenannten Transportlisten befaßt. Bei diesen handelte es sich um von Häftlingen, die bei der politischen Abteilung des Lagers eingesetzt waren, heimlich hergestellte, vereinfachte Abschriften von Originaldokumenten. In einem Protokoll, das die Datierung »Krakau, 16. Dezember 1945« trägt, transkribierte und analysierte Sehn diese Listen; sie umfassen:

  1. 2.377 Transporte mit männlichen Häftlingen vom 20. Mai 1940 bis zum 18. September 1944. Den Eingelieferten wurden die Registriernummern 1-199531 zugewiesen.
  2. 1.046 Transporte mit weiblichen Häftlingen vom 26. Februar 1942 bis zum 26. März 1944. Diese Gefangenen erhielten die Registriernummern 1-75697.[26]
  3. 78 vom RSHA angeordnete Transporte männlicher Juden vom 13. Mai bis zum 24. August 1944 (Registriernummern A-1/A-20.000).
  4. 60 auf Befehl des RSHA erfolgte Transporte männlicher Juden vom 31. Juli bis zum 21. September 1944 (Registriernummern B-1/B-10481).
  5. 90 vom RSHA befohlene Transporte weiblicher Juden vom 15. Mai bis zum 20. September 1944 (Registriernummern A-1/A-25378).
  6. 171 Transporte von Erziehungshäftlingen vom 21. Oktober 1941 bis zum 10. September 1944 (Registriernummern E/1/E-9.339).[27]

Zwar sind diese Listen nicht vollständig, doch erlauben sie es, die Größenordnung der in Auschwitz eingegangenen Transporte ungefähr zu bestimmen. In der Tat dienen sie auch als Grundlage für das zwischen 1959 und 1964 in deutscher Sprache erschienene Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau der Danuta Czech.[28]

Bekanntlich hat der französisch-jüdische Historiker Georges Wellers 1983 einen Artikel über die Opferzahl von Auschwitz verfaßt, der sich auf eben dieses Werk von D. Czechs stützte.[29] Wellers kam zur Schlußfolgerung, es seien 1.613.455 Menschen nach Auschwitz deportiert worden, von denen 1.334.700 dort den Tod gefunden hätten.[30] Obschon die von ihm vorgenommenen Berechnungen selbst nur so von Betrügereien wimmelten (auf die ich in einer besonderen Studie hingewiesen habe[31]), versetzte seine Schrift der Viermillionenfabel einen tödlichen Schlag. Wieso hat denn das Auschwitz-Museum letztere Zahl bis 1990 verteidigt, obgleich das Werk, das die Grundlage zu ihrer Revision bildete, schon 1964 vorlag? F. Piper liefert dafür folgende Erklärung:[32]

»Das Staatliche Auschwitz-Museum in Oświęcim hat verhältnismäßig spät, und zwar erst in den siebziger Jahren, Forschungen zur Frage der Zahl der Opfer begonnen. Die seinerzeit durchgeführten Forschungen haben zu keinen eindeutigen Ergebnisse geführt und die Feststellungen der sowjetischen und der polnischen Ermittlungsbehörden und Gerichtsorgane weder bestätigt, noch sie in Frage gestellt.«

Wie bereits festgestellt wurde, ist dies grundfalsch, weil das erste Instrument zur Überprüfung der propagandistischen Viermillionenziffer - D. Czechs Kalendarium - vom Auschwitz-Museum selbst geschaffen worden ist, und dieses widerlegte jene Zahl kategorisch, wie G. Wellers, ungeachtet seiner eigenen Mogeleien, später nachgewiesen hat. Und obwohl das Kalendarium wie erwähnt bereits 1964 existierte, hat F. Piper noch anno 1978 in einem französischsprachigen Buch, das zu den ersten vom Auschwitzmuseum veröffentlichten Gesamtdarstellungen der Geschichte des Lagers gehörte, im dem Thema »Ausrottung« gewidmeten Kapitel folgendes geschrieben:[33]

