Die jüdische Einflußnahme auf die Bürgerrechtsbewegung
der Schwarzen in den USA

Paul Grubach

Jahr für Jahr bringen die Massenmedien in den USA vor dem Feiertag zu Ehren von Martin Luther Kings Geburtstag zahlreiche Artikel über das starke jüdische Engagement bei Dr. King und die große jüdische Beteiligung an der Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen in Amerika. Es überrascht natürlich nicht, daß die Massenmedien dieses Phänomen durch die rosarote Brille sehen.

Die jüdische Einflußnahme auf die Angelegenheiten der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung in Amerika wird gewöhnlich als selbstlos, nächstenliebend, karitativ und humanitär dargestellt. Aber stimmt das denn? Sehen wir uns die Sache einmal näher an:

Die geheimen Beziehungen zwischen den Schwarzen und den Juden

1991 veröffentlichte die Religionsgemeinschaft schwarzer Bürger The Nation of Islam eine sehr wichtige Studie über die jüdische Verwicklung in den Handel mit Negersklaven. Das Werk mit dem Titel The Secret Relationship Between Blacks and Jews (Historical Research Department, Springfield, MA, 334 S. Paperback, $19.95) ist fundiert und gut dokumentiert. Die Autoren machen von Anfang an folgendes klar:

"Die hier enthaltenen Informationen wurden hauptsächlich jüdischen Geschichtswerken entnommen. Es wurde größter Wert darauf gelegt, die vorgelegten Nachweise nur den Publikationen der angesehensten jüdischen Autoritäten zu entnehmen, deren Werke in etablierten Geschichtszeitschriften erscheinen oder von führenden jüdischen Verlagen veröffentlicht wurden bzw. werden."

Dr. Tony Martin, der schwarzamerikanische Fachmann in bezug auf den Sklavenhandel, hat das Buch unterstützt und in seinen Kursen zur Pflichtlektüre gemacht. Ich habe einige der Quellen untersucht, und sie halten durchaus einer Prüfung stand.

In der Einleitung des Buches lesen wir:

"Tief in den unzugänglichsten Winkeln der jüdischen Geschichtsschreibung findet man die unanfechtbaren Beweise, daß die bedeutendsten der jüdischen Pilgerväter in weit höherem Maß, als jede andere Volks- oder Religionsgruppe in der Geschichte der Neuen Welt verschleppte Schwarzafrikaner benutzten, und daß sie an allen Aspekten des internationalen Sklavenhandels teil hatten."

Weiter kann man lesen:

"Die meisten Leute haben immer angenommen, daß die Beziehungen zwischen Schwarzen und Juden freundschaftlich und fruchtbar waren, eine gegenseitige Bereicherung — zwei leidende Völker, die sich verbündet haben, um erfolgreich Haß und Bigotterie zu überwinden. Aber die Geschichte zeigt etwas ganz anderes."

Es überrascht nicht, daß jüdisch-zionistische Gruppen und deren Anhänger versucht haben, das Ansehen des Buches zu schmälern. Da sie dessen These nicht widerlegen können, nimmt man zu Schmähungen Zuflucht. Schwarze Amerikaner täten gut daran, dem Rat des Buches über die Beziehung zwischen Schwarzen und Juden zu folgen. Es heißt dort,

"ist eine Beziehung, die einer weiteren Analyse bedarf. [...] Sie ist verborgen und mißverstanden, und es ist wirklich Zeit, die Akten wieder vorzunehmen und The Secret Relationship Between Blacks and Jews wieder durchzugehen.

Außerdem beleuchten die irrationalen Angriffe auf das Buch die heuchlerische Doppelmoral, von der die Untersuchungen über das schmutzige und üble Geschäft des Handels mit Negersklaven triefen. Für jüdische Forscher wie Bernard Lewis ist es sozial und moralisch akzeptabel, Bücher zu verfassen, in denen die arabische Verwicklung in den Handel mit Negersklaven dargelegt wird (Race and Slavery in the Middle East: An Historical Inquiry), und es ist ebenfalls sozial und moralisch akzeptabel, die schwarze und europäische Verwicklung in den Handel mit Negersklaven zu erörtern. Aber es ist vollständig "falsch, böse und unmoralisch" für jeden nichtjüdischen Forscher, die jüdische Beteiligung am Handel mit Negersklaven offen zur Sprache zu bringen.

