Die Unterwanderung der Wissenschaft:
Wie die Psychologie Darwin verlor

Von Glade Whitney

Wird menschliches Verhalten eher durch Umwelteinflüsse geprägt, oder wird es von unseren genetischen Anlagen dominiert? Diese alte und umstrittene Frage hat erheblichen Einfluß auf unser Menschenbild und somit auch direkt auf grundlegende Entscheidungen in der Politik. Um diese Frage sachlich klären zu können, bedürfte es einer sachlichen, fairen und tabufreien Diskussion sowohl in der Wissenschaft als auch in Politik und Gesellschaft. War ein solcher Diskurs trotz mancher ideologischen Belastung bis zum Zweiten Weltkrieg noch möglich, so erwies er sich seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges als nahezu unmöglich. Die Theorie von überwiegend ererbten Verhaltensweisen wird schlicht als Ideologie diffamiert, die dem Rassismus den Weg bahne, von dem man ja wisse, wo dieser schon einmal endete, nämlich in den Gaskammern von Auschwitz. Somit steht jeder genetisch-biologische Verhaltensforscher im Faschismus-Verdacht. Die zentrale und wichtigste Aufgabe jeder menschlichen Gesellschaft, nämlich die Schaffung eines sachlichen, auf Fakten basierenden Menschenbildes, erweist sich daher im Schatten von Auschwitz als unmöglich. Das sich aus einseitigen Erörterungen zwangsweise ergebende einseitige, wenn nicht gar falsche Menschenbild muß daher zu falscher Politik führen, die auf lange Sicht großen Schaden anrichten und die derart betroffenen Gesellschaften im Kern bedrohen kann. Die westlichen Gesellschaften stehen daher auf Dauer gesehen vor der Alternative: Revisionismus oder Untergang.

Der nachfolgende Beitrag beleuchtet die Ursachen der ideologische Verzerrungen in der modernen Psychologie und Verhaltensforschung.


Einleitung

Wenn man dereinst wirklichkeitsgetreue Geschichte schreibt, wird sich herausstellen, daß die vorherrschenden Strömungen in der Sozialwissenschaft während des größten Teils des 20. Jahrhunderts vorwiegend aus ethnisch motivierter Desinformation bestanden haben. Über die Unterwanderung der amerikanischen Anthropologie - den Übergang von legitimer Wissenschaft zu ideologischem Kram unter der Leitung des jüdischen Immigranten Franz Boas - ist schon viel geschrieben worden.[1] Bedeutend weniger erforscht wurde jedoch die Degradierung der Psychologie von einem Zweig der Naturwissenschaften zu einem Ableger der marxistisch beeinflußten Sozialwissenschaften. Ich möchte hier auf die Unterwanderung der Psychologie eingehen und dabei die Rolle von Boas und seinen Gesinnungsgenossen hervorheben.

Will man verstehen, was im zwanzigsten Jahrhundert mit den Sozialwissenschaften geschehen ist, so ist es hilfreich, diese Entwicklung vor dem Hintergrund des fortdauernden ideologischen und politischen Krieges zu betrachten. Dies war auf dem Felde der Wissenschaft ein merkwürdiger Krieg, weil er so einseitig verlaufen ist: Auf der einen Seite der Front waren schlagkräftige ideologische Krieger am Werk, die es meisterhaft verstanden, ihre Argumente überzeugend darzustellen, und die ihre Ziele mit gnadenloser Konsequenz verfochten; auf der anderen Seite standen größtenteils naive, unpolitische Wissenschaftler, deren Ziel in der objektiven Erforschung der Wahrheit über die reale Welt bestand. Und nicht genug damit: Seitens der objektiven Wissenschaft haben viele überhaupt nie begriffen, daß überhaupt ein Krieg tobte. Somit ist die ehrliche Wissenschaft - zumindest bis auf weiteres - von Gegnern, die vollkommen andere Anliegen verfechten und ganz andere Spielregeln befolgen, gnadenlos in die Defensive gedrängt worden.

In diesem Zusammenhang verweise ich auf zwei Bücher, die sich allgemein mit der kulturellen Szene in Amerika - sowie im Westen überhaupt - auseinandersetzen. Das erste der beiden Werke stammt von Peter Horowitz, Peter Collier und J.P. Duberg und trägt den Titel It's a War, Stupid! (Es ist Krieg, du Dummkopf!).[2] Horowitz ist einer der prominentesten "neokonservativen" amerikanischen Schriftsteller. Bei den "Neokonservativen" handelt es sich überwiegend um ehemalige linksradikale Aktivisten der sechziger Jahre, deren "Konservativismus" sich in erster Linie durch militante Unterstützung Israels auszeichnet. Horowitz ist seinen eigenen Worten nach »in roten Windeln hochgepäppelt worden«, was bedeutet, daß er in der von der Kommunistischen Partei dominierten Atmosphäre der jüdischen Gemeinde New Yorks aufgewachsen ist. Wie in jedem Krieg gehört die Wahrheit auch in diesem zu den ersten Opfern. Die Botschaft, die Horowitz vermittelt, besteht darin, daß viele Anhänger des Traditionalismus überhaupt nicht verstanden, was vor sich ging. Er hätte sein Buch genau so treffend Wach auf, du Dummkopf! nennen können.

Glade Whitney erhielt seinen Doktorhut in Psychologie von der Universität Minnesota. Seit 1970 war er ordentlicher Professor für genetische Verhaltensforschung an der Landesuniversität Florida in Tallahassee. Er verstarb am 9.1.2002 im Alter von 62 Jahren.

Das zweite der beiden Bücher ist America's 30 Years War: Who is Winning? (Amerikas dreißigjähriger Krieg: Wer gewinnt?) von Balint Vazsony.[3] Der Verfasser ist während der kurzen antisowjetischen Revolution des Jahres 1956 aus seiner ungarischen Heimat geflohen. Da er persönlich unter zwei totalitären Regierungen gelebt hat, der nationalsozialistischen und der kommunistischen, kennt er die Taktiken beider aus eigener Erfahrung. Die Hauptsorge, die in seinem Buch zum Ausdruck kommt, ist die Furcht vor der langsamen Umwandlung Amerikas durch den Sozialismus. Während uns die Medien einreden, der Zusammenbruch der Sowjetunion habe das Ende des Kalten Krieges bedeutet, gewinnen die Sozialisten nach Ansicht des Autors einen weltweiten ideologischen Krieg. Vazsony identifiziert vier amerikanische Grundprinzipien - Herrschaft des Gesetzes, individuelle Rechte, Gewährleistung des Privateigentums sowie eine gemeinsame kulturelle Identität -, die ihm zufolge im einzigartigen angelsächsischen Erbe der USA begründet sind. Diese Grundprinzipien, warnt er, wichen nach und nach dem Sozialismus. So gibt es heutzutage von der Regierung verordnete Gruppenrechte, von der Regierung kontrollierte Verteilung des Eigentums sowie spalterischen Multikulturalismus.

So war es durchaus nicht immer!

Frühe Darwinsche Psychologie

Am Anfang der Psychologie als Wissenschaft stand Darwin. 1844 verfaßte Charles Darwin ein 230-seitiges Manuskript, in dem er seine Grundtheorie umriß.[4] Es ist niemals veröffentlicht worden; allerdings hatte Darwin seine Frau angewiesen, es im Falle seines vorzeitigen Todes zu publizieren. 1859 legte er dann seine Theorie in Gestalt eines »kurzen Abrisses« von immerhin 490 Seiten dar. Der Titel des Werks lautete On the Origin of Species by Means of Natural Selection Or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life (Vom Ursprung der Arten mittels natürlicher Auslese oder die Erhaltung begünstigter Rassen im Daseinskampf). Die Hauptmerkmale dieser Theorie sind drei klare und eindeutige Postulate:

Unterschiede: Zwischen Individuen bestehen unzählige Unterschiede.