»In den knapp fünf Jahren, in denen das Lager bestand, gingen dort ungefähr 4.000.000 Menschen als Folge von Krankheiten, Hinrichtungen sowie des Massenmordes in den Gaskammern zugrunde.«

F. Piper gibt vor, er habe sich 1980 mit der Frage der Opferzahl von Auschwitz zu beschäftigen begonnen und sei 1986 zu ersten Schlußfolgerungen gelangt,[34] doch kann man allen Ernstes glauben, ein Forscher, der schon 1965 von der historischen Abteilung des Auschwitz-Museums angestellt worden ist[35] und dieses heute leitet, habe die sowjetische Viermillionenlegende bis 1978 für bare Münze genommen? Sollte dies wirklich der Fall sein, so wäre es der Beweis für eine tragische Verblendung, die eines Geschichtsforschers unwürdig ist. Doch wenn es, wie ich annehme, nicht stimmt, beweist es einen unanständigen politischen und ideologischen Opportunismus, der einem Geschichtsforscher ebensowenig ziemt.

Es gilt auch darauf hinzuweisen, daß die sogenannten Aufzeichnungen des ersten Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß in Polen erschienen sind und daß er in diesen von zweieinhalb Millionen Opfern des Lagers spricht; die Zahl will er von Eichmann erfahren haben. Höß zählt die »größten Aktionen« auf, aus denen eine Gesamtziffer von 1.130.000 Deportierten hervorgeht;[36] für das Auschwitz-Museum sowie F. Piper wäre dies ein Grund mehr zur Hinterfragung der Viermillionenzahl gewesen.

1990, nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in Polen, nutzte F. Piper die Gunst der Stunde, um die nun gründlich diskreditierte alte Zahl in die Rumpelkammer der Geschichte zu verbannen: nun gab er sich als "freier" und "kritischer" Geist aus, der eine einschneidende Revision vorgenommen hatte und deshalb die Aufmerksamkeit der "Historiker" verdiente!

4. Die Konsequenzen der Aufgabe der Propagandaziffer von vier Millionen

Wer freilich meint, man könne die Propagandaziffer von vier Millionen ungestraft fallen lassen, täuscht sich gründlich. Diese Zahl ist nämlich untrennbar mit der These von der Massenvernichtung in Auschwitz verbunden und kann nicht über Bord geworfen werden, ohne daß das ganze Kunstgebäude ins Wanken gerät. Trotz der vergeblichen Bemühungen Jean-Claude Pressacs, diese These dokumentarisch zu beweisen, beruht sie bis zum heutigen Tage einzig und allein auf den Aussagen vorgeblicher Augenzeugen, und Pressac selbst mußte notgedrungen auf eine solche zurückgreifen, als er die erste angebliche Menschenvergasung im Krematorium II von Birkenau zu schildern versuchte.[37]

Wie bereits unterstrichen, waren die Zeugenaussagen und die Viermillionenzahl von Beginn an unauflöslich miteinander verflochten, so daß eine Widerlegung der Zeugenaussagen einer Widerlegung dieser Ziffer gleichgekommen wäre und umgekehrt; zugleich wäre die ganze These von der Massenausrottung in Auschwitz unhaltbar geworden.

Heute, wo die Viermillionenzahl endgültig vom Tisch ist, hat die offizielle Geschichtsschreibung diesen irreversiblen Weg zur Widerlegung der orthodoxen Auschwitz-Version in der Tat beschritten. Die Ermittlung der tatsächlichen Kapazität der Krematoriumsöfen von Auschwitz zieht zwangsläufig den Zusammenbruch der These nach sich, es habe in Auschwitz eine Massenvernichtung von Menschen gegeben, denn die wichtigsten Zeugen, mit deren Aussagen diese These steht und fällt, sind inzwischen als vulgäre Betrüger entlarvt. Man kann heute ohne Furcht vor Widerlegung sagen, daß kein einziger der Hauptzeugen - der Angehörigen des sogenannten "Sonderkommando" - je die Wahrheit über die Krematoriumsöfen gesagt hat, sondern daß sie ausnahmslos schamlos gelogen haben.

