Auschwitz — 60 Jahre Propaganda

Die Gaskammern: Ursprung, Entwicklung und Verfall einer Propagandalüge

von Carlo Mattogno

1. Inzwischen vergessene Propagandalügen

Am 27. Januar 1945 erreichte die Vorhut der 100. sowjetischen Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front den von der SS bereits verlassenen Komplex Auschwitz-Birkenau.

Die sowjetische Propaganda wurde sofort tätig und machte sich übereifrig zum Echo der wundersamsten Geschichten aus den Kreisen der Häftlinge.

Artikel von Boris Polevoi: "Die Todesfabrik Auschwitz" (Kombinat smjerti v Osvjetzimje) "Pravda", 2. Februar 1945, S. 4
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Am 2. Februar veröffentlichte die Prawda einen Artikel ihres Korrespondenten Boris Polevoi unter dem Titel "Der Todeskomplex von Auschwitz", in dem man u.a. folgendes lesen kann:

"Sie [die Deutschen] planierten den Hügel der so genannten "alten" Gräber im Ostteil,1 sprengten und zerstörten die Spuren des elektrischen Förderbandes (eljektrokonvjeijera), auf dem Hunderte von Häftlingen gleichzeitig mit elektrischem Strom (eljektriceskim tokom) ermordet worden waren; die Leichen wurden auf ein langsam laufendes Förderband geladen, das sie zu einem Schachtofen (shiachtnuju pječ)2 leitete, wo sie vollständig verbrannten".3

Bis dahin hatte sich die sowjetische Propaganda in keiner Weise um Auschwitz gekümmert. Die Prawda hatte in den Monaten davor lediglich eine Meldung gebracht, welche noch dazu aus London stammende Informationen wiedergab, denen zufolge die "Todesfabrik" von Auschwitz drei "mit Gaskammern ausgestattete" Krematorien besaß, mit einer Kapazität von 10.000 Leichen pro Tag! 4

Diese Propagandastory wurde am 27. September 1945 von einem ehemaligen Häftling, einem gewissen Liebermann, wiederaufgenommen, der folgendes berichtete:

"Wie schon gesagt gehörte ich zu einer Arbeitsgruppe, die am Bahnhof Kartoffeln auszuladen hatte. Damals hatten wir zu den Gefangenen im großen Lager keinen Kontakt. Wir waren in der Quarantäne abgetrennt, aber zusammen mit einer anderen Arbeitsgruppe, die zum Krematorium und den Gaskammern gehörte. Daher weiß ich, wie die Dinge abliefen.

Die Männer und Frauen betraten den sogenannte Baderaum und zogen sich, zwecks Vermeidung von Panik, getrennt aus. Wenn sie sich ausgezogen hatten, betraten sie die zentrale Gaskammer durch separate Türen. Dieser Raum konnte 3000 Personen aufnehmen. Das Gas wurde durch Duschen versprüht und aus Bomben, die durch entsprechende Öffnungen eingeworfen wurden. Der Tod trat innerhalb von 5 Minuten ein. An gewissen Tagen, wenn enorme Transporte am Bahnhof Birkenau ankamen, wurden 42.000 Leute vergast.

Sobald die Vergasung beendet war, öffnete sich der Boden der Kammer automatisch und die Leichen fielen in eine unterirdische Kammer, wo sie von Gefangenen übernommen wurden, welche ihnen die Zähne ausbrechen bzw. das Haar auf einer gewissen Länge abschneiden mußten. [...]

Wenn die Goldzähne geborgen waren, kamen die Leichen auf ein Förderband und wurden durch unterirdische Gänge zu den Verbrennungsöfen transportiert. Es gab vier Öfen, einen großen und drei kleine, die 400 Leichen in 5 Minuten verbrennen konnten.5 Später, als die Zahl der Leichen die Leistung der Öfen überstieg, legte man Gräben an und warf die mit Benzin getränkten Leichen hinein.

Ich habe die Gräben selbst gesehen und den Verbrennungsgestank gerochen. Ich war auch in den Gaskammern und im Krematorium, als ich dort eines Tages zum Saubermachen eingesetzt war und [die Räume] nicht benutzt wurden.

Die Bahnen für den Leichentransport habe ich nicht selbst gesehen, und auch nicht die Öfen in Betrieb; wie ich aber schon gesagt habe, wohnten mehrere von der Arbeitsgruppe, die zu den Gaskammern und den Öfen gehörte, mit uns zusammen und haben mir die Einzelheiten berichtet. Diese besondere Arbeitsgruppe hieß Sonderkommando. Einen gewissen Jacob Weinschein 6 aus Paris, der ein Überlebender dieses Kommandos ist, kenne ich persönlich".7

Im Jahre 1946 gab eine französische amtliche Veröffentlichung, unter Berufung auf einen "Bericht russischer Dienste" folgende Version der Geschichte:

"Etwa 800–900 Meter von den Öfen entfernt steigen die Häftlinge in kleine Wagen auf Schienen. Es gibt davon in Auschwitz unterschiedliche Größen, für 10 bis 15 Personen. Nach der Beladung läuft der Wagen über eine schiefe Ebene ab und gelangt in voller Fahrt in einen Tunnel. An seinem Ende ist eine Wand, dahinter befindet sich der Zugang zum Ofen.

Wenn der Wagen gegen die Wand stößt, öffnet sich diese automatisch, der Wagen kippt und wirft seine Ladung von lebenden Menschen in den Ofen.

Danach kommt ein anderer, mit einer weiteren Ladung von Häftlingen und so weiter".8

Eine etwas abgewandelte Version stammt von dem Häftling Leo Laptos, hier waren die "Gaskammern" mit Wasserleitungen bestückt aus denen "statt Wasser Gas... kam", wonach

"der Fußboden gekippt wurde, wodurch die Leichen auf ein Förderband fielen, das sie in das Krematorium transportierte".9

Schon während des Krieges hatte die Propagandaabteilung der Widerstandsbewegung von Auschwitz ähnlich phantastische Ausrottungsmethoden erfunden, etwa die mit dem "Drucklufthammer",10 mit den "Elektrokammern" und dem "Elektrobad". Am 23. Oktober 1942 brachte die geheime Zeitung "Informacja bieżąca" (Laufende Informationen), Nr. 39 (64), folgende Meldung:

"Nach dem Bericht eines SS-Mannes, der bei den Elektrokammern (przy komorach elektr.) arbeitet, beläuft sich die Zahl dieser Opfer auf 2500 pro Nacht. Sie werden im Elektrobad (w łaźni elektrycznej) und in Gaskammern ermordet".11

Ein Bericht vom 18. April 1943 gibt folgende Ausrottungsmethoden für Auschwitz an:

"b. Elektrokammern, diese hatten Metallwände, die Opfer kamen hinein und dann wurde Starkstrom eingeleitet.

c. Das so genannte Hammerluftsystem. Es handelt sich um einen Lufthammer in besonderen Kammern, in denen der Hammer von der Decke herabfiel und die Opfer kamen mittels einer besonderen Einrichtung durch den Luftdruck ums Leben".12

Noch im Mai 1945 erklärte Mordechai Lichtenstein:

"Auf kleinen Wagen kamen die Leichen in die Krematorien, wo sie mit einem elektrischen Strom von 6000 Volt verbrannt wurden".13

Im Juni 1944 befragte ein Beamter der polnischen Exilregierung, ein gewisser Waskiewicz, in Stockholm einen Polen, der nach einem Aufenthalt von 7 Wochen in Auschwitz aus Polen geflohen war. Am 18. Juni verfaßte Waskiewicz einen Bericht in französischer Sprache über die Befragung des Zeugen,14 von dem er nur die Initialen, K.J. angibt.

Es handelte sich um einen Zwangsarbeiter, der mit einigen Tagen Verspätung von einem Urlaub zurückgekehrt und von der Gestapo verhaftet und zu 10 Wochen Konzentrationslager verurteilt worden war. Er war 3 Wochen im Lager Rattwitz, in Oberschlesien, wurde dann nach Auschwitz verlegt, wo er die letzten 7 Wochen zubrachte.

In seinem Bericht über dieses Lager wiederholt der Zeuge die Fabel von dem Förderband, jedoch in einem anderen Zusammenhang:

"Bei jedem Appell schaffte eine Sondereinheit diejenigen, die umgefallen waren und auf Schläge nicht mehr reagierten, ohne zu untersuchen, ob sie noch lebten, über ein Förderband direkt zum Krematoriumsofen, dessen Kapazität im Jahre 1943 für 1000 Personen ausgelegt war".15

Der aberwitzigste Teil der Aussage ist jedoch folgender:

"Abschnitt XVIII (Juden) war mit einer Gaskammer und einer Fabrik für Schmierfett bestückt. Dort wurden, wie K.J. aussagte, die Leichen der vergasten Juden von den Deutschen zu Schmierfett für Maschinen verarbeitet, die danach in Paketen mit der Aufschrift "Schmierstoff-Fabrik Auschwitz" versandt wurden.

Er war zum Abtransport der Leichen der Vergasten eingeteilt und konnte so das Verfahren bei einer Gruppe von 1500 polnischen Juden, die im Mai 1943 "versandt" wurden, beobachten. Diese Juden wurden bei ihrer Ankunft nicht mißhandelt. Sie sahen auch nicht schlecht ernährt aus. Gleich nach ihrer Ankunft nahmen sie ein echtes Bad und bekamen dafür sogar Seife ausgeteilt.

Danach wurden sie, natürlich unbekleidet, in Gruppen von Dicken und Dünnen, sowie Männern und Frauen eingeteilt. Jede Gruppe kam dann für sich in eine Gaskammer, ein riesiger Saal mit einer dreifachen Tür. Die Todeskandidaten starben im allgemeinen wenige Minuten nach dem Schließen der Türen. Der Raum wurde dann rasch belüftet und die dazu eingeteilten Häftlinge mußten die Leichen so schnell wie möglich, noch bevor die Leichenstarre eintrat, auf besondere Wagen legen, die über eine Fördereinrichtung direkt in die Fettfabrik liefen.

Dort wurde mittels chemischer Verfahren, die K.J. nicht kennt, die Umwandlung in Brühe und die Extraktion des Fettes durchgeführt. Die Reste, also einige Knochen und eine formlose Brühe, wurde sorgfältig im Krematoriumsofen verbrannt".16

Es folgt dann die Beschreibung des Zeugen durch Waskiewicz — seinerseits ein echter Vorläufer heutiger Historiker, die immer bereit sind, ohne mit der Wimper zu zucken, die irrsinnigsten Aussagen zu schlucken — sie ist fast schon bemüht komisch:

"Von bäuerlichem Schlag, einfach, fast primitiv, ohne große Fantasie, aber ein guter und gewissenhafter Beobachter. Seine Aufrichtigkeit steht außer Frage".17

Der Unsinn von den Duschen, aus denen anstelle von Wasser Giftgas strömte, wurde sehr bald erfunden. Er erscheint schon in einem "Brief aus dem Lager Auschwitz" vom 29. August 1942, in dem es heißt:

"Am schlimmsten sind die Massenexekutionen mit Gas in speziell dafür gebauten Kammern. Es gibt zwei, und sie können 1200 Personen aufnehmen. Dort sind Duschbäder eingerichtet, bei denen aber anstelle von Wasser das Gas ausströmt. (Urządzone są łaźnie z prysznicami, z których niestety zamiast wody wydobywa się gaz)".18

In einem geheimen Bericht über die Lebensbedingungen im Lager, vom Dezember 1942 oder Januar 1943, wird der Vergasungsvorgang wie folgt dargestellt:

"Im Inneren sind die Kammern so eingerichtet, daß sie wie ein Bad aussehen, von dem sie sich nur darin unterscheiden, daß anstelle von Wasser Giftgas aus den Duschen kommt. (miast wody, z pryszniców wydobywa się trujący gaz). [...].

In der Baracke mußten sie sich gleich ausziehen, weil sie ein Bad nehmen sollten. Sie bekamen dafür Handtuch und Seife. Nach dem Bad sollten sie Wäsche und Kleidung bekommen. Wenn der Raum voll war, wurden die Türen geschlossen und aus Öffnungen in Form von Duschen trat das Gas. (i przez otwory w formie pryszniców wydobywa się gaz)".19

Die erfundene Geschichte von den Gasduschen fand rasch eine große Verbreitung, so daß Dr. Gilbert, der Psychologe der Gefangenen im Nürnberger Prozeß, sie sogar Rudolf Höß, dem Kommandanten von Auschwitz, in den Mund legt:

"Das Töten war leicht, man brauchte nicht einmal Wachen, um sie in die Kammern zu treiben; sie gingen einfach hinein zum Duschen und anstelle von Wasser drehten wir das Gas auf".20

Die französische Untergrund-Zeitung "Fraternité" bringt in ihrer Nummer vom Mai 1944 folgenden "Augenzeugenbericht" über Auschwitz:

"Sofort beim Eintreffen werden alle arbeitsfähigen Männer auf Baustellen geschickt. Die anderen, die Frauen, Kinder alten Leute kommen in die Duschen. Man führt sie in eine wunderbare moderne Anstalt [...]

Nur leider, anstelle von heißem Wasser, das ihre müden Glieder erfrischt hätte, tritt erstickendes Gas aus, und einige Augenblicke darauf, gegen die Türen, durch die sie fliehen wollten, gepreßt, sind es nur noch Leichen von Müttern mit ihren Kindern in den Armen, von Greisen, die ihre langjährige Gefährtin in einer letzten schützenden Umarmung umfassen".21

Natürlich hatte die Geschichte mit den Duschen unter den ehemaligen Häftlingen eine breite Gefolgschaft. Hier z.B. ist die Version von Sofia Schafranov:

"Eine Dusche war den Opfern vorgespiegelt worden und damit sie auch wussten, um was für eine Dusche es sich handelte, bekamen sie sogar Handtuch und Seife; dann mußten sie sich ausziehen und wurden in niedrige, hermetisch verschlossene Betonkammern gescheucht. An der Decke waren Hähne montiert, aus denen anstelle von Wasser das giftige Gas austrat".22

Die phantasievollste Fassung des Märchens von den Duschen stammt von Ada Bimko, einer polnischen Jüdin, die am 4. August 1943 nach Auschwitz deportiert wurde und im Belsen-Prozeß unter Eid (!) folgende Aussage machte:

Im August 1944 war sie zu einer "Gaskammer" in Birkenau geschickt worden, um dort Decken einzusammeln, die dort von angeblich vergasten Leuten zurückgelassen worden waren. Kaum war sie dort, hatte sie das große Glück, ein aus ihrer Heimat stammendes Mitglied des "Sonderkommandos" anzutreffen, sowie einen sehr freundlichen SS-Unteroffizier, die sich beide beeilten, ihr die geheimsten Einrichtungen für die Ausrottung vorzuführen. Sie beschreibt dies wie folgt:

"Im ersten Raum traf ich einen Mann aus meiner Heimatstadt. Da war auch noch ein SS-Unterscharführer, der zum Roten Kreuz gehörte. Ich erfuhr von ihnen, daß die Leute in dem ersten großen Raum ihre Kleidung ablegten und dann in einen zweiten [Raum] geführt wurden; er war so groß, daß sicher hunderte und aberhunderte hineingingen, wie mir schien. Er sah aus wie die Dusch- oder Waschräume, die wir im Lager hatten. Er hatte viele Duschen überall an der Decke, in parallelen Reihen.

All die Leute, die hineingingen, bekamen ein Handtuch und ein Stück Seife ausgehändigt, damit sie glauben sollten, sie gingen in ein Bad, aber wenn man sich den Fußboden ansah, konnte jeder erkennen, daß das nicht so war, denn es gab dort keinen Ablauf. In diesem Raum war eine kleine Tür zu einem stockdunklen Raum, der wie ein Gang aussah.