Erblichkeit: Individuelle Unterschiede sind in gewissem Umfang ererbt.

Selektion: Individuell verschiedene erbliche Eigenschaften können zum unterschiedlichen Erfolg beim Kampf ums Dasein führen.

Wenn die erfolgreichsten Typen in diesem Daseinskampf von der Norm abweichen, wenn überlegene Überlebende gewisse Eigenschaften in überdurchschnittlichem oder unterdurchschnittlichem Umfang aufweisen, kann sich eine Spezies unter dem Druck der natürlichen Selektion wandeln, d.h. eine Evolution durchlaufen.

In The Origin of Species klammerte Darwin das Thema Mensch fast vollständig aus. Der einzige Kommentar zum Menschen ist nämlich eine kurze Passage gegen Ende des Buches, wo es heißt:[5]

»In ferner Zukunft sehe ich große Betätigungsmöglichkeiten für weit wichtigere Forschungen. Die Psychologie wird auf einer neuen Grundlage beruhen, derjenigen des notwendigen, stufenweisen Erwerbs jeder geistigen Kraft und Fähigkeit. Dann wird Licht auf den Ursprung des Menschen und seine Geschichte fallen.«

Sir Francis Galton, Darwins Halbvetter, begriff die Tragweite dieser Lehre für die Psychologie sofort.[6] Er gehörte zu den vielen Wissenschaftlern, die nach der Lektüre von Darwins Buch nach dem Motto "Natürlich! Warum bin ich nicht von selbst darauf gekommen!" reagierten. Bis 1865 verfaßte Galton unter dem Titel Hereditary Talent and Character (Erbliches Talent und Charakter) zwei Schriften, die er dann 1869 in seinem Buch Hereditary Genius (Erbliches Genie) ausbaute.[7] Bei seinen enthusiastischen Bemühungen zur Entdeckung der Vererbungsgesetze schuf Galton einen erheblichen Teil ihrer Biometrie und erfand zahlreiche bis zum heutigen Tag angewendete statistische Techniken wie Regression, Korrelation oder Unterteilung der Variation.[8] Galton entdeckte, daß individuelle Unterschiede bei zahlreichen Eigenschaften nach einem berechenbaren Schema verteilt sind. Er war es denn auch, der die bekannte Gaußsche Glockenkurve "normal" nannte, worunter er "vielfach beobachtet" verstand. Ferner fand er heraus, daß psychische Eigenschaften nicht minder erblich sind als physische. Er prägte den Ausdruck »Eugenik« (Wohlgeburt) für die neue Wissenschaft der menschlichen Vererbung und Evolution sowie für die Anwendung dieser Wissenschaft zum Nutzen und Frommen der Menschheit.[9]

Charles Darwin 1840, im Alter von 31 Jahren

Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren viele sozial fortschrittlich gesinnte Menschen Verfechter der Eugenik, und die intellektuellen Begründer der neuen Wissenschaften Soziologie und Psychologie waren eingefleischte Anhänger der Vererbungstheorie, die sich zu Darwins Lehren bekannten. Beispielsweise betrachteten William James, der oft Amerikas erster Psychologe genannt wird, sowie G. Stanley Hall, Gründer der American Psychological Association, ebenso wie viele andere die Psychologie als Zweig der Naturwissenschaft. Zu den Hauptanliegen der Psychologen gehörte damals die Erforschung zweier zentraler Aspekte der Darwinschen Entwicklungslehre, nämlich erstens das Studium der erblichen individuellen Unterschiede und zweitens dasjenige der natürlichen Selektion, welche die menschlichen Instinkte sowie die ererbten verhaltensmäßigen Veranlagungen hervorgebracht hat. Die theoretische Hauptströmung innerhalb der amerikanischen Psychologie wurde "Funktionalismus" genannt, um die Bedeutung der Erforschung von "Funktionen" zu betonen. Darunter verstand man die Untersuchung der Frage, welchen Nutzen - oder welche "Funktion" - gewisse Eigenschaften in jenem Daseinskampf besitzen, um den es sich bei der natürlichen Evolution handelt.[10]

Hatte die Darwinsche Evolutionstheorie anfangs eine zentrale Rolle für die Theorie der Psychologie gespielt, so verlor der Darwinismus im Verlauf des 20. Jahrhundert seine Bedeutung für die dominierenden Strömungen innerhalb der Psychologie.

Ein radikaler Übergang zum Egalitarismus

Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts hatte sich ein bemerkenswerter theoretischer und ideologischer Wandel vollzogen. Die zentralen Grundsätze der darwinschen Lehre - laut der ererbten Unterschieden im Leben eine große praktische Bedeutung zukommt - wurden nun routinemäßig als moralisch und ethisch anrüchig verurteilt. Dieser Denkart zufolge ist die Richtigkeit oder Unrichtigkeit einer Theorie unmaßgeblich, solange sie nur politisch korrekt ist. In dieser ideologisch aufgeputschten Atmosphäre werden Vertreter einer darwinschen Perspektive regelmäßig mit emotionsbefrachteten Schimpfwörtern wie "Rassisten", "Sexisten", "Nazis" oder "Neonazis" bedacht.

Darwinistische Wissenschaftler werden wegen ihres angeblichen "genetischen Determinismus" an den Pranger gestellt, von dem es heißt, er vereinfache alles viel zu sehr. Doch diese Kritik ist unehrlich und geht von einer falschen Voraussetzung aus. Kein darwinscher Wissenschaftler ist nämlich je ein "genetischer Determinist" gewesen. Heute propagieren die sogenannten Sozialwissenschaften die vorherrschenden Werte und Schlagwörter der modernen liberalen Demokratie. Dazu gehören Egalitarismus, gesellschaftliche Gleichmacherei mit der Dampfwalze, ein sozialer Determinismus, der ererbte Faktoren für unmaßgeblich hält, das biologische Gleichheitsprinzip mit seinem kulturellen Relativismus, die "politisch korrekte" Auffassung, wonach alle Kulturen außer der "bösen" abendländisch-christlichen Zivilisation gleich gut sind sowie schließlich der marxistische Sozialismus und Kommunismus, der als breiter "fortschrittlicher" Weg in eine ideale Zukunft gilt.[11]

Die radikale Abwehr vom Darwinismus sowie die Hinwendung zu einer egalitären bzw. marxistischen Ideologie erfolgte nicht als Ergebnis irgendwelcher neuen empirischen Erkenntnisse, sondern lief solchen direkt zuwider. Ihren Ursprung hatte die antidarwinsche Ideologie in sozialen und politischen Bewegungen, die im 19. Jahrhundert in Europa entstanden waren. Mit der Französischen Revolution von 1789 begann die allmähliche "Emanzipation" der Juden, und diese setzte sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts in ganz Europa fort. Die letzten gesetzlichen Hindernisse, welche die Aktivitäten der Juden einschränkten, wurden - wenn wir von Rußland absehen - mit der neuen deutschen Verfassung von 1871 beseitigt. Obwohl die europäischen Juden alles in allem als gleichberechtigte und voll integrierte Bürger in einer immer noch christlich geprägten Zivilisation galten, verharrte ein Großteil der jüdischen Intelligenz in bitterer Feindschaft gegenüber der traditionellen europäischen Kultur. Das prägnanteste Beispiel dafür ist wohl Karl Marx. Seine Eltern entstammten beide Familien, die zahlreiche Rabbiner hervorgebracht hatten, auch wenn sein Vater, ein Anwalt, sich aus geschäftlichen Gründen taufen ließ.

