Die merkwürdige Untätigkeit der US-Luftwaffe

Wurden am 11. September 2001 absichtlich keine Abfangjänger entsandt?

Von Mark Elsis

»Am Anfang seines Kampfes für Recht und Freiheit
Steht der Patriot allein auf weiter Flur,
Haß und Verachtung schlagen ihm entgegen.
Doch winket seinem Streben der Erfolg
Schar'n sich die Lauen eilends um sein Banner,
Nun lohnt es sich ja, Patriot zu sein!«

Mark Twain

»Fürchte nicht den Pfad der Wahrheit,
weil so wenige auf ihm wandeln.«

Robert Francis Kennedy

Im vorliegenden Artikel wird die Chronologie der Ereignisse am Morgen des 11. September 2001 von 7:59 Uhr bis 10:06:05 Uhr genau nachgezeichnet und die Presseerklärung widerlegt,[1] die eine Woche nach den Anschlägen, am 18. September, vom NORAD (North American Aerospace Defense Command, Nordamerikanisches Oberkommando der Luftabwehr) veröffentlicht wurde.

Von dem Moment, als Flug 11 der American Airlines die Sprechverbindung mit der Luftverkehrskontrolle verlor und um 8:13:31 Uhr entführt wurde, bis zum Aufprall der United-Airlines-Maschine des Flugs 93 in Shanksville, Pennsylvania, verstrichen annähernd eine Stunde und dreiundfünfzig Minuten. Was ist in diesem Zeitraum geschehen? Die folgenden Darlegungen erteilen eine präzise Antwort auf diese Frage.

Bei der Lektüre unserer Analyse halte man sich bitte die fünf folgenden, äußerst wichtigen Fakten vor Augen:

  1. Im Steuerjahr 2003 wird die Regierung der Vereinigten Staaten mehr Geld für das Militär ausgeben als sämtliche anderen Länder der Welt zusammen. Die gegenwärtigen Ausgaben belaufen sich auf 437 Milliarden Dollar, wozu noch 339 Milliarden für bereits eingegangene Verpflichtungen kommen. Somit ergibt sich eine Gesamtsumme von 776 Milliarden. 46% unserer Steuern gehen an den militärisch-industriellen Komplex.[2] Nicht berücksichtigt sind dabei die nicht im Budget enthaltenen Ausgaben, die sogenannten "schwarzen" Projekte sowie die Heimwehr; ebensowenig die mehr als 40 Milliarden Dollar, welche die Washingtoner Regierung im Jahre 2003 für die Geheimdienste ausgeben wird.
  2. Das Weiße Haus: Opfer oder Täter?

  3. Die amerikanische Luftwaffe (United States Air Force, USAF) ist die technologisch fortschrittlichste und stärkste Luftwaffe, welche die Menschheit jemals gekannt hat. Am Dienstag, dem 11. September 2001, gab es sieben vollständig ausgerüstete und in voller Alarmbereitschaft befindliche Luftwaffenstützpunkte zum Schutz des nordamerikanischen Kontinents. Die Air National Guard ist exklusiv für die Sicherheit des Luftraums des nordamerikanischen Kontinents verantwortlich, und die betreffenden Einheiten unterstehen dem Befehl der 1st Air Force, die auf der Tyndall Air Force Base (AFB) in Panama City, Florida, stationiert ist. Die Air National Guard unterhält sieben Luftwaffenstützpunkte mit 14 voll bewaffneten Kampfflugzeugen und Piloten, die rund um die Uhr abrufbereit sind. Außer in Tyndall stehen jederzeit einsatzbereite Abfangjäger auch auf folgenden Stützpunkten: Homestead Air Reserve Base (ARB), Homestead, Florida; Langley AFB, Hampton, Virginia; Otis Air National Guard (ANG), Falmouth, Massachusetts; Oregon ANG, Portland, Oregon; March ARB, Riverside, Kalifornien; Ellington ANG, Houston, Texas.[3]
  4. Doch nicht genug damit: Am 11. September gab es wenigstens 28 weitere Basen der US-Luftwaffe, die sich in Reichweite der vier entführten Passagierflugzeuge befanden[4]

  5. Für potentielle Terroristen sind New York City und Washington, D.C., die mit Abstand verlockendsten Ziele auf amerikanischem Boden.
  6. Bei NORAD handelt es sich um eine bilaterale, von den USA und Kanada gemeinsam gebildete Organisation, deren Aufgabe darin besteht, den nordamerikanischen Kontinent vor Angriffen aus der Luft zu schützen, mögen diese nun von Flugzeugen, Raketen oder Raumschiffen ausgehen. NORAD arbeitet eng mit anderen Militärorganisation zusammen, um den Schutz des Luftraums zu gewährleisten, wozu die Überwachung und Kontrolle des Himmels über Kanada und den USA gehört. Es ist NORADs Aufgabe, jeden Quadratzentimeter Luftraum über dem nordamerikanischen Kontinent zu kennen.
  7. Vom Zeitpunkt, als Flug 11 der American Airlines den Sprechkontakt verlor und um 8:13:31 Uhr entführt wurde, bis zum Absturz der United-Airlines-Maschine des Flugs 93 in Shanksville, Pennsylvania, um 10:06:05 Uhr, verstrichen fast eine Stunde und dreiundfünfzig Minuten. Hundertdreizehn Minuten lang unternahm die US-Luftwaffe nicht den geringsten Versuch, auch nur eine der vier entführten Maschinen abzufangen. Wer die Regeln, Vorschriften und Prozeduren, die eine solche Untätigkeit als Ding der Unmöglichkeit erscheinen lassen, verstehen will, sollte das Dokument The Federal Aviation Administration (FAA) Standard Intercept Procedure (Standardabfangprozedur der Staatlichen Luftfahrtverwaltung FAA) lesen.[5]

Alle folgenden Zeitangaben erfolgen nach der Eastern Daylight Time (östliche Tageszeit).

7:59 Uhr: Flug 11 der American Airlines, eine Boeing 767-223ER mit einer Maximalkapazität von 181 Passagieren und 90.764 Liter Treibstoff, startet auf dem Logan International Airport in Boston, Massachusetts. Zielort ist der Los Angeles International Airport. Die geplante Abflugzeit war 7:45 Uhr.

Es heißt, an Bord dieses Fluges seien 92 Opfer gewesen, doch wenn man die auf CNN.com veröffentlichte offizielle Totenliste studiert, stellt man fest, daß dort nur 86 Opfer genannt werden.

Ähnliches gilt für die drei anderen Unglücksflüge des 11. September. Addiert man die Zahl der Passagiere sowie der Angehörigen des Bordpersonals, so kommt man auf offiziell 265 Namen. Doch ergeben die auf CNN.com einsehbaren vier offiziellen Totenlisten insgesamt lediglich 229 Namen. Somit fehlen auf diesen Listen insgesamt 36 Personen, einschließlich aller 19 Entführer. Warum?[6]

Die vier entführten Maschinen, zwei Flugzeuge des Typs Boeing 767 und zwei des Modells Boeing 757, verfügten über eine Gesamtzahl von 762 Passagiersitzen.[7] Wie war es da möglich, daß lediglich zwischen 30,1% (229 Passagiere plus Besatzung) und 34,7% (265 Passagiere und Besatzung) der Plätze belegt waren? Wie kam es, daß in allen vier Flugzeugen zusammen mehr als zwei Drittel der Plätze leer blieben?

8:01 Uhr: United Airlines Flug 93, eine Boeing 757-222 mit einer Maximalkapazität von 200 Passagieren und 43.486 Gallonen Treibstoff, rollt auf die Startbahn des Newark International Airport in New Jersey. An Bord sind angeblich 44 Menschen; Ziel der Reise ist der San Francisco International Airport in Kalifornien. Dieses Flugzeug wird noch 41 Minuten am Boden stehen, bevor es sich in die Luft erhebt. Wie eben erwähnt, sollen sich in ihm 44 Personen befinden, doch auf der offiziellen CNN.com-Totenliste sind nur 33 Opfer verzeichnet.

8:13:31 Uhr: Flug 11 der American Airlines erhält die letzte Botschaft von der Flugkontrolle Boston: AAL11, drehen Sie 20 Grad nach rechts. Flug 11 antwortet: 20 Grad rechts, AAL11. Einige Sekunden später ordnet der Lotse an: AAL11, steigen Sie nun hoch und halten Sie FL350 (35.000 Fuß) ein. Lotse: AAL11 Boston. Flug 11 antwortet nicht.

8:14 bis 8:20 Uhr: Flug 11 der American Airlines wird entführt und kommt vom Kurs ab.

8:14 Uhr: Flug 175 der United Airlines, eine Boeing 767-222 mit einer Maximalkapazität von 181 Passagieren und 90.764 Liter Treibstoff, hebt sich vom Logan International Airport in Boston, Massachusetts, ab. Reiseziel ist der Los Angeles International Airport. Eigentlich war der Start für 7:58 Uhr vorgesehen. Es sollen 65 Menschen an Bord sein, doch auf der CNN.com-Totenliste stehen bloß 56.

8:17 Uhr: Nach 3 Minuten und 30 Sekunden unterbrochenem Sprechkontakt mit Flug 11 hätte die FAA die Standardabfangprozeduren in die Wege leiten sollen.[8]

8:20 Uhr: Der Transponder von Flug Nr. 11 der American Airlines hört auf, das IFF-Signal (Identification Friend Foe, Freund-Feind Identifizierung) zu senden. Verliert ein Pilot sein Transponder-Signal, so macht ihn die Luftverkehrskontrolle sofort darauf aufmerksam, da ihr der Flugzeug-Code und die Flughöhe nicht mehr zur Verfügung stehen. Dies verursacht den Lotsen große Schwierigkeiten, insbesondere im verkehrsreichsten Luftraum der Erde, dem nordöstlichen Korridor der USA.

Nach 6 Minuten und 30 Sekunden fehlendem Stimmenkontakt sowie angesichts des Ausfalls des Transponder-Signals von Flug Nr. 11 gibt es für die FAA keinen Grund mehr, mit der Einleitung der Standardabfangprozeduren zu zögern. Man hat dies bei dem bekannten Golfer Payne Stewart getan, und zwar nur wenige Minuten nach dem Abbruch des Sprechkontakts mit seinem Lear-Jet. Warum unterließ man dies nun hier? Oder hat die FAA die Standardabfangprozeduren tatsächlich angeordnet und NORAD zwischen 8:14 und 8:20 informiert? Hat sich NORAD dann untätig verhalten und die Nachricht 26 bis 32 Minuten lang für sich behalten, bis man schließlich um 8:46 Uhr das 102. Abfanggeschwader auf der Otis Air National Guard Base in Falmouth, Massachusetts, anwies, sich in die Luft zu erheben? Irgendwann zwischen 8:13:31 und 8:20 Uhr war Flug 11 der American Airlines entführt worden, und spätestens um 8:20 Uhr funktionierte auch sein Transponder nicht mehr, aber NORAD erteilt Otis erst um 8:46 den Befehl zum Abflug.

