Jüdische Mythen um die Berliner Olympiade (1936)

Von Prof. a.D. Dr. Robert Faurisson

Im Jahr 1936 bestanden in den USA immer noch Apartheitsgesetze, die die Rechte der farbigen Staatsbürger massiv einschränkten. Farbige waren jederzeit Demütigungen durch Weiße ausgesetzt. Im Gegensatz dazu hatten Farbige deutscher Staatsangehörigkeit wie auch solcher fremder Staatsangehörigkeit im Dritten Reich Adolf Hitlers die gleichen Bürger- bzw. Menschenrechte wie allen anderen auch und wurden auch entsprechend behandelt. Es mag deren nicht viele gegeben haben, aber diskriminiert wurde diese Gruppe nicht. Da Hitlers Reich allgemein als abgrundtief rassistisch angesehen wird, paßt diese Tatsache allerdings nicht ins Konzept. Da wird dann flugs mit etwas Lügenpropaganda nachgeholfen, mit der behauptet wird, Hitler habe dem schwarzen Olympiasieger Jesse Owens bei der Berliner Olympiade 1936 aus rassistischen Gründen jede Ehrbezeugung verweigert.


Am 17. September 2000 brachte Frankreichs angesehenste Tageszeitung Le Monde einen Artikel von Sylvain Cypel über Jesse Owens, den amerikanischen Mulatten, der 1936 bei den Olympischen Spielen in Berlin vier Goldmedaillen gewann.[1]

Der Journalist ist gezwungen einzugestehen, daß die Geschichte, laut der Reichskanzler Hitler sich weigerte, die Hand Jesse Owens zu schütteln, nichts als eine Legende ist. Allerdings gab Le Monde noch 1991 der Legende einige Glaubwürdigkeit mit einem Artikel von Claude Sarraute, die es wagte zu schreiben:[2]

»Hitler weigerte sich wirklich, die Hand Jesse Owens, des amerikanischen schwarzen Champions während der Berliner Olympiade in 1936 zu schütteln.«

Im Protokoll war nicht vorgesehen gewesen, daß die Athleten dem Reichskanzler vorgestellt werden sollten, und J. Owens selbst verneinte später, jemals in Hitlers Nähe gewesen zu sein. Was S. Cypel hätte erwähnen können ist, daß Hitler, der die Niederlage von Ludwig (Luz, nicht Lutz) Long im Weitsprung von der Bühne aus gesehen hatte, zunächst wie viele andere Deutsche Enttäuschung zeigte, dann aber zur Leistung des schwarzen Amerikaners applaudierte.[3]

Der gleiche S. Cypel versäumt zu erwähnen, daß der Name des J. Owens viermal auf dem Ehrenturm im Olympischen Stadium eingraviert wurde. Ein Photo hat es verewigt, wie ein deutscher Bildhauer den berühmten Namen zum zweiten Mal an erster Stelle auf dem Monument eingraviert. Zurück in den Vereinigten Staaten mußte der Athlet erneut die täglichen Demütigungen ertragen, die den Schwarzen in seinem Land in öffentlichen Verkehrsmitteln wie auch anderswo zuteil wurden, und er versäumte nicht, Vergleiche zu ziehen mit der Behandlung, die er in Deutschland genossen hatte. Als das Berliner Stadion 1984 den Namen Jesse Owens annahm, vier Jahre nach J. Owens Tod, erinnerte sich seine Frau, daß ihr Gatte nie Beschwerden über Hitlers Deutschland geäußert hatte. Wie hätte er das auch tun können? Als er Seite an Seite mit seinem deutschen Freund und Rivalen Luz vom Feld schritt, schallten ihnen Ovationen entgegen. In dem zweibändigen Photoalbum über die Spiele wird Hitler sechsmal gezeigt, J. Owens siebenmal und die schwarzen Athleten insgesamt zwölfmal. Das Kapitel über Schnellauf beginnt mit den Worten: »Der schnellste Mann der Welt: Jesse Owens - USA«. Die erste Seite des ersten Bandes enthält ein Bild von Adolf Hitler in einer Gruppe deutscher Amtsträger, und die Titelseite des zweiten Bandes ein Bild von Theodor Lewald, einem Juden und damaligen Präsidenten des Olympischen Organisationskomitees.[4]

Jesse Owens 1936 in Berlin
auf dem Weg zu einer seiner Goldmedaillen.

