Eine Übersicht über den Krieg gegen den Terrorismus

Von Jim Marrs

»Haß kann nicht Haß austreiben; das vermag nur Liebe.«

Dr. Martin Luther King Jr.

»Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.« Der Philosoph George Santayana

»Wir scheuen uns nicht, das amerikanische Volk mit unliebsamen Tatsachen zu konfrontieren, mit Ideen aus anderen Ländern, mit fremden Philosophien und rivalisierenden Wertsystemen. Denn eine Nation, die Angst davor hat, daß ihre Bevölkerung auf offenem Markt über wahr und falsch urteilt, ist eine Nation, die ihre Bevölkerung fürchtet.«

Präsident John F. Kennedy

Die Amerikaner zahlen jetzt allmählich den Preis dafür, daß sie im Geschichtsunterricht geschlafen, wichtige Informationen in den alternativen Medien ignoriert und es versäumt haben, an ihrem eigenen politischen Geschehen mitzuwirken. Sie finden sich in einem neuen Krieg wieder – dem Krieg gegen den Terrorismus. Das ist ein Krieg, den sie sich nicht gewünscht und den sie nie ins Auge gefaßt haben, weil wir alle von der flimmernden Unterhaltungs-Röhre betäubt werden.

Es ist ein Krieg, der unter der Prämisse erklärt wurde, daß am 11. September 2001 ein heimtückischer Angriff gegen die Vereinigten Staaten geführt wurde. Im Gegensatz zu früheren Kriegen gibt es kein Berlin oder Tokio zu erobern, und daher kann auch kein Sieg errungen werden – außer für die, die vom Krieg profitieren. Die wirklichen Opfer dieses Krieges werden die normalen amerikanischen Bürger sein, zusammen mit den hungernden Afghanen.

Dieser neue Krieg kann durchaus mit dem fehlgeschlagenen Drogen-Krieg und dem fast vergessenen Krieg gegen die Armut verglichen werden. Es gab noch keinen erkennbaren Sieg gegen den Drogenmißbrauch oder die Verheerungen der Armut in unserer eigenen Nation. Unsere Gefängnisse sind überfüllt mit Drogen-Straftätern, ohne erkennbare Verringerung von Nachfrage oder Angebot, und unsere bürgerlichen Grundrechte wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Genau wie diese fehlgeschlagenen Kampagnen wird der Krieg gegen den Terrorismus uns alle für die absehbare Zukunft auf einen Kurs bringen, der uns teuer zu stehen kommt: durch Einschränkungen der persönlichen Freiheit, eine noch stärker zentralisierte Staatsmacht und allgegenwärtige Angst.

Und wo sind die Stimmen derer, die den Nutzen dieses neuen Krieges in Frage stellen? Die Medien treiben den Angst-Faktor jeden Tag weiter nach oben und geben sich wenig oder keine Mühe, auf die wenigen denkenden Amerikaner zu hören, die sich die Frage stellen: "Muß ich wirklich meine Freiheit aufgeben, um sie zu retten?" Mit Flaggen an den Antennen unserer benzinschluckenden Vehikel und der Vaterlandsliebe im Herzen marschieren wir also wieder los in einen neuen Ölkrieg.

Ölkriege

Jawohl, Öl. Erdöl stand hinter all den Kriegen der letzten Zeit, seit Anfang der 40er Jahre, als ein überwiegend landwirtschaftliches und isolationistisches Amerika als Reaktion auf den japanischen Angriff auf Pearl Harbor plötzlich in einen Weltkrieg gestürzt wurde. Die Amerikaner betrauerten den Verlust von etwa 3000 Soldaten und Zivilisten auf Hawaii und ließen es in rechtschaffener Empörung zu, daß ihr Land in ein riesiges Militärlager verwandelt wurde.

Die US-Bundesregierung, die unter Präsident Franklin Roosevelts Politik zur Bekämpfung der Depression soviel Macht an sich gerissen hatte, wurde unter Propagierung der "nationalen Sicherheit" noch stärker und zentralisierter. Das erschien damals ganz natürlich und notwendig.

Aber heute wissen ernsthafte Geschichtsforscher, daß selbst dieser "gute Krieg" das Ergebnis der Manipulationen einer Handvoll reicher und mächtiger Leute war. Als Roosevelt, der typische Wall-Street-Insider, im Sommer 1941 Japans Ölversorgung abschnürte, stellte er damit sicher, daß die Vereinigten Staaten zu guter Letzt angegriffen würden. Es ist inzwischen gut belegt, daß Roosevelt und einige enge Ratgeber sehr wohl wußten, daß Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 angegriffen werden sollte, daß sie sich aber dafür entschieden, es geschehen zu lassen, um ihre Zielsetzung zu fördern, Amerika in den Krieg zu bringen. (Die Einzelheiten hierzu können meinem Buch Rule by Secrecy entnommen werden, HarperCollins, 2000)

Der Vietnam-Krieg wurde von Leuten betrieben, die Roosevelt und dem Council on Foreign Relations (CFR) nahestanden, die lange den Wunsch geäußert hatten, die Kontrolle über Indochinas Öl-, Magnesium- und Gummibestände zu erlangen. Wieder wurde eine Provokation geschaffen. Im August 1964 brachte Präsident Lyndon Johnson den Kongreß zur Raserei, als er behauptete, daß nordvietnamesische Kanonenboote die 6. US-Flotte im Golf von Tonkin vor der Küste von Vietnam angegriffen hätten. »Unsere Jungs treiben im Wasser«, jammerte er. Der Kongreß reagierte darauf mit Erlaß der Golf-von-Tonkin-Resolution, die die Verfassung verletzte und Johnson die Befugnis gab, Krieg zu führen, um Angriffe auf Amerikaner zu stoppen. Das war der Anfang des echten Vietnam-Krieges, bei dem geschossen wurde.

