Konzentrationslager aus völkerrechtlicher Sicht

Von Carlos W. Porter

Generationen von Menschen sind wie Gewächshauspflanzen in der überheizten Atmosphäre der Holocaustpropaganda aufgewachsen. Für sie mag es überraschend sein zu erfahren, daß Konzentrationslager durchaus nichts Ungesetzliches sind, jedenfalls nicht laut Völkerrecht.


Es gibt selbst heute kein internationales Gesetz, das Konzentrationslager verbietet.1 Im Folgenden nur ein paar Zitate hierzu:

»Es besteht kein Zweifel, daß im Falle allgemeiner Verheerungen die friedliche Bevölkerung in sogenannten Konzentrationslager festgehalten werden kann.«2

»Die Praxis,, zu der man im Burenkrieg gegriffen hat, nämlich die Opfer von Verheerungen in Konzentrationslager unterzubringen, muß gebilligt werden. Die Kriegführung kann es sogar erfordern, daß eine Kriegspartei eine Bevölkerungsgruppe gewaltsam in Konzentrationslager festhält.«3

»Konzentrationslager sind praktisch Internierungslager für Nichtkombattanten. [...] Eine so extreme Maßnahme ist nur unter ganz extremen Bedingungen gerechtfertigt; in der Tat sind beim Vorliegen solcher Verhältnisse Konzentrationslager nicht nur eine zwingende Notwendigkeit für den Operationserfolg die Kriegspartei, sondern auch für die Internierten selbst das kleinere von zwei Übeln [...]«4 (Unterstreichung hinzugefügt)

»Sofern Verheerungen statthaft sind, ist ein System zur Konzentration nicht nur gerechtfertigt, sondern aus humanitären Erwägungen heraus auch erforderlich5 (Unterstreichung hinzugefügt)

»Eine ähnliche Verwüstungstaktik wurde von den Briten in den ehemaligen Burenrepubliken durchgeführt. Ganze Regionen wurden verwüstet, um zu verhindern, daß sie dem Feind als Basis dienen können, wobei die nichtkriegführenden Familien zuvor von dort entfernt und in Konzentrationslager geschickt wurden. Es besteht kein Zweifel, daß diese Lager für die Sicherheit der dorthin Deportierten entscheidend waren, sowohl als Schutz gegen die Eingeborenen, wie auch um ihnen das Lebensnotwendige zu sichern6 (Unterstreichung hinzugefügt)

»Umfangreiche Verheerungen vollführten 1897 die Spanier auf Kuba. Die damit einhergehende Praxis, die Zivilbevölkerung in Garnisonsstädten zu ›konzentrieren‹, führte zu Protesten der USA und diente diesen letztlich mit als Kriegsgrund. 1901 internierten die britischen Truppen in Südafrika die Zivilbevölkerung in ›Konzentrationslagern‹, was zu erheblichen Verlusten an Menschenleben führte. Zugleich wurde das Land weit und breit verwüstet, um den Guerilla-Kräften die Versorgungsmöglichkeiten zu nehmen.«7

Das gleiche Werk, eines der objektivsten, beschreibt die für eine blockierte Macht damit verbundenen Schwierigkeiten:8

»Wie konnte man erwarten, daß Deutschland, selbst beim besten Willen, nach vier Jahren der Blockade durch England im Ersten Weltkrieg Gefangene gemäß den Normen ernähren würde, die für sein eigenes Heer galten, das die Last des Krieges zu tragen hatte, oder auch gemäß den Normen für die Fabrikarbeiter, deren Arbeit lebenswichtig für den Sieg im Krieg war? Und es erscheint gerechtfertigt, Gefangene zu bestrafen, wenn sie gegen ihre magere Kost rebellierten.«

Tatsache ist nämlich, daß »Konzentrationslager« dem Völkerrecht zufolge legal waren und sind, und es hat sie in der einen oder anderen Form in praktisch jedem Land gegeben. Ein Grund, warum man sie nicht abschaffen kann, liegt darin, daß eine objektive Definition des Begriffs »Konzentrationslager« nicht möglich erscheint. Es ist bemerkenswert, daß laut J.M. Spaight ein Konzentrationslager ein »Internierungslager für Nichtkombattanten« ist, das es nur in Kriegszeiten gibt. Ob die Gefangenenlager des Amerikanischen Bürgerkrieges (richtiger: des Sezessionskrieges) gleich einzustufen sind wie Konzentrationslager, ist nur eine Frage der Definition.

