Die akademische Schickeria und die Politik

Von M. Raphael Johnson, Ph.D.

Viele Angehörige der akademischen Elite gehören wohl zu den intellektuell unredlichsten Elementen der amerikanischen Gesellschaft. Sie betrachten es als ihre Aufgabe, die politischen und wirtschaftlichen Interessen der amerikanischen herrschenden Klasse als "Tatsachen" in die Gemüter junger, beeindruckbarer Studenten zu pflanzen. Diese Prominenz ist überbezahlt und wenig ausgelastet. Sie ist kaum verfügbar und wirkt unnahbar. Wie viele Leser unserer Zeitschrift wissen, kaschieren sie ihre eigene sklavische Lebensweise durch Selbstzufriedenheit und eine Arroganz, die nicht einmal Alfred Hitchcock erreichte. Hier der Vortrag, den der Herausgeber von Barnes Review anläßlich der Dritten Internationalen Konferenz über Authentische Geschichte und den Ersten Verfassungszusatz im Juni 2002 in Washington D.C. gehalten hat.

Es mangelt nicht an Literatur über die Käuflichkeit, die Vorurteile und das Karrieredenken bei der heutigen Akademiker-Elite. Das meiste wurde von Akademikern und Ex-Akademikern selbst verfaßt. Zu den gängigen Titeln gehören The College Racket von Andrew Simons (Simon Books, 2000), Profscam: Professors and the Demise of Higher Education von Charles Sykes (Regnery, 1988), The House of Intellect von Jaques Barzun (Harper, 1959) und The Shadow University von Charles Allen Kors und Harvey Silvergate (Free Press, 1998).

Sie berichten von einem abgeschotteten Herrschaftssystem, von Geheimniskrämerei, Arroganz, belangloser Forschung und einer institutionalisierten Voreingenommenheit gegenüber oppositionellen Ideen, die so festgefahren ist, daß Andersdenkende generell benachteiligt und als zweitklassige Forscher behandelt werden.

Vieles davon habe ich am eigenen Leib erfahren müssen. Dieser Artikel ist in vieler Hinsicht eine Reaktion auf die mannigfaltigen Mißlichkeiten und die schlechte Behandlung, die ich während meiner Laufbahn als Jungakademiker durch Teile der akademischen Elite erfuhr. Mir liegt besonders am Herzen, hierzu Aussagen aus der Literatur zusammenzufassen und mit meinen eigenen Erfahrungen zu vergleichen.

Es gibt für diese Korruption viele Gründe, manche entspringen der Vermassung und Verdummung der gegenwärtigen westlichen Anti-Kultur, manche entspringen den Beschränkungen, die sich die akademische Welt selbst auferlegt hat, vor allem ihre sklavische Billigung der von den Wissenschaftspäpsten festgelegten Kriterien, was als "akzeptable Debatte" zu gelten hat. Ferner haben sich die Akademiker der Verantwortung, Berechenbarkeit, Relevanz und Arbeit für die Allgemeinheit entzogen, als Gegenleistung für leichtere Lehrtätigkeit, Anstellungen auf Lebenszeit und überdurchschnittliche Gehälter — auf Kosten des Steuerzahlers.

Es ist kein Geheimnis, daß es eine gewaltige Fülle akademischer Literatur zu jedem beliebigen Thema — sei es noch obskur — gibt, wovon das meiste aber gar nicht gelesen wird und für die Anhebung der Moral oder den Wissensstand der Gesellschaft völlig ohne Bedeutung ist. Akademische Publikationen verfehlen oft ihre Daseinsberechtigung, weil sie zumeist aus Karrieregründen, weniger um öffentliche Ziele oder die Ausbildung zu fördern. geschrieben werden. Die überwältigende Mehrheit der Artikel zu irgend einem speziellen akademischen Thema, vor allem die Artikel, die in Fachzeitschriften erscheinen, haben wenig mit realen und konkreten Problemen zu tun, die für unsere moderne Gesellschaft, für die Wissenschaft oder den Wissensstand ganz allgemein von Bedeutung sind.

Mit anderen Worten: die Chancen sind äußerst gering, daß ein heute publizierter durchschnittlicher akademischer Artikel auch nur den geringsten spürbaren Einfluß auf die Fachkollegen hat, ganz zu schweigen von der Gesellschaft insgesamt. Die meisten akademischen Veröffentlichungen sind, offen gesagt, nutzlos. Kurz und gut — Veröffentlichungen sind weitgehend ein Mittel, um die eigene Bedeutung zu unterstreichen, meist ohne den geringsten Belang für die Bildung der Allgemeinheit und ohne die geringste Möglichkeit einer Nutzanwendung oder auch nur tieferen Verstehens. Oftmals sind (vor allem geisteswissenschaftliche) Artikel kaum mehr als eine Aufbereitung von Standard-Klischees oder eine Zusammenstellung von Argumenten früher erschienener Arbeiten. Die Fülle an Referenzen dient nicht der Vertiefung bestimmter Punkte, sondern stellt eine "Eintrittskarte" für die akademische Elite dar und ist im Grunde eine Huldigung an die sogenannten "großen Namen", die Wissenschaftspäpste, die oft ein ganzes Arbeitsgebiet einer Fachrichtung beherrschen und kontrollieren.