Ich sah da mehrere Schienenstränge mit einem kleinen Wagen, den sie eine Lore nannten, und sie sagten mir, daß die schon vergasten Gefangenen auf diese Wagen geladen und direkt zum Krematorium befördert würden. Ich glaube, das Krematorium war im selben Gebäude, ich habe aber den Ofen [sic!] nicht gesehen. Es gab dann noch einen weiteren Raum, einige Stufen oberhalb des vorigen, mit einer sehr niedrigen Decke und ich bemerkte zwei Rohre, die, wie man mir sagte, das Gas enthielten. Es gab auch noch zwei riesige Metallbehälter mit Gas".23

In einer den Prozeßakten beiliegenden Erklärung sagt Ada Bimlo genauer:

"Der SS-Mann sagte mir, daß die Zylinder das Gas enthielten, das durch die Rohre in die Gaskammer geleitet wurde",24

also strömte das Gas aus den Behältern in die Rohre und trat durch die Duschköpfe in der "Gaskammer" aus!

Doch auch diese Geschichte hat so ihre Varianten. Eine besonders außergewöhnliche erzählt Bruno Piazza, der zum Tod in der Gaskammer verurteilt war, aus der er jedoch wunderbarerweise entkommen konnte:

"Ich hörte, wie einer von ihnen "Krematorium" sagte. Wir gingen ins Lager hinein, zwischen zwei Reihen von Baracken, die genau so aussahen, wie die im vorigen Lager. Als wir hinten ankamen, mußten wir nochmal nach links, und dann alle achthundert in eine düstere Baracke. Draußen war es schon dunkel. In der Mitte standen ein erloschener Ofen und drei Blecheimer. Plötzlich ging das Licht an und wir stellten fest, daß wir in einer Art Baderaum waren. Von oben hingen zwanzig Duschen herunter. [...] Dieser Raum war der Vorraum zum Krematorium, es war die Gaskammer.

Jetzt war kein Zweifel mehr. Ich hatte schon von der Sache gehört: Unter die Duschen schütteten sie eine weiße Schicht Kaliumcyanidpulver, plötzlich spritzte das Wasser aus den Duschen und dann trat aus dem Pulver der tödliche Cyanwasserstoff aus. Der Schreiber kam herein, mit einer Maske vor dem Gesicht, schüttete das Pulver aus, drehte die Duschen auf, ging hinaus, schloß die Tür und zehn Minuten später waren alle erstickt und tot. Hinten war noch eine Tür, die wohl zum Krematorium führte, über eine schiefe Ebene [...].

Früher wurde die Erstickung anders durchgeführt als heute mit den Duschen. In der Decke der Zelle war eine Öffnung, die automatisch betätigt werden konnte und aus welcher drei oder vier schon fertige Cyanwasserstoffbomben herausfielen. Aber das System war unsicher, denn manchmal ging die Hülle der Bombe beim Aufschlag nicht entzwei und dann mußte man alles vier- oder fünfmal wiederholen, bis man sicher war, daß das Gas herausgekommen war".25

Beim Degesch-Prozeß, im Jahre 1949, berichtete ein Zeuge von dem Gerede, daß "in Birkenau das Gas durch falsche Duschen in die Räume eingeleitet wurde", aber sowohl der Dr. Heli, Erfinder von Zyklon B, als auch der Physiker Dr. Ra. erklärten, diese Vergasungstechnik sei unmöglich und das Gericht in Frankfurt a.M. erkannte in seinem Urteil vom 28 Mai 1949 darauf, daß diese Behauptung falsch sei:

"Das Gericht zweifelt nicht daran, daß die Annahme, das Gas sei mittels einer Kanüle aus der Zyklondose herausgeholt und in die Gaskammern geführt worden, irrig ist, so daß es nicht mehr erforderlich ist, den von einem Angeklagten beantragten Versuch vorzunehmen".26

Die Geschichte von den "Bomben mit Cyanwasserstoff" war eine Abwandlung der bekannteren Version von "Bomben" mit Cyanwasserstoffsäure, die Ende 1943 oder Anfang 1944 von Jerzy Tabeau erfunden worden war; dieser war am 23. März 1942 in Auschwitz interniert worden und entkam in der Nacht vom 19. auf den 20. November 1943. In seinem Bericht, der ab Sommer 1944 in Umlauf war, schreibt er:

"Nach Ankunft auf das [sic] Gebiet der Kammer, welches mit Stacheldraht umgeben ist, mußten sich die Verurteilten nackt ausziehen, Männer, Frauen und Kinder zusammen, jeder bekam dann ein Handtuch und Seife. Dann wurde alles in die Kammer hineingetrieben, wobei man es an Schlägen und Malträtierungen nicht fehlen ließ. Man trieb so viele hinein, wie die Kammer fassen konnte, dann machte man Türe gut zu, und speziell dazu bestimmte SS-Männer warfen durch Ventile, die sich in den Wänden befanden, mit Preußensäure gefüllte Bomben hinein. Nach 10 Minuten öffnete man die Türen, und ein spezielles Kommando (immer aus Juden bestehend) schob die Leichen weg und machte Platz für den nächsten Konvoi".27

Außer den "Bomben" oder den "Flaschen" mit Cyanwasserstoffsäure, wurden noch andere Substanzen für die Tötungen erwähnt: "gaz sternutatoires"28 (Niesgase) und "bestimmte Stoffe, die in einer Minute die Menschen einschläfern".29

Der ehemalige Häftling Otto Wolken spricht statt dessen von Vergasungsgräben:

"Es wurden Gruben ausgehoben und mit Zeltplanen gedeckt, die als provisorische Gaskammern dienten".30

Im Nürnberger Prozeß erwähnte der amerikanische Hauptankläger Jackson am 21. Juni 1946 ein anderes Ausrottungssystem, das angeblich "in der Nähe von Auschwitz" ausprobiert worden sei — die Atombombe!

"In einem kleinen provisorischen Dorf, das für diesen Zweck vorübergehend aufgebaut wurde, brachte man 20.000 Juden unter. Mit Hilfe dieses neu erfundenen Zerstörungsstoffes wurden diese 20.000 Menschen fast augenblicklich vernichtet, und zwar derartig, daß auch nicht das geringste von ihnen übrig blieb. Die Explosion erzeugte eine Temperatur von 400 bis 500 Grad Celsius und zerstörte die Leute derartig, daß sie überhaupt keine Spuren hinterließen".31

Wie man sieht, hatten die Amerikaner schon damals die schlechte Angewohnheit, ihren jeweiligen Feinden die eigenen Verbrechen aufzuladen.

Diese Propagandamärchen gerieten alsbald in Vergessenheit und wurden durch andere, stärker durchgearbeitete, ersetzt, die ich in Absatz 3 untersuchen werde; sie hinterließen jedoch bei den Historikern des Holocausts ein gewisses Unbehagen. Diese mußten nämlich erklären, daß es nicht jene Propagandageschichten waren, die sich über verschiedene literarische Mutationen zur heute gültigen Wahrheit des Holocausts entwickelten, sondern daß solche Fabeln nur der Widerschein einer damals seltsamerweise unbekannten oder unerkannten Wahrheit darstellten. In Abschnitt 7 werden wir sehen, welchen Wert ihre Vermutungen haben.

2. Die Lüge einer industriellen Verwertung der menschlichen Leichen

Im vorigen Abschnitt habe ich über die Erzählung des "Augen"zeugen K.J. berichtet, in der von der "Schmierstoff-Fabrik Auschwitz" die Rede ist.

Die Untersuchung des Ausgangspunktes dieser Lüge ist wichtig, denn sie zeigt klar, in welcher Weise die Propagandisten in Auschwitz ihre Märchen aufbauten: Sie gingen von einer echten Tatsache aus, verformten sie aber dergestalt, daß diese eine verbrecherische und schreckliche Bedeutung annahm. Auf demselben Wege kam man zu den Gaskammern.

Die Geschichte von der Herstellung des Menschenfetts ist zu saftig, um nicht propagandistisch ausgewertet zu werden, aber dabei wurden die Erfinder völlig maßlos, so daß die spätere Weiterführung ins Groteske und Lächerliche mündete. So schreibt z.B. Olga Lengyel, eine ehemalige Gefangene aus Auschwitz:

"Der "nordische Übermensch" wusste alles zu verwerten: riesige Fässer dienten zur Aufnahme des Menschenfettes, daß bei den hohen Temperaturen austrat und es überrascht nicht, daß die Seife im Lager einen so widerlichen Geruch hatte, und die Häftlinge betrachteten mit Mißtrauen gewisse Stücke fetter Wurst!"32

Mittlerweile ist dieses Märchen, wenn auch mühsam, der Vergessenheit anheimgegeben worden. Ein Forscher aus dem Museum Auschwitz, Andrzej Strzelecki hat 1994 festgestellt:

"Es liegt kein Beweis dafür vor, daß menschliches Fett zur Seifenherstellung verwendet wurde, oder daß in Auschwitz Menschenhaut zur Herstellung von Lampenschirmen, Bucheinbänden, Handtaschen oder ähnlichen Dingen benutzt wurde." 33

Es gibt aber noch ein nicht weniger eindrucksvolles Märchen, das sich immer noch sträubt: die Sache mit den menschlichen Knochen. Schon der sowjetische Ankläger Smirnow hatte diese Anklage in Nürnberg vorgetragen:

"Von 1943 ab begannen die Deutschen die Knochen, die nicht verbrannt wurden, zu industriellen Zwecken zu verwerten, dieselben zu zermahlen und an die Firma Strehm zum Zwecke der Herstellung von Schwefelphosphat [sic] zu verkaufen. Im Lager wurden Frachtbriefe an die Firma Strehm über 112 Tonnen und 600 Kilo Knochenmehl menschlicher Leichname gefunden." 34

Und in dem wichtigsten Werk des Museums Auschwitz bekräftigt ebendieser Andrzej Strzelecki Ende der neunziger Jahre:

"Nach Feststellungen der sowjetischen Kommission zur Untersuchung der im KL Auschwitz verübten Verbrechen sind Knochen der in den Krematorien verbrannten Leichen 35 zerkleinert und anschließend als 'Knochenschrot' den Chemischen Werken Strem in Strzemieszyce bei Dąbrowa Górnica im Dąbrowa-Gebiet verkauft worden; die Knochen sollten industriell zu Düngemittel verarbeitet werden. 1943 und 1944 wurden vom KL Auschwitz für diese Firma mindestens 100 Tonnen zerkleinerte Menschenknochen versendet." 36

Die Geschichte beruht tatsächlich auf einer von einem polnischen Häftling am 27. Februar 1945 aufgesetzten Liste, die er der sowjetischen Kommission übergab. Sie trägt den Titel " Wykaz nadanych świeżych kości i odpadków kościanych do stacyj Strzemieszyce dla firmy Strem" (Liste der an den Bahnhof Strzemieszyce für die Fa. Strem versandten frischen Knochen und des Knochenabfalls).

Die Liste führt die Stoffe auf, die der o.e. Firma geliefert wurden, und gibt Daten, Wagennummern, Inhalt und Gewicht an. In der Spalte "Inhalt" stehen die deutschen Bezeichnungen der versandten Knochen: "frische Knochen", "tierische Knochen", "Rinderknochen", "Leimleder".37 Die an die Firma Strem verschickten Knochen waren also nicht menschlichen, sondern tierischen Ursprungs.

Wenn man die Untersuchungen weiterführt, gelangt man auch an die Quelle des Märchens von der Verwertung menschlichen Fettes für industrielle Zwecke.

Der Schlachthof des Lagers Auschwitz enthielt, wie aus einem Aufstellungsplan vom 27. September 1944 hervorgeht,38 eine "Knochenentfettung [s. Anlage]", die schon im September 1942 39 eingebaut wurde. Der entsprechende "Knochenentfettungsapparat" war von der Fa. Trüstedt, Berlin/Hannover, geliefert worden, wie ein Brief dieser Firma an die Lagerverwaltung Auschwitz vom 25. Juni 1942 40 beweist. Die Anlage diente zur Gewinnung des Knochenfettes der Tiere zwecks Aufbesserung der Verpflegung der Häftlinge, aber die Propagandisten des Lagers münzten sie um in eine Anlage zur Verwertung von Menschenfett!

Man sollte sich daran erinnern, daß die britische Propaganda i.S."Leichenfabrik" im ersten Weltkrieg einen ähnlichen Ursprung hatte und zu Recht von Arthur Ponsonby als "eine der widerlichsten Lügen der Kriegszeit" 41 bezeichnet wurde.

The Times schrieb z.B. am 17. April 1917, daß die deutsche Armee eine "Kadaververwertungsanstalt" (a Corpse Exploitation Establishment) betrieb, in der das Fett der gefallenen Soldaten zu Schmieröl und der Rest zu Knochenmehl als Zusatz zum Schweinefutter verarbeitet wurde.42

Wie auch Walter Laqueur schrieb:

"Gewiß gab es solche Einrichtungen in Deutschland, die Kadaververwertungsanstalten. Sie verarbeiteten aber Tierkadaver und keine Leichen." 43

Er fügt hinzu:

"Mitte der Zwanziger Jahre gab Außenminister Chamberlain im britischen Parlament zu, daß die Nachrichten über die "Leichenverwertung" jeder Grundlage entbehrten." 44

Während des großen Krieges, stellt Laqueur fest, waren auch noch andere, nicht weniger widerliche Propagandalügen im Umlauf:

"Der Daily Telegraph meldete im März 1916, daß die Österreicher und die Bulgaren 700.000 Serben vergast hätten. Vermutlich erinnerten sich manche Leser an diese Horrormeldungen, als der Daily Telegraph als erste Zeitung im Juni 1942 berichtete, 700.000 Juden seien vergast worden".45

Aber "vermutlich" hatten sich einige Widerständler in Auschwitz bereits Ende 1941 daran erinnert.

3. Die Geburt der Propagandalüge über Gaskammern

Die Geschichte von den Gaskammern entstand ziemlich früh, aber mit einem ganz besonderen Aspekt: Versuche mit Giftgas für die Kriegsführung. Sie erscheint erstmals in einem Bericht der geheimen Widerstandsbewegung im Lager vom 24. Oktober 1941:

"In Oświęcim [Auschwitz] wurden Anfang Oktober 850 russische Offiziere und Unteroffiziere (Kriegsgefangene), die dorthin gebracht worden waren, getötet, um ein neues Kampfgas, das an der Ostfront eingesetzt werden soll, auszuprobieren (jako próbę nowego typu gazu bojowego, który ma być użyty na froncie wschodnim)".46

In den späteren Quellen bleibt der Zweck der Versuche mit Kampfgasen an Gefangenen bestehen.47 Dann erfindet der Lagerwiderstand ein neues Thema, die Ausrottung von Juden in Gaskammern, die er "Degasungskammern" nennt. Dieser Begriff war die Verballhornung von "Begasungskammer", womit eine Entwesungskammer im DEGESCH-Kreislaufsystem bezeichnet wurde, das Cyanwasserstoffsäure (Blausäure) verwendete.

Die Vereinigung von Gaskammern und Duschanlagen, wie sie in dem Brief vom 29. August 1942 erwähnt wird und dann zu einem Leitmotiv der späteren Propaganda gerät, inspirierte sich an zwei Hygiene-Anlagen, die eine noch in der Planung, die andere schon im Bau: Erstere war das Aufnahmegebäude, das unter dem gleichen Dach 19 "Begasungskammern" und eine Duschanlage für die Häftlinge enthielt und den angeblichen Menschengaskammern ihren Namen gab; letztere bestand aus zwei spiegelbildlich gleichen Entwesungsanlagen, Bauwerke 5a und 5b, die ebenfalls eine Gaskammer für Blausäure und einen Wasch- und Duschraum enthielten. Diese Räume werden auf den entsprechenden Plänen als "Gaskammer" und "Wasch- und Brauseraum" ausgewiesen.