Darwin formulierte seine Theorie von der natürlichen Selektion als Mechanismus der Evolution ungefähr zur gleichen Zeit, als Karl Marx und Friedrich Engels das Kommunistische Manifest veröffentlichten. Kurz nach dessen Erscheinen im Jahre 1847 rollte eine Woge revolutionärer Umsturzversuche über Europa. Der erste Band von Marxens großem Werk Das Kapital kam 1867 heraus, neun Jahre nach Darwins On the Origin of Species und zwei Jahre vor Galtons Hereditary Genius. Marx hatte eigentlich vorgehabt, Das Kapital Darwin zu widmen, so begeistert war er von Darwins evolutionärem Materialismus und der Vorstellung vom Fortschritt in der Welt. Doch von Biologie verstand Marx nicht besonders viel.

Laut Marx hatte sich die Menschheit bis zum Erscheinen von Sprache und Kultur nach den Grundsätzen der Darwinschen natürlichen Selektion entwickelt. Dann trat jedoch ein anderer Mechanismus an die Stelle der biologischen Evolution und verdrängte diese vollständig. Nachdem die "Produktionsmittel" zu Beginn geschriebener Geschichte in private Hände geraten waren, wurde laut Marx der Kampf zwischen sozialen und wirtschaftlichen Klassen zum allentscheidenden Motor der menschlichen Entwicklung. Wie fast alle gebildeten Menschen seiner Zeit war Marx nach heutigen Maßstäben sowohl Rassist als auch Sexist, aber die intellektuelle und politische Bewegung, welche sich auf ihn beruft, verkörpert einen rabiaten Egalitarismus, wie er auch für den heutigen "politisch korrekten" demokratischen Liberalismus kennzeichnend ist.

Franz Uri Boas (1858-1942)

Franz Boas, ein aus Deutschland stammender Intellektueller, der den größten Teil seines Lebens in den Vereinigten Staaten verbrachte, wird mit Recht als der Mann betrachtet, der - zumindest in den USA - mehr als jeder andere dazu beitrug, die Darwinsche Evolutionslehre zu verdrängen. Um seine Strategie und seinen Einfluß gebührend beurteilen zu können, müssen wir uns jedoch zunächst seinem Onkel Abraham Jacobi zuwenden.

Einige Hauptfiguren

Zu den Hauptfiguren bei der Ideologisierung von Psychologie und Anthropologie zählte Abraham Jacobi (1830 - 1919). Seine Familie war eng mit der Familie der Mutter von Franz Boas befreundet, den Meyers von Minden. Als Schüler am Gymnasium in Minden verbrachte Jacobi den größten Teil seiner Freizeit im Heim der Familie Meyer. Diese hatte einen Sohn in seinem eigenen Alter, einen jüngeren Sohn, dem er Privatunterricht gab, sowie die Töchter Sophie und Fanny. Sophie heiratete später Meier Boas und brachte Franz zur Welt, während Fanny den Ehebund mit Abraham Jacobi einging. Somit war dieser der Onkel von Franz Boas, auf den er zeit seines Lebens einen ungemein starken Einfluß ausgeübt hat.

Schon als Gymnasiast fühlte sich der junge Abraham Jacobi zu den Ideen der extremen Linken hingezogen. Später, als Medizinstudent, waren sowohl er als auch Sophie und Fanny Meyer Mitglieder eines radikalen politischen Klubs. Alle drei unternahmen während der gescheiterten Revolution von 1848-1851 allerlei Aktivitäten zur Unterstützung der Kommunistischen Liga. In einem erhalten gebliebenen Brief drückte Sophie ihre bittere Enttäuschung über das Scheitern der Revolution sowie ihre Frustration über die Rolle der Frauen in der traditionellen Gesellschaft aus.[12] Sophie engagierte sich auch in den revolutionären Bewegungen der siebziger Jahre. Somit sog der junge Franz Boas ihre Einstellung buchstäblich mit der Muttermilch ein.

Im August 1851 wurde Abraham Jacobi in Berlin wegen Hochverrats festgenommen, und anschließend durchsuchte die Polizei das Haus seiner Schwester in Minden. Jacobi wurde für zwei Jahre eingekerkert. Nach seiner Freilassung floh er aus Furcht vor einer neuerlichen Verhaftung nach England.

In London besuchte er Karl Marx und hielt sich eine Zeitlang als Gast von Friedrich Engels in Manchester auf.[12] Da die Ausübung des Ärzteberufs für ihn in England mit Schwierigkeiten verbunden war, wanderte er in die USA aus, wo er sich in New York niederließ. Dort wurde er bald zum erfolgreichen Arzt, zu einer führenden Persönlichkeit in der örtlichen jüdischen Gemeinde sowie zum Professor für Medizin (Fachgebiet Kinderheilkunde) an der Columbia University.

Über die Zielsetzungen Jacobis sowie die Stoßrichtung seiner Unternehmungen bestehen keine Zweifel: Er nutzte die Freiheiten in der angelsächsisch geprägten amerikanischen Republik zur Untergrabung eben jener Gesellschaft, die ihm dank ihres freiheitlichen Charakters eine Karriere ermöglicht hatte. Karl Marx nahm Jacobis Aktivitäten zur Förderung des revolutionären Sozialismus in den USA mit Genugtuung zur Kenntnis und schrieb:[13]

»Jacobi leistet gute Arbeit. Die Yankees mögen seine ernsthafte Art.«

Am 29. März 1917 unterzeichnete Jacobi ein Glückwunschtelegramm an die neue, liberaldemokratische Regierung Rußlands. Zu den anderen Unterzeichnern gehörten zwei weitere Führer der jüdischen Gemeinde, Oscar Strauss und Rabbi Steven S. Wise.[14]

Jacobi erwies Franz Boas tatkräftige Hilfe. Er stellte ihn seiner künftigen Frau vor, der Tochter eines erfolgreichen New Yorker Arztes. Auch war es Jacobi, der Boas 1886 zur Auswanderung in die USA ermuntert hatte, wo er ihm über einen anderen "Achtundvierziger", seinen Freund Carl Schurz, eine Stelle in einem Museum besorgte. Schurz, eine prominente Figur im politischen und intellektuellen Leben der USA, war zeitweise Senator für Missouri und Innenminister unter Präsident Hayes. Trotz der Rückendeckung durch einflußreiche Gönner mußte sich Franz Boas einige Jahre lang mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser halten. 1896, volle zehn Jahre nach seiner Einwanderung in die Vereinigten Staaten, bot ihm die Columbia University zögernd eine zeitlich begrenzte Teilzeitstelle als Lektor an der Abteilung für Psychologie an, und auch diesen Posten bekam er erst, nachdem Abraham Jacobi, der namhafte Medizinprofessor, garantiert hatte, daß er persönlich für die Hälfte seines Gehalts aufkommen werde.[12]

John Dewey

1899 wurde Franz Boas schließlich zum Professor für Anthropologie an der neugegründeten Abteilung für Psychologie und Anthropologie ernannt[15] - wiederum dank Abraham Jacobi, der auch diesmal einen erheblichen Teil seines Gehalts aus eigener Tasche bezahlte.[12]

Franz Uri Boas (1858-1942) wuchs in einer radikal sozialistisch gesinnten jüdischen Familie auf, wo er schon bald eine dauerhafte Abneigung - um nicht gar von Haß zu sprechen - gegen die traditionelle preußisch-christliche Kultur entwickelte, in der er aufwuchs. Später, als Anthropologe in den USA, richtete er unermüdliche Attacken gegen die überkommenen europäisch-amerikanischen Normen und Wertvorstellungen und trug nach Kräften zu deren Unterminierung bei.

