Leserbriefe

Allgemeines

Sehr geehrter Herr Rudolf!

Schon länger treibe ich mich auf Ihrer Netzseite herum und kenne mittlerweile alle dort abgelegten Dateien, mit Ausnahme der auf Englisch gedoppelten und der Dateien, die nicht in englischer oder deutscher Sprache geschrieben sind. Jüngst habe ich mir endlich ein Probeheft Ihrer VffG bestellt und bin gelinde gesagt begeistert. Das ist eine wissenschaftliche Zeitschrift und keines dieser ach so zahlreichen Schmierblättchen. 9,50 €/Heft sind da m.E. durchaus angebracht, zumal die VffG nicht wie andere Medien maßgeblich von Werbeeinnahmen leben, was Ihnen gewiß ein zusätzliches Maß an Unabhängigkeit verschafft. Besonders gut gefallen mir die Leserbriefe, die ja z. T. mit Kritik nicht geizen, was erneut zeigt, daß Sie am Fortschreiten der Wahrheit – Wissenschaft – und nicht am Festschreiben von Dogmen – Ideologie – interessiert sind. Auch der Holocaustrevisionismus wird sich sicher noch weiterentwickeln, wie Jürgen Graf ganz richtig feststellte (VffG 1/2003), wenn auch wahrscheinlich abgesehen von der Einsatzgruppenproblematik und etwaiger weiterer Eruierung der "Zweiten Babylonischen Gefangenschaft" keine ganz großen Sensationen mehr zu erwarten sind.