Gelogen haben sie, um die These von der Massenvernichtung zu erhärten. Doch wenn sie in diesem zentralen Punkt die Unwahrheit gesagt haben, welche Glaubhaftigkeit besitzen dann noch ihre Aussagen über "Menschenvergasungen"?

Eine ehrliche Auseinandersetzung mit dieser Frage muß zwangsläufig ein radikales Schrumpfen der Zahl angeblich "Vergaster" nach sich ziehen, und der im Frühling 2002 erschienene Artikel Fritjof Meyers über die Opferzahl von Auschwitz[38] ist für die offizielle Geschichtsschreibung das Zeichen an der Wand.

Dies gilt natürlich nur für jene Forscher, die über ein Minimum an Redlichkeit und kritischen Geist verfügen, und ganz gewiß nicht für das Auschwitz-Museum, dessen "Historiker" zwar die Viermillionenzahl aufgegeben haben, jedoch die wärmetechnisch aberwitzigen Aussagen der "Augenzeugen" bis zum heutigen Tage als seriöse Quellen zitieren und sich keinen Pfifferling um den schreienden Widerspruch scheren, der sich daraus ergibt.

So ist sich F. Piper noch im Jahre 1994 nicht zu fein zu schreiben:[39]

»Ein Brief der Zentralbauleitung an Gruppe C vom 28. Juni 1943 gibt an, die Kapazität für einen Zeitraum von 24 Stunden werde auf 340 Körper für Krematorium I, jeweils 1.440 für die Krematorien II und III sowie je 768 für die Krematorien IV und V geschätzt.[[40]] Somit konnten die fünf Krematorien täglich 4.765 Leichen einäschern. Diese Schätzung stimmt mit den im Jahre 1941 erstellten Richtlinien zur Kapazität eines Fünfmuffelkrematoriums für Kriegsgefangene überein, laut denen in einer Retorte binnen 30 Minuten zwei Leichen eingeäschert werden konnten.[[41]] Doch im darauffolgenden Monat wurde Krematorium I stillgelegt, was die Kapazität auf 4.515 reduzierte.

Bei ihren Bemühungen zur Steigerung der Verbrennungskapazität der Öfen empfahlen die Lagerbehörden, die Einäscherungszeit auf 20 Minuten herabzusetzen und die Zahl der Leichen zu verdreifachen, je nach Größe des Körpers. Als Ergebnis konnte die Kapazität der Krematorien fast verdoppelt werden und schnellte auf ungefähr 8000 Leichen innerhalb von 24 Stunden hoch, wie ein Häftling des Sonderkommandos, Feinsilber, bezeugt.«

Somit dichtet dieser "kritische Geist" des Auschwitz-Museums, der die Opferzahl des Lagers auf annähernd ein Viertel herabgesetzt hat, den Krematorien auch weiterhin opportunistisch eine Kapazität an, die um das Achtfache über der realen liegt! F. Piper weiß natürlich sehr genau, daß die Glaubwürdigkeit seiner "Augenzeugen" flöten ginge, gäbe er die Kapazität der Öfen richtig an, und dann würden auch die Behauptungen derselben Zeugen über Menschenvergasungen mit einem Schlag unglaubwürdig. Dies ist der Grund dafür, daß das Auschwitz-Museum eine Hochburg des Aberglaubens ist und bleibt und den Ammenmärchen der "Augenzeugen" den Vorzug gegenüber der Wissenschaft gibt.

Abkürzungen

AGK:

Archiwum Głównej Komisji Badania Zbrodni przeciwko Narodowi polskiemu (Archiv der Hauptkommission zur Erforschung der Verbrechen gegen das polnische Volk, Warschau)

GARF:

Gosudarstvenni Archiv Rossiskoi Federatsii (Staatliches Archiv der Russischen Föderation, Moskau)

RGVA:

Rossiiskii Gosudarstvennii Vojennii Archiv (Staatliches russisches Kriegsarchiv, früher TCIDK - Tsentr Chranenija Istoriko-dokumental'nich Kollektsii, Zentrum zur Aufbewahrung historisch-dokumentarischer Sammlungen, Moskau)


Anmerkungen

Aus dem Italienischen übersetzt von Jürgen Graf.