Franz war alles andere als ein Feigling. In Deutschland focht er als Antwort auf wirkliche oder eingebildete antisemitische Beleidigungen zahlreiche Duelle mit dem Degen aus. Bei einem solchen wurde ihm die Nasenspitze abgehauen, und bei einem anderen verlor er einen Teil seiner Kopfhaut. Er trug eine Narbe über einem Auge sowie eine vom Kinn bis zur Schläfe verlaufende Schramme auf der einen Seite des Gesichts davon.

Schon 1894 argumentierte Boas, die biologische Rasse sei kein Faktor der Intelligenz oder Fähigkeit.[15] Sogar ihm wohlgesonnene Biographen machen kein Hehl aus der Tatsache, daß sein Einsatz zugunsten der Neger und gegen rassisch bedingte Vorurteile lediglich ein bequemes Tarnmäntelchen war: Hätte er nämlich unverhüllt die Werbetrommel für jüdische Interessen gerührt, so wäre die Sache allzu offensichtlich gewesen. Indem er sich für die Gleichstellung von Schwarzen und Weißen stark machte, trug er indirekt zum Erstarken der Juden bei, denn wenn man die Weißen dazu bringen konnte, die Neger als ihresgleichen anzuerkennen, würden sie auch jede beliebige andere ethnische Minderheit als gleichwertig akzeptieren.[15]

Im Flaggschiff der "fortschrittlichen" Anthropologie, der Zeitschrift American Anthropologist, sprach ein jüdischer Autor, Gelya Frank, Klartext:[16]

»Franz Boas' Theorien über Rasse und Kultur standen im Übereinklang mit den assimilationistischen Strategien der deutschen Juden in Amerika. [...] Wie David Levering Lewis festhält, bekämpften die Juden den Antisemitismus gewissermaßen "ferngesteuert", indem sie sich mittels der National Association for the Advancement of Colored People [Nationaler Verband zur Förderung farbiger Menschen] sowie der National Urban League für die Gewährung der Bürgerrechte an die Schwarzen einsetzten. Durch ihre Teilnahme an einem Kreuzzug, durch den bewiesen werden sollte, daß Afro-Amerikaner anständige, angepaßte, kultivierte Menschen sein konnten, entzogen sich die jüdischen Aktivisten in der Bürgerrechtsbewegung gewissermaßen der Notwendigkeit, antisemitische Stereotypen direkt zu bekämpfen, denn wenn Neger gute Bürger sein konnten, konnten nach Ansicht der meisten weißen Amerikaner alle anderen Gruppen noch bessere Bürger sein.«

Zahlreiche Autoren haben die Rolle untersucht, die Boas bei der Umwandlung der Anthropologie und verwandter Wissenschaften in eine von Egalitarismus und Milieudenken geprägte, fragwürdige Ideologie gespielt hat. Carleton Putnam bemerkte scharfsinnig:[17]

»Was lag auch näher, als daß eine Bewegung, die sich bald Kommunismus, bald Marxismus, bald Sozialismus nannte (ich selbst habe den Ausdruck "Egalitarismus" stets als den passendsten empfunden), in ihrer Strategie nicht nur auf die Unterwanderung der Regierungen, sondern auch auf jene der Wissenschaften hinarbeitete?«

Bei der Lektüre von Boas, fuhr Putnam fort:[18]

»wuchs mein Erstaunen mit jeder Seite. Hier wurde unter dem Deckmantel der Wissenschaft schlaue und hinterlistige Propaganda aufgetischt, um unbeweisbare Theorien zu beweisen... Das Muster begann sich zu wiederholen, die aalglatten Techniken zur Umgehung der Kernfragen, die weitschweifigen Ablenkungen, das Dröhnen ohne Substanz.«

Über die von Boas angewandten Techniken ließe sich allerlei sagen, doch will ich hier ausführlicher auf die intellektuellen und persönlichen Beziehungen zwischen Boas und manchen seiner Gesinnungsgenossen, auf seine Einstellung zu den Sozialwissenschaften sowie die auf ihn zurückgehende Entwicklung (oder besser gesagt Degradierung) der Psychologie eingehen.

Der wichtigste Propagandist, der sich für die Ausmerzung darwinscher Grundsätze in der Psychologie sowie deren Ersatz durch die Milieutheorie einsetzte, war John Broadus Watson, der Vater des sogenannten "Behaviorismus". Watson war dermaßen einflußreich, daß sich bis zur Mitte des 20. Jahrhundert ein erheblicher Teil der an den Universitäten betriebenen Psychologie neu als "Verhaltensforschung" definierte.

Bei Kritikern hat die Umwandlung der Psychologie von einer Wissenschaft des Geistes zu einer Wissenschaft des Verhaltens zu bitteren Witzen geführt, die bewiesen, daß viele das Spiel durchschauten. Einer davon lautete wie folgt: Die Psychologie - das Wort bedeutet auf griechisch "Seelenkunde" - begann als wissenschaftliche Erforschung der Seele, der Grundlage des Menschseins schlechthin. Dann, mit dem Aufstieg der materialistischen Wissenschaft, verlor die Psychologie zuerst ihre Seele und wurde zur Wissenschaft vom Verstand und Bewußtsein. Als nächstes erfolgte das Aufkommen der Freudschen Psychoanalyse mit ihrer Betonung des Unbewußten, und die Psychologie verlor ihr Bewußtsein. Zu guter Letzt, mit dem Siegeszug Watsons und des Behaviorismus, verlor sie auch noch ihren Verstand.

John Broadus Watson (1878-1958) wurde in Reedy River, South Carolina, geboren, und von seiner frommen Mutter nach einem berühmten baptistischen Geistlichen, John Broadus, genannt. Im Herbst 1900 belegte Watson an der University of Chicago Studienkurse der höheren Semester.[19] Um seine Entwicklung zum Vorkämpfer der antidarwinschen Psychologie zu verstehen, müssen wir zunächst das Milieu betrachten, das er in Chicago betrat.

Die University of Chicago konnte dank einer Stiftung John D. Rockefellers im Jahre 1892 gegründet werden. Da sie über eine solide finanzielle Grundlage verfügte, wurde sie bald zu einer Eliteuniversität, indem sie die besten zur Verfügung stehenden Lehrkräfte anheuerte. Die sogenannte "funktionalistische" Schule in der Psychologie, welche (wie bereits erwähnt) großes Gewicht auf die darwinsche Selektion legte, wurde oft als "Chicagoer Schule" bezeichnet, weil manche ihrer bedeutendsten Vertreter an jener Universität lehrten.[20] Darin lag eine gewisse Ironie, denn ausgerechnet ein Mann, der an der University of Chicago studiert hatte, sollte die "Chicagoer Schule" in Verruf bringen und ihren Untergang einläuten. Geprägt wurde Watsons Denken vor allem von drei seiner Professoren: John Dewey, Jacques Loeb und Henry Donaldson.

John Dewey, dem seine Bemühungen auf dem Feld der experimentellen und progressiven Erziehung manche Lorbeeren eingebracht hatten, war zehn Jahre lang Vorsitzender der Abteilung für Philosophie an der University of Chicago. Obschon Dewey beispielsweise durch seine Anwendung der Ergebnisse experimenteller Psychologie auf die Erziehung sowie sein Engagement für sogenannte "progressive" Bewegungen in Gesellschaft und Erziehung berühmt geworden ist, war er kein Kommunist. Er gehörte zwar schon früh zu den Unterstützern der American Civil Liberties Union (ACLU), kehrte dieser Organisation aber in den dreißiger Jahren mit der Begründung den Rücken, sie sei von Kommunisten übernommen worden.[21] J. B. Watson schrieb sich ursprünglich an der University of Chicago ein, um bei Dewey Philosophie zu studieren. Er wechselte freilich alsbald zur Psychologie über und begründete dies später damit, er habe kein Wort von dem verstanden, was Dewey sagte. (Es heißt, Dewey sei ein miserabler Redner gewesen.) Allerdings behielt Watson auch nach seinem Wechsel zur Psychologie die Philosophie mitsamt Dewey als Nebenfach bei.