8:20 Uhr: American Airlines Flug 77, eine Boeing 757-223, mit einer Maximalkapazität von 200 Passagieren und 43.486 Liter Treibstoff, startet von Dulles International Airport, ca. 30 Meilen westlich von Washington D. C. und dem Pentagon, in Richtung Los Angeles International Airport. Der Start war auf 8:01 Uhr anberaumt gewesen. Angeblich befinden sich 64 künftige Opfer an Bord, doch betrachtet man die offizielle Totenliste von CNN.com, findet man nur 56.

8:24:38 Uhr: Der Pilot von Flug 11, John Ogonowski, oder einer der Entführer, aktiviert die Sprechtaste, so daß die Luftverkehrskontrolle in Boston einen der Entführer zu den Passagieren sagen hört:

»Wir haben ein paar Flugzeuge. Verhaltet euch bloß ruhig, und alles ist in Ordnung. Wir kehren zum Flughafen zurück. Keiner soll sich rühren.«

Anscheinend hat einer der Entführer das Ansagesystem mit dem Sprechfunksystem verwechselt. Die Luftverkehrskontrolle antwortet: »Wer versucht mich anzurufen?«

8:25 Uhr: Die Luftverkehrskontrolle Boston unterrichtet mehrere Luftkontrollzentren, daß Flug 11 der American Airlines entführt worden ist. Vor mehr als 11 Minuten hat die Luftverkehrskontrolle Boston erstmals die Verbindung mit Flug 11 verloren. Warum dauerte es so lange bis zur Einleitung der vorschriftsmäßigen Prozedur? Warum hat man NORAD nicht auch gleich unterrichtet? Oder hat man dies getan?

Falls die Vorschriften eingehalten und NORAD um 8:25 alarmiert wurde, und wenn sich NORAD seinerseits an das Reglement hielt und dem 102. Abfanggeschwader auf der Otis National Guard Base in Falmouth, Massachusetts beispielsweise um 8:26 Uhr den Startbefehl erteilte, mußten zwei Maschinen des Typs F-15 nicht später als um 8:32 Uhr in der Luft sein und das World Trade Center wenigstens 14 Minuten und 26 Sekunden erreichen, bevor Flug 11 um 8:46:26 Uhr in den Nordturm krachte. Wenn diese beiden F-15-Maschinen mit Höchstgeschwindigkeit flogen, waren 14 Minuten und 26 Sekunden genau das Doppelte der Zeit, die sie zum Erreichen des World Trade Center benötigten. Auch ein Otis-Sprecher hat eingeräumt, daß die beiden Flugzeuge vom Typ F-15 das World Trade Center in zehn bis zwölf Minuten hätten erreichen können, was bedeutet, daß sie zwischen 8:42 und 8:44 Uhr dort gewesen wären.

Diese beiden F-15 hätten den Flug 11 der American Airlines leicht abfangen können - vorausgesetzt, die Luftverkehrskontrolle Boston, die doch bereits um 8:25 mehrere andere Luftverkehrskontrollzentren über die Entführung von Flug 11 ins Bild gesetzt hatte, hätte NORAD ebenfalls unterrichtet. Warum geschah dies nicht? Oder wurde NORAD sehr wohl unterrichtet, leugnet es aber? Ich wiederhole, daß es NORADs Aufgabe ist, jeden Quadratzentimeter Himmel über Nordamerika zu kennen; dementsprechend konnte es dieser Institution unmöglich entgangen sein, daß Flug 11 der American Airlines irgendwann zwischen 8:14 und 8:20 Uhr entführt worden war.

8:26 Uhr: Flug 11 der American Airlines hält Westkurs ein; er befindet sich zwischen Albany und Lake George, New York, doch dort dreht er plötzlich um 100 Grad nach Süden ab und nimmt direkt Kurs auf New York City. Die Maschine folgt dem Hudson River südwärts, bis sie in die Nordseite des Nordturms des World Trade Centers kracht.

Knapp 40 Meilen nördlich des World Trade Center, am Hudson River, liegt das weitaus verlockendste Ziel für Terroristen in den USA, Indian Point mit seinen drei Kernkraftwerken, von denen zwei in Betrieb sind. In diesen drei Atomkraftwerken befinden sich hochradioaktive Abfälle, die sich im Verlauf von 65 Betriebsjahren angesammelt haben. Auch Flug 175 der United Airlines flog nahe an Indian Point vorbei; der Abstand betrug lediglich ein paar Flugminuten.

Indian Point ist ganze 24 Meilen von der Stadtgrenze von New York City entfernt. Es liegt in der dichtbevölkertsten Zone Nordamerikas, dem sogenannten nordöstlichen Korridor.

Warum hat Flug 11 der American Airlines das lohnendste Terrorziel in den USA, Indian Point mit seinen Kernkraftwerken, einfach überflogen, anstatt hier abzustürzen und ein nukleares Inferno zu entfachen? (Mehr dazu im Vermerk zu den Geschehnissen um 8:39 Uhr.)

8:33:59 Uhr: Ein weiterer Funkspruch von Flug 11: »Keiner soll sich rühren. Wir kehren zum Flughafen zurück. Keine unvorsichtigen Bewegungen, bitte.«

8:36 Uhr: Ein NORAD-Sprecher, Major Mike Snyder, soll Berichten zufolge gesagt haben, der FAA habe NORAD ca. zehn Minuten vor dessen Aufprall im World Trade Center über die Entführung von Flug 11 in Kenntnis gesetzt.

8:37 Uhr: Flugkontrolleure bitten die Piloten von Flug 175 der United Airlines, Ausschau nach der vom Kurs abgekommenen Maschine des Flugs 11 zu halten, die sich ca. 10 Meilen weiter südlich befinden muß. Die Piloten entgegnen, sie könnten das Flugzeug sehen. Sie erhalten Anweisungen, Distanz zu halten. Dieser Zwischenfall wird in dem Transkript der von den Fluglotsen geführten Gespräche, die in der New York Times veröffentlicht worden sind, nicht erwähnt. Warum nicht?

8:38 Uhr: Luftverkehrskontrolle Boston informiert NORAD, daß Flug 11 der American Airlines entführt worden ist.

8:39 Uhr: Flug 11 der American Airlines befindet sich nun direkt über dem verheißungsvollsten Terroristenziel der USA, den drei Kernkraftwerken von Indian Point. Wie bereits erwähnt, sind zwei davon in Betrieb, und zwar seit 1973 und 1976, während das dritte abgeschaltet ist. Zur Erinnerung: Indian Point ist nur 24 Meilen von der New Yorker Stadtgrenze und ungefähr 40 Meilen vom World Trade Center entfernt.

Wäre Flug 11 auf eines der drei Kernkraftwerke abgestürzt, so wäre eine ungeheure Menge radioaktiver Strahlung freigesetzt worden. Da dort nukleare Abfälle von 65 Betriebsjahren aufbewahrt werden, hätte ein solcher Absturz unter Umständen den vorzeitigen Tod von bis zu 20 Millionen Menschen durch Verstrahlung heraufbeschworen. Der ganze nordöstliche Korridor, von New York City bis Boston, wäre im Nu für Jahrtausende zu einem Ödland geworden.

Warum haben die Terroristen, die Flug 11 entführten, diese Gelegenheit versäumt und sind statt dessen noch sieben Minuten lang den Hudson River entlang in Richtung World Trade Center geflogen? Erstens hätte die Maschine während dieser sieben Minuten von Militärflugzeugen abgefangen werden können, und zweitens führte das Rammen des World Trade Center, wo die Maschine die Zone zwischen dem 94. und dem 98. Stockwerk traf, zum Tod von kaum anderthalbtausend Menschen.

Das Mabuse-Hirn hinter diesen "Terroristen" hätte gewiß begriffen, daß ein Angriff auf Indian Point der vernichtendste Schlag gewesen wäre, den man der stärksten Militärmacht der Welt hätte zufügen können. Warum also wurde Indian Point verschont?

Wenn die Terroristen aber unbedingt das World Trade Center angreifen wollten, hätten sie dann nicht besser daran getan, bis ca. elf Uhr vormittags zu warten, da sich dann rund 50.000 Menschen, oder noch mehr, in den Gebäuden aufgehalten hätten? Außerdem hätte die effizienteste Strategie zur Tötung einer möglichst großen Zahl von Menschen natürlich darin bestanden, so tief wie möglich in die Türme zu fliegen, d.h. ca. um den dreißigsten Stock herum.

Somit haben diese meisterhaft organisierten "Terroristen" lediglich 3.056 Menschen umgebracht, obgleich sie leicht eine zehnmal höhere Zahl hätten töten können. Ähnlich verhält es sich im Fall des Angriffs auf das Pentagon. Warum wurde dieses auf der sogenannten "friedlichen" Westseite getroffen, wo umfangreiche Bauarbeiten im Gange waren, statt auf der Ostseite, wo sich das Kommandozentrum befand?

Zurück zu Indian Point. Nehmen wir an, ein Flugzeug hätte dieses Ziel verfehlt. Daß gleich zwei Flugzeuge nicht getroffen hätten, ist aber sehr unwahrscheinlich. Flug 175 der United Airlines war zu einem gegebenen Zeitpunkt ebenfalls nur einige Flugminuten von Indian Point entfernt. Doch unter der unrealistischen Annahme, daß auch zwei Flugzeuge den Erfolg der Operation nicht garantiert hätten, wäre noch eine dritte Maschine zur Verfügung gestanden, nämlich Flug 93 der United Airlines, eine Boeing 757-222, die drei Minuten später vom Newark International Airport, New Jersey, nach San Francisco abfliegen sollte. Den Newark International Airport trennen nur zehn Flugminuten von Indian Point.

