Rattenbekämpfung im KL Auschwitz

Von Erik Kylling

Von deutscher Seite, insbesondere durch die SS, wurden große Anstrengungen unternommen, um die Ausbreitung von Ratten im KL Auschwitz zu verhindern. Wie die hier vom Verfasser präsentierten Dokumente zeigen, wurde der Rattenbekämpfung ein hoher Stellenwert eingeräumt, nicht nur, weil diese Nagetiere knappe Nahrungsmittel vernichten und durch Benagen Schäden anrichten, sondern auch, weil sie Überträger gefährlicher Krankheiten sind.

Wir möchten das Augenmerk des Lesers auch darauf richten, daß die hier abgelichteten Briefe erstaunliche Einblicke geben, die vollkommen im Widerspruch stehen zu dem offiziellen Bild der „Knochenmühlen zur Beseitigung ermordeter Häftlinge“ – das KL Auschwitz hatte Mangel an frischen Markknochen, die der offiziellen Version zufolge doch im Überfluß hätten existieren müssen. Statt Rattenfütterung mit Menschenknochen wurde in Auschwitz Rattenbekämpfung zugunsten aller dort lebenden Menschen durchgeführt. (Die Redaktion)

Schädling Ratte

Bei der Ratte handelt es sich um ein weltweit verbreitetes Nagetier, das sehr häufig als Vorrats- Material-und Gesundheitsschädling auftritt. Die Ratte ist dem Menschen in alle Klimazonen gefolgt, lebt in seinen Gebäuden und Behausungen und ernährt sich von seinen Vorräten und Abfällen.

In allen größeren Ansiedlungen des Menschen ist die Ratte, in Mitteleuropa als Haus- und vor allem als Wanderratte (Rattus rattus, Rattus norvegicus) ein stetiger und ungeliebter Mitbewohner. In ganz Deutschland nahm die Rattenplage während des Zweiten Weltkrieges stark zu, besonders in den zerbombten Städten (siehe z.B.: Schreiben des Reichsministers des Innern an das Reichssicherheitshauptamt vom 19. Februar 1944 über den „Erlaß einer Reichspolizeiverordnung zur Rattenbekämpfung“; A g 7070/43-5202, Bundesarchiv: NS 21-799-30). In diesem Schreiben wird die Bekämpfung der Rattenplage sogar als kriegswichtig bezeichnet.

Ratten besitzen eine hohe Vermehrungsrate und ein großes gesundheitsgefährdendes Potential für den Menschen. Sie dienen einerseits dem stabilen Erhalt eines Erregers als Reservoir, sind andererseits aber, in Abhängigkeit vom Erreger und dessen geographischer Verbreitung, gleichzeitig Erregerverschlepper oder -überträger. Laut Niedersächsischem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.laves.niedersachsen.de/master/C2998646_N2530258_L20_D0_1826.html) können Ratten etwa 120 Infektionskrankheiten übertragen. Insgesamt sind danach weltweit ohne die vielfältigen Hantavirusspezies, 42 wichtige, mit Nagetieren assoziierte humanpathogene Erreger oder Erregersubtypen bekannt. Besonders ist die große Bedeutung der Schadnager als Reservoir für Salmonellen und als Überträger von z.B. Typhus (Salmonella typhi), Paratyphus, Leptospirose (Bakterien der Gattung Leptospira), Tularämie (Anthropozoonose durch Francisella (= Pasteurella) tularensis), Trichinose (Larven von Trichinella spiralis), Ruhr (Entamoeba histolytica), Cholera (Vibrio cholerae / Vibrio el Tor) und Pest (Yersinia pestis) hervorzuheben.

Daher sind Ratten vor allem in Wohnstätten und Unterkünften von besonderer Gefahr, in denen Menschen in großer Dichte und Fluktuation unter mangelhaften hygienischen Umständen leben. Unter diesen Umständen, die sich in Kriegszeiten in zerstörten Städten, Kriegsgefangenen-, Flüchtlings- und Internierungslagern schnell bildeten, war eine Ansteckungsgefahr außergewöhnlich hoch. So auch im Konzentrationslager Auschwitz.

