»Sie haben uns ein Denkmal gebaut«

Von Judensternen und Backenzähnen

Von Satiricus

In Berlin wurde am 10.5.2005 unter schärfsten Sicherheitsmaßnahmen das sogenannte »Holocaust«-Denkmal offiziell eingeweiht. An der Feier nahmen 1000 bis 1500 Angehörige der bundesdeutschjüdischen Hautevolee teil. Das gewöhnliche Volk darf sich dieses Denkmals erst ab dem 11. Mai offiziell erfreuen. Zu den Prominenten, die an diesem Spektakel teilnahmen, gehörten, neben dem unvermeidlichen Paul Spiegel und der Möchtegernjüdin Lea Rosh auch Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzler Schröder und Bundestagspräsident Wolfgang Thierse – nebst Zottelbart.

Gemeinsam erging man sich dann in mehr oder weniger von künstlicher Betroffenheit triefenden Tiraden über die angebliche Einzigartigkeit des sogenannten »Holocaustes« sowie der deutschen Schuld und ähnlichen Klassikern bundesdeutscher Betroffenheitslyrik. Allerdings wäre Paul Spiegel, seines Zeichens Künstleragent und Chef des Zentralrats der Juden in Deutschland, nicht der, der er ist, hätte er nicht auch dieses Mal zu guter Letzt ein Haar in der Suppe gefunden. So fand er zwar das Denkmal ganz schön und gelungen, doch maulte er, daß das »Mahnmal« immer noch unvollständig sei, daß es nach seiner Meinung die Frage nach dem »Warum« des »Holocausts« nicht beantworte.

Wirklich nicht? Dabei ist die Antwort auf diese Frage doch einfach. Ein Blick in den Spiegel sollte dem bundesdeutschen Diaspora-Sektionschef doch eigentlich als Antwort genügen, und wenn der nicht reicht, so sollte man sich vielleicht die letzten 60 Jahre deutschjüdischer Beziehungen Revue passieren lassen, in denen man offenkundig von jüdischer Seite Versöhnung mit einseitigen Schuldvorwürfen und Erpressung von Summen in Milliardenhöhe verwechselte und noch verwechselt. Dies entschuldigt natürlich gar nichts, erklärt aber so allerhand, wie wir meinen.

Huldvolle Worte dagegen von Bundestagspräsident Thierse, der mit frommem Augenniederschlag allen Beteiligten am Bau des Denkmals dankte, von dem er richtigerweise meinte, daß es große Emotionen weckt, dabei allerdings klugerweise unterschlagend, daß dies keineswegs nur politisch korrekte Gefühlsaufwallungen sein müssen. Thierse hofft nun, daß vor allem junge Menschen »die begriffslose Ausdruckskraft dieses Denkmals spüren« werden. Das hoffen wir doch sehr und vor allem, daß man ihnen auch gleich dazu sagt, daß dieser in Beton gegossene, monumentale Ausdruck moderner baulicher Abstraktheit und Häßlichkeit nicht nur 27 Millionen Euro verschlungen hat, sondern auch künftig dem Staat bzw. der Stadt Berlin finanziell auf der Tasche liegen wird. Wenn Thierse in diesem Zusammenhang von einer »baulichen Symbolisierung des Verbrechens« spricht, so gehen wir davon aus, daß man besser daran täte, von einer Symbolisierung deutscher Dämlichkeit zu sprechen. Freilich nicht ohne anzumerken, daß man in diesem Fall wahrscheinlich noch anbauen müßte.

Zeitzeugin vom Dienst war eine Sabina van der Linden, die dem Publikum als Überlebende des sogenannten »Holocausts« offeriert wurde. Nach einem Sermon über tatsächliche und angeblich deutsche Kriegsverbrechen erklärte sie, daß es keine Kollektivschuld gäbe, da die Kinder der Mörder keine Mörder seien, man sie aber daran messen müsse, wie sie mit den Taten ihrer Vorfahren umgingen. Eine typische Art jüdischer Erpressung, wenngleich auch mit zuckersüßer Höflichkeit umhüllt. Langen, die erstaunlicherweise nach ihrer »Befreiung« nicht in ihrem Dorf geblieben ist, sondern statt dessen nach Sydney in Australien auswanderte, sagte außerdem noch, daß sie es sich nie hätte träumen lassen, für die Toten und Überlebenden in Berlin sprechen zu dürfen. – Um ehrlich zu sein, wir auch nicht. Wir hoffen jedoch, daß sie noch alt genug wird, um festzustellen, daß es zwischen dem, was sie bei dieser Einweihung in Berlin erlebte und dem eigentlichen Deutschland schon noch einen Unterschied gibt, und daß Köhler, Thierse & Co. beileibe nicht das ganze deutsche Volk sind.

