Endlich: Auschwitz unwiderlegbar bewiesen!?

Oder: Muselmänner in Auschwitz

Von Ernst Manon

Sind in Auschwitz etwa auch Häftlinge muslimischen Glaubens der Vernichtung anheimgefallen? Mitnichten!

"Der sogenannte 'Muselmann', wie die Lagersprache den sich aufgebenden und von den Kameraden aufgegebenen Häftling nannte, hatte keinen Bewußtseinsraum mehr, in dem Gut oder Böse, Edel oder Gemein, Geistig oder Ungeistig sich gegenüberstehen konnten. Er war ein wankender Leichnam, ein Bündel physischer Funktionen in den letzten Zuckungen."

So charakterisierte Jean Améry diese Kategorie von ausgemergelten Häftlingen, die das Bild vom Lageralltag in der Öffentlichkeit seit 1945 darstellen.[1] Es gibt mehrere Erklärungen für die lagerinterne Bezeichnung Muselmänner. Eine kommt von der wörtlichen Bedeutung des arabischen Ausdrucks "Muslim". Er bezeichnet den, der sich bedingungslos dem Willen Gottes unterwirft. In den Lagern waren also die Muselmänner jene Leute von bedingungslosem Fatalismus.[2]

"So, wie autistische Kinder die Realität vollkommen ignorieren, um sich in eine Phantasiewelt zurückzuziehen, so schenkten die zu Muselmännern gewordenen Häftlinge den realen Kausalzusammenhängen keine Aufmerksamkeit mehr und ersetzten sie durch delirante Phantasien."[3]

Philosophen wie Theologen haben sich häufig mit dem Paradigma der "Extremsituation" oder "Grenzsituation" beschäftigt. In Kierkegaards Worten:[4]

"Die Ausnahme erklärt das Allgemeine und sich selbst. Und wenn man das Allgemeine richtig studieren will, braucht man sich nur nach einer wirklichen Ausnahme umzusehen."

Für den italienischen Philosophen Giorgio Agamben ist nun Auschwitz:[5]

"genau der Ort, an dem der Ausnahmezustand vollkommen mit der Regel zusammenfällt und die Extremsituation zum Paradigma des Alltäglichen selbst wird."

Der delirierende Muselmann wird zum Zeugen. Er hat nichts gesehen und nichts erkannt - außer der Unmöglichkeit, zu erkennen und zu sehen:[6]

"Doch daß gerade diese nicht menschliche Unfähigkeit zu sehen Anruf und Frage an den Menschen wird [...], darin und in nichts anderem besteht das Zeugnis."

Agamben nennt dies das Paradox des Primo Levi:

"Der Muselmann ist der vollständige Zeuge."

Denn:[7]

1) "Der Muselmann ist der Nicht-Mensch, derjenige, der auf keinen Fall Zeugnis ablegen könnte."

2) "Derjenige, der nicht Zeugnis ablegen kann, ist der wirkliche Zeuge, der absolute Zeuge."

Ist doch logisch, oder etwa nicht!?

Nun kommt Agamben zu den sogenannten Auschwitz-Leugnern:[8]

"Denn angenommen, Auschwitz sei dasjenige, von dem nicht Zeugnis abgelegt werden kann; und zugleich angenommen, der Muselmann sei die absolute Unmöglichkeit, Zeugnis abzulegen. Wenn der Zeuge für den Muselmann Zeugnis ablegt, wenn es ihm gelingt, die Unmöglichkeit zu sprechen zum Sprechen zu bringen - wenn also der Muselmann als vollständiger Zeuge konstituiert wird -, dann ist die Grundlage alles Leugnens selbst widerlegt. [...] Wenn der Überlebende nicht von der Gaskammer oder von Auschwitz Zeugnis ablegt, sondern für den Muselmann, wenn er allein von einer Unmöglichkeit zu sprechen her spricht, dann kann sein Zeugnis nicht geleugnet werden. Auschwitz - das, von dem Zeugnis abzulegen nicht möglich ist - ist absolut und unwiderleglich bewiesen."

Georges-Arthur Goldschmidt meinte noch:[9]

"Bisher hat es kein historisches Ereignis gegeben, das so weitreichend gewesen wäre und so wenig nachweisbar. [...] Es ist buchstäblich nicht zu fassen, daß man unter allen historischen Ereignissen gerade die Existenz von Auschwitz zu leugnen versucht - als trage Auschwitz tatsächlich seine eigene Negation in sich."

Nun ist also endlich dem Philosophen Agamben der "unwiderlegbare" Beweis gelungen! Zwei Paradoxe aneinander aufzuschaukeln, um etwas angeblich wenig Nachweisbares doch noch zu beweisen, das dürfen wir getrost dem "jüdischen Geist" zurechnen. Das wäre etwa so, als wollte man einem Kind die "Tatsache", daß Osterhasen Eier legen, damit beweisen, daß 1) noch niemand den Osterhasen beim Eierlegen gesehen hat, und 2) die gefundenen Ostereier keinen Herkunftshinweis tragen, womit unwiderlegbar bewiesen wäre, daß die Ostereier vom Osterhasen gelegt werden.[10]

Dagegen meinte der jüdischstämmige Philosoph Karl Raimund Popper in einem Interview einmal:[11]

"Wahrheit ist Übereinstimmung mit den Tatsachen, Übereinstimmung mit der Wirklichkeit. Wahrheit ist objektiv und absolut."

Wie läßt sich diese offenkundige Diskrepanz in der Wahrnehmung der Wirklichkeit erklären?

Der inzwischen verstorbene jüdische Soziologe Alphons Silbermann behauptete, daß sich ein jüdischer Geist erkennen läßt, der nur im Kollektivgedächtnis verfestigt sein kann, dem ein Erfahrungsschatz im Fixpunkt "Leiden" zugrunde liegt.[12] Es ist:

"ein mit dynamischer Kraft ausgestattetes System von Ideen, das einer bestimmten Gruppe zu eigen ist und in letzter Analyse durch die zentralen Interessen dieser Gruppe bestimmt wird. Das Ideensystem der Juden ist durch eine Geschichte als Leidensgeschichte geprägt, dessen Wesenszüge sich seit Moses' Gedenken auf Überleben ausrichtet."[13]

"Nicht ein oft beschworenes Geschichtsbewußtsein führt diese Erkenntnisse an, sondern das Kollektivgedächtnis, das sich die Geschichte des Leidens als Geschichte des Kollektivs zu eigen gemacht und in sich eingegraben hat. Unentwegt projiziert es die historische Vergangenheit auf die Gegenwart und eine hoffnungsfreudige Zukunft, immer wieder berührt es das Jude-Sein. [...] Die Geschichte des Leidens liegt auf den Schultern eines jeden Juden."[14]

Ein Geistesverwandter von Agamben ist der französisch-jüdische Philosoph Jacques Derrida. Er hatte erfahren, "durch Weizmann sollen die Juden selber - beinahe wie ein Staat - im September 1939 dem Dritten Reich den Krieg erklärt haben." Für diese "Unterstellung" macht er "die Logik der Objektivität" verantwortlich, die

