Dank an die Verfasser der Broschüre Exactitude. Festschrift for Robert Faurisson

Von Robert Faurisson

Anläßlich meines 75. Geburtstags hat jeder von Euch einen Beitrag zu diesem Werk geleistet, für das ich Euch gar nicht genug danken kann. Meine Dankbarkeit gilt zunächst den beiden skandinavischen Autoren, von denen, wie man mir mitgeteilt hat, der Anstoß zu dieser Festschrift ausgegangen ist. Ferner gilt sie Germar Rudolf und Robert H. Countess, welche es auf sich genommen haben, diese Texte zu sammeln und zu publizieren, wobei sie auch Fotos veröffentlichten, von denen mir manche unbekannt waren.

Ich hoffe, die anderen Verfasser werden es mir nicht übelnehmen, wenn ich darauf hinweise, daß der Artikel von Arthur Robert Butz meine ganz besondere Aufmerksamkeit erweckt hat. Ich schätze seinen Durchblick, die Richtigkeit seiner Auffassungen sowie sein ausgewogenes Urteil. Mag meinen Bemühungen nun Erfolg beschieden gewesen sein oder nicht – mir scheint, diese Studie erleichtert dem Leser das Verständnis für das intellektuelle Abenteuer, auf das ich mich seit den sechziger Jahren, insbesondere jedoch ab 1974 eingelassen habe.

Düstere Bilanz für den historischen Revisionismus

In diesem späten Lebensabschnitt scheint mir der Augenblick gekommen, eine ungeschönte Bilanz des Revisionismus zu ziehen. Ich werde hier also meine Auffassungen zu dem darlegen, was ich noch vor nicht allzu langer Zeit als „das große intellektuelle Abenteuer am Ende des 20. Jahrhunderts und am Anfang des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet habe – ein Abenteuer, das mir heute so vorkommt, als ob es zumindest vorläufig gescheitert sei.

Schon in der Vergangenheit habe ich nie Illusionen über die Chancen des Revisionismus gehegt. Keinen Moment lang habe ich an seinen unmittelbar bevorstehenden Sieg geglaubt, erst recht nicht im Jahre 1996, als auf dem Höhepunkt der Posse um Abbé Pierre und Roger Garaudy eine – uns Revisionisten gegenüber übrigens sehr feindselig eingestellte – Zeitschrift auf ihrem Titelblatt vom „Sieg der Revisionisten“ sprach. Bereits 1993 hatte Serge Thion ein Buch mit dem unmißverständlichen Titel Une Allumette sur la banquise (Ein Streichholz auf dem Packeis) veröffentlicht. Das Packeis war hier der finstere, riesige und kalte Block der überkommenen Ideen; das Streichholz war sein eigenes revisionistisches Werk. S. Thion war damals der Meinung, weder das Licht noch die Wärme seines Streichholzes wären dazu in der Lage, dieses Packeis zu erhellen oder zum Schmelzen zu bringen. Für mich galt die Einschätzung S. Thions auch für alle anderen revisionistischen Schriften. Doch trotz all meiner Skepsis konnte ich mir den erbarmenswürdigen Zustand nicht ausmalen, in den der „Holocaust“-Revisionismus in den letzten Jahren vor allem in Europa abgesunken ist. Schon Anfang der achtziger Jahre hatte mir Wilhelm Stäglich anvertraut, daß er die Zukunft unseres gemeinsamen Unterfangens pessimistisch einschätzte. Dieser ehrliche