Der akademische Personenkult durch den Begriff der "großen Namen" stellt selbst ein Mittel der Herrschaftsausübung dar. Die politische Theorie hat zum Beispiel einen Literatur-"Kanon" aufgestellt, der den institutionalisierten Liberalismus und linke Gesinnung fördern soll: John Locke wird glorifiziert, während James F. Stephen vergessen wird; über Karl Marx wird ständig gesprochen, während William H. Lecky oder Henry Maine überhaupt nicht erwähnt werden. Lenin wird als politischer Theoretiker behandelt, während Nationalisten wie Bernard Bosanquet als unbedeutend abgetan werden.

Dieser "Kanon" soll die in der akademischen Welt herrschende Geschichtsphilosophie bestärken, der zufolge Liberalismus und linke Gesinnung gleichbedeutend mit Fortschritt und Moralität sein sollen.

Über das Prinzip der kollegialen Begutachtung ("Peer reviewing") wird oft mit ehrfürchtiger Referenz gesprochen. Wenn etwas durch die anonymen Kollegen ein Gütesiegel erhält, muß es doch akademischen Wert haben. Nichts könnte der Wahrheit ferner stehen. Der Prozeß der kollegialen Begutachtung ist ein Kontrollsystem, bei dem politisch unkorrekte Ideen sorgfältig in der akademischen Welt aus dem Umlauf genommen werden, und zwar aus deshalb, weil sie gegenwärtig im akademischen Leben nicht vorherrschend sind. Die kollegialen Begutachter sind weitgehend anonym, wodurch sie jeder Verantwortung entzogen sind.

Fachzeitschriften sind genauso voller Mythen, Unsinn und ausgesprochenen Lügen wie andere Zeitschriften auf dem Gebiet der Politik oder Geschichte. Publiziert wird nur, was im ideologischen Interesse der akademischen Oberklasse liegt. Lautstarke feministische Verfasser wie Catherine MacKinnon oder Andrea Dworkin können die heftigsten Ausfälle gegen Männer begehen und dennoch die kollegiale Begutachtung bei den elitärsten politischen Zeitschriften bestehen. "Kritische Rassentheoretiker" wie Iris Young können in elitären Zeitschriften praktisch die Entziehung des Stimmrechts für Weiße oder Übergriffe gegen sie befürworten und überstehen trotzdem ganz leicht die "kritische Begutachtung" der Fachkollegen.

Wer dagegen, gestützt auf Berge von Beweismaterial, die Behauptung aufstellt, daß z.B. Präsident Roosevelt im voraus von der Bombardierung Pearl Harbors wußte, kann diese Tatsache einfach nicht publizieren. Andersdenkende wissen von vornherein, daß ihre Arbeit zerrissen wird. Gerade aus diesem Grund haben Organisationen wie das Intercollegiate Studies Institute oder die Foundation for Economic Liberty ihre eigenen Zeitschriften für abweichende Meinungen gegründet. Marxistischer Unsinn und die Beschönigung kommunistischer Systeme werden regelmäßig in den hochangesehenen politologischen Fachzeitschriften veröffentlicht. Die schlimmsten Haßergüsse gegen Weiße, Patrioten oder Männer gehören in der Regel zum Gedankengang dieser akademischen Elite. Freidenker sind, mit seltenen Ausnahmen, nirgends zu finden. Die Einrichtung des "Peer reviewing", der Kontrolle durch Fachkollegen, hat nichts mit Qualitätskontrolle zu tun, sondern es geht dabei um Gedankenkontrolle.

Die akademische Prominenz — ich meine damit die akademischen Forscher an den berühmten Universitäten — stellt eine in sich fest geschlossene Kaste dar. Sie hat ihre eigene Sprache, ihr eigenes System von Fachausdrücken und sprachlichen Jargon, ihre eigenen Konferenzen, und einen speziellen, gut entwickelten Sinn für Eigennutz. Sie unterscheidet sich vom Rest der Bevölkerung hauptsächlich durch ihre vollständige Unterwerfung unter das Diktat der politischen Korrektheit und der liberalen Ideologie, und ferner durch die tiefe Kluft zwischen dem Liberalismus einerseits, den sie mit den Lippen bekennt, und andererseits ihrer autoritären Haltung im Hörsaal und bei den geheimen Fakultätskonferenzen, die die Ausrichtung des Universitätslebens bestimmen.

Meine eigene persönliche Erfahrung mit dieser Gruppe hat ergeben, daß wir es mit einer abgehobenen arroganten Schickeria zu tun haben, die sich selbst einredet, daß sie ein Recht auf die Geld- und Fördermittel des Steuerzahlers habe. Ihr Interesse an freier Forschung und ihre Fähigkeit zu kritischem Denken endet, sobald linke Klischees in Frage gestellt werden; "Kritisches Denken" ist implizit definiert als eine jede Denkart, die den Forscher zu vorgefaßten linken Begriffen und Schlußfolgerungen führt. Diese Schickeria duldet nicht die geringste Kritik an den Nebeneinnahmen und Privilegien ihrer Institutionen, obgleich sie derartig blanken Eigennutz in der Privatsphäre ständig verdammt. Sie plappert öffentlich von "Liberalismus", aber insgeheim geht sie mit Andersdenkenden rüde um. Sie behauptet, an eine offene Debatte und die Förderlichkeit abweichender Meinungen zu glauben, aber normalerweise reagiert sie mit aufbrausender Überempfindlichkeit auf die geringste Kritik an ihren gehätschelten ideologischen Träumen — kurzum, diese Leute "bluten, wenn man sie nur anrührt".

