Dirigent der Genauigkeitssymphonie

Von Ernst C.F. Zündel

Ernst Zündel schrieb diesen Beitrag am 5. Dezember 2003 im GULag von Rexdale, Ontario, Volksrepublik Kanada, in einer Einzelzelle, wo er als politischer Gefangener der kanadischen Behörden inhaftiert ist. Sein Aufenthaltsort ist das Toronto-West Detention Center, 111 Disco Road, Box 4950, Rexdale, Ontario, Canada MAW 1M3. Seine jüdischen Ankläger unterstellen, er stelle eine "Bedrohung für die nationale Sicherheit" der kanadischen Nation dar. Der Grund dafür ist die Website Zundelsite.org; diese wird von seiner Frau in den USA betreut, einem Land, wo man immer noch die Freiheit besitzt, die jüdische Holocaust-Geschichte in Frage zu stellen – im Gegensatz zu Staaten wie Kanada, der BRD und Frankreich, die sich der Neuen Weltordnung bereits völlig unterworfen haben. In den letztgenannten drei (sowie mehreren anderen) Staaten treiben Holocaust-Inquisitoren ihr Unwesen, und deren Opfer riskieren, für längere Zeit hinter Gitter zu verschwinden.

In einer düsteren, freudlosen Gefängniszelle in Kanada, das sich doch rühmt, ein moderner, demokratischer, liberaler Mitgliedstaat der Vereinten Nationen zu sein, schrieb der weiland aus Deutschland emigrierte Ernst Zündel die folgende begeisterte Huldigung an die wissenschaftliche Forschungsarbeit und den unbeugsamen Mut Prof. Dr. Robert Faurissons. Dieser wurde in Frankreich zwar von jüdischen Strolchen zusammengeschlagen, aber er kam bisher nie hinter Gitter, auch wenn er unzählige Male als Angeklagter bei Prozeßfarcen vor Gericht stand, bei denen es ihm stets verwehrt wurde, Sachbeweise für seine Thesen vorzulegen oder Entlastungszeugen aufzubieten. Daß in dieser Festschrift der Gewissensgefangene Ernst Zündel, ein Mann der Rechten, Robert Faurisson, einem Mann der Linken und Atheisten, seine Reverenz erweist, ist ein schlagender Beweis dafür, daß der historische Revisionismus seinem Wesen nach eine Methode der Geschichtsschreibung und kein politisches Unterfangen darstellt. Sowohl Zündel als auch Faurisson bestehen hartnäckig auf einer freien und offenen Debatte auf dem Markt der Ideen, darunter auch über die Holocaust-Geschichte. Mit dieser verbindet sich die sehr reale Tragödie vieler unschuldiger Männer, Frauen und Kinder, aber auch die wirkliche Schuld zahlreicher Juden, welche Gesetze gebrochen und Intrigen gegen rechtmäßige Regierungen geschmiedet, Missetaten und Sabotage begangen, sich auf Schwarzmarktgeschäfte und Geldwäscherei eingelassen und die revolutionären Umtriebe des Bolschewismus offen unterstützt haben. Faurisson und Zündel können ein Lied über die Rachsucht der "Holocaust"-Industrie singen, da sie diese in Frankreich, Deutschland und Kanada am eigenen Leib zu spüren bekamen. Beide möchten gerne recht alt werden und noch persönlich erleben, wie führende Wissenschaftler, Politiker und Medienleute endlich einräumen, daß die Revisionisten mit ihrem Slogan "No holes? No Holocaust!" recht hatten.

Robert H. Countess

 

Ich habe erfahren, daß Du [Robert Countess] eine Festschrift für meinen Freund und Mentor Robert Faurisson herauszugeben gedenkst. Dafür danke ich Dir von ganzem Herzen; ich kenne niemanden, der eine solche Anerkennung mehr verdient als Dr. Faurisson!

Irgendwann in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre erhielt ich ein schlecht gedrucktes einseitiges Flugblatt in deutscher Sprache, an das ich mich erinnere, als sei es gestern gewesen. Kurz und bündig, logisch und schnörkellos wurden da die Gründe dafür dargelegt, warum Dr. Faurisson nicht mehr an die Gaskammern glaubte. Der Übersetzer hatte gute Arbeit geleistet! Ich behielt das Flugblatt eine Weile lang auf meinem Schreibtisch, las es zwei- oder dreimal täglich, grübelte darüber nach und dachte mir: "Das ist es also!"

Ich faßte den Entschluß, diesen französischen Professor zu treffen. Auf dem Flugblatt stand freilich keine Adresse, weder die von Faurisson noch die der Verbreiter! Ich machte mich auf die Suche nach dem Mann, indem ich bei einer Reihe führender politischer Aktivisten in Europa anfragte.

