Antideutsche Haßpropaganda in den USA

1917: der Roman Christine — heute: die Vernichtungslüge

Von Ronald Klett

Vergegenwärtigt man sich, daß das deutsche Volk im Zweiten Weltkrieg unvergleichlich mehr Verluste erlitten hat als die Juden, dann paßt das Wort Holocaust eher auf die deutschen Leiden in diesem Kampf. Was fälschlich oder böswillig der jüdische Holocaust genannt wird, richtig aber als Vernichtungslüge bezeichnet werden muß, ist Zeichen eines ungewöhnlich langanhaltenden antideutschen Haßausbruchs (wobei die Vernichtungslüge aus drei Teilen besteht: die "Sechs Millionen", die "Gaskammern" und "Deutschlands Absicht, die Juden Europas auszulöschen"). Wir können dieses Krankheitsbild auf die Lügen des Zweiten Weltkrieges zurückverfolgen, die unmittelbare Ursache sogar noch weiter zurück bis zu den Lügen des Ersten Weltkrieges, der den fruchtbaren Boden für die Unwahrheiten des Zweiten Weltkrieges abgab, und schließlich zu einer Zeit vor dem 1. Weltkrieg.

In einem immer unsicherer werdenden England kamen mindestens schon seit 1903 heftige antideutsche Gefühle zum Vorschein. Sie wurden in den Jahren vor der britischen Kriegserklärung von 1914 immer heftiger.1 In Frankreich gab es derartige Gefühle vor dem Krieg von 1870/71 gegen die Koalition deutscher Länder.

Abgesehen von der theatralischen Übertreibung und ihrer außergewöhnlichen Langlebigkeit unterscheiden sich die Lügen des Zweiten Weltkrieges nicht von denen des Ersten. Was die theatralische Übertreibung angeht, können die Lügen des Ersten Weltkrieges nicht mit dem absolut primitiven Melodram der Sechs Millionen mithalten oder der Behauptung, daß die deutschen planten, Europas Juden auszurotten. Was die Langlebigkeit angeht, so wurden die Lügen des Ersten Weltkrieges in den Zwanziger Jahren 2 weitgehend nicht mehr geglaubt und aufgegeben, während die des Zweiten Weltkrieges heute noch so vehement verfochten werden wie während des Krieges, der sie vor mehr als einem halben Jahrhundert hervorbrachte. Abgesehen von diesen beiden Gesichtspunkten hatte die alliierte Haßpropaganda des Ersten Weltkrieges genau den passenden Zuschnitt, um einem unkritischen Publikum zu gefallen, das darauf gedrillt war, gehorsam zu schlucken, was die Mächtigen ihre Untertanen glauben lassen wollten.

Christine wurde 1917 einer begeisterten Leserschaft von "Alice Cholmondeley", dargeboten und veranchaulicht die ätzende Schärfe, die degenerierte Leute anspricht. 3 Der Roman könnte genauso gut im Zweiten Weltkrieg geschrieben worden sein. Das Buch ist eine Sammlung angeblich echter Briefe der begabten englischen Geigenspielerin Christine an ihre verwitwete Mutter Alice Cholmondeley. Die 22jährige reist am Vorabend des Krieges von London nach Berlin, um ihren Unterricht bei dem bekannten Mentor und Solisten, Herrn Kloster, zu vollenden. Christines erster Brief war "Berlin, 28. Mai 1914" datiert, ihr letzter "Würzburg, 6. August 1914". Zwei Tage später verstarb sie in Stuttgart an "akuter zweiseitiger Lungenentzündung".4

Christines edle Reinheit und die Gemeinheit der Deutschen sind die beiden Gegenpole, die ihre Briefe beseelen und den Leser von 1917 wohlig erregten. "Was für eine Welt ist das, Du meine süßeste kleine Mutter", brach sie am 31. Mai aus. "Sie ist so voller Schönheit…" 5 Und am 6. Juli 1914: "Ich habe hier keine Bücher, außer… Shakespeare und die Bibel." 6

Harold D. Lasswell, eine Autorität auf dem Gebiet der Propaganda, schrieb, daß ihm mehr als nur ein Angehöriger der deutschen Propagandatruppe gesagt habe, Christine müsse als eines der besten Propagandawerke angesehen werden, das die Alliierten während des Krieges herausgebracht hätten.7