Dabei war alles eine Lüge. Es ist nie jemals ein Beweis vorgebracht worden, daß ein derartiger Angriff stattgefunden hat. Tatsächlich nannten die Herausgeber von US News & World Report (23. Juli 1984) dies »den "Phantom-Krieg", der zum Krieg führte«. Während Amerika Krieg gegen Nordvietnam führte, das, wie man uns sagte, nur eine Marionette der kommunistischen Regierungen von Rußland und China war, wurde Johnson von seinen CFR-Beratern ermuntert, der Sowjetunion Anleihen zu gewähren, und zwar in höherem Umfang, als während des Zweiten Weltkrieges, als sie der Verbündete der USA war. US-garantierte Kredite gaben Rußland die Mittel zur Errichtung von Anlagen, die Kriegsmaterial produzierten, das dann nach Nordvietnam geschickt wurde, um gegen amerikanische Truppen eingesetzt zu werden. Das war ein gutes Beispiel für die Doppelzüngigkeit unserer modernen Kriege.

Der Golfkrieg drehte sich nur ums Öl, von den Ölbohrungen, die von Kuwait schräg in die südwestlichen Reserven Iraks geführt wurden, bis zur Zerstörung der Ölfelder am Schluß. Hier fanden wir in Saddam Hussein einen neuen "Hitler", einen Feind, der vom CIA bewaffnet und finanziert worden war. Der CIA ist eine Einrichtung, deren Spitzenleute schon seit langem in Verbindung mit den Öl-Leuten der CFR-Mitglieder und anderen Globalisten sind (siehe Rule by Secrecy). Saddam Hussein, der wegen seines achtjährigen Krieges gegen den Iran im Auftrag der USA knapp bei Kasse war, beschloß, Kuwait wiederzugewinnen, um dadurch seine Einnahmen zu erhöhen. Kuwait war von den britischen Truppen vom Südirak abgetrennt worden. Als die USA nach ihren Vorstellungen hierzu befragt wurden, erwiderte die US-Botschafterin April Glaspie, daß die US-Regierung dazu "keine Meinung" habe, und daß Kuwaits Angelegenheiten nicht mit denen der USA gekoppelt seien. Als aber irakische Truppen nach Kuwait einmarschierten, mobilisierte Bush gegen sie eine Streitmacht der Vereinten Nationen, die mit 4 Mrd. Dollar aus einem geheimen Fonds unterstützt wurde, für den seine Geschäftspartner in Saudi-Arabien gesorgt hatten.

Aber als sich diese patriotischen US-Soldaten Saddam näherten, stoppte der ganze Krieg und George H. W. Bushs alter Geschäftspartner ist immer noch an der Macht. Es scheint, daß dies nur eine weitere Provokation war. Und, wie in Vietnam, garantierte der amerikanische Steuerzahler eine 500 Mio. Dollar Anleihe, die Saddam benutzte, um Waffen gegen US-Truppen anzukaufen – sogar als sich die USA anschickten, gegen ihn zu kämpfen.

Die Kaperung des Öls am Kaspischen Meer

Heute geht es in Wirklichkeit um die reichen Ölreserven um das Kaspische Meer, den Preis, der schon Hitler lockte, dessen Zug in dieses Gebiet nur von der zähen sowjetischen Verteidigung von Stalingrad, der Stadt an der Wolga, gestoppt wurde.

Ende der 70er Jahre, als die Sowjets große nichtgenutzte Ölvorräte in Tschetschenien entdeckten, war diese Region reif zur Ausbeutung, aber die Kontrolle über Afghanistan war notwendig, um die Pipeline zu sichern, mit der das Öl dem Weltmarkt zugeführt werden sollte. Doch nach fast 10jährigem brutalen Krieg ohne Pardon gegen die afghanischen und arabischen Söldner, die – einschließlich Osama bin Laden – von den Vereinigten Staaten unterstützt wurden, waren die Sowjets gezwungen, sich zurückzuziehen. Die wirtschaftliche Belastung des russisch-afghanischen Krieges war so groß, daß sie den Kommunismus Anfang der 90er Jahre zu Fall brachte.

Jetzt haben die internationalen Banken und Ölleute eine Basis in dem von Geldmangel beherrschten Rußland, und erneut ziehen die Ölvorräte vom Kaspischen Meer im Wert von schätzungsweise 40 Mrd. Dollar ernsthafte Aufmerksamkeit auf sich. 1997 bildeten sechs internationale Gesellschaften und die Regierung von Turkmenistan die Central Asian Gas Pipeline Ltd. (CentGas), um eine 790-Meilen-Pipeline nach Pakistan zu bauen, und vielleicht weiter ins Gebiet von Neu-Delhi in Indien.

Die Führung des Konsortiums hat die Unocal Corporation inne, deren Präsident, John F. Imle Jr. sagte, das Projekt bedeute »die Bildung eines neuen Wirtschaftskorridors für die Region – oft auch Seidenstraße des 21. Jahrhunderts genannt

Aber mit der fundamentalistischen moslemischen Regierung in Afghanistan kam es zu Problemen, von denen nicht das geringste die Behandlung der Frauen durch die Taliban-Regierung war, die Frauenaufmärsche gegen Firmen hervorrief, die dort Geschäfte machen wollten. Zudem verursachte das Taliban-Regime chaotische Zustände, als es die verschiedenen islamischen Sekten gegeneinander ausspielte, um selbst an der Herrschaft zu bleiben. Mitte 1999 zog sich Unocal unter Berufung auf die gefährliche politische Lage aus dem Pipeline-Konsortium zurück und das Projekt ging ein.

Man beachte, daß Präsident Bush, als er dem Terrorismus den Krieg erklärte, überhaupt nicht die Terroristen in Nord-Irland oder die palästinensischen Selbstmord-Attentäter erwähnte. Die Aufmerksamkeit richtete sich ausschließlich auf Afghanistan – genau die Nation, die gebraucht wurde, um die lukrative Pipeline fertigzustellen. Es sollte ebenfalls beachtet werden, daß Vizepräsident Dick Cheney den Vorsitz bei Halliburton führte, einem riesigen Dienstleistungsunternehmen für die Ölindustrie, und man nimmt allgemein an, daß er mächtiger ist als der Präsident.

Heute kann bewiesen werden, daß Militäraktionen gegen Afghanistan schon lange vor den Angriffen des 11. September ausgearbeitet wurden.