Sie stellen (VffG 1/2003) ebenfalls ganz richtig fest, daß die Lage des Holocaustrevisionismus momentan nicht gerade rosig ist, doch gibt es m.E. hoffnungsvolle Zeichen. Es scheint so, daß die Exterminationisten mit leichter Zeitverzögerung doch auf unsere Argumente eingehen müssen, zumindest verdeckt und halbherzig wie Herr Meyer, der, so kann man wohl aus seinen Fußnoten schließen, durchaus weiß, daß das etablierte Geschichtsbild unhaltbar und reichlich morsch ist. Wie Carlo Mattogno treffend anmerkte, ist mit dem Meyer-Artikel, der die Opferzahl aus der Krematoriumskapazität und nicht mehr aus "Zeugen"aussagen (Zeugen von was?) herleitet, der erste Schritt zum Untergang der etablierten Version gegangen. Die Krematorien haben nun einmal nicht die von Meyer angenommene Kapazität. Ferner zeigen die antirevisionistischen Verfolgungsmaßnahmen, daß man den Revisionismus verdammt ernst nimmt und davon ausgeht, daß er, könnte er sich nur ein wenig freier entfalten, recht bald den reichlich überfälligen Durchbruch schaffen würde. Für Ihr Rudolf-Gutachten (www.vho.org/D/rga/rga.html) werden Sie eines Tages noch als ganz großer Volksheld gefeiert werden, da bin ich mir sicher! Den Chemienobelpreis werden Sie für das Rudolf-Gutachten zwar nicht bekommen aber wegen Bemühungen um Völkerverständigung durch Ausschaltung von lügenhafter Hetzpropaganda sollte man Ihnen für das Rudolf-Gutachten (zusammen mit Butz, Faurisson u.v.a) den Friedensnobelpreis verleihen. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem Sie Ihr Asyl beenden können und in Frankfurt/Main einschweben! Ich komme dann ganz sicher zum Flughafen, um Sie, zusammen mit Hunderttausenden anderen Deutschen, angemessen zu feiern. Dann wird "ein Faß aufgemacht", wie man so schön sagt. Nur der arme Prof. Benz sitzt dann in seinem Berliner Lügeninstitut ganz bedröppelt herum. Als Trostpreis bekommt er ein von Prof. Butz handsigniertes und persönlich gewidmetes Exemplar von "Der Jahrhundertbetrug". Der "Verfassungsschutz" feiert übrigens immer noch das Bailer Gegengutachten als Widerlegung und macht sich damit reichlich lächerlich! Fehlt nur noch, daß man auf das Niveau des polnischen "Krakauer" Gegengutachtens zurückfällt, das behauptet, Eisenblau könne sich gar nicht gebildet haben, und daß man deshalb gar nicht erst danach suche. Besonders witzig ist der Hinweis des VS, schon Ihrem Buch "Grundlagen zur Zeitgeschichte" könnte entnommen werden, daß Ihre Analysen nicht stimmen würden. Könnte ja einen Link auf "Grundlagen zur Zeitgeschichte" setzen, der VS! Daß der VS seine Behauptungen mit einem in der "BRD" offiziell gar nicht erhältlichen Buch begründet, ist schon recht kurios. Ich bin mir deshalb so sicher, daß der Holorevi den Durchbruch schaffen wird, weil der Holohoax gewiß nicht von der ewiggestrigen, an schwerer und vermutlich unheilbarer Monoperceptose leidenden Deborah Lipstadt, sondern nur mit blanker Waffengewalt aufrecht erhalten wird. Die derzeit von den USA – bzw. den Kräften, die sich derzeit der US-Staatlichkeit bemächtigt haben – geführten Kriege sind m.E. ein Zeichen deren Verfalls. Wenn man es nicht besonders nötig gehabt hätte, so hätte man erst einmal Gras über den Afghanistankrieg wachsen lassen, bevor man den nächsten Feldzug im seit 1914 andauernden Weltkrieg gestartet hätte und wäre nicht derart grobschlächtig vorgegangen, was mittlerweile jeden Kredit gekostet hat. Die USA haben ihren Einflußbereich reichlich überdehnt und wahrscheinlich schon arge Schwierigkeiten, alle eroberten Besatzungszonen, wie etwa das besatzungsrechtliche Provisorium (Art. 139 GG, UNO-Feindstaatenklauseln, Überleitungsvertrag, usw.) BRD, unter Kontrolle zu halten. Das Ende der derzeitigen Machtpolitik der USA ist jedenfalls absehbar (Siehe nur: Schulur, Dietrich: Untergang der Weltmacht USA: Rettung für die weißen Völker?, Kiel 2003). Schon 1942 hat Herr Wirsing gute Argumente dafür vorgebracht, daß die Vormachtstellung der USA, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht richtig bestand, nicht von Dauer sein wird: Giselher Wirsing: Der Maßlose Kontinent: Roosevelts Griff nach der Weltherrschaft, Jena 1943. Das Buch von Wirsing ist übrigens äußerst schwer erhältlich, was für sich spricht. (Mir händigte man den Schinken nur mit Heulen und Zähneklappern aus.) Mit den USA bzw. deren Weltmachtstellung wird dann auch der Holohoax zusammenklappen. Ferner ist auch nicht mehr ganz auszuschließen, daß es in Deutschland in absehbarer Zeit eine Revolution gibt. Hier laufen mittlerweile 30 Millionen Leute mit geballter Faust in der Tasche herum. Sie wissen u.U., daß schon H. Heine feststellte, der deutsche Donner wäre zwar im Anrollen etwas arg langsam und behäbig, würde nach seinem Losschlagen aber noch vom letzten Löwen im fernen Afrika vernommen. Daß Sie sich derzeit in den USA aufhalten können, muß man den USA bei aller Kritik allerdings hoch anrechnen. Aufs "First Amendment" läßt der Ami eben nichts kommen und der Heartland-Ami ist mir ohnehin sehr sympathisch, da bodenständig konservativ. Nach bundesdeutschen Maßstäben wären sowieso schon die linken Amis "Rechtsextremisten". Von ihrer Regierung halten die meisten Amis m. W. eh nicht viel. In den hiesigen Medien wurde zwar ein anderer Eindruck erzeugt, aber dem US-Internet entnehme ich, daß dem nicht so ist. Dafür, daß sie durch alte und neue Pearl Harbors aufgehetzt werden, können die Amis schlußendlich rein gar nichts.

M.E. könnte es recht lohnend sein, in den USA verstärkt auf die Rechtslage des besatzungsrechtlichen Provisoriums BRD hinzuweisen. Es würde die Mehrheit der Amis wahrscheinlich verdammt aufregen, wenn sie wüßten, daß wir immer noch keinen Friedensvertrag haben, sprich uns im Krieg befinden und das deutsche Volk von einem unter US-Kontrolle stehenden Militärprotektorat brutal unterdrückt wird, das die Ausrottung des deutschen Volkes mittlerweile offen anstrebt. Warum dem deutschen Volk der Friedensvertrag verweigert wird, ist völlig klar: weil eine deutsche (!) Regierung als erste Amtshandlung den Holo zum Jahrhundertbetrug erklären würde.

