Ernst Zündel: Sein Kampf für Deutschland

Ein Lebenslauf in historischen Daten und Stichworten

Von Dr. Ingrid Rimland

Ernst Zündel verdient ohne Zweifel den Titel des tapfersten, regsamsten, einfallsreichsten, streitlustigsten und wirksamsten "Holocaust"-Revisionisten, den die Welt bisher gesehen hat. Man mag mit seinen Ansichten übereinstimmen oder nicht und seine Methoden gutheißen oder auch nicht. An diesem Urteil kommen weder Freund noch Feind vorbei. Nach über 20 Jahren ununterbrochenem Streiten für die Wiederherstellung der Ehre seines Volkes und Vaterlandes hatte sich der kriegsmüde und waidwund gewordene Ernst Zündel eigentlich in Tennessee mit seiner Ehefrau Ingrid Rimland zurückziehen und zur Ruhe setzen wollen. Seit etwa zwei Jahren widmete er sich fast ausschließlich seinem eigentlichen Hobby, nämlich der Malerei. Für ihn war die Schlacht seines Lebens geschlagen; andere sollten das Zepter übernehmen. Aber das Schicksal hatte andere Pläne mit ihm, grausame Pläne, nämlich einen Lebensabend hinter schwedischen Gardinen in einem deutschen Verlies. Als Hommage an das Lebensverdienst dieses großen Deutschen, dessen Kampf nun leider doch noch nicht zu Ende ist, wird sein Lebensweg nachfolgend dargelegt und gewürdigt. Möge seine anhaltende Tapferkeit und sein Standvermögen vielen als leuchtendes Vorbild dienen.


1939 - 1958: Kindheit und Jugend

Ernst Zündel kommt am 24. April 1939 in Calmbach im Schwarzwald als viertes von sechs Kindern des Holzfällers Fritz Zündel und seiner aus dem Augsburger Raum stammenden Frau, Gertrud Zündel, geborene Meyer, zur Welt. Der Vater war von 1938 bis 1947 beim Militär, erst im Krieg und dann in amerikanischer Gefangenschaft. Er ist eingefleischter Sozial-Demokrat. Die Mutter ist eine überzeugte und tiefgläubige Christin.

Der Krieg und seine für Deutschland schrecklichen Nachwehen hinterlassen auf den Jungen Ernst Zündel einen nachhaltigen Eindruck, besonders die alliierten Bombenangriffe und das lästige und gefährliche Treiben der alliierten Flugzeuge, Jabos genannt, die alles angreifen, was sich in Feld, Wald, Wiesen und auf Straßen und Schienen bewegt. Dazu kommen dann der Hunger, die Kälte und die bittere Not nach dem deutschen Zusammenbruch.

Ernst Zündel in der Berufsschule 1954

Ernst Zündel zusammen mit Adrien Arcand 1963, seinem politischen Mentor, hier kurz vor der Abreise zu einer Europa-Rundfahrt, um bekannte Autoren, Politiker und ehemalige Soldaten zu sprechen.

Zündels erste Schultage finden ihn im Keller der evangelischen Kirche seines Heimatdorfes, weil die französische Besatzungsmacht das örtliche Schulhaus mit Soldaten belegt hat. Trotz Unterernährung und den dadurch eintretenden Krankheiten wie Lungenentzündungen und Hungerödemen usw. entpuppt er sich bald als ein guter Schüler und begabter, aufgeweckter, wenn auch sehr schüchterner Junge. Zeichnen, Geschichte, Heimatkunde und Aufsätze-Schreiben sind seine Lieblingsaufgaben und Themen.

Bald zeichnet der junge Ernst für Mitschüler Schmetterlinge, Käfer, Bienen und Blumen oder schreibt Hausaufgaben und Aufsätze für die Kinder "wohlhabender" Eltern. Er verdient sich dadurch förmlich sein erstes "Zubrot" - nämlich ab und zu ein Marmeladenbrot.

Bald machen die Lehrer die Mutter Zündels aufmerksam auf das Zeichentalent ihres Sohnes, was dazu führt, daß sie für den jungen Ernst eine Lehrstelle im 20 km entfernten Pforzheim ausfindig macht - in einer Stadt, die noch kurz vor Kriegsende fast total zerstört worden war und fast 20.000 Menschen in einem grausamen Feuersturm einäscherte.

Zündel absolviert seine Lehrjahre in einer graphischen Kunstanstalt in dem ausgebombten Pforzheim, in den Vorkriegsjahren "Goldstadt" genannt, und besucht dort auch für drei Jahre die Fachabteilung Graphik an der Gewerbeschule. Er besteht seine Gesellenprüfung mit guten Noten und versucht sich nun als Geselle im Beruf weiterzubilden, indem er sich um eine Stelle im fernen Osnabrück in Norddeutschland bewirbt. Einer der Gründe für diese seine "erste Auswanderung" ist, um Hochdeutsch zu lernen - bis dahin sprach er nur Schwäbisch, einen Dialekt, der dem Hochdeutsch nicht gerade sehr ähnlich ist - und um sich in der Fremde unbeobachtet von seiner Familie oder Freunden selbst seine fast krankhafte Scheu abzugewöhnen. Beides gelingt ihm nur bedingt.

1957 ist die Zeit der deutschen Wiederbewaffnung, forciert durch Konrad Adenauer. Zündel ist sehr christlich als Pazifist erzogen worden und gerät deshalb bald in Seelennot wegen des herannahenden Waffen- und Militärdienstes. Er entschließt sich zur "zweiten Auswanderung", diesmal nach Übersee, um dem Einzug zur Bundeswehr auszuweichen. Kanada war damals das einzige Land der westlichen Welt, das keinen Pflicht-Militärdienst für junge Männer hatte.

Neue Heimat in der Fremde

3. September 1958: Zündel kommt als 19-Jähriger in Montreal, Quebec, Kanada an. Er kennt keine Menschenseele. Er spricht nur ein paar Brocken Englisch, die er sich über einen Fernkurs angeeignet hat. Französisch, die Umgangssprache Quebecs, spricht er nicht. Bald darauf fährt er mit einem Einwandererzug weiter nach Toronto, wo man englisch spricht.

In der englischen Abendschule für Einwanderer in Toronto, die er, um seine Sprachkenntnisse zu erweitern, sofort nach seiner Ankunft in Kanada aufsucht, trifft er eine intelligente und ebenso hübsche Französisch-Kanadierin, die schon ein Jahr später seine Frau werden soll. Zwei Söhne entspringen dieser sehr jungen Ehe.

Die Familie Zündel siedelt bald danach in den französisch-sprechenden Teil Kanadas über und setzt sich in Montreal, Quebec nieder. Zündel trifft dort Adrien Arcand, den französischen Schriftsteller und politischen Denker und Parteiführer einer pro-deutschen, national-sozialistischen christlichen Partei.

Herr Arcand war vor dem Krieg ein berühmter Mann in Kanada, der wegen seiner politischen Einstellung in ein kanadisches Konzentrationslager eingesperrt worden war - ohne Anklage, ohne Gerichtsverfahren, ohne Verurteilung, und nur auf den Verdacht hin, im Kriege ein "Risiko für Kanada" darzustellen. Arcand holte sich dort eine Nierenkrankheit, von der er sich nie wieder richtig erholte. Er und andere Parteimitglieder, die mit ihm eingesperrt waren, darunter auch der französische Bürgermeister von Montreal, Quebec, Camillien Houd, bekamen nie einen Cent "Wiedergutmachung"!

Wie alle jungen Menschen seiner Generation war Zündel zum Hitler-Gegner erzogen und in den Nachkriegsschulen gehirngewaschen worden. In Kanada schlagen Berufskollegen Zündel bald einen Besuch Arcands wegen dessen politischen Hintergrundes und Wissens, besonders über deutsch-jüdische Belange und Geschichte, vor. Obwohl Zündel damals wie alle seiner Altersgenossen in den von den alliierten Besatzungsmächten kontrollierten Schulen Nachkriegsdeutschlands niemals die offiziell gelehrte Geschichte des Dritten Reiches anzweifelte, wird er bald an Hand der Bücher und Dokumente aus der Bibliothek Adrien Arcands stutzig und am Ende anderer Meinung.

Arcand nimmt sich des jungen Deutschen an und versteht es, das Gift der "re-education", also der Umerziehung und des von den alliierten Umerziehern gefälschten Geschichtsbildes, mit der historischen Wahrheit aus Originalquellen und Büchern zu begegnen und Ernst Zündels Geschichtskenntnisse zu vertiefen. Unter Arcands Einfluß und Führung, seines Wissens und seiner über viertausend Bände umfassenden persönlichen Bibliothek, zu der er Zündel freien Zugang gewährt, tritt bald eine Entgiftung und Gesundung von Zündels Denkweise ein. Ein Französisch-Kanadier macht also aus dem jungen, politisch interessierten und wissenshungrigen Zündel erst einen denkenden Deutschen im fernen Kanada!

 

Zündel verkündet seine Kandidatur zum Premierminister in Frühling 1968

Ernst Zündel als Werbegrafiker, 1973

So kommt es, daß Zündel schon die ersten ernsten revisionistischen Regungen beim als Schauprozeß in Frankfurt gegen die angeklagten Deutschen inszenierten großen Auschwitz-Prozeß Anfang der sechziger Jahre verspürt. Er besucht neben seiner Tagesarbeit als Graphiker und Fotoretuscheur die Abenduniversität in Montreal, wo er Geschichte, politische Wissenschaften und Architektur studiert. Er schreibt seine eigene Kolumne für die Studentenzeitung dort mit dem Titel »Politics: Past, Present and Future (Politik der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) und wirkt in den Uni-internen Fernsehsendungen mit. Der kalte Krieg und the Kuba-Krise hat das Interesse der Kanadier am Kommunismus wach werden lassen. Zündel tritt nebenher als anti-kommunistischer Redner vor privaten Clubs, in Kirchen, Schulen, Logen und vor Geschäftsleuten usw. auf. Er entdeckt auch sein Talent für politische Radio-Kommentare und Radio-Debatten. Montrealer können bald den jungen Deutschen fast jeden Abend oder jede Nacht auf den populären Radio Talk Shows hören, wo er zum verbalen Gespenst der lokalen Kommunisten und Zionisten wird. Manche Stationen laden ihn oft als Gast für stundenlange Sendungen ein.

Zündel malt sehr viel in seiner Freizeit und wird für seine Gemälde und Aquarelle bekannt, wovon er über 700 Werke in Kanada und weltweit verkauft. Er gewinnt auch Geldprämien und allerhand Auszeichnungen für seine Gemälde und seine graphischen Arbeiten. In seiner Freizeit verteidigt er immer wieder seine Heimat Deutschland gegen die wachsende antideutsche Hetze mit Briefen an Politiker, Zeitungsredaktionen und Radio- und Fernsehsender.

Erste politische Aktivitäten

Bald formiert sich eine Gruppe Gleichgesinnter um ihn. Mit seinen Freunden organisiert er Straßendemonstrationen und Proteste vor Kinos und Zeitungsverlagen, die antideutsch eingestellt sind und Hetze gegen seine Heimat betreiben. Interviews zu den Themen Konzentrationslager und Judenausrottung mit Fernsehen und Radiostationen sowie Zeitungsreportern folgen.