"die Möglichkeit geschaffen hat, das Zeugnis und die Verantwortung für ungültig zu erklären, also auszulöschen, und die Besonderheit der Endlösung zu neutralisieren: es hat die Möglichkeit der historiographischen Perversion geschaffen, die ihrerseits die Logik des Revisionismus [...] erzeugt hat. Den Revisionismus können wir, um uns kurz zu fassen, als einen Revisionismus Faurissonschen Stils bestimmen; den Objektivismus als einen, der die Existenz eines analogen totalitären Vorbilds und die Tatsache vorgängiger Massenvernichtung (genannt wird der Gulag) zur Erklärung der Endlösung herbeizieht und diese sogar im Sinne einer Kriegserklärung 'normalisiert'' im Sinne einer klassischen staatlichen Antwort, einer während des Krieges gegen die Juden dieser Welt erteilten Antwort."[15]

Der Philosoph hält es also nicht für angebracht, die verschiedenen Kriegserklärungen - schon ab 1933! - zur Kenntnis zu nehmen.[16] Bezogen auf unser Osterhasen-Beispiel wäre das so, als würde sich jemand darüber beklagen, daß es objektive Zoologen gibt, die doch tatsächlich behaupten, der Hase sei ein Säugetier, womit die Zeugenschaft der Ostereier geleugnet würde. Und Prof. Faurisson sähe sich in der Rolle des Zoologen, der seine Erkenntnisse über Hasen in der Formel zusammengefaßt hat: "Wer säugt, legt keine Eier!", wofür er wiederholt krankenhausreif geschlagen wurde, eine hohe Geldstrafe und akademische Ächtung in Kauf nehmen mußte.

Wir können aber festhalten: Der Philosoph Jacques Derrida hat sich offensichtlich mit der Arbeit und den Erkenntnissen Faurissons beschäftigt und billigt ihnen "Objektivität" zu. Diese aber will er nicht, da sie der "Dialektik" seines jüdischen Empfindens widerspricht. Objektive Geschichtsbetrachtung empfindet er als pervers. Eine derartige Bestätigung von der Gegenseite hätte sich Prof. Faurisson wohl nicht träumen lassen! Wenn seine Erkenntnisse objektiv sind, dann hat er eben recht![17]

Während jahrzehntelang die "Unfaßbarkeit" der Opferzahl von zunächst vier Millionen, später über einer Million, mit Auschwitz assoziiert wurde, rückt mit "neuen Archivfunden", wie der Spiegel-Redakteur Fritjof Meyer in der keineswegs rechten Zeitschrift Osteuropa berichtet,

"die Dimension des Zivilisationsbruchs endlich in den Bereich des Vorstellbaren und wird so erst zum überzeugenden Menetekel für die Nachgeborenen. [...] Eine halbe Million fiel dem Genozid zum Opfer."[18]

Abgesehen von der Frage, ob dies die letzte offizielle Zahl der Todesopfer von Auschwitz bleibt, und abgesehen von der Frage, ob jeder, der in Auschwitz starb, auch ermordet wurde, nähert sich die Zahl jener Anzahl von Menschen, die in Dresden in zwei Tagen bei lebendigem Leib verbrannten. Je weiter die Zahl der Auschwitzopfer durch Reduktion in den Bereich des Vorstellbaren rückt, desto schwieriger wird es aber auch, die Differenz zu den nicht in Frage zu stellenden sechs Millionen zu erklären. Wer da etwa einen prominenten Juden höflich um eine Erklärung bittet, muß schon mal mit einer Anzeige rechnen. Aber wir wissen ja von Martin Broszat, dem inzwischen verstorbenen vormaligen Direktor des Münchner Instituts für Zeitgeschichte, daß es sich um eine "symbolische Zahl" handelt.[19]

Herbert Kempa schrieb vor Jahren:[20]

"Kein Ernstzunehmender bezweifelt, daß Juden im Dritten Reich verfolgt wurden. Wer sich mit diesem Thema auseinandersetzt, muß in einem Rechtsstaat aber doch wohl untersuchen dürfen, was glaubwürdig, was unglaubwürdig und was technisch unmöglich ist. Wenn Gesetze die historische Forschung zu diesem Komplex verbieten, wenn Sachverständige bei Strafandrohung nicht aussagen dürfen, dann kommt man doch zwangsläufig zu der Vermutung, daß an den Deutschland so schwer belastenden Beschuldigungen vieles nicht der Nachprüfung standhalten würde."

Und auch Norman Finkelstein sinniert:[21]

"[...] wird nicht nur die Zahl von '6 Millionen' immer unhaltbarer, sondern die Zahlen der Holocaust-Industrie nähern sich rasch denen der Holocaust-Leugner."

Hermann Langbein, der bekannte Erforscher des Lagerlebens, bekannte:[22]

"Wer Tatsachen von Legendenbildungen trennen will, hat eben alle Quellen heranzuziehen, zu vergleichen, kritisch zu untersuchen, wenn möglich, das Urteil von Augenzeugen über den Wahrheitsgehalt der Publikationen einzuholen und sich vor allen Vorurteilen zu hüten. [...] Selbst Veröffentlichungen von Institutionen, deren Seriosität allgemein anerkannt ist, können nicht unkritisch übernommen werden. Das gilt auch für das Museum von Auschwitz, das sich mit vollem Recht Ansehen in der Fachwelt erworben hat."

Im geschichtlichen Denken Walter Benjamins, eines weiteren jüdischen Geistesverwandten, gibt es so etwas wie einen "kontrafaktischen Wahrheitsanspruch". Thomas Schwarz Wentzer erläutert die Theorie dazu:[23]

"Die Bewegung der Interpretation kennt einen gleichsam kontrafaktischen Wahrheitsanspruch, der erfüllt wird in jeder gelingenden Interpretation, insofern in ihrem Vollzug im Jetzt der Erkennbarkeit Wahrheit ungebrochen erfahren werden kann."

Über die jüdische Geschichtsschreibung klärt auch das Jüdische Lexikon auf:[24]

"Das Endideal der historischen Wissenschaft - die Herstellung einer vollen Übereinstimmung zwischen der Geschichtsschreibung und der Geschichte, zwischen den Vorstellungen von der Vergangenheit und der historischen Wirklichkeit - begegnet bes. großen Schwierigkeiten in der jüdischen Geschichtsschreibung."

Warum das so ist, erklärt uns der New Yorker Historiker Yosef Hayim Yerushalmi:[25]

"Juden, die noch vom Zauber der Tradition gebannt sind oder dorthin zurückgefunden haben, finden die Arbeit des Historikers irrelevant. Ihnen geht es nicht um die Historizität des Vergangenen, sondern um seine ewige Gegenwart. Wenn der Text unmittelbar zu ihnen spricht, muß ihnen die Frage nach seiner Entwicklung zweitrangig oder völlig bedeutungslos vorkommen. [...] Viele Juden suchen heute nach einer Vergangenheit, aber diejenige, die der Historiker zu bieten hat, wollen sie ganz offensichtlich nicht. [...] Das gewaltige augenblickliche Interesse am Chassidismus kümmert sich nicht im geringsten um die theoretischen Grundlagen und die reichlich anrüchige Geschichte dieser Bewegung. Der Holocaust hat bereits mehr historische Forschungstätigkeit ausgelöst als jedes andere Ereignis der jüdischen Geschichte, doch für mich steht völlig außer Zweifel, daß sein Bild nicht am Amboß des Historikers, sondern im Schmelztiegel des Romanciers geformt wird. Seit dem 16. Jahrhundert hat sich viel geändert, doch eines ist seltsamerweise gleich geblieben: Es sieht so aus, als seien die Juden damals wie heute nicht bereit, sich der Geschichte zu stellen (wenn sie sie schon nicht überhaupt ablehnen). Sie scheinen lieber auf einen neuen, metahistorischen Mythos warten zu wollen, und der Roman eignet sich wenigstens einstweilen als modernes Surrogat dafür."

