Robert Faurisson - Profil eines integren Mannes

Von Jürgen Graf

Die Geschichte liebt Überraschungen. Jener Mann, der vielleicht mehr als jeder andere zur Entlarvung der größten Geschichtslüge unserer Zeit beigetragen hat, ist kein Historiker. Seine Erkenntnisse haben weitreichende politische Folgen, doch er ist kein Politiker. Er hat als erster auf die technischen Unmöglichkeiten der offiziellen "Holocaust"-Version hingewiesen, ist aber auch kein Techniker. Er ist ein pensionierter Professor für französische Literatur.

Ich erinnere mich noch sehr gut an jenen Tag im Dezember 1978, als ich in Le Monde den Artikel eines Franzosen namens Robert Faurisson las. Damals kaufte ich das Pariser Blatt fast jeden Tag, weil es ungemein ausführlich über die Lage in Kambodscha berichtete, der mein besonderes Interesse galt. Vietnam war in Kambodscha eingefallen, und das Pol-Pot-Regime stand kurz vor dem Zusammenbruch. Die Greuel der Roten Khmer wurden damals oft mit dem nationalsozialistischen Holocaust an den Juden verglichen. Und nun kam da ein Franzose und behauptete, die Ausrottung der Juden sei ein Mythos; die Gaskammern hätten niemals existiert.

Der Artikel bereitete mir Unbehagen. Ganz offensichtlich war dieser Professor kein Narr; er führte sachliche Argumente ins Feld. Doch beschloß ich alsbald, das Ganze zu vergessen. Ich war noch nicht reif für die Einsicht, daß die offizielle Lesart des jüdischen Schicksals im Zweiten Weltkrieg ein Mythos ist. Hätte ich mich damals dazu durchgerungen, das Problem ernsthaft zu untersuchen und die revisionistische Literatur zu lesen, so hätte mein Leben zweifellos einen ganz anderen Lauf genommen. Doch ich tat nichts dergleichen. Es sollten noch über zwölf Jahre verstreichen, bis ich auf die wissenschaftliche Literatur der Revisionisten stieß. Dies geschah dank Arthur Vogt, den ich im März 1991 kennenlernte und der mir bald darauf einige revisionistische Bücher gab, darunter auch Faurissons Mémoire en Défense.[1]

Im März 1992 besuchte ich Robert Faurisson in Vichy. Er hatte das Manuskript meines Buches Der Holocaust-Schwindel[2] gelesen und korrigiert und gab mir konkrete Ratschläge für meine künftigen Forschungen mit auf den Weg. Ich war beeindruckt von seinem Scharfsinn, erst recht aber von seinem Mut und seiner unermüdlichen Suche nach der Wahrheit. Intelligenz ohne Mut und Ehrlichkeit ist oft wertlos. Mir war klar, daß ich vor einem Mann stand, der nicht zu einem Kompromiß mit der Lüge bereit war. Er würde sich nie durch öffentliche Reuebekundungen erniedrigen.

Faurissons Kompromißlosigkeit bereitet seinen Freunden und Sympathisanten gelegentlich Kopfzerbrechen. Bisweilen reagiert er ein wenig gar zu emotional. Unsere Beziehungen waren durchaus nicht immer frei von Spannungen, doch haben wir diese stets überwunden. Seit 1992 hatte ich regelmäßig die Ehre, Faurisson als Übersetzer - einige Male auch als Dolmetscher - behilflich zu sein. Unter anderem habe ich eine Reihe seiner Aufsätze für die Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung übersetzt.

Faurisson besitzt die Gabe, komplexe Probleme klar und verständlich zu analysieren. Im Gegensatz zu vielen anderen französischen Intellektuellen hat er für blumige Phrasen herzlich wenig übrig und protzt nicht mit seiner Bildung. Er drückt sich präzise aus. Er definiert den "Holocaust" nicht als "Übertreibung", sondern als Lüge, und er spricht nicht von den "Zionisten", wenn er die Juden meint.

Bei der Erforschung des "Holocaust", so hat Faurisson immer wieder betont, müsse man mit den Gaskammern beginnen. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Ohne Gaskammern konnte es keine systematische Judenvernichtung geben, weil die behauptete Tatwaffe und der behauptete Massenmord untrennbar miteinander verbunden sind. Faurissons Widersacher, welche die orthodoxe Geschichtsversion um jeden Preis aufrechterhalten wollen, verstehen dies sehr wohl. Sie greifen niemals zu Argumenten wie "Ob es Gaskammern gab oder nicht, macht keinen wesentlichen Unterschied", oder "Was spielt es denn schon für eine Rolle, ob die Opfer vergast wurden oder an Typhus starben?" Ohne chemische Schlachthäuser, ohne systematische Massentötungen war die jüdische Tragödie lediglich eine der zahlreichen Tragödien, welche die Nationen Europas während des Zweiten Weltkriegs heimgesucht haben. Das jüdische Volk ginge dann seines Märtyrerstatus verlustig, und der Staat Israel, dessen Gründung die Weltöffentlichkeit unter dem Eindruck eines vermeintlichen "beispiellosen Völkermordes" guthieß, verlöre seine Legitimität.