Eine "Anmerkung des Herausgebers" auf einer unpaginierten Seite am Anfang des Buches erweckte den Anschein eines Tatsachenberichts. "Die Herausgeber haben es als das beste angesehen, einige der Personennamen auf den folgenden Seiten zu ändern." Auf eine Anfrage bezüglich der Wahrhaftigkeit der Briefe erwiderten die Herausgeber — das angesehene Verlagshaus Macmillan — mit einfältigen Lügen und gespielter Hilflosigkeit: "Wir wissen es nicht und haben keine Möglichkeit, es herauszufinden." 8

Die wenigen nachfolgenden Beispiele zeigen, wie ähnlich die antideutsche Propaganda damals war und heute ist. Der einzige Unterschied liegt in der Ausdrucksweise: heute sprechen wir von "Nazis", damals sprach man vom "Hunnen" oder dem "Boche".

Seite 17. "Der Berliner Mann murmelt im Vorbeigehen das Wort 'Engländerin', als ob es ein Fluch wäre… und die Frauen stieren einen von oben bis unten an und tuscheln einander ebenfalls zu: 'Engländerin'."

Seite 32 und 33. "Ich darf nicht an Sonntagen spielen, denn an diesem Tag ist das Üben verboten."

Seiten 43 und 44. "Kloster, der ein guter Deutscher ist, weil er sein eigenes Volk nicht mag (bis zur Kriegserklärung), schließt nach einer antideutschen Tirade: 'Die einzige Person, die wir nicht fürchten, ist Gott'."

Seite 46. Herr Mannfried, der in Frau Bergs Pension speist, wo Christine wohnt, ist "ein ungesund aussehender junger Mann… und hat … einen Mund wie zwei scharlachrote Nacktschnecken."

Seite 74. Bernd von Inster, ein Armeeoffizier, mit dem sich Christina bald verloben will, begleitet sie zu der Pension. "Die Leute auf der Straße waren sehr höflich und machten mir Platz, weil ich in Begleitung eines Offiziers war. Ich wurde nicht ein einziges Mal vom Gehweg gestoßen."

Seite 91 und 94. Von Inster "sagt, daß sich Kinder in Deutschland selbst umbringen. Eine große Anzahl begeht jedes Jahr Selbstmord, Schulkinder, und sogar noch jüngere Kinder. Er sagt, sie werden durch die brutale Überarbeitung dazu getrieben… Kein anderes Volk hat dieses Kainsmal."

Seite 102 und 103. "Es ist kein Vergnügen, in Deutschland als Frau alleine zu reisen. Ich wurde mit den Ellbogen angerempelt und an den Bahnhöfen aus dem Weg geschubst… Ein kleiner Junge, — er konnte kaum mehr als zehn Jahre alt sein — blinzelte mir zu und flüsterte etwas von Küssen."

Seiten 123 und 124. Freunde versammelten sich an einem Sonntag bei den Bornsteds, wo Christine zwei Wochen verbringt, und reden über den kürzlich, am 28. Juni erfolgten Mord am österreichischen Erzherzog Ferdinand und seiner Frau. Christine kommentiert. "Die Stille von Wien bedrückt sie, wie mir scheint, sehr. Sie haben Angst, sie fürchten tatsächlich, daß Österreich nur die Mörder bestraft und damit die herrliche Gelegenheit für einen Krieg versäumt."

Seite 201. Hilda Seeberg, eine Mitbewohnerin der Pension Berg "sagte, wenn nur ihr Papa noch am Leben wäre — dieser Papa, von dem sie mir einmal erzählt hatte, daß sie ihn überhaupt nicht mochte — dann wäre es der stolzeste Augenblick in seinem Leben, wenn er an der Spitze seines Regiments losmarschieren würde, um Präsident Poincaré zu schlagen [Raymond Poincaré, antideutscher Präsident Frankreichs, 1913–1920]. 'Und', sagte sie mit blitzenden Augen, 'wenn sein Regiment aufgrund seines hohen Alters seine heldenhafte Führung nicht mehr akzeptieren könne, dann würde er sich — das weiß ich — insgeheim als Attentäter nach Frankreich aufmachen und den infamen Poincaré mit einer Bombe zu töten, im Namen unseres Kaisers, unseres Vaterlandes und Gottes.'

'Amen', sagte Frau Berg ganz laut."

Seite 214. Der Komponist Richard Wagner war lange Zeit der musikalische Buhmann der Deutschenhasser.9 Christine kommentiert drei Zitate aus seinen Operntexten. "Alle drei sind deutsche Dinge, verstehst Du. Alle drei Dinge sind morbid. Die Sentimentalität scheint hauptsächlich aus Deutschland gekommen zu sein, einem durch und durch brutalen Ort. Aber natürlich ist Sentimentalität — der Vetter der Grausamkeit."