Der Begründer des von Yerushalmi genannten Chassidismus, also der osteuropäisch-jüdischen Frömmigkeitsbewegung, war Israel ben Elieser, genannt Ba'al Schem Tow, der "Meister des guten Namens"; er lebte von 1700 bis 1760 in Podolien. In einem neueren Lexikon der jüdischen Religion heißt es:[26]

"From its earliest period, Hasidism cultivated the oral tale as an important vehicle for conveying its teachings. The Ba'al Shem Tov himself was a master storyteller."

Elie Wiesel berichtet:[27]

"Der Aufruf des Baal-Schem war ein Aufruf zur Subjektivität, zum leidenschaftlichen Engagement."

Er zitiert dann seinen Großvater:

"Man wird dir sagen, daß diese oder jene Geschichte nicht wahr sein kann; na und? Ein objektiver Chassid ist kein Chassid."

Elie Wiesel selbst bestätigt:[28]

"Für einen Historiker gibt es nichts Verwirrenderes, Erniedrigenderes. Keinen Trennungsstrich ziehen zu können - keinen einzigen, ganz gleich welchen - zwischen Mythos und Realität, zwischen Fiktion, Phantasterei und Erlebtem, das ist für einen Geschichtswissenschaftler der Gipfel der Verlegenheit."

Aber er fordert:[29]

"Macht Gebete aus meinen Geschichten"!

In seiner Autobiographie berichtet er über die kabbalistischen und asketischen Versuche seiner Jugend, über die Anziehungskraft des Leidens und seinen Neid auf das Leiden der Armen in seiner Umgebung: Leiden als Weg zum Heiligen.[30] Der Nobelpreis wurde ihm 1986 unter anderem auf Antrag von 83 Abgeordneten des Deutschen Bundestages verliehen.[31] Diesen Abgeordneten muß Wiesels Spruch bekannt gewesen sein:[32]

"Jeder Jude sollte irgendwo in seinem Inneren eine Zone des Hasses - des gesunden männlichen Hasses - bereithalten für das, was der Deutsche personifiziert und was in dem Deutschen weiterbesteht. Etwas anderes zu tun wäre Verrat an den Toten."

Entweder sahen sie sich nicht als Deutsche oder sie waren in vorauseilendem Selbsthaß befangen, in jedem Fall eine schlechte Grundlage, das deutsche Volk zu vertreten.

Norman G. Finkelstein macht Wiesel als Strippenzieher verantwortlich, der sich das Amt eines "Hohepriesters" der Gedenkkultur anmaßt und den er der Kategorie Gauner und Betrüger zurechnet.[33]

Verschiedentlich werden auch die Folgen der Assimilation als Holocaust bezeichnet, so bei den Chassidim aus Weißrußland. Dort entstand eine religiöse Bewegung, "die den 'spirituellen Holocaust', die Assimilation des jüdischen Volkes mit Fax, Fernsehen, Walkman und allen modernen Kommunikationsmitteln zu bekämpfen versuchte."[34] Da das "jüdische Leben" in Deutschland in stark zunehmendem Maße durch osteuropäische Juden geprägt wird, ergeben sich da ganz ungeahnte Möglichkeiten des kulturellen Gedächtnisses und Geschichtsverständnisses. Gershon Greenberg von der American University, Washington D.C., schreibt:[35]

"There is a universal spiritual community which spreads from the Far East to the West, with its center in Germany."

In Amerika ist das Zentrum der Chassidim bekanntlich im New Yorker Stadtteil Brooklyn angesiedelt.

Und dann gibt es das "Wilkomirski-Syndrom". Da begann ein adoptierter Schweizer irgendwann "Memoiren" über seine angeblich jüdische Kindheit in den Kriegsjahren zu schreiben, darunter seine Erlebnisse in Majdanek und Auschwitz-Birkenau mit hanebüchenen Einzelheiten.[36] Trotz seiner Entlarvung als Betrüger[37] erfährt man von dem Holocaust-Forscher Israel Gutman:[38]

"Das ist kein Schwindler. Das ist jemand, der diese Geschichte tief in seinem Innern durchlebt. Der Schmerz ist authentisch. [...] Selbst wenn er kein Jude ist, so ist doch die Tatsache, daß der Holocaust ihn derart tief beeindruckte, von allergrößter Bedeutung."

Den "eingebildeten Erinnerungen, oder: von der Sehnsucht, Opfer sein zu wollen" war im April 2001 sogar eine internationale Konferenz in Potsdam gewidmet.[39]

Bei Harold Bloom, dem amerikanisch-jüdischen Kabbala-Forscher, lesen wir:[40]

"Der Chassidismus war der letzte Abkömmling der Kabbala und läßt sich begreifen als die positive letzte Errungenschaft einer Bewegung, die in ihren dunklen Aspekten in die Sümpfe der Magie und des Aberglaubens, zu falschen Messiassen und zu Apostaten führte."

Während die orthodoxen Juden ungefähr 12 Prozent der jüdischen Weltbevölkerung stellen, werden die darin enthaltenen Chassidim mit fünf Prozent oder 550.000 angegeben. Orthodoxe Führer behaupten jedoch, daß ihr Anteil von liberalen, jüdischen Demographen ständig unterschätzt würde, um die Bedeutung der Orthodoxie herunterzuspielen, vermutlich um dadurch dem "Antisemitismus" zu begegnen.[41] "Das religiöse Leben der heutigen Juden wird mehrheitlich vom Chassidismus geprägt", gibt dagegen Peter Stiegnitz in einer kleinen Aufklärungsschrift über das Judentum offen zu.[42]

Es würde zu weit führen, hier die "theoretischen Grundlagen und die reichlich anrüchige Geschichte dieser Bewegung" (Yerushalmi) aufzudecken.[43] Aber eine Anmerkung des Religionsphilosophen und Kabbala-Forschers Gershom Scholem sollte doch zu denken geben:[44]

"Für die Kabbalisten war es nicht die Aufgabe Israels, den Völkern ein Licht zu sein, sondern, ganz im Gegenteil, aus ihnen die letzten Funken der Heiligkeit und des Lebens herauszulösen, [...] eine Wahrheit, der nur allzuviele Theologen des Judentums sich sehr ungern eröffnen und der auszuweichen eine ganze Literatur sich plagt."

Dr. Daniel Krochmalnik, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Heidelbergs, bestätigt, zumindest was Deutschland anbetrifft, den Vernichtungswillen mit kabbalistischem Hintergrund. In einem mit "Amalek" überschriebenen Artikel in einem eigentlich nur an jüdische Leser gerichteten Verbandsorgan schreibt er:[45]

"Die genetische Verortung und prophetische Vorwegnahme des radikalen Übels läßt auch darauf hoffen, daß eine Endlösung der Endlöser vorprogrammiert ist."