Somit hätten drei Passagierflugzeuge Indian Point innerhalb von dreizehn Minuten, zwischen 8:39 Uhr und 8:52 Uhr, treffen können, wenn dies beabsichtigt gewesen wäre. Der ganze nordöstliche Korridor wäre im Handumdrehen zu einer für Jahrtausende strahlenverseuchten Todeszone geworden.[9]

8:40 Uhr: Nasty und Duff sind die Codenamen der beiden F-15-Piloten vom 102. Abfanggeschwader der Otis Air National Guard Base in Falmouth, Massachusetts, die sich mit großer Verspätung in die Luft erheben und Jagd auf Flug 175 der United Airlines machen sollten. Nasty berichtet, zu diesem Zeitpunkt habe ihm ein Kollege mitgeteilt, ein in Boston abgeflogenes Flugzeug sei entführt worden, und es herrsche Alarm. Die beiden Piloten werfen sich in Montur und machen sich startbereit.

8:40 Uhr: Die Federal Aviation Administration (FAA) unterrichtet NORAD, Flug 11 der American Airlines sei entführt worden. NORAD selbst hat offiziell zugegeben, um diese Zeit von den Geschehnissen in Kenntnis gesetzt worden zu sein. Wie bereits früher hervorgehoben, hat Flug 11 um 8:13:31 Uhr den Sprechkontakt mit der Luftverkehrskontrolle verloren, was bedeutet, daß man 26 Minuten und 29 Sekunden lang die Hände in den Schoß gelegt hat. Flug 11 hat seinen Transponder um 8:20 Uhr ausgeschaltet, was bedeutet, daß man zwanzig Minuten lang ungenutzt verstreichen ließ. So etwas kommt in der Praxis einfach nicht vor.

Nun hat die FAA also glücklich NORAD über die Entführung von Flug 11 informiert. Was tut NORAD? Erteilt es dem 102. Abfanggeschwader der Otis Air National Guard Base in Falmouth, Massachusetts, sofort den Startbefehl? Weit gefehlt - NORAD behält diese ungeheuer wichtige Information noch volle sechs Minuten für sich. Es passiert vorerst also nichts.

8:41:32 Uhr: United Airlines Flug 175 sendet eine letzte Botschaft an die Luftverkehrskontrolle New York: »Wir wollten noch etwas abwarten, bis wir uns mit eurem Zentrum in Verbindung setzten. Wir haben nach unserem Abflug aus BOS [Boston] eine verdächtige Botschaft gehört; es klingt so, als habe jemand das Mikrofon manipuliert und gesagt, jeder solle auf seinem Platz sitzen bleiben.«

8:42 Uhr: Flug 93 der United Airlines, eine Boeing 757-222 mit einer Maximalkapazität von 200 Passagieren und 43.486 Liter Treibstoff, hebt sich vom Newark International Airport ab. Ziel der Reise ist der San Francisco International Airport. Die geplante Abflugszeit wäre 8:01 Uhr gewesen. Es heißt, an Bord seien 44 Menschen gewesen, doch auf der offiziellen, auf CNN.com veröffentlichten Totenliste figurieren lediglich 33 Opfer.

8:42 Uhr: Ein Fluglotse meint zum Flug 175 der United Airlines, es sehe so aus, als nehme dieser Kurs nach Süden, doch sende der Transponder nicht, und niemand melde sich.

8:43 Uhr: Die FAA unterrichtet NORAD, daß der Flug 175 der United Airlines entführt worden sei. NORAD hat offiziell eingeräumt, um 8:43 ins Bild gesetzt worden zu sein. Somit weiß NORAD nun über zwei Entführungen Bescheid. Flug 11 der American Airlines hat sich - siebzehn Minuten nach seinem jähen Schwenk nach Süden - inzwischen über New York City niedergesenkt und ist nur noch drei Minuten vom World Trade Center entfernt. Wie reagiert NORAD auf diese neue Hiobsbotschaft? Erteilt es dem 102. Abfanggeschwader der Otis Air National Guard Base nun endlich den sofortigen Startbefehl? Keine Rede davon!

8:46 Uhr: NORAD rafft sich nun dazu auf, dem 102. Abfanggeschwader Anweisung zum Einsatz zwei seiner F-15-Kampfflugzeuge zu erteilen. Für den 11. September 2001 lautete die Mission dieser Einheit wie folgt:

»Unsere Flugzeuge und ihre Besatzung sind 24 Stunden pro Tag jederzeit bereit, unseren Himmel zu schützen. Der Verantwortlichkeitsbereich des 102. Abfanggeschwader erstreckt sich über einen Bereich von mehr als 500.000 Quadratmeilen mit 90 Millionen Einwohnern, ein Gebiet mit den großen Industriezentren Boston, New York, Philadelphia und Washington, D.C.«

Nach seinen eigenen Angaben war NORAD wenigstens sechs Minuten lang über die Entführung von Flug 11 auf dem laufenden, ehe es dem Luftwaffenstützpunkt Otis den Befehl zur Entsendung der Abfangjäger gab. Im Fall des Fluges 175 verstrichen zwischen dem Erhalt der Entführungsmeldung und dem Einsatzbefehl immerhin drei Minuten.

Möglichweise zögerte NORAD bei Flug 11 allerdings über 8 Minuten, eventuell 10 Minuten, vielleicht gar 26 Minuten mit dem Befehl zum Einsatz der Abfangjäger. Für die zweite Variante spricht die zuvor zitierte Erklärung des NORAD-Majors Mike Snyder (vgl. den Kommentar zu 8:36 Uhr), für die zweite die Tatsache, daß um 8:20 Uhr die Transponder-Signale von Flug 11 aufhörten. Vergessen wir auch nicht, daß der letzte Sprechkontakt zwischen Flug 11 und der Luftverkehrskontrolle Boston um 8:13:31 erfolgte, was bedeuten könnte, daß NORAD gar über 32 Minuten verfügte, ehe es den Einsatzbefehl an Otis gab.

Aber auch falls NORAD die Nachricht von der Entführung von Flug 11 erst um 8:40 Uhr und jene von der Entführung von Flug 175 erst um 8:43 Uhr erhielt, wie kam es dann, daß es nicht unverzüglich über Otis die Entsendung der Einsatzjäger anordnete? Und da New York City und Washington unbestrittenermaßen die beiden verlockendsten Ziele für Terroristen sind, hätte man da nicht annehmen dürfen, daß der Luftwaffenstützpunkt Langley um 8:46 Uhr den Befehl zum Schutz der US-Hauptstadt hätte erhalten sollen? Doch nein, NORAD nahm sich 38 Minuten Zeit und geruhte die Anweisung erst um 9:24 Uhr zu erteilen. Es wird jedem einleuchten, daß da etwas nicht stimmen kann.

8:46:26 Uhr: Flug 11 der American Airlines kracht in den Nordturm des World Trade Center, und zwar in der Zone zwischen dem 94. und dem 98. Stockwerk. Die Fluggeschwindigkeit betrug 490 Meilen pro Stunde.

Den Aufprall schilderte der Augenzeuge Lerner-Lam wie folgt:

»Die Maschine sandte Vibrationen aus, die das ganze Gebäude durchfuhren, bis in seine Grundfesten und in den Boden hinein.«

Laut Seismographen in Lamont-Doherty und anderen Orten erreichten diese Vibrationen den Gegenwert eines Erdbebens der Stärke 0,9. Ein solches Beben ist zu schwach, um wahrgenommen zu werden.

8:46 Uhr: Die Transponder-Signale des Flugs 175 der United Airlines hören auf.

8:47 Uhr: Die FAA teilt NORAD mit, daß Flug 11 das World Trade Center getroffen hat. Seinen eigenen Angaben zufolge hat NORAD diese Nachricht nicht an die Piloten der beiden Abfangjäger mitgeteilten, die eben vom Stützpunkt Otis abhoben. Weshalb nicht? Schließlich befindet sich inzwischen ein anderes entführtes Verkehrsflugzeug, Flug 175 der American Airlines, bereits in der Nähe von New York City; in zwei Minuten wird es seine Schwenkung vollziehen und direkt auf New York zusteuern.

8:47 Uhr: Joe Pfeiffer, Chef des 7. Bataillons der New Yorker Feuerwehr, sendet einen Notruf aus, in dem er mitteilt, der Aufprall eines Flugzeugs auf den Nordturm sei kein Unfall gewesen, sondern ein bewußter Angriff, dessen Ziel es gewesen sei, Massensterben und Verwüstung herbeizuführen.

Während das kleine Videoteam (sein Videofilm, das sogenannte Feuerwehrvideo, zeigt als einziges den Einschlag von Flug 11 ins World Trade Center) sowie die Feuerwehrmänner, die den Aufprall der ersten Maschine gesehen hatten, an den Ort der Tragödie eilten, sandte Feuerwehrchef Pfeiffer Notrufe über Funk und Telefon, wobei er klar festhielt, es habe sich um einen »direkten Angriff« gehandelt und nicht um einen Unfall.

8:48 Uhr: Im Fernsehen und Radio melden die ersten Nachrichten, wonach möglicherweise ein Flugzeug ins World Trade Center geflogen sei.

8:49 Uhr: Flug 175 der United Airlines weicht nun vom vorgeschriebenen Kurs ab.

8:50:51 Uhr: Ca. 285 Meilen westlich des Pentagon erfolgt der letzte Funkkontakt von Flug 77 der American Airlines.

8:52 Uhr: Zwei Flugzeuge des Typs F-15 Eagle, die dem 102. Fighter Wing angehören, haben sich von ihrem Stützpunkt, der Otis Air National Guard Base in Falmouth, Massachusetts, in die Luft erhoben. Die Höchstgeschwindigkeit eines solchen Kampfflugzeugs liegt bei 1875+ mph. Laut der New York Times befindet sich Otis 153 Meilen ostnordöstlich des World Trade Center. Innerhalb von 6 Minuten nach dem Erhalt des Einsatzbefehls (8:46 Uhr) sind sie in der Luft. Gute Arbeit. 38 Minuten nach der Entführung von Flug 11 der American Airlines befanden sich endlich Kampfflugzeuge in der Luft. Doch diese wissen immer noch nicht, daß Flug 11 ins World Trade Center gekracht ist, oder daß Flug 175 vor drei Minuten eine Schwenkung vollzogen hat und direkt auf New York City zufliegt. Warum hat man ihnen dies vorenthalten?