Mann, von Beruf Richter, wollte in dieser Frage niemanden irreführen, am allerwenigsten seine engsten Freunde. Es gilt zu bemerken, daß er als Deutscher dazu berufen war, das ganze Ausmaß der Niederlage seines Landes sowie den Würgegriff, in dem der Sieger dieses hielt, realistisch einzuschätzen. Er meinte, der gnadenlose Sieger habe nicht nur ein – wie alle Regime vergängliches – politisches Regime vernichtet, sondern die Seele und das Wesen des großen deutschen Volkes selbst. Heute macht es ganz den Anschein, als finde das gedemütigte und verunglimpfte Deutschland, mit dem immer noch kein Friedensvertrag unterzeichnet worden ist, immer stärkere Wollust daran, seiner angeblichen Verbrechen zu gedenken. Gewiss, das Volk mag darüber nicht erbaut sein, doch es wird von niemandem nach seiner Meinung gefragt. In Deutschland und Österreich ist die von den Juden verlangte Repression so hart und so gründlich, daß ich mir nicht vorstellen kann, wie der Revisionismus im engeren Sinn in jenen unglücklichen Ländern, die der jüdischen Gedankenpolizei noch stärker unterworfen sind als der Staat Israel selbst, Chancen auf einen Durchbruch haben könnte. Von diesem Standpunkt aus ist ein Intellektueller oder Historiker in Tel-Aviv oder Jerusalem bedeutend freier als einer in Berlin, München oder Wien.

Ich begnüge mich damit, die Lage des Revisionismus in der restlichen Welt in großen Zügen darzustellen. In keinem einzigen der vom kommunistischen Joch befreiten Länder gibt es einen aktiven revisionistischen Autor. In Rußland ist man oft antijüdisch eingestellt, doch der Revisionismus löst bei niemandem das Bestreben aus, den größten Mythos unserer Zeit, den vom angeblichen „Holocaust“ an den europäischen Juden, in Frage zu stellen; J. Graf, der in Moskau lebt, kann das gut beurteilen.  Spanien besitzt keine Revisionisten mehr, seitdem der brillanteste davon, Enrique Aynat, seine Aktivitäten eingestellt hat. In Griechenland gibt es ebenfalls keine mehr. Italien hat nur einen einzigen revisionistischen Forscher, der diesen Namen verdient: Carlo Mattogno. In Belgien gibt es kaum mehr welche, seitdem Siegfried Verbeke den Kampf aufgegeben hat und andere Revisionisten aus Altersgründen oder wegen Krankheit ausgeschieden sind. Die Schweiz, wo der Revisionismus in den neunziger Jahren nach dem Rückzug Mariette Paschouds doch einen Aufschwung genommen hatte, hat mit den radikalsten Mitteln dagegen durchgegriffen. In Holland hat es niemals wirkliche Revisionisten gegeben. In den skandinavischen Ländern findet man nur eine Handvoll, und in Schweden steht der heroische Ahmed Rami den Kräften der Repression immer isolierter gegenüber; auf Anzeige und Intervention der Juden hin werden seine Internet-Seiten eine nach der anderen geschlossen. In Großbritannien ist kein Revisionist mehr aktiv, am wenigsten David Irving, der sich in letzter Zeit mehr oder weniger der These Daniel Jonah Goldhagens angeschlossen hat, wonach die Deutschen einen natürlichen Hang zum Bösen aufweisen, was ihre Verantwortung für die „Hitlerverbrechen“ erklären soll. Bei seinem Prozeß gegen Deborah Lipstadt wollte er keine revisionistschen Forscher als Gutachter hinzuziehen, was ihn teuer zu stehen kam; da er mit dem Thema nur ungenügend vertraut ist, geriet er in die Defensive; er machte eine Konzession nach der anderen; um dem Gegner noch einen Trumpf mehr zu überlassen, beschwor er, wie er es oft zu tun pflegt, das „Bruns-Dokument“1, dem jegliche Beweiskraft abgeht; trotz seiner körperlichen Robustheit hat er den Eindruck eines zerbrechlichen Menschen hinterlassen.