Der verfassungswidrige[46] und doch gewollte demographische Niedergang des deutschen Volkes erscheint damit aus jüdischer Sicht als "gottgewollt". Am 18. November 1969 hielt Simon Wiesenthal vor der Jüdischen Studentenschaft Zürich bei stärkstem Andrang einen Vortrag über die "Verfolgung von Naziverbrechern". Es gelte, potentielle Gegner auch im Keim, ja im embryonalen Zustand, ein für allemal zu vernichten.[47] Nach der "Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes"[48] Art. III (c) handelt es sich eigentlich um eine "unmittelbare und öffentliche Anreizung zur Begehung von Völkermord". Art. IV besagt:

"Personen, die Völkermord [...] begehen, sind zu bestrafen, gleichviel ob sie regierende Personen, öffentliche Beamte oder private Einzelpersonen sind."

Nebenbei: Steven K. Langnas, der Leiter des Rabbinates der Israelitischen Kultusgemeinde für München und Oberbayern, behauptete in einem Vortrag vor dem Peutinger-Collegium, das Land Israel (!) hätte die Menschenrechte erfunden.[49] Für Deutsche gelten sie aber offenbar nicht.

Eine deutsche Regierung, ganz gleich welcher Zusammensetzung, die den Ansprüchen chassidisch-kabbalistischer Gedenkkultur und sonstigen Vorgaben Folge leistet, löst selbst die letzten "Funken der Heiligkeit und des Lebens" aus dem deutschen Volk heraus! Symptomatisch dürfte der Fall der Hamburger Punkgruppe Slime sein. Während der Song von 1980 "Deutschland muß sterben, damit wir leben können" bisher verboten war, ist er aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 23. November 2000 nunmehr erlaubt. Er gilt als Kunst im Sinne der grundgesetzlich garantierten Kunstfreiheit.[50] Dem Historiker und Diplom-Politologen Udo Walendy wurde von der Kreisbehörde Herford die Führung seines Verlages entzogen, weil er das Verbrechen (!) begangen hatte, zu versuchen, "das deutsche Volk von der ihm auferlegten Erbsünde zu befreien"[51] Angela Merkel hingegen hat die Lage Deutschlands mit einiger Chutzpe so charakterisiert:

"Die Anerkennung der Singularität des Holocausts hat uns doch zu dem Land gemacht, das wir heute sind - frei, vereint, souverän."

Zur Grundlage der CDU gehöre auch "die fortwährende Anerkennung des Unaussöhnlichen, die Singularität des Holocaust."[52]

Den Holocaust hatte schon Dan Diner als die ungeschriebene Verfassung Nachkriegsdeutschlands bezeichnet.[53] Patrick Bahners hat das Problem anläßlich des Deckert-Prozesses vor zehn Jahren unter der sinnigen Überschrift "Objektive Selbstzerstörung" auf den Punkt gebracht:[54]

"Wenn Deckerts 'Auffassung zum Holocaust' richtig wäre, wäre die Bundesrepublik auf einer Lüge gegründet. Jede Präsidentenrede, jede Schweigeminute, jedes Geschichtsbuch wäre gelogen. Indem er den Judenmord leugnet, bestreitet er der Bundesrepublik ihre Legitimität."

Das hat, was Auschwitz anbetrifft, die Holocaust-Forscherin Gitta Sereny getan, indem sie in einem Interview mit Erica Wagner in der Times behauptete:[55]

"Auschwitz war kein 'Todeslager'"

In der deutschen Ausgabe ihres Buches Das deutsche Trauma heißt es:[56]

"daß Auschwitz trotz seiner Symbolfunktion in erster Linie nicht ein Vernichtungslager für Juden und deshalb absolut nicht der Fall ist, an dem man die Vernichtungspolitik studieren kann."

So also sieht Die fragile Grundlage[57] des Zusammenlebens von Juden und Nichtjuden aus, wie Salomon Korn es bezeichnet. Er ist der Nachfolger Michel Friedmans als Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und als Architekt "Gedenkstättenbeauftragter". Im Gegensatz zu seinem auf ewige Zeiten unversöhnlichen Vorgänger hält er "Normalität" zwischen Deutschen und Juden erst in weiteren fünfzig Jahren für möglich. Demographische Studien aber zeigen, daß Deutsche dann längst zur Minderheit im eigenen Lande gehören werden.

Deutschland wird zunehmend mit einem Netz von jüdischen Gedenkstätten und Mahnmalen überzogen, wobei der Satz, Erinnerung sei das Geheimnis der Erlösung, Pate steht.

Roland Kany, der Rezensent eines Lexikons Gedächtnis und Erinnerung,[58] gibt zu bedenken:[59]

"Dabei stehen kabbalistische Traditionen hinter dem ungeheuren Wort des Baal Shem Tov: 'Erinnerung heißt das Geheimnis der Erlösung.'"

Daniel Krochmalnik verrät uns, wie die Formel eigentlich heißt:[60]

"Das Vergessenwollen verlängert das Exil, das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung."

Das bedeutet im Geiste des Chassidismus:

"Die Seele ist im Körper gefangen und den materiellen Bedürfnissen verfallen; ihre himmlische Heimat hat sie vergessen. Solange sie sich nicht erinnert, wer sie ist, und nicht begreift, daß sie sich hier im Exil befindet, kann sie nicht erlöst werden. [...] Wer nicht weiß, daß er in der Fremde ist, daß er sich selbst entfremdet ist, hat keine Sehnsucht nach seiner Heimat und lebt das dumpfe Leben der Kaffer. [...] Für uns Juden bedeutet es [das Gedenken], soviel Geistesfunken wie nur möglich, aus jener vernichteten Welt einzusammeln, um die Flamme der Tradition zu entzünden."

Im übrigen versteht er nicht, was das chassidische Wort den Nichtjuden bedeuten könne.

Michael Brenner, der an der Universität München "Jüdische Geschichte und Kultur" lehrt, stellt fest:[61]

"Je spärlicher die Überreste der einstigen lebendigen jüdischen Kultur Europas werden, desto stärker wächst die virtuelle jüdische Landschaft des Kontinents. Manche Teile Europas sind bereits heute zu einer einzigen großen Museen- und Nostalgielandschaft geworden."

Wer aber wie Prof. Ernst Nolte heute noch von einer "judäozentrischen" Geschichtsinterpretation und einem "negativ-germanozentrischen Paradigma" spreche, brauche einen Psychologen nötiger als einen Lobredner, meint er.[62]

Nun hat es allerdings ein jüdischer Psychologe dankenswerterweise auf sich genommen, die unterschiedliche jüdische Mentalität zu untersuchen: Ofer Grosbard, ein säkularer, aus einer deutsch-litauisch-jüdischen Familie stammender Israeli, geht von den verschiedenen kindlichen Entwicklungsstufen aus und bezieht sie auf das heutige Israel als Ganzes, das ebenso wie ein heranwachsendes Kind einen Reifungsprozeß durchmacht. Wenn er Israel "auf die Couch" legt, um Frieden im Nahen Osten zu stiften, rechnet er offenbar nicht mit dem "Therapiewiderstand" der Mächtigen. Trotzdem enthält das Buch eine Reihe wertvoller Einsichten, die mehr oder weniger auch für Diasporajuden gelten dürften, stellte doch der israelische Staatspräsident Moshe Katzav bei seinem Deutschlandbesuch im Dezember 2002 an die Gemeindemitglieder gerichtet fest:[63]

"Ihre Heimat ist Israel."