So kommt es, daß Zündel sich notgedrungenerweise mit dem Nationalsozialismus und mit dem Phänomen, das man später als "Holocaust" bezeichnet, geistig und seelisch auseinandersetzen muß. Damals war das Wort "Holocaust" als synonym mit Judenausrottung noch nicht im kanadischen oder weltweiten Wortschatz zu finden. Es wurde erst 1977 durch die Fernsehserie gleichen Namens bekannt. und von der Holocaust-Lobby propagiert

Der kanadische Premierminister, Lester Pearson, tritt 1967 aus Krankheitsgründen zurück. Zündel kandidiert spontan für den Posten des Parteichefs der liberalen Partei, der automatisch kanadischer Premierminister werden wird. Obwohl er nur deutscher Einwanderer ist, reist und redet er im ganzen Land und kommt ins Endrennen und spricht im Sportstadion von Ottawa zu 25.000 Menschen. Die Rede wird von allen Radio- und Fernsehstationen Kanadas ausgestrahlt. Er plädiert für ein Ende der antideutschen Hetze und die Wiedervereinigung seiner Heimat. Sein Antrag, ein Bürger Kanadas zu werden, wird ohne Gründe von der Regierung damals abgewiesen.

Durch sein ausgezeichnetes Talent als Graphiker und Maler relativ wohlhabend geworden, geht Zündel in den Jahren 1968-1969 auf eine beinahe einjährige Weltreise nach Afrika, dem Nahen Osten, Israel, Indien, Asien bis nach Japan, um seinen geistigen und politischen Horizont zu erweitern. Er liest alles, was er in die Finger bekommt, besonders auch aus jüdischen Quellen, und bildet sich immer mehr selbst aus. Intensivste Studien und Interviews mit Militärs aller Seiten und mit Politikern, Schriftstellern, Augenzeugen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und mit Universitätsprofessoren und Buchautoren in vielen Teilen der Welt folgen.

Das Werden eines Holocaust-Revisionisten

Die Begegnung mit Thies Christophersen Anfang der siebziger Jahre und die Lektüre von dessen Augenzeugenbericht Die Auschwitz-Lüge, die Zündel ins Englische übersetzt, sind ein wichtiges Schlüsselerlebnis für den jungen Auslandsdeutschen.

Christophersen war ein deutscher Agrarökonom, der mit Auschwitz-Gefangenen in den Kriegsjahren im Nebenlager Raisko an der Gewinnung von Naturgummi aus Löwenzahn und anderen Pflanzen arbeitete und einen offenen und ehrlichen Erlebnisbericht darüber schrieb. Er sah damals keine Gaskammern in Auschwitz, obwohl er über ein Jahr im Lager arbeitete und wohnte, freien Umgang mit Gefangenen hatte und alle Gebäude inspizieren konnte.

Bald verlegt Zündel auch Schriften des revisionistisch gesonnenen US-Professors Dr. Austin App, einem der berühmtesten Deutsch-Amerikaner der Nachkriegszeit, und übersetzt und verlegt für ihn auch dessen auf ausländischen Quellen basierende Studie Der Sechs-Millionen Schwindel. Weil sich Zündel öffentlich gegen die antideutsche Hetze wie kein anderer in Kanada aufbäumt, ist er dort bald bekannt wie ein bunter Hund. Seine Anti-Holocaust-Demonstrationen werden immer wieder in den Medien, vor allem im Fernsehen in Nachrichtensendungen, erwähnt, und Zündels Bekanntheitsgrad steigt steil an.

Im Winter 1977 und Frühjahr 1978 organisiert Zündel mit Hunderten von Freunden Briefkampagnen an Regierungsstellen aller Ebenen in Kanada, den USA und Deutschland und protestiert gegen die wachsende antideutsche Hetze in Presse, Funk und Fernsehen. Namhafte Politiker und Kolumnisten des Landes nehmen positive Stellung zu diesem Thema - und geben Zündel recht!

Im Sommer und Herbst 1978 protestieren Zündel und seine Freunde vielerorts fast täglich gegen antideutsche Hetzfilme im Fernsehen, besonders gegen die Serie Holocaust, die damals eine Woche lang nordamerikaweit mit viel Medien-Rummel jeden Abend im Fernsehen gesendet wird. Viele Interviews im Radio, Fernsehen und der Presse folgen darauf. Heftige Reaktionen seitens der Holocaust-Lobby gegen Zündel und seine Freunde, die bald als "Nazis" giftig angegriffen und verleumdet werden, setzen ein. Das Kesseltreiben durch die Medien auf Zündel beginnt.

Frühjahr/Sommer 1979: Zündel und sein sich rapide ausbreitender weltweiter Kreis von Gleichgesinnten demonstrieren öffentlich gegen antideutsche Hetzfilme zum Thema "Holocaust", die über ganz Kanada, die USA und sogar in Argentinien, Chile und Australien gezeigt werden. Das Südafrika-Büro des Spiegels ruft bei Zündel in Toronto an und bittet, die Demonstrationen vor ihrem Büro dort in Südafrika aufzugeben. Als Gegenleistung offeriert der Spiegel, über Zündels weltweite Anti-"Holocaust"-Kampagne zu berichten. Ein Spiegel-Reporter-Team kommt auch tatsächlich daraufhin von New York nach Toronto, knipst und macht Tonbandaufnahmen. Das Interview erscheint aber nie im Spiegel.

Ende 1979 nimmt Zündel an der Gründungsversammlung des Institute for Historical Review an der Northrop University in Kalifornien teil und konferiert dort mit Revisionisten aus aller Welt, die alle den sogenannten "Holocaust" bezweifeln und erforschen. Den größten Eindruck auf ihn machen Dr. Arthur Butz, Professor an der Northwestern University und Autor des Standardwerkes des Revisionismus, Der Jahrhundertbetrug, sowie Prof. Dr. Robert Faurisson von der Universität Lyon II in Frankreich. Zündel ist beeindruckt von Dr. Faurissons Wahrheitsfanatismus und seinen Recherchen und Dokumentenfunden in Auschwitz und anderen ehemaligen deutschen KZs im Osten. Besonders die wissenschaftlich fundierten, fotografisch und durch Baupläne aus der Kriegszeit belegten Vergleiche Dr. Faurissons zwischen amerikanischen Gaskammern und angeblichen deutschen "Gaskammern" des Dritten Reiches verblüffen Zündel. Er verspricht Dr. Faurisson, diese Recherchen und Spuren unabhängig von ihm in Nordamerika weiter zu verfolgen.

Frühjahr/Sommer 1980: Zündel lernt den schwedischen Revisionisten Ditlieb Felderer kennen, der seit den sechziger und siebziger Jahren über dreißigmal Auschwitz und die anderen ehemaligen KZs im Osten untersucht hatte. Zündel macht bald amerikaweite Vortragsreisen mit Thies Christophersen, Udo Walendy und anderen Revisionisten. Der Zündel-Verlag, Samisdat Publishers, verlegt erstmalig eine kanadische Ausgabe der englischen Schrift Did Six Million Really Die? des Engländers Richard Harwood. Diese für Zündel politisch sehr verhängnisvolle Schrift, ein internationaler Bestseller, beginnt in diesen Jahren ihren Siegeszug durch 18 Nationen.

Im Herbst und Winter 1980 verteilt Zündel diese Schrift gratis, durch Spenden finanziert, in vielen Zehntausenden von Exemplaren in mehreren Sprachen weltweit an Universitätsprofessoren, Lehrer, Pfarrer, Politiker und Medien in Nordamerika und Europa. Die Holocaust-Lobby läuft Sturm! Es gibt viele Interviews aus allen Teilen der Welt und auch Strafanzeigen beim Justizminister von Britisch-Kolumbien wegen dieser politisch unbequemen Schrift mit ihrem nicht konformen Geschichtsbild.

Der Beginn der Verfolgung

Im Frühjahr und Sommer 1981 verschickt Zündel weltweit kostenlos Zehntausende von mit Spenden finanzierten Tonbandkassetten revisionistischen Inhalts. Ein fast zeitgleich erfolgender massiver Versand von Zehntausenden von Exemplaren der Broschüre An mein Volk! an seine Rundbriefempfänger und Freunde in Europa bewirken einen Medienaufruhr in Deutschland und Kanada. Eine Lawine von beinahe zweitausend politisch motivierten Polizei-Razzien von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen folgen Ende März bei deutschen Zündel-Anhängern! Überall verlangen und sammeln die Fahnder Zündels Tonbänder und das sogenannte "volksverhetzende" grüne Büchlein An mein Volk! ein. Lastwagenweise soll damals Material nach Stuttgart geschafft worden sein, wo ein Verfahren wegen Volksverhetzung gegen Zündel eingeleitet wurde. Die Razzien wirbeln auch in Kanada viel Staub auf. Die juristische Verfolgung Zündels wird durch die Medien vorbereitet.

Am 31. Mai 1981 rotten sich 2.000 jüdische Demonstranten mit Plakaten und Sprechchören, Zündels Ausweisung aus Kanada verlangend, vor dem Zündel-Haus im Stadtkern von Toronto zusammen und versuchen, das Gebäude zu stürmen. Die Polizei hält die aufgebrachte Menge nur mühsam zurück. Zündels beherzte Mannschaft beschützt das Gebäude von innen. Mit Tonbandgeräten und Filmkameras ausgerüstete und als Reporter getarnte Zündel-Freunde mischen sich unter die Demonstranten und photographieren und dokumentieren diesen Aufruhr aus allernächster Nähe. Der erste große Zündel-Aufklärungsfilm Genocide by Propaganda (Genozid durch Propaganda) entsteht. Dieser Farbfilm, der sich mit der antideutschen Hetz-Propaganda, dem Holocaust-Thema usw. auseinandersetzt, wird auch hauptsächlich gratis, durch Spenden finanziert, an die Medien Nordamerikas verteilt. Viele Interviews von Presse, Fernsehen und Radio folgen dem Versand.

Im November 1981 entzieht der kanadische Staat Zündel und seinem Verlag plötzlich das Postrecht. Keine Post darf von Zündel mehr in Kanada, oder von Kanada aus in alle Welt, verschickt werden! Keine Briefe, keine Rechnungen, keine Steuerbescheide - nichts darf mehr an Zündel ausgeliefert oder von ihm auch an andere verschickt werden! Sollte er das Verbot nicht einhalten, drohen ihm vier Jahre Gefängnis. Dem Entschluß der Regierung geht keinerlei Gerichtsprozeß voraus; er wird diktatorisch vom kanadischen Postminister alleine gefaßt und sofort ohne Warnung in die Tat umgesetzt. Zündels Arbeit wird unterbunden, aber das kanadische Gesetz gibt Zündel das Recht, ein Posttribunal anzustreben, um den Fall durch dieses Gremium juristisch untersuchen zu lassen.

Der Regierung bleibt keine andere Wahl; sie setzt ein Tribunal ein, da Zündel in einer Pressekonferenz eine juristische Überprüfung dieses diktatorischen Urteils verlangt. Die steinreiche Jüdin Sabina Citron von der "Canadian Holocaust Remembrance Association" entpuppt sich vor dem Tribunal als die wahre Aufstachlerin des Postverbots und der Verfolgung von Zündel. Bis dahin war sie hinter den Kulissen unsichtbar mit Regierung und Polizei aktiv gewesen.

Aufgrund dieses Postverbots kämpft Zündel jetzt um seine berufliche Existenz. Er erringt bald mehrere juristische Erleichterungen. Sein graphisches Studio wird vom Postverbot ausgenommen und Zündel überlebt so wirtschaftlich, wenn auch nur knapp. Der Samisdat Verlag aber kommt durch das Postverbot finanziell ins Wanken. Das Resultat des Postverbotes sind zurückgehende Verkäufe von Büchern und Tonbändern, weniger Spenden und verängstigte Unterstützer. Die Gegner triumphieren bereits. Nur revisionistische Aufklärungsaussendungen von Amerika aus halten über eine US-Adresse die Verbindung zum gefährdeten, aber immer größer werdenden weltweiten Freundeskreis aufrecht, besonders im englischen Sprachraum. Der Name Ernst Zündel wird immer berühmter.