Lange vorausgeplantes Vorgehen gegen Afghanistan

Wie George Amey von der BBC berichtete, wurde der pakistanische Außenminister Niaz Naik Mitte Juli von amerikanischen Beamten gewarnt, daß etwa Mitte Oktober eine Militäraktion gegen Afghanistan in Gang gesetzt werde. Bei einer von den UN gesponserten Afghanistan-Konferenz in Berlin wurde Naik informiert, daß, sofern bin Laden nicht ausgeliefert würde, Amerika militärisch vorgehen würde, um ihn wie auch den Taliban-Führer Mullah Omar zu töten oder gefangenzunehmen, als erster Schritt um dort eine neue Regierung einzusetzen.

Es muß jedoch bemerkt werden, daß die amerikanische Einmischung in Afghanistan bereits vor Jahren begonnen hat, mindestens sechs Monate vor der Sowjetinvasion im Dezember 1979.

Der ehemalige Berater für Nationale Sicherheit, Zbigniew Brzezinski, gab 1998 in einem Interview mit der französischen Zeitung Le Nouvel Observateur, dessen entscheidenden Teile nie in die USA gelangten, zu, daß die amerikanischen Aktivitäten in Afghanistan tatsächlich sechs Monate vor dem sowjetischen Vorgehen begannen.

Brzezinski sagte, die Regierung Jimmy Carters habe im Juli 1979 heimlich begonnen, Gegner des prosowjetischen Regimes in Kabul zu finanzieren, wohl wissend, daß ein solches Vorgehen einen sowjetischen Einmarsch provozieren könnte. Sowjetische Führer vertraten damals die Ansicht, daß der Einmarsch notwendig sei, um einen amerikanischen Angriff auf Afghanistan zu vereiteln. Der ehemalige Sicherheitsberater, der bei der Gründung der globalistischen Trilateral-Kommission mitgewirkt hat, drückte kein Bedauern aus über diese Provokation und erklärte:

»Die Geheimoperation war eine ausgezeichnete Idee. Sie brachte die Demoralisierung und schließlich den Zusammenbruch des Sowjetreichs mit sich.«

Sie brachte auch die Taliban-Regierung hervor, gegen die wir heute kämpfen, und auch Osama bin Laden.

Etwa 1984, als Vizepräsident George H.W. Bush die Lage in Afghanistan kontrollierte, war bin Laden Leiter der Maktab al-Khidamir (MAK), die Gelder, Waffen und Leute von der Außenwelt in den Krieg gegen die Sowjetunion kanalisierte. Er half bald, einen vielsprachigen Verband arabischer Truppen aus Ägypten, Pakistan, dem Libanon, Syrien und palästinensischen Flüchtlingslagern aufzustellen, mit dem es der CIA einfacher fand zu verhandeln, als mit den fundamentalistischen Muslimen Afghanistans.

Rechts die Klagemauer, links die Lachmauer
mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan

Eine eingehende Gewissensprüfung wäre angebracht bezüglich Amerikas Rolle bei der Bewaffnung und Ausbildung einer internationalen Gruppe extremistischer Muslime in Afghanistan, lange nachdem deren Kameraden die Kasernen der Marinesoldaten in Beirut zerstört und zahllose Flugzeuge entführt haben.

Im Gefolge der Anschläge vom 11. September fanden Berichte wenig Beachtung, daß China ein Bündnis mit den Afghanen unterschrieben hatte und ganz still in die umstrittene Welthandelsorganisation aufgenommen wurde, ein Vorgehen, das unter normalen Verhältnissen eine große Protestwelle hervorgerufen hätte. Zwar ist ein derartiges Bündnis bisher nicht bestätigt worden, doch besuchte dieses Jahr der pakistanische General Pervez Musharraf, der Chef des Generalstabs und der pakistanischen Heeresverbände, China auf dessen Wunsch und erörterte Angelegenheiten von gegenseitigem Interesse.

Obwohl behauptet wird, daß Pakistan im gegenwärtigen Krieg gegen den Terrorismus die USA unterstütze, sagte der Koordinator für Terrorismus-Abwehr vom Außenministerium, Michael Sheehan, vor einem Unterausschuß des Senats zu auswärtigen Angelegenheiten, daß Pakistan terroristische Gruppen in Afghanistan unterstütze und ausbilde. Damit erhebt sich das Gespenst einer chinesischen Einmischung, wenn die US-Streitkräfte im bergigen Afghanistan stecken bleiben sollten.

Würden Amerikaner Amerikaner angreifen?

Die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon lieferten eine passende Entschuldigung, um die vorgefertigten Pläne für eine Militäraktion gegen Afghanistan in Gang zu setzten. Aber wurde es einfach zugelassen, daß diese Ereignisse passierten, oder wurde darauf hingearbeitet? Die Frage ist: Würde irgendein Amerikaner einen Angriff auf seine Landsleute zulassen, nur um sein eigenes Geschäft oder seine politischen Ziele zu fördern? Leider scheint die Antwort "Ja" zu lauten.

Es erscheint unglaublich, aber kürzlich kamen 40 Jahre alte Regierungsdokumente an die Öffentlichkeit, die für längst vernichtet gehalten worden waren. Sie zeigen, daß das US-Militär Anfang der 60er Jahre vorschlug, terroristische Anschläge in den USA durchzuführen und Fidel Castro die Schuld zu geben.

Diese Dokumente werden in einem kürzlich erschienenen Buch über die National Security Agency (NSA) erörtert. Es hat den Titel Body of Secrets: Anatomy of the Ultra-Secret National Security Agency, Verfasser ist James Bamford. Diese Dokumente wurden seit Ende 1961 erstellt, nach der fehlgeschlagenen Invasion der Schweinebucht von Kuba im Frühjahr desselben Jahres. Präsident John F. Kennedy, der über die ungeschickten Aktionen des CIA verärgert war, hatte die Verantwortung für Kuba vom CIA an das Verteidigungsministerium übertragen. Hier erwogen Militärstrategen Pläne zur Schaffung terroristischer Aktionen, damit die amerikanische Bevölkerung erschrecken und in wilder Panik einen militärischen Angriff auf Kuba unterstützen würde. Bei der »Operation Northwoods« wurden folgende Pläne in Betracht gezogen:

Kennedy lehnte die »Operation Northwoods« ab und hochrangige Militäroffiziere befahlen, die Dokumente zu vernichten. Aber irgend jemand hatte einen Ausrutscher und die Papiere wurden vom Assassination Records Review Board entdeckt und kürzlich von den National Archives an die Öffentlichkeit gegeben.