8:53 Uhr: Ein Fluglotse berichtet anderen in der Luft befindlichen Flugzeugen, was mit Flug 175 geschehen ist. »Wir könnten es mit einer Flugzeugentführung zu tun haben. Wir haben ein paar ernsthafte Probleme.«

8:55 Uhr: Barbara Olson, Passagier von Flug 11, ruft ihren Mann an, Generalstaatsanwalt Theodore Olson vom US-Justizministerium. Er verfolgt am Fernsehen, was sich im World Trade Center tut. Frau Olson teilt ihm mit, die Entführer besäßen Teppichmesser und andere Messer und hätten die Passagiere im hinteren Teil des Flugzeugs zusammengetrieben. Sie fragt ihn: »Was soll ich dem Piloten sagen, daß er tun soll?« Das Gespräch wird unterbrochen, und Olson ruft das Kommandozentrum des Justizministeriums an, um es über die Entführung zu unterrichten. Frau Olson meldet sich ein zweites Mal und sagt ihrem Mann, das Flugzeug vollziehe eine Kursänderung. Allem Anschein nach war sie die einzige Person, die von Flug 77 mit einem Anruf an eine Person am Boden durchkam.

8:56 Uhr: Flug 77 der American Airlines entsendet keine Transponder-Signale mehr.

8:56 Uhr: Flug 77 der American Airlines kommt vom Kurs ab und vollzieht über Südohio/Nordostkentucky eine Südwendung um 180 Grad.

8:57 Uhr: Die FAA setzt das Militär formell davon in Kenntnis, daß Flug 11 ins World Trade Center gekracht ist. Bis zu diesem Zeitpunkt wußten die beiden F-15-Jagdflugzeuge vom Stützpunkt Otis nichts von diesem Ereignis, obwohl NORAD bereits zehn Minuten zuvor auf dem laufenden war. Warum dauerte es zehn Minuten, bis man die Meldung an die beiden Flieger weiterleitete? Und erfahren diese auch, daß Flug 175 seinen Kurs jäh geändert hat und seit acht Minuten direkt auf New York City zufliegt? Ach woher.

8:59 Uhr: Flug 77 der American Airlines hat seine Kehrtwendung um 180 Grad vollzogen und fliegt direkt zurück in Richtung Washington D. C. sowie das Pentagon, von dem es noch 330 Meilen entfernt ist.

9:00 Uhr: Die Betriebsaufsicht von United Airlines hat eine das ganze System umfassende Botschaft ausgesandt, in der die Piloten vor potentiellen »Eindringlingen ins Cockpit« gewarnt werden. Flug 93 der United Airlines, der sich über Pennsylvania befindet, entgegnet: »Nachricht erhalten.«

9:00 Uhr: Das letzte Radarsignal von Flug 175 der United Airlines wird in einer Höhe von 18.000 Fuß verzeichnet. Die Maschine setzt zum Tiefflug an, mit einer Geschwindigkeit über Grund von 885 km/h.

9:00 Uhr: Die FAA beginnt, sämtliche Passagierflugzeuge zu kontaktieren, um sie vor Entführern zu warnen.

9:00 Uhr: Das Pentagon erhöht seine Alarmbereitschaft um einen Grad von Normal auf Alpha. Eine weitere Erhöhung erfolgt bis nach dem Einschlag von Flug 77 im Pentagon nicht.

9:01 Uhr: Präsident Bush gibt folgende Erklärung ab: »Und ich saß vor dem Klassenzimmer und wollte eben hineingehen, als ich ein Flugzeug sah, das in den Turm flog - das Fernsehen war offenbar eingeschaltet, und da ich selber Pilot war, sagte ich: "Das ist ein schrecklicher Pilot." Und ich sagte: "Es muß ein fürchterlicher Unfall gewesen sein." Doch dann führte man mich weg - ich hatte wenig Zeit zum Nachdenken.« Bush kann aber ganz unmöglich gesehen haben, wie das erste Flugzeug das World Trade Center traf, denn die einzige Videoaufnahme, die den Aufprall zeigt, wurde erst später im Fernsehen gezeigt. Wie kam Bush also dazu, sich dergleichen aus den Fingern zu saugen?

9:02:54 Uhr: Flug 175 der United Airlines saust in die Südseite des Südturms des World Trade Center. Der Aufprall erfolgt in der Zone zwischen dem 78. und dem 84. Stockwerk, und zwar mit einer Geschwindigkeit von über 500 Meilen pro Stunde. Teile des Flugzeugs einschließlich eines Motors durchdringen das ganze Gebäudes und fallen auf dessen Nordseite sechs Blöcke weiter auf den Boden.

Als Flug 175 den Südturm traf, sandte es, so Lerner-Lam, »Vibrationen aus, die durch das ganze Gebäude liefen, durch seine Grundfesten bis in den Boden«. Seismographen in Lamont-Doherty und anderswo gaben an, die Vibrationen hätten einem Erdbeben von Stärke 0,7 entsprochen. NORAD gibt an, zum Zeitpunkt des Aufpralls von Flug 175 im World Trade Center, also um 9:02:54 Uhr, seien die beiden F-15-Maschinen vom Stützpunkt Otis noch 71 Meilen entfernt gewesen. Dies bedeutet, daß sie im Schnitt lediglich mit 23,9% ihrer Höchstgeschwindigkeit geflogen sind, während sie sich anschickten, Flug 175 abzufangen.

Otis ist 153 Meilen vom World Trade Center entfernt. Die Höchstgeschwindigkeit eines Jagdflugzeugs vom Typ F-15 beläuft sich auf 1875+ Meilen pro Stunde. 153 Meilen minus 71 Meilen macht nach Adam Riese 82 Meilen, die in den 11 Minuten zwischen 8:52 Uhr und 9:03 Uhr zurückgelegt wurden. Die Fluggeschwindigkeit war also 447,3 Meilen pro Stunde. Teilt man diesen Wert durch 1875 Meilen pro Stunde, so gelangt man zum Ergebnis, daß die Flugzeuge mit nur 23,9% ihrer Höchstgeschwindigkeit flogen. Selbst wenn man berücksichtigt, daß eine Maschine einige Augenblicke braucht, um ihre Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, ist dieses langsame Flugtempo unerklärlich.

Die folgenden Zitate entstammen einem am 30. August 2002 veröffentlichten BBC-Beitrag. Die zwei entsandten F-15-Piloten berichteten den Journalisten gegenüber, wie sehr sie sich nach dem Einschlag des ersten Flugzeugs im World Trade Center bemüht hätten, rasch nach New York zu kommen. "Duff" und "Nasty" erinnerten sich, daß sie nur noch Minuten von diesem entfernt waren, als das zweite Flugzeug einschlug. Pilot Duff sagte:[10]

»Ich habe mich lange gefragt, was geschehen wäre, hätten wir den Einsatzbefehl rechtzeitig bekommen. Im Geist haben wir den Flug tausendmal nachvollzogen, und ich weiß nicht, was wir hätten tun können, um rascher hinzukommen.«

Vielleicht wäre es hilfreich gewesen, ein wenig schneller zu fliegen als mit 23,9% der Höchstgeschwindigkeit? Ein weiteres Zitat von Generalmajor Paul Weaver.[11]

»Die F-15-Piloten flogen wie vom Affen gebissen und erreichten über 500 [sic!] Meilen pro Stunde, waren aber nicht in der Lage, das Passagierflugzeug [Flug 175] einzuholen.«

Das einzige Passagierflugzeug, daß sich ohne IFF-Transpondersignale in der Luft befindet, ist nun Flug 77 der American Airlines, der soeben über Süd-Ohio/Nordost-Kentucky eine Kehrtwendung um 180 Grad vollzogen hat und seit 8:59 Uhr direkt zurück Richtung Washington mit seinem Pentagon fliegt. Warum wurden die beiden Abfangjäger, die noch 71 Meilen von New York und dem World Trade Center weg waren, jetzt nicht sofort umgeleitet, um die einzige noch in der Luft befindliche gefährliche Maschine abzufangen, nämlich Flug 77 der American Airlines? Die beiden F-15 hätten Washington schon lange erreicht, ehe Flug 77 34 Minuten später, um 9:37, Uhr ins Pentagon donnerte. Schließlich besteht die Aufgabe der auf Otis stationierten Jäger darin, den Himmel von Washington D. C. aus in nördlicher Richtung zu schützen. Angesichts der Tatsache, daß ihre Höchstgeschwindigkeit bei 1875+ Meilen pro Stunde liegt, hätten die zwei F-15 die ca. 300 Meilen, die sie von der Hauptstadt trennten, in etwa 11 Minuten zurücklegen können. Es hätte ausgereicht, mit Höchstgeschwindigkeit zu fliegen, und sie wären 23 Minuten vor Flug 77 über dem Pentagon gewesen. Doch nicht genug damit: Selbst wenn sie lediglich mit der gleichen Geschwindigkeit geflogen hätten, mit der sie laut NORAD die letzten 71 Meilen bis zum World Trade Center zurückgelegt hatten (532.5 Meilen pro Stunde oder 28,4% der Maximalgeschwindigkeit), hätten sie den Wettflug zum Pentagon gewonnen. Warum erhielten die beiden F-15 keinen Befehl, schleunigst das einzige noch in der Luft befindliche Flugzeug abzufangen, von dem man wußte, daß es entführt worden war, und das schnurstracks auf die amerikanische Hauptstadt zusteuerte?

Doch das ist noch lange nicht alles. Warum haben die zwei F-15, die das World Trade Center um 9:11 Uhr erreichten und inzwischen wußten, daß Flug 77 seit 12 Minuten Washington ansteuerte, keinen Versuch unternommen, diese Maschine abzufangen? Ihnen standen bis zum Zeitpunkt, wo letztere das Pentagon traf (9:37 Uhr), immer noch satte 26 Minuten zur Verfügung. Es hätte ausgereicht, mit 576,9 Meilen pro Stunde oder 30,8% der Höchstgeschwindigkeit zu fliegen. Wofür bezahlen wir diese Herrschaften eigentlich?

Führen wir unseren Gedankengang weiter. Die beiden F-15 hätten bis 9:26 Uhr über dem Himmel von New York verharren und erst dann Kurs auf Washington nehmen können, um die Hauptstadt samt dem Pentagon zu schützen. Zu jener Zeit nahm Flug 77 seit immerhin 27 Minuten Kurs auf Washington; seit genau einer halben Stunde war sie vom Kurs abgekommen, und ihr Transponder sendete keine Signale mehr aus. Mit Höchstgeschwindigkeit fliegend, hätten die F-15 das Pentagon in knapp zehn Minuten erreicht und wären Flug 77 immer noch um eine Minute zuvorgekommen. Warum geschah dies alles nicht, ihr Herren von NORAD?

