Von Vampirtötern und Hanswursten

Von Israel Shamir

Vampirtöter

Die Volkssagen über Vampire empfehlen dem Leser alle möglichen Mittel, um sich vor dem Unheil eines solch gruseligen Angriffs zu schützen. Eine Handvoll Friedhofserde wird bevorzugt, Knoblauch ist brauchbar, und am wirksamsten ist das Kreuz. Aber diese Gegenmittel wirken nicht immer. In Roman Polanskis ausgelassener Horrorkomödie The Fearless Vampire Killers (die furchtlosen Vampirtöter) versucht der Held, einen jüdischen Vampir durch ein Kreuzsymbol zu verjagen. Der Jude grinst ihn - genau wie der Fiddler auf dem Dach - mit nettem, verständnisvollem Lächeln an, und entblößt seine Fangzähne. Das Kreuz wehrt ihn nicht ab. Dieses Werk von Polanski fällt mir ein, wenn ich die neue Welle der Holocaust-Kontroversen verfolge.

Die revisionistischen Historiker, die von ihren Gegnern als "Holocaust-Leugner" bezeichnet werden, treffen sich zu Konferenzen, um ihre Ansichten zum Völkermord der Nationalsozialisten auszutauschen. Das amerikanisch-jüdische Establishment, einschließlich der Zionist Organization of America und der Anti-Defamation League, setzen sich für ein Verbot solcher Konferenzen ein, was ihnen 2001 in Beirut gelang und erneut im Jahr 2004 in Sacramento. Die ZOA ist nicht gegen Revisionismus an sich. Diese Organisation war ein Vorreiter in der Kunst, die Geschichte zu leugnen, und gab auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers ein Büchlein mit dem Titel Deir Yassin: Geschichte einer Lüge heraus.

Deir Yassin war ein friedliches Dorf, das die jüdische Terroristenbande Etzel und Lehi am 9. April 1948 angriff. Sie metzelte dessen Männer, Frauen und Kinder nieder. Ich will nicht die bluttriefende Geschichte von abgeschnittenen Ohren, aufgeschnittenen Bäuchen, vergewaltigten Frauen, angezündeten Männern, von Leichen, derer man sich in Steinbrüchen entledigt hatte, wiederholen oder von der triumphalen Parade der Mörder. Im Prinzip sind alle Massaker ähnlich, von Babi Yar bis Deir Yassin.

Die Revisionisten der Zionistischen Organisation Amerikas haben alle die Methoden ihrer Gegner, der "Leugner" zur Anwendung gebracht: Sie übergehen die Augenzeugenberichte der Überlebenden, des Roten Kreuzes, der britischen Polizei, jüdischer Späher und anderer Beobachter, die sich am Ort des Massakers befanden. Sie berücksichtigen nicht einmal die Entschuldigung Ben Gurions, denn schließlich wurden die Befehlshaber dieser Banden ihrerseits Premierminister des jüdischen Staates. Für die Zionistische Organisation Amerikas gilt nur die Aussage der Mörder. Das heißt - wenn die Mörder Juden sind. Wenn die Juden die Opfer sind, scheuen die gleichen amerikanischen Zionisten-Organisationen keine Mühen, um den Revisionismus anzugreifen. Diese moralisch zweifelhafte Position war sicherlich für die Revisionisten recht bequem. Ihrer angeschlagenen Logik zufolge könnte es sein, wenn die Israelis übertriebene Geschichten über die Ereignisse von 1948 erzählen, daß vielleicht auch die jüdischen Erinnerungen an den Holocaust fehlerhaft sind. Das ist ein vergeudeter Aufwand. Sicherlich, sie konnten einige Siege für sich verbuchen, etwa bezüglich der Geschichten von aus menschlichem Fett gemachter Seife oder Elie Wiesels feuerspeiende Gruben. Aber diese Revisionisten hinterfragen auch die tatsächliche Zahl jüdischer Opfer. Wenn auch nur tausend Juden oder Zigeuner von den Nazis ermordet wurden, waren es tausend zu viele. Das ist wohl kaum eine wichtige Frage, weil schon die Definition, wer ein Opfer ist, verschieden aufgefaßt werden kann.