Ende 1982 bricht für Zündel ein neues Zeitalter der Massenaufklärung an: Videokassetten mit Dokumentationen zum Holocaust-Revisionismus werden kopiert und zu Hunderten an den weltweiten Freundeskreis über den noch funktionierenden US-Apparat von Zündel-Freunden verschickt, während Zündel in Ottawa um sein Lebenswerk kämpft. US-Spender halten die Zündel-Operation während dieser kritischen elf Monate durch Extraspenden am Leben. Die amerikanische Säule seiner Arbeit hält stand! Besonders ermöglicht wird die technische Umrüstung durch großzügige Spenden betagter deutscher Frauen und Männer, die sich noch klar an den Zweiten Weltkrieg erinnern können und die zu dieser Zeit persönlich viele Opfer bringen. Endlich gibt es eine Stimme, die von ihren Kriegsleiden spricht und Deutschlands Ehre wirkungsvoll und modern verteidigt! Ernst Zündel wird ihr Sprachrohr. Er schließt durch seine Arbeit die Kluft zwischen den Generationen.

Im Spätsommer 1982 läuft Zündels deutscher Reisepaß aus. Das deutsche Konsulat lehnt ab, einen neuen Paß für Zündel auszustellen. Zündel kann nun noch nicht einmal in das benachbarte Amerika fahren. Er sitzt nun in Kanada fest wie eine Maus in der Falle! Der deutsche Rechtsanwalt Jürgen Rieger kämpft inzwischen im Volksverhetzungsverfahren in Stuttgart für Zündels Freiheit der Rede sowie für sein Recht auf einen deutschen Paß. Jürgen Rieger prozessiert gegen das Zündel-Paßverbot durch die deutschen Gerichtsinstanzen. Während dieser Verfahren gewinnt er Einsicht in 200 Seiten geheimer, Zündel betreffender Dokumente, die zum ersten Mal den Vasallenstatus der BRD vis-a-vis der jüdischen Lobby schriftlich festgehalten haben und erschreckend deutlich machen! Darunter sind auch Briefe von Spitzeln, die die deutschen Konsulate und die Botschaft in Kanada anscheinend unter der deutsch-kanadischen Gesellschaft als Zuträger für Informationen in diesem Lande benützen.

Ein kurzes Beispiel: Der deutsche Konsul in Toronto erhält während eines Besuches im Konsulat ein Gesuch seitens eines bekannten Judenführers von Toronto mit dem Wunsch, der Konsul möge ihm inkriminierendes Material gegen Zündel aushändigen. Der Konsul beteuert, er habe keines! Er wendet sich daher, hilfe- und ratsuchend, schriftlich per Diplomatenpost, an das Auswärtige Amt in Bonn. Dort verspricht man dem Judenchef, zu helfen! Man nimmt auch sofort Kontakt zum Bonner Innenministerium auf. Und siehe da! Die Bonner Effizienz ist verblüffend! Mehr Razzien finden in der Bundesrepublik gegen Zündel-Freunde statt. Schon wenige Monate später informiert das Bonner Innenministerium schriftlich das Bonner Außenministerium, das wiederum seine Lakaien vor Ort in Toronto stationiert hat und diese nun anweist, daß man dem jüdischen Häuptling in Toronto umgehend das inkriminierende Material, das als Diplomatenpost nach Kanada geschickt wird, aushändigen solle! So einfach ist das - und so schnell werden jüdische Wünsche von Bonn gegen einen im Ausland lebenden Deutschen erfüllt, der ein ganzes Leben lang nur deutsche Interessen vertreten hat! So geht es hinter den Kulissen im Bundesdeutschland zu!

Die ersten Prozeß-Siege

Im Winter 1982 gewinnt Zündel seinen Postverbots-Fall vor dem kanadischen Post-Tribunal. Die festgehaltene Post wird nun per Lastwagen bei Zündel ausgeliefert. Die meisten Schecks aber sind verfallen. Viel Post ist durchsucht und sogar gestohlen worden; von wem, ist bis heute unbekannt geblieben. Zündel verlor damals Tausende von Unterstützern.

Zündels Samisdat Verlag erholt sich nur langsam, weil er durch das Verbot einen 80%igen Rückgang der Einnahmen zu verzeichnen hat. Viele Unterstützer verzagen, ziehen sich zurück und fallen verängstigt weg. Das war sicher das von seinen Gegnern angestrebte Resultat!

Zündel erhält nie eine Kopie des Post-Tribunal-Urteils. Erst nach über zwölf Jahren gibt man ihm endlich das Recht, sein eigenes Urteil in dieser Angelegenheit zu sehen! Man händigt es aber immer noch nicht aus; seine Anwältin muß es mühsam von Hand kopieren und im Postverwaltungsbüro in ihren mitgebrachten Computer tippen. Erst aus anderen Akten, die Zündel von der kanadischen Regierung über Gerichte erbeutet hat, ergibt sich der Grund: Das von der kanadischen Regierung eingesetzte Post-Tribunal hatte der Regierung deutlich und unmißverständlich gesagt: Finger weg von Holocaust-Themen! Es gehe bei Zündels Arbeit »um einen Kampf zwischen zwei Völkern, den Deutschen und den Juden.« Die Regierung solle sich also nicht einmischen in diese Holocaust-Kontroverse, war der Rat des Tribunals! Die brauchten dazu allerdings über ein Dutzend Seiten, diese Erkenntnis zu umschreiben. Die jüdische Gemeinde hatte das Urteil schon eine Woche nach dem Urteilsspruch im Besitz und zitierte davon in der Presse! Zündel bekam die Entscheidung erst nach 12 Jahren durch Gerichtswege zu sehen! So sieht die "Gleichheit vor dem Gesetz" in Kanada aus!

Kurz danach erringt auch Rechtsanwalt Jürgen Rieger in Stuttgart einen Sieg im dortigen Volksverhetzungsverfahren. Die Staatskasse muß Zündels Anwaltsgebühren bezahlen und sein Postscheckkonto freigeben. Zündel atmet auf, die Medien aber schweigen diesen juristischen Doppelsieg tot.

Anfang 1983 arbeiten Zündel und seine Mannschaften daher wieder völlig frei und auf Hochtouren. Da er wegen des Paßentzuges Kanada nicht verlassen kann, lädt er namhafte Revisionisten aus allen Teilen der Welt nach Kanada zur Arbeit ein. In Zündels Studios werden Dokumentarfilme gemacht und Interviews geführt. Zigtausende von Presseerklärungen zu verschiedenen Themen werden weltweit verschickt.

Frank Walus, ein US-Bürger deutsch-polnischer Abstammung, wird Opfer der Nazikriegsverbrechen-Hysterie, die inzwischen die USA erfaßt hat. Walus kommt zu Zündel nach Toronto, um Hilfe, Rat und Unterstützung zu suchen. Zündel macht einen Dokumentarfilm mit ihm, arrangiert eine Pressekonferenz und Vorträge vor seinem Freundeskreis und sammelt Geld für Walus für ein Berufungsverfahren gegen die US-"Nazijägerbehörde" und gegen Simon Wiesenthal, der für die falsche Verfolgung und die Misere dieses stillen und friedlichen Mannes verantwortlich war. Mit Zündels Hilfe und Unterstützung gewinnt Walus das Verfahren. Neue Verbündete aus den Vereinigten Staaten stoßen daraufhin zu Zündel und unterstützen seine Arbeit.

Der erste Zündel-Prozeß in Toronto

Seit Jahren schon ermittelten die kanadischen Behörden insgeheim gegen Ernst Zündel, und zwar auf Initiative Simon Wiesenthals. Auf höchsten Befehl wurden Flugblätter, Presseveröffentlichungen, Tonbänder von Radiosendungen und Fernsehauftritten von Zündel gesammelt.

Im November 1983 schließlich erstattet Sabina Citron, die schon zuvor im Postverbotsverfahren gegen Zündel aufgetreten war, Anzeige gegen Zündel bei der Polizei »wegen wissentlicher Verbreitung falscher Nachrichten« entsprechend dem uralten kanadischen Strafrechtsparagraphen 177, der noch aus dem 12. Jahrhundert in England stammt.

Die Aristokraten Englands, bis zum König hinauf, wollten sich viele Jahrhunderte früher durch diesen Paragraphen einst ihrer lästigen Kritiker entledigen, und jetzt wurde dieser alte Gesetzesparagraph von der Jüdin Citron und ihren Anwälten abgestaubt und gegen Zündel wegen seiner Anti-Holocaust Arbeit angewendet.

Zündel wird kurz vor Weihnachten 1983 vor das kanadische Gericht gezerrt. Auf dem Wege dorthin wird er von jüdischen Schlägern der "Jewish Defense League", (jüdischen Verteidigungsliga, JDL) zu Boden geschlagen. Die Medien zeigen bald ein sehr reges Interesse am Zündel-Prozeß. Es gibt immer wieder kanadaweite Nachrichtensendungen zum Zündel-Prozeß.

Anfang 1984 konzentriert sich eine Welle des jüdischen Terrors auf Zündel, die selbst die Torontoer Polizei schockiert. Zündel und seine Anwälte müssen jedes Mal, wenn sie zu Gericht gehen, ein wahres Spießrutenlaufen über sich ergehen lassen. Vor der anwesenden Presse und unter dem wachsamen Auge der Polizei werden sie bedroht, gestoßen, geschlagen und bespuckt. Jeden Tag müssen sie sich den Weg in das Gerichtsgebäude mit Fäusten förmlich erkämpfen.

Zündel geht publizistisch auf Großoffensive und alarmiert die ganze Welt wegen dieser Schweinereien mit feurigen Presseaufrufen und dem Versand von Tausenden von Tonbändern und Hunderten von Videobändern, welche die Todesdrohungen und die Gewalttätigkeit der jüdischen Schlägertrupps und Telefonterroristen gegen ihn in Bild und Ton stichhaltig beweisen.

Presseleute aus aller Welt melden sich bei Zündel mit der Bitte um Interviews. Es gibt jetzt ein massives Presseaufgebot bei jedem Gerichtsauftritt von Zündel in Toronto. Die Torontoer Polizei rafft sich auf und schreitet gegen die jüdischen Schläger ein. Wegen der täglichen Gewalttaten organisiert Zündel zum ersten Mal seine mit gelben Schutzhelmen ausgerüstete Leibwache, die von nun an bei jedem Gerichtsauftritt seinen persönlichen Schutz und den seiner Anwälte übernimmt. Es ist ein kühner Schachzug, denn in Kanada sind "uniformierte" private Schutztruppen nicht erlaubt. Er wird damit zum Volkshelden. Aus England, Frankreich, Österreich, Amerika und Argentinien, ja aus aller Welt strömen nun Freiwillige zu ihm, um ihn vor dem jüdischen Terror zu beschützen! Die Polizei läßt ihn gewähren, froh, daß sie durch die gelben Schutzhelme die Zündel-Mannschaft von den jüdischen Banditen leicht unterscheiden kann. Immer wieder werden jüdische Schläger oder gewalttätige Demonstranten verhaftet. Man redet überall von Zündels Medienspektakel. Die jüdischen Schläger wirken bald wie angeheuerte Komparsen! In den Medien erscheinen sie bald als die "Bösen", der sogenannte "Nazi" aber als der Gerechte!