Ein sehr interessanter Videofilm zeigt möglicherweise, wie eine F-15 in der Nähe des World Trade Center herumfliegt, gerade als Flug 175 in den Südturm donnert. Warum spricht niemand von diesem Video?[12]

9:03 Uhr: Das Luftverkehrskontrollzentrum Boston ordnet den Stop sämtlicher Flüge von den ihm unterstehenden Flugplätzen in den gesamten New Yorker Luftraum an.

9:05 Uhr: Andrew Card tritt an Bush heran, während sich dieser zusammen mit 16 Schulkindern und deren Lehrerin Sandra Kay Daniels in der Emma E. Booker Elementary School in Sarasota, Florida, eine Geschichte über eine Ziege anhört. Card flüstert dem Präsidenten ins Ohr: »Ein zweites Flugzeug hat das World Trade Center getroffen. Amerika wird angegriffen.« Bush (unseres Wissens doch immerhin Oberkommandierender der US-Streitkräfte) läßt sich zusammen mit den Kindern noch wenigstens weitere sieben, wenn nicht gar achtzehn Minuten lang die Ziegengeschichte erzählen. Warum er sich nicht gleich von den Kindern verabschiedet und auf die dramatische Lage reagiert hat, ist vollkommen unlogisch und unerklärlich.

Dies alles hätte einfach nicht passieren dürfen. Folgendes hätte geschehen müssen: Sobald der Geheimdienst vom Einschlag des Flugs 175 ins World Trade Center erfuhr (im Bewußtsein, daß es sich um einen "terroristischen Akt" handelte), hätte er Bush sofort zu einem geheimen Ort bringen sollen. Es ist schlicht nicht vorstellbar, daß der Geheimdienst Bush an einem Ort - in diesem Fall in der erwähnten Schule - bleiben ließ, wo seine Anwesenheit allgemein bekannt war.

9:05 Uhr: Die Flugkontrolle von West Virginia bemerkt ein neues, in Richtung Osten fliegendes Flugzeug, das ohne Funkkontakt und ohne Transponder-Identifizierung in ihre Radarzone eindringt. Man ist sich nicht sicher, ob es sich um Flug 77 der American Airlines handelt. Angeblich warteten die Herrschaften volle 19 Minuten lang, ehe sie NORAD ins Bild setzten.

Warum hatte NORAD bis 9:05 Uhr keine Jäger aufsteigen lassen, um Washington zu schützen? Wie war solch ein groteskes Versäumnis überhaupt möglich? Zu jenem Zeitpunkt hatten bereits zwei Passagierflugzeuge das World Trade Center getroffen. Neun Minuten zuvor hörte der Transponder von Flug 77 der American Airlines auf zu funktionieren; die Maschine hatte eine Wendung von 180 Grad vollzogen und flog seit sechs Minuten direkt auf die US-Hauptstadt zu. Vielleicht wäre es nun wirklich an der Zeit gewesen, sich in Erinnerung zu rufen, daß Washington neben New York in den Vereinigten Staaten das verlockendste Ziel für Terroristen darstellt. Doch nein, man reagiert auch weiterhin nicht.

9:06 Uhr: Das Startverbot für Flugzeuge wird auf den ganzen Nordosten von Washington bis Cleveland ausgedehnt. Das Luftverkehrskontrollzentrum außerhalb von Washington informiert sämtliche mit der Luftfahrt in Verbindung stehenden Institutionen landesweit über die vermutete Entführung von Flug 11.

9:06 Uhr: Die FAA setzt das Militär formell davon in Kenntnis, daß Flug 175 der United Airlines entführt worden ist.

9:08 Uhr: Die FAA erteilt allen in der Luft befindlichen Flugzeugen Anweisungen, den New Yorker Luftraum zu verlassen und ordnet die Annullierung sämtlicher geplanten Flüge Richtung New York an.

9:10 bis 9:20 Uhr: Flug 93 der United Airlines wird entführt.

9:11 Uhr: Die beiden F-15 Eagles vom Luftwaffenstützpunkt Otis haben New York City und das World Trade Center endlich erreicht. Sie haben also 19 Minuten benötigt, um die 153 Meilen zwischen Otis und dem World Trade Center zurückzulegen, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 483,2 Meilen pro Stunde oder 25,8% der Höchstgeschwindigkeit von 1875+ Meilen pro Stunde entspricht. Ein Mindestmaß an mathematischen Kenntnissen enthüllt die Fadenscheinigkeit der von NORAD in seiner Presseerklärung vom 18. September vorgebrachten Argumente.

9:12 Uhr: Die FAA unterrichtet das Militär formell darüber, daß Flug 175 der United Airlines das World Trade Center getroffen hat.

9:15 Uhr: American Airlines untersagt jegliche neuen Abflüge in den USA.

9:16 bis 9:20 Uhr: Die FAA teilt NORAD mit, daß Flug 93 der United Airlines entführt worden ist. (Laut der Pittsburgh Post-Gazette war der genaue Zeitpunkt 9:20 Uhr.) Weder sofort noch später werden irgendwelche Jäger als Reaktion in die Luft beordert. Daß die beiden F-15-Maschinen, die sich zuvor auf die Jagd nach Flug 77 gemacht hatten, nun Flug 93 abzufangen versuchten, ist ausgeschlossen. Aus der von NORAD selbst erstellten zeitlichen Rekonstruktion der Geschehnisse geht unerklärlicherweise nicht hervor, wann man dort von der FAA über die letzte Entführung informiert wurde. Es handelt sich um das einzige der vier Flugzeuge, für das diesbezügliche Angaben fehlen. Weshalb?

9:17 Uhr. Die FAA erläßt ein Startverbot für alle Flugplätze in der Gegend um New York City.

9:20 Uhr: United Airlines ordnet ein Startverbot für das ganze Territorium der USA an.

9:21 Uhr: Die Hafenbehörde von New York City befiehlt die Schließung sämtlicher Brücken und Tunnels in der Gegend von New York City.

9:22 Uhr: Ein von einem Erdbebenmonitor in Südpennsylvania, 60 Meilen von Shanksville entfernt, registrierter Überschallknall geht vermutlich auf ein Jagdflugzeug zurück, das die Schallgrenze überschritten hat.[13]

9:23 Uhr: Bush führt Telefongespräche mit Cheney, seiner nationalen Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice, FBI-Chef Robert Mueller sowie Gouverneur George Pataki von New York. Warum hat Bush von 9:05 Uhr (als ihm Card mitteilte, Flug 175 sei im World Trade Center eingeschlagen) bis 9:23 Uhr gewartet, bis er sich endlich ans Telefon bequemte? Er hat den Jägern immer noch keine Erlaubnis zum Abschuß jedweder feindlichen Passagierflugzeuge erteilt. Um Flugzeuge abzufangen, brauchen Jäger natürlich keine spezielle Genehmigung - dies hätten sie tun sollen, oder wußten sie etwa nicht Bescheid darüber?[14] -, doch zum Abschuß eines Passagierflugzeugs braucht es einen Befehl vom Präsidenten. Worauf wartete Bush eigentlich noch?

9:24 Uhr: Die FAA teilt NORAD mit, daß Flug 77 der American Airlines entführt worden ist. Sie hat mit dieser Maschine den Kontakt verloren, als das Transponder-Signal um 8:56 Uhr aufhörte. Warum hat die FAA 28 Minuten lang zugewartet, ehe sie NORAD über die Entführung in Kenntnis setzte? Rätsel über Rätsel!

9:24 Uhr: NORAD erteilt dem ersten Abfanggeschwader auf der Langley Air Force Base in Hampton, Virginia, den Befehl zur Entsendung zweier, möglicherweise dreier F-16-Kampfflugzeuge. Diesmal wartet die Organisation also keine sechs Minuten mehr ab, bis sie die Konsequenzen aus der eben erhaltenen Botschaft zieht. Langley liegt 130 Meilen südlich von Washington D. C. und dem Pentagon. Die Maximalgeschwindigkeit der F-16 beläuft sich auf 1500 Meilen pro Stunde.

Weswegen erhielt Langley den Befehl zur Entsendung der Flugzeuge nicht um 8:20 Uhr oder um 8:40 Uhr oder um 8:46:26 Uhr oder allerspätestens um 9:02:54 Uhr? Wie konnte es NORAD einfallen, nach dem Einschlag von Flug 175 in den Südturm noch 21 Minuten zu zaudern, bevor Langley endlich um 9:24 Uhr den Einsatzbefehl erhielt?

Dies allein beweist klipp und klar, daß an der offiziellen Version der Ereignisse des 11. September etwas nicht stimmt; an dieser Erkenntnis führt kein Weg vorbei.

Unbegreiflicherweise wurde die Andrew Air Force Base, die nur ca. elf Meilen vom Pentagon entfernt ist und über zwei Abfanggeschwader verfügt, niemals zur Entsendung auch nur eines einzigen Flugzeugs aufgefordert, bis das ganze Drama vorüber war. Die Besatzung dieses Stützpunkts muß folglich angewiesen worden sein, sich untätig zu verhalten. Dasselbe gilt für sämtliche wenigstens 35 Luftwaffenbasen, die sich nahe genug am Ort der Geschehnisse befanden, um diese zu verhüten. Sie alle hatten den Befehl zur Untätigkeit erhalten.

9:25 Uhr: Luftverkehrskontrolleure unterrichten den Geheimdienst der Vereinigten Staaten, daß sich Flug 77 der American Airlines der Hauptstadt Washington nähert.

9:26 Uhr: Die FAA ordnet ein landesweites Flugverbot an. Sämtliche bereits gestarteten internationalen Flüge erhalten Order, in Kanada zu landen.

9:26 Uhr: Barbara K. Olsen, Passagierin des Flugs 77, ruft ihren Gatten, Generalstaatsanwalt Theodore Olsen, abermals im Justizministerium an, um ihn über die Entführung auf dem laufenden zu halten. Sie berichtet ihm von den Entführern und sagt aus, diese hätten Passagiere und Piloten im hinteren Flugzeugteil zusammengetrieben. Abermals ist sie die einzige Person, die von Flug 77 anruft. Ist es nicht höchst seltsam, daß von diesem Flugzeug nur eine einzige Anruferin durchkam, aber dafür gleich zweimal?