Daß die revisionistische Forschung ab Ende der achtziger Jahre eine vollkommen neue Richtung einschlug und das Schwergewicht nun auf die technischen Aspekte der Frage legte, ist vor allem Faurissons Verdienst. Ohne ihn wäre Ernst Zündel, der 1988 in Toronto vor Gericht stand, schwerlich auf den Gedanken verfallen, einen Hinrichtungsexperten nach Polen zu schicken und die angeblichen Gaskammern von Auschwitz einer forensischen Untersuchung zu unterziehen. Das Leuchter-Gutachten (das zugegebenermaßen etliche Fehler enthält, dessen Schlußfolgerungen jedoch völlig richtig sind) wäre niemals geschrieben worden. Unter diesen Umständen hätte auch Germar Rudolf seine wundervolle Expertise über die Cyanidspuren im Mauerwerk der angeblichen Gaskammern nicht erstellt - und ohne Rudolfs Einsatz für den Revisionismus gäbe es das bisher wichtigste revisionistische Buch, Grundlagen zur Zeitgeschichte,[3] sowie dessen erweiterte englische Version, Dissecting the Holocaust,[4] nicht. Kurzum: Faurissons Bedeutung für den Revisionismus läßt sich kaum überschätzen.

Würden wir denkende Menschen in "synthetisch Denkende" und "analytisch Denkende" unterteilen, so würde Faurisson sicherlich zur zweiten Kategorie gehören. Er hat nie eine umfassende Darstellung des "Holocaust" in seiner Gesamtheit zu Papier gebracht, wie dies Arthur Butz in seinem Buch The Hoax of the Twentieth Century[5] tat. Faurissons scharfer Intellekt tritt besonders klar zutage, wenn er ein spezifisches Problem wie ein Detektiv in allen Einzelheiten untersucht. Das beste Beispiel dafür bietet sein brillanter Aufsatz "Auschwitz. Technique and Operation of the Gas Chambers ou Bricolage et Gazouillage à Auschwitz et Birkenau selon J. C. Pressac",[6] in dem er Pressacs Mammutwerk Auschwitz. Technique and Operation of the Gas Chambers mit ätzender Ironie zerpflückt. Meiner Meinung nach ist diese Kritik an Pressac Faurissons Meisterwerk schlechthin.

Nach allem, was er zur Förderung der geschichtlichen Wahrheit getan hat, besäße Faurisson eigentlich das Recht, auf seinen Lorbeeren auszuruhen; keinem seiner Freunde fiele es ein, ihn deswegen zu tadeln. Doch dies tut er nicht. Er schreibt immer noch, und was er schreibt, verdient stets unsere Aufmerksamkeit. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür bietet sein Artikel "Holocaust-Dynamik. Wie ein eingebildeter Holocaust zu einem echten Holocaust führen kann",[7] den er im Anschluß an die Ereignisse des 11. September 2001 schrieb. Faurisson zeigt dort mitleidlos auf, daß die Tragödie, welche Amerika damals heimsuchte, nur eine unbedeutende Episode im Vergleich zu den Leiden ist, die das Land anderen Völkern während des 20. Jahrhunderts zugefügt hat. "Politische Korrektheit" war nie Robert Faurissons Markenzeichen, mag es nun um den "Holocaust" oder um andere strittige Fragen gehen.

Zu meiner großen Freude erschien im Jahre 2003 ein neues Faurisson-Buch, sein erstes seit 1993 (wenn man von den vierbändigen Ecrits révisionnistes 1974-1999 absieht, einer Sammlung all dessen, was er bis 1999 verfaßt hatte). Das neue Buch heißt Le Révisionnisme de Pie XII und liefert eine unwiderlegbare Antwort auf die regelmäßig gestellte Frage, weshalb der Papst zur Judenausrottung während des Zweiten Weltkriegs geschwiegen hat.[8] Faurisson weist nach, daß Pius XII durchaus nicht "Hitlers Papst" war, wie gelegentlich behauptet wird, sondern im Gegenteil mit den Alliierten sympathisierte. Er war äußerst gut über die Lage in allen von Deutschland besetzten Ländern unterrichtet, und hätte er von Massenmorden in Vernichtungslagern gewußt, so hätte er sofort seine Stimme gegen dieses Verbrechen erhoben. Doch unterließ er dies, weil er überzeugt war, daß es sich bei den Schreckensgeschichten, mit denen die Judenorganisationen hausierten, um simple Greuelpropaganda handelte. Es entbehrt nicht der Ironie, daß nicht etwa ein Katholik, sondern ein Agnostiker die fundierteste Verteidigung des umstrittensten Papstes des 20. Jahrhundert geschrieben hat.