Hieraus entstand ein literarisches Thema, das sich in einer Vielzahl von unbegründeten und widersprüchlichen Versionen entwickelte, bis hin zur bereinigten und ausgebesserten Endfassung mit den provisorischen Vergasungseinrichtungen, die (nach Kriegsende) als "Bunker", bzw."kleines weißes Haus" und "kleines rotes Haus" bezeichnet wurden.

Der Weg der Geschichte von den Menschenvergasungen in den Krematorien von Birkenau war mühevoller. Ein erster Entwurf erscheint, ziemlich spät, im Abschnitt "Todesfabrik" des "Periodischen Berichts" (Sprawozdanie okresowe) für den 5. bis 25. Mai 1944:

"Seit Mai 1Originalplan von Krematorium 943 "Komfort" [d.h. die Arbeitsbedingungen für die SS haben sich gebessert, Anm.d.Ü.]. Die Transporte laufen an der "Todesrampe" in Rajsko 48 ein; nach der Selektion werden Männer, Frauen und Kinder zu den Gaskammern geführt, in den gerade fertiggestellten Krematorien (wir haben Pläne von den Kammern). Nach der Vergasung werden die nackten Leichen mit einem Lastenaufzug in diese "Todesfabrik" im Erdgeschoß transportiert, wo sie einer genauen Untersuchung zur Bereicherung des III. Reiches unterworfen werden. Das Zahnarztkommando zieht Gold- und Platinzähne — zwecks Zeitersparnis gleich mit den Kiefern. Im Sezierraum werden verdächtige Leichen bei der Suche nach verschluckten Wertsachen aufgeschnitten. Vier Krematorien, die bis zu 5000 [Leichen] pro Tag behandeln können, sind in Betrieb. Die Öfen in Auschwitz haben schon 1.500.000 Juden und über 100.000 Polen, Russen und andere "behandelt"." 49

Das ist nun wirklich eine ziemlich späte und dünne Beschreibung für die ungeheuerliche Vergasung von mindestens einer und einer halben Million Menschen! Den Widerständlern in Auschwitz war das durchaus klar und daher beschlossen sie, ein genaueres Bild der angeblichen Massentötungen zu entwerfen. Die Propagandamaschine lief an und produzierte eine Geschichte, die — trotz ihrer offensichtlichen Falschheit — zum Kern des heutigen "historischen" Bildes wurde: die so genannten "Protokolle von Auschwitz", eine Serie von Berichten in den Jahren 1943 und 1944 von aus Auschwitz geflüchteten Häftlingen.

Der wichtigste Bericht stammt von Rudolf Vrba (unter dem Namen Walter Rosenberg am 30. Juni 1942 interniert, Registriernummer 44070) und Alfred Wetzler (interniert am 13. April 1942, Registriernummer 29.162), zwei slowakischen Juden, die am 7. April 1944 aus Birkenau flüchteten. In der Slowakei angelangt, verfassten sie ihren berühmten Bericht, der schon im folgenden Monat in Umlauf kam. Eine der ersten Fassungen, in deutscher Sprache, hatte den Titel "Tatsachenbericht über Auschwitz und Birkenau" und war datiert "Genf, 17. Mai 1944".50

Das Ziel der Flucht von Vrba und Wetzler war, wie einer der beiden später erklärte, "der Welt zu sagen, was in Auschwitz vorging", und so die Deportation der ungarischen Juden in dieses Lager zu verhindern.51 Vrba sagte auch, daß er Verbindung zu Filip Müller, Mitglied des so genannten "Sonderkommandos" aufgenommen habe, der "zu einer [seiner] wichtigsten Informationsquellen wurde", und von ihm auch noch "weitere Informationen" erhalten habe, als er Anfang 1944 über die Situation im Lager sprach.52

Plan der Krematorien II-III von Birkenau gemäß dem Vrba-Wetzler-Bericht. Quelle: The Extermination Camps of Auschwitz (Oswiecim) and Birkenau in Upper Silesia. FDRL, WRB, Box No. 6, S. 12.

Im Jahre 1985, beim Zündel-Prozess, in dem er als Zeuge der Anklage auftrat, bestätigte Vrba, daß er häufige Kontakte mit Mitgliedern des "Sonderkommandos" gehabt und das im Vrba-Wetzler-Bericht enthaltene Schema der Krematorien II und III von Birkenau gerade auf Grund dieser Informationen gezeichnet habe.53 Filip Müller, der von Rudolf Vrba hinzugerufen wurde, gab sogar an, Rudolf Vrba neben anderen Dokumenten "einen Plan der Krematorien mit den Gaskammern" 54 übergeben zu haben.

Der Bericht von Vrba und Wetzler enthält eine genaue Beschreibung der Krematorien II und III:

"Derzeit sind in Birkenau 4 Krematorien in Betrieb. Zwei grössere I. und II. und zwei kleinere III. und IV. Die Krematorien der Type I und II bestehen aus drei Teilen. A. der Ofenraum, B. die grosse Halle, C. die Vergasungskammern. (Vergleiche Fotokopie der Zeichnung). Aus der Mitte des Ofenraumes ragt ein riesiger Kamin in die Höhe. Ringsum sind 9 Oefen mit je 4 Oeffnungen. Eine jede Oeffnung fasst 3 normale Leichen auf einmal, welche innert 1 1/2 Stunden volkommen verbrennen. Dies spricht einer täglichen Kapazität von etwa 2.000 Leichen. Daneben ist die grosse Vorbereitungshalle, die so ausgestattet ist, daß sie den Anschein erweckt, als ob man in der Halle einer Badeanstalt wäre. Sie umfasst ungefähr 2.000 Personen und es soll sich angeblich darunter noch eine grosse Wartehalle befinden.

Von hier geht eine Tür und einige Treppen führen hinunter in die etwas tiefer gelegene schmale und sehr lange Vergasungskammer. Die Wände diese Kammer sind durch blinde Duschanlagen maskiert, sodaß sie einen riesigen Waschraum vertäuscht. Am flachen Dach sind 3 durch Klappen von aussen hermetisch verschliessbare Fenster. Von der Gaskammer führt durch die Halle ein Gleispaar zum Ofenraum." 55

Es folgt die Beschreibung der angeblichen Vergasungstechnik, mittels Einwurf durch die drei "Klappen" von einem "Präparat in Staubform" in die Kammer. Die Dosen tragen die Aufschrift :"Zyklon" zur "Schädlingsbekämpfung" und werden in einer Hamburger Fabrik erzeugt".56

Wir wissen heute, daß sowohl die Beschreibung der Krematorien II und III durch Vrba und Wetzler, als auch der entsprechende Plan völlig erfunden sind, wie sich aus einem Vergleich mit der Originalzeichnung ergibt. Man sieht:

1) Der Ofenraum enthielt 5 und nicht 9 Öfen.

2) Jeder Ofen hatte 3 und nicht 4 Muffeln. (Einäscherungskammern)

3) Die Öfen waren in einer Linie aufgestellt, parallel zur Längsachse des Ofenraumes, und nicht um den Schornstein herum.

4) Der Raum, der als Auskleideraum der Opfer definiert worden ist (Leichenkeller 2), war zur Hälfte seiner Höhe unter der Erde und nicht zu ebener Erde.

5) Der Raum, der als Vergasungskammer definiert worden ist (Leichenkeller 1), lag nicht zu ebener Erde und etwas tiefer als der Auskleideraum, sondern ebenfalls zur Hälfte seiner Höhe unter der Erde, auf der gleichen Ebene wie letzterer.

6) Der als Vergasungskammer definierte Raum war mit der Ofenhalle über einen Lastenaufzug und nicht über Schienen verbunden.

Da sowohl der Plan, als auch die Beschreibung der Krematorien II und III im Bericht von Vrba und Wetzler frei erfunden sind, folgt daraus, daß die dortige Schilderung einer Vergasung von Juden in Menschengaskammern nicht von Mitgliedern des "Sonderkommandos" stammte, sondern ohne deren Wissen ausgearbeitet wurde.

Originalplan von Krematorium II (und von Krematorium III, spiegelbildlich) Zeichnung Nr. 932 vom 23. Januar 1942. APMO, Negativ Nr. 519.

Dies beweist, daß diese Geschichte von der Widerstandsbewegung des Lagers als bloße Propaganda erfunden wurde, wobei man sich noch nicht einmal die Mühe machte, die Leute vom "Sonderkommando" anzuhören.

Für die Ziele der Propagandaleute war dies natürlich völlig unwichtig. Im Jahre 1944 und auch später war der Bericht von Vrba und Wetzler der "Beweis" par excellence für eine vorgebliche Ausrottung von Juden in den Gaskammern von Auschwitz und beeinflußte ganz entschieden auch die spätere Propaganda. So schrieb Walter Laqueur:

"Es dauerte bis 1944, als Rudolf Vrba und Alfred Wetzler genauestens aus dem größten aller Todeslager berichten konnten und aus Gerüchten Tatsachen wurden." 57

Genau deswegen, um diesen bis dahin absolut lächerlichen 58 propagandistischen "Gerüchten" eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen, wurde die von Vrba und Wetzler verbreitete Geschichte erfunden.

Dieser Bericht beeinflußte auch die späteren Zeugen von Auschwitz, bis hin zu dreisten Plagiaten. Das 1945 erschienene "Gelbe Buch" mit "Angaben über das Martyrium des ungarischen Judentums während des Krieges 1941–1945" bringt die Aussage eines gewissen Henrik Farkas, der am 15. Juni 1944 nach Auschwitz deportiert wurde. Im Abschnitt "Die Gaskammern" wiederholt er in allen Einzelheiten die Erzählung von Vrba und Wetzler, behauptet jedoch "eine technische Beschreibung der Gaskammer nach den Notizen eines jüdischen Ingenieurs (zsidó mérnök) aus einem technischen Labor" 59 zu liefern.

Szaja Gertner, selbsternanntes Mitglied des "Sonderkommandos", bringt die bisherigen Propagandastücke in eine phantasievolleren Form:

"Nach der Vergasung öffnete man die Tür auf der anderen Seite — da, wo niemand hereinkommen konnte — sowie die Fenster und lüftete fünf Minuten lang. Dann kamen die Kapos in die Mitte [des Raumes] und zogen die Leichen durch Türen und Fenster heraus, damit es schneller ging. Wir hatten alle dicke Gummihandschuhe an, und Wattekissen vor dem Mund. Sobald man die Leichen bewegte, kam Gas aus ihnen, sodaß man nicht atmen konnte.

Die Schienen liefen von der Tür des Vergasungsraumes (gazowni) zum Ofen. Auf ein Wägelchen packte man 40 Leichen auf einmal und er ging direkt zum Rost (na ruszt). Diese Wägelchen kippten in ein Loch mit einem Rost [und] wegen des Stromes (od prądu) begannen die Leichen gleich rot zu werden und nach 10 Minuten wurden sie zu Asche.

Wenn der Strom zu schwach war, blieben sehr große Knochen übrig, aber meistens nur kleine Reste. In der Mitte war ein Apparat, der "Exhauster", der nach jeder Verbrennung die Asche in eine nahegelegene Grube blies. Dort war ein Arbeiter, der die Asche in ein Fass schaufelte, und eine Winde zog es dann hoch. Dann wurde die Asche weggeschafft und ins Wasser geworfen." 60

4. Die Propagandalüge verfestigt sich: Sowjetische und britische Beiträge.

Die Sowjets hatten nach der Befreiung von Lublin-Majdanek bereits Erfahrungen mit dem enormen Effekt propagandistischer Bilder sammeln können. Als die Rote Armee am 23. Juli 1944 in dieses Lager gelangte, fand sie dort den riesigen Kori-Ofen mit 5 Muffeln, sowie ein Lager mit ca. 800.000 Paar Schuhen vor.

Auf der Basis einer technisch irrsinnigen "Expertise" hinsichtlich der Kapazität des Ofens und unter der Annahme, daß die Schuhe ermordeten Häftlingen gehört hätten, wandelten die Sowjets Lublin-Majdanek in ein Vernichtungslager mit eineinhalb Millionen Opfern um. Später gab das Museum Majdanek zu, daß in diesem Lager ein Magazin bestanden hatte, in welches Schuhe aus allen anderen Lagern zur Wiederverwertung geschickt wurden. Die Zahl der Opfer in diesem Lager wurde zweimal vom Museum Majdanek revidiert, zunächst auf 360.000 und dann auf 235.000 Tote. Tatsächlich betrug sie etwa 42.000 — die "Expertise" hatte einfach die Ofenleistung mit 10 multipliziert.61

Die Zeitungen in aller Welt füllten sich sofort mit Bildern des Ofens und der Berge von Schuhen, die als sichtbarer und unwiderlegbarer "Beweis" für die ungeheuren Vernichtungsaktionen angesehen wurden, die dort vor sich gegangen waren.62

Auch die Deutschen hatten, auf ihre Kosten, die suggestive Kraft solcher Bilder erfahren, daher sprengten sie, vor Verlassen des Komplexes von Auschwitz, die Krematorien von Birkenau und setzten die Baracken des Effektenlagers in Brand, in denen die Habseligkeiten der Häftlinge aufbewahrt wurden und die alle bis auf sechs abbrannten.

Dagegen überließen die Deutschen den Sowjets praktisch das gesamte Archiv der Zentralbauleitung mit all den angeblichen "Hinweisen auf Verbrechen" in den angeblichen Menschengaskammern, sowie auch etwa 8000 63 Häftlinge, allesamt Augenzeugen der angeblichen Vergasungen (die SS hätte sie, folgt man der Lehre über den Holocaust, ohne weiteres noch bequem in der ersten Januarwoche des Jahres 1945 im Krematorium V, dem einzigen, das noch stand, vergasen und verbrennen können).

Ohne Propagandafotos von Krematorien mit angeblich eingebauten Gaskammern, nahmen die Sowjets mit der Entwesungskammer im so genannten "Kanada I" (Bauwerk 28) vorlieb und präsentierten sie als Menschengaskammer, mit ihrer gasdichten Tür nebst Schauglas "zur Beobachtung des Ablaufs der Vernichtungsaktion", wie noch eine polnische Beschriftung aus dem Jahre 1980 anmerkt 64; daneben griff man auf die Dosen mit Zyklon B zurück, und auf die im Lagerraum dieser Anlage aufbewahrten Gasmasken.

Andererseits mußten sich die Sowjets bemühen, die Aufmerksamkeit der Welt abzulenken von ihren eigenen Verbrechen gegen den Frieden (z.B. die Aufteilung Polens und der Angriff auf Finnland) und gegen die Menschlichkeit (z.B. die Massaker von Katyn und von Winniza, über welche die Deutschen zwei Weißbücher voller Dokumente veröffentlicht hatten). Sie mußten also die Welt erschrecken und erschauern machen mit deutschen Verbrechen, die noch weit über das hinausgingen, was sie sich für Lublin-Majdanek ausgedacht hatten: ein unglaubliches Massaker an 4 Millionen Menschen.

Sie zogen also eine staatliche Untersuchungskommission auf, welche diversen Unterabteilungen von "Fachleuten" und "Experten" die Aufgabe zuteilte, der staatlichen sowjetischen Propaganda ein "historisches" Mäntelchen umzuhängen.