Ein neuerer Fall ist der New York Times (28. Oktober 1993) zufolge der eines Informanten namens Emad Salem, der Anfang 1993 mit Terroristen aus Nahost zu tun hatten, die mit Osama bin Laden in Verbindung waren, um eine Bombe zu entwickeln, die gegen das New Yorker World Trade Center verwendet werden sollte. Salem, ein ehemaliger ägyptischer Armee-Offizier, wollte den Sprengstoff durch ein harmloses Pulver ersetzen, aber sein Plan, den Angriff zu vereiteln, wurde durch einen FBI-Beamten gestoppt, der offenbar seinen Insider-Informanten nicht preisgeben wollte. Man ließ es zu, daß der Anschlag weiter betrieben wurde.

Die Explosion im World Trade Center am 26. Februar hatte 6 Tote, über 1000 Verletzte und Schäden in Höhe von über einer halben Milliarde Dollar zur Folge.

Wir können daraus ersehen, daß die Schaffung von Krisen zur Verfolgung politischer Ziele eine Methode ist, auf die man sich im 20. Jahrhundert durchaus verstand und die man auch anwandte. Geht so auch heute das Spiel? Betrachten wir den Angriff vom 11. September.

Fragen zum 11. September

Oberflächlich gesehen erscheint alles hinreichend klar. Der offiziellen Version zufolge entführten 19 nahöstliche Selbstmord-Attentäter – das Herz voller Haß gegen die amerikanische Freiheit und Demokratie – vier Flugzeuge, von denen zwei in die Zwillingstürme des World Trade Center von New York rasten und ein drittes in das Pentagon. Das vierte soll den Meldungen zufolge nach Versuchen von Passagieren, die Terroristen zu bekämpfen, in West-Pennsylvania abgestürzt sein.

Aber es ist eine Reihe störender Fragen aufgetaucht:

Der Internet-Kolumnist Gary North stellte fest:

»Wir brauchen eine Theorie über die koordinierten Entführungen, die auf einer einleuchtenden Abfolge von Ursache und Wirkung beruht, die nicht bei vier Maschinen und zwei verschiedenen Luftfahrtgesellschaften davon ausgeht, daß sowohl die Sicherheitsregeln beim Einchecken wie auch bei der Sitzzuweisung an Bord völlig versagten. Ich kann nicht verstehen, wie jemand richtig beurteilen kann, wer hinter den Angriffen steht, wenn er nicht eine einleuchtende Erklärung dafür hat, wie die Entführer an Bord kamen und nicht rausgeworfen wurden.«

Aber die Staatsregierung ließ – unter Mithilfe der kriecherischen Medien – nicht zu, daß solche rationalen Erwägungen der Eilverurteilung im Wege standen, der zufolge bin Laden der Schuldige hinter den Anschlägen sei.

Bin Laden und seine Freunde

Wie bei der Ermordung von John F. Kennedy hatten die Behörden einen Verdächtigen, bevor überhaupt jemand richtig wußte, was eigentlich geschehen war. Es war der Sohn einer reichen Ölfamilie aus Nahost, Osama bin Laden, der während des russisch-afghanischen Krieges der 80er Jahre von der US-Regierung Waffen erhielt und finanziert wurde. Trotz der Tatsache, daß bin Laden jede Kenntnis von dem Angriff verneint, wurde er sowohl von der Regierung wie auch von der Presse als schuldig angesehen. In den gleichgeschalteten Massenmedien wurde keine andere Deutung der Angriffe erlaubt.

Bin Laden ist ein maßgeschneiderter Feind, der Mann, der Berichten zufolge hinter dem Angriff von 1993 auf das WTC stand und seit mehr als einem Jahrzehnt vor der amerikanischen Justiz auf der Flucht ist. Es wurde bemerkt, daß die amerikanische Regierung offensichtlich mehr Zeit und Geld darin investiert hat, Microsofts Bill Gates zu jagen, als bin Laden zu fangen.

Das kann an den Geschäftsverbindungen zwischen unserem neuen terroristischen Feind und reichen amerikanischen Gesellschaften liegen.

Mehreren Berichten zufolge, einschließlich dem Buch The Outlaw Bank: A Wild Ride into the Secret Heart of the BCCI (New York: Random House, 1993) von Jonathan Beaty und S.C. Gwynne sowie der American Free Press (15. Oktober 2001), einer Wiederauflage der Washingtoner Zeitung The Spotlight, benutzte der Freund der Familie Bush, James R. Bath, Geld von Osama bin Ladens Bruder Salem, um mit Arbusto Energy, einer Bohrgesellschaft in West-Texas, eine Partnerschaft mit George W. Bush zu eröffnen. (Arbusto ist Spanisch für Busch/Strauch.)

Laut dem Houston Chronicle wurde Bath von Salem bin Laden zu seinem Geschäftsrepräsentanten in Texas ernannt, kurz nachdem Bush Senior 1975 von dem zum Präsidenten ernannten Gerald Ford zum CIA-Direktor gemacht wurde. Es war die Familie Bush, vor allem die Herren Jeb und Neil Bush, die in das Spar- und Anleihen-Debakel von 1989 bis 1993 verwickelt war, das den Steuerzahler mehr als 500 Mrd. Dollar kostete.

Über ein verschlungenes Netz von Ölleuten aus Texas, reichen Saudi-Scheichen und skrupellosen, mit der inzwischen zwangsaufgelösten Geldwäscherbank Bank Of Credit And Commerce International (BCCI) verbundenen Bankiers erlangte Bush Junior schließlich einen beträchtlichen Anteil an einer neuen Ölgesellschaft namens Harken Energy. Zwei Monate bevor Saddam Hussein irakische Truppen nach Kuwait hineinschickte, verkaufte Bush zwei Drittel seiner Anteile bei Harken, was ihm einen Gewinn von fast einer Million Dollar einbrachte. Die Aktien fielen, als die Invasion der Iraker begann.