Die jüdischen Athleten bei den Olympischen Spielen

S. Cypel schreibt, daß »den deutsch-jüdischen Athleten die Teilnahme an den Spielen verwehrt wurde.« Er sollte sich erinnern, daß, wie ich gerade erwähnt habe, der deutsche Jude Theodor Lewald Präsident des Olympischen Organisationskomitees war. Die deutsche Jüdin Helene Mayer gewann die Silbermedaille im Fechten; der deutsche Jude oder Halbjude Rudi Ball war bei den Winterspielen 1932 ein Mitglied des deutschen Eishockey Teams gewesen, das die Bronze-Medaille gewann. Er spielte auch wieder im Team bei den Spielen 1936, die in Garmisch-Partenkirchen abgehalten wurden. Es stimmt, daß in letzter Minute der deutsche Hochsprung-Star, Gretel Bergmann, vom Team gestrichen wurde, was aber nicht aufgrund ihrer Angehörigkeit zur jüdischen Rasse geschehen sein kann, wie anhand der vorerwähnten zwei anderen Athleten zu sehen ist. Hitler hatte ausdrücklich angeordnet, daß jüdische Athleten nicht vom deutschen Team ausgeschlossen werden durften.[5] Zum Thema der Teilnahme deutsch-jüdischer Athleten an der Olympiade lohnt es sich, die Stellungnahme Victor Klemperers zur Kenntnis zu nehmen, eines Vetters des bekannten Dirigenten Otto Klemperer. Der mit einer "Arierin" verheiratete Sohn eines Rabbi verbrachte die gesamte nationalsozialistische Zeit - einschließlich der Kriegsjahre - in Deutschland, genauer gesagt in Dresden, das er erst nach dem verheerenden Alliierten Bombenangriff im Februar 1945 verlassen mußte. In seinem persönlichen Tagebuch verzeichnet er unter dem Datum des 13. August 1936:[6]

»Ich finde die Olympischen Spiele, die bald vorbei sind, doppelt abstoßend. Als eine absurde Überbewertung von Sport hängt die Ehre eines Volkes davon ab, ob einer seiner Angehörigen zehn Zentimeter höher springt als andere. Und im übrigen, es war ein Neger aus den Vereinigten Staaten, der am höchsten sprang, und die Silbermedaille im Fechten wurde von der Jüdin Helene M[a]yer für Deutschland gewonnen (Ich weiß nicht, was mehr ungebührlich ist, ihre Teilnahme für das Deutschland des Dritten Reiches oder die Tatsache, daß ihre Leistung als Sieg für das Dritte Reich bewertet wird.«

Es sei erwähnt, daß V. Klemperer überzeugter Antizionist war. Für ihn war Zionismus gleichbedeutend mit »reinem Nazismus« und »abscheulich«.[7]

Verständnis zwischen Nationalsozialisten und Juden

Eine merkliche Zahl zionistischer Juden hatte eine Ideologie, die jener der Nationalsozialisten gleich kam. Heute gibt es Bemühungen, diese Tatsache zu verdunkeln, wobei man allerdings Gefahr läuft, das Verständnis einer ganzen Reihe historischer Tatsachen zu erschweren, wie z.B. die folgenden:

  1. Das Ha'avara Abkommen (Übergabe Abkommen) vom August 1933 zwischen Zionisten und der Regierung des Dritten Reiches, mit dem Ziel, den weitreichenden Boykott gegen deutsche Ausfuhren zu brechen oder zu umgehen, der schon im März 1933 von anderen jüdischen Organisationen über Deutschland verhängt worden war;
  2. Die Billigung der 1935 erlassenen Nürnberger Gesetze zum Schutze deutschen Blutes durch einen großen Teil der zionistischen Gruppe (diese Zionisten befürworteten die Reinhaltung jüdischen Blutes und waren somit gegen gemischte Ehen);
  3. Die während des gesamten Krieges bestehende Zusammenarbeit der "Braunen Juden" oder der "Internationalen der jüdischen Kollaborateure" mit Adolf Eichmann, der selbst pro-zionistisch und pro-jüdisch eingestellt war, wie auch mit anderen deutschen Regierungsbeamten;
  4. Die zahlreichen während des gesamten Krieges anhaltenden Kontakte zwischen jüdischen Vertretern und deutschen Beamten, die so weit gingen, daß die Lehi-Gruppe, alias Stern Gang, ein militärisches Bündnis gegen Großbritannien vorschlug (Januar 1941). Oder das Treffen im April 1945 zwischen Heinrich Himmler und Norbert Masur, einem hochrangigen Mitglied des jüdischen Weltkongresses. Zionisten und Nationalsozialisten stimmten beide einer "territorialen Endlösung der Judenfrage" zu. Es braucht nicht besonders betont zu werden, daß es wie in anderen Fällen der Kollaboration, Kooperation und des Zusammenlebens, wie allgemein in der Politik, so auch hier nicht an versteckten Hintergedanken, Manövern und Machenschaften mangelte. Es mangelte auch nicht an Meinungsänderungen.