Und in Frankreich? wird man da fragen. Die Antwort lautet, daß wir im Land Paul Rassiniers nur noch drei oder vier aktive Revisionisten sind, die forschen oder bereits gewonnene Erkenntnisse verbreiten. Kehrte der Vater des französischen Revisionismus auf die Erde zurück, so wäre er bestürzt darüber, daß er zwar Bewunderer hat, jedoch kaum noch eine Handvoll Jünger, die wie er dazu bereit sind, klar und ohne die geringste Zweideutigkeit zu sagen, daß die NS-Gaskammern und der Völkermord an den Juden einen und denselben historischen Betrug darstellen. Ferner gibt es in Frankreich – von Bruno Gollnisch abgesehen – keine politische Persönlichkeit mehr, die das schändliche antirevisionistische Gesetz anprangert, das als „Fabius-Gayssot-Gesetz“ bekannt ist: Bruno Mégret hat zu erkennen gegeben, daß er an die „Gaskammern“ glaubt, und Jean-Marie Le Pen fordert nicht länger die Abschaffung eines Gesetzes, das er einst als „freiheitsfeindlich“ einstufte. Neusten Meldungen zufolge soll dieses Gesetz verschärft werden, und J.-M. Le Pen wagt es nicht, diesen unverschämten Anschlag auf die Meinungs- und Forschungsfreiheit an den Pranger zu stellen.

In der arabisch-muselmanischen Welt findet der Revisionismus ungeachtet dessen, was die Juden uns erzählen, kein dauerhaftes Echo, und ich warte immer noch darauf, daß ein einziger palästinensischer Demonstrant die Erlaubnis erhält, statt eines einfältigen Transparents mit der Losung „Sharon = Hitler“ ein Spruchband zu entrollen, auf dem es heißt : „Der ‚Holocaust‘ an den Juden ist ein Betrug!“ oder „Gaskammern = Schwindel!“ In Australien ist der einzige wirkliche Revisionist Fredrick Töben. Neuseeland verfolgt hartnäckig einen halbjüdischen Halbrevisionisten, der schon längst seine Reue bekundet hat, als sei er immer noch aktiv. Südamerika besitzt so gut wie keinen aktiven Revisionisten mehr. Zentralamerika hat nie welche besessen. Die USA bleiben das einzige Land, wo der Revisionismus noch einige Erfolge zu verzeichnen hat, doch auch dort gibt es viele bittere Rückschläge. In Kanada befindet sich der führende Bannerträger des Revisionismus, mein lieber Freund Ernst Zündel, in einem Hochsicherheitsgefängnis, wo er unter Bedingungen einsitzt, die denen in Guantanamo Bay nur wenig nachstehen. In Japan haben scharfe jüdisch-amerikanische Reaktionen die ersten revisionistischen Ansätze im Keim erstickt. Das kommunistische China kann den Revisionismus nicht dulden: Es kultiviert den Opfermythos vom Chinesen, der eine Art „Jude Japans“ gewesen, d.h. von den damals mit Deutschland verbündeten Japanern so behandelt worden sein soll, wie die Deutschen angeblich die Juden behandelt haben. Es hofft, von Japan Entschädigungen zu erhalten, wie sie Deutschland den Juden zahlt, also Tausende von Milliarden, und zwar bis zum Ende der Zeiten. Doch damit täuscht sich China gründlich, denn für die internationale Gemeinschaft haben nur die Juden wirklich gelitten und besitzen darum das Recht, den Besiegten bis zur Erschöpfung bluten zu lassen. Oder wie sie es in Palästina getan haben, das Eigentum und das Land anderer zu stehlen.

Man wird mir vielleicht Defätismus vorwerfen. Man wird mich auf die Präsenz des Revisionismus im Internet hinweisen und das Argument ins Feld führen, unsere erbittertsten Gegner seien alarmiert über die Fortschritte des Revisionismus, was mich doch mit Genugtuung erfüllen müsse.