9:28 Uhr: United Airlines Flug 93: Durch ein offenes Mikrofon an Bord hört man, wie jemand sagt: »Schert euch bloß weg von hier!«

9:28 Uhr: United Airlines Flug 93: »Es treten die ersten hörbaren Anzeichen von Problemen auf, im Cockpit vernimmt man Hintergrundgeräusche.« Fluglotsen hören über ein offenes Mikrophon Schreie und Geräusche, die auf ein Handgemenge hindeuten. Dann hört man die Entführer auf arabisch miteinander reden. Doch geschieht dies alles wenigstens acht, vielleicht gar zwölf Minuten, nachdem die Entführer das Cockpit übernommen haben.

9:30 Uhr: Zwei, eventuell drei F-16-Flugzeuge des Modells Fighting Falcon mit dem Codenamen Huntress heben vom Stützpunkt Langley ab und fliegen zunächst Richtung New York City. Ein paar Minuten nach ihrem Start ereignet sich laut General Haugen folgendes: »Eine Person kam ans Funkgerät, gab sich als Angehöriger des Geheimdienstes aus und sagte: "Ich will, daß ihr das Weiße Haus um jeden Preis schützt."« Die F-16 änderten ihren Kurs und flogen nun auf Washington zu. Da sowohl Washington als auch New York nördlich von Langley liegen, und sich die Kursänderung wenige Minuten nach dem Abflug vollzog, kann dies kein Grund dafür gewesen sein, daß diese F16-Jäger so langsam flogen.

Warum wurden diese Jäger zuerst nach New York entsandt, wenn Flug 77 der American Airlines doch seit bereits mindestens 31 Minuten schnurstracks auf Washington zuflog und der Transponder der Maschine sowie die anderen Kommunikationssysteme schon seit 34 Minuten ausgeschaltet waren? Es gibt inzwischen keine anderen Passagierflugzeuge mehr, die mit ausgeschalteten Transpondern irgendwohin fliegen. Um 9:25 Uhr haben die Fluglotsen den Geheimdienst der USA in Washington bereits darüber informiert, daß Flug 77 sich der Hauptstadt unerbittlich nähert. Warum düsen die F-16-Jäger unter diesen Umständen erst nach New York?

9:30 Uhr: Bush hält aus der Emma E. Booker Elementary School in Sarasota, Florida, eine Ansprache an die Nation. Er sagt, das Land sei zur Zielscheibe eines »anscheinend terroristischen Anschlags« geworden, und es habe sich eine »nationale Tragödie« ereignet. Er werde, so kündet er an, »die Personen, welche diesen Akt begangen haben«, zur Strecke bringen, und fügt hinzu:[15]

»Der Terrorismus gegen unsere Nation wird keinen Erfolg haben.«

Es war dies ein Echo der Worte, die sein Vater, George H. W. Bush, einige Tage nach der irakischen Besetzung Kuwaits im August 1990 von sich gegeben hatte. »Sie werden damit keinen Erfolg haben«, hatte der alte Bush damals gesagt, und nach der Meinung seines Sohns war das eines seiner größten Augenblicke gewesen.

Während seiner Ansprache an die Nation versprach Bush ferner eine umfassende Untersuchung des Angriffs. Nun, heute, 16 Monate später, nachdem Bush alles in seinen Kräften Stehende zur Verhinderung einer Untersuchung getan hat, ist endlich eine solche in Gang gekommen. Daß Henry Kissinger und George Mitchell als Vorsitzender und Vizevorsitzender des Komitees zurückgetreten sind, ist hochinteressant. Die Ernennung des Killers Kissingers zum Leiter der Untersuchungskommission war natürlich eine Garantie dafür gewesen, daß diese vor keinen noch so schmutzigen Tricks zurückschrecken würde. Hat Kissinger den Handschuh geworfen, weil einige seiner Kunden Gefahr liefen, entlarvt zu werden und vor dem Richter zu landen? Lag da vielleicht ein Interessenkonflikt vor, Henry?

Bushs Ansprache an die Nation hätte mindestens 15 bis 20 Minuten früher erfolgen müssen. Doch natürlich hatte der Präsident zuvor wichtigeren Aufgaben gefrönt. Er lauschte ja mit den ABC-Schützen wenigstens bis 9:12 Uhr, möglicherweise gar bis 9:23 Uhr, gebannt der Ziegengeschichte.

9:30 Uhr: United Airlines ordnet die Landung aller ihr unterstehenden Flüge auf amerikanischem Boden an.

9:32 Uhr: Geheimdienstagenten schneien in Cheneys Büro im Weißen Haus herein. Sie stützen ihn unter den Armen, wobei sie ihn beinahe vom Erdboden hochheben, und schleppen ihn in den Untergrundbunker im Keller des Weißen Hauses. Warum haben sie so lange damit zugewartet?

9:32 Uhr: Die New Yorker Börse wird geschlossen.

9:33 Uhr: Laut der New York Times brach der Kontakt mit Flug 77 der American Air Lines um 8:56 ab, als der Transponder jener Maschine verstummte. Die Luftverkehrskontrolle Washington sieht auf den Radarschirmen einen sich rasch bewegenden Fleck und sandte eine Warnung an den Dulles Airport in Washington. Ist es überhaupt denkbar, daß ein Flugzeug im amerikanischen Flugraum für volle 37 Minuten einfach verschwindet?

9:35 Uhr: Flug 93 der United Airlines kommt bei Cleveland, Ohio, vom Kurs ab, vollzieht eine Schwenkung um 135 Grad und fliegt nun Richtung Südosten. Die Maschine befindet sich 375 Meilen von Newark, New Jersey, entfernt. Von ihrem neuen Ziel, Washington, trennen sie noch 280 Meilen. Laut der Nachrichtensendung ABC News funkte kurz vor der Richtungsänderung dieses Flugzeugs jemand im Cockpit und ersuchte die FAA um einen neuen Flugplan mit Bestimmungsort Washington. Dies hätte alle Alarmglocken läuten lassen sollen, da ein Flugzeug, das sich in Not befinden, normalerweise den nächstgelegenen Flughafen anpeilt.

9:35 Uhr: Die ersten American-Airlines-Flüge beginnen auf Flughäfen in den USA zu landen.

9:36 Uhr: Der Ronald Reagan Washington National Airport erteilt einem eben von der Andrew Air Force Base gestarteten Militärflugzeug des Modells 130, einen Versuch zur Identifizierung von Flug 77 der American Airlines zu unternehmen. Die C130 meldet, es handle sich um eine Boeing 767, die sich in geringer Höhe und mit großer Geschwindigkeit bewege.

9:37 Uhr: Flug 77 verschwindet von den Radarschirmen und rast in die Westseite des Pentagon. Diese Sektion des Gebäudes enthält hauptsächlich unlängst renovierte, leere Büros. Laut dem Pentagon selbst erfolgte der Aufprall um 9:37 Uhr, nach anderen Berichten freilich später, um 9:40 oder um 9:43 Uhr, laut der New York Times gar um 9:45 Uhr.

Um 9:37 Uhr hatte NORAD gemeldet, die F-106-Jäger aus Langley seien immer noch 105 Meilen oder 12 Flugminuten vom Pentagon entfernt. Dies bedeutet unglaublicherweise, daß die Maschinen mit sage und schreibe 14,3% ihrer Höchstgeschwindigkeit flogen, während sie versuchten, Flug 175 vor seinem Aufprall im Pentagon anzufangen. Hätten die Maschinen ihre Höchstgeschwindigkeit eingehalten, so wären sie genau um 9:37 Uhr an Ort und Stelle gewesen.

Langley ist 130 Meilen vom Pentagon entfernt. Die Maximalgeschwindigkeit der F-16 beträgt 1500 Meilen pro Stunde. Zieht man von 130 Meilen 105 Meilen ab, so bleiben nach Adam Riese noch 25 Meilen übrig, die man in 7 Minuten zurücklegen konnte. Die um 9:30 gestarteten Maschinen hätten demnach um 9:37 am Ziel sein können. 60 Minuten dividiert durch 7 Minuten ergibt 8,57. Multipliziert man diesen Wert mit den 25 zurückgelegten Meilen, gelangt man zum Ergebnis, daß die Flugzeuge mit einer Geschwindigkeit von 214,3 Meilen pro Stunde geflogen sind, also mit 14,3% der Höchstgeschwindigkeit. Wie in drei Teufels Namen konnten diese beiden F-16 bloß bei der Jagd auf Flug 77 mit einem Siebtel ihrer Höchstgeschwindigkeit fliegen? Selbst wenn es stimmt, daß sie zuerst Kurs auf New York einschlugen, liefert dies keine Erklärung für ihr unglaublich langsames Tempo, da sie schon wenige Minuten nach ihrem Abflug Befehl zur Kursänderung auf Washington bekamen und sowohl Washington als New York fast genau gleich weit nördlich von Langley liegen.

Von den sieben rund um die Uhr voll einsatzbereiten Luftwaffenstützpunkten lagen weitere drei in Reichweite Washingtons: Tyndall AFB in Panama City, Florida, liegt 800 Meilen von der Hauptstadt entfernt; nach ihrem Start und dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit hätten die dortigen Flugzeuge Washington in 35 bis 40 Minuten erreichen können. Homestead ARB in Florida trennen 1000 Meilen von der Hauptstadt, die, war die Höchstgeschwindigkeit erst einmal erreicht, in 45 bis 50 Minuten zu erreichen gewesen wäre. Schließlich beträgt die Entfernung zwischen Washington und Ellington ANG in Houston, Texas, 1250 Meilen, und diese Distanz wäre in 55 bis 60 Minuten zu überbrücken gewesen.

Man wird sich erinnern, daß NORAD um 8:40 Uhr von der FAA über die Entführung von Flug 11 und um 8:43 Uhr über die Entführung von Flug 175 unterrichtet worden war. NORAD räumt somit ein, volle 54 Minuten vor dem Einschlag von Flug 77 ins Pentagon über die Entführung beider Maschinen Bescheid gewußt zu haben. Ganz abgesehen von Otis ANG, das (um 8:52 Uhr) bereits Jagdflugzeuge entsandt hatte, und Langley AFB (das seinen Abfangjägern um 9:24 den Startbefehl erteilte; um 9:30 waren sie dann in der Luft), hätten Kampfflugzeuge von Tyndall AFB und Homestead ARB vor Flug 77 am Pentagon sein können; jene von Ellington ANG besaßen zumindest eine Außenseiterchance. Selbstverständlich hätten zumindest die beiden Basen in Florida, Tyndall und Homestead zur Entsendung von Maschinen nach Sarasota aufgefordert werden müssen, wo sich der Präsident befand, doch unverständlicherweise unterblieb dies.