Die Ausweitung des deutschen Zionismus anno 1936

Im Februar 1936, einige Monate vor der Eröffnung der Olympischen Spiele, hielten die deutschen Zionisten ihren Kongreß in Berlin ab. Bis zu jener Zeit hatte Deutschland etwa vierzig zionistische Umschulungslager eingerichtet, in denen jungen Juden landwirtschaftliche oder andere Berufe beigebracht wurden, die sie später in Palästina benötigen würden. Die jüdische Presse erlebte zu jener Zeit eine ungeheure Ausweitung in Deutschland. Es wurde vom Erwachen oder Wiederbeleben des jüdischen Bewußtseins gesprochen. Zugegeben, anti-zionistische Juden bedauerten oder verurteilten diese Entwicklung. Viele Juden vor allem der älteren Generation waren stolz auf ein gewisses Deutschtum. Sie betrachteten die Zukunftspläne, die von jungen Juden als Lösung angesehen wurden, als ein aufziehendes Unheil.

Die Deutschen genehmigten die Bildung uniformierter paramilitärischer jüdischer Gruppen unter einer blau-weißen Flagge (der späteren Flagge des Staates Israel) unter der Bedingung, daß sie nicht durch die Straßen marschierten, sondern nur durch ihre Schulbereiche oder Kasernen. Zeitweise wurden sogar Sport-Wettkämpfe zwischen jungen zionistischen und nationalsozialistischen Mannschaften veranstaltet.

Betreffs all dieser Aspekte sollte man entweder das Buch von Francis Nicosia lesen[8] oder die empfehlenswerte Studie von Otto Dov Kulka.[9] Weiterhin das Buch des französischen Autors Emmanuel Ratier, Les Guerriers d'Israël.[10] Man kann auch in der Encyclopaedia Judaica oder der Enzyklopädie des Holocaust nachschlagen; in letzterer weise ich auf die Eintragung »Lohamei Herut Israel« hin, welche den Vorschlag der "Lehi" behandelt, der Yitzak Shamir angehörte, bezüglich einer militärischen Zusammenarbeit von Juden und Deutschen gegen Großbritannien.

Der Fall Marty Glickman

In seinem Bemühen, jeden kleinsten Hinweis auf Antisemitismus zu entdecken und darin Verworfenheit zu finden, ihn zu bejammern und neue Forderungen zu erheben, scheut sich S. Cypel nicht, die Leiter der amerikanischen olympischen Delegation von 1936 anzugreifen. Er behauptet, daß dieser Delegation nur zwei jüdische Athleten angehört hätten, Marty Glickman und Sam Stoller. In letzter Minute seien diese Staffelläufer allerdings durch zwei Schwarze ersetzt worden, Ralph Metcalfe und Jesse Owens. Laut Le Monde sei dies einzig und allein deshalb geschehen, weil Glickman und Stollar Juden waren! Das Argument wird allerdings dadurch wertlos, daß sich dieser Austausch als günstig erwies, indem die Schwarzen die Goldmedaille gewannen.

Wenn man gewissen Leuten allerdings Glauben schenkt, so sagte M. Glickman in den 80er Jahren, als er in Amerika als Kommentator für den New Yorker Footballklub "Giants" bekannt war, daß er an die Olympischen Spiele 1936 in Berlin »enthusiastische« Erinnerungen habe.[11]

Der Fall Horst Wessel

S. Cypel lamentiert: »Das Horst-Wessel-Lied, das Lied der SA zu Ehren eines antisemitischen Raufboldes, wurde nach der Olympischen Hymne gesungen«. Nach jüdischen und kommunistischen Behauptungen fand Horst Wessel entweder bei einem Straßenkampf mit Kommunisten sein Ende oder in einer öffentlichen Schlägerei mit einem Zuhälter. Die Wahrheit ist, daß dieser Sohn eines Priesters, militanter Antikommunist und aktives SA-Mitglied, Jurastudent und Dichter in seiner Freizeit, in seinem Heim von einem Kommunisten mit einem Schuß ins Gesicht verletzt wurde, an dessen Folgen er in einem Berliner Krankenhaus am 23. Februar 1930 starb. Im September 1929 hatte er ein Gedicht zum Ruhme der SA veröffentlicht. Es ist dieses Gedicht, das im Dritten Reich vertont und als zweiter Teil der deutschen Nationalhymne gesungen wurde.

Weniger Lügenpropaganda?