Grosbard fand also:

"Uns Juden fällt es sehr schwer, darüber nachzudenken und zu verstehen, welche Rolle wir bei dem alten Haß auf uns gespielt haben, und welche Gefühle wir bei anderen auslösen."[64]

"Betrachten wir nun die Beziehung zwischen den Juden und dem Gott, den sie geschaffen haben.[[65]] Wir dürfen dabei nicht vergessen, daß die ganze schöne Vorstellung nur in den Köpfen des jüdischen Volkes existiert. Seit diesem Moment im Leben des Patriarchen Abraham leben sie eine Geschichte, die sie selbst erzählt haben."[66]

"Aber das jüdische Volk verfügte über einen Ausgleich für all das Leid, das Gott über es gebracht hatte.[[67]] Es empfand die Schicksalsschläge als Zeichen der Liebe, als Zeichen von Gottes Wunsch, sie zu disziplinieren. [...] Es ist kein Wunder, daß eine solche innere Erfahrung zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird. Die anderen Völker brauchen nur die Rolle anzunehmen, die die Juden ihnen zugewiesen haben, und versuchen, sie zu verletzen. Dadurch werden die Juden sich bestätigt fühlen, daß sie von allen mißhandelt werden, weil sie Gottes geliebte Kinder sind. [...] Aber wir dürfen nicht vergessen, daß alles, worüber wir reden, nur an einem Ort stattfindet, nämlich in der Vorstellung des jüdischen Volkes, das Gott mitsamt der ganzen Geschichte erfunden hat. Das jüdische Volk hat seine inneren Erfahrungen nach außen projiziert. Alles, was ihm zu tun bleibt, ist die Geschichte zu leben, die es erzählt hat. So rekonstruiert es seine inneren historischen Erfahrungen als Volk und durchlebt sie immer wieder."[68]

"Wir unterdrücken, daß unsere gesamte Existenz nur ein Schwindel ist, daß wir von geborgter Zeit leben, daß unser Traum mit uns verschwinden wird, daß unsere eigentliche Schwäche ans Tageslicht kommt und daß das unser Ende sein wird."[69]

"Das Problem ist unsere chronische Denkstörung, die von unserer Existenzangst herrührt, die von dem Terrorismus geschürt wird. Wir nehmen eine Abwehrhaltung ein und verschließen unsere Augen vor der Realität. [...] Wir besitzen als Nation eine paranoide Persönlichkeit und sind nicht in der Lage, zu anderen normale Beziehungen zu knüpfen."[70]

"Ein Paranoider wird sich niemals sicher fühlen. Er wird bei seiner Umgebung stets das Gegenteil provozieren. [...] Es gibt noch eine Sache, die einem Paranoiden schwerfällt und fast unmöglich ist: dem anderen gegenüber Verständnis zu zeigen."[71]

Antonia Grunenberg macht auf eine weitere Eigenheit jüdischen Denkens aufmerksam:[72]

"Im Kontext der jüdischen Exegese ist die Vorstellung, man könne Schuld bewältigen, nicht vorstellbar. Schuld bleibt bestehen. Der schuldbeladene Mensch macht in ihr und mit ihr einen Neuanfang; keinesfalls jedoch kann es gelingen, die Schuld zu 'bewältigen'."

Und Günther Gillessen gibt zu bedenken:[73]

"An der Verschiedenheit des Geschichtsverständnisses zeigt sich, welche Zumutung für die eine Seite darin besteht, 'Normalisierung' geschehen lassen zu sollen, und für die andere, von Geschlecht zu Geschlecht an eine Schuld gekettet zu werden, die sie nicht für die ihre halten kann. Keine Seite sollte an dieser Stelle die andere überfordern."

Die jüdische Philosophin Hannah Arendt meinte allerdings schon 1946:[74]

"Moralisch gesehen ist es ebenso falsch, sich schuldig zu fühlen, ohne etwas Bestimmtes angerichtet zu haben, wie sich schuldlos zu fühlen, wenn man tatsächlich etwas begangen hat. Ich habe immer für den Inbegriff moralischer Verwirrung gehalten, daß sich im Deutschland der Nachkriegszeit diejenigen, die völlig frei von Schuld waren, gegenseitig und aller Welt versicherten, wie schuldig sie sich fühlen."

Und Heinrich Blücher, Kommunist, ihr Lebensgefährte und späterer Ehemann, schrieb ihr im selben Jahr:[75]

"Wie ich Dir schon sagte, dient die ganze Schuldfrage nur als christlich-scheinheiliges Gequatsche, bei den Siegern, um sich selbst besser zu dienen, und bei den Besiegten, um sich weiter ausschließlich mit sich selbst befassen zu können. (Und sei es auch nur zum Zwecke der Selbsterhellung). In beiden Fällen dient die Schuld dazu, die Verantwortung zu vernichten."

Und zu den Bildern von den Lagerhäftlingen, also den Muselmännern, gab Hannah Arendt zu bedenken:[76]

"Es ist nicht unwichtig, sich klarzumachen, daß alle Aufnahmen von Konzentrationslagern insofern irreführend sind, als sie Lager im letzten Stadium zeigen, im Moment des Einmarsches der alliierten Truppen. [...] was auf die Alliierten so empörend wirkte und das Grauen der Filme ausmacht, nämlich die zu Skeletten abgemagerten Menschen, ist für die deutschen Konzentrationslager nicht typisch gewesen; [...] Der Zustand der Lager war eine Folge der Kriegsereignisse in den letzten Monaten. [...]"

In Bezug auf Auschwitz geht es, wie wir gesehen haben, um die Frage einer objektiven oder subjektiven Betrachtung. Allgemein gesprochen meinte schon vor Jahren der damalige Geschäftsführer des Weizman-Instituts, Amos de Shalit, meist sei man nach Erziehung, Forschung und eigenem Denken von seiner eigenen, also subjektiven, Meinung überzeugt. Das sei auch in den Naturwissenschaften so, nur:[77]

"Die Mathematik kann uns den absoluten und endgültigen Beweis liefern, daß wir trotz unserer ureigensten Überzeugung im Unrecht sind. Die Wahrnehmung der Grenzen des Menschen hat mich zur Bescheidenheit gezwungen."

Schließlich ist zwei mal zwei in jedem Land vier, wie Arnold Schönberg einmal feststellte.[78] Auch Lise Meitner, die an der Entdeckung der Kernspaltung beteiligte jüdische Forscherin, war der Überzeugung:[79]

"Das ist in meinen Augen gerade der große Wert der naturwissenschaftlichen Ausbildung, daß wir lernen müssen, Ehrfurcht vor der Wahrheit zu haben, gleichgültig, ob sie mit unseren Wünschen oder vorgefaßten Meinungen übereinstimmt oder nicht."