Zum Thema Internet antworte ich, daß die Vorzüge dieses Kommunikationsmittels unbestreitbar sind, und daß die von überall vertriebenen Revisionisten in der Zukunft hier ihren letzten Zufluchtsort finden werden, obgleich auch dieser Freiraum unter dem Druck der jüdischen Zensur immer mehr schrumpfen könnte. Doch muß man auch zugeben, daß das Internet, genau wie die Konsumgesellschaft, viel mit einem Dummenfang gemeinsam hat. Es erzeugt bei den Leitern der Websites ebenso wie bei deren Besuchern oft die Illusion der Aktivität. Es überflutet mit Informationen. Es wirkt einschläfernd, erdrückend, lähmend. Oder es verleitet zur Geschwätzigkeit. Man wiegt sich vor dem Aquarium der elektronischen Wellen nur zu leicht in Träumen. Man gibt sich der Illusion hin, viel für die gute Sache zu tun, doch genießt man vor allem die Wärme seines gemütlichen Kämmerleins. Man flüchtet sich hinter seinen Bildschirm oder ertrinkt darin. Man geht das Risiko nicht mehr ein, ein Gefängnis oder einen Gerichtssaal aufzusuchen, um einem bedrängten Revisionisten zur Seite zu stehen. Man verteilt keine Flugblätter und klebt keine Plakate mehr. Man geht nicht mehr zu jenen Veranstaltungen, wo man – zugegebenermaßen nicht ohne Risiken für seine körperliche Unversehrtheit – mehr über den Gegner als Menschen von Fleisch und Blut erfahren könnte, d.h. zu Kongressen, Kolloquien, Kundgebungen, die er gegen den „Negationismus“ organisiert. Man öffnet seine Geldbörse um so weniger für die in materielle Not geratenen Revisionisten, je mehr man im Internet andere dazu auffordert, den ihren zu öffnen. Tausende von elektronischen Botschaften rufen zur Generalmobilmachung vor einem Gefängnis auf, wo ein Revisionist einsitzt, doch die Gesamtzahl der Demonstranten einschließlich der Organisatoren beträgt dann, wie im Falle E. Zündels in Toronto, in einem ersten Fall ein rundes Dutzend und in einem zweiten Fall vielleicht fünfzehn.

Was die Hirngespinste unserer Gegner über die revisionistische „Bestie“ betrifft, die angeblich immer unverhüllter ihr Unwesen treibt und ihre Fangarme bis hin in die Schulen und insbesondere unter der jungen Generation moslemischer Herkunft ausbreitet, so lautet meine Antwort, daß man sich dadurch nicht täuschen lassen darf. Die Juden haben es stets verstanden, „der Wolf kommt, der Wolf kommt“ zu schreien und selbst den schwächsten Gegner als fürchterliche Hydra darzustellen, der für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue nachwachsen. Wie es ihrer Gewohnheit entspricht, lügen sie über die Zahl, die finanziellen Mittel und die Macht jener, die sie hassen und am liebsten tot oder hinter Gittern sähen. Für sie sind die Revisionisten „das größte Lumpengesindel“2, und deshalb behaupten die Juden mehr oder weniger guten Glaubens, hinter der geringsten unorthodoxen Formulierung, hinter dem geringsten Muckser, hinter dem geringsten Widerspruch bei einer Debatte über den „Holocaust“ verberge sich das Gespenst des Revisionismus. Im Dezember 2003 haben die Juden Alex Grobman und Rafael Medoff das Ergebnis ihrer Untersuchung zu dem veröffentlicht, was sie „Holocaust-Leugnung in aller Welt“ nennen; scheinbar haben sie eine reiche Ernte eingefahren, doch merkt ein aufmerksamer Leser, daß die beiden Verfasser das leiseste Indiz, das kargste Quentchen Information zu diesem Thema gesammelt und diese spärliche Ausbeute dazu verwende haben, ein Bild von der weltweiten Aktivität der Revisionisten zu zeichnen, dem weitgehend Substanz und Realität abgehen („Holocaust Denial : A Global Survey 2003“, www.Wymaninstitute.org).