Jacques Loeb

Jacques Loeb war ein berühmter Psychologe, der 1891 aus Deutschland in die USA emigriert war. Er war auch einer der erklärtesten Radikalen seiner Zeit. Loeb stand dem Darwinismus in unversöhnlicher Feindschaft gegenüber, konnte dieser seiner Auffassung nach doch zur Rechtfertigung der christlichen Theologie sowie der freien Marktwirtschaft benutzt werden. Ferner argumentierte er, die Evolutionslehre sei keine vollwertige Wissenschaft, da sie nicht experimentell bewiesen werden könne.[22] J. B. Watson betonte später, eine wirklich wissenschaftliche Psychologie werde in der Lage sein, das Verhalten »vorauszusagen und zu kontrollieren« - ein Lehrsatz, den er von Jacques Loeb übernommen hatte. Loeb war der Ansicht, die Kontrolle des Verhaltens sei das letztendliche Objekt der wissenschaftlichen Forschung. Für Loeb war [23]

»wissenschaftliche Erkenntnis ein Werkzeug, um das Verhalten existierender Organismen zu verändern und zu kontrollieren und letzten Endes neue Organismen künstlich auf dem Weg biologischer Konstruktion zu erzeugen.«

Dies war eine Botschaft, die sich der junge Watson mit Leib und Seele zu eigen machte.

John Broadus Watson (1878-1958)

Die dritte Persönlichkeit, in deren Sog J. B. Watson geriet, war der bekannte Gehirnspezialist Henry H. Donaldson. Bevor er 1892 nach Chicago zog, hatte Donaldson eine Lehrstelle an der Clark University inne, wo zur gleichen Zeit Franz Boas einen Einjahresvertrag als Dozent besaß. Donaldson und Boas lebten nur einen Häuserblock voneinander entfernt, waren fast genau gleich alt und hatten jeweils ein Kind beinahe gleichen Alters. Außerdem waren ihre Frauen ein Herz und eine Seele. Sie wurden rasch zu engen Freunden. Lange Jahre darauf sollte Boas Donaldson als seinen besten Freund in Amerika rühmen, und das Ehepaar Boas benannte sogar ein späteres Kind (Henri) nach Henry Donaldson.[24] Im Laboratorium des besten Freundes und Gesinnungsgenossen von Franz Boas betrieb John B. Watson die Forschungen für seine Doktorarbeit.

Zum 25. Jahrestag seiner Doktorarbeit erschien eine Festschrift für Boas.[25] Der erste Beitrag stammte von Henry Donaldson, der darin seine Hochachtung für J. B. Watson zum Ausdruck brachte.[26] Somit ist der Schluß berechtigt, daß Watsons Hinwendung zu einem "progressiven" sozialistischen Milieudenken die Folge einer Indoktrinierung durch drei seiner einflußreichsten Lehrer an der Universität war.

Allen Berichten zufolge war Watson ein blitzgescheiter und enorm fleißiger Student. Als ihm anno 1903 die Doktorwürde zuteil wurde, zählte er erst 25 Lenze und war der bisher jüngste Doktor der University of Chicago. Ebenfalls im Jahre 1903 heiratete Watson eine neunzehnjährige Studentin der unteren Semester, die zum weiteren Bindeglied zum liberalen Sozialismus werden sollte. Sie hieß Mary Ickes und war die jüngere Schwester von Harold Ickes.[19] Watsons frischgebackener Schwager gehörte zu den rührigsten Trommlern für Egalitarismus und Sozialismus in den USA. Er war eine Zeitlang Vorsitzender der Chicagoer Sektion der "National Association for the Advancement of Colored People" (NAACP, Nationaler Verband zur Förderung Farbiger) und wurde später, unter Franklin D. Roosevelt, als Innenminister mit der Verwirklichung einiger der berühmtesten sozialistischen »New Deal«-Projekte betraut.[12] Ickes hatte sich der Sache des rassischen Egalitarismus dermaßen verschrieben, daß ihn der Historiker Arthur Schlesinger Jr. den »inoffiziellen Minister der Roosevelt-Regierung für Beziehungen mit den Negern« genannt hat.[27]

Als 65-jähriger Witwer ehelichte Ickes später eine Frau, die fast vierzig Jahre jünger war als er. Ihr Sohn - auch er hieß Harold Ickes - bekleidete später in der Clinton-Regierung offizielle sowie inoffizielle einflußreiche Posten.

Somit begann John B. Watson seine akademische Laufbahn mit soliden akademischen und persönlichen Querverbindungen zum Sozialismus. 1913 wurde er zu einer Vortragsreihe an der Columbia University eingeladen. Der erste Vortrag erschien unter dem Titel Psychology as the Behaviorist Views it (Psychologie aus der Sicht des Behavioristen).[28] Eines seiner Leitmotive war, daß das »theoretische Ziel« der psychologischen Wissenschaft in der »Voraussage und Kontrolle des Verhaltens« bestehen solle, und daß der Behaviorismus Techniken der sozialen Kontrolle zur Verbesserung der Gesellschaft hervorbringen werde.

1915 hielt Watson eine Ansprache vor der Amerikanischen Psychologischen Gesellschaft mit dem Titel »The place of the conditioned reflex in psychology« (Die Bedeutung des konditionierten Reflexes in der Psychologie).[29] Hier führte er den konditionierten Reflex ein, der von den Russen Pavlov und Bechterev studiert worden war, und bezeichnete ihn als zentral für jede psychologische Entwicklung. Seiner Ansicht nach waren Erfahrung und Konditionierung von entscheidender Bedeutung, wohingegen ererbte Einflüsse auf die Entwicklung schlicht und einfach unmaßgeblich waren.

Watson schrieb im folgenden jahrzehntelang in einem provokativen und propagandistischen Stil. Hier eine Kostprobe aus dem Jahre 1930:[30]

»Unsere ererbte Struktur kann auf tausend verschiedene Arten geformt werden - dieselbe Struktur -, je nachdem, wie das Kind aufgezogen wird. [...] Unsere Gegner mögen vielleicht einwenden, die Anhänger des Behaviorismus ignorierten die bekannten Tatsachen der Eugenik und experimentellen Evolution - die Genetiker hätten nachgewiesen, daß viele der verhaltensmäßigen Charakteristiken der Eltern an das Kind weitergegeben werden. [...] Unsere Antwort lautet, daß die Genetiker unter dem Banner der alten Psychologie arbeiten, welche die "Fähigkeit" in den Mittelpunkt stellt. Wir brauchen ihren Schlußfolgerungen nicht allzu viel Gewicht beizumessen. Wir glauben nicht länger an Fähigkeiten oder an irgendwelche stereotypen Verhaltensmuster, die unter der Bezeichnung "Talent" und ererbte Begabungen einhergehen.«

Und weiter:[31]

»Man gebe mir ein Dutzend gesunde, körperlich normal entwickelte Kleinkinder sowie meine eigene, spezielle Umwelt zu ihrer Erziehung, und ich garantiere, daß ich jedes beliebige von ihnen zu jedem beliebigen Spezialisten ausbilden kann - zum Arzt, Anwalt, Künstler, Händler und - jawohl! - zum Bettler oder Dieb, ganz unabhängig von seinen Talenten, Neigungen, Tendenzen, Fähigkeiten, Berufungen sowie von der Rasse seiner Ahnen.«

Watsons Ansichten hätten verkehrter kaum sein können. Ein namhafter Psychologe hat hervorgehoben:[32]

»Seit Watsons Ausspruch ist niemals auch nur ein einziges Jahr verstrichen, ohne daß irgendwelche Beweise für die Unrichtigkeit seiner These vorgelegt worden wären.«

Entgegen aller Evidenz wurde dieser extrem milieubetonte und vererbungsfeindliche Standpunkt zur mit Zähnen und Klauen verteidigten "traditionellen Ansicht", die heute von den meisten Psychologen fügsam akzeptiert wird.