Seiten 247 und 248, ihr letzter Brief. Es ist der heiße Sommernachmittag des 6. August 1914. Vor zwei Tagen hat Großbritannien Deutschland den Krieg erklärt. Christine, unterwegs nach der neutralen Schweiz, verläßt in Würzburg für einen Augenblick den Zug, um sich die Beine zu vertreten.

"Ein bayerischer Offizier, der mit ein paar Soldaten den Zug beobachtete, sah mich, kam sofort zu mir herüber und verlangte, meine Papiere zu sehen. 'Sie sind Engländerin', sagte er, und als ich sagte, daß ich Amerikanerin sei, gab er einen Laut wie Tscha von sich.

Ich kann Dir nicht sagen, wie gräßlich er war. Er ließ mich zwei Stunden lang in der glühenden Sonne stehen. Du kannst Dir vorstellen, wie ich mich fühlte, als ich meinen Zug ohne mich abfahren sah. Ich fragte, ob ich nicht in den Schatten oder in den Wartesaal gehen dürfe, irgendwohin, wo die Sonne nicht so brenne, denn ich war bereits nach der ersten halben Stunde in Schweiß gebadet, aber seine Antwort hierauf und auf alles andere, worüber ich mich beschwerte, war immer: 'Krieg ist Krieg. Mund halten'."

Bedenkt man, wie deutlich Alice Cholmondeley ihrer Gehässigkeit auf dem Papier freien Lauf ließ, so erstaunt es doch, wie verbreitet das Buch war: in den ersten beiden Monaten des Erscheinens in den USA hatte Christine drei Auflagen.10 Vielleicht lächeln wir herablassend und glauben, daß wir einer solch plumpen Lüge nicht zum Opfer gefallen wären, wenn wir 1917 gelebt hätten.11 In Wahrheit haben wir Amerikaner in den vergangenen 80 Jahren nichts dazugelernt, wirklich, überhaupt nichts. Die antideutsche Haßpropaganda, die heute, mehr als 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges blüht, und die augenscheinlich ein dankbares Publikum findet, ist so primitiv wie der antideutsche Haß, der unseren Großeltern von den Machthabern eingetrichtert wurde. Wir sind zu verwirrt, gedankenlos, feige, ignorant und zu degeniert, um zu protestieren.

George Bernard Shaw, der kühne Grobian hatte erkannt, daß wir diesbezüglich in fünf Jahrhunderten nichts gelernt haben, obwohl wir uns gern selbst einbilden, daß wir gewaltig vorangekommen seien.12 Er erzählt uns im Vorwort seines Dramas über die Heilige Johanna, daß Jeanne d'Arc "verfolgt wurde, genau wie sie heute verfolgt würde…Was die Toleranz angeht, hätte das Verfahren und die Exekution 1431 in Rouen ein Ereignis von heute sein können…Man fühlt sich an die Kriegsverbrecher-Verfahren erinnert, die in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg abgehalten wurden. Shaw fährt fort: "Wenn das Verfahren gegen Jeanne bei uns in London stattgefunden hätte, wäre sie nicht mit mehr Toleranz behandelt worden, als die Eltern, die sich weigern, ihre Kinder in die Grundschule zu schicken.13

Die Presse begrüßte Christine 1917 mit Begeisterung.14 Das Milwaukee Journal, das die Österreicher in den Schlagzeilen direkt bei Ausbruch des Krieges als "Hunnen" bezeichnet hatte,15 machte den Inhalt des Buches zu einem seiner unzähligen haßerfüllten Leitartikel. Unter dem Titel "Eine amerikanische Christine" ging es nämlich um eine gewisse Blanche Slocum, eine amerikanische Opernsängerin, die, wie Christine, in Deutschland gelitten hatte.16 Sie gleichen sich auch in einem anderen Punkt: beide sind reine Erfindungen. Ich nehme an, daß Blanche Christine initiiert wurde.17