Sehr aufschlußreich ist das Beispiel Lyon. Neben Paris ist Lyon die einzige Stadt in Frankreich, wo der Revisionismus früher einige spektakuläre Erfolge erzielt hat (Nantes hat nur im Zusammenhang mit der Affäre Roques im Jahre 1986 von sich reden gemacht). Wer Anfang 2004 die Lyoner Presse las, konnte glauben, in der zweitgrößten Stadt Frankreichs erlebe der Revisionismus gegenwärtig einen stürmischen Aufschwung. Die Lokalmedien werden nicht müde, die angebliche Nachsicht der Universitäten Lyon-II und vor allem Lyon-III gegenüber ihren „negationistischen“ Professoren zu attackieren. Sieht man freilich genauer hin, so entdeckt man, daß die Zahl dieser Professoren exakt bei Null liegt. In Wirklichkeit verhält es sich so, daß die Antinegationisten, die schon seit langem keine Treibjagden auf „Negationisten“ mehr veranstalten können, weil es letztere nicht mehr gibt, sich in ihrer Vernichtungswut gegenseitig als „Negationisten“ beschimpfen und übereinander herfallen. Dieses Schauspiel ist im Grunde äußerst lehrreich: Es beweist, in welchem Ausmaß man mit Hilfe der Medien Monströsitäten frei erfinden kann, die nicht einmal ansatzweise existieren.

Man beobachte, wie man sich heute in Lyon revisionistische Schreckgespenster aus den Fingern saugt, und man wird begreifen, wie man den Mythos von den magischen Nazigaskammern geschaffen hat, die in der Vorstellung der Massen allgegenwärtig, in der Realität jedoch schlicht und einfach nicht existent sind.

In Lyon fürchten sich Professoren, Journalisten, Politiker vor den regelmäßigen Zornesausbrüchen des unermüdlichen Alain Jakubowicz, der als Fürsprecher seiner ethnisch-religiösen Gemeinschaft waltet, und zittern allein schon bei der Vorstellung, bei gewissen – jüdischen und anderen – Vereinigungen in Verdacht zu geraten. Jakubowicz, der stets auf der Jagd nach Abweichlern ist und sich permanent im Trancezustand befindet, jammert unablässig über den Skandal des „Negationismus“ und schildert die Lage so, als sei Lyon, die ehemalige „Hauptstadt der Résistance“ (was sie nie wirklich war) nun plötzlich zur „Hauptstadt des Revisionismus“ geworden (was sie wirklich nicht ist). Eine große Schar von Gefolgsleuten reiht sich da in den Chor der Hexenjäger ein. In diesem Chor stechen ein oder zwei Professoren von der extremen Rechten hervor, die, als man sie einst als „Revisionisten“ bezeichnete, heftig dagegen protestierten, Prozesse anstrengten und gewannen, sich im Glanz ihres Ruhms sonnten und heute am liebsten behaupten würden, sie seien alte Widerstandskämpfer im Kampf gegen den Revisionismus. In der ganzen Gegend um Lyon findet man nur einen einzigen Revisionisten, Jean Plantin. Er unterrichtet keineswegs an der Universität und lebt ausgesprochen zurückgezogen. Sein Hauptverbrechen besteht darin, zu Beginn der neunziger Jahre mit Arbeiten zu strittigen Themen akademische Grade in Zeitgeschichte erworben zu haben3, die man ihm als Folge einer Pressekampagne zehn Jahre später aberkannte, jedoch nach einer juristischen Schlacht, die er im Januar 2004 schließlich gewann, wieder zuerkennen mußte. J. Plantin ist übrigens wegen der Veröffentlichung revisionistischer Schriften (eines Verstoßes gegen das Presserecht!) zu sechs Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden, die er wird absitzen müssen, wenn das Appellationsgericht in Paris seine letzte Berufung demnächst verwirft. Als er bei seinem letzten Prozeß vor Gericht erscheinen mußte, haben wir junge Menschen aus Lyon gesucht, die ihn begleiten sollten. In einer Stadt von 1,2 Millionen Einwohnern haben wir nur einen einzigen Freiwilligen gefunden, der sich dann, ohne uns zu benachrichtigen, im letzten Augenblick, am Tage des Prozesses, gedrückt hat, so daß ein Sechzigjähriger an seine Stelle rücken mußte. Muß man darin nicht zwangsläufig einen zusätzlichen, konkreten und eindeutigen Beweis dafür sehen, daß der Revisionismus aufs schwerste angeschlagen ist? Ich schenke es mir, noch weitere, nicht minder deprimierende Beispiele anzuführen.