DR


Zu M. Springer, "Das neue Gesicht des Holocaust", VffG, 7(1) (2003), S. 40-43

Verehrte Redaktion!

Am 15. Dezember 2003 haben die Dreharbeiten für die Verfilmung von Kertész’ berühmtem Roman begonnen. Dies wird der teuerste ungarische Film aller Zeiten sein. Die Kosten hat man zunächst auf ca. 3,8 Millionen Euro geschätzt. Im Laufe der Zeit wurde der Etat verdoppelt, heute ist man bei knapp 10 Millionen. Knapp ein Drittel schenkt der ungarische Staat, obwohl der zunächst erst geben sollte, wenn sich nicht genügend Investoren finden. Zum Budget hat auch der Filmfond des Europäischen Rates 650.000 Euro beigesteuert.

Das "Lager Buchenwald" wird im Gebirge Pilis unweit von Budapest aufgebaut. Ein Teil der Bevölkerung, darunter auch Künstler, protestierte vergeblich gegen den Drehort. Die Protestierenden haben Angst, daß das Lager nach den Dreharbeiten nicht abgerissen wird, und wer weiß, in 50-60 Jahren wird es als echtes ungarisches Konzentrationslager vorgestellt. Auch richtet sich der Zorn der Protestierenden gegen den Ort, da das Gebirge Pilis in der vorchristlichen ungarischen Religion eine sakrale Bedeutung hatte. Der Drehort ist um so unverständlicher, weil das echte Lager Buchenwald für die Dreharbeiten offen stand.

Später hat Kertész zwar dementiert, daß Auschwitz und Buchenwald als Drehorte zur Verfügung gestanden hätten, das Dementi war aber nicht sehr überzeugend. Bezeichnend ist, wie er die Proteste kommentiert hat:

"Das sagt mir nichts. Das sind Sätze, die für mich keine Bedeutung haben." (dunaweb.hu/~farkasvar/hirek2003/20031209.htm)

Nur wenige wissen, daß der Roman eines Schicksallosen im Jahre 1972 selbst vom jüdischen Direktor des Verlages Magvető, Kardos György, als literarisch wertlos und zur Veröffentlichung ungeeignet zurückgewiesen worden war. Auch weiß wahrscheinlich außerhalb Ungarns niemand, daß Kertész den Roman nach eigener Aussage über das kommunistische Kádár-System geschrieben hat, "schließlich haben beide totalitäre Systeme die gleichen Wurzeln". So hat er es jedenfalls in einem Interview mit der literarischen Zeitschrift Élet és Irodalom im Mai 2003 erklärt. Es liegt die Vermutung nahe, daß er mit dieser Aussage den Roman in Ungarn besser verkaufen wollte. Seit Jahren klagen jüdische Kreise über das mangelnde Holocaust-Bewußtsein in Ungarn; als positives Beispiel wird Deutschland hingestellt.

Es liegt die Vermutung nahe, daß dieses mangelnde Holocaust-Bewußtsein der Grund war, warum ein vor 30 Jahren geschriebenes Buch, das bis 1983 niemand in Ungarn kannte und das auch später völlig bedeutungslos war, mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Achten wir auf das Datum: 1983 war das Jahr der ersten positiven Kritik des schon seit 1975 vorliegenden Buches und zugleich auch die Anfangsphase des sich anbahnenden Holocaust-Business’.

Das richtige Holocaust-Bewußtsein will sich in Ungarn übrigens auch nach der Nobelpreisverleihung und massiver Medienunterstützung nicht einstellen. Der Bürgermeister der Provinzstadt Hódmezővásárhely hat zu Weihnachten 2002 alle Oberschüler und Gymnasiasten der Stadt mit dem Kertészschen Roman beschenkt. Am nächsten Tag fand man im Park 8-10 zerrissene Exemplare des Buches. Nach den Winterferien mußten alle Schüler ihre Exemplare in der Schule zeigen, um herauszufinden, wer die Übeltäter waren. Allerdings konnten alle Schüler ihre Exemplare vorzeigen, was darauf schließen läßt, daß jene, die das Buch zerrissen hatten, es in Buchhandlung erneut kauften.