Objektivität, das heißt Sachlichkeit oder Angemessenheit gegenüber dem Gegenstand der Betrachtung, das heißt Anerkennung der außersubjektiven Wirklichkeit, Anerkennung der Logik, also der Denkgesetze. Wer all dies ablehnt, handelt wie ein Legastheniker, der Grammatik, Orthographie und Syntax ablehnt, weil er nicht damit zurechtkommt - oder wie ein farbenblinder Verkehrsteilnehmer, der Verkehrsampeln ablehnt, weil er die Signale nicht unterscheiden kann. Objektivität, das heißt Aufklärung! Es ist doch höchst merkwürdig, daß Juden, die in den verschiedensten Gebieten Außergewöhnliches geleistet haben und leisten, sich in bezug auf Auschwitz, den sog. Holocaust oder der Kriegsschuldfrage Fesseln anlegen lassen, deren Sprengung mit zunehmendem Zeitabstand immer fatalere Folgen haben muß.

Zu welchen Spekulationen die "Holocaust-Theologie" führen kann, mag folgendes Zitat von Gershon Greenberg zeigen:[80]

"Die jüdischen Knochen werden sogar die Gräber überwinden: Das aus jüdischen Knochen und jüdischer Haut erzeugte chemische Material enthält eine Macht, die größer ist als die der Atombombe. In jedem kleinen Stück Seife[[81]] befinden sich hundert Juden des Leidens. Eines Tages werden die Stücke explodieren und die Welt zerreißen. Gegen eine solche metaphysische Macht gibt es keinen Schutz."

Alan M. Dershowitz, der amerikanisch-jüdische Rechtsanwalt, Harvard-Professor und Publizist berichtet von seinem Freund, einem, wie er meint, brillanten und kreativen Denker:[82]

"Mein Freund Robert Novick meint, daß der Holocaust es ermögliche, sich die Vernichtung der Spezies Mensch als 'zufriedenstellendes Ende' unserer Epoche vorzustellen, ohne dies willkommen zu heißen."

Auch für den Religionsphilosophen und ausgebildeten Rabbiner Jacob Taubes, der sich als "Apokalyptiker von unten her" verstand, war ein derartiges 'spiritual investment' in die bestehende Welt undenkbar, weil sein Denken von den Opfern der Geschichte ausging.[83] Für den, der das Chaos, das von unten drängt, niederhält, hatte Taubes nichts übrig:[84]

"Das ist nicht meine Weltanschauung, das ist nicht meine Erfahrung. Ich kann mir vorstellen als Apokalyptiker: soll sie zugrunde gehen. Ich habe keine spirituelle Investition in der Welt wie sie ist."

Im Talmud kommen die weisesten der Rabbiner nach anderthalbjähriger Beratung zu dem Schluß:[85]

"Es ist kein Zweifel möglich, daß es besser wäre, die Welt der uns bewußten Wirklichkeit wäre nicht vorhanden. Es ist kein Zweifel möglich, daß das Ende der Menschheit, ihre Wiederauflösung ins Uferlose das wünschenswertere Ziel ist."

Nach rabbinischer Auslegung des Traktates Bereschit[86] Rabba 9,4 ist die Welt nicht auf einmal von Gotteshand erschaffen worden. Vielmehr gingen der Genesis 26 Versuche voraus, die alle gescheitert waren. Beim 27. Versuch rief Gott aus:[87]

"Hoffentlich wird diese nun standhalten."

Wir haben hier einige jüdische "Philosophen" zitiert. Nach zweieinhalb Jahrtausenden Philosophiegeschichte scheint diese Disziplin an die Ursprünge in der Kindheit des Menschen zurückgekehrt zu sein, zu Magie und Aberglauben.

Scholem schrieb:[88]

"Man kann sagen: die metaphysische Bühne der Wissenschaft vom Judentum hat etwas Furchterregendes. Geister irren, von ihrem Körper getrennt und entblößt, in der Wüste umher. Sie hausen in der Nähe von den Gefilden der Lebenden und blicken sehnsuchtsvoll auf ihre vergangene Welt. Wie sehr sehnen sie sich danach, dort ebenfalls zu wandeln, wie müde sind sie von den Wanderungen über Generationen hinweg und verlangen danach auszuruhen. Viele sind des Spottes überdrüssig und trachten, von den Pforten des Lebens und den Toren des Todes gleichermaßen zurückgestoßen, nach beiden, wenn sie nur aus dem Zwischenstadium befreit würden, aus jener besonderen Hölle, in der sich der von Heinrich Heine beschriebene Jude befindet. Doch wohin sie sich auch wenden, ein Fluch lastet seit Generationen auf ihnen, wie eine Art Bann oder Zauber, den es zu lösen gilt, um zugleich zu sterben und zu leben: Bruchstücke einer drückenden und gefährlichen Vergangenheit haften ihnen an. Trümmer der Vergangenheit liegen verstreut umher, und selbst jene Ungeheuer besitzen eine ihnen eigene beschwörende Sprache. Der Jude will sich von sich selbst befreien, und die Wissenschaft des Judentums ist die Beerdigungszeremonie für ihn, so etwas wie eine Befreiung von dem Joch, das auf ihm lastet."

Professor Konrad Löw wies auf die erschütternde Fortschreibung kollektiver Feindbilder in Israel hin und sah darin einen atavistischen Rückfall:[89]

"Jeder Deutsche hat [...] das Recht, sich gegen die Attacken einer archaischen Stammesmoral zur Wehr zu setzen."

Wenig geschmackvoll war es übrigens, als der ungarisch-jüdische Regisseur George Tabori darauf hinwies:[90]

"Der kürzeste deutsche Witz ist Auschwitz"

Aber das durfte ohnehin nur er sagen.