Es dauerte nicht allzu lange, und ich war im Besitz der Anschrift sowie zusätzlicher, ausführlicherer Informationen. Dann veröffentlichte Thies Christophersen [der inzwischen verstorbene Herausgeber der Auschwitz-Lüge; d. Hg.] in seiner kleinen Zeitschrift Die Bauernschaft einen Beitrag von Dr. Faurisson. In außergewöhnlich klarem, leicht verständlichem Stil lieferte er dort weitere Informationen und Erklärungen. Ungefähr zur selben Zeit, es war im Jahre 1979, erhielt ich eine Einladung zu einer Konferenz, die in Kalifornien auf dem Gelände der Northrop University stattfinden und bei der sich revisionistische Autoren ein Stelldichein geben sollten. Angekündigt waren Dr. Faurisson, Thies Christophersen, Udo Walendy, Prof. Arthur Butz sowie zahlreiche andere bekannte revisionistische Forscher. Ich entschied mich zur Teilnahme an dieser Konferenz. Das Schicksal hatte es so gewollt, und mir stand eine große Überraschung bevor!

Dr. Faurisson war nach seinem langen Flug völlig erschöpft, und jemand mußte den Text seines Referats vorlesen. Aus mir bis heute unbekannten Gründen fiel diese Ehre mir zu! Dabei muß man wissen, daß ich keine Gelegenheit gehabt hatte, den Text zuerst für mich zu lesen: Man händigte ihn mir aus und führte mich schnurstracks zum Rednerpult.

Man kann sich nur schwer vorstellen, wie groß meine Verblüffung war, als ich einige der dort figurierenden technischen und architektonischen Zeichnungen zum ersten Mal in meinem Leben sah – Zeichnungen der Leichenhallen in Auschwitz-Birkenau, der Krematorien, der sorgfältig beschriebenen Kremierungstechniken. All dies war für mich eine regelrechte Offenbarung und wirkte wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Besonders beeindruckt war ich von Faurissons Argument, das Problem der angeblichen Menschentötungsgaskammern könne nun endlich auf streng wissenschaftliche Art gelöst werden, und zwar mit technischen, forensischen Untersuchungen. Auf bloße Worte und emotionsbefrachtete Aussagen vorgeblicher "Augenzeugen des Völkermordes" könne man fortan verzichten. Statt dessen könne man sich auf konkrete materielle wissenschaftliche Daten stützen, die jedem ernsthaften Forscher zur Verfügung stünden.

Während ich diese Worte ablas, wußte ich: "Ernst Zündel, da haben wir es! Dieses quälende Problem läßt sich nun lösen." Somit wurde ich in jenen ungeheuer aufregenden Augenblicken gewissermaßen Faurissons Jünger, und ich bin es bis heute geblieben.

Dr. Faurisson war ein Mann der Linken. Er war gewarnt worden, daß ich ein Rechter sei, ja noch schlimmer: daß ich eine aufrichtige, meiner Meinung nach freilich rationale Bewunderung für Adolf Hitler hege. Um das Maß voll zu machen, hatte ich ferner Bücher wie Die fliegenden Untertassen der Nazis geschrieben bzw. verbreitet. Deshalb befürchtete der eine oder andere, Dr. Faurissons Glaubwürdigkeit würde durch eine Zusammenarbeit mit mir Schaden nehmen. Mir war durchaus nicht entgangen, daß mir seitens mancher Leute wegen meiner sozusagen unprogrammgemäßen Aktivitäten Neid und Abneigung entgegenschlugen und über mich die wildesten Gerüchte kursierten.

Wie ich mich heute erinnere, erwog ich all dies sorgsam, während ich versuchte, eine feste Beziehung mit dem französischen Professor aufzubauen, der mein Mentor werden sollte, und zusätzliche Informationen von ihm zu erlangen.

Nach und nach kam es zur Zusammenarbeit, und als die kanadische Justiz im Jahre 1983 formell Anklage gegen mich erhob, wandte ich mich in einem Schreiben an Dr. Faurisson, unterrichtete ihn über die einzelnen Anklagepunkte und fragte ihn, ob er gewillt sei, als mein Hauptberater zu wirken und beim Prozeß als Zeuge aufzutreten. Er antwortete mit ja – zur Bestürzung gewisser Leute und erst recht zum Erstaunen vieler Wissenschaftler, für die ich bestenfalls auf Publizität erpicht und ein "intellektuelles Fliegengewicht" war.

Dr. Faurisson wohnte der ersten Anhörung im Juni 1984 bei. Damals hatte ich einen Anwalt, der in dieser Sache nicht sonderlich engagiert war und bloß über bescheidene Fähigkeiten verfügte. Ich kann nicht leugnen, daß sowohl Faurisson als auch ich selbst über seine dürftige Leistung bei dieser Anhörung verstimmt waren.