Das von Davis Hanson, John Heath und Bruce S. Thornton herausgegebene Buch, Bonfire of the Humanities: Rescuing the Classics in an Impoverished Age (ISI Books, 2001) ist die beste Veröffentlichung zu diesem Thema. In der Einleitung stellen die Verfasser fest:

Das Buch behandelt als durchgehendes Thema die Absurdität, daß Stellungen um bequeme Enklaven abstrakter -Ismen und -Ologien gut verschanzt und bewacht werden, während konkreten Problemen in der unmittelbaren Umgebung wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, — sei es ein absterbender Arbeitsbereich, ein desinteressiertes Publikum, schlecht vorbereitete Studenten, arbeitslose Doktoren oder ausgebeutete Teilzeit-Lektoren und Assistenten. Und, ehrlich gesagt, sind wir es auch leid, Artikel über die Ungerechtigkeit des amerikanischen Lebens zu lesen, die von Professoren verfaßt sind, die mit das behaglichste Leben in unserem Land führen: mit Anstellungen auf Lebenszeit, gesichertem Leben in den besten Wohnlagen, häufigen Reisen, frei im Sommer, etwa zehn Stunden Unterricht pro Woche — dank genau dem System des demokratischen Kapitalismus, das sie so oft in der Theorie angreifen.

Hier ist grundlegend zu kritisieren, daß die akademische Welt selbst für den Verfall der freiheitlichen Geisteswissenschaften — einschließlich der klassischen Sprachen — verantwortlich gemacht werden muß, und daß gerade der Aufbau des Universitätssystems daran schuld ist, daß Studenten, Steuerzahler und Verwaltung den äußerst wichtigen Forschungsgebieten der Geisteswissenschaften zunehmend verständnislos gegenüberstehen. Mit anderen Worten: die Akademiker zerstören ihr eigenes Arbeitsgebiet durch ihre ideologischen Modelaunen und ihre Abschottung gegenüber der Gemeinschaft, der sie eigentlich dienen sollten. Die amerikanischen Universitäten spalten sich zunehmend in zwei Gruppen auf: auf der einen Seite ein winziges Korps prominenter, auf Lebenszeit angestellter Forschungsprofessoren, und andererseits eine große Anzahl von Hilfsprofessoren, Nachwuchs-Assistenten, die nicht nur nebenbei, sondern in erster Linie mit den Studenten zu tun haben und sie unterrichten.

Die erste Gruppe wird extrem gut bezahlt, wobei sechsstellige Gehälter — Vortrags- und Verfasserhonorare nicht eingeschlossen — keine Seltenheit sind. Sie haben im Sommer frei, halten nur gelegentlich eine Lehrveranstaltung nach eigener Wahl und eigenem Zuschnitt ab, während die Korrekturarbeiten von graduierten Assistenten und anderen durchgeführt werden. Sie neigen dazu, in einer ausgeklügelten Geheimsprache zu sprechen, die von den neuesten Modewörtern trieft und oftmals mit erstarrter Ideologie beladen ist. Sie schreiben und reden nur für Ihresgleichen und haben somit wenig Bedeutung für die breitere Allgemeinheit, so sehr auch ihr Leben vom Steuerzahler finanziert ist. Kurzum: sie leisten sehr wenig Arbeit für ein dickes Gehalt.

Die Angehörigen der zweiten Gruppe unterrichten ständig, bis zu vier oder fünf Vorlesungen pro Semester. Sie werden schlecht bezahlt, publizieren wenig und sind im allgemeinen außerhalb des Instituts oder der Universität, der sie angehören, wenig bekannt. Die Assistenten oder ganz allgemein die teilzeitbeschäftigten, nicht auf Lebenszeit angestellten Professoren (die zudem keine Hoffnung auf eine solche Anstellung haben) werden schlechter behandelt; oft erhalten sie nur wenige tausend Dollar für eine Vorlesungsreihe, sie kommen nicht in den Genuß von Sonderleistungen, und für ihre Forschung gibt es keinerlei institutionelle Unterstützung.

Je mehr die Universitäten Haushaltskürzungen vornehmen müssen, desto eher schlagen sie Profit aus der Arbeit von Assistenten. Universitäten und höhere Lehranstalten bedienen sich ihrer in zunehmendem Maße.

Dies läuft in jeder Hinsicht auf eine Ausbeutung der promovierten Akademiker hinaus, die sonst keine Stelle finden können — eine Erscheinung, die angesichts der Akademikerschwemme in den Geistes- und Sozialwissenschaften immer häufiger anzutreffen ist.