Ein gutes Beispiel einer "Opfer-Definition" lieferte die Haaretz in der Wochenendausgabe vom 10./11. März 2001. Als der Golfkrieg 1991 endete, wurde ein Israeli als Kriegsopfer aufgeführt. Heute gibt es einhundert Israelis, die offiziell als Opfer des Golfkriegs anerkannt werden, und ihre Angehörigen erhalten auf irakische Kosten eine Rente. Einige der Opfer starben an Streß, einige konnten ihre Gasmasken nicht abnehmen und erstickten. Der Haaretz-Artikel beteuerte, daß viele weitere Ansprüche von den israelischen Behörden nicht anerkannt wurden. Daher hat Michael Elkins, der israelische Bürger und ehemalige Jerusalem-Korrespondent der BBC recht, wenn er argumentiert, daß die Zahl der Opfer kein Thema sei, seien es nun sechs oder drei Millionen Tote.

Die Revisionisten riskieren ihr Leben und ihren Wohlstand bei dem Versuch, das zu unterminieren, was sie "den Holocaust-Mythos" nennen. Man kann ihr Bemühen verstehen. Heutzutage kann man offen die unbefleckte Empfängnis oder (vielleicht) den Gründungsmythos Israels in Frage stellen. Aber der Holocaust-Kult hält fest an einem einzigartigen, durch Gerichte sanktionierten Verbot einer jeden Hinterfragung, die einen Zweifel auf sein geheiligtes Dogma werfen könnte. Dogmen haben etwas, das auf kritische Gemüter eine besondere Anziehung ausübt. Aber das herausfordernde Stierhorn stößt hinter dem roten Tuch auf dünne Luft. Die Argumente über Gaskammern und Seifenherstellung könnten ganz interessant sein, aber sie sind ziemlich bedeutungslos. Wo also ist der Matador?

Norman Finkelstein hat mit seiner Bestseller-Enthüllung Die Holocaust-Industrie einen mutigen Schritt unternommen. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied zwischen Dr. Finkelstein und den revisionistischen Historikern: Dr. Finkelstein, der Sohn eines Holocaust-Überlebenden, befaßte sich nicht mit einer womöglich illegalen statistischen Kontroverse, sondern konzentrierte sich statt dessen auf das ideologische Konstrukt des Holocaust-Kultes.

Das hat ihm wirklich viel genutzt! Eine jüdische Organisation namens "Anwälte ohne Grenzen" (Lawyers without Borders) hat ihn bereits in Frankreich verklagt. Diese Anwälte verhielten sich völlig ruhig, als die israelische Justizmaschinerie ein Urteil über sechs Monate auf Bewährung gegen den jüdischen Mörder eines nichtjüdischen Kindes verkündete. Sie rührten keinen Finger, als das 15-jährige Mädchen Suad in Einzelhaft gebracht wurde, als ihr anwaltliche Hilfe verweigert und sie psychischer Folter unterzogen wurde. Sie fehlen sichtlich bei israelischen Militärgerichten, wo ein einzelner jüdischer Offizier über einen nichtjüdischen Zivilisten lange Gefängnisstrafen verhängen kann - anhand von geheimem Beweismaterial. Offensichtlich sind sich diese Anwälte gewisser Grenzen bewußt.

Finkelstein zog aus, um das Geheimnis unseres besonderen jüdischen Charmes zu erkunden, ein Charme, der amerikanische Herzen und Geldschränke in Schweizer Banken öffnet. Seine Schlußfolgerung ist, daß wir Erfolg haben, weil wir an europäische und amerikanische Schuldgefühle appellieren.

"Der Holocaust-Kult[[1]] hat sich als unentbehrliche ideologische Waffe erwiesen. Durch ihre Anwendung hat eine der beeindruckendsten Militärmächte der Welt mit einer entsetzlichen Menschenrechts-Vergangenheit die Rolle als Opfer-Staat übernommen, und die erfolgreichste Minderheit in den USA hat einen Opfer-Status erlangt."