In einem Schreiben des „Reichsführer-SS Persönlicher Stab“ an den „Reichsgeschäftsführer Das Ahnenerbe“ SS-Standartenführer Sievers vom 20. August 1943 (Akt. Z.: G/R/10; Bundesarchiv: NS 21-799-30) heißt es:

„Die Rattenplage im Konzentrationslager Auschwitz soll so groß sein, daß der SS-Standortarzt, SS-Hauptsturmführer Dr. Wirth, die Befürchtung hat, die Rattenpest könnte ausbrechen. Auch der Verwaltungsführer, SS-Obersturmbannführer Moekkel, befürchtet den Ausbruch von Seuchen, wenn nicht umfassende Bekämpfungsmaßnamen sofort getroffen werden.

Wenn auch SS-Standartenführer Dr. Mrugowski, der vor etwa 14 Tagen in Auschwitz war, nicht diese Befürchtung teilt, da keine Pestträger vorhanden sein sollen, bitte ich doch gemäß dem damaligen Auftrage des Reichsführer-SS an das Ahnenerbe, die Rattenbekämpfung verantwortlich zu übernehmen, möglichst schnell hier durchzugreifen. Ich bin der Ansicht, daß auch die augenblicklichen Umzugsschwierigkeiten kein Hindernis sein sollen für die sofortige Inangriffnahme der Rattenbekämpfung in Auschwitz.“

Nach einem Besuch im K.L. Auschwitz am 13.09.1943 schreibt der Dozent Dr. habil. Eduard Mey am 15.09.1943 an den „Reichsführer-SS Persönlicher Stab Amt Ahnenerbe“ unter dem Betreff „Rattenbekämpfung im K.-L. Auschwitz“ (Akt. Z.: G/R/10, Bundesarchiv: NS 21-799-30):

„Das K.-L. Auschwitz umfasst ein Gelände von 30000 Morgen; die einzelnen Lager beherbergen insgesamt 80000 Häftlinge. Da dieses Riesenlager außerordentlich schnell gewachsen ist und bei der Schnelligkeit dieses Wachstums den notwendigen hygienischen Maßnahmen naturgemäß vielfach nur in vorläufiger Weise Rechnung getragen werden konnte, so erklärt sich das Überhandnehmen der Ratten, sowie des Ungeziefers, von selbst. Es kommt noch hinzu, dass in einzelnen Lagern des Auschwitzer Komplexes ein geradezu unvorstellbarer Abschaum verwahrloster Polen, Juden, Zigeuner usw. – teilweise ganze Familien – auf die primitivste Weise untergebracht sind, wodurch eine ständige Gefahrenquelle gegeben ist. Schließlich ist noch zu berücksichtigen, dass in Anbetracht der Riesenzahl der Häftlinge, die, ich wiederhole es, zum Teil aus gänzlich verwahrlosten Halbmenschen bestehen, die Zahl der zur Betreuung unbedingt notwendigen Ärzte, Hygieniker usw. samt Hilfspersonal m.E. viel zu gering ist. Die ganze Last der Seuchen- und Schädlingsbekämpfung ruht auf den Schultern von Herrn Dr. Wirts, der bei aller Tatkraft und bei bestem Willen nicht durchkommt.“

SS-Hauptsturmführer Professor Dr. Tratz wird in einem Schreiben von SS-Sturmbannführer Sievers, „Das Ahnenerbe Reichsgeschäftsführer“ an den „Reichsführer-SS Persönlicher Stab“ vom 20. Februar 1940 mit dem Betreff „Rattenbekämpfung“ (A/1/101 S/Wo; Bundesarchiv: NS 21-799-30) aus seinem Brief vom 15. Juni 1939 betreffend „Rattenbekämpfung“ an den „Reichsgeschäftsführer Das Ahnenerbe“ SS-Sturmbannführer Sievers (Akt. Z.: A/1/101; Bundesarchiv: NS 21-799-30) folgend zitiert:

„Die Ratten haben nun die Eigenschaft, dass sie einheitlich in Anwendung gebrachtes Gift, wenn es auch noch so gut getarnt ist, bald nicht mehr annehmen. Danach erscheint es unbedingt notwendig, die Bekämpfung durch verschiedene Mittel, und zwar andauernd durchzuführen.“

In einem „Vorschlag zur reichseinheitlichen Bekämpfung der Ratten“ (Bundesarchiv: NS 21-799-30) des durch eine Entscheidung des Reichsführer-SS vom 22.02.1940 zur Rattenbekämpfung von der Wehrmacht angeforderten Stabsveterinärs Dr. R. Koller (siehe Schreiben des SS-Obersturmbannführers Prof. Dr. Tratz an den Chef der Ordnungspolizei Berlin vom 05.03.1941, Betr.: „Rattenbekämpfung“; Bundesarchiv: NS 21-799-30) schreibt dieser:

„Mit der bisherigen Art, die Ratten nur durch wiederholtes plötzliches Auslegen massenhafter Giftköder zu bekämpfen, ist das Problem der Rattenplage nie und nimmer zu lösen.“

Mit Hilfe bzw. im Auftrage der „Forschungs- und Lehrgemeinschaft Ahnenerbe“ wurde nun allgemein an verschiedenen alternativen Möglichkeiten der Rattenbekämpfung geforscht. Dazu gehörten das Erwägen einer Synthese des entsprechenden Wirkstoffes aus der Meerzwiebel (Urginea maritima oder Scilla maritima), des sogenannten Scillins, tierexperimentelle Studien zur Frage der medikamentösen Sterilisierung (durch Caladium seguinum / Dieffenbachia seguina) (siehe Schreiben des „Reichsgeschäftsführer Das Ahnenerbe“ an SS-Obersturmbannführer Dr. R. Brandt „Persönlicher Stab RF-SS“, Betr.: „Rattenbekämpfung“ vom 04. Juli 1942, A/1/101; Bundesarchiv: NS 21-799-30), oder die Entwicklung von Giften auf Basis des Xantons oder der Arsenite (Brief von Dozent Dr. habil. Eduard Mey an SS-Standartenführer Wolfram Sievers vom 26.02.1945, Akt. Z.: G/R/10; Bundesarchiv: NS 21-799-30).

Professor Dr. M. von Lengerken und Dr. Werner Seitz, vom Institut für Landwirtschaftliche Zoologie der Universität Berlin stellen einen Antrag (Abschrift ohne Datum und Adressat; Bundesarchiv: NS 21-799-30) „auf Erteilung eines Forschungsauftrages und Einreihung in die Dringlichkeitsstufe“ für die Erforschung neuer Rattentoxine, genauer „[...] im Darmkanal der Ratten rhodanwasserstoffentwickelnde Verbindungen“ und die Untersuchung der „Ködererwirkung der Rattenvertilgungsmittel“. Weiter wird durch Lengerken und Seitz erwähnt, daß das schließlich seitens der SS gebräuchliche Mittel der Rattenbekämpfung, ein Produkt aus der Meerzwiebel, kriegsbedingt in Deutschland nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stünde. Weiter wird im selben Schreiben ebenfalls auf die Kriegswichtigkeit der Rattenbekämpfung aufmerksam gemacht.

Speziell bezüglich Auschwitz gibt ein Schreiben von SS-Sturmbannführer Guntram Pflaum („Sonderbeauftragter des RF-SS für Schädlingsbekämpfung“) an den „Amtschef i. Pers. Stab RF-SS“, SS-Oberführer Dr. Wüst vom 09. September 1943 über den geplanten Einsatz des thalliumbasierten Rattengiftes „Zelio-Paste“ von Bayer I.G. Farben Auskunft (Abschrift; Akt. Z.: G/R/10; Bundesarchiv: NS 21-799-30). SS-Standartenführer Sievers wird darin aus einem Fernschreiben folgend zitiert:

„Von RF-SS mit Rattenbekämpfung verantwortlich beauftragt. Sind Sofortmassnahmen wegen Seuchengefahr in Auschwitz einzuleiten. Beauftrage Sie mit Beschaffung 50 kg Zelio-Paste von Bayer I. G. Farben. Sie selbst müssen mit mindestens 25 kg, Montag 13.9. früh in Auschwitz eintreffen. Gleichzeitig dort eintrifft Dr. May um Bekämpfungsmassnahmen durchzuführen. Erbitte Bestätigung durch RF-SS, Pers. Stab, Amt Ahnenerbe, Berlin.“

Weiter wurde durch das Amt Ahnenerbe der Einsatz des Kampfstoffes Lost zur Rattenbekämpfung in Deutschland in Erwägung gezogen.

