Dachau-Greuelmärchen bloßgelegt

Von Baurat h.c. Dipl.- Ing. Walter Lüftl

Dem Buche von Alphons Matt Einer aus dem Dunkel, das die Mitwirkung des Beauftragten des Internationalen Roten Kreuzes (IRK) Louis Haeflinger bei der Befreiung des KZ Mauthausen im Mai 1945 darstellt (wie "befreit" man ein Lager, dessen Wachen schon abgezogen waren?), ist auf Seite 42 folgendes zu entnehmen:[1]

»Der Wiener Textilindustrielle (Anm.: und spätere Präsident der österreichischen Industriellenvereinigung) Franz Mayer-Gunthof erinnert sich an den Beginn seiner KZ-Haft in Dachau:

"...habe ich mich aber doch einmal zu dem Fenster hinaufgeturnt, und dann sah ich unten Leichen über Leichen, und ich habe mit Schrecken erkannt, daß wir direkt über den Gaskammern waren, und ich habe gesehen, wie Menschen vergast und ihre Leichen verbrannt wurden. Die Schneeflocken, das waren die Aschenteilchen vom Krematorium..."«

Was ist die Wahrheit?

Der spätere Präsident der österreichischen Industriellenvereinigung ist ein Märchenerzähler! Denn:

Einer von beiden ist ein Holocaust-Lügner - oder gar beide?

Dr. Dr.h.c. Mayer-Gunthof, Jurist, geb. am 18.8.1894 in Mährisch-Trübau. 1920 übernahm er die von seinem Urgroßvater gegründete Weberei Vöslauer Kammgarnfabrik. Er engagierte sich in der Vereinigung österreichischer Industrieller und war Befürworter der österreichischen Sozialpartnerschaft. Er starb am 2. Februar 1977 in Wien.

Alphons Matt, geboren 1920, gestorben 4.12.2000. Ab 1945 in Österreich als Korrespondent für verschiedene Schweizer Zeitungen und für Radio Studio Zürich des Landessenders Beromünster. 1963 trat er in die Chefredaktion der Zeitung Die Weltwoche ein. Später war er politischer Redakteur am Schweizer Fernsehen DRS. Durch seine Tätigkeit traf Alphons Matt mit vielen Politikern und Staatsmännern des In- und Auslandes zusammen.

  1. Sogar die Lagerleitung der Gedenkstätte KZ-Dachau und die Stadt Dachau erklären, daß in Dachau niemand vergast worden ist. Die jetzt existierende "Gaskammer" ist eine Attrappe, die nach dem Kriege erbaut worden ist. Diese Angabe machte schon 1952 ein ehemaliger SS-Mann dem Verfasser gegenüber, der diesen Mann auf einer Baustelle in Wien 14 kennenlernte. Der ehemalige SS-Mann war dort Polier, der Verfasser Ferialpraktikant. Der Gewährsmann erklärte:
  2. »Ich habe die Gaskammer als Kriegsgefangener mitgebaut.«

    Von diesem Mann erhielt der Verfasser auch die Information über das Massaker der US-Army an dem gefangengenommenen und unbewaffneten Wachpersonal.

  3. Über der Pseudogaskammer - ein ebenerdiges Gebäude mit nicht ausgebautem Steildach - gab es keine Aufenthaltsräume für Häftlinge. Der "Zeitzeuge" für die Greuel Mayer-Gunthof kann daher nicht »direkt über den Gaskammern« gewesen sein.
  4. Er konnte daher weder sehen, wie Menschen vergast worden sind, noch wie Leichen verbrannt worden sein sollen.
  5. Das Krematorium befand sich außerhalb des eigentlichen Lagerbereiches.
  6. Lt. Neufert erfolgt die Kremierung »staub- und geruchsfrei«, er konnte daher keine Aschenteilchen vom Krematorien (»immer wie Schneeflocken«) gesehen haben.[2]

Man kann daher mit Gewißheit angeben, daß die ganzen Angaben des "Zeitzeugen" für die Greuel wohl von A-Z, jedenfalls in weiten Teilen objektiv unrichtig sind.

Wenn also Herr Mayer-Gunthof richtig zitiert worden ist, so kann er dies bloß vom Hörensagen erzählen. Die topographischen und technischen Gegebenheiten lassen eine ganz klare Beurteilung zu: Die Angaben des "Zeitzeugen" für die Greuel" sind falsch.

Man fragt sich bei den Erzählungen der "Zeitzeugen" immer wieder, wieso sonst durchaus honorige und vertrauenswürdige Menschen dazu kommen, so eklatant die Unwahrheit zu erzählen. Der Verfasser kannte Herrn Mayer-Gunthof persönlich, die Befragung zu dieser oben zitierten Fabel scheiterte an dem Umstand, das diese dem Verfasser erst nach dem Tode des "Zeitzeugen" zur Kenntnis gelangt war!

Ist es das "Odysseus-Syndrom"? Man müßte Psychologen befragen, sofern nicht schon "Pseudologica phantastica" zu diagnostizieren ist, wofür schon die Psychiater zuständig wären.

Was ist Wahrheit frug schon Paul Rassinier.[3] Und der saß immerhin Jahre als französischer Widerstandskämpfer im KZ Buchenwald. Als er als Franzose im großen Auschwitz-Prozeß die Wahrheit als Zeuge dem deutschen Gericht vermitteln wollte, wurde ihm die Einreise verweigert. Warum wohl? Weil er die Wahrheit kannte, und die war wohl "volkspädagogisch unerwünscht" oder "sozialethisch verwirrend!"


Anmerkungen

[1]Alphons Matt, Einer aus dem Dunkel. Die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen durch den Bankbeamten H., SV Internat., Schweizer Verl.-Haus, Zürich 1988.
[2]E. Neufert, Bauentwurfslehre, Ullstein Fachverlag, Frankfurt am Main 1962, S. 423.
[3]Druffel, Leoni 1982.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 7(2) (2003), S. 165.


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