TK


Zu C.O. Nordling, "Was geschah mit den Juden in Polen?", VffG, 7(1) (2003), S. 36

Es ist schon merkwürdig, mit welchen Zahlenhyperbeln man herumwirft, wenn es darum geht, die Anzahl der getöteten Juden aufzubauschen. Wenn es nach dem jüdischen Verfasser Stefan Szende geht, dann überlebte laut seinem Buch Den siste juden fran Polen (Der letzte Jude aus Polen) nur ein einziger Jude die Verfolgungen in Polen.

Übrigens: laut Verlagsmitteilung ist Szende einer der besten Kenner osteuropäischer Verhältnisse, und er ist mehr als geeignet, ein Buch über die Vernichtung der Juden in Polen zu schreiben. In diesem Buch schrieb Szende nichts über Vergasungen. Und Auschwitz wird nur einmal – und so nebenbei – erwähnt.

Daher ist es schon verwunderlich, daß "Generalleutnant Sir Frederick E. Morgan, Chef für die UNRA-Europaabteilung, meldete, daß Tausende wohlgenährte und gutgekleidete polnische Juden in die amerikanische Zone drängen. Die Eisenbahnwaggons sind voll von Juden aus Lodz und anderen polnischen Städten." (Svenska Dagbladet, 3.1.1946)

Dieser Bericht der Svenska Dagbladet deckt sich mit dem der Süddeutschen Zeitung vom 13.11.1948:

"Bis Juni 1946 erreichten monatlich rd. 5000 jüdische Flüchtlinge [aus Polen] die US-Zone. In den folgenden 3 Monaten suchten dann allein 70 000 Juden vor dem polnischen Antisemitismus Zuflucht."

Georg Wiesholler, Deutschland


Zu J. Heyne, "Patriotenverfolgung: Der Fall Ute und Frank Rennicke", VffG, 7(1) (2003), S. 81-93

Sehr geehrter Herr Rudolf!

In dem Bericht über den Prozeß gegen Frank und Ute Rennicke (VffG 1/2003) wird auch kurz die sogenannte Posener Geheimrede Heinrich Himmlers vom 4.10.1943 erwähnt (S. 89), desgleichen die Gründe, warum es sich dabei wahrscheinlich um eine Fälschung handelt. Es gibt dazu auch einen technischen Aspekt, der bisher nicht zur Sprache gekommen ist und den ich hier zur Diskussion stellen möchte.

Die Rede, die bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen vorgeführt wurde, war mit der sogenannten Nadeltontechnik aufgenommen, also auf eine Schellackplatte. Die Langspielplatte aus PVC kam erst um 1950 auf den Markt. Eine Schellackplatte hat maximal 15 Minuten Abspieldauer. Es scheint nur eine Platte vorhanden gewesen zu sein, die natürlich nur einen Bruchteil der Rede umfassen konnte.

In den Jahren 1939-1940 hatte nun die AEG die Magnettontechnik zur technischen Reife entwickelt, d.h. die Technik, das gesprochene Wort oder Musik auf einem Kunststoffband mit eingebetteten ferromagnetischen Partikeln zu speichern. Der entscheidende Schritt war die Erfindung der Hochfrequenz-Vormagnetisierung durch Braunmühl und Weber im Jahre 1940. Das neue Verfahren lieferte eine um Größenordnungen bessere Tonqualität als die bisherigen Verfahren; zugleich war die Aufnahmeapparatur kleiner, robuster, leichter zu bedienen und weniger störanfällig. Die neue Technik verbreitete sich schnell; Ende 1940 waren alle deutschen Rundfunkstationen damit ausgerüstet, und 70 bis 80% aller Rundfunksendungen dürften schon in den Kriegsjahren über Band gekommen sein. Um 1950 waren es 90%. Auch als Hilfsmittel für Wortprotokolle von hochrangigen Konferenzen wurde das AEG-Tonband schon verwendet.

In England und den USA gab es nichts Vergleichbares. Der britische Rundfunk hatte in den dreißiger Jahren das Tonbandverfahren von Blattner und Stille eingeführt, dem das AEG-Verfahren haushoch überlegen war. Was man in den USA verwendete, weiß ich nicht (vielleicht kann einer Ihrer Leser weiterhelfen); vielleicht war dort noch die gute alte Schellackplatte Stand der Technik.

Kann man sich in dieser Situation vorstellen, daß ein deutscher Tontechniker in Posen, damals einer deutschen Großstadt, die Rede eines NS-Prominenten, immerhin des zweitmächtigsten Mannes im Staate, mit der in seinen Augen vorsintflutlichen Nadeltontechnik aufgenommen hat? Man kann es eigentlich nicht.