Harold Ickes

Diese vererbungsfeindliche Einstellung unterscheidet sich grundsätzlich kaum von der lächerlichen Theorie des Scharlatans Lyssenko in der UdSSR, die oft als Paradebeispiel eines irrsinnigen Versuchs zur Unterordnung der Wissenschaft unter eine politische Ideologie zitiert wird.[33] Doch während die Lehre Lyssenkos, welche die Bedeutung der Vererbung bestritt, in der stalinistischen Sowjetunion auf Regierungsbefehl für offiziell erklärt wurde, haben verwandte Ideologien in den USA de facto durch Konsensus die Oberhand gewonnen. Bedauerlicherweise prägen diese unrealistischen egalitären und milieubetonten deterministischen Theorien noch heute die Denkweise vieler Sozialwissenschaften und liegen in erheblichem Umfang der heutigen Sozial- und Erziehungspolitik der Vereinigten Staaten zugrunde.[34]

Was Watson auf dem Gebiet der Psychologie tat, vollbrachte eine andere Boas-Jüngerin auf dem Felde der Sexualität. Margaret Mead (1901-1978), eine bisexuelle Studentin von Franz Boas, reiste nach Samoa, um dort Forschungen für ihre Doktorarbeit durchzuführen. Nach ihrer Rückkehr veröffentlichte sie ihre Erkenntnisse in einem Buch mit dem Titel Coming of Age in Samoa: A Psychological Study of Primitive Youth for Western Civilization[35] (Erwachsenwerden in Samoa: Eine psychologische Studie primitiver Jugend für die westliche Zivilisation), das zu einem der einflußreichsten Werke in den USA von den vierziger bis zu den siebziger Jahren werden sollte. Der Untertitel hätte eigentlich ein Warnzeichen aufleuchten lassen müssen. Die zentrale Botschaft von M. Meads Bestseller bestand darin, daß die sexuellen Zwänge der traditionellen, abendländisch-christlichen Gesellschaft die emotionalen Schwierigkeiten der Pubertät verursachten und zu Kriegen, Vorurteilen, Engstirnigkeit und Frauenunterdrückung führten. Die Verfasserin stellte die Behauptung auf, samoanische Halbwüchsige dürften freien, zwanglosen Geschlechtsverkehr mit vielen Partnern betreiben, ja sie würden sogar dazu ermuntert. Das Ergebnis sei eine Gesellschaft glücklicher, ausgeglichener, friedlicher, offener und freundlicher Menschen. In dem berühmten Slogan der sechziger Jahre »Make love, not war« fand diese These ihren Ausdruck, und sie trug enorm zur "sexuellen Revolution" jener Periode bei. In den letzten Jahren ihres Lebens war Margaret Mead eine kulturelle Ikone.

Kulturanthropologen waren geradezu vernarrt in Coming of Age in Samoa, das an den Universitäten zu einem der meistgelesenen Bücher wurde. 1980 wurde der Nachweis erbracht, daß es nichts weiter war als ein Sammelsurium von Lügen.[36] Im Jahre 2000 ernannte das Intercollegiate Studies Institute von Wilmington, Delaware, Meads Schrift zum schlechtesten Sachbuch des eben zu Ende gehenden Jahrhunderts. Man hätte es auch zum schlechtesten Roman ernennen können. Darüber sind sich die Wissenschaftler heute einig. Die wichtigste ungelöste Frage ist, wer am dreistesten gelogen hat: M. Mead selbst oder ihre jungen Informanten, die sie falsch unterrichtet haben.[37] Obgleich das Buch gründlich diskreditiert ist, behaupten einige Anthropologen immer noch, die Bedeutung und Menschenfreundlichkeit der von M. Mead vermittelten Botschaft sei wichtiger als die inhaltliche Falschheit ihres Buchs.[38] D. A. Price berichtet folgende, aufschlußreiche Anekdote:[39]

»Meads erster Gatte, Luther Cressman, erinnerte sich später an die typische Antwort, wenn man ihr nachwies, daß eine ihrer Schlußfolgerungen nicht stimmte: "Wenn sie nicht wahr ist, dann sollte sie es sein."«

Ein weiteres Werk von M. Mead, das viel Unheil angerichtet hat und ebenfalls als Beispiel kreativen schriftstellerischen Schaffens gelten darf, war Sex and Temperament in Three Primitive Societies.[40] Hier versuchte die Autorin zu beweisen, daß der männliche Chauvinismus der abendländischen Zivilisation ein kulturelles Phänomen ohne Verankerung in der menschlichen Biologie sei. Sie behauptete, in anderen Kulturen mit nicht-westlichen Traditionen seien die Beziehungen zwischen den Geschlechtern ganz anders. In der einen, schrieb sie, seien die Frauen sexuell aggressiv, während die Männer sich zierten. Die Frauen machten Politik, und die Männer kümmerten sich um den Haushalt. In einer anderen nicht-westlichen Kultur, postulierte sie weiter, seien sowohl Männer als auch Frauen sehr friedfertig und feminin, und in einer dritten seien beide Geschlechter unsympathische Streber, so wie die abendländischen Männer. In den drei von ihr parallel zur westlichen Zivilisation vorgestellten Kulturen gab es jede mögliche Form des Verhältnisses zwischen Männern und Frauen. Ihre Schlußfolgerung lag nun auf der Hand: Unterschiede in den sozialen Rollen von Mann und Frau mußten auf die Schattenseiten der traditionellen abendländisch-christlichen Zivilisation zurückgehen.

Erklärungen ex cathedra

Franz Boas und seine Jünger hielten sich bei der Proklamierung der sozialen und politischen Auswirkungen ihrer Ideologie durchaus nicht immer zurück. Boas wurde teilweise vom American Jewish Committee sowie von Jacob Schiff finanziert, jenem prominenten jüdischen Bankier, von dem es heißt, er habe im Februar 1917 die Russische Revolution mit großen Geldsummen unterstützt. Boas selbst war Mitglied in mehr als 40 Organisationen, die man als kommunistisch oder getarnt kommunistisch identifiziert hat.[15] (Interessanterweise hat die Tochter des ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore Andrew Schiff geheiratet, den Enkel Jakob Schiffs.)