Diese Zusammenhängen haben eine enorme politische und soziale Bedeutung — von der pädagogischen ganz zu schweigen. Da sich die Schickeria der Geisteswissenschaftler vom Rest der Menschheit abschottet und ihre Forschungsvorhaben mehr und mehr nur für Eingeweihte einsichtig sind, betrachtet die Verwaltung diese speziellen Interessensgebiete mit Abneigung und hält es nicht für wert sie durch weitere Investitionen der Universität zu unterstützen. Das geschieht auch, weil die Studenten zunehmend durch den Personenkult der Forscherprominenz vernachlässigt werden. Je mehr die Artikel aus dem Elfenbeinturm von ideologischer "Theorie" und "kritischer" Haltung strotzen, um so weniger fühlen sich junge Studenten zu dem Fachgebiet hingezogen, da sie schlichtweg nicht den Kode der eingeweihten Professoren auf Lebenszeit verstehen. Die "Kritische Theorie" zerstört die Arbeitsgebiete, zu denen sie eigentlich Zugang schaffen sollte, weil z.B. den Studenten erzählt wird, daß Aristoteles nicht meinte, was er sagte, sondern nur ein Verfechter des weißen, aristokratischen und von Männern bestimmten Herrschaftssystems von Athen gewesen sei. Mit anderen Worten: er macht keinen Sinn, Aristoteles zu lesen. Daher welkt der Fachbereich und damit welkt die Zivilisation als Ganzes. Das einzige, was existiert, ist der nackte Wille des Stärkeren.

Der normale Forschungsakademiker befindet sich, wenn er sich selbst einen "Namen" machen will, in der Situation, daß er ständig das gleiche Material auf stets neue Art neu interpretieren und neue "Theorien" entwickeln muß, damit der Stoff weitere Artikel und Bücher hergeben kann. Wenn ein bestimmtes Forschungsparadigma erschöpft ist, muß schnell ein neues seinen Platz einnehmen, und so machen sich dessen Begründer und gelehrten Erforscher einen "bedeutenden" Namen in diesem Bereich.

In den Politikwissenschaften verhält es sich derzeit beispielsweise so, daß ein schneller und leichter Weg zu einer Fülle von Publikationen und Auftritten bei Konferenzen darin besteht, daß man einfach ein klassisches Thema dieses Faches nimmt, wie z.B. die Ursachen der Armut in der Dritten Welt in der Systemtheorie oder in der Modernisierungstheorie, und einfach im Titel irgendwo das Wort "Frauen" hinzufügt. Sofort wird dann ein ganzer Zweig der Disziplin neu belebt, und große Teile des vorliegenden Materials können jetzt aus Sicht "der Erfahrungen von Frauen" wiederholt werden. Dies alleine rechtfertigt buchstäblich Hunderte von Artikeln in Zeitschriften und Büchern, Vorlesungen, Kurse, Forschungsschwerpunkte, Reisemöglichkeiten, Konferenzen, gutdotierte Lehrstühle, — kurzum, Dutzende, wenn nicht Hunderte neuer und lukrativer Karrieren, die normalerweise nicht viel Lehrtätigkeit oder sonstige Universitätsarbeit erfordern, — alles, wie immer auf Kosten des Steuerzahlers.

In der Zwischenzeit passiert jedoch folgendes: diese "kritischen" Schulen in den verschiedenen Bereichen der Geisteswissenschaften entwickeln Annahmen, die nicht hinterfragt werden, Insider-Späße, ein Vokabular für Eingeweihte, immer launigere Normen für die Aufnahme in den Zirkel bzw. "grundlegende" Argumente und Quellen, die gewisse Aspekte des Bereichs vom Verständnis breiterer Schichten ausklammert. Graduierte Studenten werden bei ihresgleichen und den Professoren akzeptiert, wenn sie das Grundvokabular und die Klischees wiederholen, was zu einer Art "Mitgliedskarte" für die Aufnahme in das akademische Milieu wird und eine völlig andere Behandlung sichert, als denen zuteil wird, die eigenständige Thesen äußern. Die Studenten wie auch die Allgemeinheit können sich nicht für ein Fachgebiet begeistern, das von einer kleinen Clique kontrolliert wird, die ihr eigenes privates Vokabular und eine eigene Zielsetzung hat: das akademisches Leben als Selbstzweck.

Wissenschaftler wie Heath und Thornton — ganz zu schweigen von den vielen anderen, die über dieses Thema geschrieben haben — hätten genau erklären sollen, warum bei diesen "theoretischen" Ansätzen immer ohne Ausnahme linke und neomarxistische Politik im Mittelpunkt steht. Welche Beziehung besteht zwischen den "Raubritter"-Stiftungen und linker Politik? Die Vorherrschaft der Linken — eigentlich deren monotone Stimme — bei sogenannten "kritischen" Studien ist der Hauptgrund dafür, daß solche Ansätze zunehmend unfruchtbar, klischeehaft, trocken und vorhersagbar sind. Gibt es irgend eine Beziehung zwischen der Ideologie und der Einstellungspraxis der Universitäten? Wie steht es mit dem Personenkult durch "große Namen" und "Eliteschulen" in bestimmten Bereichen, auf den mehr Wert gelegt wird als auf die Erfahrung und Fähigkeit des Einzelnen? Welche Rolle kommt den Alumni (Absolventen einer Universität) und der Verwaltung bei der ideologischen Gehirnwäsche auf dem Campus zu — nicht zu reden vom staatlichen Gesetzgeber? Die Behandlung solcher äußerst heiklen Themen hätte die ansonsten ausgezeichnete Kritik des akademischen Lebens und Wirkens durch die Verfasser gut abgerundet. Bisher wurden diese Themen leider sehr vernachlässigt.