Die Siegermächte, die in Nürnberg die Schellackplatte mit der angeblichen Himmler-Rede vorführten, hatten dagegen keine andere Wahl. Die deutsche Tonbandtechnik beherrschten sie noch nicht; ein Tonband englischer Herkunft abzuspielen, war erst recht unmöglich. Also blieb nur die Schellackplatte, die als Massenprodukt auch in Deutschland noch üblich war, weil die Endverbraucher dafür die Abspielgeräte hatten. Daß die Tonqualität der Schellackplatte um vieles schlechter war, kam den Absichten der Fälscher entgegen. Ein Stimmenimitator kann jeden Redner nachahmen; erst wenn es um Feinheiten, um die Nebenfrequenzen der Stimme geht, kann die Fälschung entlarvt werden. Und die Nebenfrequenzen kommen halt nur auf einem guten Tonband heraus.

Übrigens: Trotz seiner hohen Tonqualität durfte das Tonband vor deutschen Gerichten nicht als Beweismittel verwendet werden. Für den Nürnberger Gerichtshof genügte aber schon eine Schellackplatte.

Ch. Müller


Zu R. Countess, "Eine provokative Geschichte der weißen Rasse", VffG 7(2) (2003), S. 233-236

Kultursprung

Sehr geehrter Herr Rudolf!

Ich erlaube mir, zu obigem Beitrag einige Bemerkungen zu machen. H.F.K. Günther hat Lebensgeschichten weißen Völker verfaßt:

Lebensgeschichte des Hellenischen Volkes, Pähl 1956, und Lebensgeschichte des Römischen Volkes, Pähl 1957.

Die Bücher befassen sich mit der rassischen Veränderung in den genannten Völkern. Beide Bücher werden nur noch antiquarisch zu bekommen sein.

In Fachkreisen wird der Kultursprung diskutiert, der entstand, als das Mittelmeer die Bosporus-Sperre durchbrach.

Dazu schreibe ich gerade in einem Aufsatz über Atlantis:

Jürgen Zimmermann möchte im Jahre 2003 verschiedene Theorien unterschiedlicher Fachdisziplinen miteinander verbinden. Das Schwarze Meer war ein Binnenmeer, dessen Wasserstand 120 Meter unter der heutigen Höhe lag. Das Mittelmeerwasser durchbrach den Bosporus etwa zwischen -5600 bis -5200. Der Wasserspiegel des Schwarzen Meeres stieg danach täglich um 15 cm, so daß nach zweieinhalb Jahren die jetzige Höhe erreicht wurde.

Die Bewohner der Uferländereien des Schwarzen Meeres hätten eine hohe Kultur gehabt und wären durch überstürzte Auswanderung nach Mitteleuropa, China, Ägypten und ins Zweistromland gekommen. In den Ankunftsgebieten hätten die einheimischen Stämme Jahrtausende im Dämmerschlaf verbracht und wären dann quasi über Nacht an die Spitze der damaligen Weltkultur gelangt. Dieser Fortschritt wäre nur durch die Ankunft der früheren "Schwarzmeerbewohner" zu erklären. Diese Ansicht aus +2003 wird die Diskussion beleben. Aber es ist kaum vorstellbar, daß gerade die Bewohner der heute unter dem Wasserspiegel des Schwarzen Meeres liegenden Landschaften (durch naturbedingte zwangsweise Abwanderung) solch einen gewaltigen Kulturschub gegeben haben könnten. Die unter Wasser liegenden Belege sind erhalten, während die Erzeugnisse in höher gelegenen Siedlungen Verbrauchsgüter für die Erben waren. Diese Tatsache kann der Vermutung des Kulturschubs Vorschub leisten.

Jürgen Zimmermann, "Die Besiedlung des vorgeschichtlichen Ägypten", in der Zeitschrift Synesis 2003/3

Dr. Heinrich Wollatz


Dogmatismus oder Wunschdenken in der Archäologie?

Veröffentlichungen über die von Countess erwähnten Wagen von Dejbjerg sind äußerst spärlich, und weder das Nationalmuseum in Kopenhagen noch das Museum Hollufgård in Odense locken ihre Besucher mit dem Fund bzw. der Nachbildung oder stellen diese anderweitig gebührend ins Licht.

