Herzlichen Glückwunsch

Der folgende Text stammt von Theodore O’Keefe, einem langjährigen Mitarbeiter des Institute for Historical Review und ehemaligem Herausgeber des Journal of Historical Review. Es ist mir ein Vergnügen, ihn zum Abschluß meiner Einleitung zu Wort kommen zu lassen:

"Robert Faurisson hat die Revisionisten gelehrt, wie schwierig der rechte Umgang mit Worten ist. Gestählt durch die unbarmherzige Disziplin, die das Lesen und Schreiben der klassischen Sprachen erfordert und hervorbringt, hat Faurisson den Papiervorhang der historischen Unwahrheiten durchstoßen, hinter dem sich der Holocaust-Kult verbirgt.

Faurisson ist ein Bilderstürmer, ein Materialist auf dem Gebiet der Literaturwissenschaft. Er mißt den Worten jenen Sinn bei, den sie im Alltag besitzen: Im Tagebuch der Anne Frank, den Geständnissen des Rudolf Höß, dem Tagebuch des Dr. Johann Paul Kremer und anderen Texten, denen er seine Aufmerksamkeit zuwandte und die er dann gnadenlos gegen jene einsetzte, die sie für ihre eigenen Zwecke benutzt hatten.

Robert Faurisson ist ein guter Mensch, aber kein schüchterner oder sanftmütiger. In Frankreich, wo die Herausforderung des Holocaust-Tabus mißliche Folgen für die Karriere, die rechtliche und finanzielle Lage sowie die physische Gesundheit des Betreffenden zeitigen kann, hat Faurisson dem ganzen Establishment so arg zugesetzt, daß man eigens ein Gesetz erließ, um ihn zum Schweigen zu bringen – natürlich umsonst. Faurisson ist ein schlechter Märtyrer; er hat einmal gesagt, ein guter Revisionist müsse eine Prise Sadismus besitzen, und ungeachtet all dessen, was er durchmachen mußte, hat er seinen Verfolgern weit härtere Schläge versetzt als sie ihm.

Im Verlauf meiner zwei Jahrzehnte währenden Kontakte mit Robert Faurisson habe ich viel von ihm gelernt und viel Freude erfahren. Es ist für mich eine Ehre, zur Publizierung seiner Schriften in englischer Sprache beigetragen und dadurch mit meinen begrenzten Mitteln die Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben, daß seine Erkenntnisse auch der amerikanischen Leserschaft zugänglich wurden. Möge es ihm auch in den kommenden Jahren beschieden sein, mit seiner Kompromißlosigkeit und seiner Präzision die einen zu schulen und den anderen schlaflose Nächte zu bereiten!

Ted O’Keefe, Costa Mesa, 1. Dezember 2003"

 

Schließlich hat auch Dr. Thomas Sunic einen kurzen Beitrag nach Redaktionsschluß der Festschrift eingesandt:

"Wäre es ihm an Lob und Ehrungen gelegen, so hätte Faurisson seine Karriere als französischer Universitätsprofessor nicht aufgegeben. Er hätte sich so leicht verkaufen können, wie es viele seiner ehemaligen Universitätskollegen getan haben, die man täglich in Talkshows der großen französischen Fernsehsender sehen kann. Man kann Herrn Faurisson aber auch nicht nur als Geschichtsrevisionisten abtun. Seine analytische Reichweite und sein provokativer Geist reichen weit über die kritische Untersuchung der modernen Geschichte hinaus. Angesichts der Tatsache, daß er auf dem Gebiete der Gesellschaftswissenschaften moderne Methoden gekonnt angreift, kann Faurisson womöglich als Häretiker bezeichnet werden. Wie einige weniger großkalibrige Professoren auch, so hat sein lebenslanges Lesen und Forschen dazu geführt, die tiefsitzenden Überzeugungen vieler bezüglich "offenkundiger" Wahrheiten herauszufordern.

Sein inquisitiver Geist brachte in unvermeidbar in Konflikt mit der neuen französischen Inquisition und ihren Vollstreckern, auch Gedankenpolizei genannt. Er ist nicht nur das Angriffsziel von Hofschreibern, die sich um einen modernen surrealen Mythos scharen; er ist auch das bevorzugte Angriffsziel einer Heerschar französischer Gutmenschen, die angesichts der Aussicht erzittern, aus ihren gutbezahlten Stellungen in Medien und Schauspielerei entfernt zu werden.

Faurisson sollte wahrscheinlich in die Reihe jener kritischen französischen Denker aufgenommen werden, die moderne Mythen auf den Gebieten der Soziologie, Literatur und Philosophie erschüttert haben. Bei genauerer Betrachtung lebten viele häretische französische Denker, angefangen bei Voltaire, Sorel oder Celine, in Gesellschaften, die intellektuell gesehen weit weniger unterdrückerisch waren als das heutige Frankreich.

Faurisson nährt gewiß nicht die Illusion, der unstillbare Appetit die Menschheit für neue Mythen und Wahrheiten würde aufhören – die in aller Regel von neuen Generationen verworfen werden, nur um durch neue "offenkundige" Wahrheiten ersetzt zu werden. Sind wir nicht Zeugen, wie moderne intellektuelle Eliten in dem USA und in Frankreich, die noch vor nicht allzu langer Zeit der Freudo-Marxistischen Scholastik anhingen, diese heute durch das Dogma des "offenkundig" freien Marktes ersetzt haben? Die Tatsache allein, daß Faurisson in mehreren Fällen von seinen Gegnern körperlich angegriffen wurde, sagt mehr über die Glaubhaftigkeit der Ideen seiner Gegner aus als über Faurisson selbst.

Faurisson verfaßte interessante Studien über den französischen Denker des 18. Jahrhunderts Voltaire und über den modernen Romanautor und Satiriker Louis Ferdinand Céline. Diese beiden französischen Autoren waren nicht nur Unruhestifter für die Regierenden ihre jeweiligen Epoche. Sie waren zudem große Stilisten, deren stimmige Satzkomposition es auch dem einfachen Leser ermöglicht, die Wahrheit zu finden. Auf ähnliche Weise sind auch Faurissons Texte unzweideutig; es gibt darin keine kryptischen Sätze oder überflüssige Phrasen. Man findet allerdings immer eine Spur Ironie in seinen Worten, begleitet von einem Anflug von Kulturpessimismus. Als hervorragender Kenner der französischen Sprache wäre Faurisson ironischerweise die geeignete Person, um seinen Widersachern beizubringen, wie sie ihre Sprache der Verlogenheit besser ausformulierten. Faurisson kann man nicht hereinlegen.

Tom Sunic"


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 8(1) (2004), S. 63.


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