Finkelstein macht eine brillante Analyse des Holocaust-Kultes und kommt zu einer erstaunlichen Entdeckung: er ist nur eine schäbige Verbindung von ein paar Klischees, die durch die weinerliche Stimme von Elie Wiesel in einer dicken Limousine zusammengeheftet werden.

Finkelstein ist sich der Bedeutung seiner Entdeckung nicht bewußt, da er immer noch glaubt, daß der Holocaust-Kult ein großartiger Plan ist, der nur von der Erfindung des Rades übertroffen wird. Er löste das ewige Problem der Reichen und Einflußreichen, indem Neid und Haß der Armen und Ausgebeuteten abgewehrt werden. Er ermöglichte es Mark Rich und anderen Schwindlern, zu betrügen und zu stehlen, er erlaubte der israelischen Armee, ungestraft Kinder zu ermorden und Frauen auszuhungern. Seine Ansicht wird von vielen Israelis geteilt. Ari Shavit, ein bekannter Haaretz-Schreiber, drückte es 1996 am besten aus, als die israelische Armee in Kana im Libanon mehr als hundert zivile Flüchtlinge tötete:

"Wir können ungestraft morden, weil das Holocaust-Museum auf unserer Seite ist."

Boaz Evron, Tom Segev und andere israelische Schriftsteller haben die gleiche Auffassung geäußert.

Man kann Dr. Finkelsteins These folgendermaßen zusammenfassen: Den Juden gelang die Quadratur des Kreises und sie lösten das Problem, das die Aristokratie und die gewöhnlichen Millionäre benebelte. Sie entwaffneten nämlich ihre Gegner, indem sie an deren Mitleid und Schuldgefühl appellierten.

Ich bewundere Dr. Finkelstein wegen seines beharrlichen Glaubens an das gute Herz seiner Mitmenschen. Ich bin sicher, daß er auch Märchen glaubt. Nach meiner eigenen Einschätzung können einem Mitleid und Schuldgefühle vielleicht einen gratis Teller Suppe einbringen. Nicht unzählige Milliarden Dollar. Dr. Finkelstein ist nicht blind. Er bemerkte, daß die Zigeuner, die auch Opfer der Nationalsozialisten wurden, von einem "mitfühlenden" Deutschland so gut wie nichts erhielten. In welchem Umfang die Amerikaner zu kollektivem Schuldgefühl gegenüber ihren vietnamesischen Opfern (5 Millionen Tote, 1 Million Witwen, Vernichtung im Stil von Coventry mit einem Schuß Agent Orange) in der Lage sind, wurde kürzlich von Verteidigungsminister William Cohen zum Ausdruck gebracht:

"Es gibt keinen Raum für eine Entschuldigung (ganz zu schweigen von Entschädigung). Ein Krieg ist ein Krieg."

Obwohl Dr. Finkelstein alle Tatsachen bei der Hand hat, greift er nach seinem Kreuz und versucht, damit den Vampir zu verscheuchen.

Was ist die Quelle der Macht, von der die Holocaust-Industrie gespeist wird? Das ist keine müßige oder theoretische Frage. Die Durchführung einer weiteren palästinensischen Tragödie läuft auf Hochtouren, ihre Städte werden langsam abgewürgt. Jeden Tag wird ein Baum entwurzelt, ein Haus demoliert, ein Kind ermordet. In Jerusalem feierten die Juden das Purimfest mit einem Pogrom gegen Nichtjuden, und das erschien auf Seite 6 der Lokalzeitung. In Hebron feierten die Kahane-Jungs das Purim-Fest am Grab des Massenmörders Goldstein. Es ist keine Zeit, um auf Katzenpfoten zu schleichen.