Viele von uns, die entweder im akademischen Leben stehen oder dieses erst kürzlich aufgegeben haben, sind allmählich die feministischen und linken Autoren leid, die oftmals äußerst einträgliche Lehrstühle innehaben. Diese sind auf Lebenszeit angestellt, beziehen hohe Gehälter und verfügen über große Budgets. Sie bezeichnen sich aber selbst ständig als "kampfbereite Außenseiter". Es ist absolut nichts "Kritisches" an dem von Rockefeller finanzierten neomarxistischen und feministischen Establishment am Campus der Elite-Universitäten. Es stellt das akademische Establishment dar. Die Legende, daß die extreme Linke "unter Beschuß stehe", ist genau der Grund, dem sie ihre lukrativen Stellungen verdankt; ganz egal wie unangreifbar und mächtig sie werden, muß dieser Mythos aufrechterhalten bleiben, daß die Linken "Rebellen" seien, damit sie weiterhin als die "scharfe Schneide" erscheinen. Natürlich wurden bekanntlich der Marxismus und der Feminismus mindestens in den letzten 30 Jahren hauptsächlich von der Ford-Stiftung, der Carnegie- und der Rockefeller-Stiftung finanziert. Herbert Marcuses gesamte Karriere wurde von der Rockefeller-Familie finanziert, wie der Altkommunist in den Danksagungs-Rubriken seiner vielen Bücher nicht müde wird zu erwähnen. Es überrascht überhaupt nicht, daß die akademische Prominenz in ihren "kritischen" Ansätzen in den Geisteswissenschaften vor solchen Fragen und seltsamen Verbindungen zwischen den Superreichen und der marxistischen Ideologie bis heute zurückscheut. Ganz offensichtlich hat der "Kritizismus" seine Grenzen.

Worum geht es also bei dieser Korruption der akademischen Prominenz in den Geisteswissenschaften? Worin besteht das Problem, und wo sind seine Auswirkungen auf das politische und moralische Leben Amerikas — und zwar konkret und verständlich ausgedrückt?

Das System der Anstellungen auf Lebenszeit, mit dem wir es hier zu tun haben, enthebt die einmal etablierten Professoren wirksam jeglicher Verantwortlichkeit. Nach einem Zeitraum von 6 Jahren stimmen die Kollegen eines jungen Professors darüber ab, ob er in dem Fachbereich bleibt oder nicht, und damit zugleich, ob er in der akademischen Welt weiter in Gnaden verbleibt oder nicht. Die Verweigerung einer Stellung auf Lebenszeit bedeutet den Rausschmiß aus der Universität. Nur die auf Lebenszeit angestellten Akademiker des jeweiligen Fachbereichs können über den Kandidaten abstimmen, womit sichergestellt ist, daß die jüngeren Professoren völlig unter der Kontrolle ihrer älteren Kollegen stehen. Ein solches System garantiert, daß das pseudoliberale akademische Establishment jeden wirklichen intellektuellen Andersdenkende oder wirklichen Kritiker mundtot machen kann. Charles Sykes schrieb in seinem Profscam (ich zitiere eine Auswahl aus seiner langen Litanei)

Sie sind überbezahlt, in grotesker Weise unterbeschäftigt und die Architekten des großen Reichs der Verschwendung im akademischen Leben.

Sie haben sich ihrer Verantwortung und ihrer Studenten entledigt. Für den gewöhnlichen Studenten ist der Lehrstuhlinhaber unnahbar, weder zugänglich noch verfügbar […]

Sie haben die Lehrpläne der Universität verzerrt, so daß sie mehr ihren eigenen beschränkten selbstsüchtigen Interessen als den Interessen ihrer Studenten dienen […]

Sie haben die Ideale der akademischen Freiheit zu einem System verdreht, bei dem sie niemandem Rechenschaft schulden, während sie zugleich ihre unnachgiebigen Methoden der Gedankenkontrolle zur Anwendung bringen, um selbständig Denkende und Abweichler auszumerzen.

In den Geisteswissenschaften sind die Professoren von modischen Theorien besessen — was sich finanziell auszahlt. Die Geisteswissenschaften wurden dadurch zum Prototyp des Ungeistes und die Fachbereiche für Literatur zu Fachbereichen der Bildungslosigkeit gemacht.

