Die Verfolgung des Ingenieurs Fröhlich in Wien

Von Robert Faurisson

Sieben Jahre lang hat Wolfgang Fröhlich Juristen, Parlamentsabgeordneten, Politikern und Journalisten Tausende von Kopien seiner Schriften zugestellt, in denen er festhält, daß die angeblichen Nazi-Menschentötungsgaskammern, wie er sich ausdrückt, eine Lüge sind. Bemerkenswerterweise ist er dafür nicht gerichtlich belangt worden. Dann, nach der Veröffentlichung seines 368 Seiten starken Dossiers Die Gaskammer Lüge im Jahre 2001, beschlossen die Behörden, ihn zu verhaften. Doch verbarg er sich, und die Polizei unternahm allem Anschein nach keinen ernsthaften Versuch, ihn aufzustöbern.

Wer bestimmt in Wien?

Fröhlichs Festnahme am 21. Juni 2003 mag vielleicht mit einer zwei Tage zuvor in Wien von Rudolph Giuliani abgegebenen Erklärung zusammenhängen. Am 19. Juni hatte der ehemalige New Yorker Bürgermeister als Vertreter der US-Regierung vor Teilnehmern einer zweitägigen Konferenz über den Antisemitismus gesprochen, die von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSCE) durchgeführt worden war. Giuliani sagte, dem Revisionismus müsse Einhalt geboten werden. In einem am Tag zuvor in der New York Times veröffentlichten Artikel mit dem Titel „How Europe Can Stop the Hate“ („Wie Europa den Haß stoppen kann“) hatte er geschrieben: „Es ist von entscheidender Bedeutung sicherzustellen, daß [die Bürger der europäischen Staaten] ein ehrliches Verständnis vom Holocaust haben, da revisionistische Standpunkte das Risiko einer Wiederholung rassischen Völkermordes heraufbeschwören.“ Am 16. Juni hatte Präsident George W. Bush zweimal Kritik an „revisionistischen Historikern“ geübt, die Zweifel an der offiziellen Version des US-Krieges gegen den Irak geäußert hatten.

In gewissem Sinne mögen Ernst Zündel und Wolfgang Fröhlich die ersten revisionistischen Opfer von Bush und Giuliani sein.

Im Januar 1944 schuf Präsident Franklin D. Roosevelt, von seinem Finanzminister Henry Morgenthau junior manipuliert, den War Refugee Board (WRB, „Komitee für Kriegsflüchtlinge“), der seinen infamen Bericht über die „deutschen Vernichtungslager Auschwitz und Birkenau“ fabrizierte. Im September 2001 schuf Präsident George W. Bush, manipuliert von seinem stellvertretenden Verteidigungsminister Paul Wolfowitz, das Office of Special Plans (OSP, Büro für Sonderpläne), welches lügenhafte Berichte über irakische Massenvernichtungswaffen fabrizierte. Vorsitzender des OSP ist Abram Shulsky. Innerhalb des OSP werden die vier spezifisch für das Dossier „Massenvernichtungswaffen“ zuständigen Personen „The Cabal“ (abgeleitet von „Kabbala“) genannt; sogar Le Monde hat auf diesen Sachverhalt hingewiesen (Jacques Isnard, Le Monde, 7. Juni 2003, S. 7).

Ähnliche Lügen. Ähnliche Lügner. Ähnliche Nutznießer. Ähnliche Opfer.

Allem Anschein nach braucht es auch einen ähnlichen Revisionismus.

NB: Am 17. Juni 2003 veröffentlichte die französische Tageszeitung Le Monde auf der ersten Seite einen ironischen Artikel mit dem Titel: „Saddam war böse, deshalb hatte er verbotene Waffen.“ Ich schickte Le Monde daraufhin einen Leserbrief, der aus einem einzigen Satz bestand:

„Hitler war böse, deshalb hatte er Gaskammern und Gaswagen.“

Der kurze Brief wurde nicht abgedruckt.