Was sich nicht geändert hat, ist die englischamerikanischen Heuchelei und Verachtung für Menschenleben. Zum Beispiel hätte es ohne die Weigerung der amerikanischen Nordstaaten, Kriegsgefangene auszutauschen, keine Nordstaaten-Gefangenen in konföderierten Gefangenenlagern gegeben, wie etwa in Andersonville oder sonstwo im Süden. Trotz der Tatsache, daß das Problem von der eigenen Vorgehensweise des Nordens herrührte, und die Armee und die Bevölkerung der Südstaaten aufgrund der Blockade und der Vernichtung der Ernte und der Infrastruktur durch die Union hungerte, ließ man konföderierte Gefangene in den Gefängnissen der Nordstaaten absichtlich hungern, als Vergeltung für die angeblich »absichtliche« Aushungerung der Unionsgefangenen in den Südstaaten.

Kommandeur Hartmann Wirz, der Befehlshaber des Gefangenenlagers in Andersonville (Georgia), war ein Deutschschweizer, der mehrmals während des Krieges die Blockade unterlief und als offizieller Vertreter der Konföderierten Europa besuchte. Nach dem Krieg wurde er angeklagt wegen »Konspiration mit Jeff Davis und seinem Rebellenkabinett, um die Unionsgefangenen durch eine absichtliche Strategie der Mißhandlung und Aushungerung dienstunfähig zu machen« und »wegen Tötung eines Unionsgefangenen durch einen Schlag mit der Rechten an den Kopf«.

Wirz wurde während des Gerichtsverfahrens einer medizinischen Untersuchung unterzogen. Es wurde festgestellt, daß er an Unterernährung litt, sowie an Muskelschwund und Lähmung des rechten Armes als Folge nichtbehandelter Knochenbrüche. Wirz wurde verurteilt und gehängt, wobei die Fallhöhe niedrig war, so daß es 14 Minuten dauerte, bis er starb.

Der Kongreß ließ dann Fotos und Bilder drucken, die Unionsgefangene aus konföderierten Gefangenenlagern zeigten, die abgesehen von den üblichen Infektionskrankheiten auch an Unterernährung, Diabetes, Gangrän und Krebs (!) litten. Diese Bilder wurden noch 30 Jahre nach dem Krieg weit verbreitet, um die Republikanische Partei an der Macht zu halten. Dies war als »Winken mit dem blutigen Hemd« bekannt. Weil eine Lüge die nächste erfordert, und weil Andersonville eine perfekte Erklärung liefert für das, was sich in deutschen Lagern 1945 abspielte, haben die verantwortungslosesten der Holocaustianer jetzt den Kreis geschlossen und bezeichnen Andersonville als »Amerikas Auschwitz«.9

Kuba

Man ist im allgemeinen der Auffassung, daß Konzentrationslager in ihrer modernen Form 1897 durch General Valeriano Weyler y Nicolau, einen spanischen General in Kuba, erfunden wurde. Weyler war Spanier, aber preußischer Abstammung, was zu dem Mythos führte, solche Lager seien eine »preußische Erfindung.«

Im kubanischen Unabhängigkeitskrieg erfolgten von beiden Seiten enorme Zerstörungen von Besitztümern. Rebellenguerillas zogen von einem Ende der Insel zum anderen und brannten spanische Zuckerrohrplantagen und andere Anwesen nieder und versuchten, so das Land für Spanien wertlos zu machen. Weyler deportierte alle »loyalen« Kubaner in »campos de reconcentramiento,« und kündigte an, daß alle Zivilisten außerhalb der Lager als Guerillas behandelt und sofort erschossen würden. Die Zielsetzung war, die Inseln in zwei Teile zu trennen und die Bewegungen der Guerillas zu hemmen.

Die Lager wurden aufgrund amerikanischer Proteste geschlossen und Weyler wurde nach Spanien zurückbeordert, ein Zugeständnis, das jedoch die amerikanische Gier nach spanischen Besitzungen in Übersee nicht befriedigen konnte. Weyler hatte dreimal das Amt als Kriegsminister inne und starb 1930. In Madrid gibt es ein Denkmal für ihn. Heutige kubanische Quellen haben die geschätzte Zahl der Toten in den Lagern auf 25.000 reduziert, die Propagandazahl belief sich früher auf 250.000.