Ich behaupte nicht, der „Holocaust“-Revisionismus sei tot; er wird niemals sterben. Doch sein gegenwärtiger Zustand bietet allen Grund zu tiefer Besorgnis. Die ganze Tragweite des Desasters wurde mir im Juni 2002 beim letzten Kongreß des Institute for Historical Review (IHR) in Los Angeles bewußt. Neun Monate zuvor hatten die Amerikaner das traumatische Erlebnis des 11. September 2001 hinnehmen müssen. Auf einen Schlag machte es den Anschein, die ganze Welt sei zugleich ins dritte Jahrtausend und in den dritten Weltkrieg eingetreten. Gleichzeitig schien der Zweite Weltkrieg jäh vom Horizont verschwunden zu sein. Der historische Revisionismus, dessen Hauptthema die Auseinandersetzung mit eben jenem Krieg ist, schien ebenfalls zumindest teilweise zu verblassen. Einige Monate darauf trat das IHR in die Endphase einer Krise ein, an der es, wie man ehrlich einräumen muß, schon seit langem laboriert hatte.

Neue Perspektive

Andere Revisionisten haben die fallengelassene Fackel aufgehoben. Ich wünsche ihnen allen ohne Unterschied Erfolg. Sie können meiner Unterstützung sicher sein. Ob sie nun Germar Rudolf, Walter Mueller, Horst Mahler oder Heinz Koppe heißen, sie werden mich an ihrer Seite finden. Doch unter der Bedingung, daß sie sich für einen Revisionismus à la Paul Rassinier einsetzen, d.h. für einen freimütigen und unverfälschten Revisionismus.

