Leserbriefe

Allgemeines

Danuta Czechs Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939–1945, Hamburg 1989, ist eine unentbehrliche Informationsquelle für alle Erforscher der modernen Geschichte. Es enthält jedoch neben sorgfältig dokumentierten Tatsachen auch viele Auslassungen, wie auch Hinzufügungen ohne jegliche Dokumentation. Es muß daher kritisch und mit großer Vorsicht verwendet werden.

Zum Beispiel lesen wir unter dem Eintrag für den 23. Oktober 1943 (S. 637): "Aus einem Transport, der auf dem Weg von KL Auschwitz zum KL Buchenwald ist, entkommt der Häftling Jan Kulpis (Nr. 155374), geboren am 20.Dezember 1918 in Nowosibirsk."

So weit ich sehen kann, unterläßt es Czech, irgendwelche Angaben über die Größe des Transports zu machen, obwohl ihr diese Information aus dem Archiv des Auschwitz-Museums (APMO) verfügbar gewesen sein muß, und obwohl sie sonst sorgfältig die Größe der in Auschwitz ankommenden Transporte angibt.

Die Lücke kann durch einen Verweis auf APMO D-Bu-3/1/1 149720, gefüllt werden, den Bernd Joachim Zimmer anführt in: Deckname Arthur. Das KZ-Aussenkommando in der SS-Führerschule Arolsen, Kassel 1994, S. 369, Anm. 16. In diesem nüchternen und wahrscheinlich wenig bekannten Buch befindet sich (S. 140) ein "Auszug von Seite 25 der Transportliste vom 23. Oktober 1943. An diesem Tag wurde 1539 Häftlinge von Auschwitz nach Buchenwald überstellt."

Zimmer bezieht sich auf diese Transportliste in Zusammenhang mit dem polnischen Häftling Jozef Zurawski (Nr. 153823).

Es kann recht schwierig sein, diese Transporte weiterzuverfolgen, denn: "Während der ältere Bruder über Majdanek zurück nach Auschwitz und dann weiter nach Groß-Rosen und Gusen kam, blieb Jozef Zurawski weiter in Buchenwald und arbeitete in mehreren Kommandos in der Nähe des Konzentrationslagers." (ibid., S. 141)

Gibt es auch für diese Verlegungen Transportlisten?

Bezeichnenderweise hat das Auschwitz-Archiv das gedruckte Verzeichnis der persönlichen Gegenstände des Häftlings mit der Auschwitznummer 153823 und der Buchenwaldnummer 34289 " (ibid. S. 129).

Es wäre wünschenswert, ein Buch über die "Sonderzüge aus Auschwitz" zu erstellen, um dem verbreiteten Eindruck und der einseitigen Fehlauffassung entgegenzutreten, daß es nur "Sonderzüge nach Auschwitz" gab.

Dr. Chr. Lindtner, Dänemark


Holocaust-Sühne durch eingedeutschte Türken ?

Sehr geehrte Redaktion!

Rot/Grün treibt die Frage um, wie sich die alle Maßstäbe sprengende Ausländerkriminalität weglügen und vertuschen läßt. Für diesen Betrug glaubt man in einer Änderung des Staatsbürgerschaftsrechtes den Schlüssel gefunden zu haben. So kann man ausländische Verbrecher zu Deutschen "machen" — und die Kriminalstatistik ist wunschgemäß bereinigt. […]

Dieses Vorgehen ließe sich doch auch auf anderen Gebieten anwenden: So könnte man doch z.B. irgendeine von einem mischrassigen Hengst gedeckte mischrassige Stute zum Gebären in einen Lipizzanerstall bringen, daß Fohlen auf einer Koppel mit lauter Lipizzanerpferden aufwachsen lassen, um es dann — gemäß der Logik des neuen Staatsbürgerschaftsrechtes — als edlen Lipizzaner teuer zu verkaufen. Dieses Beispiel paßt sehr gut, sind die Pläne der Umvolker doch nichts anderes als übelste Roßtäuscherei der kriminellsten Sorte.

Darüber hinaus ergeben sich noch ganz andere, bisher gar nicht in Betracht gezogene Aspekte:

Angenommen, 4 Millionen Türken usw. "werden Deutsche", dann sind sie — Mehmet, Mustafa und Ali — doch gemäß gängiger Praxis auch umgehend in die kollektive deutsche Erbschuld eingebunden und damit angeklagt und verantwortlich für den sogen. Holocaust, den Ausbruch des 1. und 2. Weltkrieges, alle tatsächlichen und vermeintlichen Nazi-Greuel usw. — bis in alle Ewigkeit.

Hier werden sich Shoah-Business und Bewältigungsindustrie einiges einfallen lassen müssen; z.B. wie jenen quasi aus dem Hut gezauberten "Deutschen", das unabdingbare Schuldbewußtsein einzutrichtern ist, das ja auch Abermillionen der am Dritten Reich absolut unschuldigen und unbeteiligten deutschen Nachkriegsgenerationen tagtäglich ohne Unterlaß aufgebürdet wird.

Mir schwant, hier tun sich Abgründe der Sühne auf, welche die ad-hoc Deutschen dann nachholend abzuleisten haben. Ob sie dabei genauso beflissentlich bußwillig sein werden, wie das ca. 80 Millionen "richtigen" Deutschen mit massiver Penetranz im Namen der Umerziehung abgefordert wird, sei dahingestellt. Nicht auszudenken, daß durch den Etikettenschwindel einer Änderung des Staatsbürgerschaftsrechts "Deutsche" entstehen könnten, welche gegen die fingerfuchtelnden Dauervorwürfe seitens Spiegel, Friedmann & Konsorten immun wären.

G. Ittner


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(2) (2005), S. 230.


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