Im Roman The Sirens drückt Bloom die Gefühle seines Schöpfers James Joyce gegenüber dem blutigen Konzept der irischen Befreiung aus, indem er auf das Grabmal eines irischen Freiheitskämpfers furzt. Meine Großeltern, meine Tanten und meine Onkel starben im 2. Weltkrieg. Aber ich schwöre bei ihrem Andenken, daß ich das Holocaust-Memorial zu einer öffentlichen Bedürfnisanstalt umwandeln würde, wenn ich zu der Auffassung käme, daß Schuldgefühle über den Holocaust-Kult den Tod auch nur eines palästinensischen Kindes verursacht hätten.

Die Schäbigkeit des Holocaust-Kultes und wie leicht es ihm gelingt, Milliarden einzusacken, ist ein handfester Beweis der realen Macht hinter dieser Industrie. Diese Macht ist verborgen, ungesehen, unbeschreiblich, aber ganz real. Es ist keine Macht, die sich aus dem Holocaust ableitet, sondern der Holocaust-Kult ist eher ein Zur-Schau-Stellen der Muskeln derer, die die wirkliche Macht innehaben. Daher sind alle Versuche der Revisionisten zum Scheitern verurteilt. Die Leute, die den Kult propagieren, könnten alles propagieren, weil sie die öffentliche Debatte beherrschen. Der Holocaust-Kult ist nur eine kleine Manifestation dessen, was sie können. Diese Macht würde angesichts von Dr. Finkelsteins Enthüllungen nur grinsen.

Hanswurst

"Präsident Bush sollte als prominenter Zionist ausgerufen werden" - stichelte Tsahi HaNegbi, ein israelischer Verbrecher, der zum Minister geworden war, als in der Ende-Juli-Hitze des Nahen Ostens das Echo der Worte des amerikanischen Präsidenten verebbte. "Nein, Bush sollte in den Likud-Parteiausschuß gewählt werden" - parierte der Oppositionsführer Yossi Sarid. Der Vorsitzende der israelischen Arbeiter-Partei, Shimon Peres, schaute dümmer als je, als ihm Bush seine Lieblingsstütze "die Drohung einer amerikanischen Intervention" wegnahm. Peres und Sarid haben palästinensische Menschenrechte nie aus Sympathie oder allgemeiner Menschlichkeit befürwortet, sondern pflegen ihren Unterstützern in der notorisch nationalistischen israelischen Wählerschaft Sand in die Augen zu streuen:

"Wir würden mit den Palästinensern und ihren Ländereien genauso brutal verfahren wie der [rechtsgerichtete] Likud, aber wir halten unsere besonderen Beziehungen mit den USA in Ehren. Amerika würde es nicht erlauben, darum sind wir gezwungen, uns wie menschliche Wesen zu benehmen."

Jetzt brach ihre gekünstelte Interpretation zusammen. Den Amerikanern machte es nichts aus. Ihnen macht überhaupt nichts etwas aus, und jetzt schliddert Israel vielleicht immer weiter auf einen faschistischen Albtraum zu.

Mit einem bitteren Lächeln schaue ich Emails und Artikel des letzten Jahres durch, als Bush Jr. zum Präsidenten gewählt wurde. Viele rechtsgerichtete Autoritäten drückten die Meinung aus, die Juden hätten die amerikanische Politik nicht mehr im Würgegriff. "Juden in Bushs Kabinett? Nicht atemberaubend", lamentierte Phillip Weiss vom Observer. Justin Raimondo von Antiwar.com war mit dem, was wie ein jüdischer Rückschlag aussah, hämisch zufrieden. Nur ein paar Monate später merkten sie: die wiedererlangte angelsächsische Souveränität in den USA war nur ein Trugbild. Die jüdische Führerschaft ist in der Lage, auf die Auswahl des von ihnen bevorzugten Kandidaten Einfluß zu nehmen, indem sie geschickt Geldmittel sowohl an die Republikaner wie auch Demokraten gibt, für praktisch alle Kandidaten, seien sie rechts oder links. Es mag sein, daß sie nicht eine bestimmte Person für dieses oder jenes Amt bestimmen können, aber sie können beeinflussen, wer in die engere Auswahl kommt, so daß es auf die Endauswahl gar nicht mehr ankommt. Sie wissen, was sie wollen: sie bevorzugen Trottel, Leute mit begrenzter Intelligenz, Sachkenntnis, und Willenskraft und zweifelhafter Moral, ob sie nun Bush oder Gore heißen.