Die jüdische Seite ist außer sich; sie attackiert Fernsehreporter mit Fäusten und Stöcken, weil sie Zündel in Nachrichtensendungen monatelang in ein positiven Licht stellen.

Die Anklage fährt inzwischen die schwersten Geschütze auf, darunter Dr. Raul Hilberg, den "Holocaust-Papst", der mehrere dicke Wälzer zum Thema "Judenausrottung in Europa" zusammengeschustert hat. Der 84-jährige Jude Dr. John Fried aus New York sagt zum Entsetzen der Anklage aus, wie er die Gerichtsprotokolle der Nürnberger Prozesse zum Druck für die Nachwelt selektiv ausgewählt hatte. Alles, was den Alliierten abträglich war, ließ er in den Papierkorb der Geschichte wandern, und nur solches Material wurde abgedruckt, das Deutschland belastet! Erst durch die Voruntersuchungen zum ersten Zündel-Prozeß erfuhr die Welt von diesem Trick. Bis dahin war man der Meinung, die angeblich "kompletten" dicken Gerichtsprotokolle, die das Nürnberger Verfahren hinterließ, enthielten alles, was in Nürnberg zutage gekommen war. Erst in Toronto im Zuge der Voruntersuchungen erfuhr die Welt - und allen voran die erstaunten Reporter - was in Nürnberg wirklich abgelaufen war!

Der kanadische Richter, ein Mann ukrainischer Abstammung, entschließt sich daher, zum Erstaunen fast aller und zum Schrecken der Juden, diese Nürnberger Gerichtsprotokolle nicht als Beweismittel in seinem Gerichtssaal in diesem Verfahren zuzulassen, denn es handelt sich ja nur um Auszüge - Bruchteile von Aussagen und Dokumenten, wie er vom Richterstuhl bekannt gibt. Das schockiert die anwesenden Juden derart, daß lärmendes Getöse ausbricht und daß der Richter mehrere Male Ruhe verlangen muß. Von oben herab wird daher angeordnet, daß ein anderer Richter ab sofort das Verfahren leitet.

Auf Antrag Zündels wird das Vorverfahren unter Ausschluß der Öffentlichkeit durchgeführt, was die Medien als Schwächezeichen werten. Nordamerikaweit fallen nun die Reporter, Radio- und Fernsehsprecher förmlich über Zündel her und werfen ihm Feigheit vor. Sie wittern eine Zündel-Blamage und Niederlage im kommenden Verfahren. Deshalb konzentriert sich die Presse so stark auf das neue Verfahren - man will Zündel blamieren und öffentlich verteufeln. Das Medieninteresse ist kolossal!

September 1984: Trotz der Sicherheitsmaßnahmen zünden Unbekannte die erste Bombe in Zündels Hinterhaus. Sein Gebäude und sein Auto sowie die Autos der Nachbarn werden durch die Explosion beschädigt. Menschen werden aber glücklicherweise nicht verletzt. Politischer Terrorismus wie in Beirut hält in Toronto Einzug. Jüdische Kreise machen Bekenneranrufe bei den Medien und sagten, sie hätten die Bombe gelegt, um Zündel eine Warnung und Lektion zu erteilen. Die Täter werden von der Torontoer Polizei nie ermittelt oder gefaßt. Durch die Explosion verliert Zündel sämtlichen Versicherungsschutz.

Aufgrund des Medienrummels verliert Zündel nach und nach alle Kunden seine Werbestudios. Der Betrieb ist dahin; nur noch kleinere Geschäfte halten ihm die Treue. Zündel kann sich nun notgedrungen, aber mit ungeteilter Energie und ganzer Aufmerksamkeit den Vorbereitungen seines großen Holocaust-Prozesses widmen. Das Zündel-Hauptquartier ähnelt bald einer Universität der verbotenen Gedanken!

Am 7. Januar 1985 beginnt die Hauptverhandlung des ersten Zündel-Prozesses. Das 39 Gerichtstage andauernde Verfahren wird eine weltweite Mediensensation. Alle Fernsehstationen und die meisten Radiosender Kanadas berichten fast täglich in den Nachrichten prominent und detailliert über die Vorgänge im Gericht. Durch den Haß der Jüdin Citron in die Öffentlichkeit gezwungen, betreibt Zündel jetzt tatsächlich "Volksaufklärung" im großen Stil über den Gerichtssaal hinaus mit dem Fernsehen und den Zeitungsberichten in die Büros, Schulen, Betriebe und Wohnstuben des Landes. Schock weicht einer spürbaren Panik in jüdischen Kreisen. Damit hatten sie nicht gerechnet!

Die Zündel-Aufklärungslawine rollt nun unaufhaltsam und unentwegt. Die Zündel-Zeugenaussagen dominieren täglich die Schlagzeilen und Abendnachrichten. Die Zeugen der Regierung erweisen sich als schwach und unglaubhaft und als der ganzen Holocaust-Geschichte abträglich. Besonders der gutaussehende und furchtlose Zündel-Anwalt Doug Christie dominiert im Gericht. Der Staatsanwalt wird täglich nervöser, verliert 12 Pfund Gewicht und magert sichtlich ab! Der Holocaust-Mythos gerät ins Wanken! Der Richter, ein feindlich gesinnter Mann namens Locke, greift immer giftiger ins Verfahren gegen Zündel ein, wird rot im Gesicht vor Zorn und droht sogar, Christie selbst wegen mangelnden Respekts ihm gegenüber vor dem Gericht anzuklagen. Die Atmosphäre innerhalb des Gerichtes ist gespannt und ekelhaft. In den Zuschauerrängen kommt es zu Handgreiflichkeiten von jüdischen Zuschauern gegen Zündel-Freunde und sogar Zündel-Mitarbeiter und Zeugen. Einer der betagten Zündel-Übersetzer wird in der Nähe des Gerichtes von jüdischen Schlägern brutal ins Gesicht geschlagen. Blutüberströmt kommt er ins Gericht. Polizei schreitet immer wieder ein und hält die streitenden Parteien auseinander.

Am 25. März 1985 wird Zündel vom Richter nach dem Schuldspruch der Geschworenen zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Während dieser Zeit darf er sich nicht in der Öffentlichkeit zum Thema Holocaust äußern. Er soll dadurch mundtot gemacht werden. Die Presse und die jüdischen Organisationen triumphieren!

Die kalten, stählernen Handschellen schließen sich schon im Gerichtssaal um seine Gelenke. Noch am selben Tage sitzt er einsam in einer Gefängniszelle im fernen Kanada, zum ersten Mal in seinem Leben wegen Gedankenverbrechen verurteilt. Er hat gewagt, was vor ihm noch keiner in Kanada gewagt hat: er hat sich der mächtigen jüdischen Lobby mit einer Holocaustfrage gegenübergestellt, die einfach eine Antwort verlangt: Starben wirklich sechs Millionen? Nun gilt es für Ernst Zündel, den Preis dafür zu bezahlen: Zensur seiner Gedanken, Gefängnis und unerbittliche Verleumdung in den Medien - das ist der Preis!

Ausweisungsversuche

Am 12. April 1985 leitet die kanadische Einwanderungsministerin eine Untersuchung zwecks Ausweisung Zündels aus Kanada ein. Am 29. April wird das Abschiebeverfahren eröffnet. Zündel hat sein Gesicht an dem Tag schwarz angemalt, um anzudeuten, daß er vielleicht als schwarzer Immigrant alle Rechte genießen könne - als Mitglied aber der weißen deutschen Minorität, wie er der Presse mitteilt, genieße er diese Vorteile nicht. Der Einwanderungsrichter braucht genau elf Minuten, um sein Urteil über Zündel zu fällen: Zündel soll sofort aus Kanada abgeschoben werden, wogegen Zündel allerdings Berufung einlegt.

Anfang 1987 wird das erstinstanzliche Urteil gegen Zündel wegen schwerer Verfahrensfehler aufgehoben. Zündel befindet sich, wie üblich bei solchen Gerichtsprozeduren, jetzt unschuldig im Gefängnis und wird dort trotz seines Sieges aus bürokratischer Schikane noch über das Wochenende in Haft gehalten. Die Ausrede ist, daß der Richterspruch am Freitag zu spät gekommen sei. Man hätte keine Beamten am Wochenende, um ihn freizulassen!

Am Gefängnisausgang warten die wichtigsten Presseorgane Kanadas am Montag morgen. Es herrscht Volksfeststimmung. Zündel rechnet öffentlich vor der Presse mit seinen Gegnern ab! Die Presse behandelt ihn diesmal wie einen Volkshelden! Enormes öffentliches und Presse-Interesse konzentriert sich auf ihn, nachdem er endlich freigelassen wird.

Die kanadische Regierung beantragt allerdings kurz darauf, beim Obersten Gerichtshof, dieses Berufungsurteil aufzuheben, was jedoch scheitert. In Folge dessen scheitert auch der Versuch, Zündel aus Kanada zu deportieren.

Der zweite Zündel-Prozeß in Toronto

Der zweite Zündel-Prozeß ist auf Anfang 1988 terminiert. Ende 1987 fängt Zündel an, die Medien auf den Inhalt und die Substanz des kommenden Holocaustverfahrens hinweisen. Er lädt die Medien der Welt ein, am Verfahren in Toronto teilzunehmen. Eine rege Debatte findet schon vor Beginn des Verfahrens in der Presse Kanadas statt, wie man das "Zündel-Phänomen" am besten eindämmen und durch die Presse kontrollieren könne. Lorrie Goldstein, jüdischer Kolumnist in der Toronto Sun, meint am 11. Februar 1987, man solle über das Verfahren nur auf Seite 90 »zwischen Seifenreklamen versteckt« berichten. Der Calgary Herald, die größte Tageszeitung in Calgary, Alberta, berichtete am 8. Juni 1987:

»Führende Mitglieder der jüdischen Gemeinde haben die wichtigsten Nachrichtenübermittler Torontos aufgesucht und sie angefleht, das neue Verfahren anders als das letzte zu behandeln

Globe & Mail, Kanadas renommierteste Zeitung, meinte ebenfalls am 26. August 1987, man solle schon vor dem Verfahren die Entscheidung »im öffentlichen Interesse« treffen, die Berichterstattung »extra einzuschränken«.

Einer der berühmtesten und rangältesten Reporter Kanadas, George Bain, berichtete später in MacLean's Magazine vom 23. Mai 1988:

»[...] wie eigenartig es ist, und wie schnell und beinahe einstimmig die Medienmanager auf die Frage geantwortet haben, daß keinerlei Druck auf sie ausgeübt worden wäre, und daß niemand bei ihnen vorstellig geworden wäre, um sie zu beeinflussen.«

Nur Ian Urquhart vom Toronto Star hat später offen zugegeben, daß er durch eine Delegation von den Wünschen der jüdischen Gemeinde gehört und diese zur Kenntnis genommen hätte, Zündels »haßerfüllten Nachrichten und Ansichten keine Publizität zu geben«.

Am 117. Gründungstag des Zweiten Deutschen Reiches, dem 18. Januar 1988, beginnt das zweite große Holocaustverfahren gegen den Deutschen Ernst Zündel im fernen Kanada. Die Presse ist reichlich vertreten.

Alle Erfahrungen, die im 1985er Verfahren gesammelt wurden, kommen nun zum Tragen. Er und seine Mannschaften, Zeugen, Anwälte, Übersetzer usw. arbeiten Tag und Nacht. Alles läuft wie eine gutgeölte Maschine.