Die New York Times ließ dem Buch eine hohe Wertschätzung zukommen, wenngleich sie nicht davon überzeugt war, daß es vollständig wahrheitsgemäß sei. Die Zeitung schwärmte Anfang August 1917, daß "ein Buch wie Christine, ein Buch, das in seinen wesentlichen Zügen wahr ist, auch wenn es im Gewandt der Dichtung kommt, … doppelt willkommen und doppelt wichtig ist".18 Ein Leitartikel etwas später im gleichen Monat ging davon aus, daß Christine nicht das sei, was es vorgebe, sondern ein Roman, lobte das Buch aber sehr.19 Ein weiterer Leitartikel im nächsten Monat bestand darauf, "Seine Beschreibungen der Berliner Gesellschaft bei Kriegsausbruch klingt wahr. Ohne Zweifel basiert es auf 'echten' Briefen. Aber wir glauben doch, daß es bei der Herausgabe dieser Erfahrungen der 'Alice Cholmondeley', immer wieder notwendig war, Erdichtetes mitzuverwenden. Und es ist nicht feststellbar, daß dies dem Buch — sogar als 'Dokument' — Abbruch getan hätte. Der Tatsachenteil wurde durch das Erdichtete nicht beeinträchtigt." 20 Es stimmt durchaus: Die New York Times hat es nie zugelassen, daß Tatsachen ihren Lügengeschichten im Weg stehen — aber wer hätte diesbezüglich ein offenes Geständnis erwartet? 21

Die Frau hinter dem Schriftstellernamen "Alice Cholmondeley" war Gräfin von Arnim, eine Romanschreiberin, die ansonsten immer unter dem Namen "Elizabeth" schrieb und in Australien als Mary Annette Beauchamp geboren wurde (1866–1941). Ihr erster Ehemann war Herzog Henning August von Arnim, ihr zweiter Graf Russell, der ältere Bruder des berühmten Bertrand. Sie lebte mit ihrem ersten Ehemann auf seinem großen Gut in Pommern. Diese Ehe scheint wenig glücklich gewesen zu sein, obwohl sie 1910 nicht mit einer Scheidung, sondern mit dem Tod des Grafen endete, der viel älter als sie gewesen war. Sie hatten fünf Kinder, von denen vier sie überlebt haben. Ihr mehr oder weniger autobiographischer Roman Elizabeth and Her German Garden,22 der 1898 veröffentlicht wurde, bezeichnet Elizabeths Ehemann als "Mann des Zornes". Sie meinte damit ihren eigenen Ehemann. Elizabeths Gouvernante ist Fräulein Wundermacher, eine höhnische Anspielung auf deutsche Effizienz und deutschen Fleiß; der Großvater wird unsympathisch dargestellt (S. 82). Mary begann ihre antideutsche Polemik durchaus schon vor dem 1. Weltkrieg.

Ihre zweite Ehe, die sie 1916 einging, endete, obwohl ihr Ehemann Engländer war, drei Jahre später mit einer Scheidung. Mary war eine schlechte Partie und eine noch schlechtere Ehefrau, wozu noch ihr Deutschenhaß als weitere Eigenheit eines unliebsamen Charakters kommt. Mary starb am 9. Februar 1941, nicht in Churchills England, dem geschworenen Feind Deutschlands, sondern in der Sicherheit und der Einsamkeit der Vereinigten Staaten, die sich offiziell immer noch im Frieden befanden.23

Die angebliche Barbarei des deutschen Volkes ist das einzige Thema von Christine. Das Thema der antideutschen Propaganda heute ist das gleiche. Als der "polnische Amerikaner" Zygmunt Choroszy, der sagt, daß er vom 14. Juni 1940 bis zum 5. Mai 1945 [!] in Auschwitz Häftling gewesen sei, 1985 dem Milwaukee Journal erzählt, daß die verurteilten Gefangenen, die ihr Schicksal kannten, "sangen, als sie in Lastwagen zu den Gaskammern fuhren",24 wenn der orthodoxe Rabbi Israel Feldman 1987 der gleichen Zeitung sagt, daß er gesehen habe, wie 1941 die Deutschen 65 Judenkindern die Köpfe abschnitten,25 wenn der gleiche Rabbi 1988 dem Milwaukee Sentinel sagt, daß die Deutschen ihn und andere junge Juden gezwungen hätten, zehn tiefe Gräber zu graben, in die sich auf Befehl der Gestapo "die 10 ältesten Juden" des nichtgenannten jüdischen Dorfes hineinstellen mußten, worauf Rabbi Feldman und die anderen jungen Juden die Gräber mit Schmutz füllten, bis nur noch zehn Köpfe zu sehen waren, worauf "sieben oder acht Gestapoleuten 'die Ehre' gegeben wurde, den Männern den Kopf abzuschneiden 26 — wenn wir solche Geschichten lesen, werden wir in die pathologische Haßwelt von Christine gesogen. Rabbi Feldman unterzeichnete im Januar 1988 eine Erklärung, mit der die Brutalität der israelischen Armee in den von Israel besetzten arabischen Gebieten verteidigt wurde. Mit den Worten von Milton Katz, einem Mitunterzeichner: "'Es ist besser, zu schlagen, als zu töten,' obwohl die israelische Armee beides mit großer Effizienz tut.27 In diesen Menschen leuchtet keine Sonne, ob es um "Alice Cholmondeley," Herrn Zygmunt Choroszy, Rabbi Israel Feldman, ihre zahlreichen Vorgänger oder ihre unzähligen Zeitgenossen geht — die alle im gemeinsamen Haß gegen die Deutschen 28 vereint sind.