In dem Brief des „Reichsgeschäftsführer Das Ahnenerbe“ an SS-Obersturmbannführer Dr. R. Brandt „Persönlicher Stab RF-SS“, Betr.: „Rattenbekämpfung“ vom 04. Juli 1942 (A/1/101; Bundesarchiv: NS 21-799-30) schreibt Sievers, nachdem er die Methode der Gift-Sterilisierung von Ratten verwirft, über die Überzeugung Hirts (SS-Hauptsturmführer Professor Dr. Hirt von der Universität Straßburg),

„[...] dass es hingegen möglich sein müsste, in rattenverseuchten Gegenden eine Bekämpfung der Ratten mit Lost durchzuführen.“,

da Ratten „außerordentlich lostempfindlich“ seien. Weiter heißt es darin:

„Bisher hat Hirt Lösungen 1:100 angewandt. Es wäre zu erforschen, welche dünnsten Lösungen noch wirksam sind. Natürlich müsste bei Anwendung dieses Verfahrens grösste Vorsicht beachtet werden und es könnten nur damit vertraute Personen beauftragt werden. Das geschieht aber schon bei anderen Bekämpfungsverfahren (Blausäure).“

Anschließend schlägt Sievers in diesem Schreiben vor, einen Versuch mit Lost in rattenverseuchten Gebieten durchzuführen.

SS-Obersturmbannführer Dr. R. Brandt antwortet in einem Schreiben des „Reichsführer-SS Persönlicher Stab“ an SS-Sturmbannführer Sievers (Akt. Z.: A/1/101; Bundesarchiv: NS 21-799-30) vom 13. Juli 1942:

„Der Reichsführer-SS möchte gerne eine Mitteilung darüber haben, wie die Menschen auf die Lösung des Lost-Präparats von 1:100 reagieren. Mit dem Versuch ist er selbstverständlich einverstanden.

Sie hatten dem Reichsführer-SS, wenn ich mich recht entsinne, mitgeteilt, dass Professor Koller oder ein anderer für die Bekämpfung von Ratten die Verwendung von Meerzwiebeln vorschlägt. Er bittet auch hier Versuche zu machen bzw. weiterzuführen.“

In einem Antwortschreiben vom 27.08.1942 von Sievers an Dr. Brandt (Schreiben an SS-Obersturmbannführer Dr. R. Brandt „Persönlicher Stab RFSS“, G/H/6, G/Sch/4, G/R/10; Bundesarchiv: NS 21-799-30) zitiert Sievers eine Stellungnahme Professor Hirts bezüglich der Anwendbarkeit von Lost zur Rattenbekämpfung hinsichtlich der Verträglichkeit für den Menschen:

„SS-Hauptsturmführer Professor Dr. Hirt, Straßburg, teilt mir auf Anfrage mit: ‚Lost in Verdünnung 1:100 ist auch für den Menschen schädlich, wenn es in entsprechenden Mengen an den Körper herankommt. Vor allen Dingen wirkt ja Lost bekanntlich noch in sehr großer Verdünnung vom Kleiderstoff aus stark schädigend, besonders in Verbindung mit Feuchtigkeit. An und für sich macht Lost in der Verdünnung 1:100, auf die Haut aufgebracht, noch eine Rötung, evtl. ruft es kleine Bläschen hervor, ohne, daß es zur Nekrose kommt.