Der Toronto Star verspricht jüdischen Abgesandten, die Zündel-Berichte immer auf der gleichen Seite innen in der Zeitung zu plazieren, und daß es der Zustimmung eines der höchsten Chefs von Torontos größter Tageszeitung bedürfe, um einen Bericht über das Zündelverfahren woanders zu plazieren oder gar auf die Titelsite zu rücken. Das Endresultat dieser Entscheidung war, daß die 66 Artikel über das Zündelverfahren im Toronto Star jeden Tag für alle Leser leicht auffindbar auf der gleichen Seite und am gleichen Platz zu finden waren! Die jüdischen Zensoren hatten wieder einmal ein Eigentor geschossen! Es gab dadurch täglich eine Zündel-Reklame oder Kolumne im Toronto Star - immer auf der gleichen Stelle und Seite! Besser hätte es gar nicht sein können!

Die Jewish Defense League mit ihren Schlägern ist natürlich am ersten Gerichtstag 1988 wieder zur Stelle, genau wie beim ersten Zündel-Verfahren 1985. Die Zündel-Leibwache ist dieses Mal zahlenmäßig stark angestiegen und wird schnell Herr der Lage. Sie kämpft sich unaufhaltsam bis zur Eingangstür des Gerichtsgebäudes durch. Die Torontoer Polizei ist dieses Mal auch besser vorbereitet, und nach wenigen Minuten schon liegen die Rädelsführer der jüdischen Schlägertrupps mit Handschellen, die Arme auf den Rücken gefesselt, im Schneematsch auf dem Gehsteig, während Torontoer Polizisten auf ihnen knien und sie niederhalten, bis die Polizei-Streifenwagen sie ins Gefängnis bringen.

Ernst Zündel mit seinem Anwalt Douglas Christie vor dem Gericht in Toronto

Ernst Zündel mit einigen seiner engsten Freunde während des zweiten Zündel-Prozesse 1988

Das ist ein Fressen für die Medien! Sie knipsen und filmen, und das nicht gerade schöne Bild der gefesselt auf dem Boden liegenden Judenterroristen erscheint bald auf den Bildschirmen und Titelseiten der Zeitungen des ganzen Landes. Schnelle Aburteilung der Schlägerbanden folgen. Das ergibt Sicherheit für Zündel und seine Freunde auf dem Weg zum Gericht für den Rest des Verfahrens.

Im Gerichtssaal selbst flüchtet sich Richter Thomas sehr schnell in die "Offenkundigkeit", was in der kanadischen Gerichtstradition einmalig ist - ähnlich wie das noch immer so schamhaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei revisionistischen Verfahren geschieht. "Offenkundigkeit" ist ein juristischer Begriff und bedeutet, daß man gewisse Sachen nicht anzweifeln darf - wie z.B., daß die Sonne im Osten auf- und in Westen untergeht oder daß die Nacht dem Tage folgt. Der Holocaust, so Richter Thomas, sei eine Tatsache, die man nicht anzweifeln dürfe!

Solch ein Erlaß in solch einem ernsten Geschichtsprozeß verstößt gegen die angelsächsische Tradition der Redefreiheit und Bürgerrechte. Anwalt Christie ringt mit dem Richter um jedes Wort und jeden Satz. Er ist imstande, den Richterspruch zur "Offenkundigkeit des Holocausts" abzuschwächen. Der Richter legt sich nicht auf die "sechs Millionen" Opferzahl fest. Verhindern kann Christie die "Offenkundigkeit" aber nicht.

Dies ist deshalb entscheidend, weil sich Zündel nun nicht mit Beweisen verteidigen darf. Der Richter verbietet es ihm. Die einzige Frage, die bleibt, ist, ob Zündel zu dumm sei, das "Offenkundige" zu begreifen, oder ob er böswillig und mit Absicht gegen die Juden gehandelt habe, indem er den "Holocaust" anzweifelte!

Als Ergebnis dessen steht Zündel vor den Geschworenen da wie einer, der nicht ganz "normal" ist, denn laut Richtererlaß ist es ja klipp und klar, daß es einen "Holocaust" gegeben habe. Das müßte doch jedem normalen Menschen einleuchten! Man könne ja diese "Offenkundigkeit" des Holocausts mit Hunderten von Büchern, geschrieben von Zeugen, Holocaust-Opfern und Historikern, in jeder Bibliothek Kanadas nachweisen und beweisen!

Zündels Verteidiger Christie läßt ihn wissen, daß er mit diesem Offenkundigkeitsspruch des Richters Thomas das Verfahren für ihn unmöglich gewinnen könne. Er rät Zündel, seine Verteidigung auf ein Minimum zu beschränken, seine Zeit nicht in diesem Verfahren zu vergeuden und das Geld für die enormen Verteidigungskosten zu sparen. Er beschwört Zündel förmlich:

»Der Kampf vor diesem Richter in diesem Gerichtssaal in dieser Instanz ist für Sie aussichtslos! Ich kann ihn nicht für Sie gewinnen!«

Die Verurteilung sei so sicher wie das "Amen" in der Kirche. Zündel erbittet sich eine Denkfrist von seinem Anwalt. Nach ein paar Tagen ruft er seine Mannschaft zusammen, erläutert ihnen die Lage in groben Zügen und sagt ihnen:

»Wir machen weiter! Diesmal kämpfe ich nicht für mich oder meine Freiheit. Ich kämpfe vor allem für die Ehre meines Vaterlandes. Ich will unsere überaus wichtigen Zeugenaussagen in den kanadischen Gerichtsprotokollen und Geschichtsbüchern für alle Zeiten festhalten!«

Der Druck der Medien und die Gewaltandrohungen gegen Zündel lassen merklich nach, nachdem der Richter den Holocaust als "offenkundig" erklärt hat. Der Richter legt erst einmal eine wochenlange Pause im Verfahren ein. Jetzt verschwinden die uniformierten Torontoer Polizisten, die Zündel auf jedem Schritt und selbst im Gerichtsgebäude und auf dem Gang zur Toilette bisher begleitet hatten. Man weiß also auf höchster Ebene, was für einen Gefallen man da der Holocaust-Lobby mit der "Offenkundigkeit" getan hat! Die jüdische Seite triumphiert offensichtlich, als sei der Sieg der Lüge über die Wahrheit mit diesem "Offenkundigkeitsspruch" schon endgültig erzwungen.

Zündel und Anwalt Christie unternehmen stundenlange Spaziergänge in den tiefverschneiten Parks der Umgebung des Zündel-Hauses und exerzieren verbal in langen Gesprächen alle Möglichkeiten durch, die Zündel unter den Umständen noch offenstehen. Als nächstes kommen die aus allen Teilen der Welt herbeigeeilten Experten, Zeugen und Gutachter an die Reihe. Ihre Einstellung wird von Zündel sondiert, und am Ende stellt Zündel selbst die Weichen für das Verfahren: Gegen den Rat seines Verteidiger-Teams und einiger seiner wichtigsten Berater wird er das Verfahren wie geplant und vorgesehen in aller Tiefe und mit aller Härte durchkämpfen - trotz "Offenkundigkeit"!

Er erklärt, es werde Anwalt Christies Aufgabe sein, die "Offenkundigkeit" des Richters zu unterlaufen, zu umgehen, zu ignorieren und in einer Art von Salamitaktik, Scheibe um Scheibe, auszuhöhlen und herunterzuschneiden, bis die Zündel-Mannschaft am Ende imstande sei, alle die Beweise der Regierung, die man ihm in den Weg legen werde, zu zerstören und zu erschüttern oder sie zumindest zu entkräften. Die Zeugen der Verteidigung würden versuchen, alle ihre Dokumente im Gericht vorgelegt und vom Gericht diskutiert zu bekommen. Hiermit geht die Zündel-Mannschaft zum juristischen Stellungskrieg über und gräbt sich in die Materie ein in einer Art von juristischem Grabenkrieg - wie im Ersten und oftmals im Zweiten Weltkrieg!

Es wird ein zähes, monatelanges Ringen! Das Zündel-Haus verwandelt sich wahrhaftig in einen Kommandobunker, von wo aus die Gerichtsschlacht mit den vielen Helfern geplant und vorbereitet wird. Innerhalb des Gerichtssaales wird nun Tag für Tag von der Beweisführung des Zündel-Anwalt- und Berater-Teams die jüngste deutsche Geschichte revidiert und neu geschrieben - Offenkundigkeit hin und her! Staatsanwalt und Richter können es kaum glauben und sind deutlich frustriert von dem Vorgang. Das Zündel-Team hat mit seiner Salamitaktik Erfolg! Scheibe für Scheibe der alten Holocaustversion wird zerlegt, zerschnitten und zerhackt!

Der Leuchter-Report

Mitten im Gerichtsverfahren kommt die elektrisierende Nachricht, die wie ein Blitz im Zündel-Haus einschlägt! Der Chef eines der größten Gefängnisse der USA, Bill Armontrout, der als Zündel-Zeuge über Vergasungen aussagen sollte, schlägt seinen Experten, Fred Leuchter aus Boston, als Zeuge für die Verteidigung in Sachen Gaskammer vor! Fred Leuchter sei der Mann, der als einziger gegenwärtiger Fachmann in ganz Amerika in Sachen Hinrichtungsausrüstung gelte, einschließlich elektrischer Stühle und Gaskammern! Armontrout hat sogar die Telefonnummer und Adresse des potentiellen Gutachters parat! Das ist eine Sensation! Zündel reagiert blitzschnell, obwohl er schon mitten in der Hauptverhandlung steckt. Er entsendet ohne Zögern per Flugzeug seinen wichtigsten Berater, Professor Robert Faurisson, nach Boston, um Leuchter auf Herz und Nieren zu überprüfen.

Es stellt sich heraus, daß Leuchter an die Standard-Version des Holocausts glaubt und daß er die Existenz von "Nazi-Gaskammern", soweit er davon gehört hat, nicht anzweifelt. Alles andere deutet aber darauf hin, daß der Mann weiß, was er tut, und sein Metier versteht und daß er ehrlich ist und beruflich ethisch und sauber handelt.

Dr. Faurisson fliegt nach Toronto zurück, um Zündel Bericht zu erstatten. Leuchter wird daraufhin selbst nach Toronto gebeten, um Christie zu treffen und die anderen Experten zu sprechen und um sich mit den vorhandenen Dokumenten und Aussagen von Freund und Feind, besonders Dr. Raul Hilbergs Gerichtsprotokollen aus dem ersten Zündel-Verfahren und den Aussagen in seinen Büchern zum Thema Judengenozid auseinanderzusetzen, diese fachmännisch zu analysieren usw. Auch die Modelle, von der Zündel-Mannschaft maßstabgerecht nach deutschen Bauplänen von Auschwitz und Birkenau erstellt, die Dr. Faurisson in Polen entdeckt hatte, werden ihm gezeigt und erläutert.

Zündel verlangt von Leuchter einen Kostenvoranschlag für seine Expertise und Aussage. Der Preis ist hoch; die Aussage aber äußerst wichtig. Wo aber soll das zusätzliche Geld für Leuchters Gutachteraussage herkommen? Zündel konsultiert Kontoauszüge, überprüft Spendeneingänge, vergleicht die laufend anfallenden Kosten, und liebäugelt mit seiner strategischen finanziellen Reserve. Er sondiert telephonisch bei Spendern, ob noch irgendwo eventuelle Extraspenden herauszuholen sein könnten.