Anmerkungen

[1]Jenseits von Schuld und Sühne - Bewältigungsversuche eines Überwältigten; (1966) Neuausgabe: Klett-Cotta 1977, S. 28 f., nach Giorgio Agamben, Was von Auschwitz bleibt. Das Archiv und der Zeuge; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003 , S. 36; siehe auch Anm. 65.
[2]Was von Auschwitz bleibt, S. 38f.
[3]Ebenda, S. 40.
[4]Ebenda, S. 42.
[5]Ebenda, S. 43.
[6]Ebenda, S. 47.
[7]Ebenda, S. 131.
[8]Was von Auschwitz bleibt, S. 134f. Revisionisten leugnen natürlich nicht Auschwitz, sondern bestreiten bestimmte Aussagen über Auschwitz und andere Lager. Was dort tatsächlich geschehen ist, muß natürlich rücksichtslos als geschichtliche Tatsache anerkannt werden! Im übrigen bedeutet die unsinnige Rede vom "Auschwitz leugnen" eine Mißachtung der Geschichte dieses Ortes seit dem 13. Jahrhundert.
[9]Als Freud das Meer sah. Freud und die deutsche Sprache, Ammann, Zürich 1988; darin: "Der Diskurs über die Juden", S. 159, 162.
[10]Es kann wohl nicht verwerflich sein, auf Unterschiede zwischen Juden und Nichtjuden hinzuweisen, bestätigte uns doch schon Elie Wiesel: "Everything about us is different." (Mit uns ist alles anders.) in: Against Silence, Bd. I, S. 153 und And the Sea, S. 133, nach Norman Finkelstein: Die Holocaust-Industrie. Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird; 5. Aufl., Piper, München 2001, S. 55. Nebenbei: Wie der Hase in die Bibel kam und durch Übersetzungsfehler zum Osterhasen mutierte, darüber berichtet auf amüsante Weise Walter-Jörg Langbein in seinem Lexikon der biblischen Irrtümer, Langen Müller, München 2003, S. 254-256.
[11]Ich weiß, daß ich nichts weiß - und kaum das, Ullstein, Frankfurt a.M./Berlin 1991, S. 19.
[12]Alphons Silbermann, Was ist jüdischer Geist? Zur Identität der Juden, Interfrom, Zürich 1984, S. 117f.
[13]Ebenda, S. 118f.
[14]Ebenda, S. 116f.
[15]Gesetzeskraft. Der "mystische Grund der Autorität", Suhrkamp, Frankfurt a.M. 1991, S. 120.
[16]Da könnten wir ihm das Buch von Hartmut Stern "Jüdische Kriegserklärungen an Deutschland" - Wortlaut, Vorgeschichte, Folgen, FZ-Verlag, 2. Aufl., München 2000, empfehlen. "Jüdische Kriegserklärungen" würden zumindest die Internierung von Juden rechtfertigen; immerhin wurden weltweit 14 Millionen Juden zum Kampf aufgerufen. Prof. Ernst Nolte hatte auf eine Äußerung von Dr. Benjamin Halevi, einem der israelischen Richter im Eichmann-Prozeß, hingewiesen: "Es gab tatsächlich eine Erklärung von Professor Chaim Weizmann aus dem Jahre 1939, die man als Kriegserklärung des Judentums an Deutschland verstehen konnte." (Hartmut Stern: Jüdische Kriegserklärungen, S. 191).
[17]Bekanntlich war bzw. ist auch bei Kommunisten Objektivität verpönt. So meinte einst Ernst Bloch, Stalin sei ein bedeutender Metaphysiker und zwar weil er das Prinzip der Parteilichkeit in sie eingeführt habe. (zitiert in Golo Mann: "Das Opium der Intellektuellen", in: Die Welt vom 2. Dezember 1978).
[18]Fritjof Meyer: "Die Zahl der Opfer von Auschwitz - Neue Erkenntnisse durch neue Archivfunde"; in: Osteuropa, 52. Jg., 5/2002, S. 631-641. Das ist eine Reduktion auf ein Achtel!
[19]Eidesstattliche Aussage vor dem Frankfurter Schöffengericht am 3. Mai 1979 in Sachen Erwin Schönborn, Az: 50 Js 12 828 / 79 919 Ls.
[20]Die Welt, 4. November 1994, S. 7.
[21]Die Holocaust-Industrie, aaO. (Anm. 10), S. 133.
[22]... nicht wie die Schafe zur Schlachtbank; Fischer, Frankfurt a.M. 1995, S. 80-82.
[23]Bewahrung der Geschichte. Die hermeneutische Philosophie Walter Benjamins. Monographien zur philosophischen Forschung, Philo Verlag, Bodenheim 1998, nach Gustav Falke: "Benjamin Interpretieren" in: FAZ vom 19. Juni 1998, S. 46.
[24]Jüdischer Verlag, Berlin 1927, Spalte 1081.
[25]Zachor: erinnere Dich! Jüdische Geschichte und jüdisches Gedächtnis, Klaus Wagenbach, Berlin 1996, S. 102-104.
[26]The Oxford Dictionary of the Jewish Religion, OUP, New York/Oxford 1997, S. 306.
[27]Chassidische Feier, Herder, Freiburg i. Br. 1988, S. 15.
[28]Ebenda, S. 16.
[29]Essays eines Betroffenen, 3. Aufl., Herder, Freiburg u.a. 1986.
[30]Nach Y. Michal Bodemann: "Vom Vorspiel auf dem Theater zum ökumenischen Gottesdienst" in: FAZ vom 24. August 2000.
[31]Rudolf Czernin: Das Ende der Tabus. Aufbruch in der Zeitgeschichte, 5. Aufl., Leopold Stocker, Graz/Stuttgart 2001, S. 16.
[32]Legends of our Time, Avon Books, New York 1968, S. 177f.
[33]Julius H. Schoeps, "Angriff auf ein Tabu" in: FAZ vom 18. August 2000, S. 8.
[34]Anna-Patricia Kahn, "Der Rebbe" in: Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Nr. 62, Juni 1994, S. 33.
[35]Gershon Greenberg, "Orthodox Jewish Theology - Responses to the Holocaus" in: Yehuda Bauer (Hg.), Remembering for the Future, Bd. I, Pergamon, Oxford 1989, S. 1023.
[36]Vgl. VffG, 2/2000, S. 207.
[37]Vgl. J. Graf, "Die Wilkomirski-Pleite", VffG 3(1) (1999), S. 88-90.
[38]Avishai Margalit, Ethik der Erinnerung, Fischer, Frankfurt a.M. 2000, S. 80. Der israelische Philosoph Margalit war es übrigens auch, der im Rahmen einer Max-Horkheimer-Vorlesung über die "Ethik des Gedächtnisses" an der Frankfurter Goethe-Universität sagte, im Judentum werde rituell auch dann erinnert, wenn der Gegenstand des Erinnerns nicht nur längst vergangen ist, sondern in vielen Fällen vermutlich niemals existent war: die Stunde Null, der Auszugsmythos, der souveräne Wille der Verfassungsgebung, das ursprüngliche Opfer oder der Gründungsheros (nach Jürgen Kaube: "Mit Lücken" in: FAZ vom 26. Mai 1999, S. N5).
[39]FAZ vom 25. April 2001, S. 71.
[40]Kabbala, Poesie und Kritik. Stroemfeld, Basel 1988, S. 30.
[41]Kevin MacDonald, A People That Shall Dwell Alone. Judaism as a Group Evolutionary Strategy, Praeger, Westport, CT 1994, S. 259, Anm.
[42]Das Judentum. Fundament der westlichen Kultur, hpt, Wien 1988, S. 90.
[43]Vgl. VffG, 4/1999, S. 417ff.
[44]Sabbatai Zwi. Der mystische Messias, 1. Aufl., Jüdischer Vlg., Frankfurt a. M. 1992, S. 66f.
[45]"Amalek. Vernichtung und Gedenken in der jüdischen Tradition" in: Der Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, März 1995, S. 5. Auf diesen Artikel hat dankenswerterweise David Korn in Band II seines Lexikons Wer ist wer im Judentum? Lexikon der jüdischen Prominenz; FZ-Verlag, München 1998, hingewiesen.