Der wesentliche Beitrag der sowjetischen Kommission zum Erfolg der Propagandalüge über die Gaskammern war der Rückgriff auf die von Vrba und Wetzler beschriebene angebliche Vergasungstechnik (die Einschüttung von Zyklon B in "Gaskammern" durch "Klappen") und ihr Einbau in die bauliche Realität der Krematorien. Das Archiv der Zentralbauleitung enthielt ja Dutzende von Zeichnungen der Krematorien, die während der Sitzungen den in Auschwitz verbliebenen Zeugen, etwa Henryk Tauber, gezeigt wurden. Auf diese Weise konnten letztere die schon von Vrba und Wetzler gegebene Beschreibung ohne deren grobe bauliche Schnitzer weiter ausstaffieren.

Die vorher schon verlegten Zeugen konnten dagegen von dieser Gelegenheit nicht profitieren und begingen weiterhin grobe bauliche Schnitzer. Miklos Nyiszli spricht in Bezug auf die Krematorien II und III von 15 einzelnen Öfen in einer Ofenhalle von 150 m Länge, während diese Hallen in Wirklichkeit jeweils nur 30 m lang waren und je fünf Dreimuffelöfen enthielten. Die angebliche Gaskammer mit ihren 30 m Länge war für ihn 200 m lang und der kleine Lastenaufzug vervierfachte sich zu vier großen Aufzügen, vom Rest gar nicht zu reden.65

Sigismund Bendel seinerseits macht aus der 30 mal 7 m großen angeblichen Gaskammer einen Raum von 10 mal 4 m und verringert ihre Höhe von 2,41 m auf 1,60 m.66 Und doch waren beide selbsternannte Augenzeugen, sogar Mitglieder des so genannten "Sonderkommandos", und gaben vor, mehrere Monate in den Krematorien von Birkenau zugebracht zu haben!

Folgt man Eugen Kogon, so "strömte das Blausäuregas aus den Duschen und den Ventilatorenpfeilern".67 Er stützte sich dabei auf die Aussage einer gewissen Janda Weiss, die behauptete

"es gab drei Pfeiler für die Ventilatoren, durch die das Gas einströmte".68

Noch im Jahre 1961, in der 68. Sitzung des Eichmann-Prozesses (7. Juni), hielt sich der Zeuge Yehuda Bakon an diese lügenhafte Behauptung. Auf die Pfeiler der angeblichen Gaskammern in den Krematorien II und III Bezug nehmend erklärte er:69

"Unten waren die Ventilatoren und auch Löcher für die Reinigung mit Wasser. Später, als sie die Krematorien abbauten, sahen wir auch die Ventilatoren selbst".

Die Gebläse für Be- und Entlüftung waren jedoch nicht in der angeblichen Gaskammer, sondern im Dachgeschoß des Krematoriums untergebracht.70

Schließlich sagt auch noch der Zeuge Isaak Egon Ochshorn aus, das Krematorium (Singular!) "hatte mehrere hundert Öfen".71

Nachdem nun das Vernichtungsverfahren erfunden war, mußte noch die Zahl der Opfer erfunden werden.

Eine der vielen Unterabteilungen von "Fachleuten" ging sofort ans Werk und schuf, auf der Basis von absurden und fantastischen Annahmen, zwischen dem 14. Februar und dem 8. März 1945 den "wissenschaftlichen" Grundstein für das Märchen von den 4 Millionen. Bei der Ausarbeitung dieses Märchens gab es eine unentwirrbare Zusammenarbeit zwischen "Zeugen" und "Fachleuten", bei der Erstere dazu gebracht wurden, den Krematorien von Birkenau eine unsinnige Leistung zuzuschreiben, die dann Letzteren erlaubte, mit ihren Berechnungen auf die schicksalhafte Zahl von 4 Millionen Toten zu kommen.

Die Sowjets gestalteten ihr Propagandabild von Auschwitz zu einer "Mitteilung der außerordentlichen staatlichen Kommission für die Feststellung und Untersuchung der Schandtaten der faschistischen deutschen Eindringlinge und ihrer Helfershelfer über die ungeheuren Greueltaten und Verbrechen der deutschen Regierung in Auschwitz (Oswiezim)", das die Prawda am 7. Mai 1945 veröffentlichte und das sofort in verschiedene Sprachen übersetzt wurde. Die englische Fassung erschien bereits am 29. Mai 1945 72 und im Jahre 1945 erschien auch eine französische Übersetzung.73 Der sowjetische Bericht wurde anschließend in die Akten des Nürnberger Prozesses als Dokument URSS-008 aufgenommen.

Vom 17. September bis zum 17. November 1945 führten die Briten einen Prozeß gegen Josef Kramer und 44 andere SS-Leute durch. Kramer, ehemaliger SS-Hauptsturmführer, war Lagerkommandant von Auschwitz II — Birkenau und später von Bergen-Belsen gewesen, daher wurde bei diesem Prozeß auch der Fall Auschwitz debattiert.

Die Vorbereitung des Verfahrens stützte sich in Bezug auf die angeblichen Gaskammern auf einen merkwürdigen Mischmasch aus dem Bericht von Vrba und Wetzler und der Geschichte mit den Gasduschen. Der britische Oberst Backhouse beschreibt die Dinge wie folgt:74

"Dann wurden sie nackt in den nächsten Raum geführt, wo sich 5 Reihen von, wie es schien, 20 Duschen befanden. Die Tür wurde dann geschlossen. Er faßte etwa 1000 Leute auf einmal. Der Raum war gasdicht, Gas wurde angedreht und diese Leute wurden absichtlich vergast und getötet. Am anderen Ende waren eine Tür, ein Wagen und Schienen, die Leichen kamen auf den Wagen und wurden direkt zum Krematorium gefahren."

Die britischen Ankläger kannten zwar das "historische" Bild, wie es von der sowjetischen Propaganda 75 vorgegeben war, viele jüdische Zeugen erfanden jedoch so unsagbare Geschichten, daß die Verteidiger — britische Offiziere! — sie offen der Lüge bezichtigten.76 Beispielsweise erklärte Major Cranfield:

"Die Nazis haben in der ganzen Welt rassische Leidenschaft aufgewühlt und so scheint es mir nicht unnatürlich oder überraschend zu sein, wenn diese jungen Jüdinnen jetzt nachtragend gegenüber ihren früheren Wärtern sind oder sich an ihnen rächen wollen".

Er sah die Aussagen als "völlig unverläßlich" (wholly unreliable) 77 an. Die Blindheit der Zeugen war derartig, daß manche ehemalige Häftlinge von anderen fälschlich als SS-Verbrecher angefeindet wurden.78

In Bezug auf Auschwitz waren die Hauptzeugen Sigismund Bendel und Ada Bimko, die, wie wir schon gesehen haben, absolut inakzeptable Aussagen machten. Andere bezeugten ihre nicht minder fruchtbare Fantasie. Besonders zu erwähnen sind hier Regina Bialek und Sophia Litwinska.

Die Erstere berichtet, daß es in Auschwitz sieben Gaskammern gab. Eine davon lag unter der Erde und Lastwagen konnten über eine Rampe direkt in diese Gaskammer hineinfahren; sie war "12 yards square", also etwa 11 mal 11 m groß. Die Zeugin wurde dort mit einer Gruppe von zu vergasenden Häftlingen abgeladen, aber kurz vor ihrem Tode wurde ihre Nummer von Dr. Mengele aufgerufen und man trug sie aus der Kammer hinaus! 79

Sopha Litwinska durchlebte ein ähnliches Wunder. Auch sie trug man hinaus aus der Gaskammer, die einem Baderaum ähnlich sah, mit Duschköpfen, Handtüchern und sogar Spiegeln. Plötzlich sah sie "Dämpfe" (fumes) durch ein hoch gelegenes Fenster eintreten und war dem Tode nahe, als plötzlich ihr Name aufgerufen wurde. Es war niemand anders als der SS-Obersturmführer Hössler (Leiter des Schutzhaftlagers Auschwitz I), der sie herausholte und mit ihr auf seinem Motorrad davonfuhr! 80

Wir wollen hier gar nicht näher von dem Zeugen Jolan Holthost sprechen, der gesehen hat, wie 300–400 Personen, die nicht mehr in die Gaskammer von Auschwitz I passten, weil dort kein Platz mehr war, mit Petroleum übergossen und lebendig verbrannt wurden! 81

Der Belsen-Prozeß trug nur wenig zum Propagandabild bei, das schon von den Sowjets vorgegeben war, bestätigte aber das Wesentliche und half bei dessen Verbreitung. So schreibt Robert Jan van Pelt dazu:

"Mit dem Belsen-Prozeß kamen die Gaskammern von Auschwitz in aller Form auf die historische Bühne".82

So hatte auch der "freie" Westen seinen Auschwitz-Prozeß und seine "zusammenlaufenden Beweise" für die Wirklichkeit der Gaskammern und der Zahl von 4 Millionen Opfern, wie dies statistisch von Ada Bimko "bestätigt" wurde:83

"Ich habe die Unterlagen über die Eingeäscherten überprüft und stelle fest, daß die Unterlagen besagen, daß etwa 4.000.000 Personen im Lager eingeäschert worden sind".

Mit dem Belsen-Prozeß begann die in den folgenden Prozessen fortgeführte und verstärkte wissenschaftliche Ausnutzung der Fabel von den Gaskammern durch die Briten und die Amerikaner, die eigene Verbrechen verdecken mußten, welche nicht minder schrecklich waren als die der Sowjets, wie Maurice Bardèche sehr gut ausgedrückt hat:84

"Um die Verbrechen zu entschuldigen, die während des Krieges begangen worden waren, war es unbedingt notwendig, noch schlimmere auf der anderen Seite aufzudecken. Es mußte so sein, daß die englischen und amerikanischen Bomber wie das Schwert des Herren erschienen. Die Alliierten hatten keine Wahl. Wenn sie nicht feierlich erklärten, wenn sie nicht mit allen Mitteln bewiesen, daß sie die Retter der Menschheit waren, dann waren sie nur noch Mörder. Wenn jemals die Menschheit an der deutschen Monstrosität zweifeln sollte, würde man ihnen dann nicht wegen der untergegangenen Städte den Prozeß machen? Die britische und amerikanische Propaganda, und in etwas geringerem Maße auch die sowjetische, hat ein ganz klares Interesse daran, die These von den deutschen Verbrechen aufrecht zu erhalten."

Es genügt die "deutschen Verbrechen" und die "deutsche Monstrosität" durch "Gaskammern" — an deren Realität Bardèche glaubte 85 — zu ersetzen, und man erkennt den Ursprung dieser Propagandaindustrie, die sich seit sechzig Jahren austobt; ihr gegenüber nimmt sich die "Holocaust-Industrie" wie eine Lappalie aus.

5. Die Propagandalüge wird Geschichte

Im Mai 1945 wurde die sowjetische Untersuchungskommission durch eine polnische ersetzt, deren Aufgabe es war, für die bevorstehenden Prozesse gegen die SS erste Nachforschungen durchzuführen. Diese Arbeit wurde dem Richter Jan Sehn übertragen, der sich ihr mit Eifer widmete. Er war der Autor der ersten "Geschichte" von Auschwitz,86 die dann den Verfahren gegen Höß (11.–29. März 1947) und gegen die Lagermannschaft (25. November bis 16. Dezember 1947) zu Grunde lag.

Hinsichtlich der angeblichen Vernichtungseinrichtungen stützte sich Jan Sehn auf die "technische" Expertise des Ing. Roman Dawidowski, die am 26. September offiziell protokolliert wurde.87 Der Experte übernahm mit Enthusiasmus die sowjetische Propaganda: die Geschichte mit den 4 Millionen Toten 88 war ihm noch nicht genug, er fügte noch aus eigenem Ermessen eine weitere Absurdität hinzu, die natürlich auch von "technischen Beweisen" gestützt wurde:

"Im Lichte der übereinstimmenden Aussagen der Zeugen schätzt der Sachverständige die Leistung der Gaskammern der vier Einäscherungsanlagen von Birkenau auf etwa 60.000 Personen in 24 Stunden. Diese Zahl gründet sich auf folgende Rechnung: die Zeugen sagen aus, daß die Gaskammern eines jeden Krematoriums 3000 Personen auf einmal aufnehmen konnten. Das Auskleiden — unter Bedingungen gewalttätigen Antreibens — dauerte etwa 30 Minuten, die Vergasung im Durchschnitt 25–30 Minuten, die Leerung der Kammer dauerte 4 Stunden für jede Vergasung.

Insgesamt benötigte man also 5 Stunden für die Vergasung eines Durchgangs in den Kammern, d.h. die Leistung der Gaskammern jeder Einäscherungsanlage betrug etwa 15.000 Personen in 24 Stunden. Daraus ergibt sich für die 4 Einäscherungsanlagen eine Zahl von 60.000 Personen in 24 Stunden." 89

Der Sachverständige fügt hinzu, daß die Einäscherungskapazität für Birkenau 18.000 Leichen pro Tag betrug — 8.000 in den Krematorien und 10.000 in den "Verbrennungsgräben" — aber 24.000 "bei maximaler Ausnutzung aller Anlagen".90

Man muß sich wirklich fragen, warum die SS 1.400.000 Reichsmark für die Krematorien von Birkenau 91 ausgab, wenn man nur Löcher ausheben mußte, um eine höhere Verbrennungsleistung zu erreichen!

Dawidowskis absurde Rechnung wurde sowohl in das Urteil im Höß-Prozeß, als auch in die Anklageschrift im Prozeß gegen die Wachmannschaft aufgenommen: in beiden wird festgehalten, daß die Vernichtungsleistung der angeblichen Gaskammern 60.000 Personen pro Tag 92 betrug, während das Märchen von den 10.000 Leichen, die in den "Verbrennungsgräben" pro Tag beseitigt werden konnten, auch heute noch als eine offizielle holocaustische Wahrheit gilt.93

Jan Sehn ging nicht so weit, war aber, in seiner Weise, sowjetischer als die Sowjets. Er schrieb nämlich, daß die (imaginäre) Verbrennungsleistung der vier Birkenauer Krematorien sich auf 4.380.000 "Leichen" (zwłok) belief. Ein Zeuge, ein gewisser Stanek, hatte außerdem angegeben, in Auschwitz seien in den Jahren 1942 bis 1944 3.850.000 Häftlinge mit Bahntransporten eingetroffen. Jan Sehn sagt dazu:

"Wenn wir das verbleibende Jahr der Existenz des Lagers betrachten, sowie eine große Zahl von Transporten per Lastwagen, erscheint es vielleicht sehr einleuchtend, daß die Zahl der Opfer im Lager Auschwitz in Wirklichkeit etwa fünf Millionen beträgt" (koło pięciu milionów).94

Jan Sehns Niederschrift war für mehr als vierzig Jahre die einzige "Geschichte" von Auschwitz und die einsetzende Historiographie des Holocausts war zufrieden und hielt sich zurück. Die Niederschrift wurde nämlich sofort ins Englische 95 und später ins Französische 96 übersetzt und wurde als solche zum Gattungsnamen für ihre historische Darstellung; mit ihrer Veröffentlichung in Buchform 97 durch Jan Sehn im Jahre 1956 wurde alles noch einmal festgeklopft, und es gab eine neuerliche französische 98 und englische Übersetzung.99

Die Historiker jenseits des Eisernen Vorhangs zeichneten sich durch ihre sklavische Haltung gegenüber der sowjetischen und polnischen Propaganda aus und versuchten, dieser ein "wissenschaftliches" Korsett zu verleihen.