Schließlich hat die unentwegte Sucht der Professoren, befördert zu werden, die amerikanischen Universitäten in riesige Mülldenkfabriken verwandelt, ein Nebenprodukt der offenbar unbegrenzten Kapazität der akademischen Welt, selbst die fruchtbarsten Elemente der Zivilisation in ein Zerrbild ihrer Kleingeisterei zu verwandeln. (zitiert von Simon, S. 129–131)

In weiten Kreisen ist man der Auffassung, daß die akademische Prominenz große Summen aus Steuergeldern in Anspruch nimmt, ohne ein klares Gefühl für soziale Verantwortung zu entwickeln. Tatsächlich erhält sie jährlich Millionen von superelitären steuerbefreiten Stiftungen, die absolut anonym und der amerikanischen Öffentlichkeit im Grunde völlig fremd sind. Der Durchschnittsamerikaner kennt nicht die radikal linksgerichtete und marxistische Vergangenheit der Rockefeller- und der Ford-Stiftung, die von Autoren wie Eustace Mullins sehr gut dokumentiert wurde. Die Anstellungen auf Lebenszeit stellen also sicher, daß die Gehälter der Prominenz nicht das geringste mit den Fähigkeiten, der Bedeutung oder der Moral und dem Charakter des begünstigten Gelehrten zu tun haben, aber sehr wohl mit der Fähigkeit, ein Saugrohr in die Tasche der Familie des Raubritters einzuführen. Die Folge ist eine völlig trockene, voraussagbare und phantasielose Aktivität zur Verbreitung ideologischer Nahrung, der aus dem einzigen Grund das Prädikat „respektabel" verliehen wird, weil sie von der akademischen Oberschicht gepredigt und von der Prominenz der Gesellschaft sanktioniert wird.

Die skandalöse Kluft zwischen den akademischen Diskussionen und den Alltagsproblemen amerikanischer Familien ist durchaus bekannt und wird in mehreren Büchern zu diesem Thema behandelt. Tatsache ist, daß sich die elitären Geisteswissenschaftler nicht nur weigern, die wirklichen Probleme der Gesellschaft zu behandeln und statt dessen abstrakten Theorien in Fachchinesisch huldigen; sie haben auch der gegenwärtig herrschenden Schicht geholfen, viele wichtige Themen zu vertuschen, die für Amerikas Mittelschicht von erheblicher Bedeutung sind, wie z.B. die Auswirkungen des Freihandels auf das Familieneinkommen, die zunehmende Welle weiblicher Gewalt im Haushalt gegen Männer und der Zusammenhang zwischen Armut und der Auflösung der Familie. Das alles sind Themen, die man in den Fachbereichen der Geisteswissenschaft und der Politologie heutzutage nicht mehr anrühren darf.

Die Geheimniskrämerei und Autoritätshörigkeit bei akademischen Entscheidungen auf der Ebene der Fachbereiche ist geradezu sprichwörtlich geworden. Gleichzeitig wird in der Öffentlichkeit scheinheilig die Bedeutung von "Offenheit" und Demokratie" gepredigt. Ich habe in der Tat aus erster Hand erlebt, daß es in der Forschung auf Lebenszeit berufene Akademiker gibt, die gegen "abgeschlossene Gesellschaften" und "rechte Diktaturen" wettern. Gleichzeitig verurteilen sie mich im Geheimen und hinter meinem Rücken als "rechten Ideologen" und betrieben die Annullierung meiner Forschungsstipendien, ohne die geringste Einhaltung der üblichen Verfahrensweise oder eines fairen Vorgehens, und das, obwohl meine Noten und Leistungen beim Abschluß-Examen hervorragend waren.

Ein weiterer großer Themenkreis ist der Widerstand gegen eine Untersuchung, welchen Einfluß die steuerfreien elitären "Raubritter"-Stiftungen auf die akademische Diskussion nehmen, samt der sich daraus ergebenden Einseitigkeit. Wie viele Verfasser gezeigt haben, — etwa Gary Allen in The Rockefeller File (`76 Press, 1976) und Emanuel Josephson in The Truth about Rockefeller (Chedney Press, 1964) — ist die linke ideologische Agenda dieser Elite-Familien kein Staatsgeheimnis. Aber diese Superelite-Organisationen und Stiftungen vergeben märchenhafte Geldmengen und bestimmen so einen großen Teil der akademischen Forschung in den Geisteswissenschaften. Dies dürfte einer der Hauptpunkte sein, wenn man die institutionellen Ursprünge der marxistischen und linken Einseitigkeit im amerikanischen Geistesleben untersucht. Diese Verbindung stellt natürlich sicher, daß nur Linksgerichtete mit üppigen Geldmitteln und oberflächlich prestigevollen Preisen bedacht werden.

In der Politikwissenschaft erwartet man von den Stipendiaten, daß sie u.a. den Ursprung und die Wirkungsweise der Macht in dieser "demokratischen" Gesellschaft aufdecken. Wie merkwürdig mutet es da an, daß, mit Ausnahme des Linken Holly Sklar, die Eliten auf diesem Gebiet sich weigern, auch nur die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, daß die Bilderberger oder die Trilateralkommission Einfluß auf das amerikanische Regierungssystem ausüben. Man kann sich schwer vorstellen, daß die elitären Politikwissenschaftler wirklich glauben, die Superelite habe absolut keinen Einfluß auf irgendwelche Regierungen, wenn zu dieser Elite die wichtigsten amerikanischen und europäischen Politiker gehören, die Chefs der wichtigsten europäischen Banken, die Rockefellers, die Präsidenten der berühmtesten amerikanischen Universitäten (wie z.B. Harvard, Princeton oder Yale), die Chefs der größten Zeitungen der Welt und der Fernsehsender und sogar ein paar der armen entmachteten Monarchen Europas und wenn sich diese Elite unter dem Schutz eines riesigen, manchmal in die Tausende gehenden Aufgebots an Sicherheitskräften und Polizei insgeheim trifft, oftmals an geheimen Orten, mit einer ausgesprochen politischen Agenda und Themen, die die Zukunft der Weltordnung betreffen. Aber dieses Thema wurde systematisch von den Tonangebern dieses Fachgebiets ignoriert, und wer immer es zur Sprache brachte, wurde lächerlich gemacht, an den Rand gedrängt und von den selbsternannten Wächtern des intellektuell Vertretbaren verspottet. Es muß wohl ein reiner Zufall sein, daß es genau diese mächtigen Männer sind, die sich im Geheimen treffen, die akademische Modethemen entscheiden, die Verteilung von Stipendien kontrollieren und oftmals direkt akademische Elite-Lehranstalten betreiben. Die "Kritische Theorie" ist ein Deckmantel für die Kontrolle einer elitären Clique.

