Der Auschwitz-Mythos

Legende oder Wirklichkeit?

Auschwitz ist mehr als ein Reizwort. Auschwitz ist Mythos, Legende, Dogma. Auschwitz steht für die »Endlösung«, für die »planmäßige Vernichtung von sechs Millionen Juden«, für »Genozid«, für das absolut Böse im Deutschen, wie es Millionen von ihnen im eigenen Fernsehen mit der Holocaust-Serie in grellen Kontrastfarben vor Augen geführt wurde. Auschwitz ist der Schleier von Scham und Schande, den man über die deutsche Vegangenheit gebreitet hat. Ein einziges Wort-Auschwitz- unterbricht und verhindert jede sachliche Diskussion über geschichtliche Tatbestände, wenn es jemand wagen sollte, diese in einer von dem »volkspädagogisch erwünschten Geschichtsbild« (Golo Mann) abweichenden Art zu betrachten. Auschwitz wurde zur Wunderwaffe der psychologischen Kriegführung mit dem Ziel der moralischen Disqualifizierung des deutschen Volkes als Voraussetzung für seine politische Niederhaltung auf ewige Zeiten.

Darum ist es so gefährlich, am Auschwitz-Mythos auch nur zu zweifeln, an der Auschwitz-Legende zu kratzen, das Auschwitz-Dogma anzutasten. Den geistigen Machthabern von heute steht zwar keine Inquisition mehr zur Verfügung wie denen des Mittelalters. Sie können die Ketzer nicht einfach auf den Scheiterhaufen schicken. Sie müssen sich sublimerer Methoden bedienen. Aber sie sind nicht weniger unnachgiebig als ihre mittelalterlichen Vorgänger. Es genügte, daß der Hamburger Richter Dr. Wilhelm Stäglich in einer seiner Publikationen wahrheitsgemäß bekundete, er sei als junger Soldat in Auschwitz gewesen und habe dort nichts von Massenvernichtungen und Gaskammern wahrgenommen, um ihm, der wegen seiner politischen Einstellung schon wiederholt dienstlich zurückgesetzt worden war, ein Disziplinarverfahren anzuhängen. 1975 vorzeitig in den Ruhestand versetzt und aufgrund des gegen ihn eingeleiteten Verfahrens durch Entzug eines Teils seines Ruhegehalts gemaßregelt, ließ sich der Weltkrieg II-Offizier (Jahrgang 1916, zuletzt Oberleutnant in einer Fallschirm-Flakabteilung) nicht mundtot machen, sondern wandte seine ganze Arbeitskraft und intellektuelle Kapazität von nun an dem Auschwitz-Komplex zu, mit dem er von vornherein nicht mehr als ein unbeteiligter und zufälliger Zuschauer zu tun gehabt hatte. In jahrelanger wissenschaftlicher Forschungstätigkeit, die ihm von amtlicher Seite tunlichst erschwert wurde, hat er alle zugänglichen Unterlagen, von den Akten des Internationalen Militär-Tribunals in Nürnberg bis zu der Dokumentation über den Frankfurter Auschwitz-Prozeß, von den Veröffentlichungen des Instituts für Zeitgeschichte in München bis zu denen des Wiener Internationalen Auschwitz-Komitees, die zahllosen Affidavits und Zeugenaussagen und dazu ganze Berge einschlägiger Umerziehungs-Literatur durchgearbeitet, analysiert und kommentiert. Er fand dabei nichts, was ihn genötigt hatte, seine durch persönlichen Augenschein in Auschwitz gewonnenen Eindrücke zu revidieren. Was er fand, war eine erschreckende Vielfalt von halben Wahrheiten und ganzen Lügen, von Widersprüchen und Fälschungen, von durch Folter erpreßten Geständnissen und ungesühnten Meineiden, von Massenhysterie und Hexenwahn, die unserem angeblich so aufgeklärten und nüchternen Jahrhundert zur Schande gereichen.

Stäglich ist, wie er in seinen Vorwort hervorhebt, nicht Zeitgeschichtler, sondern Jurist. Er will jenen nicht ins Handwerk pfuschen, wohl aber ihnen - als Jurist- bei der unerläßlichen Grundlagenarbeit jeder historischen Wahrheitsfindung, der Quellenkritik, behilflich sein. Er sieht den Auschwitz-Komplex mit der implizierten Beschuldigung der millionenfachen Massenvernichtung in Gaskammern als den Prozeß eines anonymen Klägers gegen das so in seiner Gesamtheit kriminalisierte deutsche Volk, das damit lebenslänglich auf die Anklagebank gezwungen werden soll. Er halt es daher für legitim, seine Untersuchung an strafrechtlichen Maßstäben zu orientieren, nach welchen in der gesamten zivilisierten Welt die »formelle Beweislast« dem Kläger auferlegt ist. Er hat die Schuld des Angeklagten, nicht dieser seine Unschuld zu beweisen, und zwar zweifelsfrei. Gelingt das nicht- wie im Fall Auschwitz als Kennwort für die »Endlösung« im Sinn einer planmäßigen Massenvergasung von Juden – so ist der Angeklagte, wie Stäglich schreibt, »nach dem alten Grundsatz des römischen Rechts ›in dubio pro reo‹ (im Zweifelsfalle für den Angeklagten) freizusprechen. Nichts anderes kann für das deutsche Volk vor dem Weltgericht der Geschichte gelten!«

Drei Themen hat Stäglich in seinem Werk besondere Aufmerksamkeit zugewendet: dem sogenannten »Wannsee-Protokoll« als Ursprung der »Endlösung«, dem 1. Frankfurter Auschwitz-Prozeß mit seinem mysteriösen Begleitumständen und der fälschlich als »Tagebuch« bezeichneten Niederschrift des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß, die diesem von seinen kommunistischen Henkern vor seinem Tod auferlegt wurde. Mit der Akribie und zwingenden Logik des Juristen aus Leidenschaft untersucht er sie mit dem Ergebnis, daß von diesen drei Grundpfeilern der Auschwitz-Legende nichts, aber auch gar nichts übrigbleibt. Der Jurist Wilhelm Stäglich ist damit zu der gleichen Feststellung wie der Historiker Hellmut Diwald gelangt, daß das Bild der Verfolgung der Juden zwischen 1940 und 1945 (im Gegensatz zu derjenigen der Deutschen danach) in zentralen Fragen noch immer ungeklärt ist, während der vorsätzliche Massenmord an sechs Millionen Juden nach dem Auschwitz-Dogma als »offenkundige historische Tatsache«, als »gesicherte Erkenntnis der Zeitgeschichte« gilt, auf deren Grundlage einen frei erfundenen deutschfeindlichen Hetz- und Horrorfilm wie Holocaust aufzubauen und vorzuführen nicht nur gestattet, sondern geradezu ein gebot der Sittlichkeit und Menschlichkeit sei. Diesen Auschwitz-Mythos hat der Richter Stäglich in tausend Fetzen zerrissen. Sein Buch, als nüchtern juristische, streng wissenschaftliche Untersuchung angelegt, wird so zu einem Freispruch für das deutsche Volk.

Aus dem soeben erschienenen Buch »Der Auschwitz-Mythos, Legende oder Wirklichkeit? – Eine kritische Bestandsaufnahme« von Dr. Wilhelm Stäglich veröffentlichen wir nachstehend folgenden Auszug.

Aus technischen Gründen wurde hierbei auf die Wiedergabe der im Originaltext enthaltenen Anmerkungen und Quellenhinweise verzichtet.

DGG


Quelle: Deutschland in Geschichte und Gegenwart 27(1) (1979), S. 10f.

Zurück zum DGG-Menü