Anmerkungen

1 Siehe das erste Kapitel von "Governments, Spies and Fairy Tales" in: The Second Oldest Profession: Spies and Spying in the Twentieth Century von Phillip Knightley (New York City: W. W. Norton, 1986); für das Jahr 1903, S. 17.
2 Arthur Ponsonby, Falsehood in Wartime (N. Y. City: E. P. Dutton, 1928).
3 4. New York City: Macmillan.
4 Nichtpaginierte erste Seite der Einleitung der Verfasserin mit dem Titel Christine.
5 Christine, S. 19
6 Ebenda, S. 38 und 39.
7 Propaganda Technique in the World War (N. Y. City: Peter Smith, 1938), S. 94.
8 Book Review Digest, 1917 (N. Y. City: H. W. Wilson), S. 101.
9 Die Metropolitan Opera, New York City, verbot Wagners Opern in der Saison 1917/1918 und 1918/1919, danach waren Aufführungen bis zur Saison 1921/1922 nur auf Englisch erlaubt: William H. Seltsam, Metropolitan Opera Annals: A Chronicle of Artists and Performances (N. Y. City: H. W. Wilson, 1947) in den Kapiteln über die betreffenden Zeiträume. Dr. Milton J. Rosenberg, Professor an der Universität von Chicago und Gastgeber des Radio-Talkprogramms Extension 720, Radio Station WGN-AM, Chicago, bezeichnete Wagner im Radioprogramm am 22. Mai 1987 als "beast" (viehischer Mensch)"
10 Christine, Rückseite der Titelseite: eine Auflage im Juli, zwei im August 1917.
11 Aber nicht plumper als die Falschmeldungen im Zweiten Weltkrieg. Für die zahlreichen Beispiele, wie plump, siehe die beiden aufeinanderfolgenden Ausgaben der New York Times, 25. Nov. 1942, Teil 1, S. 10; und 26. Nov. 1942, S. 16.
12 Ein feines Beispiel für Shaws Kühnheit findet sich in meinem Essay "George Bernard Shaw's Letter to the Editor, May, 1945," The Journal of Historical Review (Torrance, California), Winter 1988/1989 (Vol. 8. No. 4), S. 509–511.
13 Zu finden unter dem Untertitel "Comparative Fairness of Joan's Trial."
14 Book Review Digest, 1917, S. 101 und 102, Zitate von 16 amerikanischen Besprechungen.
15 "Serbs Threaten to Make First Attack on Hun Provinces [Österreich-Ungarn]," 29. July 1914, S. 1; und "Russian Troops Blast Bridge from Warsaw to Hun Capital [Wien]," July 31, 1914, S. 1. Der erste Weltkrieg begann am 28. Juli.
16 14. Febr 1918, S. 10.
17 Ich suchte nach Blanche Slocum unter dieser und verschiedenen anderen Schreibweisen in neun englischen und deutschen Nachschlagewerken über Musikwerke, dem Index der New York Times von 1917 und 1918, sowie Falk and Falk's Personal Name Index des New York Times Index 1851–1974 — meine Suche war vergeblich.
18 5. Aug. 1917; Teil 7, S. 285.
19 Two Pictures of Berlin in Wartime," 21. Aug. 1917, S. 8
20 Fact and Fiction," 23.Sept. 1917; Teil 4, S. 358
21 Walter Duranty war 1921–1935 der Moskauer Korrespondent der New York Times, Robert Conquest, The Harvest of Sorrow. Soviet Collectivization and the Terror-Famine (N. Y. City: Oxford University Press, 1986), S. 320, "Malcolm Muggeridge, Joseph Alsop und andere erfahrene Journalisten waren schlicht und einfach davon überzeugt, daß Duranty ein Lügner war — wie Muggeridge es später formulierte: "Der größte Lügner unter den Journalisten, den ich je in meinen 50 Jahren als Journalist getroffen habe." Conquest pflichtet dieser Meinung auf S. 309 und 318–321 weitgehend bei. Der Sachverhalt ist noch weit schlimmer. Duranty sprach 1931 privat mit A.W. Kleinfoth, einem