[1]Werner Rademacher, »Die Wandlungen der Totenzahl von Auschwitz«, VffG, 3(3) (1999), S. 256-267 und Robert Faurisson, »Wieviele Tote gab es im KL Auschwitz?«, ebenda, S. 268-272.
[2]F. Meyer, »Die Zahl der Opfer von Auschwitz - Neue Erkenntnisse durch neue Archivfunde«, Osteuropa. Zeitschrift für Gegenwartsfragen des Ostens, Nr. 5, Mai 2002, S. 631-641. Der Artikel ist online erhältlich unter www.vho.org/D/Beitraege/FritjofMeyerOsteuropa.html.
[3]»Auschwitz-Opferzahl: Das Zahlen-Roulette dreht sich weiter«, VffG, 6(4) (2002), S. 371-394.
[4] Der Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof. Nürnberg 1947, Bd. VII, S. 647.
[5]GARF, 7021-108-14, S. 18-20.
[6]Ebenda, S. 18.
[7]»Gasovye kamery«: So werden die sogenannten "Bunker" 1 und 2 in allen sowjetischen Akten genannt. Diese Bezeichnung wurde von Szlama Dragan in seiner in Polen erfolgten Aussage vom 10. und 11. Mai 1945 eingeführt.
[8]Ebenda, p. 15.
[9]Die Betriebstemperatur der Muffeln betrug 800 Grad Celsius. Temperaturen von 1.500 Grad Celsius waren nur in der Feuerung des Gasgenerators erreichbar.
[10]Protokoll der Befragung Henryk Taubers vom 27-28 Februar 1945. GARF, 7021-108-13, S. 1-12.
[11]J. Graf, C. Mattogno, KL Majdanek. Eine historische und technische Studie. Castle Hill Publisher, Hastings 1998, S. 80. Die tatsächliche Opferzahl von Majdanek betrug ca. 42.300 (ebenda, Kapitel 4).
[12]Ebenda, S. 286.
[13]R. Kessler, Rationelle Wärme-Wirtschaft in Krematorien unter besonderer Berücksichtigung der Leuchtgasfeuerung, in: V. Jahrbuch des Verbandes der Feuerbestattungs-Vereine Deutscher Sprache 1930. Königsberg 1930, S. 136.
[14]Noch närrischer war die von den sowjetischen "Experten" aufgestellte Behauptung, man könne in einer Muffel vier bis fünf Leichen gleich schnell einäschern wie einen einzigen Leichnam. Laut deutschem Gesetz war es übrigens untersagt, mehr als eine Leiche gleichzeitig in einer Muffel zu verbrennen.
[15]Höß-Prozeß, Band 11, S. 133.
[16]Ebenda, S. 150.
[17]»Neue Zahlen über Auschwitz. Historiker: bis zu 1,5 Millionen Tote«, Frankfurter Rundschau, 18. Juli 1990. Der Artikel beruft sich ausdrücklich auf eine Studie F. Pipers.
[18]Siehe Fotografien 1 und 2. © Carlo Mattogno. 1991.
[19]Siehe Fotografien 3 und 4 . © Carlo Mattogno. 1997. (Der Text steht in 20 Sprachen auf 20 Gedenksteinen. In seinem Buch Die Lüge spricht zwanzig Sprachen,, V.H.O., Berchem 2000, lichtet Bruno Montoriol alle 20 Gedenksteine ab. Anmerkung des Übersetzers J. Graf.)
[20]F. Piper, »Estimating the Number of Deportees to and Victims of the Auschwitz-Birkenau Camp«, in: Yad Vashem Studies, XXI, Jerusalem 1991, S. 49-103.
[21]F. Piper, Auschwitz. Wie viele Juden, Polen, Zigeuner... wurden umgebracht. Universitas, Krakau 1992.
[22] Die Zahl der Opfer von Auschwitz, Verlag des Staatliches Museum in Oświęcim, 1993.
[23]Ebenda, S. 10.