"Wähle einen schwachen Herrscher" könnte man die Strategie für die Machtübernahme einer ethnischen oder religiösen Minderheit nennen, die immer dann zur Anwendung kommt, wenn die große Masse noch nicht bereit ist, die wahren Herrscher zu akzeptieren. In den Babylon-5 oder anderen Science Fiction-Filmen bevorzugen die Außerirdischen einen Terrestrischen mit weichen Knien als ihre Marionette. Sie haben es aus der Geschichte gelernt.

In der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends vollzog sich in dem großen eurasischen Staat der Khazaren eine Machtübernahme auf die gleiche Art. Die einheimischen Khazaren wurden von einem türkischen Kriegeradel regiert und beschützt, der von seinem gewählten Khan, dem König, angeführt wurde. Im 6.-8. Jahrhundert kamen ein paar Wellen jüdischer Flüchtlinge bei ihnen an, zuerst vom sassanidischen Persien, später von abbasidischen Irak und von Byzanz. Die gutmütigen und toleranten türkischen Khans glaubten, sie bekämen nützliche, kluge und eifrige Untertanen, aber blitzschnell übernahmen die Neuankömmlinge das Khazarenreich. Eine Zeitlang bewahrten sie die Fassade der traditionellen aristokratischen Herrschaft und setzten einen Khan auf den Thron, der immer weniger zu sagen hatte. 803 wurde der Jude Obadiah der wirkliche Herrscher des Khazarenreichs, während der Goj-Khan einmal im Jahr noch den Leuten vorgeführt wurde, um die Legitimität von Obadiahs Macht zu beweisen.

Schließlich entledigte man sich des letzten nichtjüdischen Khans und die Fiktion der khazarischen Herrschaft kam zum Abschluß, als ein jüdischer Beg offen die Macht über das Khazarenreich ergriff.

Es wird oft behauptet, die jüdischen Herrscher hätten einen Massenübertritt der Khazaren zum jüdischen Glauben veranlaßt. Arthur Koestler, ein jüdischer Romanschreiber, dachte, die heutigen Juden seien Nachkommen dieser khazarischen Konvertiten,[2] aber zwei führende russische Wissenschaftler, der Archäologe Artamonow und der Historiker Leon Gumilew[3] kamen zu dem Schluß, daß die normalen Khazaren nicht zum Judaismus bekehrt worden sind. Die Juden waren laut Gumilew die herrschende Klasse im Khazarenreich, sie teilten nicht mit Außenstehenden ihren Bund oder wichtige Ämter. Die Khazaren wurden einer völkisch und religiös fremden Herrschaft untertan. Sie mußten für das Heer und die Polizei bezahlen, und für eine abenteuerliche Außenpolitik. Schließlich hatten sie ihr Land verloren.

Die herrschenden Juden hatten es sehr gut - aber nur recht kurz: innerhalb von hundert Jahren nach ihrer vollständigen Übernahme zerfiel das Khazarenreich völlig. Solche Gebilde haben keinen Bestand, denn sie zerstören die Grundlage ihrer eigenen Macht. Den Khazaren war es gleichgültig: sie hatten keinen Anteil an den sagenhaften Schätzen des Reiches. Sie wurden zu Tataren, Kasachen und andere Steppennationen. Die Nachbarn vermißten das Reich nicht, da es zu Genozid und Sklavenhandel geneigt hatte. Die Juden wanderten aus dem verwüsteten Kaspischen Becken in die Tiefe Polens und Litauens ab und schieden während einem tausendjährigen Schlummer aus der Geschichte aus.