Selbst vom Zentralrat der Juden gebremst werden mußte Lea Rosh, die eigentliche Initiatorin des Denkmals und ohne jede Frage der geradezu Fleisch gewordene Ausdruck dummdeutscher Berufs- und Gewohnheitsbetroffenheit. Rosh hatte ursprünglich vorgehabt, einen jüdischen Backenzahn, den sie bei einem Ausflug in irgend einem »polnischen Vernichtungslager« [sic!] gefunden haben will, sowie einen Judenstern, den sie von einer Amsterdamer Jüdin erhalten hat, in irgend einer Betonstele des Denkmals abzulegen. Der Fund des Backenzahns in polnischem Sand veranlaßte Lea Rosh zu schwören, daß dieses Relikt jüdischen Leides – das Publikum sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß es an dieser Stelle an der Zeit ist, sich politisch korrekt die Nase zu schnauben und eine Träne aus dem Auge zu wischen – seinen Platz im Berliner »Holocaust«Denkmal finden solle.

Offenbar mußte sie ihn dann aber wohl heimlich dort verstecken, denn der Generalsekretär des Zentralrates der Juden Stephan Kramer zeigte sich von diesem Vorhaben, das er »pietätlos« und religiös fragwürdig fand, gar nicht begeistert. Kramer wandte sich gegen die Pläne Roshs aus dem Denkmal eine Art von Reliquienschrein zu machen.

Wie phantasielos von Kramer. Vielleicht handelt es sich ja bei diesem Zahn gerade um den, den Hitler damals dem Judentum insgesamt gezogen hatte. In diesem speziellen Fall sollte er schon einen Platz im »Holocaust«-Denkmal finden, doch könnten wir nicht versprechen, daß er eine Garantie dafür ist, daß diese Prozedur nicht irgendwann einmal von neuem durchgeführt wird.

Betrachtet man den Jahrmarktsrummel, den man um das Denkmal machte, genau, und noch dazu das Verhalten der Denkmalsnutznießer in Deutschland seit den letzten Jahrzehnten, so ist diese Möglichkeit keineswegs auszuschließen. Schließlich geht jeder Krug so lange zum Brunnen bis er bricht.

PS: Natürlich durfte auch der Segen der hohen Geistlichkeit bei dem Ereignis in Berlin nicht fehlen. So psalmodierte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, von einem »guten Zeichen für unser Land« und davon, daß die Idee zu diesem Denkmal »aus der Mitte der Gesellschaft« käme. Offensichtlich war er wohl etwas lange in Rom gewesen oder ihm ist beim Abstauben seiner Bibliothek eine Bibel auf den Kopf gefallen, denn ausgerechnet Typen wie Lea Rosh als »Mitte der Gesellschaft« zu bezeichnen, verlangt wohl schon wirklich innige Glaubensstärke.

Den Vogel schießt Lehmann jedoch ab, wenn er meint, »daß das maßstablose Verbrechen des Holocaust unauslöschlich in das historische Gedächtnis der Deutschen eingebrannt ist« und das es »unser eigenes Volk an die Stunde größter moralischer Finsternis in seiner Geschichte und alle Welt an die Abgründe menschlicher Möglichkeiten, die in jedem lauern« mahne. Ausgerechnet einen Vertreter der katholischen Kirche von moralischer Finsternis reden zu hören, wäre angesichts ihrer Vergangenheit schon erheiternd, würde man nicht in Berlin etliche Millionen für diesen Humbug zum Fenster hinausgeworfen haben. Wie heißt es doch so schön in der Bibel, »Wer da frei ist von Sünde, der werfe den ersten Stein«. – Wir glauben, Lehmann hätte gut daran getan, in diesem Zusammenhang besser gar nichts zu sagen.

Inzwischen gab es ja schon eine Diskussionen um die spätere Weiterverwendung des Denkmals. NPD-Bundesvorsitzender Udo Voigt hatte ja bereits den verdienstvollen Einfall, es später einmal als Baumaterial für die neue Reichskanzlei zu verwenden. Da kommen wir natürlich nur schwer mit. Aber angesichts der Bauweise und der Absicherung mit Natodraht könnten wir uns vorstellen, daß es später auch einmal als eine Art Freiluftgehege für eine bestimmte Spezies dienen könnte. Beispiele für derartige Umwidmungen gibt es ja auch in der Geschichte, man denke nur einmal daran, was die Engelsburg in Rom im Verlauf ihrer Geschichte schon alles war.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(1) (2005), S. 26f.


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