Man betrachte den Fall des mutigen schwarzen Forschers Tony Martin, der versuchte, der Welt von der großen jüdischen Beteiligung am Handel mit Negersklaven zu berichten. Leser dieser Zeitschrift sollten sich sein Buch The Jewish Onslaught: Despatches from the Wellesley Battlefront beschaffen. Weil er versuchte, die Wahrheit über die große jüdische Beteiligung am Handel mit Negersklaven bekanntzumachen, wurde er schikaniert und verfolgt, und jüdisch-zionistische Kräfte versuchten, seine Laufbahn zu ruinieren. Tatsächlich wird praktisch jeder nichtjüdische Intellektuelle, der versucht, das große jüdische Engagement beim Handel mit Negersklaven ans Licht zu bringen, so gut wie immer von jüdisch-zionistischen Gruppen angegriffen und verleumdet.

Der schwarzamerikanische Intellektuelle Harold Cruse und der kalifornische Psychologie-Professor Kevin MacDonald haben ebenfalls furchtlos das jüdische Engagement bei den Angelegenheiten der Schwarzen genau untersucht. Beide haben sehr sachkundige Analysen zu dieser Frage erstellt. Warum waren Juden in der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung derartig überrepräsentiert? In den Büchern von Cruse: The Crisis of the Negro Intellectual und von MacDonald: The Culture of Critique, wird festgestellt, daß viele Juden eine rassisch integrierte Gesellschaft anstreben, weil dies günstige Bedingungen für ihre eigene langfristige Politik der Nichtassimilation und des Gruppenzusammenhalts abgibt. Viele Juden sehen einen weißen oder einen europäisch-amerikanischen Nationalismus als die größte potentielle Bedrohung an. Sie propagieren die Rassenintegration gerade in der Annahme, daß dadurch die europäisch-amerikanische Macht geschwächt und das Risiko vermindert wird, daß so den jüdischen Interessen ein mächtiger und festgefügter europäisch-amerikanischer Opponent entsteht.

Es gibt Anzeichen, die diese Auffassung bestätigen. Wenn die jüdischen Gruppen, die sich in der Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen in den USA engagieren, als Hauptmotiv die Förderung von Rassengleichheit und Rassenintegration haben, sollte man erwarten können, daß sie Rassengleichheit und ethnische Integration in Israel genauso leidenschaftlich verfechten wie in den USA. Aber das ist nicht der Fall. In überwiegendem Maße sind die jüdischen Gruppen, die an der Schaffung einer rassisch integrierten Gesellschaft in den USA arbeiten, die gleichen jüdischen Gruppen, die heftig den nach nationalen Gesichtspunkten separierten Apartheid-Staat Israel verfechten, wo Rassentrennung und jüdische Bevorzugung per Gesetz geheiligt werden. Der jüdische Wissenschaftler Uri Davis hat ein Buch geschrieben, dessen Titel das zum Ausdruck bringt: Israel: Ein Apartheids-Staat.

Wenn es jemals in den USA Eintracht zwischen den Rassen geben soll, dann müssen wir alle buchstäblich "alle Karten auf den Tisch legen." Das heißt, Schwarze und Weiße, Juden und Nichtjuden sollten Rassenprobleme offen, ehrlich und geradeheraus diskutieren, ohne Beschimpfungen und Gefühlsausbrüche. Die Geschichte des jüdischen Engagements bei der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung war bisher zum größten Teil von Tabus umgeben und einer freien Diskussion nicht zugänglich. Es ist an der Zeit, daß die amerikanischen Neger — und übrigens auch alle anderen Amerikaner — diese Tabus brechen und das jüdische Engagement in der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung neu überdenken.

Zuerst veröffentlicht in: The Revisionist 2(1) (2004), S. 110f.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(2) (2005), S. 202f.


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