Man kündigte mir einen Prozeß an, und ich versprach Faurisson, bis dann einen engagierteren und tüchtigeren Verteidiger zu rekrutieren. Glücklicherweise fand ich diesen in Gestalt Doug Christies aus Westkanada, dem als Partnerin Keltie Zubko zur Seite stand. Bei den Vorbereitungen arbeiteten beide vorzüglich mit Faurisson zusammen, wobei sie eine Liste der zu ladenden Zeugen erstellten und die Strategie für den Prozeß entwarfen. Meine Rolle war die des Beschuldigten, gegen den sich der ganze Haß richtete – ein Haß, als dessen Verbreiter die Medien wirkten. Ich war der Verfasser eines Dramas, das sich nicht in einem Theater, sondern in einem Gerichtssaal abspielte, und bei dem das Zeugenpult als Bühne diente!

Regisseur des Dramas wurde Dr. Faurisson, Doug Christie sein Assistent, und ich sorgte dafür, daß alles wie am Schnürchen ablief, daß die Zeugen rechtzeitig erschienen, die nötigen Dokumente erstellt wurden, wir alle ein Dach über dem Kopf hatten und anständig aßen, vor allem aber, daß genug Geld hereinfloß, um die Anwälte sowie die Reise- und Unterbringungskosten der Zeugen zu bezahlen – kurzum, daß jeder die ihm zugedachte Rolle erfüllte.

Mit geradezu schlafwandlerischer Sicherheit brachten wir den ersten Prozeß gemeinsam hinter uns; wir verloren ihn, legten aber erfolgreich Berufung ein, und das oberste Gericht Kanadas sprach mich schließlich frei. Ich wähnte, nun sei alles ausgestanden, doch schon nach wenigen Tagen wurde ich von den kanadischen Justizbehörden erneut angeklagt.

Der zweite Prozeß begann im Januar 1988. Abermals kam Faurisson nach Toronto und übernahm die Rolle des Regisseurs. Zusammen machten wir den US-Hinrichtungsexperten Fred Leuchter ausfindig. Barbara Kulaszka, eine brillante, bienenfleißige Anwältin, stieß ebenfalls zu unserer Mannschaft, und der Rest ist, wie es so schön heißt, "Geschichte".

Im Februar 1988 reiste Fred Leuchter zusammen mit einigen Helfern nach Polen; dort untersuchte er die angeblichen Menschentötungsgaskammern von Auschwitz-Birkenau, in denen nach unermüdlich wiederholten Behauptungen von Dogmatikern rund "vier Millionen jüdischer Märtyrer" von den Deutschen ausgerottet worden sein sollen. In aller Eile erstellte er sein heute berühmtes Gutachten in einer vor Gericht verwendbaren Form. Das Leuchter-Gutachten wurde zu einer weltweiten Sensation und ist seither in viele Sprachen übersetzt worden.

Abermals wurde ich für schuldig befunden, und dieses Mal wurde auch meine Berufung abgeschmettert. Insgesamt kam ich elfmal hinter Gitter. Dr. Faurisson und ich hatten inzwischen eine sehr harmonische Beziehung entwickelt, die sich im Verlauf unserer nun fünfzehnjährigen Bekanntschaft zu einer echten Freundschaft gewandelt hatte. Im August 1992, als der Oberste Gerichtshof Kanadas zu meinen Gunsten entschied, war unsere Freude überwältigend! Die unerhörte nervliche Belastung und harte Arbeit, die von uns geopferte Zeit und die eingesetzten finanziellen Mittel hatten sich also gelohnt! Wir hatten über die Apostel des Hasses gegen Andersdenkende gesiegt, und der Sieg schmeckte köstlich süß!

Doch der Kampf ging weiter. Er dauert bis zum heutigen Tage fort, an dem ich mit einem stumpfen Bleistift in einer fast kahlen Gefängniszelle diese Worte zu Papier bringe. In tiefer Ehrfurcht und Demut verneige ich mich vor einem der wahrhaftig großen Männer Europas in einer Epoche, wo nur sehr wenige Menschen seines Kalibers die technischen Kenntnisse und den unbändigen Mut besitzen, sich zu erheben und den Feinden der wissenschaftlichen Geschichtsschreibung, den Profiteuren der Holocaust-Industrie, die Stirn zu bieten. Prof. Dr. Robert Faurisson gehört zu den scharfsinnigsten Menschen, denen ich je begegnet bin und ist absolut unbestechlich. Er ist wirklich ein Mann, für den die Genauigkeit sein modus operandi darstellt. Es ist für mich eine Ehre, ihn meinen Freund – ja sogar meinen teuersten Freund – nennen zu dürfen!

Von meiner Gefängniszelle in Toronto, Ontario, wo ich in Einzelhaft einsitze, möchte ich herzhaft rufen: "Alles Gute zu deinem fünfundsiebzigsten Geburtstag, Robert! Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie die Haßprediger in den achtziger Jahren über dich unkten: ‘Der wird nicht alt.’ Inzwischen bist du nun wirklich schon alt geworden, aber du hast nichts von deiner Stärke und deiner Unbeugsamkeit verloren!"


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 8(1) (2004), S. 54-56.


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