Inzwischen fliegt Leuchter nach Boston zurück. Zündel verspricht eine baldige Entscheidung. Die Zeit drängt, denn das Verfahren hat sich der Halbzeit genähert. Zündel sitzt nächtelang am Telefon und erläutert noch einmal die Situation seinen Spendern groß und klein. Am Ende geben einige größere Zuwendungen einiger betagter deutscher Frauen und Männer den Ausschlag für seine historisch so überaus wichtige Entscheidung:

Zündel faßt einen kühnen Entschluß. Leuchter wird am Ende nicht nur im Verfahren über U.S.-Gaskammern aussagen; er wird mit einer schnell zusammengesetzten Gruppe von Übersetzern, technischen Zeichnern, Video- und Kameraleuten nach Auschwitz und Majdanek ins damals noch kommunistische Polen fliegen! Er wird die Installationen ausmessen und genaue technische Zeichnungen, Baupläne und Konstruktionspläne anfertigen. Er wird überall, vorsichtig und unberührt von Menschenhand, Gesteinsproben entnehmen, sie sorgfältig verpacken und nach Amerika zurückschmuggeln und dort von einem bekannten Laboratorium auf Zyklon B-Gehalt untersuchen und analysieren lassen. Während das Verfahren in Toronto weiterläuft, soll diese dramatische Expedition im geheimen stattfinden!

Es geht im Zündel-Haus zu wie beim Generalstab im Kriege! Es wird geplant, geprobt, gemessen, gewogen, verpackt. Arbeitspläne werden angefertigt. Im Eilverfahren werden Visa für Polen und Pässe sowie Flugkarten arrangiert. Dann wird totale Funkstille verordnet!

Die Zündel-Leuchter-Holocaust-Expedition verläßt Nordamerika und Europa zu verschiedenen Zeiten über verschiedene Flughäfen. Freundlich gesinnte Polen warten am anderen Ende. Alles verläuft reibungslos und ohne Pannen. Der Rest ist bereits Geschichte! Leuchter hat mit seiner Arbeit einer irregeführten Welt einen Pionierdienst geleistet! Heute wissen schon Millionen Menschen in der Welt, daß Deutschland durch Leuchters Bericht und Professor Roths Gesteinsanalyse, forensisch bewiesen, vom vorgeworfenen Judengenozid durch Vergasungen freigesprochen worden ist!

Am 20. April 1988, 99 Jahre nach der Geburt eines gewissen Herrn, stellt Zündel den Zeugen Leuchter mitsamt seines Berichtes dem Gericht vor. Panik! Schrecken! Totaler Unglauben zeichnet sich auf den Gesichtern der jüdischen Vertreter ab! Auch der Richter und Staatsanwalt sind sichtlich von dieser Entwicklung schockiert und fast sprachlos! Der Richter legt eine längere Pause ein, um sich erst einmal zu erholen. Dann werden die Geschworenen aus dem Gerichtssaal weggeschickt. Unter Ausschluß von ihnen und unter Hinweis auf strikte Geheimhaltung durch die Presse, die auf Richterbefehl kein Word darüber berichten darf, wird ausgehandelt und gefeilscht, über was der überaus wichtige "Zeuge Leuchter" aussagen dürfe oder nicht und was das Gericht gnädigst "akzeptieren" würde!

Was nun geschieht, ist eine juristische Schande! Leuchter darf nicht vor den Geschworenen über seine Befunde aussagen! Der Staatsanwalt und der Richter wollen retten, was zu retten ist, und denken, daß sie die Verteidigung dadurch in Verlegenheit bringen könnten, indem sie den Experten-Chemiker, der die Gesteinsproben-Analysen im amerikanischen Labor selbst gemacht hat, die die Zyklon B-Propaganda auf den Müllhaufen der Geschichte werfen wird, nach Toronto persönlich zum Kreuzverhör verlangen. Das kann für die Verteidigung gefährlich werden, denn der Mann arbeitet Tausende von Kilometern weit weg in den USA, und niemand kann ihn zwingen, zu einer Aussage unter Eid nach Toronto zu fliegen. Alles steht auf des Messers Schneide! Zündel hängt stundenlang am Telefon! Am Ende, spät abends, ist alles unter Dach und Fach! Professor Dr. Roth, seit 10 Jahren Chemie-Professor an der berühmten Cornell Universität in den USA, wird schon am nächsten Tag aussagen - freilich für ein horrendes Honorar von US $300 pro Stunde. Auch das Geld wird von Zündel noch in dieser Nacht mobilisiert.

Das Gericht staunt nicht schlecht, als Christie schon am nächsten Morgen zu seinen über 2 Metern Größe aufsteht und das Gericht mit ruhiger Stimme informiert, daß er gedächte, den Chemie-Experten Dr. Roth als nächsten Zeugen dem Gericht vorzustellen, der die Gesteinsproben Leuchters aus Auschwitz in Amerika in seinem Labor analysiert hätte! Der Richter und Staatsanwalt sind baff! Sie hatten ein Eigentor erzielt!

Am nächsten Tag, dem 22. April 1988, steigt David Irving, der berühmte englische Historiker, der auch bisher an den Holocaust geglaubt hatte, als letzter Zeuge Zündels in Toronto in den Zeugenstand. Zum Erstaunen und Schock aller Anwesenden revidiert er in aller Öffentlichkeit seine bisherigen Ansichten zum Thema Gaskammern und Holocaust! Er nennt den Leuchter-Bericht ein »erschütterndes Dokument«. Zu Zündel in der Anklagebank hinblickend sagt er, es sei ein »genialer Schachzug« der Verteidigung gewesen, diese ersten forensischen Untersuchungen von Auschwitz überhaupt vornehmen zu lassen!

Die Aussagen Leuchters und Irvings waren die Krönung des Verfahrens von 1988. Sie waren aber leider auch der Beginn der massiven Verfolgungen, die sowohl Leuchter als auch Irving seither erleiden mußten.

Am 11. Mai 1988 wird Zündel wie vorausgesehen von Richter Thomas und den Geschworenen für schuldig befunden. Die "Offenkundigkeit" macht kein anderes Urteil möglich. Die Geschworenen haben keine Wahl. Nacht folgt dem Tag. Gewisse "Fakten" dürfen nicht angezweifelt werden, allen Beweisen zum Trotz - auch nicht am Ende des 20. Jahrhunderts! Galileo läßt grüßen! Zündel wird vom Richter Thomas in einem haßerfüllten Urteil zu neun Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. In Handschellen wird er sofort ins Gefängnis von Toronto abgeführt.

Dank großzügiger Spenden kommt Zündel jedoch schon bald auf Kaution wieder auf freien Fuß. Ihm wird aber wieder ein Maulkorb verpaßt, nach strikter als das erste Mal: Zündel darf das Stadtinnere Torontos nicht verlassen. Er muß sich zweimal wöchentlich bei der Polizei melden usw. Die Medien haben nun freies Spiel und kippen jahrelang Schmutz und Lügen über Zündel aus, ohne daß er sich wehren darf! Sein Ruf wird dadurch sehr stark beschädigt. Jetzt ist er ein verrufener und verurteilter "Nazi", den der Pöbel bei jeder Gelegenheit angreifen darf. Ein Bannfluch ist gegen ihn ausgesprochen. Er ist vogelfrei - wie einst Hutten, Hus und Luther!

Schon am Tage des Urteilsspruchs legen die Zündel-Anwälte Berufung beim Obersten Gerichtshof von Ontario ein, denn die Revisionsbegründung war in weiser Voraussicht auf das Unabwendbare bereits parallel zum Prozeß ausgearbeitet worden.

Zündel aber verschickt in der ersten Maiwoche noch vor seiner Verurteilung über 20,000 Broschüren nach Deutschland mit dem Titel Es ist vollbracht!, in dem der Inhalt des zweiten Zündel-Verfahrens in groben Umrissen niedergeschrieben ist. Besonders Leuchters Befunde werden erläutert. Es geht an alle deutschen Parlamentsmitglieder, Landtagsmitglieder, die deutsche Presse und die bundesdeutsche Elite schlechthin. Niemand soll später einmal sagen, sie hätten von alledem nichts gewußt! Zündel verbaut durch diesen Schachzug der heute herrschenden deutschen Führungsschicht den Ausweg in die Ausrede, sie hätten von Leuchters Befunden usw. nichts erfahren. Die Namensliste der Empfänger ist von ihm an sicherer Stelle archiviert. Keiner kann sich so aus der Verantwortung stehlen! Kohl und alle anderen wurden informiert.

Deutsche Niederlage, kanadischer Sieg...

Anfang 1990: Das Berufungsgericht in Ontario entscheidet gegen Zündel, wie von ihm vorausgesehen. Daraufhin legt Zündel beim Obersten Kanadischen Gerichtshof Revision ein. Inzwischen hat Zündel schon im Herbst und in den Wintermonaten 1990 - 1991 mit deutschen Freunden den Leuchter-Revisionisten-Kongreß in München organisierst. Die namhaftesten Revisionisten der Welt werden sich zu diesem Alternativ-Historiker-Kongreß in München ein Stelldichein geben. Das Amtsgericht München erläßt inzwischen einen Haftbefehl gegen Zündel wegen einer alten Volksverhetzungsklage, weil irgendein Unbekannter in Deutschland anonym ohne sein Wissen Zündel-Videobänder versandt hatte. Zündel fliegt nach Deutschland, um an den Vorbereitungen des geplanten "Leuchter-Kongresses" teilzunehmen und um Interviews mit den Gästen zu machen. Er ahnt von dem Haftbefehl nichts und fliegt ins Verhängnis.

Der Kongreß, erst erlaubt, dann verboten, dann wieder erlaubt, wird am Ende wieder verboten. Die Halle wird gekündigt - DM 6.000 für die Miete des deutschen Museums sind verloren. Die Schikanen häufen sich. Diese Zensurmaßnahmen werden vom Gericht in München für rechtens erklärt.

Am 21. März 1991 wird Zündel in einer Interviewpause bei der bekannten deutschen Buchautorin Ingrid Weckert in München verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Er wird bald in München vom Gericht in Abwesenheit verurteilt wegen Rundbriefen, Videos, dem Anne Frank Tagebuch und im großen und ganzen »wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener«. Die Geldstrafe beläuft sich auf DM 30.600,-.

Anfang November 1991 beginnt das deutsche Zündelverfahren in der zweiten Instanz in Deutschland. Auch dieses Zündel-Verfahren ist ein Hohn. Keinem seiner in Kanada vom Gericht zugelassenen Zeugen wird es in Deutschland erlaubt auszusagen. Kein Gutachter, kein entlastendes Dokument werden in München von dem Richter zugelassen. Am 22. Dezember 1991 wird Zündel in Deutschland in zweiter Instanz zu einer Geldstrafe von DM 14.600,- verurteilt.

Zurück in Kanada überrascht ihn eine unerwartete testamentarische Vermachung, wodurch die Möglichkeit nahe rückt, Radio- oder gar Fernsehsendezeiten in regulären Medien in den USA zu kaufen. Er produziert in aller Stille neue Broschüren in seinem Verlag und ein 567-Seiten starkes Buch seiner Anwältin, zusammengestellt für den Tag, wo sein Maulkorb entweder durch seinen Gefängnisantritt oder seinen Sieg vor dem Supreme Court wegfallen wird. Er will dieses Buch dann sofort auf den Markt werfen.