Die Juden des Khazarenreiches brauchten einen Hanswurst als Khan, weil ihre Macht durchaus noch nicht vollständig war, und nur ein Hanswurst würde ihrem Verlangen nachgeben. Bushs Nah-Ost-Rede zeigte, daß sich dieser Sprößling einer reichen und mächtigen Familie wie ein Kaninchen benimmt, das vom Licht eines Autos überrascht wird. Der Countdown für das Ableben des amerikanischen Imperiums hat begonnen.


Anmerkungen

[1]Dr. Finkelstein unterscheidet zwischen "Holocaust", dem historischen Ereignis, und dem Holocaust, dem ideologischen Konstrukt. Ich nahm mir die Freiheit, letzteres der Klarheit halber Holocaust-Kult zu nennen.
[2]Vgl. A. Koestler, Der Dreizehnte Stamm, Lübbe 1989.
[3]Leon Gumilev, Drevniaia Rus' i Velikaia Step' (Alt-Rußland und die große Steppe, russisch), 1989; vgl. die üppige Quellenlage in www.khazaria.com; Anm. des Hg.


Anmerkungen des Herausgebers

In meiner Rezension von Finkelsteins Buch[1] legte ich dar, daß entgegen Finkelsteins Ansicht der "Holocaust" nicht erst in den 1960ern als "Waffe" zur moralischen Erpressung der Welt entdeckt wurde, sondern bereits zur Zeit des ersten Weltkrieges, wie es neulich von Don Heddesheimer ausgiebig dargelegt wurde.[2] Man wird daher Israel Schamir zuzustimmen, daß Finkelsteins Ansatz, der "Holocaust" erkläre die Macht der Juden, zu kurz greift. Es ist allerdings auch falsch, wenn Shamir annimmt, es sei irrelevant, wo hinsichtlich des Holocaust die Wahrheit liege. Zwar stimmt, daß der Holocaust-Kult einen derart großen Einfluß hat, weil jüdische Lobbygruppen heute so mächtig sind. Allerdings darf nicht übersehen werden, daß es erst die Holocaust-Behauptungen waren, die den Antisemitismus-Vorwurf überhaupt erst zu der tödlichen Waffe werden ließen, die er heute ist. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren ideologische, religiöse, ethnische oder gar rassische Gegnerschaft zu den Juden in westlichen Gesellschaften durchaus noch gesellschaftsfähig. Erst das moralische Totschlag-"Argument" "Holocaust" hat jeden Widerstand gegen jüdische Machtansprüche unmöglich gemacht. Zudem sollte klar sein, auf wen es primär moralisch abfärben würde, wenn sich herausstellte, daß der "Holocaust" die größte je erfundene, durchgesetzte und ausgebeutete Lüge der Menschheitsgeschichte ist. Das würde nicht nur die moralische Unangreifbarkeit der Juden beenden, sondern sie moralisch völlig diskreditieren, womit die psychologische Grundlage ihrer Macht - moralische Unangreifbarkeit - ins Gegenteil umgewandelt würde. Der Holocaust würde vom Heißluftballon, mit dem die Juden überall hin können, zum Mühlstein um ihrem Hals. Insofern ist es eben doch von entscheidender Bedeutung, ob die "Holocaust"-Behauptungen wahr sind oder nicht.

Letztlich ist in diesem Zusammenhang selbstverständlich auch die Frage nach der Zahl der Opfer mit entscheidend. Dabei geht es nicht um moralische Aussagen wie "schon einer ist einer zu viel" - so richtig das moralisch sein kann -, sondern um wissenschaftlich unausweichbare Forschungsdesiderate: Exakte Zahlen sind immer ein wünschenswertes Ziel in jeder Wissenschaft! Wenn es wirklich egal wäre, ob es Sechs Millionen jüdische Opfer gab oder nur ein einziges, warum regen sich dann die meisten Menschen auf, wenn Revisionisten behaupten, es habe "nur" wenige Hunderttausend jüdischer Opfer gegeben? Den meisten Menschen ist es eben nicht egal. Einige sind gar bereit, uns Revisionisten im Namen dieser heilige Zahl zu töten, andere geben sich mit milderen Verfolgungsmaßnahmen zufrieden.