Die Wirkung ist also viel schwächer als bei reinem Lost. Trotzdem kann es in entsprechenden Mengen an die Kleidung gebracht, besonders an den Schweißstellen, wie Achselhöhle, Leistenbeuge, genau so wirken wie konzentriertes Lost, dazu genügt häufig eine Spur. Das habe ich bei einem Laboratoriumsunfall an einem Laboranten erlebt, der ein Kaninchen nur eine Sekunde an seine Achselhöhle brachte und am nächsten Tag von dort aus eine Rötung bekam, die über den ganzen Körper wegzog, ohne allerdings weitere Folgen nach sich zu ziehen. Zur Verlostung kommt meiner Ansicht nach nur ein Gebiet in Frage, das zeitweise von menschlichen Bewohnern geräumt werden kann. Ganz ausgeschlossen ist natürlich die Anwendung von Lost in der Nähe von Lebensmittellagern, vor allem Getreidelagern, da man ja nicht weiß, inwieweit die Ratten noch Lost dahinschleppen. Es käme also lediglich eine Verlostung von Schlupfwinkeln unter Anwendung der diesbezüglichen Vorsichtsmaßregeln in Frage. Wie sich das technisch durchführen läßt, kann ich natürlich nicht entscheiden, das müßten entsprechende Fachleute beurteilen. Es ist aber wahrscheinlich ebenso wie mit allen anderen Giften, die bei der Rattenvertilgung angewandt werden (Phosphorarsenik, Strychnin usw.), daß jede Giftbekämpfung ihre 2 Seiten hat. Trotzdem erscheint mir Ihr Gedanke, an die Ausrottung des Ungeziefers mit einem Kampfstoff heranzugehen, durchaus nicht abwegig, es müßte nur von einem Kampfstoffexperten festgestellt werden, ob es nicht noch für den Menschen harmlosere Mittel gibt, die die Ratten umlegen.‘“

Vermutlich entschied sich die SS bei der Rattenbekämpfung in Auschwitz zumindest auch für die Meerzwiebel-Methode, bzw. für das von Bayer I.G. Farben vertriebene Rattengift „Zelio-Paste“ (siehe oben: Schreiben von SS-Sturmbannführer Guntram Pflaum, „Sonderbeauftragter des RF-SS für Schädlingsbekämpfung“ an den „Amtschef i. Pers. Stab RF-SS“, SS-Oberführer Dr. Wüst vom 09. September 1943, Abschrift; Akt. Z.: G/R/10; Bundesarchiv: NS 21-799-30).

Ein Begleitschreiben zu einer Rechnung der Gebr. Borchers A.-G. „An den Herrn Reichsführer SS Persönlicher Stab Amt „A““ vom 04. Oktober 1944, G/R/10, Bundesarchiv: NS 21-799-30) belegt die Lieferung des Meerzwiebelproduktes nach Auschwitz:

„Wir übersenden Ihnen in der Anlage unsere Rechnung Nr. 3799 in dreifacher Ausfertigung über die Umarbeitung von Meerzwiebeln. [...] Wir haben im Waggon Hannover 19865 am 16.9. 250 Flaschen und durch Stückgut am 16.9. 100 Korbflaschen nach Auschwitz zum Versand gebracht. [...] Zwei Korbflaschen mit je 11 kg haben wir entsprechend Ihrem Auftrag nach Dachau zum Versand gebracht.“


Die Pest in Auschwitz? Damals eine realistische Möglichkeit, zumal damals im Lager ja bereits das Fleckfieber grassierte. Schreiben des „Reichsführer-SS Persönlicher Stab“ an den „Reichsgeschäftsführer Das Ahnenerbe“ SS-Standartenführer Sievers vom 20. August 1943 (Akt. Z.: G/R/10; Bundesarchiv: NS 21-799-30)

Schreiben des „Reichsführer-SS Persönlicher Stab“ an SSSturmbannführer Sievers (Akt. Z.: A/1/101; Bundesarchiv: NS 21-799-30) vom 13. Juli 1942: „Der Reichsführer-SS möchte gerne eine Mitteilung darüber haben, wie die Menschen auf die Lösung des Lost-Präparats von 1:100 reagieren.“

Schreiben von Dr. habil. Eduard May an den Reichsführer SS, Persönlicher Stab, Amt Ahnenerbe, vom 15.9.1943 (Bundesarchiv)