In verschiedenen Teilen der Welt werden inzwischen andere Bücher über Zündels Arbeit und Opfer geschrieben und verlegt. Hunderttausende von Flugblättern und kleinen Broschüren werden in vielen Teilen der Welt zum Thema Leuchter-Bericht und Zündel-Verfahren verfaßt und gedruckt - von Brasilien bis Australien. Trotz des kanadischen Maulkorbes geht die Zündel-Saat jetzt in den fernsten Ecken des Erdballes auf. Der "Holocaust" wankt! Die Opfer waren nicht umsonst!

Der Leuchter-Bericht dient als Basis dieser totalen "Wahrheitskampagne". Der Fall Zündel und der Leuchter-Bericht werden überall erörtert und werden das Sprungbrett von Debatten. Das Leuchter-Gutachten bildet die Grundlage für weitere Untersuchungen in Auschwitz durch den hochbegabten deutschen Chemiker Germar Rudolf und den angesehenen österreichischen Ingenieur Walter Lüftl.

Auch David Irving forciert die Holocaust-Debatte in weltweiten Redetouren und Vortragsserien. Er veröffentlicht auch eine englische Sonderausgabe des Leuchter-Berichtes, die er an alle Mitglieder des House of Lords und alle Chemieprofessoren Englands verschickt. Die Juden Englands laufen nun Sturm.

Damit beginnt auch Irvings Leidensweg. Er wird in Kanada verhaftet, dort verurteilt und in Handschellen des Landes verwiesen. Er wird von Rom abgeschoben und von Australien und Neuseeland verbannt, verhaftet und in Handschellen zurückgewiesen. Er bekommt Einreiseverbot in Süd-Afrika und wird in Deutschland unter Verweigerung jeder Verteidigungsdokumente verurteilt und kriminalisiert, was schwerwiegenden Folgen für seine Schriftstellerkarriere und sein persönliches Leben hat.

Im Hochsommer 1992 dann geschieht das Wunder: Kanadas Oberster Gerichtshof entscheidet mit einer knappen 4-3 Entscheidung zu Gunsten von Zündel. Die Sensation ist komplett! Zündels Stern strahlt hell am Geschichtsfirmament. Reporter, Fernsehstationen - alles drängt nun für ein paar Tage zu ihm. Der Maulkorb ist weg!

Öffentlichkeits-Offensive

Zündels Angriffe und Gegenangriffe rollen nun Woche für Woche, Monat für Monat. Durch den frühen Tod von zwei Kameradinnen kommen neue finanzielle Zuwendungen über deren Testamente. Zündel kauft Radiosendezeit und Fernsehsendezeit von U.S. Radio- und Fernsehstationen und funkt von dort amerikaweit knallharten Revisionismus. Er kauft sogar Satelliten-Fernsehsendezeit. Seine Programme werden nun von Mexiko bis zum Nordpol über Kanada, die USA, und die Karibik ausgestrahlt - bis hinaus auf die Insel Hawaii. Löhne, Druck- und Portokosten leeren die Kassen immer wieder, aber der Wahrheit gilt es jetzt eine Bahn zu brechen. Endlich herrscht eine längere Gefechtspause, die es auszunützen gilt.

Die Holocaust Lobby versucht nun eine andere Taktik. Sie ist jetzt in der Defensive. Überall übt sie wirtschaftlichen Druck und Terror auf die Sender, Stationen und Satellitenfirmen aus. Manche Sender kündigen die Zündel-Programme. Satelliteninhaber ziehen sich zurück. Eine Radiostation brennt unter mysteriösen Umständen ab nach Bekanntgabe, daß man gedenke, Zündel-Programme auszustrahlen. Zündel sucht und findet immer wieder neue Anbieter. Er funkt, redet und scheint überall zu gleicher Zeit zu sein. Von Los Angeles, Detroit, Houston, Chicago bis nach Anchorage gibt es jetzt Zündel-Programme. Die Ameisenarbeit hinter den Kulissen zwischen den Verfahren macht sich jetzt endlich bezahlt.

Ende 1993 beantragt Ernst Zündel erneut die kanadische Staatsbürgerschaft. In der Zwischenzeit erhielt er auch sein Recht auf einen neuen deutschen Reisepaß. Anschließend fliegt Zündel nach Spanien, England, Frankreich, Belgien, Dänemark und Polen. Er macht dort in Auschwitz einen sensationellen Film mit dem jungen jüdischen Revisionisten David Cole - ein Film, der die Holocaust-Lobby noch mehr blamiert, indem der junge Jude zeigt und erklärt, was in Auschwitz alles gefälscht, neu gebaut und zusammengelogen wurde![1]

Ab Sommer 1994 ist Zündel inzwischen weltweit auf Kurzwelle und amerikaweit auf Kurz- und Mittelwelle im Radio mit seinen eigenen Sendungen zu hören. Sechs kanadische Provinzen und 18 USA-Staaten werden über Mittelwelle von Amerika aus durch Zündel-Programme zu bester Sendezeit erreicht. Die Holocaust Lobby hat seit Monaten besondere "Eingreifkommandos" eingesetzt, die überall einfliegen, um die Stationen dort unter Druck zu setzen, wo Zündel-Programme auftauchen - oft umsonst! Die Zündel-Medienlawine rollt weiter - unaufhaltsam, wie es scheint!

1994 hält Ernst Zündel bei der Internationalen Revisionismus-Konferenz des Institute for Historical Review eine Rede, die den jahrzehntelangen, oft mühsamen Weg des Revisionismus umreißt. Auf diesem Kongreß trifft er zum ersten Mal Dr. Ingrid Rimland, eine in Kalifornien wohnende preisgekrönte Schriftstellerin volksdeutscher Abstammung.

Ab 1995 produziert Zündel jede Menge Fernsehreportagen, die auf verschiedenen US-Stationen gegen Bezahlung ausgestrahlt werden. Im Oktober 1996 strahlt Ernst Zündel dann zum ersten Mal seine "Stimme der Freiheit"-Programme über Radio Moskau aus Königsberg nach Deutschland aus. Es ist eine Ironie des Schicksals, daß gerade von diesem Sender in dieser Stadt Zündels deutsche "Stimme der Freiheit" gleichzeitig nach Rußland und nach Deutschland ausgestrahlt werden.

Revisionismus im Internet

Im Winter 1994/95 unternehmen Zündel-Freunde die ersten Schritte ins Internet. Eine weltweite Protestlawine wird dadurch losgetreten. Der erste Internet Provider, der die Website des Namens The Voice of Freedom kurz beherbergt, kommt unter massiven Druck und kündigt schon nach wenigen Monaten. Mit Hilfe anderer Zündel-Freunde findet Ingrid Rimland einen anderen Provider, Web Communications in Santa Cruz, Kalifornien, einer der größten Internet-Serviceanbieter Amerikas mit 1300 Kunden. Die Besitzer sind die Söhne deutscher Juden.

Inzwischen wird die neue Zündel-Webseite im Internet mit dem Namen www.zundelsite.org von Dr. Ingrid Rimland in Kalifornien rapide ausgebaut. Nach langem schriftlichen Hin und Her bietet eine dem Revisionismus feindlich gesinnte Website, "Nizkor" genannt, die hauptsächlich jüdische Interessen vertritt und von der jüdischen Loge B'nai Brith durch Spendengelder finanziert wird, der Zundelsite eine weltweite elektronische Debatte über den Holocaust an. Man hofft, die Revisionisten und besonders Zündel vor der ganzen Welt lächerlich zu machen!

Sowohl die Zundelsite als auch Nizkor beschließen, diese Debatte elektronisch zu koordinieren, um Mißverständnisse über den Holocaust aufzuklären und die historische Wahrheit in den Vordergrund zu stellen - was immer jede Seite darunter versteht! Zündel benachrichtigt das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Los Angeles in zwei Faxbriefen am 5. und 8. Januar 1996, daß diese Debatte stattfinden wird. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum schreibt daraufhin 2000 Präsidenten von Universitäten und Internet Provider an und verlangt "Selbstzensur" gegen die Revisionisten.

Wenig später ist daher im Internet der Teufel los. Die Internet-Zensurversuche des Simon-Wiesenthal-Zentrums haben die U.S.-Medien aufgeschreckt. Die New York Times berichtet darüber. Reporter, Fernseh-Teams, Radio-Shows und Computerzeitungen widmen sich der Zundelsite. Innerhalb von Tagen schlägt die Nachricht der bevorstehenden elektronischen Holocaust-Debatte solche Wellen der Angst und Panik in den gegnerischen Reihen, daß die Deutsche Telekom versucht, alle 1300 U.S. Websites des drittgrößten amerikanischen Internet Providers, Web Communications, zu blockieren, nur um den Empfang der Zundelsite in Deutschland zu verhindern!

Die Besucherzahlen auf der Zundelsite im Internet klettern und klettern ins Astronomische, so daß der Internet-Provider der Zundelsite schließlich die Notbremse ziehen und den Verkehr zwangsregulieren muß.

So etwas hat es noch niemals gegeben - ein elektronischer Weltkrieg, mit Redefreiheitskämpfern auf der einen Seite und der dunklen Macht der Holocaust-Zensoren auf der anderen! Die Zundelsite steht im Mittelpunkt des ganzen globalen Spektakels! Es hagelt Interviews in allen Medien. Die kalifornische Webseite entwickelt sich sehr schnell zum Mittelpunkt einer weltweiten Anti-Zensurbewegung mit dem Slogan: "Pfoten weg vom Internet!" Studenten an verschiedenen US-Universitäten und auch in anderen Ländern bis ins ferne Australien hin schmücken zum ersten Mal ihre Webseiten mit der blauen Schleife der Redefreiheit (jetzt überall bekannt!) und trotzen so der versuchten Holocaust-Lobby-Zensur. In vielen Winkeln der Erde, wo man vielleicht noch nie etwas vom Geschichtsrevisionismus gehört hat, wird dadurch revisionistisches Material wissenshungrigen Menschen, besonders den durch die Zensurversuche aufgeschreckten, jetzt hellhörigen Studenten, zugänglich gemacht.

Zündel bei einer seiner vielen Aufnahmen zu Fernsehreportagen, hier auf dem Roten Platz in Moskau 1994

Brandschaden am Inventar des Zündel-Hauses nach dem Brandanschlag 1995

Mehr als ein Dutzend dieser Studenten über die halbe Welt verstreut machen sich jetzt daran, die Zundelsite zu retten! Sie kopieren den revisionistischen Inhalt und spiegeln ihn auf ihren eigenen Computern oder denen ihrer Universität wieder! Die Zundelsite hat sich in Kürze wie durch ein Wunder verdoppelt, vervierfacht, verachtfacht! Im ganzen unterlaufen weltweit mindestens 13 Zündel-Spiegelseiten den offiziellen deutschen Internet-Zensurversuch - und wahrscheinlich viele mehr! Alles dies spielt sich in Kalifornien ab, wo die Zündelseite in einem kleinen Touristenstädtchen am Pazifischen Ozean gespeichert ist und von San Diego aus von Dr. Ingrid Rimland mit Texten und Dokumenten gespeist, bearbeitet und verwaltet wird.

In der dritten Februar-Woche 1996 gibt die deutsche Regierung frustriert ihren Internet-Zensurversuch auf, und die Weltpresse erklärt: »Zündel bleibt Sieger im Internet-Kampf!«[2]

Am 21. Mai 1998 bringt der Discovery Channel, ein sehr populärer Fernsehsender in Kanada und den U.S.A, zur besten Sendezeit eine lange Reportage über die Zundelsite. Die Besucherzahlen klettern daraufhin sprunghaft an. Die Gegner laufen Sturm und verlangen Verfolgungen und Verbote gegen revisionistische Webseiten in Kanada, den U.S.A., Europa und Australien.