Um 8:56 Uhr war der Transponder von Flug 77 der American Airlines verstummt, also 41 Minuten vor dem Einschlag im Pentagon. Neben jenen von Otis und Langley hätten auch die Jäger von Tyndall rechtzeitig an Ort und Stelle sein können.

9:38 Uhr: Flug 93 der United Airlines vollendet seine Schwenkung um 135 Grad und fliegt nun direkt auf Washington zu.

9:40 Uhr: Der Transponder von Flug 93 verstummt.

9:40 Uhr: Verkehrsminister Norman Y. Mineta, der vom Weißen Haus in den Bunker bestellt worden ist, stand in permanenter Verbindung mit dem Operationszentrum der Federal Aviation Administration und verfolgte, wie Flug 77 auf Washington zusteuerte, wobei alle sieben Sekunden Radarsignale gesendet wurden. Man meldete, die Maschine sei noch 50 Meilen entfernt, dann noch 30 Meilen, dann noch 10 Meilen - bis man im Bunker erfuhr, daß es im Pentagon eine Explosion gegeben hatte.

Mineta schrie Monte Belger von der FAA durchs Telefon an: »Monte, hol alle Flugzeuge vom Himmel.« Es war dies ein beispielloser Befehl, denn damals befanden sich 4.546 Flugzeuge in der Luft. Belger, stellvertretender und handlungsbevollmächtigter Verwalter der FAA, erinnerte Mineta daran, daß die Piloten von Passagierflugzeugen in solchen Fällen die Befugnis besitzen, selbst zu entscheiden. »Wir überlassen es dem jeweiligen Piloten, ob die Flugzeuge landen«, sagte Belger dem Minister. »Ich scheiße auf die Befugnis der Piloten«, heulte Mineta. »Sorgen Sie gefälligst dafür, daß diese gottverdammten Flugzeuge landen!«

Die FAA untersagte sämtliche Abflüge von amerikanischen Flughäfen und wies alle in der Luft befindlichen Flugzeuge an, auf dem nächsten Flughafen zu landen. Kein Zivilflugzeug durfte sich mehr in die Luft erheben. Nur militärische und medizinischen Zwecken dienende Flüge waren noch erlaubt.

9:42 Uhr: Mark Bingham, Passagier von Flug 93, ruft seine Mutter an: »Mama, hier spricht Mark Bingham« sagt er nervös. »Du sollst wissen, daß ich dich liebe. Ich rufe vom Flugzeug aus an. Wir sind entführt worden. Es sind drei Männer an Bord, die behaupten, sie hätten eine Bombe.«

9:45 Uhr: Bushs Fahrzeugkolonne verläßt die Emma E. Booker Elementary School in Sarasota und begibt sich zum Präsidentenflugzeug auf dem Sarasota-Bradenton International Airport.

9:45 bis 9:48 Uhr: Das Kapitol sowie das Weiße Haus werden evakuiert.

9:47 Uhr: US-Militärbefehlshaber in aller Welt erhalten den Befehl, ihre Alarmbereitschaft um vier Punkte auf "Delta" zu erhöhen, was der Höchststufe entspricht. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld erhöht die Kampfbereitschaft der USA auf Stufe DefCon 3, die höchste seit dem arabisch-israelischen Krieg von 1973. Hochrangige US-Beamte senden auch eine Botschaft an die Russen, die eben mit Militärmanövern in der Nähe von Alaska beginnen wollen und bitten sie um eine Überdenkung ihrer Pläne.

9:49 Uhr: Die F-16-Maschinen aus Langley erreichen endlich Washington, wo sie über der Stadt patrouillieren. Sie haben 19 Minuten benötigt, um vom 130 km südlich gelegenen Langley zur Hauptstadt zu fliegen. Hätten sie Höchstgeschwindigkeit eingehalten, so wären sie ungefähr um 9:37 Uhr dort gewesen, also zu jenem Zeitpunkt, zu dem das Pentagon von Flug 77 getroffen wurde.

Daß sie Washington erst um 9:49 erreichten, weist darauf hin, daß ihre Durchschnittsgeschwindigkeit bei lediglich 410,5 Meilen pro Stunde lag. Bei ihrem Versuch, die Hauptstadt der Nation zu schützen, flogen die Piloten also nur mit 27,4% ihrer Maximalgeschwindigkeit. (Diese beträgt 1500 Meilen pro Stunde. 60 Minuten dividiert durch 19 Minuten ergibt 3,16. Multipliziert man diesen Wert mit 130 Meilen, so kommt man auf 410,5 Meilen pro Stunde, was 27,4% von 1500 Meilen pro Stunde entspricht.)

Die F-16 sind um 9:30 gestartet, d.h. 43 Minuten nach dem Aufprall von Flug 11 im Nordturm und 27 Minuten nach jenem von Flug 175 im Südturm. In voller Kenntnis dieser Tatsache fliegen die Piloten mit 27,4% ihrer Höchstgeschwindigkeit, um Flug 77 abzufangen und eine ähnliche Tragödie in Washington zu verhüten! Wie erklärt sich dies?

Wozu dient überhaupt eine Höchstgeschwindigkeit von 1875+ bzw. 1500 Meilen pro Stunde, wenn die Flugzeuge zu einem Zeitpunkt, wo man sie dringend braucht, weil die USA angegriffen werden, nur mit einem Viertel dieses Tempos fliegen?

Betonen wir es nochmals: Die US-Luftwaffe ist die technologisch fortgeschrittenste und überlegenste militärische Streitkraft, welche die Menschheit je gekannt hat. Nichtsdestoweniger will man uns einreden, wir hätten an jenem Morgan keinerlei andere Kampfflugzeuge gehabt, die sich weniger als 1000 Meilen von New York City und Washington entfernt auf Routinepatrouillen oder Trainingsflügen befunden haben. Ich habe mit etlichen Angehörigen der Luftwaffe gesprochen, und alle haben mir bestätigt, daß dergleichen ein Ding der Unmöglichkeit ist. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt gibt es Kampfflugzeuge, die Routinepatrouillen fliegen oder an Übungen teilnehmen. Wo waren sie am 11. September 2001?

Schließlich: Weswegen hat sich die Luftwaffe nicht an ihre Standardprozeduren gehalten und sogleich Flugzeuge entsandt, um wenigstens eine der vier entführten Maschinen abzufangen, wie man es für den verstorbenen großen Golfspieler Payne Stewart getan hat, als sein Lear Jet vom Kurs abkam? Immerhin ging es diesmal nicht um einen bedauerlichen Zwischenfall in Oshkosh, Wisconsin, sondern um New York City und die US-Hauptstadt Washington. Erstere Stadt war eine Stunde und dreiundzwanzig Minuten vollkommen ungeschützt (von 8:14 bis 9:37 Uhr), letztere eine Stunde und fünfunddreißig Minuten - und dies in einem Land, dessen Luftwaffe jener aller anderen Länder turmhoch überlegen ist. Warum war diese Luftwaffe am 11. September zahnlos?

Die beiden entsandten Jägergruppen, die F-15 von Otis und die F-16 von Langley, wurden nur zu Dekorationszwecken in die Luft beordert. Die Öffentlichkeit sollte den Eindruck erhalten, die Piloten hätten tapfer versucht, die vier entführten Maschinen abzufangen. Dies ist die einzig mögliche Erklärung. Unsere Luftwaffe hatte am 11. September den Befehl erhalten, nichts zu tun.

9:55 Uhr: Bush erreicht den Sarasota-Bradenton International Airport und besteigt die Präsidentenmaschine.[16]

9:55 Uhr: Im Bunker des Weißen Hauses sagt ein militärischer Assistent zu Cheney: »Ein vom Kurs abgekommenes Flugzeug befindet sich 80 Meilen von hier. Wir haben ein Kampfflugzeug in der Gegend. Sollen wir ihm den Befehl erteilen, die Maschine zu stellen?« Cheney bejaht die Frage sofort. Während sich das Kampfflugzeug dem Flug 93 der United Airlines immer mehr nähert, wird die Frage an Cheney zweimal wiederholt, und jedesmal antwortet er mit Ja.

9:59 Uhr: An Bord von Flug 93 der United Airlines kommt es zu einem Handgemenge zwischen Entführern und Passagieren. Eine Notrufzentrale in Pennsylvania erhält einen Anruf seitens eines Passagiers von Flug 93. Dieser sagt: »Wir werden entführt!«

9:58 Uhr: Ein aufgeregter Passagier an Bord von Flug 93 der United Airlines ruft die Notrufnummer 911 an. Er teilt dem Telefonisten - der Glen Cramer heißt - mit, er habe sich in einer der Toiletten eingeschlossen. Cramer sagte in einem am 11. September ausgestrahlten Bericht, der Passagier habe eine volle Minute lang gesprochen. »Wir werden entführt, wir werden entführt«, habe er in sein Mobiltelefon geschrien. »Wir haben uns dies mehrmals bestätigen lassen«, unterstrich Cramer, »und wir haben ihn gebeten, zu wiederholen, was er sagte. Er war ganz verzweifelt. Er sagte, seiner Meinung nach werde das Flugzeug abstürzen. Er habe eine Art Explosion gehört und weißen Rauch aus dem Flugzeug dringen sehen, wisse jedoch nicht wo. Und dann brach der Kontakt ab.« Es war dies der letzte Mobiltelefonanruf eines Passagiers der entführten Maschinen.

9:59 Uhr: Das Präsidentenflugzeug startet von Sarasota-Bradenton International Airport in Florida nach Washington, und zwar ohne zusätzlichen Militärschutz. Dies spricht jeder Logik Hohn. Zwei der sieben an jenem Tag voll einsatzbereiten Militärstützpunkte, deren Zweck im Schutz des nordamerikanischen Kontinents besteht, liegen in Florida. Die Homestead Air Reserve Base liegt 185 Meilen, die Tyndall Air Force Base in Panama City 235 Meilen von Sarasota entfernt. Diese beiden Stützpunkte hätten um 8:20 Uhr, oder um 8:40 Uhr, oder um 8:43 Uhr, oder um 8:46:26 Uhr, oder um 9:02:54 Uhr, oder um 9:24 Uhr, oder allerspätestens um 9:37 Uhr den Befehl erhalten müssen, ihre Jäger zu entsenden. Innerhalb von 16 bis 18 Minuten hätten sie in Sarasota sein können, um das Präsidentenflugzeug zu schützen. Selbst wenn man mit dem Einsatzbefehl an die Jäger bis 9:37 Uhr gezögert hätte, als das Pentagon getroffen wurde, hätten sie vier bis sechs Minuten vor dem Start der Präsidentenmaschine zur Stelle sein können. Was war mit den Jagdflugzeugen auf diesen beiden Stützpunkten los? Hatte man an jenem Morgen dringlichere Aufgaben zu erledigen als den Schutz des Präsidentenflugzeugs? Warum stellt außer mir niemand diese Fragen?