Shamirs Vergleich zwischen den Holocaust-Revisionisten und den "Deir Yassin"-Revisionisten schließlich hinkt in mehrerer Hinsicht:

1. Augenzeugenberichte der Überlebenden

Während die Überlebenden von Deir Yassin damit rechnen mußten, für ihre Israel belastenden Aussagen Nachteile zu erleiden, war und ist es bezüglich des Holocaust umgekehrt: jeder, der nichts Belastendes zum Holocaust zu sagen hat oder gar Entlastendes vorbringt, muß mit massiven Nachteilen rechnen.

2. Das Rote Kreuz und die britische Polizei

Wie Arthur R. Butz in seinem Buch Der Jahrhunderbetrug darlegt, haben eben gerade die omnipräsenten unabhängigen Beobachter vor Ort - Rotes Kreuz, Katholische Kirche, diplomatische Vertretungen, jüdische und andere Hilfsorganisationen - während des Krieges nichts über einen "Holocaust" zu berichten gewußt, noch agierten sie, als würde sich so etwas zutragen.

3. Jüdische/deutsche Späher und andere Beobachter

Den jüdischen Spähern von Deir Yassin entsprächen deutsche Späher während des Zweiten Weltkrieges. Wo sind sie aber, die Berichte deutscher Späher, die während des Krieges von einem laufenden "Holocaust" berichteten? Und ich meine hier nicht vereinzelte Berichte von Repressalexzessen hinter der Front im Osten, sondern von systematischer Vernichtung in den sogenannten Vernichtungslagern. Die bei bzw. nach Kriegsende abgelegten Berichte lassen sich wiederum nicht mit jüdischen Berichten nach Deir Yassin vergleichen. Während Juden, die über jüdische Greuel berichten, Vergeltungsmaßnahmen befürchten mußten, mußten (und müssen) Deutsche (und mit ihnen alle anderen), die nach dem Krieg nicht gefügig "bezeugt", "gestanden" bzw. ihre Befehlshaber belasteten, mit Repressalien rechnen.

4. Entschuldigung Ben Gurions

Wo sind sie, die Entschuldigungen Hitlers und Himmlers? Die Angeklagten in Nürnberg sagten alle aus, sie hätten von nichts gewußt und erst während des Prozesses davon erfahren!

5. Dokumenten- und Sachbeweise

Shamirs Argumentationsweise ist typisch für jemanden, der von Geschichtsforschung wenig Ahnung hat. Wer auf Zeugenaussagen angewiesen ist, um Geschichte zu schreiben, für den reicht Geschichte nur wenige Generationen zurück und bleibt qualitativ auf dem Niveau steinzeitlicher Märchenerzähler stecken. Aussagen von Zeugen müssen durch Dokumente und Sachbeweise erhärtet werden. Mir ist nicht im Einzelnen bekannt, inwiefern dies im Falle Deir Yassin gemacht wurde bzw. gemacht werden kann, allerdings ist klar, daß ein gigantisches Unternehmen, wie es der "Holocaust" wäre - einen ganzen Kontinent umfassend, vier Jahre dauernd, und sechs Millionen Menschen betreffend - eine gigantische Menge an Dokumenten und forensischen Spuren hinterlassen haben muß. Aber diese Ansatzpunkte exakter Geschichtswissenschaft, Hauptaugenmerke revisionistischer Forschung, kommen dem Journalisten Shamir noch nicht einmal in den Sinn. Schuster, bleib bei deinem Leisten!

Germar Rudolf


Anmerkungen

[1]Vgl. VffG 4(3&4) (2000), S. 435-438.
[2]D. Heddesheimer, Der Erste Holocaust. Jüdische Spendenkampagnen mit Holocaust-Behauptungen im Ersten Weltkriegs und danach, Castle Hill Publishers, Hastings 2004, im Druck.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 8(2) (2004), S. 202-205.


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