Und das trotz folgender Würdigung in der Zeitschrift Skalk (Nr. 3/91):

"Die beiden Dejbjergwagen wurden 1881-83 gefunden und werden seither zu den bedeutendsten Funden des dänischen Altertums gerechnet. Und das nicht ohne Grund ! Vorgeschichtliche Wagen sind nämlich selten, und diese hier sind von einem handwerksmäßigen Standard und mit Ausschmückungen, durch die sie sich weit von allen anderen Fahrzeuge ihrer Zeit abhoben. […] Es versteht sich von selbst, daß es nicht jedermann beschieden war, einen solchen Wagen sein eigen zu nennen. Es müssen in der Gegend Menschen gewohnt haben, die wirklich etwas bedeuteten."

Welche technologische Leistung diese Wagen darstellen, macht folgende Beschreibung von der Herstellung der Wagen-Nachbildung deutlich, bei der man so weit wie möglich originale Herstellungsmethoden verwenden wollte:

"Einen wirklichen Alptraum erlebten die [Wagenhersteller], als sie die Radfelgen formen sollten. Man kann nämlich beim Dejbjergwagen sehen, daß sie aus einem langen Stück Esche hergestellt sind, das so gebogen wurde, daß es sich sozusagen selbst in den Schwanz beißt. Von manchen Fachleuten wurde das als unmöglich angesehen, aber im Altertum war das also nicht der Fall, und, wie sich zeigen sollte, auch nicht in der Gegenwart, dank der Genialität und Beharrlichkeit von Gunnar Hønborg. Das Holz wurde zuerst sechs Stunden lang mit Dampf behandelt und dann auf der Außenseite mit einer Art Eisenbandage bekleidet, um dem Zug in Längsrichtung entgegenzuwirken. Das eine Ende wurde dann in einer komplizierten Struktur aus Bahnschwellen befestigt, das andere wurde mit Hilfe eines Traktors mit einer Belastung von ca. 2 Tonnen rundgezogen. Nach dem Abkühlen behielt das Holz seine Form bei. Wie man diese Aufgabe vor 2000 Jahren, ohne unsere heutigen Hilfsmittel, bewältigt hat, ist unbegreiflich."

Ansonsten findet man fast nichts über den sensationellen technologischen Stand, wie er z.B. durch die Achslager des Dejbjerg-Wagens zum Ausdruck kommt. Nur vereinzelt gibt es einen Verweis auf technische Details wie "Die Radnaben waren mit Bronzebuchsen versehen, die Felgen von Eisenbändern fest umschlossen" – aber ohne Hinweis darauf, wie fortschrittlich dieses Konstruktionsprinzip ist. Es ist nicht sicher, ob dies nur daran liegt, daß die Museumsbediensteten zu wenig Gespür für technische Einzelheiten haben – denn die wenigen Abhandlungen über die Wagen bringen zum Ausdruck, welch großes Problem die Verfasser mit einer Akzeptanz und gebührenden Einordnung dieser Funde haben:

"Es wurden bis heute 6 Wagen des Dejbjerg-Typs in Dänemark gefunden Die Funde sind sich so ähnlich, daß man davon ausgehen muß, daß die 6 Fahrzeuge in der gleichen Werkstatt hergestellt wurden, und wenn man alleine vom Stil ausgeht, würde man diese im östlichen Mitteleuropa vermuten. Es erscheint natürlich recht unwahrscheinlich, daß so viele Fahrzeuge auf den Wegen des Altertums nach Dänemark herauf geholpert sind, wahrscheinlicher ist, daß eine Gruppe Wagenmacher die Reise gemacht und sich in Dänemark niedergelassen hat, um sich mit ihrer Kunst ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Es klingt merkwürdig, daß ein kleiner Bereich des kulturell rückständigen Skandinavien auf einmal mit einer größeren Anzahl mechanischer Wunderwerke von ganz einheitlichem Charakter versorgt worden sein sollte – aber man kommt nicht um die Funde herum."