Eines der ersten Bücher dieser Art, verfaßt von Filip Friedman im Jahre 1945, machte sich lediglich zum Resonanzboden der sowjetischen Propaganda.100

Typischer ist der Beitrag von Ota Kraus und Erich Kulka, deren Buch über Auschwitz, "Die Todesfabrik", schon 1946 101 und in einer Überarbeitung nochmals 1956 erschien, mit einer Neuauflage 102 im Jahre darauf.

In diesem Buch versuchten die Autoren, auf der Basis von fiktiven Transporten, die historische Rechtfertigung der sowjetischen Lüge von 4 Millionen Toten (die am grünen Tisch auf der Grundlage einer angenommenen Kapazität der Krematorien und der so genannten "Bunker" von Birkenau festgelegt worden war): Sie erfanden Transporte von nicht registrierten und angeblich sofort nach Ankunft vergasten Juden, insgesamt 3.500.000 Personen, zählten die angeblich 320.000 Toten unter den registrierten Häftlingen und die angeblich 15.000 Toten der Evakuierungsphase hinzu und stellten schließlich fest, daß sie gar nicht weit entfernt von der sowjetischen Zahl von 4 Millionen Toten angelangt waren! 103

Ihre Beschreibung der Öfen in den Krematorien II/III ist besonders saftig: 104

"Die Verbrennungskammern befanden sich im Erdgeschoß des Krematoriums; sie hatten 15 Dreikammeröfen.105 Durch die untere Kammer wurde mit Hilfe elektrischer Ventilatoren Luft hineingetrieben, die mittlere Kammer war die eigentliche Heizvorrichtung für das Brennmaterial, und die oberste Kammer enthielt starke Schamotteroste, auf die zwei bis drei vom Lift auf Loren herangefahrene Leichen gelegt wurden."

So interpretierten und erklärten die beiden "Historiker" den deutschen Ausdruck "Dreimuffelofen" als einen Ofen mit drei Niveaus, obwohl sie — man lese und staune — auf der Seite davor die Fotografie der Dreimuffelöfen des Krematoriums II abgebildet hatten!

Über seine deutsche und die spätere englische 106 Übersetzung wurde dieses Buch zu einem weiteren Stützpfeiler der Holocaust-Bibliografie zum Thema Auschwitz. So beriefen sich auf sie (sowie auf den Artikel von Jan Sehn in der Sammlung German Crimes in Poland) Dino A. Brugioni und Robert G. Poirier in ihrer fantasievollen Interpretation der Luftaufnahmen von Birkenau.107

Die Umwandlung der sowjetischen und polnischen Propaganda in "Geschichte" war natürlich die Hauptaufgabe des Museums Auschwitz, das seine Arbeit in den fünfziger Jahren aufnahm. Sein erster und wichtigster Beitrag war die Abfassung des Kalendariums der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, das zwischen 1958 und 1963 auf polnisch und zwischen 1959 und 1964 auf deutsch 108 herauskam — ein weiterer "Klassiker", laut dem die nicht-registrierten Häftlinge kurz und bündig und ohne Beweise vergast wurden. In einer der ersten offiziellen geschichtlichen Abhandlungen aus dem Museum Auschwitz, in der die sowjetische Propaganda voll und ganz akzeptiert wird, schreibt Franciszek Piper 1977:109

"In den fast fünf Jahren des Bestehens des Lagers sind etwa 4.000.000 Menschen durch Krankheiten, Exekutionen und Massenvergasungen ums Leben gekommen. Davon waren etwa 340.000 Männer, Frauen und Kinder aus den 400.000 Menschen, die im Lager registriert wurden".

Nicht einmal im Frankfurter Mammutprozeß, der vom 20. Dezember 1963 bis zum 20. August 1965 durchgeführt wurde, gelang es, dem Lager Auschwitz eine konkrete historiographische Basis zu verleihen, denn er gründete sich fast ausschließlich auf Zeugenaussagen. Die Urteilsbegründung gestand ein, daß der Prozeß sich außerhalb der für einen normalen Mordprozeß geltenden Richtlinien abgespielt habe, denn dort

"steht dem Gericht zur Verfügung zunächst die Leiche, das Obduktions-Protokoll, das Gutachten der Sachverständigen über die Ursachen für den Eintritt des Todes und der Tag, an dem die Tat geschehen sein muß, die Einwirkung, die zum Tode des betreffenden Menschen geführt hat. Es stehen zur Verfügung die Mordwaffe, die Fingerabdrücke, die den Täter identifizierten, es steht zur Verfügung der Fußabdruck, den er hinterlassen hat, als er in das Haus des Ermordeten eintrat, und es sind noch vielerlei Einzelheiten vorhanden, die dem Gericht die unabdingbare Gewißheit verschaffen, daß dieser Mensch von einem ganz bestimmten Täter zu Tode gebracht worden ist.

Alles dies fehlt in diesem Prozeß. Wir haben keine absoluten Anhaltspunkte für einzelne Tötungen, wir hatten nur Zeugenaussagen. Diese Zeugenaussagen waren jedoch mitunter nicht so exakt und präzis, wie das in einem Mordprozeß erforderlich ist." 110

So kam es dazu, daß ein Gericht, dem nicht einmal die technisch-rechtlichen Mittel für die Beurteilung eines einzigen Mordes zur Verfügung standen, über einen Massenmord urteilte, de ja doch nichts anderes als eine Menge von Einzelmorden darstellte!

Die Zeugen, beeinflußt wie sie von einer achtzehnjährigen sowjetischen und gerichtlichen Propaganda waren, konnten nicht umhin, sich dieser Propaganda anzupassen. Auch den Richtern wurde dies schließlich klar, mußten sie doch nicht nur mit extrem dürftigen Dokumenten arbeiten, sondern auch feststellen, daß die anscheinend verläßlichsten Aussagen in Wirklichkeit

"nicht unbedingt stichhaltig waren und nicht unbedingt der objektiven Wahrheit entsprechen mußten" 111

— eine elegante Art zu sagen, daß sie falsch waren.

Die historische Behandlung des Holocausts begann erst 1989 sich ernsthaft für Auschwitz zu interessieren, dank Jean-Claude Pressac, der in jenem Jahr sein bereits erwähntes Buch "Auschwitz: Technique and operation of the gas chambers" herausbrachte. Pressac lehnte die alte historiographische Sichtweise ab und begründete eine neue Methodik, die den "totalen Bankrott" der vorherigen bewies, sie war

"eine Geschichte, die im wesentlichen auf Zeugenaussagen fußte, die je nach den obwaltenden Umständen zusammengefügt, einer beliebigen Wahrheit zugunsten zurechtgestutzt, und mit einigen wenigen deutschen Dokumenten ungleichen Wertes und ohne inneren Zusammenhang beklebt wurden".112

Diese Beurteilung entsprach in allen Teilen den Tatsachen, wie man dies an Werken wie dem von Georges Wellers 113 oder dem etwas anspruchsvolleren von Hermann Langbein 114 erkennen kann.

Mit Pressac erreichte die holocaustische Geschichtsschreibung über Auschwitz ihren Höhepunkt, gleichzeitig aber auch den Beginn ihres unaufhaltsamen Abstiegs. Indem er — wenigstens in seiner Absicht — das Primat des Dokumentes über die Zeugenaussage festlegte und indem er — wenn auch nur in einem sehr bescheidenen Umfang — die technischen Probleme einer Massentötung anging, hat er der offiziellen historischen Propaganda einen ersten und schweren Schlag versetzt und ihr eine bis dahin unbestreitbare und unbestrittene Grundlage entrissen: Die Behauptung, daß das Lager von Birkenau als Vernichtungslager eingerichtet worden sei und seine vier Krematorien von Anfang an als Menschengaskammern geplant waren.

Pressac hat den revisionistischen Forschern einen derartigen Berg von Argumenten geliefert, daß er selbst als verkappter Revisionist angesehen wurde und am Ende seitens des Holocaust-Establishments eine feierliche Exkommunizierung erleiden mußte, die so bösartig war, daß sie bis zum Tode des französischen Forschers, am 23. Juli 2003, andauerte und sein Sterben in einer beschämenden Stille der Medien vor sich ging.

Die Argumentationsstruktur von Pressacs Werk basierte auf der Expertise von Dawidowski, der schon die meisten der angeblichen "Hinweise auf Verbrechen" aufgeführt hatte, sowie auf später aufgefundenen und von Pressac veröffentlichten Fotografien und Planungsunterlagen für die Krematorien; sie nahm jedoch in ihrer kritischen Betrachtungsweise eine bis dahin undenkbare Form an.

Auch in einer anderen Beziehung stellt Pressacs Werk den Höhepunkt und gleichzeitig den Verfall der Historiographie des Holocausts in Bezug auf Auschwitz dar: Nach ihm nimmt diese nämlich wieder eine merkwürdige historisch-propagandistische Ausprägung an, die sich auf eine Aufwertung von unkritisch übernommenen Zeugenaussagen stützt, auf eine formale Übernahme von Dokumenten ohne Berücksichtigung ihres historischen, bürokratischen und technischen Umfeldes, und auf die Ablehnung der Wissenschaft als Kriterium für die Beurteilung der Annehmbarkeit von Zeugenaussagen und Dokumenten; das Ganze wird gewürzt mit einer indiskutablen "Konvergenz von Beweisen", nach der drei unabhängige und konvergente Beweise für eine Lüge diese Lüge zur Wahrheit erheben!

Mit anderen Worten, die Historiographie des Holocausts ist von Pressac auf van Pelt niedergestürzt.

Die Widersprüchlichkeit der holocaustischen Dokumentation über die Gaskammern wurde übrigens schon 1996 von dem französischen Historiker und Romanschriftsteller Jacques Baynac offen anerkannt. Er stellt zunächst fest, daß es "keine Aussage gibt, die als unwiderlegbarer Beweis akzeptiert werden könnte" und daß man gegenüber der revisionistischen Forderung nach Dokumenten, welche die Realität der Existenz der Gaskammern belegen sollen "mangels Unterlagen verstummen muß" und sagt sodann:

"Entweder man läßt das Primat des Archivs zugunsten der Zeugenaussage fallen — dann muß man die Historie als Wissenschaft aufgeben und sie in den Bereich der Kunst verlagern. Oder aber man behält das Primat des Archivs bei, dann muß man zugeben, daß die Abwesenheit von Spuren es unmöglich macht, die Realität der Existenz von Menschengaskammern direkt nachzuweisen." 115

Dies beschreibt in vollkommener Weise den tatsächlichen Zustand der heutigen Historiographie des Holocausts: Sie ist nichts anderes als die Weiterführung der "wissenschaftlichen" Behauptungen der sowjetischen Propaganda.

6. Der Zusammenbruch der Propagandalüge von den 4 Millionen und seine Konsequenzen

Vom ersten Tage an und bis zum Zusammenbruch des Sowjetregimes hatten die Lakaien im Museum Auschwitz sich in Huldigung und Verehrung vor der schicksalhaften Zahl verneigt. Da diese jedoch im Westen für lachhaft angesehen wurde,116 beschlossen sie schließlich, der Moment für eine lärmende Revision sei nun gekommen: Die Zahl wurde also zunächst auf 1.500.000 (und auf den berühmten Steinen von Birkenau neu eingemeißelt), sodann auf 1.100.000 Opfer heruntergefahren.

Die späteren offiziellen Berichtigungen, bis hin zu der immer noch provisorischen Zahl von 510.000 Opfern bei Fritjof Meyer, sind nur die unausweichliche Konsequenz vorübergehender Hinweise — natürlich heterodoxer Art — bei einer wissenschaftlichen Orientierung der Untersuchung von Auschwitz.

Dieser Zusammenbruch hatte einen verheerenden Effekt auf die historische Holocaust-Propaganda. Wie ich an einem anderen Ort ausgeführt habe, waren die Zeugenaussagen und die propagandistische Zahl von 4 Millionen Opfern von Anfang an so eng mit einander verbunden, daß die Widerlegung der Zeugenaussagen zu einer Widerlegung der Opferzahl und, umgekehrt, die Widerlegung der Opferzahl zu einer Widerlegung der Zeugenaussagen führen mußte, und — so oder so — zu einer Widerlegung der These von der Massenvernichtung.

Mit anderen Worten: Wenn die Zeugenaussagen wahr sind, dann muß auch die Zahl der 4 Millionen Opfer wahr sein, wenn diese falsch ist, dann sind es auch die Zeugenaussagen. Und wenn die Zeugenaussagen in Bezug auf den wesentlichen Punkt der Eliminierung der Leichen bei diesem Verbrechen falsch sind, warum sollen sie dann noch hinsichtlich des wesentlichen Punktes der angeblichen Vernichtung wahr sein? 117

Mit ihrem Verzicht auf die propagandistische Zahl von 4 Millionen Toten hat die offizielle Geschichtsschreibung selber den unaufhaltsamen Prozeß einer historischen Neubewertung in Gang gesetzt.

7. Die Historiker als Handlanger der Propaganda

Die propagandistischen Fantasien, die hier beschrieben worden sind, haben den Historikern des Holocausts schon viel zu schaffen gemacht: Wie soll man erklären, daß die Widerstandsbewegung, die in jedem Bereich und in jedem Büro des Lagers ihre Leute hatte, nicht schon von Anfang an einen genauen und ausführlichen Bericht über die angeblichen Gaskammern von Auschwitz angefertigt hat? Warum mußte sie über zwei Jahre warten, bevor sie einen auch nur halbwegs vernünftigen Bericht über die angeblichen Vergasungen herausbrachte? Warum ist selbst diese Schilderung auch nur ein Produkt der Fantasie? Und warum waren in den zwei Jahren davor (aber auch noch späterhin) noch viel unglaublichere Geschichten im Umlauf?

Pierre Vidal-Naquet begründete die Theorie, daß solche Phantastereien "wie ein Schatten der Wirklichkeit, wie eine Verlängerung der Wirklichkeit" 118 anzusehen seien; andere stellten sich die Aufgabe eines Beweises dieser Theorie und suchten nach noch unsinnigeren Erklärungen. Wir wollen die wesentlichen Beispiele betrachten, mit dem Bericht von Vrba und Wetzler als Ausgangspunkt.

Die heutige Geschichtsschreibung in Bezug auf den Holocaust ist sich der Falschheit des Berichts bewußt, versucht aber mühevoll diese Falschheit aufzuwerten.

Jean-Claude Pressac hat die Theorie aufgestellt, die o.e. Beschreibung fuße auf einer direkten Beobachtung der Krematorien von außen durch Vrba und Wetzler bis zum März 1943 und auf indirekten Informationen, die ihnen von Häftlingen aus den nebelhaften "Bunkern" von Birkenau zugetragen wurden, wobei solche Häftlinge nur bis zum 17. Dezember 1942 tätig sein konnten, weil sie dann angeblich vergast wurden.119

Dagegen schreibt Robert Jan van Pelt:

"Angesichts der Umstände, unter denen diese Informationen aufgenommen wurden, angesichts der Tatsache, daß Vrba und Wetzlar 120 keine bautechnische Ausbildung hatten und angesichts der Situation, in der dieser Bericht erstellt wurde, wäre es verdächtig, wenn er keine Fehler enthielte".121

Tatsächlich enthält aber der wesentliche Teil des Berichtes, in dem es um die angebliche Vernichtung in Gaskammern geht, gar keine "Fehler" — er ist völlig falsch. Die Vermutungen von Pressac und van Pelt stehen, wie wir gesehen haben, in Widerspruch sowohl zu Vrba, als auch zu Müller, der ja von sich sagt, er habe für den Bericht den Bauplan geliefert.