Die spanische Sicht der Dinge ist etwas anders. Man argumentiert, daß die Strategie der kubanischen Rebellen unter Führung von Máximo Gómez darin bestand, alle nicht kooperationswilligen Zivilisten in die Städte zu treiben, die dann durch die Vernichtung der Ernten ihrer Lebensmittelversorgung beraubt werden sollten. Weyler kehrte die von den Rebellen geschaffene Situation einfach um: alle Zivilisten, die nicht mit den Spaniern zusammenarbeiten wollten, sollten aufs Land vertrieben werden, nachdem dort mit den gleichen Methoden alle Nahrungsmittel weggenommen werden sollten. Die Rebellen hätten die Spanier nie besiegen können und sie versuchten dies auch nie. Ihre einzige Hoffnung bestand darin, die Vereinigten Staaten zu involvieren.

Nach dem spanisch-amerikanischen Krieg wurde Kuba Unabhängigkeit gewährt, während die USA die spanischen Übersee-Besitzungen Puerto Rico und die Philippinen übernahmen. Nachdem die Philippinen in einem regulären Krieg zur Befreiung des Landes von seinen amerikanischen »Befreiern« eine Niederlage erlitten, setzten Guerillas unter der Führung von Emilio Anguinaldo den Krieg fort und wandten irreguläre Methoden an. Als es soweit kam, ahmten die Amerikaner die Taktik von »Schlächter Weyler« nach und bauten Konzentrationslager auf der Insel Mindanao, »um nichtkriegführende Zivilisten zu schützen.« Wie viele Zivilisten in diesen Lagern zu Tode kamen, ist nicht bekannt.

Die Anzahl der Burenfrauen und -kinder, die in britischen Konzentrationslager starben, wird gewöhnlich auf 28.000 geschätzt, was einer Sterberate von 10–20 % aller Zivilisten in »Todeslagern« der feindlichen Besatzer entspricht. Die einzige geschichtliche Parallele zu einer solchen Sterblichkeit in Konzentrationslagern findet man in der stalinistischen Politik gegenüber den Baltischen Staaten. Den »loyalen Buren« wurden Sondersteuern auferlegt, damit sie so den Briten die Kosten für die Internierung ihrer Verwandten bezahlen konnten. Praktisch jede Frau und jedes Kind im Transvaal und im Freistaat Oranje befand sich in den Lagern, und das westliche Transvaal wurde in J.M. Spaights eigenen Worten aufgrund »militärischer Notwendigkeit« in eine »rauchende Wüste« verwandelt.

1914 machte sich England nach dem deutschen Einmarsch in Belgien zum Verfechter der »Unhabhängigkeit und Neutralität kleiner Nationen«, einem propagandistischen Hauptziel im Ersten Weltkrieg.

Das in London erschienene Völkerrechtswerk Wheaton’s International Law gibt in seiner Ausgabe von 1944 an, daß die südafrikanischen Republiken »Krieg gegen Großbritannien führten« (S. 99), und daß die Briten in den Krieg zogen, um die Rechte britischer Staatsbürger im Ausland zu verteidigen (ein Recht, daß den Nationalsozialisten nie zugestanden wurde, wenn es um Deutschstämmige in Polen ging).

In Nürnberg wurden Konzentrationslager als »verbrecherisch« angesehen (sofern sie deutsch waren), während Mitglieder von Widerstandsgruppen als Patrioten und Helden galten. Sie zu erschießen oder zu inhaftieren (»Nacht und Nebel«) wurde für »verbrecherisch« gehalten.

Mit der Ankunft mutmaßlicher Al-Kaida-Gefangener 2002 im Lager X-Ray (»Röntgen-Lager«) auf dem Luftwaffenstützpunkt Guantánamo auf Kuba wurde (von idealistischen Amerikanern) auf einmal wieder entdeckt, daß Konzentrationslager »legal« und daß irreguläre Kombattanten »Verbrecher« seien. Wo blieb diese Erkenntnis in Nürnberg?

Da sich das Lager X-Ray »nicht auf amerikanischem Boden« befindet, und da die Gefangenen »nicht US-Bürger« sind, werden sie nicht vom US-Recht geschützt, da es sich aber um eine »interne US-Angelegenheit« handelt, werden sie auch nicht vom »Völkerrecht« geschützt. Wie überaus praktisch.

Wie internationale Konventionen absichtlich in vagen Wendungen formuliert werden, um sie in jeder beliebigen Weise auslegen zu können, wurde brillant von G. Lowe Dickenson in The International Anarchy 1904–1914 beschrieben.10

Das gleiche gilt in zunehmendem Maß auch für fast alle Gesetze gilt – das weiß wahrscheinlich jeder, der irgendwann in Gerichtsverfahren verwickelt worden ist.