Die diversen Spielarten eines verwässerten oder kompromißbereiten Revisionismus interessieren mich nicht. Ich bin mir bewußt, daß manche unter uns einen Revisionismus praktizieren, der von Vorsicht, Taktik, Strategie oder dem geprägt ist, was sie den Sinn für Verantwortung nennen, doch für mich handelt es sich da um eine Art Salonrevisionismus oder Revisionismus-Surrogat, dessen Grundlage die Furcht ist. Gewisse andere Revisionisten kümmern sich allzu sehr darum, was die Juden von ihnen denken; wenn sie einmal auf einen Juden stoßen, der erklärt, er stehe dem Revisionismus nahe, und ihnen sogar seine Dienste anbietet, so erstarren sie vor Bewunderung: „Ei, was für ein wunderbarer Jude! Welch herrliche Intelligenz! Welch tollkühner Mut! Hüten wir uns davor, dieses seltene Exemplar von einem Juden vor den Kopf zu stoßen, und widersprechen wir ihm vor allem nicht, wenn er uns sagt, er finde es müßig, sich den Kopf über die Existenz oder Nichtexistenz der Gaskammern oder die Realität des Völkermordes zu zerbrechen, sondern nehmen wir uns seine Zurückhaltung zum Vorbild!“ Wiederum andere Revisionisten (?) wenden sich verhältnismäßig ungefährlichen Aspekten der Geschichte des Zweiten Weltkriegs und seiner Folgen zu und überlegen sich, was man über bekannte Persönlichkeiten (Churchill, Pétain, Pius XII. ...) oder über gewisse Ereignisse (den Terrorismus, den Krieg gegen die Zivilbevölkerung, die Deportation unterschiedlicher Volksgruppen, die von den Siegern veranstalteten Prozesse) schreiben kann, ohne die fundamentale Frage anzuschneiden, ob der „Holocaust“ eine Realität war oder nicht. Diesen Halbrevisionisten werde ich keine Unterstützung mehr gewähren. Schließlich gibt es noch eine letzte Kategorie von Revisionisten: Jene, die sich damit trösten, daß früher vernachlässigte Themen heute den Anstoß zu erfolgreichen Büchern geben: Dies gilt zum Beispiel für die wirklich grauenhafte Geschichte der anglo-amerikanischen Bombardierungen in Europa und Japan, ferner für die von den Alliierten im Zug der sogenannten „Befreiung der Völker“ begangenen Untaten – einer „Befreiung“, die nichts weiter als brutale Okkupation, gigantische Plünderungen, ungeheuerliche Vertreibungen, eine endlose Reihe von Massakern sowie eine Säuberung bedeutete, welche noch heute, sechzig Jahre nach dem Krieg, andauert. Doch diese Art von Literatur, so interessant sie auch ist, rührt nicht an das Große Tabu des „Holocaust“. Ganz im Gegenteil, bis heute dient sie gewissermaßen als Ersatzrevisionismus, und außerdem riskieren ihre Verfasser nicht, in den Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses zu wandern. Auch in diesem Punkt sollten wir uns nichts vormachen, uns nicht hinters Licht führen lassen und uns vor Alibis hüten.

Die Massenvernichtungswaffen Adolf Hitlers (die angeblichen Hinrichtungsgaskammern und angeblichen Hinrichtungsgaswagen) haben ebenso wenig existiert wie die Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins, denn die einen wie die anderen sind ein und dieselbe Erfindung, die 1944 von einer jüdischen Institution (dem War Refugee Board) in die Welt gesetzt bzw. 2002 von einer anderen jüdischen Institution (dem Office of Special Plans) rezykliert worden sind: Dieselbe Lüge, dieselben Lügner.

Dies ist die aktualisierte, feste und entschlossene Position, die, wie ich glaube, ein Paul Rassinier heute einnähme. Solange Germar Rudolf, Walter Mueller, Horst Mahler, Heinz Koppe und andere Revisionisten diesen Grundsatz klar befolgen und auf dieser Grundlage arbeiten, werde ich an ihrer Seite stehen. Daß man heute die angeblichen Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins überall in Frage stellt, eröffnet ihnen die unverhoffte Gelegenheit, die Lüge von der angeblichen Vernichtung der europäischen Juden anzuprangern (so lautet der Titel von Raul Hilbergs dreibändigem „Standardwerk“ über den „Holocaust“). Diese wahren Revisionisten haben das Recht auf ihre eigenen politischen und religiösen Überzeugungen, so wie ich das Recht auf meine unpolitische Haltung und meinen Atheismus habe. Es steht ihnen frei, die Mittel ihres Kampfes zu wählen, so wie ich die meinen gewählt habe. Ich verlange von niemandem, meinem Beispiel zu folgen. Ich predige keine Doktrin und betrachte mich nicht als Gralshüter irgendeiner Orthodoxie. Doch erwarte ich von ihnen, der Sache des historischen Revisionismus kompromißlos und ohne Ausflüchte mit derselben Klarheit und demselben Mut wie Paul Rassinier zu dienen. Unter dieser Bedingung werde ich mit ihnen den Kampf weiterführen, dem ich wenigstens dreißig Jahre meiner Existenz gewidmet habe. Ich bin kein Defätist, sondern befürworte ganz im Gegenteil einen Kampf mit klarer Stoßrichtung: Gegen die Mutter aller Lügen unserer Zeit, den Betrug vom „Holocaust“ oder der „Shoa“. Jean-Paul Sartre hat sich seiner Ehre beraubt, indem er über den Kommunismus log, weil er, wie er sich ausdrückte, „Billancourt“, d.h. das französische Proletariat, nicht „der Verzweiflung überantworten“ wollte. Persönlich schere ich mich keinen Deut darum, ob das, was ich schreibe, meine Leser ermutigt oder entmutigt. Ich lege lediglich Wert darauf, so exakt wie möglich zu sein und zu bleiben.