In der Logik des "Schattens der Wirklichkeit" hat Robert Jan van Pelt versucht, sogar die Lügen von Polevoi zu rechtfertigen, obwohl er sich bewußt ist, daß diese in die "Kategorie der Mythen" gehören:

"Man kann über Polevois Behauptung, ein Förderband habe die Gaskammer mit dem so genannten Hochofen verbunden, nur spekulieren. In den Krematorien II und III verband ein elektrischer Aufzug die unterirdische Gaskammer und die Einäscherungshalle. In dem sprachlichen Wirrwarr, das in Auschwitz bei der Befreiung herrschte, könnte Polevoi die Hinweise auf den elektrischen Aufzug mißverstanden haben".122

In diesem "sprachlichen Wirrwarr" gab es jedoch auch ausgezeichnete Dolmetscher. Das angebliche Mißverständnis (zwischen einem Lastenaufzug und einem Förderband!) ist einfach ein Affront des sowjetischen Journalisten für den gesunden Menschenverstand.

Van Pelt fährt dann mit seiner Erklärung fort:

"Was nun den Hochofen angeht, ist die wahrscheinlichste Quelle die Patentanmeldung T 58240 durch die Firma J.A. Topf & Söhne, Erfurt, betitelt 'Kontinuierlich arbeitender Leichen-Verbrennungsofen für Massenbetrieb', welche die Topf am 5. November 1942 eingereicht hatte. Seine Arbeitsweise entspricht im wesentlichen Polevois Beschreibung. Die Zentralbauleitung Auschwitz besaß eine Kopie dieser Patentanmeldung, die von den Russen bei der Befreiung des Lagers gefunden wurde. Es könnte sein, daß Polevois dieses Dokument einsah und seine eigenen Schlüsse daraus zog".123

Tatsächlich befand sich diese Patentanmeldung "Kontinuierlich arbeitender Leichen-Verbrennungsofen für Massenbetrieb" jedoch gar nicht im Archiv der Zentralbauleitung und konnte daher Polevoi auch gar nicht gezeigt werden; die im Museum Auschwitz vorhandene Kopie kam aus dem Deutschen Patentamt in Berlin und erreichte das Museum ziemlich spät. Wie aus einer Aktennotiz (Notatka służbowa) vom 17. Januar 1985 hervorgeht, wurde das am gleichen Tage archivierte Dokument

"dem Direktor [des Museums Auschwitz] K. Smoleń von Harald Kirschner, Ministerialdirektor im Justizministerium, Bonn, am 9. Juli 1984" 124

übersandt.

Noch unglaublicher ist van Pelts Versuch, die Lügen von Ada Bimko zu rechtfertigen. Er gibt nämlich vor, die Zeugin habe "die Rohrleitungen des über den Gaskammern angelegten Lüftungssystems" 125 gesehen — aber keine der angeblichen Gaskammern in den Krematorien von Birkenau hatte eine Entlüftung oder eine Belüftung mit sichtbaren metallischen Rohrleitungen. Er fügt hinzu, Ada Bimko habe "die zylindrischen Behälter der Gebläse als Gaszylinder identifiziert" 126 — aber die "Zylinder" [d.h. die Metallgehäuse] der Gebläse waren, wie van Pelt genau weiß, im Dachgeschoß von Krematorium II und III und nicht in den angeblichen Gaskammern untergebracht, daher konnte die falsche Zeugin sie gar nicht gesehen haben.127

So deckt van Pelt die Lügen der Ada Bimko mit weiteren Lügen!

Was jedoch in der Methodik dieser Historiker schlimmer ist, das ist ihr Versuch, die Frage umzudrehen und damit aus einer Lüge eine Wahrheit zu machen: Es ist nicht die Realität, die propagandistische Schatten geworfen hat, sondern es ist die Propaganda, die den Schatten einer imaginären Realität geschaffen hat. Zu Anfang gab es keine Schattenbilder einer Realität, sondern nur einfache Propagandabilder, die sich dann über die Jahre in einem literarischen Vorgang zu der heutigen "historischen" Fassung entwickelt haben.

Der einzige Abglanz der Wahrheit lag in den realen Elementen des Lagerlebens, aus denen dann die Widerstandsgruppen von Auschwitz durch gewagte propagandistische Verfälschungen die Fabel einer Vernichtung von Menschen in Gaskammern zusammenbauten.

8. Der Verfall der Propagandalüge: Die revisionistische Kritik

Das aus der sowjetischen Propaganda entstandene Ölgemälde von Auschwitz ist heute unumkehrbar durch den historischen Revisionismus getrübt.

Mein eigener Beitrag betrifft alle grundlegenden Aspekte der Holocaust-Historiographie über Auschwitz.

Bekanntlich will die heutige historische Vulgata, daß die angebliche Ausrottung in Auschwitz eine folgerichtige Entwicklung durchlief, deren Schritte mit der ersten Vergasung im Untergeschoß von Block 11 im September 1941 begannen, die es den Mördern ermöglichte, das Instrument des Verbrechens zunächst zu erproben und dann festzulegen: Zyklon B. Dann wurden die Vergasungen im Krematorium vom Stammlager durchgeführt, um später in die so genannten "Bunker" von Birkenau verlegt zu werden. Schließlich wurden ab März 1943 die Krematorien von Birkenau in Dienst gestellt.

Jeder dieser angeblichen Phasen habe ich eine spezielle Studie gewidmet, deren Ergebnisse hier zusammengefaßt werden sollen.

A) DIE ERSTE VERGASUNG.128

Die erste Menschenvergasung in Auschwitz basiert in der Nachstellung von Danuta Czech ausschließlich auf widersprüchlichen Aussagen selbsternannter Augenzeugen und wird durch die Dokumente negiert; sie ist ohne historische Grundlage.

Sie entstand im Oktober 1941 in einem der Zentren für schwarze Propaganda bei der geheimen Widerstandsbewegung in Auschwitz auf Grund der Idee von Versuchen an Menschen mit ungewissen Kampfgasen in einem nicht näher bezeichneten "Bunker" oder "Schutzraum" oder "Betonunterstand" in Auschwitz. Erst später, angeregt durch die zunehmenden Entwesungsaktionen mit Zyklon B, die mit der Vergrößerung des Lagers einhergingen, fügten die Propagandisten das Zyklon B in ihre Erzählungen ein und verlegten die erste Vergasung in das Untergeschoß von Block 11. Die normale Überführung von Leichen aus der Leichenkammer von Block 28 in das Krematorium lieferte neue Nahrung für die spätere Ausschmückung der Erzählung.

Um die widersprüchlichen Schilderungen der Zeugen zu fiktiven Fakten von juristischem Wert zusammenzufügen, erfand der Richter Jan Sehn im Jahre 1946 den Kern des Berichtes, der schon die verschiedenen Elemente des literarischen Kanons hinsichtlich der Zahl der Opfer und der verschiedenen Phasen der Vergasung enthielt, jedoch noch keine Datierung besaß.

Danuta Czech holte 1959 Jan Sehns Bericht wieder hervor und bereicherte ihn durch eine noch gewagtere Manipulation der Quellen; sie machte aus einem wüsten Haufen widersprüchlicher Aussagen eine rein fiktive "Konvergenz von Beweisen" und stattete sie mit einem genauen, aber gleichfalls erfundenen Datum aus: die erste Vergasung war nun "Geschichte" geworden.

B) DAS KREMATORIUM I 129

Die angeblichen Vergasungen im Krematorium I von Auschwitz haben keinerlei historische Grundlage. Auch die neuere Geschichtsschreibung fußt lediglich auf Zeugenaussagen, die dürftig und widersprüchlich sind. Die eingehendsten, die also am besten überprüfbar sind, sind offensichtlich und nachweisbar falsch. Die "Rekonstruktionen" der Historiker sind bloße Vermutungen und rein fiktiv, sie haben keine dokumentarische Basis.

Die Untersuchung der Archive der Neubauleitung (später Bauleitung und schließlich Zentralbauleitung) erlaubt uns die Verfolgung der Projekte der Firma Topf für die Lüftung im Krematorium; man kann mit hinreichender Genauigkeit sagen, wie sie realisiert wurden und wie sie funktionierten.

Planung und Ausführung entsprachen dem Rahmen einer normalen Leichenkammer und nicht einer "Menschengaskammer", eine solche Hypothese wird auch nicht von dem geringsten dokumentarischen Hinweis gestützt.

Die Untersuchung der angeblichen Einfüllöffnungen für Zyklon B im Dach der Leichenkammer beweist schließlich, daß die von den Polen in den Jahren nach dem Kriege angelegten Öffnungen sich an der damals vorhandenen Baustruktur orientierten, die aber vom Zustand des Krematoriums im Jahre 1942 abwich; die Öffnungen haben daher keinen Zusammenhang mit den angeblichen ursprünglichen Öffnungen, für die es ansonsten auch keine materiellen und keine dokumentarischen Beweise gibt.

Die angebliche Verwendung der Leichenhalle des Krematoriums I von Auschwitz als Menschengaskammer hat daher keine historische Grundlage: Sie ist nicht Geschichte, sondern eine über Jahrzehnte mühsam zurechtgestutzte historische Propaganda.

C) DIE "BUNKER" VON BIRKENAU 130

Die Geschichte von den Vergasungen in den so genannten "Bunkern" von Birkenau hat nicht die mindeste dokumentarische Basis. Diese angeblichen Anlagen finden sich in keinem Dokument der Zentralbauleitung, insbesondere nicht in den Dokumenten, in denen sie auf jeden Fall erscheinen müßten, wenn sie tatsächlich existiert hätten, nämlich in den Planungen und den Kostenanschlägen für das Lager Auschwitz und in den Bauberichten für Auschwitz und Birkenau, die für das Jahr 1942 fast vollständig erhalten sind.

Mehrere Pläne für Birkenau zeigen hingegen, daß die beiden von der Propaganda als Vergasungs"bunker" bezeichneten Häuser nicht von der Zentralbauleitung übernommen wurden — sie hatten keine Hausnummer, keine Bauwerksnummer und keine Bezeichnung — daher wurden sie zu nichts umgebaut und es fanden in ihnen keine Menschenvergasungen statt.

Die schwarze Propaganda i.S."Bunker", wie sie ab 1942 in verschiedener und widersprüchlicher Form von den Widerstandgruppen im Lager Auschwitz verbreitet wurde, fußte in ihrer Benennung ("Degasungskammer") auf den "Begasungskammern" des Aufnahmegebäudes und in ihrer Beschreibung auf den Entwesungsanlagen der Bauwerke 5a und 5b.

Die Existenz solcher Anlagen war eine notwendige Bedingung, jedoch noch keine hinreichende für die Geburt der Propagandalegende. Es fehlte noch ein Glied in der Kette, der Punkt, der bei den Propagandisten zündete: die Massengräber und die Verbrennung von Leichen im Freien.

Die Verbrennung von Leichen aus den Massengräbern 131 zog sich Tag für Tag über Monate hin, regte die Fantasie der Häftlinge von Auschwitz an und es war gerade dieses "ewige Feuer", das die Propagandisten inspirierte: Wenn außerhalb des Lagers Tausende von Leichen verbrannt wurden, dann gab es auch eine Massenvernichtung, und wenn es eine Massenvernichtung gab, dann gab es auch "Gaskammern", natürlich mit Duschen und Anlagen wie in den Gaskammern von Bauwerk 5a und 5b.

Dies war der Ursprung der Propagandageschichte von den Birkenauer "Bunkern".

Auf der Seite der Holocaust-Partei besteht die tiefgehendste — oder, sagen wir, die am wenigsten oberflächliche — Untersuchung dieser drei wesentlichen Aspekte der angeblichen Politik einer Ausrottung von Juden in Auschwitz aus den 33 Seiten, die Franciszek Piper 132 diesem Thema gewidmet hat. Meine drei o.e. Studien umfassen etwa 600 Seiten und schon daran kann man die unzureichende Behandlung durch die offizielle Geschichtsschreibung klar erkennen.

D) DIE KREMATORIEN VON BIRKENAU.133

Die Dokumente der Zentralbauleitung stützen nicht nur in keiner Weise die propagandistische These von einer Menschenvergasung in den Krematorien, sondern widerlegen sie direkt und indirekt.

Vor allem beweist die Dokumentenlage hinsichtlich der Nutzung der Leichenhallen der Birkenauer Krematorien, daß diese schon von März 1943 an nicht als "Auskleideräume" und "Gaskammern" im Rahmen einer Massentötung durch Vergasung benutzt wurden oder benutzt werden konnten, so daß diese These historisch unbegründet ist.

Zweitens ist das Projekt für das Lazarettlager in Bauabschnitt III des Lagers Birkenau mit seinen 114 Krankenbaracken und seinen 12 Baracken für Schwerkranke, wie Pressac zu Recht unterstreicht, mit der These einer Massenvernichtung unvereinbar.

Das Projekt wurde Anfang Juni 1943 in Angriff genommen, im Rahmen der von SS-Brigadeführer Kammler Anfang Mai 1943 angeordneten "Sondermaßnahmen für die Verbesserung der hygienischen Einrichtungen" im Lager. Das Lazarettlager blieb jedoch nicht, wie Pressac noch meinte, ein Planspiel. Die SS begann mit den Arbeiten schon im Juli 1943 und führte sie bis zum 23. September 1944 weiter; es war lediglich die veränderte militärische Situation, die den kompletten Ausbau verhinderte.

Die angeblichen "Hinweise auf Verbrechen", die bei Pressac aufgeführt werden, angefangen mit dem "Auskleideraum" und dem "Vergasungskeller", haben eine völlig unverdächtige Bedeutung; andere, wie die angeblichen falschen Duschen, haben ihren Platz in den o.e."Sondermaßnahmen", die darauf abzielten, in den Krematorien II und III eine echte "Brauseanlage" für die Häftlinge einzurichten.

Was den "endgültigen Beweis" durch die "Gasprüfer" angeht, diese angeblichen "Nachweise von Cyanwasserstoffsäure", so beweisen sie gar nichts, denn sie standen in keinem Zusammenhang mit den "Gaskammern".134

Schließlich hat es in der Stahlbetondecke von Leichenkeller 1, der angeblichen Menschengaskammer, im Birkenauer Krematorium II nie die für die Einbringung von Zyklon B nötigen Öffnungen gegeben, und nur mit einer offensichtlich unlauteren Verfahrensweise kann die offizielle Geschichtsschreibung vorgeben, sie aufgefunden zu haben.

Auch die angeblichen Metallnetzeinrichtungen für die Einbringung von Zyklon B sind pure Fantasieprodukte, denn es gibt von ihnen keine Spur, nicht einmal im Register der WL-Schlosserei, in dem alle Aufträge für die Krematorien ab dem 18. Oktober 1942 verzeichnet sind.135

E) DIE ÖFEN DER KREMATORIEN

Auch noch sechzig Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges stochert die offizielle Geschichtsschreibung mit einer Stange im Nebel herum, wenn es darum geht, Näheres über die Öfen der Krematorien von Auschwitz-Birkenau zu sagen — über ihre Bauart, ihre Arbeitsweise, ihren Koksverbrauch oder über die Dauer der Verbrennungen. Es sollte genügen zu sagen, daß der derzeitige "Weltspezialist" für Auschwitz, Robert Jan van Pelt, ohne Zögern den wärmetechnischen Irrsinn von Henryk Tauber über die Verbrennungsleistung der Krematorien übernommen hat, um seinerseits noch die nicht minder absurde Behauptung hinzuzufügen, daß für die Verbrennung einer Leiche 3,5 kg Koks ausreichend seien! 136

In meiner Schrift "I forni crematori di Auschwitz. Studio storico-tecnico con la collaborazione del dott. Ing. Franco Deana" (Die Öfen der Krematorien von Auschwitz. Eine historisch-technische Studie in Zusammenarbeit mit Dr. Ing. Franco Deana), die dieses Jahr zur Feier des sechzigsten Jahrestages der sowjetischen Propaganda erscheinen soll, werden alle Probleme der Einäscherung behandelt und gelöst. Das Werk besteht aus zwei Bänden. Der erste, ein Text-Band (etwa 500 Seiten), befaßt sich unter historischen und technischen Gesichtspunkten in seinem ersten Teil mit der modernen Einäscherung in Öfen mit koksbeheizten Gaserzeugern, in seinem zweiten Teil mit den Öfen von Auschwitz-Birkenau und allen anderen Öfen, die je von der Firma J.A. Topf & Söhne in Erfurt gebaut worden sind, jedoch auch mit den Öfen der Konkurrenzfirmen wie H.Kori, Didier-Werke und Ignis-Hüttenbau.