Genau wie »Massenvernichtungswaffen« (ein weiterer undefinierter Ausdruck), sind »Konzentrationslager« also nur dann ungesetzlich und unmoralisch, wenn sie den Feinden Amerikas gehören, die amerikanischen Konzentrationslager sind vollständig legal, gesetzmäßig und lobenswert.

Alle Nationen internieren in Kriegszeiten »Angehörige von Feindnationen«. Die Fünfte Haager Konvention verlangt sogar die Internierung kriegführender Truppen auf neutralem Boden. Wie sollen sie interniert werden, wenn nicht in Lagern?

Daß die Juden im nationalsozialistischen Deutschland wohnende »Angehörige einer Feindnation« waren, ist offensichtlich durch ihre eigenen vielen »Kriegserklärungen« an Deutschland seit dem 24. März 1933. Aber selbst im Krieg wurde nur eine kleine Minderheit aller Juden interniert (der höchste Prozentsatz war in Holland, und zwar wegen der Furcht vor einer alliierten Invasion). Eine derartige Zurückhaltung haben sich weder die Vereinigten Staaten, noch England, Australien oder Sowjetrußland auferlegt.

Mit scheint, daß weit wichtiger als die formale Bezeichnung einer Haftanstalt, in die jemand eingesperrt wird, die Verfahrensweisen und Beweisregeln sind, nach denen man eingesperrt wird, wie auch die Haftbedingungen selbst. Die Haftbedingungen in amerikanischen Gefängnissen gehören, trotz teurer Infrastruktur, zu den schlimmsten in der ganzen Welt.11 Erst wenn die Amerikaner ihre eigenen Probleme lösen, können sie es sich erlauben, dem Rest der Welt zu predigen.

Warum wir das Augenmerk ausschließlich auf jüdische »Leiden« vor 60 Jahren in deutschen Gefangenenlagern richten sollen, ist etwas, was nur die Juden erklären können, vor allem angesichts der Tatsache, daß die Beschwernisse, über die sie klagen, durchaus nicht einmalig sind, und in vieler Hinsicht nicht einmal der Wahrheit entsprechen.

Außerdem: Wenn das britische Vorgehen im Burenkrieg – aus 6000 Meilen Entfernung herzukommen, um in die Burenrepubliken einzufallen, um deren Goldminen im Transvaal zu stehlen, 10–20 % der gesamten weißen Bevölkerung des Landes in Konzentrationslagern zu ermorden, usw. – nicht gegen das Völkerrecht verstieß oder verstößt, dann ist das »Völkerrecht« ein Hohn, eine zynische Farce. Dann wären wir weit besser dran, wenn es so etwas wie das »Völkerrecht« nicht gäbe, weil es in diesem Fall keinerlei Grundlage gäbe, um unredliche, scheinheilige und heuchlerische Vorwürfe gegen die Deutschen von 1933–45 oder zu sonstigen Zeiten zu machen.

Weiterführende Literatur:

– Andrjez J. Kaminski, Konzentrationslager 1896 bis heute. Eine Analyse, Verlag W. Kohlhammer, 1982 (überaus ausführliche Bibliographie, manchmal beeinträchtigt durch unkritische Übernahme von Holocaust-Propaganda);

– Avrahim Shifkin, First Guidebook to the USSR: Prisons and Concentration Camps of the Soviet Union, Stephanus, 1980, illustriert mit 170 Karten und Zeichnungen; der Autor ist ein Israeli, dessen Vater durch Stalin ermordet wurde;

– Emily Hobhouse, The Brunt of the War and Where it Fell, London, 1902; (Die Hauptlast des Krieges – und wen sie traf)

– Emily Hobhouse (Hg.), War without Glamour, or Women’s War Experiences Written by Themselves, 1899-1902, Bloemfontein, (ohne Jahr); (Krieg ohne Glanz, oder Kriegserlebnisse von Frauen, von ihnen selbst verfaßt 1899-1902)

– Walter Millis, The Martial Spirit, Literary Guild of America, 1931 (Kubanische Guerillakrieg-Taktik; »reconcentration centers,« »Lager« und »Garnisonsstädte«; antispanische Greuelpropaganda);

– Alexander Fuehr, Belgian Neutrality under International Law, Funk and Wagnallis, New York, 1915;