Natürlich sind diese elitären Geisteswissenschaftler politisch hoffnungslos kurzsichtig und liegen schief. Es ist für die mit dem Strom schwimmenden akademischen Forscher streng verboten, die Vertuschungsmaßnahmen der Regierung bei den Tragödien von Waco, Oklahoma City und dem World Trade Center zu diskutieren. Berge von anerkanntem Beweismaterial bestätigen, daß die offizielle Version dieser unglücklichen Ereignisse klaffende Lücken aufweist — einschließlich dem Zeugnis des pensionierten Luftwaffengenerals Ben Partin, dem weltweit führenden Experten für Sprengstoff-Technologie (sowohl in Bezug auf den Fall Oklahoma wie auch den Angriff auf die Türme des World Trade Centers). Das ist genau der Beweis, den man braucht, um eine Verbindung zwischen der herrschenden Schicht und den mit dem Strom schwimmenden Akademikern knüpfen zu können. Die Tatsache, daß diese Fragen nicht einmal aufgeworfen, geschweige denn wirklich abgehandelt werden, deutet darauf hin, daß es ein machtvolles Kontrollsystem gibt, das wir noch gar nicht angefangen haben aufzudecken. Mit anderen Worten: Die Elite-Akademiker sind direkt in die Verbrechensvertuschung des Regimes verwickelt.

Für die geisteswissenschaftlichen Elite-Akademiker ist es ein fester Bestandteil des akademischen Lebens, zu glauben, daß "rechtsgerichtetes Christentum" eine potentiell gewalttätige und irrationale Weltsicht sei, während man gleichzeitig weiterhin der Ansicht ist, daß Che Guevara oder Wladimir Lenin reine "Revolutionäre" oder "Progressive" waren, deren Ansichten zwar radikal, aber doch akzeptabel sind. Kommunistische Akademiker und Sympathisanten wie Erich Fromm und Herbert Marcuse, C.B. MacPherson, Imanuel Wallerstein, Walden Bello, Shelia Fitzpatrick, J. Arch Getty und Angela Davis sind natürlich im amerikanischen Leben nicht ungewöhnlich und haben vom Steuerzahler Gehälter, lebenslange Stellungen und Prestige erhalten, trotz der Tatsache, daß ihre gehätschelten ideologischen Träume weltweit fast 200 Millionen Menschen das Leben gekostet haben, während viele der gleichen Pseudointellektuellen weiterhin Vorlesungen über die angeblichen Übel des Holocaust oder "rechte Gewalt" halten.

Das sind nur einige der typischen und verbreiteten Vorurteile der etablierten Akademikerwelt vor allem in den Geisteswissenschaften, wobei alles vom Steuerzahler finanziert wird. Und alles zielt darauf ab, die Art, wie junge Leute ihre Welt sehen, zu ändern und zu manipulieren. Die Akademiker haben schon seit langem aufgehört, Diener der Allgemeinheit zu sein und sind jetzt eine in sich abgeschlossene, auf Kasten beruhende und unverbesserlich heuchlerische Gruppe linker Aktivisten, deren Vorgehensweise im wesentlichen darin besteht, die klischeehaftesten Slogans des Establishments und die plattesten Parolen des Marxismus und des New Age zu nehmen und sie als "radikal" oder "kritisch" zu bezeichnen. "Kritisches Denken" ist prima, so lange die Schlußfolgerung immer das letzte Konglomerat massenproduzierter pseudoradikaler Modeerscheinungen bestärkt. Analytische Fähigkeiten werden nur in dem Umfang ermutigt, als sie den unseligen weißen männlichen Studenten zum "Bewußtsein" bringen, daß ihre Rasse, ihr Geschlecht und ihre Klasse böse sei und im Neuen Zeitalter dieser vollständig imaginären Einheit namens "Menschheit" nur dazu existiere, um eliminiert zu werden. Bruce Thornton sagt folgendes über die völlige Dominanz des kosmopolitischen Pseudo-Liberalismus bei dieser Klasse von Leuten:

Der Grund für den Triumph des Multikulturalismus in der Kultur ist offensichtlich: er zahlt sich für die neue kosmopolitische "Aristokratie der Gehirne" aus, und zwar sowohl im akademischen wie auch im wirtschaftlichem Bereich. Wie Christopher Lasch ausgeführt hat, dient der Multikulturalismus sowohl "der Perfektion, die das angenehme Bild eines globalen Basars hervorzaubert, in dem exotische Küche, exotische Kleidermode, exotische Musik, exotische Stammesbräuche ohne Unterscheidung genossen werden können, ohne daß Fragen gestellt oder eine bindende Verpflichtung abgefordert werden. Die neuen Eliten sind nur auf der Durchreise zu Hause, auf dem Weg zu einer Konferenz auf oberster Ebene, zur großen Verleihung einer neuen Konzession, zu einem Filmfestival oder zu einem unentdeckten Urlaubsort". Multikulturalismus versorgt den umherziehenden Karrieremacher und entwurzelten Konsumenten von Küchen- oder Geistesprodukten mit einer breiten Vielfalt von Wahlmöglichkeiten und Lebensstil-Alternativen, "Happen und Stückchen, die man eine Zeitlang ausprobieren, versuchen, genießen und schließlich wegwerfen kann," und dabei wird der verflachte Konsum als "Toleranz für andere" und "Feinfühligkeit für Unterschiede" gerechtfertigt. (Zitat von Lasch aus seinem The Revolt of the Elites and the Betrayal of Democracy, New York, 1995)

Der Elite-Akademiker hat keine durchgreifenden kulturellen Bindungen, außer an eine abstrakte "Offenheit" und "Toleranz", die nichts anderes sind als eine Maske für seine Macht und Entfremdung. Kultur ist für den modischen linken Akademiker nur ein Ornament, das seine Entwurzelung und einen pathetischen Mangel jeglicher Bindung — abgesehen von bitterer Verachtung — an sein eigenes Volk und dessen Lebensart zum Ausdruck bringt, was gewiß seine Fähigkeit in Frage stellt, irgend jemanden etwas zu lehren.

Hier kurz ein paar Anregungen, wie man anfangen könnte, diese Probleme anzugehen:

Angela Davis

Wir wissen alle, daß geistige Tätigkeit reizvoll ist, und die Ausübung der Wissenschaft kann, wenn sie in die richtigen Bahnen gelenkt wird, sehr befruchtend und sogar notwendig für eine gesunde Gesellschaft sein. Ich kenne selbst viele anständige Akademiker, die nicht die von mir kritisierte Mentalität ausweisen. Viele setzen sich sehr für die Studenten und die Gemeinschaft ein und sind offen für abweichende Meinungen, wenn diese in passender Weise und professionell dargebracht werden. Es ist jedoch nicht beleidigend oder "anti-intellektuell", wenn die Steuerzahler, weche die Vorhaben der Links-Elitisten finanzieren, Rechenschaft über ihr Geld fordern und die Interessen, denen es dient. Es ist nicht skandalös, wenn Steuerzahler und die Familien der Studenten und Absolventen akademische Verantwortlichkeit und wirkliche, ihnen zustehende Dienstleistungen für die Allgemeinheit verlangen. Es ist nicht abwegig, wenn Studenten und Absolventen fordern, daß die Studentenzeitungen und andere Dienstleistungen für Studenten wirklich den Interessen der Studenten Rechnung tragen, anstatt der Bürokratie oder dem modischen "Fall des Monats". Es ist nicht abwegig zu fordern, daß Professoren, die doch angeblich Experten ihres Fachgebietes sind, echte Kritik üben, statt nur leere linke Parolen zu wiederholen. Ich möchte mit folgendem Zitat von Andrew Simon, dem Verfasser von The College Racket schließen:

Freiheit der Rede, der grundlegendste geistige und rechtliche Begriff in Amerika, ist an vielen US-Hochschulen nicht willkommen. Warum die überwältigende Mehrheit der normalen Professoren diesen Müll an unseren Universitäten duldet, ist ein Rätsel. Die humorlosen, grimmig dreinblickenden streitbaren Neobolschewiken sollten vom Campus mit Lachen vertrieben werden. Für den angehenden Studenten und seine Eltern dürfte all das ohne Bedeutung sein. Sie können durchaus das Übel an der Hochschule erkennen und mit den Füßen abstimmen. Man frage einfach nach einem Exemplar des Reden-Reglements der Universität, lese es, denke darüber nach und verwende es anderswo. Es kann sein, daß die Botschaft nach einiger Zeit denen, die das Sagen haben, ankommt.

Angela Davis veranschaulicht eindrucksvoll das moderne Akademikertum. Da wurde eine unqualifizierte ignorante "Professorin der Philosophie" angestellt und gefördert — und zwar ausschließlich aus Gründen der "affirmative action". Sie wird dann vom Establishment als "großer Revolutionär für die Gleichheit" und mit ähnlichen Humbug-Bezeichnungen verherrlicht. Natürlich war sie alles andere als ein Philosoph an der UCLA, sie war ein linksgerichter Schreiberling des Establishments. Die Reichen wollen ihr Überleben erkaufen, indem sie die Linke finanzieren, selbst wenn sie damit die soziale Stabilität untergraben.

Mit freundlicher Genehmigung von The Barnes Review 9(2) 2003


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(2) (2005), S. 211-217.


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