Es sollte erwähnt werden, daß es während des Golf-Krieges die Binladen Brothers Construction (jetzt Binladen Group) war, die half, Flugplätze für die US-Flugzeuge zu bauen. Die bin-Laden-Brüder wurden damals als "gute Freunde der US-Regierung" beschrieben.

Auch später wurde die bin-Laden-Firma weiterhin in Anspruch genommen, um einen amerikanischen Luftstützpunkt in Saudi-Arabien zu errichten, trotz der Tatsache, daß Osama bereits terroristischer Handlungen beschuldigt worden war, wie etwa der Lastwagen-Bombe gegen die Khobar-Türme auf der Base Dharan, die 19 Amerikaner tötete. Ein Mitarbeiter von WorldNetDaily kommentierte:

»Sagen wir es gerade heraus. Osama sprengt unsere Anlagen, und seine Familie bekommt den Vertrag, um sie wieder aufzubauen. Bekommen Sie das Gefühl, daß da mehr abläuft, als wir zu sehen bekommen?«

Osamas älterer Bruder Salem wurde 1988 bei dem merkwürdigen Absturz eines Ultraleicht-Flugzeuges getötet. Das Flugzeug, das nur für einen Passagier war, kam bei San Antonio, Texas, plötzlich und unerklärlich vom Kurs ab und geriet in eine Hochspannungsleitung. Die BCCI-Bank wurde 1991 durch Bundesermittler geschlossen, nachdem sie etwa 10 Mrd. Dollar Verluste erlitten hatte. BCCI war eine von Pakistanis betriebene Einrichtung mit Tarngesellschaften auf den Kaiman-Inseln, die mittels Geheimkonten globale Geldwäsche betrieben und die vom US-Nachrichtendienst benutzt wurden, um Geld an bin Laden und die Mujaheddin in Afghanistan zu übermitteln, als diese gegen die von den Sowjets unterstützte Regierung kämpften.

Eine weitere enge Verbindung zwischen bin Laden und der Bush-Familie ist eine private internationale Investment-Firma mit einem Volumen von 12 Mrd. Dollar, bekannt als die Carlyle-Gruppe. Obwohl sie ihre Web-Seite seit den Anschlägen des 11. September entfernt hat, ist bekannt, daß zu den Carlyle-Direktoren Frank Carlucci, der frühere Verteidigungsminister unter Reagan, der ehemalige Außenminister James Baker und der ehemalige Reagan-Berater und Unternehmer Richard Darman gehören. Die New York Times berichtete, daß dem früheren Präsidenten Bush gestattet wurde, sich in Carlyles Investments einzukaufen, die aus mindestens 164 Gesellschaften rund um die Welt besteht.

Im Wall Street Journal hieß es (28. Sept. 2001):

»George H.W. Bush, der Vater von Präsident Bush, arbeitet über die Carlyle-Gruppe, eine internationale Beraterfirma, für das bin-Laden-Familienunternehmen in Saudi-Arabien.«

Vom Stabschef von Bush senior wurde bestätigt, daß Bush Anfang 2001 nach einer gesellschaftlichen Zusammenkunft der bin-Laden-Familie ein Dankschreiben geschickt habe.

Angesichts solcher Verbindungen und seinem Sohn als amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten hinterfragte Larry Klayman, der Vorsitzende und Hauptberater von Judicial Watch (Justizbeobachter) die Carlyle-Beteiligung von Bush senior:

»Jeder ausländische Staat oder Investor, der versucht, sich bei der gegenwärtigen Bush-Regierung Lieb-Kind zu machen, gibt sicherlich seinen Auftrag an die Carlyle-Gruppe. Und angesichts des früheren Präsidenten Bush, der die Investitionen der Firma im Ausland vorantreibt, könnten andere Länder verständlicherweise die Interessen der Carlyle-Gruppe mit den Interessen der Regierung der Vereinigten Staaten verwechseln.«

Nachdem er Einzelheiten der Carlyle/bin Laden-Gruppe in verschiedenen Wirtschaftsbereichen einschließlich der Luftfahrtindustrie beschrieben hatte, kommentierte der Verfasser Michael C. Ruppert:

»Mit anderen Worten: Osama bin Ladens Angriffe auf das World Trade Center und das Pentagon haben seiner Familie mit der sich daraus ergebenden massiven Erhöhung des US-Verteidigungshaushalts gerade einen dicken Haufen Geld eingebracht.«

Noch verdächtiger werden diese Geschäftsbeziehungen, mit denen frühere und jetzige politische Führer Amerikas mit Leuten aus Nahost verbunden sind, durch die Bekanntmachung, daß gegen mehrere US-Firmen Untersuchungen eingeleitet wurden, weil sie genau vor den Angriffen des 11. September Aktien mit Spekulation auf eine Baisse verkauft haben.

Aktien-Spekulationsverkäufe deutet auf Vorabwissen

Derartige Aktenverkäufe bieten die Möglichkeit, große Gewinne zu machen, indem man Aktien an eine befreundete dritte Partei gibt, und sie dann zurückkauft, wenn der Preis fällt. Wenn so etwas einem tragischen Ereignis vorausgeht, dann kann man mit den Erfahrungen der Geschichte auf ein Vorabwissen schließen. Es ist in weiten Kreisen bekannt, daß der CIA die Promis-Software benutzt, um routinemäßig den Aktienhandel auf mögliche Warnsignale für einen terroristischen Anschlag oder ein verdächtiges Finanzgebaren zu beobachten.

Eine Woche nach den Angriffen vom 11. September berichtete die Londoner Times, daß der CIA Kontrollbeamte der Londoner Behörde für Finanzdienste gebeten hat, verdächtige Verkäufe von Millionen Aktienposten zu untersuchen, die genau vor den terroristischen Angriffen erfolgt waren. Man hoffte, daß von den Geschäftspapieren eine Spur zu den Terroristen führen würde. Die Times erklärte, daß Marktbeobachter in Deutschland, Japan wie auch den USA Informationen über den Spekulationsverkauf von Versicherungs- und Flugzeugaktien sowie von Aktien von Rüstungsfirmen erhalten hatten, die allesamt im Gefolge der Angriffe drastisch fielen.