Der zweite Band enthält 270 Dokumente, davon viele bislang unveröffentlichte, und 360 Fotografien, größtenteils eigene Abbildungen der Öfen von Auschwitz (Nachbau durch die Polen), Gusen, Dachau, Mauthausen, Buchenwald, Stutthof, Majdanek, Groß-Rosen, Theresienstadt.

Diese wissenschaftliche Untersuchung, deren Resultate 137 ich schon in kurzer Form vorweggenommen habe, widerlegen radikal alle wärmetechnischen Fantasierereien der Zeugen und der Historiker und weisen in wissenschaftlicher Klarheit nach, daß man in einer Muffel unter wirtschaftlichen Verhältnissen eine Leiche auf einmal in etwa einer Stunde und (bei kontinuierlicher Verbrennung) mit einem Koksverbrauch zwischen 12 und 32 kg, je nach Ofentyp und Leichenart, einäschern konnte. Der mittlere Verbrauch für einen mäßig mageren Körper lag in den Birkenauer Krematorien bei etwa 17 kg Koks — etwa der fünffache Wert der von van Pelt vermuteten Menge!

Um bei dieser Sache zu bleiben, habe ich ebenfalls nachgewiesen, daß die Aussagen über die "feuerspeienden Kamine" von Auschwitz-Birkenau keine Grundlage haben,138 daß der angeblich "definitive Beweis" für die Kapazität der Krematorien von Birkenau (der Brief der Zentralbauleitung vom 28. Juni 1943) keine technischen Wert hat und auf einem bürokratischen Fehler beruht,139 daß der endgültige "definitive Beweis" (K. Prüfers Vermerk vom 8. September), den Pressac schon 1995 aufgefunden hatte, der aber erst im Dezember 2004 veröffentlicht wurde, sinnlos ist (das Dokument schreibt dem Ofen mit 8 Muffeln dieselbe Einäscherungsleistung zu wie den 5 Öfen mit je 3 Muffeln!) und den Erklärungen von Zeugen und Historikern widerspricht.140

Schließlich konnten die angeblichen Verbrennungsgräben von Birkenau wegen des Grundwasserspiegels nicht tiefer als einen Meter sein (was allen Zeugenaussagen widerspricht),141 während die angebliche Rückgewinnung von Menschenfett unter den von den Zeugen beschriebenen Bedingungen eine absurde Flunkerei darstellt.142

Bis 1998 stand die offizielle Historikerzunft auch der Zentralbauleitung von Auschwitz ratlos gegenüber, obwohl es sich bei diesem Amt sowohl wegen seiner Zuständigkeit in allen Fragen des Baues und der Vergrößerung des Lagers, als auch wegen seines schon erwähnten fast vollständig erhaltenen Archivs um eine äußerst wichtige Institution handelt. Das erste Buch über dieses Thema stammt von mir.143

Die Geschichte mit der "Geheimsprache" in den Dokumenten ("Sonderbehandlung", "Sonderaktion" usfw.) hat in Bezug auf Auschwitz keinerlei Grundlage und wird von den Dokumenten selbst widerlegt.144 Diesem Buch von 188 Seiten widmet Robert Jan van Pelt eine niederschmetternde Antwort im Umfang von einer halben Zeile: Unser "Spezialist" erwähnt Spezialeinrichtungen und Sonderbehandlung und sagt dann apodiktisch: "Der letztere Begriff bezog sich auf Tötung" (The latter term referred to killing)! 145

Die tatsächliche Zahl der Opfer von Auschwitz liegt bei etwa 135.000; die Gesamtzahl der im Lager aufgenommenen Häftlinge war mindestens 500.100, von denen etwa 401.500 registriert und etwa 98.600 nicht registriert wurden.146 Nicht ins Lager aufgenommene Häftlinge wurden weiter nach Osten verlegt. Genauer gesagt waren es zumeist arbeitsfähige Häftlinge die im Zuge ihrer Verlegung nach Osten ihre Fahrt in Auschwitz unterbrachen, um dort zu Arbeiten eingesetzt zu werden, wie dies explizit aus einem Bericht Pohls an Himmler vom 16. September 1942 hervorgeht.

Die offizielle Geschichtsschreibung hat mindestens 97.000 im Jahre 1944 in andere Lager verlegte Häftlinge versteckt und so die Menge der angeblich vergasten Personen erhöht.147

Die angeblich schlimmsten Vergasungen — die der ungarischen Juden,148 der Juden aus dem Zigeunerlager von Birkenau,149 die der Juden aus dem Ghetto von Lódz 150 und die der Juden aus dem Familienghetto von Theresienstadt 151 haben keine historische Grundlage.

Schließlich haben auch die dem Arzt Dr. Mengele zur Last gelegten Verbrechen keine historisch-dokumentarische Grundlage und werden von den Hunderten von Zwillingen, die Auschwitz überlebt haben, kraß widerlegt.152

In einem Buch über die Verbrennung im Freien in Birkenau im Jahre 1944, das in diesem Jahre bei Theses & Dissertations Press erscheinen wird, habe ich eine genaue Analyse der Luft- und Bodenaufnahmen (einschließlich der jüngst aufgefundenen Aufnahme vom 23. August 1944) vorgenommen, die ein für allemal die Fabel der ungeheuren Vergasung und Verbrennung von ungarischen Juden im Jahre 1944 in Birkenau widerlegt. Im einzelnen habe ich dort nachgewiesen daß

Ruhet in Frieden, ihr täglich 10.000 Verbrannten der "Verbrennungsgräben" aus der Expertise von Roman Dawidowski und der Geschichtsschreibung des Holocaust.


Anmerkungen:

1 Die angeblichen und wirklichen Gräben lagen im Westen des Lagers.
2 Ein Schachtofen besteht aus einem mit Refraktärmaterial ausgekleidetem Zylinder und wird z.B. für die Kohlevergasung benutzt. Einen solchen Ofen gab es in Auschwitz nicht.
3 Kombinat smjerti v Osvjetzimje."Pravda", 2. Februar 1945, S. 4.
4 Gjermanskij "lagjer' smjerti" v Pol'scje" (Deutsches "Todeslager" in Polen).Pravda, 24. März 1944, S. 4.
5 Dies entspricht einer Verbrennungsleistung von 115.200 Leichen in 24 Stunden!
6 Eine in der Literatur des Holocausts unbekannte Persönlichkeit.
7 Aus einem Memorandum von Mr. Lieberman, 27. September 1945, in: Azriel Eisenberg, The Lost Generation: Children in the Holocaust. Pilgrim Press, New York 1982, S.139–141. Als Quelle nennt der Autor: From Nazi Conspiracy and Aggression, Vol. VI, Office of United States Chief Counsel for Prosecution of Axis Criminality, U.S. Government Printing Office, 1946; Vol. XI, S. 1100–1103 (Document D 251)".
8 Camps de concentration. Service d'Information des Crimes de Guerre. Office Français d'Édition, Paris 1946, S. 182.
9 L. de Jong, Die Niederlande und Auschwitz, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 17. Jg., Heft 1, Januar 1969, S. 9.
10 Obóz koncentracyjny Oświęcim w świetle akt Delegatury Rządu R.P. na Kraj (Das Konzentrationslager Auschwitz im Lichte der Akten der polnischen Exilregierung). Zeszyty Oświęcimskie, Numer specjalny I, Oświęcim 1968, S. 32, 43, 54.
11 Ebenda, S. 52.
12 Martin Gilbert, Auschwitz & the Allies. The politics of rescue. Arrow Books Limited, London 1984, S. 130.
13 Aussage von Mordechai Lichtenstein in: Jewish Survivors Report Documents on Nazi Guilt. No 1. Eighteen Months in the Oswiecim Extermination Camp. Mai 1945, S. 12. ROD, c[21]og.
14 Central Dept. Poland No. 26. 18th June 1944. Political Memorandum. From: Press Reading Bureau, Stockholm. To: Political Intelligence Departement, London. Rapport de M. Waskiewicz sur l'interrogation de K.J. PRO, FO371/39451, S. 137–140.
15 Ebenda, S. 138.
16 Ebenda, S. 139.
17 Ebenda, S. 137.
18 Obóz koncentracyjny Oświęcim w świetle akt Delegatury Rządu R.P. na Kraj, op. cit., S. 43.
19 AGK, NTN, 155, S. 299–300.
20 G.M. Gilbert, Ph.D.. Nuremberg Diary. Formerly Prison Psychologist at the Nuremberg Trial of the Nazi War Criminals. Farrar, Strauss and Company, New York 1947, S. 250.
21 Stéphane Courtois, Adam Rayski, Qui savait quoi? L'extermination des Juifs 1941–1945. La Découverte, Paris 1987, S. 220.
22 Alberto Cavaliere, I campi della morte in Germania nel racconto di una sopravvissuta. Mailand 1945, S. 40.
23 Trial of Josef Kramer and Forty-Four Others (The Belsen Trial). William Hodge and Company. London, Edinburgh, Glasgow 1949, S. 67–68.
24 Ebenda, S. 742.
25 Bruno Piazza, Perché gli altri dimenticano. Feltrinelli, Milano 1956, S. 127–131.
26 C.F. Rüter, Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialisticher Tötungsverbrechen 1945–1966. Amsterdam, 1968–1981, Bd. XIII, S. 134.
27 Das Lager Oswiecim (Auschwitz), in: A. Silberschein, Die Judenausrottung in Polen. Dritte Serie, II.Teil: Die Lagergruppe Oswiecim (Auschwitz). Genf 1944, S. 67–68.
28 La politique pratiquée par la Suisse à l'égard des réfugiés au cours des années 1933 à 1945. Rapport adressé au Conseil fédéral à l'intention des conseils législatifs par le professeur Carl Ludwig, Bâle. Bern, 1957, S. 220.
29 Vermuteter Bericht des SS-Sturmbannführers Franke-Gricksch vom Mai 1943. Text in: J.-C. Pressac, Auschwitz: Technique and operation of the gas chambers. The Beate Klarsfeld Foundation, New York 1989, S. 238. Der Bericht ist lediglich bekannt in einer angeblichen "Abschrift" durch einen gewissen Erich M. Lippmann, Beamter der amerikanischen Armee mit der Aufgabe, Unterlagen für die bevorstehenden alliierten Verfahren in Nürnberg zu sammeln. Das Originaldokument exisitert nicht.
30 AGK, NTN, 88 (Verfahren Höß), S. 45.
31 Der Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem internationalen Militärgerichtshof. Nürnberg 14. November 1945 – 1. Oktober 1946. Nürnberg 1948, Bd. XVI, S. 580.
32 O. Lengyel, I forni di Hitler. Carroccio, Bologna 1966, S.130.
33 A. Strzelecki, The Plunder of Victims and their Corpses, in: Yisrael Gutman and Michael Berenbaum, Hg., Anatomy of the Auschwitz Death Camp. Indiana University Press, Bloomington and Indianapolis 1994,
34 Der Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem internationalen Militärgerichtshof. Nürnberg 14. November 1945 – 1. Oktober 1946. Nürnberg 1947, Bd. VII, S. 644–645.
35 Die Einäscherung lieferte jedoch nur Asche und keine Knochen!
36 A. Strzelecki, Die Verwertung der Leichen der Opfer, in: Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Hg.: W. Długoborski und F. Piper. Verlag des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau. Oświęcim 1999, Bd. II, S. 501–502.
37 GARF, 7021-108-17, S. 130 (Originaldokument) und 131 (russische Übersetzung).
38 Bestandplan des provisorischen Schlachthauses BV 33B, vom 27. September 1944. GARF, 7021-108-48, S. 14.
39 Baubericht für Monat September 1942. RGVA, 502-1-24, S. 14: "...Knochenentfettungsanlage eingebaut...".
40 GARF, 7021-108-44, S. 1. Die Seiten 2–11 enthalten andere Unterlagen über diesen Apparat, einschl. der Bedienungsanleitung und einer Zeichnung.
41 A. Ponsonby, Falsehood in Wartime. Institute for Historical Review, Torrance, California, 1980, S. 102. Vgl. Kap. XVII, "The Corpse Factory", S. 102–113.
42 Ebenda, S. 102
43 W. Laqueur, Was niemand wissen wollte. Die Unterdrückung der Nachrichten über Hitlers "Endlösung". Ullstein, Frankfurt M., Berlin, Wien 1981, S. 17.
44 Ebenda, S. 19.
45 Ebenda, S. 18.
46 Obóz koncentracyjny Oświęcim w świetle akt Delegatury Rządu R.P. na Kraj , op. cit., S. 11.
47 Vgl. in diesem Zusammenhang meine in Anm. 128 erwähnte Studie.
48 Rajsko ist eine südlich von Birkenau (polnisch: Brzezinka) gelegene Ortschaft. Manche Berichte der Widerständler verlegen das Lager Birkenau nach Rajsko anstatt nach Brzezinka. Ein Bericht spricht von der "Hölle von Rajsko" (Piekło Rajska). Obóz koncentracyjny Oświęcim w świetle akt Delegatury Rządu R.P. na Kraj , op. cit., S. 50.
49 APMO, Au D-Ro/91, Bd. VII, S. 445.
50 FDRL, WRB, Box n. 61. Der Bericht wurde von der "Weltzentrale des Hechaluz" in Genf verbreitet.
51 Rudolf Vrba und Allan Bestic, I cannot forgive. Sidwick and Jackson / Anthony Gibbs and Phillips, London 1963, S. 198.
52 Ebenda, S.175
53 District of Ontario. Between: Her Majesty the Queen and Ernst Zündel. Before: The Honourable Judge H.R. Locke and a Jury, Bd.VI, S.1479. Rudolf Vrba sagte unter Eid aus, daß er der Autor des fraglichen Schemas sei (Ebenda, S.1260,1266,1316).
54 Filip Müller, Sonderbehandlung. Drei Jahre in den Krematorien und Gaskammern von Auschwitz. Verlag Steinhausen, München 1979, S.193.
55 Tatsachenbericht über Auschwitz und Birkenau. FDRL, WRB, Box n. 61, S. 16.
56 Ebenda.
57 W. Laqueur, Was niemand wissen wollte. Die Unterdrückung der Nachrichten über Hitlers "Endlösung", op. cit., S. 182.
58 Die Widerständler in Auschwitz brauchten über zweieinhalb Jahre für die Auswahl von Zyklon B als propagandistischem Vernichtungsmittel, vorher hatten sie nur von "Gas" gesprochen.
59 Sárga könyv. Adatok a magyar zsidóság háborus szenvedéseiből 1941–1945. Hechaluc – Kiadás, Budapest 1945, S. 64–65. Französische Übersetzung des Teiles in: Révision. Le doux parfum de l'interdit, n. 55–56, August-September 1994, S. 24–25.
60 Michał M. Borwicz, Nella Rost, Józef Wulf, Dokumenty zbrodni i męczeństwa (Documente über das Verbrechen und das Martyrium). Książki Wojewódzkiej Żydowskiej Komisij Historicznej w Krakowie (Hefte der jüdischen historischen Bezirkskommission für Krakau), Nr. 1. Krakau 1945, S. 78–79.
61 Für diesen gesamten Komplex vgl. meine Studie mit J. Graf Concentration Camp Majdanek. A Historical and Technical Study. Theses & Dissertations Press, Chicago 2003.
62 Der "Weltexperte" für Auschwitz, Robert Jan van Pelt beharrt auf der veralteten Zahl von 360.000 Toten und hält den enormen Haufen von Schuhen für "einen Beweis prima facie für die Vernichtung"! R.J. van Pelt, The Case for Auschwitz. Evidence from the Irving Trial, op. cit., S. 157–159.
63 A. Strzelecki, Die Liquidation des KL Auschwitz, in: Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, op. cit., Bd. V, S. 51
64 KL Auschwitz. Fotografie dokumentalne. Krajowa Agencja Wydawnica, Warschau 1980, S. 156.
65 Vgl. meine Studie "Medico ad Auschwitz": Anatomia di un falso ("Arzt in Auschwitz": Anatomie einer Fälschung). La Sfinge, Parma 1988.
66 Vgl. meine Studie Auschwitz: due false testimonianze (Auschwitz: zwei falsche Aussagen). La Sfinge, Parma 1986.
67 E. Kogon, Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager. Verlag Karl Alber, München 1946, S. 132.
68 The Buchenwald Report. Übersetzt, Herausgegeben und mit einer Einführung versehen von David A. Hackett. Westwiew Press, Boulder, San Francisco, Oxford 1995, S. 350.
69 State of Israel. Ministry of Justice. The Trial of Adolf Eichmann. Record of Proceedings in the District Court of Jerusalem. Jerusalem 1993, Bd. III, S. 1251.
70 Vgl. die Originalzeichnungen ihres Aufstellungsortes in: J.-C. Pressac, Le macchine dello sterminio. Auschwitz 1941–1945. Feltrinelli, Milano 1994, Dokumente 14 und 15 außerhalb des Textes.
71 NO-1934, Aussage von Ochshorn über Judenmassaker in Konzentrationslagern, September 1945
72 Erklärung des Extraordinary State Committee For the Ascertaining and Investigation of Crimes Committed by the German-fascist Invaders and Their Associates, in Information Bulletin, Embassy of the Soviet Socialist Republics (Washington, D.C.), Bd. 5, Anm. 54, 29. Mai 1945.
73 Oswiecim (Auschwitz). Le camp où les nazis assassinèrent plus de quatre millions d'hommes. Communiqué de la Commission extraordinaire d'Etat pour l'investigation et la recherche des crimes commis par les envahisseurs germano-fascistes et leurs complices, (Das Lager, in dem die Nazis mehr als 4 Millionen Menschen ermordet haben. Mitteilung der staatlichen Sonderkommission für die Feststellung und Untersuchung der Schandtaten der faschistischen deutschen Eindringlinge und ihrer Helfershelfer), in : Forfaits hitlériens, documents officiels. Éd. des Trois Collines, Genf-Paris, 1945.
74 Trial of Josef Kramer and Forty-Four Others (The Belsen Trial), op. cit., S. 26.
75 So wurde z.B. der sowjetische Film über Auschwitz vom Gerichtshof als Exhibit Nr. 125 angenommen. Ebenda, S. 231.
76 Ebenda, S. 76, 82, 89, 141, 244, 518, 519, 524, 535.
77 Ebenda, S. 244.
78 Dies war der Fall bei den ehemaligen Häftlingen Oskar Schmitz und Heinrich Schreirer. Ebenda, S. 289–290 und 334.
79 Ebenda, S. 657.
80 Ebenda, S. 79–80.
81 Ebenda, S. 666.
82 R.J. van Pelt, The Case for Auschwitz. Evidence from the Irving Trial, op. cit., S. 244.
83 Trial of Josef Kramer and Forty-Four Others (The Belsen Trial), op. cit., S. 740.
84 M Bardèche, Nuremberg ou la terre promise. Les Sept couleurs, Paris 1948, S. 18–19.
85 Ebenda, S. 128, 159, 187, 194.
86 Jan Sehn, Obóz koncentracyjny i zagłady Oświęcim, in: "Biuletyn Głównej Komisji Badania Zbrodni Niemieckich w Polsce", I, Poznań 1946, S. 63–130.
87 "Protokoll". Verfahren Höß, Bd. 11, S. 1–57.
88 Ebenda, S. 52.
89 Ebenda, S. 51.
90 Ebenda.
91 Nach dem Kostenanschlag vom 28. Oktober 1942.
92 AGK, NTN, 146z (Urteil im Verfahren Höß), S. 31; GARF, 7021-108-39, S. 75 (Anklageschrift im Verfahren gegen die Lagermannschaft).
93 F. Piper, Gas Chambers and Crematoria, op. cit., S. 173–174.
94 Jan Sehn, Obóz koncentracyjny i zagłady Oświęcim, op. cit., S. 125 u. 128.
95 German Crimes in Poland. Warschau 1946, Bd. I, Concentration and extermination camp at Oświęcim (Auschwitz-Birkenau), S. 25–92.
96 Les Crimes Allemands en Pologne. Warschau 1948, Bd. I, Le Camp de concentration et d'extermination d' Oświęcim, S. 57–99.
97 J.Sehn, Obóz koncentracyjny Oświęcim-Brzezinka (Auschwitz-Birkenau). Wydawnictwo Prawnicze, Warschau 1956.
98 J.Sehn, Le camp de concentration d'Oświęcim-Brzezinka (Auschwitz-Birkenau). Wydawnictwo Prawnicze, Warschau 1957.
99 J. Sehn, Oświęcim-Brzezinka (Auschwitz-Birkenau) Concentration camp. Wydawnictwo Prawnicze, Warschau 1961.
100 F. Friedman, To jest Oświęcim. Cracovia 1945. Englische Fassung: This was Oswiecim. The history of a murder camp. The United Jewish Relief Appeal, London 1946.
101 O. Kraus, E. Schön [Kulka], Továrna na smrt. Prag 1946.
102 Ebenda, Továrna na smrt. Dokument o Osvĕtimi. Naše Vojsko- SPB, Prag 1957. Deutsche Fassung: Die Todesfabrik. Kongress-Verlag, Berlin 1958.
103 Ebenda, S. 203–204; Die Todesfabrik, op. cit., S. 172–173.
104 O. Kraus, E. Kulka, Továrna na smrt. Dokument o Osvĕtimi, op. cit., S. 145; Die Todesfabrik, op. cit., S. 115.
105 Das Adjektiv "třístupňový" im Originaltext bedeutet "dreistufig".
106 The Death Factory. Pergamon Press, Oxford-New York 1966.
107 D. A. Brugioni, R. G. Poirier, The Holocaust Revisited: A Retrospective Analysis of the Auschwitz-Birkenau Extermination Complex. Central Intelligence Agency, Washington D.C., 1979, S. 1.
108 D. Czech, Kalendarz wydarzeń w obozie koncentracyjnym Oświęcim-Brzezinka. Zeszyty Oświęcimskie, n. 2,3,4,6,7. Deutsche Fassung: Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Hefte von Auschwitz, Nr. 2,3,4,6,7,8.
109 Auschwitz (Oświęcim) Camp hitlérien d'extermination. Hg.: J. Buszko. Éditions Interpress, Warschau 1978, S. 134. Originalausgabe: Hitlerowski obóz masowej zagłady. Warschau, Interpress 1977.
110 Bernd Naumann, Auschwitz. Bericht über die Strafsache gegen Mulka u.a. vor dem Schwurgericht Frankfurt. Athäneum-Verlag, Frankfurt am Main – Bonn 1965, S. 524.
111 Ebenda, S. 525.
112 J.-C. Pressac, Auschwitz: Technique and operation of the gas chambers, op. cit., S. 264.
113 Les chambres à gaz ont existé. Des documents, des témoignages, des chiffres. Gallimard, 1981.
114 Menschen in Auschwitz. Europaverlag, Wien 1987.
115 J. Baynac, "Faute de documents probants sur les chambres à gaz, les historiens ésquivent le débat", in: Le Nouveau Quotidien (Lausanne), 3. September 1996, S. 14.
116 "... und die runde Ziffer von 4 Milionen kann einer ernsten Nachprüfung nicht standhalten". G. Reitlinger, Die Endlösung. Hitlers Versuch der Ausrottung der Juden Europas 1939–1945. Colloquium Verlag, Berlin 1992, S. 522.
117 "Die Viermillionenzahl von Auschwitz: Entstehung, Revisionen und Konsequenzen", in: VffG, 7. Jg., Heft 1, April 2003, S. 15–20.
118 P. Vidal-Naquet, Tesi sul revisionismo, in: "Rivista di storia contemporanea", Torino 1983, S. 7–8.
119 J.-C. Pressac, Auschwitz: Technique and operation of the gas chambers, op. cit., S. 459–468. Vgl. hierzu meinen Artikel J.-C. Pressac and the War Refugee Board Report, in: "The Journal of Historical Review", Winter 1990–91, Bd. 10, Nr. 4, S. 461–485.
120 Van Pelt verwendet immer diese falsche Schreibweise.
121 R.J. van Pelt, The Case for Auschwitz. Evidence from the Irving Trial, op. cit., S. 151.
122 Ebenda, S. 159–161.
123 Ebenda, S. 161.
124 APMO, D-Z/ Bau, BW 30/44, S. 14.
125 R.J. van Pelt, The Case for Auschwitz. Evidence from the Irving Trial, op. cit., S. 234.
126 Ebenda.
127 Mit dieser "Erklärung" van Pelts habe ich mich ausführlich in The Zimmerman Aid Committee and their Bag of Tricks (noch nicht veröffentlicht, erscheint in Kürze in The Revisionist) befaßt.
128 Auschwitz: la prima gasazione. Edizioni di Ar, Padova 1992. Eine neue, erweiterte Ausgabe unter dem Titel Auschwitz: The First Gassing. Rumor and Reality erscheint in diesem Jahr bei Theses & Dissertations Press, Chicago.
129 Zusammenfassung der Ergebnisse einer Studie über die angeblichen Menschenvergasungen in der Leichenhalle des Krematoriums I, die in diesem Jahr bei Theses & Dissertations Press, Chicago, erscheinen soll.
130 The Bunkers of Auschwitz. Black Propaganda versus History. Theses & Dissertations Press, Chicago, 2005.
131 Die Leichen der 1942 an Krankheiten und Entkräftung verstorbenen Häftlinge, die nicht in dem kleinen Krematorium von Auschwitz verbrannt werden konnten, wurden in Massengräbern beigesetzt und später wegen der Gefahr für das Grundwasser von Birkenau exhumiert und im Freien verbrannt.
132 F. Piper, Die Vernichtungsmethoden, in: Auschwitz 1940–1945, in: Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, op. cit., Bd. III, S. 137–169.
133 Die Leichenkeller der Krematorien von Birkenau im Lichte der Dokumente, in: VffG, 7. Jg., Heft 3 & 4, Dezember 2003, S. 357–379.
134 "Die 'Gasprüfer' von Auschwitz", in: VffG, 2. Jg., Heft 1, März 1998, S.13–22; "Auschwitz: Gasprüfer und Gasrestprobe", in: VffG, 7. Jg., Heft 3 & 4, Dezember 2003, S. 380–385.
135 "'Keine Löcher, keine Gaskammer(n)'. Historisch-technische Studie zur Frage der Zyklon B – Einwurflöcher in der Decke des Leichenkellers 1 im Krematorium II von Birkenau", in : VffG, 6. Jg., Heft 3, September 2002, S. 284–304.
136 R.J. van Pelt, The Case for Auschwitz. Evidence from the Irving Trial, op. cit., S. 462.
137 "The Crematoria Ovens of Auschwitz and Birkenau", in: G. Rudolf (Hg.), Dissecting the Holocaust. The Growing Critique of "Truth" and "Memory". Theses & Dissertations Press, Chicago 2003, S. 373–412.
138 "Flammen und Rauch aus Krematoriumskaminen", in: VffG, 7. Jg., Heft 3 & 4, Dezember 2003, S. 386–391.
139 "'Schlüsseldokument' – eine alternative Interpretation. Zum Fälschungsverdacht des Briefes der Zentralbauleitung Auschwitz vom 28.6.1943 betreffs der Kapazität der Krematorien", in: VffG, 4. Jg., Heft 1, Juni 2000, S. 50–56.
140 "Kurt Prüfers Notiz vom 8. September 1942 und die Fantasien des 'Holocaust History Project'" (Manuskript, erscheint in einer der nächsten Ausgaben der VffG).
141 "'Verbrennungsgruben' und Grundwasserstand in Birkenau", in: VffG, 6. Jg., Heft 4, Dezember 2002, S. 421–424.
142 "Verbrennungsexperimente mit Tierfleisch und Tierfett. Zur Frage der Grubenverbrennungen in den angeblichen Vernichtungslagern des 3. Reiches", in: VffG, 7. Jg., Heft 2, Juli 2003, S. 185–194.
143 La "Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei Auschwitz", Edizioni di Ar, Padua 1998.
144 Sonderbehandlung in Auschwitz. Entstehung und Bedeutung eines Begriffs. Castle Hill Publishers, Hastings 2003.
145 R.J. van Pelt, The Case for Auschwitz. Evidence from the Irving Trial, op. cit., S. 209.
146 "Die Viermillionenzahl von Auschwitz: Entstehung, Revisionen und Konsequenzen", in: VffG, 7. Jg., Heft 1, April 2003, S. 15–20; "Franciszek Piper und die Zahl der Opfer von Auschwitz", in: VffG, 7. Jg., Heft 1, April 2003, S. 21–27; "Die neuen Revisionen Fritjof Meyers", in: VffG, 6. Jg., Heft 4, Dezember 2002, S. 378- 385; "Über die Kontroverse Piper-Meyer: Sowjetpropaganda gegen Halbrevisionismus"; in: VffG, 8. Jg., Heft 1, April 2004, S. 68–76.
147 "etenuti trasferiti da Auschwitz-Birkenau nel 1944–1945" in: Auschwitz: trasferimenti e finte gasazioni (Auschwitz: Verlegungen und vorgebliche Vergasungen). I Quaderni di Auschwitz, Nr. 3, September 2004, S. 5–16. (erscheint auf deutsch unter dem Titel "Die Häftlingsüberstellungen aus Auschwitz-Birkenau" in einer der nächsten Ausgaben der VffG)
148 "Die Deportation der ungarischen Juden von Mai bis Juli 1944. Eine provisorische Bilanz", in: VffG, 5. Jg., Heft 4, Dezember 2001, S. 381–395.
149 Die "Vergasung" der Zigeuner in Auschwitz am 2.8.1944, in: VffG, 7. Jg., Heft 1, April 2003, S. 28–29
150 "Das Ghetto von Lodz in der Holocaust-Propaganda. Die Evakuierung des Lodzer Ghettos und die Deportationen nach Auschwitz (August 1944)", in: VffG, 7. Jg., Heft 1, April 2003, S. 30–36.
151 Contributo alla storia del Familienlager-Theresienstadt di Birkenau, (Beitrag zur Geschichte des Familienlagers Theresienstadt in Birkenau) unveröffentlichte Studie in Vorbereitung zur Veröffentlichung.
152 "Dr. Mengele und die Zwillinge von Auschwitz" in: VffG, 9. Jg., Heft 1, 2005).

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(2) (2005), S. 167-187.


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