Wem die Argumente ausgehen, der greift zu Gewalt

Im Frühling 1995 wird der Pöbel gegen Zündel mobilisiert. Das Zündel-Haus wird monatelang das Ziel lärmender, gewalttätiger und multikultureller Demonstrationen. Plakate tauchen in ganz Toronto auf, die dazu aufmuntern, Molotow-Cocktails anzufertigen und ins Zündel-Haus zu werfen. Plakate mit Zündel im Fadenkreuz eines Gewehres werden mit Angabe von Zündels Adresse verteilt. Die Sicherheitsvorkehrungen im und um das Zündel-Haus werden erneut verschärft.

Am 4. April 1995 verschickt eine "Antifaschistische Militia" eine anonyme Bombendrohung an Zündel mit einer Rasierklinge und einer Mausefalle.

Am 7. Mai 1995 wirft ein unbekannter Brandstifter morgens kurz vor 5 Uhr eine Napalm-ähnliche Flüssigkeit gegen das Zündel-Haus, das bald lichterloh brennt. Zündel ist auf einer Vortragsreise am anderen Ende des Landes und sieht das Feuer in den Fernsehnachrichten. Es entstehen $400.000 Sachschaden. Zündels Mobiliar und Inventar werden weitgehend zerstört.

In der Woche des 20. Mai 1995 erhält Zündel ein gut zugeklebtes Buchpaket, auffällig schwer für seine Größe, von der Post zugestellt. Noch stinkt es nach Feuer und Rauch, und der Regen tropft durch alle Löcher des ausgebrannten Daches. Deshalb legt er das Paket zur Seite und warnt seine Angestellten und Kameraden, es nicht aufzumachen; er würde sich selbst dem Paket widmen, sobald er Zeit habe. Eine düstere Vorahnung plagt ihn. Am folgenden Samstag, als es still im Haus ist, widmet er sich diesem Paket, photographiert den Absender, die Briefmarken usw., und macht sich dann bereit, es aufzumachen. Durch einen glücklichen Zufall erhält er gerade zu diesem Zeitpunkt einen Anruf, der ihn wissen läßt, daß der Absender auf dem Paket falsch ist und einem ehemaligen Kameraden gehörte, der diese Adresse schon vor zwei Jahren aufgab!

Der inhaftierte Ernst Zündel bei seiner Ankunft in Toronto, 19.2.2003

Zündel weiß nun, daß das Paket wahrscheinlich eine Bombe enthält. Er legt es ins Auto auf einen Sack mit Vogelfutter, um es weich zu transportieren, und bringt es persönlich im Kofferraum seines Autos zur Polizei. Die Polizei-Bombeneinheit röntgt es, und eine starke Bombe wird tatsächlich im Paket entdeckt, die in 90 Meter Umkreis alles getötet hätte, wenn sie explodiert wäre! Die Bombe wird in einem Steinbruch in der Nähe Torontos von einer Sondereinheit der Polizei gezündet, ohne Schaden anzurichten. Das Fernsehen ist mit dabei. Zündel verfolgt alles in den Abendnachrichten.

Dank großzügiger Spenden wird das Zündel-Haus rasch repariert und neues Inventar angeschafft.

Juristische Schikanen

Am 5. August 1995 wird Zündel mitgeteilt, der kanadische Geheimdienst habe ihn als »staatsgefährdend« eingestuft. Damit ist Zündels Einbürgerungsantrag zunächst auf Eis gelegt, jedoch entscheidet Zündel, gegen diese Entscheidung rechtlich vorzugehen. Etwa ein Jahr später unterliegt die kanadische Regierung vor Gericht, geht jedoch in Berufung und gewinnt schließlich vor dem Obersten Gerichtshof am 30. April 1998.

Anfang 1996 erstattet Sabina Citron erneut Strafanzeige gegen Zündel, jedoch wird diese nicht zugelassen. Wenige Monate später verklagt Citron Zündel mit einer Zivilklage wegen "Verleumdung" auf ein "Schmerzensgeld" von $3,5 Millionen. Im Gegenzug verklagt Zündel diese Jüdin auf $8 Millionen Schadensersatz, weil sie ihn politisch verfolgte. Als Reaktion darauf verklagt Sabina Citron ihren Erzfeind Zündel dieses Mal vor der kanadischen Menschenrechtskommission wegen der Zundelsite im Internet. Das Torontoer Komitee für Rassefragen verklagt Zündel ebenfalls vor der gleichen Menschenrechtskommission. Was nun folgt, ist ein fast vier-jähriger Grabenkrieg, der von den Behörden mit Methoden geführt wird, die jeder Beschreibung spotten und nur als stalinistische Schauprozeß-Methoden bezeichnet werden können. Dies wird dadurch ermöglicht, daß die sogenannten kanadischen Menschenrechtskommissionen nicht an das Prozessualrecht gebunden sind, sondern selbstherrlich ihre eigenen Regeln erfinden und zu Ungunsten des Angeklagten anwenden.[3] Am 25. Mai 1998 trifft der Tribunalrichter in Toronto eine groteske, sensationelle, geradezu teuflische Entscheidung im Fall Zündel: »Wahrheit ist kein Verteidigungsgrund« (Truth is no defence)! Die Wahrheit ist irrelevant in diesem Verfahren! Die Gefühle der "Opfer", d.h. der Juden alleine seien ausschlaggebend. Kurz darauf wird Zündel vom kanadischen Parlament in einer einstimmigen Entscheidung vom Parlamentsgebäude verbannt. Seine Verbannung ist eine Mediensensation. Der ganze Juni wird danach von Schlagzeilen in der kanadischen Presse zum Zundelsite-Thema dominiert. C-PAC, der Fernsehkanal des kanadischen Parlaments, strahlt am 6. Juni 1998 über ganz Kanada die Zundelsite-Pressekonferenz aus. Am 8. Juni bringt der Globe and Mail, Kanadas wichtigste Tageszeitung, einen Leitartikel darüber. Am 15. Juni 1998 fordern das kanadische Nachrichtenmagazin McLeans sowie die London Free Press aufgrund der skandalösen Zustände im Zündel-Fall die Auflösung der Menschenrechtstribunale.

Am 2. August 1998 veröffentlicht die New York Times einen überraschend fairen Bericht über das Zundelsite-Tribunal, der in den folgenden Tagen in vielen anderen U.S. Tageszeiten abgedruckt wird. Die Besucherzahlen auf der Zundelsite steigen erneut enorm an und belaufen sich auf fast 40,000 Dokumente in den darauffolgenden 24 Stunden.

Anfang 1999 wird sogar Zündels Anwalt Doug Christie vom Parlament verbannt, nur weil er Zündels Anwalt ist. Die kanadischen Medien sind außer sich. Es hagelt Interviews und erneute Schlagzeilen.

Im März 1999 erreicht Zündel, daß die Rechtmäßigkeit der Menschenrechtstribunale gerichtlich untersucht wird, jedoch unterliegt er dort. Auch alle anderen Verfahren gehen nach und nach verloren.

Die letzte Trutzburg der Freiheit-Ende der Fahnenstange

Anfang 2000 heiratet Ernst Zündel die U.S.-Staatsbürgerin Ingrid Rimland und siedelt in die Vereinigten Staaten über. Er beantragt dort aufgrund seine Ehe mit einer US-Staatsbürgerin permanentes Aufenthaltsrecht. Das Ehepaar kauft sich ein Haus in einem Tal der Appalachen in Tennessee und zieht sich fast völlig aus der revisionistischen Arbeit zurück. Lediglich Ingrid Rimland verschickt täglich ihren Email-Dienst an eine beschränkte Anzahl von Empfängern. Das Verfahren zur Gewährung des Aufenthaltsrechts wird korrekt eingeleitet, jedoch kommt es offenbar zu Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Ernst Zündel und seinem Einwanderungsanwalt. Aufgrund dessen verpaßt Zündel einen Anhörungstermin bei der US-Einwanderungsbehörde. Da weder Ernst Zündel noch sein Anwalt in dieser Sache bei den US-Behörden nachhaken, entscheiden die US-Behörden fast zwei Jahre später, daß Ernst Zündel seinen Antrag auf ständigen Wohnsitz in den USA aufgegeben hat, daß er sein Visum überzogen hat, und daß er ausgewiesen wird. Am 5. Februar 2003 wird Ernst Zündel daher verhaftet und in Abschiebehaft genommen. Am 17. Februar versuchten die US-Behörden dann, ihn ohne Absprache mit den kanadischen Behörden einfach nach Kanada abzuschieben, wogegen sich diese allerdings wehrten, so daß Ernst Zündel zunächst im Batavia Federal Detention Facility (Gefängnis) bei Buffalo zwei Tage warten mußte, bis die USA und Kanada einige Formalitäten ausgehandelt hatte. Anschließend wurde Zündel nach Kanada deportiert, wo er in einem Gefängnis nahe Toronto in Haft sitzt.

Da Ernst Zündel über drei Jahre lang nicht mehr in Kanada lebte, hat er dort seine ständige Aufenthaltsgenehmigung verloren, so daß einer Deportation nach Deutschland nur noch eines im Wege steht: Ernst Zündel beantragte umgehend politisches Asyl in Kanada.[4] Inzwischen hat Deutschland die Auslieferung beantragt,[5] und die kanadische Regierung hat ihren "Top-Nazi-Verfolger" auf Zündel angesetzt.[6] Verlautbarungen der kanadischen Einwanderungsbehörden lassen befürchten, daß Ernst Zündel von diesen als potentieller Kristallisationspunkt rechtsextremistischer "Haß-Propagandisten" und Gewalttäter angesehen und deshalb als Gefahr für die innere Sicherheit unter allen Umständen abgeschoben werden wird.[7]


Anmerkungen

Der originale Beitrag wurde für diese Druckauflage ein wenig überarbeitet, aktualisiert und gekürzt. Wir bitten für die geringe Größe der Bilder um Verzeihung. Größere Aufnahmen hätten wir womöglich von Frau Zündel erhalten können, aber wir wollten sie in dieser harten Zeit nicht mit derartigen Anfragen belästigen.

[1]Vgl. »David Cole Interviews Dr. Franciszek Piper, Director, Auschwitz State Museum« , VHS Video, vertrieben von CODOH, P.O. Box 439016, San Diego, CA 92143, USA (online: codoh.com/cole.ra); für eine gekürzte Textfassung siehe: David Cole, »A Jewish Revisionist's Visit to Auschwitz«, JHR 13(2) (1993), pp. 11-13 (online: codoh.com/gcgv/gcgvcole.html)
[2]Vgl. dazu I. Rimland, »Revisionismus im Cyberspace «, VffG 1(2) (1997), S. 91-99.
[3]Für Details vergleiche die Berichte auf der Zundelsite, www.zundelsite.org.
[4]Vgl. The Mountain Press, 12.2.2003; http://www.zwire.com/site/news.cfm?newsid=7010847&BRD=1211&PAG=461&dept_id=169689&rfi=6; The Globe & Mail (Toronto); 20.2.2003; http://www.globeandmail.ca/servlet/story/RTGAM.20030220.wxzund0220/BNStory/National
[5]National Post, 21.2.2003
[6]Ebd., 28.2.2003; vgl. www.nationalpost.com/search/site/results.asp?keywords=ernst%2Bzundel
[7]Ebd., 5.3.2003.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 7(1) (2003), S.3-15.


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