– Hartmut Stern, Jüdische Kriegserklärungen an Deutschland. Wortlaut – Vorgeschichte – Folgen, FZ-Verlag, München 2000

– Manfred Jürgensen, Alan Corkhill, Raymond Evans, The German Presence in Queensland, University of Queensland, Brisbane, Australien, 1988 (Enteignung und Internierung usw., von Deutschstämmigen im Ersten Weltkrieg). – Roger Butterfield, The American Past, Simon & Schuster, NY, 1947. Zitat auf S. 191: »Yet General Grant himself had refused to save these men by exchange because – as he said – the South needed its soldiers back to carry on the war, while the North could always get new ones.« (Aber General Grant selbst hatte sich geweigert, diese Männer durch einen Austausch zu retten, weil, wie er sagte, der Süden seine Soldaten wieder braucht, um den Krieg weiterzuführen, während der Norden immerzu neue bekommen konnte.)

Erklärung

Ich verwahre mich gegen jegliche philosophischen oder moralischen Schlußfolgerungen, die aus dem obigen Artikel gezogen werden können. Ich beschreibe lediglich die bestehende Rechtslage.


Anmerkungen

1 Wer die Richtgkeit dieser Feststellung überprüfen möchte, gehe auf europa.eu.int/eurodicautom/Controller und klicke auf »Source Language: English,« »Target Language: English,« »Hit List Only« oder »All Fields« (das macht keinen Unterschied), und suche nach »convention concentration camps,« »treaty concentration camps,« oder irgend eine Verbindung dieser Worte, z.B. »convention concentration,« oder »treaty camps.« Eurodicautom ist ein offizielles Lexikon für den Gebrauch der Europäischen Kommission, es führt Hunderte Verträge und Konventionen auf. Wenn Sie z.B. nach »convention concentration,« suchen, finden Sie viele internationale Konventionen über Konzentrationen von NahrungsmittelZusatzstoffen usw. Aber Sie werden nichts unter »internment camps« oder »concentration camps,« oder »camps« finden. Sie können das gleiche mit »Treaty« versuchen.
2 L. Oppenheim, International Law, Bd. II: Disputes, War and Neutrality, 5. Aufl., Longmans, Green and Co., London, September 1935, Fußnote 2, S. 289.
3 Ibid., S. 332.
4 J.M. Spaight, War Rights On Land, McMillan and Co., London 1911, S. 307. Es muß angemerkt werden, daß War Rights On Land, ein Klassiker des Völkerrechts, nur 4 Jahre nach der 2. Haager Konferenz geschrieben wurde, die, – in Form der IV. Haager Konvention über Landkriegsführung vom 18. Oktober 1907 – die Grundlage für fast alle sog. Verletzungen des »Völkerrechts« bildete, die geltend gemacht wurden, um die in Nürnberg Angeklagten zu hängen.
5 Ibid., S. 310.
6 Wheaton’s International Law, 7. englische Aufl., Stevens and Sons, London 1944, Bd. 2: WAR, S. 214; daß diese Aussage geschichtsklitternd ist, sei hier nur am Rande erwähnt. Vgl. nächstes Zitat.
7 Chas. G. Fenwick, International Law, 3.Aufl., Appleton-Century Crofts, Inc., New York 1948, S. 567
8 Ibid., S. 575.
9 Siehe z.B. www.crimelibrary.com/notoriousmurders/classics/andersonville/1.html
10 Century, New York 1926; z.B. wurde nie erwartet, daß die Haager Konferenzen zu irgend einem praktischen Ergebnis führen würden, und alle daran beteiligten Staatsmänner haben sich insgeheim darüber lustig gemacht; S. 347–358.
11 Siehe No Escape: Male Rape in U.S. Prisons, ein 378-Seiten-Bericht von Human Rights Watch, 350 Fifth Ave., NY, NY 1018-3299, USA, auch erhältlich unter www.hrw.org/reports/2001/prison/report.html; siehe auch Haywood Patterson, Scottsboro Boy, Bantam Paperback, 1952, ein Buch, das in vieler Hinsicht – erzwungene Sodomie, Gefängnisschläger, Zwangsarbeit für private Firmen außerhalb, – ganz aktuell ist und so gut wie jedes Gefängnis in Amerika beschreibt. Und überhaupt ist die Lage noch viel schlimmer aufgrund der Umkehrung der Rassenrolle und der Abschaffung von nach Rassen getrennten Gefängnissen.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(1) (2005), S. 47-50.


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