Richard Crossley, Analyst und Aktienmakler der City von London, bemerkte, daß jemand drei Wochen vor dem Angriff auf das WTC und das Pentagon begann, Aktien in ungewöhnlich großen Mengen zu verkaufen. Er sagte, daß dies für ihn der Beweis war, daß jemand Insider-Vorabwissen von den Angriffen hatte. Er fügte hinzu:

»Was ist schrecklicher, als mit dem Stilett einen Stoß ins Herz des westlichen Finanzmarktes zu zielen? Davon zu profitieren. Mir fehlen die Worte.«

Auch die US-Regierung gab zu, daß sie spekulative Aktienverkäufe untersuchte, die von einem Vorabwissen von der Tragödie zeugen. Mehrere Tage vor dem 11. September gab es einen ungewöhnlich eifrigen Handel mit Luftgesellschafts- und Versicherungsaktien, die hauptsächlich auf einen Wertverlust der Aktien setzten. Vom Interdisciplinary Center, einer Anti-Terrorismus-Denkfabrik, an der ehemalige israelische Nachrichtenoffiziere beteiligt sind, wurde berichtet, daß Insider beinahe 16 Mio. Dollar Profit gemacht haben, indem sie Aktien von American und United Airlines verkauften, jener zwei Fluggesellschaften, die von den Entführungen betroffen waren, und der Investmentfirma von Morgan Stanley, die 22 Etagen des WTC einnahm.

Offensichtlich konnte keine der verdächtigen Transaktionen mit bin Laden in Verbindung gebracht werden, weil dieses Nachrichtenthema stillschweigend aus dem Blickwinkel verloren wurde, wobei sich viele Leute fragten, ob die Spur zu amerikanischen Firmen oder Nachrichtendiensten zurückführte.

Dem Internet-Verfasser und früheren Polizisten von Los Angeles Michael C. Ruppert zufolge wurden diese Transaktionen in erster Linie von der US-Filiale der Deutschen Bank/A.B. Brown ausgeführt, einer Firma, deren Vorsitz bis 1998 A.B. "Buzzy" Krongard innehatte, der heute leitender Direktor des CIA ist.

Außer Krongard gehört zu den weiteren prominenten Amerikanern, die sowohl mit der Macht des CIA wie auch der Wallstreet Verbindung haben, Clark Clifford (der eine Schlüsselfigur war, daß BCCI zu Ansehen gelangte), John Foster und Allen Dulles (Allen überwachte die fehlgeschlagene Invasion an der Schweinebuch und kontrollierte die Warren-Kommission), Bill Casey, David Doherty, George Herbert Walker Bush, John Deutch, Nora Slatkin und Hank Greenburg.

John Deutch

Wie in Rule by Secrecy im Einzelnen beschrieben wird, sind von Anfang an viele Spitzenposten der CIA mit Angehörigen der Wallstreet-Elite besetzt, die ihre globalistische Zielsetzung fördern wollen. Die CIA betreibt auch eine Reihe Scheinfirmen (Briefkasten-Gesellschaften), die selbst mit Aktien und Anleihen handeln. »Ich bin absolut davon überzeugt, daß die CIA ein vollständiges und perfektes Vorabwissen von den Angriffen hatte, bis hin zum Datum, Zeitpunkt, Ort und Ziel,« sagte Ruppert dem OnLine Journal am 12. Oktober.

Es gab noch weitere Anzeichen für ein Vorabwissen. Der Bürgermeister von San Francisco, Willie Brown, erklärte laut Radiosender KSFO, daß er am 10. September von seinem persönlichen Flughafen-Sicherheitsdienst gewarnt wurde, nicht am nächsten Tag zu fliegen.

Noch ominöser war ein Artikel in der Washington Post vom 28. September, demzufolge in New York Angehörige der Sofort-Nachrichten-Firma Odigo bestätigten, daß zwei Angestellte in Israel Nachrichtentexte erhielten, die zwei Stunden, bevor die Flugzeuge in das Gebäude stürzten, vor einem Angriff auf das WTC warnten. Der für Verkauf und Marketing verantwortliche Vize-Präsident der Firma, Alex Diamandis, sagte, es sei möglich, daß die Warnung an weitere Odigo-Angehörige geschickt wurde, man habe aber keine diesbezüglichen Mitteilungen erhalten.

Die Streitkräfte befanden sich mehrere Tage vor dem Angriff in erhöhter Alarmbereitschaft, und mehrere Hellseher behaupteten, sie hätten eine Vorahnung gehabt, daß etwas im Gange sei.

Sogar die Russen traten auf die Bühne. Dr. Tatjana Koragina, eine erfahrene Forscherin am Institut für makrowirtschaftliche Forschung, das zum Russischen Ministerium für Wirtschaftsentwicklung gehört, gewann an Glaubwürdigkeit durch ihre Voraussage vom Juli, daß Ende August eine ungewöhnliche Katastrophe Amerika treffen und die Wirtschaft ruinieren würde. In einem Interview mit der Prawda erklärte sie:

»Die USA ist als Ziel des Finanzangriffs ausgewählt worden, weil sich dort das Wirtschaftszentrum des Planeten befindet. Dort wird die Wirkung am stärksten sein. Die Wellenfront einer wirtschaftlichen Krise wird sich über den Planeten ausbreiten.«

Nach dem 11. September wurde Dr. Koragina nochmals interviewt und sie versicherte, daß die "mächtige Gruppe" hinter den Anschlägen erneut zuschlagen werde.

»Wenn [die Amerikaner] nach den zu erwartenden neuen Anschlägen erkennen, daß ihre Regierung ihnen nichts garantieren kann, werden sie in Panik geraten – mit einem Kollaps ihres Wirtschaftssystems als Folge.«

Auf die Frage, wer tatsächlich hinter dem widerwärtigen Plan stehe, erwiderte sie, es seien nicht die 19 Terroristen, die vom FBI identifiziert worden sind, vielmehr eine größere Gruppe, die die Welt umformen wolle. Sie sagte, diese Gruppe von äußerst mächtigen Privatpersonen halte ein Aktienvolumen von insgesamt etwa 300 Billionen Dollar und beabsichtige, ihre Macht unter einer neuen Weltregierung zu legalisieren.