Es ist heutzutage nicht leicht, mit der täglichen Produktion von Fehlern und Lügen der Tageszeitung Le Monde über das Dritte Reich oder die Shoah Schritt zu halten. Ich habe es mir zur Pflicht gemacht, sowohl dem Herausgeber Jean-Marie Colombani als auch den jeweiligen Autoren Auszüge aus meinem Archivmaterial bezüglich falscher oder verlogener Artikeln zu senden, immer mit dem Hinweis: »Le Monde, die unredliche Zeitung (Fortsetzung)«. Ich bin mir bewußt, daß diese Zeitung, die immer in Geldnot ist und die Rache der Juden fürchtet, ständig versucht, Buße für die Kardinalsünde zu tun, dies sie beging, als sie meine vernichtenden Beobachtungen über die physische und chemische Unmöglichkeit von NS-Gaskammern in ihren Ausgaben vom 29. Dezember 1978 und 16. Januar 1979 veröffentlichte. Es ist diese Tatsache, die in den Köpfen jener eingraviert ist, die behaupten, nie zu vergessen und nie zu vergeben. So ist es, aber irgendwo müßte der Unterwürfigkeit eine Grenze gesetzt sein.

Jean-Christophe Mitterand hat Le Monde als den »Resonanzkörper« einer »gewissen jüdischen Lobby« angeprangert.[12] Diese Lobby bringt unsere Trommelfelle zum platzen mit ihrer Lügenpropaganda wie auch mit den Erfindungen der "Holocaust-Industrie" und ihren Fabrikationen des Shoa-Business. Es wird Zeit, daß Le Monde aufhört, dieser Resonanzkörper zu sein.

Ich jedenfalls werde die Rezension eines Werkes abwarten, das eines der scheußlichsten sein wird, das die Holocaust-Propagandamühlen je produziert haben und das Le Monde nicht versäumen wird zu besprechen. Dabei handelt es sich um das Buch, das vom französischen Kultusminister Jack Lang als Lehrbuch für französische Kinder vom vierten Schuljahr an als Pflichtlektüre zur Shoah ausgewählt wurde. Dieses von Stéphane Bruchfeld und Paul Levine fabrizierte Gebräu soll von Ramsey unter dem Titel Dites-le à vos enfants (Sagt es euren Kindern) herausgebracht werden. Nach Erscheinen dieses Buches werde ich sowohl meine Rezension

wie auch meine Kritik an der Rezension von Le Monde veröffentlichen.

Nachwort

In der Ausgabe vom 29. September veröffentlichte Le Monde in einem Beitrag unter dem Namen Philippe-Jean Catinchi eine kurze Rezension eines Buches von Jean-Michel Blaizeau, Les Jeux défigurés de Berlin (Die entweihten Berliner Spiele). Ein Auszug hierin besagt, das einzige, was von den Olympischen Spielen von 1936 geblieben sei, sei »der Zorn Hitlers und seine Ablehnung, Jesse Owens die Hand zu reichen«. Nichts in diesem Artikel weist darauf hin, daß dies eben nur eine Legende ist.

© 17. September 2000


Anmerkungen

[1]»1936, à Berlin, l'Aryen "Lutz" devient l'ami de Jesse, le métis« (1936 in Berlin befreundet der Arier "Lutz" Jesse, den Mulatten), Le Monde, 17-18 September 2000, Seite VI.
[2]»Bleu, blanc, noir«, Le Monde, 3. Dezember 1991, Seite 34.
[3]J.-P. Rudin, Nice-Matin, 4. April 1980.
[4]Olympia 1936, Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin und Garmisch-Partenkirchen, 2 Bände, 1936, 292 Seiten.
[5]Eliahu Ben Elissar, La Diplomatie du IIIe Reich et les juifs (Die Diplomatie des Dritten Reiches und die Juden), Christian Bourgois, Paris 1981, Bd. I, S. 164.
[6]Journal, Bd. I, Seuil, Paris 2000, S. 286.
[7]Ebenda., S. 438.
[8]Francis R. Nicosia, Hitler und der Zionismus, Druffel, Leoni 1989.
[9]»The reactions of German Jewry to the National-Socialist Regime« (Die Reaktionen des deutschen Judentums auf das nationalsozialistische Regime) in: Jehuda Reinharz, Living with Antisemitism, New Hampshire University Press of New England, Hanover 1987, S. 367-379.
[10](Israels Krieger), Paris, Facta, 1995.
[11]G. Frey (Hg.), Vorsicht Fälschung!, München, FZ-Verlag, 1994, S. 119.
[12]Libération, 30. August 1999, Seite 15.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 7(2) (2003), S. 166-168.


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