In seinem Essay "Die Führer der islamischen Staaten sollten ihr Schweigen zum 'Holocaust'-Betrug brechen"[9] wies Faurisson bitter darauf hin, daß Frankreich mit seinen glänzendsten Denkern oft besonders hartherzig umgesprungen ist. Er erinnerte an den hervorragenden Schriftsteller Ferdinand Céline, der nach dem Zweiten Weltkrieg wegen drei judenkritischer Bücher in Acht und Bann getan wurde. Faurisson hat keine Bücher gegen die Juden geschrieben; er hat nichts anderes getan, als sich um die Ermittlung der historischen Wahrheit und um die Aufdeckung von Geschichtsfälschungen zu bemühen, die den Haß schüren und somit einer wahren Verständigung zwischen den Völkern im Wege stehen. Trotzdem war sein Leben während der vergangenen zwei Jahrzehnte von ständigen Verfolgungen und Prozessen geprägt. Er wurde zu astronomisch hohen Bußen verurteilt. Er wurde verleumdet wie kein anderer Franzose seit dem Krieg, nicht einmal Jean-Marie Le Pen, der immerhin ab und zu im Rundfunk oder Fernsehen auftreten darf. Diese Gelegenheit erhält Faurisson nie; er darf sich niemals öffentlich verteidigen. Das System weiß, daß er ein brandgefährlicher Mann ist. Seine Waffe ist die Wahrheit und sein scharfer Intellekt.

Schon bei unserem ersten Treffen im Jahre 1992 äußerte sich Faurisson eher pessimistisch über die Zukunft der Revisionisten. Für ihn waren unsere Gegner einfach zu mächtig. Ich hoffe, daß er diesmal nicht recht bekommen wird. Arthur Butz schrieb in den achtziger Jahren, die "Holocaust"-Geschichte werde zu einem Zeitpunkt auffliegen, der für den Zionismus ungünstig sei. Eine solche Situation liegt heutzutage vor. Weltweit regt sich Widerstand gegen die zionistisch kontrollierten USA und die verbrecherische Politik des Washingtoner Regimes. Was Israel betrifft, so ist dieses heute der unbeliebteste Staat der Welt. Unter diesen Umständen könnte der Wind bald umschlagen. Die Feinde der historischen Wahrheit stehen mit dem Rücken zur Wand. Hoffen wir, daß Robert Faurisson das Ende des "Holocaust"-Mythos noch erleben wird. Doch selbst wenn ihm dies nicht vergönnt sein sollte, wird die Geschichte diesem edlen und mutigen Mann zweifellos die Gerechtigkeit widerfahren lassen, die er verdient.

Jürgen Graf, Schweizer Bürger, wurde 1951 in Basel geboren. Er studierte an der Universität Basel Französisch, Englisch und skandinavische Sprachen und arbeitete viele Jahre lang als Lehrer. 1991 schloß er Bekanntschaft mit dem Revisionismus und wurde ab 1993 auf diesem Gebiet aktiv. Er hat fünf revisionistische Bücher geschrieben und drei weitere zusammen mit seinem Freund Carlo Mattogno verfaßt. 1998 kamen er und sein todkranker, bald darauf verstorbener Verleger Gerhard Förster im schweizerischen Baden wegen Bestreitens der Gaskammern und der Sechsmillionenziffer vor Gericht. Graf wurde zu 15 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt, trat seine Haftstrafe nach deren Bestätigung durch das Schweizer Bundesgericht jedoch nicht an, sondern ging im August 2000 ins Exil. Im Jahre 2001 heiratete er in Moskau die russische Historikerin Olga. Er bestreitet seinen Lebensunterhalt als Übersetzer aus zahlreichen Sprachen ins Deutsche, u.a. für die Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung. Weitere Informationen bei www.ety.com/tell/


Anmerkungen

Aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Graf.

[1]La Vieille Taupe, Paris 1980.
[2]Guideon Burg, Basel 1993.
[3]Grabert, Tübingen 1994.
[4]Theses & Dissertations Press, Chicago 2003., 2. Auflage.
[5]Theses & Dissertation Press, Chicago, 2003, 3. Auflage.
[6]"Auschwitz: Technique and Operation of the Gas Chambers (1989) ou bricolage et 'gazouillages' à Auschwitz et Birkenau selon J.-C. Pressac (1989)," Revue d'Histoire Révisionniste, 3 (1990/91), S. 65-154.
[7]VffG 6(1) (2002), S. 67-70.
[8]Graphos, Campetto 4, I-16123 Genova, Italy, 2002. Dieses Buch soll in englischer und deutscher Sprache bei Theses & Dissertations Press/Castle Hill Publishers, erscheinen.
[9]VffG 5(2) (2001), S. 136-145.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 8(1) (2004), S. 9f.


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