Manche hielten Dr. Koraginas unheimlich richtigen Voraussagen für ein Anzeichen dafür, daß Rußland hinter manchen der gegenwärtigen Ereignisse stehe. Tatsache ist, daß Rußland mehrere Staaten unterstützt hat, die Terroristen finanzieren, einschließlich Irak, Iran, Syrien, Libyen, Nordkorea und Kuba.

Vorabwissen der Israelis?

Aber vergessen wir nicht die Anzeichen, daß jemand in Israel vorab von den Angriffen wußte. Und es gab Zweifel in Bezug auf die Zahl israelischer Staatsbürger, die bei dem Angriff getötet worden sind. Am Tag danach behauptete die Jerusalem Post, daß zwei Israelis in den entführten Flugzeugen umgekommen seien und 4.000 im WTC vermißt würden. Eine Woche später berichtete ein Beiruter Fernsehsender, daß 4.000 israelische Angestellte im WTC am Tag des Angriffs nicht dort waren. Diese Nachricht verbreitete sich über das Internet, wurde aber schnell als Lüge abgestempelt. Am 19. September berichtete die Washington Post, daß etwa 113 Israelis beim WTC vermißt würden, und am nächsten Tag bemerkte Präsident Bush, daß über 130 Israelis zu den Opfern gehörten. Schließlich, am 22. September, stellte die New York Times fest:

»Es gab tatsächlich nur drei Israelis, deren Tod bestätigt wurde: zwei in den Flugzeugen und ein weiterer hatte geschäftlich die Türme besucht. Er wurde identifiziert und beerdigt.«

Von allen Nationen der Welt hat Israel wahrscheinlich am meisten von den Ereignissen des 11. September profitiert.

Jetzt ist eine ständige amerikanische Militärstreitkraft im Nahen Osten gewährleistet, die dieser kleinen Nation trotz der in den arabischen Staaten erzeugten Wut einen Schutzschild bietet. Nachdem Ariel Sharons provokativer Besuch der mohammedanischen Moschee in Jerusalem zu umfassender palästinensischer Gewalt geführt hatte, begann die Weltmeinung von der unkritischen Unterstützung Israels abzuschwenken. Es war berichtet worden, daß die Bush-Regierung dabei gewesen war, ernsthafte Überlegungen zugunsten eines unabhängigen palästinensischen Staates anzustellen.

Israels mächtiger und effektiver Geheimdienst Mossad ist zufolge der US-Heeresschule für moderne Militärforschung (Army School of Advanced Military Studies) nicht über allen Verdacht erhaben. Die Washington Times brachte am 10. September, genau 24 Stunden vor den Anschlägen, einen Artikel, in dem Offiziere der Schule mit einer Beschreibung des Mossad zitiert wurden:

»Zu allem fähig, brutal und verschlagen. Ist in der Lage, die US-Streitkräfte anzugreifen und es wie eine palästinensisch/arabische Tat aussehen zu lassen.«

Es ist allgemein bekannt, daß der Mossad jede arabische und mohammedanische Organisation infiltriert hat und kaum Probleme hätte, eine beliebige Anzahl Fanatiker zu finden, um eine solche Selbstmord-Mission durchzuführen – im Glauben, daß sie damit Allah dienten. Tatsächlich gab es kürzlich Berichte in den Nachrichten, daß nicht alle Entführer wußten, daß ihre Mission zum Tode führen würde.

Ferngesteuerte Flugzeuge – eine Realität

Dank einer kürzlich vorgestellten Technologie kann jetzt die Theorie aufgestellt werden, daß keiner der Entführer vor hatte, zu sterben.

Global Hawk (Globaler Falke) heißt die neueste Version eines unbemannten Flugkörpers (UAV), der in hoher Flughöhe über lange Strecken operieren kann, mit anderen Worten: eine unbemannte Drohne, die mittels elektronischer Fernsteuerung abheben, Aufgaben ausführen – z.B. Schlachtfelder fotografieren – und landen kann. Diese nach Science Fiction anmutende Ausrüstung führte am 7. Oktober 2001 ihre erste offizielle Flugaufgabe durch, als sie über Afghanistan zur Erkundung eingesetzt wurde, um US-Luft- und Bombenangriffe gegen das Taliban-Regime vorzubereiten. Dieses ferngesteuerte Flugzeug, das einem üblichen Passagierflugzeug Boeing 737 ähnelt, wurde aber schon früher in diesem Jahr erfolgreich getestet, zuerst am Luftwaffenstützpunkt Edwards und später am Luftwaffenstützpunkt Edinburgh in Südaustralien.

Dr. Brendan Nelson, der parlamentarische Staatssekretär des Verteidigungsministers sagte, bevor er Australien verließ:

»Global Hawk wird bei seiner Rückreise nochmals Fluggeschichte machen, als erster unbemannter Flugkörper, der nonstop von Australien an die Westküste der Vereinigten Staaten fliegt.«

Als die Öffentlichkeit erstmals von Global Hawk erfuhr, gab es Spekulationen, daß die UAV-Technologie zur Vereitelung von Entführungen benutzt werden könnte. Im Falle einer Entführung würde die Global-Hawk-Technologie eingesetzt, und das gekaperte Flugzeug könnte zur Landung an einen sicheren Ort geflogen werden, ungeachtet dessen, was die Mannschaft oder die Entführer tun würden.

In der Tat erwähnte die New York Times nach den Anschlägen am 28. September 2001 in einem Artikel über die Erhöhung der Flugsicherheit eine »neue Technologie, die es den Fluglotsen wahrscheinlich in ferner Zukunft erlauben wird, in Bedrängnis geratene Flugzeuge über Fernsteuerung zu landen.« Das erweckte den Anschein, als ob eine solche Technologie noch nicht verfügbar wäre, aber bereits früher in diesem Jahr schlug ein ehemaliger Chef von British Airways vor, daß eine solche Technologie im Falle einer Entführung benutzt werden könnte, um ein Flugzeug vom Boden aus fernzusteuern und zu dirigieren.