[46]Das Bundesverfassungsgericht hatte am 21. Oktober 1987 festgestellt: "Es besteht die Wahrungspflicht zur Erhaltung der Identität des Deutschen Volkes."
[47]"Ecrasez l'Autriche" in: Salzburger Volksblatt vom 23. Januar 1970, sowie NZZ vom 21. November 1969, Fernausgabe 320, S. 38.
[48]Menschenrechte. Ihr internationaler Schutz, 3. Aufl., C. H. Beck, München 1992, S. 104ff.
[49]Bayerischer Monatsspiegel vom August 2002, S. 16.
[50]Holger Stark, "'Deutschland muß sterben' - ganz legal" in: Der Tagesspiegel vom 24. November 2000. Zum Vergleich: Der Texter der als "rechtsextrem" eingestuften Band Landser wurde wegen Volksverhetzung und Verbreitung von Nazipropaganda zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. ("Rechtsextreme Musiker verurteilt" in: FAZ vom 23. Dezember 2003, S. 2). Mitunter werden CDs mit "volksverhetzendem" Inhalt aber auch schon mal von V-Leuten des sog. Verfassungsschutzes initiiert. So hatte ein 28-jähriger V-Mann aus Cottbus 2800 CDs mit dem Titel Noten des Hasses vertrieben und auch an dem Begleitheft mitgewirkt. (Frank Pergande, "Zwischen Polizei und Verfassungsschutz" in: FAZ vom 8. November 2002, S. 12) .
[51]Interview in Deutsche Stimme vom April 2000, S. 3.
[52]Nach Johannes Leithäuser, "Wir verschlafen unsere Oppositionszeit nicht" in: FAZ vom 2. Dezember 2003, S. 3.
[53]Ulrich Raulff, "Aber wohin geht ihr jetzt?" in: FAZ vom 21. Dezember 1999, S. 49.
[54]"Objektive Selbstzerstörung" in: FAZ vom 15. August 1994.
[55]"Light on the other side of darkness" in: Times (London) vom 29. August 2001, S. 11: "Auschwitz was not a 'death camp'."
[56]C. Bertelsmann, München 2000, S. 197.
[57]Salomon Korn, Die fragile Grundlage. Auf der Suche nach der deutsch-jüdischen "Normalität", Philo, Berlin/Wien 2003.
[58]Rowohlt, Reinbek 2001.
[59]In: FAZ vom 6. November 2001, S. L 21.
[60]"Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung" in: Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Nr. 79, April 1999, S. 12.
[61]"Das Jerusalem des Ostens" in: FAZ vom 4. Oktober 2001, S. 64.
[62]"Eine Nachbemerkung ..." in: SZ vom 8. Juni 2000.
[63]"Rau: Deutschland an der Seite Israels" in: FAZ vom 10. Dezember 2002, S. 4.
[64]Israel auf der Couch. Zur Psychologie des Nahostkonfliktes, Patmos, Düsseldorf 2001, S. 34.
[65]"Gewisse Stellen im Talmud lassen auch die Ansicht zu, nicht Jehova habe die Hebräer zum Auserwählten Volk auserkoren, sondern die Hebräer hätten sich Jehova als ihren Gott ausgewählt." schrieb J. G. Burg, Schuld und Schicksal, 4. Aufl., Damm, München 1965, S. 188. Der israelische Philosoph Jeshajahu Leibowitz bestätigt diese Ansicht: "Über den Satz des Jesaja (Jes. 43,12) 'Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und ich bin Gott' wagt der Midrasch [homiletische, erzählerische und rechtliche Auslegung der hebräischen Bibel] zu sagen: 'Wenn ihr meine Zeugen seid, bin ich Gott; wenn ihr nicht meine Zeugen seid, bin ich sozusagen - nicht Gott'" (Gespräche über Gott und die Welt, Dvorah, Frankfurt am Main 1990, S. 133 / Insel, Frankfurt a.M./Leipzig 1994, S. 138)
[66]Israel auf der Couch, aaO. (Anm. 64), S. 40.
[67]Wenn die "Hebräer" ihren Gott selbst auserwählt haben, dann ist es nur folgerichtig, wenn Silbermann feststellte: "Überhaupt sollte nie übersehen werden, daß die von den Juden erfahrenen Leiden, ob physischer, existentieller oder geistiger Art, oft einem Eigenverschulden entsprangen." (Was ist jüdischer Geist?, aaO. (Anm. 12), S. 114f.)
[68]Israel auf der Couch, aaO. (Anm. 64), S. 41/42
[69]Ebenda, S. 101
[70]Ebenda, S. 112
[71]Ebenda, S. 113. Dazu auch Wolfgang Eggert, Israels Geheim-Vatikan als Vollstrecker biblischer Prophetie, 3 Bände, Beim Propheten!, München 2001.
[72]Antonia Grunenberg, Die Lust an der Schuld. Von der Macht der Vergangenheit über die Gegenwart, Rowohlt, Berlin 2001, S. 57.
[73]"Steiniger Acker" in: FAZ vom 16. Mai 2000, S. 12.
[74]"Die persönliche Verantwortung unter der Diktatur" in: Konkret, Heft 6, 1991, S. 38; nach A. Grunenberg, aaO. (Anm. 72), S. 106
[75]In: Hannah Arendt - Heinrich Blücher: Briefe 1936-1968, München/Zürich 1996, S. 146; A. Grunenberg, ebenda.
[76]Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft; Piper, München 1986, S. 685, Anm. 106.
[77]Jörg Bremer in: FAZ vom 9. Dezember 1997, S. 43.
[78]Julia Spinola, "Am 13. muß man auf alles gefaßt sein" in: FAZ vom 14. Juli 2001, S. IV.
[79]Martin Trömel, "Freunde bis in den Tod: Otto Hahn und Lise Meitner" in: FAZ vom 10. Oktober 2001, S. N 3.
[80]AaO., S. 1022: "Even from the graves, Jewish bones will overcome: The chemical material manufactured from Jewish bones and skin contains power greater than that of the atom bomb. In each little piece of soap there are a hundred Jews of sorrow. Someday the pieces will explode and rip the world apart. Against such a metaphysical power there is no protection."
[81]Den Schwindel mit der Judenseife hat schon Yehuda Bauer, der Herausgeber eben dieses Werkes, zurückgewiesen. Yad Vashem gibt stets die offizielle Antwort, daß die Nationalsozialisten aus Juden keine Seife herstellten. (Tom Segev, Die siebte Million. Der Holocaust und Israels Politik der Erinnerung; 1. Aufl., Rowohlt, Reinbek 1995, S. 249, Fußnote) So entsteht also Sprengstoff aus dem Nichts!
[82]Chutzpah, Little, Brown, Boston 1991, S. 130: "My friend Robert Novick argues that the Holocaust makes it possible to contemplate, without welcoming, the destruction of the human species as a 'satisfying close' to the history of our epoch."
[83]Martin Terpstra, Theo de Wit: "No spiritual investment in the world as it is. Die negative politische Theologie Jacob Taubes"; in: Etappe, 13/September 1997, S. 98.
[84]Ebenda, S. 83: "I have no spiritual investment in the world as it is."
[85]Nach Theodor Lessing, Der jüdische Selbsthass (1930); Matthes & Seitz, München 1984 , S. 222.
[86]D.i. das Buch Genesis
[87]André Neher, Jüdische Identität - Einführung in den Judaismus; Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1995, S. 77.
[88]Judaica 6, Die Wissenschaft vom Judentum, Suhrkamp, Frankfurt a. M.1997, S. 23.
[89]Im heiligen Jahr der Vergebung. Wider Tabu und Verteufelung der Juden, A. Fromm, Osnabrück 1991, S. 126.
[90]FAZ vom 1. September 1998, S. 41.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 8(2) (2004), S. 212-218.


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