Im Oktober 1935 schrieb Boas an Raymond Pearl und bat ihn um eine Stellungnahme zur Rassenfrage, die von prominenten Wissenschaftlern unterzeichnet und dann massiv verbreitet werden sollte. Pearl lehnte dies mit der Begründung ab, er bezweifle [41]

»die Weisheit und Strategie der in Ihrem Brief vorgeschlagenen Aktion. [...] Ich habe starke Vorbehalte gegen programmatische Stellungnahmen von Wissenschaftlern, besonders wenn solche Aussagen tatsächlich getarnte politische Fragen oder Aspekte politischer Fragen betreffen, die mit rein wissenschaftlichen Problemen in mehr oder weniger engem Zusammenhang stehen. [...] Ich bin jetzt und in alle Zukunft unbeugsam gegen jeglichen päpstlichen Autoritarismus unter dem Banner der Wissenschaft eingestellt.«

Margaret Mead (1901-1978)

Das vielleicht grellste Beispiel von »päpstlichem Autoritarismus unter dem Banner der Wissenschaft« war die 1950 von der UNESCO verabschiedete Erklärung zur Rassenfrage, die nach Protesten seitens vieler Wissenschaftler 1952 modifiziert wurde. Neben etlichen anderen falschen Behauptungen erklärte die UNESCO in diesem weitverbreiteten Text, es gebe keinerlei Beweise für ererbte psychologische Unterschiede zwischen den Rassen. Die betreffende Erklärung war von einem Komitee erarbeitet worden, dessen Vorsitzender ein Boas-Student namens Ashley Montague (geborener Israel Ehrenburg) war.[42] Montague alias Ehrenburg hatte früher ein stark propagiertes Buch mit dem Titel Man's Most Dangerous Myth: The Fallacy of Race[43] (Der gefährlichste Mythos des Menschen: Der Rassen-Trugschluß) veröffentlicht, das versuchte, die biologische Realität der Rasse zu widerlegen. Die UNESCO-Erklärung wurde mit der Bitte um einen Kommentar an 106 Anthropologen gesandt. Von den 80, die antworteten, äußerten 31 substantielle Kritik, insbesondere bezüglich der Behauptung, es gebe keine geistigen Unterschiede zwischen den Rassen. 26 äußerten sich in Detailfragen kritisch, und nur 23 stellten sich vorbehaltlos hinter die Erklärung.[41]

Kenneth Clark, ein namhafter schwarzer Psychologe, der an der University of Columbia studiert hat, wurde heimlich vom American Jewish Committee finanziert.[44] Er machte falsche und irreführende Angaben, auf die sich das oberste Gericht der USA in einem bahnbrechenden, 1954 gefällten Urteil stützte, welches die Aufhebung der Rassentrennung an den Schulen erzwang (Brown vs. Board of Education, Topeka Kansas).[45]

Ein weiterer Boas-Jünger, Otto Klineberg (1899-1992), legte die von ihm und seinen Gesinnungsgenossen vertretene politischen Ziele 1935 in seinem angeblich wissenschaftlichen Buch Race Differences[46] ungeschminkt dar:[47]

»Die allgemeine Schlußfolgerung dieses Buches besteht darin, daß es keinen wissenschaftlichen Beweis für rassisch bedingte Mentalitätsunterschiede gibt. [...] Es gibt darum keinen Grund, zwei Völker unterschiedlich zu behandeln, weil sie unterschiedlichen physischen Typen angehören. [...] Es gibt keinen Grund, die Einwanderungsgesetze für ein Volk strenger zu handhaben als für ein anderes. [...] Es gibt keinen Grund, Gesetze gegen Rassenmischung zu erlassen. [...] Es gibt keine angeborene Feindseligkeit der einen Rasse gegen die andere.

Die Tendenz gewinnt Oberhand, im Rassenproblem lediglich einen Aspekt des Klassenkampfes zu sehen, in dem die Privilegierten unwichtige Unterschiede der Hautfarbe, der Religion oder Sprache als willkommenen Vorwand für die Fortsetzung ihrer eigenen Vorherrschaft nutzen. Wer die Rassenbeziehungen von diesem Standpunkt [d.h. vom Standpunkt des Klassenkampfes] aus betrachtet, hegt wenig Hoffnung auf eine echte Verbesserung, solange das heutige rassistische System nicht durch eine neue soziale Ordnung ersetzt ist. Sie weisen voller Überzeugung auf Rußland hin, wo der wirtschaftliche Wandel Hand in Hand mit einer besseren Behandlung der Minderheiten geht und wo Klassenkampf und Rassenproblem anscheinend zusammen verschwunden sind.«

Die Unterdrückung offenkundiger Erkenntnisse

Daß die Sozialwissenschaften in großem Umfang korrumpiert worden sind, und zwar vor allem von politisch linksgerichteten Juden, ist unter auf diesem Felde tätigen Wissenschaftlern allgemein bekannt. Beispielsweise untersuchte Franz Samelson 1978 in seinem Aufsatz »From "race psychology" to "studies in prejudice"« (Von "Rassenpsychologie" zu "Studien über Vorurteile"), der in der wissenschaftlichen Zeitschrift Journal of the History of the Behavioral Sciences erschien,[48] das, was manche als Paradigmenwechsel in der Psychologie "von der evolutionären Genetik zum kulturellen Konzept, von Darwin zu Boas" betrachten, und folgerte:[49]

»Man kann mit Fug und Recht die Ansicht vertreten, daß ein Wandel in der ethnischen Abstammung der Psychologen erheblich zu dieser Umwälzung beigetragen hat. [...] Die frühere amerikanische Wissenschaft war überwiegend "puritanisch" oder zumindest angelsächsisch. Von den zwanziger Jahren an machten sich Angehörige ethnischer Minderheiten in immer größerer Zahl breit, und zwar anfangs in erster Linie solche jüdischer Herkunft.«

In einem anschaulichen Beispiel jüdischen Triumphalismus' schreibt Gelya Frank,[16] die kulturelle Anthropologie sei und bleibe weitgehend ein jüdisches Unternehmen, das zur ideologischen Rechtfertigung sozialrevolutionärer Bestrebungen diene. Svonkin[44] äußert sich ganz ähnlich. Eine ausführliche, hervorragende Studie dieses Fragenkomplexes hat McDonald verfaßt.[1]

Während die Kenntnis der Verhaltensgenetik sowie der Rassenunterschiede mit Siebenmeilenstiefeln voranschreitet,[50] beharren viele Vertreter der jüdischen Intelligenzia um so verbissener auf ihren Versuchen zur Untergrabung der darwinschen Psychologie. Beispiele dafür sind Jared Diamonds vielgepriesenes Buch Guns, Germs, and Steel: The Fate of Human Societies,[51] in dem behauptet wird, es gebe keine genetischen Unterschiede zwischen den Rassen, sowie das von S.P.R. Rose und H. Rose herausgegebene Werk Alas, poor Darwin: Arguments against Evolutionary Psychology.[52]

Obwohl dies alles unter Wissenschaftlern wohlbekannt ist, nimmt die Unterdrückung offenkundiger Erkenntnisse über die jüdische Strategie auf Gebieten wie Genetik, Rasse und Psychologie munter ihren Fortgang. In vielen Ländern kann eine "politisch inkorrekte" Diskussion dieser Themen zur Zerstörung beruflicher Laufbahnen führen. Die Anti-Defamation League, das Simon Wiesenthal Center und verwandte Interessengruppen arbeiten eifrig darauf hin, jegliche ernsthafte Erörterung der Rassenunterschiede zu kriminalisieren.[53] Hoffen wir, daß der Wind umschlägt, ehe die "traditionellen Feinde der Wahrheit" die totale Herrschaft erringen.

Anmerkungen


Der englische Originalartikel erschien unter dem Titel Subversion of Science: How Psychologie lost Darwin im Journal of Historical Review (Volume 21, Number 2, März/April 2002, S. 20-30), dem wir für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieser deutschen Version danken. Übersetzung aus dem Englischen von Jürgen Graf.