Am 30. August 2002 vermeldete BBC:[17]

»Unmittelbar nach den Terroranschlägen erhoben sich US-Kampfflugzeuge in die Luft, um Amerika gegen weitere Schläge zu verteidigen. Ihre Mission bestand darin, Präsident George W. Bush zu schützen und jedes entführte Flugzeug zu stellen, das ein anderes Ziel in den USA ansteuerte.«

9:59:04 Uhr: Der Südturm des World Trade Center stürzt plötzlich ein. Eine gewaltige Staub- und Schuttwolke senkt sich im Nu über Untermanhattan. Später heißt es, der Einsturz sei nicht direkt durch den Aufprall heraufbeschworen worden, sondern durch die große Hitze des brennenden Flugzeugtreibstoffs, welche die Stahlstützgerüste der Betonböden geschwächt habe. Die Türme wurden aber so gebaut, daß sie der Wucht einer in sie prallenden Boeing 707 widerstehen konnten. Die Boeing 767 trägt praktisch die gleiche Menge Treibstoff wie die Boeing 707.[18]

10:00 Uhr: Bill Wright sitzt am Steuer eines kleinen Flugzeugs. Ein Fluglotse bittet ihn, aus dem Fenster zu blicken. Er sieht Flug 93 der United Airlines in drei Meilen Entfernung - nahe genug, um das Wappen der United Airlines zu erkennen. Die Luftverkehrskontrolle fragt Wright, auf welcher Höhe sich die Maschine befinde, und weist ihn dann an, sich von ihr zu entfernen und sofort zu landen. Wright sah Flug 93 drei- oder viermal hin- und herschaukeln, bevor er dem Befehl stattgab. Er meint, vielleicht hätten die Entführer versucht, angreifende Passagiere zurückzuschlagen.

10:00 Uhr: NRC weist sämtliche Kernkraftwerke an, die höchste Alarmstufe zu verhängen.

10:01 Uhr: Die FAA erteilt den Startbefehl für F-16-Kampfflugzeuge in Toledo, Ohio. Obwohl dort keine Alarmbereitschaft rund um die Uhr herrscht, erheben sich die Jäger bereits nach 16 Minuten in die Luft - eine hervorragende Leistung. Freilich sind seit dem Absturz des letzten entführten Flugzeugs nun schon 11 Minuten vergangen.

Beachtung verdient folgende Tatsache: Daß keine Jäger von näher bei den entführten Flugzeugen befindlichen Basen entsendet worden sind, erklärt NORAD damit, das die Organisation lediglich Stützpunkte benutze, die Teil des NORAD-Verteidigungsnetzwerks bildeten (sieben dem Schutz des kontinentalen Teils der USA dienende Basen waren in ständiger Alarmbereitschaft). Der Stützpunkt Toledo gehörte nicht zum NORAD-Netzwerk und erhielt doch um 10:01 Uhr den Befehl zur Entsendung von Jagdflugzeugen. Warum war dies nicht schon mindestens eine Stunde zuvor geschehen? Könnte es womöglich sein, daß dies in der Tat der Fall gewesen war und jenes Flugzeug, das Flug 93 verfolgte, aus Toledo kam? Unbeachtet von den Medien, hat ein Seismologe vermeldet, um 9:22 habe es in West-Pennsylvania einen Überschallknall gegeben. Könnte es sich dabei um ein Kampfflugzeug gehandelt haben, das sich auf die Jagd nach Flug 93 machte?

10:02 Uhr: Nach einer Kontrolle von Radarbändern wird bei Shanksville, Pennsylvania, ein Radarsignal von Flug 93 der United Airlines entdeckt.

10:03 Uhr: Laut dem FBI verstummt der Cockpit-Stimmenrecorder, und Flug 93 der United Airlines stürzt bei Shanksville, Pennsylvania, in Somerset County ca. 80 Meilen südöstlich von Pittsburgh ab.

10:04 Uhr: Johnstown-Cambra County Airport meldet, daß Flug 93 der United Airlines sich 15 Meilen weiter südlich befinde.

10:06:05 Uhr: Gemäß seismologischen Daten stürzt Flug 93 der United Airlines bei Shanksville, Pennsylvania, in Somerset County ca. 80 Meilen südöstlich von Pittsburgh ab. Die Entfernung zu Washington beträgt 124 Meilen, die man bei 500 Meilen Stundengeschwindigkeit in ca. 15 Minuten zurücklegen kann. Ein Augenzeuge berichtet, er habe ein weißes Flugzeug gesehen, das einem Kampfflugzeug glich und unmittelbar nach dem Absturz über der Unglücksstelle seine Kreise zog.

Die F-16-Maschinen von Langley AFB haben Washington um 9:49 Uhr erreicht. Wie schon hervorgehoben, beläuft sich die Maximalgeschwindigkeit dieses Flugzeugtyps auf 1500 Meilen pro Stunde. Nachdem Flug 77 um 9:37 Uhr das Pentagon getroffen hat, befindet sich nur noch eine Maschine mit verstummtem Transponder in der Luft, und die fliegt schnurstracks Richtung Washington - Flug 93 der United Airlines. Wären die F-16 mit Höchstgeschwindigkeit geflogen, so hätten sie das entführte Passagierflugzeug innerhalb von 5 bis 8 Minuten gestellt, je nachdem, um wieviel Uhr sie gestartet waren. Warum haben sie keinen diesbezüglichen Versuch unternommen? Warum machten sie sich nicht schleunigst auf die Jagd nach dem einzigen noch in der Luft befindlichen entführten Flugzeug?

Lassen wir zum Schluß einen Fluglotsen des Pentagon zu Wort kommen:

»Während der ganzen Jahre, als ich beim Pentagon war, hätte so etwas nicht geschehen können. ATC-Radarbilder waren (und sind) in den unterirdischen Teilen des Pentagon verfügbar, und jedes Passagierflugzeug, das sich näher als 300 Meilen bei Washington befunden und plötzlich auf die Hauptstadt Kurs genommen hätte oder das seinen Transponder ausgeschaltet und auf Signale der Luftverkehrskontrolle nicht geantwortet hätte, wäre binnen Minuten von mit Überschallgeschwindigkeit fliegenden Jägern vom Luftwaffenstützpunkt Andrews AFB gestellt worden. Warum Andrews keine Jäger entsandt hat, will mir einfach nicht in den Kopf. Wenn wir früher innerhalb von sechs Minuten Kampfflugzeuge alarmieren und starten lassen konnten, so können wir dies auch heute noch.«

Bald nach dem 11. September setzte sich ein Fluglotse in New Hampshire über das Verbot hinweg, mit den Medien zu sprechen. Dem Vernehmen nach sagte er, ein F-16-Kampfflugzeug sei »Flug 93 der United Airlines dicht gefolgt«. Die F-16 »vollzog Kehrtwendungen um 360 Grad, um nahe bei dem Passagierflugzeug zu bleiben«. Der Jägerpilot müsse »alles gesehen haben«, meinte der Fluglotse zum Absturz von Flug 93.

Was ist mit unserem ersten Amendment passiert? Warum gibt es zu den Ereignissen des 11. September 2001 in den USA keine freie und offene Debatte? Ich, Mark Elsis, bin bereit, mit jedermann vor jedem beliebigen Forum darüber zu diskutieren. Gibt es einen unerschrockenen Kontrahenten, der mit mir die Klingen kreuzen und darüber debattieren will, was an jenem Tag tatsächlich geschehen ist?

© 8. Januar 2003


Anmerkungen

[1]Siehe www.norad.mil/newsreleases/news_rel_09_18_01.htm; siehe auch den AP-Artikel zur NORAD-Presseerklärung: www.attackonamerica.net/8minutesaway.htm
[2]www.warresisters.org/piechart.htm.
[3]www.af.mil/news/airman/1299/home2.htm.
[4]Auf folgender Website findet man die Namen der sieben in voller Alarmbereitschaft befindlichen sowie der weiteren 28 in Reichweite der Angriffsziele liegenden Luftwaffenstützpunkte: www.StandDown.net/USAFbases.htm.
[5]www.standdown.net/FAAStandardInterceptProcedures.htm.
[6]Man gehe zu www.attackonamerica.net/, dort weiter zur Sektion »Evidence« und dann weiter nach unten bis: AA11 Passenger List, UA 175 Passenger List, AA 77 Passenger List und UA 93 Passenger List. Man gehe zu jedem beliebigen dieser vier Links und zähle die Passagiere selbst.
[7]Boeing 767 Seating Charts: www.boeing.com/commercial/767family/pf/pf_seating_charts.html
Boeing 757 Seating Charts: www.boeing.com/commercial/757family/pf/pf_seating_charts.html.
[8]www.standdown.net/FAAStandardInterceptProcedures.htm
[9]»Jet [757 / 767] Could Wreck TMI [Three Mile Island], NCR [Nuclear Regulatory Commission] Admits«, www.AttackOnAmerica.net/JetCouldWreckNuclearNRCAdmits.htm.
[10]»US Considered "Suicide Jet Missions"«, news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/2222205.stm
[11]»National Guard Fighters Raced After 2 Airliners«, www.staugustine.com/stories/091601/ter_0916010027.shtml
[12]www.MyCountryRightOrWrong.net/F-15.htm
[13]www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=30682
[14]www.attackonamerica.net/ignorad.htm
[15]http://www.AttackOnAmerica.net/BushAtEmmaEBookerSchool.mov.
[16]Wir haben eine Videoaufnahme von Bush, wie er am Sarasota-Bradenton International Airport ankommt; darauf ist auch zu sehen, wie Air Force One startet. Man gehe zu: www.AttackOnAmerica.net/AirForceOneLeavingSarasota.ra
[17]news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/2222205.stm
[18]www.fema.gov/library/wtcstudy.shtm liefert eine detaillierte forensische Studie des Einsturzes der beiden Türme.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 7(3&4) (2003), S. 277-287.


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