Angehörigen der US-Botschaft in Berlin, der in einem darauffolgenden Memorandum an das Außenministerium schrieb: Duranty führte aus, daß seine offiziellen Berichte "in Übereinstimmung mit der New York Times und den Sowjetbehörden" immer die offizielle Meinung des Sowjetregimes, und nicht seine eigene wiedergäben." [The Ukrainian Weekly, 15. Nov. 1987 (wo der Name Kliefoth geschrieben wird)], und als Faksimilie in The Christian News (New Haven, Missouri), 23. Nov. 1987, S. 22; und Newsletter (Institute for Historical Review, Costa Mesa, Calif.), Nr. 55 (Jan., 1988), S. 2.1 Die Times enthüllte ihren Lesern nichts davon. Conquest berichtet uns auf S. 320, daß Duranty 1932 den Pulitzer Preis für "leidenschaftslose, erläuternde Berichterstattung über Neuigkeiten aus Rußland" bekam, wobei seine "Gelehrtheit, Tiefe, Unparteilichkeit, sein gesundes Urteilsvermögen und seine außergewöhnliche Klarheit" ein "herausragende Beispiele des besten Typus eines Auslandskorrespondenten" sei. Duranty log wissentlich, die New York Times veröffentlichte wissentlich seine Lügen, das Komitee des Pulitzer-Preises belohnte die Lügen. Die New York Times ist nur eines von vielen Beispielen, wo eine Zeitung ihren Lesern falsch berichtet.
22 New York City: Macmill an. Der Roman ist in einer Vielzahl Auflagen erschienen: September und November 1898; Januar 1900; Neuauflage mit Ergänzungen 1900; 1901; 1909; 1927; 1938 (Neuauflage mit Ergänzungen); 1976; 1985; und 1991 liegen in den Bibliotheken von Wisconsin vor. Die meisten dieser Ausgaben stammen von Macmillan, sei es von New York oder London; aber Cedric Chivers (England), Virago Press (London), und Henneberg (Chicago) sind auch präsentiert. Es gibt noch weitere Ausgaben, die in diesem Jahrhundert herauskamen, bei denen aber das Erscheinungsjahr nicht angegeben ist; Grosset and Dunlap, Conkey, A.L. Burt, und Crowell; und eine "Pastel edition" von H.M. Caldwell, New York. Haß gedeiht in der Demokratie gut.
23 Diese biographischen Angaben entstammen A. C. Ward, Longman Companion to Twentieth Century Literature (Burnthill, England: Longman Group, 1981), S. 182, 183, die für Christine ein falsches Datum angeben; Dictionary of National Biography, 1941–1950 (London: Oxford University Press, 1959), S. 748, 749; und Twentieth Century Authors (N. Y. City: H. W. Wilson, 1942), S. 1216, 1217. Die beiden letzten Nachschlagwerke erwähnen nicht Christine, ohne Zweifel absichtlich.
24 Alex P. Dobish, "Camp survivor ", 20. Feb. 1985; Teil 1, S. 1 und 8, S. 8; und "Nazi camp", 21. Feb. 1985; Teil 2, S. 1 und 6, S. 6.
25 Pope's letter", 22. Aug. 1987; S. 4A. Das Jahr 1941 entstammt meinem Telefongespräch mit Rabbi Feldman am 3. Dez 1987.
26 Mary Beth Murphy, "Religion Editor," "Frightened" 10. Sept. 1988; Teil 1, S. 10.
27 Marie Rohde, "Religion reporter," "Jewish" Milwaukee Journal, 29. Jan. 1988; S. 1A und 5A.
28 Wenn Rabbi Feldman sah und tat, was er uns erzählt, dann wäre dies dem sowjetischen NKWD zuzuschreiben, der Greueltaten an der örtlichen Bevölkerung verübte und dabei deutsche Uniformen trug: s. William R. Corson and Robert T. Crowley, The New KGB (N. Y. City: William Morrow, 1986), S. 202.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(2) (2005), S. 193-196.


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