An anderer Stelle heißt es in Skalk zur Herkunft der Wagen:

"Die Wagen von Dejbjerg stammen aus der Zeit kurz vor der Geburt Christi, stellen aber keine dänische Produktion dar, sie müssen in Südeuropa in einem von Kelten bewohnten Gebiet hergestellt worden sein, – oder vielleicht von Handwerkern von dort, die den Weg dorthin gefunden hatten." (Skalk Nr. 3 1991- Hervorhebungen von mir)

Diese Version findet man auch im dem Buch Dänemark- Einführung Vorgeschichte (1981 vom dänischen Außenministerium herausgegeben):

"Zwar erwarben sich die Kelten ihren Ruf als hervorragende Wagenbauer durch ihre zweiräderigen Streitwagen, aber die [vierrädrigen] Wagen von Dejbjerg […] sind in der Konstruktion wie im Stil echte Erzeugnisse dieser Handwerkstradition. Möglicherweise wurden sie von einem Kelten, der zu Besuch war, jedenfalls aber von einem Meister mit Einsicht in den keltischen Stil hergestellt. Obgleich beide Wagen Gebrauchsspuren aufwiesen. […] ist es unwahrscheinlich, daß sie den weiten Weg von Mitteleuropa bis in ein westjütländisches Fjorddorf gerumpelt sind. Auf jeden Fall sind sie ein klarer Beweis dafür, daß der Verkehr zwischen Dänemark und den mitteleuropäischen Völkern um die Zeit von Christi Geburt lebhafter geworden war. Die Wagen von Dejbjerg sind als Fund insofern einzigartig, als von ähnlichen Wagen sonst nur Einzelteile gefunden wurden: auf Grab- und Wohnplätzen in Nordjütland und auf Fünen, im nordwestlichen Deutschland und im Elsaß."

Dies wird auch in Skalk konstatiert:

"Der dänische Wagenfund stellt, zusammen mit einem norddeutschen Grabfund bei Flensburg, eine isolierte Gruppe dar, die in unserer Vorgeschichten nicht ihresgleichen hat. Wie gesagt deutet alles darauf hin, daß die Wagen aus der gleichen Werkstatt stammen, und da es sich nicht um Kleingerät handelt, sondern um komplizierte zeitraubende Konstruktionen, haben wir mit etwas wirklich Großem zu tun, fast einer Art Fabrik. Wie viele Fahrzeuge sie während ihres Wirkens produzierte, ist ungewiß, aber es liegt auf der Hand, daß es mehr, vielleicht viel mehr gibt, als die, die wir heute kennen."

Mit anderen Worten: Die keltische Herkunft wird postuliert, obwohl 1. von den Kelten nicht belegt ist, daß sie jemals einen solchen Wagentyp gebaut haben, 2. das Zentrum der Verbreitung in Nordeuropa liegt, 3. praktischen Gründe gegen einen Import sprechen.

Um die These vom keltischen Ursprung halten zu können, bedarf es weiterer Postulate, etwa der Reise eines Wagenbauers, aus der wieder neue Schlußfolgerungen über den Verkehr zwischen Dänemark und Mitteleuropa abgeleitet werden. Wenn der Stil der Ausschmückungen an den keltischen Stil denken läßt, könnte dies ja auch durch Stilgemeinsamkeiten verursacht sein. Als typisch keltisch werden z.B. Triskelen (Dreifüße) angegeben, sogar mit dem Hinweis "dreiarmige Vorläufer des Hakenkreuzes". Nach dieser Logik müßte man die Kelten wohl auch als Urheber der steinzeitlichen Sonnenräder an Felswänden in Skandinavien annehmen?

In Bezug auf Tacitus’ Bericht über den Umzug mit dem Nerthus-Wagen bei den Germanen heißt es in Skalk:

"Es ist möglich und sogar wahrscheinlich, daß dem eine Erinnerung an den dänischen Fuhrpark zugrunde liegt, von dem ein Teil noch in dem Jahrhundert existierte, in dem Tacitus seinen Bericht schrieb. Er war so ungewöhnlich, daß sein Ruf bis nach Rom gelangte."

Hier finden wir einen Widerspruch – denn die Römer waren ja Nachbarn der Kelten. Hätten sie bei diesen derartige Wagen gesehen, dann wären diese doch den Kelten zugeordnet worden und nicht als germanische Besonderheit in die römische Geschichtsschreibung eingegangen.

Mit anderen Worten: weder die Archäologie noch die römische Überlieferung gibt etwas Handfestes über den keltischen Ursprung dieser Wagen her und man fragt sich, warum nicht schlicht und einfach konstatiert wird: überwiegende Fundregion = Herstellungsregion = technischer Stand dieser Region. Schlußfolgerung: Nordeuropa war nicht so rückständig, wie man ansonsten annimmt.

Thora Pedersen


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 8(1) (2004), S. 118-122.


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