[1]C.N. Degler, In Search of Human Nature: The Decline and Revival of Darwinism in American Social Thought, Oxford Press, New York 1991; K. MacDonald, The Culture of Critique: An Evolutionary Analysis of Jewish Involvment in Twentieth Century Intellectual and Political Movements, Praeger, Westport/ Connecticut 1998; R. Pearson, Heredity and Humanity: Race, Eugenics and Modern Science, Scott-Townsend, Washington DC 1996.
[2]Erschienen bei Second Thought Books, Los Angeles 1997.
[3]Erschienen bei Regnery, New York 1998.
[4]A. Desmond, J. Moore, Darwin, Penguin Books, London 1997.
[5]Charles Darwin, On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life, John Murray, London 1859, 1. Auflage, S. 458.
[6]Glade Whitney, »A Contextual History of Behavior Genetics«, in: M. E. Hahn, J. K. Hewitt, N. D. Henderson, R. Benno (Hg.), Development Behavior Genetics, Oxford Press, New York 1990, S. 7-24.
[7]F. Galton, Hereditary Genius: An Inquiry into its Laws and Consequences, 1869. Eine revidierte Fassung mit amerikanischem Vorwort erschien 1900 bei D. Appleton, New York.
[8]S. M. Stigler, The History of Statistics, Harvard University Press, Cambridge/Massachussets 1986.
[9]Glade Whitney, 1990, (Anmerkung ).
[10]C.N. Degler, aaO. (Anmerkung ); C. J. Goodwin, A History of Modern Psychology, John Wiley & Sons, New York 1999.
[11]R. Pearson, 1996 (siehe Anmerkung ); R. Pearson, Race, Intelligence and Bias in Academics, 2. Auflage, Scott-Townsend, Washington 1997; M. Hunt, The Know-Nothings: The Political Foes of the Scientific Study of Human Nature, New Brunswick, New Jersey 1999; Glade Whitney, »Raymond B. Cattell and the Fourth Inquisition«, in: The Mankind Quarterly, vol. 38, S. 99-125; Glade Whitney, »The Prospects for an Intelligent Future«, in: Foundation (Hg.), The Evolution of Human Intelligence, Foundation for the Future, Bellevue/Washington 2000.
[12]D. Cole, Franz Boas, The Early Year, 1858 - 1906, University of Washington Press, Seattle/Washington 1999.
[13]C. Putnam, Race and Reality, a Search for Solutions, Howard Allen, Cape Canaveral/Florida 1967 (die hier verwendete Ausgabe stammt aus dem Jahre 1980).
[14]Z. Szajkowski, Jews, Wars, and Communism (Vol. 1): The Attitude of American Jews to World War I, the Russian Revolutions of 1917, and Communism (1917 - 1945), KTVA Publishing House, New York 1972.
[15]M. Hyatt, Franz Boas Social Activist: The Dynamics of Ethnicity, Greenwood, New York 1990.
[16]G. Frank, »Jews, Multiculturalism, and Boasian Anthropology«, American Anthropology, Vol. 99, S. 731-745.
[17]C. Putnam, Race and Reality, a Yankee View, Howard Allen, Cape Canaveral/Florida 1961 (hier nach der zweiten Auflage von 1980 zitiert), S. 16.
[18]Ebenda, S. 18.
[19]K. W. Buckley, Mechanical Man: John Broadus Watson and the Beginning of Behaviorism, Guilford Press, New York 1989.
[20]Ebenda; C. Goodwin, A History of Modern Psychology, John Wiley & Sons, New York 1999.
[21]R. Scruton, »Progressive Mischief«; Besprechung von Alan Ryans Buch John Dewey and the High Tide of American Liberalism, in: The Wall Street Journal, 20. Juli 1995.
[22]P. J. Pauley, Controlling Life: Jacques Loeb and the Engineering Ideal in Biology, Oxford University Press, Oxford 1987.
[23]K. W. Buckley, aaO. (Anm. ), S. 41.
[24]M. Hyatt, aaO. (Anm. ). D. Cole, aaO., (Anm. ).
[25]F. Boas, Boas Anniversary Volume: Anthropological Papers Written in Honor of Franz Boas, G. E. Stechert, New York 1906.
[26]H. H. Donaldson (mit E. H. Dunn und J. B. Watson), »A Comparison of the White Man with Man in Respect to the Growth of the Entire Body«, in: Boas Anniversary Volume: Anthropological papers written in honor of Franz Boas, G. E. Stechert, New York 1906, S. 5-26.
[27]A. M. Schlesinger, The Age of Roosevelt, Bd. 2: The Coming of the New Deal. Houghton Mifflin, Boston 1957.
[28]Publiziert in Psychological Review, Vol. 20, S. 158-177.
[29]Veröffentlicht in Psychological Review, Vol. 23, S. 89-116.
[30]J. B. Watson, Behaviorism (revidierte Ausgabe), Norton, New York 1930, S. 97-99.
[31]Ebenda, S. 104.
[32]G. E. McClearn, »The Inheritance of Behavior«, in: L. Postman (Hg.), Psychology in the Making, Knopf, New York 1962, S. 237.
[33]V. N. Soyfer, Lysenko and the Tragedy of Soviet Science, Rutgers Univ. Press, New Brunswick/New Jersey 1994.
[34]Glade Whitney, »The Vernalization of Hillary's America«, in: Chronicles, Vol. 22, Nr. 2, Februar 1998, S. 46, 47.
[35]Erschienen bei William Morrow, New York 1928.
[36]D. Freeman, Margaret Mead and Samoa: The Making and Unmaking of an Anthropological Myth, Harvard University Press, Cambridge/Massachussets 1983; Theodore O'Keefe, »Mead, Freeman, Boas: Jewish Anthropology Comes of Age in America«, in: National Vanguard, Juni 1983, S. 5-10.
[37]D. Freeman, ebenda.
[38]E. Barkan, The Retreat of Scientific Racism: Charging Concepts of Race in Britain and the United States Between the World Wars, Cambridge University Press, Cambridge (England) 1992; L. Foerstel & A. Gilliam (Hg.), Confronting the Margaret Mead Legacy: Scholarship, Empire, and the South Pacific, Temple Press, Philadelphia 1992; K. Lamb, »Race Difference in the Annals of Science«, in: The Mankind Quarterly, Vol. 35, S. 139-150.
[39]D. A. Price, »Coming a Cropper in Samoa«, Besprechung von D. Freemans Buch The Fateful Hoaxing of Margaret Mead, in: The Wall Street Journal, 3. März 1999, S. A17.
[40]Erschienen bei William Morrow, New York 1935, Neuauflage 1963.
[41]W. B. Provine, »Geneticists and the Biology of Race Crossing«, in: Science, Vol. 182, S. 790-797.
[42]Ebenda; R. Pearson, Race, Intelligence and Bias in Academics, 2. Auflage, Scott-Townsend, Washington 1997.
[43]Erschienen 1942 bei Columbia University, New York.
[44]S. Svonkin, Jews Against Prejudice, Columbia University Press, New York 1997.
[45]E. van den Haag, »Social Science Testimony in the Desegration Cases: A Reply to Professor Kenneth Clark«, in: Villanova Law Review, Vol. 6, Nr. 1, S. 69-79.
[46]Erschienen bei Harper Bros, New York.
[47]Zitiert nach L. T. Benjamin, A History of Psychology: Original Sources and Contemporary Research, 2. Auflage, McGraw-Hill, New York 1997.
[48]Band 14, S. 265-278.
[49]L. T. Benjamin aaO. (Anm. ), S. 639.
[50]Glade Whitney, »On the Races of Man«, in: The Mankind Quarterly, Volume 39, Nr. 3, S. 319-335.
[51]Erschienen bei W.W. Norton, New York 1997.
[52]Erschienen bei Harmony Books, London 2000.
[53]Glade Whitney, Einführung zu David Dukes Buch My Awakening, Free Speech Press, Covington/Louisiana 1998.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 7(2) (2003), S. 151-160.


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