[24]G. Reitlinger. Die Endlösung. Hitlers Versuch der Ausrottung der Juden Europas 1939 - 1945. Colloquium Verlag, Berlin 1992, S. 522.
[25]J. Sehn, Obóz koncentracyjny i zagłady Oświęcim, in: Biuletyn Głównej Komisji Badania Zbrodni Niemieckich w Polsce. Posen 1946, S. 128.
[26]Diese Listen wurden von K. Smoleń am 16 Dezember 1947 dem amerikanischen »Counsel for War Crimes« zur Verfügung gestellt und bei den Nürnberger Nachfolgeprozessen als Dokument NOKW-2824 vorgelegt.
[27]AGK, NTN, 95, S. 12-13. Das Protokoll reicht von S. 12 bis S. 123.
[28]D. Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, in: Hefte von Auschwitz, 2, 1959, S. 89-118 (1940-1941); 3, 1960, S. 47-110 (1942); 4, 1961, S. 63-111 (Januar-Juni 1943); 6, 1962, S. 43-87 (Juli-Dezember 1943); 7, 1964, S. 71-103 (Januar-Juni 1944); 8, 1964, S. 47-109 (Juli 1944-Januar 1945. Wydawnictwo Państwowego Muzeum w Oświęcimiu.
[29]Die zweite, modifizierte Ausgabe des Kalendariums erschien 1989 bei Rowohlt, Reinbek bei Hamburg.
[30]G. Wellers, »Essai de détermination du nombre de morts au camp d'Auschwitz«, in: Le Monde Juif, n. 112, Okt.-Dez. 1983, S. 153.
[31] Wellers e i "gasati" di Auschwitz. Edizioni La Sfinge, Parma 1987.
[32]F. Piper, aaO. (Anm. ), S, 13.
[33]F. Piper, »Extermination«, in: J. Buszko, Auschwitz. Camp hitlérien d'extermination, Editions Interpress, Warschau 1978, S. 134.
[34]F. Piper, aaO. (Anm. ), S. 13.
[35]Y. Gutman and M. Berenbaum (Hg.), Anatomy of the Auschwitz death camp. Indiana University Press, Bloomington and Indianapolis 1994, S. XIII
[36]Główna Komosja Badania Zbrodni Hitlerowskich w Polsce, Wspomnienia Rudolfa Hoessa komendanta obozu oświęcimskiego. Wydawnictwo Prawnicze, Warschau 1956, S. 193.
[37]Jean-Claude Pressac, Die Krematorien von Auschwitz. Die Technik des Massenmordes. Piper Verlag, München-Zürich 1994, S. 95; Pressac stützt sich hier auf die Zeugenaussage H. Taubers.
[38]»Die Zahl der Opfer von Auschwitz. Neue Erkenntnisse durch neue Archivfunde«, in: Osteuropa, Nr. 5, Mai 2002, S. 631-641. Siehe dazu meinen Artikel »Auschwitz. Die neuen Revisionen Fritjof Meyers«, VffG 6(4) (2002), S. 378-385.
[39]F. Piper, »Gas Chambers and Crematoria«, in: Y. Gutman and M. Berenbaum (Hg.), aaO. (Anm. ), S. 165f.
[40]Vgl. hierzu meinen Artikel »"Schlüsseldokument" - eine alternative Interpretation.« VffG, 4(1) (2000), S. 50-56.
[41]F. Piper nimmt hier Bezug auf einen Erläuterungsbericht zur Vorentwurf für den Neubau des Kriegsgefangenenlagers der Waffen-SS, Auschwitz O/S (RGVA, 502-1-233, p. 20). Dieser wurde zu einem Zeitpunkt erstellt, wo die Topf-Dreimuffelöfen noch nicht existierten, und spiegelte die Wunschvorstellungen der Firma Topf wider. Das damals ins Auge gefaßte Projekt unterschied sich dann von dem tatsächlich verwirklichten.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 7(1) (2003), S. 15-20.


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