Das Gefallen an der historischen Exaktheit, oder der Wunsch danach, ist eben so: Sie bleiben noch in den letzten Stunden des Lebens bestehen, selbst wenn man sich nach einer Ruhe sehnt, die man nie gekannt hat, und selbst wenn alles dafür zu sprechen scheint, daß es vernünftiger wäre, einen ungleichen Kampf aufzugeben.

Anmerkungen zu einigen Details in der Festschrift: 1) A. R. Butz möchte ich in Erinnerung rufen, daß ich 1980 ein Buch mit dem Titel Mémoire en défense contre ceux qui m’accusent de falsifier l’histoire [Verteidigungsschrift gegen jene, die mich der Geschichtsfälschung bezichtigen] veröffentlicht habe, das mit einem Vorwort von Noam Chomsky erschien; 2) F. Töben weise ich darauf hin, daß seine Anekdote mit dem Restaurant (S. 106) eher das Talent des Romanciers als die Umsicht des Historikers verrät; 3) R. H. Countess erinnere ich daran, daß ich nicht gesagt habe „No holes? No gas chambers!“ (S. 128), sondern „No holes, no ‚Holocaust‘“, denn wenn es die angeblichen Nazigaskammern, die den Grundpfeiler des ganzen Lügengebäudes bilden, nicht gab, folgt daraus, daß es auch den angeblichen „Holocaust“ nicht gegeben haben kann.

Anmerkungen

Aus dem Französischen übersetzt von Jürgen Graf.

1
Es handelt sich hierbei um ein „Gespräch“ des in britische Kriegsgefangenschaft geratenen Generalmajors Walther Bruns mit deutschen Mithäftlingen über die angeblich im Dezember 1941 in der Gegend von Riga verübten deutschen „Greuel“. Bruns' Kerkermeister behaupteten, die Aussagen des Generals mit Hilfe im Dickicht versteckter Mikrophone aufgenommen zu haben, doch in Wirklichkeit handelt es sich bei diesem „Gespräch“ um das ohne Unterbrechungen abgegebene Geständnis eines Offiziers, der von den Briten als „Antinazi und zur Kooperation mit den Alliierten bereit“ beschrieben wurde. Der Text wimmelt von Absurditäten. David Irving weiß, daß Bruns später bestritten hat, diese Aussagen gemacht zu haben, doch derselbe David Irving verrät dies seinem Publikum bei Vorträgen nie. Siehe Public Record Office, London, file WO. 208/4169.
2
Faurisson verwendet den Ausdruck „la pire engeance“, was man mit „die schlimmste Brut“ widergeben könnte. Die von uns gewählte Übersetzung stützt sich auf einen Ausspruch Herrn Sigi Feigels, des Präsidenten der Israelischen Kultusgemeinde der Schweiz, der die Gegner des „Antirassismusgesetzes“ 1994 als das „größte Lumpengesindel“ betitelt hat. – Der Übersetzer.
3
1990 erwarb J. Plantin den Magistergrad mit einer Arbeit über Paul Rassinier, 1991 ein „Diplom für fortgeschrittene Studien“ mit einer Arbeit über die Flecktyphusepidemien in den deutschen Konzentrationslagern; keine der beiden Arbeiten enthielt revisionistische Behauptungen.