Es braucht wohl nicht gesagt zu werden, daß es Leute gibt, die fragen, ob der erste wirkliche Einsatz von Global Hawk am 11. September erfolgt ist. Schließlich wissen alle erfahrenen Flieger und Militärs recht gut: wenn eine Technologie wie Global Hawk öffentlich gezeigt wird, dann wurde sie aller Wahrscheinlichkeit nach schon jahrelang im Geheimen benutzt. Aber ganz gleich, wie die Flugzeuge von den Terroristen gesteuert wurden: es liegt nahe, daß ihre Hintermänner Informationen, wenn nicht gar Hilfe aus Regierungskreisen erhalten haben müssen.

Osama bin Laden antwortet

Folgendes hat bin Laden laut der pakistanischen Zeitung Ummat in einem Interview am 28. September gesagt:

»Ich habe bereits gesagt, daß ich nicht an den Anschlägen vom 11. September in den Vereinigten Staaten beteiligt bin. Als Mohammedaner versuche ich mein Bestes, niemals zu lügen. Ich hatte keine Kenntnis von diesen Anschlägen, noch sehe ich die Ermordung unschuldiger Frauen, Kinder und anderer Menschen als lobenswerte Tat an. Der Islam verbietet streng, unschuldigen Frauen, Kindern und sonstigen Leuten Schaden zuzufügen. So etwas ist sogar im Verlauf einer Schlacht verboten. Es sind die Vereinigten Staaten, die jede Mißhandlung von Frauen, Kindern und einfachen Leuten zu vertreten haben.«

In diesem, in den USA offensichtlich unterdrückten Interview gab bin Laden Israel die Schuld an den Anschlägen und rief:

»Alles, was in den letzten 11 Monaten in Palästina geschieht, reicht aus, um Gottes Zorn auf die Vereinigten Staaten und Israel herabzurufen [und] was früher den unschuldigen Menschen des Irak, von Tschetschenien und Bosnien angetan wurde.«

Bin Laden fuhr fort:

»Wir sind nicht feindselig gegenüber den USA. Wir sind gegen das System [der US-Regierung], das andere Nationen zu Sklaven der Vereinigten Staaten macht oder sie zwingt, ihre politische oder wirtschaftliche Freiheit zu verpfänden.« (Der Wortlaut befand sich zeitweilig auf der Webseite www.khilafah.com)

Natürlich kann man bin Laden nicht unbesehen Glauben schenken, aber dann könnte man das gleiche in bezug auf die US-Regierung sagen, die bei so vielen Lügen und Schwindeleien ertappt wurde, daß es erstaunlich ist, daß überhaupt noch jemand offiziellen Verlautbarungen Aufmerksamkeit schenkt.

Die trostlose Geschichte der US-Außenpolitik seit dem Zweiten Weltkrieg müßte wirklich einmal sorgsam betrachtet werden. Diese Politik war spätestens seit 1939 in den Händen der Elite des Council on Foreign Relations, wie die New York Times vor Jahren bestätigt hat. Zu dieser Elite und ihren Partnern gehören die früheren Präsidenten Bush und Bill Clinton, Gerald Ford, Jimmy Carter und Richard Nixon, praktisch jeder CIA-Direktor wie auch eine beträchtliche Reihe bekannter früherer und gegenwärtiger Regierungsbeamter wie Dick Cheney, Henry Kissinger, Wesley Clark, Strobe Talbott, Alexander Haig, Alan Greenspan, Bruce Babbitt, James A. Baker III, Sandy Berger, Colin Powell, Harold Brown, Zbigniew Brzezinski, Frank C. Carlucci, Richard Darman, John Deutch, Lawrence Eagleburger, Robert McFarlane, Brent Snowcroft, Condoleezza Rice und Casper Weinberger.

Diese Politik stellte Neokolonialismus dar, also die Unterwerfung und Beherrschung anderer Nationen durch Militär-Diktatoren oder reiche Familien, die oft vom US-Militär oder Nachrichtendienst zur Macht gebracht worden sind. Das Ergebnis dieser neokolonialistischen Politik war im besten Fall trostlos und im schlimmsten Fall katastrophal.

Es geht nicht um die Aggression, die die amerikanische Außenpolitik in der Geschichte, etwa beim mexikanischen Krieg von 1848 oder dem spanisch-amerikanischen Krieg 1898, an den Tag gelegt hat. Nehmen wir uns die Politik seit dem Zweiten Weltkrieg vor:

Zu den Ländern, die den Einsatz amerikanischer CIA- und/oder Militäreinheiten als Ergebnis der US-Außenpolitik erlebt haben, gehören Somalia, Afghanistan, Serbien, Kosovo, Bosnien, Brasilien, der Tschad, der Sudan und viele andere.

Dr. Martin Luther King Jr. erklärte während des Vietnam-Krieges:

»Meine Regierung ist der in der Welt führende Lieferant von Gewalt.«

Er sagte nicht "mein Land" oder "mein Volk", es ist die Regierung, oder besser diejenigen, die sie kontrollieren, die verantwortlich sind. Obwohl auch die verwirrten und unwissenden US-Bürger, die behaupten, in einer Demokratie zu leben, einen gerechten Anteil an der Schuld auf sich nehmen müssen.

Schlußfolgerung

Der wahre Feind ist derjenige, welcher tatsächlich hinter den Terroranschlägen vom 11. September 2001 steckt. Osama bin Laden, der so eng mit den finanziellen Interessen der Bush-Familie und der CIA verknüpft ist, mag der Rädelsführer sein oder aber auch nur ein allzu gelegener Sündenbock, womit 9/11 nur eine weitere Provokation wäre, um die Amerikaner in einen weiteren Krieg ums Erdöl zu treiben.

Wir müssen gründlich darüber nachdenken, was die wirkliche Ursache für den Terror ist: der bärtige Fanatiker in einem verarmten Lande des mittleren Ostens oder diejenigen, die am meisten von der Untergrabung des US-Verfassung "im Namen der Freiheit" profitieren würden.

 

Englische Originalfassung »An Overview of the War on Terrorism« (hier leicht gekürzt): www.jimmarrs.com/view/view102301.html; übersetzt von Patricia Willms.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 7(3&4) (2003), S. 304-313.


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